Bauer Willi
Kommentare 111

Herr Özdemir, liefern Sie endlich!

In wenigen Tagen sind der neue Landwirtschaftsminister und seine drei Staatssekretärinnen ein halbes Jahr im Amt. Vorzuweisen haben sich bisher nichts. Statt dessen tauchen sie vereinzelt bei Veranstaltungen auf, um dort zu erklären, welche Pläne sie haben und dass sie sich bemühen. Konkret werden aber keine Termine genannt.

Von den aktuellen Problemen in der Landwirtschaft jedoch scheint weder der Minister noch seine Staatssekretärinnen etwas mitzubekommen oder sie nehmen billigend in Kauf, dass vor allem die Tierhaltung seit langem existentielle Sorgen hat. Eine weitere große Ausstiegswelle der Schweinehalter steht bevor, weil die Produkterlöse schon lange nicht mehr zu den stark gestiegenen Kosten passen, vor allem durch explodierende Futterkosten. Von all dem hört man aus dem Ministerium nichts. Interessant ist auch, welche Termine dem Leitungsgremium wichtig sind:  (https://www.bmel.de/SiteGlobals/Forms/Suche/DE/Leitungstermine/Leitungsterminesuche_Formular.html)

Diese Arbeitsverweigerung fällt in der Agrarbranche mittlerweile vielen auf. So zum Beispiel auch dem Deutschen Raiffeisenverband, auf dessen Tagung Herr Holzenkamp dem dort anwesenden Minister seinen Unmut  deutlich vermittelte:

Wörtlich heißt es dort: „Wir brauchen bis zum Sommer klare Antworten von der Politik, wie die Transformation in der Agrar- und Ernährungswirtschaft erfolgreich umgesetzt werden kann. In vielen Betrieben fällt in den kommenden Wochen und Monaten die Entscheidung, ob sie weitermachen oder den Schlüssel endgültig umdrehen. Es geht um die Frage: Wollen wir weiterhin auf eine nachhaltige Lebensmittelproduktion aus Deutschland setzen oder die Verantwortung in andere Länder auslagern?“ 

2022_06_02_PM Deutscher Raiffeisentag

Mit Blick auf die zusätzlichen Herausforderungen durch den Krieg in der Ukraine fordert Holzenkamp ein Belastungsmoratorium für die Agrar- und Ernährungsbranche. „Die Kosten für die Unternehmen explodieren, gleichzeitig steigen die Verbraucherpreise. Der Staat darf hier kein zusätzlicher Treiber sein“, erklärt der DRV-Präsident und ergänzt: „Wer in der jetzigen Zeit Verschärfungen von Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette oder die Abkehr von Handelsabkommen fordert, der provoziert Wettbewerbsnachteile und zusätzliche Belastungen der Verbraucherinnen und Verbraucher.“

Und in  einer weiteren PM heißt es: Der Präsident des Deutschen Raiffeisenver-
bands (DRV), FranzJosef Holzenkamp, zum Streit zwischen Grünen
und FDP über die Finanzierung von mehr Tierwohl: „Hört auf zu
streiten findet Lösungen! Die Frage nach der verbindlichen Finan-
zierung des Umbaus der Tierhaltung muss endlich beantwortet wer-
den. Jetzt!

Cem Özdemir und Christian Dürr haben beim Deutschen Raiffeisen-
tag aus erster Hand die Ungeduld der Betriebe vernommen. Holzen-
kamp: Unsere Genossenschaften haben dem grünen Bundesland-
wirtschaftsminister und dem FDPFraktionsvorsitzenden deutlich ge-
sagt: Wenn die Unternehmen keine Planungssicherheit erhalten,
werden viele das Handtuch werfen. Die Ampelkoalitionäre müssen
bis Sommer liefern!

https://www.raiffeisen.de/bundeslandwirtschaftsminister-oezdemir-staerkt-genossenschaften-drv-praesident-holzenkamp-fordert

Die Antwort des Ministers ließ nicht erkennen, dass er die Dringlichkeit der Situation erkannt hat. Statt ständig den Satz zu wiederholen “Ein Weiter so darf es nicht geben” sollte er sich an seine Vereidigung erinnern, als er an Eides Statt versichert hat

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde”

Wann fangen Sie damit an, Herr Özdemir?

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111 Kommentare

  1. Fritzi der Bauer aus dem Osten sagt

    Ich bin einfach nur verzweifelt ,habe in meinem Studium die Grundsätze in der Landwirtschaft gelernt (1984-1989),die jetzt von Pseudowissenschaftlern ausgehebelt
    werden. Ist das Ziel unserer Regierung , daß wir Bauern mit der Mistforke auf dem Misthaufen stehen ,mit der Hacke per Hand das Unkraut hacken und uns NGO`s
    und Kontrollorgane des Staates aus klimatisierten Autos heraus bevormunden?
    Uns hilft nur und nichts anderes Nahrungsmittelarmut ,es wird sich sonst niemals hier
    in Deutschland etwas ändern !

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    • Inga sagt

      Das hängt auch damit zusammen, das die Landwirtschaft in den westl. Schulbüchern so veraltet dargestellt worden sind.
      In den östl. auch, oder hatte da die Landwirtschaft einen besseren Stellenwert.
      Dann gibt es auch noch Menschen, die es nötig haben sich erhöhen zu müssen.
      Vielleicht machen solche Karriere bei den NGOs

    • Reinhard Seevers sagt

      Am 1.6. hatten wir Weltbauerntag. Hat man nirgends etwas von gemerkt, nicht Mal hier!
      Schon traurig oder?
      🥴

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      • Limes sagt

        ja traurig. Der Weltbauerntag wurde in Deutschland anlässlich der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover ins Leben gerufen und ist wohl nach 20 Jahren wieder in Vergessenheit geraten.
        Hat man von dem deutschen Minister dazu etwas gehört?
        Übrigens am 1. Juni war auch der Weltmilchtag.

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      • Thomas Bröcker sagt

        Wir leben hier in der Welt, wo der 1. Juni seit 72 Jahren der Weltkindertag ist. Wir haben diesen Tag mit unsern Enkeln verbracht und tatsächlich keinen Gedanken an die “Weltbauern” ver(sch)wendet.
        Aber zu mindestens hat BaWü´s Peter Hauk etwas zum Weltbauerntag veröffentlicht.
        Sind zwar nur zwei magere Seiten, aber immerhin spricht er davon, dass die meist fruchtbaren landwirtschaftlichen Flächen in Europa alle Möglichkeiten zur Produktion von Nahrungsmitteln ausschöpfen müssen.

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      • Inga sagt

        Alle wollen Großstädter sein oder in einer Millionenmetropole wohnen,
        da baucht man sich keine Gedanken um die Bauern zu machen!

  2. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    FAIR PLAY! – Zumindest ein massives Wachstum hat unser Bundesagrarminister Özdemir innerhalb kürzester zeitlicher Verläufe geradezu beflügelt:

    Die Zahl der sehr leise sterbenden Familienbauernhöfe hat er förmlichst beflügelt, diese steigen derzeit rasant an!!!

    Zusammen mit Renate Künast wird er genau damit Beachtung in unseren geschichtlichen Annalen finden – eine wenig rühmliche in grün erstrahlende Ehre, wo die Farbe “grün” wahrlich nicht sinnbildlich für blühendes Leben steht, sondern für den knallhart unerbittlichen Untergang von Familienbetrieben, jene per Mouse-Click einfach gelöscht vom Bildschirm. Ansonsten wird sein Stern sehr schnell am Politikerhoriozont wieder verschwinden, als unbedeutendes Sternschnüppchen wird er in der Atmosphäre verglühen….

    “Alles hat seine Zeit und jegliches Vornehmen unter dem Himmel seine Stunde.” (Bibel)

    Ein schönes Pfingstfest wünschen Ihnen, Herr Özdemir, und ihren leidenschaftlichen Mitstreitern die von Ihnen unlängst erst zornig abqualifizierte “gesellschaftliche Randgruppe der Giftspritzer”.

    Wir helfen uns selbst, dann hilft uns Gott!!!

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    • Adi Assling sagt

      Die Zahl der sehr leise sterbenden Familienbauernhöfe hat er beflügelt, diese steigen derzeit rasant an!!! Womit und wie hat er das denn gemacht?

      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Ganz ohne Hinterhältigkeiten:

        Diese Frage kann nur von einem unbedarften Beobachter „ernsthaft“ gestellt werden, der sicherlich keine Betriebsleiterfunktion in der Landwirtschaft innehat. Gerade Kleinst-/Hobby- bis mittlere Familienbauernhöfe werden zwischenzeitlich geradezu erschlagen von der Allmacht eines Bürokratiemonsters, das Familienvermögen -geschaffen über mehrere Generationen- gnadenlos auffrisst.

        Cem Özdemir -umgeben von den falschen Einflüsterern- verschärft diese Situation derzeit maßgeblich; er geht dabei offensichtlich von den vollkommen falschen Voraussetzungen aus, dass wir nach wie vor einen grandiosen Überfluss beflügeln. Die Herausforderungen des Klimawandels innerhalb der LW verschlimmbessert er dabei gewaltsam, ohne den Realitäten gerecht zu werden. Er nimmt dieses über unseren Bauernköpfen schwebende Damoklesschwert nicht wahr, jenen berühmten Tropfen, der das Fass absolut zum Überlaufen bringt, in Bälde wird er fallen, wenn dies nicht schon passiert ist…

        Jeder einzelne Bauer, der treudoof und brav seinen alljährlichen Mehrfachantrag ausfüllt und abgibt, lebt in dem Bewusstsein, dass eine solche administrative Zwangsverwaltung wider jedweden unternehmerischen Freigeist mittlerweile ganz dramatisch verstößt. Jahrelange Ausbildung der Betriebsleiter in Theorie und Praxis – heute alles für die Katz‘!? Allenfalls Großbetriebe können einen solchen gigantischen Auflagen- und Verordnungswust noch einigermaßen beherrschen. Ihnen das jetzt alles detailliert zu listen, sprengte den Rahmen hier bei weitem….

        Wagen wir den Blick über den großen Teich, zu unseren Freuden in den USA: Die Marktmacht für die Herstellung von Babynahrung mit über 40% hielt dort nur eine Fabrik inne, die jetzt komplett ausgefallen ist, staatlicherseits zwangsstillgelegt aus hygienischen Gründen, so die Kommunikation. Infolgedessen müssen dort im mächtigsten Land der Erde Babys hungern – unvorstellbar. Militärflugzeuge starten von der US-Militärbase Ramstein im Minutentakt in Richtung USA mit Milchpulver an Bord. – Brauchen wir solche Worst-Case-Szenarien wirklich auch hier in Deutschland, damit unser glückseliger Dornröschenschlaf maßgeblicher Entscheidungsträger schlagartig endlich ein Ende findet!?

        Unsere Getreideläger sind offensichtlich derzeit schon geleert, bekommen wir eine sehr frühe Ernte, ist nur kurzzeitig etwas Entspannung angesagt, wo unsere Erzeugerpreise nach förmlichst explodierten Produktionsmittelkosten im Vegetationsverlauf gewaltsam auf Talfahrt geschickt werden. Für wie viele bereits mit dem Rücken zur Wand stehenden Höfe der Todesstoss, wenn nicht eine notwendige Liquidität vorgehalten werden kann. Wir brauchen endlich den Systemwandel, weg vom bürokratischen Drangsal hin zu einem freien Unternehmertum, wo jeder einzelne Bauer als solcher wieder von seiner Hände Arbeit leben und seinen Betrieb dabei fortentwickeln kann.
        Davon sind wir allerdings Lichtjahre entfernt; auf unseren Höfen wird dato fortwährend die Substanz aufgezehrt, solange bis wirklich nichts mehr geht. Klug somit all diejenigen, die rechtzeitig den Ausstieg schaffen.

        …Augenscheinlich sind Sie mit selbigen Realitäten nicht vertraut!!!

        Özdemir kann jedenfalls nicht Krise: Bislang schützt er Hähne und Hennen mit gelben Warnwesten; parallel dazu unternimmt er nichts, wenn seine Bäuerinnen und Bauern massenweise unseren geduldig lauernden Aasgeiern einfach zum Fraß vorgeworfen werden – versinnbildlicht in nur einem Satz zusammengefasst. – Der Geist von Pfingsten ist nicht über ihn gekommen.

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        • Adi Assling sagt

          Soviel Text auf eine kurze einfache Frage. Das ist ohnehin schon verdächtig. Aber liest man diesen dann, findet man darin keine Antwort. Zugegeben, ich bin nur z.T. “mit selbigen Realitäten” vertraut. Ich will auch Özdemir nicht in Schutz nehmen. Aber ich bin in der Lage festzustellen, das die “selbigen Realitäten” (etwa jährlich auszufüllende Formulare) unter gar keinen Umständen in dem halben Jahr erfunden worden sind, in denen Özdemier das Amt führt, das vorher über viele Jahre konservativ verwaltet, oder solchte man sagen “beschlafen” worden ist.

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          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Die Komplexität der Thematik in nur einem Satz!? – Bitte schön, den bekommen Sie geliefert:

            Ausschließlich die audiovisuell medial präsente Marionette wurde ausgetauscht, “erstrahlt” mit grünem Touch; Özdemir tut nix – er kann nix, er lässt seinen Background selbst jetzt ungebremst wüten in Reihen der Bauern.

            …Und das ganze in einer derzeit monumentalen Krisensituation!!! ER ist als Bundeslandwirtschaftsminister heute installiert, ER muss JETZT(!) Krise können, ER kann sich dabei argumentativ entspannt nicht auf die Fehler der Vergangenheit berufen. FEHLER kann/muss man korrigieren. – ER TUT ES NICHT!!!

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            • Reinhard Seevers sagt

              Ja Wurzelwicht, so sehe ich es auch. Vor den Wahlen haben sie sich aufgeplustert, alles anders und besser zu machen. Jetzt beruft man sich auf die Fehler der vergangenen Regierung (ist aber bei allen Folgeregierungen so). Das Schlimmste ist aber, dass Özdemir sich gar nicht mit den Bauern unterhält, keinen Draht hat zu ihren Problemen, sie sozusagen gar nicht einbezieht.
              Er setzt lediglich auf die Umsetzung geframter mainstream-Meinung, die in der politischen Agenda und im Koalitionsvertrag fixiert ist. Er wird auch keine Tierwohlkennzeichnung hinbekommen, was er ja der Vorgängerin daselbst vorgeworfen hat.
              Cem ist immer noch kein Landwirtschaftsminister, sondern Außenbeauftragter und Menschenrechtsaktivist: https://www.oezdemir.de/

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      • Smarti sagt

        Mit seiner Hinhalte-Technik: “Er” ( oder besser seine Einflüsterer ) fordert, verbietet, schreibt vor – immer in kürzeren Abständen, immer mehr sinnloses Zeug.
        Als Gegenleistung verspricht er Dinge, die er nicht halten kann oder eher will…. die erst am Sankt. Nimmerleinstag eintreffen werden…
        Diese Kombination zermürbt auch den letzten Bauern. Der Erste hört auf weil er resigniert, der Zweite weil er nicht sein gesamtes Vermögen verbraten will, der Dritte aus lauter Wut über soviel Unvermögen.
        Die Landwirte sehen sie kommen – die unbezahlbaren Lebensmittelpreise und alle damit verbundenen Probleme, auch in Europa… sie können nur warnen…

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      • Inga sagt

        Die Entscheidung, seinen Betrieb aufzugeben dauert länger als Özdemir im Amt ist.
        Er erleichtert diese Entscheidung höchstens.

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    • Inga sagt

      Klar,
      das gibt doch Schlagszeilen.
      Ist doch gewinnbringender als für Bauern etwas zu tun oder sie zu erhalten.

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  3. Pälzer Buh sagt

    “Es gibt kein Erkenntnisproblem, es gibt ein Anwendungsproblem.“ Diesen Satz habe ich mir in meinem Kalender notiert, unter dem 17. März 2022. An diesem Tag wird Cem Özdemir 100 Tage in seinem Amt sein.
    Dies habe ich unter agrarheute gelesen und kopiert. Hier noch mal zum nachlesen:
    https://www.agrarheute.com/politik/oezdemir-lemke-kuendigen-ausstieg-flaechenfoerderung-589411
    Wieviel Tage ist Er jetzt schon im Amt???
    Ein Praktikum “vor” dem Studium dauert m. w. 6 Monate, das Studium selbst ca. 4 Jahre. Die klassische Ausbildung 3 Jahre (mit Abitur verkürzt 2 Jahre).
    Soviel Zeit haben Wir nicht, bis Sie Herr Özdemir endlich (Fachgerecht) handeln! (Oder etwa doch?)

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    • Thomas Bröcker sagt

      Danke nochmal für diesen Pushback. Ist schon bemerkenswert, wie sehr auf dieser Konferenz klar wurde, wer hier in Sachen Landwirtschaftspolitik das Sagen hat.
      Letztlich ist Özdemir tatsächlich nur der (temporäre) Appendix des Umweltministeriums.
      Vor allem der falsche) Satz “weniger Pestizideinsatz ist gleich mehr Biodiversität”, ist in Frau Lemkes Kopf fest verankert. Eigentlich müssen wir uns gar nicht mit Özedemir beschäftigen, sondern Frau Lemke und ihren Laden direkt angehen.

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      • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

        Thomas Bröcker,bist du über Apfelgalerie erreichbar,ich hatte ne mail geschickt.

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  4. oberländer sagt

    Ich weis gar nicht was ihr habt .
    Özi unterstützt doch seine Freunde der Öko – und Klimaerlöser Sekte
    nach bestem Wissen und Können.
    Durch die Zerstörung der Lebensmittel Produktion erreicht er doch
    sehr schnell die für die Klimaendrettung notwendige Übersterblichkeit
    von 350 000 Menschen täglich.
    Klima gerettet Gutmenschen Elite befriedigt , Rest interessiert ihn und seine
    Getreuen nicht .

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    • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

      Geben Sie sich keine Mühe. Hier hält man den Great Reset mitsamt der Agenden 21 und 2030 für Verschwörungstheorien von Querdenkern.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Na, wenn er jetzt schnell ist, ist vielleicht noch eine Maisernte drin…..2 Ernten, sind doch ein Vorteil oder? 🙄

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Ja Reinhard, grundsätzlich wäre das möglich. Unsere Böden sind aber derzeit derart ausgetrocknet, so dass es mit einer erfolgreichen 2. Maisernte nichts werden kann.
        Außer Spesen wohl nichts gewesen.

        Allenfalls etwas organische Substanz bzw. Frischmasse (kniehoher Mais) von um die 100 dt/ha. Biogasunternehmer bezahlen dafür aktuell -sofern Bedarf vorhanden- für eine solche Ware ca. 1 €/dt Frischmasse, demnach 100 €/ha.

        Die durchschnittliche Einheit Maissaatgut kostete in dieser Vegetationsperiode etwa 100 € netto, fürs Hektar werden zwischen 1,8-2 Einheiten benötigt, bei später Saat ganz sicher die 2 Einheiten.

        200 Euronen Saatgutkosten + 70 € Saatkosten ohne weitere Folgekosten stehen Einnahmen von 100 €/ha gegenüber. Ausschließlich Beschäftigungstherapie mit erheblichem Geldvernichtungspotential für den Landwirt…

        Es wird dann wohl bei der einen (mageren) Ernte bleiben…

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    • Smarti sagt

      Wahnsinn, diese Preise ! Mehl 6-10 Euro das kg, Haferflocken, Müsli und Brot noch teurer.
      Ich war erstaunt, wie viele gleiche Marken es auch bei uns gibt.

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        • Smarti sagt

          Haben die dort schon alle kleineren Metzgereien, die kleinen Mühlen und Molkereien erfolgreich vernichtet ? Sodass der Weg frei ist für total überhöhte Preise -denn wenn man der einzige Anbieter ist…
          Auch in Deutschland sind wir nicht mehr weit davon entfernt. Aldi und Co kaufen immer mehr Landwirtschaftsland, bauen eigene Schlachthöfe etc.

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    • Bauer Fritz sagt

      Bitte diese Video unbedingt an die TV-Sender und die Presse weitersenden.
      Die heizen hier die Stimmung hier auf bei einem Preisniveau das aber ganz weit weg ist von den USA.
      Und noch was: die sollen ja nie mehr die Klappe aufreißen, von wegen die Bauern jammern ….. – kann ja nicht mehr wahr sein.

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      • Smarti sagt

        Bauer Fritz, ja das finde ich auch, so ein Gejammer wegen Preisen, die – gemessen am Lohnniveau – im Vergleich zu vielen anderen Ländern pipifax sind. Auch das Gejammer bei “angeblichen Problemen” im Vergleich zu anderen Ländern… nur peinlich.
        Aber beim Video von den Lebensmittelpreisen der USA musste ich doch schlucken… also ich würde da so gut wie nichts mehr kaufen (können) sondern alles selber anbauen. ( Bis Selbstversorger als Hobby, mein Mann Landwirt).

        Das macht die Landbevölkerung in Portugal und Rumänien auch immer noch, notgedrungen. Macht das in den USA niemand ?

        Wahrscheinlich kommt dieses Preisniveau auch auf uns zu… es wird ja wirklich Alles dafür getan… oder was ist in den USA so anders ? Die könnten doch auch importieren ?

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  5. Franziska uber sagt

    Leider ist mit ein paar Ausnahmen von den Grünen nie was Positives für die Landwirtschaft oder Wirtschaft gekommen.

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    • Inga sagt

      Ja,
      ich dachte mal, die haben besonders viel Interesse an dir Ökologie und Landwirtschaft, die dann da zu erhalten gilt.
      Dazu braucht man Fachwissen und nicht nur Redewut!

      Was sind denn das für Politiker, die nicht wissen wovon sie reden?

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    • AM Ende des Grünen Regenbogens sagt

      Tja, recherchieren Sie mal in der Vergangenheit dieser Grünen Khmer. Da finden sie massenweise Maoisten, Stalinisten und viele andere Anhänger anderer Marxismusvarianten. Was glauben Sie wohl, was “Der Marsch durch die Institutionen” bedeutet und wozu er damals – mittlerweile erfolgreich – angegangen wurde. Hier geht es nicht um Umweltschutz. Es ging denen noch nie um “Umweltschutz”. Es ging und geht einzig und allein um Macht.

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      • Reinhard Seevers sagt

        ……um Macht geht es immer und überall. Oder kennen Sie eine altruistische Regierung auf diesem Planeten?

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        • Inga sagt

          Vielleicht wollte Jutta Ditfurth eine gründen, deswegen hat sie ja auf ohren Adelstitel verzichtet.
          Die hatten schon Ideale früher.
          Na ja, Spät68iger.
          Die wollten ja das Rad neu erfinden, weil sie sich von ihren Eltern (Hitlerjugend) nicht abhängig und ihre Ideale nicht annehmen wollten.

      • Inga sagt

        Und die hatten früher viel Zulauf, denn da war die alternative Lebensweise modern.
        Vielleicht auch Maoisten und Marxisten.
        Aber ich war bei den Agrariern, die sich mit dem
        Ende des Wachstums und
        Club of Rome
        beschäftigten.
        Und da war in der Landwirtschaft als Alternative dann der Öko- oder Bioanbau gefragt.
        Und aus diesem Grund hatten die Grünen ihre Daseinsberechtigung. Das sich da andere dranhingen, das liegt wohl in der Natur der Sache, nur diese anderen dürften “kein Bein auf die Erde bekommen”, weil sie von der eigentlichen Sache keine Ahnung hatten/haben.
        Wie wäre es denn mit Claudia Roth als Landwirtschaftsministerin.
        Ob es der Cem, der Pädagoge das besser kann?
        Ich dachte der kniet sich in das Thema rein und hört auf seine Berater, gerade in dieser Situation jetzt.

          • Inga sagt

            Danke,
            Ich höre nur seine Statement zur Ernährungskunde.

            Das hat aber nichts mit
            Club of Rome
            Zu tun, oder doch?

            Aber er sagt überall zu die
            WAHRHEIT

            Da sind nicht alle mit einverstanden, weil ihre Illusionen damit in Frage gestellt werden.

            Das selbe gilt bestimmt für die Arbeit der Bauern,
            wehe sie entspricht nicht diesen Leuten, dann wird aber aufbegehrt.

            Dieser Udo kennt sich sogar bei Bauern und ihren Ställen aus.

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          • Inga sagt

            Seine Serie beim Deutschlandfunk in Berlin
            Wurde ja auch wegen seiner unangenehmen Wahrheiten eingestellt.
            Die haben den erpresst, weil er immer die falschen Wahrheiten gegeben hat.
            Typisch Moderatöse.

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  6. Elisabeth Ertl sagt

    “… sie nehmen billigend in Kauf, dass vor allem die Tierhaltung seit langem existentielle Sorgen hat.” Das ist ganz sicher so. Auch in Österreich ist der Fleischkonsum in den beiden Corona-Jahren um 10% gesunken und der Trend wird sich fortsetzen. Warum soll die Politik eigentlich dem entgegen wirken?

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Bei uns halten sich Betriebe, die ihr eigenes Futter produzieren, sehr gut. Es hören jene industriellen Betriebe auf, die das Futter zukaufen müssen. Ist es nicht besser, in regionalen Kreisläufen zu wirtschaften?

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      • Inga sagt

        Richtig!

        Nicht nur bei Pflanzenfressenden Rindvieh, auch bei Schweinen ist es besser das eigene zu nehmen und das Schrot selber zu mischen.
        Die gekauften Mischungen taugen nichts, sind oft gestreckt.
        Und wenn in Zukunft das Getreide teurer wird, wegen teurem Dünger und Diesel, und viele wollen daran verdienen, ist es auch besser und billiger das eigene Getreide zu nehmen und auch die Mischung selbst zu machen, denn da fällt der Zwischenhandel weg
        und
        wenn man selber mischt hat man bessere Qualität, die sich dann in der Fleischqualität des Schlachtkörpers zeigt. Der danach bezahlt wird.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Mit Verlaub Inga, das ist Unsinn.
          Lager, mahlen,ischen und ergänzen sind in Summe nicht billiger, als professionelle Mischungen zu kaufen.
          Die schwankenden Qualitäten der Eigenmischungen sind häufig ein Grund für schlechte Futterverwertungen und folgende Leistungsdepressionen.

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          • Inga sagt

            Ja,
            dann muß man wissen, wo man es her kauft.

            Und wo der seine Komponenten her bekommt, weiß keiner, aber er kann für Garantie bürgen.
            Ob man es dann als regional bezeichnen kann, weiß ich auch nicht!

      • Bauer Willi sagt

        Liebe Frau Ertl, ich bin Dienstag und Mittwoch in Oberösterreich. In Hagenberg. Überlegen Sie mal, ob Österreich mit regionalen Kreisläufen ernährt werden könnte…

        Vielleicht ist es doch ganz gut, dass es die “industriellen Betriebe” gibt. Das ist übrigens auch der Grund, warum man in Deutschland bei 30% Bio abriegeln will. Die Leute würden sonst Hunger bekommen.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Regionaler Kreislauf versus “industriell” ist doch nicht dasselbe wie Bio versus Konvi!
          Zitat Christian Bachler: “Der konventionelle Bauer, der im Kreislauf wirtschaftet. ist mir hundertmal lieber als der urmegasupercoole Biohendlbauer mitten im Bergland, der gar nicht weiß, woher sein Futter stammt.”

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          • Reinhard Seevers sagt

            Kreislauf kann auch regional betrieben werden, wobei die Region dann nicht bestimmt ist.
            Wenn Pferdeheu von Schleswig-Holstein nach Hessen gefahren wird, ist das auch regional oder ist da überhaupt ein Kreislauf herstellbar?
            Wenn Stroh zur Einstreu quer durch die Republik gefahren wird, weil es Regionen gibt, die nur Grünland besitzen, was dann? Fragen über Fragen…

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          • Marian E. Finger sagt

            Wenn im regionalen Kreislauf auch die Bürger von Millionenstädten mit Lebensmitteln zu versorgen sind, muss der Kreislauf so groß sein, dass man ehrlicherweise eigentlich nicht mehr von “Region” sprechen kann.

            Wenn 20% der Berliner wirklich nur “regional” kaufen, dürfte das schon viel sein. Aber vermutlich gehen diese 20% einmal in der Woche auf einen Markt oder zum Biobauern in der Umgebung und lassen darüber hinaus viel Geld im Bio-Supermarkt liegen, wo sie dann Reis, Chinoa, Chiasamen, Misosuppe, Salz aus dem Himalaya und Bio-Schokoloade aus Kenia kaufen. Die fühlen sich dann “regional”, sind es aber nicht. Und dann bleiben immer noch 80%, die nicht mal auf den Markt gehen.

            Im internationalen Vergleich sind die deutschen Millionenstädte ja winzig. Wenn man jedoch nicht mal deutsche Millionenstädte “regional” versorgen kann, ist die regionale Kreislauflandwirtschaft global schon gleich gar kein tragfähiges Modell.

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Wobei man die regionalen Stoffkreisläufe in der Landwirtschaft wiederum nicht gleichsetzen kann mit regionaler Versorgung.

              • Elisabeth Ertl sagt

                Außer man schafft es tatsächlich, die menschlichen Fäkalien wieder auf den Acker zu bringen.

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                • Andreas sagt

                  Schon vor 25 Jahren hat ein Unternehmen aus Israel ein Patent angemeldet, wie man im Reaktor mit Hilfe von genveränderten Bakterien und Pilzen aus Klärschlamm künstliches Fleisch erzeugen kann.
                  Das System Fleisch, Milch, Flüssig-Ei usw. mit einem Bioreaktor herzustellen, funktioniert sehr umweltfreundlich und effektiv, wenn man die genveränderten Bakterien mit Klärschlamm füttert. Das ist Kreislaufwirtschaft in Vollendung und sehr gut dezentral und damit regional bei jeder Kläranlage im Umfeld von Städten und Gemeinden umzusetzen.
                  Der Vorteil, es gibt keine Überproduktion mehr, die Menschen können ja nicht mehr ausscheiden als sie essen.
                  Wenn man weiß, was die Verbrennung von Klärschlamm heute kostet, ist dieses Verfahren sehr kostengünstig umzusetzen und ergibt damit günstige Nahrungsmittel.
                  Im Reaktor hat man die Schadstoffbelastung viel besser im Griff, als auf dem Acker, wo alles unkontrolliert abläuft.
                  Den meisten VerbraucherInnen ist es sowieso scheißegal, was sie essen, hauptsächlich viel und billig.
                  http://www.process.vogel.de/fleisch-aus-dem-labor-wacker-und-aleph-farms-unterzeichnen-entwicklungspartnerschaft-a-1082177/
                  Dies wäre mal eine sehr sinnvolle Nutzung der Gentechnik, leider bleibt sie auch hier weit hinter ihren Versprechungen zurück.

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                • Inga sagt

                  Was dabei stört, Andreas
                  ist die Genrechnik und

                  die vielen giftigen Beistoffe aus Medikamenten und Kosmethika
                  im Klärschlamm.

                  Wie sollten die raussprtiert werden?

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              • Andreas sagt

                Inga, es gibt schon sehr gute Lösungen für die Beseitigung der giftigen Beistoffe:
                http://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/wie-aus-klaerschlamm-ein-rohstoff-wird
                Die Kohle, die so gewonnen wird, ist ein sehr gutes sauberes Nährmedium für genveränderte Bakterien.
                Bei der Gentechnik sehen die meisten Menschen nur die Freisetzung der manipulierten Organismen in der Natur sehr kritisch. Zur Gentechnik in geschlossenen Reaktoren hat es nie einen Widerstand gegeben. Ich sehe das genauso.
                Zumindesten zwei Minister in der Bundesregierung, Habeck und Bärbock sind ausgesprochene Fans der Gentechnik, Auch Cem hat sich schon positiv geäussert. Ich denke die Regierung unterstützt alle Bemühungen in Richtung Nahrungsmittel aus Klärschlamm so gut sie kann, es ist der einzige machbare Weg, den Hunger auf der Welt zu besiegen.

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          • Brötchen sagt

            Wenn Christian Bachler das sagt, ist das ja schonmal ein überzeugendes Argument.

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      • Smarti sagt

        Das mit dem “Betriebe mit eigenem Futter geht es besser” ist eher ein “Betriebe mit eigenem Futter merken es später, wie knapp die Rechnung aufgeht”.
        Diesel, Strom, Reparaturen etc. steigen langsam, aber stetig – und das verteuert auch das eigene Futter massiv. Man sieht es nur nicht so deutlich wie der Vergleich: Abrechnung Schlachthof und Abrechnung Futtermittelfirma – aber die Tendenz ist dieselbe.
        Der Schweinemäster mit eigenem Futter kann jedoch bei schlechtem Fleischerlös Getreide verkaufen.
        Der Ackerbauer, der ein paar Jahre wenig Geld für sein Getreide kriegt(e), hat auf seinem Acker etwas Anderes stehen ( vielleicht auch eine Fabrik ), meist ist dies dann nicht für die menschliche Ernährung geeignet.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Wenn die Tendenz weiter geht, dann hört irgendwann die ganze Landwirtschaft auf. Vorerst aber begünstigen die Entwicklungen die regionalen Kreisläufe, und das finde ich gut.

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    • Mark sagt

      “Warum soll die Politik eigentlich dem entgegen wirken?” Es geht nicht darum, dass die Politik dem entgegen wirken soll, es geht darum, dass die Politik dies geadezu erzwingt. Der Fleischkonsum geht zurück, befördert aus pseudo-ethischen und vorallem aus politischen Gründen, mit denen der Verbraucher nicht nur konfrontiert, sondern regelrecht manipuliert wird.
      Zum obigen Thema schliesse ich mich A.Krämer an: je weniger Özdemir tätig wird, desto besser. Was aber dringend dazu kommen muss ist ein Personalabbau in den Agrarverwaltungen: der grüne “Geist” ist mittlerweile dort angekommen, herrscht und produziert aufgrund üppiger Personalausstattung Berge vor nicht mehr zu bewältigenden, völlig sinnbefreiten Vorschriften und Verordnungen auf allen Verwaltungsebenen von EU- bis auf Landkreisebene. Ein aktuelles Beispiel dafür ist IPS-plus, was einmal durchaus sinnvoll begann entwickeln die Bürokraten zum völligen Desaster weiter!

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    • Reinhard Seevers sagt

      Elisabeth, warum soll die Ukraine eigentlich Getreide exportieren? Oder Russland, oder andere?
      Warum können die Länder der Sahelzone sich nicht selbst ernähren und müssen weitgehend importieren?
      Wie arrogant ist es, unseren Bauern etwas vorzuhalten, was anderen das Leben rettet?
      Wenn der Preis bei uns für die Erzeuger nicht ausreicht, dann liegt es am Handel und an der Politik, die der Erzeugung und dem Erwerb von materiellen Gütern den Vorrang gibt. Wer teures Essen kaufen muss, kann kein E- Auto kaufen und die Welt retten. Wenn er Körner frisst, kann er aber beides, Wohlstand genießen und gleichzeitig die Welt retten, so die Botschaft der kapitalistisch indoktrinierten Geldgläubigen.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Wenn weniger Fleisch gegessen wird, bleibt doch mehr Getreide für den Export. Was hat Dein Posting mit dem meinen zu tun?

        • Reinhard Seevers sagt

          Fleisch ist ein allgemeiner Begriff, du gehst immer von Schwein oder Geflügel aus, wir haben aber jede Menge Rinder, da ist Getreide gar nicht das Thema. Auserdem ist Export doch böse, jedenfalls für unsere Bauern, andere sollen sogar.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Frage: Wieso dürfen Autohersteller weiterhin Autos herstellen? Wieso schreibt man ihnen nicht vor nur Pferdekutschen zu bauen?
              😉

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              • firedragon sagt

                Herr Seevers,
                dann würde ja schon wieder Fläche für potenzielle menschliche Grundnahrungsmittel zum Futteranbau herhalten müssen – geht doch nicht !

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        • Brötchen sagt

          Das ist nur theoretisch so! Das ist der der ganze Irrtum!

          Theoretisch kann eine Futterration total super sein, wenn die Tiere davon nicht genug aufnehmen ist die trotzdem nicht bedarfsdeckend.

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    • Arnold Krämer sagt

      In D agitieren die Grünen massiv gegen den Fleischkonsum. Das geht schon seit vielen Jahren, fast Jahrzehnten so. Steter Tropfen hölt den Stein. Wenn das dann mit anderen Einflussfaktoren wie Corona und Ukraine und Green Deal zusammenkommt, wird es für bestimmte betriebliche Konstellationen nicht nur eng sondern katastrophal. Eine Regierung hat bei der Amtseinführung gelobt, dem deutschen Volke zu dienen. Das Mindeste, was man erwarten muss, ist die Einstellung der Agitation.

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      • Inga sagt

        Haben Sie seinen, bzw. den von Jaenicke im ZDF gesehen?
        Den ist noch auf der ZDF mediathek zu sehen.
        Da wird für teures Fleisch argumentiert, nicht für billige Ramschware mehr.
        Das können sih auch die Armen leisten, wenn diees beim Sonntagsbraten belassen.
        Und der Staat müsste den Bauern dann bei der finanzierung der baulichen Maßnahmen helfen.
        Wäre das nicht im Sinne der Grünen?

      • fingerphilosoph sagt

        In den letzten 20 Jahren hat sich der Fleischkonsum weltweit verdoppelt. 2021 betrug der globale Pro-Kopf-Verzehr 42,4 kg. In Deutschland betrug er 57,3 kg. Da geht es also um knappe 15 kg pro Jahr mehr oder weniger. Der Fleischkonsum der Deutschen ist doch längst innerhalb der akzeptablen Schwankungsbreite.

        Als Vergleichsland wird deshalb mehr und mehr Indien herangezogen, wo sich der Pro-Kopf-Fleischkonsum seit ca. 50 Jahren nicht verändert hat und konstant bei 4,1 kg/jährlich liegt, wobei nicht ganz klar ist, ob das nicht vielleicht auch am laxen Umgang mit Statistiken liegt, die in Indien niemanden interessieren.

        Aber darum geht’s gar nicht. Selbst wenn der Pro-Kopf-Verzehr in Deutschland nur noch 3,9 kg/jährlich betragen würde, würden die NGOs weiter auf den deutschen Michel einprügeln, und zwar, weil der deutsche Michel der Einzige ist, der sich von solch verbalen Prügeln überhaupt einschüchtern lässt.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Man könnte die 200 Millionen hungernden Inder anführen, aber das wäre jetzt ungerecht …..

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          • Marian E. Finger sagt

            200 Millionen hungernde Inder … doch Cem Özdemir kritisiert den Exportstopp von Weizen … ist das die Gerechtigkeit, die er gegen jedermann übt?

            Womit wir wieder beim Thema des Artikels sind.

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            • Brötchen sagt

              In dem Weltinterview ging es ihm zu 40 % nur wie er den Export aus der Ukraine befördern kann und was er da angeblich alles tut und er rettet ja auch die inländische Tierhaltung.
              Dt. hat fertig aber sowas von.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Es ist die Arroganz der westlichen Wohlstandsgesellschaften, die meinen sie könnten den Kolonialismus mit anderen Mitteln aufrechterhalten. Cem müsste, wenn er Gerechtigkeit und Wohlstand für alle proklamiert sagen: Inder ich verstehe eure Lage, denkt erst an eure Bürger, bevor ihr euren Weizen zu uns schickt und bei euch Menschen hungern müssen.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Herr Krämer, ich teile jederzeit die Kritik an den KonsumentInnen, wenn sie inkonsequent handeln, beispielsweise wenn sie Tierwohl fordern, aber Billigfleisch kaufen. Wenn die Gesellschaft aber den gegenwärtig sehr hohen Fleischkonsum für schlecht hält – aus welchen Gründen immer, beispielsweise auch aus gesundheitlichen – und wenn sie dann ihren Fleischkonsum reduziert, dann sehe ich keinen Grund, warum die Landwirtschaft das Produktionsniveau beibehalten soll, nur weil es die letzten Jahrzehnte halt so hoch war.

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        • Reinhard Seevers sagt

          “Wenn die Gesellschaft aber den gegenwärtig sehr hohen Fleischkonsum für schlecht hält …”
          Wenn es danach ginge, was die Gesellschaft für schlecht halt, dann gäbe es all das nicht, was die Gesellschaft macht und konsumiert….wer ist die Gesellschaft und wer bestimmt, was sie will. Der Kunde an der Kasse scheint jedenfalls nicht zur Gesellschaft, zu gehören.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Ergänzung zur gesellschaftlichen Willensbildung:

            Wieso protestieren die Bürger nicht gegen stlichr Fahrzeuge auf den Straßen. Autoreifen sind für die Mehrheit des weltweiten Mikroplastiks verantwortlich. Uns wird aber das E-Aito als Weltrettung verkauft, das Mikroplastik nimmt munter weiter zu.
            https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-aktuelles/news/tausende-tonnen-mikroplastik-durch-reifenabrieb-von-der-strasse-in-unsere-lungen/
            Heuchelei bei der Ernährung und beim Umweltschutz, aber die Gesellschaft will es wohl so.

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Ich sehe jetzt keinen Sinn in deinem Whataboutism.
              Ich bin weder Vegetarierin noch Veganerin, aber ich esse deutlich weniger Fleisch als früher, und ich sehe keinen Grund, warum ich das wieder ändern sollte.

              • Reinhard Seevers sagt

                DAS ist eben KEIN whataboutism.
                Es ist immer die gleiche retorische Ka.ke in solchen Diskussionen.
                Dialektik heißt These, Antithese, Synthese.
                Deine These ist, die Gesellschaft will es so. Meine Antithese ist, die Gesellschaft ist ein Heuchler.
                Die Synthese daraus ist kein whataboutism, sondern, die Frage, was und wer wirklich einen gesellschaftlichen Willen bestimmt.

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    • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

      Herr Beringmeier vom WLV hat ja die Erkenntnis das jetzt jegliches Diskutieren mit dem Lebensmittelhandel “sinnlose Zeitverschwendung” ist. Endlich, ein Geistesblitz bei diesen Leuten. Es ist nichts mit ” …wir wollen ja mehr Tierwohl, wenn es der Verbraucher bezahlt …”.
      Jegliches Gerede darüber und auch mit Özdemir ist Zeitverschwendung. Jeder, auch die Landwirte sollten überprüfen an welcher Stelle auf dem Wahlzettel das Kreuz gemacht wurde.

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      • Ferkelhebamme sagt

        Gerade nach solchen Aussagen muss man den Handel festnageln und sich nicht beleidigt zurückziehen! Mosa behauptet, dass ITW Budget sei noch nicht ausgeschöpft. Warum gibt es dann gerade einen Aufnahmestopp? Zig Bauern haben investiert und wollen teilnehmen. Freie ITW-Schweine ohne festen Schlachter-Vertrag finden gerade keine Abnehmer (ein Bekannter hatte einen Anruf vom Händler: “Hast du noch Schweine?” “Ja” “ITW?” “Ja” “Nee, dann nicht…”)
        Wer macht nochmal bei 5xD nicht mit?
        Welches Fleisch ist in EDEKAs Wurst? Ausschliesslich deutsches? Wer verkauft denn gerade die vermehrt importierten holländischen Schweine, weil sie so schön billig sind? Wer verkauft chilenisches Filet?
        Aber da sie ja jetzt Hybrid-Wurst mit 50% Gemüse (deutsches oder billig auf dem Weltmarkt eingekauft?) verkaufen, klappts auch mit dem Greenwashing.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Letzte Woche beim Lieblingsitaliener: Iberico mit grünem Spargel und Parmesan.
          Wann hat es das gegeben, dass ein Italiener spanisches Schwein anbietet? Bei Rewe gab es ebenfalls Iberico im Angebot…ist doch merkwürdig, dass spanisches Schwein in großen Mengen hier plötzlich als Qualitätsfleisch so billig daher kommt….Nachtigall ick hör dir trapsen.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Ob es beim Italiener tatsächlich um Iberico handelt ist fraglich, Metro verlangt 15 Euro je KG Schweinehals am Stück, im Angebot. Unser nächstes Edeka 30 Euro im Angebot.

            • Inga sagt

              Also verdient Edeka 100% daran, was bilden die sich denn ein?

              Sind die was besseres%

        • Limes sagt

          irgendwie ist doch die Forderung von Mosa und die Edeka Hybridwurst nachvollziehbar. Kaufleute und Verarbeiter habe schon immer ihre Marge durch panschen und strecken von Rohprodukten verbessert.
          Hat doch schon kürzlich wieder bei Getränken funktioniert. Man nehme ca 100 g Haferflocken füge einige geheime E Stoffe hinzu und verdünne es mit 1 l Wasser und schon hat man ein teures Getränke im Regal mit einer hohen Marge. Begleitet wird das ganze durch Medien und Politik Kampagnen.
          Die Hybridwurst ist dann die logische Konsequenz enthält sie doch nur 50% Wurst und wird ergänzt um 50% Gemüse. Wie hoch ist nochmal der Wassergehalt von Wurst und vor allem von Gemüse? Die Verarbeitung von soviel Wasser in hippe Endprodukte ist natürlich ausgesprochen aufwendig deshalb haben sie ihren Preis😉 Ja und für viele Verbraucher ist es auch bequemer denn sie müssen nicht Wurst und Gemüse seperat zubereiten oder Hafer mit ihrem Leitungswasser verdünnen.😉 Ach ja und NGO`s können durch ihre Unterstützung auch noch finanziell profitieren da man sie als Referenz nutzt. Lupenreines win/win.

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    • Inga sagt

      Was hat der EdekaCFhef das zu fordern?

      Wenn er Gemüsewürstchenverkaufen will, dann kauft REWE vielleicht Fleischwürstchen.
      Die Bauern sind doch dem Edeka seine Bediensteten, was bildet de rsich den ein. Hat der auch was zu sagen?
      Der kann nur sagen, die Kunden fordern immer mehr Gemüsegrillwürstchen.
      aber sonst nichts. Er brachst ja noch nicht mal den Bauern ihre Schlachttiere abzukaufen.

      Der Bauer merkt selbst wenn er Saubohnen für Kunstfleisch anbauen kann, weil es vom Markt verlangt wird. Na ja, vielleicht noch mit einem finanziellen Reiz!

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  7. Obstbäuerin sagt

    Wenn man sich die Termine anschaut, könnte man auf die Idee kommen, es wären welche vom Umweltministerium. Die Verortung der agierenden Personen aus dem Landwirtschaftsministerium in der Umweltpolitik überlagert ihre eigentliche Arbeit dermaßen, dass die Frage erlaubt sein muss: Und wer setzt sich jetzt für die Landwirtschaft ein?

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  8. firedragon sagt

    Was soll er liefern und warum?
    Es läuft doch alles nach Wunsch.
    Schweinehaltung ist in dem bisherigen Umfang nicht mehr gewünscht. Einzelbetriebe geben die Haltung auf, was ganz wunderbar ist, da werden teure Ausstiegsprogramme nicht benötigt.

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  9. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Özdemir ist wohl -ähnlich wie unsere Pflanzen auch- in eine förmliche Schockstarre verfallen!?

    Wir werden nach derzeitigem Stand europaweit 10-14 Tage früher in Gegenüberstellung zu 2021 -und da verzeichneten wir bereits eine frühzeitige Ernte- unsere (Mager-)Mengen einfahren. Pro Bodenpunkt eine Dezitonne als Faustregel dürfte heuer weitgehend Geschichte sein. Zunächst mutet das auf kurze Sicht eher positiv an, wenn ein leerer Markt sodann zügig mit Anschlussware beschickt werden kann. Wann aber sind diese “marginalen” Mengen wiederum aufgebraucht!? Oktober-November-…!?

    Mit Eisenbahnwagons stopft man aktuell die heimischen Läger voll; Sonderware, die für Afrika bestimmt war. Özdemir hat mithin jetzt seine absolute “Stressphase” – Entsprechen selbige Erzeugnisse überhaupt unseren filigran perfektionierten “Einheitsbedingungen des Deutschen Getreidehandels”!? Eine gewisse Aufgeregtheit dürfte dahingehend Herrn Holzenkamp selbst ereilen…

    Aktuell hegt man allerdings alleinig Bestrebungen, unsere Erzeugerpreise gewaltsam auf Talfahrt zu schicken – das kostenlastig explosionshaft ins Kraut geschossene Düngerwunder ist ausgebracht, der nicht billige Pflanzenschutz eingekauft, hoffentlich ausreichend Dieselvorräte für die Ernte gebunkert, dabei alles bezahlt – super, endlich kann man diese gepeinigte Verkaufsfront vollkommen neu justieren, ohne Gnaden walten zu lassen. Der Zeitpunkt ist genial.

    Unseren Wettergott hat man dabei überhaupt mal erst gar nicht auf dem Flimmerbildschirm – warum auch, es gilt ja bereits mehr als genug “Nebenkriegsschauplätze” zu befrieden. Also macht man mal die eigene Rechnung ganz ohne den Wirt auf…

    Wenn man Özdemir und seinen Staatssekretär/en:innen eines attestieren muss, so die Erkenntnis, dass Mann/Frau mit einem zielführenden Krisenmanagement haltlos überfordert ist, beinahe könnte Özdemir einem schon leid tun, würde es für den deutschen Bauernstand jetzt nicht derart brenzlig, dabei bitterernst.

    Schlimm ist mittlerweile, von nicht wenigen Kollegen vernehmen zu müssen, dass sie an einer Zwangsverwaltung eben dieses Bauernjammertales einfach nicht mehr teilhaben möchten. Es schwindet schlichtweg die Energie rasant, diesem enormen physischen und psychischen Druck noch standhalten zu wollen.

    Wenn immer weniger deutsche Bauern aktiv produzieren wollen und parallel dazu die Transportlogistik infolge des bestialischen Ukraine-Überfallskrieges zu einer grandiosen Herausforderung mutiert, die vielleicht nicht in Gänze zu erfüllen ist, wer macht dann zuverlässig unsere bislang verwöhnten Wohlstandsbäuche in Zukunft satt!?

    Herr Özdemir, wer die Not mit Füßen tritt, wird Chaos ernten!!!

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  10. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Denn sie wissen nicht,was sie tun…..sollen.

    Alles nur populistischer Aktionismus!
    Kostensteigerungen überall , Kostenbremse und Umverteilung als Lösung.

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  11. Brötchen sagt

    Welt ist gerade ein Interview…..vergesst ozdemir, der macht alles nur noch schlimmer!

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  12. Arnold Krämer sagt

    „Liefern“ durch den grünen Landwirtschaftsminister kann doch nur bedeuten, dass noch mehr Sonderregelungen für die deutschen Landwirte die Wettbewerbsfähigkeit im freien EU- Markt noch mehr verschlechtern. Da ist es m. E. tatsächlich besser, wenn er er nichts unternimmt.

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    • Pälzer Buh sagt

      So was nennt man auch Beamten “MIKADO”, wer sich zu erst bewegt hat verloren.

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