Bauer Willi
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Zeitenwende…

Diesen Text hat Ulrich Knippenberg, Landwirt in Westfalen, vor einiger Zeit geschrieben. Es geht dabei um die Frage, ob angesichts der aktuellen Situation alle bisherigen Pläne noch so beibehalten werden sollen.

Am gestrigen Sonntag, dem 27.02.2022, hat unser Bundeskanzler in der einberufenen
Sondersitzung mehrfach von einer Zäsur, von einer Zeitenwende gesprochen.
Das Undenkbare ist geschehen, das, was vor 14 Tagen niemand für möglich gehalten
hat, ist eingetreten:

Wir haben Krieg in Europa!

Vor diesem Hintergrund machen mir folgende Zahlen und Entwicklungen noch mehr
Sorgen als vorher schon: Binnen nur zwei Jahren ist unsere Selbstversorgungsquote
mit Lebensmitteln von 88% auf 80% gesunken (Quellen:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/659012/umfrage/selbstversorgungsgrad-mit-nahrungsmitteln-in-deutschland/?fbclid=IwAR0r9KtYiD_sWLo7dcUIGfMFF3TLvr4mGrsT32jGuahNwQuSHzmXk1AiaHA

Entscheidungen und Entschlüsse, die dieses weiterhin massiv befeuern, sind dringend
auf den Prüfstand zu stellen und derer haben wir mehr als genug! Die kommende GAP-Reform (Gemeinsame Agrar Politik) erfordert von allen Betrieben eine Zwangsbrache auf mindestens 4% ihrer Ackerfläche. An Dekadenz kaum zu überbieten lassen wir 4% unserer fruchtbaren Böden mitten beim Verbraucher brach liegen und importieren stattdessen noch mehr Lebensmittel.

80% – 4% „Zwangsbrache“ = 76%

Im Würfelspiel um die Roten Gebiete, Themenbereich Düngeverordnung, zeigt sich
die Schwäche unseres föderalen Systems im Zusammenspiel mit den Technokraten
der EU schonungslos. In der anstehenden Reform der Reform der Reform der
Düngeverordnung 2017, bei der keiner mehr durchblickt, gefühlt jeder mit dem
Finger auf den anderen zeigt und niemand Verantwortung für das Kernproblem, die
fehlende Fachlichkeit, Nachvollziehbarkeit und Datengrundlage übernehmen will,
wird davon ausgegangen, dass sich die so genannten „roten Gebiete“ in NRW
ungefähr verdoppeln werden. In diesen Bereichen darf nur noch 20% UNTER dem
errechneten Bedarf der jeweils angebauten Kultur gedüngt werden, angeblich um das
Grundwasser zu schützen. Eine Bewertung ALLER ANDEREN Einträge ist bis
heute nicht erfolgt! Noch können die Böden die Ertragsdepressionen vielleicht zum
Teil noch kompensieren, degenerieren aber natürlich kurz- bis mittelfristig.
Nicht unwahrscheinlich ist auch noch, dass auf Grund der bestehenden Sanktionen
die geläufigsten Stickstoffdünger, die bis dato zu 60 % in Russland produziert werden
und von da aus importiert werden müssen, auf nächste Zeit gar nicht mehr verfügbar
sein werden.

76% – 10% „Düngeverordnung“ + „Embargo“ = 66%

Beim European Green Deal wie auch im aktuellen Koalitionsvertrag wurde ein klares
Ziel definiert: 30% Ökolandbau sowie eine Reduktion der eingesetzten
Pflanzenschutzmittel um 50%.
Bei einem aktuellen Anteil von 9,6% Biolandwirtschaft, welche entsprechend der
Nachfrage nach und nach gewachsen ist, will man nun also 20,4% der Betriebe in
eine andere Bewirtschaftungsart drängen. Im Ökolandbau wird auf der gleichen, nicht
vermehrbaren Fläche etwa die Hälfte geerntet wie im konventionellen Anbau…

66 % – 10,2% „Zwangsbio“ = 55,8%

Auf der verbleibenden Fläche sollen Pflanzenschutzmaßnahmen um 50 % reduziert
werden. Schon lange Jahre setzen Praktiker nicht nur aufgrund geltender Gesetze,
sondern logischerweise auch aus wirtschaftlichen Gründen nur das Nötigste an
Pflanzenschutzmitteln ein. Wer möchte schon in Zeiten von knappen Margen
unnötige Ausgaben bestreiten? Das Ausbildungsniveau und die verfügbare Technik in
dem Bereich kann man weltweit auf absolutem Top-Level einordnen. Die zu
erwartenden Auswirkungen sind schwer abzuschätzen, je nach Kultur und Jahr kann
das von geringen Ertragsdepressionen bis hin zum Totalausfall der Kultur gehen,
auch werden wohl einige Kulturen aus Deutschland verschwinden und dann in
anderen Teilen der Welt angebaut werden.

55,8% – 10% „PSM-Verzicht“ = 40,8%

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass in Deutschland JEDEN TAG fast 60ha
fruchtbaren Ackerlands für immer unter Beton und Asphalt verschwindet, so halte ich
es für durchaus realistisch, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft bei 83,24 Millionen
Einwohnern für fast 50 Millionen Menschen auf importierte Lebensmittel angewiesen
sind, statt „nur“ für gut 15 Millionen wie es heute der Fall ist.
Der Blick von außen sieht das übrigens genauso: https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/usa-ueben-harsche-kritik-an-europaeischer-agrarpolitik-12391289.html?fbclid=IwAR0mbmsQidMxjvzbeWi3ECaAIzpnTFeP3GRIz1VP-281hmMhQxKonG5PYcQ

Wohin uns eine allzu große Abhängigkeit von Importen bringt, sieht man seit einigen
Tagen mehr als deutlich in der Energiepolitik- unsere Argumente sind schwach, wir
sind erpressbar. Als landwirtschaftlicher Betrieb ist es uns egal, wir können Nahrungsmittel produzieren oder Energie oder auch Blühflächen.

Das ehemalige Selbstverständnis, dass wir für die sichere Versorgung unserer
Bevölkerung zuständig seien, ist nach Jahren der Belehrung, wie wir was zu tun und
zu lassen haben, in einem Dickicht aus fachlich kaum haltbaren Auflagen und in
einem Meer aus Dokumentationspflichten abgesoffen. Bei knappen Margen sagen wir es mittlerweile ganz emotionslos: Gemacht wird, was sich lohnt!

Über die möglichen Konsequenzen haben wir lange genug versucht zu diskutieren
und haben seit Jahren bei Medien, Politik und auch Teilen der Gesellschaft immer
wieder auf Granit gebissen.

Vielleicht, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, können wir ja noch was an dieser Dystopie ändern?

Vielleicht ist es an der Zeit, dass gut ausgebildete Fachleute auf ihrem Grund und
Boden wieder so etwas wie Unternehmertum leben können, statt sich von Menschen,
die Roggen nicht von Weizen unterscheiden können, ihren Job erklären zu lassen?

Vielleicht können wir mal mit den ideologischen Geschichten von der ach so
klimafreundlichen veganen Ernährung aufhören und den Menschen erklären, dass
weite Teile der Landwirtschaft nicht ohne Vieh funktionieren, da Futtergetreide nun
mal Futtergetreide ist und bleibt und viele Böden nichts anderes hergeben?

Vielleicht können wir mal anfangen, über Pflanzenschutz zu sprechen, statt über
„Pestizide“ und mal ganz unvoreingenommen die Vorteile in Relation zu möglichen
Schäden setzen?

Vielleicht können wir den bestehenden Biobetrieben die Möglichkeit lassen, ihre
wachsende Kundschaft zu bedienen, statt sich auf Angebotsseite auf einmal dem
dreifachen Angebot konfrontiert zu sehen?

Vielleicht sprechen wir mal über fachlich korrekte Düngung, statt irgendwelche
Nitratprobleme im Grundwasser herbeizudiskutieren, ohne überhaupt ansatzweise
zu ergründen, woher das Problem stammt?

Vielleicht…

Der Text gibt die Meinung des Autors wieder

(Aufrufe 1.550 gesamt, 1 heute)

29 Kommentare

  1. Pälzer Buh sagt

    Herr Seevers, machen Sie doch bitte eine mathematische Richtigstellung! Bin gespannt …

    • Reinhard Seevers sagt

      Man kann es nicht berechnen. Man kann es, so wie es geschieht, nur schätzen und mit eigenen Prioritäten und Argumenten in die eine oder andere Richtung lenken.
      Wenn jemand von seinen 100ha Bördeboden 4ha stilllegt, dann hat das andere Auswirkungen, als wenn jemand einen Sandacker mit 18 Bodenpunkten aus der Produktion nimmt.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Die Einen rechnen so, die anderen so…..:

        “Vielfältige Auslöser von Preissteigerungen
        Schwedische Wissenschaftler rechnen bei einem drastischen Rückgang der ukrainischen Agrarproduktion nicht mit weltweiten Lebensmittelengpässen, wohl aber mit höheren Preisen. Laut einer Simulationsanalyse würde selbst die Halbierung der Ernte in der Ukraine die Weltmarktpreise “nur” maximal um 15 Prozent steigen lassen. Die Analysten geben an, dass die Preissteigerungen bei Agrarrohstoffen seit 2021 nicht allein das Ergebnis des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine seien. Schon zuvor hätten die Kurse wegen der steigenden Betriebsmittelkosten angezogen. Eine andere Situation sehen die Forscher beim Sonnenblumenöl, von dem die Ukraine ein Viertel der globalen Erzeugung beisteuert. Sie weisen aber darauf hin, dass diese Ölsorte bei der weltweiten Ernährung nur eine kleine Rolle spiele und der Ausfall nur lokal wie in Deutschland eine Marktwirkung entfalte. “(da)

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  2. Elisabeth Ertl sagt

    Ein Drittel der Lebensmittel wird weggeworfen. Mit Rationierungen gehen sich 76% noch immer aus. Ich glaube, dass die Gesellschaft diese Mangelsituation erleben muss, um ein offenes Ohr zu entwickeln für vernünftige Kompromisse. Denn dass die gegenwärtige Landwirtschaft der Mehrheit ein mulmiges Gefühl macht, das ist auch nachzuvollziehen.

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    • Inga sagt

      Ganz genau,
      Dann wird abgelaufenes Toastbrot auch ausgepackt und für die Kompost beitbereitgestellt und nicht mit vollen Händen in den Verbrennungsofen geschmissen. Damit der Kreislauf der Natur geschlossen bleibt, den das ist ökologisch.
      Und wenn das so wäre, dann bliebe auch Zeit mal genauer aufs Datum zu schauen und man könnte es noch einer Tafel geben.
      Mit anderen verpckten Lebensmittel genauso.
      Aber solange die menschliche Arbeit mehr wert ist, wie der Rohstoff, kommen wir auf keinen GRÜNEN ZWEIG in der Beziehung.

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  3. Heinrich Tillmann sagt

    Danke für diesen Text. Ich denke der Knall wird kommen. Wir sollten uns auf die Ausrede ” Das haben wir nicht gewusst ” vorbereiten.

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    • Smarti sagt

      “Das haben wir nicht gewusst” wäre ja noch milde. “Die Bauern sind Schuld” wegen “Nutztiere fressen den Menschen alles weg” oder “Bauern schauen nur auf ihren eigenen Geldbeutel” trifft es wohl eher.

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  4. Smarti sagt

    http://www.oezdemir. de
    findet jemand eine neue HP ? Habe gehört, er sei jetzt der Chef aller Bauern ?
    Wenn der Chef nichts taugt, müssen dann nicht die Arbeiter künden ? Oder ist er vielleicht gar nicht …

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    • Inga sagt

      Steht nocht im Grundgesetz, dass hier alle Bauern frei und eigenständig sind und ihre Betriebe führen. Das kommt ja dann auch unserer Volkswirtschaft zu Gute.

      Und von wem ist der Wirtschaftsminister der Chef?
      Von allen anderen Unternehmen?

  5. Jan Schmedes sagt

    Ein sehr guter Text über die Dinge, die Landwirte seit geraumer Zeit täglich beschäftigen. Die angesprochenen Themen sind in Gesellschaft, Verwaltung und Politik lange bekannt, haben seit dem 24.2. an Deutlichkeit irre zugenommen, aber: es passiert seit mittlerweile schon wieder 9 Wochen NICHTS! Wenn man nur lange genug darüber redet, werden die Probleme schon von allein vorüber gehen…
    Wer hat eigentlich den Hut auf?

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    • Inga sagt

      Und die Hosen an?

      Wenn Polen und die Baltischen Staaten Deutschland seit 2014 gewarnt haben, keine weiteren Verträge in wirtschaftlicher Hinsicht mit Russland zu machen, weil sie wussten was Russland vor hat.

      Warum hat hier keiner drauf gehört?

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  6. Smarti sagt

    Danke, dass dieser aufwühlende Text jetzt auch als Titel erscheint. Selbst mich, als fleissige Leserin dieses Blogs, haben diese Zahlen mehr als erschreckt.
    1. hortende Länder (wenns denn überhaupt stimmt und nicht nur eine Schutzbehauptung ist). 2. Krieg in der Ukraine mit gezielt zerstörten Betrieben samt getöteten Betriebsleitern und Arbeitern. 3. verminte Feldwege, Felder und zerstörte Schienen und Häfen zur Lebensmittelvernichtung und Verhinderung der Nahrungserzeugung über viele Jahre.
    4. Krieg und Embargo mit Energiemangel, fehlenden Maschinen und deren Ersatzteile
    5. Düngermangel, Wassermangel, Engpässe bei Pflanzenschutzmitteln ( auch durch unnötige, einseitige Verbote )
    6. Ruinierung hiesiger Betriebe durch jahrelange falsche Landwirtschaftspolitik, Inflation aber auch ganz neu ….den fleissigen Oezdemir und Co.
    7. Den Selbstversorgungsgrad bringen “wir” doch locker noch ein paar Prozent runter ! Die Presse mit dem Tierhaltungsverbot ( noch sagt man Halbierung ) hilft gut mit.
    8. Wer helfen will, sucht Wege
    9. Wer nicht helfen will, sucht Gründe und Ausreden

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  7. Reinhard Seevers sagt

    “80% – 4% „Zwangsbrache“ = 76%”

    DAS kann mathematisch wohl nicht funktionieren.

    • Smarti sagt

      Herr Seevers, wenn Sie die anderen Zahlen nicht bemängeln, dann könnte man einen Teil der “4” durch die aufgebenden Sauenbetriebe “aufrunden”. Dann passt es wohl wieder.
      Zumal ja im nächsten Jahr die Zwangsbrache noch erhöht werden soll ?

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      • Reinhard Seevers sagt

        Ich finde die Korrelation einfach falsch. So wie der SVG für mich immer ein falscher Indikator für Nichts war und ist.
        Wenn man eine Überversorgung bei Fleisch, Zucker und Kartoffeln hat, dafür aber eine eklatante Unterversorgung bei Obst und Gemüse, dann hilft es nicht, den SVG runter zu argumentieren, wenn man 4% der Fläche nicht beackert. Man ist ja nicht im Wohlfühlbereich, wenn eine Hand auf der Herdplatte und eine im Eiswasser liegt, obwohl die Durchschnittstemperatur damit gut ist.
        https://www.ima-agrar.de/wissen/nachrichten/1010-deutschland-kann-sich-weitgehend-gut-selbst-versorgen#:~:text=Insgesamt%20lag%20der%20sogenannte%20Selbstversorgungsgrad,den%20bundesweiten%20Bedarf%20zu%20decken.

        • Thorens sagt

          Da stimme ich zu. Die Rechengänge geben nicht die Realität wieder.

          Die übrigen Aussagen des Textes halte ich allerdings für richtig und wichtig.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Ja Thorens, alles gut. Es ist aber in meinen Augen problematisch, wenn der Text mit fetten Teilüberschriften etwas suggeriert, was so nicht stimmt. Wir reden hier seit Monaten über falsche Zahlen der “Gegenseite”, dann muss man ja nicht selber den gleichen Fehler begehen.

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                • Thorens sagt

                  Grundstücksgrenzen sind einzuhalten. Da gibt es nichts zu diskutieren. Allerdings dürfte die Praxis, die Randstreifen mit zu beackern, den allermeisten Gemeinden sehr recht sein. Entfällt für diese doch damit der Aufwand, diese Streifen unter Einsatz von öffentlichen Mitteln zu pflegen. Dafür ist der Bauer nicht zuständig.

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                • Smarti sagt

                  Umgekehrt werden im Zuge von Kontrollen doch alle paar Jahre die Ackergrenzen ( und auch Wiesen ) zentimetergenau vermessen – wehe wenn da etwas fehlt ( zum Beispiel ein Gebüsch nicht zurück geschnitten wurde ). Ist das nicht aufgefallen oder wurde das eher sogar gewünscht ? Aus finanziellen Gründen… ?

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                • Thorens sagt

                  Keine Ahnung, warum das bei Flächenerhebungen nicht aufgefallen ist. Wenn man aber weiß um die Nöte von kleinen Ortsgemeinden, wo die öffentlichen Mittel oft vorn und hinten nicht ausreichen, dann versteht man, dass mitunter pragmatische Lösungen gefunden werden, ohne dass für diese Steuermittel aufgewendet werden müssen. Wo die Welt noch in Ordnung ist, übernehmen Landwirte häufig kommunale Aufgaben unentgeltlich, weil sie über das nötige Gerät verfügen. Im Gegenzug ist die Gemeinde dann nicht so kritisch, wenn es um die Randstreifen geht.

                  Wenn diese Streifen aber für die Biodiversität so wichtig sind, nun dann müssen sie eben auch öffentlich betreut werden. Einen Gemeindearbeiter indes können sich kleine Landkommunen in aller Regel dafür nicht leisten. In meiner früheren Wohngemeinde, wo ich ein paar Jahre im Ortsgemeinderat war, haben die Ratsmitglieder in ihrer Freizeit solche Dinge unentgeltlich erledigt. Das hat aber die Attraktivität dafür, ehrenamtlich für das Gemeinwesen tätig zu sein, nicht unbedingt gefördert. Solche Dinge haben aber diejenigen, die es nun im Fernsehbericht anprangern überhaupt nicht auf dem Schirm.

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            • Smarti sagt

              Könnte “man” ( Mathematiker/ Statistiker/ Informatiker ) denn eine solche, relativ aktuelle Zahlenreihe, z.B. für die letzten 20 Jahre erstellen ?
              Ja… als reiches Land hat man noch lange die Möglichkeit von Importen, und somit auch den “Tausch” von Tomaten gegen Kartoffeln.
              Bei Tomaten, Beeren, Bananen und Melonen macht dies klimatisch ja auch durchaus Sinn – und mal ein Jahr “ohne” geht bestimmt auch.
              Aber Eier, Getreide, Ölsaaten – also da fände ich eine Selbstversorgung schon gut. Auch als Einwohner von Deutschland hätte ich da gerne eine gewisse Information – und als Bauer schon dreimal.
              Alles was “im Dunkeln liegt” macht doch Angst. Ehrlich informiert lebt es sich gleich besser – auch wenn die Zahlen dann nicht so toll sind.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Smarti, ich behaupte mal ganz frech, dass bei Wegfall der Außerhaus-Verpflegung (Restaurants und andere Fressbuden) die Versorgung besser aussehen würde.
                Gestern gab es einen Film “Über Geld redet man doch”, in dem dargestellt wurde, dass 20% der Bürger mind. 2 mal im Monat Essen gehen und sogar 10% ,3 mal die Woche. Geldbeutel und SVG könnten besser aussehen, leiden täte der Gesamtwohlstand….😎

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                • Smarti sagt

                  Tja, bin halt eine Schweizerin – die mit dem Luftschutzkeller und Vorräte für drei Monate. Jeweils einmal “vom Staat” eigelagert und einmal im eigenen Schrank.
                  PS: ein Freund von mir hat gerade ein “Schnäppchen” angeboten gekriegt: ein Garagenstellplatz nähe Zürich für unter Hunderttausend. Euro gleich Franken derzeit.

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  8. Ludwig sagt

    Es muß erst schlimmer kommen , bis es besser wird. Erst wenn den Leuten in Berlin und Brüssel das Geld ausgeht , dann fallen realistische Entscheidungen. Dieser Punkt wird uns in nächster Zeit erreichen , denn Gelddrucken ohne Gegenwerte zu schaffen führt dahin. Die immer stärker werdende Inflation und die zurückbleibenden Löhne werden dazu führen. Eine immer mehr steigende Staatsquote in Richtung 60% wird unser jetziges System zerschlagen , denn die Bürger werden sich das nicht gefallen lassen und hier liegt die explosive Sprengkraft. Wenn dann noch Strom und Gas rationiert werden , dann ist das Ende unserer ewig regierenden Parteien angesagt. Immer nur kurzfristige Entscheidungen um Wahlen zu gewinnen ist dann am Ende. Auch die Moralideologie und Bullerbü wird dann nicht mehr akzeptiert.

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  9. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Mit dem derzeitigen Landwirtschaftsminister werden wir nicht über all diese Punkte sprechen können,weil dieser sich ganz der Weltenrettung verschrieben hat.

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    • Pälzer Buh sagt

      Da bin ich mal gespannt, wie unser aller LW – Minister dann (vielleicht) BW regieren will, bei dem Arbeitseifer, den Er bisher an den Tag gelegt hat.

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