Bauer Willi
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Es geht auch ohne Bauern

 

Wir bekommen immer wieder Ratschläge von Menschen, offensichtlich der Meinung sind, sie wüssten, wie wir Landwirte es richtig machen sollten. Meist von Menschen, die mit praktischer Landwirtschaft nichts am Hut haben. Diese Ratschläge bekommen wir auch laufend von Redakteuren, Politikern und Vertretern spezieller Organisationen.  Wir werden ständig in Talk-Runden von sogenannten „Experten“  so dargestellt, als wären wir unfähig, mit unserem Boden, den Pflanzen und unseren Tieren anständig umzugehen. War unsere mehrjährige Ausbildung also überflüssig? Reicht es heute schon eine Ahnung von Dingen zu haben, die man nicht gelernt hat? Reicht es, Galileo und Quarks & Co zu sehen, um mitreden zu können? Da habe ich mir gesagt: Macht es doch selbst! Und habe folgende Anzeige aufgesetzt:

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Rein rechnerisch bekommt jetzt jeder von euch 1454 qm Acker und 616 qm Grünland. (Übrigens: ein Fußballfeld  ist 7.140 qm groß) Auf den rund 2.000 qm könnt ihr dann so wirtschaften wie es euch gefällt. Aber alle Vorschriften, Verordnungen, Richtlinien, Erlasse und sonstige staatlichen Reglementierungen, die wir Landwirte einhalten, müsst ihr dann auch befolgen. Ihr zeichnet alles auf, was ihr wann wo und warum gemacht habt (nennt man Schlagkartei) und verwahrt das auf für die staatlichen Kontrollen. Macht ein wenig Arbeit, aber dafür gibt es ja Formulare. Wo es die gibt? Ihr könnt ja mal einen Bauern fragen. Ihr haltet die Fruchtfolge ein und verwendet 5% eurer Flächen für‘s Greening. Dann macht ihr eine Düngeplanung für das kommende Jahr, was ihr wann, wo und wie viel düngen wollt und verwahrt die auch auf.  Aufschreiben, lochen, abheften. Falls ihr Hilfe braucht: Fragt einfach einen Bauern.

Was soll denn auf eurem Land wachsen? Das Grünland muss bleiben, das dürft ihr nicht umbrechen, das ist verboten. Von 600 qm bekommt ihr aber keine Kuh satt. Vielleicht noch ein Schaf, aber das auch nur im Sommer. Futter für den Winter wächst aber nur auf dem Acker. Wieviel Futter ihr da braucht, weiß der Bauer. Und wie ihr Schafe schert, das wisst ihr ja. Und wie man die Klauen gesund hält auch. Vergesst bloß nicht die Ohrmarke und die Anmeldung in der HIT-Datenbank,  sonst droht Ärger.

Nun geben Schafe zwar Milch, aber meist nur für die Lämmer. Na ja, dann gibt es halt keine Milch, Käse, Joghurt oder Kefir. Ihr wollt Schweinefleisch? Geht, aber nur mit Futter. Also wieder Futter auf dem Acker anbauen, für´s Schwein. Bis es groß ist, vergeht aber Zeit. Und da braucht man schon einiges an Futter. Was ist, wenn das Schwein mal krank wird? Was man da tun kann? Da fragt ihr am besten den Tierarzt. Übrigens, wenn ihr das eine Schwein aufgegessen habt, ist Ende mit Schweinefleisch. Oder ihr habt ein männliches und ein weibliches Schwein, dann gibt’s nämlich Ferkel (das ist der Nachwuchs von Schweinen 🙂 ) Zwei Schweine brauchen aber noch mehr Futter vom Acker. Und falls ihr die draußen frei rumlaufen lassen wollt: habt ihr das beim Amtsveterinär beantragt? Und auch hier: Ohrmarke, HIT-Datenbank und Bestandsregister nicht vergessen.

Wenn ihr Vegetarier seid, gibt es zwei Fragen:  1. Was macht ihr mit dem Gras vom Grünland? 2. Wo bekommt ihr jetzt den organischen Dünger her? Sonst ist das mit dem Ackerbau auch bald am Ende, so ganz ohne Dünger. Wie ihr das trotzdem hinbekommen könnt, weiß der Bauer.

Ihr wollt Eier? Kein Problem. Hühner oder Gänse kann man mit dem Schaf auf dem Grünland laufen lassen. Ihr müsst nur auf den Fuchs (wahlweise auch Wolf) aufpassen. („Fuchs du hast die Gans gestohlen“ 🙂 ) Aber auch hier gilt eine „Tierschutznutztierhaltungsverordnung“ und die Hühner brauchen im Winter auch Futter und einen Stall. So, jetzt wäre das mit der Tierhaltung geklärt. Falls ihr noch Fragen habt, wird die euch der Bauer gerne beantworten.

Kommen wir zu den Pflanzen. Was planen wir denn da? Gut, Getreide fürs Brot. Da nehmen wir am besten Weizen, weil Gerstenbrot? Gibt´s eigentlich nicht. Aus Gerste macht man z.B. Bier, oder Futter für die Tiere, siehe oben. Der Weizen kann auch krank werden, bekommt Mehltau, Rost oder giftige Fusarium-Pilze.  Oder kann Schädlinge kriegen wie Blattläuse oder Getreidehähnchen (kennt ihr nicht?). Was ihr da tun könnt? Die diversen Möglichkeiten kennt der Bauer. Und unbedingt an den Spritzen-TÜV denken! Auch wenn ihr Bio-Landbau macht.

Wenn ihr  Kuchen backen wollt, braucht ihr Zucker. Dafür gibt es Zuckerrüben. Den Zucker könnt ihr aber nicht selber machen, den macht die Zuckerfabrik. Wo die ist? Fragt den Bauern. Die Zuckerrüben tauscht ihr dort gegen Zucker ein. Das macht die Fabrik aber nicht umsonst, die will da Geld dafür. 🙁

Bei vielen Gerichten braucht man Öl. Das könnt ihr aus  Raps machen. Wie der bei euch am besten wächst? Fragt den Bauern. Kartoffeln wollt ihr auch? Prima, denn jetzt haben wir schon eine schöne Fruchtfolge aus Weizen, Gerste, Zuckerrüben, Raps und Kartoffeln. Aber Achtung: damit das keine Pleite gibt, müssen die in der richtigen Reihenfolge angebaut werden. Wie das geht? Fragt euren Bauern.

Jetzt fehlen aber noch die Vitamine. Obst wäre nicht schlecht, die Bäume pflanzt ihr am besten auf die Wiese. Aber Achtung: da laufen ja schon das Schaf und die Hühner und Gänse! Wie man die Obstbäume im Winter richtig schneidet? Meist weiß das der Bauer, zumindest der Obstbauer. Wie wär’s mit Gemüse? Das wächst leider nur im Sommer, und im Winter wäre es etwas dünn mit den Vitaminen. Da baut ihr einfach Weißkohl an und macht davon Sauerkraut. Wie das geht? Fragt die Oma oder den Bauern. Das Sauerkraut könnt ihr auch im Winter essen. Geht auch mit Rosenkohl. Ist dann im Winter etwas viel Kohl und das bläht auch etwas. 🙁 Aber ihr seid ja viel draußen. 🙂 Es gäbe da auch noch andere schöne Kulturen wie zum Beispiel Chicoree. Aber das ist was sehr spezielles und da hätte ich einen sehr guten Rat: Fragt den Gemüsebauer!

So, diese Geschichte könnte man noch endlos weiterspinnen, will ich aber nicht. Was meint ihr? Schafft ihr das? Oder sollen wir Bauern es doch wieder für euch machen? Wir wissen wie es geht weil wir das alles in unserer Ausbildung gelernt haben. Und uns ständig weiterbilden. Und es mit Herzblut machen, weil wir jeden Tag mit und in der Natur leben und arbeiten.

Übrigens: Es gibt es schon ein Angebot auf die Verpachtungs-Anzeige: von den Chinesen.  🙂 (Achtung: das war jetzt Satire!)

Auf eure Fragen und Kommentare freut sich

Euer Bauer Willi

Dieser Artikel wurde in abgewandelter Form erstmals im Frühjahr 2015 veröffentlicht.


 

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156 Kommentare

  1. fingerphilosoph sagt

    Herr Felser, da Sie hier kommentieren, benutzen Sie mindestens ein elektronisches Gerät, das in absehbarer Zeit zu hochgiftigem Schrott wird, der mit 50%iger Wahrscheinlichkeit nicht ordnungsgemäß recycelt wird, sondern in Agbogbloshie (Ghana) oder sonstwo auf einer Mülldeponie landet. Elektronikschrott enthält chlorierte, bromierte und halogenierte Dioxine, Quecksilber, oft genug auch Blei, Arsen und Cadmium. Deutschland ist es in der Vergangenheit nicht gelungen, die Eu-Richtlinie, wonach 45% des Elektroschrotts recycelt werden soll, ordentlich umzusetzen.

    Vermutlich lassen sich in Ihrer Wohnung eine Menge der künstlichen Stoffe finden, die es natürlicherweise nicht gibt und von denen niemand weiß, wie sie sich langfristig auf die Ökosysteme und lebende Organismen auswirken. 1970 gab es ungefähr eine Million menschengemachter chemischer Verbindungen, 2005 waren es schon über 50 Millionen. Wieviele es heute sind, weiß ich nicht, aber das Wachstum ist exponenziell. Mikroplastik im Regen und Kreidezähne bei Kindern dürften nur zwei der Probleme sein, die in Verbindung mit diesen künstlich hergestellten chemischen Verbindungen stehen.

    Im Kontext dessen, wie der Mensch insgesamt die Welt verändert, macht die Landwirtschaft nur einen Teil aus und wird im Vergleich mit industrieller Fertigung häufig schärfer kontrolliert und reglementiert.

    Ich denke, in Anbetracht der grundlegenden Veränderungen, die der Mensch weltweit und in immer größeren Umfang bewirkt, ist das Verzehren von Wildkräutern ein Anachronismus.

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    • Hans-Günter Felser sagt

      => „fingerphilosoph“
      Danke für die erhellenden Zeilen und Informationen über künstliche Stoffe rings um uns. Ich kann Ihre Nachricht jedoch momentan nicht richtig einordnen, was Sie mir damit sagen wollen.
      Nun gut, man kann relativieren und wie ehemals die Ruhrpottler resignieren mit den berühmtem Worten „Woanders is auch Scheiße“ und tut …. – Nichts.
      Ich kann wenigstens für mich entscheiden, die (Um-)Welt sowenig wie möglich zu schädigen. Ob mein PC nach Gebrauch ordnungsgemäß recyclet wird, steht nicht in meiner Macht, ich werde ihn aber an den örtlichen Recyclinghof bringen, der dafür zeichnet, dass alles richtig läuft.
      Was ich nicht verstehe ist, dass Sie sich an mir abarbeiten, wo ich doch eher einen Mitstreiter in Ihnen sah.
      Beratungsresistente und rotzfreche Kommentatoren sind hier schon genug.

      Wie auch immer, ich mache mir gleich noch einen schönen Wildkräutersalat und denke über dessen anachronistische Wirkung nach. Was für den einen Un-Kraut, ist für mich eine Delikatesse. Den Unterschied macht die Bereitschaft, zu lernen und Neues auszuprobieren. – Und ich kann bedenkenlos zugreifen, es ist nichts gespritzt.
      (Sie brauchen nicht darauf hinzuweisen, dass von Außen Gifte herbeiwehen, „abdriften“, etc. oder sich Umweltgifte im Regen befinden, das weiß ich auch. Aber das haben andere zu verantworten).

      Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

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      • fingerphilosoph sagt

        Nichts für ungut, aber ich sehe mich als Einzelperson, die sich keinem Lager anschließt, und nicht als Mitstreiter in irgendeiner Sache.

        Was ich Ihnen sagen will, ist folgendes: Mit der Industriellen Revolution ist sozusagen eine Bombe gezündet werden, deren Explosion wir gerade live beiwohnen, ohne sie stoppen zu können. Wenn sich nun Einzelne dafür entscheiden, die Umwelt möglichst wenig zu schädigen, ändert das nichts an der Dynamik. Wohin die Explosion führt, weiß keiner, denn es handelt sich um eine Singularität, um einen Bruch des Bestehenden.

        Es ist ein interessantes philosophisches Problem, wie man der Situation als Nachfahre der Bombenzünder begegnet. So zu tun, als wäre keine Bombe gezündet worden, ist Verleugnung. Zu glauben, die „Welt retten“, also irgendeinen Status quo aufrechterhalten oder im Verlauf einer Explosion nachhaltig leben zu können, ist ebenfalls Verleugnung.

        Meiner Ansicht nach wird der einzelne Mensch in dieser Situation vollständig auf sich selbst zurückgeworfen und hat die Chance zu erkennen, wer er tatsächlich ist. Da die Welt sich sowieso auflöst und neu ordnet, kann im Grunde jeder das tun, was er selber für richtig hält und die Anderen das tun lassen, was die für richtig halten. Ich spiele beispielsweise gern den advocatus diabolus. 🙂

        Im übrigen Guten Appetit, was den Salat angeht. 🙂

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    • Inga sagt

      den aus den Wildkräutern sind unsere Kulturpflanzen hervorgegangen.
      Man hat sie auf Leistung züchterisch getrimmt und so haben sie einige wertvolle Eigenschaften eventuell verloren, wie Vitamingehalt, Resistenzen usw.

      Deswegen können Wildkräuter wichtige Vielkaminbomben oder sogar Heilkräuter sein. Sie waren eher da.

      Und weil die nun zugunsten unsere Kulturpflanzen, die zu unserer Ernährung dienen, auch zu besseren Verarbeitung als Zuchtziel gezüchtet worden sind, und leicht verderben, werden deswegen dann auch schärfer kontrolliert. Ist doch klar.

      Weil man dadurch die Bereitstellung der landw. Produkte industrialisiert hat, brauchen wir Menschen diese Mühe zu Herbeischaffung wie in der Steinzeit nicht mehr. Dir ist aber auch nicht idyllisch wie im Bilderbuch.

      Aber diese Energie zu Beschaffung unserer Nahrungsmittel würden wir gerne noch einsetzen, denn sie muß noch von der Steinzeit her in unseren Genen liegen, das erzeugt Wut und Unbehagen, deswegen wird die Landwirtschaft eben reglementiert,

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  2. Hans-Günter Felser sagt

    „Deus lo vult!“ (mittellateinisch für „Gott will es!) – mit diesem Ruf wurde der erste Kreuzzug Ende November 1095 eröffnet. Es wurde sich verbündet, um Jerusalem von den „Ungläubigen“ zu befreien.
    „Dolor lo vult!“ („Der Verbraucher will es!“) vereint heute frustrierte Landwirte und endlich haben sie auch ein Feindbild gefunden, auf das man eindreschen kann. Nichtskönner, Besserwisser, die einem dreinreden wollen.
    Sie wollen es billig, dann liefern wir es ihnen – ganz billig. Tonnage vor Wertigkeit, Masse statt Klasse. „Dolor lo vult! Et sic accipit dolor!“
    Der Verbraucher will es so! – Dann kriegt er es eben so!
    Grundwasser? „Nun ja, das ist der Preis für euer „billig-billig“, dann wird eben das Grundwasser verseucht“ – alles hat seinen Preis (das habe ich mir nicht aus den Fingern gesogen, alles schon gehört/gelesen) Außerdem sind in den Augen der Konventionellen in erster Linie die Frauen schuld, die ja die Pille nehmen, dadurch wird das Grundwasser verseuchen. Antibiotika kommt auch ausschließlich von den Konsumenten, da sie ja Arzneien ausscheiden. Die Konventionellen haben damit nichts zu tun. „Gülletourismus“? – Was ist das? Das gibt es bei uns nicht – infame Vorwürfe! „Roundup“? – es gibt nichts Gesünderes („Geben Sie mir 1000 Euro, dann trinke ich das Zeug“! hat mir einer von Ihnen vorgeschlagen (nicht wahr Herr Q.?) wobei ich fairerweise dazu sage, dass er weder direkt aus dem Kanister noch aus der Düse trinken wollte). Sehe ich den Konventionellen als Familienmensch, als jemand, der „über die Runden kommen“ muss und der/die sich um die Kinder, um die Elterngeneration liebevoll kümmern, dann rührt mich das und ich empfinde Zuneigung und Freundschaft. Dann aber sitzt der/die Konventionelle auf dem Bock, Riesentank mit Rädern und Motor dran und verseucht die große Fläche, stellt Verschaukelungs-Schilder von Monsanto & Co. bei monströs verunkrauteten Nullparzellen ans Feld „Ernte in Gefahr!“ und „trocknet“ die Kartoffeln. Bis vor wenigen Jahren hat er auch noch planmäßig Sikkation betrieben. Da schmeckt einem so richtig das Bier, wenn man daran denkt. Rückstände von Glyphosat in Muttermilch? – Ach was, haben Sie sich doch nicht so! Es gab DDT und? – Wir leben alle noch! So und ähnlich wird dann oft in bauernschlauer Manier „argumentiert“ oder „mein Hemd ist mir näher als meine Hose“ oder „ich will überleben, da ist mir das überleben der Bachstelze piepegal“.
    „Dolor lo vult!“ – ein Feindbild ist geboren! Endlich weiß Landwirt, auf wen er dreschen kann!
    Nicht schuld haben die Einkäufer der Einzelhandelsriesen, die gierigen Giftfabrikanten, die Schmierwürstchen, die Politiker, die Bauernverbände (die oft sehr schlecht beraten und verhandeln), nicht Schuld hat das ganze mafiöse Pack der Spekulanten und Landgrabber (die sowohl auf Grundstücke als auch auf Lebensmittel spekulieren und zocken!). Nicht schuld vor allem hat der Landwirt selber, der sagt „ich weiß es besser, lasst mich machen und haltet euch aus meinem Betrieb raus!“, dann großspurig investiert, vergrößert, noch mehr , noch größer, sich verschuldet und dann staunt, dass es eine Überkapazität gibt und die Preise nicht mehr nach oben, sondern rapide nach unten gehen. Der ist überhaupt nicht schuld, er weiß ja alles so viel besser. Und dann wird produziert und produziert im Überfluss, der Preis ist im Keller, es bleibt nichts mehr über, kurz: Es macht keine Freude mehr!

    Dann sucht man den Schuldigen… Wer hat mir das angetan? „Dolor lo vult!“ „Dolor lo vult!“ „Einzig und allein“ der Konsument ist schuld! „Dolor lo vult!“

    Es wäre schön, wenn wir diesen Status mal überwinden könnten, feststellen, dass =>wir alle<= schuld sind, ja natürlich auch "der Konsument", aber auch andere, dann haben wir den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Dann wollen wir mal Ziele formulieren, Szenarien entwickeln, wie es denn weiter gehen kann, dass alle gut und gerne leben können und keiner sich verraten und verkauft fühlen muss. Dann können wir Wege abstimmen, Maßnahmen, konzertierte Aktionen, Forderungen an die Politik, Aufklärung der Verbraucher -bereits von der Schule/vom Kindergarten an, Einbeziehung der Presse, usw., usw.
    Dann können wir alle zusammen sagen "Nos volo!" "Wir wollen es!"

    -Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.

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      • Hans-Günter Felser sagt

        „Wildpflanzen sind für uns nicht verdaubar“ – sagt der schlaue Mann. So schlau kann der Mann nicht sein, esse ich doch ständig Wildpflanzen und sie sind sehr bekömmlich, aromatisch und vital. Sie brauchen keinen Pfleger und keine Medikamente, ich bevorzuge sie mittlerweile vor den schwächlichen „Kulturpflanzen“. -So ein schlauer, armer Mann, er weiß etwas, aber nicht viel. Er addiert die Hungersnöte der Geschichte seit Anbeginn der Aufzeichnungen und erklärt, mit Monsanto hätten sie niemals stattgefunden. Hätte es doch nur schon Monsanto schon vor 11.000 Jahren gegeben, Seufz! Das hätte die Geschichte beeinflusst. – Die Iren wären nicht ausgewandert und auch das Römische Reich würde noch fortbestehen! Wow! SPQR! Asterix hätte keine Chance gehabt. Wahrscheinlich bestände die Welt dann schon seit Jahrtausenden ausschließlich aus Kunstdünger- und Pharmafabriken, die ihren Tribut einfordern, sonst „müssen wir alle sterben“. Vielleicht sogar sakral, die Firmenchefs als Hohepriester? Und die Verbraucher wären der dumpfen Theorie, nur so und nicht anders kann es klappen, erlegen. Mark, haben Sie schonmal den Begriff „Mietmaul“ gehört/gelesen? – Der Mann lebt gut davon, dass er solche Vorträge hält und die Meinung zu beeinflussen sucht.

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        • Inga sagt

          Aber die Vorträge entsprechender Wahrheit!
          Warum wird in Schwalmstadt in Hessen und wo anders in der Welt die
          Salatkirmes gefeiert?

          Weil die etwas mit der Einführung der Kartoffel zu tun hatte,

          die hat der Alte Fritz gebraucht, um seine Bevölkerung satt zu bekommen.

          Was der Bauer nich kennt, das frisst er nicht und baut er auch nicht an, mußte er, Fritz auch feststellen,
          Also hat er sie verführt und zu einer Kartoffelsalatkrimes eingeladen.

          Sie, die Bauern haben probiert,
          es für gut empfunden und dann doch die Kartoffel angebaut.

          So war der Hunger in den wachsenden Städten erst mal besiegt.

          Bis dann die Kartoffelbestände im Feld , besonders in Irland von diesem Professor aus Göttingen in dem Film die erwähnte Krautfäule durch einen Erreger aus Amerika kam.

          Die ganze Ernte vernichtet.

          Und?

          Willst du nun hungern, wie in Irland früher, oder ach dem Krieg bei uns, oder doch die Bestände mit kontrollierten Flankenschutz behandeln? Willst du lieber, wie die Frauen im Film wochenlang hacken, oder die Rüben mit geprüften Pflanzenschutzmitteln behandelt.

          Wenn du nicht hacken willst, dann nutzt du andere Leute aus!
          Willst du das?

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        • Inga sagt

          Die Wildplanzen sind doch versaubar, höchstens ein paar nicht,
          wer behauptet so etwas?

          die Wildpflanzen zwischen unseren Kulturpflanzenbestand werden bekämpft und auch als Unkraut oder Dreck bezeichnet, weil sie für die Kulturpflanzen Konkurrenz sind, sie nehmen denehn
          Licht, Luft und Wasser
          zum Wachsen weg.

          Deswegen müssen die genauso beseitigt werden, wie die anderen tierischen Schädlinge und die Pilzerkrankungen.

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        • Mark sagt

          Schade Herr Felsner, eine sachliche Diskussion besteht aus Argumentation und Gegenargumentaion. Während Prof. Tiedemann sehr sachlich und in sich schlüssig argumentierte, kam von Ihnen leider nicht mehr als plumpe Polemik. So stelle ich mir eine seriöse Diskussion nicht vor. Mag ja sein, dass Sie Wildpflanzen verspeisen, die Frage ist jedoch, wieviel % ihres Nährstoffbedarfs Sie damit decken. Bekömmlich und aromatisch sagt noch nichts über die Verdaulichkeit aus.
          Weiter unten ziehen Sie Schwarz- und Gelbrostepedemien und damit verbundene Erntausfälle ins Lächerliche und nennen Tiedemann einen Schmuddelwissenschaftler ohne dies mit einem einzigen Argument zu untermauern.
          Sie behaupten , es gäbe resistente und stabile Sorten, die keinen Pflanzenschutz brauchen. Ja wo sind die denn, wenn Sie solche haben, dann Glückwunsch, dann sind Sie ein reicher Mann.

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      • Inga sagt

        Tja, Herr Felser,

        warum dürfen denn Landwirte nicht frustriert sein, warum schiebst du denn noch den Schwarzen Peter zu?

        Weil sie sich erhunter lassen und wie in den Film die Hände schmutzig machen und Rüben hacken?
        Hat das Deine Mutter früher im Krieg nicht gemacht?
        Was hast du gemacht, als du auf dem Dorf warst?

        In dem Film wird ja erzählt, wenn wir ohne Pflanzenschutzmittel arbeiten, die Bevölkerung hungern mußten.
        Wir wohnen ebne nicht im Paradies, wir müssen die Krankheiten den Pflanzen, Tiere und Menschen bekämpfen.
        Das verstehst du doch, oder?

        Was hast du auf dem Land gemacht, als du da gewohnt hast?
        Nur die Landschaft betrachtet? Romantische Geschichten angehört?
        Oder auch mal was geholfen?
        Auch Wildtiere, die unsere Nutzpflanzen und -tiere schaden müssen bekämpft werden.
        Und der Fuchs wegen Übertragung eines Krankheitserregers für Mensch und Tier. Wir müssen das bekämpfen und früher ging es eben mehr rabiat zu!
        Wer schwere Arbeit macht und etwas hervorbringt der kann nicht als an Heile Welt denken.
        Habe heute gerade an die Feder in den Kissen gedacht und wie meine Mutter und Oma die früher gerupft haben.
        Das war keine Tierquälerei.

        Tierquälerei ist eher,
        wie man das heutzutage maschinell macht.
        Hast du das schon mal gesehen`?
        Aber da sagt keiner was drüber!
        Da denkt man eher an die kuschelige Zudecke und Kopfkissen im Bett!
        Da ist man egoistisch!

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        • Inga sagt

          Moderation ich habe mich verschrieben!
          Ich habe aus versehen Inkra anstatt Inga geschireben.
          Habe ich gerade erst gesehen!
          Entschuldigung.

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        • Hans-Günter Felser sagt

          => „Inga“ Ich wusste es, warum es gut war, nichts über mein „Landleben“ zu erzählen. Da du es ja besser weißt, dann habe ich eben romantisch in der Ecke gesessen, Fische gefangen und Blümchen gezupft und die Landschaft betrachtet. Wenn es dir so gefällt, dann glaube das.

          Der Vortragende Herr Tiedemann (das „von“ steht ihm nicht zu, es sei denn, es ist sein Künstlername) behauptet in seiner Vortragsreihe 2016, z.B. Anfang M ärz in Hildesheim:
          „Glyphosat schadet der Gesundheit in keinster Weise. “ und „Glyphosat wird seit 40 Jahren eingesetzt, auf der ganzen Welt ist noch niemand deshalb erkrankt. Das birgt null Risiko!“

          Herr Tiedemann weiß aber, dass in Frankreich z.B. Parkinson als Berufskrankheit der Landwirte anerkannt ist, im Zusammenhang mit den Pestiziden, die zum Einsatz kommen.

          Jetzt weißt du, warum er in meinen Augen ein Mietmail, gar ein Lügner ist und deshalb glaube ich ihm eben nicht.

          Hier mal ein paar Bilder von Opfer von Roundup bzw Glyphosat.
          Glaubst du dem Professor jetzt immer noch? („Glyphosat schadet der Gesundheit in keinster Weise. “ und „Glyphosat wird seit 40 Jahren eingesetzt, auf der ganzen Welt ist noch niemand deshalb erkrankt. Das birgt null Risiko!“ )
          https://www.facebook.com/media/set/?set=oa.1313166565427907&type=3

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      • Hans-Günter Felser sagt

        „Schwarzrostepidemie!“ „Ernteverluste 90%!“ „Gelbrostepidemie!“ „Einbußen bei Weizen um 60%!“ Wir müssen alle sterben, wenn es kein en „Pflanzenschutz“ gibt! Das sagt dieser Schmuddelwissenschaftler. Nicht angesprochen ist, dass man nicht unbedingt extrem hochgezüchtete und anfällige „Kulturpflanzen“ aus den Genschmieden anzubauen versuchen muss. Es gibt auch resistente, stabile Sorten, die solches nicht brauchen. Der Landwirt kann auch Saatgut aus diesen Sorten gewinnen. Aber wie soll dann die Saatgut-Mafia weiter existieren können?

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        • Inga sagt

          Die Saatguterzeugung unterliegt auch gewissen Gesetzen.

          Und hierzulande gibt es noch keine Gentechnik in dem Sinne!

          Die geizigen Bauern würden gerne die alten Sorten benutzen, aber sie bringen doch keinen Ertrag, und den brauchen sie, um die teuren Landmaschinen einzusetzen.
          Bist du gar Landmaschineningenieur bei so einer großen Firma?
          Da kann man gut verdienen, gell?

          Und hat ganz viel Freizeit und Urlaub!

          Woher weißt du das mit den alten residenten Sorten, ich dachte du bist kein Landwirt!

          Oder soll der Bauer seine leistungsfähigen Kulturpflanzen noch selber züchten? Wie früher vielleicht mal? Und auch noch dem modernen Sortenschutzgesetz gerecht werden?

          Dann kannst du ja auch ohne Führerschein fahren, wer hindert dich daran?

          Weißt du was Mutterkorn ist?
          Vielleicht hast du früher mal die Getreidegarben mit aufstellen geholfen?
          Hast du bei Roggen mal das Mutterkorn an der Ähre gefunden?

          Das ist ungenießbar und giftig.
          Da weiß der Pflanzenschutz auch was gegen zu tun.

          Denn das darf nicht mit ins Mehl,
          genau so sieht es mit Schimmelsporen aus!
          Trotzdem passiert es mit den Sporen, und wir wundern uns, dass das Brot plötzlich über Nacht schimmelt und ungenießbar wird.
          Das passiert besonders im Sommer bei schwülem Wetter, denn das begünstigt das.

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          • Hans-Günter Felser sagt

            => Inga Doch, es gibt Gentechnik in Europa, nur hat man sie anders benannt. Eine Mogelpackung. „Der Mond ist blau!“ sagen die und schon ist er blau und viele stimmen mit ein. Die Genschere ist gängige Praxis, sie brückt, was auf natürlichem Weg nicht möglich wäre. Zwischen Gattungen, Arten und Familien. Das ist kriminell! Leute, kommt mal zu euch! Das ist NICHT RICHTIG! Wenn der Bauer „seine“ Samen erntet, ist das nichts Schlechtes. Dieses Saatgut ist an das Klima angepasst. Lasst euch doch nicht verarschen von den Saatgutherstellern, die euch nur knechten wollen!

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            • Inga sagt

              Ob das Erbgut des Saatgutes an das pissende Klima angepasst ist, das weiß jeder Bauer selber, denn er kennst sich damit aus. Auch was in sein Klima, da wo er wohnt passt.

              Und die neue Gentechnikfrei, da weiß ich zu wenig drüber, um mich da zu äußern!
              Sie selbst:
              https://de.wikipedia.org/wiki/Gentherapie

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            • Hans-Günter Felser sagt

              => „Mark“ Herr Tiedemann (das „von“ wurde schon lange abgeschafft, das steht ihm nicht zu) sagt: „„Glyphosat wird seit 40 Jahren eingesetzt, auf der ganzen Welt ist noch niemand deshalb erkrankt. Das birgt null Risiko!“ (Quelle Vortragsreihe u.a. in Hildesheim Anfang März 2016) und „Glyphosat schadet der Gesundheit in keinster Weise. “

              Abgesehen davon, dass die Verwendung der „in keinster Weise“ ein brutaler Unsinn und eine Verballhornung der Sprache ist, eines Wissenschaftlers unwürdig,

              weiß Herr Tiedemann, dass z.B. in Frankreich Parkinson als Berufskrankheit für Landwirte in Bezug auf die Verwendung von Pestiziden anerkannt ist, dennoch trifft er diese Aussagen. Das ist schlichtweg eine bewusste Lüge.
              Wenn er ihn meinen Augen ein „Mietmaul“ ist, dann ist das noch gelinde ausgedrückt, da gibt es noch passendere Begriffe für.

              – Hier mal ein paar Opfer von Glyphosat, dann darf jeder entscheiden, ob tatsächlich „auf der ganzen Welt seit über 40 Jahren noch niemand erkrankt“ ist! https://www.facebook.com/media/set/?set=oa.1313166565427907&type=3

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Vorsicht,
            Herr Felser ist ein Agrarexperte mit eigenem Garten, daher glaubt er mit seinen Methoden kann man ein ganzes Volk ernähren.

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    • Hans-Günter Felser sagt

      Was ich wirklich Schade finde ist, dass niemand auf den sehr versöhnlichen Beitrag eingeht, sondern nur „seine“ Freund-Feind-Position lebt. Eine wahre Schande, wenn ich entgegenkomme und was passiert? – Nix! Scha(n)de!

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Es ruft ein Autofahrer bei der Polizei an, Falschfahrer auf der A1,
        Polizist: Ein Falschfahrer auf der A1
        Autofahrer: Nicht ein Falschfahrer, sondern jede Menge.

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      • Inga sagt

        Wie bitte?

        Es es gibt nicht nur „Freund-Feind-Positionen“

        aber wie man in den Wald hineinruft, so hallt es auch wieder heraus.

        Es gibt heutzutage keine romantische Bilderbuchlandwirtschaft mit alten Rassen und Sorten mehr.
        Die Post fährt auch nicht mehr mit alten Postkutschen darum!

        Und für die billigen Mengen und Massen im LEH müssen wir Massenanbau (unterstützt von der Pflanzenmedizin, (nicht Gift) und Massentierhaltung (Unterstützt von der Veterinärmedizin (nicht Gift)) machen.

        Und du wirst von der Humanmedizin gesund gehalten!

        Deswegen ist das alles so!

        Alle Lebewesen brauchen Docs!

        In den Großstädten wo Massen in Mietskasernen wohnen befinden sich mehr Apotheken als auf dem Land.
        Das kapierst du doch, oder?

        Und wir müssen Lebewesen essen, egal, ob Pflanzen oder Tier, denn sie sind ein Stück Lebenskraft, das verstehst du doch, oder?

        Wie bitte?

        Es es gibt nicht nur „Freund-Feind-Positionen“

        aber wie man in den Wald hineinruft, so hallt es auch wieder heraus.

        Es gibt heutzutage keine romantische Bilderbuchlandwirtschaft mit alten Rassen und Sorten mehr.
        Die Post fährt auch nicht mehr mit alten Postkutschen darum!

        Und für die billigen Mengen und Massen im LEH müssen wir Massenanbau (unterstützt von der Pflanzenmedizin, (nicht Gift) und Massentierhaltung (Unterstützt von der Veterinärmedizin (nicht Gift)) machen.

        Und du wirst von der Humanmedizin gesund gehalten!

        Deswegen ist das alles so!

        Alle Lebewesen brauchen Docs!

        In den Großstädten wo Massen in Mietskasernen wohnen befinden sich mehr Apotheken (ohne Gift?) als auf dem Land.
        Das kapierst du doch, oder?

        0
  3. Brötchen sagt

    @Hjf wenn sie sich mal versuchen ganz objektiv von aussen zu sehen und sie bekommen ständig massentierhaltung um die Ohren gehauen, das ist so als wenn ich sie ständig als populisten bezeichne. bauern sind auch nur menschen und da gibt es das ganze Spektrum der Gesellschaft an Typen. ich bin übrigens ein ganz schlimmer, ich finde teilweise gut, was Trump macht und habe den Teufel gewählt. kenne mich also aus, wie es
    ist , ständig diskriminiert zu werden. das mache ich aber nicht, weil ich irgendwie nicht alle latten am Zaun habe, sondern weil ich mir Sorgen um unser Land mache!

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  4. Schmeckt gut sagt

    So, mal schauen,was Herr Felser auf meine Beiträge antwortet (s.u.). Eine Antwort wird es nicht so schnell geben – muss wieder raus, die Ernte einfahren. Werde aber mitlesen 😉

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    • Hans-Günter Felser sagt

      Herr Felser sieht einen steten Interessenskonflikt zwischen Profit und Naturschutz. Diesen Konflikt wollen viele Landwirte auf Gedeih und Verderb für sich entscheiden. Ich anerkenne die Bemühungen von etlichen Landwirten, dass sie ihr Möglichstes tun und sehe andere, die „nach mir die Sintflut“ sagen. Einer, der Gift spritzt, ist ein Vergifter, genauso wie jemand der raucht, ein Raucher ist, oder einer der Alkohol trinkt, auch Alkoholiker ist (sei es das „Gläschen Wein“ oder schon der Maria Kron zum Frühstückskaffee). Auch „halbschwanger gibt es nicht. Wenn wir uns also verständigen können, dass der „Koventionelle“ mit einem Kompromiss arbeitet, es dazu aber sicherlich auch Alternativen gibt. Was dazu nötig ist, ob Einfluss auf die Politik ausgeübt wird, ob es auf bessere Information der Verbraucher abzielt, ob es für Landwirte bessere Schulungsmöglichkeiten gibt, ob es Druck auf den Einzelhandel benötigt, etc. Dieses „wir haben keine Alternative“ ist jedoch nicht akzeptabel. dann lasst uns gemeinsam an den not-wendigen Parametern arbeiten.

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      • Inga sagt

        Da hast du vollkommen Recht, Herr Felser!

        Aber es wird ja schon danach geforscht!

        Kennst du echte Bauern, die „auf Gedeih und Verderb“ die Natur ihres Eigentums ausnutzen, persönlich?

        Jeder holst das Letzte aus seinem Unternehmen, auch mit Hilfe mit Betrug und Werbung.
        Ein Landwirt kann das nicht, aber er ist von der Natur abhängig und da hat er Einschränkungen, die er in der Ausbildung lernt und ihm von Ämtern vorgeschrieben wird.
        Es ist mit den Menschen, Bauern und Leuten das gleiche!
        Das sind %ural immer gleichviel dabei, die auf Gedeih und Verderb wirtschaften, entweder werden die Kunden, die Mitarbeiter oder uch die Natur ausgenutzt!

        Da kann man nichts dran machen.
        Jedenfalls ist es gut, wenn sich auch Städter, Verbraucher und Laien dafür interessieren.
        Man kann ja nicht alles wissen.
        Und die Leute, die ihr Nichtwissen auf andere projizieren, die sind echt unsozial! Finde nicht nur ich!

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        • Schmeckt gut sagt

          Das Wort Vergifter trifft mich nicht (obwohl sicherlich gewollt). Herr Felser hat in gewisser Weise Recht, nur dass diese Vorgehensweise (Gift spritzen) vom Amt und auch vom LEH als makellose Frucht gefordert wird. Nur die Anti-PSM-szene hat noch nicht erkannt, dass sie mit ihren Forderungen nur ein Abwandern der Produktion aus D erreichen. Viele Kollegen im Biobereich benötigen ebenfalls wirksame Methoden gegen Schadereignisse. Es gibt sie in den meisten Bereichen schlichtweg nicht und bezahlt werden aufwändige Methoden erst recht nicht. Vieles ist sicherlich noch umsetzbar – wenn der Preis passt, denn ja, wir müssen selbstverständlich auch vom Einsatz unserer Arbeitskraft, unseres Bodens und auch unseres über viele Generationen gewonnenen Kapials profitieren/leben. Für die landwirtschaftliche Marge würden im gewerblichen Bereich sicherlich kaum Betriebe arbeiten – hierbei Profitgier zu unterstellen ist schlicht „einfach“ 😉

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          • Inga sagt

            Das ist ja falsch, Schmekt gut,
            denn die Autoindustrie macht es ja noch viel schlimmer mit ihrer Profitgier, der Ausstoßmogelei!
            Und da ist auch gegen die Natur.

            Ansonsten ist alles richtig was du schreibst, hoffentlich liest er sich das auch durch. Der interagierte Pflanzenschutz passt schon auf, dass wir nicht zu viel an dem „Gift“, wovon er ja keine Ahnung hat, versprühen. Und was das Gift für Eirkstofe hat weiß er auch nicht, genauso wenig wie ich nicht weiß, alles im Getriebe- Motoröl eines Autos ist und wozu das genau gut ist und was man dabei beachten muß.
            So viel wie nötig, aber so wenig wie nötig!
            Aber wer nur Gift sieht, dass die bösen Bauern verspritzen und den weiteren Hintergrund nicht weiß, der muß ja so reagieren,wenn er sich nicht weiter erkundigt.

            Und das anderswo in der Welt laschere Pflanzenschutzgesetze gelten weiß so jemand auch nicht!

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          • Hans-Günter Felser sagt

            => „Schmeckt gut“: Wer Gift spritzt, ist ein Vergifter, ein Giftspritzer. Es ist Gift. Man kann Gift auch „PSM“ nennen und vergiften „nennt man „kontrollieren“, Massentierhaltung nennt man dann „Intensivtierhaltung“ und die braune Masse nennt man dann Schokolade. Wer das Bankett so breit hält wie eine Rasierklinge, dass er schon am Asphalt kratzt, stellt die blinde Gier zur Schau. Wer klammheimlich, Jahr für Jahr, die Schutzstreifen ausdünnt, hier und da immer mal ein paar Bäume ausräumt und nicht ersetzt, dass es möglichst keiner merkt, wenn der Streifen dann weg ist, ist schlichtweg nicht schlau. „Schutz“streifen heißen die, weil die auch die Äcker schützen. Wenn, ja wenn…. Wenn der (ach so dumme?) Verbraucher besser informiert wird, dann wird er gerne S-förmige Gurken (Schadensereignis: Krummwuchs?) kaufen und auch Äpfel mit etwas Schorf dran und zahlt auch den Preis. Sich das einreden zu lassen, „der Verbraucher will das so“ und dann im Einkauf einzuknicken und den bösen Verbraucher, den saudummen Nichtswisser zu bashen, wie es hier in diesem Forum laufend geschieht, den ach so saudummen Verbraucher, den „depperten Städter“ für alles schuldig zu sprechen, ist doch auch wirklich sehr „einfach“… – Kommt doch mal klar, liebe Land-Wirte! Das ist hier „euer“ Forum, da könnt ihr andere, die nicht Land-Wirte sind, als Träumer, als dümmlich und wasweißich beschimpfen und euch bauernschlau gegenseitig Daumen-hochs geben wie ihr wollt. Die Wahrnehmung bei dem Rest der Gesellschaft, also bei den für euch ach so idiotischen Verbrauchern, ist eine andere. Es ist immer sehr von Vorteil, seine Kunden zu hassen und zu beschimpfen, das schafft so richtig Vertrauen! Dann kommt noch einer, der nimmt die Aufforderung „Wir wollen Dialog!“ ernst. – Da sieht man ja, was man davon hat. Ich kann mich auch zurückziehen und ihr könnt weiter allein miteinander in eurem Mief auf andere herumstänkern. Impulse von außen scheinen ja richtig weh zu tun. Solange hier anonyme „Gülle-Gerlinde“ und „Silo-Stefan“ herumätzen und lieber vergrätzen (fahrt denen doch auch mal übers Maul, statt bauernschlau augenzwinkernd den Pöblern auf die Schultern zu klopfen!), statt einmal, auch nur einmal zu sagen „da ist was dran“, wird sich aber auch nichts, rein gar nichts verändern… – Doch, ich werde es einfach aufgeben, hier „Dialog“ zu betreiben. „Hoffnungslos“, „beratungsresistent“ ist dann mein Fazit. Die gewonnene Zeit kann ich dann lieber für Initiieren von Petitionen und Demos verwenden und Druck und Sanktionen forcieren. Da will ich dann auch keinen „Dialog“ mehr, sondern erinnere, dass Impulse „von außen“ nicht gewünscht oder geschätzt werden . Wäre das besser, wäre euch das lieber? -Ich glaube allerdings, die wirklichen Massentierhalter und Vertreter der richtig großen Betriebe schreiben hier ohnehin nicht. Hier sind (nicht böse gemeint) eher die „kleinen Fische“.

            0
            • Bauer Willi sagt

              H.G. Felser
              Wir Bauern brauchen andere Impulse und andere Meinungen. Nicht aufgeben!
              Bauer Willi

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              „“Wenn, ja wenn…. Wenn der (ach so dumme?) Verbraucher besser informiert wird, dann wird er gerne S-förmige Gurken (Schadensereignis: Krummwuchs?) kaufen und auch Äpfel mit etwas Schorf dran und zahlt auch den Preis.““

              Wie bereits erwähnt war ich im Dezember in Reha.
              Dort standen Äpfel die man mit in das Zimmer nehmen konnte.
              Die Äpfel wurden direkt von einem Obsterzeuger bezogen, daher nicht vollautomatisch mit 48 Ablichtungen wie in der Obstabsatzgenossenschaft sortiert.
              Die größten und schönsten waren zuerst weg, 2 kleine mit etwas Schorf waren immer noch über.

              Ich nehme auch mit Schorf, ich würde gerne auch mehr bezahlen, ich würde auch krumme Gurken kaufen, wann hört ihr endlich mit euren Lügen auf.

              Impulse von Außen sind schön zu formulieren, besonders wenn es der Bauer bezahlen soll.

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            • Mark sagt

              @H.G.F.
              Solche Hassrtriraden ohne eine letzten Funken von Anstand und Niveau bringen niemanden weiter.

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            • Hans-Günter Felser sagt

              => „Brötchen“ Der war gut. 😉 Wer richtig liest, sieht aber , das hat mit Wut nichts zu tun. Beste Grüße!

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            • Hans-Günter Felser sagt

              => „Mark“ : „Hassrtriraden ohne eine letzten Funken von Anstand und Niveau “ – Wo sind bitte Hasstiraden? Anstand und Niveau?-Oh, wo fehlten die? – Mark, das ist ja lustig: Ich entnehme Begriffe aus den vielen Kommentaren der offensichtlich Pro-Konventionellen und stelle sie nur in meinem Beitrag zusammen, alle Begriffe sind hier schon gefallen. Da halte ich Ihnen den Spiegel vor und Sie sagen „Abscheulich!“ – Ich biege mich gerade vor Lachen!

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            • Mark sagt

              Wo haben andere Kommentatoren von Giftspritzern, saudummen Verbrauchern, depperten Städtern, eurem Mief, Gülle-Gerlinde etc.pp. geschrieben?

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            • Hans-Günter Felser sagt

              => „Mark“ Das war leider lahm…an sich unter >Ihrem< Niveau. Soll das jetzt die hohe Kunst (dann allerdings sehr , sehr schlecht) der Rethorik sein oder wollen Sie nur ein wenig trollen? Wenn Sie nicht feststellen, dass hier auf "den Verbraucher, der nur billig, billig" und entsprechend "unwissend" eingedroschen wird, erstaunen Sie mich auf´s Neue…. Mark, ich weiß, dass Sie den Begriff "Giftspritzer" für das Ausbringen von Gift per Spritze/Düse nicht gerne lesen. Ich habe es schon ausgeführt: Wer raucht ist ein Raucher, wer Alkohol trinkt ist ein Alkoholiker, wer falsch fährt ist ein Falschfahrer, wer segelt ist ein Segler, wer Rad fährt ist ein Radfahrer und wer Gift spritzt…. "Halbschwanger" ist nicht, lieber Mark. Und das sage ich nicht in Hasstiraden, mein Puls ist gerade im Slow-Motion-Modus. Das beschreibe ich, weil ich es hier so erfahre. Ich hatte Sie -glaube es war gestern – noch gelobt, weil Sie wirklich Dialog geführt haben. Argument – Gegenargument. Das hatte aber scheinbar nur eine kurze Halbwertzeit. Aber kommen Sie mir dann nicht mit der "Gülle-Gerlinde", die Sie in einen Sack mit dem "blöden Verbraucher" packen. Das ist doch billig. Sie wissen es und andere auch: Der Vorwurf, der Verbraucher (Steigerung: der städtische Verbraucher, „der Verbrraucher will es!“) sei verblödet, kommt aus der Ecke der Konventionellen (ich schließe mich ab und an auch an, denn ganz falsch ist die Aussage oftmals nicht). Die „Gülle-Gerlinde“ (aka „anonymer Schreiber“) kommt aus meiner Feder und Sie wissen sehr wohl, was ich damit meine, nicht wahr, "Mark"?

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            • Inga sagt

              Herr Felser,

              warum nennst du das eingedroschen, wenn wir wir feststellen das der Verbraucher im LEH auf billig, billig, billig setzt?

              Das ist doch Tatsache, das haben wir doch alles zusammen festgestellt, wir Bauern sind auch Konsumenten und Verbraucher.
              Hast du ein schlechtes Gewissen, das du die von der Natur hervorgebrachten Sachen so billig b4ekomsmt?
              An sich ein gutes Zeichen, denn damit kannst du dir Gedanken machen, wie das mit der Ausnutzung der Natur zu tun hat.

              Und was die Bauern damit zu tun haben, und warum die so einen kleinen Stundenlohn haben und was du für einen Stundenlohn hast und wer sich mehr Konsumgüter kaufen kann.

              Das Thema ist viel zu traurig, als dass man deswegen aufeinander eindreschen müsste. Das machen nur die unerfahrenen oder Dumen, die davon keine Ahnung haben und siech deswegen selbst nicht genug sind.

              Und das gift das wir auf die Felder spritzen sind Medikamente für die Pflanzen, sie eventuell zu dicht gesät wurden, damit der Ertrag stimmt.
              Der Ertrag muß stimmen, damit genug im LEH auszuwählen ist, denn der Kunde ist König!

              Und Medikamente fpr Mensch, Tier und Pflanzen werden Jahrelang vor ihrer Anwendung auf Mensch, Tier, Pflanze und Umwelt geprüft.

              Wußtest du das nicht?
              Weißt du wie teuer das ist? Weißt wie viel landw. Subventionen das kostet?
              Und beschreibst das einfach lapidar mit Gift?

              Aber Leute wie du lernen ja nie aus.
              Nur Leute in der STadt, die den Spitzenschein nicht haben, die können ja Gift dazu sagen,
              sie denken ja auch viel hilft viel und halten ihren Garten so von Unkräuter, Pilsen und Insekten sauber. (für jedes gibt es spezielles Gift, äh Bekämpfungs-, bwz. Pflanzenschutzmittel und mit bestimmter Anwendungsmenge).

              Viel hilft viel
              denken nur die Unwissenden und die Journalisten die Action machen wollen,
              Ein gelernter Landwirt nicht!
              Denn der ist ja nicht unwissend und er muß es ja selber bezahlen und anwenden und hat auch die Verantwortung für sein Ackerland, muß also auch in weiter Ferne, Zukunft denken. Es ist ja sein Beruf!

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            „“ Dann kommt noch einer, der nimmt die Aufforderung „Wir wollen Dialog!“ ernst.““

            Herr Felser,
            das was sie machen ist kein Dialog, sondern üble Beschimpfung von Bauern.

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        • Hans-Günter Felser sagt

          Liebe Inga, „Städter“ sind oftmals der Natur mehr verbunden als die „Leute vom Land“, ich kann das beurteilen, bin ich doch schon oftmals berufsbedingt umgezogen und habe sowohl „in der Stadt“ als „auf dem Land“ gelebt. Im Dorf ist ein Laubbaum „Dreck“, bzw. er produziert das laut Einheimische. Die haben geradezu einen Hass auf alles, was „Baum“, „Laubabwerfend“ und „arbeitsintensiver Vorgarten“ ist. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber es greifen sehr viele zum Mittel „Gärten des Grauens“, Stein-Gabionen, Kiesbeete und Schotterfläche. Das hat aber auch nichts mit Zen-Buddhismus zu tun, sondern ist Ausdruck existenzieller Verlassenheit und Verlust des Staunens. Alles, was Federn hat, ist „ein Vogel“ und was summt, ist „Ihhh, eine Biiiiieeeehhhne!“. Ich habe selber in der Landwirtschaft – hart! – geschuftet, aber ich hatte immer Demut und Liebe zur Natur. Wenn ein Milan kreist oder ein Mäusebussard, ein Hermelinchen auf Streifzug ist, eine Füchsin ihre Jungen erzieht, das hat doch auch eine Größe und einen Wert. Oder muss das einfach nur weg? Armut, geistige und seeelische Armut, hat Einzug gehalten in der achso wirtschaftlichen, egomanischen Land-Wirtschaft. Hatte ich noch Ehrfurcht vor dem Bauern, der seine Kühe noch auf der Weide mal geherzt hat, so habe ich vor dem seelenlosen Industrie-Agrarier mindestens die gleiche Abscheu und Ekel. Ist so. Ich könnte noch aus dem Nähkästchen meiner Erfahrungen und meines Lebenslaufs plaudern, aber wenn ich hier Seelenstrip betreibe, freuen sich die anonymen Schmierfinke, die das ohnehin nicht glauben wollen oder mich als „Träumer“ diffamieren. Wenn hier einiges schief gelaufen ist, dann lasst es uns wieder richten! Keineswegs aber lasse ich zu, dass Artensterben in diabolischem Ausmaß akzeptiert wir mit den Worten „Da kann man nichts dran machen“. – Doch, da kann man was dran machen!

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          • Inga sagt

            Wer mehr der Natur verbunden ist, das hat weniger mit Bauer und Städter zu tun, sondern mit der Persönlichkeit.
            Es gibt auch Bauern die keinen Bezug zur Natur haben, aber die müssen ihn lernen und Städter brauchen das nicht. Die aber einen Draht oder Bezug zur Natur haben, die beobachten sie auch und können mitreden.

            Wann war das, als und auf dem Dorf gelebt hast?

            Wenn man den ganzen Tag im Feld ist, dann ist das heruntergefallene Laub Dreck, klar, weil man es nach einem langen Tag auch noch wegmachen muß. Dreck im Sinne von, ist im Weg, manche sagen auch zu Unkraut im Feld „Dreck“! Vieleicht ist da sogar in manchem Dialekt so bedingt.
            In der Stadt machen das ja die Städtischen Bediensteten.
            Wo und Was hast du in der Landwirtschaft geschuftet?
            Das weißt du ja, das es 2erlei Menschen gibt.
            Meine Oma hat die Katzen auf dem Bauernhof freundlich und gut behandelnd und ihr mit Liebe ihr Fresschen hergestellt, und meine andere Oma und Mutter haben die gar nicht beachtet, haben ihr höchstens noch einen Tritt gegeben.

            Vielleicht weil sie den Zusammenhang nicht kannten, was die Katze auf dem Bauernhof für Aufgaben hat, obwohl auch in der Landwirtschaft gelernt und gelebt.
            Das sind die Leute auf dem Dorf.

            Im Jagdgesetz steht benimmt, welche Tiere man wann schießen darf und welche nicht.
            Eine Füchsin mit Kleinen bestimmt nicht!
            Da hast du was falsch verstanden oder es hat so eine dumme Frau gesagt, wie es meine andere Oma war.

            Da hast du Recht:

            „Armut, geistige und seelische Armut, hat Einzug gehalten in der ach so wirtschaftlichen, egomanischen Land-Wirtschaft.“

            Aber deswegen darf man nicht alles den Bauern in die Schuhe schieben!

            Denn diese Problematik ist in unserer Volkswirtschaft so etabliert und können nur wir gemeinsam was machen und das funktioniert nur, wenn wir nicht gegenseitig die Schuld aufeinander schieben!
            Udn handeln, denn der gemeine Städter, der jeden Tag 8 Stunden seiner Industriearbeiter nachgeht und die Billigen Lebensmittel im LEH kaufen kann Und wenn er die noch billiger im Sondersuperangebot bekommen kann, dann greift er da zu,klar,
            dem ist es ja gar nicht bewusst, dass damit auch die Umwelt belastet wird.

            Und nur die mit geistiger und seelische Armut können schlecht damit umgehen. Die Bauern können sich ja nicht wehren!

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            • Hans-Günter Felser sagt

              Wow, Inga, das ist stark. Ein ganz tief empfundenes „Dankeschön!“ für deinen Kommentar und ein „Däumchen hoch“.

              Wann und was ich in der Landwirtschaft gemacht habe, habe ich schon paarmal erzählt. Ich will es jetzt nicht hier breit treten, denn es war eine zwar harte, aber sehr schöne – und giftlose! – Zeit, die ich mir von einigen Kommentatoren nicht in den Dreck ziehen lassen möchte, wie vielfach schon geschehen. Sie bleibt daher „mein“.

              Dir ein schönes Wochenende!

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Zitat Felser:
            „“ Armut, geistige und seeelische Armut, hat Einzug gehalten in der achso wirtschaftlichen, egomanischen Land-Wirtschaft. „“

            Wie heißt das Zeugs das sie täglich Einnehmen?

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            • Inga sagt

              Ich habe ihm schon geschrieben, dass das nicht nur in der Landwirtschaft so ist,
              sondern bei den Menschen in der Industrie noch mehr!
              Also bei den Verbrauchern er landw. Gütern.

              Deswegen lassen sie oft ihre Unzufriedenheit an der Landwirtschaft aus.
              Anstatt einfach zu fragen, warum in der Landwirtschaft Gift gespritzt
              und wir ihnen dieses Phytomedikament, das man ja mit Gift nicht bezeichnen kann.
              Aber die Bezeichnung Gift lässt erkennen, das die Menschen Angst davor haben und deswegen kann man es ihnen erklären, wie der Prof. aus Göttingen so schön gemacht hat.

              Aber dann als Städter oder Verbraucher einfach drauf los zu schimpfen und behaupten der wird für diese Ideologie bezahlt, das zeugt von tiefer seelischer Unzufriedenheit
              und behauptet ihr Kleingarten,wie sie ihn als Kind erlebt haben wäre besser!
              Ja, da war die Welt noch in Ordnung und ihre Geborgenheit auch!

              Eben diese Unzufriedenheit löst Kleingeistigkeit aus.

              Wir müssen das Gemeinsam anpacken, aber ohne Schuldzuweisung!

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Inga, der Verbraucher ist weit entfernt von der Landwirtschaft und die Medien nehmen gerne jeden negativen Quatsch auf, weil der deutsche Michel auf Negativschlagzeilen anfällig ist. Da wird dem Verbraucher vorgegaukelt, dass angeblich BIO Bauern keine Pestizide verwenden und der Verbraucher glaubt an das Paradies, ohne PSM, ohne Dünger und ohne Gülle.
              Im Spiegelforum meinte eine Userin, Gülle muss man verbieten, die Fläche braucht man für den Klärschlamm, der muss schließlich auf den Feldern entsorgt werden.
              Da fehlen einem die Worte.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Herr Felser,
        sie sollten nicht immer von Gift schreiben, sondern von PSM. PSM mit dem Gefahrenzeichen GHS06 (Totenkopf mit gekreuzten Knochen) sind nach meinem Kenntnisstand nicht zu kaufen.
        Und die Aussage, „nach mir die Sintflut“ entspricht einem verquertem Gedankengut eines Menschen der keine Ahnung von der Materie hat, aber davon viel.

        4
  5. AdT sagt

    „Wenn ihr Vegetarier seid, gibt es zwei Fragen: 1. Was macht ihr mit dem Gras vom Grünland? 2. Wo bekommt ihr jetzt den organischen Dünger her? Sonst ist das mit dem Ackerbau auch bald am Ende, so ganz ohne Dünger. Wie ihr das trotzdem hinbekommen könnt, weiß der Bauer.“

    Ohne organischen Dünger oder ganz ohne Dünger – was ist das nun wieder?

    Oje, warum habe ich mich bloß mit Bauern (Agrarbloggern) beschäftigt und greife nicht einfach unbekümmert ins Supermarktregal? Dann hätte ich von all der Deprimiertheit und den seltsamen Vorstellungen über „den Verbraucher“, „den Städter“, „den Vegetarier/Veganer“, „die Mainstreammedien“ usw. nichts mitbekommen. Es nervt mich irgendwie, aber ich muss trotzdem immer wieder hinschauen. Immerhin muss ich bei Unfällen auf der Autobahn den Blick nicht von meiner Fahrbahn wenden. So ganz voyeuristisch bin ich wohl doch nicht veranlagt.

    2
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Man kann es auch umgekehrt sehen, nämlich die seltsamen Vorstellungen von Verbrauchern und den Städtern über die Landwirtschaft und deren Bauern.

      Für viele macht man als Landwirt noch mit dem Hammer das Licht aus und sucht im Fernsehen ein Eheweib.

      2
    • Obstbäuerin sagt

      Natürlich gibt es »den Verbraucher«, das ist der, der die landwirtschaftlichen Produkte kauft und isst – also verbraucht und es gibt »den Städter«, der in der Stadt wohnt und vielleicht viel oder wenig über die Produktion seiner Lebensmittel weiß aber er wohnt in der Stadt mit vielen anderen Städtern, manchmal Millionen. Und »die Mainstreammedien«, die gibt es auch – sie verbreiten oft seltsame Weisheiten über »die Landwirtschaft« – das Sterben von Bienen, Vögeln, Bäumen oder das Vergiften von Lebensmittel und vieles andere mehr. Letzteres nervt mich.

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      • Hans-Günter Felser sagt

        Aber, Obstbäuerin, wenn Sie das Verbreiten von „seltsamen Weisheiten … über das Sterben von Bienen, Vögeln, Bäumen…“ nervt, dann erinnere ich Ihre Aussage „Na und, wenn 80% der Insekten tot sind, aber meine Äpfel bestäubt sind, reichen ja die 20%“. Ich finde diese Ihre Aussage nicht nur nervend, sondern extrem gefährlich. Sie haben den Finger am Spritzknopf und Ihnen ist es schlichtweg egal, was mit unserer Umwelt wird, wie sich ihre Äpfel zwar optisch schön darstellen, aber an Wertigkeit komplett eingebüßt haben. Meinen Sie nicht, dass die Spritzereien sich nicht bis in die Pflanze und auch in die Früchte auswirken? Also auch auf den Körper des Verbrauchers? Eine Studie hat jetzt ergeben, dass die Spritzereien in Weinbergen sich auf die Weinqualität auswirken, da z.B. die Mykorrhizen großteilig abgetötet werden (die erschließen aber den Boden und sind mitunter für die Versorgung der Weinreben maßgebend), aber auch andere Mikroorganismen. Die verbleibenden Gifte wirken sich auch auf die Gärung aus. Die Ignoranz bei der Anwendung der Biozide und der Akzeptanz der Vernichtung der Artenvielfalt ist alarmierend.

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        • Mark sagt

          „Eine Studie hat jetzt ergeben, dass die Spritzereien in Weinbergen sich auf die Weinqualität auswirken, da z.B. die Mykorrhizen großteilig abgetötet ..“
          Können Sie dazu ein exakte Quellenangabe machen?

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Wahrscheinlich stammt die „Studie“ von einem Hans-Günter Felser.

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          • Hans-Günter Felser sagt

            => Mark. Selbstverständlich kann ich das. Und Sie werden erwartungsgemäß die Quelle als Fakenews bezeichnen, die Ergebnisse ungültig erklären und mit Gegengutachten kommen. Aber sei es drum, es ist eine Studie der Universität für Bodenkultur und der Weinbauschule Klosterneuburg in Österreich : http://noe.orf.at/news/stories/2919817/

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            • Mark sagt

              Danke für den Link, das ist zwar nicht die Quelle, sondern nur ein popeliger Artikel eines regionalen Radiosenders, aber seis drum. Wenn sie selbst den popeligen Artikel genau gelesen hätten, dann wäre ihnen aufgefallen, dass Auswirkungen auf die Weinqualität nur vermutet werden, Sie stellen es als Fakt dar und dies ist in der Tat die klassische Variante der Erstellung einer fake news. Wenn Sie noch genauer gelesen hätten wäre Ihnen auch folgendes aufgefallen:
              „Während Regenwürmer und der Abbau organischer Stoffe im Boden von den Herbiziden nicht beeinflusst wurden…“
              Das ist ein Freispruch von Glyphosat und Co. in Bezug auf Regenwürmer und Bodenlebewesen!!!!
              Nun, da dieser Freispruch von BOKU-Wien kommt, gebe ich nichts drauf, in anderen Veröffentlichungen behauptet BOKU das Gegenteil. Ich habs schon mal erwähnt, ich halte BOKU für eine pseudo-naturwissenschaftliche öko-esoterische Institution.
              Na habe ich jetzt Ihre Erwartungen erfüllt?

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            • Hans-Günter Felser sagt

              Mark, die Quelle ist benannt, u.a. in dem Artikel, aber auch in meinem Kommentar oben. Also blasen Sie die Backen nicht so auf, bitte. Ich hatte eine große Auswahl an „popeligen“ Presseagenturen und habe bewusst diesen Artikel ausgewählt.
              „Freispruch von Glyphosat und Co. in Bezug auf Regenwürmer und Bodenlebewesen“ – Habe ich schon gelesen und mich auf Ihre Reaktion gefreut. Auch, dass Sie das Institut diskreditieren würden, habe ich schon vorhergesagt. Also alles wie immer. Weiter so. Ich habe das schon richtig eingeschätzt, dass die Vergiftung nicht durch Einsicht der Vergifter verringert/eingedämmt, sondern durch drakonische Impulse erfolgen wird. Wenn Sie Alternativen zur Vergiftung der Umwelt suchen. suchen und Unterstützung benötigen, stehe ich an Ihrer Seite, z.B. bei Einfluss auf die Politik in Bezug auf Förderung ökologischer Anbauweise/Ausfallentschädigung/Zukunftssichernder Subventionen. Mark, Ihr Stil gefällt mir aber gut, das ist in der Tat „Dialog“. Argument – Gegenargument, so muss das. Da können sich andere eine Scheibe abschneiden, die lediglich auf Diskreditierung des anderen setzen, sonst aber nicht viel zu sagen haben. Dafür Danke an Sie.

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            • bauerhans sagt

              „Ich habe das schon richtig eingeschätzt, dass die Vergiftung nicht durch Einsicht der Vergifter verringert/eingedämmt…“

              es gibt keine vergiftung!

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            • Mark sagt

              „Habe ich schon gelesen und mich auf Ihre Reaktion gefreut.“
              Wenn man jemand so einfach eine Freude machen kann tue ich das gern 🙂

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        • Obstbäuerin sagt

          Herr Felser, Sie dürfen mich gern zitieren aber es sollte wenigstens inhaltlich stimmen. Schauen Sie noch mal nach, in welchem Zusammenhang der Rückgang um 80% genannt wurde. Ein Bezug zu meinem Apfelanbau war da gar nicht erwähnt. Ansonsten verstehe ich Ihre Aufregung nicht, Sie müssen weder meine noch andere konventionell erzeugten Lebensmittel essen. Es gibt für Sie ausreichend Bio am Markt, wenn Sie glauben, dass in diesem Bereich ein Stoppschild für Schädlinge und Krankheiten ausreicht.

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          • Hans-Günter Felser sagt

            Obstbäuerin, ich habe Sie korrekt zitiert. Ihre Aussage hat mich so geschockt, dass ich die nicht vergessen kann.

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          • Hans-Günter Felser sagt

            Obstbäuerin, Sie geben es auf?
            -Damit Sie sich nochmal erinnern, habe ich mal zwei Ihrer Beiträge hervorgeholt, copy+paste. Sie haben die ganze Zeit nur Ihre Ernte (Ihr Ökosystem…) im Kopf gehabt. Da bei Ihren Apfelbäumen ja sogar die „Befruchtung viel zu hoch ist“, sind 20% verbliebener Insekten scheinbar für Sie noch zuviel (weil ja die Stare von den Insekten leben und nun über Ihre Ernte herfallen – gäbe es weniger Insekten, gäbe es weniger Stare) ? Sie wollten Kontext? Bitte schön! Und wer das Ganze liest (Artikel „Insekten mögen´s unordentlich“), weiß, dass ich das schon im richtigen, Ihrem Sinn (!) transportiert habe. Sie können jetzt Wortklauberei betreiben und sagen, an der Stelle haben Sie nicht unmittelbar „Äpfel“ geschrieben (dann waren es eben Kirschen), aber auf dem Niveau wollen Sie es dich jetzt nicht betreiben, oder? Mit „Ökosystem“ meinen Sie Ihre kleine Welt, mehr aber nicht! Ich habe das schon richtig verstanden und beschrieben, da gab es nicht die Spur einer Missdeutung. Mehr noch: Für Sie sind 20% überlebende Insekten offensichtlich noch zuviel, bzw. 80% Artensterben noch zuwenig, das müssten Sie doch selber nachlesen können, oder?! – And here she comes! :

            „Obstbäuerin
            28. Mai 2018
            Vor lauter Frohsinn über die Möglichkeit, das Insektensterben zu stoppen, scheint hier mancher den letzten Satz von Dr. Weß zu überlesen. Alle diese Maßnahmen führen auch dazu, dass es »wieder Insektenplagen gibt«. Mir reicht schon die Vogelplage im Moment, die uns bis jetzt 4 Tonnen Kirschen vernichtet hat. Insektenplagen sind nicht harmlos und können ganze Ernten vernichten. Damit wäre auch bei uns die Ernährungssicherheit nicht mehr gewährleistet. Außerdem würde das Risiko für den Landwirt enorm steigen, sein Einkommen an fliegende und krabbelnde Mitesser zu verlieren. Wer ist dann noch bereit, diese Arbeit zu verrichten? Oder muss dann alles unter Netze, Glas und Folie?
            Wenn schon heute 80% der Insekten vernichtet sind und unser Ökosystem trotzdem funktioniert, reichen die verbliebenen 20% offensichtlich aus. Und bevor der Mensch vor lauter Hunger die Landschaft ausgeräumt und den Insekten mehr Raum gegeben hat, gab es ja auch viel weniger. Auch wenn ich Schmetterlinge, Bienen und Vögel mag, wünsche ich mir keine Raupenplage und keine Starenschwärme in unseren Anlagen.“

            Und

            „Obstbäuerin
            28. Mai 2018
            Herr Felser, für mich ist das keine scherzhafte Bemerkung sondern bitterer Ernst. Wir haben durch die Starenplage, die sich natürlich nur entwickeln kann, wenn genügend Insekten vorhanden sind, schon Verluste in diesem Jahr in Höhe von mehr als 10.000 €. Ein Ende ist nicht abzusehen. Mit der Kriegssprache haben sie nicht ganz unrecht. Wir verteidigen unsere mit viel Arbeit verbundenen Kulturen zusätzlich zu Schädlingen gegen Wildschweine, Hirsche und Vögel. Wahrscheinlich werden wir den Anbau von Süßkirschen reduzieren und den Rest einnetzen, wenn wir uns das noch leisten können. Was die Bestäubung der Apfelblüten betrifft ist es in drei von vier Jahren so, dass die Befruchtung viel zu hoch ist und das Problem der Ausdünnung gelöst werden muss. Mit Gier hat unsere Arbeit absolut nichts zu tun. Wir sind froh, wenn wir alle Rechnungen bezahlen können.“

            Obstbäuerin, ich habe schon viel Verständnis für Ihre Probleme, aber wenn Profit so glatt ausgesprochen vor der Erhaltung unserer Arten geht, hört dann doch der Spaß auf. In wenigen Jahren wird alles um uns herum zerstört, weil Sie sich keine Alternativen vorstellen können/wollen… Soll das so? ….. – Schönen Kampf noch!

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            • Schmeckt gut sagt

              Herr Felser, sie sind unverschämt. Selbsterständlich ist es erlaubt und auch gewollt, das wir Bauern uns gegen diverse Plagen wehren. Zur Unterstützung – sie werden es wahrscheinlich nicht wissen – gibt es die Pflanzenschutzämter der Länder, das BVL, das BLE, das JKI … Ich habe keine Ahnung, durch welche Firma ihre Rente aufgebaut wurde – ich gönne sie ihnen aber. Wenn sie von uns Bauern allerdings erwarten, das wir nur für lau die Kulturlandschaft pflegen, offenbart das ihre verquere Sicht der Dinge.

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            • Obstbäuerin sagt

              Herr Felser, zu allem, was ich gesagt habe , stehe ich natürlich und wer es richtig liest, weiß auch, wie es gemeint ist. Wenn Sie glauben, dass es in unserer Branche um Profit geht, haben Sie wirklich wenig Ahnung von der Realität. Es geht ums Überleben. Eine Form von Glück ist für mich, wenn ich alle Rechnungen bezahlen kann.
              Sowenig, wie die Bäume und die Schmetterlinge in den Siebzigern aus- oder abgestorben sind, wird dies auch in den nächsten 50 Jahren nicht passieren. Dafür sorgen wir schon.

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          • Hans-Günter Felser sagt

            Gerade „inhaltlich“ stimmt es sehr, sehr treffend! Das mit dem Stoppschild beweist: Sie haben ordentlich Humor!

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Herr Felser,
          der Termin für die Abschlussspritzung in den Weinbergen ist voraussichtlich Mitte Juli, bei Müller-Thurgau eine Woche früher. Die Weinlese – wenn das Wetter so bleibt – ende September.

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          • Inga sagt

            Was kann Herr Felser damit anfangen, ehemaliger Bauer?

            Nur, wenn er schon mal was von Karenzzeit gehört hat!?!

            Aber wenn er es doch das gelesene recherchiert und beweisen kann?

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Herr Felser lebt in einer anderen Welt, eine Welt wo er meint dass er seine Traumwelt leben kann.

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            • Hans-Günter Felser sagt

              Frau Inga, ich antworte diesem Herrn „Ehemaligen …“ grundsätzlich nicht mehr, das hat er sich selber verscherzt. Wer seine Beiträge liest, kann das nachvollziehen. Nun zu Ihnen: Karenzzeit kenne ich. Ich kenne auch, dass da während der Spritzerei per Helikopter in den Weinbergen sich Leute und Tiere befinden, die die Sauerei voll abkriegen. Und wenn Sie schon mit Fachbegriffen hantieren, haben Sie auch schon was von „Abdrift“ gehört? – Die geht dann auch ganz satt über die Ortschaften – Zustände wie in Argentinien.

              Sie hatten nach der Quelle gefragt? Ist geliefert, s.o.!

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            • Schmeckt gut sagt

              Na,unser Herr Felser ist ja wieder voll in Fahrt und nutzt die Erntezeit, um die Sicht auf seine (Traum)welt zu offenbaren. Aber das Helicopter zur Spritzung in Weinbergen Einsatz kommen ist spannend. Welches Land auf der Welt meinen Sie? In Deutschland ist der Einsatz von Fluggeräten zum Pflanzenschutz nur in Ausnahmefällen im Forst möglich – hier gibt es sehr hohe Auflagen. Das sie immer Südamerika als Beispiel anführen, spricht für ihr Halbwissen und macht ihre Aussagen lächerlich. Oder wollen sie Fakenews verbreiten? Die Gelegenheit ist ja im Moment günstig, weil wir zur Zeit viel in der Natur arbeiten und unsere Ernte mit großem Arbeitseinsatz einbringen. Ihre persönlichen Angriffe zeigen hierbei ihr mangelndes Wissen und unterstützen mich wiederum darin, lieber anonym zu bleiben.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ Felser
              Dass sie mir persönlich nicht antworten, ist für mich kein Verlust das mich traurig macht. Entweder haben sie einen Hass auf Bauern, oder sie leben in einer Welt fern von jeder Realität, ich tippe auf das letztere.

              Für die Leser:
              Steillagenwinzer an der Mosel haben eine Sondergenehmigung um Pflanzenschutzmittel per Hubschrauber auszubringen. An sich ist diese nämlich seit 2012 verboten. „Dürfte der Hubschrauber nicht mehr fliegen, gingen an der Mosel circa 2000 Hektar Steillage verloren“. Zudem bringt der Hubschrauber die Spritzmittel gleichmäßiger aus, als wenn man per Hand spritzt. Dass die Spritzungen für Anwohner und Gäste auch Unannehmlichkeiten mit sich bringen, ist nicht zu leugnen.

              Die Bevölkerung sollte sich im klaren sein, dass man nicht einerseits den Pflanzenschutz verteufeln und gleichzeitig die herrliche Landschaft bewundern kann. Mit dem Weinbau an der Mosel verschwindet auch der Urlauber und die Gastronomie.

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            • Inga sagt

              Herr Felser,

              da der ehemalige Landwirt ja wohl von seiner lokalen Landwirtschaft, bzw. seinem Bauernhof in der Ökonische w er lebt besser Bescheid weiß weiß als du, kannst du ihn nicht verteufeln.

              Die Natur gibt uns eben Gesetzmäßigkeiten, die zu beachten sind und vor unserem Egoistmus stehen, man kann da nicht arbeiten wie man will, man muß sich nach ihr richten.
              Deswegen weiß da als staatl. geprüfter Landwirt, wie der ehemalige Landwirt da Bescheid als du.
              Weil ich selbst das PSamt kenne, kann ich mir nicht vorstellen, dass man hier in der EU die Feldwege und auf dem Acker oder Winger arbeitenden Menschen mit bespritzen darf.

              Das ist in Südamerika der Fall, die haben ja ein ganz anderes Pflanzenschutzgesetz als wir.
              Du kannst internationale Landwirtschaft mit der hiesigen nicht vergleichen.

              Deswegen schreibt er ja selber unten:

              „Steillagenwinzer an der Mosel haben eine Sondergenehmigung um Pflanzenschutzmittel per Hubschrauber auszubringen. An sich ist diese nämlich seit 2012 verboten.“

              „Dürfte der Hubschrauber nicht mehr fliegen, gingen an der Mosel circa 2000 Hektar Steillage verloren“.

              Weiterhin gibt er zu:
              „außerdem bringt der Hubschrauber die Spritzmittel gleichmäßiger aus, als wenn man per Hand spritzt. Dass die Spritzungen für Anwohner und Gäste auch Unannehmlichkeiten mit sich bringen, ist nicht zu leugnen.“

              „Die Bevölkerung sollte sich im klaren sein, dass man nicht einerseits den Pflanzenschutz verteufeln und gleichzeitig die herrliche Landschaft bewundern kann. Mit dem Weinbau an der Mosel verschwindet auch der Urlauber und die Gastronomie.“

              Wir hätten weniger dicke schöne Weintrauben und eben weniger Moselwein, naja dann wird er eben teurer.

              Das sind eben die Gesetzmäßigkeiten wie man Landschaft,. Wein und Urlaubsfeeling auf einen Nenner bringt.
              Außerdem wird da auch der „Interpretierte Pflanzenschutz gelten!

              Bauern sind individuell, nett, aber nicht dumm Herr Felser, wie auch diene Berufkollegen!

              man kann sich auch nicht über sie erhöhen, denn das ist tja echt unsozial!

              Oder möchtest du da den Weinbau und die Kulturlandschaft abschaffen mit all ihren Folgen?

              Aber so weit muß nun nur wieder ein Bauer oder die Bauern, die dort wohnen denken!
              Landwirt bewirtschaftet das Land, er kultiviert es, da kann ein berufsfremder nicht mir reinreden, wir Bauern reden in Deinen Beruf doch auch nicht mit rein und machen Dir Vorschriften!
              Der Beruf ist eben kompliziert weil mit unterschiedlicher Ökologie verbunden, da kann nicht einfach jeder aus der Stadt, der einen ganz anderen Beruf hat mit reden! So viel Einsicht muß in unserer zivilisierten Gesellschaft da sein.

              Wo gibt es denn so etwas hier zu Lande?

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            • Hans-Günter Felser sagt

              Inga, Danke für die Worte. Der Wunsch, man solle dem Land-Wirt nicht dreinreden, kann ich gut verstehen. – Kannst du verstehen, dass es aber auch nicht sein kann, dass wir einfach zusehen sollen, wie immer mehr Schutzstreifen verschwinden und das Trinkwasser verseucht wird, etc. etc. „Du weißt Nix, halte dich raus!“ – Geht nicht!

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Zitat Inga:
              „Wir hätten weniger dicke schöne Weintrauben und eben weniger Moselwein, naja dann wird er eben teurer.“

              Es gäbe nicht weniger, sondern gar keinen Moselwein mehr, zumindest nicht von Steillagen. Die jungen Menschen wollen nicht von Hand den Pflanzenschutz im Weinberg betreiben, während die gleichaltrigen sich im Moselstrandbad vergnügen.

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            • Inga sagt

              Weißt du Herr Felser,

              wofür die Schutzstreifen überhaupt das sind?
              Kennst du die engeren Zusammnhänge dazu?

              Ja da hast du Recht mit
              man kann nicht zusehen
              „wie immer mehr Schutzstreifen verschwinden“

              Hast du in deinem Privatgarten auch welche mit bienenfreundlichen Blumen?
              Ich kenne von früher her gar keine Schutzstreifen, die sind in den letzten Jahren erst entstanden, wo verschwinden sie wieder?
              Weißt du wie die entstanden sind?
              Mußt du dich bei betreffenden Bauern mal erkundigen!

              Und das mit dem Trinkwasser und Nitrat drin, ist auch so ein Übel, wo man sich als aufgeklärter Stadtmensch drum kümmern sollte!

              Aber bevor man auf Bauern schimpft oder sie gar erniedrigt, sollte man sich erst mal mehr informieren.

              Es ist doch gar nicht überall so, dass in den Gewässern Nitrat ist. Da kannst du dich bestimmt auf dem Rathaus erkundigen. Da wo man auch die Härtegrade des Wassers nachfragen kann.
              Als aufgeklärter Bürger mußt du das machen, da du ja weißt wie die Journalisten in den Massenmedien ticken, die wollen lieber Action als wahre Fakten, und da fällt ein gebildeter und aufgeklärter Mensch nicht rein!

              Das ist bestimmt nur da,wo es den Gülletuorismus gibt.
              Den gibt es wegen der Massentierhaltung, dieg ibt es nur, damit es genügend billiges Fleisch auf dem Markt gibt.
              Hart es das früher gegeben, dass man sogar Naschwerk aus Wurst macht?
              Hat es das früher gegeben, dass Marktschreier gute Rote Dauerwurst auf den Marktplatz schmeißen und billig verschleudern?

              Dafür müssen Tiere sterben, die vor Gülle produziert haben.
              Sind da die Bauern schuld?
              Das Fleisch von lebendigen Tieren ist doch für die Wurstindustrie nur Rohstoff zum verarbeiten, wo man mit Geld verdienen kann.
              Wie mit Milch und Milchprodukten.

              Sind da die Bauern schuld?
              Sol man die deswegen anklagen?
              Die wollen anständige Preise für ihre Produkte und dafür weniger und qualitativ hochwertigere Ware produzieren!
              Das ist ein Politikum, deswegen ist es zu einfach, die Bauern dafür verantwortlich zu machen!
              Ich denke deswegen hat Bauer Willi das Buch „Sauerei“, wo hervor geht, wir Bauern und ihr Verbraucher müssen solidarisch sein, geschrieben und auch diesen Blog eröffnet hat.

              Wenn du das Buch mit Aufmerksamkeit gelesen hättest, dann würdest du nicht so respektlos auf Bauern schimpfen.

              Denn wir müssen uns sollidarisieren, wenn wir den Elend ein Ende setzen wollen!

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    • Stadtmensch sagt

      „aber ich muss trotzdem immer wieder hinschauen“

      Wartest du etwa noch auf die Antwort zu der Frage, ob man auch ohne Dung also Wirtschaftsdünger also Tierhaltung also Nährstoffkreislauf, Landwirtschaft für so viele Menschen wenigstens noch die nächsten hundert Jahre betreiben kann? Von Nachhaltigkeit will ich gar nicht reden…

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      • Bauer willi sagt

        Den Kommentar verstehe ich nicht. Etwas kryptisch für einen Bauern. Erklär es mir.
        Bauer Willi

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        • Stadtmensch sagt

          Der Kommentar war für AdT. Er hatte doch so eine steile These von der viehlosen Landwirtschaft.

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      • Inga sagt

        AdT weiß doch genau und das hat er auch erwähnt, dass solche spezielle Fragen von der Düngung und Gesunderhaltung vom Boden, nur der Landwirt weiß.

        Und er respektiert dieses Wissen, denn ohne es kommen wir nicht aus.

        Also wenn jeder Nichtlandwirt seine Nahrungsmittel irgendwie selbst anbauen will, dann brauchen wir mehr Land, weil ein Nichtlandwirt nicht so viel herunterholen, bzw. effektiv arbeiten kann.

        Na ja, dann wird eben auch nicht so viel weggeschmissen, denke ich!
        Mit selbst erarbeiten geht man sorgsamer um.

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    • Inga sagt

      Also bist du froh, AdT,

      das du hier etwas Aufklärung darüber bekommst,

      denn es scheint dich ja doch ungemein zu interessieren.
      Ich denke auch, dass dein Respekt vor der Aufgabe des Bauern gewachsen ist und wie sie in unsere Volkswirtschaft eingebunden ist.

      Und das mit dem Kreislaufdünger hast du doch kapiert, oder?
      Wo der nicht ausreicht nimmt man Mineraldünger, als Ernährung für die Pflanzen..
      und wenn wir Lebensmittel wegschmeißen, die sind auch mit wertvollem Dünger, PSM, Diesel und viel Arbeit hergestellt.
      Also vergeudet man damit auch sogar CO2!

      Es ist doch schön, wenn sich ein Städter so dafür interessiert.

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  6. Hans-Günter Felser sagt

    Muss denn zuerst alles an die Wand gefahren werden, bevor ein Umdenken entsteht? Was der „dumme Verbraucher“ vermag, zeigt u.a. die Earthworks Farm , ein gemeinnütziges Gartenprojekt in Detroit, aber auch viele andere Projekte, die nicht nur Nahrung für Viele erzeugen, sondern in einem ursprünglich maroden System ein zukunfts- und hoffnungsgebende grundlegende soziale und strukturelle Umwandlungen bewirken – hin zu einer Gesundung. Gesundung – in vielerlei Hinsicht!

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    • Obstbäuerin sagt

      Manchmal bewirken strukturelle Umwandlungen oder das Eingreifen in das landwirtschaftliche Gefüge von außen genau das Gegenteil von dem, was angestrebt wurde. Ein Beispiel dafür ist der Schweinemord auch die »Professorenschlachtung« genannt im Jahr 1915.
      Diese ganzen kleinen Initiativen sind ganz nett aber sie vermögen es nicht, die Ernährungssicherheit für die immer größer werdenden Metropolen zu gewährleisten. Auf der ganzen Welt zieht es die Menschen in Städte und zu dieser Massenmenschenhaltung entsteht das Pendent – die Massentierhaltung. Ganz nebenbei fehlen auch dadurch in den ländlichen Gebieten für die anfallende Arbeit in kleinen landwirtschaftlichen Projekten diejenigen, die die schwere Arbeit auf dem Acker erledigen. Fragen Sie junge Menschen in ihrem Umkreis, wer gern 10-12 Stunden in gebückter Haltung einen Rübenacker hacken möchte und am nächsten Tag den Stall ausmisten und dann Unkraut rupfen usw. usw. aber nicht nur als nettes Abenteuer sondern als Beruf.
      Diese romantischen Vorstellungen von einer Gesundung – von was auch immer – werden bei ihrer Durchsetzung ein großes Chaos anrichten.

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      • Stadtmensch sagt

        „Fragen Sie junge Menschen in ihrem Umkreis, wer gern 10-12 Stunden in gebückter Haltung einen Rübenacker hacken möchte und am nächsten Tag den Stall ausmisten und dann Unkraut rupfen usw. usw. aber nicht nur als nettes Abenteuer sondern als Beruf.“

        Junge Menschen darf man nicht fragen. Man muss sie später fragen, wenn sie vom vielen Rumsitzen (im Auto und vorm Rechner) kaputt gegangen sind. Wenn sie bei der geringsten körperlichen Anstrengung aus den Latschen kippen…

        Aber der Gedanke von der Massenmenschhaltung in Metropolen, die auf der anderen Seite industrielle LW erfordert, ist gut. Also: Stadtflüchter auf die Äcker! Schluss mit Pendelei 😉

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Warum findet in den USA dieses Umdenken nicht statt?

      Warum hat man in den USA noch die riesigen Felder, wie der Betrieb von Medien-Mogul und Milliardär John Malone, der gilt als der größte Landbesitzer der USA. Mit einer Gesamtfläche von 930.000 Hektar gehören ihm durchaus beträchtliche Areale. Die Hälfte davon ist Waldland in Maine und New Hamsphire, doch er besitzt Betriebe im ganzen Land. Die größte dieser Farmen liegt in New Mexiko.

      Warum gibt es in den USA Betriebe mit 32.000 Kühen, wenn die vor Ort eine Earthworks Farm das Paradies auf Erden ist?

      https://www.srf.ch/play/tv/10vor10/video/mega-farmen-in-den-usa?id=8fdb81aa-1623-4f28-9b1c-cc88cebf6c38&station=69e8ac16-4327-4af4-b873-fd5cd6e895a7

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    • Inga sagt

      Der Verbraucher ist nicht „dumm“, auf seinem Gebiet sogar sehr schlau und erfolgreich, er tut ja auch sein bestes, damit der Rubel rollt, äh unsere Volkswirtschaft funktioniert!

      Aber das tut ein Bauer auch, er tut sein bestes, damit alles wächst und gedeiht und die3 Natur keinen Schaden nimmt, denn sie soll ja für länger erhalten bleiben, damit das Feld in Zukunft (auch noch seine Enkel und Urenkel auch noch bestellt werden kann. Er hat das ja in seiner Berufsausbildung gelernt.
      Warum wird das nicht respektiert?
      Warum glauben welche, dem Bauern vorschrieben zu müssen was er auf sein eigenes Land anpflanzt?

      Das weiß er doch viel besser als andere, oder?
      Wer soll ihm das Vorschrieben?
      Wer kennt sein Land besser als er selber?

      Wer hat Interesse daran, den Bauern zu entmündigen?

      Dann wäre er ja kein volles Mitleid unserer Gesellschaft mehr, oder?

      Sehr soziale Einstellung, von dem der das verlangt!!!

      0
  7. Hans-Günter Felser sagt

    Lieber Bauer Willi,

    vielen Dank für diese Parodie auf den gewünschten „Dialog“ . Ich habe mich köstlich amüsiert.

    Es ist schon mehr als überzeichnet, aber das sollte es ja auch sein, daher die Warnung „(Achtung: das war jetzt Satire!)“
    Sicherlich könnte man das jetzt auch in die andere Richtung (auf Kosten der „Konventionellen“) ausklopfen, aber ich gönne Ihnen hier mal den Spaß. Ist ja ein Forum für Konventionelle, um sich die Wunden zu lecken, nebst gewolltem „Dialog“.

    Wie immer, Bauer Willi, liegt die Wahrheit aber wohl mehr in der Mitte (?). Können wir uns da einigen, dass es nicht schwarz (verblödeter Konsument ?) und weiß (allwissender Konventioneller ?), sondern wie überall 1.000+ shades of grey gibt, denn auch ein verblödeter Konventioneller ist hier und da möglich, genauso wie ein gut informierter und erfahrener Konsument und viele Farbstufen hier und da.

    Sieht die „Dialogbildung“also so aus: „Konsument- du weißt Nix!“ ? – Nun gut, lieber Bauer Willi, das Wissen haben die Landwirte aber auch nicht für sich allein gepachtet, das möchte ich mal anmerken.
    Und wo eine Zuckerfabrik steht, sieht auch der Nicht-Bauer. Auch
    was ein Vegetarier mit Gras aus dem Grünland machen kann, ist schon bekannt, da kann der Bauer zwar auch noch Tipps geben, aber auch der Bio-Bauer, selbst der kleine Selbstversorger und Hobby-Gärtner weiß da was.
    Ich bin überzeugt, dass kleinere Betriebe mit dezentraler Vermarktung wieder mehr Freude und Zufriedenheit in den Alltag bringen würden. Und auch ein hartnackiger Konventioneller könnte was von den Konservierenden lernen, wenn er sich aus seinem Elfenbeinthron mal hinunter bewegt (aus seiner Sicht), meinen Sie nicht?

    Diese Anonymität in den Supermärkten, der Abstand zum Erzeuger und zur Erzeugung, ist nicht wirklich zufriedenstellend. Andererseits habe ich den Eindruck, dass viele Landwirte sich auch abschotten wollen.
    Ein Schild „Heu + Stroh abzugeben“ und daneben steht die riesige Glyphosatspritze – ein chemischer Gruß an die Haustiere oder den Gartenboden! „Kartoffeln“ („gerade frisch „trocken“ gespritzt!“ ? ). „Eier“ – hier zu haben – aus der Legefabrik gleich nebenan, das spart lange Wege und ist somit ein guter CO²-Fußabdruck !
    Ich sage es nochmal: Wenn der „Konventionelle“ sich abgrenzt, sich dermaßen verbittert gegen „den Rest der Welt“, dann wird das alles Nix. Wenn er wahrgenommen wird, wie er bedrohlich und PS-stark mit riesigem Gerät (man fragt sich besorgt: „Ist jetzt der 3.-Weltkrieg ausgebrochen?“) durch Ortschaften schießt (ja, normales, sicheres Tempo ist das nicht!), sagt „ich brauche keine Bienen, mein Mais wird durch Wind bestäubt“ (alles belegbar und in Videos festgehalten), dann wird sich kein Dialog einstellen, sondern es manifestiert sich der Eindruck, dass die Rettung der Arten scheinbar nur auf Druck und Geldeinbußen, gar Strafen bis hin zu Enteignungen geht, dass gültige Bestimmungen, z.B. gesetzlich vorgeschriebene Abstände, eingehalten werden, dass Blühstreifen eben nicht übersprüht werden dürfen (leider zu oft schon gesehen, das war Absicht!). Wenn ein Landwirtschaftsminister sagt „Was der Landwirt auf seinen Acker sprüht, geht die Bevölkerung nichts an. Der Acker ist sein Eigentum und er kann damit machen, was er will“, dann ist damit alles gesagt. Das Tischtuch ist zerschnitten. Mit solchen versnobten und arroganten „Basta!“-Aussagen erzielt man nur noch mehr Kopfschütteln und Verärgerung.
    Wie könnten wir das Tischtuch denn wieder flicken?

    Was ich heraus höre, ist einerseits ein Frust über die vielen Vorschriften, die einem das Arbeiten und die Freude an der Arbeit sehr verleiden können. Das verstehe ich vollständig und fühle mit Ihnen. Vieles ist auch offensichtlich kompletter Unsinn. Da könnten wir gemeinsam dran arbeiten und auf die Politik einwirken.

    Ich erkenne die Leistungen der Landwirte durchaus an. Es gehört ein großes Maß an Voraussicht, Fleiß und Wissen dazu, Lebensmittel zu „erzeugen“. Es gehört sogar noch mehr dazu, wertige (!) Lebensmittel zu erzeugen, die sogar schmecken (!). Geschmack und Wertigkeit sind aber leider überhaupt kein Thema in der industriellen Erzeugung von „Lebens“-Mitteln. Vielleicht auch nur ein Luxus-Problem da, wo wirklicher Hunger grassiert (?).

    Nun denn, ich lese mir jetzt den obigen Beitrag von Bauer Willi nochmal durch, werde wieder an einigen Stellen wieder herzhaft lachen und an anderen Stellen, wieder, mit Bedauern den Kopf schütteln. Der Beitrag macht auf jeden Fall nachdenklich.

    -Vielleicht sollte man ja auf das Angebot eingehen? Es geht nicht ohne Bauern, aber vielleicht geht es ohne den konventionellen Bauern ?

    Es gibt immer mehr Leute, die sich zumindest teilweise selbst versorgen, Fähigkeiten und Kenntnisse erworben haben und die man nicht so einfach abtun und unterschätzen sollte. Die holen langfristig auf einer Fläche sogar mehr raus als der „Konventionelle“. Das, lieber Bauer Willi, sind dann auch Bauern – und die verdienen den Namen dann auch wieder eher als der industrielle Land-„Wirt“.

    Noch besser aber wäre eine Annäherung – da sind dann alle gefragt.

    Satire – wie die da oben – ist immer gut.

    Mit freundlichen Grüßen

    Hans-Günter Felser

    P.S.: In meinem Umfeld sind dieses an etlichen Stellen etwas mehr die Abstände eingehalten worden. Ich habe sogar hier und da Klatschmohn gesehen. Dafür danke ich den Landwirten/Bauern, die darauf Rücksicht genommen haben!

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    • bauerhans sagt

      „Es geht nicht ohne Bauern, aber vielleicht geht es ohne den konventionellen Bauern ?
      Es gibt immer mehr Leute, die sich zumindest teilweise selbst versorgen…“

      herr felser,ohne konventionelle bauern würde eben importiert werden,aber wie ist das dann mit den qualitäten und der nahrungssicherheit und wer pflegt dann die landschaft???
      leute,die sich selbst versorgen ist ein promille-bereich der bevölkerung,spielt keine rolle!

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „Wenn ein Landwirtschaftsminister sagt „Was der Landwirt auf seinen Acker sprüht, geht die Bevölkerung nichts an. Der Acker ist sein Eigentum und er kann damit machen, was er will“, dann ist damit alles gesagt. Das Tischtuch ist zerschnitten. Mit solchen versnobten und arroganten „Basta!“-Aussagen erzielt man nur noch mehr Kopfschütteln und Verärgerung.
      Wie könnten wir das Tischtuch denn wieder flicken?“

      *Der Acker ist mein Eigentum und ich baue darauf an, was ich will.
      * Ich benutze PSM die Zugelassen sind und die ich für richtig halte.
      * Der Verbraucher kann auch Wohlschmeckende Lebensmittel verlangen, wenn er den gerechten Preis bezahlt.
      * Das hat nichts mit Arroganz zu tun, sondern mit Schutz des Eigentums.

      In einem gebe ich ihnen Recht, die Erzeugung wurde auf Masse und schönes Aussehen getrimmt, weil die alte geschmacklich gute Karottensorte in meinem Garten keiner kaufen würde.

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      • Inga sagt

        Nur weil sie nicht so gut aussieht, gell Ehemaliger Landwirt?
        Schon hier beim Einkaufen ist Fachwissen gefragt.

        Deswegen kann auch keiner die alten aromatischen Apfelsorten, mit mehr und unterschiedlichen Vitaminen und Mineralstoffen, vermarkten!

        Nur das Auge kauft!

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        • Obstbäuerin sagt

          Hallo Inga, das stimmt nicht ganz. Bei Blindverkostungen schneiden die neuen Sorten in der Regel besser ab. Es gibt auch fantastisch aussehende alte Sorten, die gruselig schmecken. Z.B. wurde »Gloria Mundi« auf Größe gezüchtet, um den Apfel in der Vitrine zu präsentieren. Nur zum Angeben.

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          • Inga sagt

            Ja,
            wenn das Äußerliche mehr zählt, wie die Vitamine und der Geschmack darin,
            dann Gute Nacht!

            Ja, die Macht des Verbrauchers ist groß!

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            • Obstbäuerin sagt

              Es handelt sich bei »Gloria Mundi« um eine alte Sorte. So etwas würde heute kein Züchter mehr machen.

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    • Obstbäuerin sagt

      Herr Felser, wenn Ihrer Meinung nach nur die »Guten« Bauern (also kein konventioneller Bauer) bleiben, stehen der Bevölkerung noch 3 % der jetzt erzeugten landwirtschaftlichen Produkte zur Verfügung, denn den kläglichen Rest von 97 % hat bisher der »Böse« Bauer erzeugt.

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    • Bauer Willi sagt

      Lieber Hans-Günter Felser
      Ja, es geht auch anders.
      – SoLaWi zum Beispiel. Etwas mehr als 100 Betriebe in Deutschland. Vielleicht sind es jetzt auch schon 200. Das Wachstum ist jedenfalls sehr gering
      – Selbsterntefelder: Im Nachbarort Stommeln weiß ein Demeter-Betrieb die nicht an den Mann/Frau zu bringen. Toller Bahnanschluss, in 15 Minuten ist man am Kölner Dom. Köln hat etwa 1 Million Einwohner.
      – Früher kamen Heerscharen auf die Kartoffeläcker zum Nachlesen. Heute niemand und ich hätte nicht einmal was dagegen.
      – Im Neubaugebiet um die Ecke Thuja, Kirschlorbeer und Rollrasen. Keine einzige Brennessel, wo die doch für den „Kleinen Fuchs“ so wichtig ist. Aber das Insektensterben ist schlimm.

      Wir haben in diesem Jahr auf das Mulchen der Feldränder verzichtet, trotz Schützenfest (Kirmes). Kein Insektizideinsatz im Getreide, weder bei Gerste noch beim Weizen. Nur beim Kartoffelkäfer sind wir „intolerant“. Das sind dieses Jahr so viele, dass wir mit den händischen Ablesen nicht nachgekommen wären.

      Was ich sagen will: Wenn ihr Bio wollt, dann kauft Bio. Werden Sie wahrscheinlich machen aber es dürfen gerne noch mehr werden. Aber bitte keine Bio-Avocados oder Bio-Bananen. Die kann ich nämlich nicht.
      Bauer Willi

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      • Hans-Günter Felser sagt

        Lieber Bauer Willi,
        es ist fast schon ein Déjà-vu unter anderen Themen, wenn auf die Bedeutungslosigkeit und Nichtzukunftsfähigkeit von SoLaWis hingewiesen wird. Das kenne ich auch aus der Energiefrage. Was wurden die Photovoltaik-Anlagen belächelt, verteufelt, verunglimpft und versucht zu vereiteln. „Das macht höchstens 3% der Gesamtversorgung aus“ – genau das wurde beim Grün-Strom auch gesagt. Heute machen regenerative Energien schon die Mehrzahl der erzeugten Energiemengen in Deutschland aus (trotz intensiver Verhinderungs- und Verzögerungstaktiken der AKW- und Braunkohle Kraftwerk-Betreiber). Und ich sage zu den Konventionellen: Macht weiter so und ihr spielt eurer Konkurrenz in die Hände. Die hohe Zeit für Agrargifte auf Monokulturflächen ist – zumindest hier in Deutschland – ja Europa – abgelaufen. Die Bayer AG hat sich mit dem Aufkauf des Teufels Monsanto soeben ihr eigenes Grab geschaufelt. Wer lachen will, nur zu. Ich finde es schade, dass Menschen, die eine Alternative haben, so begeistert und versnobt den Holzweg wählen. Etwas Demut und Offenheit für sinnvolle Veränderungen käme manchmal – auf allen Seiten – gut.

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        • Obstbäuerin sagt

          Hallo Herr Felser, wir haben hier zwei Solawis, die nicht in der Lage sind überlebensfähig zu wirtschaften, weil der Kundenkreis nicht über 20 hinausgeht. Ich kenne viele, die es probiert haben aber nach einem Jahr (wegen der Vertragsbindung geht’s nicht eher) wieder ausgestiegen sind. Zu viel Mangold. Zum Glück gibt es ein paar Studenten, die für kurze Zeit den Schwund ausgleichen. Da fragt man sich doch, wer hier auf dem Holzweg ist.

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          • Hans-Günter Felser sagt

            Obstbäuerin, keine Sorge, die Kinderkrankheiten mancher Solawis werden auch vergehen. Es liegt ja nicht nur am Angebot, sondern an der Kommunikation, an der Werbung etc. Das stellt sich auch noch ein. Es gibt auch noch weitere Konzepte und alle werden ihren Weg finden. Natürlich darf ich nicht jede Woche die Leute mit Mangold penetrieren, sondern muss für entsprechende Abwechslung sorgen, Bohnen, Erbsen, Wildkpflanzensalate, frische Kräuter, etc. und gleichzeitig informieren, Rezepte anbieten. Ich bin mir sogar sicher, dass die Verbraucher sich über Gierschspinat freuen, der ist mehr als lecker. In Zeiten der weltweiten Vernetzung könnte sogar das aktuelle Angebot im Netz präsent sein und der Verbraucher seine Vorlieben angeben bzw. konkrete Mengen bestellen. Das kommt schon, da bin ich mir sehr sicher. Ich bin mir auch sicher, dass die Giftspritzer keine Zukunft haben werden. Aber das dauert noch, Ihre Generation wird das wohl nur noch tangieren. Beste Grüße.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Gut dass sie uns ihr Wunschgedenken übermittelt haben, mit der Realität jetzt und in Zukunft hat das nichts zu tun.

              Ich weiß jetzt nicht was sie mit „Giftspritzer“ meinen, ohne Pflanzenschutz geht auch in 30 Jahren nichts.

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            • Obstbäuerin sagt

              Herr Felser, Ihre Einstellung erinnert mich ein bisschen an »Candide« von Voltaire.

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          • Hans-Günter Felser sagt

            Nicht jede Photovoltaikanlage hat am Anfang sofort funktioniert und da wurde dann -meist höhnisch- mit dem Finger drauf gezeigt. In den Köpfen spukte es dann von „brennenden Dächern“, von „Bleivergiftungen“ etc. – alles Hanebüchener Humbug, der zum Glück längst überholt ist. Wenn ein PKW brennt, gibt es mehr Gifte u.a. Bleidämpfe, als es ein großes Scheunendach voller Module emmitieren würde. Ja und es brennen nicht die Dächer und es gibt keine Vergiftungen und die Anlagen funktionieren seit Jahrzehnten bestens. Was fehlt, ist der Wille, alle möglichen Konzepte zu konzertieren. Falsch! – Es fehlt ohnehin am Willen zur Veränderung, daher geht es so schleppend. Es gibt eine mafiöse Struktur, eine Lobby, die sich auf bestimmte Praktiken selbst korrumpiert und mit den bestehenden Verhältnissen sehr gut arrangiert hat. …Da sehe ich dann auch Parallelen zu anderen Branchen… Das zuzugeben erfordert selbstverständlich Wissen, Mut und Größe. – Und Verantwortungsbewusstsein der Umwelt gegenüber.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Was wollen sie und mit ihrem Beitrag sagen?

              Gerade die Landwirte haben massiv in PV Anlagen investiert und sind als PV Mafia beschimpft worden.

              Nicht nur der Herr Felser hat eine Anlage auf dem Dach, auch der Ehemalige Landwirt, bei dem sind es sogar 32.49 KW.

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            • Inga sagt

              Ja Ehemaliger,
              da hat ja er Herr Felser Recht,

              das bei dem Durchschnitt der Bevölkerung die fremde Technik zu langsam anläuft, weil sie das Wissen und Vertrauen nicht hat.
              Man kann ja nicht in jedes neue KommUff Geld rein stecken.

              Dann gibt es noch Neider, die das System schlecht machen, das dann auch an der schnellen Entschlossenheit verlangsamt.

              Bei den Bauern ist es anderes,
              die mußten sich allzu mit neuer Technik befassen, was haben die für neue und immer moderner werdenden Maschinen, mit neuer Anbau-, neue Stall-, neue Pflanzenschutztechnik und weiß der Kuckcuck noch was. Ein Bauer muß halt vielseitig sein.

              Jetzt haben die Bauern auch noch so große Produktionshallen (Stall und Scheune) mit großen Dächern.
              Wenn das Einkommen von der Betriebsgröße, die man besitzt stagniert oder zurückgeht, dann muß man sich einer neuen Technik aufschließen und man befasst sich damit.

              Also, noch eine Einnamensquelle. Und wenn sie nur zur Alterssicherung reicht.
              Wer ist denn von deiner Familie auf die Iddee gekommen, eine PVanlage aufs Dach zu bauen, deine Frau, Tochter oder Sohn?

              Und wenn dann noch so welche neidisch sind, dann erfinden sie halt gdas Wort Fotovoltaikmafia.

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        • Paulus sagt

          Zitat Felser:
          „Die Bayer AG hat sich mit dem Aufkauf des Teufels Monsanto soeben ihr eigenes Grab geschaufelt.“
          Hallo Herr Felser, woher beziehen Sie ihre Weisheit? Wir haben vor kurzem noch in Bayer-Papiere investiert. Die Performance ist derzeit nicht überragend, aber das wird schon wieder. Meine Frau ist BWLerin und in der Finanz tätig und ich im naturwissenschaftlich-technischen Bereich; insofern stimmen wir uns durchaus konträr ab. Wir halten den Bayer-Monsanto-Deal für genial und der eher zu Unrecht verhasste Name Monsanto ist damit eh aus der Welt.
          Und jetzt träumen Sie weiter, von SoLaWi ohne PSM und Kunstdünger, dem kostenlosen grünem Strom aus Sonne und Wind und was Ihnen sonst noch so einfällt. Ihre Vorträge überzeugen mich nicht.

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      • Paulus sagt

        Hallo Willi
        Deine Aussage „Wir haben in diesem Jahr auf das Mulchen der Feldränder verzichtet, trotz Schützenfest (Kirmes).“ habe ich nicht verstanden. Wenn ich noch mal so ganz freundlich anfragen darf? Es macht mir auch nichts aus wenn ich blamiere.

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        • bauerhans sagt

          „Wir haben in diesem Jahr auf das Mulchen der Feldränder verzichtet, trotz Schützenfest (Kirmes).“

          hier bei uns fährt gerade wieder der saugmäher,6 wochen früher als üblich,und hobelt die feldränder bis auf die blanke erde ab.
          da wachsen dann nur noch trespe,brennessel und distel.
          ich hatte mehrfach bei der gemeinde interveniert,vergeblich.

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  8. Paulus sagt

    Wie wäre es wenn ihr Bauern „dem Verbraucher“ zur Abwechslung auch mal etwas Wertschätzung entgegenbringen würdet; ich meine so auf Gegenseitigkeit, statt diesen permanent zu verunglimpfen. Wer fährt denn zu euren Hofläden um dort deutlich mehr zu bezahlen als im LEH? Wer achtet denn darauf möglichst Produkte aus der Region oder zumindest aus Deutschland zu kaufen, ohne preissensibel zu sein? Wer kauft denn teures Fleisch z.B. bei Kalieber und Co?
    Könnte man jetzt auch noch endlos weiterspinnen. Will ich aber nicht.
    Diese ewige Nörgelei über den undankbaren Verbraucher geht doch irgendwann nach hinten los.
    Bauer Willi möge mir bitte verzeihen, wenn ich seinen heutigen Artikel für Unfug halte. Als erstes würden, in diesem hypothetischen Fall, die gar nicht so doofen Verbraucher ihre Flächen zusammenlegen um diese sinnvoll bewirtschaften zu lassen … usw. usf.
    Dann könnten so manche Bauern wahrscheinlich mal lernen was Effizienz bedeutet. Ist jetzt nicht böse oder hinterhältig gemeint, dazu schätze ich die Bauern viel zu sehr. Mir platzt nur so langsam der Kragen.

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    • bauerhans sagt

      „….. um dort deutlich mehr zu bezahlen als im LEH?“

      ich hab keinen hofladen,weiss aber,dass dort nicht mehr kassiert wird als im LEH.

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      • Inga sagt

        Ja, Bauerhans

        der Direktvermarkter nimmt nicht mehr als der LEH auch, denn er hat ja den Vorteil, dass er den Aufschlag vom LEH selber verdient und das ist nicht wenig, deswegen das Wort: Direktvermarktung; ohne Umwege in den LEH.
        Es geht frisch geerntet direkt an den Kunden.
        Es ist für ihn dann auch gesünder, weil es weniger verarbeitet ist, denn das macht er selber und hat so die ganze natürliche Frucht zur Verfügung.

        Also hat Kunde Paulus auch etwas davon und er braucht kein Land zu kaufen oder zu pachten und viele Auflagen vom Amt für Bodenmanagement, Naturschutzbehörde oder so zu berücksichtigen.

        Wie es steuerlich aussieht, weiß ich nicht!

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        • Obstbäuerin sagt

          Hallo Inga, inzwischen ist dieser Vorteil durch den ständig steigenden Mindestlohn, der ja nicht gerade üppig ist, aufgebraucht. Handarbeitsintensive Kulturen lohnen sich auch in der Direktvermarktung kaum noch – in der indirekten Vermarktung gar nicht mehr. Dazu gehören Sauerkirschen, Erdbeeren, kleine Beeren auch Spargel u.a.. Es wird nicht von heute auf morgen keiner mehr anbauen aber es wird immer weniger. Die Spezialisierung wird zunehmen und Handarbeit wird, da wo es möglich ist, von Maschinen ersetzt. Der Verbraucher kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden – das sind ökonomische Gesetzmäßigkeiten.

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          • Inga sagt

            Ja ich versteh, Obstbäuerin

            dann müssen diese Güter in der Direktvermarktung eben teurer werden, wenn die Erntehelfer ihren gerechten Lohn erhalten sollen, denn nutzen ja die Verbraucher die Bauern und die Erntehelfer aus, oder?
            Wollen die das? Das ist doch echt unsozial!
            Die Verbraucher wollen doch auch n einem gerechten Sozialstaat leben, oder nicht?

            Es ist so, wie es immer war, die Bauern können ihren Erzeugerpreis nicht weitergeben, weil sie am Anfang der Wertschöpfungsreihe stehen.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „“ Als erstes würden, in diesem hypothetischen Fall, die gar nicht so doofen Verbraucher ihre Flächen zusammenlegen um diese sinnvoll bewirtschaften zu lassen … usw. usf.
      Dann könnten so manche Bauern wahrscheinlich mal lernen was Effizienz bedeutet. Ist jetzt nicht böse oder hinterhältig gemeint, dazu schätze ich die Bauern viel zu sehr. Mir platzt nur so langsam der Kragen.““

      In dem hypothetischen Fall würde es sich nicht um Verbraucher handeln, sondern um Nebenerwerbslandwirte, die Menschen anstellen, weil sie sich für diese Arbeit zu schade sind.
      Diese Effizienz wäre keine neue Errungenschaft, das haben wir bereits durch Kauf oder Pacht.

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      • Inga sagt

        nein ehemaliger Landwirt,
        das ist echt ineffizient,
        denn wer kann schon so teure Lebensmittel herstellen?
        Wie will er denn die Nebenserwebslandwirte, die das dann machen, bezahlen?
        Mit Mindestlohn? Seine Maschinen schreiben sich auch ab, dafür will er auch etwas?

        Ein Nebenerwerbslandwirt geht auch einem gewerblichen Beruf nach und verdient viel mehr als ein Mindestlohn.
        Die brauchen sich nicht ausbeuten oder -nutzen zu lasen.

        aber wenn es ohne Bauern gehen soll, dann ist niemand mehr da der das machen kann;
        noch nicht mal die Maschinen sind noch da;
        wer hat noch so teure Maschinen in der Garage stehen, die sind ja ein Vermögenswert.
        Die werden alle verkauft, der Hof und die Wirtschaftsgebäude ergeben ein Hotel oder Altenheim.

        Das ist Effizienz!!!

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    • Inga sagt

      Hallo Paulus,

      was schreibst du denn da?

      Die diejenigen, die regional und saisonal kaufen, sich für die Landwirtschaft interessieren die werden doch von uns Konvis nicht angegriffen, sondern nur die, die sich für die Sache nicht interessieren, aber lauthals an dem Bauern seiner Arbeit herumnörgeln und dann dem Bauern die Schuld in die Schuhe schieben.

      Das sind doch nicht alle?

      Jeder hat einen speziellen Beruf, der spezielles Wissen fordert. Das muß man respektieren.
      Die meisten tun das!

      Warum wird das von diesen sehr unerfahrenen Leuten nicht respektiert?
      Wenn jetzt in „Gottes Streusandbüchse“ (Nordostdeutschland) wieder Mindererträge bei der Getreideernte wegen der Trockenheit eingefahren wird, dann kommt doch der LEH bestimmt wieder auf die Idee und erhöht deswegen die Brötchen und andere Backwaren.

      Dann wird wieder von den besonders unerfahrenen Leuten auf diesem Gebiet behauptet, jetzt machen sich die Bauern wieder die Klippen voll, dabei ist doch nur ein Landstrich in gesamt Deutschland oder gar EU! Das war 2006 schon mal so!

      Siehst du Paulus,
      wenn das die gar nicht so „doofen“ Verbraucher die Flächen zusammenlegen würden, und dann wieder von einem geschulten Landwirt bewirtschaften zu lassen, dann kann ja der Bauer gar nicht so blöd sein, denn dazu gehört mehr wissen wie nur Schlepperfahren!

      Warum wird denn dann dem Bauern sein Spezialwissen respektiert?

      Warum unterstellst du den Bauern, sie hätten keine Effizienz?
      Jeder Bauer der seinen Betrieb erhalten will, muß mehr Können und Wissen darin haben als ein 8 Stunden/Tag Büromanager!

      Jeder Betriebsleiter muß das mehr oder weniger können! Sonst wirft er seinen Betrieb mit dem A***e um, und dann würden seine Großeltern sich im Grabe umdrehen, denn mußten das auch machen und können. Dann hätte gar keinen eigenen Betrieb.

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    • Bauer Willi sagt

      Lieber Paulus
      Bisher hat noch keiner gefragt, ob er bei mir Land pachten kann. Könnte er, sehr gerne sogar.

      Laut des letzten Consumer-Panels der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) ist der Einkauf in Hofläden rückläufig. (Ob in Delhoven oder Dormagen auch, steht da nicht drin)

      In der FAZ war vorige Woche ein Interview mit einem Bio-Schweinebauer aus Hessen. Er beliefert REWE. Die Planung: ein Schwein pro Woche. Die Realität: ein Viertel pro Woche (und Laden). Tendenz: stagnierend.

      Am Samstag eine Wurfzettel vom REWE: Spargel aus Griechenland, Kirschen aus der Türkei, Äpfel aus Neuseeland, Pfirsiche aus Spanien, Avocados aus Peru und Kolumbien. Natürlich kauft die keiner, die Leute schauen die sich nur an.
      Ich weiß, dass Du ein guter Mensch bist. Aber es dürfen gerne mehr werden. Das ist kein Nörgeln, sondern ein Aufruf!
      Bauer Willi

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      • Stadtmensch sagt

        Seit letzter Woche weiß ich, dass der grässliche LEH mein Lieblingsmüslisortiment quasi ausgelistet hat. Dabei handelt es sich um eine „regionale Traditionsmarke“. So wird das nix mit der Weltrettung. Nach dem Urlaub werde ich meinen Jahres-Vorrat im Onlineshop von Wurzener bestellen. So! Ok – man kann in dieser Welt auch echte Probleme haben…

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        • Inga sagt

          Vor vielen Jahren war ich im LEH und betrachtete die Frühkartoffel. Da kam der Juniorchef vorbei und ich fragte:
          Wo sind die gewachsen, hier um die Ecke?

          Er antwortete:
          aber NEIN, die kommen aus der Pfalz

          Nur weil die Worte
          Kommen die hier von der Ecke

          zu flapsig oder schlaksig waren hat er sich erhöht und gemeint die Pfalz wäre besseres Kartoffelgebiet, als hier bei uns. (Obwohl wir auf Schokoladenböden wohnen, aber das weiß er ja nicht, er hat ja die landw. Ausbildung nicht)

          Vier Wochen später kam ich an deren Schaufenster vorbei, Seiteneingang ist da wohl auch, da kam ein Feuerwehrkamerad (von Beruf Bauer) mit einem Kartoffelsack in der Hand, vorbei und drückte mir die Hand, da fragte ich
          Lieferst du Kartoffel hier her?
          Das bejahte er!

          Fazit:
          Der Kunde ist König und etwas besseres, er bevorzugt exotische Speisen!
          Er braucht nur zwischen Regalen her zu wandeln!
          Unter einen Baum legen und den Mund auf reißen, dass die Speisen nur so darein fallen, ist noch besser!

          Also nicht Kartoffel von hier, sondern von exotisch weit weg!
          Darauf hat sie der LEH eingestellt!

          Da muß ja ein ökologisches und soziales Ungleichgewicht raus kommen, oder?

          0
          • Stadtmensch sagt

            „Der Kunde ist König und etwas besseres, er bevorzugt exotische Speisen!“
            Trifft in meinem Fall nicht zu. Ich werde jetzt mit Nestle‘ und Dr. Oetker Produkten „abgespeist“.
            Andererseits hast du schon recht mit der Vorliebe für Exotisches, wenn die Gedanken nicht mit Daseinsvorsorge blockiert sind…
            Siehe H.P. Lovecraft „Der Hund“: „Übersättigt von den Alltäglichkeiten einer prosaischen Welt, wo selbst die Freuden der Liebe und des Abenteuers bald schal werden, waren St. John und ich begeistert jeder ästhetischen und intellektuellen Tätigkeit gefolgt, die uns Erlösung von unserer verheerenden Langeweile verhieß. … Aber jede neue Laune wurde bald ihres ablenkenden Neuigkeitsreizes entkleidet.“

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            • Inga sagt

              Warum wirst du mit Nestle- und Dr. Oektkerprodukten abgespeist?

              Du kannst dir ein paar Kartoffel kaufen, ein paar Gartenkräuter und einen Kopf Salat (reicht vielleicht auch für 2 Tage im Kühlschrank. Damit hast du schnell ein Mittagessen. Oder ein Oberkohlrabi, schnell abkochen mit den Kartoffeln, in Schieben shcne4iden und eine weiße Soße machen. Schnell fertig, Bratwurst oder Frikadellen dabei.
              Billig und schnell gemacht.

              Die weiße Soße stelle ich aus dem leicht salzigem Wasser her, wo ich das Gemüse drin abgekocht habe.
              Mehlschwitze mit Butter und das Gemüsewasser drauf, fertig.

              Auf Nestle und Co. kann man verzichten.
              Wenn man das alles im Haus lagern kann, braucht man noch nicht mal vor jedem Kochen einkaufen gehen.

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        • Inga sagt

          Der LEH will nur verdienen, egal wo dran!

          Ein Vergleich aus dem WDR-Fernsehen:

          https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/servicezeit/video-essen-to-go-von-der-hand-in-den-mund–praktisch-bequem-aber-viel-muell-100.html

          Und zwar Lebensmittel auf die Hand, sogenannte To-go-Produkte.
          Früher ging es doch auch ohne To go- Produkte!

          Man muß seinen Tag eben selber strukturieren,
          dann macht man sich von solchen Sachen nicht abhängig!!!

          Und Nestle und co. haben nichts zu lachen!

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        • Inga sagt

          Oder ein Stück Land pachten, Stadtmensch und selber anbauen, wie Bauer Willi es vorschlägt!

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  9. Bauer Fritz sagt

    Zwei kleine Ergänzungen:
    a) Da sie ja – lieber Verbraucher – auf ihrer Flächen nun doch alles brauchen um sich selbst und womöglich noch ihre Familie zu ernähren und dann gegebenenfalls auch noch ihre Tiere, die Frage: woher kommt dann nochmal ihr Einkommen ????
    Ich meine für den Strom für den Fernseher, das Radio, den Kühlschrank, die Gefriertruhe, den E-Herd, die Stereoanlage und das E-Auto nicht vergessen. Womit bezahle sie die Handwerker um mal dieses und mal jenes in und an den Gebäuden zu reparieren oder gar an den Maschinen und Geräten die sie statt Handarbeit zu nutzen gedenken ?

    b) Sollten sie daran denken zwei, drei oder gar noch mehr Einheiten an Parzellen zu pachten, weil das alles doch ziemlich knapp bis unmöglich ist, dann gnade ihnen Gott, dann sind sie nämlich ein Großbauer, eine Industrielandwirtschaft und ganz ganz böse. Sie können dann jeden Tag in der Zeitung über sich lesen – aber die werden sie sich ohnehin nicht kaufen, weil die sich nicht mit Naturalien bezahlen lassen.

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  10. Inga sagt

    Fragt die Baäuerin
    (nicht zu vergessen)

    Wie man Gemüse und Obst im Garten anbaut und dann haltbar macht, fragt die Bäuerin,

    Selbstverständlch auch den Direktvermarkter, bzw. Gemüse- und Obstbauern!

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    • Lieschen Müller sagt

      Einkochen und einlegen ist keine Zauberei, Chefkoch, Kochbar, Pinterest sind voll mit Rezepten, Ideen, neuen Kombinationen. Was manchen Jüngeren schwerfällt: du musst das jedes Jahr machen!

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      • Inga sagt

        Ja,
        wenn man was im Garten anbaut muß man es auch verwerten.

        Das ist nicht für für den eignen Geldbeutel gut, sondern auch für die Ökologie und Gesundheit.

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        • Inga sagt

          Früher hat man ja alles von Mutter und Großmutter gelernt.

          und wenn man das nicht konnte durfte man nicht heiraten.
          Warum g bges früher so viel Hauswirtschaftsschulen? Eine für städtische und eine für ländliche Hauswirtschaft.

          Und als es noch unüblich war, dass Frauen einen Beruf lernten, aber Schulpflicht herrschten, mußten die alle in eine Berufschule für Hauswirtschaft.

          Für Bäuerinnen gab es dann noch mal eine extra Fachschule danach, wie für die Landwirte auch. Oft auch Ackerbau oder Winterschule genannt.

          Und jedes Elternpaar mußte sich schämen, wenn die Tochter keine Hauswirtschaft konnte. Dazu gehörte selbstverständlich auch Nähen und Einkochen.
          So war es auch Aufgabe der Mutter, es der Tochter beizubingen.
          Deswegenkann ich es aus dem Kopf.

          Ansonsten kann man heutzutage schon im Internet nachsehen und
          „learning by doing“ machen.

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          • Sabine sagt

            Nun, die Arbeitsleistung von Frauen wird seit Jahrzehnten systematisch aus der Familie ausgelagert zu Gunsten einer versicherungs- und vor allem steuerpflichtigen Erwerbstätigkeit.
            Frauen arbeiteten ja in den Familien nicht nur ohne Bezahlung, sondern vor allem ohne besteuert zu werden. Im Gegenteil, die einst recht großzügigen lebenslangen Garantien, die mit einer Heirat verbunden waren, wurden ja oft – selbst wenn es nur in einem geringen Maß war- vom Staat weiter eingehalten, auch wenn der Mann vorzeitig verstarb. Rechnet man zusammen, was unsere Großmütter alles so an Leistungen erbrachten, kommt man auf alleine bei den Kosten für Kinder- und ambulante Altenbetreuung auf ein ansehnliches Gehalt. Das nicht auszulagern und nicht zu versteuern, wäre für unseren Staat nicht besonders schlau. Und falls jetzt jemand auf den Trichter kommt und die Entfaltung der Persönlichkeit und finanzielle Unabhängigkeit durch die gestiegene Erwerbstätigkeit anbringen möchte, der sollte sich mal mit ner Kassiererin bei Aldi oder ner Frisörin unterhalten. Die „arbeiten“ Größtenteils auf ihre Altersarmut hin und freie Entfaltung ist in solchen Jobs oft nicht drin.

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            • Inga sagt

              Ja,
              Sabine so war es und ist es vielleicht heute noch etwas,
              besonders in selbstständigen Betrieben, egal handw. oder landwirtschaftlich.
              Die Frauen müssen da oft ohne Lohn mitarbeiten.

              So war unsere Grundordnung, kann man die Muslime verstehen, bei denen is tes auch nicht viel anders.

              Das Einkochen werden sie nicht mehr machen, denn sie wollen ja auch einen schönen sterilen Garten haben, mit englischen Rasen und schönen exotischen Ziergehölzen.

              Und bei den typischen Frauenberufen, wie Frisöse oder an der Kasse bei Aldi, da hat die Gewerkschaft nicht aufgepasst,

              na ja es ging ja nur um Frauen!!!

              Ach was wir doch so fortschrittlich!

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  11. Lieschen Müller sagt

    Dein Rechenbeispiel zeigt sehr schön auf, wo das Problem liegt: die 2000 m² reichen nur, weil es genug Kunstdünger, Pflanzenschutzmittel und Lagermöglichkeiten gibt. Ohne Erdöl ist man da aufgeschmissen. Nur Kohl, Möhren, Kartoffeln und Äpfel im Winter sind okay, kenne ich aus DDR-Zeiten. Also ich würde mein Stück nehmen, anstatt Kuh und Schaf nehme ich aber Ziegen. Als Selbstversorgung noch möglich war, waren die Flächen in Deutschland aber noch größer, es ist nicht gut, dass die Bevölkerung so angewachsen ist.

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  12. Obstbäuerin sagt

    Und wenn das nicht klappt, bleibt immer noch die Idee mit der Ernährungsversicherung. Dann kann jeder Verbraucher sich mit seinem Versicherungsbeitrag die gewünschte Produktion seiner Lebensmittel sichern. Der Bauer wird Angestellter beim Land oder beim Bund und bekommt neben seinem Gehalt alle Annehmlichkeiten aus einem ausgehandelten Tarifvertrag. Und eine Rente, von der er leben kann.

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    • bauerhans sagt

      der amerikaner in der nachbarschaft hatte damals bienenpatenschaften gegen 50DM ausgegeben,allerdings sind von 7 völkern wohl 5 erfroren,als er zuhaus im weihnachtsurlaub gewesen ist.
      der biobauer hatte seinerzeit kartoffelabos ausgegeben,allerdings mit dem geld „andere löcher gestopft“,die „besserverdienenden“ bekamen keine kartoffeln,weil der kartoffelbauer wegen aussenständen nicht mehr lieferte.
      die solawi war auch eingeschlafen,weil die fachfrau keine lust hatte,sich regelmäßig zu kümmern,aber sie wusste genau,was ich auf meinen feldern alles verkehrt mache.

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  13. bauerhans sagt

    ich kann mich gut an die schulzeit in den 1960er jahren erinnern,als ich meinen schulfreund jürgen zuhause besuchte.
    dessen opa baute im garten roggen,kartoffeln,klee und gemüse an,auch ein schwein wurde gehalten.
    der roggen wurde mit der sense gemäht,garben gebunden und zum bauern mit dreschmaschine gebracht,stroh und korn waren fürs schwein bestimmt,kleine kartoffeln und der klee auch,ausserdem küchenabfälle.
    der opa hatte aber schon ein auto,einen FORD 12 M.

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    • Inga sagt

      Ja, der Opa konnte sich doch nur den FORD 12M leisten, weil er anderweitig den Familienunterhalt sicherte.
      Gut Lebensmittel waren teuerer als Heute und deswegen konnte er sich den FORD auch leisten.

      Durch den Anbau im Garten und das füttern des Schweines ist sehr viel gespart worden. Der Klee dient ja auch als Stickstoffsammler als N-Dünger, oder? Aber die Opas wußten das ja ohne in der Landwirtschaft gelernt zu haben.
      Vielleicht vergleicht deswegen noch jeder Haushalt dem Bauern sein Betriebsvermögen als Privatbesitz.
      Dein Opa hatte nur ne Sense,meiner einen Selbstbinder.
      aber dafür mußten wir mehr Garben aufstellen als ihr. Mein Opa und Vater hatte keine Zeit zur Arbeit zu gehen, der Betrieb ging vor. Mit seinem Erlös mußten wir unseren Lebensunterhalt bestreiten, und zwar für die ganze Großfamilie!

      Der Großbauer konnte sich einen Mercedes leisten, der mittlere einen Opel oder Ford. Groß mußte er ja sein, nicht nur für die Großfamilie, sondern auch für Hacken zum Kartoffel- u. Rübenhacken und Rechen und Gabeln zum Heu machen mußten da reinpassen. Auch mal einen Sack Dünger oder Mineralfutter von der Genossenschaft und Körber zum Steine lesen.

      Am besten noch eine Abhängekupplung für den Tiertarnspot.

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  14. Willi, habe ich das nicht schon einmal in einem auch Dir bekannten Buch gelesen…😉
    Es ist und bleibt die alte Geschichte, die Halbwissen und ich weiß was Mentalität gebündelt mit etwas Vorlaut sein ,kann zum Nachdenken anregen ABER vor allem auch viel versauen.
    Gruß Klaus Weber

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    • Bauer Willi sagt

      Hat ja nicht jeder das Buch gelesen. Sauerei.
      Wenn jeder seine Lebensmittel selber herstellt, bekommen diese wieder eine andere Wertigkeit. Man wird sich bewusster, welche Mühen das macht und mit welchen Risiken es verbunden ist. Wer weiß denn, dass Nord- und Ostdeutschland gerade vertrocknet? Und wen, außer den Betroffenen, tangiert das? Das wäre anders, wenn man es selbst erlebt und jeden Tag die Gießkannen in den Garten schleppt.
      Bauer Willi

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      • bauerhans sagt

        „Wenn jeder seine Lebensmittel selber herstellt…“

        werden alle wieder rank und schlank und die kostenexplosion im gesundheitswesen implodiert.

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        • Lieschen Müller sagt

          Genau! Das ist mein Plan: Getreide machen die Bauern, aber Obst und Gemüse, da müsste jeder selber ran. Und ja, ich müsste sicher nicht mehr soviele 100 kg – Menschen mobilisieren 🙂

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        • Inga sagt

          aber Bauerhans
          da werden dann unsere Felder udn Äcker nicht ausreichen und die Stallfläche auch nicht!

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      • Gephard sagt

        Man bekommt auch in der Großstadt mit, dass es derzeit zu wenig Niederschlag gibt. Das sieht man entweder an den verbrannten Parkflächen oder an der Dauerbewässerung derselbigen. Es bedarf keiner großen Tranferleistung, um zu erkennen, dass die Landwirtschaft es derzeit nicht leicht hat mit den Wetterverhältnissen.

        Ich mache mir zwar gewisse Sorgen, aber du hast schon recht, so richtig tangiert mich nicht, wie es den Bauern geht. Die müssen halt mehr bewässern und evtl. wird das Essen dadurch teurer oder die Ernte fällt knapper aus.

        Aber was kann ich als Verbraucher/Kunde denn tun, außer den Mehrpreis zu zahlen? Mit Mitleidsbekundungen ist sicher nicht viel geholfen. Mein Betrag ist, trotz höhere Preise (zum Beispiel bei Apfelsaft im letzten Jahr), weiterhin zu möglichst regionaler Ware zu greifen. Leider ist das nicht immer leicht, wenn die Märkte stattdessen einfach „bezahlbare“ Ware aus fernen Regionen/Ländern feil bieten.

        Ich vermisse leider, dass oft zu wenig an die Solidarität appelliert wird. Statt über die schlechte Ernte zu jammern, wäre es meiner Ansicht nach besser, zu sagen: Hey liebe Mitmenschen, die Ernte war witterungsbedingt beschissen und nun wird leider alles etwas teurer. Wenn wir zusammenhalten, durchstehen wir aber gemeinsam diese „Durststrecke“.

        Für so eine Message muss man dann natürlich auch den Handel mit einspannen. Falls der nicht mitspielt, muss er halt auf alternative Importware einen Solidaritätszuschlag bezahlen. Sonst gelingt es ihm ja auch, alles mögliche „mit dem guten Gewissen“ zu verkaufen.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Zum Bewässern muss man halt Wasser haben, das heißt man muss die Erlaubnis besitzen Grundwasser zu entnehmen, für den Fall dass Grundwasser vorhanden ist. Aus Flüssen bei Trockenheit zu entnehmen, ist der Landwirtschaft bei Strafe untersagt.

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        • Bauer willi sagt

          Tatsache ist doch, das die Wetterkapriolen keine Sau interessiert. Sorgen macht sich auch keiner, weil der LEH es schon von irgendwo auf der Welt ankarrt.
          Was ist das „Solidarität“? Kenne das Wort nicht und erlebt habe ich die auch noch nie. Es sei denn unter Bauern.
          Das ist jetzt nicht zynisch sondern erlebte Realität. Schade, das heute hier auf dem Blog nur verständnisvolle Mitbürger sind und nicht Otto und Ottilie Normalo.
          Bauer Willi

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          • Stadtmensch sagt

            „Sorgen macht sich auch keiner“

            Das stimmt nicht. Bitte entschuldige meine Flapsigkeit. „Wir“ verlieren pro Jahr weltweit ein Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche durch Erosion.
            Alle für LW geeigneten Flächen sind bereits in Nutzung. Den Rest der Regenwälder abzuholzen hilft auch nicht. Bitte lies S.224 bis S. 229 in „Dreck“ von David R. Montgomery. Die Bodenabtragsrate ist selbst bei uns (mit der eingebildeten besten LW-Technologie) höher als die Bodenbildungsrate (0,4t bis 1,3t Bodenabtrag pro ha und Jahr sind maximal tolerierbar). Es nützt uns nur leider wenig, wenn wir unseren Boden erst in 300 Jahren „verbraucht“ haben…

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            • bauerhans sagt

              direktsaat in kombination mit zwischenfrüchten wird sich immer mehr durchsetzen d.h. der boden ist immer unter bewuchs,allerdings braucht man dazu auch glyphosat.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Wir verlieren in Deutschland täglich 90 Hektar Boden unter Beton und Teer. Angeblich fehlen noch 4-500 000 Wohneinheiten, die auf die grüne Wiese kommen. Auf 90 Hektar wachsen Lebensmittel für 10.000 Menschen.

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            • Lieschen Müller sagt

              @Ehemaliger Landwirt: und das finde ich so traurig. Immer heißt es „aber wir brauchen die Straße“, „wir brauchen das Neubaugebiet“, „wir brauchen den Lidl“, „wenn ihr das verhindert, verhindert ihr Entwicklung“.
              Ohne Felder und Wiesen haben die Menschen nichts zu essen, dann brauchen sie auch keine Banken und Autos mehr.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @Lieschen Müller

              Die Regale in den Läden sind übervoll, deshalb macht man sich keine Gedanken darüber wo es herkommt und ob auch in Zukunft alles am Weltmarkt zu kaufen gibt.

              Es ist ja so, dass der Wolf und der Juchtenkäfer einen höheren Stellenwert hat, als derjenige, der täglich Lebensmittel erzeugt.

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            • Lieschen Müller sagt

              Ich finde nicht, dass die Landwirte unter den seltenen Käfern leiden. Meist sind die seltenen Käfer die einzige Chance, Straßen und Gewerbegebiete zu verhindern. Selbst wenn ein Stück Land jetzt mal Biotop wird. Das sind ja meist vielleicht 5000 m2. Dann ist der Boden in 20 jahren, wenn die Zeiten schlechter werden, immer noch da. Du kannst es wieder umbrechen. Gewerbegebiete gehen bei 20.000 m2 los, da macht man in 20 Jahren nie wieder Acker draus.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ Lieschen Müller

              Gewerbebetriebe usw. werden durch einen Käfer selten verhindert, es sei denn man will durch den Bienwald eine Autobahn bauen.

              Wer in der „glücklichen“ Lage ist ein Biotop zu besitzen, wird dies nie mehr los. Ein Biotop macht das Grundstück wertlos, es ist im Prinzip eine Enteignung durch unsere Gesellschaft.

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            • Lieschen Müller sagt

              Nein, da kenne ich Ausnahmen. Windkraft hat hier immer Vorrang, da ist das Biotop nicht mehr so wichtig. Ein kleiner Brand, eine Baumfällung hat schon manches vernichtet.
              Ich finde es richtig, dass ein bißchen „Natur“ übrigbleibt. Ich bin gegen den weiteren Bau von Straßen und Gewerbegebieten.
              Hier in Jena wurde ein kleines Stück Autobahn zurückgebaut, weil es durch ein Tal mit Orchideen ging. Ich sehe das zwiespältig, jetzt geht die Autobahn über ehemalige Weiden.

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            • Inga sagt

              Stadtmensch,
              ich denke durch Einarbeitung von humusförderten Mittel, wie Mist, Stroh und Zwischenfrüchten kompensieren wir den Grad der Erosion in kultivierter Bodenbearbeitung.

              Kann das jemand bestätigen?

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            • Inga sagt

              Ja Lieschen Müller,
              „“@Ehemaliger Landwirt: und das finde ich so traurig. Immer heißt es „aber wir brauchen die Straße“, „wir brauchen das Neubaugebiet“, „wir brauchen den Lidl“, „wenn ihr das verhindert, verhindert ihr Entwicklung“.
              Ohne Felder und Wiesen haben die Menschen nichts zu essen, dann brauchen sie auch keine Banken und Autos mehr.““

              hier müssen wir die Mitte finden.
              Es geht auf keinen Fall mehr weiter so.

              Ich hatte das Bild von Bauer Willi im Kopf, wo er den zubetonierten Lidl-Parkplatz zeigt und die Leute die da ihre Autos parkten, um in dem Markt (wie im Paradies) zu wandeln,
              dann auf die Bauern schimpften, weil sie doch verantwortlich für das Insektensterben sind.

              Steht nicht irgendwo in der Bibel, wir dürfen uns hier kein Paradies erschaffen?

              Aber ethisch ist es fatal, wenn wir auf Kosten von anderen Leuten leben, wenn wir (wie Besserwissis im Paradies) sie ausnutzen und dann auch noch beschimpfen.

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