Statement
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„Wir kaufen saisonal und regional“

Wer hat diese Aussage nicht schon gehört. Hier der dazu passende Wurfzettel von Samstag (erkennt man an den Deutschland-Fähnchen)

Avocado: Peru/Südafrika/Chile/Kolumbien
Tafeltrauben: Ägypten
Wassermelone: Italien/Spanien
Himbeeren: Spanien/Portugal
Tafelbirnen: Argentinien/Chile/Südafrika
Grüner Spargel (BIO!!): Griechenland/Italien/Spanien/Slowakei
Und frische Kirschen (nicht auf dem Bild) kommen aus der Türkei.

Gibt es Kirschen nicht aus Deutschland? Wir hätten welche. Spargel hat der Nachbar. Das wäre saisonal und regional. Irgendwie passen Aussagen und Kaufverhalten nicht zusammen. Das nervt mich. Oder liegt das da alles nur zum Anschauen?
Und was ist das nur für eine Herkunftsbezeichnung, wenn da vier Länder für ein Produkt genannt werden? Warum schreibt REWE nicht drauf: „von überall auf der Welt“? Das wäre doch wenigstens ehrlich.

Euer Bauer Willi

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30 Kommentare

  1. Philipp sagt

    Viele Menschen, die in den Supermarkt gehen und den Preis als limitierenden Faktor nehmen, beschweren sich garnicht über die Produktionsweise und die Herkunft. Für diese ist der Einkauf eher eine lästige Nebensache.

    Ich verstehe aber trotzdem deinen Punkt. Leute die Dinge unterstützten und sich dann darüber echauffieren gibt es genug.

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  2. Jochen Böhrer sagt

    Was will man von einem bauernfeindlichen Laden erwarten, der aktuell den NABU mit 300000€ bei der Hetze gegen Landwirtschaft unterstützt. Ich bin seither ein Gegner der Vandalismusmethoden französischer Bauern gewesen. Aber mit dem Gedanken, die REWE-Läden mit Gülle zu fluten, könnte ich mich mittlerweile anfreunden.

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  3. Alexander Borchert sagt

    Liebe Diskutierer,
    Wer im world-wide-Web servt, im Urlaub auf die Malediven jettet, mit Öl aus Saudi-Arabien heizt, der braucht von regionalen Lebensmitteln nicht mehr reden. Unsere Landwirtschaft steht im eiskalten Wettbewerb mit dem neuseeländischen Milchbauern, mit dem brasilianischen Zuckerrohrbauern usw.

    Dieser Wettbewerb ist rigoros und ruinös. Nur wer zu Weltmarktlöhnen bereit ist zu arbeiten, lernt heute noch Landwirtschaft. Alles andere ist Illusion. Unsere Gesellschaft schreit in der veröffentlichten Meinung immer nach regionalen Produkten. Tatsächlich sind das meist Lippenbekenntnisse, denn kein Nachbar oder Arbeitskollege kann in den Magen schauen. Nahrungsmittel dienen nicht als Prestigeobjekt.
    Nur einzelne Landwirte können Nischen für sich nutzen. Für den Rest gilt in einer Gesellschaft der offenen Märkte eiskalt: „Wachse oder weiche“ .
    Wer es nicht wahrhaben will, der muss nur die Entwicklung der letzten 50 Jahre anschauen.
    Also: Hört mit dem Träumen auf. Kauft bei den Discounter so viel wie geht, denn damit entlastet ihr die Märkte.Somit können wenigstens ein paar wenige Landwirte weiter wachsen.

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  4. Günter Reichard sagt

    Die ganzen Lebensmittelketten sind Gewinnorientierte Unternehmen, denen es in erster Linie egal ist, wo die Produkte herkommen. Die Kunst ist das ganze dem Kunden so teuer wie möglich zu verkaufen. Dies ist bei allen Produkten so und warum soll das bei Fleisch und Milch anders sein. Als mit viel Tam Tam die Aktion Tierwohl gestartet wurde, erlaubte ich mir in einem anderen Blog von Betrug zu schreiben. Aber was bedeutet Tierwohl? Derjenige der mitmacht, bekommt etwas Geld, muß dafür Auflagen erfüllen und wird vielleicht! als Vorzeige Betrieb irgendwo dargestellt. Und der Lebensmittelhandel hat die Bühne die er braucht. Billiger kann Werbung auf Kosten anderer nicht gemacht werden. Ob dann 2 Regale weiter Biohonig aus Uruquai das Glas um 4,25 Euro angeboten wird interessiert keinen. Oder 100 Sorten Joghurt oder der Liter Milch um 41 cent.
    Die Bauern die auf Dauer überlebensfähig bleiben wollen, werden sich mit gleichgesinnten Betrieben in irgendeiner Form zusammenschließen müssen, Werbung und Vermarktung selber übernehmen müssen, vor allen Dingen glaubwürdig und in einem überschaubaren Bereich.

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  5. Die Käufer gibt es und ich meine, es werden mehr. Da der Discounter um die Ecke schon länger auch „ Ein Herz für Erzeuger“ und „Gutes aus NRW“ labelt ( auch wenn man darunter schonmal Möhren aus Spanien findet, man lernt nie aus), gibt es diese Kunden wohl. In meinem Bekanntenkreis sind das die, die ich als gebildet mit mittlerem bis höherem Einkommen beschreiben würde. Wenn man das Gros der Käufer aber sieht, denken die beim Einkauf nicht nach. Bestes Beispiel: in eben diesem Discounter gibt es z.Zt. auch Kirschen aus der Türkei, die sehr gut verkauft werden. Während unser Obstbauer drei Straßen weiter, super Ortsrandlage mit Hofladen gerade vor Kirschen umkommt und frische Spitzenqualität günstig anbietet. Man darf die Bequemlichkeit der Leute nicht unterschätzen.
    Ich wünsche mir sehr, dass noch viel mehr Verbraucher mündiger werden und sich z.B. nicht davon blenden lassen, dass ihr Schnitzel regional geschlachtet wurde, sondern auch hinterfragen, wo es geboren wurde. Dann haben wir deutschen Ferkelerzeuger auch noch eine Chance.

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    • Obstbäuerin sagt

      Leider sagen die Zahlen etwas anderes – die Direktvermarktung befindet sich auf dem Rückzug.

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      • Wie gesagt, die Bequemlichkeit ist nicht zu unterschätzen. Regional ja, aber bitte bequem zu erreichen. D.h. würden die örtlichen Kirschen direkt neben den anderen stehen, hätten sie wahrscheinlich gute Chancen. Junge Leute bestellen bequem übers Internet, das wird sich bei Lebensmitteln immer mehr. Amazon macht hier gerade 30 ha bestes Ackerland unwiederbringlich platt-für die Bequemlichkeit

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  6. Obstbäuerin sagt

    Als Direktvermarkter beobachte ich sowohl das Verhalten der Kunden als auch das Angebot im LEH. Dazu kann ich nur sagen, die Ketten werden immer besser. Das Angebot bei Obst und Gemüse ist sehr breit aufgestellt und auch die Qualität ist meistens gut. Unsere Äpfel, die wir über die Genossenschaft an den LEH liefern, sind ja nicht schlechter, als die, welche wir selber vermarkten. Allerdings hat im Segment Apfel der LEH eindeutig gegenüber der Direktvermarktung zugelegt. Bei Erdbeeren war es bisher anders, scheint aber in die gleiche Richtung zu gehen. Meine Kunden sind mit mir in die Jahre gekommen und wollen ganz gezielt nur unsere Produkte kaufen. Sie kommen jedoch zu Fuß und können nicht mehr so viel tragen. Bei Äpfeln ist die am meisten verkaufte Menge 4 Stück (etwa 500 g) für etwas weniger als 1 €. Vor 10 Jahren waren es noch 5-10 kg. Der Anteil jüngerer Kunden liegt unter 30 % – da muss man kein Rechenkünstler sein, um zu wissen, wohin die Entwicklung geht.

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    • Bauer Willi sagt

      Der Hofladen in der Nachbarschaft sagt das Gleiche: Durchschnittsalter seiner Käufer deutlich über 50, von den jungen Leuten kommt niemand. Ihm stirbt die Kundschaft weg.
      Bauer Willi

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  7. Altbauer Jochen sagt

    Wie weit fassen wir „Regional“ ?
    Bundesland? Deutschland?
    Ich finde es auch gut und vernünftig regional zu kaufen
    wenn es die Angebote gibt.
    Aber man hat nicht alles „was das Herz begehrt“ im
    eigenen Umland zur Verfügung.
    Also-beschränken wir uns in unseren Ansprüchen ??
    Verzichten auf Importware ?
    Als Exportnation ist das wohl auch etwas zweischneidig.

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  8. Hans-Günter Felser sagt

    Damit es weiterhin regionale Versorgung gibt – aus dem Grund habe ich beim Dorfmetzger gekauft, auch wenn der Preis höher war als beim Discounter. Die Qualität war aber auch wesentlich besser und man konnte mal auf Zuruf was Spezielles bestellen. Leider ist der Betrieb altersbedingt erloschen. Jetzt muss ich weiter fahren bzw. plane den Einkauf bei der „Einkaufsrunde“ mit ein, um an gute Ware zu kommen. Als es noch den Schlachter vor Ort gab, gab es noch zusätzliche Möglichkeiten. Es ist schon schwer, an pures Nierenfett, an Hämmchen oder an Innereien zu kommen, das verlangt der Kunde zu selten. Würden mehr Leute das kaufen, läge das auch in der Theke. Also wieder mal: Mehr Schulung, mehr Ernährungs- und Umweltbewusstsein.

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    • Bauer Willi sagt

      Ich habe Ende März beim Rewe nachgefragt, wieviel Leber sie verkauft haben. Die Verkäuferin konnte sich erinnern: vorige Woche eine. Und Nieren? „In diesem Jahr noch keine“. Der REWE hat 2.500 qm Verkaufsfläche, ist also kein kleiner. Und was nicht verlangt wird, fliegt aus der Listung raus.
      Deutschland isst nur noch die edlen Teile, alles andere muss exportiert werden…
      Bauer Willi

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      • Hans-Günter Felser sagt

        Bauer Willi, bei REWE kriegt man wenigstens noch Leber. – Wenn es der gleiche REWE ist, dann war ich wohl der Kunde, der diese Leber da gekauft hat 😉 Beste Grüße!

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  9. Hans-Günter Felser sagt

    Eine Frage der Bildung und der Kultur. Ich kaufe Spargel und Kartoffeln vom nahen Hof und Himbeeren, Rhabarber, Salate, etc. kommen aus meinem Garten oder vom Hofladen, also alles möglichst regional. Das Spargel-Essen hört für mich mit Johanni auf und die Himbeeren, die wir nicht sofort schon am Strauch naschen, werden verarbeitet. Wir freuen uns dann auf die Spargelernte in der nächsten Saison, das Jahr hat immer saisonale Attraktionen. Da aber nicht jeder einen Garten oder das Wissen um die Vorgänge hat, werden dann im Dezember „regionale“ Erdbeeren aus Ägypten eingeflogen. Mich verblüffen auch die Leute, die Schmetterlinge „wunderschön!“ finden, aber im Kriegsmodus gegen Raupen vorgehen. Daher braucht es einfach mehr Aufklärung und Schulung schon von Klein an. Und auch ich muss auch ständig mal grübeln. Ich trinke Tee aus meinen selbst angebauten Gartenkräutern, aber ich trinke auch gerne Kaffee… -wie regional ist der denn? Nachdenkliche Grüße an alle.

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  10. Thea S sagt

    Dann warten wir einmal auf die regionalen Avocados, Tafeltrauben, Zitrusfrüchte, Tee, Reis uva. Der Käse wird nun auf das sehr limitierte regionale Angebot beschränkt – kein Parmigiano Reggiano mehr 🙁 .
    Und zählen bei „saisonal“ eigentlich auch (natürlich nur regionale) Gewächshausware (frühe Erdbeeren), Folienanbbau (Spargel) oder Lagerware (Äpfel), oder nur das was „natürlich“ in der Saison wächst???
    Nicht-regionales Bier ist out. Kölsch und Alt sind zwar regional, aber mit nicht-regionalem Hopfen gebraut, geht also auch nicht. Wein gibt’s höchstens noch vom Mittelrhein. Also nur noch regionales Trinkwasser aus dem Hahn. Das Leben wird grau.

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    • Lieschen Müller sagt

      Nein, darum geht es doch nicht, Sondern um die Frage, warum der LEH Lebensmittel, die definitiv nicht in einem Umkreis von 50 km angebaut wurden, als „regional“ vermarkten darf. Ich finde, Produkte, für die Zutaten aus 1000 km Entfernung eingesetzt werden, sind nicht regional. Und ja, da kann ich in Thüringen keinen „regionalen“ Rotwein trinken. Ist nicht schlimm, wir sollten nur aufhören zu lügen.

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      • Inga sagt

        also dann genehmigen wir mal
        Rotwein in Thüringen und sonst wo als Ausnahme, Lieschen Müller,

        denn es wäre ja unsozial, wenn die Thüringer keinen Rotwein bekämen, und Arbeitsplätze hängen ja auch da dran.
        Es ist aber nicht sonderlich ökologisch.

        Dann denken wir lieber mal an Kartoffel und Äpfel oder so, die sehr wohl regional wachsen und gekauft werden können,

        da ist ja die große SÜNDE
        die regionalen Früchte wegzuschmeißen und die von weit her geholten dafür in die Ladenregale stellen und die Kunden, Nichtlandwirte (die keine oder weniger Ahnung davon haben) kaufen. Das können wir uns nicht mehr lange leisten, nur weil wir etwas besseres sind und uns exotische Waren leisten können. Können wir eben nicht mehr, von Einkommen her vielleicht, aber aus ökologischen Gründen nicht. Das müssen wir bedenken!

        Das muß erst mal im Focus stehen!

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      • Dorfmensch sagt

        @Lieschen Müller aus Jena,
        bitte zuerst den Thüringer Rotwein oder auch Saale-Unstrut kaufen (den gibt es wirklich), dann erst den aus Deutschland und Europa. Übersee kommt in meiner Überzeugung nicht vor.

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    • Bauer Willi sagt

      Darum geht es nicht. Soll doch jeder alles von überall kaufen. Das ist nicht mein Problem, sondern die Doppelmoral. Warum belügen wir uns selbst und warum werden wir belogen? Und wissen es auch noch, dass wir belogen werden. Das stinkt mir.

      Es darf auch jeder das Hühnchen für 2,79 € kaufen. Er hat aber damit das Recht verwirkt, sich über Massentierhaltung aufzuregen. Jeder Kauf ist der Auftrag, das Produkt in gleicher Weise noch einmal herzustellen.
      Bauer Willi

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  11. Monique sagt

    Guten Morgen Zusammen,
    Sehr geehrter Herr Bauer Willi

    Die Werbeabteilung die sagt ja, dass REGIONAL, je nach dem zu FAIREN Preise usw. eingekauft wird und schwafelt über soziale Engagements und Tierwohl. Schöne bunte heile Welt halt – viel Bildli und Worte – fast „Traumwelt“.
    Die Einkaufsabteilung ist eine andere Abteilung mit einer anderen Aufgabe und dann kommt halt das dabei raus was Sie eingestellt haben und am Abend sind die Regale leer.
    Wenn die Kunden gefragt werden in Kundenumfragen, kommen ja auch die entsprechenden Werte raus, dass GAAAANZ viele Bio usw. kaufen (ca. 30%)- in Realität ist der Bioanteil am gesamten Markt um die 10% (in der CH).
    Mir kommt dann der weise Ratschlag „an den Taten werdet ihr sie erkennen – nicht an deren Worten“ oder so ähnlich in den Sinn. Nur wenn die KUNDEN regionale Produkte KAUFEN – auch wenn es 2kg Zwiebeln sind (ist ja auch eine Frechheit, so die inländische Produzenten bzw. deren Produkte zu vermarkten!!!) kaufen wird etwas passieren. Sonst schwelgen die Kunden und der LEH in ihrer schöööönen bunten heilen Marketing-Bilder“traum“welt und die Realität ist was ganz anderes.
    Wir nehmen seit kurzem an einem regionalen Markt teil und verkaufen unsere Fleischprodukte die in einem kleinen Schlachthof und von einer kleinen Metzgerei verarbeitet wurden an die Marktgänger. Auch da höre ich oft, suuuuuuuuuuper dass es jetzt diesen Markt gibt, suuuuuuuuuuuper gutes Produkt das sie da anbieten, suuuuuuuuper dass es die Tiere gut haben und bei ihrer Mama aufwachsen dürfen – aber ich habe soeben schon an einem anderen Stand gekauft (und haben des öfteren keine Tasche in den Händen) oder ich komme nachher noch einmal oder ich gehe bald in die Ferien oder sonst eine Begründung für das Nichtkaufen… Die im Menschen wohnende Bequemlichkeit ist halt so hartnnäckig und man kann sich soooooooo gut rechtfertigen für sein Handeln. Argumenten und Sichtweisen gibt es viele.
    Ich versuche einfach, mit Humor, mit Freude für die Produkte, Achtung vor den Tieren und Pflanzen und meinem Verhalten sowie in Gesprächen mit den Mitmenschen für mehr Wertschätzung für den Berufsstand der Bauern beim Gegenüber zu erwirken. Jedes Gegenüber, das nach einem Gespräch, einem Spruch oder einem Kontakt etwas echtes über die Landwirtschaft mitnimmt, ist gut. Zu viel einseitig geprägtes und lenkendes prasselt auf die Menschen hernieder um sie zu lenken. Kann ich ihm etwas echtes, autentisches über unseren Betrieb oder die Landwiertschaft mit auf seinen Weg geben, kann es ihm einen Anstoss geben um sein TUN zu ändern oder ins TUN zu kommen… vielleicht auch erst beim übernächsten Anstoss – aber ohne feinen Schubser geht gar nix.

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    • Lieschen Müller sagt

      Ja, das mit den Zwiebeln fand ich sehr verwunderlich. Ich meine, klar, die halten sich ein bißchen. Aber ich gehe z.B. zu Fuß einkaufen, jetzt sind schon 2 kg meiner Transportfähigkeit mit Zwiebeln belegt!

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    • Bauer Willi sagt

      Super Kommentar! Danke! Nur mit persönlichem Engagement werden wir Bauern etwas erreichen. Ja, das macht viel Arbeit, das frustriert auch manchmal.
      Ich versuche halt auf meine Art, den ein oder anderen „Schubser“ zu setzen…
      Bauer Willi

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  12. Lieschen Müller sagt

    Ich mache das wirklich. Ich wollte Zwiebeln, gibt es in Abpackung zu 10 Stück aus Neuseeland und zu 2 kg aus Deutschland. Ich brauche definitiv nicht 2 kg, habe sie aber trotzdem genommen, ich weigere mich Zwiebeln aus Neuseeland zu kaufen.
    Ich auch dafür, „Regional“ als Herkunfstbezeichnung zu schützen. Ich finde es nicht wirklich regional, wenn zwar die Joghurtfabrik im Nachbarort steht, das Milchpulver aus Tschechien stammt und die Erdbeeren aus China.

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  13. bauerhans sagt

    der gemeine kunde kauft gut und günstig,insbesondere auch das,was er im urlaub kennen gelernt hat,über saisonal und regional macht er sich weniger gedanken,es sei denn erdbeeren und waschmittel sind im SONDERANGEBOT!

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  14. Ehrlichkeit und Einzelhandel eine Kombi die es nur sehr selten gibt…..sei es dem Produzent oder dem Verbraucher gegenüber…..leider Traurig, so etwas gibt es aber auch leider bei einigen Direktvermarktern, die wohl die Gutgläubigkeit der Kundschaft auszunutzen weiß welches bestimmt nicht förderlich für die Landwirtschaft ist….
    Gruß Klaus Weber

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    • Inga sagt

      Dann müssen sich Bauern und Verbraucher solidarisieren und gegen die Nahrungsmittelindustrie vorgehen.

      Wir machen uns von denen nicht abhängig.
      Schon wegen unserer Gesundheit und Ökologie Willen, denn alles groß mit Plastik verpackt und viel Stabilisatoren zum Haltbarmachen drin, neben oft zu viel Zucker.

      Die verarbeiten die landw. Produkte zum Nachteil und verlangen dafür mehr Geld, wie das Produkt wert ist, oder?

      Wollen wir uns das gefallen lassen?

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  15. Ottmar Ilchmann sagt

    Dieser Wurfzettel sagt ja zunächst nichts über das Käuferverhalten der Kunden aus, sondern über das Angebotsverhalten des Einzelhändlers!

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    • Aber der Kunde kauft was er sieht und weiß oftmals nicht das es manche Obst und Gemüsesorten aus der Region gibt oder ist einfach zu bequem danach zu schauen ….
      Gruß Klaus Weber

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    • Bauer Willi sagt

      @Ottmar
      das stimmt. Bei Spargel, Himbeeren und Kirschen gibt es aber ein deutsches Angebot. Folglich wird der Einzelhändler nur nach dem Preis einkaufen. Übrigens suche ich „Die faire Milch“ dort seit Jahren vergebens. An anderer Stelle wirbt er für Regionalität und Nachhaltigkeit damit, dass die Milch rund um die Molkerei erzeugt wurde. Welch eine Erkenntnis! Und dann steht auf der Packung „Andechser“. Das ist von Köln aber ganz schön weit weg.
      Ich habe ja auch prinzipiell nichts dagegen, dass der LEH das so macht und der Kunde es kauft. Aber bitte nicht mit der Behauptung, sie würden ja regional und nachhaltig handeln. Das ist Doppelmoral.
      Bauer Willi

      8+

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