Autor: Bauer Willi

Wintervögel zählen

Bisher kannte ich die Aktion noch nicht und habe deshalb noch nicht mitgemacht. Ich werde aber dieses Jahr mitmachen, denn Fischreiher, Meisen, Raben, Krähen, Elstern, Falken und auch Mäusebussarde gibt es hier bei uns reichlich. Und mein Garten ist 40 ha groß, da wird man doch wohl ein paar Vögel finden. 🙂 Das Online-Formular ist ab dem 5. Januar geöffnet. Bis zum 15. Januar kann gemeldet werden. Und je mehr Menschen melden, um so mehr Vögel finden sich in der Statistik. Drum also auch diesen Artikel teilen. Und jetzt: Jacke an und raus in die Natur. https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/mitmachen/13147.html

„Nicht die Faust in der Tasche ballen…“

…und auf „die da oben“ schimpfen“. So beginnt ein Aufruf vom Bund ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), am 20. Januar mit dem Trecker nach Berlin zu fahren. Und weiter heißt es: „Wir sind es auf den Höfen gewohnt, neue Herausforderungen anzunehmen. Wir sind bereit für eine bäuerliche und ökologischere Zukunftslandwirtschaft. Für eine politische Offensive zur Entwicklung der ländlichen Regionen und für ein attraktives Einstiegsprogramm in die Landwirtschaft. Bäuerinnen und Bauern braucht das Land! Und das geht nur mit einer Landwirtschaft und Agrarpolitik, die von der Zivilgesellschaft akzeptiert und getragen wird.“ Den vollen Wortlaut des Aufrufes findet ihr hier: https://www.wir-haben-es-satt.de/trecker/aufruf/ Auf weitere Inhalte der Demonstration „Wir haben es satt“ werde ich zu einem späteren Zeitpunkt eingehen. Weil mir die weniger verständlich sind und ich da noch ein paar Fragen habe. Die Einladung zum Dialog nehme ich deshalb gerne an. Euer Bauer Willi

Deutschland blüht auf!

Das ist das Ziel der Initiatoren, die möglichst viele Menschen auffordern, im kommenden Frühjahr Blühstreifen im Acker oder Blumenwiesen im Garten anzulegen. https://www.wir-machen-euch-satt.de/presseinformation/ Damit soll ein Zeichen für die Bemühungen der Landwirte in ganz Deutschland für die Artenvielfalt gesetzt werden. Um auf diese Naturschutzmaßnahmen hinzuweisen, sollen im Januar Blühmischungen in den Städten und Gemeinden verteilt werden mit dem Versprechen, das Landwirte das ganze Jahr über für eine reichhaltige Blütenvielfalt auf ihren Feldern sorgen werden. Möglicherweise entstehen so im Dialog auch gemeinsame Aktionen mit Kommunen oder Privatpersonen, die sich ebenfalls an der Aktion mit einer Blüh-Ecke in ihrem Garten beteiligen können. Darüber freuen sich nicht nur die Insekten! E ist eine „Karte der Teilnehmer“ freigeschaltet, in der sich jeder gerne eintragen darf. Dauert weniger als eine Minute. Ich bin schon dabei, aber auf der Karte ist noch Platz 🙂 Also macht mit! Dialog ist konstruktiver als Protest! Euer Bauer Willi  

Was war, was wird – eine Wende?

Wo wird die Landwirtschaft in 10 oder 15 Jahren stehen? Eine nüchterne Betrachtung. Und meine ganz persönliche Meinung. Ich fange damit in unserer Gemeinde an. Schon heute weiß ich von mindestens einer Handvoll Betriebe, die in den nächsten 5 Jahren ihre Tore zumachen werden. In allen Fällen fehlt der Hofnachfolger, obwohl meist Kinder da sind. Doch keines von ihnen will den Betrieb übernehmen. Und das hat viele Gründe, doch dazu später. Weniger und größere Betriebe Folglich werden die Flächen an die wenigen, großen Betriebe verpachtet. Die Hofgebäude werden, wo es möglich ist, für diverse Zwecke an Nicht-Landwirte vermietet, damit die Instandhaltung daraus finanziert werden kann und auch noch für eine kleine Aufstockung des Altersgeldes reicht. Wenn es ganz eng wird, werden auch ein oder zwei Hektar verkauft. Land ist knapp und teuer. Aus Begegnungen mit anderen Landwirten weiß ich, dass es anderswo nicht anders aussieht. Aber man redet nicht gerne darüber. Oft haben Generationen vorher den Hof schon bewirtschaftet und die Aufgabe der Landwirtschaft wird als Verrat an den Vorgängern empfunden. Oft auch als eigene Schwäche und Versagen. Also lieber schweigen, versuchen, es …

Neujahr

Ich habe an Silvester über WhatsApp, Messenger und SMS viele Karten, „lustige“ Videos von rutschenden Elefanten, sektschlürfenden Gänsen oder Zeichentrick-Feuerwerken geschickt bekommen. Da wollte ich doch mit einer sinnentleerten Bauern-Weisheit auf dem gleichen Niveau mitspielen. Was besseres ist mir nicht eingefallen. Gut, vielleicht noch ein Katzen-Video. Das geht immer. 😉 Der Sinn Ohne dass wir etwas dazu tun legt die Erde auch  im Jahr 2018 rund 240 Millionen Kilometer auf ihrem Weg um die Sonne zurück.  Mit einer unvorstellbaren Geschwindigkeit. Und wir merken nichts davon. Genau so wenig merken wir davon, dass sich die Tageslänge ständig verändert. Es sind eben nicht exakt 86.400 Sekunden, die einen Tag ausmachen. Wir haben es uns nur so zurechtgelegt. Wir brauchen Ordnung. Wir werden 365 mal erleben, dass Sonne und Mond auf- und untergeht. Wir tun nichts dazu. Unser persönliches Verfallsdatum ist schon programmiert, wir wissen aber nicht, wann es eintritt. Und wir werden es nicht beeinflussen. Das Wetter werden wir so annehmen, wie es kommt. Wir können und werden es nicht ändern.  Das Wetter ist chaotisch, unordentlich. Es hält sich …

Guten Rutsch

Nicht immer, wenn einer jemand etwas Gutes wünscht, kommt das auch richtig an. Es gibt auch da schon mal Missverständnisse. 🙂 Unsere guten Wünsche für das kommende Jahr kommen hoffentlich richtig an…Auf ein Neues in 2018! Willi und Alois

Es kommt darauf an, was DU daraus machst!

Meine Vorsätze für 2018 weniger reden, mehr zuhören mehr Geduld mit mir selbst und anderen mehr Toleranz und Verständnis ehrlich sein, wenn möglich immer mit weniger zufrieden sein Fehler zuerst bei sich selber suchen Verantwortung nicht delegieren sondern übernehmen Überlegt handeln Weniger Ideologie, mehr Humor   Mir fällt bestimmt noch mehr ein. Und euch? Euer Bauer Willi    

Im Zauberwald

Hier ist der Alois. Vor ein paar Tagen entdeckte ich durch Zufall einen Zauberwald. Es war eine Art Waldinsel, inmitten in einer Großen Wiese. Es sah schon von weitem so aus, als ob man das Waldstück dort irgendwie vergessen hätte. Am Waldrand wucherten undurchdringliche Brombeerbüsche und hätte da nicht jemand eine Ausforstung begonnen, ich wäre achtlos vorbeigelaufen. Durch eine freigeschnittene Schneise aber sah ich darin „komische Geräte“. Neugierig durchschritt ich also den dornigen „Verteidigungsring“ und gelangte nach wenigen Metern ins Innere. Was ich danach sah, hat mich tief berührt. Überall in diesem Wald standen alte Landmaschinen herum. Wagen, Kreiselheuer, Schwader,  „Heuma-Räder“ und dergleichen mehr. Sie waren nicht einmal großartig verrostet, sondern sie sahen fast intakt aus, als ob man sofort wieder mit ihnen losfahren könnte. Nur, sie waren so klein und richtig putzig. Genau so, wie solche Maschinen gerne in Kinderbüchern gemalt werden. Ich dachte dabei auch an meine Kindheit zurück, wie wir mit unserem kleinen roten „Porsche-Diesel“ mit genauso kleinen Maschinen gemäht und gekreiselt hatten. Diese Idylle wärmte und erfreute mich sehr. Innerlich musste …