Bauer Willi
Kommentare 68

Allen einen schönen Feiertag…

…mit einem Blick auf zwei Gerstenfelder. Immer wieder eine Freude, es so schön wachsen zu sehen.

Und weil ich ja Bauer bin, habe ich mir das linke Feld von meinem Bio-Berufskollegen interessiert ansehen. Kein „Unkraut“ drin, alles absolut sauber.

Aber dann habe ich das hier gefunden, und zwar in der gesamten Fläche. Ist jetzt nicht so schön…

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68 Kommentare

  1. Eckehard Niemann sagt

    Aus Schleswig-Holstein Magazin, u.a. mit einem Beitrag „Schaden Pflanzenschutzmittel mehr, als sie nützen?“ vom 29. Mai 2019, 19:30 bis 20:00 Uhr :

    „Schaden Pflanzenschutzmittel mehr, als sie nützen?

    1,3 Milliarden Euro sind im vergangenen Jahr in Deutschland mit Pflanzenschutzmitteln umgesetzt worden. Nach Angaben des Industrieverbandes Agrar hat es 2018 aber einen Rückgang von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gegeben. Grund dafür: die Trockenheit – denn die schadet eben nicht nur Nutzpflanzen, sondern auch den Unkräutern und Pilzen. Klingt ja erstmal wie eine gute Nachricht – und nach ein bisschen Erholung für den Boden. Auf dem Versuchsgut für konventionelle Landwirtschaft der Uni Kiel in Achterwehr untersuchen Wissenschaftler die Wechselwirkungen zwischen Trockenheit und dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

    Erste Hinweise, dass Pflanzenschutzmittel die Wasseraufnahmefähigkeit der Pflanzen behindern könnten, hat das Forschungsteam bereits. Sogenannte Mykorizza-Pilze z.B. helfen der Pflanze bei Trockenheit an Wasser zu kommen. Wenn diese aber durch Gift (Fungizide, die Schadpilze hemmen sollen, aber auch die nützlichen Pilze an der Wurzel treffen) abgetötet werden, hat die Pflanze es bei Dürre noch schwerer.

    Zeitgleich zu den Versuchen hier nehmen die Wissenschaftler auch Proben auf einem Biohof. Dort ist es dann nur die Trockenheit, die bei den Pflanzen Stress auslöst. Mehr zu den in zwei Jahren erwarteten Ergebnissen heute Abend im Schleswig-Holstein Magazin (Untersuchungen des Teams von Prof. Sandra Spielvogel, Institut für Bodenkunde).

    In der Fernsehsendung gibt es auch noch einen weiteren Beitrag über die geringe Insekten-Vielfalt in einem konventionellen Rapsfeld (mit Prof. Tim Diekötter vom Kieler Uni-Institut für Botanik)
    https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Schleswig-Holstein-Magazin,sendung906104.html

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    • Thomas Apfel sagt

      Die beiden Witzfiguren im Rapsfeld waren eine reine alberne PR-Aktion ohne irgendeinen wissenschaftlichen Wert. Die Herren mussten ja selbst immerzu kichern oder grinsen. Der Eindruck, der erweckt werden sollte, dass man nur genug Hecken pflanzen muss und die Schlupfwespen machen dem Glanzkäfer den Garaus, ist an Weltfremdheit kaum zu übertreffen – liegt aber auf der GAP-Gestaltungsrichtlinie von NABU und IFAB.
      Das angeschobene Projekt zur Wechselwirkung von Bodenbiologie und Fungizideinsatz ist sicherlich interessant, ist aber eben gerade erst gestartet (mit Hypothesen, wie üblich und sinnvoll). Das europäische Projekt OrdiaMur zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und Verbesserung der Widerstandsfähigkeit der Pflanzen durch Verbesserung der Biodiversität im Boden brachte sehr widersprüchliche Ergebnisse.
      Kommentar eines mir bekannten Boden-Mikrobiologen: „Je biodiverser es im Boden (respektive Substrat) zugeht, desto weniger sind phytopathogene Auswirkungen kalkulierbar.

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    • Mark sagt

      Bei beiden „“Projekten“ geht es ganz offensichtlich nur darum, dumpfe Klischees, welche von der Ökoszene verbreitet werden, mit pseudowissenschaftlichem Touch zu versehen und damit eine seriöses Deckmäntelchen überstülpen zu können. Die Ergebnisse stehen ja vorher schon fest, die Arbeit besteht darin, wie man diese nun schön wissenschaftlich untermauert. Dies ist mittlerweile die Standartmethode der Ökowissenschaften, die mich ganz ehrlich so langsam anwiedern! Erst gestern bin ich mit Bekannten bei der Vatertagswanderung an Rapsfeldern vorbei geommen, da hat es vor Insekten, lustiger Weise auffallend vielen Hummeln, nur so gewuselt. Die Nichtlandwirte in unserer Gruppe kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

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  2. Der Artikel ist sehr informativ.

    Und ja, auch unbehandeltes Saatgut/Flächen erhöhen den Krankheitsdruck, doch um Näheres dazu sagen zu können, müßte man mal dorthin gehen, wo sehr viele konventionell behandelte Flächen beieinander stehen quasi als Gegenvergleich, da es auch bei Z-Saatgut häufig dieses Jahr auftritt:
    https://www.agrarheute.com/pflanze/getreide/gerste-diesem-jahr-ungewoehnlich-viel-flugbrand-554069

    Auch die Frage des Saatgutes und des Saatzeitpunktes spielen eine Rolle.

    „Wenn die Gerste bei feucht-warmer Atmosphäre und trockenem Boden noch vor dem Ährenschieben geschlossen abblüht so wird die Infektion unmöglich gemacht.“
    https://www.cultivari.de/projekte/gerste/flugbrandkrankheit/

    Auch im Bioanbau wird Saatgut verwendet, welches prinzipiell auf Ertrag ausgelegt ist. Spannend wäre die Frage, ob es noch alte Sorten gibt, die bei womöglich etwas geringeren Erträgen dafür deutlich höhere Resistenzen hätten.

    Und bevor das Thema Gentechnik aufgekommt: Daß sowas wie herbizidresistente Pflanzen von Bayer-Monsanto auf den Markt gebracht werden, daran zweifle ich nicht, man will ja Herbizide verkaufen, doch die eierlegende Wollmilchsau als Saatgut dürfen wir nicht erwarten … sonst hätten wir auch Glühbirnen, die lebenslang halten …

    Eine Frage/laienhafte Überlegung:
    Kann man Saatgut noch gut verwenden, wenn man es erst im übernächsten Jahr ausbringt, also nach einem Jahr Lagerung? Wenn meine kurze Recherche stimmt, sinkt die Keimfähigkeit dieses Pilzes schon nach wenigen Monaten stark ab und erlischt nach einem Jahr. Was bedeuten würde, daß ein Jahr Lagerung auch das Pilzrisiko massiv reduzieren würde?

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    • Bergbäuerin sagt

      Wie schafft man eine Nicht-Staatswirtschaft, also Privatwirtschaft, bei welcher dennoch die Befriedigung der wirklichen Bedürfnisse im Vordergrund steht und nicht der Profit. Denn dass da Profiteure immer reicher werden und andere nicht mehr wissen, wie sie über die Runden kommen, ist ja eines der Hauptprobleme der gegenwärtigen Gesellschaft. Auch unter den Bauern gibt es solche, die vor allem den Profit im Auge haben, auch wenn das nicht die Mehrheit ist. Bei uns kriegt ein Großer so viel Förderung, dass er den Überschuss in Immobilien investieren kann – vielleicht sein Ausstiegsszenario ….

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  3. Friedrich sagt

    Ja , so ist das mit dem Bioanbau. Das Risiko ist dort erheblich höher und der doppelte Preis auch ok. Von einem inzwischen verstorbenen Altbauern habe ich ein von ihm geschriebenes Buch geschenkt bekommen, mit dem Titel : Unser täglich Brot. Dieser Mann hat im 19. Jahrhundert den „Zehnten“ (Abgaben an die Grundherren) und die Ernten ausgewertet. Die Abschlußanalyse war , daß jede zweite Ernte eine Mißernte war. Auf unseren guten Böden steht heute Weizen und ein wenig Gerste. Damals hauptsächlich Roggen und Gerste , weil die nicht so krankheitsanfällig waren. Weizen war damals einfach zu Krankheitsanfällig. Damals , so die Aussage , waren die Bauern froh , daß der langsam einsetzende chemische Pflanzenschutz das Ernte- und Hungerrisiko minderte.
    An Hunger und Mißernten denkt heute keiner mehr hier, weil die Regale immer voll sind .
    Deshalb gibt es fast auch keine Demut mehr vor unserem täglichen Brot.

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    • Altbauer Jochen sagt

      Die Regale sind immer voll,-wird es so bleiben ?
      Klimawandel ,aus welcher Ursache auch immer,
      Rückkehr zu geringeren Erträgen
      bei Bio,(man wird uns dazu drängen)
      Wachstum der Menschheit, auf wieviel Milliarden?
      Ein Einschränken des Konsums, des ungezügelten
      Verbrauchs jeglicher Recourcen den Menschen
      beizubringen bzw. zu „Verordnen“ wird eine
      Herculesaufgabe. Und wenn es in Deutschland
      gelingen sollte,-wir sind nur ein „Vorgarten“ von China,
      Indien und dem Rest der Welt die sich auch von unseren
      Wahlergebnissen kaum beeindrucken lassen werden.
      Im übrigen glaube ich, das so manche jungen Menschen- bei
      allem Respekt den sie insgesamt verdienen- zu dem Begriff
      Demut erstmal googeln müssten welche Bedeutung er hat.

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      • Obstbäuerin sagt

        Den jungen Menschen fehlt etwas, wofür sie nichts können, nämlich Erfahrung. Die unter 30 jährigen haben das Märchen vom Waldsterben nicht selber erlebt, die Angst, die Wissenschaftler verbreitet haben, die Medien, die es dankbar aufgenommen haben und wir, damals die Jungen, die uns tatsächlich große Sorgen um den Wald gemacht haben. Aus Sicht der jungen Generation heute fehlt es den Alten an Demut, weil sie ihre Panik nicht teilen und aus purem Egoismus oder Dummheit weiter so handeln. Dass dahinter aber viel Wissen und Erfahrung steckt, kann ihnen wohl nicht mehr vermittelt werden, weil es vorwiegen Stadtkinder sind. Wirklich zu verachten sind diejenigen, die die Angst schüren und falsche Lösungen als Allheilmittel verkaufen.

        4+
        • Gephard sagt

          Weil das Waldsterben abgewendet werden konnte, ist es jetzt ein Märchen?

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            • Paulus sagt

              Mark, das Waldsterben wurde schon weitgehend abgewendet, da ist tatsächlich was dran.
              Im Sauerland z.B. wurden die Wälder per Hubschrauber gekälkt. Soweit für Schwerlast geeignete Wirtschaftswege vorhanden- und die Abteilungen nicht zu groß waren, wurde der Kalk mittels Hochdruck eingebracht.

              Nachdem im Westen die Kraftwerke umgerüstet wurden, erfolgte das nach der Wende auch im sogen. Ostblock. Das hat tatsächlich zu einer deutlichen Verbesserung beigetragen. Gleichzeitig ging der Hallimasch zurück, der wohl ein leicht saures Milieu bevorzugt. Dessen Fruchtkörper konnten wir im eigenen Fichtenwald vorher wäschekörbeweise ernten.

              Interessant ist in diesem Zusammenhang vielleicht, dass südholländischer Kalkmergel mit einem gewissen Tonanteil zum Einsatz kam, während die Örtlichen Kalksteinbrüche ihre (höherwertigen?) Produkte als Bahnschotter und Lebensmittelkalk nach Holland exportierten.

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              • Mark sagt

                Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass vergangenen Sommer im Norden von BW wochenlang die Wälder per Hubschrauber gekalkt wurden mit einer Mischung aus kohlensauerem Kalk und Calciumsulfat aus Rauchgasentschwefelungsanlagen(nach Aussagen eines Försters).

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          • bauerhans sagt

            waldsterben gabs in tschechien und die bilder kamen immer im fernsehen.
            hier gabs untersuchungen der uni BI seit 1972,die aussagten,dass die luft in ordnung ist.
            waldkalkungen wurden hier auch durchgeführt.
            mein wald ist von 1950 bis 1980 nicht bewirtschaftet worden,weils angeblich zu teuer war.
            1981 hatte ich einen kahlschlag gemacht,leider gabs noch keine nachfrage aus china.
            die 36 jährigen buchen stehen sehr gut,zwei läuterungen wurden schon gemacht.

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        • Paulus sagt

          Obstbäuerin, das Waldsterben war kein Märchen, ich habe bedenkliche Entwicklungen, allerdings nur was Fichten betrifft, selbst mitangesehen.
          Wenn auch nicht in solch dramatischen Umfang wie es propagiert wurde.
          Ich antworte jetzt noch auf Mark weiter unten.

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          • Obstbäuerin sagt

            Paulus, soweit ich mich erinnern kann, sollte der saure Regen den ganzen Wald killen, nicht nur die Fichten. Ich habe auf der Fahrt in die CSSR damals auch kaputte Wälder gesehen aber eben begrenzt. Und der Wald war auch vor der Wende noch in großem Maßstab vorhanden – allerdings ist durch die Deindustrialisierung ganzer Landstriche mehr Fläche für Wildwuchs freigeworden. So, wie das ARTENSTERBEN jetzt war auch das WALDSTERBEN damals ein Märchen. Denn, wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

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      • Paulus sagt

        Lieber Altbauer Jochen, jetzt erklär der jungen Generation und auch mir mit mittlerweile 64 doch bitte mal vor wem oder was man sich in Demut üben sollte.
        Mir fällt da nichts Belastbares ein.
        Bevor ich altgeschichtliche oder gar religiöse Beispiele ins Spiel bringe: Bei einer eiskalten Pfarrerstochter landeten alle Demütigen entweder als Bettvorleger oder auf dem Männerfriedhof hinter dem Kanzleramt. Es dürfte die von dir und vielen Bauern präferierte Partei betreffen.

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        • Inga sagt

          Aber Paulus,

          also sind für dich volle Regale in den Lebensmittelläden normal?
          Du hast noch kein Krieg, andere Not und Mangelernährung mitbekommen, kannst du dir das nicht mal vorstellen?
          2 Dürren wie im letzten Jahr, dann sieht die Lage hier schon anders aus, wir hätten Nahrungsmittelknappheit, heißt die Regale in den Geschäften sind nicht mehr voll und die Waren würden dann auch teurer werden.
          Dann geht ds Geld der Familienmehr in Nahrungsmittel, anstatt in den Konsum und dann…
          Wenn alles ökologisch angebaut wird, dann das gleiche, …
          Das selbe gilt, wenn erst mal so viele Klima Flüchtlinge, also mehr Esser hier sind.

          Also als ich 1966/67 im 6. oder 7. Schuljahr war, da haben wir über die EWG geredet, und warum so viele Butterberge, Milchseen und Getreidehalten wegen der Grünen Revolution da waren, es deswegen Lebensmittelvernichtung gibt
          und
          warum in Afrika so viele Leute hungern müssen.

          Warum kann man das nicht einfach so da hin fahren.

          Es wurde uns gesagt, dass das zu teuer ist.
          Und wegen der Preisstütze…
          Also wußten wir von der Großelterngeneration schon, dass im oder nach dem Krieg die Lebensmittelversorgung hier nicht optimal war und dass es auch mal Lebensmittelmarken gab, im Radio wurde noch erklärt, war Fringsen ist.
          Wenn man das erzählt bekommt und im Fernsehen, Radio und im Kindergottesdienst gesagt bekommt, dass in Afrika, wo es viel Dürre gibt die Menschen hungern müssen, dann kommt man schon auf die Idee als Schulkind zu fragen, warum wir die überflüssigen Nahrungsmittel nicht nach Afrika transportieren können.

          Altbauer Jochen wird das noch hautnah mitbekommen haben.
          Vielleicht haben sich bei ihm auf dem Hof die Städter damals gedrängt um mal helfen zu dürfen, damit sie sich mal satt essen konnten.

          So eine Situation tritt bei uns wieder ein wenn es zu Missernten, Bevölkerungsexplosion, Klimawandel oder zwangsweiser Biolandwirtschaft kommt!

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        • Altbauer Jochen sagt

          Vielleicht muss ich den Begriff Demut in meinem Sinne
          definieren. Für mich ist es ein angemessenes Maß
          an Bescheidenheit statt Gier nach immer mehr.
          -Gier frisst den Verstand-. Das Bekenntnis zu
          Gemeinsinn -grade auch zwischen den Generationen !
          Demut, im Sinne von Unterwürfigkeit gegenüber
          wem auch immer, liegt mir fern.
          Ebenso wie irgendjemand die „Meinung zu geigen“
          Mag sein das ich geprägt bin als damaliges Flüchtlingskind
          in der Nachkriegszeit.
          Das erarbeiten von etwas Wohlstand und Vorankommen
          auf einem kleinen Siedlungshof ist in mir als tiefe
          Dankbarkeit verankert.
          -Vielleicht meine Demut-

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      • Eckehard Niemann sagt

        Untergangspropheten haben bisher kaum jemals recht behalten…

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        • Inga sagt

          seid wann?

          Dann sei froh, dass die chemische Industrie Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger entwickelt hat,
          damit wir schon mal ein ganzes Stück Klima unabhängiger!

          Trotzdem sollten wir alle Respekt vor der Natur haben.

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        • Gephard sagt

          Nun, da es den Untergang nicht gab, wird wohl kein einziger mit der prophezeiten Endkonsequenz recht gehabt haben. Aber Moment, hat denn je jemand einen bedingungslosen Untergang prophezeit?

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Weltuntergangsstimmung haben wir schon.
            Statt selbst etwas dafür zu Tun, wird nur anderen vorgeworfen, dass sie mehr tun sollen Derzeit ist es so, dass die Jugend den Älteren vorwirft, die Umwelt zu zerstören, besonders neidet man den Rentner ihre Rente, zumindest denen, die von der Rente leben können.

            Auch die Jugend wird eine lebenswerte Welt in 40 Jahren noch vorfinden, sonst hätten wie das Geld für die Ausbildung unserer Kinder sparen können.

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    • Ottmar Ilchmann sagt

      Das scheint sich ja durch den Klimawandel gerade zu ändern. Die Zeiten der sicheren Ernten könnten vorbei sein, da hilft auch Pflanzenschutz nicht mehr.

      3+
      • Arnold Krämer sagt

        Wenn die Ernterisiken durch den Klimawandel zunehmen, muss man um so mehr darauf achten, dass die übrigen Risikofaktoren wie bisher möglichst gering gehalten oder gänzlich ausgeschaltet werden. Die medialen und politischen Forderungen gehen jedoch genau in die andere Richtung. Verlieren immer mehr Menschen ihren Verstand? Oder spielt Versorgungssicherheit keine Rolle mehr?

        17+
        • bauerhans sagt

          die jüngeren,die grün gewählt hatte, sind satt und kennen hunger nur aus medien.
          versorgungssicherheit ist doch gegeben,die läden sind immer voll und es wird viel weggeworfen.

          6+
        • Stadtmensch sagt

          Also von eurem „Einflüsterer“ Keckl hab ich die Weisheit, dass z.B. ca. 40% der Kartoffelernte zur Herstellung von Alkohol und Stärke verwendet werden. Weitere 30% werden mit viel Energie „zu Tode verarbeitet“. Nennt sich dann Pommes oder Chips oder Flockenpüree.
          Habe hier auch schon gelesen, dass der „Brennwert“ von Getreide auch im wörtlichen Sinne besser als Nichts ist. Also vor diesem Hintergrund trägt die konservative Worthülse „Versorgungssicherheit“ kaum zum Erkenntnisgewinn bei. Es ist wie so oft hier im Blog ein stures Festhalten am falschen, nicht nachhaltigen Weg.

          Zm Thema Flugbrand will ich mich lieber nicht aus dem Fenster lehnen, aber eine kurze Recherche im Netz bringt allerhand Infos zur Vorbeugung. Für Fortschritte in der Resistenzzüchtung müsste man sicher „unzulässig“ in den Markt eingreifen. Gott bewahre!
          Moderne Agrarchemie funktioniert doch prima und entlastet den Landwirt, so dass er mehr Zeit für MATIF-Zocken hat. Die letzte Bemerkung nehme ich natürlich zurück.

          1+
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Kartoffel zur Herstellung von Alkohol gehört mit dem Ende des Branntweinmonopols der Vergangenheit an.
            Kartoffelstärke wird als Speisestärke beim Kochen und Backen eingesetzt und auch für die Herstellung von Bioplastiktüten, also durchaus für Lebensmittel.
            Pommes, Chips oder Flockenpüree sollen auch Lebensmittel sein, habe ich mal gehört.

            4+
          • Arnold Krämer sagt

            @Stadtmensch
            Kartoffelstärke ist eine sehr hochwertige Stärke, die in der Nahrungsmittelherstellung, Arzneimittelherstellung aber auch in der Papierherstellung verwendet wird. Nach Ihrem Einlass offensichtlich alles überflüssige Dinge oder? Alternativ wird in unseren Breiten Stärke aus Weizen und Mais hergestellt.

            Dass „Versorgungssicherheit“ eine konservative Worthülse ist, erzählen sie bitte all denen weltweit, die unter den Erfahrungen stark schwankender Lebensmittelpreise zu leiden hatten und auch haben. 2008/09 gab es z. B. in Mexico politische Unruhen wegen stark gestiegener Getreidepreise.

            Alle bisherigen Versuche, noch mehr Agrarrohstoffe einer industriellen Nutzung und nicht klassischer Mensch-/Tierernährung zuzuführen (Stichwort Bioökonomie), scheitern ökonomisch an dem immer noch sehr niedrigen Ölpreis.
            Gut, mit dem EEG hat man eine alternative Verwertung für Mais, Zuckerrüben u.a. gefunden (nicht nur Rot-Grün, auch der Bauernverband waren damals begeistert), indem man die Stromverbraucher (nicht alle) gezwungen hat, einen überhöhten Strompreis zu zahlen.
            Wenn wir (Dtld) dann in ein paar Jahren aus der Kernenergie (2022) und etwas später aus der Kohleverstromung ausgestiegen sind, die Nachbarstaaten uns nicht mehr mit Atomstrom versorgen, sind die Biogasanlagen der Landwirte die einzigen Anlagen, die Grundlaststrom produzieren. Wenn die dafür nötigen Agrarrohstoffe dann auch noch auf Ökobasis produziert werden sollen, weil sonst die Biogasgülle ja nicht zur Düngung in Ökobetrieben einsetzbar ist, wird’s richtig spannend.

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            • Stadtmensch sagt

              „erzählen sie bitte all denen weltweit, die unter den Erfahrungen stark schwankender Lebensmittelpreise zu leiden hatten und auch haben.“

              Dekadenz müssen sie mir nicht unterstellen. Hier ein Zitat aus
              Das Brot an den Börsen – Wetten auf Hunger (Harald Schumann)

              Der Agrarbereich ziehe nicht nur die meisten Mittel an, sondern sei dabei auch der „Sektor mit der besten Performance“ und habe seit Anfang 2010 bis zu 50 Prozent Rendite eingebracht.

              Boomende Rohstoffmärkte und wachsende Not auf der einen, euphorische Investoren und ihre Milliardengewinne auf der anderen Seite – die parallelen Entwicklungen legen einen Verdacht nahe, der ebenso simpel wie ungeheuerlich ist: Macht da die kleine Minderheit der Reichen ihre Geschäfte mit der
              Not der großen Mehrheit?

              It’s the economy…

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              • Bergbäuerin sagt

                @Stadtmensch
                Dass die Agrarinvestoren so reich werden, dürfte ja gerade mit der Knappheit zusammenhängen!
                Und was soll jetzt der durchschnittliche deutsche oder österreichische Bauer daraus lernen, der in Ihrem Szenario auf der Verliererseite steht?

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                • Stadtmensch sagt

                  Eben nicht Knappheit! Ist alle im Text erklärt. Die Agrarmärkte der Entwicklungsländer wurden und werden im Schnitt mit der Überschussproduktion der entwickelten Länder an der Entwicklung einer eigenen leistungsfähigen Agrarproduktion gehindert. Cash Crops für Devisen lautet die Devise, damit sie unseren Plunder kaufen können. Ökonomische Menschen nennen das WinWin. Ich kann darin keinen Glücksgewinn für die Betroffenen feststellen. Nun sitzen sie in ihren Favelas ohne Mitsprache und Perspektive und die Glotze läuft, während draußen der Großagrarier mit seiner Maschine in die eigene Tasche wirtschaftet.

                  1+
              • Paulus sagt

                Stadtmensch, bei 50% Rendite, wohlgemerkt auf das Eigen- und/oder Fremdkapital wären meine Gattin und ich, bei der Performance sofort eingestiegen.
                Solltest du auch mal drüber nachdenken. Bringt mehr ein als eine Komposttoilette auf einem Balkon im 4. Stock und Solawi oder so.

                4+
                • Stadtmensch sagt

                  Unsere Komposttoilette (Gemeinschaftsgarten) steht natürlich an einem gut erreichbaren Ort und nicht auf einem Balkon. Wir produzieren damit hauptsächlich Flüssigdünger, den wir zum „Aufladen“ von Holzkohle verwenden. Holzkohle produzieren wir auch selbst.
                  Bringt nichts ein, macht aber Spaß. So ist das eben mit der „Pursuit of happiness“. Die Einen wollen von der Hälfte das Doppelte und die Anderen sind einfach nur da und freuen sich, diese schöne Welt wenigstens noch untergehen zu sehen.

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          • Bauer Willi sagt

            Mich interessiert Ihre Alternative zur MATIF. Ich möchte da was lernen. Seit einigen Jahren nutze ich dieses Instrument, um damit das Risiko des Erlöses abzusichern. Und jetzt bin ich gespannt….

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            • Stadtmensch sagt

              Uff – jetzt hab ich alles gelesen und komme zu dem Schluss, dass „einfach“ nur 24 genetische Ressourcen auf ihre Anfälligkeit bzgl. eines Sporencocktails hin verglichen wurden. Ist ja schonmal was, wenn u.a. herauskommt, dass N-Düngung keinen Einfluss auf die Infektionsgefahr zu haben scheint. Sagen doch immer alle: „Zuviel N = dünne Zellwände = erhöhte Krankheitsanfälligkeit“…

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          • Christian Bothe sagt

            Wo leben Sie eigentlich Stadtmensch,weil Sie soviel antilandwirtschaftliche Aussagen und Halbwissen präsentieren. Ist ja schlimmer wie beiden grünen Ideologen und so etwas kann man wirklich nur in Willis Blog veröffentlichen…

            1+
          • Eckehard Niemann sagt

            Lieber Stadtmensch,
            lassen Sie sich einschüchtern. Die meisten, die hier das große Wort führen, sind über Flugbrand vermutlich weit weniger informiert als Sie.

            1+
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Herr Niemann,
              der Stadtmensch und ich haben etwas gemeinsam, wir beide haben keine Ahnung vom Flugbrand. Deshalb spiele ich nicht wie der Stadtmensch einen Googlebauer.

              2+
          • Inga sagt

            Ich dachte die Stadtmenschen sind gegen Pflanzenschutzmittel und für Bioanbau!

            Und durch züchterische Maßnahmen bekommt man nie 100%ig die Pilzkrankheiten weg, weil es ja auch an der Witterung des Jahres abhängig ist.

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        • Bergbäuerin sagt

          Wenn ich mit Menschen spreche und sage, dass die vollen Läden nicht selbstverständlich sind, werde ich regelmäßig ausgelacht. Die Leute sind felsenfest davon überzeugt, dass wir fette Überschüsse produzieren, weil die Agrarlobby aus reiner Profitgier die Böden und überhaupt die ganze Umwelt bis über den Anschlag ausbeutet. Denn warum sonst kann es sich der LEH leisten, so viel wegzuwerfen? Und warum sonst wird Milchpulver produziert und nach Asien geliefert? Und warum sonst exportiert Österreich mehr Milch und Fleisch, als die ÖsterreicherInnen konsumieren? Die Menschen haben in den Medien noch nie etwas Gegenteiliges gehört und glauben einfach nicht, dass sich die EU in der Agrarhandelsbilanz nur zu 97% mit Kalorien selbst versorgen kann. Also sollen die Bauern gefälligst auf Ertrag verzichten und auf Bio umsteigen, um das Artensterben zu stoppen.
          Den Menschen zu sagen, wie es wirklich steht, ist aus historischer Erfahrung heraus tabuisiert. Es könnte zu Hamsterkäufen kommen. Vor diesem Hintergrund und der Informationslage ist die Haltung der Bevölkerung dann auch nachvollziehbar. Aber das österreichische Bundesheer warnt bereits, dass unser Land im Fall einer Krise nicht autark wäre.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Der Selbstversorgungsgrad mit tierischen Lebensmitteln erreichte in Österreich 2017 für Trinkmilch (einschließlich Joghurt) 164 Prozent (%), für Rind- und Kalbfleisch 142 %, für Käse (einschließlich Schmelzkäse) 116 % und für Schweinefleisch 10 2%, wie aus den aktuellen Versorgungsbilanzen von Statistik Austria hervorgeht. Unter 100% lag der Selbstversorgungsgrad bei Eiern (87 %), Butter (73 %), Geflügelfleisch (71 %) sowie bei Fisch (6 %). Das heißt, hier konnte der Bedarf nicht zur Gänze aus heimischer Produktion gedeckt werden.
            Quelle: Bauernzeitung.at

            Ich gehe mal davon aus, dass die Überversorgung der Alpenregion geschuldet ist.

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      • Christian Bothe sagt

        Mit Klimawandel kann man heute ja alles begründen, egal ob falsch oder richtig.Hauptsache man schwimmt mit.Was für ein primitives Argument.Ich denke was A.Krämer sagt, ist entscheidend und so sollte man LW betreiben!

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      • bauerhans sagt

        wenn ich mir den Gelbrost im weizen in 2019 so anschaue,bin ich froh,dass ich Fungizide spritzen kann.

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  4. Obstbäuerin sagt

    Für mich als Halblaien stellen sich folgende Fragen:
    Gibt es einen Grenzwert für die toxische Belastung?
    Gibt es ein Verfahren, dass die toxischen Ähren aussortiert?
    Wenn es Futtergetreide ist, schadet das den Tieren oder wandert das Getreide in die Biogasanlage??

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    • Bauer Fritz sagt

      Dazu empfehle ich die Infos zum Thema „Mutterkorn“ zu lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Mutterkorn

      a) Man kann alles raussortieren …. Das entscheidende dabei ist doch, daß diese Abzüge an Menge und Qualität zu 100% und alleinig beim Bauern hängenbleiben. Du wofür ? Dafür daß er gezwungen wird Mittel NICHT zu verwenden die das verhindern hätten können, während jene die das verordnen keine Abstriche dulden.

      b) Beachten sie unter dem Punkt „Vorsorge“ jenen: Mähen der Feldränder vor der Gräserblüte. Macht der Bauer das ist er der ganz böse, der den Insekten und Bienen den Lebensraum wegnimmt, macht er es nicht ist der der Blöde, der seine Feldfrüchte und das wovon er lebt wissentlich gefährdet.

      c) Gut ist auch dargestellt wie auch in der Natur extrem starke Gifte vorhanden sind und der Unterschied zwischen Schaden und Nutzen die Dosis und die sachgerechte Anwendung sind.

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      • Eckehard Niemann sagt

        @ Anonymer „Bauer“ Fritz:
        Nur ein kleiner Hinweis: Flugbrand ist etwas völlig anderes als Mutterkorn…

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          • Eckehard Niemann sagt

            Weil verschiedene Pilzkrankheiten völlig unterschiedliche Ursachen, Verbreitungswege, Wirtspflanzen oder Bekämpfungsempfindlichkeiten haben…

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        • Bauer Fritz sagt

          Was täten wir nur ohne „Professor“ Eckehard …
          Wenn sie die Frage zu meiner Antwort auch gelesen haben können sie gerne hier noch weiterdozieren.

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          • Eckehard Niemann sagt

            @ „Bauer Fritz“: Man muss nicht „Professor“ sein, um richtige Dinge zu sagen. Es reicht, sich ein bisschen Unabhängigkeit von der Agrarchemie-Lobby zu bewahren.

            Ich „doziere“ daher gern weiter über den unsinnigen und schädlichen Glauben daran, dass das von Ihnen befürwortete Mähen der Feld- bzw. Wegeränder von Bedeutung ist – mit einem Text aus den AGRAR-HINWEISEN vom 17.4.2019:

            „Feldhygiene“ gegen Feldraine?!

            Unter dem Oberbegriff der sogenannten „Feldhygiene“ tun sich immer noch Berater dadurch hervor, dass sie vor dem Einwandern von Schaderregern aus den Wegeseitenräumen in die Felder warnen (je nach Belieben: Rost, Mutterkorn, Disteln etc.) – daraus folgt dann die Empfehlung, rechtzeitig zu mähen oder/und zu mulchen. Ganz abgesehen, dass dies für Landwirte auf den gemeindeeigenen Flächen gar nicht zulässig ist: Wegeseitenräume sind oft in unserer großräumig beackerten Feldmark die einzige Vernetzungsstruktur und Schutzraum gerade für mehrjährige Pflanzen und für Tiere. Sie sind also etwas ganz anderes als Blühstreifen. Und die Schädigung dieser Feldraine kostet uns Landwirte – ohne Not und ohne großen Nutzen – ganz viel Akzeptanz.

            Das belegt auch ein aktueller Artikel von Dr. Bernd Augustin (DLR Bad Kreuznach) in der April-Ausgabe der DLG-Mitteilungen mit dem Titel „Ein Netzwerk mit Potential“: Er betont, dass der Ackerrain im Sinne des Pflanzenschutzgesetzes Nichtkulturland ist, das weder mit Pflanzenschutzmitteln behandelt noch gedüngt werden darf.

            Dr. Augustin hält zudem die Warnungen vor Schaderregern aus der Feldrainvegetation für übertrieben:

            – Mikroorganismen (Viren, Bakterien, Phytoplasmen) benötigen demnach zum Transport in die Bestände Blattläuse oder Zikaden – die aber sehr mobil über längere Strecken sind (mit Feldrainpflege kaum beeinflusst).

            – Pilzkrankheiten der Kulturpflanzen sind meist sehr art- oder sogar sortenspezifisch, so dass auf Wildpflanzen z.B. keine relevanten Mehltau- oder Rostpilze überleben. Lediglich der Mutterkornpilz vermehrt sich auf Wildgräsern, seine Sporen werden aber auch weiträumig von Wind und Insekten übertragen – deshalb hat die Feldrainpflege keinen größeren Effekt.

            – Auch Tierische Schaderreger (Blattläuse, Zikaden, Falter, Käfer, Mäuse) sind zumeist sehr mobil über längere Strecken, Getreideauflaufkäfer und Schnecken werden durch Mulchen eher noch gefördert.

            – Mehrjährige Schadpflanzen (Ackerkratzdistel, Winde, Quecke), die durch Wurzelausläufer in die Felder wachsen, werden durch Mulchen der Feldränder eher noch gefördert; langjährige Untersuchungen zeigen auch bei der Einwanderung flugfähiger Samen eine erhebliche Überschätzung.

            – Es bleiben einige kritische Arten von einjährigen Samenunkräutern (Trespen, Rauke) – die aber (so der Hinweis der AGRAR-HINWEISE) beim Unterlassen des Mähens in den Vegetationszeiten durch mehrjährige Feldrain-Pflanzen unterdrückt werden und deshalb durch Mähen eher gefördert werden.

            Die Feldrainpflege sollte also fachgerecht erst spät im Jahr und absetzig erfolgen, damit Rückzugs- und Fluchträume für die Tiere verbleiben. Dr. Augustin appelliert an die Landwirte, ihren „Ordnungssinn gegen Wildwuchs“ zurückzuhalten – zugunsten des positiven Echos in der Öffentlichkeit für die Förderung/Erhaltung der Artenvielfalt…

            Nachtrag AGRAR-HINWEISE: Wer Feldraine schädigt oder sogar abpflügt, der sollte sich nicht wundern über die aktuellen Forderungen nach Biodiversitäts-Ausgleichsflächen für Pflanzenschutz-Anwendungen…

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            • Georg Summerer sagt

              Herr Niemann, das könnten Sie auch den komunalen Bauhöfen sagen. Bei uns wird momentan fleisig an den Strassenböschungen gemulcht und gestaub(gras)saugt. Von wegen Feldraine stehen lassen! Alles picobello.

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            • Bauer Willi sagt

              @Eckehard
              Unsere Feldraine stehen alle noch. Obwohl wir am Wochenende Schützenfest haben….

              Wenn überhaupt, werden unsere Wegränder nicht vor Mitte Juni gemäht. Bis dahin dürfte der Samen noch nicht reif sein.

              An der Kreisstraße wurde schon vor zwei Wochen bis auf die Wurzel gemulcht. Alle Insekten „geschreddert“ und die Gelege der Bodenbrüter gleich mit…

              Da ist noch viel Aufklärung nötig.

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  5. bauerhans sagt

    es sollen wohl hauptsächlich hybridsorten betroffen sein,weil wohl die beize nicht ausreichend gewirkt hat.

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    • Mark sagt

      Gemäß der Richtlinie 2002/32/EG sind für Mykotoxine in Futtermitteln zulässige Höchstgehalte für Aflatoxin B1 und Mutterkorn festgelegt. Ferner gelten EU-weit Richtwerte für DON, ZEA, Ochratoxin A (OTA) und Fumoni- sine gemäß der Empfehlung 2006/576/EG der Europäischen Kommission, die sich an der Sensibilität der verschiedenen Tierarten gegenüber diesen Mykotoxinen orientieren und den Schutz der Tiergesundheit gewährleisten. Durch Reinigung kann man den Toxingehalt etwas reduzieren.

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  6. Mark sagt

    Gerstenflugbrand. Sporen sind hochtoxisch. Sieht man in den letzten Jahren immer öfter. Auch auf konventionell bewirtschafteten Flächen. Als eine mögliche Ursache wird die Ausdehnung von ökologisch bewirtschafteten Flächen gesehen, diese können dann auch konventionelle „infizieren“.

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  7. Sabine, die schaffiebrige sagt

    Auf der ganzen Bio-Fläche oder auf beiden Feldern?
    Und was ist das überhaupt?

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