Bauer Willi
Kommentare 73

Worauf achten Sie beim Lebensmitteleinkauf?

Die EFSA (Europäische Lebensmittelsicherheits-Agentur) hat eine Umfrage gestartet, in der rund 26.000  europäische Konsumenten danach gefragt werden, nach welchen Kriterien sie einkaufen. Verglichen werden die Umfragen von 2022 zu 2025.

https://www.efsa.europa.eu/sites/default/files/2025-09/2025%20EB%20103.3%20EFSA%20Report_vfinal.pdf

Oberste Priorität hat der Preis, der an Bedeutung gewonnen hat. Danach folgt der Geschmack. Regionalität steht an vierter Stelle und hat an Bedeutung verloren. Ebenso verloren hat der Umwelt- und Klimaaspekt. Auf Seite 15 ist die Listung nach Ländern zu sehen. So unterscheiden sich beispielsweise Deutschland und Österreich deutlich.

Auch die weiteren Auswertung sind interessant zu lesen.

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73 Kommentare

  1. Elisabeth Ertl sagt

    Deutschland gibt 2026 nun 125 Mrd. Euro für Verteidigung aus: https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a4d358e486ea1079bcfec36/historisch-deutschland-meldet-nato-verteidigungsausgaben-in-rekordhoehe.html
    Nun, was soll denn damit gegen eine Schreckensherrschaft Putins verteidigt werden, wenn nicht die Demokratie?
    Ein Höhepunkt demokratischer Willensbildung war die ZKl. Die Ergebnisse werden von der Politik vollends ignoriert.
    Warum lasst ihr euch das gefallen, wo es dabei dabei doch nur um maximal 11 Milliarden jährlich ging?
    Aber um das jetzt endlich einzufordern, müssten sich die Landwirte mit allen verbünden, die an der ZKL mitgearbeitet haben, also auch mit den Konsumenten. Und das geht in D. offenbar nicht.

    • Reinhard Seevers sagt

      „Ein Höhepunkt demokratischer Willensbildung war die ZKl.“

      🥳🦄🤓

  2. Elisabeth Ertl sagt

    Die Studie bestätigt, was ich immer sage:
    Der Konsument wünscht sehr wohl eine nachhaltige tierwohlgerechte Landwirtschaft, die die Umwelt schont und gesunde Produkte produziert. Der scheinbare Widerspruch zum Einkaufsverhalten kommt daher, dass der Konsument vom Staat erwartet, dass er den Verkauf diesbezüglich bedenklicher Produkte gar nicht zulässt. Er lässt ja auch den Verkauf giftigen und gefährlichen Kinderspielzeugs nicht zu. Der Konsument will darauf vertrauen, dass ihm das geboten wird, was er erwartet, weil er nicht beim Griff zu jedem einzelnen Produkt lange Studien machen kann, wie das genau produziert wurde. Und dann will er sich damit begnügen, die Preise zu vergleichen. Und wenn er dann erfährt, dass es immer noch Landwirtschaft gibt, die die Umwelt belastet und bedenkliche Stoffe wie PFAS in seiner Nahrung hinterlässt, ist er enttäuscht und empört.
    Ich bin sicher: ließe der Staat nur Produkte zu, die dem Konsumentenwunsch entsprechen, würde sich der Konsument auch an höhere Preise gewöhnen, es sei denn, er hat wirklich das Geld nicht. Aber dann wäre es Sache der Politik, für eine gerechte Verteilung des Geldes zu sorgen.
    Aber als Bauer zu glauben, der Ruf nach mehr Tierwohl, nach mehr Biodiversität und weniger Gift werde verhallen, weil der Konmsument zum Billigsten greift, dieser Glaube ist eine Illusion.

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    • Reinhard Seevers sagt

      „Aber als Bauer zu glauben, der Ruf nach mehr Tierwohl, nach mehr Biodiversität und weniger Gift werde verhallen, weil der Konmsument zum Billigsten greift, dieser Glaube ist eine Illusion.“

      DOCH, das glaube ich. Weil nämlich nicht der Verbraucher danach verlangt, sondern seine Vertretung in Form von NGOs oder Verbraucherinstitutionen. Wo fragt denn der Verbraucher nach, wenn es um exotische Früchte geht?
      Inhaltsstoffe kann man gesetzlich definieren und messen. Wohlbefinden kann niemand global kontrollieren und schon gar nicht verifizieren oder falsifizieren. Da hilft dann nur schöne bunte Werbung unter Palmen. PFAS kommen übrigens ubiquitär im Leben des Industriemenschen vor. Wenn Werbung suggeriert, dass man nur noch mit 30° waschen muss, um die Welt zu retten, dies aber nur mit chemischen Produkten geht, die dann in der Nahrung wiederzufinden sind, dann muss der gute Mensch sich irgendwann mal ehrlich machen oder A…lecken.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        „Weil nämlich nicht der Verbraucher danach verlangt, sondern seine Vertretung in Form von NGOs oder Verbraucherinstitutionen.“
        Warum plädierst Du für Vielfleischessen? Weil die Stallarchitektenlobby das von Dir erwartet?

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    • Limes sagt

      „Und wenn er dann erfährt, dass es immer noch Landwirtschaft gibt, die die Umwelt belastet und bedenkliche Stoffe wie PFAS in seiner Nahrung hinterlässt, ist er enttäuscht und empört.“
      Lebensmitteluntersuchungen AGES in Österreich auf PFAS
      z.B 2025: „Eine Probe Schweinefleisch aus Freilandhaltung überschritt den Höchstgehalt für PFOS von 0,3 µg/kg mit 1,6 µg/kg.“ Also Fleisch aus dieser speziellen Haltungsform meiden oder gar verbieten?
      Funde auch in Wildscheinfleisch sowohl 2025 und 2024. 2024 die höchsten Gehalte bei einer Straußeneierprobe. Auf Strausseneier kann ich verzichten einen guten Wildschweinbraten nicht.

      https://www.ages.at/mensch/ernaehrung-lebensmittel/rueckstaende-kontaminanten-von-a-bis-z/per-und-polyfluorierte-alkylverbindungen-pfas

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      • Kemetbauer sagt

        @L
        Wie wäre es mit einem Verbot PFAS-trächtiger PSM? Ach nein, mit dem Verursacherprinzip hat es die konv. Landwirtschaft ja nicht so. Ca. 11,8% der im Handel befindlichen PSM beinhalten ein PFAS-Problem. Wobei man natürlich sagen muss, dass die PSM nur eine Quelle für das PFAS-Problem darstellen.
        btw: Es könnte sein, dass man zukünftig die Freilandhaltung von Schweinen und Geflügel verbieten muss, weil deren Produkte in erhöhtem Maße PFAS beinhalten. Vorab schon mal vielen Dank an die konv. Fraktion!

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        • Reinhard Seevers sagt

          Wer solche Kollegen hat, der muss sich nicht über fehlenden Protestwillen wundern. …unglaublich.

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          • Kemetbauer sagt

            @RS
            Wer den Berufskollegen mit Freilandtierhaltung evtl. die Basis entzieht, der hat zumindest Kritik zu erwarten. Über die Anwendung des Verursacherprinzips, wird sicher später auch noch zu reden sein.

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        • Limes sagt

          @K warum so wirsch habe keine Verbot von z.B Freilandhaltung gefordert.
          mein Kommentar bezieht sich auf @Ertl „Und wenn er dann erfährt, dass es immer noch Landwirtschaft gibt, die die Umwelt belastet und bedenkliche Stoffe wie PFAS in seiner Nahrung hinterlässt, ist er enttäuscht und empört.“
          der Hinweis auf die Ergebnisse in Österreich ist eine Facette zur geforderten Verbraucheraufklärung. Es zeigt es ebenfalls das Thema ist komplex und betrifft alle Produktions- und Lebensbereiche.
          wie es mit PFAS im Detail weitergeht, in allen Bereichen, haben die Behörden und Politik zu entscheiden, ich hoffe sachlich und nicht moralisch einseitig aufgeladen.

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Aber biologische Landwirtschaft setzt keine PFAS in die Landschaft frei. Sie wird zum Opfer derer, die das tun, und das sind ja nicht nur konventionelle Landwirte. Das mit dem Verursacherprinzip stimmt schon.

            • Reinhard Seevers sagt

              Verursacherprinzip?
              Nur ein kleiner Auszug aus unendlichen Berichten:
              „PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylverbindungen. Die wasser-, fett- und schmutzabweisenden Stoffe stecken in Regenjacken, Antihaft-Pfannen, Fast-Food-Verpackungen, Kosmetika oder E-Auto-Batterien. Das Problem: Sie sind nicht biologisch abbaubar und reichern sich daher in der Umwelt und im Körper an. Dieser Eigenschaft verdanken sie auch die Bezeichnung „Ewigkeitschemikalien“.

              Eine davon ist PFOA, Perfluoroctansäure. Der inzwischen als krebserregend eingestufte Stoff ist bis 2012 Bestandteil der Geheimrezeptur für Teflon. Nachdem Pfannen-Hersteller Tefal über Jahrzehnte PFOA-haltigen Klärschlamm im Umkreis seines Werks im französischen Rumilly deponiert hat, ist das Grundwasser verseucht. 2022 wird das Trinkwasser in der kleinen Gemeinde als für den Verzehr ungeeignet eingestuft. Blutuntersuchungen in einer kleinen Gruppe zeigen: Die Anwohner haben PFOA im Blut, wobei die Werte mit der Dauer des Konsums von kontaminiertem Trinkwasser steigen.“

              Daraus wieder ein Bio-Konvi-Konflikt zu konstruieren und Schuld zuzuweisen, finde ich einfach nur noch billig.

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            • Limes sagt

              „Aber biologische Landwirtschaft setzt keine PFAS in die Landschaft frei“
              sind sie da absolut sicher?
              PFAS sind sehr weit verbreitet z.B auch in Medikamenten, Baustoffen, Elektronik, Kosmetik, Oberflächenbehandlung von Metallen und Kunststoffen, Wachse, Schmiermittel…..
              Keines dieser Produkte z.B auch Medikamente oder andere potentielle PFAS Produkte werden in der biologischen Landwirtschaft nicht eingesetzt, das würde mich überraschen.

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Zum einen ist in dem AGES – Bericht nicht einmal von Bio-Schweinefleisch die Rede, sondern von „Schweinefleisch aus Freilandhaltung „, wobei auch das Herkunftsland gar nicht angegeben ist.
              Und WENN jemand PFAS im Alltag vermeidet, dann sind das ökologisch gesinnte Menschen. Ich verwende schon lang keine Teflon-Pfannen mehr und trage kein Goretex und keine synthetische Kosmetik, Schifahren war ich auch schon Jahrzehnte nicht mehr …

              • evonik sagt

                Es gibt eine Meldung bei infosperber, dass in der Schweiz und in Dänemark je eine Biomilch die meisten PFAS hatte.

                Die Bios sollten kein konv. Stroh und sonstiges zukaufen denn dabei kaufen sie auch PFAS mit.

  3. Elisabeth Ertl sagt

    Der Schlüssel zur Lösung der Probleme ist eine mutige Schließung der Arm-Reich-Schere durch die Politik:
    https://www.youtube.com/watch?v=amOHcF2rNRM
    Dann wäre viel Geld da, um Tierwohl, Renaturierung, Entwicklung weniger giftiger Pestizide etc. umzusetzen.
    Ohne so groß zu denken, kommt so eine Information rüber, wie eine Rechtfertigung, dass man billiger produzieren muss oder gar darf – ohne Rücksicht auf Tierwohl etc. Und damit wird man die Compliance der Gesellschaft nicht bekommen.

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    • Stadtmensch sagt

      In D hat der brave Michel sich gerade für den Schwarzblauen Block entschieden. Die Motivation ist verständlich, aber ich befürchte, die Aussichten der lohnabhängigen Einkommensbezieher auf auskömmliche Rente, Gesundheitsversorgung, Öffentlicher Infrastruktur etc., werden sich noch schneller eintrüben.

      Die Trump-Wählerschaft darf schließlich auch nicht mehr erwarten, als das Bevölkerungsteile mit niedrigerem sozialen Status ordentlich drangsaliert werden. Das reicht ja den meisten….

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    • Kemetbauer sagt

      @EE
      Was haben wir nach dem Schließen der Arm-Reich-Schere? Nur noch Reiche oder nur noch Arme?

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    • evonik sagt

      Ich habe vorhin zum Bruttosozialprodukt in Österreich gegoogelt. Da kommen ca. 70% aus der Dienstleistung.
      Da wird ne Menge Tourismus dabei sein. Da kann man mit wenig Wareneinsatz und wenig Arbeit viel Geld machen.
      Eine Bekannte fährt oft in die Steiermark. Sie sagt:da meine ich immer ich fahre in den Himmel. Die Frau ist Rektorin und kinderlos, weswegen ich vermute dass sie nicht sparen muss.
      Es wäre mal interessant zu wissen wieviel Deutschland pro Euro Bruttosozialprodukt investieren muss im Vergleich zu Österreich.

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    • schmeckt gut sagt

      Ich habe da so meine Zweifel. Im Moment sehe ich nur, dass die Leistungsträger der Gesellschaft dermassen gegängelt werden, dass sie die „Faxen dicke“ haben. Geld, dass man verteilen möchte, kommt ganz sicher nicht von den Leuten, die am lautesten schreien, sondern von denen, die zupacken – und sozusagen als “ Nebenwirkung“ auch Geld verdienen. Wo bleibt der Leistungsanreiz, wenn diese um die Früchte ihrer betrogen werden.

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  4. Christian Bothe sagt

    Natürlich kaufen auch wir preisbewusst ein! Ist vorwiegend der Part meiner Frau! Sie durchforstet wöchentlich die Werbeflyer nach guten Angeboten ( Regionalität ist da zweitrangig)! Ab und zu dann mal zum Fleischer in der Region( weil ich die industriemässige Schweinemast seit 35 Jahren gut kenne) oder auch meinen Kartoffellieferanten aus der Region( früherer Geschäftspartner), der bei Lidl und Co. gelistet ist…

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    • Stadtmensch sagt

      „Regionalität ist da zweitrangig“

      Da hammerse wieder, die großen Markwirtschaftler. Was zählen schon „linksgrüne Gutmenschen-Argumentationsmuster“?

      https://www.landwirtschaft-verstehen.at/genuss/tipps-fuer-kauf-und-kueche/einkauf/regional-kaufen-arbeitsplaetze-schaffen

      Fazit, wer es sich mehr leisten kann und trotzdem in der Aldi-Grabbelkiste wühlt, trägt mehr zur Abschaffung der Landwirtschaft in D bei, als irgendein Weltrettungs-NGO-Funktionär:Innen.

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      • Christian Bothe sagt

        Stadtmensch: Irgendwie daneben, was Sie da schreiben zur Abschaffung der LW. Gerade hier im Osten unterstützt man mit diesem Einkaufsverhalten den Absatz von Milch, Fleisch,Eiern usw.Betriebe, welche industriemässig LW betreiben und ihre Erzeugnisse a den LEH verkaufen! Im Übrigen ist die Qualität nicht schlechter( trotz mancher Behauptungen…)! QS,QM, HACCP und andere regionale! Siegel sorgen dafür! Und regional ist’s auch noch, lieber Stadtmensch. Nichtsdestotrotz haben viele AG und GmbH Verkaufsmaerkte im Unternehmen mit regionalen Produkten…

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        • evonik sagt

          Um die Abschaffung der Landwirtschaft geht es doch gar nicht. Es sind sehr vielwe Bauern zuviel, weil die Mechanisierung sie überflüssig macht.
          Das Land wird mit weniger Bauern wahrscheinlich sogar besser bewirtschaftet, weil Profis es besser können als Hobbybauern.

          Regionalisierung hat auch Grenzen. Wenn nämlich in einer Region ein Nährstoff im Boden fehlt, dann kriegen die Leute dort einen Mangel.
          Ich muss fa immer an 18 denken, der in einer Region aufgewachsen ist wo es angeblich Jodmangel gab. Schilddrüsenprobleme bewirken psychische Probleme.

          Ihr solltet auch nicht Gurus det Gegenwart nachlaufen, sondern erstmal die Weisen des Altertums verstehen.
          Konfuzius und Laotse z. B. Weil China sich entwickelt.

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          • Kemetbauer sagt

            @e
            Ich sitze vor dem Monitor und reibe mir verwundert die Augen. Zuerst hatte ich gedacht, Sie hätten jemand zitiert aber nein, Sie haben es offensichtlich geschnallt. Ironie halte ich mal für ausgeschlossen. Vielen Dank dafür!
            Da kann man über den zweiten Teil Ihres Kommentars einfach hinwegsehen.

            • Reinhard Seevers sagt

              Hätte man den Mansholtplan umgesetzt, hätten wir uns 60 Jahre Stress und Leiden erspart, gelle?
              „Im Mansholt-Papier wurde die Halbierung der Beschäftigtenzahl in der europäischen Landwirtschaft bis zum Jahr 1980 als Ziel definiert. Vier Millionen Bauern, Landarbeiter und Familienangehörige sollten eine staatliche Pension erhalten, wenn sie ihre Betriebe aufgaben; eine Million sollte durch Umschulungsmaßnahmen für die Arbeit in anderen Wirtschaftssektoren qualifiziert werden. 1980 sollten so nur noch 6 Prozent aller Beschäftigten in der EWG im Agrarbereich tätig sein (für 1970 rechnete man noch mit einem Anteil von 13 Prozent). Diese Maßnahme sollte einerseits die Überalterung der Bauernschaft reduzieren und andererseits über 20 Millionen Hektar Grund und Boden verfügbar machen. 5 Millionen Hektar sollten stillgelegt werden, weitere 4 Millionen aufgeforstet, die übrigen Flächen sollten von größeren, rationeller arbeitenden Betrieben bewirtschaftet werden.[2] Den damals bereits beobachteten Trend hin zur Nebenerwerbslandwirtschaft betrachtete Mansholt lediglich als Phänomen des Übergangs, welches durch den Prozess der Schaffung leistungsfähiger Großbetriebe mit der Zeit wieder verschwinden würde“
              😎

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                @ RS
                Manshold flog damals über den Schwarzwald und erklärte, dass in 20 Jahren im Schwarzwald keine Landwirtschaft mehr stattfinden würde. Wenn die Landeswirtschaft dieser Aussage gefolgt wäre, würde es auch keinen Tourismus mehr geben, und die neu gebauten Häuser hätten einen Wertverlust von 50 % erlitten.

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              • Kemetbauer sagt

                @RS
                Was soll dieser Exkurs in die Historie? Mansholt hatte nicht mit der Irrationalität der Landwirte gerechnet. Wie sollte man auch erwägen können, dass es eine Berufsgruppe gibt, die nur um weiter mit dem Schlepper fahren zu können, sich auch noch eine Restlandwirtschaft zumutet.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Kemet, ich wollte eigentlich nur aufzeigen, dass es auch schon lange vor dir Schlaumeier gab. Ich glaube nicht, dass dein Zynismus bereits damals auf fruchtbaren Boden gefallen wâre. Aber nach fast 60Jahren und der damit verbundenen Entwicklung kann jeder klug daher labern, stimmts?

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  5. Jürgen Donhauser sagt

    Das die Verbraucher vor allem preisbewusst einkaufen ist ja wohl nichts Neues. Nicht umsonst sieht Aldi und Co. ihr Sortiment so aus. Man startet ab und zu Aktionen in Richtung Tierwohl und Bio um die NGO und Ideologen zu besänftigen, aber ansonsten ist die Marschrichtung aufgrund des Einkaufsverhalten doch klar – billig, billig, billig.

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    • Stadtmensch sagt

      „aber ansonsten ist die Marschrichtung aufgrund des Einkaufsverhalten doch klar – billig, billig, billig“

      Aus der Studie gehen noch mehr Informationen hervor. Und das ist auch wichtig, um das Mängelwesen (raucht, säuft, sitzt nur rum, aber hat Angst vor Pestizidrückständen) sanft in die „richtigen“ Bahnen zu lenken.

      Zweck der Studie und „richtige“ Bahnen scheint wohl zu sein:

      – Risikokommunikation verbessern
      – Verbraucher:innen besser verstehen
      – gezielte Botschaften entwickeln

      Da steht auch, dass 72 % glauben, dass Klimawandel und Umweltverschmutzung direkte Auswirkungen auf die Lebensmittelsicherheit haben.
      Vertrauen in soziale Medien als Infoquelle ist um 7% gesunken.
      Jeder weiß, dass Herstellerwerbung Verarschung ist (15% Vertrauen).

      Ca 60% der Skandinavier und nur 20% der Osteuropäer kennen die EFSA. Na sowas…

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Herr Donhauser, Sie kennen doch die Aussage der Bibel:
      „Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen; denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden.“
      Es gibt in der Landwirtschaft etliche Idealisten, die ehrlich auf Entwicklungen schauen, die auf Dauer nicht gut sein können, und die ihre Überzeugung hochhalten, dass es auch anders geht. Und über wirtschaftliche Einbrüche hinweg gehen sie ihren Weg und finden ihre Kunden.
      https://fleischundco.at/genuss-trends/sonnenschwein-comeback-biohof-hackl

      Man kann sich natürlich dafür interessieren, was die breite Masse will und dann für sie produzieren. Kann man machen, nur muss man dann halt auch die Konsequenzen tragen und nicht herumjammern.
      Ja, Bio-Schweinehaltung, die diesen Namen verdient, ist sehr sehr aufwändig. Aber Ihre ständigen Behauptungen, sie sei nicht möglich, sind eine grobe Beleidigung all derer, die sich EHRLICH bemühen. Diese Beleidigungen stehen Ihnen nicht zu.
      Ich esse kein konventionelles Schweinefleisch und werde auch keines mehr essen. Es schmeckt mir gar nicht. Und ich esse überhaupt wenig Fleisch und auch nicht nur Schweinefleisch.

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      • Reinhard Seevers sagt

        „Und ich esse überhaupt wenig Fleisch und auch nicht nur Schweinefleisch.“

        Diese Botschaft musste ja noch hinterher geschoben werden, damit man in den guten Himmel kommt….
        Alle Vielfleischesser, wie Argentinier und Amerikaner werden nie in den Himmel kommen, das muss man ihnen sagen! Oh man, dieser missionarische Tatsch ist wirklich schwer erträglich.

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        • Kemetbauer sagt

          QRS
          Warum lesen Sie solche Beiträge überhaupt? Benötigen Sie diesen täglichen Echauffierungsanreiz? Es ist wie bei vielen kleinen Kindern. Man warnt sie vor der heißen Herdplatte aber sie müssen hinlangen. Irgendwann haben auch Sie Ihre Trotzphase durchlebt. Prust!

          • Reinhard Seevers sagt

            Warum kommentierst du Beiträge, die eigentlich nicht gelesen werden müssten? Bist du der Blog-Wart? Einordner? Kontextualisierer? Erklärbär? Wahrheitsinhaber?
            Prust…..

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            • Kemetbauer sagt

              @RS
              Nein, Sie allein besorgen mir täglich kostenloses Amüsement, hier im Blog. Vielen Dank für die Erheiterungen hier!

  6. Stadtmensch sagt

    Für 12 Euro bekomme ich bei meinem Gemüse-Direktvermarkter 2 kg Kartoffeln, 5 Möhren, 5 Zwiebeln. Davon kann ich knapp zwei Kartoffelsuppen für vier Leute kochen. Fehlt aber noch Milch und vier Wiener-Würstchen, Gewürze und Kräutlein. Gibt’s einen Stand weiter. Es geht alles ohne Verpackungsmüll. Und seit zwei Wochen haben wir auch eigene Kartoffeln aus dem Frühbeet, falls Fragen kommen wegen Regionalität.

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  7. Nicolai Asmussen sagt

    Moin @Rathje Clasen
    „Für10 bis 12 Euro bekommt man 12,5 kg Kartoffeln , und kann davon viele gute Gerichte kochen .Ob Kartoffelsuppe , Puffer ,gekocht, usw . . Plus natürlich entsprechend Zutaten bekommt man eine kleine Familie damit eine Woche mittags satt.“

    Und wo bekommst Du eine gute gebrauchte Uroma her, die damit umkann?
    Das ist das Problem.

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    • Rathje Clasen sagt

      Genau, das kochen kann man aber auch neu lernen.
      Auf diese Möglichkeiten sollten wir Landwirte zumindest hinweisen.

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      • Bauer Willi sagt

        Es gibt doch im TV genügend Kochshows, wo man das Kochen gezeigt bekommt….

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        • Nicolai Asmussen sagt

          Oh, ja.
          Ein Schäumchen vom Kartoffelpüree mit einem Träumchen von Minze.

          Und hinterher zu McDonalds.

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    • Lieschen Müller sagt

      Nur aus Kartoffeln wird das nichts. Von 12 Euro bekommt man keine noch so kleine Familie eine Woche satt. Auch der Herd braucht Strom.

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      • Peter sagt

        12,5 kg / 7 Tage / 3 Personen = 595 g/Tag

        wird man von 595 g Kartoffeln jeden Tag satt?

        Ja, von 595 g Kartoffeln (ca. 6 bis 7 mittelgroße Knollen) wird man hervorragend satt. Sie haben ein hohes Volumen, sättigen durch langkettige Kohlenhydrate (Stärke) und Ballaststoffe langanhaltend und wirken Heißhungerattacken entgegen.
        (Sch. KI)

        Silberfolie offenes Feuer …nix Herd😉😁

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  8. Christa sagt

    🙈 Christina hat bestimmt für sich geantwortet, und nicht für die vielen Migranten im Land.

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    • Christina sagt

      Verstehe ich nicht, liebe Christa?! Was haben die Migranten mit meiner Erklärung zu tun?

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      • Bauer Willi sagt

        @Christina
        Es bezieht sich auf den Kommentar von R.Seevers unter Ihrem Kommentar.

        • Christina sagt

          Sorry, hatte ich so nicht aufm Schirm…, aber Herr Seevers sieht doch bestimmt manches auch durch eine rosarote Brille?! 🫣😉

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          • Reinhard Seevers sagt

            Christina, Sie haben meinen Beitrag anscheinend nicht verstanden. Der Mehrheit der Kunden/Verbraucher/Bürger ist regionalität, Herkunft oder ein Bewusstsein eben nicht immanent. Subjektives Handeln des Einzelnen kann sich niemals im Verhalten der Masse widerspiegeln. Man hat uns jahrelang mit moralischen Mitteln versucht „richtige“ Ernährung einzuimpfen. Sprüche wie: „Du bist , was du isst“, haben Ernährung auf das ideologische Schild des „richtigen Handelns“ gehoben. Die Landwirtschaft ist dem gefolgt und etliche haben den moralisch geleuterten und finanziell potenten Kunden auch binden können. Es ist aber, wie in allen Bereichen der Realwirtschaft so, dass die Masse anders entscheidet…..Wann wird diese Realität endlich ankommen in den Köpfen? Der Sozialismus funktioniert nur durch Umerziehung, der Kapitalismus funktioniert nur durch individuelle Entscheidung des einzelnen. Da wir keinen Sozialismus haben und haben wollen ( ich jedenfalls ) wird sich der Markt und damit der Konsum am Individuum entwickeln.

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            • Kemetbauer sagt

              @RS
              Die „Mehrheit der Kunden“ beginnt bei 50,01%. Da bleiben 49.99, die sich anders entscheiden (können). In der Realität sieht das natürlich anders aus. Trotzdem, ich wiederhole mich hier ganz bewusst, der Markt ist die Summe der Nischen (Prof. Köhne). Da gibt es dann große und kleine Nischen.
              Wer ist „man“ beim Versuch des Einimpfens? „Die Landwirtschaft ist dem gefolgt und….“ ist eine Verdrehung der Tatsachen. Kleine Bereiche der Landwirtschaft haben sich diversifiziert. Einige nur vorübergehend und wenige dauerhaft. Das ist auch gut so! Was für den einen moralisch oder ideologisch ist, ist für den anderen eine innere Überzeugung. Egal wo die Triebfeder liegt, sie ist in jedem Fall zu akzeptieren.
              Wo hat denn die Masse sich anders entschieden? Sie ist bei ihrem Kaufverhalten geblieben. Schon immer und damit meine ich Zeit seit wir wieder eine vollumfängliche Lebensmittelversorgung haben, galt der Preis für die Ware als erste Größe beim Kauf. Das ist bis heute so geblieben. Interessant in diesem Zusammenhang ist das Verhalten der Bewohner der NBL nach der Wende gewesen. Für sie waren die verfügbaren Lebensmittel schon immer sehr günstig. Die Preise nach der Wende wurden, obwohl von uns Wessis als günstig bezeichnet, von den Ossis oft als überzogen wahrgenommen. Billig und teuer also nur eine Frage der Wahrnehmung?
              Ihre „Realität“ wird hoffentlich überhaupt nicht ankommen in den Köpfen. Ihr Schwarzweißdenken ist wohl das Resultat des Haderns mit der Realität. Und nein, „der Markt“ wird sich nur in einem ganz kleinen Bereich am Individuum orientieren. Die große Masse wurde schon immer, wird aktuell und wird auch zukünftig, unter Vorspiegelung eines must have, gelenkt. Dort wo die Großen des LEH ihr Geschäft wittern, werden sich zukünftig die „Bedürfnisse“ der Masse auftun.

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              • Reinhard Seevers sagt

                „Die große Masse wurde schon immer, wird aktuell und wird auch zukünftig, unter Vorspiegelung eines must have, gelenkt.“

                Hier sind wir eben fundamental unterschiedlicher Meinung. Ich sehe das „must have“ als links-grün institutionalisiertes framing in allen gesellschaftlichen Bereich, bis hin zur „richtigen“ Ernährungsweise. Das Individuum kauft aber eben dennoch mehrheitlich (und das sind mehr als 50,01%) und eben nicht diese geframten Waren.
                Deshalb kann das ganze wording von Regionalität, Herkunft, Nachhaltigkeit, Bio und CO sich verabschieden, weil der Konsument dies eben nicht mehrheitlich nachfragt. Natürlich hängt das am Preis des Produktes. Aber eben auch daran, dass Menschen sich mit einem Produkt nicht unbedingt eine Weltanschauung zu eigen machen möchten. Wenn die Currywurst als bääh gebrandmarkt wird, damit der Gutmensch durch die Avocado seine Weltrettung offenbaren soll, dann A…leck.

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                • Kemetbauer sagt

                  @RS
                  „….,dann A…leck“. Es ist diese unnachahmliche Sachlichkeit in Ihren Kommentaren, die immer wieder begeistert.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Kemet, das ist intellektuell schon ein Armutszeugnis, dem anderen einen Satz von hunderten als Nachweis einer Unsachlichkeit vorzuhalten. Scheint aber in gewissen Kreisen linksdrehender Mitbürger Gewohnheit geworden zu sein. Armes Deutschland.

        • Christa Schlesinger sagt

          Oh,Entschuldigung. Da habe ich mal einen Kommentar geschrieben und falsch eingetragen. 🙈
          Klar, Sie haben das richtig erkannt, er ging an Reinhard Seevers.
          Danke fürs richtig stellen

  9. Limes sagt

    die englische Version ist mühsam eine deutsche zumindest für die Grafiken erhält man wie folgt
    1. folgenden link öffnen
    https://www.efsa.europa.eu/en/infographics/2025-eurobarometer-food-safety-eu-infographic
    2. statt englisch deutsch wählen und Seite auf Deutsch übersetzen
    Interessant finde ich die Auswertung bezüglich Vertrauen in die Informationsquellen über Lebensmittelrisiken
    Landwirte werden mit 82% (+8%) Wissenschaftlern knapp nach Unis und Foschung mit 84% genannt das ist doch sehr positiv für den Berufsstand. Keine Überraschung das Vertrauen in Ärzten ist mit 90% am Höchsten.
    Landwirte genießen offensichtlich ein hohes Vertrauen vergleichbar mit Verbraucherorganisationen mit ebenfalls 82%.

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  10. Kemetbauer sagt

    Geschmack als Auswahlkriterium? Wie soll denn das gehen? Reinbeißen vor dem Kauf erlaubt! Wir wissen doch, dass alte „geschmackvolle“ Sorten heute kaum noch eine Rolle spielen. Es ist doch eher von Vorteil, wenn das Produkt keinen Eigengeschmack mehr hat und durch Würzung in jede geschmackliche Richtung gebracht werden kann. Bei den Äpfeln war mit Eigengeschmack alter Sorten immer auch eine etwas festere Schale verbunden. Diese Äpfel konnte man bis in das Frühjahr hinein verwenden. Ist heute nicht mehr gefragt.
    Geschmack beim Fleisch? Ich werf mich weg. Magere, geschmacklose Lappen, die mit exotisch anmutenden Gewürzmischungen zu einem exklusiven Happen gepuscht werden, sind in; Fett, der eigentliche Geschmacksträger, ist out. Da bleibt nur noch die Frage, wie die verehrte Kundschaft „Geschmack“ definieren möchte.

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    • Bauer Willi sagt

      @Kemetbauer
      Geschmack ist immer subjektiv. Ich esse sehr gerne Dicke Bohnen in Mehlschwitze. Dem Rest der Familie ist das ein Graus.
      Was z.B. Fleisch angeht: Bratwurst kaufen wir immer im gleichen Laden, weil der Geschmack gut ist. Gleiches bei Tomaten, falls wir gerade keine eigenen haben. Ich denke, so ist das gemeint.

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      • Kemetbauer sagt

        @BW
        Vor wenigen Jahren wurde ich zu einem Hoffest eingeladen. Dort wurde eine Kartoffelverkostung durchgeführt. Fünf verschiedene Kartoffelsorten wurden,
        als Salzkartoffeln zubereitet, zum Testen angeboten. Im ersten Test wurden die Sorten mit Nummern und im zweiten Test mit dem Namen der Sorten durchgeführt. Eine der Sorten war „Linda“. Während diese Sorte im anonymen Test auf den 4. Platz kam, wurde sie im zweiten Test ganz klar auf Platz 1 gewählt. So viel zu „Geschmack“.

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    • Limes sagt

      bezüglich Geschmack gilt folgendes:
      „Über Geschmack lässt sich nicht streiten“
      „Geschmackssache sagte der Affe und biss in die Seife“
      „Der eine mag’s heiß, der andere kalt“
      „Jedem Tierchen sein Pläsierchen“
      „Was dem einen sin Ul, is dem andern sin Nachtigall“ Diesen Spruch z.B gibt es in unterschiedlichen Schreibweisen die für ihn passende kann jeder aussuchen.

      An diesen Grundregeln stören sich vor allem Menschen; Experten und Gruppen die anderen einen „falschen Geschmack“ unterstellen und ihren eigenen Geschmack als Referenz nehmen und anderen überstülpen wollen.

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  11. Rathje Clasen sagt

    Für10 bis 12 Euro bekommt man 12,5 kg Kartoffeln , und kann davon viele gute Gerichte kochen .Ob Kartoffelsuppe , Puffer ,gekocht, usw . . Plus natürlich entsprechend Zutaten bekommt man eine kleine Familie damit eine Woche mittags satt.

    Viele hauen diese 10 bis 12 Euro aber lieber in Pommes und Chips , und dann wird das Geld irgendwann knapp , um satt zu werden.

    Nur mal so zum Nachdenken.

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  12. Thomas Bröcker sagt

    Das bestätigt meine Beobachtungen, dass Preis und Geschmack (genau in der Reihenfolge) die Kaufentscheidungen dominieren.
    Ich habe vor drei Jahren mal einen Werbestand für regionale Äpfel im Rahmen eines Gartenbautages auf dem Platz zwischen Landtag und Nikolaikirche in Potsdam betreut.
    Ich hatte eine Tafel mit einem geviertelten Kreis. Die Auswahlmöglichkeiten für Einkaufspräferenzen waren: Bio Ware, Konv. IP Ware, Regionalität, Sorte. Die Besucher konnten je 2 Klebchen in die Viertelkreise kleben. Es waren 65 % der Klebchen bei „Sorte“,
    24 % bei Regionalität 6 % bei Bio und 5% bei konv. (IP) angebracht (n = 126).

    Für mich war das die Erkenntnis, dass der Handel mit seiner Preispolitik und Werbestrategie die Faktoren Herkunft und Produktionsverfahren bei den Kaufentscheidungen nahezu eliminiert hat. Was ihm (dem Handel) die Einkaufsentscheidungen vorrangig nach Einkaufspreis sehr erleichtert. Das Spiel mit „regional“ haben wir 5 : 0 verloren.

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  13. Zgnflüstrr sagt

    Was kaufe ich denn?
    – Bratwurst immer ohne Hundefleischanteil
    – Bier nur halal
    – Spinat gerne mit Kindeswohlabgabe
    – Milch immer länger haltbar
    – Schokolade nicht unter 50 €/kg
    – bei Nudeln nur die trockene Ware
    – kein Katzenfutter, und nichts mit Huhn und Cerealien
    – Kaninchen- und Taubenleber nur von Fachkräften durchgebraten

    Was ich allerdings nicht nehme, sind Salzlecksteine, weil ich finde, dass das mehr was für Kühe und Ziegen ist.

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    • Bauer Willi sagt

      @Zgnflüstrr
      Darf ich fragen, was dieser Kommentar soll? Soll das lustig sein oder Ironie? Es ist nach meiner Meinung keines von beiden. Etwas mehr Ernsthaftigkeit, bitte.

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  14. Christina sagt

    Hab den Bericht jetzt mehr oder weniger „überflogen“, einiges wird ja doch sehr deutlich und ist interessant, nach welchen Kriterien konsumiert wird und wie die Altersgruppen agieren…
    Was bei uns aufn Tisch kommt bzw eingekauft wird, hängt davon ab, was wir mögen, was wir gerne essen. Natürlich gucke ich auf den Preis (und das werden tatsächlich die meisten Verbraucher tun), aber ich achte darauf, vor allem regional zu kaufen und möchte auch wissen, wo das Fleisch oder Obst herkommt. Wir haben Gottseidank selbst eigenes Gemüse im Garten, Obstbäume und -Sträucher, kochen und frieren ein.
    Ich merke an der Resonanz, wenn ich Freunden oder Bekannten ein Glas Marmelade oder selbstgemachten Holunderblütensirup schenke, dass es ihnen besser schmeckt als die Marmelade im Supermarkt und viele dahin tendieren, bewusster essen bzw einkaufen zu wollen. Es sind m. E. allein die Preise (!) und vielleicht auch die Schnelligkeit im Leben, der Stress, dass man sich beim Einkaufen nicht die Zeit nimmt, bewusster wahrzunehmen, was gekauft wird und woher die Ware kommt.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Solche elitären Einstellungen sind nicht der Maßstab von 84 Millionen Verbrauchern. Schon gar nicht von den migrantisch geprägten. Wann nehmen die Menschen endlich die rosarote Brille ab? 🫤

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