Autor: Bauer Willi

ZDF-Reportage: Die Macht von Aldi, Edeka, & Co.

In der ZDF-Mediathek verfügbar. 28 Minuten Eine in weiten Teilen nüchterne Betrachtung der realen Verhältnisse zwischen den großen Supermarktketten und den Erzeugern. Für den eiligen Betrachter: besonders interessant von Minute 9 bis 11 und ab Minute 28.  Insgesamt aber 30 Minuten, die Verbraucher und Erzeuger nachdenklich machen. Die Lösung: Ein Plädoyer an die Macht des Verbrauchers. Utopie? Absolut empfehlenswert. Die Reportage zeigt die Zusammenhänge auf. Anwendung der Marktmacht Preisdruck auf  Erzeuger / Lieferaten Eigenmarken – Beleibiger Austausch der Produzenten im Hintergrund Folgen dieser Praktiken bis hin zu Preiserhöhungen wenn Konkurrenz ausgeschaltet wird Kartellamt und Politik HIER der direkte Link ohne Flash: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2441182/Die-Macht-von-Aldi,-Edeka-&-Co?flash=off

Lieferstopp bei real,-

Diese Bilder sind neu im Lebensmitteleinzelhandel. Einige namhafte Hersteller beliefern die Supermarktkette real,- seit einigen Tagen nicht mehr. Der Grund: man konnte sich beim Preis nicht einigen. Da ist es nur konsequent, nicht zu liefern. Ein Beispiel, das Schule machen sollte? Wir warten auf eure Kommentare… Bilder vom 25.07.2015 – aufgenommen in Stuttgart

Jakobskreuzkraut Ernte oder vollbiologischer Pflanzenschutz

siehe auch https://www.bauerwilli.com/alois-bio-bauer-und-pflanzenkiller/ Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Video: Rapsernte

Mähdrescher, Eingangswaage, Labor und vieles mehr. Hier unten im Video wird gezeigt wie es geht. Der Mähdrescher hat zwei Seitenschneidwerke, weil der Raps ineinander hängt und sonst die Verzweigungen abreißen würden. Die Stoppel bleibt relativ lang, weil in diesem Jahr die Stängel noch grün sind, während die Schoten schon trocken sind. Ein Ergebnis des sehr heißen Wetters und der schnellen Abreife. An der Eingangswaage der Genossenschaft wird das Gewicht des gesamten Fahrzeuges bestimmt und gleichzeitig eine Probe genommen. Der Fahrer kann sitzenbleiben und sofort weiterfahren, wenn die Probe genommen wurde. Die Analyse stellt Feuchtigkeits- und Öl-Gehalt fest, gleichzeitig wird noch der Besatz durch Siebung ermittelt. Besatz sind Strohreste und sonstige Fremdbestandteile und liegt meist unter 0,5%. Bei Raps sollte die Feuchtigkeit unter 9% liegen, darüber muss getrocknet werden. Der Öl-Gehalt soll 40% betragen, darüber gibt es Zuschläge, darunter Abzüge. In diesem Jahr liegen in unserer Region die Ölgehalte zwischen 43 und 47%, sind also sehr hoch. Wohl auch eine Folge der großen Hitze. Im Labor wird auch eine Rückstellprobe genommen, das ist Vorschrift. In der …

Multikulti auf der Weide

Multikulti auf der Weide, da ist es nicht so langweilig. Mutterkuh mit einem wilden  Adoptiv“kind“. Eine wirklich seltene Szene. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Ein „biblisches“ Bild

In der Nacht auf Sonntag (12.07.2015) kalbte eine Färse auf der Alp beim Alois im Oberallgäu. Das Kalb fanden wir zunächst nicht. Es war wohl bei seinen ersten Gehversuchen eine steile Böschung hinab gerutscht. Erst unser Jagdhund Quirin fand es am tiefen Grund im Tobel. Da das neugeborene Kalb auf seinen wackeligen Beinen den steilen Berg noch nicht schaffte, nahm Simon das Kalb einfach auf seine Schultern und trug es den Berg hoch bis zum Weg. Dem Kälbchen hat es sichtlich gefallen und die Bäuerin machte dieses  „biblische Bild“ 🙂 mit Ihrem Handy.   Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Im Dialog: Fragen eines Bauern an den WWF

Der WWF ist eine Nicht-Regierungs-Organisation, die sich für Natur- und Artenschutz einsetzt.  Frau Fleckenstein ist Leiterin des Fachbereich Landwirtschaft und Landnutzungswandel beim WWF Deutschland. Ich habe mich mit ihr unterhalten. Bauer Willi: Ich finde auf der Seite des WWF viele Hinweise, wie „man“ Dinge verbessern sollte. Ich bin Landwirt und muss von meinem Betriebe leben. Was soll ich als rheinischer Ackerbauer aus Sicht des WWF anders machen? Fleckenstein: Der WWF setzt sich für den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt ein und die ist weltweit – auch in Deutschland – bedroht. Eine der Hauptursachen für den massiven Artenrückgang bei Pflanzen und Tieren ist die intensive Landbewirtschaftung. Ich kenne Ihren Betrieb nicht und kann daher nicht beurteilen, welche Maßnahmen sie für den Erhalt der Artenvielfalt bereits umsetzen. Wir würden uns aber sehr freuen, wenn Sie auf Ihrem Betrieb, der Artenvielfalt den Vorrang geben würden. Viele gute Ideen und Vorschläge finden Sie dazu in folgender WWF Studie: http://www.landwirtschaft-artenvielfalt.de. Bauer Willi: Sojaanbau ist ja in aller Munde. Ich lese immer wieder, auch beim WWF, dass für den Sojaanbau Regenwald abgeholzt …

Rüben hacken

In der vergangenen Woche bin ich mit der Hand-Hacke durch meine Rüben gelaufen. Es war heiß und deshalb hab ich das nur morgens früh und am frühen Abend gemacht, um mir keinen Sonnenstich zu holen. Warum ich das mache? Es gibt zwei Gründe: der erste Grund ist die Entfernung von Schosser. Schosser nennt man die Rübenpflanzen, die schon in diesem Jahr Samen ausbilden. Normal ist das nicht, denn die Zuckerrübe ist eigentlich eine zweijährige Pflanze, die normalerweise erst im zweiten Jahr den etwa 2 Meter hohen Samenträger ausbildet. Es gibt aber Individuen, die sich daran nicht halten und dies bereits im ersten Anbaujahr machen. Das liegt an der Genetik. Es gibt Sorten, bei denen wenig, andere bei denen mehr solcher „Ausrutscher“ vorkommen. Das ist halt Natur. Wenn ich die Samenträger nicht entfernen würde, würden die Samen reif, würden auf die Erde fallen und beim nächsten Rübenanbau in drei bis vier Jahren hätte ich an der Stelle ein paar tausend Wildrüben stehen, die keine Rübe bilden und somit auch keinen Zucker. Die Samen können übrigens bis …

Unkraut im Spritzfenster in den Rüben

Im April waren die Unkräuter im Spritzfenster ohne Herbizide ja noch klein. Doch jetzt wird es Zeit, das Experiment zu beenden, bevor sie Samen bilden. Ganz schön viel Arbeit, alles von Hand zu machen. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren   Für alle, die den Hintersinn des Spritzfenster im Video von gestern nicht verstanden haben. Und die endgültige Antwort auf die Frage, was zuerst war: Henne oder Ei 😉 Warum Rübenhacken trotzdem notwendig ist, erzähle ich Euch morgen.

Im Dialog: Schizophrene Bauern?

In der Sendung Günther Jauch bin ich zum ersten Mal mit Prof. Dr. Dr. Roeb zusammengetroffen. Er lehrt an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg Handelsbetriebslehre und Marketing und arbeitet beratend für Lebensmittelhandel und -industrie. Jetzt ist er zu mir auf den Hof gekommen. Bauer Willi: Herr Roeb, Sie haben in der Sendung die Behauptung aufgestellt, dass die Bauern schizophren seien. Woran machen Sie das fest? Prof. Roeb: Die Landwirte möchten für sich die alten Strukturen aus den 70ern und 80ern behalten und sich nur begrenzt anpassen. Gleichzeitig möchten Sie aber vom wirtschaftlichen Fortschritt und den Steigerungen des Lebensstandards profitieren, die nur möglich sind, weil die meisten anderen Menschen sich in ihrem Berufsleben starken Veränderungen unterworfen haben. Sie sind ja selber ein Beispiel dafür. Ihr Betrieb hat sich in den letzten 40 Jahren nicht vergrößert, aber die Maschinen sind aber alle auf dem neuesten Stand. Sie müssen also viel weniger arbeiten – was Sie gut finden -, bekommen dafür aber viel weniger Geld – was Sie schlecht finden. Das ist schizophren, weil beide Entwicklungen die Seiten derselben Medaille …