Bauer Willi
Kommentare 14

Ausgewogenes Greenpeace-Magazin

Ich bin vom Greenpeace-Magazin zu meiner Meinung des Bürgerdialog Insekten des BMU gefragt worden. Hier meine Antwort:

https://www.greenpeace-magazin.de/nachrichten/lets-talk-about-insects

Meine Meinung: Eine ausgewogene Darstellung und faire Berichterstattung, in der alle Seiten zu Wort kommen. So kann es weitergehen. Oder was meint ihr?

Der Bürgerdialog ist noch bis zum 6.11. abends geöffnet. Macht Vorschläge und diskutiert mit.

Bürgerbeteiligung Insektenschutz – Erinnerung

 

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14 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Leider wird hier wieder viel Aktionismus verbreitet , aber ohne eine wissenschaftlche Grundlage , über viele Jahre , ist alles stochern im Nebel. Für den Übergang emphehle ich die Daten aus GB in Rothamstedt zu übernehmen und darauf aufzubauen. Unser Willi ist da schon weiter , aber das Rad muß mal wieder neu erfunden werden.

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  2. Thomas Apfel sagt

    Wie verhärtet die Fronten trotz der „weicheren Tonlage“ von Herrn Häusling und Greenpeace sind, zeigt die Aussage von Frau Kurth vom Naturschutzring, die „das Kotzen kriegt“ wenn der Bauernverband davon redet, dass Bauern schon immer im Sinne von Naturschutz tätig sind. Es geht im Moment darum neue Pfründe zu schaffen und landwirtschaftliche Fördergelder umzuverteilen.
    Beispielhaft will ich zwei Dinge nennen : Greenpeace streut auch in diesen Text wieder die Falschaussage, dass in 69 Gebieten bis zu 82 % der Insekten verschwunden seien, obwohl längst belegt ist, das auf Grund der fehlenden Kontinuität in Ort und Zeit der Erfassungen bis auf das Orbroicher Bruch nichts abgeleitet werden kann.
    Herr Häusling hebt auf die höhere Biodiversität auf Bio-Produktionsflächen wegen mehr „Beikraut“ ab. Letzteres hat den Zweck, die Bio-Produktionsflächen in ihrer Gesamtheit als ÖVF einzustufen und somit gesondert und zusätzlich fördern zu können.
    Abgesehen davon, dass wie schon verschiedentlich bemerkt die Biodiversität von Bio- und IP Produktionsflächen sich nach unseren Untersuchungen nicht unterscheidet, geht es hierbei vor Allem um das Anliegen des Bio-Lobbyverbandes BÖLW, die Preise für ihre Schienen stärker zu stützen. Ein Umschichten von 10 % der derzeitigen Betriebsprämie aus der ersten Säule nur für ÖVF würde so Bio Flächenförderung von ü. 1.500 €/ha ermöglichen. Dadurch können dann auch heimische Bio-Produkte wieder mit den Billigimporten mithalten. Allerding wären dann die Bio-Produkte nicht wie bisher 4-5 mal, sondern 8-10 mal höher subventioniert als die Erzeugnisse der modernen Landwirtschaft.
    Deshalb: Klare Kante gegen Falschaussagen ! immer wieder widersprechen und richtigstellen ! Raus aus den rein defensiven Abwehrreflexen ! Die Förderung von Biodiversität auf Verbesserung von Saumstrukturen konzentrieren und die Produktionsflächen beider Systeme außen vor lassen. Die Böden beider Systeme sind mehr oder weniger eutrophierte „Substrate“ für die die Frage nach ihrer Nachhaltigkeit nicht über Biodiversitätsdebatten zu klären ist.

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    • Stadtmensch sagt

      Die Böden beider Systeme sind mehr oder weniger eutrophierte „Substrate“

      Für solche Statements werde ich immer geteert und gefedert. Aber heh – lasst uns um Prozente aus Säulen streiten! Klare Kante….

      Hier: 1,3 Milliarden aus zweiter Säule zum Spielen für „Boden- und Nutztierkur“ (lächerlich im Vergleich zur Subventionierung von Leiharbeit und Aufstockerei)

      „Fast eine halbe Million Menschen, man nennt sie „Aufstocker“, bekommen auf ihren schäbigen Lohn ein gnädiges Zubrot, um ihr Einkommen auf Hartz-IV-Niveau zu heben. Was für den einzelnen Beschäftigten eine Überlebenshilfe ist, das ist für die Unternehmen, die Aufstocker beschäftigen, eine Super-Subvention: Jüngst flossen für diese Form des Sozialbetrugs rund 10 Milliarden Euro aus der Steuerkasse in die Taschen diverser Unternehmen.“ (Quelle: rationalgalerie)

      Ein Planet zum anderen: Mist ich hab Menschenbefall…

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      • Aber Stadtmensch,

        darf man denn Aufstocker von HARTZ 4 mit den landw. SUBVENTIONEN vergleichen?

        Für beides müssen wir Steuerzahler herhalten und beides hilft der Volkswirtschaft, Ökologie und Soziologie.

        Sogar du hast etwas davon.

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      • Der Planet meint vielleicht auch, dass dieser Befall aus Menschen die auf seiner Scholle gewachsenen Güter (Nahrungsmittel oder ein Stück Lebenkraftl) besser honorieren soll. Sich mehr dafür anstrengen soll, sich mehr Mühe und Arbeit damit machen soll, mehr als 12% seiner Arbeitskraft da reinstecken soll oder es ihm mehr als 12% seines Einkommens wert sein müsste oder sollte. Dann bräuchten wir keine Niedriglöhner dafür ausnutzen.
        Oder Stadtmensch?
        In der Bibel steht,
        Im Schweisse deines Angesichtes sollst du das Land bewirtschaften und dein Brot verdienen!
        Sind damit nur Bauern gemeint, Stadtmensch? Und du nicht?

        Weñn das durchgesetzt würde,
        dann hätten wir bestimmt ein viel besseres ökologisches Gleichgewicht.

        Ich dachte mal dafür würden sich die GRÜNEN stark machen.

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      • Brötchen sagt

        Stadtmensch es ist doch der Widerspruch…wir haben eine biologische Produktionsfläche, wo dreimal einer überfährt und fünfmal gucken geht……und dem Anspruch daraus ein magerrasenbiotop mit uhrmacheranspruch zu machen.

        ganz grob rübergebracht.

        es ist natürlich viel komplizierter und dann doch nicht so; aber manchmal muss man vielleicht stark verallgemeinern, um sich verständlich zu machen.

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        • Und das müssen sich diese NGOs und die GRÜNEN auch zu Rate ziehen, Brötchen.

          Wenn die auf Marktplätzen rumquaken wollen, dann müssen sie ja wissen wovon sie reden.
          Es geht nicht, dass die behaupten, Glyphosat

          (mit grossem Stolz dazu gesagt, das ist der Wirkstoff im Roundup, nur weil sie zeigen wollen, dass sie auch in der Landwirtschaft über etwas Bescheid wissen)
          würde mehrmals im Jahr von den Bauern auf einer Fläche ausgebracht werden,

          damit beweisen sie doch ihre Grossschnäuzigkeit.

          Dann bekommt man man noch ein Tütchen Wildblumensamen geschenkt, ob man deren Anbaufläche auch mit Glyphosat unkautfrei halten soll, indem man die mehrmals im Jahr damit behandelt?

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  3. Obstbäuerin sagt

    Nachdem den Bürgern über alle verfügbaren Medien vielfältigste Horrorszenarien (erst gestern starben bei NANO wieder die Regenwürmer an Glyphosat) vor Augen und Ohren geführt wurden, dürfen sie nun darüber abstimmen, ob sie dafür sind, erst den Lebensraum der wichtigsten Lebewesen überhaupt – der Insekten – und damit natürlich auch den eigenen zu retten. Ich habe mal probegerechnet und kann behaupten, mehr als 90 % der Bürger möchte das. Bei der Anwendung von Pestiziden (nicht etwa Pflanzenschutzmitteln) und anderen Schadstoffen in Böden und Gewässern erwarten
    85% eine Reduzierung. Die Verbesserung der Finanzierung des Naturschutzes und ein höheres Engagement der Gesellschaft erwarten sogar 95 %. Mir schwant, dass die Befragung eher eine Untermauerung der sowieso geforderten Maßnahmen ist. Aber wenn der Bürger das so möchte, dann kann es ja nur richtig sein. Die Diskussionen in den einzelnen Sachgebieten spielen wohl mehr eine informative Rolle.
    Warten wir die Auswertung ab – wir können gespannt sein.

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    • Obstbäuerin sagt

      Der Insektenrückgang wird von Greenpeace mit – bis zu 82 % – angegeben. Das heißt von 0 – 82 %. Wenn also an 64 Stellen gemessen wurde, könnte an 63 nur 10 % oder an 30 Stellen gar kein Rückgang gemessen worden sein und nur an einer Stelle (in Krefeld) diese 82 %. Das ist Kaffeesatzleserei und darauf kann kein Konzept aufgebaut werden. Am Anfang sollte das Monitoring stehen und keine kostspieligen Maßnahmen in den blauen Dunst.

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    • Ja, von einer Wissenschaftsdoku wie NANO könnte man verlangen, dass sie aufklärt warum die Regenwürmer an RoudUp und Glyphosat leiden.

      Von NANO könnte man erwarten, warum es Ausnahmegenehmigungen gibt nicht und diese dann als etwas Schwammiges hinstellt.

      Ausnahmegenehmigungen haben ihren Grund, die nicht jeder nachvollziehen kann. Eigentlich ist das nicht schlimm, aber dann darf diese Wissenschaftsdoku diese nicht als Hetze benutzen.

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  4. Die Bauern müssten sich schon beteiligen, aber auch gehört werden, jedenfalls mehr als Ottonormalverbaucher, der mit der Materie kaum etwas bis nichts zu n hat, finde ich.

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  5. Das Ganze scheint mir eher eine konzertierte Aktion des Ökosektors, angeführt vom BMU und begleitet von BUND, Nabu und Konsorten. Man suggeriert nach aussen einen ausgewogenen Dialog um danach quasi die Meinung des Volkes darstellen zu können. Deshalb hat greenpeace Kreide gefressen. Deshalb das „Bürgerforum“ des BMU. In der Realität tummeln sich in dem Forum ein paar Handvoll „Nabumitglieder“, die anschliessend angeblich die Meinung des Volkes widerspiegeln.

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    • Bauer Willi sagt

      Und? Hilft das weiter? Ich finde es bemerkenswert, vom Greenpeace-Magazin um meine Meinung gefragt zu werden. Ich habe den Text auch vorab zur Freigabe bekommen, was bei Journalisten nicht selbstverständlich ist. Ich habe auch beim Bürgerforum mitgemacht und viele Kommentare abgegeben und gesehen, dass auch andere kritisch kommentieren. Also, selbst mitmachen. Macht aber Arbeit.
      Bauer Willi

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