Bauer Willi
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Die Qual der Wahl – was wählen?

Selten habe ich den Begriff “Qual der Wahl” für so treffend gehalten wie bei der kommenden Bundestagswahl. Auch heute, knapp zwei Wochen vor dem Wahltag am 26. September bin ich mir immer noch nicht sicher, welche Partei ich wählen werde. Da ich als Wahlvorstand den halben Tag im Wahlbüro sein werde, kann ich mir das noch ein paar Tage überlegen.

Andere haben sich bereits entschieden. In unserer Gemeinde lag der Anteil der Briefwähler am Ende der vergangenen Woche bei knapp über 40%! Der Anteil wird in den kommenden Tagen noch steigen und und damit einen neuen Rekord darstellen.

  • Warum diese Wahl anders ist

Nach 16 Jahren tritt Angela Merkel nicht mehr an. Nicht mehr als Bundeskanzlerin, und auch nicht in anderer Funktion. Sie kann nicht mehr gewählt werden. Menschen scheuen aber Veränderungen, weil sie mit Unsicherheiten verbunden sind. Man vertraut auf Bewährtes, auf das, was man kennt. Diese Unsicherheit drückt sich auch in den unglaublich schnell wechselnden Umfrageergebnissen aus: Lag die CDU vor ein paar Monaten noch bei weit über 30%, soll es jetzt nur noch für knapp 20% reichen. Das Gegenteil bei der SPD: vor Wochen noch als der große Verlierer gekennzeichnet, soll sie von 15 auf 25% zugelegt haben. Die Grünen fielen in der Gunst der Wähler so deutlich wie noch nie. Allerdings war der Spitzenwert von über 25% ohnehin nur von kurzer Dauer.

Diese enormen Verwerfungen innerhalb kürzester Zeit hat es so noch nie in der Nachkriegszeit gegeben. Allerdings habe ich auch noch nie so sehr an der Glaubwürdigkeit dieser repräsentativen Umfragen gezweifelt. Man erinnere sich nur an die Wahl in Sachsen-Anhalt, wo die Prognose ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen zwei Parteien vorhersagte, nach der Wahl aber 17% dazwischen lagen.

  • Partei oder Personen?

Dass Personen einen Wahlkampf prägen ist nicht neu. Ich mag mich irren, aber in meiner Empfindung spielen bei diesem Wahlkampf weniger die Argumente eine Rolle, als die Gesichter. Besonders auffällig ist dies bei der SPD, die derzeit nur noch aus Olaf Scholz zu bestehen scheint. Er ist in den Polit-Shows allgegenwärtig, andere Vertreter dieser Partei treten nur selten in Erscheinung. Auch wohl deshalb, weil diese kaum jemand kennt oder weiß, welche Richtung sie vertreten. Bei den Grünen ist es ähnlich, denn neben Annalena Baerbock tritt maximal noch Robert Habeck öffentlich auf. Personen mit politischer Erfahrung  wie Jürgen Trittin, Renate Künast und Anton Hofreiter hält man dezent im Hintergrund. Man weiß wohl warum. In der Union ist zwar Armin Laschet der Kanzlerkandidat, aber die “Wahlhilfe” von Markus Söder und der CSU ist eher schwach. Vielmehr gibt es immer wieder Querschüsse, die nicht gerade vertrauensfördernd sind. Was ein Lacher an der falschen Stelle bewirken kann, ist hinlänglich diskutiert worden. Aber was Fehltritte angeht, haben ja alle drei Kandidaten “Dreck am Stecken”.

  • Der Einfluß der Meinungsmacher

Meinungsmacher sind heute nicht nur die Print-Medien, Rundfunk und Fernsehen, sondern zunehmend auch die Digitalen Medien (ich verzichte bewusst auf die Bezeichnung “Soziale Medien”). Ob Facebook, Twitter oder Instagram, auf den diversen Kanälen wird Einfluß ausgeübt. Besonders bei den Jungwählern wird dies bedeutend sein, da diese auf diesen Wegen besser erreichbar sind als mit den “alten Medien”.

  • Wo sind die Inhalte?

Anders als in den Vorjahren gibt es bei dieser Wahl nicht wirklich das eine große Thema. Zwar haben die Grünen das Klima zu ihrem Kernthema im Wahlkampf erklärt, allerdings verfängt dies nur bei den Stammwählern. Wenn man die Slogans der Plakate studiert und dort liest, das man sich für sichere Renten, stabile Arbeitsplätze oder bezahlbare Wohnungen einsetzt, so könnte dies fast bei jeder Partei so plakatiert werden. Die Nuancen zwischen den Parteien sind so gering,  dass sie kaum dazu geeignet sind, eine klare Wahlentscheidung zu treffen. Und auch in den Polit-Shows der letzten Tage gelingt es den Moderatoren nicht, klare Unterschiede in den Inhalten herauszuarbeiten.

  • Wer setzt sich für die Landwirtschaft ein?

Ich bin in den letzten Wochen oft von Nicht-Landwirten gefragt worden, welche Partei sich denn für die Landwirte stark macht und welche ich wählen werde. Ich antworte dann, dass ich keinen Kanzlerkandidaten wähle, sondern diejenige Partei, die meiner persönlichen Meinung nach meine Interessen am besten vertritt. Und damit meine ich das Gesamtbild, nicht nur den Aspekt als Landwirt! Denn ich bin ja auch ein ganz normaler Bürger.

Wenn es um Landwirtschaft alleine ginge, würde ich klar antworten, dass keine Partei  meine Interessen vertritt sondern sich nahezu alle am Mainstream orientieren, der vor allem von Organisationen außerhalb der Landwirtschaft vorgegeben wird. Beispielhaft seien Greenpeace, BUND, Tierschutzbund und ähnlich gelagerte NGO´s genannt, die es immer wieder verstehen, mit zum Teil spektakulären Aktionen Regierungen unter Druck zu setzen. Eine laute Minderheit bevormundet die schweigende Mehrheit. Wir Landwirte schaffen es nicht, diesen eine passende Antwort entgegenzusetzen. Die Politiker nahezu aller Parteien versuchen uns mit warmen Worten zu beruhigen, machen aber in der Realität Gesetze und Verordnungen, die sich gegen die – vor allem konventionelle – Landwirtschaft richten.

  • Wen also wählen?

Es gibt, wie oben geschildert, keine Partei, die meinen Ansprüchen genügt. Die Qual der Wahl bedeutet, das kleinere Übel zu wählen. Also wähle ich das Ausschlußverfahren. Als größeres Übel sehe ich die AfD, die sowohl im Bereich Landwirtschaft als auch bei anderen Themen kein schlüssiges Konzept vorlegen kann. Gleiches gilt für die SPD, die mich nicht nur nicht mit ihrem Wahlprogramm überzeugen können, sondern vielmehr mit ihrem bisherigen Verhalten in diversen Koalitionen den Beleg erbracht haben, dass ihnen nichts an den Landwirten liegt. Besonders eindrucksvoll hat dies immer wieder Staatssekretär Jochen Flasbarth belegt, unter dem Barbara Hendricks und Svenja Schulze Umweltministerinnen waren. Die Linken haben mit Kirsten Tackmann eine gute Fachfrau, allerdings hat diese Partei  beim Thema Eigentum oder Verteidigung einige für mich nicht akzeptierbare Ansichten. Kommen wir zu den Grünen: Entgegen ihrer Aussage, den bäuerlichen Familienbetrieb zu fördern, liest sich das Wahlprogramm vollkommen anders. Kein bäuerlicher Familienbetrieb würde die von ihnen propagierte “Agrarwende” überleben. Persönlich halte ich Robert Habeck für klug und sympathisch, aber er müsste sich ja auch gegen Renate Künast und Anton Hofreiter durchsetzen. Frau Baerbock halte ich für strebsam, aber unfähig, die Bundesrepublik wirtschaftlich stabil zu halten und glaubwürdig nach außen zu vertreten. Oder können Sie sich ein Gespräch auf Augenhöhe von Frau Baerbock mit Putin oder Erdogan vorstellen? Oder wie sie Herrn Bolsonaro erklärt, dass das Abbrennen des Regenwaldes frevelhaft ist. Was es definitiv ist.

  • CDU oder FDP?

Zwischen diesen beiden Parteien schwanke ich derzeit. Jetzt könnte ich viele Aspekte notieren, die mal für die eine, mal für die andere Partei sprichen. Was würdet ihr tun? Und warum? Oder habt ihr eine andere Ansicht?

P.S. Damit eines klar ist: ich werde meine Stimme abgeben. Nicht zu wählen, kommt nicht in Frage.

 

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76 Kommentare

  1. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    “Söder bringt Neuauflage der GroKo ins Spiel…”

    Um Himmels willen – alles, nur das nicht!!!!

  2. Mirakel sagt

    Sieht so aus als hätte die CDU keine Leihstimme für die FDP über….Frau Klöckner ist zu oft vor dem allgemeinen Mainstream eingeknickt…ein Gero Höcker z.B. benennt die Fakten.

  3. Thomas Apfel sagt

    o.k. nachgereicht: AFD:
    “Ein wirksamer Pflanzenschutz nach guter fachlicher Praxis ist Grundlage jeglicher landwirtschaftlichen Produktion … Problematisch ist aus unserer Sicht, dass regulatorische Hürden für für neue Wirkstoffe so hoch sind, dass derzeit mehr Wirkstoffe vom Markt genommen werden, als neue hinzukommen. .. Bereits heute fehlen in vielen landwirtschaftlichen Kulturen leider wirksame Bekämpfungsoptionen. Auf europäischer Ebene muss daher die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln verstärkt harmonisiert werden und die zuständigen deutschen Behörden sollen sich daran orientieren … ”

    Anm. : Soweit alles gut und richtig, nur was soll ich mit einer Partei, mit der Niemand koagulieren ( oder auch nur koalieren) will.

  4. Thomas Apfel sagt

    (“Der Obstbau” 9/21) Frage an die agrarpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen:
    “Ist der Integrierte Pflanzenschutz für Sie eine Praxisform der Zukunft, für die es eine praxisgerechte Zulassung von Pflanzenschutzmitteln geben muss ?”

    CDU/CSU : ” Deutschland darf nicht auf der Zulassungsbremse stehen, wenn es um den Schutz der Pflanzen und um Ernährungssicherheit geht. … Resistenzbildung verhindern … Notwendig ist , dass mehrere Wirkstoffe zu Verfügung stehen. Die europäische Harmonisierung der Zulassung muss konsequenter vorangetrieben werden ”

    SPD : ” Der Obstbau (Anm.: resp. “die Landwirtschaft”) ist aber nach und nach den natürlichen Ressourcen anzupassen und muss sich an den jeweiligen regionalen Gegebenheiten orientieren. Maximaler Ertrag ist nicht gleichbedeutend mit maximalem Erfolg. …….. die Erhaltung der Pflanzengesundheit ist auf biologischem Wege zu fördern.”

    DIE GRÜNEN: ” Wir unterstützen eine Agrarwende hin zu umweltschonender Bewirtschaftung und regionaler Erzeugung, die auch gesellschaftliche Anerkennung findet.
    Das ist in vielen Fällen noch nicht der Fall, wie z.B. beim zu hohen Pestizideinsatz. Eine Zulassung von bienengefährlichen Insektiziden für die Anwendung auf blühenden oder von Bienen beflogenen Pflanzen lehnen wir ab”

    (Anmerkung.: das ist schon bisher gesetzlich nicht möglich !!!)

    FDP: ” Ja, Pflanzenschutz … entspricht dem Prinzip der Nachhaltigkeit, weil so eine gute Flächeneffizienz erreicht und gesunde Nahrungsmittel produziert werden.
    Der Einsatz und die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln dürfen nicht politisch entschieden werden. … Wirkstoffe, die bei definierten Anwendungen von den nationalen Zulassungsbehörden in Deutschland wie dem BfR sowie von der Europäischen Behörde (EFSA) für unbedenklich erklärt werden, müssen auch zugelassen werden !”

    DIE LINKE: … Bei Uneinigkeit auf EU-Ebene müssen nationale Lösungen Mensch, Umwelt und Nichtzielorganismen schützen. …die Praxis durch unabhängige und kostenfrei Beratung unterstützen … Stärkung der Pflanzengesundheit geht vor PSM.”

    (Anmerkung: Letzteres ist seit 35 Jahren Grundprinzip des Integrierten Pflanzenschutzes)

    Da weiß man eigentlich wen man wählen müsste ! Nur wird diese Partei null Einfluss auf die Landwirtschaftspolitik haben. Daher kann ich @bauherr nur zustimmen: CDU stärken und alles andere lassen.

    • Ostbauer sagt

      So weit kann man die CDU gar nicht stärken, dass ihre Landwirtschaftspolitik zum tragen kommt. Dann bekommen wir schwarz/grün oder Jamaika.
      Wer in dieser Koalition den LW- Minister stellt, dürfte wohl klar sein.
      Egal wie es ausgeht, es wird nicht besser.

      • Thomas Apfel sagt

        Es gibt schon noch größere und kleinere Übel. Der Supergau für die LW sind: Rot-Rot-Grün und Rot -Gelb -Grün. Für Schwarz-Grün allein wird´s nicht reichen. Jamaika wäre nicht die schlechteste Option, auch wenn der LW Minister (sofern es Den überhaupt noch gibt) grün wäre. Da gibt es wenigstens noch die Hoffnung, dass Vernunft via Koalitionsvertrag irgend einen Einfluß auf die Agrarpolitik hat.
        Vor Allem, was ist die Alternative ? Nicht wählen ist eine, da kann man sich zurücklehnen und sagen “ich hab nichts damit zu tun”. Ganz so weit bin ich noch nicht.

        • Christian Bothe sagt

          Keine Frage,trotz aller Probleme sollte man sich CDU und FDP als Regierungsparteien wuenschen,meine ich!

        • Bauer Willi sagt

          @Thomas Apfel
          Wenn am 26.9. die Leute alleine in der Wahlkabine stehen, werden einige anders entscheiden, als sie am Stammtisch erzählen.
          Auch wenn es im Augenblick keiner glauben mag: Die Union wird stärkste Kraft, SPD knapp dahinter. Grün irgendwo bei 15%, FDP knapp zweistellig.
          Schwarz-Rot-Gelb wäre möglich.
          25% SPD plus Grün reicht nicht. Da die Linke zwischen 5 und 7% landet, reicht das auch nicht. Jetzt kommt es auf die FDP an, ob sie bei der “Ampel” mitmacht. Meine Vermutung: sie wird sich nicht noch einmal verweigern und argumentieren, dass es ja gut ist, wenn sie “das Schlimmste verhindern”.
          Möge jeder seine persönlichen Konsequenzen daraus ziehen….

          • Karl Timme sagt

            Wie Herr Severs schon schrieb, hatten wir letztes Wochenende in Niedersachsen Kommunalwahlen; 5 X (Landrat, Samtgemeindebürgermeister, Kreistag, Samtgemeinderat, Gemeinderat). Für die Räte waren jeweils drei Stimmen möglich.
            Was bei den Auszählen (bin auch am 26. wie am 12. im Wahlausschuß) der Stimmzettel auffiel: etliche Stimmzettel sahen aus als hätte jemand mit Schrot darauf geschossen (AFD-Linke-WG). Ein solches Verhalten läßt sich nur mit einer Protestwahl erklären. Wobei ich nicht sicher bin welches Vorgehen ausdruckvoller ist: keine Kennzeichnung >ungültig, mit absichtlich-zuvielen Kreuzen (nicht erkennbarem Wählerwillen) > ungültig oder der Schrotschuß> gültig

            • Reinhard Seevers sagt

              Wir mussten zwar nur 4 Wahlzettel ausfüllen, hat aber auch schon gereicht. Ich finde Tischdeckenartigen Wahlscheine mit unzähligen Namen, die keiner einordnen kann, eine Zumutung für die Demokratie.

              • Karl Timme sagt

                Eine Wahlhelferin gerade über 16 ist auch nicht sehr hilfreich.
                Wenn dann die Mama zu Ihrem 16 jährigen in die Wahlkabine will um zu helfen, wird es Unangenehm wenn sie sich in den “digitalen” Medien darüber Beschwert, das dieses nicht zugelassen wurde.

              • Karl Timme sagt

                Bei den Wahlkämpfen zur Bundestagswahl war das Wahlalter bisher kein Thema!
                Meine Erfahrung aus diesen Kommunalwahlen ab 16, nicht zu Empfehlen.
                Unsere Regionlpresse sieht das anders und Tituliert:
                16 das neue 18, ein Erfolgsmodel.

          • Ostbauer sagt

            @ Bauer Willi; Deinen Optimismus möchte ich haben.
            Wenn nicht noch was weltbewegendes passiert, fährt RGR knapp 46% ein; das reicht und sie werden es machen.
            Die einzige Hoffnung sind wirklich die Unentschlossenen. Geht mir ja nicht anders.
            Es ist das erste Mal, dass ich 12 Tage vor der Wahl noch nicht weiß, wo ich mein Kreuz mache. Die Wunden der letzten Jahre unter unionsgeführter Landwirtschaftspolitik sind tief!!
            Vielleicht lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

          • Thomas Apfel sagt

            Willi, ich teile Ihre Meinung. Wir haben hier so eine “Stammtischwette” laufen, bezüglich des Wahlausgangs. Auch wenn´s jetzt anders aussieht, zahle ich, glaube ich, nicht den “Auswertungsabend”.

      • Christian Bothe sagt

        Grün unter Führung einer Wirtschaftspartei geht zur Not noch. LW -Minister ein Grüner glaube ich nicht…

      • Wenn das ein Städter liest,

        Die Bauern und die AfD……
        Dann haben die doch gleich wieder Vorurteile

        Oder die ARD hat die und geht über Bauern zum Stimmenfang!?!
        Aber sie wollen ja bestimmt dieses Land autark wirtschaften lassen.

    • Also dann haben sich die Altpartien (FDP, SPD und CDU) von Agrarwissenschaftler in diesem Gebiet beraten lassen! Sie waren ja auch dabei als BfR und EFSA eingeführt wurden.

      Die Grünen und die Linke haben diese Beratung nicht nötig!

      Aber dann da mit entscheiden zu wollen ist verantwortungslos!
      Wenn ein PolitikerIn der Öffentlichkeit was sagt, dann muß man doch wissen worum es geht, oder?
      Gerade die Grünen hätten sich schon vor ihrer Gründung dem Problem annehmen sollen, denn das war oder ist doch ihre Aufgabe.
      Gerade wo viel Gründungsmitglieder bestimmt als Kind in der Landwirtschaft gearbeitet haben.
      Warum mußten sie Rüben vereinzeln und warum raucht man das heutzutage nicht mehr?
      Wie haben das die Bauern hinbekommen?
      Haben sie dabei die Umwelt beschädigt, haben die das Problem durch Giftspritzen gelöst, was macht das mit unserer Umwelt?
      Wo kann man sich da informieren?
      Wer kann die Frage beantworten?

      Das wäre Aufgabe er Grünen!

      Bei Fabrikschloten und -abwässern haben sie es ja auch gekonnt!

      Da haben sie ihren Wählern sich echt blamiert finde ich!

  5. Bauherr sagt

    Ich habe ein Video gesehen wo Merz erklärt, dass es eine Kabinettsliste gäbe mit Rot Grün Gelb.
    Wenn das stimmt, muss man der CDU helfen stärkste Partei zu werden.

    Wahlkampfgetöse hin oder her-in einem Land das von Kühnert und Lindner am Kabinettstisch regiert wird, möchte ich nicht leben.

  6. Egon Meyerhoff sagt

    Wenn ich zwischen FDP und CDU schwanke, sollte ich aus taktischen Gründen dieses Jahr FDP wählen.

    Dafür gibt es zwei Gründe:

    1) Die CDU will auf jeden Fall den Kanzler stellen, hat daher wenige Durchsetzungsfähigkeiten gegenüber ihren Partnern, die allesamt mehrere Optionen haben. Es kommt also auf die Stärke ihrer beiden Koalitionspartner zueinander an und da würde eine starke FDP verhindern, dass die CDU mir wichtige Felder zugunsten von SPD oder GRÜNEN räumt.

    2) Mit einer Stimme für die FDP sichere ich mich zudem für den Fall ab, dass die CDU nicht den Kanzler stellt, denn die CDU würde sich nicht als Juniorpartner hergeben. Sowohl GRÜNE als auch SPD sehen die FDP als möglichen Koalitionspartner, mit einer starken FDP wären meine Interessen in einer rot-grün-gelben Regierung zumindest teilweise noch vertreten. Zumindest Scholz scheint die FDP gegenüber der LINKEN zu bevorzugen, bei Baerbock kann ich es nicht einschätzen.

    Bloß bei einer rot-rot-grünen Koalition wären meine Interessen gar nicht mehr vertreten, aber dann ist egal, ob ich die CDU oder FDP wähle.

    In zwei von drei Koalitionsmodellen wären mit einer Stimme für die FDP bei einer CDU/FDP-Präferenz also meine Interessen noch in der Regierung vertreten; bei einer Stimme für die CDU hingegen nur in einem von drei Koalitionsmodellen.

  7. Gerhard sagt

    Also bei mir werden es die Freien Wähler unter Hubsi Aiwanger. Ich kenn die hier in Bayern recht gut da sie aus der Kommunalpolitik kommen und eher mit den Ländlichen Räumen zu tun haben.
    Ob sie reinkommen, schau mir mal. Zumindest würde eine 6 Partei im Bundestag nochmal alles etwas durcheinander Würfel.
    Und alleine die Aussicht wenn sich alle Abgeordneten ihren Translate Ohrstöpsel ins Ohr schieben um den Hubert auch zu verstehen wenn er eine Rede beginnt hätte schon was.
    Gerhard

    • Christoph aus der Stadt sagt

      @Gerhard: Die Freien Wähler kommen – nach meiner Einschätzung – bestimmt nicht rein. Sie sind in der Bundespolitik deutlich weniger präsent und als Wahloption wahrnehmbar als es die AFD 2013 war. Letztere hatte damals flächendeckend die Werbetrommel gerührt, hatte überall Wahlauftritte absolviert und war auch in Presse und Fernsehen vernehmbar. Gereicht hat es zu 4,6 %. Wer diesmal die Freien Wähler wählt, schwächt die liberalen und konservativen Kräfte allein schon dadurch, dass er den Anteil an “Sonstigen” (=alle unterhalb der 5%-Hürde) vergrößert und damit die erforderliche Stimmenzahl für RRG oder RG senkt. Auch wenn es vielleicht wünschenwert wäre die Freien Wähler im Parlament zu haben.

  8. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, die Probleme was eine Wahlentscheidung heuer so schwierig macht hat Willi ja ausführlich beleuchtet. Bei der Erststimme habe ich mich bei einem Wahlvorrum entschieden wo alle Kandidaten meines Wahlkreise geladen waren. Die Vertreter der Grünen und der Linken haben unentschuldigt gefehlt. Würde ich auch nicht wählen. Es gab für mich ausreichend Gelegenheit intensiv mit Fragen den Kandidaten auf dem ” Zahn zu fühlen “. Die Entscheidung ist bei mir noch in dieser Runde gefallen. Bei der Zweitstimme sieht das anders aus. Mein Kreuz werde ich machen, auch wenn es eine Entscheidung zwischen Pest oder Collera wird.

  9. Ludwig sagt

    Wen wählt man als Ackerbauer und/oder Tierhalter ? Für den Ackerbauer ist es sicherlich etwas einfacher zu entscheiden , aber was macht der Tierhalter dem das ganze Geschäftsmodell unter den Füßen entzogen wird ? Da bin ich ratlos , denn wer wählt schon seinen Henker ? Da nützen doch die von einigen wenigen Abgeordneten gemachten Aussagen wenig , wenn man genau weis , daß die große Parteilinie eine andere ist. Die Aussagen unserer Kandidaten helfen da auch nicht weiter , denn die ereifern sich ja in der Klimapolitik und lenken so von den wirklichen Problemen ab. Das sind die hohen Energiekosten , die hier unsere Wettbewerbsfähigkeit außer Kraft setzen und so auf mittlere Sicht zur Massenarbeitslosigkeit führen wird. Auch mit der Großkraftwerksabschaltung , wo sich alle mit überbieten , wird der Blackout für mehrere Tage doch regelrecht provoziert. Dann geht es noch um die Währungsstabilität . Jetzt sollen bis Ende Februar noch einmal 1,85 Billionen Euro in den Markt geworfen werden und dann kommt die gesamte Geldumlaufsumme in den Bereich von rd. 11 Billionen Euro . Das ist dann mehr als das Bruttosozialprodukt und im Bereich von 11 – 14 Billionen Euro wird es für den Eurobestand gefährlich zu überleben. Unsere Politik müßte sofort auf Marktwirtschaft umsteuern um dem ungebremsten Gelddrucken ohne Produktion entgegen zu wirken . Tut sie aber nicht und damit werden wir bei weiter steigenden Steuern in ein tiefes Tal versinken. Leider haben die Crashpropheten und angesagten Volkswirtschaftler recht behalten , wurden aber vom Mainstream ausgegrenzt. Keiner will hier wohl Wahrheiten hören und wird so mit der Realität fertig werden müßen. Später wird dann herauskommen , daß die Briten mit dem Brexit richtig entschieden haben, aber dazu muß unsere Titanic erst untergehen.

  10. Christian Bothe sagt

    Laschet: „Für Landwirte verspricht Laschet “keine neuen Belastungen”. Eben bei T-online gelesen ( Massnahmekatalog, wenn er Kanzler würde???).Klingt doch schon mal gut oder???Wen soll man nun wählen? Grüne,AFD sind für mich dasselbe nur mit unterschiedlichen Vorzeichen.Die Linke kann man ehe vergessen.Bleibt nur die FDP, weil CDU den falschen Kandidaten hat.Für mich sollte es Merz sein und dann mit der FDP koalieren. Werde wie immer FDP wählen? Ach so dann gibt’s noch die SPD…Kann aber alles noch anders werden,wenn ich die Stimmungslage in Ostthueringen und Westsachsen sehe,wird die AFD ein Wörtchen mitreden! Bin öfters mal in meiner Heimat und unterhalte mich dort viel und fange die Meinungen ein…Flüchtlinge und COVID-19 sind das Hauptthema und die LW interessiert nur am Rande, zumal der grüne LW-Minister in Sachsen nicht gerade viele Freunde unter den Konvis hat…

  11. Aenima sagt

    Schade dass die Grünen-Bubble bei dir/euch so verhasst ist (zumindest der Eindruck entsteht manchmal).

    In meiner Grünen-Community sind eigentlich gerade die Leute unterwegs, denen die Landwirtschaft nicht egal ist.
    – Diejenigen, die bereit sind, mündige Verbraucherentscheidungen zu treffen und gerne etwas mehr für die Milch zahlen
    – Diejenigen, die nicht zu dogmatisch Bio gegen konventionell ausspielen (da sind manche Naturschutz-Verbände viel krasser unterwegs), allerdings die Themen rund um die Artenvielfalt, Nitratwerte, Bodenerosion usw. sehr ernst nehmen. Themen, bei denen auch der Bauernverband nicht immer entgegenkommend u. verständnisvoll reagiert hat

    Trotzdem viel Anerkennung u. Wertschätzung für die Landwirtschaft generell (in jedem Fall von mir).

    Haben die Grünen denn eine faire Chance, ein tragbares Angebot an die konventionelle Landwirtschaft zu machen, ohne die angesprochenen Probleme klein zu reden? Oder sind die schon alleine aufgrund ihres Engagements für die Bio-Landwirtschaft ein No-Go?

    • Bauer Willi sagt

      @Aenima
      Die Grünen sind nicht “verhasst”. Guckst Du: https://www.bauerwilli.com/eine-stunde-mit-robert-habeck/ Überhaupt finde ich diesen Ausdruck unangemessen im politischen Kontext.

      Das Problem ist nicht Bio versus Konventionell, auch wenn Felix zu Löwenstein nicht müde wird, gegen die konv. Landwirte zu hetzen (ich kenne ihn persönlich, bin aber mittlerweile über seine militante Art erschrocken) Die Grünen, die ich kenne, haben im Normalfall von Landwirtschaft nicht den Hauch einer Ahnung und stellen deshalb auch Forderungen, mit der sie die bäuerlichen Familienbetriebe endgültig gegen die Wand fahren und zur Aufgabe zwingen.

      Haben die Grünen eine Chance? Mit Robert Habeck ja, mit Renate Künast und Anton Hofreiter nein.

      • Reinhard Seevers sagt

        Sehe ich genauso. Es ist ja nicht die Partei, die die Hürde darstellt, es ist das Wissen, Nichtwissen oder Halbwissen, mit denen Verantwortliche egal welcher Partei sich des Themas Landwirtschaft annehmen. Und wer die falschen Parolen hinausbläst und deshalb nicht gewählt wird, hat es mit seinem Ge – Wissen zu vereinbaren, dass er nicht gewählt wird oder gar angefeindet wird.
        Inzwischen ist es sowieso egal, wer Landwirtschaftspolitik versucht zu machen, entweder grätscht die EU hinein, oder die NGOs oder die Bürgerinitiative, oder gar der gewählte politische Vertreter….
        Verlautbarungen vor Wahlen sind jedenfalls nie ernstzunehmen.

      • Aenima sagt

        Danke für die Antwort.
        Ich bitte das Wort “verhasst” hier zu streichen (ja, ist unangemessen).

        Ich interessiere mich ernsthaft für den Dialog, es muss schließlich Wege geben, auch von Seiten der Grünen mit der Landwirtschaft stärker zu connecten u. nicht gegeneinander zu arbeiten.
        Meine Wahrnehmung ist aber, dass auch viele Landwirte sich zu lange auf der passiven Rolle eines stark lobbyierten Bauernverbands “ausgeruht” haben – wohlwissend, dass mit Klöckner eine Ministerin im Amt ist, die sich sehr gut lobbyieren lässt und keine gute Vermittler-Rolle unterschiedlicher Interessen gespielt hat.
        Ich bin aus Bayern (und aus einer ehemaligen Landwirtschaftsfamilie). Hier haben zumindest lange Zeit viele (sicher nicht alle) Landwirte lange Zeit auch wenig Dialogbereitschaft bzgl. “grüner Bedenken” gezeigt. Seit dem Volksbegehren “Rettet die Bienen” sehe ich auf einmal viele politisch aktive Landwirte. Davor leider nicht so sehr…

        Würde mich freuen, wenn man sich stärker aufeinander zubewegen kann. Wir brauchen unsere landwirtschaftlichen Betriebe.
        Diejenigen die ich persönlich als CSU-Wähler kenne, haben übrigens weniger Probleme mit billiger Milch aus dem Discounter als die Grünen-Wähler. Aber das ist mein persönlicher Erfahrungsschatz…

        • Reinhard Seevers sagt

          Zitat:”…Würde mich freuen, wenn man sich stärker aufeinander zubewegen kann…..”

          Tja, wie soll man sich auf jemanden zu bewegen, der z.B. in Sachen Nitrat, Methan und Wasserverbrauch stândig Lügen verbreitet?
          Irgendwann ist Schluss!

          • Arnold Krämer sagt

            Die (konventionelle) Landwirtschaft befindet sich nicht mehr auf Augenhöhe mit ihren Kritikern. Ihre weitere Entwicklung erfolgt deshalb nicht mehr im Dialog sondern über das Ausüben von Macht (Marktmacht, politischer Macht).
            Dabei ist mein aktueller Eindruck, dass man die mit einer leistungsfähigen Konvi-Landwirtschaft (Bio-Landwirtschaft kann es durch eine sehr restriktive Selbstbindung in der Produktionstechnik nur sehr, sehr begrenzt sein) verbundene bisherige Versorgungssicherheit in D durchaus aufs Spiel setzt. Von den großen wirtschaftlichen und sozialen Nachteilen für bisher intakte ländliche Räume muss man garnicht reden. Das interessiert die arrogante, urbane “Elite” ohnehin nicht. Sie bestimmt Inhalte und Richtung der gesellschaftlichen Entwicklung leider auch mit Unterstützung vieler junger Menschen, die in den ländlichen Räumen ihre Sozialisation erfahren haben.

        • Wie soll man denn mit so jemanden anonymen diskutieren, der zu erst mit Vorwürfen ankommt?
          Was hat der Bauernverband für Aufgaben?
          Wofür ist er eingerichtet worden?

        • evo.... sagt

          “Rettet die Bienen!”

          Von 2008…….2017 ist die Zahl der Bienenvölker in Bayern von 152 000 auf 180 000 gestiegen. 2018 hingen die Bäume so voller Obst, dass vereinzelt Äste herunter gebrochen sind.

          Und dann startet man in 2018 ein Volksbegehren “Rettet die Bienen!” Es laufen Leute herum, die den Leuten Angst machen, es müsste von Hand bestäubt werden wie in China.

          Was soll man da noch sagen ? Sind das Ahnungslose? Sind das Faschisten?
          Ich glaube schon, dass die Charaktereigenschaften, die früher den Judenhass hervorgebracht haben, wieder durchbrechen. Man hat nur eine andere Zielgruppe: Statt der Juden heute Monsanto.

      • “haben im Normalfall von Landwirtschaft nicht den Hauch einer Ahnung und stellen deshalb auch Forderungen, mit der sie die bäuerlichen Familienbetriebe”

        Genau, das stört mich ungemein!

        Ist es denn so schwer sich mal in einem Landwirtschaftsamt, Uni oder Bauernhöfe sich schlau zu machen? Bevor man sich in einer Stadt auf den Platz stellt und große Reden schwingt?
        Und nach seiner Phantasie etwas zu behaupten?
        Die Natur hat ihre eigenen Gesetze, die funktionieren nicht nach unseren Gelüsten, wir müssen uns nach ihr richten.
        Dafür hat sie die Grüne Partei gegründet, damit man mir ihr im Politischen auch umgehen kann. Das war an der Zeit und auch notwendig.

        Aber bitte nicht, die nach eigenen Interessen regieren, von der Ökologie keine Ahnung haben und mit den einfachen Bauern, die ja nur in der schmutzigen Natur rumwühlen, weil sie ein Großteil unsrer Umwelt bearbeiten, nichts zu tun haben wollen!
        Noch nicht mal wissen, was integrierter Pflanzenschutz ist!
        Auch nicht wissen, dass Mittel für Human-, Veterinär- und Phytomedizin in einem Hause hergestellt werden.

    • Obstbäuerin sagt

      Aenima, ich habe die Grünen in unserer Stadt einige Male eingeladen, sich von der enormen Biodiversität in unseren konventionellen Obstanlagen zu überzeugen. Hat leider nicht geklappt und da werde ich das Gefühl nicht los, dass sie sich ihr Feindbild nicht verderben lassen wollen. Beim Haustierbienenretten waren die Grünen doch landauf landein fleißig dabei aber eigentlich ging es ja um was ganz anderes.

    • Christian Bothe sagt

      Ich hoffe, Sie kennen das eigene Parteiprogramm? Damit sind eigentlich alle Antworten gegeben…So eine Partei ist einfach nicht regierungsfähig und man kann nur hoffen,das die denkende Bevölkerung das so auch sieht! Nur von dieser langsam langweilenden CO2 Diskussion wird kein Mensch auf der Welt satt!

    • “Haben die Grünen denn eine faire Chance, ein tragbares Angebot an die konventionelle Landwirtschaft zu machen, ohne die angesprochenen Probleme klein zu reden? ”

      Wenn die Landwirte mit ihren facettenreichen Wissen auch was dazu beitragen dürfen!
      Und die Grünen sich in das Wissen etwas einarbeiten!

  12. Obstbäuerin sagt

    Was früher wohl mal scherzhaft gemeint war, hat sich bei dieser Wahl zur vollen Blüte entfaltet:
    Die wir wählen können, haben nichts zu sagen und die was zu sagen haben, können wir nicht wählen (und auch nicht abwählen).
    Ich liebäugele auch mit der FDP aber in einigen Bereichen gehe ich gar nicht konform mit dieser Partei.

  13. Jochen Böhrer sagt

    Die statements von Gero Hocker und Carina Konrad zur Landwirtschaft lesen.. dann fällt die Wahl leicht. Allerdings muss man dann viele andere Kröten schlucken, die durch die FDP aufgetischt werden,

    • Bauer Willi sagt

      Ich kenne beide persönlich und verfolge ihre Statements seit langem. Gefallen mir sehr gut. Aber was ist, wenn die FDP gefragt wird, ob sie mit Rot-Grün koalliert? Da fehlt mir eine klare Aussage.

      Die eine richtige Wunschpartei gibt es eben nicht…

      • Reinhard Seevers sagt

        Die Niedersächsische Kommunalwahl hat gezeigt, dass CDU etwas verloren hat, SPD hat etwas verloren, Grüne haben etwas dazugewonnen…usw. Alles wie erwartbar.
        Wenn man es runterbricht auf die Gemeindeteile ist gut erkennbar, dass die Ortsteile mit hohem Zuzug und vielen Neubauten mit jungen Familien vorzugsweise Grün gewählt haben. Ich glaube es bleibt dabei, jung sowie urban wählt vermehrt grün. Die Wahlen werden in den urbanen Räumen entschieden und für die landw. Wähler ist es völlig Banane, wen sie ankreuzen.

        • Bauherr sagt

          Ich bin am Samstag mit solchen „Urbanen“ zusammen gekommen. Ich war schockiert, wie man trotz Wurzeln zur Landwirtschaft so schei..egal über Landwirtschaft denkt.
          Wir nehmen uns viel zu wichtig und das sind wir nicht. So etwas zieht mich mehr runter als die bekloppte Politik.

          • Reinhard Seevers sagt

            Ich hatte gestern eine ähnliche Diskussion mit einem Pensionär, der die Welt unbedingt retten muss, weil er gegenüber seinen Kindern und Enkelkindern sein Gewissen nicht belasten möchte, es muss sich etwas ändern, war sein Credo.
            Dass er selbst ein Haus auf Sardinien, ein Segelboot auf den Fidschis betreibt, und ein großes Anwesen besitzt, einen Audi A8, 4,2L fährt, ist dabei unwichtig….
            Hauptsache Bioprodukte kaufen und böse Güllefahrer anschwärzen.
            Das schlechte Gewissen der Umweltfrevler wird mit dem Ablass der Bioproduktion kompensiert, wie auch Amazon sich mit greenwashing reinwäscht. Die Heuchelei der Menschen ist unerträglich, aber kaum änderbar.

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Ja, wenn man BIO Karotten und Bio Avocados aus Chile kauft, kann man ruhigen Gewissens eine Audi A8 fahren, oddder?😉

              Gülle soll auch biologisch sein, oder kommt die von Monsanto?🤷‍♂️

            • evo.... sagt

              Ich glaube die denken gar nicht so weit. Die essen Bio, fühlen sich gut und denken dann gar nicht weiter.

              Ein Paar um die 30;
              Er unterhält als Hobby ein Motorrad, sie ein Pferd und wenn sie für 70 Euro für ein WE nach Rom fliegen können freuen sie sich.

        • Arnold Krämer sagt

          Die Menschen in den ländlichen Räumen werden zu spät merken, dass (bereits jetzt, demnächst noch intensiver) eine Politik gegen ihre Interessen betrieben wird. Die Gründe dafür sind auch wieder vielfältig. Zu dem immer schon mangelnden Wissen über Wirtschaft kommen jetzt noch weitere Gründe hinzu. Ein wesentlicher ist die systematische Angsterzeugung durch bestimmte Parteien und große Teile der Medien.

          • Dann müssten die Parteien aber wissen wovor sie Angst machen.
            Sonst kann man sie nicht erst nehmen.
            inhaltlich
            Die sollen sich da inhaltlich mehr mit befassen, damit sie wissen wovon sie reden, aber Credo,
            damit endlich was passiert.

            Und die ökologisch eingestellten
            Auto-Haus-Boot
            Besitzer auch, aber Credo!

      • fingerphilosoph sagt

        Ein Tippfehler? Muss es nicht heißen “… wenn die FDP gefragt wird, ob sie mit Rot-Grün kollabiert” ?

      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        …Die eine richtige Wunschpartei gab es noch nie!

        Egal von wem, mit wem auch immer – nach der Wahl gibt’s für uns Bauern gehörig eins auf die Mütze, das steht zweifelsohne heute schon fest. Als marginales Restvölkchen wird man auf unseren Köpfen das Knüppelchen lustig tanzen lassen. Werden wir wohl aushalten müssen!

        Deshalb bin ich einer bunten Regierungskoalition überhaupt nicht abgeneigt – sollen alle Beteiligten sich doch zunächst einmal innerhalb der eigenen Reihen leidenschaftlich abarbeiten: was dann noch übrig bleibt, reicht immer noch dicke für uns Bauern, diese Kröte werden wir zweifelsohne schlucken müssen.

        Hoffentlich ist ein spät pubertierender Christian Lindner endlich erwachsen geworden und damit seiner Verantwortung bewusst, dass er sich als feiges Rennhäschen nicht erneut in unseren Maisfeldern aus dem Staub machen kann… Eine dritte Chance gibt’s schließlich nicht!

        • Wie auf den Maisfeldern aus dem Staub machen?
          Er befürwortet doch nachwachsende Rohstoffe, weil er den Verbrennungsmotor nicht verbieten, denn den der soll mal mit Ethanol fahren.
          Wieder ein Industriezweig mehr?

          Oder meinte er nur Ethanol aus Südamerika, wo dann dafür eventuell Regenwald abgeholzt werden muß?

          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Inga, das Maisfeld hat hier einen rein symbolischen Charakter: Christian Lindner hat sich nach der letzten Bundestagswahl leider der ihm seitens seiner Wählerschaft angetragenen Mitgestaltungsverantwortung schlichtweg feige entzogen, woraufhin wir alle mit einer Stillstands-Koalition belohnt wurden. Das darf sich nicht wiederholen. Hätte selbst nicht geglaubt, dass ich ihm wohl eine zweite Chance geben muss… 😉

            Einen grünen Kanzler Dr. Robert Habeck hätte ich mir übrigens durchaus vorstellen können. – Baerbock selbst sieht ihn ja als den “Bauern” in ihren eigenen Reihen, ein sehr schlauer Bauer aber, was man bei Baerbock gerne anzweifeln darf, die sich selbst als DIE(!) Europa-Versteherin feiert.

            • Jochen Böhrer sagt

              Ich zolle Lindner immer noch allerhöchsten Respekt für die mutige und einzig richtige Entscheidung, die vorgesehene Koalition mit CDU und Grünen platzen zu lassen, als es offensichtlich wurde, dass den Grünen die Landwirtschaft zum Fraß vorgeworfen werden sollte, damit sie sich da austoben können und sich aus anderen Themen raushalten.

              • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

                Wie super geht’s aktuell den Bauern – insbesondere in den pechschwarz regierten Ländern!?

                Unsere Lady in Red, die hochverehrte Frau Schulze, hat sich souverän an der Landwirtschaft abgearbeitet, obgleich auch sie allenfalls als Marionette im Vordergrund fungierte.

                16 Jahre finden nun jedenfalls ein Ende. – Was hat sich innerhalb eines solchen zeitlichen Verlaufes Positives für die LW getan!? – Ja, und das Traurige dabei ist, so wird es wohl auch weitergehen.

                Wir marginales Restvölkchen produzieren mittels der uns zur Verfügung stehenden Technik mehr als genug, damit unsere dekadente Gesellschaft fortwährend aus dem Vollen schöpfen kann, um übersatt zu bleiben. – Was braucht’s mehr als einen von Völlerei gepflegten Wohlstandsbauch!?

                Jeder Mensch ist sich selbst der Nächste; wie viele sind denn tatsächlich zum Teilen bereit!?… Die vielen Heiligen, …ein ehrfürchtiger Kniefall u.a. hier vor unserem Prinzen von und zu Löwenstein, können ihre gelebte Scheinheiligkeit doch kaum mehr verbergen…

            • Da hat sich Baerbock vor mir richtig blamiert,
              Als sie sich vor der Fernsehkamara lustig über ihn gemacht hat und ihn als
              Kuhstreichler
              bezeichnete. Ein GrünIn hat sich darüber nicht lustig zu machen, denn eine Kuh ist eib biologisches Wesen, dass die Grünen ja schützen wollen. Wenn sie das nicht einsieht, ist sie bei der falschen Partei.

              Ist sie nur Politikerin geworden, um persönlich etwas zu werden bei uns im Staat? Egal bei welcher Partei?
              Kann man so einer vertrauen?

          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            …und ja, hoffentlich erkennt Christian Lindner das wahre Potential unserer nachwachsenden Rohstoffe, …wenn nur in Ansätzen, so ist er schon der gefeierte Einäugige unter den unendlich vielen Blinden.

            • Ja, er will ja unsere nachwachsende Rohstoffe fördern, schon wegen der Autoindustrie und für die muss der Verbrennungsmotor bleiben.
              Es ist aber noch aus einem ganz anderen Grund wichtig, und zwar
              Wenn wir alle E-Auots kaufen, müssen unsere Alten mit Verbrennermotor irgendwo hin.
              Wo kommen die hin?
              Nach Afrika und verpessten da weiter unsere gemeinsame Luft.
              Was macht unsere innovative Autoindustrie?
              Sie entwickelt Rapsdiesel und Ethanol für dem Weltmarkt.

          • Reinhard Seevers sagt

            Lindner als Zahlenjongleur….er kann alle neuen Kostenfelder erklären und hat als Lösung die Wachstums- und Exportorientierte starke deutsche Wirtschaft parat….
            Also alles wie gehabt, nur teurer und mit noch mehr Emissionen verbunden.
            Verzicht traut sich keiner auszusprechen….na schaun mer mal, was die Realität zu bieten haben wird.😎

            • Brötchen sagt

              so ist es nicht ganz, wer die Regionalzeitung aufmerksam liest……alle Haushalte sind die nächsten 5 Jahre im Defizit, sodass alle neuen Pläne zum Geldausgeben auf Eis gelegt sind, wie Kindergartenbetreuung oder neue Bauprojekte.

              Ist bei unserer Landeshauptstadt so, da waren es 10 Mio pro Jahr und eine Kreisstadt im Hinterland, da waren es 1 Mio. Das Zähneklappern geht erst nach der Wahl los.

              Es geht ja hier um die großen Weichen und da wäre es schon gut, wenn es wenigstens ein paar Bremsklötze gäben, das nicht ständig neue Löcher aufgerissen werden, oder Baustellen die nix bringen und nur Geld in der Zukunft kosten und auch da nix bringen…

              Das mit den Zahlen ist nur Kasperletheater.

              Heute war die neueste Meldung das im öffentlichen Nahverkehr richtig Leute als Fahrer fehlen. 15 % Krankenstand und werden abgeworben.
              Und plötzlicher Renteneintritt.
              Ein privater Unternehmer, rekrutiert wohl schon mit Büros in der Ukraine und in den Flüchtlingslagern. Und das geht erst richtig los mit dem Ak Mangel…..

              Ich freue mich schon, was das noch werden soll…..

              Es wird Probleme geben den jetzigen Stand zu halten!

              • Reinhard Seevers sagt

                Zitat Brötchen: “…Und das geht erst richtig los mit dem Ak Mangel…..”

                Genau, und deswegen fehlen dann auch noch Wohnungen:
                https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article227485849/Drei-Millionen-fehlende-Wohnungen-So-viel-Wohnraum-brauchen-auslaendische-Fachkraefte.html

                Und jede neue Wohnung bedeutet neue Ressourcen und weitere Energie. Wie man etwas reduzieren können will, wenn man erstmal von allem mehr brnötigt, das will in meinen Kopf nicht einsickern.

                • Brötchen sagt

                  In Berlin sind 25 % (min) der Wohnungen mit Zuwanderen belegt, die vom Staat bezahlt werden. Wohl teilweise exorbitant, wenn das stimmt. Und die Gruppe, die davon profitiert unterstützt das.
                  Diese Wohnungen ständen sonst leer.

                  Die bringen nicht soviel mehr Ak wie man gedacht hat, dafür aber gewaltig Probleme, die wieder AK kosten.

                  Aber den rosa Elefanten darf man niemals nicht benennen.

                  Von Lindner hört man da auch nichts zu, das Thema wird stark gemieden.

                  Ist ja schonmal gut, dass wenigstens ein paar geeignete Leute gefunden werden….

    • Der Brandenburgbauer l sagt

      Moin @ Jochen Böhmer. Eine Kröte ist diese.” Das tatsächlich radikalste Konzept verfolgt allerdings die FDP. Sie verzichtete auf Vorgaben und Verbote und setzt voll auf einen entfesselten Co 2 Preis der sich daran ausrichtet wie viel von dem Gas ausgestoßen werden darf”.

  14. Bauherr sagt

    Der kluge Wähler gibt seinem Stimmzettel das meiste Gewicht und wählt Koalitionen.
    War vor kurzem noch wild entschlossen die AfD zu wählen, aber unser AfD Kandidat hat sich mit dem Thema „Massenvergewaltigung“ disqualifiziert.
    Also wähle ich Schwarz/Gelb. Ich sehe die Wahl noch nicht verloren, weil die schlechten Umfragen auch die letzte CDU Oma mobilisiert.

    Grundsätzlich wir nach der Wahl die deutsche Landwirtschaft weiter mit EU Wettbewerbsverzerrungen geopfert. Wird eine FDP auch nicht verhindern können, oder doch?

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