Bauer Willi
Kommentare 38

BfN-Workshop: Landwirt trifft Naturschützer

Ich war im November 2022 auf einem Workshop von Landwirten und Naturschützern zwei volle Tage auf der Insel Vilm und habe darüber hier berichtet:

Damals habe ich geschrieben: “Worauf ich jetzt warte: Dass es, wie beim Workshop 2018, ein gemeinsames Papier gibt, in dem der Öffentlichkeit und vor allem den Entscheidungsträgern die Inhalte und Ergebnisse dieses Workshops zugänglich gemacht werden. Ich würde meinen Berufskollegen gerne mehr über diesen gelungenen Workshop erzählen.”

Es hat ein ganz klein wenig gedauert, aber jetzt ist das Ergebnis da: hier ist der Link auf die Seite des BfN: https://www.bfn.de/publikationen/hintergrundpapier/konstruktive-oeffentliche-kommunikation-naturschutz-landwirtschaft

Oder man kann hier auf die pdf-Datei zugreifen.

2023-loesungsvorschlaege-kommunikation-naturschutz-landwirtschaft-bfn

Spannend zu lesen ist vor allem Punkt 2, der Hintergrund. So erlebe ich oft Diskussionen zwischen Landwirten und Naturschützern und umgekehrt. Hoffentlich werden die Ergebnisse auch in Berlin gelesen.

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38 Kommentare

  1. Limes sagt

    Willi, Vielen Dank für deinen unermüdlichen Einsatz. Deine Beiträge schafen Transparenz um die Zustände in D rund um landwirtschaftliche Themen.
    Ohne deinen blog erfährt man nicht wirklich wieviel Kommisionen es rund um die Landwirtschaft gibt. Es sind unglaublich viele, z.B ZKL (Zukunftskommission Landwirtschaft), Borchert -Kommission, BfN Workshop (Landwirt trifft Naturschützer) kürzlich habe ich gelernt auch die NGO Agora hat einen “think tank Agora Agrar” genannte Gruppe mit diversen Akteuren installiert. Die Liste könnte man sicher beliebig erweitern. Da fragt man sich doch etwas verwundert wer hat die alle bestellt oder haben die sich etwa einfach als unabdingbar wichtige Akteure selber eingeladen? wer bezahlt sie? was ist bisher als Ergebnis herausgekommen? Für die Landwirte ist soweit man es verfolgt bisher nichts oder wenig herausgekommen denn sonst wäre wohl die Unzufriedenheit mit der jetzigen Situation nicht so groß.
    Ratlos fragt man sich weiterhin welche Aufgaben haben eigentlich die zunehmende Anzahl von Angestellten in Ministerien auf Bundes- und Landesebene die vom Steuerzahler bezahlt werden, entziehen die sich ihrer Verantwortung dem Bürger gegenüber und verlangern unbequeme Entscheidung einfach aus statt eine eigene Strategie zu entwickeln, sind es Durchreisende für andere “höhere” Aufgaben. Also unterm Strich wofür der ganze Aufwand mit vielen diversen teuren Kommissionen wenn am Ende doch Juristen und Gerichte, wie schon jetzt absehbar, entscheiden um die verschiedenen Interessen in einen Rahmen bringen.

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    • Inga sagt

      Ja,
      was haben die für eine Aufgabe?

      Warum arbeiten die nicht schon immer mit der Landwirtschaft zusammen?
      Hören die eher auf die NGOs?
      Wird die Landwirtschaft deswegen mundtot gemacht?
      Was kann man dagegen tun?

  2. Baier Gerhard sagt

    Hab mir das ganze mal durchgelesen.
    Im ersten Moment wußte ich nicht so ganz was ich darauf antworten soll.
    Das erste was mir dann einfiel war:
    Und wenn du nicht mehr weiter weißt, dann bilde einen Arbeitskreis.

    Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen den Bauern und Ihrer Landwirtschaft und den Umweltverbänden und den Naturschutzbehörden oder den Behörden im Allgemeinen.

    Wir stehen in der Wirtschaftlichen Abhängigkeit und Verantwortung unseres Handelns.
    Bei der Gegenseite ist dass mitnichten der Fall. Und das ist ein gewaltiger Unterschied

    Bei solchen Veranstaltungen gibt es immer viele schöne warme Worte und jede Verständnis für die Probleme der Bauern im zusammenhang mit dem Natur und Umweltschutz im Sinne der Umweltverbände.
    Und, “ja ja”, das ganze muss sich dann für die Bauern auch lohnen damit Sie den Umweltschutz mitmachen, wird dann immer bekräftigt.
    Sorry und Entschuldigung für die harten Worte, aber seit Werner und Meister Rörrich wissen wir was “ja ja” heißt.
    “Ja Ja” heißt “Leck mich am Arsch”

    Mal zwei Beispiele

    Wohin Mediatoren und Umweltbeauftrage führen lässt sich bei uns sehr gut an den Biber Management ablesen.
    Die Biber werden hier bei uns langsam richtig zur Plage. Hin und wieder darf man mal einen Bau entfernen, den Biber aber in einer Woche wieder errichtet hat. Einen Biber erlegen nur in absoluten Ausnahmefälle also so gut wie nie. Auf den Schäden durch den Biber bleibt man im großen und ganzen sitzten. Mann wird von den Mediatoren und Beauftragten so lange zugetxtet, bis man die weiße Fahne hießt und Kapituliert.

    Noch Interresanter ist es beim Fischotter.
    Bei uns hier in Franken gibt es einiges an Teichwirtschaft. In manchen Gebieten hat sich der Otter schon so breit gemacht das die Teichwirtschaft aufgegeben wurde. Der Otter steht unter strengen Naturschutz.
    Geschichte am Rande. Bei letzten Karpfen Saisoneröffung im September letzen Jahres war auch die Bayerische Politprominenz anwesend. Minsterpäsident Söder und LW Ministerin Kaniber. Aber statt Karpfen gab es Schäufele (Schulterstück vom Schwein, ist eine Fränkische Spezialität).
    Der Grund:
    Der Teich den man Abfischte war leer. Der Fishotter hatte halt auch Hunger. Mann nennt den Otter nicht umsonst den Wolf der Gewässer. Mann empfahl die Teiche einzuzäunen. Das kostet schnell mal etliche Tausend Euro pro Teich, da man eine engmaschiges Stahlgeflecht 1,5 Meter eingraben muss und was oben raus schaut ist auch sehr aufwendig. Otter können gut klettern. Oft wurde aus Naturschutzgründen das ganze gar nicht erst genehmigt.
    Auf den Schäden bleibt wer sitzten? Der Bewirtschafter, wer sonst.
    Die Teiche werden dann halt aufgegeben, verlanden mit der Zeit und der Lebensraum für Amphibien und alles was stehende Gewässer braucht ist dann halt auch weg.
    Was hatt dann der Naturschutz gewonnen??????????????????
    Aber auch die normalen Fließgewässer werden vom Otter leergeräumt. Harte Zeiten für Forelle und co.

    Ich bewundere Mennschen wie Willi hier und auch andere die den Dialog mit der Gegenseite suchen und auch führen. Wenn ich dann die Ergebnisse lese sowie oben, habe ich immer irgendwie den Eindruck das man mit vielen schönen Worten das ganze versucht mit eine Art Mehltau zu überziehen, damit man sich von Verbands und Behördenseite nicht der Realität stellen muss. Wir Bauern müssen aber Täglich damit fertig werden.

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    • Brötchen sagt

      is so gut beschrieben. Steht gerade bei agrarheute Schäden durch Wildgänse und Kraniche und Krähen bis zu 20 Tsd Euro pro Betrieb….ist eine AK

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      • Pälzer Buh sagt

        Wird gerade in der JG besprochen und soll für “Alle” nicht Bejagdbaren Tiere und deren Flächen gelten. Die EU gerät somit enorm unter Druck.

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    • Inga sagt

      So ist es, da hat der Mainstram nichts zu suchen,
      da
      ist das alte schon seit Generationen aufgebaute Wissen der dort ansässigen Bauern gefragt.
      Denn das Wissen hat die Flur ökologischen in Takt uns in Waage gehalten.

      Warum wissen die das nicht?
      Warum respektieren die das nicht?

      Was haben die fremden Leute in unserer Gemarkung zu suchen und Vorschriften wollen die uns auch machen?

      Müssen wir unser Wissen erst wissenschaftlich dokumentierten?
      Müssen wir Rechenschaft ablegen?
      Diese Dokumentation muss von denen einer machen und zwar mit den Ureinwohnen, äh dort ansässigen Bauern zusammen.

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    • Bergamasca sagt

      Danke, Herr Baier, dass Sie sich die Zeit genommen haben, dieses gewisse Unbehagen, das offensichtlich viele hier teilen, so präzise in Worte zu fassen.

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  3. Bauer Fritz sagt

    Das Tagungspaper ist in vielen Punkten wirklich okay (z.B. die 6 Aspekte zu mangelnder Diskursqualität; die Bevorzugung von Positivbeispielen anstatt das vor allem mediale Hochspielen von Negativbeispielen).
    Aber dann kommen (nicht nur hier sondern in nahezu jeder Studie) leider immer wieder jene Punkte die man als “Wunschliste ans Christkind” zusammenfassen kann (z.B. mehr Geld, mehr Personal, mehr Studien) oder als “Ewigkeitsparameter” wie beispielhaft der Bereich Ausbildung. Wenn man sich ansieht, was heute noch in Schulbüchern über die Landwirtschaft steht bzw. was über Landwirtschaft in verschiedenen Bereichen “gelehrt” wird, dauert so ist eine Änderung von Inhalten wohl kaum unter 20 Jahren zu erreichen – sofern dies politisch überhaupt gewollt ist. Wovon aktuell nicht wirklich auszugehen ist.

    Außerdem bin ich der Meinung, daß die Landwirte über Biodiversität binnen 2-5 Jahren mehr und nachhaltiger erlernen und vermutlich meist auch gleich umsetzen, weil auf einem großteils sehr guten Grundwissen aufgebaut werden kann. Wenn aber auf der Seite der Nichtlandwirte bis hinauf in die Politik-Riege vor allem das Basiswissen in ökonomischer und betriebswirtschaftlicher Hinsicht viel zu oft nicht mal rudimentär vorhanden sind, dauert dieses Lernen und Anwenden länger als viel Politiker im Amt sind. Es ist leider kein Märchen, daß für zu viele Umsatz = Gewinn nicht aus dem Kopf zu kriegen ist.

    Ein entscheidender Punkt auf Seite 7: “Gerade bei Dialogen auf höheren, politischen Ebenen ist überdies auf eine möglichst repräsentative Wahl der Gesprächspartner*innen zu achten. Die beteiligten Interessenvertreter*innen sollten so gewählt werden, dass beschlossene Maßnahmen und Projekte später bei allen relevanten Akteuren auf Akzeptanz stoßen.”
    Leider zeigt sich genau hier wie sehr Wunsch und Realität auseinanderdriften, wenn man sich etwa die Zukunftskommission ansieht oder die Tierwohlkommission. Vereinbartes trifft auf Wortbruch oder Desinteresse.

    Das muß mit dem sehr bezeichnenden Punkt 4 auf Seite 5 zusammenhängen: Interessengeleitete und staatliche Akteure sowie Medien unterliegen verschiedenen Pfadabhängigkeiten und organisationsinternen Zwängen, die häufig ökonomischer bzw.
    politischer Natur sind. Deshalb können die Akteure nicht frei und diskursorientiert agieren bzw. kommunizieren.
    Aktuell leider wieder sichtbar an solchen Beispielen:
    *) https://www.wochenblatt-dlv.de/politik/zensiert-oezdemir-kritische-wissenschaftler-572090
    *) https://twitter.com/xcrax/status/1621178729627267073?cxt=HHwWgsDRjePdyv8sAAAA und https://twitter.com/peter_breunig/status/1621277217459142659

    Dennoch Respekt an alle Teilnehmer die sich bemühen, diese dicken Bretter zu bebohren.

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    • Bauer Willi sagt

      @Bauer Fritz

      Vielen Dank, dass Du Dich so intensiv mit dem Inhaltlichen auseinandergesetzt hast und nicht schon bei den Gendersternchen aufgehört hast. Ansonsten könnte man den Eindruck gewinnen, dass fast alle der Meinung sind “dass das ja eh nichts bringt” und damit auch aufhören, sich selbst zu engagieren.

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      • Brötchen sagt

        ich hab das auch alles gelesen, nur so zur Info….ist ja auch überschaubar und gut gegliedert.

        Die Frage könnte eventuell aufkommen, wo und wann man sich engagiert und mit wem.
        Das sind die berühmten drei W… 🙂

        Ich berücksichtige auch das die Protokollersteller einen gewissen Anspruch haben, das recht viele Leser von der Berechtigung so einer Veranstaltung überzeugt werden.

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        • Bauer Willi sagt

          Ja, ich habe auch länger überlegt, ob ich wieder an der Veranstaltung teilnehmen soll. Die Zahl der Landwirte, die dazu bereit waren, war sehr überschaubar. Überhaupt ist die Bereitschaft, sich an solchen Dialogen teilzunehmen, zunehmend geringer.

          Ganz ehrlich: ich habe dafür Verständnis, denn wenn die Ergebnisse von Kommissionen nur noch abgelegt werden und ohne Konsequenzen bleiben, ist es nur l’art pour l’art….

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          • Reinhard Seevers sagt

            “Ganz ehrlich: ich habe dafür Verständnis, denn wenn die Ergebnisse von Kommissionen nur noch abgelegt werden und ohne Konsequenzen bleiben, ist es nur l’art pour l’art….”

            Ja genauso! Aber die andere Seite kann immer behaupten, man habe die Kommunikation gesucht, aber die Bauern wollen ja nicht kooperieren. Ich frage mich bei solchen Zusammenfassungen von wem wird das jetzt konkret und nachhaltig umgesetzt. Wenn es keine neutrale Zwischeninstanz gibt, die beide Parteien begleitend an die Hand nimmt, dann stirbt die Altivität.
            Ich sehe es aus der Sicht des betreuenden Antragstellers und sehe ausschließlich eine Bringschuld für Landwirte, die auf Ordnungsrecht beruht. Jeder Versuch Abschwächungen oder Relativierungen zu diskutieren wird strikt abgebügelt.
            Ich habe immer Vorurteile vor jedem Gespräch mit der Klientel, das hat sich schon eingebrannt.

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            • Thorens sagt

              “Ja genauso!”

              Gerade kam mir der Gedanke, ob man sich nicht fragen muss, so etwas bereits als “mobbing” zu bezeichnen. Persönlich sehe ich da Parallelen.

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              • Inga sagt

                Das muß dokumentiert und publiziert werden .
                Damit das mal in der Öffentlichkeit durchdacht und dann verdammt wird.

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    • Brötchen sagt

      merkste auch schon!

      Heimische Lw. spielt an den Unis schon lange keine so große Rolle mehr!

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    • Reinhard Seevers sagt

      In anderen Ländern, an anderen Unis, ist man stolz auf die Vielzahl unterschiedlicher Studenten aus der ganzen Welt. Unis haben auch nicht den Auftrag, ausschließlich die kleine heimische Landwirtschaft zu beforschen….das schaffen ein paar wenige Profs auch allein.
      Wer Bauingenieurwesen studiert baut ja auch nicht im Nachhinein ausschließlich in diesem Land.

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      • Brötchen sagt

        Ja die beforschen lieber die Ohrlänge der afrikanischen buschziege in Abhängigkeit vom Löwenbesatz.

        Bringt auch viel mehr und der Prof. hat auch mal wieder ne schöne Dienstreise.

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        • Brötchen sagt

          Wenn man genug Nachwuchs hat, ist das ja alles ganz niedlich.

          Was ich hier so in meinem Umfeld an Schwund von Fachleuten sehe, da denke ich müßte mal ganz dringend an verschiedenen Stellen etwas nachhaltigern Druck aufgebaut werden, ansonsten schmeißt Omi den Laden allein…

          Kollege hat aus Afrika den Spruch mitgebraucht….No Problem—–alles dort no Problem

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      • evo.... sagt

        Wenn man die Besten (oder die Mehrzahl) dann im Land halten kann, ist es okay. Ich befürchte aber, dass es bei uns nicht so ist. Und die meisten werden auch gar nicht die Gene haben um in unserem Klima gesund zu leben.

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    • Bauer Fritz sagt

      Ich würde die Liste der angeführten Personen aber eher dahin deuten, daß in den anderen Länder (Indien, Türkei …) der Wert und der Nutzen von Pflanzen(bau)-Wissenschaft beträchtlich höher eingeschätzt wird als hierzulande.
      Was neben dem positiveren “Klima” gegenüber Innovationen in Pflanzenbau bzw. Landwirtschaft in diesen Ländern auch dazu führt, daß sich hierzulande immer mehr Firmen “vom Acker machen” um nicht zu sagen ihre Abwanderung zustimmend zur Kenntnis genommen wird.

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  4. Ludwig sagt

    Willi, erst sollten die Diskussionspartner vor Ort , in Berlin und Brüssel dein neues Buch lesen um die Probleme der Bauern zu verstehen. Landwirtschaft ist schließlich multifunktional und damit ist es schwierig sich in die ganzen Abhängigkeiten der verschiedenen Betriebe in den jeweiligen Regionen mit und ohne Vieh versetzen zu können. Dagegen sind doch unsere “Naturschützer” eher fachlich nicht entsprechend gerüstet. Vieles
    von denen kommt doch aus dem Bauchgefühl oder der Hetze der Meinungsmacher. Wirklich gleichberechtigte Diskussionspartner gibt es doch kaum. Die Grünen und die ganzen Umweltverbände haben doch ihr Geschäftsmodell “Angstmache” und man hat den Eindruck , daß sie auch das KLima und Umwelt vielfach nur nutzen , um ihren wahren Sozialismus umzusetzen. Das können wir doch gerade mit der grünen Berliner Politik erleben. Dort ist doch mehr sektenartige Ideologiepolitik als Realismus zu erkennen. Jedenfalls ist unser Erfolgsmodell “Soziale Marktwirtschaft” gerade mal abgemeldet.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ludwig, der Papst scheint nun Tacheles zu reden, und den “Reichen” dieser Erde die Leviten zu lesen. Die Transformation geht voran. Der Wohlstand zu Ungunsten der Armen wird abnehmen müssen….man könnte auch die Gelder aus der Kriegsmaschinerie nutzen, um die Welt zu heilen, aber besser ist es anscheinend, alle Menschen gleichzeitig ins Verderben zu schicken. Das ist auch der Grund, warum man sich bei uns mit Lappalien rumschlägt, während anderswo Menschen sterben….aber seis drum, wir schaffen auch das noch!

      “Lasst euch nicht von Einzelpersonen oder Gruppen manipulieren, die versuchen, euch zu benutzen, um euer Land in der Spirale von Gewalt und Instabilität zu halten, um es weiterhin ohne Rücksicht auf irgendjemanden zu kontrollieren”, hat der Papst gestern 65.000 Gläubigen im Fußballstadion von Kinshasa zugerufen. “Seid ihr diejenigen, die die Gesellschaft verwandeln, die Böses in Gutes verwandeln, Hass in Liebe, Krieg in Frieden. Wollt ihr das sein? Wenn ihr es wollt, ist es möglich.” Zugleich verurteilte der 86-Jährige den “wirtschaftlichen Kolonialismus” in Afrika, und es war jedem klar, dass er damit die rohstoffhungrigen Europäer, Chinesen, Russen und Amerikaner meinte. “Hören Sie auf, Afrika zu ersticken: Es ist kein Bergwerk, das man ausbeutet oder ein Gebiet, das man ausplündert!”
      Ich (Florian Harms)weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber so klare Worte habe ich von den Anführern der wohlhabenden Länder lange nicht gehört. Hoffentlich fühlen sie sich angesprochen. Und hoffentlich begreifen mehr von uns allen, die wir hier in Saus und Braus leben, dass wir die moralische Pflicht haben, unsere Mitmenschen in Ländern wie dem Südsudan zu unterstützen, statt ihr Elend zu ignorieren.”

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      • Bergamasca sagt

        Solange die katholische Kirche mit ihrer verlogenen Sexualmoral die Überbevölkerung und die persistierende Bildungsferne der ewig mit Gebären beschäftigten Frauen und damit das Elend fördert, gehört sie für mich zu den schlimmsten aller Kriegstreiber, denn dort liegen die Ursachen für aktuelle und zukünftige Kriege und Hungersnöte.
        So viel zu den “klaren” Worten des Papstes, die in Wirklichkeit nur Nebelgeschosse sind.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Bergamasca, interessant ist der Satz von Florian Harms:
          “Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber so klare Worte habe ich von den Anführern der wohlhabenden Länder lange nicht gehört.”
          Seit wann ist der Papst ein Anführer der wohlhabenden Länder? Ich hatte immer gedacht, er sei der Vertreter Gottes auf Erden.
          Harms ist einer der Protagonisten von Journalisten, die den links-grünen Strom befeuern. Ich habe schon häufiger mit ihm geschrieben, weil er seine Meinung über die Landwirtschaft auch mit einer “Haltung” vertritt und als Meinung auf t-online plakativ voranstellt.
          Aber dennoch bin ich der Meinung, dass die Milliarden und Abermilliarden genauso gut zur humanitären Unterstützung, als zur Tötung nutzbar wären. Leider sind alle “Anführer” auf der Welt dazu nicht imstande.

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          • Bergamasca sagt

            Ihre Meinung sei Ihnen unbenommen, Herr Seevers. Dagegen haben Sie mit dem Aspekt im ersten Teil des Posts völlig Recht. Diesen Harms kannte ich bis anhin nicht, vielleicht gut so … Jedenfalls gibt der Papst gerade ein Lehrstück in verschleiernder Kommunikation (womit ich den Bogen schlagen möchte zum eigentlichen Zweck des Posts – winke winke, Bauer Willi). Gendert der Papst eigentlich auch?

        • Inga sagt

          Richtig!!!
          Nur,
          Wenn alle verwöhnten Leute, die nur mit 1 oder 2 Geschwister im Wohlstand aufgewachsen sind
          den Erdball ruinieren, weil sie einen viel zu großen Fussabdruck hinterlassen?
          Vielleicht einen größeren, als 5 in Armut aufgewachsene!
          Das könnte der Sinn dahinter sein, oder?
          Oder ist die kath.Kirche noch so rückständig und glaubt es gibt noch nicht genug Menschen auf diesem Erdball, wie zu Zeiten, als das AT erzählt wurde?

  5. Reinhard Seevers sagt

    “Gerade bei Dialogen auf höheren, politischen Ebenen ist überdies auf eine möglichst repräsentative Wahl der Gesprächspartner*innen zu achten: Die beteiligten Interessenvertreter*innen sollten so gewählt werden, dass beschlossene Maßnahmen und Projekte später bei allen relevanten Akteuren auf Akzeptanz stoßen. Dabei gilt es, sowohl die Interessenvielfalt innerhalb des Naturschutzes ausreichend zu berücksichtigen als auch die innerhalb der Landwirtschaft. Soweit thematisch sinnvoll, sollten zudem nicht-landwirtschaftliche Akteure in den öffentlichen Diskurs eingebunden werden. Da der Erhalt der biologischen Vielfalt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, sollten daher auch alle handlungsfähigen Akteure benannt und daran beteiligt werden (etwa der Landwirtschaft vor- und nachgelagerte Branchen, andere
    Wirtschaftsbereiche, Kommunen, Privatpersonen etc.)”

    Ob noch weitere “Branchen” mitreden müssen, das stelle ich mal in Frage.
    Es gibt genügend Felder, die von “anderen” beackert werden und werden müssen, z.B.:
    https://www.kreiszeitung.de/lokales/verden/verden-ort47274/aller-verdener-sportfischer-sprechen-schon-von-massaker-in-der-92062891.html

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    • Brötchen sagt

      Liest sich ganz gut und hat was von Walddorfkindergarten. Ausser die Sternchen.
      Piep piep piep wir ham uns alle liep.
      Kann man sicher auch als Argumentationshilfe verwenden.

      31 Teilnehmer davon 7 Landwirte bzw. die da irgendwie reinpassen.
      Eigentlich kein “Hardcore Landwirt” dabei.

      Scheint irgendwie so eine Art Weichklopfveranstaltung zu sein, da die Lw. zunehmend von Board gehen.

      Weil ja piep piep piep wir ham uns alle liep, dann dem Clemens oder dem Aldieinkäufer gegenüberstehen. Und die sagen nicht piep, piep, piep….

      Selbst bestimmte Behörden sagen nicht piep, piep, piep sondern da flattert OWIG ins Haus…. für Lappalien und am weißen Ostseestrand werden mal schnell schadstoffe in Massen eingeleitet….nicht weit von Honnies Tropical Island.
      So siehts aus Klaus… 🙂

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  6. Frikadellen piet 44 sagt

    moin hoffe auch dass in Berlin das gelesen wird und ich werde es nachher lesen bis später

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