Bauer Willi
Kommentare 70

„Zukunft säen“ – Das Buch hat definitiv kein „Farmer“ geschrieben (Teil 1)

Kürzlich erhielt ich ein kleines Päckchen mit dem Absender Stefan Michel. Inhalt: ein Buch, auf dem als Autor lediglich „Farmer Billy“ genannt ist. (erinnert mich sehr an „Bauer Willi). Der Autor, ein Journalist, also kein „Farmer“, fragt nach, ob ich das Buch rezensieren würde, da sich darüber auch sein Freund Herbert (Milchbauer aus der Eifel) freuen würde. Mit ihm wäre er auch nicht immer einer Meinung. Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, kann ich das gut verstehen.

Eine richtige Rezension wird es aber nicht. Ich habe im wesentlichen Ausschnitte von Texten aus den einzelnen Kapitel gewählt, die mir „interessant“ erschienen und die zeigen, wie der Autor die Landwirtschaft sieht. Und um es gleich vorweg zu sagen: eine schlüssige Darstellung, wie eine „andere Landwirtschaft“ aussieht, habe ich in dem Buch nicht gefunden.

Hier also einige Auszüge mit den jeweiligen Überschriften des Buches

1. Vom Bauernhof direkt auf den Tisch

Hier schildert der Autor seine Einkäufe auf dem Wochenmarkt und in Hofläden. Er wirbt dafür, es ihm nachzutun. Für die Landwirte hat er als Vorschlag „SoLaWi“ parat, aber das Thema hatten wir ja kürzlich im Blog.

2. Die wahren Kosten unserer Lebensmittel

„90 Milliarden Umweltkosten verursacht die Landwirtschaft in Deutschland jedes Jahr“. Und zur Penny-Aktion der True Costs: „46% der Teilnehmer der Aktion Penny hat gesagt, dass sie Nachhaltigkeitsbelange schlicht nicht interessieren“

3. Lebendiger Boden – gesunder Planet

„Unsere Ackerböden haben ihren Humus schon verlore“ so Guggenberger. „Im konventionellen Ackerbau wird zumeist viel Mineraldünger eingesetzt, der entweder durch Bergbau gewonnen wird, durch chemische Umwandlung von Erdgas oder Luftstickstoff oder der als Abfallprodukt der Stahlindustrie anfällt. Dieser Kunstdünger schaden dem Bodenleben, während organische Dünger wie Kompost oder Mist den Boden aufleben lassen“

4. Gesundes Grünland trotz dem Klimawandel

Hier berichtet Bernd Schmitz, Bio-Bauer, über seine Grünlandbewirtschaftung. Und „Ökologe Schädler hält es für sehr vernünftig, wenn auch konventionelle Landwirte darüber nachdenken, wie sie mit dem Klimawandel umgehen wollen“

5. Vielfalt auf dem Acker

Hier wird auf Streifenanbau, Mehrfruchtanbau, Hecken und Blühstreifen kurz eingegangen. Zum Streifenanbau: „Die Landwirte müssen natürlich häufiger auf die Felder fahren. Sie haben entsprechend mehr Transportkosten. Und sie kommen dadurch zu einem Mehraufwand von ca. 250 € pro Hektar“

6. Bäume auf dem Acker, Vieh im Wald

„Agroforst sei ein weiter Begriff, holt Morhart aus. Es könne bedeuten, dass Rinder oder Schweine im Wald weiden. Genauso gut könnte damit gemeint sein, dass sich eine Heckenstreifen auf einem Getreideacker finde oder Kühe auf einer Streuobstwiese grasen. Oder einzelne Reihen von Bäumen mitten im Acker stehen“

„Den Agroforst des Werragutes würde es ohne Anschubfinanzierung durch Crowdfunding wohl nicht geben.“

„Aus Naturschutzsicht sind  Agroforstsysteme natürlich sehr attraktiv, aber so lange die Förderung dem nicht entspricht, wird die Wende zum Agroforst sehr langsam anlaufen.“

7. Moore wiedervernässen für den Klimaschutz

„Der Agrarökologe Friedhelm Taube von der Uni Kiel rechnet vor: Wenn wir den CO2-Preis für die landwirtschaftliche Bodennutzung n entwässerten Mooren ansetzen würden, dann müssten die Landwirtwirte drei- bis viertausend Euro bezahlen – pro Hektar“

„Damit Deutschland bis 2045 klimaneutral wird, müssten ungefähr 50.000 Hektar  Moorboden pro Jahr in eine nasse Bewirtschaftung gebracht werden. Zur Zeit sind wir bei ungefähr 2.000“ (Moorforscher Spanjers)

Zu Paludi Kulturen: „Aber was fehlt sind die Abnehmer, die Verwertungsketten“

„Wenn dann noch Geld aus der CO2-Zertifizierung dazukomme, mit dem die Bauern für die Wiedervernässung belohnt würden, dann könnten die Landwirte, die jetzt wenig verdienen, viel mehr Geld verdienen“

8. Keine Ewigkeitschemikalien auf dem Acker

„Demnach wäre eine Annäherung der konventionellen Landwirtschaft an die Methoden der Bio-Produktion oder gar der komplette Umstieg auf bio ein Weg, um komplett ohne Ewigkeitschemikalien auf dem Acker auszukommen.“

Was mir bei diesem Artikel auffiel: Es werden fast ausschließlich Personen zitiert, die zu irgendeiner Umwelt-NGO gehören. Desweiteren: Der Name von Burtscher-Schaden ist falsch geschrieben. Der Pestizidexperte Lars Neumeister nennt sich selbst so und hat eine eigene Homepage mit Referenzen von Umwelt-NGO:

„Aber ein kleines bisschen kann auch jeder und jede von uns dazu beitragen: Bio-Lebensmittel statt konventionellen kaufen“.

9. Das Gift vom Nachbarn

Hier geht es um die Abdrift von Pflanzenschutzmittel auf Bio-Flächen. Ich kann nicht bewerten, wie groß dieses Problem in der Praxis ist.

„In der Praxis haben die Interessen der Chemiekonzerne aund anderer Akteure der Agrarindustrie Vorrang vor der Natur und der menschlichen Gesundheit“

„Glyphosat richtet nicht nur beträchtlichen Kollateralschaden in der Insektenwelt an, sondern steht auch im Verdacht, beim Menschen Krebs zu verursachen“

„Glyphosat ist kein Einzelbeispiel dafür, dass die EU ein Pestizid einfach weiter zulässt, ohne erneute Prüfung“

„Und die konventionellen Landwirte? Neumeister sagt, er habe mit vielen von ihnen gesprochen. Ihre Reaktionen, wie er sie mir schildert, erinnern mich an einen Patienten, der überhaupt nicht daran denkt, selbst etwas für seine Gesundheit zu tun, sondern zur Ärztin geht, wenn er Beschwerden hat und ein Medikament erwartet, das alles wieder gut macht. Undwenn beim Bauern das Pestizid nicht mehr wirkt? Der konventionelle Landwirt sagt sofort: Gib mir was anderes“

„Wenn wir das Problem lösen wollen, dann müssen wir herbizidfrei werden, was auch nicht so ein Riesendrama ist“.

„Wir sehen überall, dass wir gegensteuern müssen: Die Grossväter und Großmütter wussten oft noch, wie man auch ohne Pflanzenschutzmittel ein gute Ernte erzielen kann. Und dieses Wissen müssen wir reaktivieren.“

Soweit die ersten 9 Kapitel von 19. Der zweite Teil folgt später. Aber Sie ahnen vielleicht, wie die nächsten 10 Kapitel aussehen. 

 

(Aufrufe 2.154 gesamt, 1 heute)

70 Kommentare

  1. Rathje Clasen sagt

    Herr Michel , ich glaube nicht , das die geplanten Wiedervernässungen von Mooren von deren wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten abhängig gemacht werden .
    Es ist den Befürwortern der Wiedervernässung
    schlicht egal , was mit den betroffenen Bürgern und ihrem Eigentum in diesen Regionen passiert.
    Hier geht es nicht nur um Landwirtschaft , sondern auch um Wohnbebaung in diesen Gebieten . zb. das Bremer Umland,
    Da verfaulen die Häuser von unten , wenn vernässt wird.

    5
    • Farmer Billy alias Stefan Michel sagt

      Rathje Clasen: Ich bin jetzt erst mal von den Landwirtschaftsflächen ausgegangen, im Eigentum des betr. Hofes. Wenn der Eigentümer nicht einverstanden ist mit der Vernässung und auch nicht verkaufen will, dann wird auch nicht vernässt. Und wenn eine bereits bebaute Fläche vernässt wird, sagen wir: aufgrund einer Entscheidung der Kommune, dann ist die auch haftbar für Gebäudeschäden. Würde mich sehr interessieren, wenn es irgendwo anders läuft.

      • Rathje Clasen sagt

        Wenn auf zb 50 ha Moorfläche im Einvernehmen mit dem Eigentümer der Grundwasserspiegel angehoben wird , dann doch durch Verschluß der Entwässerungsgräben . Automatisch werden Flächen der Oberlieger mit vernässt , weil es einen unterirdischen Rückstau gibt. Wenn sie möchten , kann ich ihnen das “ Life „zeigen,
        Das Problem haben wir immer bei Hochwasser , mit Rückstau über ca 5 km . Ergebnis ist dann – Wasser im Keller. Ca 10 Nachbarn sind ebenfalls betroffen.

        4
        • Farmer Billy alias Stefan Michel sagt

          Ja, klingt nachvollziehbar. Trotzdem – vom Prinzip her: Wenn es nachweisbar einen Verursacher gibt (z.B. den, der wie weit entfernt auch immer Gräben geschlossen hat), dann haftet der für Schäden. Das Problem ist der Nachweis der Ursache. Kenne ich vom Braunkohletagebau hier praktisch bei mir vor der Tür. In dem Fall hat der Verursacher (RWE) immer die besseren Rechtsanwälte.

          1
          • Rathje Clasen sagt

            Eigentlich gilt,
            Der Unterlieger muss dem Oberlieger Wasser abnehmen. Geregelt über Gesetze , kontrolliert durch Grabenverbände.
            Schwierig wirds, wenn diese Grabensysteme nicht mehr geräumt werden , weil der Gesetzgeber andere Prioritäten setzt.

            4
  2. Nicolai Asmussen sagt

    Moin @Stefan Michel
    Man kann ein Buch auch nach der ersten Lüge weglegen, die man liest.

    Es geht nicht um Parteilichkeit, es geht um die Wahrheit.
    Wir sind hier nicht im Bundestag.
    Auch wenn es nur Zitate sind, sie sind zu überprüfen.
    Grüße
    Nicolai

    • Farmer Billy alias Stefan Michel sagt

      Hallo Nicolai: Über etwas zu urteilen, das man nicht kennt, ist wohl eher nicht „die Wahrheit“. Du liest doch sicher auch schon einmal Zeitung, oder? Da steht dann zum Beispiel in einem Bericht, dass Frau Soundso von der AfD sagte: „Die Grünen sind voll gegen die Bauern!“, und einen Absatz später ist zu lesen, dass Herr Irgendwie von den Grünen erklärte: „Nein, wir sind total für die Bauern!“ Und in einem Absatz am Ende dieses Berichtes steht dann womöglich, ohne Anführungszeichen, wie der Autor das Ganze einordnet. Da ist doch für jeden, der halbwegs bei klarem Verstand ist, klar zu verstehen, was die Meinung der einen und des anderen ist, die da zitiert werden, und was die Meinung des Autors selbst. Und nicht anders ist es in meinem Buch.

      • Reinhard Seevers sagt

        Vielleicht wäre eine professionelle Form des Schreibens angebracht gewesen, indem man Quellen und Zitate angibt und mit Fußnoten versieht, dann wird deutlich, was „von anderen“ ist, und was aus dem eigenen Köpfchen kommt?

        1
        • Farmer Billy alias Stefan Michel sagt

          Reinhard Seevers: Genau das habe ich gemacht. Sieh doch gerne mal nach!

  3. Farmer Billy alias Stefan Michel sagt

    Liebe Leute: Die Auswahl der Zitate aus meinem Buch ist das Werk von „Bauer Willi“. Diese Auswahl ist sehr parteiisch, und das darf sie natürlich auch sein. Aber es sind zum allergrößten Teil nicht meine eigenen Worte da oben zu lesen, sondern: Zitate. Und mit etlichen der zitierten Ansichten stimme ich auch gar nicht überein. Ob es einen Klimawandel gibt oder nicht, ein Artensterben gibt oder nicht – darüber kann man unter vernünftigen Menschen nicht diskutieren, denn das ist so. Sonst wären wir ja wieder bei der Frage, ob die Erde eine Scheibe oder eine Kugel ist. Über vieles andere können und müssen wir aber sehr wohl streiten. Und dazu ist dieses Buch ein kleiner Beitrag – mehr nicht.

    • Arnold Krämer sagt

      „Aber es sind zum allergrößten Teil nicht meine eigenen Worte da oben zu lesen, sondern: Zitate.“
      Genau das ist das Problem in der „Agrardiskussion“. Immer wieder werden falsche oder fragwürdige Aussagen fragwürdiger Personen und Organisationen multipliziert, ganz nach dem Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein.

      4
  4. Ex-Baumschuler sagt

    Herbert. Herbert! Herr Bert! – Mja, was ist denn? – Hast du die Schweine gefüttert? – Klar, was denn sonst? – Gut, dann schlaf weiter.

  5. Christina sagt

    Wenn man von der Materie keine Ahnung hat, sollte man weder ein Buch darüber schreiben noch falsch recherchieren… Das erhitzt die Gemüter! In diesem Fall Euch Landwirte.
    Ich habe mal ein Buch vom Hannes Jaenicke gelesen und hab ihm einiges von dem geglaubt, was er da angeblich so dolle gut recherchiert hat. Mein Patenkind – Landwirt im Nebenerwerb – hat mich dann erst mal aufgeklärt 🤓😜
    Ich lese jetzt vom Hannes nichts mehr!! 😙

    22
  6. Otto Loewl sagt

    kann denn jeder geistige Kleingärtner
    ein Buch schreiben über Sachen von denen
    er keine Ahnung hat. Er sollte unter die Roman Schriftsteller gehen.
    Zur Sache: Wir konventionellen sind es
    die die Welt ernähren, sonst müssten
    mindestens die Hälfte verhungern.
    Übrigens, sollen diese Leute mal bei
    uns vorbeikommen. wir haben einen Humus
    Aufbau bei dem sich jeder Biobauer von
    schreiben könnte.

    12
    • Arnold Krämer sagt

      Herr Loewl, wir sollten vorsichtig sein mit unseren Urteilen („geistige Kleingärtner“): Der Autor ist in der Tat nicht vom Fach (das Studium fast konträr zur Landwirtschaft) , hat sich allerdings wohl sehr lange mit Agrarthemen beschäftigt.
      Siehe:
      https://koepfchenmedien.eu/
      Journalisten schreiben viel voneinander und immer wieder auch von sich selbst ab. So kann sich auch Fragwürdiges, Unsinn und Dummes verbreiten und verfestigen.

      6
      • Farmer Billy alias Stefan Michel sagt

        Lieber Arnold Krämer: Ich muss Ihnen leider recht geben, dass Journalisten viel voneinander abschreiben und Unsinn so multipliziert wird. Das führt dazu, dass Berichte, in denen andere Erkenntnisse stehen als die bislang verbreiteten, häufig abgelehnt werden. Wegen genau dieser Erfahrung habe ich mit dem Podcast „Farmer Billy“ begonnen. Aber bitte: Nicht gleich alles als „Mainstream-Medien“ diffamieren bzw. „Lügenpresse“. Die meisten von uns sind anständige Leute und strengen sich an, anständige Arbeit zu machen.

  7. Himmel, bitte nicht weiter rezensieren. Das ist ja nicht zum Aushalten. Hat das ChatGPT geschrieben?

    5
  8. Frikadellen piet 47 sagt

    moin mir ist nicht klar geworden, warum man so viele Worthülsen die überhaupt keinen Sinn ergeben und vor allem Dingen blöde Sachen wiedergeben in einem Buch niederschreibt? keine Ahnung was den Autor des Buches geritten hat. man könnte diesen Blödsinn so auch versuchen über die aktuelle Politik zu verfassen! vielleicht findet so etwas ja Abnehmer und vor allen Dingen Zuspruch! schönen Tag

    4
  9. firedragon sagt

    Zu Punkt 7 des Buches – Thema Moore

    Moorkolonisierung – biologie-seite.de https://share.google/qFAHpoz0toWygGJ0E

    Das ist geschichtlich sehr interessant, gerade für Menschen, die nicht in diesen Gebieten leben und somit wahrscheinlich eher wenig über deren Entstehung wissen.

    Wenn der Autor schreibt, dass 50 Tausend ! Hektar pro ! Jahr vernässt werden müssen !, hätte ich da eine belanglose Frage: wohin mit den Menschen, die in diesen Gebieten leben ? Und ☝️ woher die Rohstoffe für die menschliche Ernährung nehmen, die auf diesen Flächen gewonnen wird ?

    11
    • Nicolai Asmussen sagt

      Hi @Firedragon
      ‚Wenn der Autor schreibt, dass 50 Tausend ! Hektar pro ! Jahr vernässt werden müssen !, hätte ich da eine belanglose Frage: wohin mit den Menschen, die in diesen Gebieten leben ? Und ☝️ woher die Rohstoffe für die menschliche Ernährung nehmen, die auf diesen Flächen gewonnen wird ?‘

      Zu 1: nach Bielefeld
      Zu 2: aus der Ukraine
      Global denken.
      Grüße
      Nicolai

      3
        • Farmer Billy alias Stefan Michel sagt

          @firedragon: Dann müsste ich Ihnen das ganze Kapitel hier rein kopieren. In Kürze: Die 50.000 Hektar sind nicht meine Einschätzung, sondern die von Wissenschaftlern. Nun meine Einschätzung: 1. Die Vernässung von Moorböden ist auf kurze Sicht (bis Ende Jahrhundert) bestensfalls klimaneutral, weil zwar der CO2-Ausstoß sinkt, aber dafür der Methan-Ausstoß steigt. 2. Auch weit weniger als die genannten 50.000 ha wird man nicht vernässen, wenn keine dem heutigen Einkommen gemäße Paludi-Wirtschaft auf die Beine kommt. Sie sehen: Mal gerade so die Antworten auf so ein komplexes Problem rüberposten geht nicht. Dann müssten Sie vielleicht doch mal die 19,80 € in das Buch investieren. Falls Sie Bürgergeld-Empfänger sind, lasse ich es Ihnen gerne auch für die Hälfte.

          • firedragon sagt

            Herr Michel,

            danke für das Angebot, ich beziehe noch kein Bürgergeld.
            Und danke für Ihre Anmerkungen.

            1
  10. Arnold Krämer sagt

    Untertitel des Buches: „Wie eine andere Landwirtschaft unser Überleben sichert“

    Ohne Weltrettung oder das nackte Überleben geht heute medial wohl nichts mehr.
    Das Volk wird schon seit geraumer Zeit in Angststarre und Mißtrauen hinein geredet/geschrieben. Kein Wunder, wenn es mit Wirtschaft und Gesellschaft steil bergab geht. Denn Psychologie ist alles in der Wirtschaft.

    19
    • Bauer Willi sagt

      A.K.
      Ich sitze gerade im Zug von Bremen nach Hause und lese das Buch: „Das andere Klimabuch“ . Darin Kapitel von Bojanowski, Ludger Wess und Timo Küntzle..
      Es gibt sie noch, Menschen die ohne Hysterie über die Fakten berichten und sie auch belegen.
      Es gibt Hoffnung.
      Habe gestern gelesen, dass einige Mitglieder der „Letzten Generation“ Eltern geworden sind ….😉 ….

      11
      • zmp_nachfahre sagt

        „Ohne Hysterie“, das ist wichtig!
        Wer Angst und Panik verbreitet, hat meistens ganz andere Absichten als die gezeigten.
        Und wo „Klimaschutz“ draufsteht, ist mindestens Ahnungslosigkeit drin, meistens aber Abzocke oder Betrug.

  11. Mehr als weglegen kann da keiner effektiv was machen und man muss damit leben, dass der Buchhandel (und alle anderen Medien) voller Müll zu jedem Thema sind.
    Wer glaubt denn hier und auch zu anderen Themen ernsthaft, die Massen aufklären zu können?
    Wenn sowas wie BILD titeln würde „Wie die Bauern uns abzocken!!!!!!'“, kann man zwar für seine hundert oder tausend Leser dagegenhalten, aber bewirkt wird damit nur homöopathisch etwas in der Nähe von nichts. Sonst stünden wir ja nicht überall da wo wir stehen.

    5
    • Bauer Willi sagt

      @Max
      Dann kann ich ja den Blog beenden. Mach ich aber nicht.
      „Wer nicht kämpft hat schon verloren“

      10
      • Nehmen Sie bitte nichts persönlich, was nicht an Sie persönlich gerichtet ist und lesen Sie bitte nichts in Texte hinein, was da nicht steht.
        Es kann doch ein jeder tun was er mag. Man mussnur die tatsächliche Wirkung und auch die Grenzen des Tuns klar sehen.

        3
  12. Schmeckt gut sagt

    Fehlt nur noch, dass dieses Sammelsurium an „grünen Phantasien“ durch die üblichen Verdächtigen im LEH verteilt werden. Wurden würde es mich nicht. Wir leben in einer völlig durchgeknallten Zeit. Einfach mal den Landwirt des Vertrauens fragen – hilft ganz sicher.

    8
  13. Reinhard Seevers sagt

    Solche Bücher konnte man doch schon immer auf den Ständen von Aktivisten und Initiativen finden. Wirkt etwas verstaubt und wie immer naiv. Schulterzuck.

    15
  14. Thomas Bröcker sagt

    Oh Gott ,oh Gott, da sind ja alle Schwurbelphantasien der NGO´s und der Bio-Branche konzentriert auf einem journalistischen Misthaufen versammelt. Da weiß man ja gar nicht wo man anfangen soll. Sieht sehr nach KI-Einsatz durch den BÖLW … oder Grünpiss … oder Witzenhausen … oder Eberswalde … oder, oder oder aus. Ganz schnell weglegen.

    23
    • Bauer Willi sagt

      @T.B
      Es kommt noch ein zweiter Teil. Solche Bücher stehen ja im Buchladen, mit „weglegen“ ist es nicht getan.
      Kaum hat man den Stein ein wenig nach oben gerollt, rollt er auch schon wieder zurück..

      16
    • Kemetbauer sagt

      @TB
      Witzenhausen/Eberswalde, Wissenschaft die einem nicht passt, kann natürlich auch nicht wirklich Wissenschaft sein; nicht wahr? Bei solchen Aussagen freue ich mich immer wieder darüber, dass die konv. Landwirtschaft kaum noch Gehör findet.

      2
        • Kemetbauer sagt

          @AK
          Ich freue mich, dass ich mich nicht mit konv. Verbrauchern und deren Prioritäten, rumschlagen muss.

          1
          • Arnold Krämer sagt

            @Kemetbauer
            Ist doch schön für Sie. Der Konvi-Bauer hat aber auch nur sehr selten mit dem Konvi- Verbraucher zu tun.

            2
            • Kemetbauer sagt

              @AK
              Vielleicht liegt darin ja eine Ursache für die auch hier immer wieder thematisierte Entfremdung des Verbrauchers von der Landwirtschaft?

              1
              • Arnold Krämer sagt

                Wenn die Käufer von Bio-Lebensmitteln in vergleichbarer Weise über die „Bio-Agrar- und Ernährungsindustrie“ informiert würden (was nicht der Fall ist!), würde die Entfremdung bei dieser Verbrauchergruppe ähnlich ausfallen.

                Vielleicht gibt es die Entfremdung aber auch in den behaupteten Umfang garnicht.

                5
              • Reinhard Seevers sagt

                Garantiert nicht. Der Mensch in den Industrienationen und besonders der junge, hat sich von allem was Natur angeht, entfremdet. Hat eine Studie ergeben……kam die Tage im ÖRR, muss also stimmen. Der Glaube, dass der Bio-Kunde einen größeren Bezug zur Landwirtschaft habe ist falsch, er glaubt lediglich den heiteitei-Geschichten der Branche und kauft das „Gute“ im Vertrauen auf die Erzählung. Ist doch eine gute Nische, sie will bedient werden. Wie sagte mein Nachbar immer: Jeden Morgen steht ein Dummer ….

                7
                • zmp_nachfahre sagt

                  …nicht nur junge Menschen! Einem Kollegen von mir mußte ich doch tatsächlich erklären, daß es Milch nur zusammen mit Kälbern gibt.
                  (Beinahe hätte ich ihn gefragt, wie es bei seiner Frau sei…)

                  2
          • Limes sagt

            „Ich freue mich, dass ich mich nicht mit konv. Verbrauchern und deren Prioritäten, rumschlagen muss.“
            @K bin ein konv. Verbraucher, kaufe nach Qualität und Geschmack gerne auch vom Direktvermarkter aus eigener Produktion z.B Milchprodukte verschiedener Tier Arten, Obst, Gemüse…. Wie erkenne ich ihre Produkte sind die speziell gekennzeichnet wichtig damit ich keinen Fehlgriff mache ich möchte sie ja nicht verärgern und noch schlimmer ihrer Zielgruppe die Produkte weg kaufen.

      • Reinhard Seevers sagt

        Da Wissenschaft ja nicht automatisch die Wahrheit bedeutet, muss ein Widerspruch in einem Diskurs schon auch ausgehalten werden. Es sei denn, eine ideologisch indoktrinierte Klicke erlaubt nur EINE Wissenschaft, nämlich die, die ihre Ideologie stützt.

        10
        • Kemetbauer sagt

          @RS
          Merkwürdig ist nur, dass jede Seite der anderen die ideologische Verbrämung unterstellt. Zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung ist der Positivfaktor ganz klar zu verorten.

          2
          • Reinhard Seevers sagt

            Was ist denn der „Positivfaktor“?
            Wenn es einen wirklichen offenen Diskurs gäbe, den man ja öffentlich führen könnte, dann würde man als Außenstehender evtl. sich seine Meinung bilden können. So aber gibt es lediglich schwarz oder weiß.

            4
      • Thomas Bröcker sagt

        Soweit sich Witzenhausen und Eberswalde mit echter Wissenschaft (ergebnisoffen) befassen ist das in Ordnung (tun die ja in Teilen auch). Lustig wird´s immer wenn die Marktabgrenzung die Motivation ist. Tendenziös angelegte Untersuchungen habe ich in dem Zusammenhang Vergleich Konvi- und Dogmatik Bio massenhaft gelesen. Das fängt bei den Fruchtfolgevergleichen in Gülzow (MVP) und hört bei Widerkäuen von NGO-Weisheiten auf. Wie gesagt, ich lese die Veröffentlichungen dieser Wissenschaft und finde viele interessante Denkansätze. Schwierig wird es immer, wenn Zusammenhangsthesen als gegeben angenommen werden, wenn sie nur die eigenen Abgrenzungsbestrebungen unterstützen. Da werden durch aus Versuchsansätze konstruiert die keineswegs dem wissenschaftlichen Neutralitätsgebot entsprechen. Ist halt auch dort so: „Wess Brot ich ess, des Lied ich sing“. Oder wessen Geld ich bekomme, dessen Interessen bediene ich.
        Ich persönlich bin da nach 49 Jahren Berufspraxis eher einer der Alten aus der früheren Muppet-Show, der an der Brüstung steht und sich lustig macht. Locker bleiben Kemeti !

        14
      • Bauer Willi sagt

        @Kemetbauer
        Sie halten das, was „Farmer Billy“ schreibt, für Wissenschaft? Ernsthaft?
        Wollen Sie nur Opposition betreiben oder auch ernst genommen werden?

        3
        • firedragon sagt

          Herr Dr. Kremer-Schillings,

          so, wie ich Ihre (1.Teil)Buchzusammenfassung verstehe, scheint der Autor einfach nur ein Sammelsurium von Aussagen in seinem Buch wiederzugeben.

          Um gezielt auf Inhalte des Buches zu reagieren, bzw. etwas zu widerlegen, müsste man das Buch in Gänze lesen.
          Man bewegt sich auf Glatteis, wenn man Sätze „beurteilen soll“, die nicht mehr im Kontext stehen.
          Das ist das Gleiche, wenn ein Interview zusammenhanglos ‚zurecht‘ geschnitten wird.

          2
          • Reinhard Seevers sagt

            Ich denke auch, dass es sich nicht lohnt sich inhaltlich mit dem Buch zu befassen. Die Zeit ist auch gar nicht danach, dass sich der Bürger mit einem solchen Thema weitergehend befassen möchte, denke ich. Rente, Krieg, Arbeitsplatz etc. haben den Fokus verschoben. Vielleicht sollte man sich eher mit den politischen Ambitionen des Landwirtschaftsministers auseinandersetzen. Es ist so unheimlich leise…..nicht, dass am Ende wieder etwas ausgebrütet wird, was keiner auf dem Schirm hatte und wo der Bauernverband wieder einmal nicht aufgepasst hat….wer weiß?

            3
          • Bauer Willi sagt

            @firedragon
            Ich schreibe ja keine Rezension, sondern zitiere nur Aussagen in den jeweiligen Kapiteln. Ich habe das Buch ja zur Gänze gelesen (was anstrengend genug war) und anschließend zu jedem Kapitel Kernaussagen selektiert. Nun kann sich jeder ein eigenes Bild machen. Klar, dass es nur Ausschnitte sind.

            Ein zweiter Teil folgt noch. Also mit der Buchbestellung noch etwas warten… 🙂

        • Kemetbauer sagt

          @BW
          Ich habe bisher lediglich Teile Ihrer Zusammenstellung von Passagen gelesen. Mir sind Ihre Selektionsmerkmal zwar unbekannt, ich ahne allerdings aus anderen Aussagen von Ihnen, nach welchen Kriterien Sie vermutlich ausgewählt haben. Deshalb werde ich mich zu den Punkten nicht äußern. Ich finde es allerdings befremdlich, wie einige Kommentatoren hier reagieren. Eine sachlich fundierte Auseinandersetzung mit Grundsätzen die den eigenen Befindlichkeiten nicht entsprechen, gibt es einfach nicht. Hier hat sich jeder die Weisheit mit der Schöpfkelle zugeführt. Blöd nur, dass genau diese Weisheit nur von einer Minderheit dieser Gesellschaft mitgetragen wird. Insofern ist der Großteil der Bemühungen um „Aufklärung“ hier, vergleichbar mit dem Kampf gegen die Windmühlenflügel. Eigentlich ist das schade aber grundsätzlich amüsiere ich mich köstlich über die Agitation der konv. Kollegen. Ein lustiger Blog!

          1
          • Reinhard Seevers sagt

            “ Ein lustiger Blog!“

            …..nicht war? Solche Sätze sind wirklich lustig. Scheinen aber Ihrem Niveau vollumfänglich zu entsprechen, so wie Sie es verteidigen.

            „Wir sehen überall, dass wir gegensteuern müssen: Die Grossväter und Großmütter wussten oft noch, wie man auch ohne Pflanzenschutzmittel ein gute Ernte erzielen kann. Und dieses Wissen müssen wir reaktivieren.“

            2
          • Arnold Krämer sagt

            @Kemetbauer
            Die konventionellen Kollegen haben mir ihren kapitalistisch induzierten Produktivitätsfortschritten der letzten Jahrzehnte ( wie die übrige Realwirtschaft auch) verdammt viele Menschen freigesetzt, die jetzt viel oder auch nur „Unproduktives“ zustande bringen. Diese wissen gar nicht, dass sie alle wieder richtig arbeiten müssen, wenn die von ihnen so locker formulierten Forderungen Realität würden.

            8
            • Reinhard Seevers sagt

              Aufgrund der globalen Verbindungen von Ökonomie und Handel in Kombination mit unseren Mindestlöhnen wird es auch zukünftig keine Einbindung ehem. „Unproduktiver“ geben. Da wird sich der Agrar-Flächen-Designer lieber einen technischen Gehilfen leisten, der 24/7 ohne Urlaubsanspruch einsetzen lässt, glaube ich.😉

              5
              • Arnold Krämer sagt

                Die aktuell Unproduktiven haben noch nichts zu befürchten. Die volkswirtschaftliche Rolle rückwärts geht so schnell nicht über die Bühne. Aber sie kommt, wenn man politisch so weiter macht.

                3
      • Frikadellen piet 47 sagt

        moin mir ist nicht klar geworden, warum man so viele Worthülsen die überhaupt keinen Sinn ergeben und vor allem Dingen blöde Sachen wiedergeben in einem Buch niederschreibt? keine Ahnung was den Autor des Buches geritten hat. man könnte diesen Blödsinn so auch versuchen über die aktuelle Politik zu verfassen! vielleicht findet so etwas ja Abnehmer und vor allen Dingen Zuspruch! schönen Tag

        1
    • Farmer Billy alias Stefan Michel sagt

      Na ja, bevor man ein Buch weglegt, hat man es erst mal gelesen haben,oder? Denn bevor man über etwas urteilt, muss man es erst mal kennen, nein?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert