Ich hatte bereits in einem früheren Artikel darauf hingewiesen, dass Landwirte ab 2027 für die Rattenbekämpfung mit den Rodentiziden der sogenannten zweiten Generation eine Schulung benötigen, die mehrere Tage dauert und bis 600 € kosten kann. Nun kommt dieses Thema auch in den Medien an.
Hier mein früherer Beitrag mit weiteren Details. Ich habe das Thema auch über „meinen“ MdB in Berlin platziert.


Österreich ist in der Umsetzung von EU Vorgaben mal wieder viel pragmatischer: dort reicht ein Onlinekurs und der Nachweis ist 6 Jahre gültig. Leider nur mit Wohnsitz in Ö möglich
Mein Eindruck ist, dass sich da halt beim JKI ein paar Mäusespezialisten noch vorne gebuddelt haben.
Genauso absurd wie die Belehrungs- und Kontrollitis in immer kleinteiligem Maßstab in diesem Zusammenhang war und ist der Zulassungsumgang z.B. mit Captan (Basisfungizid im Obstbau seit 50 Jahren). Auf einmal sollen „üngeklärte Einflüsse auf Kleinsäuger“ im Raum stehen. Wir wenden das Präparat seit über 30 Jahren an und sind in diesen Jahren von Mäusen eher überrannt worden, als dass es weniger davon geworden wären. Populationsdynamiken, die weitgehend nicht, oder nicht richtig erforscht sind. Die grundsätzliche Pflanzenschutzfeindlichkeit mit Synthetischen Präparaten greift in den Kreisen (JKI und andere Einrichtungen) immer weiter um sich und führt zu immer absurderen und praxisfremden Entscheidungen.
Das Ganze ist bisher doch wohl nur ein Stochern im Nebel. 600€ habe ich bisher nirgends als Kursuskosten gesehen. Aus „mehrere Tage“ ist bisher eine Kursuslänge von 2 Tagen geworden. Vielleicht sollten wir einfach abwarten. Bekanntlich wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Andererseits ist es herrlich, wenn man sich über ungelegte Eier so richtig aufregen kann. Landwirte sind dafür wohl besonders zu haben.
einfach mehr Mühe geben😉:
https://schaedlingskunde.de/seminare/anmeldung/?seminar=23-seminar_sachkundelehrgang_zur_bekaempfung_von_nagetieren_als_schaedlinge_unter_einsatz_von_rodentiziden_nach_anhang_i_nr_34_der_gefahrstoffverordnung
@P
Einfach mal auf die Zielgruppe schauen. Das sind, wie genannt, Gewerbetreibende und andere professionell Tätige, z.B. Hausmeister.
https://sachkunde.hentschke-sawatzki.de/3-tage-skl-gefstoffv/
What?! – Aus dem Link: „Eingang neben der Pizzeria ‚Batman'“! …
Das ist ja fast wie bei den PCR-Test-Buden damals, die sich da schnell mal in kurzfristig aufgegebenen Friseurläden untergebracht hatten. Oder die misliebigen JobCenter-Fortbildungen für hoffnungsfrohe Arbeitskräfte. Die Zertifizierungsfirmen allerdings hatten sich meistens in Top-Locations eingemietet – im ehemaligen Industrieviertel aus Backstein, neben dem Gym und der hippen Softwareschmiede.
Kaffee gibt’s umsonst, und die Pausen sind noch länger als die Stunden. Das Abschlusszertifikat schafft jeder Dödel, spätestens beim zweiten Anlauf. Aber bei 600 € Eigenbeteiligung sollte zumindest auch ein vernünftiges Catering drin sein, also Schweinebraten zu Mittag und für mich eine Brasilianerin am Abend.
@Kemetbauer
„Wer zukünftig diese gängigen Ratten-Gifte in der Landwirtschaft einsetzen möchte, müsste dann einen mehrtägigen Kurs besuchen, der rund 600 Euro kosten kann.“
Nachzulesen im obigen Link des NDR unter der Überschrift: Was bedeutet das für die Landwirtschaft.
Die DLG bietet das Seminar für 450 € an.
Was ist mit Lebendfalle ? Habe Anwendungsschein gemacht . Also fangen , dann töten ? wie töten . Waschbär macht mein Jagdpächter im Ort . Habe als Bauer auch den Nottötungsschein für meinen Schweinebestand . Oder sammeln ?? Was ist mit Tierschutz bei Ratten / Mäusen ??? Oder freilassen , wo ? Vor der Verwaltung / Gesundheitsamt, Vetrenäramt ?? Was ist mit der Tiertransporterlaubnis über kurze Strecke , gültig ?? Oder Kammerjäger auf meine Kosten geschäftigen ?? Iss doch alles irre . Haben wir keine anderen Probleme ?? Auf meinem Betrieb finde ich selten Nachweise von Ratten ,da ich die gründlich , nachhaltig , auf meine Art , mit Erfolg , bekämpfe . Selbst im Abwasserkanal , da die Stadt nur 2 x im Jahr wissentlich kommt . Arbeitsbeschaffung für irgendwelche Sesselfurzer . Gruß vom Arno Geyer -Reibertenrod
Es gibt bereits seit einigen Jahren für Landwirte die Pflicht des Sachkundenachweises für die Anwendung von PSM. Wurde dieser Sachkundenachweis erteilt besteht spätestens nach 3 Jahren die Verpflichtung zur Fortbildung die mit einer Prüfung erfolgreich abgeschlossen sein muß.
Neben dem Sachkundenachweis für Landwirte gibt es noch zwei weitere vorgeschrieben Nachweise und zwar für Handel und Berater. Rodentizide (Anwendung, Handel, Berater) wurden bisher in diesem Rahmen ebenfalls behandelt, könnten auch im Rahmen des 3 Jahres Zyklus weiter abgedeckt werden. Es ist deshalb völlig unverständlich warum ein weiteres teueres Seminar für 600 Euro erforderlich sein soll.
Was sind die rationalen Gründe für dieses Seminar? Gar nur weil die Gruppierung von Rodentiziden geändert wurde statt unter zugelassenen Pflanzenschutzmitteln gehören diese jetzt ausschliesslich zu den Bioziden. Wer hat das alles aus welchen Gründen initiert? Soll nicht Bürokratie ab statt aufgebaut werden!
P.S Kein Wunder das die Politikverdrossenheit stetig zunimmt.
Richtig! Diese Leute will man einfach loshaben, weil man sie völlig unnötigfindet.
Da könnt ihr euch was raussuchen:
https://www.google.com/search?q=start+up+rattenfallen&rlz=1C1UIGB_enDE971DE971&oq=start+up+rattenfalle&aqs=chrome.1.69i57j33i160l4.15417j0j15&sourceid=chrome&ie=UTF-8
Bei Lebendfallen wird wohl auch bald ein Tötungskurs nötig werden.
Die EU hat auch schon ein Katzeneindämmungsgesetz in die Wege geleitet. Es gibt noch Übergangsfristen, aber dann darf pro Haushalt nur noch eine Freilaufkatze gehalten werden und diese muss gechipt und auf einen Halter registriert werden. Auch müssen Freilaufkatzen zwangsweise kastriert bzw. sterilisiert werden. Für die Vögel und Reptilien ist das eine gute Nachricht, wenn aber dann später (denke das kommt…) in Deutschland auch eine Katzensteuer eingeführt wird, dann können Mäuse und Ratten auf den Tischen tanzen.
Ich schlage meinem Bürgermeister keine Fuchsteuer vor, er könnte ohne viieleicht den Kammerjäger für die Kanalistion sparen.
Gestern Abend als um 23.30 mein Arbeitskollege von der Feurwehr nach Hause kam
stand er plötzlich vor einem jungen Fuchs der zusammen mit einem Kater durch die Seeprominadenstraße lief und dann ihn lange anschaute wobei er sogar ein Video drehen konnte.
Ob die beiden Streuner der LGBQ ungehören oder gemeisam auf Rattenjagd waren, wird gerade noch ermittellt.
Einige Kommentare hier sind einfach nur lustig. Was hat der PSM-Sachkundenachweis mit der Anwendung von Giften gegen Säugetiere zu tun? Gar nichts! Wir alle wissen, dass die chemischen Beikrautregulierungsversuche mittlerweile zu vielen Resistenzen geführt haben. Ähnlich ist es auch bei den Rodentiziden. Die Anwendung vieler verschiedener Mittel und Wirkstoffe zeigen, auch aufgrund des schnellen Generationswechsels, mittlerweile keine Wirkung mehr bei Ratten. Neue Wirkstoffe sind und das kennen wir auch bei den PSM, nicht in der Entwicklung. Wir müssen also strategisch vorgehen bei der Rattenbekämpfung. In meinem Betrieb macht das ein Kammerjäger. Offensichtlich mit gutem Erfolg. Eine Maßnahme allerdings bleibt den Bauern überlassen. Einfach mal aufräumen!
Wir sitzen auf dem Balkon und die Ratte pendelt am Straßenrand zwischen dem Straßenseitenraum und einem Rhododendron-Strauch hin und her….über Stunden. Sie baut mit Blättern und Gras ein Nest unterhalb der Pflanze, welche in einer Hecke sich befindet….es ist hellichter Tag in der Stadt. Alles ist aufgeräumt, eher zu aufgeräumt. Die Stadtverwaltung angerufen, ist nicht zuständig, hat keine Kapazitäten wegen Überlastung des Kammerjägers. Die Hausverwaltung sieht keine Veranlassung, und ich pell mir ein Ei drauf….sollen sie doch in ihrer eigenen Blödheit untergehen.
@RS
Zuständig ist ganz klar das Ordnungsamt der zuständigen Stadt-/Gemeindeverwaltung. I.d.R. haben die Verträge mit Kammerjägern abgeschlossen. Damit die aus dem Quark kommen, behält man sich die Weitergabe der Information an die örtliche Presse vor. Nichts fürchtet eine Verwaltung so sehr wie eine schlechte Presse.
Oh mann, Herr @Seevers, Sie leben ja in noch schlechteren Verhältnissen als ich. Das ist ja mal ein Outing.
Und Verwaltungsbeschwerden macht man doch nicht telefonisch, sondern formell-schriftlich.
„Eine Maßnahme allerdings bleibt den Bauern überlassen. Einfach mal aufräumen!“
Guter Tip deshalb ist in ihrem Betrieb keine Rattenbekämpfung nötig und sie sparen das Geld für den Kammerjäger.
Soll ich das auch im Privatgarten machen und einen aufgeräumten Garten gestalten obwohl Naturschutzverbände und andere Experten ja einen unaufgeräumten Garten mit viel Bewuchs und Unterschlupfmöglichkeiten für Tiere fordern.
Ein Dilema nicht wahr und am Ende soll ich dann noch einen teuren Kammerjäger bezahlen.
@L
Seit wann geben Sie etwas auf die Aussagen der NGOs?
@Kemetbauer
Ich mache die Rattenbekämpfung bei uns auf dem Hof seit 50 Jahren. Wir haben keine Ratten, die kommen alle vom Nachbarn. 🙂 Weil wir ja aufgeräumt haben (habe bis vor 5 Minuten tatsächlich noch im Stall gefegt, weil es regnet)
Was immer hilft, sind Schlagfallen. Meines Wissens gibt es da noch keine Resistenzen. 🙂
Gestern war ich im Raps. Unser Sohn hatte beobachtet, dass dort etwa 200 qm Raps fehlen und sich dort riesiges Unkraut breit gemacht hat. Eine Stunde Arbeit mit der Motorsense. Während ich das mache, laufen mir die Ratten zwischen den Füssen herum. (einfach eklig). Neben der Fehlstelle von 200 qm ist ein Hobby-Hühnerstall. Freilaufende Eier in Bio-Qualität…
Aber eigentlich ging es ja um die Schulung. Ich bin nicht bereit, 600 € auszugeben und mir stundenlang eine Schulung über das Liebesleben der Wanderratte anzuhören.
Ja, Hühner ziehen Ratten richtiggehend an, das habe ich schon oft gehört. Auch kann man ja dann wegen den Hühnern kein Gift ausbringen.
@BW
Die unerquickliche augenblickliche Situation resultiert ja noch im Einklang mit der jeder-darf-alles-Regelung. Ganz offensichtlich funktioniert das nicht. Es muss sich also etwas ändern. Ob, mit geschultem Personal, der Bekämpfungserfolg gesteigert werden kann, weiß bislang keiner. Dass die bisherige Praxis, aufgrund der Resistenzen, nicht trägt, sollte jedem bewusst sein. Bei mir findet alle zwei Jahre eine sogen. Futtermittelkontrolle statt. Da lässt sich der Kontrolleur immer wieder die aktuelle Rechnung des Kammerjägers vorlegen. Selbst machen ist da nicht.
„Die unerquickliche augenblickliche Situation resultiert ja noch im Einklang mit der jeder-darf-alles-Regelung“
@Kemetbauer offensichtlich sind sie nicht sachkundig evtl kein professioneller Landwirt sonst wüssten sie das heute folgendes für professionelle Landwirte gilt: Anwendung von PSM dazu gehören auch Rodentizide nur mit Sachkundenachweis. Abgabe = Verkauf nur durch sachkundige Händler. Auffrischung alle 3 Jahre obligatorisch.
Also ihre Aussage „jeder-darf-alles-Regelung“ trifft für sachkundige Landwirte nicht zu.
@L
Was wollen Sie mir hier in den Mund legen? `Meine Aussage bezog sich ganz klar auf die Rattenbekämpfung!
Natürlich hat das was mit PSM- Sachkunde zu tun. In unserem Landkreis wurde auch immer in Sachen Schadnagerbekämpfung geschult. Ein Kammerjäger hat auch keine anderen Mittel.
PS.
Wenn man als viehloser Betrieb einen Kammerjäger benötigt, sollte man wirklich mal aufräumen.
@O
Ein Kammerjäger hat dem Landwirt eine spezielle Ausbildung voraus. Aber klar, Landwirte können eh alles.
Vom Rest Ihrer Aussage fühle ich mich nicht angesprochen.
Man kann diesen Blödsinn von dem Staatenbund ,genannt EU,BUND u.a.kaum noch ertragen!
Wahrscheinlich denken die, das unsere Landwirte zu doof sind mit Rattenbekaempfungsmitteln umzugehen…
Eigentlich müssen die Entscheider lediglich mal den Rücken gerade machen und sagen: Stopp, bis hierher und nicht weiter! Aber sich durchzusetzen scheint schwierig. Entweder ist die Gegenseite in einer Überzahl, oder man selbst jemand ohne Eier.
@RS
Welche Entscheider? Hier wird oft so getan, als wüchsen die EU-Vorgaben auf den Bäumen. Es sind die Parteikollegen der Politiker hier in D., die in Brüssel für wirklichkeitsfremde Entscheidungen sorgen. Es ist die gleiche Denke und Unverfrorenheit. Der Unterschied liegt lediglich in der Örtlichkeit.
das wird einfach vorrausgesetzt und
zum Vorurteil gemacht, um sie besser ausnutzen zu können.
Die Bauern haben was anderes zu tun, als sich den ganzen Tag gegen die zu wehren, die ihnen das Leben schwer machen, um an ihnen verdienen zu wollen.
moin toll das Bier für so etwas belehrt werden. ich frage mich nur, ob die die das Ganze in Gang gebracht haben auch wirklich wissen was sie da angestellt haben mit dieser Schulung? und schönen Tag
ich hoffe daß Landwirtschaftsminister Rainer Erfolg hat, Er hat bei uns in Passau
das Thema von sich aus angesprochen und
scharf kritisiert
Er versprach sich aufs schärfste dafür einzusetzen daß diese Verordnung so nicht
kommt und der Pflanzenschutz Ausweis genügt.
Aber scheinbar ist es schwierig sich gegen diese Bürokraten durchzusetzen.
Meine Erkenntnis: Abschaffung des Beamtenturm s. dann könnte man solche Leute rausschmeißen.
So hat sich Landwirtschaftsminister Rainer auch auf einer Veranstaltung letzte Woche in Ochtrup NRW geäussert.
Was machen die Leute, die in ihren Gärten mit Mäusen und Ratten leben? Müssen die auch zum Seminar?
Weiter oben schreibt der „Kemetbauer“, man soll einfach mal aufräumen, dann gibt’s auch keine Ratten.
Guck, so einfach ist das. (Ironie aus)
Alternative: Schlagfallen, kann aber nicht mehr lange dauern, dann müssen wir im Umgang ebenfalls geschult werden.
Die Argumente der BUND‑Pressesprecherin Sina Cloris sind nachvollziehbar. Es besteht die Gefahr, dass auch Mäuse von dem Rattengift fressen.
Für mich steht jetzt die Frage offen: Hat die einen an der Waffel oder derjenige, der über deren Worte nur den Kopf schüttelt?
„Die EU möchte mit der Änderung […] auch den Gesundheitsschutz stärken.“
Nee, echt jetzt?
Dieser Sarkassmus der EU ist nicht zu überbieten. Denken wir an die Übertragungsgefahr von so vielen Krankheiten durch die Ratten. Im Mittelalter übetrugen die Ratten die Pest.
Ich würde sofort (!) zu einem Politiker-Bekämfungsseminar gehen – und dafür sogar zahlen.
und ein Gesetz erlassen,
dass andere nicht mehr so viel an uns verdienen dürfen,
die Sache hat Priorität.
die Landwirtachaft ist doch kein Selbstbedienungsladen.
Das Motto der Regierenden scheint zu sein, schützt die Ratten vor den Menschen. Die Gefährlichkeit der Infektionsübertragung durch Ratten und anderer Nagetiere scheint überhaupt nicht beachtet zu werden. Wenn ich eine Ratte tatsächlich sehe sind 20 andere Ratten bereits im Hintergrund aktiv. Wenn man keine Arbeit hat muss eine geschaffen werden und sei es das Sekkieren der Bauern und der Wirtschaft im Allgemeinen.
„Der Umweltverband BUND erkennt an, dass Ratten Schäden verursachen und an bestimmten Orten bekämpft werden müssen. Gleichzeitig warnt der Verband vor den Gefahren von Rattengiften für Menschen und Tiere, zum Beispiel für kleine Nagetiere. Schulungen im sicheren Umgang mit Rattengift seien daher wichtig.“
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/wissen/id_101242598/hantavirus-schiff-hondius-passagier-appelliert-wir-sind-menschen-.html
Der BUND soll sich lieber intensiv mit der Nagerbekämpfung auf Kreuzfahrtschiffen kümmern, dort scheint es ein Sachkundeproblem zu geben.
BUND Satire Beitrag zum Lachen