Bauer Willi
Kommentare 46

So was ähnliches wie die CMA…

…aber schlanker, effizienter und von Landwirten gemacht!

Wenn ich mich mit Bauern unterhalte oder auf Vortragsveranstaltungen mit ihnen ins Gespräch komme, dann sind nahezu alle der Meinung, dass wir Bauern wieder Werbung für uns und unsere Produkte machen sollten. Und dass das auch ruhig Geld kosten darf. Man mag es nicht glauben, aber es gibt eine Organisation, die ohne jeden Verband, aus eigenem Antrieb und mit niedrigsten Kosten genau das macht: Werbung für die heimische Landwirtschaft.

https://www.heimischelandwirtschaft.de/

Das Land schafft Verbindung…über das Radio. Weil das täglich gehört wird. Und oft über Stunden. Das nutzt die Initiative „Heimische Landwirtschaft“.

Seit 2011 gibt es den Zusammenschluss von Landwirten, die stolz auf ihren Beruf sind und der Gesellschaft zeigen wollen, wie Landwirtschaft heute funktioniert. Bisher haben sich große und kleine, konventionell und ökologisch wirtschaftende Höfe aus ganz Deutschland der Initiative angeschlossen, um gemeinsam Öffentlichkeitsarbeit für die Branche gestalten. Verbandsneutral.

Fast 1.500 Mitgliedsbetriebe und mehr als 100 Fördermitglieder aus ganz Deutschland zeigen als Botschafter ihren Einsatz für die heimische Landwirtschaft. Diese Zahl lässt sich noch steigern. 40.000 Menschen waren im November 2019 auf der großen Demo in Berlin, im Oktober fast 100.000 an über 20 Orten in ganz Deutschland. Wenn also jedes Mitglied von LsV Original, LsV Deutschland, Bauern-Basis-Bewegung, Paderborner Rebellen, Cloppenburger Landwirte oder anderen Gruppierungen auch Mitglied von „Heimische Landwirtschaft“ wird, dürfte das Geld auch für Fernseh-Spots reichen.

An einem Strang ziehen, in die gleiche Richtung ziehen

und etwas Konstruktives leisten, das wäre jetzt angesagt.

Und wenn dann noch der DBV und alle seine Landes- und Kreisverbände mitmachen…

Und der vor- und nachgelagerte Bereich wie Landtechnik, Dünger- und Pflanzenschutzfirmen, Saatgut-Hersteller, Molkereien, Schlachtbetriebe…. (Man wird ja noch träumen dürfen)

„Heimische Landwirtschaft“ setzt bisher (wegen des eingeschränkten Budgets) vor allem auf das Medium Radio. Mit gezielten Spots dort und in den sozialen Medien wirbt die Initiative für Regionalität und Vielfalt landwirtschaftlicher Produkte. Unter dem Motto „Vertrauen in die Heimische Landwirtschaft“ wird die Arbeit der Landwirte in den Radiospots transparent und verständlich dargestellt. Ziel ist es, die Leistungen der Landwirte für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen und Vertrauen zwischen Verbrauchern und Bauern zu schaffen.

Auf aktuelle Ereignisse kann die Initiative Heimische Landwirtschaft dank ihrer schlanken Organisationsform schnell eingehen: So hat sie im vergangenen März gleich zu Beginn der Corona-Pandemie einen Themenschwerpunkt zur „Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln“ auf www.heimischelandwirtschaft.de, in den sozialen Medien, im Radio mit einem neuen Radiospot sowie erstmals auch im Fernsehen (MDR) gestartet.

Gesteuert werden die Inhalte und Kampagnen aus Erfurt. Die rund 1.500 Mitglieder können aus einem großen Portfolio an Materialien wählen, um zu zeigen, wie wichtig ihnen die regionale Produktion ist. Schilder für den Hofladen, ein Online-Einkaufsführer sowie Werbemittel und Banner für das Feld zählen dazu.

„Wer seine Felder nach guter fachlicher Praxis bewirtschaftet, sich verantwortungsvoll und umweltbewusst verhält, seine Tiere anständig behandelt und seinen Betrieb gesetzeskonform führt“, darf Mitglied werden: Das ist der Verhaltenskodex, den sich die Initiative „Heimische Landwirtschaft“ auferlegt hat. Klar, dass ich schon seit vielen Jahren Mitglied bin. Und Du wirst es hoffentlich auch jetzt. Oder was hält Dich davon ab?

Euer Bauer Willi

 

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46 Kommentare

  1. Alexander Borchert sagt

    Das ist nur eine Schnellschuss : wir können auch Janthal und Bauer Kevin nehmen 🙂

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    • firedragon sagt

      Schantalle war auch mein erster Gedanke …😇
      Weiß nicht, was gucken Kinder in der Altersklasse zur Zeit, würde sich namentlich was aktuelles anbieten: Benjamin und Bibi, gibt’s das heute noch ? (Spaß)

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  2. Alexander Borchert sagt

    Ich hätte mal was zum Nachdenken,
    bei welcher Zielgruppe kann man das Bild über die Landwirtschaft am meisten formen?

    Nach langem Überlegen habe ich schon 2012 dem BV-Präsidenten folgenden Vorschlag gemacht: Wir bemühen uns, um das Interesse und die Neugier der Kinder.

    Meine Idee: Man sucht sich einen 6-10 jährigen pfiffigen Bauernbuben und stellt ihm eine neugierige, etwas kritische, städtische Gleichaltrige an die Seite. Das Thema der Serie:
    „Mit Greta und Anton gemeinsam durchs Bauernjahr“

    Finanzierungspool:
    Aus allen Bereichen der Landwirtschaft + vor-und nachgelagerter Bereich.

    Umsetzung: Junge Filmemacher, Musiker, Webdesigner,……

    Fachliche Betreuung: Echter Landwirt

    Sendeort: wöchentliche Freischaltung auf youtube

    Kundenbindung:
    Rätsel am Ende mit Hauptpreis: Ein Bauernhofwochenende zur Mitarbeit

    Wenn das gut gemacht wäre, dann würden die Kinder, das mit den Eltern und Großeltern anschauen wollen. Die Kinder müssten jede Woche dem Freischaltezeitpunkt entgegenfiebern. Evtl. könnten diese Filme sogar Unterrichtsmaterial werden. Vor allem sollte es dazu führen, dass die Kinder am nächsten Tag auf dem Schulhof darüber reden………

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    • bauerhans sagt

      es gibt einige bauern,die auf youtube fortlaufend ihre betriebe zeigen,
      aber in den kommentaren wird immer nur nach treckern und maschinen gefragt,besonders nach einer marke aus Bayern.

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    • firedragon sagt

      Die Idee ist gut Herr Borchert, warum würden Sie ausgerechnet diese zwei Namen verwenden wollen ?

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      • Paulus sagt

        @ firedragon, na ja, mit der Chantalle und dem Kevin würde man wohl die falsche Zielgruppe ansprechen. Anton ist schon OK, nur bei Greta hätte ich so meine Bedenken. Mit einer Franziska könnte man da schon eher punkten. 😉
        Quatsch beiseite, was mir viel wichtiger erscheint ist, dass man die Realität abbildet so wie sie nun mal ist, und nicht krampfhaft versucht einen auf Bullerbü zu machen. Ernst zu nehmende LW ist nun mal kein Streichelzoo und funktioniert wohl auch nicht ohne Chemie und die vor- und nachgelagerte Industrie. Ich verstehe nicht aus welchem Grund man mit solch vermeintlich kritischen Themen nicht viel offensiver umgeht.
        Vielleicht sollten die, sich zur Öffentlichkeitsarbeit berufen gefühlten Landwirte, mal das Kommunikationszentrum der Bayer AG in Leverkusen besuchen. Und zwar bevor sie auf Facebook herum plärren. Ist sehr informativ und kritische Fragen sind dort ausdrücklich erwünscht. Dort lernt man u.U. auch wie man professionell damit umgeht. Nur mal so als dezenter Hinweis.

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        • firedragon sagt

          Paulus, zu den vermeintlich kritischen Themen: wir hatten vor ein paar Wochen eine Rindhausschlachtung. Unsere Kinder kennen das.
          Was interessant zu beobachten war, an dem Tag kamen gleich noch vier weitere Kinder. Zwei davon haben keine Berührungsängste, weil sie das kennen, zwar nur von toten Hühnern, aber immerhin.
          Dann war ein dreijähriger Junge, der hat den Schlachtkörper mit sehr viel Neugierde betrachtet und wollte ziemlich viel wissen und dann gab es noch ein etwa siebenjährige Mädchen, die sich die Augen aufhielt.
          Interessant fand ich: was passiert zwischen drei und sieben Jahren, dass ein Mensch mit drei Jahren so offen und neugierig mit dem Thema Tod umgeht, ein Mensch mit sieben Jahren dabei Trauer und Ekel empfindet?

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          • Paulus sagt

            Das kann ich dir „mit einiger Wahrscheinlichkeit“ sagen. Bevor unsere Tochter zur Schule ging war es für sie kein Problem wenn ich ein erlegtes Stück Wild mit nach Hause brachte, es in der Kühlzelle hing und ich es anschließend zerlegte.
            Das änderte sich schlagartig als unser Töchterlein zur Grundschule ging. Soll ich weiterreden?
            Als eine der intellektuell schwach bemittelten Pädagoginnen erfuhr das ich Jäger bin lernten die Kinder umgehend folgenden Reim: „Die Hunde machen jiff jaff, die Jäger machen piff paff, und tot ist’s arme Häselein.
            Es gipfelte darin, dass die Kinder gefragt wurden was sie denn auf dem Butterbrot hätten und dies auch entsprechend kommentiert wurde. Meine Frau, die ich bis dato noch gar nicht so kannte, hat dem schließlich ein Ende bereitet. Kurz und schmerzlos! Zwei klare Ansagen und eine Beschwerde bei der Schulaufsicht.

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            • Gephard sagt

              Was ist daran falsch, den Kindern zu erklären, das die Salami mal ein fühlendes Lebewesen war, das gewaltsam seines sozialen Umfelds entrissen und getötet wurde?

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              • bauerhans sagt

                “ das gewaltsam“

                ich verspreche meinen viechern immer,sie kämen ins heisse bad,das hilft.

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                • firedragon sagt

                  Ah, Du machst das mit verheißungsvollen Versprechungen…interessant

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    • Bauer Willi sagt

      Auskunft eines Schulbuch-Verlages: Die YouTube-Videos von Bauer Willi sind Gegenstand des Unterrichts.

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      • Paulus sagt

        Also, als Laie fand ich die Sendereihe „Hallo Leute“ sehr gut. War informativ und immer geeignet um mal auf andere Gedanken zu kommen. Kommt aber nix mehr.

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        • bauerhans sagt

          Paulus:

          „Bocholter Landschwein“

          der Dirk ist sehr sympathisch und erklärt sehr gut.

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        • Bauer Willi sagt

          Es ist Winter…zumindest findet im Feld derzeit nichts statt, was filmreif wäre.
          Im übrigen bringe ich bei Facebook mehr Videos . Das ist das Anspruchsdenken nicht so hoch…

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    • Ferkelhebamme sagt

      Die Idee ist sehr gut. Ich hatte ein Projekt in der Art vor, habe die Idee in Anbetracht der asozialen Medien aber wieder fallenlassen. Wenn es um Tierhaltung geht, sind die Reaktionen unberechenbar, das Risiko eines Shitstorms kann man Kindern nicht antun.

      Eine Schulklasse musste doch jetzt diese Erfahrung machen, was passiert, wenn man in den Fokus von radikalen Tierschützern gerät.

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  3. Karl Timme sagt

    Weicht als Kommentar von dem zur Diskusion gestellten Thema ab, die Grüne Woche 2021 wird Erwartungsgemäß nicht als Präsentsveranstalung stattfinden, sondern digital. Da die Grüne Woche eine „Verbrauchermesse“ ist, besteht hier die Möglichkeit die Probleme der Ldw mit Politik,Verarbeitung und Handel zu diskutieren. Ich kenne das Programm der zweitägigen Veranstaltung nicht, um das zuerfahren solte mann sich Anmelden und Teilnehmen:
    https://www.gruenewoche.de/de/IGWDigital/Registrierung/

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  4. Michael sagt

    In diesem Bereich muss ich an die mühsame Diskussion um die Branchenkommunikation Milch denken, die hoffentlich bald an den Start geht.
    In Bayern gibt es z.b. auch die Kampagne „unsere bayerischen Bauern“, vom BBV initiiert. In ihrem Groll auf den BV nehmen viele Landwirte diese Arbeit nicht mehr wahr bzw. lehnen es von vornherein ab. Ich frag mich schon, ob es hilfreich ist, sich immer weiter in Gruppen und Untergruppen aufzusplittern oder ob es nicht effizienter wäre sein Engagement in bestehende Verbände und Organisationen einzubringen.

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    • Bauer Willi sagt

      Die Initiative „Heimische Landwirtschaft“ gibt es seit 2011. Alle anderen regionalen Aktivitäten wie „Bayrische Bauern“ , „Echt grün“ und andere sind danach an den Start gegangen und haben zum Teil die Maßnahmen kopiert.

      Das „Forum Moderne Landwirtschaft“ hat viel Geld von der Industrie, aber es ist nicht zu erkennen, wo dieses Geld bleibt. Der DBV ist auch an FML beteiligt.

      Spielt aber alles keine Rolle: wer etwas für seine Branche tun will, kann sich an dieser Initiative, die von Bauern betrieben wird, beteiligen. Wer es nicht tut und weiter jammert, verliert sein Recht sich über das schlechte Image zu beklagen.

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  5. Arnold Krämer sagt

    Die konventionelle Landwirtschaft wird doch schon seit mehr als 15 Jahren medial kaputtgeschrieben und gesendet. Das, was da hängen geblieben ist in den Köpfen von Verbrauchern aber auch Nicht-Fachpolitikern, kann nur schwer wieder rückgängig gemacht werden. Fortschritte sind aber da, weil auch bereits entsprechendes finanzielles Engagement da ist. Ein gutes Beispiel findet man (mal wieder) im Nordwesten (bitte unbedingt den Link öffnen).

    https://www.landvolk-emsland.de/leistungen/oeffentlichkeitsarbeit/echt-gruen-eure-landwirte.html

    Die hohen Kosten (mir im Detail nicht bekannt) werden auch getragen durch die umfangreichen wirtschaftlichen Aktivitäten der Kreisbauernverbände. (Windparks etc.) Das geht sogar soweit, dass die VEL den SV Meppen als Hauptsponsor unterstützt hat, als dieser noch in der Fussball-Regionalliga war.

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    • Schmeckt gut sagt

      Unser Landvolkverband ist mit 70 Tsd Euro an „echt Grün“ beteiligt. Es sind mittlerweile annähernd 10 Kreisverbände. Eine Bündelung der Kräfte wäre natürlich super. Aber kann das in der jetzigen Gemengelage gelingen? Mit einem Millionenbudget läßt sich effektiver werben, allerdings steigen auch die Risiken einer „Fehlwerbung“ durch den dann nötigen, größeren Wasserkopf.

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      • Arnold Krämer sagt

        Richtig, die Initiative ging 2015 vom Emsländischen Landvolk aus. Das war mir auch wichtig. Danach haben sich viele Kreisverbände in Niedersachsen angeschlossen.

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        • Karl Timme sagt

          Sie haben die Kosten ja schon angesprochen, wie überall sind es die Stückkosten, je höher die Stückzahl desto geringer die Kosten/Stück. Da eine Entscheidung sich auf die Mitgliedbeitäge auswirkt, dauert der Entscheidungsprozess Basisorientiert entsprechend lange. Der Entscheidungsprozess um den Beitritt des Landvolk Celle begann in 2018, bis alle Zustimmungen aller Orts und Bezirksvereine eingeholt waren konnte der Beitritt in 2020 erfolgen. Da sind die Organisationsformen von LSV und der WhatApp- Gruppen natürlich wesentlich schneller.

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    • Bauer Willi sagt

      Antwort siehe unter Michael.

      Es läuft bei der Öffentlichkeitsarbeit wie bei DBV und LsV. Eine immer weitere Zersplitterung. Besonders traurig, dass sich der DBV 2011, als alle anderen noch nicht am Start waren, nicht beteiligt hat. Dafür aber am Forum Moderne Landwirtschaft, das über viel Geld verfügt, an dem aber der Makel der Abhängigkeit von der Chemischen Industrie klebt.

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      • Karl Timme sagt

        Die Schwierigkeit des des DBV und seiner Landesverbände ist die Verbandelung mit der Verarbeitenden Ebene ( Hilse Schweinemäster im Aufsichtsrat bei DMK, Raifeisenverband mit im Vorstand beim DBV, nur so als Beispiel). Die Werbung zielte nicht auf die Landwirte ab, sondern auf die fertigen Produkte der Verarbeiter. Dieses gilt auch für die DLG und Ihren Auszeichnungen. Erst in neuerer Zeit wird erkannt das auch das Image und die Tätigkeit des Landwirts beworben werden muß.

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    • Thomas Apfel sagt

      Das mit dem „kaputtgeschrieben und geredet“ über die Medien ist der gravierendste Punkt, an dem es auch anzusetztzen gilt. Momentan läuft über alle Sender eine unglaubliche Welle von Werbung für Veganismus. Dies ist eine Gruppe mit weniger als 2 % Anteil an der Bevölkerung, aber 40 – 50 % Anteil bei den Medienleuten. Das ist kein nur deutsches Thema, die Hollywood-Community ist ähnlich gelagert. Der Missionierungswille und die Militanz dieser Bewegung macht mir schon Sorgen. Vom Fingerzeig „Mörder“ in Richtung Tierhalter bis zu echter Gewalt ist kein weiter Weg. Dazu kommt die Konfrontation Bio = „Besserlandwirtschaft“ und „Agrarindustrie“ als Alles, was nicht Bio ist.
      Auch bei „heimische Landwirtschaft“ ist die Zahl der Öko´s äusserst dünn, und das ist auch logisch. Auch wenn die Medien im Moment etwas vorsichtiger geworden sind, sind doch 90 % der „Guten Betriebe“ die in den Sendungen vorkommen Bio-Betriebe (z.B. SWR Vorgestern). Das ist nach wie vor ein Kriegsschauplatz und der ist keineswegs durch generische Werbung vom Tisch zu fegen, schon weil die Öko-Werbung per se auf dem Madigmachen der konventionellen Landwirtschaft beruht.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Es ist doch so, dass die meisten der vorgestellten Betriebe im Nebenerwerb angesiedelt sind. Wenn, dann beiläufig wird noch erwähnt, dass sie ihr Geld außerhalb der Landwirtschaft verdienen. Nichts dagegen, wenn manche als Hobby Landwirtschaft betreiben, aber dies sollte man unserer Gesellschaft mal klar und deutlich vor Augen führen.

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        • Bauer Willi sagt

          Der Anteil Nebenerwerb beträgt in Deutschland ca. 50%. Ich gehöre auch dazu.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Wenn in den TV Berichten das Halleluja gesungen wird, dann interessiert es mich, ob man von dem BIO Betrieb leben kann, bei einem Verdienst eines Facharbeiters, oder ob man ein Facharbeiter im vollen Lohn sein muss, um sich den Biohof leisten zu können.

            Alles andere ist eine Täuschung des Verbrauchers, der in voller Erwartung billiger BIO Lebensmittel steht.

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            • Paulus sagt

              Ehemaliger, wir hatten hier im Blog schon mal die „Schäferin vom Hofe,“ die machte als Aussteigerin einen auf Demeterscheiß und beklagte sich u.A. darüber, dass sie die Wolle auf dem Wochenmarkt nicht los wird und das Fleisch ihrer Moorschnucken keinen Absatz findet. Hier in der Lokalpresse wurde einem Biobauern eine ganze Seite voll des Lobes gewidmet. Der hat gerade mal zwei oder drei ha Pachtland, ist ehemaliger Sozialarbeiter und jetzt kommt das besonders pfiffige an seiner Idee. Man kann online Sammelbestellungen aufgeben, die Ware wird dann bei einem Besteller abgegeben und dort kann sich jeder seine
              fünf Möhren, eine Kohlrabi und zwei Stangen Lauch abholen. Ich halte alternative Projekt für durchaus begrüßenswert, aber das sind doch alles Eintagsfliegen und noch nicht einmal entfernt mit ernst zu nehmender LW in Verbindung zu bringen.
              Andererseits kenne nun zufällig den Inhaber eines Biobetriebes in der Warburger Börde sehr gut, der gibt aber schon seit vielen Jahren Vollgas und mit dem Lohn eines Facharbeiters würde der sich garantiert nicht zufrieden geben.

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  6. Friedrich sagt

    Ja , daß brauchen wir . Das vor- und nachgelagerte Gewerbe gehört aber mit dazu. Nur über diesen Weg kann auch der Beitrag eingetrieben werden. Bin sehr enttäuscht , daß man fast keine Grünen Kreuze mehr sieht.Auch fast nichts „Wir sind Zucker“ usw. . Unsere Kollegen jammern zwar , aber von Werbung keine Spur. Wir haben riesige Werbeflächen auf dem Acker , an Anhängern usw. , aber wir nutzen das Potenztial nicht. Eine neue „CMA“ braucht nur einen ganz schmalen Apperat und der vergibt an eine Werbeagentur das Geldvolumen nach einem ausgeschriebenen Konzept. Habe das bei unserem BHZP-Schweineprogramm gesehen , wie Werbeprofis plötzlich den Verkauf erhöhen können. Jeder Hofladen macht Werbung , denn ohne Werbung kein Verkauf , keine Anerkennung usw. . Wenn dann noch Schwarz-Rot-Gold und Made in Germany auf
    den Produkten draufsteht , dann geht die Post ab. Man muß es nur machen !

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    • bauerhans sagt

      „BHZP“

      hatte sich damals über die EZG hier etabliert,die brauchten keine werbung.
      JSR von Hirschmann waren deutlich besser.

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  7. bauerhans sagt

    „….dass wir Bauern wieder Werbung für uns und unsere Produkte machen sollten.“

    ja,das höre ich auch allenthalben,ABER ich bin mir ziemlich sicher,dass es schwierig werden wird,wenn dann vom einzelnen z.b. 500€ jahresbeitrag eingefordert wird.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Lies mal die Mitgliedsbestimmungen, es kostest 0,50€/ha/p.a., mindestens aber100,- p.a.. Dafür wird ganz schön was geboten. Und zahlenmusdt du nur, wenn in deinem Umkreis genügend Mitglieder sind, das ein Radiospot lohnt.
      Der WLV hat eine ähnliche Initiative gestartet: „Mag doch jeder“. M.E. nach gut gemeint, aber nicht gut gemacht. Die Plakate, z.B. ein Burger mit „Mag doch jeder“ und kleinerem Hinweis auf die Landwirtschaft wird von den Vorbei-Eilenden nicht verstanden. Wir haben es versucht und wurden prompt gefragt, ob es jetzt hier Burger gibt.
      „Heimische Landwirtschaft“ ist viel klarer in der Aussage. Wir werden Mitglied. Machst du auch mit, Hans? 100,-€ sollen deine Fonds doch wohl hergeben? 😉

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      • Thomas Apfel sagt

        Ich bin auch kein großer Feund von „generischer Werbung“.
        Wenn ich sehe, wer in unserer Gegend bei „Heimische Landwirtschaft“ mitmacht, sind es im Wesentlichen die, die eine Direktvermarktungsschiene als Betriebszweig betreiben. In der Form kann man das schon mittragen, ich trete jedenfalls der Initiative bei. Für generische Werbung bei Obst zahle ich schon (sind kleine Beiträge) , wird vom „Grünen Medienhaus“ realisiert. Gilt m.E. das Gleiche wie bei „Mag doch Jeder“, gut gemeint, aber nicht gut gemacht.
        Aber die Summe der Aktivitäten bewegt vielleicht doch etwas.

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      • bauerhans sagt

        ich bin schon lange dabei!
        auch hatte ich LsV finanziell unterstützt für die DÜV-Klage.

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      • Bauer Willi sagt

        @Ferkelhebamme

        Ja, die Kosten sind wirklich sehr gering, zumal sie nur anfallen, wenn die Werbung auch geschaltet wird. Ich bin seit 5 Jahren dabei und in NRW hat sich die Zahl der Mitglieder verdoppelt: von 45 auf 90. Ich finde das wirklich blamabel. Wir haben rund 30.000 Betriebe alleine in NRW. Und hier läuft die Werbung eben auch noch nicht. Auch das Engagement von Genossenschaften, Molkereien, Schlachtbetrieben ist überschaubar….

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    • Inga sagt

      Und es kommt auch darauf an, ob der Verbraucher diese Werbung überhaupt versteht und ihn erreicht…

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