Bauer Willi
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Wozu noch ackern? Landwirtschaft in Gefahr

Ich kenne Patricia Schäfer  (Journalistin und Moderatorin) seit rund einem Jahr. Wir haben seitdem viel mit einander gesprochen und ich konnte ihr – hoffentlich – neben Namen und Adressen, auch einiges über Fakten und Hintergründe zur Landwirtschaft mitgeben. Am kommenden Wochenende startet eine Serie von Beiträgen, wie ich es im öffentlichen Fernsehen in dieser Dichte und dieser Länge noch nicht gesehen habe.

Und das schreibt mir Patricia:

„Lieber Willli, vielen Dank für unser ausführliches Gespräch vorhin – war wie immer sehr inspirierend und informativ!

Das Interessante an der Mediatheks-Variante fürs ZDF Streamingportal: 5×20 Minuten ausschließlich von den Protagonisten erzählt. Heißt: Ohne einordnenden Text.

Eine neue Erzählform, mit der Haltung: wenn eine Geschichte gut erzählt ist, braucht es keinen Kommentar der Autorin. Die Zuschauer können und sollen sich selbst ihre Meinung bilden.

Zusätzlich gibt es – leicht abgewandelt, aber aus dem gleichen Dreh-Material – 5×15 Minuten, die vom 6.-10.10. im ZDF-Mittagsmagazin gesendet werden (also im TV). Jeweils um ca. 12:40 Uhr.  

Zusätzlich machen wir noch eine ZDFreportage – Länge ca. 30 Minuten – der Sendetermin ist aber erst Anfang nächsten Jahres.“

Hier die Pressemitteilung des ZDF zu dieser Sendereihe:

„Wozu noch ackern? – Landwirtschaft in Gefahr“
Neue Dokuserie im ZDF-Streaming-Portal
Ab Freitag, 3. Oktober 2025, 10.00 Uhr, im ZDF streamen
Von Montag, 6., bis Freitag, 10. Oktober 2025,
zwischen 12.10 und 14.00 Uhr im ZDF-Mittagsmagazin
Wozu noch ackern? – Landwirtschaft in Gefahr
Film von Patricia Schäfer und Anna Gürth

Die Milch im Kaffee, der Zucker darin, die Wurst auf dem Brot und der Salat
auf dem Teller: Das alles kommt von einem Bauernhof. Und ist für die
meisten von uns selbstverständlich. Aber wie diese Lebensmittel hergestellt
werden, was dafür täglich zu leisten ist und wie leicht eine Ernte verloren
gehen kann – das wissen die wenigsten.
Die Serie „Wozu noch ackern?“ begleitet vier Höfe in Bayern und Baden-
Württemberg fast ein Jahr. Von der Aussaat bis zur Ernte, vom Almauftrieb
bis zum Almabtrieb. Das Ziel: Nicht über, sondern mit Landwirten sprechen,
die ihren Alltag zeigen, Sorgen und Nöte, Freuden und Erfolge. Dabei geben
sie seltene Einblicke: Vom Inneren eines Tiertransporters, der Geburt von
Ferkeln und Kälbchen und wie man dem Borkenkäfer zu Leibe rückt. Immer
mit der großen Frage: Lohnt sich Landwirtschaft heute noch?

Der Eulenhof in Dogern, Baden-Württemberg
Matthias Kuhn (34) hat einen Bio-Hof übernommen – ohne Eigenkapital.
Hohe Schulden, hohes Risiko – für den Traum vom nachhaltigen Gemüsebau.
Als Leiter des Eulenhofs trifft sein Idealismus auf die harte Realität. Der
Preisdruck von Supermärkten und Discountern ist riesig, viele Kunden
wollen das Geld nicht ausgeben, das ein Salat aus seinem Bio-Anbau kostet.
Eine Zerreißprobe für den jungen Familienvater. 80 verschiedene Sorten,
Vielfaltsgemüsebau, keine Pestizide – geht das überhaupt noch? Oder sind
kleine regionale Betriebe bald Geschichte?

Der Dengel-Hof in Rettenberg bei Oberstdorf im Allgäu
Der Hof von Andreas Dengel (46) ist seit 600 Jahren in Familienbesitz. Er
hält die Tradition aufrecht: Seine Kühe sind im Winter im Stall angebunden
und den ganzen Sommer auf den Bergweiden. Milchwirtschaft wie seit eh
und je. Doch neue Haltungsvorschriften könnten das Aus für seinen Hof
bedeuten. Wird er den Betrieb mit traditioneller Alpwirtschaft an seine
Kinder weitergeben können?

Der Hof der Steinbergers im niederbayerischen Großklöpfach bei Straubing
Nach dem Abitur wollte Barbara Steinberger (27) eigentlich Kunst oder
Modedesign studieren – doch der elterliche Ackerbaubetrieb ging ihr nicht
aus dem Kopf. Seit diesem Jahr ist sie als Betriebsleiterin auf dem
Steinbergerhof voll eingestiegen. Zwischen dem Generationenkonflikt mit
Vater Alfons, Bangen um die Zuckerrüben und ihrem Influencer-Dasein steht
für die junge Ackerbäuerin eins immer an erster Stelle: Ihre Passion für die
Landwirtschaft.

Der Donhauser Hof in Kümmersbruck, am Stadtrand von Amberg in Bayern
Schweinebauer Simon Donhauser (32) muss sich überlegen, wie er seinen
Hof für die Zukunft aufstellen kann. Die Ferkelzucht allein rechnet sich nicht
mehr. Er setzt auf Fischzucht und will eine große Aquaponik-Anlage bauen,
in der Fisch und Gemüse gemeinsam gezüchtet werden. Doch die Nachbarn
sträuben sich. Muss er seinen Plan begraben oder findet sich eine Lösung?
In der fünfteiligen Serie „Wozu noch ackern?“ erzählen die Bauern ihre
Geschichte(n) – und erlauben uns so einen exklusiven, ungefilterten Einblick
in ihre Welt.

Wir dürfen gespannt sein. Ich bin es. 

Nachtrag: Die erste Folge ist online schon verfügbar

https://www.zdf.de/video/reportagen/wozu-noch-ackern-landwirtschaft-in-gefahr-100/landwirtschaft-bauernhof-herausforderungen-ernte-bilanz-100

(Aufrufe 3.560 gesamt, 1 heute)

112 Kommentare

  1. Smarti sagt

    Lohnt sich ackern noch ?
    Für den Lidl-Gründer Schwarz ganz bestimmt, er ist der reichste Mensch Deutschlands. Im letzten Jahr hatte er sein Vermögen um „magere“ 3 Milliarden Euro gesteigert.
    Dies ist bestimmt auch der Grund, dass der Gründer von Lidl und Besitzer von Kaufland sich die teure Butter nicht mehr leisten kann !
    Deshalb hat er den Butterpreis als erstes gesenkt, ach was, ins Bodenlose runtergedrückt.
    Alle anderen Lebensmittelhändler freute es und zack war der Butterpreis unten und damit der relativ faire (aber immer noch nicht vollkostendeckende) Milchpreis stark in Gefahr.
    Warum konnte das passieren ? Man faselt von „zuviel Milch auf dem deutschen Markt“ – stimmt das ? Nein ! Im November 24 grassierte die Blauzungenkrankheit unter den Milchkühen und es gab einen statistischen Knick in der Milchanlieferung… und diese Tragödie (nichte wenigen Betrieben hat diese Krankheit schon das Genick gebrochen) nimmt Herr 40 Milliarden-Lidl zum Grund, den Landwirten mal eben so um viele Millionen Milchgeld zu prellen.
    Es ist nicht sehr viel Milch da, ein Prozent unter der Vorjahreslieferung, bereinigt um die Blauzungendelle. Die Molkereien kommen kaum mit der Lieferung der Butterbestellungen an – aber nur die Eigenmarken ( die Sklavenartikel ).
    Markenprodukte wie Schwarzwaldmilch, die mit dem fairen Milchpreis – bleiben nämlich jetzt noch mehr im Regal liegen.
    Lidl lügt. Und die letzten noch verbliebenen Milchbauern werden dagegen anstinken. Nur leider reichen dafür selbst unsere gut gefüllten Güllelager nicht ;).
    Ich werde zukünftig nicht mehr in Lidl einkaufen. Denn Lidl war dieses Mal der Erst – der Erste, der, um ein paar Milliarden zu gewinnen, ein paar Milchbetrieben das Genick bricht.

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  2. Bernd L. sagt

    Dann wünsche ich der Frau Schäfer viel Glück für ihre Sendung, und dass sie ihren Redakteursjob behält, obwohl sie nach eigenem Bekunden auf Framing verzichten will. Vor nicht langer Zeit hat hier Bauer Willi eine andere Fernsehsendung gelobt. Dort hat eine Redakteurin auch über die Landwirtschaft ohne Framing („Einordnung“) berichtet.

    Diese Redakteurin wurde inzwischen vom NDR gefeuert. 250 „Kollegen“ hatten gegen sie protestiert. Nicht wegen der LW-Sendung, sondern weil sie vorher über ein anderes, strittigeres Thema berichtet hatte. Genau so wie bei der LW-Sendung: keine Kommentar, beide Seiten zu Wort kommen lassen. Das war allerdings bei einem Thema, wo die ÖRRs nur eine Sichtweise zulassen.

    Bei Frau Schäfer kann das Berichten ohne Framing gut gehen, solange sie bei dem vergleichsweise unverfänglichen Thema Landwirtschaft bleibt. – Ich verstehe, dass für Bauern die Landwirtschaft hochbrisant und explosiv erscheint. Im Vergleich zu einigen anderen Themen und aus dem Blickwinkel von Öffentlichkeit ist sie das nicht.

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  3. Andi sagt

    @Kemetbauer, man könnte aus jedem Bundesland über einen Betrieb berichten, und trotzdem würde man „die“ Landwirtschaft nicht annähernd darstellen können. Also was soll ihre dauernde Mäkelei?

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  4. Limes sagt

    im Forum wird teilweise darauf verwiesen die bayrischen Betriebe seien zu klein oder haben gar nur ein Bruchteil der Größe der Ostbetriebe also nicht interessant, eine „anders geartete ldw. Welt“. Sind Betriebe in dieser Region uninteressant bzw ist die Betriebsgröße ein Indikator für Innovation oder erfolgreiche Unternehmertum? Nein sicher nicht dazu mal zwei Bsp aus der Branche:
    Mitte der 70er hatte ein bayrischer Landwirt im Gäuboden eine Idee. Mit Engagement und wohl auch Beharrlickeit sowie Risikobereitschaft hat sich daraus die Firma Holmer/Ropa Weltmarkterführer bei Rübenvollerntern entwickelt. Die kennen und nutzen sicher auch viele „Großbetriebe“ in anderen Himmelsrichtungen. Die „kleinen Landwirte“ haben sich dort und in anderen Gebieten im Süden schon früh in Gemeinschaften organisiert von Ernte bis zur Anlieferung. Das blieb anderen Regionen sehr lange verborgen oder es wurde nicht ernst genommen man drehte lieber seine Runden mit Einreihern.
    Ein weiteres Bsp für Landwirte aus dem Süden ist die Familie Horsch die Mitte der 80er Maschinen zur pfluglosen Bodenbearbeitung entwickelte und heute ebenfalls ein global Player ist. Deren Verfahren und Maschinen werden heute ebenfalls in grösseren Betrieben aller Himmelsrichtungen eingesetzt.
    Mal provokant gefragt sind die Grossbetriebe woanders einfach zu satt und selbstgefällig um neue Technologien zu entwickeln und selber zu vermarkten oder fehlt es ihnen gar an Ideen?

    zu dem Ackerbaubetrieb Steinberger im Gäuboden (fruchtbarer Lösslehm) habe ich folgendes gefunden, könnte evtl auch interessant sein für andere Regionen aber nur wenn man bereit ist über den Tellerrand zu schauen und in eine „anders geartete ldw. Welt“ zu blicken
    https://blog.moderne-landwirtschaft.de/mehr-umweltschutz-mit-ki-auf-dem-acker/

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  5. Richard sagt

    Es sind Reportagen, wie sie vor 60 Jahren auch gemacht wurden, ohne weitere Kommentare. Es zeigt das Leben in der Landwirtschaft, aber kaum mehr. Ich verstehe auch die Kommentare hier, von positiv bis negativ.
    Die vorgestellten Beispiele zeugen von viel Herzblut und Engagement, aber auch ich muss fragen, wie steht es um die Entlohnung? Meine Vermutung ist, dass alle deutlich unter dem Mindestlohnniveau arbeiten. Wenn ich es genau betrachte, so arbeiten wohl alle Landwirte in Deutschland unter dem Mindestlohn. Denn kaum jemand thematisiert den staatlich verordneten Raubbau an Grund und Boden mit dem Entzug von Mineralien und auch organischer Masse.
    Dazu kommen die ganzen, oft unangemeldeten Kontrollen, die viel Zeit kosten und besonders auch an der Psyche zerren. In meiner Bio-Zeit waren es bis zu fünf im Jahr. So verstehe ich auch meine Kinder, von denen niemand den schuldenfreien Hof, der nach Grundvermögen zu den Großen im Landkreis gehört, übernehmen will. Keiner will sich einen Klotz ans Bein binden, PETA und andere verrückte Stalleinsteiger und ähnliches riskieren. Man kämpft gegen unsichtbare Feinde, die durch Stimmungsmache die Betriebsentwicklung bekämpfen, nachts Technik sabotieren und gegen Zeitgenossen und öffentliche Stellen, die auf Paragraphen reiten können, weil sie ihre finanziellen Mittel aus anderen Quellen beziehen.
    Ich habe Respekt vor diesen Menschen hier, die sich der Öffentlichkeit stellen und ihre Leidenschaft leben, denen ihr Beruf auch Berufung – wie es eigentlich sein sollte – ist. Was ich als Landwirt an Lebenserfahrung mitgenommen habe ist, dass man als Landwirt auf eines nicht zählen darf: Die Gesellschaft! Entweder man wird von ihr belächelt, oder sie ist einem das Erreichte neidig!
    Mal sehen, was die Zukunft bringt. Bei uns gibt es schon viele Dörfer ohne Tierhaltung und Vollerwerbslandwirte. Und sie werden laufend mehr.

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    • Patricia Schäfer sagt

      lieber Richard, Danke für Ihren Kommentar – der ja nur bestätigt, wie wichtig genau so eine Doku wie „wozu noch ackern?“ ist. Sie richtet sich nämlich an die Teile der Gesellschaft, die Landwirte nicht schätzen, wie sie es verdienen. Deshalb zeigen wir den bäuerlichen Alltag, so ungefiltert wie möglich.
      Dass das für Sie nichts Neues ist, liegt in der Natur der Sache. Aber für viele Menschen außerhalb der Landwirtschaft bringt es den einen oder anderen Erkenntnisgewinn. Und fördert dadurch Verständnis und Respekt seitens der Gesellschaft. Das ist das Ziel unserer Doku-Serie.

      Danke auch für Ihren Hinweis mit dem Mindestlohn: In einem begleitenden Artikel auf der ZDFheute App weise ich u.a. darauf hin, dass Landwirte häufig unter Mindestlohn arbeiten:
      https://www.zdfheute.de/wissen/bio-boom-gemuese-obst-erzeuger-supermarkt-100.html

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          • Ex-Baumschuler sagt

            Eigentlich muss man gegen jeden Gebührenbescheid innerhalb der Frist Widerspruch erheben, dann ist man raus aus der Nummer. Ich war bislang zu faul dazu.

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          • Richard sagt

            wird halt nicht liquide sein. Ich kenne Betriebe, die haben 70 Kühe plus Nachzucht übernehmen noch Lohnarbeiten und gehen in Teilzeit zur Arbeit, weil sie ansonsten ihre Sozialversicherungsbeiträge nicht zahlen können.
            Wer einen gewissen Kapitalstock hat, der bekommt keine staatlichen Förderungen für Investitionsmaßnahmen und wer das Geld nicht hat, muss sich über alle Ohren verschulden. Der erste lässt die Investition, weil die Abschreibung damit zu hoch ist und der andere begibt sich in eine Tretmühle, aus der er nicht mehr kommt: So ein junger Bursche, Familie mit einem kleinen Kind, ebefalls so 70 Kühe muss noch als Betriebshelfer arbeiten, damit er seinen Kapitaldienst leisten kann. Seine Mutter meinte, er schafft es bis zu seiner Rente nicht, die Verbindlichkeiten abzutragen. Sollte der Milchpreis jetzt um die erwarteten 15 Cent fallen, dann wird es ernst.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Ich muss jetzt nicht einem „Unternehmer“ den Unterschied zwischen einem Lohnabhängigen und einem Selbstständigen erklären, oder?
            Wer als Unternehmer einen Stundenlohnanspruch als Maßstab nimmt, der ist in meinen Augen kein Unternehmer.

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            • Richard sagt

              Ist ein Landwirt ein Unternehmer? Es wird immer so dargestellt, aber in keinem anderen Beruf gibt es derart viele staatliche Fesselungen wie hier! Das beginnt schon damit, dass er nicht völlig gleichgestellt mit z.B. einem Kaufmann ist, auch gewerbliche Vorzüge werden ihm teilweise vorenthalten. Dann ist er pflichtversichert in den Sozialversicherungen ohne Chance auf Entkommen. Auch würde kein Unternehmer etwas produzieren und dann anderen überlassen müssen, die dann später den Wert diese Ware festsetzen. Und kommen Sie mir nicht mit Verträgen und Absicherungsgeschäften. Alles durchexerziert. Die haben eine Marktmacht und können Dich jederzeit im Regen stehen lassen. Selbst die verantwortlichen Berufskollegen in den Genossenschaften sehen in den Genossen eher lästige Konkurrenten denn als Kollegen, die dieselben Interessen haben und sind oft noch politisch unterwandert. Letzteres hat schon mein Vater bei der Südfleisch erfahren müssen.

              Zu solchen Bedingungen würde kein echter Unternehmer oder Selbstständiger arbeiten.

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              • Reinhard Seevers sagt

                KI sagt:“Landwirte sind als Betreiber eines landwirtschaftlichen Betriebs Unternehmer, die eigenständig wirtschaftlich handeln. Sie sind unternehmerisch tätig, auch wenn die Landwirtschaft keine traditionelle Gewerbeform ist. “
                Aber ist auch egal…..Bauer, Landwirt, Unternehmer, Agrardesigner oder Subventionsempfänger, je nach Wunsch und politischer Sichtweise kann sich ja heute jeder fühlen, wie ermöchte. ✌️🥳

  6. Kemetbauer sagt

    Vier süddeutsch geprägte Betriebe, haben für mich keine Aussagekraft. Ich muss nicht unbedingt in eine anders geartete ldw. Welt blicken.

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    • Bauer Willi sagt

      @Kemetbauer, was hat für Sie eine Aussagekraft? Wen bringt Ihr Kommentar weiter?
      Si tacuisses…

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      • Kemetbauer sagt

        Was hat das Format für eine Aussagekraft, wenn die gezeigten Betriebe, aufgrund ihrer räumlichen Lage, die deutsche Landwirtschaft strukturell gar nicht widerspiegeln? Die bayerischen Betrieb haben eine Größe von durchschnittlich 37 ha. Sie sind damit halb so groß wie der durchschnittliche gesamtdeutsche Betrieb und gerade mal ein Fünftel so groß wie die Ostbetriebe. Was haben also die Aussagen der süddeutschen Betriebsleiter mit der Realität im ldw. Rest der Republik zu tun?

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        • schmeckt gut sagt

          Kemetbauer, tun sie nicht so großspurig. In Süddeutschland finden wir nicht die größten Betriebe, aber von der Anzahl her sind sie schon wichtig. Und sagen sie jetzt nicht „werden eh verschwinden“. Genau darum geht es nämlich.

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          • Reinhard Seevers sagt

            „Und sagen sie jetzt nicht „werden eh verschwinden“. Genau darum geht es nämlich.“

            Jetzt kommen wir einer tieferen Diskussion näher.

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            • Brötchen sagt

              quasi ne Tiefenbohrung…😁🤔💪

              ich bin total related, wie man heute so sagt

              letztens ne Sendung gesehen da ging’s um Microfarmen ….100 Tsd Umsatz im Jahr mit Salat…nicht mit gold waschen…

              salat 1 €

              Arte oder so

            • Peter sagt

              Sind halt Tourismus-Unternehmen mit angeschlossener Landwirtschaft, können gerne weitermachen und die Fördertöpfe der Tourismusbranche nutzen. Die Vollerwerbsbetriebe jeder Größe sollten so ausgestattet werden, dass der Laden funktioniert. Insbesondere sollten Instrumente geschaffen werden, dass §1 Satz 2 Landwirtschaftsgesetz greift.

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        • Patricia Schäfer sagt

          Lieber Kemetbauer,

          die Doku-Serie „wozu noch ackern?“ erhebt gar nicht den Anspruch, die Landwirtschaft in ganz Deutschland zu zeigen. Dennoch sind die Herausforderungen, die diese vier Landwirte zu meistern haben, beispielhaft für viele Menschen auch auf anderen Höfen.

          Ich hätte die eierlegende Wollmilchsau gerne präsentiert – aber es gibt sie nicht. Wir mussten eine Auswahl treffen. Also haben wir so gut gemischt wie möglich: 2 konventionelle Betriebe und 2 Bio-Betriebe, 2 Tierhalter und 2 Acker- bzw. Gemüsebauern begleitet. Und eine Sonderkultur.
          Aus Gründen der schnellen Erreichbarkeit im Süden, Bayern und Baden-Württemberg. Denn wie soll ich rechtzeitig zur Mohnernte da sein, wenn der Erntetermin erst am Vorabend festgelegt wird und der Hof am anderen Ende der Republik liegt? Oder bei einer Kälbchengeburt?
          Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen damit beantworten.

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          • Kemetbauer sagt

            @PS
            Moin Frau Schäfer und vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider lässt der mich etwas ratlos zurück. Sie produzieren für einen bundesweit agierenden Fernsehsender, unter einem Titel ohne regionale Begrenzung, nahezu gerade einmal lediglich in Ihrer quasi Nachbarschaft?

            • Bauer Willi sagt

              @Kemetbauer
              Frau Schäfer hat es doch nun wirklich für jeden verständlich erklärt: wegen sehr kurzfristiger Termine hat sie Betriebe ausgewählt, die innerhalb von wenigen Stunden erreicht werden können. Wenn Sie selber Landwirt sein sollten müssten Sie doch wissen, wie schnell sich die Situation im Feld ändern kann.
              Sie hat die Betriebe über ein ganzes Jahr begleitet, da ist die örtliche Nähe einfach von Vorteil.
              Sind Sie jetzt immer noch ratlos?

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              • Kemetbauer sagt

                @BW
                Ja, irgendwie schon. Ich habe mir jetzt knapp zwei Folgen angeschaut. Sehr beeindruckt hat mich der Betrieb Donhauser. Sehr professionell geführt von einem Betriebsleiter, der sein Faible für die Schweinezucht ansprechend rüberbringt. Leider sieht er die Zukunft für sich und seine Familie allerdings nicht in diesem Produktionssystem. Sehr positiv aufgefallen ist mir die Internet-Präsenz des Betriebes, die auch schon einen Ausblick auf die gewünschte Zukunft vermittelt. Wirklich ansprechend und hochwertig gemacht. Hut ab!
                Der Ackerbaubetrieb mit latentem Generationswechselproblem dürfte wohl nicht reibungslos durch die nächsten Jahre kommen. Mit 19 Kühen, von denen die Familie nach Auskunft der Bäuerin nicht leben kann, dürfte das Überleben des Hofes zukünftig allein vom Tourismusbetrieb geprägt sein. Ob da dann noch weiterhin gemolken wird, halte ich für sehr fraglich.
                Ziemlich blauäugig und in sich widersprüchlich kam mir der Gemüsebaubetrieb vor. Wer selbst vegetarisch lebt, wird es schwer haben, wenn es um die Vermarktung von Fleisch geht. Authentizität ist ein Schlüsselbegriff, wenn man erfolgreich direkt vermarkten will. Und allein der Wunsch, dass die Kinder auf einem Hof aufwachsen sollen, wird da wohl nicht tragen.
                Insgesamt betrachtet, haben alle Betriebe ihre Probleme und eine nicht ganz klar abzusehende Zukunft. Vermitteln wir da den richtigen Eindruck?

      • Peter Schubert sagt

        @ BW So wie Sie hier wiederholt Ihr Küchenlatein bei Ihnen mißliebigen Kommentaren einstreuen, hat man Grund zur Annahme (und nicht nur zur aus der Luft gegriffenen Unterstellung), dass Sie ganz gern hätten, dass der Eine oder Andere aufhört hier zu kommentieren.
        Bei solchen Auftritten kriegt man echt Zweifel an Ihrem postuliertem Blogzweck und den Wert Ihrer selbstgesetzten Regeln und noch ein paar Dingen mehr …..

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        • Bauer Willi sagt

          @Schubert
          Warum beleidigen Sie mich schon wieder? Macht Ihnen das Spaß? Glauben Sie, dass mich das motiviert, diesen Blog weiter zu betreiben? Möchten Sie mich zur Aufgabe bringen?

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        • Ex-Baumschuler sagt

          @Peter Schubert und an die Daumenheber: Sind Sie noch ganz dicht?

          Die Meinungsfreiheit, die Freiheit von Zensur hier im Forum ist ein Alleinstellungsmerkmal von geradezu historischer Qualität. Höchstens fünf solcher Foren habe ich im gesamten, Internet-affinen Leben genutzt, und kaum eins davon gibt es noch. Ihr wisst gar nicht, was für ein Privileg ihr hier genießt. Kommende Generationen werden solche Freiheiten nicht mehr kennenlernen. Für solche gemeinnützigen Projekte kann man ins Buch des Lebens geschrieben werden (also keine Sorge beim nächsten Herzinfarkt, @Willi). #willi4bundesverdienstkreuz

          Und wenn der Inhaber, Moderator, Themenlieferant und Interessent an eigenen Belangen bei manchen Kommentaren „Bauchschmerzen“ kriegt, dann darf und auch soll er das auch äußern, schon aus menschlichen Gründen. Und Kritik und „Das macht was mit mir, tu mir nicht weh“ ist eine sehr milde Form der Moderation.

          Und, was für Demokraten seid ihr eigentlich? Könnt keine Kritik ab? Labert dummes, freches Zeug und reagiert empört auf selbst sanfte Lenkungen, als ob alles euch gehören würde? Es ist ein Privileg und eine zivilisatorische Errungenschaft, hier lesen und schreiben zu können; das muss man schon im Hinterkopf haben, sonst mangelt es einem wohl selbst an Würde.

          Und, welche anderen weitestgehend zensurresistenten und meinungsfreien Foren gab und gibt es im deutschsprachigen Raum? Wo zudem, wenn man einmal als „vertrauenswürdig“ freigeschaltet ist, die Kommentare ohne weitere Prüfung sofort erscheinen und danach auch nicht mehr gelöscht werden? Wo rechtlich sogar der Betreiber haftet? Wo die eigenen Kommentare und Einschätzungen eine enorme Reichweite erlangen und teilweise sogar etwas bewegen? – Bekommt man da nicht ein bisschen Respekt und Ehrfurcht?

          P.S.: Und manche der Heulsusen wollen wahrscheinlich auch noch kriegstauglich werden („Bunker nur für Geimpfte“). Jammerlappen. – Fragt Anthony Lee, der da schon als Offizier im Nahkampf unterwegs war. Im Unterschied zu Willi würde der euch mal einen blasen. Aber von hinten.

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          • Smarti sagt

            Ex-Baumschuler, Danke und Respekt für Deinen tollen Kommentar. Dem schliesse ich mich zu 100 Prozent an.

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          • Bauer Willi sagt

            @Ex-Baumschuler.
            Danke. Einfach danke. Den 3. Herzinfarkt brauche ich wirklich nicht.

            Und an @Schubert: Ich habe in den letzten 10 Jahren, die es diesen Blog gibt, 28 Personen blockiert. In den letzten 2 Jahren niemand mehr. Wenn Sie weiterhin die Spielregeln missachten, wird sich das ändern.

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  7. Dr. Angelika Halama sagt

    Meines 90jährigen Mannes Großvater war noch Bauer und auch einige meiner Verwandten waren Landwirte. Ich, Mitglied bei den Landfrauen, habe meine ersten zwölf Lebensjahre auf dem Land gelebt und vor 25 Jahren über ein mit Landwirtschaft verknüpftes Thema als Geograph promoviert. Das zu meinem Interesse an Landwirtschaft.
    Bei mediathekviewweb.de habe ich gestern bereits alle fünf Folgen gefunden. Nach dem Anschauen der ersten Folge konnten mein Mann und ich nicht aufhören. Wir fanden es wohltuend, nur die Menschen zu hören und zu sehen, die selbst unmittelbar mit der Landwirtschaft zu tun haben, und nicht dazu irgendwelche Kommentare von Leuten, die ihre gesellschaftsverändernde und allein seligmachende Botschaft transportieren wollen. Ich wünsche den Filmen viele, viele Zuschauer, besonders in den Großstädten.

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    • Ex-Baumschuler sagt

      „und nicht dazu irgendwelche Kommentare von Leuten, die ihre gesellschaftsverändernde und allein seligmachende Botschaft transportieren wollen.“

      Was hat denn Dunja Hayali damit zu tun?

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    • Patricia Schäfer sagt

      Liebe Frau Dr. Halama,
      das freut mich sehr – Sie bestätigen damit, dass auch ankommt, was wir mit der Doku-Serie „wozu noch ackern?“ erreichen wollten: Verstanden werden und verstehen lassen – ohne eingesprochenen Kommentar.
      Ich möchte an dieser Stelle das Feedback einer jungen Nebenerwerbs-Bäuerin teilen, die wir in unserer letzten Doku zur Landwirtschaft getroffen haben:
      „Ich bin ganz bewegt. Ihr habt wieder ganz viel Vertrauen zu den gezeigten Menschen aufgebaut und stellt die Lebensrealität so greifbar und verständlich dar. Mir kamen stellenweise die Tränen. Und das Vater-Tochter-Gespann erinnert mich ein bisschen an meinen Papa, wie um den cm Reihenabstand bei der Rübe gehakelt wird 😉 Ich schaue mir alle Folgen heute nochmal mit meinen Eltern an!“

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  8. Smarti sagt

    Ich habe mir die erste Sendung angeguckt und mir gefällt das Format. Der Film zeigt keine auf Hochglanz geputzten Höfe, die mit ausserlandwirtschaftlich erarbeitetem Geld modern und schick ausgestatter sind. Sondern es sind Familien, die für ihren Traum vom eigenen Hof Alles geben was sie haben.
    Für viele Zuschauer und auch Landwirte mögen einige Bilder vielleicht etwas „von gestern“ sein, das ist es aber nicht. So viele Landwirte kämpfen um jeden Euro, um die Angestellten zu bezahlen oder um Tierarzt, Strom und Wasserrechnung zu begleichen. Der Lohn dafür ist der Stolz auf das Geschaffte. Das „Kleine, das Tagwerk, die Müdigkeit am Abend“ und auch das „Grosse Ganze“, wenn die ganze Familie sowie Freunde und Angestellte zusammen den selbst vorgezogenen Spinat setzen.
    Ich konnte mich bei jeder Familie ein klein wenig wiederfinden. Den ganzen Tag seine Rinder den Berg rauf schieben, froh und zufrieden sein, wenn alle abends gesund nach Hause kommen.
    Das manchmal genervt sein, wenn jemand die Preise der Ware bekrittelt, dann „soll er doch seine Scheiss-Kirschen bei Aldi kaufen“ um gleich danach den Hofladen zu erweitern.
    Dieser Schock, diese vielleicht auch kleine Resigniertheit, wenn man fest stellen muss, dass ein Grossteil der Dorfbewohner gegen Fische und Gemüse sind. Was zum T. kann man denn gegen Fische am Dorfrand haben ?!
    Auch das Vater-Tocher Ackerbauergespann hat mich zum Lachen gebracht, 19 oder 21 cm, einfach köstlich 🙂 .
    Der Film lebt von dieser Natürlichkeit, wenn man selber auch jede Situation kennt, bemerkt man natürlich auch eine gewisse Melancholie – solche Höfe werden immer weniger.
    Danke für diese tolle Arbeit, an Alle die mitgewirkt haben.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ich bekomme es immer noch nicht ganz zusammen. Der Titel heißt:“Wozu noch ackern.“
      Die Doku lässt Eindrücke ohne Kommentierung zurück. Für wen werden diese Eindrücke den Bezug zum Titel herstellen? Für Außenstehende, fachfremde? Ich habe eher den Eindruck es ist eine Art Betrachtung alter Fotoalben. Retrospektive „melancholische“ Selbstbetrachtung.
      Nochmal die Frage: Was ist die Intention der Beiträge?

      • Smarti sagt

        Herr Seevers, sobald ich kann werde ich die anderen Folgen ebenfalls gucken und dann versuchen, Ihre Fragen zu beantworten. Nach der ersten Folge will ich mich noch nicht fest legen.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ich glaube nicht, das der Betrachter die Intention erklären kann. Der Betrachter wird lediglich seine mit dem Beitrag hervorgerufenen Gefühle ausdrücken können. Die Absicht der Beitragserstellung kann nur der Erstellende erklären. Es sollen ja bestimmte Emotionen angesprochen werden, keine Fakten und Zahlen.

          • Richard sagt

            Was sind Zahlen und Fakten. Sicher sind da einmal die Zahlen in der Buchhaltung und Bilanz gemeint. Aber die sind dehnbar, Gewinn z.B. ist das, was man vor dem Finanzamt nicht verbergen kann. Aber es spiegelt z.B. nicht die Zukunftsfähigkeit des Ackerbodens wider. Niemand erfasst bzw. kann erfassen die Mikronährstoffe. Ebenso schwächt die Düngeverordnung die Bodenfruchtbarkeit zugunsten des Gewinns. Der Staat schichtet praktisch in der Bilanz um und führt verdeckt Umbuchungen aus dem Bestand in die GuV aus. Mit der Konsequenz der Steuerpflicht auf den Gewinn.

            • Inga sagt

              Das Landesamt hat ein Bodenlabor, da kannst du eine Bodenanalyse machen lassen, auch für deinen Garten. Und der Boden muss für die zukünftige Nutzung lebendig gehalten werden.

              Ja, der Staat putscht den Ertrag, weil er seine Steuerzahler billig satt haben will, damit er mehr konsumieren kann. Bringt mehr Steuergelder.
              Deswegen die Grüne Revolution 1950, damit die Ostflüchtlige nach dem Krieg hier auch satt wurden.

              Ihre Nachkommen kritisieren jetzt das moderne High Tech aus dieser Grünen Revolution.

      • Limes sagt

        „Was ist die Intention der Beiträge?“
        Auf der Meta Ebene interessant für alle die ohne vorgefertigtes Vorab Framing Interesse daran haben zu sehen und hören wie Landwirte arbeiten, sich selber ein Bild machen wollen. Aber wen es partout nicht interessiert, wem das Format nicht gefällt bzw es nicht versteht der kann ja die Programmtaste drücken und ein alternatives Programm mit ihm genehmen Format wählen oder sich anderen Themen widmen.
        P.S. Vielen Dank an die Familien Kuhn, Dengel, Steinberger und Donhauser für den Einblick in ihre Lebenswelt und der Autorin Fr Schäfer für das gewählte Format mir hat es sehr gut gefallen.

        9
        • Reinhard Seevers sagt

          OK, und wie passt dann die Überschrift dazu? Woran erkennt der ungeframte interessierte Zuseher die Gefahr?

  9. Jürgen Donhauser sagt

    Ich habe mir gerade die Kommentare durchgelesen und den Eindruck, die meisten haben gar nicht alle Folgen der Sendung bis zum Ende angesehen.
    Ich war am Anfang auch skeptisch als Simon mit dieser Anfrage um Ecke kam. Zu oft wurden wir in Sendungen schon unrealistisch – nein, bewußt falsch dargestellt. Mit jeden Drehtag am Betrieb konnten wir aber sehen, dass dieses Konzept von Patricia absolut fair war, und die Situation auf dem Betrieb unverfälscht und realistisch darstellt. Wie kann man etwas noch authentischer darstellen als wenn man über ein ganzes Jahr die Betriebsleiter auf ihren Höfen begleitet und nur Sie zu Wort kommen läßt? Jetzt, nachdem ich die fertigen Folgen gesehen habe, beschämt es mich fast, dass ich vorher dem Projekt so misstrauisch begegnet war. Für mich ist es eine klasse Arbeit von Patricia und ihren Team! Vielen Dank für diese Erfahrung

    11
    • Patricia Schäfer sagt

      Das freut mich sehr zu hören, , lieber Jürgen Donhauser! Danke für Euer Vertrauen und eure Offenheit – ohne die diese Doku-Serie und diese Nähe nicht möglich gewesen wären. Simon hat uns wichtige Einblicke gewährt – und zeigt, mit welch großem Engagement junge Landwirte unterwegs sind, trotz aller Widrigkeiten!
      Beste Grüße zum Donhauser-Hof

      2
  10. Ludwig sagt

    Wozu noch ackern ? Diese Frage stellen sich in Deutschland nicht nur die Bauern. Die Kosten werden von der Politik hochgetrieben , aber die Verkaufspreise der Betriebe , die sie brauchten , lassen sich nicht mehr durchsetzen. Wenn ich mit der Vermietung meiner ehemaligen Ställe mehr Einkommen erzielen kann , als wenn dort noch Produktion stattfinden kann, dann stimmt etwas nicht mit dem Rahmenbedingungen. Leider träumen unsere „Eliten“ von Dingen , die sie im Wolkenkuckkucksheim erdacht haben. Langsam müßen auch die in Berlin und Brüssel merken , wenn um sie herum überall Leute entlassen und Produktionsstätten geschlossen werden , daß der jetzige Plan nicht aufgehen kann. Es kommt mir so vor wie an den letzten Tagen der DDR. Heute noch die großen Siegesfeiern und einige Tage später bricht alles zusammen , weil man die Realitäten aus ideologischer Verbortheit nicht sehen wollte. Unsere Herrschaften machen es genauso und werden genauso scheitern , denn unsere Mitmenschen sind leidensfähig , aber von heute auf morgen kann der Funke zünden und dann gute Nacht. Die mediale Zerschlagung unserer Bauerndemos hat denen schon ganz schön den Angstschweiß auf die Stirn gebracht . Leider haben die Mitbürger nicht mit gemacht. Deshalb müßen wir im Winter wieder los und dann werden alle mitmachen , denn so kann es nicht weiter gehen. Die politische Klasse produziert hier einen Zusammenbruch der nicht mehr hinnehmbar ist.

    24
    • Richard sagt

      Das sehe ich auch so. Nur der Flurschaden ist nicht mehr zu reparieren. Die Strukturen sind soweit zerstört, dass das nicht mehr reaktiviert werden kann. Wird ja ein paar Mal in den Sendungen angedeutet: Handwerke sind kaum zeitnah zu bekommen, Personal ist sehr knapp. Wenn z.B. die eigenen Kinder nicht helfen würden, würde so manches unterbleiben.

      2
  11. Pälzer Buh sagt

    Ich lehne den ÖRR komplett ab. Aber ich muss sagen, das Konzept gefällt mir. Genau so wie „Klar“ im NDR (ehemals) und BR. Was allerdings auch Auffällt ist das Sonderkulturen keine Rolle spielen. Tabakanbau, Gemüse, Kräuter, Reben, Obst, uvm. Ausgegliche/Vielfältige Ausstrahlung findet man nicht im ÖRR (außer es ist Bio.)
    Nein, ich schaue mir die Sendung „Nicht“ an.

    4
  12. Christian Bothe sagt

    BW. Letzteres machen Sie bitte nicht, lieber BW!!! Was zählt schon eine Einzelmeinung…

  13. Ferkelhebamme sagt

    Hauptsache sie ereilt jetzt nicht das selbe Schicksal wie Julia Ruhs beim NDR 😉

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    • Bauer Willi sagt

      @Ferkelhebamme
      Da die Betriebsleiter selber reden und es keine Kommentare seitens der Redakteurinnen gibt, besteht dieses Risiko nicht.
      Außerdem sind die Beiträge sehr authentisch. Hab mir schon was angesehen und finde sie sehr gut und praxisnah.

      4
      • Peter Schubert sagt

        Die Redakteure können doch heute auch schon fürs „auswählen und reden lassen“ angegriffen und gecancelt werden.

        6
      • Stef sagt

        Man kann das aber auch ohne Kommentare so zurecht schneiden, dass irgendeine Seite daran Anstoß nimmt. Bei J. Ruhs war es ja zum Beispiel u.a. auch die Schnittführung bei Michael Kyrath, den die NDR Empörten als „handwerklich schlecht“ bezeichneten.

        6
  14. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Ist ja gut wenn so etwas gebracht wird, wie aussagekräftig es ist wird man sehen. Allerdings hat der ÖRR uns bisher Leute wie Hannes Jaennike vorgesetzt und deswegen gibt es von mir keine Vorschusslorbeeren. Der wurde jetzt zwar abgesetzt was einen gewissen Wandel signalisiert. Allerdings ist die Zielgruppe ja wohl nur Rentner, jüngere schauen kein ÖRR. Der ÖRR steht im Prinzip auf der Abschussliste und dies hier sind Rettungsversuche. Muss natürlich nicht falsch sein.

    6
    • Bauer Willi sagt

      @Heute ist alles schlecht
      Die Beiträge werden, im Gegensatz zu früher, jetzt vor allen Dingen in den Sozialen Medien gebracht. Nennt man „streamen“.
      Haben Sie vermutlich schon gemacht, oder?

      Übrigens: wenn Sie persönlich dafür sorgen, dass die Beiträge aus der Blase herauskommen, ist ja schon viel erreicht. Oder kennen Sie keine Jüngeren? 🙂
      Also nicht meckern, machen!

      5
      • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

        Ich sag ihnen mal meine Erfahrung: die Leute (auch Landwirte) meiden Politik als Diskussionsthema. Redet man zuviel davon wirkt das abstoßend. Ein Beispiel ist für mich nach wie vor Corona, durfte auch nicht diskutiert werden und alle haben sich die Giftbrühe spritzen lassen.
        Upps, jetzt wird es schon wieder abstoßend!

        6
        • Limes sagt

          habe da andere Erfahrungen. Über Politik wird gerne diskutiert zugegeben kontrovers aber das muß man aushalten können. Aber ich gebe ihnen recht mit einigen Bekannten, die bekannt sind für vorgefertigte Meinungen, weniger gern oder es wird das Gespräch gemieden bzw sehr schnell abgebrochen. Mal Überlegen warum.
          Übrigens mal zum Nachdenken fast 65 Mio (77,9 % der Bevölkerung) haben sich mit dem von ihnen abfällig „Giftbrühe“ bezeichneten Impfstoffen in D impfen lassen. Die damaligen Diskussionen waren anfangs geprägt von Neid weil manche nicht sofort geimpft werden konnten sondern Risikogruppen als erste die Impfung erhielten, was ja auch sinnvoll ist. Nach einiger Zeit blieb eine Gruppe von Verweigerern übrig die solche Wörter wie Giftbrühe oder ähnliches verwendete und aktiv gegen Menschen die sich impfen ließen ausfällig wurde. Selbst erlebt das man von Unbekannten auf dem Marktplatz einfach so angemacht wurde das habe nicht nur ich als abstossend erlebt.

          6
          • Reinhard Seevers sagt

            Geimpfte wurden gegenüber Nicht-Geimpften aber nicht strafrechtlich verfolgt und eingesperrt.
            Insofern ist die Aufregung über diejenigen, die von Giftbrühe sprachen und sprechen ein wenig anmaßend, oder nicht?

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            • Limes sagt

              Nö – das ist keine Aufregung das sind Fakten
              habe grundsätzlich etwas gegen das Wort „Giftbrühe“ wenn es dümmlich verwendet wird. Wird ja ja auch in Verbindung mit Landwirten unreflektiert als Stimmungsmacher verwendet.

              2
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          „Ein Beispiel ist für mich nach wie vor Corona, durfte auch nicht diskutiert werden und alle haben sich die Giftbrühe spritzen lassen“

          Ich war froh, dass ich die „Giftbrühe“ gespritzt bekam, meine Frau war froh, dass sie gespritzt war, als sie Corona bekam.
          Meine Schwiegermutter wäre an der Spritze froh gewesen, wenn die bereits entwickelt gewesen wäre, deshalb gab es 8 Tage Vollpension im Krankenhaus, wegen Covid-19.

  15. Christian Bothe sagt

    Sicherlich interessant! Ich hoffe die Journalisten recherchieren dazu auch in Agrargenossenschaften und GmbHs im Osten unseres Landes…

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    • Reinhard Seevers sagt

      „Die Serie „Wozu noch ackern?“ begleitet vier Höfe in Bayern und Baden-
      Württemberg fast ein Jahr. “
      @Christian

      1
      • Inga sagt

        Ja,
        das könnte ja stellvertretend für alle Bauern hierzulande sein,
        siehe Rübenanbauer

        Im Osten ist da vielleicht noch e eine Besonderheit, wegen ihrer Historie

        1
    • Limes sagt

      sehr gute Idee
      zu den Agrarggenossenschaften, GmbH`s und sonstigen Konstrukten im Osten gibt es bereits einige Beiträge. Sicher ist es für die Bauern die sich die Frage stellen „wozu noch ackern“ interessant zu sehen welche steuerlichen Möglichkeiten diese Betriebsformen hatten für ihre Entwicklung und welche sie heute haben.
      Ein Jahr lang dies im Detail in den Finanzabteilungen dieser Betriebe zu verfolgen ist sicher sehr informativ. zB in der Deutsche Agrar-Holding (DAH) aber da gibt es sicher noch andere Bsp. Jemand der ackert aber auch der Bürger können lernen wie man Steuern vermeidet und welche Möglichkeiten diese Betriebsformen haben.

      https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/ausland-kauft-deutschlands-agrarflaechen-auf-selbst-ddr-riesen-werden-zu-zwergen-li.2357771
      https://www.deutschlandfunk.de/ackerland-investoren-ostdeutschland-landgrabbing-100.html

      3
      • Christian Bothe sagt

        Limes: solange intensive Landwirtschaft auf der LN betrieben wird, ist es für mich kein Problem! Anders siehts aus wenn den Landwirten Pachtflaechen entfallen,und der Verpächter diese LN an einen Investor verkauft, damit dieser PV und Windmühlen errichten kann! Für mich ein absoluter Frevel, wenn man der Nahrungsmittelproduktion diese Flächen entzieht auch wenn es lukrativer sein sollte und ist…Da sollte der Staat aktiv werden!

        5
        • Kemetbauer sagt

          Es gilt das deutsche Eigentumsrecht. Damit ist wohl klar, wer über die Verwendung von Flächen entscheidet. Oder wollen Sie sich bei „Die Linke“ einschleimen?

    • Bauer Willi sagt

      @CB
      Patricia Schäfer hat eine gewisse berufliche Bindung nach Bayern, weil sie für das ZDF im Landesstudio Bayern angesiedelt ist. Von daher liegt der Schwerpunkt ihrer Arbeit auch im süddeutschen Raum.
      „Wes Brot ich ess…“ Aber nicht kritisch gemeint sondern nur als Erklärung, warum in dieser Serie die ostdeutsche Landwirtschaft nicht vorkommt. Der MDR hat dazu ja auch Beiträge, in denen Bayern nicht vorkommt.

      4
    • Patricia Schäfer sagt

      Auf Höfen und bei Genossenschaften im Osten unseres Landes waren wir im vergangenen Jahr unterwegs. Das Ziel damals: Höfe verschiedenster Größe in ganz Deutschland zeigen – vom kleinen Nebenerwerbs- Betrieb bis zur großen Agrar-Holding. Hier der Link: https://youtu.be/-y-_SSCNJC8?si=HwZ7My_RJYwUEDSn

      Diesmal ging es uns vor allem darum, den bäuerlichen Alltag beispielhaft zu zeigen. Ohne Anspruch auf Repräsentativität. Und sind auf Herausforderungen und Erlebnisse gestoßen, in denen sich Menschen mit Bezug zur Landwirtschaft sicher wiedererkennen werden.

      7
      • Reinhard Seevers sagt

        Frau Schäfer, ich frage mich, was ist die Metaebene der Berichtsreihe? Was ist die Absicht landw. Alltag und landw. Handeln zu präsentieren? Ist es reine Unterhaltung? Soll eine Botschaft daraus abgeleitet werden? Irgendeine Idee steckt doch dahinter. Oder ist es vielleicht einfach nur der Job und die daraus folgende Suche nach gesellschaftlichen Themen? Nur Interesse halber….

        4
        • Jürgen Donhauser sagt

          Dann antworte ich Ihnen H. Seevers. Egal welchen Kommentar Patricia eingesprochen hätte, es wäre immer von irgendeiner Seite kritisiert worden, dass durch den Kommentar eine Botschaft gesendet wurde. Deswegen fand ich die Idee klasse, nur durch die Aussagen der Betroffenen, sich selbst eine Meinung zu bilden. Ich war am Anfang skeptisch und habe dies auch Simon gesagt. Auch Patricia habe ich bei ihren Besuch gebeten, einfach nur einen fairen, realistischen und unverfälschten Film zu machen. Negative und suggestive Berichte über die Landwirtschaft haben wir schon genug. Ich finde Patricia hat das wirklich klasse gemacht!

          5
          • Reinhard Seevers sagt

            Alles gut Herr Donhauser…..ich habe Frau Schäfer nicht wegen des Inhalts angesprochen. Mich interessiert, warum es den Film gibt. Es ist ja nicht der erste und einzige zu dem Thema. Die Regionalsender bringen täglich landw. Themen. Im Verhältnis zu vor 30Jahren ist das ein Quantensprung. Aber was treibt die Journalistin oder wer treibt die Journalistin mit welcher Intention, das war meine Frage.
            Jede Geschichte hat doch eine Absicht und jeder Erzähler ein Ziel, oder nicht?

            2
            • Patricia Schäfer sagt

              Lieber Herr Seevers, tatsächlich waren es die Bauern- Demos Anfang 2024, die in mir den Wunsch geweckt haben, mehr über Landwirtschaft zu erfahren und zu berichten. Siehe die oben schon erwähnte Doku „Landwirtschaft am Limit“, die ich im Januar/Februar 2024 für den YouTube-Kanal von ZDFheute gemacht habe. Dabei habe ich erkannt, wie wenig Verständnis v.a. in der städtischen Bevölkerung für den Alltag in der Landwirtschaft besteht. Deshalb wollte ich den zeigen – und dafür ist in „wozu noch ackern?“ so viel Platz, wie man sich im TV nur wünschen kann. Sie sehen: mich treibt niemand außer mir selbst, ich habe das Thema dem ZDF vorgeschlagen und bin froh, dass wir den Raum dafür bekommen haben. Außerdem bin ich den Landwirten sehr dankbar, die mitgemacht haben und so das Verständnis fördern.
              Beste Grüße, PS

              6
    • Richard sagt

      Das wäre sicherlich interessant, auch vor dem Hintergrund, da selbst z.B. deutschlandweit gesehen große Milchviehbetriebe das Handtuch schmeissen.

  16. Reinhard Seevers sagt

    Ich hab wieder etwas zu meckern? Warum wieder BW und BY? Da schwingt schon wieder dieses Lokalkolorit mit, …..frei nach dem Motto, nur das Oktoberfest ist das wahre deutsche Kulturgut.
    Wenn die Überschrift eine allgemeine Aussagekraft haben und ein Gesamtbild abbilden soll, dann kann man doch nicht nur Beispiele aus zwei Bundesländer bringen, deren Selbstverständnis jetzt schon die Medienwelt dominieren.

    6
    • Thomas Bröcker sagt

      Ich denke, es geht erstmal um das Dilemma kleinerer Bäuerlicher Betriebe und der „bäuerlichen“ Tierhaltung. Ich finde die Auswahl schon ganz gelungen. Die „gesamte Landwirtschaft“ abbilden zu wollen ist kein sinnvolles Ziel solch einen Formates.
      Etwas zu meckern hätte ich auch: der Start mit dem kleinen Bio-Gemüsi.
      Andererseits zeigt das möglicherweise, dass gerade diese kleinen Spezialisten und „Nischler“ dem Druck des LEH überhaupt nicht gewachsen sind.
      Die SOLAWI, die ich begleite, ist (gegen meinen Rat) an dem Versuch im Bio-LEH (LPG und Co.) einzusteigen, fast zu Boden gegangen. Die dort geforderte Einheitlichkeit und Qualität kriegen solche Strukturen selten kontinuierlich hin. Und insbesondere LPG war da anfangs wirklich sehr tolerant.

      2
    • evonik sagt

      Das erinnert mich an eine alte Beobachtung. Als meine Kinder noch zur Schule gingen, habe ich PISA usw. verfolgt. Da waren BY und BW immer Spitze. Dort wo dauerhaft die SPD regiert waren immer die Schüler schlechter, die Wirtschaft lief schlechter und es gab mehr Arbeitslose. Man kann das auch bei den Fußballern beobachten. Vereine aus dauerhaft von der SPD regierten Städten (z.B. Hanover , Braunschweig um Beispiele aus ihrer Region zu nennen) sind zurück gefallen.

      Damals habe ich gedacht, dass die SPD einen verdummenden Einfluss hat.

      Dann kamen die Grünen mit Hilfe der SPD in BW an die Macht und die Schüler in BW brachten nach einer Legislaturperiode nur noch Leistungen fürs hintere Mittelfeld. Seit dem sage ich:

      Die SPD ist die Partei für Vorverdummung und die Grünen sind die Partei für Vollverdummung.

      3
      • Ex-Baumschuler sagt

        Wo vermehrt die SPD gewählt wird, wird aber auch mehr Monsanto gegessen, was als – gesund, gesunder – gesünder gilt. Oder war das andersrum?

        • evonik sagt

          Monsanto wird in D überhaupt nicht gegessen. Für Bio fehlt in SPD – Regionen wohl öfters das Geld.
          Der Prof. Wolfssohn hat vor Jahren schon gesagt, dass Leute mit Unverträglichkeiten Gentechnik essen sollen weil die sorgfältiger prüfen.

          • Reinhard Seevers sagt

            Evonik, deine Korrelationsketten mit Ernährung und in Bezugssetzung zu Parteien finde ich gelinde gesagt eine intellektuelle Bankrotterklärung.

          • Richard sagt

            Bio und Gentechnikfrei halte ich eh für verbrannte Anschauungen.
            Seit den Corona-Impfungen kann keiner mehr mit Gentechnikfreiheit argumentieren.
            Sich selbst Gentechnik spritzen lassen, also Medikamente die gentechnisch aktiv sind, in die Zellteilung eingreifen ist da eine.
            Dann aber mosert man, dass man Milch oder Frleisch von Tieren konsumieren soll, die pflanzliches Futter gefressen haben, dessen DNA in Teilen modifiziert wurde.
            Gleichzeitig ist man angetan von den Versuchen, Fleisch als Zellkulturen im Labor wachsen zu lassen und präsentiert dies dann als wünschenswert.

            3
  17. Didier Terver sagt

    Positive Beispiele, bringt positive Beispiele. Andenen können sich ander orientieren, anstatt dass die negativen Beispiele andere noch runterziehen

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    • Peter Schubert sagt

      Ist es nicht etwas schraeg, in einer Welt, die zumindest schwierig ist, so nach positiven Beispielen zu rufen und damit quasi Propaganda zu fordern und die Leute zu veralbern? Am Ende heißt es dann wieder, den Bauern geht es gut, alles fein.
      Ich sage: Bringt realistische Beispiele mit Zahlen, Fakten und Problemen.

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      • Bauer Willi sagt

        @Peter Schubert
        Positive Beispiele sind Propaganda? Positive Beispiele veralbern die Leute? Was haben Sie für ein Weltbild?

        Aber ich habe verstanden: Sie möchten offensichtlich, dass ich diesen Blog beende. Oder?

        1
        • Peter Schubert sagt

          @ Bauer Willi, ihre schnell ausgelöste Empfindsamkeit in allen Ehren, aber die daraus gegen verschiedene Kommentatoren resultierenden Unterstellungen sind ein schwacher Zug.

          Was haben Sie gegen Realismus, der nun mal das Negative nicht wegdrücken kann und darf?
          Wenn Sie sich eher als Propagandisten des Positiven sehen, schön. Dass steht dann aber etwas im Widerspruch zum postulierten Anspruch ihres blogs und auch zum Inhalt, der oft genug problemdarstellungslastig (aka negativ) ist.

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          • Bauer Willi sagt

            @Peter Schubert
            Schauen Sie sich alle 5 Beiträge an und Sie werden sehen, dass diese in keiner Weise das Negative „wegdrücken“.
            Was mich als Blogbetreiber mittlerweile sehr nervt: bestimmte Kommentatoren suchen erst einmal danach, was man kritisieren kann. Das ist nicht sonderlich motivierend.
            Ich empfinde den Begriff „Propagandist“ übrigens als persönliche Beleidigung. Das war offensichtlich von Ihnen auch so beabsichtigt. Sonst hätten Sie es ja nicht geschrieben.
            Ich wünsche Ihnen einen schönen Feiertag.

            3
            • Richard sagt

              Wir vermehrten früher Getreide für den Landhandel, Triticale, Wintergerste, Sommergerste und Hafer. Da musste der Bestand auf dem Feld schon anerkannt werden. Deshalb wurde die Fläche bereinigt. Man ging die Fläche ab, entfernte fremde Getreidearten, andere Sorten und auch z.B. Überhälter. Bei so einer Bereinigung kamen wir einmal mit Spaziergängern in Kontakt. Irgendwann kam die Frage ob diese Fläche in meinem Eigentum wäre. Ich bejahte dies und dann kam als Antwort: „Sie sind aber reich!“
              Ich gehöre seitdem zu der Sorte, die die Meinung vertritt, dass man Öffentlichkeit meiden sollte. Es ist doch in der Bevölkerung inzwischen verankert, dass Einkommen über 30.000 Euro und Vermögen über 100.000 Euro des Teufels sind und wegversteuert werden müssen.
              Es wäre eigentlich Aufgabe des Staates, Leute, die schaffen zu schützen vor denen, die fordern. Bei uns ist es jedoch umgekehrt. Die, die produktiv tätig sind und die Gesellschaft am Laufen halten, werden diffamiert, diskriminiert und ausgenommen. Wir laufen wieder auf Zeiten zu, in der Bauer, wie vor 100 Jahren, die Stallfenster vergittern muss. Und auch viele andere Häuser wieder Gitter vor die Fenster bekommen werden. Da sollte man meiner Meinung nicht unnötigerweise die Blicke auf sich ziehen.

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