Verbraucher
Kommentare 41

Gut miteinander leben

 Brief einer Verbraucherin an FragdenLandwirt

Lieber Bauer Willi – Danke für die Replik zum Echo auf “Liebe Verbraucher”. Dieser Dialog ist dringend notwendig und allen Bauern, die hier ihre Zeit dafür geben, vielen herzlichen Dank. Als Verbraucher hab ich schon einiges gelernt und mich von ein, zwei Dingen gedanklich getrennt – bei anderen (intensive Tierhaltung z.B.) da wird’s schwieriger, aber auch hier will ich erst recht im Gespräch bleiben. Wenn wir uns gegenseitig aufmerksam zuhören bzw lesen, dann kann’s klappen.

Und ich habe schon den Anspruch, die Welt verbessern zu wollen. Nicht die ganze, nicht über Nacht – aber man muss tun was man kann mit dem was man hat. Ein Wort von Verbraucherseite zum Thema “ich kann es mir nicht leisten, bin Leistungsempfänger etc pp” – das ist, mit Verlaub, in 98% der Fälle eine Ausrede. Ich komme aus einem Ballungsgebiet mit Städten, wo die H4-Quote an die Erwerbstätigenquote heranreicht – das ist eine Tatsache und nicht wertend gemeint! Die Gründe, warum ein Mensch “zum Amt” muss sind vielfältig und keiner geht da gerne hin. So. Nichtsdestotrotz verstehe ich es nicht, warum dann gerade geklagt wird, es reicht nicht zum Einkaufen vernünftiger und fair gehandelter Lebensmittel.

Leute, kauft mal saisonal ein!

Kocht mal wieder selbst und zwar in großen Pötten für ein paar Tage im Voraus. Kann heute keiner mehr, macht keiner mehr. “Gemüse durcheinander” haben zuletzt unsere Omas gekocht. War immer saulecker, macht aber zu viel Arbeit – und die braucht man ja für was anderes. Computer zocken z.B. … Kein Klischee, das ist so! Man muss auch tatsächlich nicht jeden Tag Fleisch essen – aber wenn, dann ein “gutes Stück” und was mir auch ganz besonders am Herzen liegt: besinnt euch mal alle wieder auf zwei Dinge: 1) eine gewisse Rückkehr zur Bescheidenheit tut uns allen gut. Kindergeburtstag zum Beispiel … Kann man prima zu Hause mit Frikadellen, Würstchen und bunten Salaten feiern. Und Waffeln/Pfannkuchen, die die Kinder selbst machen dürfen. Kleine Schnitzeljagd, spiele, fertig. Da muss man nicht für teures Geld mit der ganzen Kindergartengruppe zu mäckes… Wir haben früher Feten gefeiert, da brachte jeder was mit… Heute muss es gleich “das perfekte Dinner” sein.


Oder kocht mal mit ein paar Leuten Marmelade und Gelee im Sommer/Herbst. Macht mal “aufgesetzten” es geht, wenn man kreativ ist und ja, ich spreche aus Erfahrung. 2) bitte mal zu hausfraulichen oder hausmännischen Tugenden zurückkehren. Es wird einfach zu viel weggeschmissen. Verwertet mal alles – “Reste essen” kann echt cool sein und Gerichte wie Labskaus, Himmel und Ääd, Eintöpfe und Aufläufe zeugen von der großen Kreativität unserer Vorfahren.

Von den Landwirten wünsche ich mir

1) etwas mehr Aufgeschlossenheit – nicht alle Vegetarier wollen gleich Betriebe abfackeln. Nicht alle Biofreunde sind romantisch verklärt. Diese Seite hier ist ein prima Beitrag.

2) sagt uns Verbrauchern auch mal ehrlich, was wir für euch tun können. Kaufverhalten ändern? Viele sind ja schon Aktions-erprobt. Können wir mal was für euch organisieren? Können wir mal mit euch was gemeinsam machen statt gegen euch zu “aktionieren”? Dann haben wir alle was davon. Sollen wir mal eine Petition mit euch starten? Ihr könnt und wisst alle was, was wir nicht können oder wissen. Und wir Verbraucher haben auch so unsere Qualitäten, die ihr nicht habt. Schwarze Schafe in der Branche sind für niemanden gut – können wir hier mal gemeinsam was machen? Was braucht ihr da von uns? Und ja, kommt in die Kitas und die Schulen! Wir kommen auch gerne mal zu euch. Nur so geht’s meiner Meinung nach.

Wir wollen alle gut miteinander leben.

 

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41 Kommentare

  1. JosefHo sagt

    Gut miteinander leben, beginnt mit einem „ausgesprochenen“ Verhältnis

    Das Katholische Hilfswerk Misereor lud gemeinsam mit der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) und der Katholischen Landvolkhochschule Oesede (KLVHS) am Montagabend LandwirtInnen zu einem offenen Gespräch ein.
    9.02.2015
    Der folgende Link ist die Pressemitteilung von Misereor :

    http://www.misereor.de/presse/pressemeldungen/pressemeldungen-details/article/misereor-und-landwirte-im-dialog.html

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  2. Bauer Hubert sagt

    Und da mein Beitrag von 11:15 irgendwie verschwunden ist, möchte ich nochmal auf den „Fleischatlas“, bzw. BUND eingehen. Wie wir alle wissen, hats der BUND ähnlich wie ihr politischer Arm, die Grünen nicht unbedingt mit der Wahrheit. Während sich der NABU auf praktische Tierquälerei spezialisiert hat (*) gehen BUND und Grüne einen Schritt weiter, und versuchen ihr Geschäft mit Verleumdungen der Bauern und Desinformation von Bürgern, Wählern und Spendern anzukurbeln.
    So hatte der BUND mit folgendem Text versucht, die Bio-Veganerpest den Bauern anzudrehen:
    >>>>>BUND Sachsen: Güllewirtschaft – ein Privileg zum Töten?

    EHEC muss als Warnung ernst genommen werden

    Was der Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Sachsen, Hans-Udo Weiland, schon seit langem befürchtet und in vielen Genehmigungsverfahren immer wieder in die öffentliche Diskussion gebracht hat, ist eingetreten. Lebensgefährdende Bakterien, die mit der Gülle auf landwirtschaftliche Flächen gelangen, sind offensichtlich gegen herkömmliche Antibiotika re-sistent geworden und verursachen schwerste, zum Teil tödlich verlaufende Erkrankungen beim Men-schen.

    Für Fachleute ist der Mechanismus der Infektion klar. EHEC wird von Tieren in industriellen Massen-tierhaltungen mit dem Kot ausgeschieden und mit der Gülle auf die Äcker ausgebracht. Die Tiere selbst erkranken nicht. Glyphosat wie es in dem in der Landwirtschaft häufig eingesetzten Herbizid Roundup enthalten ist, zerstört die Bodenlebewesen, die damit nicht mehr in der Lage sind, die gefährlichen E-HEC-Bakterien unschädlich zu machen. Die Killerbakterien überleben also in großer Zahl sogar über Frostperioden hinweg und gelangen mit den später angebauten Ackerfrüchten in die menschliche Nah-rungskette. In den Medien behaupten dann Vertreter der konventionellen Landwirtschaft scheinheilig, EHEC habe mit Gülle nichts zu tun, weil Gemüse nicht mit Gülle gedüngt wird. Das ist zwar richtig, gleichzeitig verschweigen sie aber, dass die Gülle bereits vor der Aussaat oder Pflanzung des Gemüses auf die Ackerflächen ausgebracht und in den Boden eingearbeitet wird.

    Würde die Gülle endlich als Sondermüll, was sie tatsächlich ist, betrachtet und dementsprechend ent-sorgt werden, brauchten nicht erst Menschen zu sterben und Hunderte mit schmerzhaften blutigen Durchfällen in Angst und Schrecken versetzt werden. Gülle muss sofort der verlogene Status als Wirt-schaftsdünger aberkannt werden, der für viele gewissenlose Landwirte Legitimation ist, die Natur zu schädigen, die Umwelt zu verseuchen und jetzt auch noch Menschenleben in ernste Gefahr zu bringen.

    Verbraucherministerin Aigner muss endlich verhindern, dass aus der konventionellen Landwirtschaft in Deutschland ein Privileg zum Töten wird. Wenn wir nicht aufhören, Lobbyinteressen in der Landwirt-schaft zu bedienen und nicht endlich die warnenden Stimmen vieler Wissenschaftler ernst nehmen, brauchen wir uns über ein kollabierendes Gesundheitssystem nicht mehr zu wundern.

    BUND Sachsen e.V.
    Hans-Udo Weiland
    Landesvorsitzender
    Fon: 03423 60 84 24
    weiland@bund-sachsen.de <<<<<

    Oder ganz ähnlich, der Bundesagrarlügner der Grünen, Friedrich Ostendorff. Die Wahrheit im Hinterkopf, und die Lügen bestens einstudiert:
    http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.bad-duerrheim-horrorszenario-schockt-zuhoerer.3b5bf5fb-0b6c-4743-800a-8ac2c62f9916.html

    Im übrigen ist mir aus der politischen Laufbahn von Ostendorff noch kein ungelogener Satz begegnet. Scheint dort zum Geschäft zu gehören.

    Die diesjährige BUND-Verleumdungskampagne wurde übrigens mit dem "Bodenatlas" eingeläutet. Wer glaubt, der BUND verfasse einen einzigen Satz, der nicht zur Täuschung motiviert ist, irrt.

    Zu NABU: (*) https://www.google.de/webhp?sourceid=chrome-instant&rlz=1C1AVSA_enDE463DE477&ion=1&espv=2&ie=UTF-8#q=nabu%20heckrinder

    Der NABU macht im Übrigen auch mit ganz besonderen Geschäftsmodellen auf sich aufmerksam:
    http://www.topagrar.com/news/Energie-Energienews-Die-merkwuerdigen-Methoden-des-Nabu-1064279.html

    Wer mit solchen Leuten zusammen arbeitet, oder deren Arbeit schönt, hat meiner Ansicht nach das Recht verwirkt, sich Bauer nennen zu dürfen

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    • Biobauer Andreas sagt

      Bauer Hubert,
      für mich ist die Diskussion mir Dir an dieser Stelle erledigt, inwieweit Du hier gegen Spielregeln der Seite verstösst, mögen die Admin´s beurteilen.

      Wenn jemand über einen demokratisch gewählten Politiker schreibt,

      Zitat „der Bundesagrarlügner der Grünen, Friedrich Ostendorff. Die Wahrheit im Hinterkopf, und die Lügen bestens einstudiert:…Im übrigen ist mir aus der politischen Laufbahn von Ostendorff noch kein ungelogener Satz begegnet. Scheint dort zum Geschäft zu gehören.“

      Dann diskutiere ich nicht weiter, egal welcher Partei der beleidigte Politiker angehört. Ich kann nur jedem empfehlen, nicht nur mit Bauern zu reden, sondern auch mit Politikern, z.B. in Bürgersprechstunden.

      Bauer ist sicher kein einfacher Beruf, ich mache ihn gerne. Politiker möchte ich nicht sein, und Kommentare wie dieser bestätigen das.

      Was aber wäre unser Land, unsere Demokratie, ohne Politiker?

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    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo,
      jetzt melde ich mich als Administrator der Seite und rufe hier mal öffentlich dazu auf bei der Diskussion sachlich zu bleiben.
      Wir sind hier für Dialog,
      aber Unterstellungen oder Beleidigungen werde ich nicht dulden.

      Und Hubert, einen Tipp meinerseits:
      Du postest Veröffentlichungen vom BUND hier auf dieses Seiten.
      Ich bin auch kein Freund von diesen Veröffentlichungen.
      Würde der BUND hier seine Adresse und Telefonnummer posten würde ich das sofort löschen, wegen Eigenwerbung.
      Aber DU als Bauer, der dagegen ist, postest das und verbreitest es. Nicht der BUND.
      Weisst Du da eigentlich was Du da machst? Du machst Werbung für diejenigen, welche Du eigentlich verhindern willst.

      Bleibe bitte bei den Argumenten.

      Alois

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      • Bauer Hubert sagt

        Hallo Alois Wohlfahrt,

        es ist mir ein wichtiges Anliegen, immer bei der Sache zu bleiben. Eine Werbung für den BUND kann ich in meinem Kommentar nicht erkennen. Der Text ist eine 1:1-Kopie aus dem Internet-Auftritt des BUND. Um das ganze authentisch rüber zu bringen, samt Adresse und Telefonnummer.
        Der Verfasser des Textes ist inzwischen zu höherem berufen – der Herr möge ihm gnädig sein. Wenn man abergläubisch wäre, müsste man glauben, dass seine schwere Krankheit als Sanktion seines Lebenswerks galt. Ich bin weder gläubig, noch abergläubig.

        Ich finde es schade, wenn sich Biobauer Andreas aus der Diskussion zurück zieht, nur weil ich Ostendorff als „Bundesagrarlügner der Grünen“ bezichtige, denn so nachweislich wie Ostendorff im Vorsatz lügt, so nachweislich habe ich die Wahrheit geschrieben.

        Politiker ist bestimmt kein einfacher Beruf, egal welcher Partei, aber so gehts eben nicht. Die Grünen sind jetzt in einer Größenordnung, wo sie endlich mal darüber nachdenken sollten, zumindest parteiintern mir einzelnen wahren Sätzen zu beginnen. Es muss ja nicht gleich nach außen getragen werden, aber irgendwann sollten auch sie ihre Wähler behutsam an die Wahrheit heranführen. Bis jetzt ist noch keine Bemühung erkennbar.

        Hofreiter ist Doktor der Naturwissenschaften. Mit seiner Ernennung zum Parteichef lässt sich eine Tendenz ablesen, dass innerhalb der Partei ökologische, und möglicherweise auch mal landwirtschaftliche Kompetenz aufgebaut werden soll. Es besteht daher Hoffnung, dass sich die Parteispitze nicht mehr dauerhaft hinter ihrer fachlichen Inkompetenz verstecken kann. Hofreiter wird in ferner Zukunft zu den Verleumdungen der Bauern Rede und Antwort stellen müssen, wie sie in Vergangenheit zu ihren pädophilen Wahnvorstellungen mussten. Vor einem Untersuchungs-Ausschuss kann man nicht einfach „das Gespräch abbrechen“.

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        • Alois Wohlfahrt sagt

          Hallo Bauer Hubert,
          gut, wenn wir bei der Sache bleiben.
          Meiner Meinung nach hätte ein Zitat zum BUND gereicht und es keine 1:1 Kopie gebraucht.
          Zu den „Lügner“ Formulierungen möchte ich sagen, daß ich das hart an der Grenze finde, das ist eigentlich schon nicht mehr sachlich.
          Und zum anderen ist es nicht zielführend, weil der gewollte Dialog durch „persönliche Verletzungen“ beschädigt wird.
          Hier gilt die goldene Regel: „Was du nicht willst, das man dir tu‘, das füg auch keinem andern zu.“

          Alois

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          • Bauer Hubert sagt

            Guten Morgen Alois,

            so sehe ich das auch! Aber nicht das allein ist für mich ein Grund, niemals bewusst die Unwahrheit sagen.
            Also ich persönlich finde, und das ist auch meine Auffassung von Recht, dass man Lügner auch als Lügner bezeichnen sollte – insbesondere dann, wenn wie beispielsweise wie beim BUND und bei den Grünen mit größter Absicht und wiederholt gelogen wird.
            Wissen Sie, mir persönlich ist es egal. Ich falle ja nicht drauf rein. Die Geschädigten sind gutgläubige Bürger, Wähler, Spender und Konsumenten – denn anders als die Grünen und deren nahestehenden Umweltschutzverbände haben die zumeist keine schlechte Absicht im Hinterkopf.

            Genau deshalb möchte ich noch einmal Ihren Leitspruch, der auch meiner ist, wiederholen:
            „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg auch keinem andern zu.“

            Als Bauer begleitet einem dieser doch durch das ganze Leben. Man steht jeden morgen auf, und versucht seine Arbeit noch ein bisschen besser als am Tag zuvor zu machen. All diese Bemühungen haben die erfreuliche Entwicklung der Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten zu Tage gebracht. Abends nach Feierabend freut man sich über den erfolgreichen Tag, um dann vor oder nach den Nachrichten noch ein paar Verleumdungen von wem auch immer konsumieren zu können. Die Fortschritte der Landwirtschaft und Ernährung der vergangenen Jahrzehnte könnten ganze Abend-Programme füllen – der Verbraucher hat keine Chance, von dieser Glanzleistung zu erfahren.
            Daran etwas zu ändern ist meine Anstrengung, wie auch Ihre. Meiner Ansicht nach führt kein Weg daran vorbei, den Menschen auch den unangenehmen Teil der Geschichte zu erzählen – und da führt kein Weg daran vorbei, die Lügner und Hetzer beim Namen zu nennen. Wichtig ist dabei nur, alles zweifelsfrei untermauern zu können, um bei einer allfälligen gerichtlichen Auseinandersetzung nicht nur als Sieger hervor zu gehen (Es geht dabei nicht um den „Sieg“ einer einzelnen Person, sondern um den der Wahrheit und der Rechtsstaatlichkeit), sondern um einen „Erdrutsch“ auszulösen. Das was die Grünen und ihre Verbündeten mit den Bauern treiben, hinterlässt bei den Bauern mindestens so tiefe Wunden, wie bei den Opfern der früheren grünen Kinderschänder-Politik.

            Schöne Grüße,

            Hubert (der jetzt Scheeverwehungen beiseite schieben geht)

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    • Bauer Willi sagt

      Lieber Bauer Hubert
      diese Seite heißt: frag den Landwirt und jeder, wirklich jeder darf hier seine Meinung sagen. Ich habe keine ideologische Scheuklappen, gehöre keiner Partei an und werde mich öffentlich nicht politisch äußern. Mir geht es um eine ehrliche und offene Kommunikation mit dem/den Verbraucher(n). Wenn die diese Auseinandersetzung hier lesen, ist das nicht förderlich. Ich werde auch keine Wertung nach dem Muster: „da sind die Guten, da die Schlechten“ abgeben. Mir ist der Biobauer genau so lieb wie der konventionelle. Beide bemühen sich anständige Nahrungsmittel zu erzeugen. Beide! Jeder soll sich auch so ernähren wie er es für richtig hält. Ich bin kein Missionar und fände es gut, wenn die missionarischen Kommentare hier unterbleiben würden.
      Bauer Willi

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      • Biobauer Andreas sagt

        Lieber Willi,
        ich stimme Dir ausdrücklich zu. Ich setze mich gerne mit Hubert auseinander, über Gülle, MRSA, Botulismus und das ohne selbst akitv Grüner zu sein. Aber als Anhänger der grünen Agrarwende. Als ehemaliger Kreisvorstand des BUND kann ich sicher auch dazu was sagen usw…

        ABER…

        eben nicht hier. Das soll eine Plattform sein, wo Verbraucher fragen und Landwirte antworten. Und ich begrüsse sehr, dass verschiedene Landwirte auch unterschiedliche Antworten anbieten.

        Aber wenn wir uns hier schwer vermittelbare Vorwürfe, bzw. Fakten um die Ohren hauen, dann sind die Verbraucher weg und das kann keiner wollen.

        Es geht nicht um missionarische Antworten, sondern jeder hat seine Argumente, doch sollte sie anlassbezogen sein, als durch Verbraucherfragen veranlasst.
        Biobauer Andreas

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      • Bauer Hubert sagt

        Liber Bauer Willi,

        zu einer ehrlichen und offenen Kommunikation mit dem Verbraucher gehört auch die Wahrheit. Dass die Situation verfahren ist, ist mir klar. Aber wir können uns nicht permanent für das entschuldigen, für was wir von Grünen, und grünen NGOs zu unrecht in den Dreck gezogen werden.

        „Wir machen Euch satt“ war die Antwort auf „Wir haben es satt“(whes). Die Trägerschaft von „whes“ hat es durch Verleumdungen geschafft, 50.000 Menschen, von denen bestimmt fast die Hälfte keine schlechten Absichten hat, gegen die beste, ökologischste und gesündeste Landwirtschaft der Welt und aller Zeiten auf die Straße zu bringen. Das muss einem doch zu denken geben – insbesondere dann, wenn sich Politiker als Landwirtschafts- und Umweltgegner dazugesellen, und gleichzeitig Forderungen aufstellen, die nicht nur in eine ökologische, sondern auch in eine humanitäre Katastrophe führen würden. Dass sie dabei auch noch von Medien sehr bewusst unterstützt werden, erinnert schon ein wenig an die dunkelsten Zeiten unseres Landes.

        Um tagesaktuell zu bleiben, hier die heutige Verleumdung des SWR:
        http://www.swr.de/marktcheck/milch-mythen/-/id=100834/nid=100834/did=14785568/4yq7oj/index.html

        Muss eine Kuh wirklich „Biomilch“ geben, um einmal in ihrem Leben Tageslicht gesehen zu haben? Mit dieser Verleumdung der Bauern provoziert der SWR nicht nur die Bauern, sondern verhöhnt den Zuseher als absoluten Volldeppen. Es bedarf schon eines enormen Ausmaßes an Dreistigkeit, dem Zuseher so eine Lüge aufzutischen. Man ist sich zu sicher, dass eh keine Gegenreaktion kommt, denn schon morgen könnten die Bauern von der nächsten BUND-Verleumdungs-Kampagne abgelenkt sein. Nötigenfalls schreibt halt topagrar eine unhaltbare Unterstellung in den Leitartikel „Thema des Monats“ auf Seite 3.

        Das kann alles sein, und ich gönne jedem sein Geschäft. Propaganda war noch nie sachlich. Nur meiner Meinung nach sollten sich die Bioverbände eher auf der Seite der Bauern positionieren, als bei den Bauernhassern und Lügnern – so meine Meinung.
        Ein Miteinander ist nur möglich, wenn man sich nicht gegenseitig in der Rücken fällt – das liegt auch im Interesse der Verbraucher. Und für zahlreiche Biobauern wäre es bestimmt erstrebenswert, auf die eigenen Stärken hinweisen zu können, und nicht nur auf täglich frisch erfundene Schwächen der konventionellen Kollegen.

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  3. Bauer Hubert sagt

    Falls „Biobauer Andreas“ also doch Bauer sein sollte, müsste man ihn fragen, wieviele Menschen er pro Hektar von seinem Betrieb ernähren kann?
    Weiters müsste man ihn fragen, wie er sich als mutmaßlicher Selbstversorger ohne Tiere vegetarisch ernähren möchte?

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    • Biobauer Andreas sagt

      Das kann man den Biobauern Andreas fragen! Er kann auch darauf antworten… Aber das gehört m.E. nicht auf diese Seite, sonst kommt wieder Friedrich mit dem Vorwurf der „Selbstdarstellung“ Für Fragen findet man ein Facebook Profil unter Biobauer.Andreas

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  4. Bauer Hubert sagt

    @Biobauer Andreas,

    ja, man kann sich auf alle möglichen Arten ernähren. Der Abstrusität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

    Ökologie, Ehtik und Welthunger sind ganz andere Themen. Da sollte man sich schon ein wenig mit befassen, wenn man mitreden will.

    Vegetarismus beispielsweise halte ich ethisch für unvertretbar. Natürlich kann sich in der bunten Vielfalt der Welt vegetarisch ernähren – aber sollte dann eben nicht grad den „Ethischen“ raushängen lassen. Man stelle sich nur mal, es würden sich alle Menschen vegetarisch ernähren, wieviele Millionen Tonnen an Fleisch, die bei der Produktion vegetarischer Nahrungsmittel entstehen, dann jährlich entsorgt werden müssten?

    Und natürlich ist Futterverwertung eine Art von Ökologie! Bei Wiederkäuern spielts zwar eine untergeordnete Rolle, aber trotzdem.
    Zieh mal den Vergleich mit Schweinen mit Biogetreide.

    Biogetreide hinterlässt ja schon jedes einzelne Korn den doppelt so tiefen CO2-Fussabdruck und hat in der Regel mindere Qualität. Halbiert sich die Futterverwertung auch noch, hinterlässt ein Kilo Bio-Schweinefleisch schon so den 4x schlechteren Fussabdruck in der Produktion. Rechnet man dann noch ineffizientere und längere Vermarktungswege hinzu, kann das bis zum Faktor 8 und darüber hinaus gehen. Du kannst dir selbst ausrechnen, wieviele ökologisch- und qualitätsbewusste Verbraucher es bedarf, um den Fussabdruck eines Bio-Konsumenten auszugleichen? Ach ja, und Kaftfutter kann der Mensch natürlich auch nicht „fressen“ – da sind Tiere besser geeignet, und gut in die Ration gemischt, gibts auch keinen Streit, wer nen Brösel mehr davon erwischt.

    Welthunger ist ein weiteres Problemfeld. An Lebensmitteln im Bereich der Produktionskosten mangelt es auf der ganzen Welt nicht, aber an Menschen, die sich der Produktionskosten von Nahrungsmitteln leisten zu können. Um diese Situation zu zementieren gibts in jedem Hungerland nen Despoten, und als ob das nicht schon genug wäre, oft Misereor und „Brot für die Welt“ dazu – Hunger ist ihr Geschäftsfeld – ohne Hunger keine Spenden. Du erkennst ihre Arbeit oft daran, dass sie sich mit aller Kraft dafür einsetzen, eine moderne, leistungsfähige und ökologische Landwirtschaft nach westlichem Vorbild im Keim zu ersticken.

    Nix für Ungut Andi, aber so einfach, wie sich ein Veggie die Welt vorstellt, ist sie nun doch nicht…..

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    • JosefHo sagt

      Lieber Hubert,
      also wie kommst du darauf das der CO² Fußabdruck doppelt so hoch ist? Das ist schnell gesagt, nützt aber nichts wenn es nur eine plakative Vermutung ist.
      Man kann es eigentlich nicht so pauschal sagen, weil die Unterschiede zwischen den Betrieben i d R fast größer sind, als z. B konv. versus Bio.

      ( das hängt mit so komplizierten Faktoren wie Lachgasausstoß usw. zusammen)
      Dennoch solltest du aber dann das Sojaschrot auch erwähnen, Regenwaldabholzung etc.

      Meiner Meinung nach liegt die Lösung auch sehr unspektakulär irgendwo dazwischen,
      Fleisch ja, aber dann bei weitem keine 60kg/ pro Jahr.

      .

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      • Biobauer Andreas sagt

        Lieber JosefHo,
        mit Hubert zu diskutieren können wir uns sparen, er ist uns hoffnungslos überlegen, da wir uns noch nicht „ein wenig damit befasst haben“ (bei mir 35 Jahre!) und ich mir als Veggie „die Welt ganz einfach vorstelle“.
        Mir wird ja manchmal, vielleicht zurecht, Überheblichkeit vorgeworfen, aber Bauer Hubert kann und will ich nicht das Wasser reichen.

        Es macht auch hier keinen Sinn die Fleischdiskussion zu führen und Hubert die Fakten mit Quellenlinks um die Ohren zu hauen, von FAO, WHO, und mit dem Fleischatlas darf ich ihm auch nicht kommen, Anita Idel ist für ihn Gift …

        Euch allen einen Schönen Tag!

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        • Bauer Hubert sagt

          Vielleicht möchte uns Biobauer Andreas erklären, wer denn das Fleisch essen soll, welches bei der Produktion seiner vegetarischen Nahrungsmittel mit entsteht?

          Was den Fleischatlas angeht, weiß er ja bestimmt selber, aus welcher Ecke der kommt? Nix für Ungut, aber mit „braun“ hab ich nichts am Hut!

          FAO und WHO stützen sich auf manipulierten Daten, ohne es selbst zu bemerken. Was er wohl damit will?

          Ach ja, trotzdem noch was zum „Fleischatlas“:
          http://www.keckl.de/texte/Anti%20Fleischatlas%20Georg%20Keckl.pdf

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        • Friedrich sagt

          Lieber Andreas, lieber JosefHo,
          dann sollten wir an dieser Stelle auch auf die hervorragenden Informationen über die tatsächliche Faktenlage des BUND-Fleischatlasses von Georg Keckl hinweisen, siehe http://www.keckl.de/ – da wird vom BUND nämlich vieles durcheinandergebracht.
          -> Lieber Mitleser – glauben Sie nicht alles, was von solchen NGOs verbreitet wird…
          Und die Medien schnappen alles auf, das nennen die dann auch noch „Qualitätsjournalismus“.
          VGr

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          • Biobauer Andreas sagt

            Friedrich,
            dann schauen wir uns an einem kleinen Beispiel an, wie seriös Georg Keckl argumentiert, Seite 2 unten, Zitat:
            „Bio ist nach den Grundgedanken der Kreislaufwirtschaft stärker als konventionell auf eine Tierhaltung angewiesen, weshalb nicht zuletzt der DEMETER-Bio-Verband eine Tierhaltung sogar vorschreibt.“

            Das ist klassische Logik Marke „Ex falso sequitur quodlibet“ – „Aus Falschem folgt Beliebiges“.

            Bio ist doch nicht auf Tierhalung angewiesen, weil es Demeter aus ideologischen (oder präziser okkulten) Gründen in den Richtlinien vorschreibt.

            Allein dieses Beispiel zeigt, dass Georg Keckl keineswegs den angemahnten Qualitätsjournalismus betreibt.

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            • Kommentaro sagt

              Das ist so nicht richtig. Denn Keckl weist zu Recht darauf hin, das Demeter Vorschriften deshalb die Tierhaltung als obligatorisch betrachten, damit der Hof quasi autark ist und keine Zubringungen von Aussen nötig sind. Es ist also genau so wie Keckl es angesprochen hat, das Demeter das Kreislaufkonzept kennt. Demeter selbst schreibt dies im anthroposophischen Sinne als einen metaphorischen Körperkreislauf, der sich selbst erhalten können soll.

              Es gibt mehr Kritik am verlogenen Fleischatlas
              http://www.oneworld.at/start.asp?ID=257077

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  5. Bauer Hubert sagt

    Es gibt sie noch: Die Verbraucher, die sich Gedanken machen. Dass leider genau diese Menschen besonders anfällig auf die Verleumdungen und Verdrehungen der „Satthabenden“ sind, wird man wohl so hinnehmen müssen.
    Auf der einen Seite, wird ein Stück Fleisch von einem schlecht versorgten Tier (mit schlechter, unökologischer Futterwertung) als ein qualitativ besonders gutes Stück bezeichnet. Auf der anderen Seite wird von den selben Kämpfern schlechte Futterverwertung angeprangert. Man hört dann die altbekannte Formel von Futterverwertung Getreide zu Fleisch von 16:1, wo selbst extensivste Biobetriebe zig mal besser abschneiden.
    Das Schimpfwort „Intensive Tierhaltung“ wird immer gern verwendet, obwohl es gerade (und nur) dort gelingt, Ökologie, Ökonomie und Tierschutz zu vereinen.
    Dann redet man von „saisonal“. Fleisch- und Milchprodukte sind nicht saisonal, und verbinden die Vorteile von Regionalität, Kreislaufwirtschaft und Verfügbarkeit. Zum Erhalt der Umwelt bedarf es keiner Bioäpfel aus China, Biokartoffeln aus Ägypten, Palmfett aus dem ehemaligen Lebensraum von Orang Utans, Rosen vom Aralsee, Bananen und Orangen aus Ländern, wo den Menschen selbst das Nötigste fehlt. Und mit eingeflogenen Blattsalaten kann man die Welt auch nicht retten. Ernährungsphysiologisch kann man das Selbe erreichen, wenn man die gestrige Zeitung mit einem Dressing versieht.

    Sich ökologisch zu ernähren bedarf keines besonderen Leidenswegs. Man kann auch was Gutes für die Umwelt tun, wenn auf einen höheren Anteil an tierischen Produkten gesetzt wird. Für mich gehören ganz selbstverständlich zu 21 Mahlzeiten in der Woche tierische Produkte.

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    • Biobauer Andreas sagt

      Bauer Hubert,
      man kann sich auf gut fleischlos ohne jede Importprodukte ernähren! Kartoffeln, Nudeln und Getreide sind eben auch nicht saisonal. Ich habe auch noch nie eingeflogenen Blattsalat gesehen, im Winter gibts bei mir lecker Rüblisalat, Krautsalat, Chicorree, Rote Bete usw.

      Ökologie und Ethik bzgl. Welthunger ist auch nicht zuerst eine Frage der Futterverwertung, sondern des Futters an sich. Ein Bioweiderind mag eine schlechte Verwertung haben, isst aber nur Gras, kein Mais, kein Kraftfutter. Da der Mensch eher kein Gras isst, frisst dieses Tier keinem Menschen das Essen weg und für massvollen Fleischverzehr, sprich Sonntagsbraten reicht das allemal.

      Wenn Du 3 * am Tag Fleisch essen magst, mache das, on das gesund ist, wird Dein weiterer Lebensverlauf zeigen.

      Gruss vom vegetarischen Biobauern

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  6. Stange, Diana sagt

    bezüglich „Brief einer Verbraucherin an FragdenLandwirt“
    Endlich der richtige Kommentar dazu. Denn eins muss Bauer Willi nicht, zurück rudern! Die Aussage war hart, aber mehr als überfällig, es gibt keine Entschuldigung, es ist so. Aber nur mit einem Verbot würden wir die Verbraucher dazu bringen, anders zu essen. Wer braucht jeden Tag Fleisch, Kuchen, Brot. Jeder der H4 empfängt genauso wenig wie alle anderen. Esst mal alle etwas weniger, verhungern tut keiner und ein Sonntagsbraten gehört nicht in die Woche, dann ist uns allen geholfen, dann können wir wieder Qualität produzieren. Aber es ist ja nicht gewollt. Monsanto und Co. wollen genau diese Art des Verbrauchers und solange nicht wie auf Zigarettenschachtel mutierende Bilder auf dem abgepackten Huhn e.c. kleben, wird der Verbraucher immer wieder einknicken bis zum nächsten Skandal. Bleibt hart mit euren Aussagen, denn die, die eh so denken, lesen diesen Blog, aber die, die wir erreichen müssen, gucken RTL und lesen BILD. Nur ein Skandal lässt kurzfristig nachdenken. Aber es ist ein Anfang! Ich bin begeistert und werde jeden mit der Nase darauf stoßen.

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    • Friedrich sagt

      Entschuldigen Sie, Frau Stange, ist Ihnen bewusst, was Sie da schreiben? Sie wollen die den Verbrauchern verbieten, frei darüber zu entscheiden, was sie einkaufen wollen? Soll es mit Hilfe von Lebensmittelmarken umgesetzt werden? Und was soll der Vergleich mit den Bildern auf Zigarettenschachteln? unsere Lebensmittel sind – aller Kritik zum Trotz – niemals mit gesundheitsschädlichen Sinnlos-Produkten wie Zigaretten zu vergleichen.
      Mir kommt es vor, als erheben Sie sich über die „dummen Verbraucher“ – was soll das? Sind Sie ein Übermensch, der es besser weiß als die minderwertigen RTL-Kucker und Bild-Leser ?

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      • Bauer Willi sagt

        Hallo Friedrich, hallo Diana
        Zum Thema Bild-Zeitung: Die Express (etwa auf dem Niveau von Bild) hat einen Artikel veröffentlicht „Bauer Willi regt sich über uns Verbraucher auf“. Und dann kommt weiter: (sinngemäß) „Hat er nicht recht? Sind wir Verbraucher mit unserem Konsumverhalten nicht selber schuld“. Und drucken dann den Brief in voller Länge ab. Wer hätte das gedacht! Ich nicht.
        Warte noch auf den Anruf von RTL…. 🙂
        Bauer Willi

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      • Diana sagt

        Hallo Friedrich
        Das war eine überspitzte Darstellung gewiss, aber ich möchte nicht missverstanden werden, daher habe ich mir jetzt für das komplexe Thema richtig Zeit genommen. Ich bezog mich wie gesagt auf den oben genannten Artikel von Marion. Mit dem Verbot meine ich nicht den Verbraucher sondern eine Verschärfung der Rahmenbedingungen, die es Zentrallager und Supermärkten unmöglich machen Dumping und verramschen von landwirtschaftlichen Produkten insbesondere beim Fleisch und Milch zu ermöglichen. Denn nur auf den Verbraucher zu zielen ist kurzsichtig, denn dieser ist es auch und damit meine ich alle Schichten. Wann ist der Verkauf von regionalen und Bioprodukten zum fairen Preis am höchsten? An Festtagen.
        An Weihnachten die Gans vom Bauern, das Mehl für die Kekse, das 50ct Bioei zum Frühstück(aber zum backen die billigen) und bei Skandalen. Warum denkt denn der Verbraucher an grüne Wiesen auf dem Kühe stehen und Hühner picken? Durch die Einlullung in den Supermärkten verspricht die Werbung auf der Verpackung des Broilers grüne Wiesen auf den Hühner laufen und das zum billigsten Preis. Die Eierpackungen, Fleischverpackungen. (Was spricht denn da gegen ein Foto, wie es wirklich aussieht und aufgewachsen ist?) Es gibt sicherlich abschreckende Haltungen in der Produktion der Masthühner z.B. und weniger bis keine. Aber woher soll der Kunde das sehen, was er möchte und nicht möchte? Wenn wir transparenter dem Verbraucher gegenüber treten und er auf der Verpackung sieht, wo sein Fleisch her kommt, dann entscheidet der Verbraucher selbst was ihm wichtig ist und warum Preisunterschiede entstehen. Dann kann auch der Verbraucher nicht mehr sagen, das habe ich nicht gewusst. Es spricht nichts gegen Massentierhaltung ebenso wenig wie gegen Supermärkte, entscheidend ist aber immer das wie und wenn die Regeln nicht EU weit(oder global) klar definiert sind, wird sich nichts ändern, denn der Verbraucher kauft so, wie er kaufen muss( bei Tankstellen klappt es doch auch, getankt werden muss auch, wenn der Preis normal, hoch oder niedrig ist) Lassen wir niedrig weg, kauft der Verbraucher immer noch, vllt anders, bewusster aber das wollen wir doch.

        Der Verbraucher, der im Bioladen kauft, kauft auch auf Höfen, fährt zu Wochenmärkten, aber der Konsument aus dem Supermarkt macht das nicht. Er kauft Bio, obwohl er weiß, dass die Richtlinien nur verschärft aber gegenüber BIO entschärft sind. Aber warum kauft er trotzdem? Weil er denkt, das trotzdem für Umwelt, Tier und Erzeuger faire Richtlinien gelten. Würde man im Supermarkt eine regionale Quote festlegen, würden diese Konsumenten natürlich regional kaufen, weil es der Region zugutekommt und dann könnten auch unterschiedlich große Kartoffeln, krumme Gurken und kleine Äpfel freudig ihren Absatz finden, weil der Verbraucher regional mit Solidarität verbindet und mit Bio gleichsetzt und auch einen höheren Preis dafür zahlt, aber er hat fast nie die Wahl und wenn dann nur genormte Ware. Ist der Bauer X mit seiner Mutterkuhherde regionaler als der Holländer mit seiner Schweinemast, wenn beide im gleichen Ort sind? Wie viel Transparenz wollen wir dann noch, wenn der Verbraucher auf den Bildern sehen kann, wie sein Fleisch gewachsen ist? Die Bedingungen müssen für Umwelt, Tiere und Erzeuger global fest gelegt werden und das kann weder der Verbraucher noch der Erzeuger und schon gar nicht die Politik ändern (obwohl die es müssten). Wir sind alle Verbraucher. Es ist schockierend, wie viele das nicht interessiert.

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  7. Bauer Willi sagt

    Lieber Andreas
    In einem bunten Deutschland ist es gut, wenn wir zwei unterschiedliche Auffassungen haben. Das macht den Dialog doch spannend!
    Was deine Vorschläge angeht: Freitag Abend kommt genau dazu ein weiterer Artikel. Bin gespannt, was du dazu sagst! Ich sage nur: nimm genug Ware mit zum Wochenmarkt…Mehr sag ich jetzt noch nicht 🙂
    Bauer Willi

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    • Biobauer Andreas sagt

      In unserer kleinen Kreisstadt sind wir 4 Biostände auf dem Wochenmarkt und alle zufrieden, wir arbeiten zusammen, tauschen Waren und nicht gegeneinander. Die konventionellen Kollegen versuchen sich zu unterbieten und mit Aldi Preisen mitzuhalten, da fehlt oft das Selbstbewusstsein für die Qualität der eigenen Waren (ok, ich hab manchmal zuviel davon 🙂 )

      Ich wollte ja noch schreiben: „geht weiter demonstieren bei „Wir haben es satt“, das hat jetzt JosefHo übernommen, danke auch dafür!

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      • Müller Renate sagt

        Oh Andreas, auf welchem Wochenmarkt kann man dich finden? Was bietest Du denn an?
        Bei uns haben die meisten Bioanbieter inzwischen ihr Geschäft mangels Nachfrage aufgegeben.
        Die Konkurrenz von Tomaten und ähnlichem war leider viel zu groß.

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  8. JosefHo sagt

    Es ist ein schönes Statement,

    ich versuche jedes Jahr aufs neue mit meiner Teilnahme an der „Wir haben es satt“ Demo im Kollektiv Druck auf die Politik auszuüben.

    Zum Überblick:
    Es wird dort gefordert:
    Fairhandel statt Freihandel, Artgerechte Tierhaltung, Förderung Regionaler Futtermittelerzeugung, Recht auf Nahrung weltweit, Gesundes und bezahlbares Essen für alle, Faire Preise und Marktregeln für die Bauern, Freiheit für die Saatgutvielfalt.

    Sie wollen verhindern:
    TTIP und CETA, industrielle Tierfabriken, Gentechnik auf dem Acker,, Hunger weltweit, Lebensmittelskandale, das Bauernhöfesterben, die Patente auf Pflanzen und Tiere.

    Und liebe Landwirte

    es richtet sich gegen keinen!! von Euch! vielmehr wollen wir, dass es Euch!!, in jetziger Anzahl auch noch in zwanzig Jahren gibt!

    Das was in den wöchentlichen Bauernblättern über die Demo geschrieben wird deckt sich ganz und garnicht mit dem was dort wirklich beabsichtigt wird, und geschieht.

    Der Bauernverband wird gerade mit seinen verstaubten Stukturen soo dermaßen von der vernetzten Öffentlichkeit, ja von der Gesellschaft, (die sich, so wie es sich hier auch zu 98% bestätigt), abgehängt, dass das Umdenken auf allen Betrieben, an allen Fruhstückstischen passieren muss.
    Das ist nicht so einfach zu greifen, aber deckt sich mit der Realität, die auch hier überwiegend gepostet wird.

    Jede Revolution kommt von unten!

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    • Friedrich sagt

      Lieber Josef!

      Leider machst du es dir zu leicht, wenn du meinst, eine Teilnahme an der Demonstration „Wir-haben-es-satt“ wäre eine sinnvolle Aktion und die Forderungen würden sich nicht gegen die meisten Landwirte richten. Beweise es mir doch, dass deine Forderungen meinen Betrieb tatsächlich erhalten können! („Ich will, dass es euch gibt!“)
      Im Gegenteil: Die Liste der Forderungen ist so etwas von unkonkret und z.T. widersprüchlich, was deren Umsetzung in der Praxis wirklich bedeutet. („Fairhandel statt Freihandel“ – „Artgerechte Tierhaltung“) Viele Landwirte, die bei „Wir-machen-euch-satt“ mitmachten, würden sicherlich auch viele der Forderungen mit unterschreiben, sie sehen jedoch inzwischen klarer, nämlich:
      a) dass praktikable Lösungen, das System zu verbessern, niemand in der Tasche hat und die unerwünschten Nebenwirkungen abschätzen kann, (Was bitte ist „Artgerechte Tierhaltung? Darüber streiten doch auch schon die Wissenschaftler?)
      b) Das Risiko jeder Veränderung sollen erst mal die Landwirte eingehen – wann bitte geht der Verbraucher dabei ein Risiko ein?
      b) Die „Non-Profit-Organisationen“, die die Großdemo ausrichten, sind heute leider keine glaubwürdigen Organisationen mehr: Viele NGOs gerieren sich inzwischen wie internationale Fundraising-Konzerne, die aus eigenen Interessen Themen besetzen und Menschen manipulieren, damit diese ihnen wie dem Rattenfänger hinterherlaufen und Geld spenden.
      Besonders dass die Albert-Schweitzer-Stiftung Mitorganisator ist, zeigt doch, dass hier Organisationen agieren, die die Tierhaltung komplett abschaffen wollen. Nennen Sie mir wissenschaftliche Institute, die „bioveganen Landbau“ wirklich gesamtwirtschaftlich untersucht haben! Es gibt genau eine Bachelorarbeit einer vegan lebenden Studentin, die die Nährstoffproblematik und andere Schwierigkeiten aufzeigt. Wie können Bioland und Demeter ZUSAMMEN mit dieser Organisation eine Demo organisieren??? Solch ein Widerspruch! Gerade Biolandwirtschaft braucht die Tierhaltung.

      Die Gesellschaft hat die Landwirte immer vorangetrieben: seit Jahren wird Biolandwirtschaft gewünscht – aber es wird dennoch nicht ausreichend gekauft. WEIL der Verbraucher auch zu bequem ist und sich vom Supermarkt füttern lässt, wie ein Schwein. Was dort nicht im Trog ist, ist zu aufwendig, beim Bauer direkt gekauft zu werden. Und Subventionen einfach auf diese Betriebe umzuverteilen, macht die Lebensmittelerzeugung nur noch teurer.
      Jetzt wird noch durch die Demo-Teilnehmer die nächste Sau durchs Dorf getrieben, die „Biovegane Landwirtschaft“. Leute werden zu Veganern, weil sie gegen „Massentierhaltung“ sind. Wo ist das Problem? Dann KAUFT doch bitte euer Fleisch bei den Biobetrieben, statt der nächsten Illusion hinterherzurennen! Es gibt doch alles, was euch gefällt! Setzt nur euren Ar… in Bewegung, nicht bei einer Demo pro Jahr, sondern täglich beim Einkaufen, – wenn ihr es denn tatsächlich erst damit meinen würdet…
      Und einfach gegen „TTIP, CETA, industrielle Tierfabriken, etc.“ zu sein, reicht leider heute nicht mehr aus, um politisch ernst genommen zu werden. Viele der angesprochenen Familienbetriebe haben inzwischen eine Größe erreicht, dass sie als „Tierfabriken“ wahrgenommen und durch den oft medial aufgehetzten Mob beschimpft werden. Was willst du diesen Familien raten? Wie leicht glaubst du, kann man einen landwirtschaftlichen Betrieb umstellen? Welches finanzielle Risiko bist du bisher in deinem Leben eingegangen?
      Wie politische Lösungen von oben herab umgesetzt werden, sieht man am Beispiel der von den Grünen initiierten Energiewende: Es ist typisch für diese Partei von oben herab etwas einzuführen, ohne die praktischen Folgen ihres politischen Wirkens abschätzen zu können. Jetzt sind die hohen Pachtpreise durch die staatliche Förderung das größte Hemmnis.
      Mit diesen und neuen, „gut gemeinten“ Ratschlägen von infantilen Aktivisten und grünen Politikern werden wir Landwirte inzwischen fast täglich medial bombardiert.
      Schließlich: Was in manchen Bauernverbandsblättern über Aktion steht: die Bauernverbände haben die Bewegung von der Basis wenigstens erkannt (aber nicht initiiert!) – und wollen diese als deren Idee verkaufen. Was jedoch aktuell in der AbL-Bauernstimme darüber steht, ist aber schlimmer: Propaganda mit Eigeninteresse: Keiner soll aus der Herde ausbüxen.
      Gruß
      Der Friedrich

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      • Biobauer Andreas sagt

        Friedrich, ob Du mit der Hetze gegen „Wir haben es satt“ Dich so beliebt machst?

        Da sind Verbände von Bauern als Organisatoren dabei, darunter AbL, Demeter, Bioland, Erzeugergemeinschaft SHA, die weder Non-Profit Organisationen sind, noch irgendwie Spenden generieren.

        Ich kann mir nur vorstellen, dass Du den Sinn von „Wir haben es satt“ überhaupt nicht verstanden hast, sorry!

        Es geht darum, die Politik aufzufordern, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit bäuerliche Betriebe überleben können, eine Zukunft haben und nicht das Feld einigen industriellen Massentierhaltern oder der Gentech Industrie zu überlassen und auch zu verhindern dass die USA uns mit billigem Hormonfleisch überschwemmen. Es geht überhaupt nicht darum einzelne Bauern zu kritisieren, auch wenn eine winzige Splittergruppe das unerlaubterweise versucht hat.

        Insofern geht da schon der Verbraucher in die Vorleistung, indem er die Politik auffordert seine Steuergelder „steuernd“ einzusetzen, z.B. für höhere Prämien bei Ökolandbau oder höhere Zuschüsse beim Bau besonders artgrechter Ställe mit begrenzten Tierzahlen.

        Ich kann verstehen, dass es einige grosse moderne Bauern gibt, die das anders sehen, aber die grosse Mehrkeit aller Landwirte im Land mit ihren familiengeführten Höfen sollte da voll zustimmen können.

        Und zuletzt, was spricht dagegen dass die Albert-Schweitzer- Stiftung dort für bioveganen Landbau mitdemonstriert (100 von 50.000 Leuten)?

        Auch ich bin dafür, dass vermehrt Forschung zu bioveganem Landbau gemacht wird, gerade weil es Widersprüche zu Nährstoffbilanzen gibt.

        Dass der Veganer sein Biogemüse nicht von einem Demeter Bauern kaufen will, der mit Rindermist düngt, willst Du ihm doch nicht vorwerfen?

        Wenn Du 50.000 Menschen vorwirfst, sie seien „infantile Aktivisten“, dann diskreditierst Du Dich nur selbst.

        So geht Dialog eben nicht!

        Die „Wir machen Euch satt“ Bauern waren es, die sich einem Dialog verweigert haben. Warum haben sie nicht in einem eigenen Block mitdemonstriert (doch wohl nicht weil sie alle für TTIP oder Gentechnik sind?) und die Diskussion z.B. mit den moderaten Veganern gesucht (nicht mit denen von Tierrechtsblock, da gibts nichts zu diskutieren).

        Genau das möchte m.E. auch Bauer Willi vermeiden, Wir Bauern haben es schwer genug! Ein Auseinanderdividieren in dort „Wir haben es satt“ aus AbL und Bioverbandbauern und dort „Wir machen Euch satt“-Bauern bringt gar nichts, da freut sich nur die Lebensmittelindustrie und Agrarlobby, denn gegen uneinige Bauern kann man sich in der Politik leichter durchsetzen.

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      • JosefHo sagt

        Lieber Friedrich, vielen Dank für diese Antwort, obwohl ich gerade jetzt nicht den Eindruck habe, möchte ich es dir trotzdem nochmal vorweg betonen und mitteilen, es geht mir weder darum dich hier zu provozieren, noch darum, dich und deinen landwirtschaftlichen Betrieb einer Pauschalkritik auszusetzen, es geht mir um die Zukunft des landwirtschaftlichen Sektors.
        Und damit mein Schrieb hier nicht zwei Meter lang wird, und weil das Thema so Komplex ist, versuche ich ganz konkret auf deine Einwände einzugehen:
        Beweise es doch…:Ich kenne deinen Betrieb ja nicht, aber ich weiß natürlich, wenn du morgen deinen Betrieb spontan dicht machst, fährt übermorgen ein anderer Traktor auf deinen Pacht- und Eigentumsfeldern, ich glaube dass es der Gesellschaft weiterhin erstrebenswert ist, viele selbständig denkende, freie Bauern in ihren Reihen zu haben. Die Bauern sind eine der letzten Instanzen die der Wirtschaft immer noch mit ihrer „Denke in Generationen“ der (überspitzt gesagt) reinen Quartalszahlendenke gegenüberstehen.
        Dafür sollen sie nicht als scheinselbstständiges Glied in irgendeiner von der Abnehmerseite kreierte Wertschöpfungskette eingefädelt werden, dann verlieren sie ihre Autonomie, und letztendlich jede Form von Macht.
        a) Oh ja es ist sehr unkonkret, da hast du natürlich recht, aber es geht ja auch in erster Linie um eine Kurskorrektur, weg von dem Wunsch eine landwirtschaftliche Exportwirtschaft a la deutsche Autos anzustreben. Ich denke, man muss nicht eine bis ins letzte Detail ausformulierte und geprüfte Gegendarstellung haben, um zu erkennen, dass der jetzige Weg nicht der goldene ist, die jetzigen Auswirkungen sind ja auch nicht wirklich abschätzbar.
        Artgerechte Tierhaltung, tja was ist das? In erster Linie erstmal eine ethische Betrachtung, die ist immer Subjektiv allerdings sehe ich schon mal eine Tierhaltung gesellschaftsgerechter die es dem Bauern und den Tieren möglich macht, auf die vielen Antibiotikagaben weitestgehend zu verzichten. Antibiotika ist ein wahrer Segen, aber kategorische Gaben, wie sie schon mal beim Ferkelabsetzen, beim Trockenstellen oder in der Putenmast vorkommen, müssen durch eine konzeptionelle Veränderung von Tier und Haltung nicht mehr notwendig sein.
        b) Risiko der Veränderung…: ne absolut nicht, deshalb war die Demo ja auch in Berlin, und nicht auf irgendeinem Großbauernhof,
        c)NGO s gibt’s, sie wurden aber immer größer und erfolgreicher durch eine gesellschaftliche Haltung, ich glaube, dass die Beeinflussbarkeit der Bürger da nicht zu überschätzen ist. Außerdem sind es ja über 40 Stück und so heterogen das eher eine Grundtendenz eint. Ich finde es aber gut, wenn es auch ein gesellschaftliches Gegengewicht zu konzentrierten Konzerninteressen gibt. Alleine als Bürger ist man da eher Machtlos.
        Über Vegetarismus und Veganertum brauchen wir uns nicht unterhalten, da sind wir d`accord. Dennoch sollte man es ja nicht aufgeben, den Dialog einzugehen, eine Gegendemo führt eher zu einer Frontenbildung, die wirklich nicht notwendig ist, da ich zB. oft erstaunt bin, wie wenig ganzheitlich so ein dahergelaufener Veganer denkt Trotzdem nette Menschen, und ich persönlich wurde auch noch nie angefeindet. Albert Schweitzer Stiftung hin oder her, sie machen sich schon mal Gedanken, und das ist schon mal ein wichtiger Schritt.
        Dann kauft doch….: Ja, sehe ich ja auch so, aber das reicht ja nicht, es kokettiert alles mit dem Biogedanken, grüne Wiesen, so weit das Auge reicht in der Werbelandschaft, „Wiesenhof“ ist ja auch nur ein Kunstwort mit Hintergedanken. Und ich sehe es auch vielen nach, sich dort nicht vollständig hereinzudenken zu können.
        TTIP und CETA ist sehr kompliziert, ich würde das gerne schieben. Finde es aber sehr beeindruckend, dass die Grüne Woche mit Ihren Regionalständen sehr stark auf die Stärke und den Stolz einer landwirtschaftlichen Regionalidentität setzt, aber auf hoher Politebene dieses künftig als tendenziell wenig erhaltenswert erachtet wird, das betrübt mich. Ich sehe auch nahezu keine Chancen für den Bauern in D dort profitieren zu können, ganz gleich ob konv. Oder bio.
        Wie leicht glaubst du kann man umstellen?
        Hey, aber so platt habe ich das wirklich nicht ausgedrückt, ich habe nicht gesagt, stellt jetzt mal alle um!! Das ist ja auch quatsch, aber ich stehe halt, wie gesagt, für die Kursänderung in die ökologischere Richtung. Die Situationen auf den Betrieben ist sehr unterschiedlich, das weiß ich. Viele Bauern müssen das Spiel mitspielen, deren Regeln sie nicht gemacht haben, hier geht es darum, dass die Regeln so geändert werden, das nicht drei Bauern zusammenstehen und unter sich ausmachen, wer aufgibt, damit die anderen beiden ihren auferlegten Wachtumszwang nachgehen können/müssen.
        Welches finanzielle Risiko, ..ich gegangen? Naja, muss ich mir erst mit Vorzeigen meiner Sporen mich autorisieren, damit mein Wort Gewicht hat, eine solche Welt ist aber nicht meine,… es geht in diesem Beitrag darum was ich geschrieben habe nicht mehr und nicht weniger. Dennoch, sage ich dir, dass ich das Leben schon sehr gut kennengelernt haben, finanzielle Risiken inbegriffen, und ich rede hier nicht von nem Eigenheim in ruhiger Wohnlage.
        Letztes…: Wie gesagt, ich freue mich wenn auch die Medien nicht mehr zur Frontenbildung beitragen, und eine Gegendemo ist meiner Meinung!! nicht der beste Weg dieses zu erreichen.
        Damit meine ich auch, keine Fronten zwischen uns beiden Friedrich, das ist mir wichtig

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  9. Danke Danke Danke für diesen Beitrag!

    Da kann ich mich auch als tierhaltender vegetarischer Biobauer wiederfinden, obwohl ich doch für eine grundlegend andere Landwirtschaft stehe, wie sie Bauer Willi praktiziert.

    „nicht alle Vegetarier wollen gleich Betriebe abfackeln“ bringt es auf den Punkt! Das gilt auch für Veganer. Es ist unglaublich, welche Vorbehalte „traditionelle“ Landwirte gegenüber jungen Menschen in der Stadt haben, die einfach anders leben wollen, die nicht schuld sein wollen, an der Art wie Bauern ihre Tiere halten.

    Denn als viehloser arbeitender Bauer hat Willi ja das Thema aussparen können. Ich halte ab und zu Vorträge bei jungen Biobauern und sage jedesmal „öffnet Euch neuen Verbraucherwünschen, macht Angebote für Veganer“ Selbst bei jungen Biobauern ist die Einsicht begrenzt. Es ist schon schade, dass gestandene Bauern meinen, sie müssten sich bei facebook in einer „Antivegan“ Gruppe zusammentun, anstatt sie eine Liefergenossenschaft für Veganer gründen.

    Ich soll sagen, was Verbraucher tun können?

    Beteiligt Euch an der Agrarwende!

    o Kauft dieket bei Biobauern, auf Höfen oder auf den Wochenmärkten
    o bestellt Euch eine Biokiste
    o beteiligt Euch an bunten Höfen der solidarischen Landwirtschaft
    o Kauft Land und stellt es Biobauern zur Verfügung
    o redet mit uns, nicht nur im Netz, sondern persönlich

    und zuletzt: die schönste Verbindung zwischen Verbraucher und fortschrittlichem Bauern ist die Übernahme einer Patenschaft für ein Gnadenbrottier, welches auf dem Hof am Leben bleiben darf.

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    • Bauer mit Freude sagt

      Lieber Biobauer Andreas !
      Alles prima, nur bitte lassen Sie dem Verbraucher die Entscheidung wo er kauft und was.
      Es muß nicht über bio oder konventionell diskutiert werden, die Verbraucher sind unsere Geldgeber und wir Ihre Dienstleister.
      Sollte die Produktion von z.B.“ Freilandhähnchen in Langzeitmast zum selber tot streicheln“ eine Produktionsform der Zukunft darstellen, sollten wir uns über die Umsetzung dieser Produktion Gedanken machen und weniger idiologisch an diese Themen herangehen.

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      • Biobauer Andreas sagt

        Bauer mit Freunde,
        das überlass ich doch real jedem Verbraucher, z.B. auf meinem Wochenmarkt, da gibt es konv. Stände, Ladenschäfte von Bäckern, Metzgern, Edeka, Discounter u.a. Und eben auch meinen Biostand, ich kann mich über mangelden Zuspruch nicht beklagen.

        Und wenn der Verbraucher Bruderhahn Initiativen will, weil er meint das Vergasen und Schreddern von männlichen Eintagsküken, wie heute üblich, möchte er nicht, dann sollten sich doch Kollegen, bio – oder nicht, finden, die jene Jungs einstallen und aufziehen. Freie Entscheidung!

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    • Müller Renate sagt

      Biobauer Andreas Du schreibst eine sehr gute Empfehlung. Aber wenn ich Deine Punkte in die Tat umsetzen wollte, dann dürfte ich nicht berufstätig sein, da ich die ganze Woche – wohlgemerkt mit dem Auto – unterwegs sein würde um mich mit Lebensmittel einzudecken.

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      • Biobauer Andreas sagt

        Renate,
        das verstehe ich nicht, ich liefere z.B. Biokisten abends an die Haustüre, da müssen meine Kunden gar nicht einkaufen fahren, schon gar nicht zum Discounter, Bestellwünsche kommen rund um die Uhr per Email, Fax oder auf den Bestell-Anrufbeantworter. Das spart doch enorm Zeit für die Kunden – oder?

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  10. Michael Reber sagt

    Das nenne ich mal einen sehr großen Hoffnungsschimmer. Dialog ist immer gut, und wir Landwirte sind die letzten, die uns dagegen stellen! Danke für den Beitrag!

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  11. Marion Wendt sagt

    So kann’s gehen! Immer nur miteinander. Die Bitte/ Aufforderung an die Landwirte/ Bauern in Schulen und Kindergärten präsent zu sein wird vielerorts bereits erfüllt. Die Bauern in meiner Region/ unserem Verband tun das bereits. Dabei müssen sie immer wieder feststellen, wie wenig nicht nur die Kinder sondern auch die Erwachsenen über Landwirtschaft wissen. Aber die Arbeit lohnt sich auf jeden Fall: Die Kinder sind begeistert und haben spielerisch gelernt. Die Lehrer/ Erzieher kommentieren vieles mit einem: ach so ist das- das habe ich gar nicht gewusst und die Bauern sind zufrieden, weil sie sich erklären und mitteilen konnten und nicht nur über sie geredet wurde.
    Das setzt allerdings auch immer die Bereitschaft und zusätzliches Engagement der Lehrer/ Erzieher voraus. Hier bedarf es mitunter etwas mehr Unterstützung (Haftungsfragen, Transport u.dgl.).

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