Alois
Kommentare 18

Zum Kuckuck mit dem Geld

Hier ist der Alois.

Ich bewahre ein Geheimnis, das mir meine Mutter im Kindesalter anvertraut hat. Sie schärfte mir ein:

„Wenn Du den Kuckuck rufen hörst, dann klopfe auf deinen Geldbeutel. Dann wird dir das ganze Jahr das Geld nicht ausgehen!“

Dieser Glaubenssatz sitzt bei mir. Und funktioniert! Ich fasse wirklich instinktiv an meine Geldbörse, wenn ich im Frühjahr mal einen Kuckuck rufen höre. Aber leider ertönt der Kuckuck-Ruf auch immer weniger. Weil auch sein Bestand, so wie von vielen Vögeln, in den letzten Jahren zurückging.

Darum habe ich mich entschieden, euch das Geheimnis meiner Mutter zu erzählen und der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ich denke mir, wenn alle Leute wüssten, wie notwendig der Kuckuck für die Geldvermehrung ist, dann würden wir Menschen uns automatisch dafür einsetzen, dass es wieder mehr Vögel gibt. Der Kuckuck braucht ja die anderen Vögel, weil er seine Eier in die fremden Nester anderer Vögel legt.

Jeder wäre automatisch daran interessiert, dass es viele Kuckucke gibt, und wir würden alles für Insekten und Lebensräume tun. Wahrscheinlich würden wir alle die Natur mit ganz neuen Augen sehen, weil doch der Kuckuck für die Geldvermehrung unentbehrlich ist.

Schließlich würden dann die Mächtigen dieser Welt,  die Banker, Wirtschaftsbosse und Politiker freiwillig „zum Kuckuck gehen“ und ihrer Verantwortung nachkommen.

Erzählt dieses Geheimnis weiter – und wir werden die Welt verändern!

Kuckuck, Kuckuck ruft’s aus dem Wald. 😉

Alois

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18 Kommentare

  1. Ich seh das so sagt

    Mir reichen die vielen Kuckuckseier, die uns immer wieder ins Nest gelegt werden. So oft kann der Kuckuck kaum rufen, damit auch genug Geld im Börsel bleibt um diese Rieseneier zu bewältigen.

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  2. fingerphilosoph sagt

    Ach, deshalb haben die im Schwarzwald Kuckucksuhren. Das sind die ganz Schlauen.

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  3. Bauer Willi sagt

    Ich hoffe nur, dass bei uns niemanden den „Kuckuck“ draufklebt… 🙂
    Bauer Willi

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    • Inga sagt

      Hängt von der Wirtschaftsweise des Bauern ab.

      Aber die Bauernschläue lässt es nicht zu, denke ich!
      Schlaue Bauern können wirtschaften, d.h. mit ihrer Landwirtschaft umgehen.
      Wi4e sie es von ihren Vorfahren gelernt haben,
      daher kommt bestimtm das Wort
      „Bauernschläue“

      Ob man das in anderen Interessengebieten auch lernt?

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Das heißt jetzt Pfandsiegel,
      den Kuckuck haben die Bauern mit dem Glühfosat 😉 vertrieben. 😉

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  4. Friedrich sagt

    In diesem Jahr habe ich noch keinen Kuckuck gehört, aber mit der Geldbörse ist hier auch in Südhannover immer so gesagt worden. Auch beim ersten Schrei im neuen Jahr soll der Schinken angeschnitten werden. — Irgendwie ist da aber was dran ?!

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    • Alois Wohlfahrt sagt

      Es gibt soviele Dinge im Leben, die das Leben lebenswert machen. Die aber nichts mit Geld gekauft werden können. Ob da die verschwindende Bäuerlichkeit auch dazu gehört, „das weiß doch der Kuckuck“ 😉

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  5. Brigitta sagt

    Kein Wunder, dass das Geld so ungleich verteilt ist! Funktionier bei euch JEDER Kuckuck? Bei uns gilt das nur für den ersten Kuckuck im Jahr ( und so ist es auch sinnvoll : warmes Frühjahr, weniger heizen, lange Vegetationsperiode) .

    🙂

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    • Alois Wohlfahrt sagt

      Also wir Allgäuer nehmen da was wir kriegen können. Folglich wird bei jedem Kuckuck-Ruf geklopft. 🙂
      Und wenn die Digitalisierung dann bei den Banken so richtig kommt, dann wird bestimmt beim Online-Banking automatisch der Kuckuck-Ruf ertönen, wenn man die Einnahmen auf das Konto sprudeln…

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  6. Altbauer Jochen sagt

    An den Geldvermehrungskuckuck glaubt wohl keiner mehr.
    (Nur an den des Gerichtsvollziehers )
    Trauriger ist nur das solche Sinnsprüche ,wie auch Bauernregeln, die es in reicher Zahl bei uns gibt immer mehr verloren gehen.
    -Auch ein Stück Kulturverlust.
    Aber je mehr Menschen es bei uns gibt die sich in einer anderen Muttersprache zuhause fühlen ,je mehr Menschen sich von
    unserer Kultur lösen umso mehr geht davon verloren.
    Das beginnt doch schon in Kindergärten und Schulen.
    Wieviel Gedichte und Lieder werden noch gelernt ?
    Trotzdem sehe ich gerade in unserer Jugend auf dem Lande ,aber natürlich auch anderswo viele die strebsam und verantwortungsbewusst ihr Leben planen.
    Die Wurzeln dafür liegen im Elternhaus und im Lebensumfeld in dem sie
    heranwachsen .> Da beißt die Maus kein´ Faden ab<

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  7. bauerhans sagt

    ich schau morgens zuerst in mein depot und freue mich!
    an manchen tagen kommt keine freude auf.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Immerhin ist der Nikkei um 0,31 % gestiegen.

      Kapitalist Du. 🙁 🙂

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      • Alois Wohlfahrt sagt

        Tja, Rendite ist heute halt alles. Wir haben mittlerweile ein System, das nur ein „Mehr“ kennt, aber keine Zufriedenheit mehr. Ist übrigens ein Zitat von Precht.
        Wenn ich hier die Diskussionen über LEH, Bienensterben, Massentierhaltung, Glyphosat usw. mir vor Augen halte, dann sind wir Bauern Opfer und Täter zugleich. Aber der Anstifter ist der Kuckuck, oder diejenigen, die der Geldvermehrung als den letzten verbliebenen Wert dieser Welt huldigen. Das treibt die Entwicklungen und technischen Innovationen voran. Das heizt den Strukturwandel und den Preiskampf an. Darum werden aus Bauern irgendwann Massentierhalter, weil der Markt, der Umschlagplatz des Geldes es so will. Wir Bauern sind die willfährigen Täter, die im Auftrag des Wohlstandes und der Schnäppchenjäger intensivieren und damit die Natur logischerweise beeinflussen. Wir arbeiten ja mit den natürlichen Ressourcen. Aber wir sind auch die Opfer, die dann mit der Gegenbewegung geopfert werden. Weil jetzt die Bienen – ähm Kuckucke – auf einmal als systemrelevant erkannt werden! Und jetzt ist das was der fortschrittliche Bauer da machte und macht nun nicht mehr gut, sondern schlecht. Die Lösung ist, der Bauern soll zurückkehren zu dem Wissen seiner Väter und wieder umweltverträglich wirtschaften. Aber selbstverständlich zu den billigen Preisen, wie vorher, die von der globalen Renditewirtschaft verlangt werden. Bevor nun der Kuckuck dann auf den elterlichen Besitz geklebt wird, entwickelt sich der Bauer halt wieder weiter vom Hofverwalter zum Fondsverwalter. „Kuckuck – Kuckuck“ ruft es dann nicht mehr aus dem Wald, sondern an der Börse! 😉

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        • fingerphilosoph sagt

          Der wahre Anstifter ist die Angst, die uns Menschen überall nur Mangel sehen lässt, wo Fülle ist. Mit der Geldvermehrung will der Mensch diese Ängste überwinden, nur deshalb ist Geld so wichtig. Und deshalb sind wir alle auch die Anstifter, nicht nur die Täter und die Opfer, denn diese Angst treibt jeden an und in das System hinein, das uns und den Planeten zerstört.

          Die Ängste erweisen sich als überaus resistent gegenüber dem „Immer mehr“, ja sie scheinen sich von dem, womit wir sie vernichten wollen, zu nähren und gestärkt zu werden.

          Wir hier in der westlichen Welt leben im Überfluss und in der Überfülle, doch statt dass die Ängste verschwinden, werden sie immer größer, und wir müssen uns mit immer noch mehr Lebenshilfen in Form von Technik, Gütern und Geld umgeben. Die Ängste sind wie ein multiresistenter Keim, dessen Nährlösung ausgerechnet die Antibiotika sind.

          Je ängstlicher ein Mensch ist, desto mehr wird er Opfer, nicht nur von seinen eigenen, sondern auch von den Ängsten anderer, die ihre persönlichen Ängste, so sie sie nicht besiegen, natürlich liebend gern abwälzen.
          Und wer das zulässt, hat die A***karte.

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          • Inga sagt

            Danke Fingerphilosoph,
            sehr schön erklärt!

            “ ja sie scheinen sich von dem, womit wir sie vernichten wollen, zu nähren und gestärkt zu werden.“

            Ja, sie die Ängste,

            also wir wollen sie mit Hab und Gut vernichten,
            und davon nähren sie sich?
            udn dann treibt es uns immer stärker in den Ruin?

            Ist das ein Mysterium? Ein Geist des Falschen, dem wir folgen?
            Wie kann man den dingfest machen?

            Können wir das nur gemeinsam?
            Aber wie?

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          • Obstbäuerin sagt

            Leider ist auch die Fülle hier bei uns sehr unterschiedlich verteilt, so dass bei vielen genau der Mangel herrscht, der bei den anderen zur Fülle führt. Den Spruch kennt doch sicher jeder:
            »Reicher Mann und armer Mann
            stehen da und sehn sich an.
            Sagt der arme Mann ganz bleich:
            Wär ich nicht arm – wärst du nicht reich!»

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Hallo Alois,
          Geld haben ist nicht alles, aber es beruhigt ungemein.
          Ich habe vor ein paar Tagen eine Bio Gemüsebauer kennen gelernt, dem sein Lebenswerk den Bach runter ging, der Betrieb ging insolvent.
          Andere haben für viel Geld Weinberge gekauft, und jetzt gehen die Kinder zu Bosch, Schäffler oder Daimler arbeiten, weil sie dort das Geld zum überleben verdienen.
          Ich bin mit dem Wissen meines Vaters aufgewachsen, erst mit meinem Wissen über Pflanzenschutz und Düngung ist es aufwärts gegangen, die Milchwirtschaft hat schon damals für unseren Kleinbetrieb nicht mehr gelohnt. Durch diese Worte möchte ich die Lebensleistung meines Vaters nicht schmälern.
          Ich brauche die alte Zeit nicht mehr, ich kenne sie und die Bevölkerung wünscht sie auch nur, wenn die Regale im LEH überfüllt sind. Schulkameraden habe bei Bauern Eier aus den Nestern geklaut, weil sie Hunger hatten, das kann sich heute niemand vorstellen.
          Ob die damalige Landwirtschaft umweltverträglicher war wie heute, dahinter stelle ich ein großes Fragezeichen, im Bestand waren noch 2 Kg Bleiarsen, die offensichtlich vor 1939 gekauft wurde, bevor mein Vater auf den Hof kam.

          Mir ist nicht bekannt, ob bauerhans tatsächlich an der Börse investiert, vielfach wäre eine Investition in Firmenanteile eine bessere Investition gewesen, als überhöhte Preise für Ackerland zu bezahlen.

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          • JimBob sagt

            @ehemaliger Landwirt
            wo es um Kapitalismus(kritik) geht… und ihren damaligen Schulkollegen und Eier klauen..

            Gucken sie doch ruhig mal nach Venezuela, wenn Sie ein anderes System haben wollen.
            Frau Wagenknecht, schwärmt ja von dem Land.
            Und Wohnungen gibt es da jetzt auch reichlich, weil die Leute vor größter Not jenes verlassen.
            Sozialismus, Not, Hunger & Elend, trotz größten Ölreichtum.
            Die essen jetzt dort sogar Katzen&Hunde

            sorry, da bleibe ich lieber im Kapitalismus

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