Diese Frage habe ich gestellt bekommen und konnte sie nicht beantworten. Die Recherche im Internet hat folgendes ergeben:
Zu Rindfleisch: https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/rindfleisch-teuer-kilo-preis-rinderhaltung-bauern-mercosur-100~amp.html
Zu Butter: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/senkung-butter-preise-100.html
Die Erklärung, warum Butter in den letzten Wochen billiger geworden ist, liefert die Tagesschau nicht.
Was ich in Erfahrung bringen konnte: Das Rindfleischangebot ist sehr gering, daher sind die Preise für Rindfleisch hoch. Es wurden und werden für Kälber derzeit Preise bezahlt, wie sie noch vor wenigen Monaten für Kühe gegolten haben. Dies zeigt, wie eng die Versorgung ist.
Trotz der hohen Preise stellen auch jetzt weiter Betriebe die Produktion ein. Somit ist nicht von einer grundlegenden Entspannung der Situation auszugehen. Im Gegenteil: es ist derzeit nicht erkennbar, dass landwirtschaftliche Betriebe aufgrund der positivien Preisentwicklung in die Milchviehhaltung investieren. Wie sagte ein Gesprächspartner: „Auf den Betrieben sind keine Baukräne zu sehen“. Den Unternehmern fehlt die langfristige Perspektive, die auch von der derzeitigen Regierung nicht vermittelt wird. Somit wird sich der Markt nicht entspannen, die Preise werden weiterhin hoch bleiben, wobei eine kleine Delle nicht auszuschließen ist.
Aber warum ist Butter billiger geworden? Eine schlüssige Antwort konnte mir niemand geben. Es gibt die Vermutung, dass sich bei Molkereien – aus welchen Gründen auch immer – Lagerbestände gebildet haben, die jetzt „für kleines Geld“ aufgelöst werden. Denkbar ist auch, dass die Discounter bewusst den Preis gesenkt haben, um für die anstehenden Preisverhandlungen mit den Erzeugern den gesunkenen Butterpreis als Druckmittel einsetzen zu können. Diese Taktik dürfte allerdings nicht aufgehen. Auch die bisher gerne vom LEH genutzte Strategie des Einkaufs ausländischer Ware wird wohl nicht greifen, denn auch dort sind die Preise hoch.
Fazit: Der aktuell niedrige Butterpreis dürfte nicht von langer Dauer sein. Der Milchpreis wird sich in den nächsten Monaten in einem Rahmen von 45 bis 55 Cent bewegen. Wichtig wäre es von Seiten der Landwirte, Ruhe zu bewahren und die Produktionsmengen auf dem bisherigen Niveau zu halten.


Ein Argument vermsise ich noch: Die CO2-Reduzierung.
Unsere Molkerei fordert inzwischen eine CO2-Bilanz auf Druck des Handels. In den Veranstaltungen wurde gesagt, dass man die geforderte CO2-Reduzierung nur erreicht, wenn man die Milchleistung steigert. Das führt dazu, dass die Zweinutzungsrassen durch Milchrassen ersetzt werden und die vormaligen Mäster, sofern sie im Geschäft bleiben wollen sich auf die Aufzucht von Milchkühen spezialisieren werden, weil die Nachzucht im Milchviebetrieb ebenfalls viel CO2 verusacht. Es wurde uns ans Herz gelegt, diese Aufzucht auszulagern. Auch bei den Biobetrieben tut sich einiges, mit der Weidepflicht fallen so bis zu 50% der Biomilch weg und gehen wieder in die konventionelle Schiene. Mäster, die keine Weide einrichten können oder wollen geben die Rinderhaltung auf und stallen über Winter Weiderinder von Kollegen ein, um die Vorgabe „Raufutterfresser“ einzuhalten, was letztendlich auch wieder eine Reduzierung des Rinderbestandes bedeutet. Bei uns scheinen auch in letzter Zeit die Jerseys mehr zu kommen, da die Betriebe von der Anbindehaltung weg wollen bzw. müssen, aber einen Neubau im Millionenbereich scheuen. Mit den kleinen Jerseys können in den alten Ställen Umbaulösungen realisiert werden. Aber Jerseybullen, wer soll die kaufen? Selbst Kreuzungsbullen bringen kaum mehr als 200 kg Schlachtgewicht auf die Waage, wie wir selbst ausgetestet haben.
Dann bleibt noch der Handel. Wir diskutieren auch schon seit geraumer Zeit über die hohen Preise. Selbst wesentliche Einfuhren sind anscheinend nicht möglich, es scheint so, dass weltweit Rindfleisch knapp ist, obwohl z.B Brasilien die Exportmengen in den letzten Jahren gesteigert hat.
Land o Lake Butter ist auch als Butter bezeichnet ob wohl kaum Milchfett drin ist.(Siehe Youtube)
zwei Sachen beeinflussen den Milchpreis.
1. wie schon erwähnt mehr Milchanlieferung.
2 . Der starke€ . Hervorgerufen durch Trumpsche Politik. vor allem bei Magermilchpulver.
Ersteres regelt der Mark
Die Politik soll sich raushalten. Denn überall
wo sich Politiker einmischen ist’s Scheisse.
siehe Quotenregelung.
Der Butterpreis ist ein reiner Werbepreis nicht für Butter sondern für den Handel um Verbraucher anzulocken. Ein Zusammenhang Preis mit der Produktionsmenge von MIlch ist eine nette Geschichte mehr nicht.
Für 250 g Butter werden 5 l Milch benötigt, der Milchpreis für Landwirte ist aufgrund der Börsen und Verträge transparent und dies auf einen recht langen überschaubare Zeitraum. Bis vor kurzem lag der Milchpreis 2025 über eine langen Zeitraum bei 45ct/l bis 50 ct/l oder sogar bei mehr als 50 ct/l. Der Butterpreis schwankte zumindest bei unerem LEH vor Ort bisher 2025 zwischen 2,29 € (Sonderangebote) bis deutlich mehr als 3 € pro 250 g Packung. Bei einem Warenwert (Rohstoff Milch) an der 250 g Packung von 2,25 € bis 2,5 € je Packung war es eigentlich nicht möglich das die Milchindustrie unter 2,25 € bzw der Handel unter 2,25 € je Packung verkaufen konnte denn die Milchindustrie muß ihre Mitarbeiter bezahlen, hat Abschreibungen auf Investitionen, weiterhin fallen Kosten für die Verpackung gegebenfalls Lagerhaltung sowie die Anlieferung an das LEH Lager an. Beim LEH wollen die Mitarbeiter bezahlt werden fallen Kosten u.a für Unterhaltung und Bau des Geschäfts an- Ja wo sollen in diesem System dann noch Gewinn bei Verkauf einer Packung Butter geschweige denn Steuern erwirtschaftet werden wenn die Herstellungskosten offensichtlich deutlich über Verkaufspreis liegen. Also mit der Buttergeschichte wird woanders Geld verdient oder glaubt jemand ernsthaft der LEH ist eine gemeinnützige Organisation die etwas zu verschenken hat.
Gerne lasse ich mich vom Gegenteil überzeugen und beobachte die Preise z.B für Milchschokolade insbesondere der lila und Weihnachtsmänner/-frauen Kuh die werden ja dann auch fallen weil Milch günstiger wird. Alternativ könnten die wieder umstellen und die 100 g statt 90 g Tafel produzierendie Schokaldenschicht etwas dicker bei Weihnachtsmänner/-frauen, an Milchengpässen und Milchpreis kann es ja nicht scheitern.
Positiv mit der guten Butter lassen sich breite Käuferschichten mobilisieren.
Bei guten Milchpreisen halten die Bauern ihre Schlachtkühe auch länger. Gegen Ende der Nutzungsdauer steigt dann auch der Fettgehalt der Milch.
Dann legen die Tiere auch noch an Fleisch zu und das hat ja auch einen guten Preis.
Ich kaufe ja wenig Butter, weil ich lieber den vollen Gehalt der Milch haben will und nicht nur das Fett. Da habe ich mich vor einigen Wochen bestätigt gefühlt:
In einem Zoo in Deutschland wurden überzählige Paviane eingeschläfert und an Raubtiere verfüttert. Das gab einen Skandal und ein Experte hat die Aktion dann so erklärt:
„Raubtiere kommen nicht mit Fleisch aus. Die brauchen mindestens 3 ganze Tiere pro Woche um gesund zu bleiben!
Das hat mir auch aus dem Grunde gefallen, weil ich öfters Blutwurst kaufe.
Den Faden kann man noch weiter spinnen!
Wie immer ist die Erklärung sinkender Milchpreise vielschichtig.
Seit langem ist mir als ehemaliger Milcherzeuger die Marktberichterstattung des ife Kiel ein Dorn im Auge, die den mit augenscheinlich simplen Methoden errechneten „ife Rohstoffwert Milch“ und den „ife Börsenmilchwert“ regelmäßig veröffentlichen.
Berücksichtigt man, dass an der EEX eigentlich zu wenig Kontrakte für Butter oder Magermilchpulver gehandelt werden (ablesbar am „Open Interest“), um dem tatsächlichen Marktpreis nahe zu kommen, ist es für finanzstarke Unternehmen wie den LEH in diesem illiquiden Markt relativ einfach, Börsenpreise in die gewünschte Richtung zu beeinflussen, um Preisverhandlungen damit zu „manipulieren“.
Was sich das ife dabei gedacht hat, Börsenmilchwerte anhand von Broker-Settlements ohne einen einzigen gehandelten Kontrakt zu berechnen, kann ich mir nicht erschließen.
Nachtrag:
Da wir heute auf X schon über ähnliche Fragestellungen mit Bezug zu Art. 148 GMO diskutiert haben, verweise ich auch hier auf eine Masterarbeit vom Göttinger Lehrstuhl v. Cramon-Taubadels, die sich u.a. mit der Prognosegüte von „Milch-Futures“ auf zukünftige Notierungspreise beschäftigt hat.
Mittel- und langfristige Preisprognosen anhand der Futures sind nicht genau genug.
Warum ich denke, dass die Milchmenge im Laufe der nächsten 6-12 Monaten kontinuierlich sinkt und dann der Milchpreis längerfristig oben bleibt:
Der Rindfleischpreis ist ja derzeit hoch und dementsprechend sind die fleischbetonten Kälber sehr gut nachgefragt und seht teuer.
Man kann Bullensperma für jede Rasse bestellen und die Milchrassen werden so gut wie immer mit Fleischrassen besamt, das Kreuzungskalb wird nie eine Milchkuh werden.
Aufgrund der hohen Nachfrage, ein Bullenkalb der Zweinutzungsrasse bringt etwa 300 – 400 Euro mehr ! als ein Kuhkalb, sollte man gesextes Sperma zu kaufen. Dies ist für einen kleinen Aufpreis für alle Bullen möglich ( zumindest bei RBW ).
Also für die besten Kühe im Stall weibliches „Spitzensperma“ und für die restlichen 80 Prozent männliches Sperma. Also gingen – würden dies alle machen – in der nächsten Zeit 70-80 Prozent aller Kälber in die Mast. Selbst wenn dann vorher der Milchpreis steigen würde, so ist mit diesen Kälbern keine Milch zu machen (sind ja fast alle männlich).
Und noch viel nachhaltiger: mit keinem dieser Tiere wird jemals gezüchtet. Der Verklauf von gesextem Sperma steht noch ganz am Anfang. Noch macht leider kaum ein Landwirt Gebrauch davon. Obwohl es meiner Meinung nach deutlich umsatzsteigernd ist, deshalb erwarte ich bald einen Boom.
Anstatt wie sonst jedes Jahr etwa 10 Kälber nachzuziehen, haben wir dieses Jahr gerade 5 Kuhkälber behalten.
@Smarti
Danke. Das ist doch mal der wirkliche Versuch einer Analyse. Was ich bisher hier so gelesen habe, war sehr viel Meinung, aber keine wirkliche Erklärung.
Von meinen Gesprächspartner habe ich übrigens ähnliches gehört. Niemand geht von einem nachhaltigen Rückgang der Milchpreise aus. Höchstens eine Delle…
Knapp zusammengefasst könnte man auch schreiben: der Wolf macht die Butter teuer.
1. Wolf frisst Mutterkuhkälber… der Landwirt gibt auf.
2. Rindfleisch fehlt, wird knapp und teuer, Kälberpreis steigt, Mast lohnt sich
3. Jetzt werden die „Milchkühe“ gemästet, weniger Kühe, weniger Milch…
„Der Verkauf von gesextem Sperma steht noch ganz am Anfang.“ …Nö, schon 10 Jahre mit allen Nachteilen im Geschäft. Wesentlich schlechtere Besamungserfolge, höhere Kosten und alle Nachteile der Inzucht bei den Hochleistungsschnuckis.
Peter, das ist eine Entwicklung, die immer weiter geht. Die Besamungserfolge sind nicht mehr schlechter, weil die Technik immer ausgefeilter wird ( Spermien „einzeln“ hintereinander durch feine Röhrchen leiten und fehlerhafte Spermien und „nicht erwünschtes Geschlecht“ mittels Laser abschiessen. Der Preis pro Portion ist höher, klar, aber es wird auch weniger verdünnt, das heisst es sind mehr Spermien pro Portion. Es sollte natürlich auf den Punkt besamt werden, dann ist die Rate kaum mehr schlechter. Inzucht hätte was mit der Wahl der Elterntiere zu tun – aber die Auswahl ist gross genug und es gibt gute Zuchtberater mit ausgeklügelter Software, die bei der Entscheidung helfen. Mit Hochleistungszucht hat diese Entwicklung eben gerade nichts mehr zu tun, sondern sie hilft sehr wohl auch den Feld-Wald-und Wiesenlandwirten.
Alles schöne Geschichten/Werbung; ich glaube nur meiner eigenen Statistik. Aussage eines dieser Berater bei einer Züchterveranstaltung: „DD-Control ist so hervorragend, da können sie ihrem Klauenschneider kündigen…“ Schallendes Gelächter im Saal. Richtig gut sind Gespräche mit ehemaligen Beratern, die dürfen dann (ähnlich wie ehemalige Politiker u.ä.) die Wahrheit sagen.
Warum ist Butter billig und Rindfleisch teuer?
Na, vielleicht mal die Qualitätsmedien beachten?
Die BILD hat das mit der Butter doch schon am 26.09. erklärt: „Butter wird jetzt billiger, weil in diesem Jahr eine Überproduktion von Milch und Milchfett besteht, während die Nachfrage gesunken ist. Der Preisdruck nahm zu.“
Und das mit dem Rindfleisch dann am 28.09.: „Die Entwicklung lässt sich mit dem Rückgang der Rinderbestände erklären. Die gehen jedes Jahr um zwei, drei, vier Prozent zurück. Viele Höfe machen zu, es gibt oft keine Betriebsnachfolger. Die Nachfrage nach Rindfleisch ist in den vergangenen Jahren ebenfalls zurückgegangen, aber das Angebot an Schlachttieren ist knapper geworden.“
@Peter Schubert
Am 26.9. Überproduktion von Milch und am 28.9. werden die Kühe knapp.
Ich bemerke da einen gewissen Widerspruch. Sie nicht?
siehe weiter unten @andreas ….gut durchgezüchtet, Fütterung optimiert auf Milchleistung …und schon gibt`s die „Überproduktion“ Milch bei weniger Tieren; aber wie immer: bei dem Hunger auf der Welt ist der Begriff „Überproduktion“ bei dem superfood Milch höchst dekadent. Milch statt Cruise-Missile (крылатая ракета krylataja raketa)…sch. „wir“ machen gerade das Gegenteil.🤮
@BW Nicht immer alles so ernst nehmen.
Der Verweis auf Qualitätsmedien hätte Sie stutzig machen können, wenn danach BILD zitiert wird. Oder halten Sie die dafür?
Moin oder ist ein Produkt was länger haltbar ist als Rindfleisch. Butter wird weiterhin in größeren Mengen angeboten als Rindfleisch. Da Butter eine Massenware ist wird es wahrscheinlich Preisabsprachen zwischen den Supermärkten geben und diese geht aufgrund von diesen Absprachen zur Zeit nach unten. Es hat mich unbedingt was mit Angebot und Nachfrage zu tun wie bei Rindfleisch. Gutes Rindfleisch ist wahrscheinlich knapp und deshalb teuer
Man sieht aber auch relativ wenig „schlechtes“ Rindfleisch in den Regalen und selbst das ist heftig teuer geworden, z.B. Suppenfleisch.
In der Milchindustrie ( das sind die Verarbeiter, nicht die Kuhbesitzer ! ) unterscheidet man zwischen Fettanteil und Eiweissanteil. Interessanterweise ist die Fettseite schon lange viel besser bezahlt als die Eiweissseite.
Je nach Fütterung gibt es mal mehr Fett und mal mehr Eiwiess. Die Futtermittel macht nicht nur der Bauer, sondern auch die „Natur“, denn man kann nur füttern, was auf Wiese und Acker wächst.
Danke Smarti, das wusste ich bis jetzt noch nicht.
stimmt so nicht ganz: die Futtermittelindustrie hilft da ganz gewaltig nach. Derzeit bin ich froh, dass das über die Kühe realisiert wird. In Zukunft wird das wohl direkt eingenommen werden müssen. Wenn die Sektenmitglieder von https://www.foodcampus.berlin/ so weiter machen, fressen „wir“ das Zeug direkt. Anschließend wird das Thema „Fruchtbarkeit bei menschlichen Säugetieren“ die Medien beherrschen.
Die hohe Inflation der Lebensmittel ist in aller Munde. Jeder der einkaufen geht, sieht es auch unmittelbar am Kassenzettel.
Butter ist trotz aller Angriffe der Tierschutzfanatiker und der Lebensmittelpanschindustrie immer noch „die Nummer Eins“ im „brauch ich täglich“. Warum ist es Brot nicht ? Brot ist zu vielfältig, es gibt so viele Grössen, Sorten, Namen, Anbieter… das ist unvergleichlich. Und zwar im Geschmack wie im Preis.
Butter aber gibt es im 250 g Pack… zwar mit verschiedenen Verpackungen, und verschiedenen Haltungstufen – aber wenn man blind verkosten müsste – wer würde seinen Favoriten erkennen ?
Deshalb ist Butter das „Lieblingskind“ der grossen Lebensmittelketten um die Leute zu „beschwichtigen“ – seht her… Lebensmittel sind gar nicht teuer…. wie helfen Euch beim Geld sparen… kauft bei uns ! Und wer denkt, die Preise sind gefallen weil ja die Butter günstiger wird, der kauft im selben Laden im Oktober gleich auch noch ein kg. Beeren aus Peru.
Von Lagerbeständen habe ich nichts gehört und die würden doch auch besser bei einer Plätzchenbackaktion im Nov./Dez. aufgelöst werden ?
Ich denke, Sie liegen mal wieder richtig, Smarti. Butter bleibt hinsichtlich Inhalt und Verpackung über viele Jahrzehnte hinweg immer unverändert. Aus Sicht des LEH kann der Butterpreis dank dieser umfassenden Vergleichbarkeit eine gewaltige Signal- und Zugwirkung auf die Verbraucher haben. Meine Mutter hat sich, seit ich denken kann, immer am Butterpreis – und auch am Kaffeepreis übrigens – orientiert.
Nur wo Mangel ist , sind die Preise auskömmlich oder die Politk , der LEH diktieren die Preise nach unten um die Inflationsrate „Niedrig“ zu halten. Auch das Kartellamt versagt auf der ganzen Linie. Der Politik macht in der ganzen Wirtschaft hier alles kaputt , weil Dummheit vorhanden und Sachverstand fehlen. Regieren in Brüssel und Berlin sollte anders aussehen, aber das Dreigestirn Starmer (UK) , Macron (F) und Merz (G) sind die Falschen auf ihren Plätzen und machen mit vdL in Brüssel hier alles platt , aber die merken es nicht in ihrer festbetonierten Ideologie. Außer den konservatieren Parteien und ersten mutigen in der CDU sieht es nicht nach Veränderung aus. NEIN sagen zum jetzigen Politikkurs wären angesagt und eine 180 Gradwende erfordern eine Stahlstange im Rücken und ein Stehvermögen zur jetzigen Systemlage , aber dazu sind die jetzigen Verantwortlichen nicht mehr weder mutig noch mental in der Lage. Ganz zu schweigen zuzugeben auf dem falschen Weg zu sein. Deshalb laufen die Wähler zu hauf den jetzigen Parteien davon zu den Alternativen. Jetzt müßen wir nur naoch das nächste Jahr abwarten bis mit den Landtagswahlen die Karten neu gemischt werden. Die Bürgermeisterwahl in Ludwigshafen und der politische US-Kurs senden erste Botschaften zur Veränderung. Der jetzige Angstmachekurs der Regierenden wird sie jedenfalls so nicht mehr retten. Wie überall in der Wirtschaft wartet auch die Agrarwirtschaft auf bessere Rahmenbedingungen, denn die Kosten laufen überall weg und die Preise sind allgemein als nicht kostendeckend zu beurteilen. Das hält keiner lange aus.
Ludwig, in was für einem Land leben wir, wenn Politiker schon für einen Boykott von Lebensmittel eines bestimmten Händlers aufrufen? Es wird wirklich Zeit für eine Wende…
https://www.youtube.com/watch?v=9ucvmEmRQg4
@RS
Politiker? Der will doch erst noch einer werden. T. hatte schon mal 60 Tsd.€ als Startkapital für jeden 18-Jährigen gefordert. Da wird doch klar, mit wem wir es zu tun haben; oder auch nicht. Was zukünftig wohl besser wäre.
Einmal ganz abseits des Kommerziellen:
1) In Österreich grassiert derzeit BTV8. Die Krankheit kam mit rasender Geschwindigkeit aus dem Süden daher. Mein Tierarzt sagte mir noch vor 2 Wochen: Mach dir keine Sorgen, BTV ist noch weit weg von dir, ich werd schon noch rechtzeitig zum Impfen zu dir kommen. Vor einer Woche ist mein Widder erkrankt und bin täglich am behandeln. Die anderen wurden jetzt geimpft. hoffentlich war noch keine in der Inkubationszeit.
Die Todesrate liegt offiziell unter 10%, die Erfahrungen der Tierärzte: ohne Behandlung 40% bei Schafen.
Mein Tierarzt klagt: Es gibt 10 BTV – Stämme, die bei uns eine Rolle spielen könnten. Es wäre einfach, einen Kombi-Impfstoff für alle 10 gleichzeitig zu produzieren. Dann könnte man einfach durchimpfen, im nächsten Jahr die Nachzucht, dann wäre man das Problem los. Aber die Pharma will mehr Geschäft, daher für jeden Stamm eine eigene Impfung …
2) Shropshire-Schafe sind eine fleischbetonte Landschafrasse und galten immer als genügsam. Als wie 2012 anfingen, brauchte ich außer Rübelschnitzeln im Winter kein Zusatzfutter. Dirch den CO2 – Gehalt der Luft nehmen in allen Pflanzen die Kohlehydrate zu, der Eieweißgahalt prozentuell ab. Nach ein paar Jahren brauchten die Laktierenden schon Kürbis-Presskuchen dazu, wieder ein paar Jahre später die Hochtragenden, letztes jahr die Niedertragenden, und heuer waren einige schon in der Weidephase auffallend mager.
Wenn die Tiere kit dem Grünland nicht mehr auskommen, welchen Sinn macht es dann noch, Wiederkäuer zu halten, die viel mehr Futterimput benötigen als Schweine oder Geflügel?
Das ist aber sehr kommerziell!
Ja, von der Pharmaindustrie. Das andere ist eher ökologisch.
„Es wäre einfach, einen Kombi-Impfstoff für alle 10 gleichzeitig zu produzieren.“
Ist dieser vom Tierarzt erwähnte Kombi Impsftoff denn geprüft als wirksam anerkannt und zugelassen worden?
Welchen Impfstoff Namen/Hersteller hat der Tierarzt ihnen gennant?
Mitte 2024 (schon etwas her!) sind in einer Eilverordnung (!) drei Impfstoffe vorläufig (!) zugelassen, die aber nur (!) gegen den Stamm BTV-3 wirksam sein sollen (!). Sie sollen die Virämie senken (die Anzahl der mutmaßlichen Virenfragmente im Blut, gemessen per PCR-Tests!) und die klinischen Symptome reduzieren (während auch symptomlose (!) Ansteckungen und Krankheitsverläufe vorkommen sollen).
https://www.bmleh.de/DE/themen/tiere/tiergesundheit/tierseuchen/blauzungenkrankheit.html
Das riecht doch wieder nach Wollmilchbraten in Essig. Wenn man daran ein (kommerzielles) Interesse hätte, würde man Rohdaten und zweifelhafte Aussagen sammeln und diese sowie die wissenschaftliche Studienlage einen Wissenschaftler gründlich untersuchen lassen. Das ist der tägliche Job von Michael Klein von ScienceFiles.org. Als Bauernverein oder Interessenten könnte man ja eine Auftragsarbeit veranlassen; kostet bestimmt nicht viel.
„Es wäre einfach, einen Kombi-Impfstoff für alle 10 gleichzeitig zu produzieren. ….Aber die Pharma will mehr Geschäft, daher für jeden Stamm eine eigene Impfung.“
Sagt wer? Im Übrigen sind die Impstoffe recht neu, erste Kombipräparate (8+4) gibt es, vielleicht kommt der umfassende Kombiimpfstoff ja noch. Manchmal braucht die böse Pharmatruppe auch etwas Zeit, auch wenn der Tierarzt das natürlich sowieso besser weiß.
Ich find es aber immer toll, wie flink man anderen Branchen was anhängt, selbst aber sehr empfindsam ist, wenn jemand der eigenen Branche was will.
Vielleicht sind die Weiden bei Frau Ertl überdüngt! Sie kauft Futter zu und dann ist da noch die Frage nach der Einstreu. Konventionelles Stroh ?
Wenn dann nur tierische Produkte verkauft werden reichern sich mit der Zeit Mineralien im Boden an.
Die Argumentation beim hohen Rindfleischpreis ist etwas komplizierter. Wir haben in den letzten 10 Jahren den Rinderbestand um ca. 20% reduziert. In diesem Zeitraum ragten zunächst die Rindfleischpreise zur Corona-Zeit heraus. Danach ging es wieder bergab. Erst mit dem regelmäßig zum Herbst, für 2024, ansteigenden Preis, erreichte man außerordentlich hohe Erzeugerpreise. Alle glaubten, dass zum Jahresbeginn sich wieder eine Ernüchterung einstellen würde. Die jedoch blieb aus. Die Preissteigerung hielt an. Während des ganzen 10-Jahreszeitraums wurden Rinder abgestockt. Zunächst hatte das allerdings keinen größeren Einfluss auf den Preis. Das Rindfleischaufkommen im O-Bereich (Altkühe und HF-Bullen) kann als recht kontinuierlich bezeichnet werden. Weggebrochen ist allerdings die vermeintlich einfache Haltung von Fleischrassen im Produktionsverfahren Mutterkuhhaltung. Der Wolf, eine nicht faktenbasierte Meinung zum Rind als Klimakiller, Krankheiten, höhere Ansprüche an die Haltung und weitere preistreibende Faktoren setzen dieser Erzeugung sehr zu. Allerdings greifen diese Faktoren schon seit mehr als 10 Jahren, während der nachhaltige Preissprung erst zum Herbst 2024 einsetzte. Eine reduzierte Nachfrage nach Schweine- und Geflügelfleisch kann ebenfalls nicht der Grund sein, zumal auch der Rindfleischverbrauch nur vor sich hindümpelt. Ein reduziertes Rindfleischaufkommen aufgrund von BTV kommt da ins Spiel. Wegbrechende Fruchtbarkeit, zunehmende Aborte, z.T. extrem verlängerte Zwischenkalbezeit bis hin zu Ausfällen, könnten da gegriffen haben. Ganz eindeutig ist die Ursachenfindung für die aktuellen Rindfleischpreise bisher allerdings nicht verlaufen.
Insgesamt ist das bisher ein gutes Zeichen für Produzenten, die dabei bleiben wollen.
Hier die Antwort:
„In der 37. Kalenderwoche lag die Milchanlieferung an deutsche Molkereien laut ZMB 5 % über der Vorjahreswoche. In Frankreich sieht es ähnlich aus: Die Milchanlieferung lag zuletzt 2,9 % über der Vorjahreswoche. “ Quelle: @grarheute (Danke Seevers)
Da pro Kuh immer mehr Milch produziert wird, steigt zwar die Milchmenge in Deutschland, aber die Zahl der neugeborenen Kälber nimmt immer mehr ab.
In der Vergangenheit ist der Milchpreis bei einer Produktionsausweitung um 2 -5 % in der Regel um 15 -20 % gefallen. Mal schauen ob Minister Rainer das verhindern kann – will.
Andreas, letztes Jahr um die Zeit war ein sehr schlechtes Futterangebot, kaum frisches Gras, man hielt sich zurück beim Kraftfutter zufüttern, weil die Wintervorrätte oft knapp waren und der Zukauf von Futter sehr teuer. Tatsächlich bekamen Pferdebetriebe im Juni kaum bezahlbares Heu in guter Qualität. Jetzt die neue Ware ist gut ( wenn man Glück hatte mit der Ernte ). Auch das Gras für die Kühe ist noch gut vorhanden, satt grün und lecker… das heisst viel Milch. Ebenfalls sind ja Getreide und sogar Kartoffeln zum Füttern recht rentabel.
Man kann ein sehr schlechtes Milchjahr eigentlich nicht mit einem normalen Milchjahr vergleichen.
Ich frage mich immer warum gerade der Butterpreis überall so präsent ist.Es gibt keinen Artikel über dessen Preis so oft berichtet wird.Vielleicht noch die Spritpreise.Welchen Anteil unserer Ausgaben entfallen auf die Butter?Dabei ist die Produktion gerade dieses Artikel sehr langwierig (vom Kalb zur Kuh zur Milch usw)und aufwändig.Ich hoffe immer das dieses endlich einmal verstanden wird und honoriert wird.
Die „gute Butter“ ist ein Fetisch, zumal der älteren Verbraucher und eins der Ankerprodukte im LEH. Über Butter zu berichten, garantiert somit Aufmerksamkeit, die Währung der alten und neuen Medien.
„Unternehmern fehlt die langfristige Perspektive, die auch von der derzeitigen Regierung nicht vermittelt wird.“
Die Milchquoten, DAS waren langfristige Perspektiven…
Was haben die Bauern sie verteufelt…
Die Milchquote wurde nur zu einem Zweck eingeführt.
Das ist: Geld aus der Landwirtschaft zu ziehen.
Bei mir waren es 216.000,-€.
Es ist wie immer beides richtig. In der Zeit der Quotenregelung wurden die meisten Ställe gebaut, weil die Liefermenge und damit die Kalkulation voraussehbar war. Gleichzeitig stiegen aber die Kosten für die Beschaffung von Liefermenge, Flächenpacht und anderer Produktionsmittel….alle wollen eben profitieren.
Die Sauerkirschen im Glas 3bis 4Eur.War unlängst noch bei 1,4 bis 2.4 finde keine Erklärung?
EDEKA letzte Woche
Butter NoName aber aus meiner Region 1,79 Euro
Butter Edelmarke auch aus meiner Region 3,69 Euro
Preisdifferenz des Handels Im EK max 50 Cent / Kilo
Es gibt also schon noch Butter höchster Qualität für weniger Geld.
Es kann aber davon ausgegangen werden das der Handel bei einem
Butterpreis von etwa 2 Euro / 250Gr ausreichend Marge macht .
Maßgeblich sind idR die Notierungen der Butter und Käsebörse in Kempten .
Für die Milcherzeuger ist es jetzt wichtig die Betriebe auf die nachhaltig ( man verzeihe mir diese oft missbrauchte Wort ) leistbare Arbeit ( Traumbäuerin und Senioren über 50 zählen nicht als nachhaltig ) aus zu richten .
Wer seinen Kuhbestand verdoppeln will kann das , er muss aber erst seine Familie verdoppeln . Traurige Regel ist das diese sich sehr oft verringert.
Leere Regale bedeuten gute Preise.
Ausufernde Trockenheiten generieren noch ganz andere Fleischpreise da heißt es
dann nicht 7 Euro / kg sondern 7 Euro / Pfd.
In der jetzigen Zeit also aufatmen auskurieren orientieren .
Wie oben schon gesagt wurde von der Politik wird nix zu erwarten sein , Behördenterror und NGO Hetze wird weiter gehen.
Donnerstag Morgen vor 8 und schon wieder böse , ihr mögt es mir verzeihen
https://www.agrarheute.com/markt/milch/landwirte-alarmiert-milchpreis-koennte-heftig-fallen-diesem-grund-636799
Ich dachte, ich schau Mal was die Fachpresse dazu sagt, nicht der ÖRR.
@R.S. Das könnte jetzt eine Erklärung für die fallenden Butterpreise sein. Könnte! Haben die Landwirte aufgestockt? Gibt die Kuh innerhalb von 3 Monaten mehr Milch?
Meine Gesprächspartner sagten mir, dass die „Alarmierung“ der Landwirte das eigentliche Ziel der Preissenkung bei Butter ist. Um sie für eine Preissenkung bei der Milch „gefügig“ zu machen…
Eine Erklärung für steigende Rindfleischpreise bietet Agrarheute allerdings auch nicht.
Ich geh schon mal Popcorn holen… 🙂
Ich wollte nur helfen….wenn schon die Agrarexperten keine Ahnung haben, woran es liegen könnte, dann …..Man müsste einen whistleblower aus der LEH- Szene haben.
😎
Der hohe Butterpreis war ebenso unerklärbar bzw. mit Spekulationen verbunden, hat aber die Wenigsten interessiert.
Agrarheute ist meines erachtens in dieser Hinsicht das unseriöseste Medium. Die haben immer reißerische Aufmachungen wie …. Preise explodieren oder …. stürzen gnadenlos ab. Die Preissenkung bei Butter ist möglicherweise ein Marketinginstrument des Handels wie so oft und soll wohl auch die Milchpreise nachhaltig senken. Der hohe Rindfleischpreis ist kein Problem, esst Schweinefleisch!
Warum war die Butter denn bisher so teuer, wenn es für die Verkäufer der Milchprodukte anscheinend so einfach ist die Preise für die Landwirtschaft zu drücken bzw. zu manipulieren? Kann ihr Gesprächspartner das auch erklären?
Wahrscheinlich hat Friedrich angerufen und gesagt, „senkt die Butterpreise, damit die AFD nicht noch mehr Zulauf erhält, gleichzeitig treten wir dem Müller noch in die Eier“
Früher hätte ich ja geschrieben dass dies etwas sarkastisch sei… aber jetzt könnte es sein, so oder so ähnlich. Ist ja Alles die gleicht Brut.
Agrarheute hat sich zur „Bild“ gewandelt. Was die manchmal für einen Schrott schreiben…
Aber sie richten sich ja nur nach dem Leser :)…. Anwesende mal ausgeschlossen.
hat denn jemand was zum Verbrauch gesagt, der Verbrauch wird stark gesunken sein.