Bauer Willi
Kommentare 64

Liebe Frau Lemke, was stimmt denn jetzt?

Liebe Frau Bundesumweltministerin Lemke

ich habe Sie am Mittwoch mehrfach im Fernsehen gesehen, als Sie den Menschen erzählen, dass die Moore zu 7,5% für die Gesamtemissionen in Deutschland verantwortlich sind.

Jetzt ist das so, dass die Gesamtemissionen sich 2021 wie folgt zusammengesetzt haben:

  • Energiebedingte Emissionen   84,2%
  • Industrieprozesse                         7,5%
  • Landwirtschaft                              7,2%
  • Abfallwirtschaft                             1,1%

Diese Zahlen hat das Umweltbundesamt am 15.3.2022 aktualisiert.

https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/treibhausgas-emissionen-in-deutschland#treibhausgas-emissionen-nach-kategorien

Ich habe ein Problem mit den Zahlen. Wenn die Landwirtschaft zu 7,2% an den Gesamtemissionen beteiligt ist, die Moore aber zu 7,5%, dann stimmt da doch ganz offensichtlich etwas nicht.

Zum Lesen draufklicken…

Und auch in diesem Papier finden sich die 7% für die gesamte Landwirtschaft wieder:

https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/beitrag-der-landwirtschaft-zu-den-treibhausgas#treibhausgas-emissionen-aus-der-landwirtschaft

Können Sie mir helfen? Und falls es tatsächlich nicht stimmt: können Sie bitte die Zahlen öffentlich richtigstellen?

Danke

P.S.: kann ja mal passieren. Das BMEL hat auch zum Weltbienentag 2022 erzählt, dass die Bienen den Weizen bestäuben…

(Aufrufe 2.297 gesamt, 1 heute)

64 Kommentare

  1. Limes sagt

    Die Frage von Willi finde ich schon sehr relevant die Diskrepanz war mir bisher nicht augefallen. Umso neugieriger bin ich die Fakten zu erfahren. Nach Durchsicht der Kommentare konnte ich bisher noch keine Antwort auf die Frage von Willi an Fr Lemke finden wie hoch denn nun die Gesamtemmissionen der Landwirtschaft und der Moore sind.
    Evtl war der Termin der Fragestellung von Willi an einem Freitag kurz vor dem Wochenende etwas unglücklich gewählt deshalb frage ich jetzt am Montag nachmittag in der Hoffnung man wird es am ersten Arbeitstag der Woche bearbeiten nochmal nach ob es etwas Neues gibt. Hoffe dass Fr Lemke oder alternativ eine/einer der Mitarbeiter/innen des UBA dies aufklären kann. Immerhin sind beim Umweltbundesministerium mehr als 1000 Mitarbeiter/innen angestellt, da wird sich doch jemand finden diese einfache Frage zu beantworten. Diesen Anspruch habe ich als Bürger und Steuerzahler schon.

    1
    • Schmeckt gut sagt

      Die wirkliche Höhe der Emissionen ist doch irrelevant. Wichtig ist eine Beschreibung von möglichst schrecklichen Horrorszenarien (eben ohne Zahlen, weil dann ja nachvollziehbar), um dann so zu agieren, wie es die EU zur Zeit versucht. Egal ob Wald-/Moorschutz, Forderung von massivem Ausbau von Kohlenstoffsenken (auch Grünland), Einschränkung in PS und Düngung – alles wird in eine Richtung mit “passenden” Aussagen (Emotionen) voran geschoben, um den Radikalumbau der Wirtschaft mit allen “Transformationen” zu rechtfertigen. Belastbare Zahlen stören doch nur und eine Wissenschaft die unabhängig und kritisch eben diese Zahlen erarbeitet, ist doch schon lange gefangen in einer Abhängigkeit von Green-Deal-Subventionen.

      1
  2. Markus Kempen sagt

    Die Emissionen durch Moore sind in der Tabelle (per Definition) nicht enthalten. Genauso wie der der Lohnansatz für Familien AK nicht in der Gewinn und Verlustrechnung berücksichtigt wird, die der Steuerberater für das Finanzamt erstellt. Die Tabelle wurde entsprechend der Berechnungsmethoden des Klimaschutzgesetzes erstellt und enthält keine Emissionen aus Landnutzung/Landnutzungsänderung/Forstwirtschaft. Damit ist die Tabelle ganz einfach ungeeignet um den Wahrheitsgehalt von Frau Lemkes Aussagen zu den Mooren zu überprüfen. würden Sie einem Unternehmensberater, der in einer Vollkostenrechnung 50.000€ Lohnansatz berücksichtigt, vorwerfen das er “betrügt”, weil die Lohnkosten (für Fremd AK), die der Steuerberater ans Finanzamt meldet nur 10.000€ sind?

    • Reinhard Seevers sagt

      Entschuldigung Herr Kempen, weiß zwar nicht, warum Sie die Lügnerin verteidigen, muss ja einen Grund haben.
      “Trockengelegte Moorböden sind für 7,5 Prozent des gesamten Ausstoßes von Treibhausgasen in Deutschland verantwortlich.
      Bundesumweltministerin Steffi Lemke will umsteuern: “Wir wollen Moore schützen, wir wollen Moore wiedervernässen, damit sie Kohlenstoff einlagern können.” Denn nur, wenn bei Moorböden der Wasserpegel wieder steigt, lässt sich der Kohlendioxidausstoß verringern. Die Grünen-Politikerin hat dem Kabinett eine nationale Moorschutzstrategie vorgelegt, die jetzt beschlossen wurde.”
      https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/moor-strategie-101.html

      • Markus Kempen sagt

        Ich beschäftige mich relativ viel mit Statistik. Da kommt es oft vor, das in zwei Statistiken “scheinbar” das gleiche drin stehen sollte, aber Vergleiche der Zahlen überhaupt keinen Sinn ergeben. “Konsum von Getreide in Deutschland” ist mal etwa 11 Mio t, mal nur 7 Mio t. Auf den ersten Blick stimmt da was nicht. Wenn man aber mal genauer nachforscht. steht dann irgendwo in den Fußnoten das sich die Angabe mal auf “Rohertrag an Getreide(körnern)”, mal auf die “erste Verarbeitungsstufe (Mehl)”. bezieht. Wenn man dann überlegt, das in der Mühle etwa 30-40% Kleie anfallen, ergeben auf einmal beide Zahlen Sinn: 11 Mio t Rohertrag – 4 Mio t Kleie = 7 Mio t Mehl. In dem Fall mit den “Gesamtemissionen”, ist mir auch klar, dass die “Gesamtemissionen” von Frau Lemke nicht die “Gesamtemissionen” in der Tabelle sein können. Anstatt Frau Lemke der “Lüge” zu bezichtigen, habe ich mir die möglichen Definitionen von “Gesamtemissionen” angeguckt. (mit oben Beschriebenen Ergebnis). Das trockengelegte Moore CO2 freisetzen zweifele ich nicht an. Die Frage ist für mich vielmehr, ob die Co2 Freisetzung es rechtfertigt etwa 1 Mio ha Landwirtschaftliche Fläche einfach aus der Produktion zu nehmen. Da kommen mir dann so meine Zweifel, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Betreibe wohl nicht so entschädigt werden wie die von RWE umgesiedelten Landwirte in den Tagebaugebieten, sondern man meint, dass
        mit zusätzlichen 100€/ha GAP Prämie regeln zu können.

        6
        • Reinhard Seevers sagt

          Danke für die Erklärung. Natürlich sind alle Statistiken interpretierungswürdig.
          Weil wir aber nicht im Kindergarten unterwegs sind, sondern es um relevante gesellschaftliche Dinge geht, deshalb muss Politik sich richtig äußern und der Journalismus auch wirklich die Mühe machen, Dinge zu hinterfragen.
          Nicht umsonst gibt es die “Unstatistik des Monats”, die Grigenzer eröffnet hat.
          Es ist eine richtige Seuche geworden, falsche, oder falsch interpretierte Daten zu veröffentlichen und dann als Maßstab für gesellschaftliche und politische Diskussionen oder mehr zu nutzen, siehe Wasser-foodprint, Methanausstoß oder Nitrat – Problematik. Es kann ja wohl nicht sein, dass Leute wie z.B. Georg Keckl, als ausgewiesener Statistiker einer Landesbehörde kein Gehör bei Verantwortlichen findet. Wie soll sich eine Gruppe wehren, wenn sie immer gegen Falschmeldungen oder Fehlinterpretationen ankämpfen muss?

          9
  3. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Ich hab gerade ne spontane Idee:

    Den Elon müssen wir einspannen,um für uns verbal zu kämpfen!
    Er hat demnächst Twitter ganz für sich allein und da könnte er loslegen,dass “die Fetzen fliegen”!

    Ich hab aber keine Ahnung,welches Honorar er fordern würde.

    3
  4. Markus Kempen sagt

    Bauer Willi: Die von ihnen verlinkte Tabelle ist “Emissionen OHNE Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft” Steht unten im Kleingeduckten. Die Emissionen aus den Mooren fallen unter diese nicht berücksichtigten Kategorien – sind also in der Tabelle per Definition nicht aufgeführt. Es gibt auch Statistiken zu “Emissionen INCLUSIVE Landnutzung …..” Die Statistiken weisen 7,5% für die Moore aus. Frau Lemke sagt nichts Falsches – sie formuliert nur ungenau, weil sie nicht deutlich macht auf welche Definition von “(Gesamt)Emissionen” sich die 7,5% aus den Mooren
    beziehen.

    1
    • Reinhard Seevers sagt

      Mit Verlaub, wo sind denn die Emissionen der Landnutzung in den 100% der Gesamtemissionen versteckt? Oder hat man diese einfach so erfunden, um einen neuen Bereich zu beackern, der gar nicht da ist?
      100 – 84 -7,2 – 7,5 – 1,1 sind ? Wo sind die Emissionen bloß versteckt?

      2
    • Bauer Willi sagt

      @Markus Kempen

      Im Raum steht die Aussage, “dass die Moore für 7,5% der Gesamtemissionen verantwortlich sind”. Das ist eindeutig und versteht jeder.

      Jeder versteht auch den Satz, “dass die Landwirtschaft für 7,2% der Gesamtemissionen verantwortlich ist”.

      Ihre Erklärung hilft mir nicht weiter. Welche Aussage stimmt jetzt? Was hätte Frau Lemke sagen müssen, damit es keinen Interpretationsspielraum gibt? Was ist 100%

      Gesamtemissionen ist für mich eindeutig.

      4
  5. Rainer Henking sagt

    Etwas offtopic aber sehr spannend zum Thema Umgang der Politik mit Fachwissen. Hier die Aufzeichnung zur Petitionsausschusssitzung zum Thema “Stuttgarter Erklärung”.
    https://www.bundestag.de/parlamentsfernsehen?videoid=7547662#url=L21lZGlhdGhla292ZXJsYXk/dmlkZW9pZD03NTQ3NjYy&mod=mediathek
    Auch hier können Staatssekretäre Unwahres raushauen ohne dass die wirklichen Experten auch nur die Chance bekommen dazu Stellung zu nehmen. Das ganze hat mich sehr erschüttert.

    5
  6. Reinhard Seevers sagt

    Der Export profitiert natürlich Ferkelhebamme. Es wird davon ausgegangen, dass der Wohlstand durch weitere Erzeugnisse der deutschen Industrie und dessen Exporte durch den Import von Agrarerzeugnissen aus Übersee entsprochen wird. Freier Handel!
    Und man geht davon aus, dass das verfügbare Einkommen der Bürger weiterhin ausreicht, um preisgünstige globale Nahrungsmittel einzukaufen. Der Wegfall der hiesigen teuren landw. Rohstoffe wird komplett durch den Import kompensiert. Es gilt für die Nahrungsversorgung keine Abhängigkeit, wie bei der Energie glaubt man, weiß man, ist man fest der Meinung.
    Der Traum vom Dauerwohlstand ist fest verankert und soll auch verankert bleiben, sonst gibts Kloppe! Deshalb opfern wir die dummen Bauern….es war immer so.

    12
    • Stadtmensch sagt

      Kloppe gibt es sowieso. Mit oder ohne dem Anteil deutscher Agrarerzeugnisse.
      Weil wir doch Mitte November die 8 Milliarden Grenze überschreiten:
      https://watchdocumentaries.com/how-many-people-can-live-on-planet-earth/
      Minute 22:10 glaub ich…

      Limitierender Faktor: geeigneter Boden, Wasser, Energie

      Ich meine, das ist doch genau der richtige Zeitpunkt, es sich mit den Russen, China, den BRICS und 85% der Weltbevölkerung so richtig zu verderben.
      Wegen ein paar Ultranationalisten in der Ukraine. Ich fass es nicht…

      5
      • Reinhard Seevers sagt

        Stadtmensch, das Thema ausreichende Ernährung hatten wir doch schon so oft hier.
        Es reicht auch für 10 Milliarden, sagt die Wissenschaft. Die Politik muss die Verteilung organisieren. Daran hapert es aber. Deshalb versucht man mit technokratischen, paternalistischen, etisch-moralischen und ökobewegten Argumentationstürmen das Volk des Nordens so umzubiegen, dass sie nur noch Heiteitei Modellbaueisenbahn-Landwirtschaft machen, Strom erzeugen und die Gegend aufhübschen und die Industrie gleichzeitig bulshit-Erzeugnisse herstellt, die sie dann von den glücklichen Arbeitern unseres Stammes fertigen lassen und in die ganze Welt exportieren.
        Alle brauchen elektrische Zahnbürsten mit wlan -Anschluss und Teeautomaten mit handy-Steuerung, oder Autos, die merken, wenn jemand drin sitzt….🤪

        8
        • Stadtmensch sagt

          Verteilung unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten Hin oder Her, das meiste von dem was die Biokapazität des Planeten bzgl. Kohlenhydrat-, Fett- und Proteinsynthese hergibt, wird auch für die menschliche Ernährung direkt oder indirekt genutzt (wenn es nicht vorher verdirbt). Dabei ist schon berücksichtigt, dass letztendlich Erdöl über die Zwischenstufe Mineraldünger verzehrt wird. Wenn man an geeigneter Stelle mehr Erdöl verzehren will oder muss (Intensivierung), braucht man zusätzlich Wasser und Energie und die geeignete Stelle natürlich. Wasser ist dramatisch rückläufig, Energie stagniert, Bevölkerung wächst.

          1
      • Peter sagt

        “Weil wir doch Mitte November die 8 Milliarden Grenze überschreiten…”

        Ich bin mir sicher, auch diese Zahl ist frei erfunden, allenfalls grob geschätzt…passt aber gut zur Panikmache. Wer soll das “nachzählen” bei dem “Kommen” und “Gehen”.

        6
        • Stadtmensch sagt

          Die Uno zählt das, basierend auf gemeldeten Geburts- und Sterbeinfos.
          Wird im Film erklärt.

          • Peter sagt

            Zitat: “Der aktuelle Stand der Weltbevölkerung kann nur durch Hochrechnen von Daten aus der Vergangenheit geschätzt werden, weil eine komplette Volkszählung nur in größeren Zeitabständen und auch nur ein Mikrozensus in vielen Ländern nicht regelmäßig jährlich durchgeführt werden kann. ”

            2
  7. Smarti sagt

    Das ist kein Versehen, das ist Vorsatz. Vordergründig ist das eine nette, liebe, woke Gesellschaft- aber um sich Vorteile zu verschaffen, wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Nicht nur in der Politik, auch im Baugewerbe ( der Bauträger “findet” immer mehr Finten, um den Handwerker nicht wie abgemacht bezahlen zu müssen ).
    Man findet keinen Anwalt, um gegen Staatsbeamte zu klagen…
    Mit Naturschutz, Tierschutz und neu Klimaschutz lässt sich jedes Gesetz durchbringen – da spielen Fakten und Zahlen keinerlei Rolle mehr.
    Ich würde sagen: wir Landwirte verabschieden uns jetzt schonmal…
    Ironie : seit die Lebensmittel immer teurer werden, kann sie sowiso bald niemand mehr bezahlen, also weg damit 🙂 . Könnte bitte mal jemand ausrechnen, wie viele Klimaneutrale Start- und Landebahnen wir ausweisen können, wenn die anstrengenden Bauern endlich weggeklimaschützt worden sind ?

    13
    • Arnold Krämer sagt

      In der Tat, mit dem Thema Klimaschutz können die Politiker alles “erschlagen”. Und dabei geht es faktisch nur noch darum, als Vorbild und Besserwisser in der Welt gut auszusehen, weil die Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung außerhalb von D und EU alle kleinen Einsparungen und Fortschritte hier überkompensiert.

      6
      • Schmeckt gut sagt

        Na, da hat “uns Olli” in Ägypten aber ne schlechte Figur abgegeben. Groß tönen das D die Klimaschutznation in der Welt ist (im Plan der nächsten Generation), aber zur Zeit KOHLEN-stoff hoch 2 rausblasen, dass es kracht. Tolle Argumentationskette. Wir Landwirte haben hierbei unser “soll” übererfüllt, wissenschaftlich bestätigt.

        5
        • Der “Olli” hat doch dabei die jetzt wegen der Situation in Russland laufenden Kohlekraftwerke nicht berücksichtigt.

          1
      • sonnenblume sagt

        Ob die “Welt” nicht auch die Folgen des Besserwissens und der Vorreitermanie erkennt? Vielleicht bestärken sie unsere Leute darin, um daraus eigene Vorteile zu schöpfen.

        7
  8. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Nun schaut euch mal die Frau Lemke genau an,die bei jedem öffentlichen Auftritt sehr ängstlich und unsicher wirkt.
    Sie hat sicher vorher auswendig gelernt,was sie sagen muss.

    7
  9. oberländer sagt

    Ist die Lüge erstmal ausgesprochen ist es sehr schwer das ganze wieder richtig zu stellen.
    Hörige Ideologen werden diese Lüge in jeder Diskussion wiederholen und so ihre
    geistigen Fähigkeiten demonstrieren.
    Die aktuelle Polit-kaste erzählt nicht aus Unwissenheit etwas falsches sondern sie lügt
    mit genau kalkuliertem Vorsatz.

    13
    • Reinhard Seevers sagt

      “Ist die Lüge erstmal ausgesprochen ist es sehr schwer das ganze wieder richtig zu stellen.”

      Der Medienwissenschaftler Prof. Dr. Pörksen von der Uni Tübingen hat diese These einmal in einer Diskussion in einem podcast am Beispiel fake-news erläutert und auch so bestätigt.
      Seiner Meinung nach kann man dem nur vorbeugen, in dem man vorausdenkt und im Vorhinein schon auf solche fakes hinweist, dass sie am Horizont auftauchen werden. Man muss “vor die Welle” kommen….wie immer man das anstellen soll. Er empfiehlt den Kommunikationsexperten Friedemann Schulz von Thun zur Unterstützung von Strategien dazu.😎
      Experten gibt es wie Sand am Meer……

      4
      • Smarti sagt

        “Vor die Welle kommen” in der Landwirtschaft ? Da sehe ich für eine lange Zeit schwarz – einfach weil sie so vielfältig ist. Obwohl Bauer Willi und Co unermüdlich daran arbeiten. Mit Aufklären, mit Beispielen und auch mit Warnungen.
        Das Schlimmste, was passieren kann, sind (halb-)leere Regale, da müsste man doch noch vor die Welle kommen. Aufklären, Vorrechnen, vorwarnen… früher konnte in jeder Familie noch jemand schlachten, ein Kaninchen vermehrt sich schnell und Grünzeug findet sich… heute ist Fleisch essen ja schon bald verboten !
        Gemüse braucht Zeit, Dünger und Wasser… da kannste vieeel Salat mampfen…

        5
        • Bauer Willi sagt

          Ich habe einen Journalisten von der Süddeutschen angeschrieben, der mir wohlgesonnen ist und die Zahl 7,5% auch ungeprüft übernommen hat. Er war etwas kleinlaut und will der Sache nachgehen. War ihm wohl peinlich, dass ich ihn erwischt hatte.
          Top agrar will sich auch drum kümmern. Wäre doch toll, wenn die Medien jetzt Frau Lemke der Unwahrheit (“Lüge” klingt so blöd) überführen würden.

          12
          • Reinhard Seevers sagt

            Vielleicht mal den Reichelt drauf hinweisen, der freut sich über jedes Stöckchen, das er der Regierung in die Speichen stecken kann.
            😎

            10
            • Pälzer Buh sagt

              Ich habe mich schon öfters bei Reichelt in den Kommentaren Beschwert, das über die beiden anderen Ministerien der Froschfarbenen nichts Berichtet wird.

              1
  10. Reinhard Seevers sagt

    Die sind doch bereits mit den derzeitigen Aufgaben komplett überfordert. Auszug aus dem “Managementplant für den Teilbereich 2 “Teufelsmoor”…

    “Das Land Niedersachsen ist europarechtlich verpflichtet, die auf Basis der FLORA-FAUNAHABITAT-RICHTLINIE (FFH-RL) und der VOGELSCHUTZRICHTLINIE (VS-RL) gemeldeten Natura 2000- Gebiete mit ihren Erhaltungszielen in einen günstigen Erhaltungsgrad zu überführen bzw. diesen dauerhaft zu sichern (§ 31ff BNATSCHG). Wenn vonnöten, sind geeignete Erhaltungsmaßnahmen für die jeweiligen Natura 2000-Gebiete festzusetzen (Art. 6 Abs. 1 FFH-RL, Art. 4 Abs. 1 und 2 VS-RL). Das BUNDESNATURSCHUTZGESETZ (BNatSchG) sieht zu diesem
    Zweck die Erstellung von Bewirtschaftungsplänen (Managementplänen, MaP) vor (§ 32 Abs. 5 BNATSCHG).
    In Niedersachsen sind gemäß den gesetzlichen Vorgaben die Unteren Naturschutzbehörden (UNB) im übertragenen Wirkungskreis für die Erstellung dieser Pläne und für die Durchführung der Erhaltungsmaßnahmen in den Natura 2000-Gebieten verantwortlich (ZUSTVONATURSCHUTZ). Fertiggestellte Managementpläne dienen dabei als Basis für die Anwendung geeigneter Instrumente durch die UNB zur Umsetzung der verbindlichen Erhaltungsmaßnahmen und angestrebter sonstiger Maßnahmen. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), unter Aufsicht des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (Niedersächsisches Umweltministerium – MU), leistet fachliche Beratung. …”

    ….”Aufgrund der Größe und der landschaftlichen Heterogenität des FFH-Gebietes 33 und des VSG V35 sowie aufgrund der vielfältigen Nutzungsansprüche, denen sich diese Schutzgebiete gegenübersehen, werden detaillierte Managementpläne erarbeitet. Da sich beide Natura 2000-Schutzgebiete außerdem weiträumig überlagern, wurde das FFH-Gebiet zur Erarbeitung der Managementpläne in sechs Teilbereiche (1A, 1B, 2, 3, 4, 5) unterteilt, die vergleichsweise homogene Teilbereiche des FFH-Gebietes 33 und in zwei Fällen zugleich Teile des VSG V35 abdecken. Der übrige Teil des VSG V35 wird zu einem späteren Zeitpunktbearbeitet.
    Der Planungsraum dieses Managementplans deckt nur rund 3 % der Gesamtfläche des VSG V35 „Hammeniederung“ ab, daher werden dessen Schutzgegenstände nicht in demselben Umfang bearbeitet wie dies für die Schutzgegenstände des FFH-Gebietes 33 mit signifikantem Vorkommen im Teilbereich „Teufelsmoor“ der Fall ist -…”

    usw., usw….hunderte von Seiten blubb, blubb, blubb

    6
  11. Jürgen Donhauser sagt

    Es geht doch nicht um Zahlen – es geht um Emotionen! Das Willi aber auch immer so akribisch sein muß. Es geht doch um das große Ganze. Die Landwirtschaft ist böse und wir lassen uns das nicht durch Fakten und belastbaren Zahlen ausreden (Ironie off)

    16
  12. Reinhard Seevers sagt

    Der Plan ist übereinstimmend die Abschaffung der deutschen Landwirtschaft in der jetzigen Form und die Einsetzung einer romantisierenden und das Gewissen entlastenden Heiteitei – Landwirtschaft. Mir ist gestern beim Schauen vom Maybrit Illner- talk noch einmal wie Schuppen von den Augen gefallen, dass die Wirtschaft nach den Abkommen CETA, MERCOSUR und TTIP lechzt. https://www.zdf.de/politik/maybrit-illner/amerikas-egoismus-deutschlands-dilemma-maybrit-illner-vom-10-november-2022-100.html

    Der amerikanische Experte hat in einem Satz auf die europäische hochsubventionierte Landwirtschaft als Gegenbeispiel zum Vorwurf US-amerikanischer Wirtschaftspolitik hingewiesen. Und alle nickten mit dem Kopf…..die Agrarwirtschaft wird dem Konsum von Industriegütern zur Wohlstanderhaltung geopfert und unter dem Deckmantel von mehr Biodiversität, mehr Tierschutz, mehr Regionalität und mehr Umweltschutz begründet.
    Und da helfen falsche Zahlen und die Emotionalisierung ganz besonders gut….interessiert keine Sau, auch keinen noch so ambitionierten Journalisten.

    19
    • sonnenblume sagt

      Hier auch nochmals der Hinweis auf die angedachten EU-Richtlinien für Industrieemissionen, die zukünftig auch in der LW angewand werden sollen. Für die Industrie schon nicht schön, für uns der mit allen anderen Regulierungen der Todesstoß. Zumindest für den normalen Familienbetrieb. Das können vielleicht nur noch staatlich geförderte Rehabetriebe und Betriebe mit industriellem Hintergrund verwirklichen.

      5
  13. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Guten Morgen Willi,

    nun, da kann dir zunächst Winston Churchill eine sehr gute Antwort liefern:

    „Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe…“

    Frau Lemke, als studierte Agrarfachfrau, sollte eigentlich mit einer soliden statistischen Expertise aufwarten wollen. Für die in Rede stehende Zahlen- und Datenverarbeitung genügen immerhin die Rechenkünste mathematischen Grundschulwissens; warum erniedrigt sich Lemke dennoch auf das Niveau von Kinderbuchautoren und SozPäds!?

    …Durchgängig nur noch Märchenstunden in Reihen der krass grünen Politik!?

    18
    • Reinhard Seevers sagt

      “…Durchgängig nur noch Märchenstunden in Reihen der krass grünen Politik!?”

      DAS Problem ist nicht auf die Grünen beschränkt, das ist jeder Regierung, unabhängig von der Partei zuzuschreiben. Glaubt bitte keiner mehr, dass ein Regierungswechsel irgendeine Form der Änderung in der Agrarpolitik bewirken möge. Seit dem Krieg werden die Karten neu gemischt und die Handelsströme durch neue Abkommen neu sortiert. Die Agrarprodukte Amerikas (Nord und Süd), Kanadas und Australiens werden hier ankommen und im Gegenzug unsere “nachhaltigen” Industrieprodukte in die Welt verschifft…..

      14
      • Stadtmensch sagt

        Welche Industrieprodukte?
        BASF geht nach China, VW nach USA, Digitalisierung ist mit horrenden Tributen nach USA verbunden und die Bildung haben sie hier erfolgreich kaputtgespart. Gefühlt 30% Unterrichtsausfall unterhalb Sekundarstufe.
        Wie gesagt, konsequent grün wählen und eine Schrebergartenparzelle mieten.
        Lasst uns hinüber wechseln in die Landlustwelt grün denkender Menschen!
        Herrlich die Sense schwingen und Einkochen, mutig gegen das Böse kämpfen lassen. Ich mach alles mit. Hab sowieso nix zu sagen…

        2
    • “Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe…“ ”
      Hat Churchill das wirklich gesagt?
      Heute geht die Vermutung eher in die Richtung, dass dieser Spruch aus Deutschland stammt😎

      Also nicht dass ich Frau Lemke jetzt in die Nazi-Ecke stellen möchte.So ist es selbstverständlich nicht gemeint.
      Aber Kügeres fällt mir zu diesem Kasperl-Theater des Er- und Zerschlagens mittlerweile nicht mehr ein.
      Ein sinnvolles Ziel kann ich jedenfalls nicht erkennen .

      4
      • Ferkelhebamme sagt

        Fragt sich für wen sinnvoll.
        Wer nutznießt von der Zerstörung der heimischen Landwirtschaft und damit einer bedeutenden Säule des deutschen Wohlstandes?
        Mein winziger bäuerlicher Horizont reicht nicht, um das oder den zu erfassen

        4
        • Reinhard Seevers sagt

          Der Export profitiert natürlich Ferkelhebamme. Es wird davon ausgegangen, dass der Wohlstand durch weitere Erzeugnisse der deutschen Industrie und dessen Exporte durch den Import von Agrarerzeugnissen aus Übersee entsprochen wird. Freier Handel!
          Und man geht davon aus, dass das verfügbare Einkommen der Bürger weiterhin ausreicht, um preisgünstige globale Nahrungsmittel einzukaufen. Der Wegfall der hiesigen teuren landw. Rohstoffe wird komplett durch den Import kompensiert. Es gilt für die Nahrungsversorgung keine Abhängigkeit, wie bei der Energie glaubt man, weiß man, ist man fest der Meinung.
          Der Traum vom Dauerwohlstand ist fest verankert und soll auch verankert bleiben, sonst gibts Kloppe! Deshalb opfern wir die dummen Bauern….es war immer so.

          5
          • “Der Export profitiert natürlich Ferkelhebamme.”
            Die Zusammenhänge sind anders. Es geht nicht um den Export sondern insgesamt um die weltwirtschaftliche Integration.
            Nichts können Ökonomen so gut beweisen/nachweisen wie die nachteiligen Wirkungen von Protektionismus und einer binnenmarktorientierten Handelspolitik.Ebenfalls unstrittig ist die Kausalität zwischen Wohlstand und weltwirtschaftlicher Integration. Die Liberalisierungsverpflichtungen der WTO lassen sich insbesondere durch Freihandelsabkommen zwar nicht umgehen aber doch deutlich besser gestalten .Deshalb ist doch gerade die größte Freihandelszone der Erde entstanden. Mit China an der Spitze. Parallel dazu sehen wir, dass die traditionellen Handelsbeziehungen – also Industriegüter exportieren Industrieländer und Primärgüter ausführende Entwicklungsländer – relativ sinken . Stark wachsend ist der Handel mit vertikal oder horizontal differenzierten Produkten oder auch mit Dienstleistungen.
            Übrigens ist auch die Aussage, dass die EU ihre Agrarwirtschaft gegenüber Drittländern stark schützt ,richtig. Und das ist tatsächlich ein Grund, warum auch in diesem Punkt die Welt – hier die USA- keine Belehrungen von uns braucht. An anderer Stelle , Reinhard, hast du das beanstandet.Zwar hatte der von Trump begonnene Handelskrieg gegen China eine andere Dimension , aber ein Blick auf die vielen Handelshemmnisse der EU genügt, um das Glashaus zu sehen.
            Also niemand opfert hier die Landwirtschaft , weil das Kontingent für die Importe von Rindfleisch erhöht wird. Aber wir müssen uns nicht wundern, wenn andere Länder – etwa auch China- ihrerseits den Import von deutschen Agrarprodukten unterbinden. Und da leidet unsere Landwirtschaft deutlich stärker drunter, weil wir auch einen starken Export in diesem Sektor haben.
            Siehe oben, nicht Abschottung schafft eine Zukunft sondern Öffnung der Märkte. Natürlich in alle Richtungen.
            Internationaler Handel ist mein Lieblingsthema, merkt man sicher gar nicht 😅 Aber unsere Hoffnungen aus den 80erJahren sind so übertroffen worden, dass viele Volkswirte es kaum glauben mögen. Und hier in Deutschland ist die Vernässung von Mooren ein Thema, damit Hähnchen mit Warnwesten korrekt gendern können. Oder so.
            Leguminosen -Zähler gefällt mir übrigens sehr, Willi. Liegt mir zwar gar nicht, aber so klingt es doch viel besser!

            1
            • Arnold Krämer sagt

              Sie haben ja mit Vielem recht, Lady. Aber die Vorteile der internationalen Spezialisierung und Arbeitsteilung sind schnell weg, wenn die Lieferketten wegen Seuche, (hier ASP, Corona) und politischer Verwerfungen (hier Ukraine-Krieg) zusammenbrechen und mit sehr hohen Kosten wieder “repariert” (auch durch “Renationalisierung”) werden müssen. Bei zentralen Produkten wie Getreide, Fleisch und Milch sollte nicht etwas vorangetrieben werden, von dem sich die übrigen Wirtschaftssektoren gerade jetzt wieder (aus gutem Grund) ein Stück weiter verabschieden. Aber vielleicht kommt ja alles anders. Vielleicht wird ja nicht nur die Agrarproduktion zunehmend ausgelagert, sondern auch die Chemie- und Automobilindustrie, weil wegen der Klimapolitik die Kosten exorbitant in die Höhe getrieben werden und zwar im nationalen Alleingang, weil alle anderen relevanten Staaten die Selbstverpflichtungen des Pariser Klima-Abkommens nicht einhalten. So ganz abwegig sind die Warnungen vor einer Deindustrialisierung Deutschlands nicht.

              3
            • Reinhard Seevers sagt

              Lady, agrarische Rohstoffe sind nicht vergleichbar mit industriellen Konsumgütern, das weißt du! Und Welthandel unter völlig unterschiedlichen Bedingungen sind auch nur bedingt fair und frei. Wenn Ernährung lediglich ein globales Produkt darstellt, dann ist Ökonomie wirklich Murks.

              2
        • Stadtmensch sagt

          “Wer nutznießt von der Zerstörung der heimischen Landwirtschaft und damit einer bedeutenden Säule des deutschen Wohlstandes”

          Ist es denn eine Zerstörung? Wird effektiv weniger produziert, wenn Aldi, Fielmann, irgendwelche Fonds, Stiftungen, sonstige Kapitalgesellschaften die Flächen bewirtschaften?

          Ist es nicht der Verlust an Produktionsfläche, wies der Herr Kuhlmann sagt?
          https://www.bauerwilli.com/der-krieg-in-der-ukraine-eine-zeitenwende-fuer-die-agrarpolitik/#comment-227212

          • Ferkelhebamme sagt

            Bender möchte die LW “nachhaltig, resilient und produktiv ” machen. Genau das Gegenteil geschieht aber gerade: die betriebswirtschaftliche Zerstörung der Familienbetriebe und der Ausverkauf an ein paar wenige Große macht die LW alles andere als resilient, die Herausnahme von Produktionsflächen (Moore, Naturschutz, etc., zzgl. dauerhafter Versiegelung) und Umstellung eines Großteils der noch verbleibenden auf Bio bestimmt nicht produktiver und deshalb auch nicht nachhaltiger.
            Die Produktion sinkt drastisch, und außer den angeblich positiven Effekten auf Klima und Biodiversität werden die Negativ-Folgen nicht publik gemacht. Falls es denn überhaupt eine Folgenabschätzung gibt.

            4
              • Reinhard Seevers sagt

                Ganz ehrlich ich kann diese weiblich konnotierte Kommunikation nicht ertragen. Überall, wo Tierschutz, Umweltschutz und Naturschutz draufsteht, steht eine weibliche Person dahinter. Das ist auch ein Grund, warum es die Beißhemmung verursacht, die in der Branche zu herrschen scheint.

                6
                • Brötchen sagt

                  Reinhard ich hatte letztens ein Bild von einer bundesweiten Arbeitsgruppe gesehen von 30 Personen nur zwei männer….

                  ich habe es gerade durch Zwangsversteigerung….bei stark differenter Interessenlage ist jedwede Kommunikation sinnlos…..sieht man auch beim Ukrainekrieg.

                  es kommt erst zum einlenken wenn Machtspiele ausgefochten werden.

                  in dem Fall spiel mit dem Gericht vorgegebenen Spielregeln.
                  zudem übernimmt nur der Landwirt Risiko und Verantwortung…

                  3
                • Stadtmensch sagt

                  “Überall, wo Tierschutz, Umweltschutz und Naturschutz draufsteht, steht eine weibliche Person dahinter.”

                  Was hast du gegen Ferkelhebamme? Sie kommuniziert doch ganz authentisch “Steckdosen”…

                  Ansonsten kann ich nur Umweltzerstörerinnen erkennen:
                  Stracks-Zimmermann, Göring Kirchentag, Lambrecht, Flintenuschi…

                  2
                • Karl Timme sagt

                  Stadtmensch, vermutlich sind Sie dem Link nicht gefolgt, sonst hätten Sie gemerkt das sich der Kommentar von Herrn Seevers darauf bezieht, denn die gute Frau Bender fehlt in Ihrer Aufzählung. Das bedeutet aber nicht, das ich mich Ihrer Meinung anschließe.
                  “Hinter jedem erfolgreichen Mann, steht eine erfolgreiche Frau” Diesen Spruch in unsere Feministisch geprägten Zeit übersetzt: Hier fehlt der erfolgreiche Mann im Hintergrund,der manche Aussage filtern würde.

                  1
            • Reinhard Seevers sagt

              Der Beweis eines positiven Effektes auf irgendwas, ist doch gar nicht zu erbringen. Nach 10Jahren wird man andere Effekte ausmachen, die dazu führten. Eine Evaluation ist unmöglich, Klima und Biodiversität überschreiten Grenzen und Räume.

              1
        • Arnold Krämer sagt

          Von einer bewussten Zerstörung der heimischen Landwirtschaft würde ich nicht sprechen. Aber die Politik nimmt viele strukturelle Entwicklungen billigend (mit klammheimlicher Freude sozusagen!) in Kauf. Betroffen ist jetzt erst einmal die Schweinehaltung und insbesondere die Ferkelerzeugung, weil hier u.a. das Ventil des außereuropäischen Exports wegen der Afrikanischen Schweinepest nicht funktioniert. Gleichzeitig können die (drastisch) gestiegenen Kosten nicht an den Endverbraucher überwälzt werden. In der gesamten Wertschöpfungskette sagt man “Nein” vom Verbraucher über den LEH, über den Schlachthof (der macht “Hauspreise”) über den Mäster bis hin zum Ferkelerzeuger, der jetzt als “Restgeldempfänger” weit von einer Vollkostendeckung entfernt ist. Ein taugliches marktkonformes Modell zur Beendigung der Misere ist nicht vorhanden. Nach meinen aktuellen Informationen lässt die Bundesregierung jedoch gerade durch das Thünen-Institut prüfen, ob man kostendeckende Preise “verordnen” kann, so wie es offensichtlich im Koalitionsvertrag steht (ein klassischer politischer Prüfauftrag mit voraussehbarem Ergebnis so wie in sehr vielen Fällen auch früher immer wieder praktiziert).

          3
          • Stadtmensch sagt

            Ein marktkonformes Modell sähe so aus: Medien verdienen an “Gefühl, Angst und Lügen”, LEH verdient an Sklavenarbeit und Umweltzerstörung in den Ländern, von denen Nahrungsmittel importiert werden, Verbraucher freut sich über die kleine Galgenfrist bei den Lebensmittelpreisen und hat mehr übrig, um die Anlegerphantasien der Exxon-Aktionäre zu befriedigen.

            Kostendeckende Preise verorden, heißt für mich, Erhalt von Produktivität und Nutzung nationaler Naturressourcen durch Umverteilung. Naja, wird wohl auch nicht gehen. Überlege gerade, wie man eine “Übergewinnsteuer” für den letzten verbliebenen Geflügelemonopolisten gestalten soll

            1
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Habe gerade Abrechnungen über Äpfel zu Saftgewinnung bekommen, 10 Cent je KG.
              Hoffentlich muss ich keine Übergewinnsteuer bezahlen.🤷‍♂️

              2
            • sonnenblume sagt

              Diese Diskussion ist ja nicht neu. Im April `22 in agrarheute erstmals ein Artikel dazu. Habe oben in einem Kommentar darauf hingewiesen. Wenn DAS so durchgeht, dann geht hier bei sehr vielen Betrieben das Licht aus. Die EU-Komission überlegt. Aber egal was dabei heraus kommt, D. macht sicher wieder den Vorreiter.

              2
      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Werte Lady, recherchieren Sie gerne – dem Vernehmen nach kam dieser Spruch Churchill über die Lippen.

        1
        • Wurzelwicht, die Recherche habe ich vor etlichen Jahren gemacht. Diese Zitat ist in England nicht bekannt.
          Es spricht einiges dafür, dass es im Reichspropaganda-Ministerium 1940/41 entstanden ist. Ob es dafür Belege gibt , weiß ich allerdings nicht.

  14. Frikadellen piet 44 sagt

    moin irgendwie sind Zahlen die die Bundesregierung nennt leider häufig nicht stimmig ich glaube den Zahlen in der Regel nicht nur leider muss ich das tun was die Regierung verzapft ich freue mich auf eine Richtigstellung der zahlen

    3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert