Bauer Willi
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Insektenstudie Österreich – 30 Jahre, 300 Standorte, 4000 Arten

Hier die Aussagen des Wissenschaftlers über eine neue Studie, die über 30 Jahre wissenschaftlich ermittelt wurde, und die so gar nicht mit den Ergebnissen aus Krefeld zusammenpasst. Sie deckt sich in weiten Teilen mit den Ergebnissen aus England.

„Die Sorge um die heimischen Insektenwelt bewegt immer mehr Menschen, doch fehlte es bisher an Studien, die die Veränderungen der letzten Zeit umfassend bewerten konnten. Mit dieser Insektenstudie war es nun möglich, für ausgewählte Insektengruppen einen repräsentativen Überblick über die Veränderung von Artenzahl und Populationsdichte an über 300 Standorten verteilt über Österreich zu gewinnen.

Dieser Rückblick über die letzten 30 Jahre wurde begleitet von einer gründlichen Auseinandersetzung mit den Faktoren, die auf unsere Insektenpopulationen einwirken sowie mit einer Analyse der Ansprüche und Gefährdungspotentiale von über 4.000 Insektenarten.

Dies konnte nur durch die Zusammenarbeit eines Teams mit über 20 Insektenkundlerinnen und Insektenkundlern gelingen. Die Ergebnisse waren vielfach auch für uns überraschend und helfen dabei, die Veränderungen in der Insektenwelt zu verstehen und gezielte effiziente Maßnahmen zu deren Unterstützung zu ergreifen.“

Zentrale Ergebnisse der Insektenstudie:

  • Die Artenvielfalt in der heimischen Insektenwelt blieb in Summe stabil, die Dichte der Insekten zeigte geringfügige Veränderungen, aber die Artenzusammensetzung ändert sich deutlich.
  • Vor allem die Klimaerwärmung führte zu einer neuen Artenzusammensetzung. Im Durchschnitt war nach 30 Jahren etwa ein Viertel der ursprünglich vorhandenen Arten nicht mehr nachweisbar. Diese wurden durch neue Arten ersetzt (z. B. Lauchschrecke).
  • Abgenommen haben spezialisierte Arten von nährstoffarmen Standorten sowie an kältere Bedingungen angepasste Insekten.
  • Zugenommen haben vor allem wärmeliebende Arten mit vergleichsweise geringen Ansprüchen an ihre Lebensräume.
  • Bei der Zahl der auf den Flächen gefundenen Individuen zeigen sich bei den meisten untersuchten Insektengruppen in Summe keine signifikanten Zu- oder Abnahmen.
  • Bei den Heuschrecken und Fangschrecken gab es österreichweit einen Rückgang der Populationsdichten mit deutlichen regionalen Unterschieden. So nahmen die Populationen in den Hochalpen zu.
  • Positive Entwicklungen gab es bei den Tagfaltern in den Ackerbaugebieten der Tieflagen.

Ergebnisse der Insektenstudie sind in der Forschungsdatenbank des Landwirtschaftsministeriums zur Verfügung: https://dafne.at/projekte/insektenstudie

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft
+43 1 71100 DW 606747
presse@bml.gv.at
https://www.bml.gv.at/

Bitte unbedingt auch das Video anschauen. In der Diskussion geht der Wissenschaftler auch auf die Daten der Krefelder Studie ein. Er bestätigt: “Der Rückgang der Biomasse ist durch die Umwidmung in ein Naturschutzgebiet zu erklären.” Ab etwa Minute 28:30. Und das ist eine Botschaft, die auch in Deutschland gehört werden sollte.

 

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Englische Insekten – 30 Jahre Beobachtung

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108 Kommentare

  1. Pilgrim sagt

    Leider wird hier die Studie ziemlich aus ihrem gesamtzusammenhang gerissen und zum Teil leider Missverständlich dargestellt.

    So wurde nicht 30 Jahre lang untersucht wie in der bekannten Krefeldstudie( die auch ihre Fehler hat) abe im gesamten gut ausgewertet wurde.
    Hier wurden bei Hummeln und Heuschrecken nur zwei interwalle von 2 Jahren verglichen.
    Hiereaus lassen sich überhaupt keine Trends auswerten. Aufgrund der Populationsschwankungen zwischen den Einzeljahren muss es langfristige Untersuchungen geben.
    Die gesamtstudie hat ja nun ca. 290 Seiten also schauen wir mal:

    itat Seite 121:

    In der Saison 2020 konnten 59 Exkursionen aus den 1990er Jahren wiederholt werden, die verbliebenen 46 Exkursionen wurden im Jahr 2021 aufgenommen.

    Daraus ergibt sich, dass war das zwar die für die Zeitpunkte (90ger und 2020/21) die Begebenheiten gut Widergespiegelt werden und die zu dem Zeitpunkt vorhandenen Heuschreckengesellschaften dargestellt und verglichen werden. Jedoch lassen sich aus diesen Daten aufgrund von zum Teil sehr großen jahreszeitlichen Schwankungen keine langfristigen Trends erschließen.

    Diverse weitere Faktoren wie Klima, kurzfristig andere Bewirtschaftung oder auch andere Faktoren können lokal zu starken Populationsschwankungen zwischen den Jahren führen.

    Auch sind Rückgänge in der Studie klar beziffert:

    Zitat:
    Bei 21 von 77 Arten (rund 27%) ist der Rückgang der Flächen mit Nachweisen um ¼ oder mehr angegeben. Z.T. bei äußerst Standorttreuen Arten wie Omocestus haemorrhoidalis (bei diesem ist der Rückgang hochsignifikant).

    Bei insgesamt 36 von 77 Arten war der Bestand rückläufig. Bei 35 war sie positiv oder die Art war neu. (Studie zu Heuschrecken 1)

    Desweiteren wurde gesagt das viele Arten gar nicht ausgewertet werden konnten weil zu wenig Individuen gefunden wurden.

    Zitat:

    Eine statistische Prüfung der Veränderung der Verbreitung konnte nur bei wenigen Arten signifikante Ergebnisse erbringen, diese sind in Tabelle 10 markiert. Dies liegt vor allem daran, dass die starken Veränderungen vielfach seltene Arten betreffen, für die die Stichprobengröße in diesem österreichweiten Material für abgesicherte Aussagen zu gering ist.
    Die Studie sagt zudem, dass bei 51% der Arten die Populationsgrößen rückläufig waren und nur bei 8 ein positiver Trend gefunden wurde. ( seite 135) Von diesen sind 12 in der Abnahme signifikant und nur eine Art nimmt signifikant zu. (Studie 2 zu Heuschrecken)

    Auch hat die Gesamtmenge der Insekten abgenommen:

    Die Häufigkeit der jeweils fünf dominierenden Heuschreckenarten in den geprüften Testflächen hat im Zeitraum zwischen den 1990er Jahren und den aktuell erhobenen Testflächen hoch signifikant abgenommen (Ch-Quadrat-Test, p < 0,001).

    Ich werfe Ihnen Bauer Willi hier nichts vor hier war wieder mal ein unfähiger Journalist am Werk.

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    • Limes sagt

      @ Pilgrim
      “Ich werfe Ihnen Bauer Willi hier nichts vor hier war wieder mal ein unfähiger Journalist am Werk.”
      Schade bis zu diesem letzten Satz dachte ich hier argumentiert ein(e) Wissenschaftler(in) und wollte mich mit ihren Argumenten beschäftigen aber der letzte Satz entlarvt ihr Einstellung, die Aussagen passen einfach nicht in ihr Weltbild.

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      • Pilgrim sagt

        @ Limes:

        der letzte Satz basiert auf dem Ursprünglichen Artikel auf den sich bezogen wird. Hier wurde leider eine Studie falsch dargestellt die diese ganze Diskussion erst losgetreten hat. Da kann ich dem Besitzer dieser Seite keinen Vorwurf machen und dies sollte klar gestellt sein.

        Ich habe viele Jahre zu dieser Thematik geforscht und bin Deutschlandweit hierzu aktiv.
        Mir geht es immer darum gangbare Lösungen zu finden wie sich Maßnahmen funktional in Betriebsabläufe einpassen lassen, damit der Aufwand und ggf. Schäden für die Landwirtschaft minimiert und der Nutzen für die Biodiversität optimiert werden.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Habe nicht geforscht, sondern nur meine Apfelbäume während der Blüte beobachtet.

          Vor 3 Jahren hat mein Nachbar prophezeit, dass es in dem Jahr keine Äpfel gibt, weil er keine Bienen sieht. Meine Antwort war, warten es wir mal ab.
          Bei der Zahl der Bienen hatte er recht, die waren sehr selten anzutreffen.

          Ergebnis: Es gab eine Vollernte.

          Dieser Tage habe ich beobachtet, wie Massenweise Insekten unter dem Nussbaum schwirrten, obwohl es angeblich fast keine Insekten mehr gibt.
          Frage: Was machen die mitten im Winter?

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          • Reinhard Seevers sagt

            Wintermücken, die tanzen im Sonnenlicht…..sind auch bei extremer Kälte unterwegs.

        • Thorens sagt

          “Mir geht es immer darum gangbare Lösungen zu finden wie sich Maßnahmen funktional in Betriebsabläufe einpassen lassen, damit der Aufwand und ggf. Schäden für die Landwirtschaft minimiert und der Nutzen für die Biodiversität optimiert werden.”

          Welches sind denn die Erkenntnisse aus den vielen Jahren Forschung und zu welchen Lösungsansätzen hat das ganze Forschen geführt? Welche konkreten Empfehlungen können Sie aufgrund Ihrer Forschungstätigkeit geben?

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    • Bauer Willi sagt

      @Pilgrim
      Sie haben sich sicherlich auch das Video angesehen. Die Aussagen des Wissenschaftlers dort sind für mich relevant und das hat nichts mit Journalismus zu tun.

      Im Vergleich zu den Erhebungen der Biomasse der Fluginsekten im Naturschutzgebiet durch Hobby-Entomologen in Krefeld ist diese Studie doch wohl deutlich belastbarer. Wer sich mit Insekten auskennt weiß, dass es eine Abundanz gibt.

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      • Pilgrim sagt

        Wer sich mit Insekten auskennt weiß, das es nicht ausreicht 2 Jahre miteinander zu vergleichen die 30 Jahre auseinanderliegen lesen sie doch bitte die 290 seiten( was ich getan habe) oder kontrollieren sie meine zitate. Es wird klar von einem Rückgang gesprochen. Daher ist die Aussage oben schlicht missverständlich für den Laien.

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        • Stadtmensch sagt

          “Abgenommen haben spezialisierte Arten von nährstoffarmen Standorten”

          Bin zwar nur Laie, aber so wie ich die Sache verstehe, sind die Bemühungen um Stickstoffeffizienz in der Landwirtschaft in den letzten 30 Jahren sehr forciert worden.

          Was im gleichen Zeitraum jedoch stark zugenommen hat ist die Dichte des Straßenverkehrsnetzes und des Verkehrs, der darauf rollt. Im Netz kursieren verschieden Zahlen vom Anteil der durch Verbrennungsprozesse in die Umwelt eingetragenen reaktiven Stickstoffverbindungen. Hinzu kommen noch die Abgase aus Industrie und von Heizungen. Ist alles nicht weniger geworden.

          Gibt sogar Thesen, dass die Windbrüchigkeit von Fichtenmonokulturen durch die Überdüngung der Waldböden (über NOx Verfrachtung) hervorgerufen wird.
          Den Effekt kan man sicher nicht mit einer offenen Stalltür begründen.

          Vielleicht wirken bei einem Zeitraum von 30 Jahren in die Untersuchungsgebiete zur Insektenbestimmung in viel stärkerem Maße auch Einflüsse Nicht-landwirtschaftlichen Ursprungs hinein? Z-B. neue Autobahn o. Bundesstraße in ungünstiger vorherrschender Windrichtung …

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          • Reinhard Seevers sagt

            Wenn es ein globales Insektenproblem geben sollte, was in der ganzen Diskussion nicht wirklich deutlich wird, dann MUSS es viele und andere Einflüsse geben, als die in unserer Gesellschaft diskutierten. Ich tippe auf einen weiteren Ablass für die Dekadenz und Wohlstandsgesellschaft.
            Aber wahrscheinlich gibt es nur bei uns einen Rückgang der Insekten…..und in Österreich natürlich, die beiden gehören einer gemeinsamen geistigen Familie an.

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          • Brötchen sagt

            Die “HintergrundStickstoffbelastung” ist Realität!

            Ich hatte es ja früher angesprochen, wenn man sich alte Fotos ansieht aus den 60/70 zigern ist die Landschaft nicht so üppig bewachsen wie heute.

            Was viele auch vergessen wir leben hier in dem am dichtesten besiedelten Teil der Welt!
            Ein Ami sagte auf Tiktok, das ist so wie wenn die ganze USA in Montana oder so leben würde!

            Was dann hier für Ansprüche formuliert werden, ist schon irre!
            Allgemein meine ich.

            Der reine Stickstoff ist es auch nicht der Insekten fördert.
            Das ist jetzt nur eine reine Messgröße, um eine Zahl zu haben.

            Wie zu Ostzeiten jeder Bach und Fluss aussah, kann sich heute keiner mehr vorstellen.
            Ich hatte aber ganze Eimer voll mit Kammmolchen, das war auch nicht in irgendeinem Biotop sondern die Entwässerung am Bahndamm.

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            • Brötchen sagt

              Achso falls jemand Ratten braucht, davon habe ich genug, die züchte ich…..mehr oder weniger ;).

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            • Reinhard Seevers sagt

              “Ein Ami sagte auf Tiktok, das ist so wie wenn die ganze USA in Montana oder so leben würde!”

              Ja, das ist mal ein guter Vergleich….ist sogar noch mehr Platz übrig, wenn wir es 1:1 übertragen würden. Allerdings gäbe es wohl richtig Ärger, wenn man dann so Leuten begegnet wie den Rancher Dutton, alias Kevin Costner, (Yellowstone) der jeden, der seine 800.000ha Ranch betritt gleich erschießt. 😀

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              • Brötchen sagt

                weiss jetzt nicht mehr welcher Bundesstaat……

                Das vergisst man oft, jetzt hier wo ich mein Elend friste ist ja auch noch rel. dünn besiedelt, aber wenn ich mal im Südwesten bin. Kriech ich die Krise…….bei soviel Menschen

                Das sagt auch keiner wenn man die Migration vergleicht, die Amis geben einfach ne Stadt “auf” und lassen die eben da dahinsiechen, wie BB ;)…..und wohnen eben Stück weiter, juckt keinen…

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                • Reinhard Seevers sagt

                  …”aber wenn ich mal im Südwesten bin. Kriech ich die Krise…….bei soviel Menschen…”

                  Geht mir genauso! BB ist eines meiner Lieblingsbundesländer.

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  2. Ludwig sagt

    Jetzt können unsere Grünen Behaupter erleben , daß die Insektenangst nur einmal wieder ein Fake war . Eben immer nur Behauptungen um den Mitbürgern Lebensangst zu machen und eben Stimmen bei den Wahlen einzufangen. Auch bei der Energiewende werden sie mit den grünen Energien auf den Bauch fallen , denn mit jeder Abstellung der Konstantkraftwerke (AKW+Kohle) ohne entsprechende neue Konstantkraftwerke wird auch hier die Blase platzen. Jetzt versuchen sie mit den Straßenklebern uns den letzten Garaus zu machen , aber das wird genauso wie eine Blase platzen. Was bleibt dann noch über von den Grünen ?

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  3. Reinhard Seevers sagt

    Symptomatisch an den Fragen im Nachgang des Vortrages waren die wiederholten Nachbohrungen der Fragensteller, ob sich das Verbot von Neonics auf die Population ausgewirkt haben könnte. Zukünftig werden wohl regionale Insektenzähler durch die Lande streichen müssen, die eine jährliche Bilanzierung abgeben, um zu zeigen, wie sich welche falsche Handlung eines Bauern sich wie schädlich auf die Insektenpopulation ausgewirkt hat.
    Was, wenn die Menschheit nicht untergeht, obwohl 30% der Insekten sich nicht in dem für sie vorgesehenen Rahmen und Raum befinden? Sprich, wenn allein die Vielfalt der Maßstab sein muss, obwohl die Insekten gar keinen Einfluss auf das menschliche Überleben haben.

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    • Inga sagt

      Ja, dann ist die Menschheit enttäuscht.

      ” Zukünftig werden wohl regionale Insektenzähler durch die Lande streichen müssen, die eine jährliche Bilanzierung abgeben, um zu zeigen, wie sich welche falsche Handlung eines Bauern sich wie schädlich auf die Insektenpopulation ausgewirkt hat.”

      Richtig und dann erst großes BlahBla
      in den Massenmedien machen!

      Und die Kinder haben Angst.

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    • Pilgrim sagt

      Herr Seevers,

      wie kommen Sie zu der Meinung Insekten betreffen uns nicht?

      Die große Mehrheit aller produkte die wir konsumieren (84%) sind von Bestäubung durch Insekten abhängig.
      Die Fruchtbarkeit der Böden / Humusbildung hängt fast gänzlich an Insekten.
      Insekten sind ein wichtiger Teil des Nahrungsnetzens und ohne diese fallen alle darüberliegenden ebenen, also alle Wirbeltiere.
      Ohne Insekten keine Nahrung für Insektenfresser keine Nahrung für Carnivore
      Ohne Insekten keine Pflanzenbestäubung und kein Futter für Pflanzenfresser…

      und ups der Mensch ist was ß ein Wirbeltier.

      • Reinhard Seevers sagt

        Na, dann nennen Sie nur 5 Pflanzen die essentiell für unsere Ernährung ausschließlich von Insektenbestäubung abhängen….

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        • Pilgrim sagt

          Nicht ausschließlich jedoch aber in einem Maße das die Produktion maßgeblich zurückgehen würden:
          Wohl bemerkt es geht um die Versorgung mit allen wichtigen Spurenelementen:

          Also:
          Tomaten, Gurken, Kürbis
          alle Kernfrüchte wie Äpfel Birnen,
          alle Beerenfrüchte
          fast alles was wir an Früchten haben und somit die Maßgeblichen Lieferanten von Vitaminen und Spurenelementen.

          Beim Raps wird der Marktwert durch Bienenbestäubung gesteigert,

          • Reinhard Seevers sagt

            Die genannten Früchte werden vorwiegend in Gewächshäuser gezogen und es gibt keine Probleme mit der Bestäubung. Rapserträge als Argument ist schon spookie, es handelt sich um eine Steigerung, aber nicht um eine grundsätzliche Notwendigkeit. Im letzten Jahr sind hier fast keine Insekten während der Blüte geflogen und dennoch wurden 35dt geerntet. Sie stricken sich ihre Argument zurecht

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            • Pilgrim sagt

              Äpfel und Birnen in Gewächshäusern wo denn bitte das?
              Und in den Gewächshäusern werden Hummeln eingesetzt zur bestäubung.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Bei Äpfel und Birnen gibt es Selbstbestäuber außerdem haben wir doch genug Honigbienen als Bestäuber, es gibt sogar zu viel Äpfel…..kein Beispiel.
                Die 4200 genannten Insekten aus der Studie sind alle nicht für die Ernährung in unseren Breiten notwendig. Sollte man ehrlicherweise auch so sagen.

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                • Pilgrim sagt

                  Honigbienen leisten nur 1/3 der Bestäubung in Obstplantagen und zumeist sind die Früchte dann von minderer Qualität, da sie ineffizient oder nur teilweise Bestäubt sind. Auch der Geschmack leidet sehr unter einer einseitigen Bestäubung.

                  500 Mauerbienen Bestäuben die selbe Menge wie 2 Honigbienenstöcke mit je mehreren 10 000 Individuen

                • Reinhard Seevers sagt

                  Was machen wir denn mit den bereits jetzt zu vielen deutschen Äpfeln, alle am Baum hängen lassen?

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                • Schmeckt gut sagt

                  Pilgrim, selten so etwas Blödes gelesen. Damit entlarven sie sich als jemand, der ganz sicher nicht wissenschaftlich an dem Thema Insektenbestäubung gearbeitet hat.

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            • Pilgrim sagt

              Zum Raps, ohne Insektenbestäubung hat die Saat des Rapses keine ausreichende Qualität um für Speiseöle Verwendung zu finden. Dann ist es nur eine Zwischenfrucht für die Düngung oder für den Tank/ Trog.

              • Mark sagt

                Werter Pilgrim,
                spätestens bei diesem Kommentar kommt Ihre Intention(= Intention vieler selbsternannter Weltenretter) klar zum Ausdruck: die Bedeutung der Insekten bis ins Masslose zu übertreiben, den Rückgang der Insekten bis zur Apokalypse zu dramatisieren um die daraus resultierende Panik zu instrumentalisieren. Genau diese Vorgehensweise wurde bei allen Umweltkatastrophen mit Weltuntergangspotenial der letzten Jahrzehnte angewendet, immer schön nach dem selben Schema. Nur dumm, dass der Weltuntergang bisher nie eingetreten ist (und auch nicht eintreten wird). Das Gute daran: die Leute glauben diese Horrorszenarien nicht mehr und die Politik wagt sich so langsam auch wieder aus der Deckung. Die Paniker müssen sich wohl etwas neues einfallen lassen…..

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                • Pilgrim sagt

                  Lesen sie die Studien von Prof. Bommarco dann werden Sie wissenschaftlich nachgewiesen sehen das die obige Behauptung wahr ist und keine Dramatisierung.

                  Zudem ich habe mehr als 10 Jahr mit der Erforschung der Bestäubung von Nutzpflanzen verbracht und mit hunderten von Landwirten gemeinsam Umsetzungsmaßnahmen entwickelt die zu win win situationen führten.

                  leider machen einige wenige laute Landwirte immer wieder die vielen tollen Landwirte und somit deren sonst zurecht guten Ruf zu nichte.
                  Und genau diese lauten beschweren sich dann über das woran nur sie selber schuld sind

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Interessant Pilgrim, worin liegt oder lag denn die win-win Situation, bzw das win für die Landwirte? Lassen Sie uns nicht dumm zurück.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Übrigens, der Hype nach Mandelmilch führt zu unhaltbaren Zuständen bei Wanderimker und deren Bienen. Sie kommen kaum nach, die riesigen Monokulturen immer früher im Jahr, zu bestäuben. Hier zeigt sich die komplette Schizophrenie von Ernährungswahn und Gewinnmaximierung. Eine Win-Win Situation für Ökofreaks und Mandelindustrie.
                  https://www.nearbees.de/blog/der-wahnsinn-mit-den-mandeln

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                • Schmeckt gut sagt

                  Pilgrim, um ihr Wissen zu teilen, könnten sie uns ja mal teilhaben lassen an dem umfangreichen Portfolio an Nutzpflanzen, die ohne Insektenbestäubung von der Landkarte verschwinden würden. Bin gespannt.

                • Schmeckt gut sagt

                  Oh, oben jetzt erst gesehen. Die Pflanzen, die sie oben genannt haben, können einen besseren Ertrag durch Insektenbestäubung bringen. Nachgewiesen ist dies aber nur im GW-haus, wo naturgemäß relativ wenige Insekten vorkommen. In Natura gibt es so viel Krabel- und Flugtiere, dass z.B. beim Apfel – ausser in Frostjahren – immer massiv ausgedünnt werden muss. Diese dämlichen Bilder aus China haben aber so gar nichts mit fehlenden Insekten zu tun, wenn sie so etwas meinen.

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        • Pilgrim sagt

          Sie verwechseln hier Marktanteil und Vielfalt.
          Die Menge der Konsumierten Produkte die Bestäuberabhängig sind macht 1/3 aus. Wie sie es in Ihrer Darstellung der Wichtigsten Nutzpflanzen gut zeigen ist bei den Hauptkonsum-Pflannzen eine Bestäubung nicht notwendig.
          Wohl aber bei der großen Vielfalt.
          Die Nutzpflanzen die von einer Bestäubunng abhängig sind oder zu höheren Marktwerten/ ernten führen sind in der EU bei 84%.
          75% Weltweit (Maßgeblich wegen vieler Getreide und Maissorten ist es hier niedriger).

      • Limes sagt

        “Die große Mehrheit aller produkte die wir konsumieren (84%) sind von Bestäubung durch Insekten abhängig.”
        natürlich sind Insekten wichtig ohne Frage aber ihre Argumentation ist schon irgendwie ferne des realen Lebens.
        Wie kommen sie auf 84%? Kann zumindest nicht für die Mehrzahl der Bevölkerung gelten. Mengenmässig relevant für die Ernährung sind zumindest soweit ich das im Bekanntenkreis sehe Brot, Fleisch, Wurst, Käse, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Salat, Gemüse, Marmelade, Haferflocken. Ist für all diese Produkte eine Bestäubung durch Insekten notwendig?
        Aber vielleicht können sie uns mal ihren persönlichen Speiseplan nach Mengen darstellen um auf 84% zu kommen alternativ eine Ernährungsstudie bzw Ernährungsplan welche die 84% beinhaltet.

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        • Pilgrim sagt

          Die 84% Basieren auf hunderten von Studien und sind zigfach belegt.
          Es wird hier wieder Menge mit Vielfalt verdreht.
          Also 84 % der Produkte die wir essen wird von Insekten Bestäubt.
          Diese 84% (Früchte, Gewürze etc.) machen 1/3 unserer Nahrung aus.

          • Limes sagt

            “Es wird hier wieder Menge mit Vielfalt verdreht.”
            es wurde nichts und vor allem nicht wieder verdreht sie kommunizieren nicht klar und vor allem nicht präzise!!! Ob vorsätzlich oder unbewusst lass ich mal im Raum stehen.
            Eine sorgfältige und klare Darstellung sollte die Basis einer Kommunikation sein z.B in der Wissenschaft klare Definition der Größenordnung. Das vermisse ich bei ihnen. Mal argumentieren sie im Detail mit Ch Quadrat p Werten und dann lassen sie großzügig die Größenordnung weg und werfen irgendwelche % Zahlen in den Raum die sie später wieder relativieren.
            Strange!!!

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          • Lady sagt

            “Diese 84% (Früchte, Gewürze etc.) machen 1/3 unserer Nahrung aus. ”

            Das ist eine interessante Zahl, also das Drittel, die ich bisher nicht kannte. Wie sieht es denn hinsichtlich der Kalorien aus? Deutlich schlechter, oder?
            In meinem Garten ist mir übrigens noch nie aufgefallen, dass es Probleme mit der Bestäubung gab. Probleme mit “Schädlings”-Insekten leider jede Menge. Vor allem auch die Tiere könnten da gerne auf die eine oder andere Art verzichten.
            Warum wird also bewusste Angst geschürt , dass die Bestäubungsleistung nicht ausreicht?? Wo bitte ist das zu befürchten?
            Man könnte doch auch die Botschaft verbreiten, dass wir sehr wirksame Insektizide haben. Und damit eben nicht tatsächlich eine Hungersnot aufgrund kahl gefressener Felder auf uns zu kommt. Aber das ist irgendwie igitt. Rational zu begründen ist es allerdings nicht, schauen Sie mal in die Geschichte der Menschheit.
            Natürlich liegt den meisten Menschen die Biodiversität durchaus am Herzen, die Vielfalt . Und genau deswegen müssen doch nicht unwahre Geschichten erzählt werden, die bei jeder Mückenplage kollabieren.

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            • Brötchen sagt

              Die Insekten die wertvoll sind und die er sicher vorrangig im Auge hat, sind extrem biotopabhängig und auch nicht unbedingt für irgendwelche Früchte notwendig.

              Also für die Bekämpfung für die Fliegen im Stall, muss ich richtig Geld ausgeben und das ist ein ständiger Kampf, das das nicht eskaliert.(ja ich weiss kann man auch mit Management beeinflussen)

              Wenn ich ein Gewächshaus habe und unbedingt drauf Wert lege, bestelle ich mir die entsprechenden INsekten.
              Also rein technisch alles kein Problem.

              Achso wer heute versucht einen Garten zu haben und ohne viel Schutz anbaut, wird so gut wie nichts ernten, weil ihnen die im Sterben liegen Populationen von Insekten, Mäusen und Schnecken alles wegfressen.

              Jedenfalls meine Erfahrung der letzten Jahre.

              selbst die Gelbtafeln im Gewächshaus sind bei mir voll.

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          • Limes sagt

            @Pilgrim ” Diese 84% (Früchte, Gewürze etc.) machen 1/3 unserer Nahrung aus.”
            Na ja jetzt haben sie ja wieder eine neue Zahl bzw Geschichte in den Raum gestellt! 27,72% sollen die Produkte an unserer Nahrung ausmachen. Mir fehlt aber eine konkrete Zusammenstellung dieser Produkte jeweils Bezeichnung würde mir reichen gerne auch die Mengen. Vor allem vermisse ich immer noch ihren Speiseplan in dem sich die Produkte wiederfinden.

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      • Obstbäuerin sagt

        Die wichtigsten Nahrungsmittel der Bevölkerung auf der Erde benötigen allerdings keine Insekten zur Bestäubung, Pilgrim. Diese Erzählung von über 80 % Abhängigkeit entspricht nicht der Realität.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Wie konnten die Eskimos überleben? Ich hab langsam die Faxen dicke von diesen ganzen schlauen Insektenlaberern. Lernt erst Mal die Geschichte der Evolution und dann beerdigt eure Dauerangst.

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          • Lieschen Müller sagt

            Ich wünschte, die Menschen würden vielleicht auch lernen, so mindestens 200 Insekten bestimmen zu können!

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Evtl., dass es eben nicht notwendig ist, als Spezies Mensch unbedingt Insekten zum Überleben nutzen zu müssen, und zu können?

                • Stadtmensch sagt

                  @Reinhard, geht ja nicht da drum, dass Menschen Insekten für Bestäubung oder direkt als Ernährungsgrundlage brauchen. Viel wahrscheinlicher ist, dass eine entsprechende Vielfalt an Insektenarten (global) wichtig ist für andere kohlenstoff-basierte Lebensformen, die wiederum die Ökosysteme stabil halten, die wir für die Produktion von Sauerstoff oder sonstwas brauchen. Wenn die Vielfalt der Insekten global abnimmt, hat das Auswirkungen auf die Vielfalt der Vegetation und entsprechenden Nahrungsketten.

                  Will damit sagen, der Nomade der Steppe oder der Bewohner der Arktis sind von Tieren abhängig, die sich nie in den jeweiligen Gebieten hätten von Anfang an entwickeln können. Dafür brauchte die Evolution einen reich bestückten Baukasten zum experimentieren

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Dagegen will ich mich ja gar nicht wehren. Ich wehre mich nur gegen Korrelationen, die zu Kausalitäten umgedeutet werden, obwohl noch gar nicht klar ist, was die Ursache ist.
                  Und niemand wird ernsthaft behaupten wollen, dass die Fortschreibung der Wohlstandsgesellschaft durch weiteren Konsum, durch weitere Bauten in allen Bereichen, durch weiteren Verkehr usw. keinen Einfluss auf die Artenvielfalt, auf die Biodiversität und damit auf die Insektenvielfalt haben wird. Vor dem Hintergrund, dass die Mehrheit der Weltbevölkerung noch nicht ansatzweise diese Segnungen unserer Gesellschaft erleben durfte, kann man davon ausgehen, dass es in einem erheblich größeren Umfang global weitergehen wird. Die Unfähigkeit und die gefühlte Hilflosigkeit scheint ja ausschließlich die deutsche Landwirtschaft als Schuldigen auf den Plan zu rufen.
                  Jede noch so hanebüchene Kausalitätskonstruktion zieht unweigerlich Reglementierungen, Verordnungen, Gesetze ausschließlich für die produzierende Landwirtschaft nach sich. Oder gibt es schon ein Gesetz, dass den Anstrich von WDV-Fassaden mit Bioziden verbietet? Oder den Abbrieb von Autoreifen unter Strafe stellt? Oder den Flugverkehr einschränkt. Nein, jede noch so kleine Vermutung hinsichtlich einer Reglementierungsmöglichkeit wird umgehend der Landwirtschaft zugeschustert, um ja nicht die anderen 83 Millionen zu belasten. DAS ist es, was mich so maßlos aufregt und wogegen man sich nicht wehren kann, weil in der AOl-Arena keine Tagfalter zu finden sind, werden sie auf den Äckern gesucht, gezählt und als zu wenig erkannt….Danke für gar nichts!

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                • Stadtmensch sagt

                  “Oder gibt es schon ein Gesetz, dass den Anstrich von WDV-Fassaden mit Bioziden verbietet? Oder den Abbrieb von Autoreifen unter Strafe stellt? Oder den Flugverkehr einschränkt.”

                  Wo denkst du hin! Die Arbeitsplätze! Wir müssen diese Stehzeuge bauen, damit wir beschäftigt sind und damit wir einen Dienstleistungssektor rund um Stehzeuge haben.
                  Damit VW und Co. nicht nach USA abwandert (wegen Inflation-Reduction-Act dort), wird auch hier massiv mit Steuergeld gelockt. Für Stehzeuge opfern wir alles!

                  Heut früh wieder schön zur Arbeit geradelt: Schneeweiße Baumkronen im zarten pastellrosa vom Sonnenaufgang. Drüber der Mond. Scheeeeen!

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                • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

                  “Heut früh wieder schön zur Arbeit geradelt”

                  Einer um 45 hier auch,aber an der Ampel hatte ein anderer mit Schmackes nen LKW überholt und den Radfahrer platt (im Sinne des Wortes) gemacht.

              • Reinhard Seevers sagt

                Gott sei Dank gehören Spinnen, Würmer, Gliederfüßler, Milben und Zecken nicht zu den Insekten. Die sind schon mal außen vor.😉

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              • Peter sagt

                Gemessen an den Berichten über Pilzvergiftungen im letzten Jahr, sollten es vielleicht doch nur 5 sein!

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  4. evo.... sagt

    Gerade beginnt im ZDF eine Sendung zum Veggie essen. Man sieht deutlich, wie sich die Gesichter verändern.

  5. evo.... sagt

    Mir ist gestern wieder was eingefallen:

    Ich experimentiere mit vergessenen Kulturpflanzen. Da wird vom Wegrand/Straßengraben her in der Jugendphase von den Insekten alles weg gefressen. Bei Getreide oder Mais (Raps bau ich nicht) passiert das nie.

    Deshalb denke ich, dass das was wir anbauen den Insekten nicht “schmeckt” bzw. unverträglich ist. Wenn in Europa jetzt in größerem Umfang Soja angebaut werden soll, wird sich das auf die Insekten auswirken.

    Zu der Studie oben sag ich mal (nach Prof. Woitig): wzew! (wie zu erwarten war)

    2
  6. Obstbäuerin sagt

    Seit einigen Jahren beobachte ich die fliegenden Insekten, vorrangig Tagfalter, in und um unsere Obstanlagen. Pflanzenschutzmittel und Glyphosat werden dort regelmäßig notwendigerweise eingesetzt. Das Foto ist von 2017 und die Bedingungen für Kaisermantel, Landkärtchen und Tagpfauenauge waren optimal. Es herrschte Hochbetrieb in dem von mir benannten Schmetterlingsparadies, wo im Umkreis von 100 Metern neben unseren Obstanlagen Brennnesseln, blühende Kräuter, Wasserdost, Mais, Wald und ein vom Biber angestauter Teich vorhanden war. 2018 war die Situation identisch mit dem Vorjahr – es kamen nur mehr Bläulinge hinzu. Von 2019 an verlagerte sich das Schmetterlingsparadies dichter an unsere Obstanlagen und die Vielfalt der Arten erhöhte sich. Auf einer trockenen Blühwiese in der Nähe tauchten unzählige Schwalbenschwänze auf. Insgesamt habe ich mehr als 50 Arten dokumentiert. Meinen Einladungen an Politik und Medien, sich ein Bild von der realen Insektenwelt und dem Einfluss moderner Landwirtschaft zu machen, folgten verschwindend wenige. In den letzten 3 Jahren veränderte sich sowohl der Standort als auch die Artenvielfalt. 2022 war das bisher niedrigste Schmetterlingsvorkommen. Ich glaube, dass das Vorkommen der Schmetterlinge von unzähligen Faktoren abhängig sind, die nichts mit der modernen Landwirtschaft zu tun haben. Solange die Geschichte von der Insektenvernichtenden modernen Landwirtschaft für politische Entscheidungen (Pflanzenschutzverbot, Ausweitung von Naturschutzgebieten usw.) gebraucht wird, haben wir wenig Chancen, mit echten Fakten etwas zu erreichen. Trotzdem ist es sehr positiv zu bewerten, dass solche Studien durchgeführt und publiziert werden. Hoffentlich finden sie Einzug in die Mainstream-Medien und verdrängen nach und nach die falschen Erzählungen.

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    • evo.... sagt

      Die Dürren wirken sich aus. Wir züchten trockenheitsresistente Sorten und wir sollten auch trockenheitsresistente Insekten züchten. Statt im Winter die Vögel zu füttern müssen wir im Sommer die Insekten “tränken”!

      Da sollte der Staat fördern.

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    • Lieschen Müller sagt

      Ich liebe deine Beschreibungen! Jeder, der die Natur beobachtet, stellt fest, dass es jedes Jahr anders ist.

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  7. ReinerStoff sagt

    Hmm ob es diese Studie wohl auch in sämtliche Zeitungen und Schmierblätter schafft, wochenlang die Seiten füllend; den morgigen Weltuntergang durch Insektensterben zu verkünden wie die eig. skandalöse Krefeld”studie”; nur diesmal als Thema Weltuntergang auf Übermorgen verschoben?!

    Wohl kaum… ist halt keine gute Krise bzw. man unterdrückt nicht passende Artikel/Studien siehe Zeitschrift BüL mit dem BMEL als Herausgeber!

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    • Reinhard Seevers sagt

      Politik hat keine Zeit sich mit unterschiedlichen Studien und Anschauungen zu befassen. Die Erzählung des Insektensterbens ist so fest verankert in der Agrarindustriellen Erzählung von: weniger Fleisch, mehr Tierschutz, mehr Biodiversität, Bio, Vegan, Vegetarisch, bäuerliche Betriebe retten, Bodenerosion verhindern, Humus aufbauen, Weidetierhaltung fördern, usw. usw……da wird es keine Relativierung oder Diskussion geben, das wäre gegen den eingeschlagenen Weg, gegen die Agenda der Weltrettung durch Deutsches Handeln und gegen den so hart erschaffenen mainstream, dem wording und framing zu mehr Obst und Gemüse, weniger Fleisch zur Rettung der Insekten. Neee, das wird keine Auswirkung haben. Schon gar nicht in den Medien, die dann mit einem …jaa, aber…über den Berg kommen und tausend Gründe finden, diese eine Studie als Ausnahme zu manifestieren.

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      • Dorfmensch sagt

        @Reinhard Seevers: Wozu braucht man Studien, wenn man mit der Mehrheit an (grünen) Hinterbänklern in den Parlamenten so einfach, schnell und effzient Naturgesetze ändern kann.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Es ist wie immer. Wer die erste Lüge setzt, hat gewonnen…alle die im Nachhinein versuchen diese Lüge zu relativieren, sind dann die vermeidlichen “Leugner”. So läuft das in allen Bereichen. Niemand hat bisher die Nitratlüge, die Methanlüge oder die waterfoodprint-Lüge geschafft, aus der Welt zu schaffen. Sie werden die Diskussion noch Jahrzehnte bestimmen und die politische Richtung vorgeben.
          Niemals wird ein Gesetz, eine Auflage, eine Verordnung oder auf diesen Lügen Konstruiertes zurücknehmen und sagen: …oh, sorry, das war ein Fehler. Und weil dies so ist, kann jeder sagen: ….wieso, die Gesetze bestehen doch, warum soll also daran etwas falsch gewesen sein.

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          • Inga sagt

            Wie im Kondergarten,
            jeder will Recht haben.

            Wir leben in einer aufgeklärten Zivilisation.
            Vergessen das viele?

          • Smarti sagt

            Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht. Wann hat dieser alte Spruch seine Gültigkeit verloren ?

            Wäre es dann evtl. eine Möglichkeit, sich ebenfalls mit Lügen, Behauptungen die so sein könnten, wie “ich habe gehört, dass” … zur Wehr zu setzen.
            Z:B. : Das Landwirtschaftsministerium will zusammen mit Greenpeace, Nabu und Peta die Milchviehaltung und Schweinehaltung verunmöglichen. Damit erhalten sie die volle Kontrolle über die Menschen, indem sie die Produktion und Verteilung von Kunstnahrung aus Insekteneiweiss und Getreide staatlich kontrollieren und mit Steuern belegen können. In den leerstehenden Hallen der Autoindustrie sollen riesige Insektenfabriken entstehen, diese werden mit Vitaminen und Kohlenhydraten angereichert und in grüne Fläschchen abgefüllt.
            Ist das zu übertrieben ? OK, ich habe gehört, dass Insektenfett und Insektenpulver in vielen Nahrungsmitteln zugesetzt werden dürfen.

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    • Limes sagt

      “ob es diese Studie wohl auch in sämtliche Zeitungen und Schmierblätter schafft,…”
      Nö!!! Ergebnisse passen nicht für unsere Sender und Zeitungslandschaft einfach zu komplex für unsere Medien Experten und nicht Mainstream gerecht.
      Halt oder doch als Einstufung Lobby Studie von fehlgeleiteten Leugnern.
      Mal sehen wie es weiter geht.

      5
    • Elisabeth Ertl sagt

      Und i liaß ma koa Landstraßn baun
      üba mei Oim,
      oba a bissal a Gangsteigale
      liaß i ma gfalln.

      Hiaz hot oana a Gangsteigl baut,
      liegt gaunz vasteckt,
      nua fia oan, der si auffi traut,
      an aundra finds net.

      3
  8. Bauer Fritz sagt

    Das eigentlich Erschütternde ist: da gibt es eine von richtigen Experten (und nicht von Laien) erstellte Studie in einem hinsichtlich Dauer, Umfang und Expertise noch nie da gewesen Umfang.
    Und mit kaum einer Handvoll Ausnahmen (allen voran sämtliche Agrarzeitungen) berichten die sonst sich so auf Qualität berufenden Medien (TV und Zeitungen) NICHTS über diese Studie.
    Wir erinnern uns: Bei der Krefeld Studie haben alle darüber wochenlang berichtet.
    Man bekommt immer mehr den Eindruck, daß Ergebnisse die nicht in den Mainstream einfach ignoriert werden. Nur nicht mit runden Tatsachen belasten – wenn die Welt doch eine Scheibe ist.

    17
    • Inga sagt

      Klar,
      wer am lautesten schreit hat recht.
      Und das in unserem so aufgeklärten Land.

      Die dummen Lautschreier müssten entrechtet werden,
      vor allen Dingen nicht für voll genommen werden.

      Ihre Dummheit lässt es ja die Erkenntnis nicht zu, dass sie sehr unproduktiv sind.

      1
      • Elisabeth Ertl sagt

        Ich liebe unseren Landwirtschaftsminister.
        Der weiß, dass man Ställe nicht ununterbrochen umbauen kann, nur weil alle paar Jahre eine neue Tierwohlmode herrscht wie beim Pudel-Haarschnitt.
        Er weiß, dass man für den Bio-Ausbau vorher einen Markt braucht.
        Er weiß aber auch, dass Landwirtschaft in der gegenwärtigen Intensität nicht nachhaltig ist (Stichwort Standortgerechte Landwirtschafthttps://raumberg-gumpenstein.at/jdownloads/Forschungsberichte/Standortgerechte%20Landwirtschaft_Endversion.pdf)
        Er steht hinter dem Green Deal, aber er lässt sich eben zuerst von vernünftigen Wissenschaftern erklären, wo die im Endausbau 10% Biodiversitätsflächen in Österreich hingehören und wo nicht.
        Und wenn dann der Plan fertig ist, kann man damit an die Öffentlichkeit gehen.
        Hat doch keinen Sinn, all die Ahnungslosen schon jetzt wieder mitreden zu lassen!

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Ist doch vorerst einmal besser so, sonst würde es gleich wieder heißen, diese Wissenschafter sind von der Agrarlobby gekauft. Der Totschnig weiß schon, warum er die Öffentlichkeit scheut wie der Teufel das Weihwasser.

      2
        • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

          Hartwig Callsen ist ein Landwirt aus SH,der seit Jahren erfolgreich Direktsaat betreibt und damals zusammen mit der Uni Kiel Versuche gemacht hatte,dass der Glyphosateinsatz bei ihm zu mehr Acker-fauna und -flora geführt hatte.
          Die Uni wollte sich aber dazu öffentlich nicht äussern.

          3
    • Smarti sagt

      Jetzt steht aktuell in Top Agrar: “Zensiert Özdemir aktuelle Studien ?” Da geht es um die Klimawirkung der Biolandwirtschaft… Özdemir hat die Veröffentlichung verhindert.

      6
      • Reinhard Seevers sagt

        Wer das Thema Insektensterben relativiert, ist ein “Insektenleugner”. Das wird manifestiert und medial begleitet…keine Chance auf Anerkennung agrarischer Leistungen. Das hat doch auch der Österreicher deutlich gemacht…wir gehen den Weg hin zu 35% Bio, der Weg ist richtig und den werden wir weiter beschreiten. Auf dem Weg werden die konventionellen abgeräumt und denunziert werden, damit die Legitimation für mehr Insektenschutz ausschließlich über den “notwendigen” Umbau der Agrarwirtschaft hin zu Bio möglich wird. Wenn am Ende noch 65% konventionell wirtschaften, dann haben diese 65% wirklich Glück gehabt.

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          “Wenn am Ende noch 65% konventionell wirtschaften, dann haben diese 65% wirklich Glück gehabt.”

          Glück gehabt, Reinhard, als absolute Deppen der Nation!? – Natürlich definiert jeder Einzelne sein Glück ganz individuell; als vom Glück geküsst, würde ich die konventionellen Bauern derzeit nicht erkennen wollen.

          Kein Bruderkuss von Özdemir, den wir Bauern allesamt nicht überleben werden…

          8
  9. Pälzer Buh sagt

    Was mich wirklich wundert ist die Tatsache dass hauptsächlich mit den 30% der Globalen “Festlandflächen” Untersuchungen zum Thema Insekten (sterben) geworben wird. Was ist mit der 70% igen Wasserfläche auf der Erde? Findet da keine oder nur eine unzureichende Untersuchung statt? Insekten sind Wechselwarme Tiere, je höher die Temperatur desto schneller deren Vermehrung.

    https://youtu.be/oDLyENZXmXQ

    2
  10. Elisabeth Ertl sagt

    Wichtig für Biodiversität ist die Beibehaltung der Almwirtschaft, das wissen wir seit 50 Jahren. Deshalb sind wir den Weg des Graubündener Nationalparks nicht gegangen, haben keine Menschen aus dem Nationalpark Hohe Tauern abgesiedelt, sondern die traditionell bewirtschafteten Außenzonen geschaffen.
    Der WWF lügt aber die Bevölkerung an, indem er behauptet, die Außenzonen seien ein fauler Kompromiss zwischen Natur und den Interessen der Grundbesitzer gewesen. Dabei waren es in Osttirol die Bauern selber, die den Nationalpark eingefordert haben.
    Genau die Almwirtschaft steht aber durch den Wolf jetzt auf dem Spiel, und Klaus Hackländer geht schon so weit, für die Beendigung der Almwirtschaft auf entlegenen Flächen zu kämpfen zu Gunsten des Wolfes. Den Wolf wird man ja trotzdem bald schießen müssen, beruhigt er, aber es ist noch nicht so weit. Klar, die Großwildjäger des WWF wollen dann ja auch einen erwischen, wenn sie aus aller Welt in dieses Reservat einreisen, wo dann der Wolfsbestand mit ihrer finanzkräftigen Hilfe nachhaltig gemanaged wird für das finanzielle Wohl des WWF.
    Die Tiroler wollen jetzt ein Vertragsverletzungsverfahren der EU riskieren, indem das Jagdgesetz eine rasche Entnahme der Schadwölfe wie in der Schweiz und in Frankreich ermöglichen soll. Das ist Konsens von ÖVP und SPÖ und wird auch von der Bevölkerung getragen. Diesen Politikern fällt aber jetzt die Umweltministerin in den Rücken, indem sie ohne mit ihnen zu sprechen über deren Köpfe hinweg mit 10 anderen Umweltministern gemeinsam ein Schreiben an die EU Kommission eingebracht hat, in welchem sie die Resolution des EU Parlaments zur Lockerung des Schutzstatus scharf kritisiert. https://www.derstandard.at/story/2000143168555/gewessler-macht-sich-in-eu-fuer-wolf-stark
    Das kommt davon, wenn man Lobbyisten in die Regierung holt, die arbeiten doch nur für den Geldsack ihrer NGOs. Die Biodiversität ist denen in Wahrheit wurscht.

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    • Günter Reichard sagt

      Ohne Almbewirtschaftung wäre eine Besiedlung im Tal auch nur bedingt möglich. Nur durch Pflege der Weiden und kurzhaltung der Grasnarbe ist auch ein vernünftiger Lawinenschutz möglich. Die wenigsten NGO ‘s und Politiker kennen die Zusammenhänge wie’s am Berg tatsächlich aussieht.
      Viele Grüße aus Südtirol Günter

      5
  11. Smarti sagt

    Insekten sind ja gerade in aller Munde :).
    Wenn ich mit jemandem über Landwirtschaft gesprochen habe – oder eher zugehört habe in der Verwandtschaft und so… – dann kam bald das Insektensterben als Thema.
    Tja, die schlimme Giftspritzerei und die viele Massentierhaltung, die alle Insekten tötet. Ganz schlimm… denn wenn es keine Insekten mehr gibt, dann verhungern wir ja.
    Also auf der Liste der Verfehlungen der Landwirtschaft stehen “die sterbenden Insekten, verbunden mit dem Weltuntergang”, ganz weit oben.
    Da macht es grosse Hoffnung, dass die neuen Studien die Lügen entlarven. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Wahrheit ans Licht kommt. Die Frage ist nur, wie viele Landwirte haben so viel Zeit und Reserven ?
    Ohne Bauer Willi wäre die Studie vielleicht irgendwo versickert… danke, dass Sie am Ball bleiben.
    An Alle, die die A…backen zusammenkneifen – lasst Euch nicht unterkriegen. Bleibt zufrieden mit Eurem Leben – das ärgert die am Meisten 🙂 . Zeiten ändern sich, vor Allem Meinungen drehen sich schnell.

    21
    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Guten Morgen Smarti, ein überaus lobenswerter Appell, auch forthin die A…backen zusammenkneifen zu wollen.

      Wenn man aber einen schuldenfreien Hof hat, drängen sich dato fortwährend ganz zwangsläufig ständig die Gedanken auf “warum, zum Kuckuck, tue ich mir das überhaupt noch an”!? Engagement wird derzeit keineswegs gewürdigt, nein, weit eher kriegst du eins auf den Deckel, so oft, dass dir das Hirn bald zu den Ohren herauskommen müsste. Den Gefallen aber tue ich niemandem, dazu bin ich nicht blöd genug…!!!

      Was mich aber tatsächlich umtreibt ist ein Resümee meiner augenscheinlich nicht erwünschten grandiosen Bockbeinigkeit, immer wieder den Finger in blutende Wunden legen zu wollen, Missstände beim Namen zu nennen, diese zu enttarnen, damit man sie beherzter bei den Hörnern packen kann (könnte).

      Früher nannte man das unverzichtbare Zivilcourage, synonym sprichwörtlichen “Bürger-/Alltagsmut” – heute kommt das aber weit eher schon einem geradezu fahrlässigen Selbstmord gleich!!!

      …Und dennoch lassen sie nicht ab, die Willis dieser Welt und wie sie denn alle heißen.
      Wir Bauern eliminieren/vergiften, dezimieren -medial aktuell in Dauerschleife kommuniziert -was ein unbegreiflicher Schwachsinn- unsere Insektenvielfalt, ANDERE (Wohlstandshungrige) dürfen sich demgegenüber das “fliegende/kriechende kostbarste Naturgut” in Bälde ganz offiziell unter der Nase in Massen reinschaufeln – Stichwort “unabwendbare sozial-ökologische Transformation unserer LW”, bezahlbares Fleisch auch für unsere Ärmsten!?

      “Es gibt viel zu wenig Gesetze für Insekten – Ja, um Himmels willen, warum erteilt ihr denn nicht endlich diesem Minister Özdemir Flugverbot!?” ;-)…

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  12. Klemens MINN sagt

    Kläranlagen an den Flüssen haben zu geringerem Transport von organischem Material in den Flüssen und weniger Ablagerung bei Hochwasser geführt. Weniger Rinder draußen auf Wiesen. Weniger wilde Müllablagerungen. Und sicherlich auch mehr Licht nachts. sicherlich gibt es noch mehr Punkte. Aber eine rationale Bewertung der Aspekte bleibt aus.

    5
  13. Frikadellen piet 44 sagt

    morgen Thema schaue ich bin das Video nachher an das hört sich ja alles nicht sehr gut an dem ich hier das ganze gelesen habe oh oh schön ist aber das Werder Bremen gewonnen hat

  14. Reinhard Seevers sagt

    Jede neue Studie hilft in der Diskussion, aber ob sich die DEUTSCHEN Insekten und deren Studienverfasser nicht doch signifikant anders darstellen? Schließlich muss von hier aus die Welt gerettet und das Kapital dafür generiert werden
    Schaun mehr Mal, wie sich nun die mediale Diskussion und der Streit zwischen den “Experten” entwickeln wird….ich bin gespannt.

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