Monate: Mai 2016

Willi will es wissen…

Ich wollte von Lidl wissen, wie hoch der Zuschlag auf den Milchpreis für Landwirte ist, wenn sie auf gentechnikfreie Fütterung umstellen. Deshalb habe ich da angerufen (07132-306090). Hier könnt ihr die Antwort hören. Seeehr aufschlussreich. „wink“-Emoticon Ihr könnt ja da auch mal anrufen. Die freuen sich bestimmt über jeden, der sich dafür interessiert. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Milch ohne Gentechnik

Milch ohne Gentechnik…seltsame Aussage. Milch ist per se gentechnikfrei. Wer es nicht weiß: Milch stammt von Kühen, nicht aus dem Labor. Und die Kühe haben mit Gentechnik auch nichts am Hut. Doch das nur am Rande. Mit der Pressemeldung vom 29. April 2016 kündigt Lidl an, ab 1. Juli in allen Filialen bundesweit nur noch Trinkmilch in die Regale zu bringen, die aus Betrieben stammt, die auf eine Fütterung verzichten, bei denen gentechnisch veränderte Rohstoffe eingesetzt wurden. Gemeint ist wohl Sojaschrot.  Die Pressemeldung ist hier zu lesen:  http://www.presseportal.de/pm/58227/3314484 Hier Auszüge aus der Pressemitteilung: (Zitat🙂 „Parallel zur bundesweiten Listung der genannten Artikel werden im süddeutschen Raum weitere Eigenmarken-Artikel umgestellt: So werden Saure Sahne, Schlagsahne, Speisequark, Crème Fraîche, Sauerrahm, Mozzarella und Käseaufschnitt ab August 2016 nur noch als gentechnikfreie Produkte angeboten. Gentechnikfreie ersetzen konventionell hergestellte Produkte bei gleichem Preisniveau Die gentechnikfreien „Milbona“-Artikel ersetzen grundsätzlich die konventionell hergestellten Artikel. Für den finanziellen Mehraufwand der Landwirte durch den Einsatz gentechnikfreier und bevorzugt heimischer Futtermittel, zahlt Lidl einen gemeinsam vereinbarten Zuschlag an die Milchbauern. „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren …

Angst

Diese Geschichte ist im Original vom Bauernverband Schleswig-Holstein gepostet worden. Wir drucken diesen Text mit freundlicher Genehmigung des Urhebers hier im Blog ab. Unbedingt lesen. Bis zum Schluß. Und überlegen, ob es richtig ist, einerseits immer neue Forderungen aufzustellen, andererseits seitens des Einzelhandels die Preise immer weiter zu senken. Wir Bauern erwarten ja keine Dankbarkeit. Aber eine faire Behandlung. Oder ist das zu viel verlangt? Eine Kuh ist krank, Mastitis. Euterentzündung, die behandelt werden muss. Antibiotika. Sofort taucht in mir all die Kritik an der Landwirtschaft auf, die mit diesem Wort zusammenhängt. Dazu kommen die Kosten: Tierarzt war schon da, das Mittel selber, dann die Zeit, das Euter ausmelken, die Milch getrennt melken, damit kein Wirkstoff in den Lebensmittelkreislauf gelangt. Eintrag ins Medikamentenbuch, das übliche. Der Trinkmilchpreis wurde gerade um 10 Cent runterverhandelt. 10 Cent! Die Kuh bekommt trotzdem alles, was sie braucht, um gesund zu werden. Aber der Lohn der Mühe? Miese auf dem Konto, noch mehr. Urlaub? Gestrichen! Als wenn das schlimm wäre. Schlimmer ist es, dass selbst eine neue Dachrinne oder der …

Milch und Butter werden noch billiger

Heute, Montag, dem 2. Mai 2016 senkt Aldi und Norma den Milchpreis um 25 Prozent. (siehe Meldung Handelsblatt von 16:25 Uhr) http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/aldi-und-norma-milch-und-butter-werden-noch-billiger/13532506.html Vollmilch mit 3,8% Fett kostet jetzt statt 59 Cent nur noch 45 Cent. Insider gehen davon aus, dass der gesamte Lebensmitteleinzelhandel nachziehen wird. Auch Butter und weitere Produkte der „Weißen Linie“ werden nochmals billiger. Begründung: wir haben den Preis gesenkt, weil wir es wollten. Und der Lieferant zugestimmt hat. Ich bin fassungslos. Morgen bin ich unterwegs zu Rewe, Netto, Penny und Lidl. Wetten, dass die sofort nachziehen! Und wem hat es dann genutzt? Nein, das ist kein Kartell, das ist auch keine Preisabsprache. Das ist Zufall. Schreibt mal in die Kommentare, was diese Woche die Vollmilch der Eigenmarken bei euch kostet.

Alter Schleimer

Alter Schleimer! Den und noch viele seiner Art hab ich kürzlich auf meinem Rübenacker gefunden. Und ein fürchterliches Massaker angerichtet. Mit Schneckenkorn. Hoffentlich erfährt PETA nichts davon. Dann gibt es Ärger… 😉  

Die Pharmaindustrie und die Umwelt

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 6. März 2016 war zu lesen, dass die Pharmaindustrie zukünftig „die Wirkung ihrer Produkte nicht nur auf den Menschen, sondern auch auf die Umwelt besser erforschen soll“. Ein Tatbestand, der bei Pflanzenschutzmitteln selbstverständlich ist. Verbraucher sollen „über deutlich lesbare Hinweise angehalten werden, Packungen und Reste von Medikamenten nicht über den Hausmüll zu entsorgen“. Ein Tatbestand, der bei Pflanzenschutzmitteln selbstverständlich ist. Zumindest, wenn sie von Landwirten eingesetzt werden. Da gibt es seit langem funktionierende Rücknahmesysteme. Wie es da wohl beim Kleingärtner aussieht? Zudem müssten „die Hersteller für die zusätzlichen Kosten der Abwasseraufbereitung herangezogen werden“. Die Hersteller! Arzneimittel gelten als besonders langlebig und schwierig aus dem Abwasser zu entfernen. Besonders häufig gefunden werden Blutdrucksenker (Diuretika, Betablocker), Schmerzmittel (besonders Produkte wie Diclofenac, Ibuprofen, Paracetamol), Hormonpräparate (Kontrazeptiva) und „Gemütsaufheller“ (Psychopharmaka). Könnte also sein, das Arzneimittel mit all den neuen Auflagen demnächst teurer werden. Wenn die Auflagen dann kommen. Man darf gespannt sein. Euer Bauer Willi

Faire Produkte – aber nur zum anschauen!

Und weils so „schön“ ist, nochmal Lidl. Bilder von Samstag 23. April. (Ich war dort nicht zum einkaufen, sondern nur zur Recherche): Katzenmilch für 2,25 € pro Liter (0,45 für 0,2 l). Vollmilch von der Kuh für 0,55 bzw. 0,59 € pro Liter. FAIRE Milch für 1,25 €/l (nur als H-Milch) ist jetzt neu dabei. Lidl hat ja den Fairtrade-Award verliehen bekommen…Von den verfügbaren 12 Litern war ein einziger verkauft. Die Leute wollen ja faire Produkte im Laden. Aber nur zum anschauen, nicht zum kaufen.   [huge_it_gallery id=“30″]

Lidl gewinnt…

…den Fairtrade-Award 2016. Aus diesem Grund (und nur aus diesem Grund, weil wir dort aus Prinzip nicht einkaufen) bin ich zum  Lidl-Laden bei uns im Ort gefahren, um mir mal anzusehen, wie ernst es Lidl mit dem Fairen Handel meint. Schon von weitem große Plakate (siehe Fotos) und auch im Laden überall die Hinweise auf diesen Preis. Die Realität: Im Laden finde ich – nach einigem Suchen – zwei Produkte, die mit „Fairtrade“ gekennzeichnet sind. Kaffee (als Pads und als ganze Bohne!) und Multivitamin-Saft (12 x 1 Liter im Tetrapak). Eine davon ist verkauft. Der Multivitamin-Saft zu 99 Cent ist geräumt.  Neu im Sortiment ist die „Faire Milch“, auch hier fehlt von den 12 Packungen eine einzige. Allerdings ist die die faire Milch nur als H-Milch verfügbar, nicht als Frischmilch. Was mir auch auffällt: Auf dem Plakat mit dem Award wird ein Schlepper, werden Gänse, Ziegen und Getreideähren gezeigt und auch ein Winzer im Weinberg. Doch Produkte aus der heimischen Landwirtschaft, die fair gehandelt wurden, finde ich im Laden keine. Fairer Handel gilt wohl nur für Bauern, die …