Bauer Willi, Bücher
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Willi gegen Goliath

Ich habe Marian E. Finger (Fingerphilosoph) ein Exemplar meines Buches geschickt, schon bevor es in den Handel gekommen ist. Hier die Rezension:

Willi gegen Goliath

Marian E. Finger

Da liegt es vor mir, frisch aus der Druckerpresse, das neue Buch von Willi: Satt und unzufrieden. Bauer Willi und das Dilemma der Essensmacher. Zwei Tage später hat es den konkaven Rücken, den Paperbacks und Taschenbücher bei mir immer haben, sobald sie gelesen sind. Das Buch liest sich süffig, vielleicht weil es im Stil von Blog-Artikeln aufgebaut ist. Da liest man noch einen Artikel und noch einen und noch einen … und wenn man auf die Uhr guckt, ist es plötzlich schon nach Mitternacht. In mancherlei Hinsicht ist das Buch ein Repetitorium zu Willis Arbeit hier im Blog, eine komprimierte Wissensvermittlung, nur dass man keine Prüfung ablegen muss wie an der Uni.

Im ersten Kapitel schreibt Willi, dass die Landwirtschaft „Personen mit Herzblut, die für den Berufsstand brennen“, braucht, und ich frage mich, ob er eigentlich weiß, dass er selber zu diesen Personen gehört. Das Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Landwirtschaft. Und weil es so hundertpro sein Anliegen ist, der Landwirtschaft zu einem besseren Image zu verhelfen, kann Willi es sich leisten, ehrlich zu sein und bei den Gegnern der Landwirtschaft auch mal ins Fettnäpfchen zu treten, wenn es denn gar nicht anders geht.

Nach seinem Brandbrief Lieber Verbraucher und seinem ersten Buch Sauerei! hat man Willi bisweilen das Etikett Wutbauer angehängt, und wütend, das ist er auch in diesem Buch. Aber er ist nicht nur wütend, sondern auch nachdenklich, selbstkritisch, forschend und suchend, und er sucht den Kontakt gerade auch mit den Kritikern der Landwirtschaft, sogar mit jenen, die die Landwirtschaft verunglimpfen, und mit den Politikern, sogar mit jenen, die mit immer neuen Verordnungen und Gesetzen die Arbeit der Landwirte schier unmöglich machen. Ich finde es auch richtig, dass Willi wütend ist, denn nur, wer diese Wut versteht, kann die Probleme verstehen, mit denen die Landwirtschaft zu kämpfen hat. Aber selbst in seiner Wut strahlt Willi Versöhnliches aus, und man merkt, dass er eigentlich gar nicht wüten und streiten will, sondern lieber in aller Ruhe und Freundlichkeit über die Probleme reden würde, dass ihm aber gar nichts anderes übrig bleibt angesichts der Tatsache, dass die Landwirte mit dem Rücken zur Wand stehen und um ihre Existenz kämpfen, während sie bestimmten gesellschaftlichen Gruppierungen als Sündenbock dienen, auf den man immer weiter draufhauen kann.

Willis neues Buch Satt und unzufrieden kommt nicht in Form einer Beweisführung daher, wo ein Argument stringent aufs andere aufbaut, um mit diesem wuchtigen verbalen Instrument den Leser zu erschlagen, es ist vielmehr ein vielfarbiges Kaleidoskop, das die Probleme der Landwirtschaft in zahlreichen, sich selber widerspiegelnden Facetten aufzeigt. Willi lässt in diesem Buch denn auch viele andere Menschen zu Wort kommen, konventionell und ökologisch wirtschaftende Landwirte, Kritiker der Landwirtschaft, einen Theologen und Tierethiker und auch den einen oder anderen, der hier im Blog kommentiert.

Willi redet Tacheles und greift genau die Themen auf, an denen sich die Kritiker der Landwirtschaft so gerne festbeißen. Am spannendsten fand ich hier die Hintergrundinfos zur Krefelder Studie, die ein ganz neues Licht aufs Insektensterben werfen. Aber auch bei den Themen Glyphosat, Gentechnik, Nitrat und einem Dutzend anderen nimmt Willi kein Blatt vor den Mund. Die Mafiosi-Methoden vom Lebensmitteleinzelhandel (LEH) kommen genauso zur Sprache wie die Agrarpolitik der EU, zu der Willi alternative Lösungsvorschläge entwickelt. Er wirft einen Blick auf die Landwirtschaft im globalen Kontext und auf den Bürger im eigenen Land. Und dann macht Willi das, was er so gut kann: Er baut wieder eine Brücke zwischen der Landwirtschaft und den Verbrauchern, um den Weg in die Zukunft zu öffnen.

Willis neues Buch ist ein superguter Einstieg für all die, die mehr über das Dilemma der Bauern erfahren wollen und eine hervorragende Zusammenfassung für all die, die sich schon mit dem Thema beschäftigen.

Es gibt nur einen Punkt, zu dem ich gern noch mehr erfahren hätte: Seit 10.000 Jahren gibt es Landwirtschaft und 9.950 Jahre lang hat die Gesellschaft gewusst, dass Landwirtschaft immer auch Kampf gegen die Natur bedeutet. Seit etwa 50 Jahren kommen jedoch immer mehr Menschen zu der Überzeugung, dass die Natur den Menschen schenkt, was sie zum Leben brauchen, ohne dass man dafür einen Finger krümmen muss. Die Landwirte sind fast die Einzigen, die noch wissen, dass man seine Nahrungsmittel der Natur abringen muss. Aber das dürfen sie nicht mehr laut sagen. Bauer Willi tut es trotzdem. Es ist doch mehr als rätselhaft, wie eine Gesellschaft innerhalb von nicht mal hundert Jahren alles vergessen kann, was sich in 9.900 Jahren bewährt hat. Was ist da eigentlich passiert?

Der Goliath, gegen den Bauer Willi in seinem neuen Buch kämpft, ist aber gar nicht die Natur. Der Goliath ist eben diese geschichtsvergessene Gesellschaft, die offenbar beschlossen hat, das Fundament, auf dem unsere ganze Zivilisation aufgebaut ist, in Stücke zu hauen und das beschönigend Transformation der Landwirtschaft zu nennen. Der Goliath ist die Politik, die mit Green Deals, Farm-to-Fork-Geschichten, Düngemittelverordnungen und Dokumentationswahn die Arbeit eines Landwirts immer noch schwerer macht. Der Goliath ist der Lebensmitteleinzelhandel, der die Bauern mit Mafia-Methoden unter Druck setzt. Und der Goliath ist nicht zuletzt auch der Verbraucher, der für das Tierwohl, das er lautstark einfordert, nichts bezahlen will. Der Goliath, das sind wir alle, weil wir mit der Landwirtschaft den Ast absägen, auf dem wir sitzen.

Satt und unzufrieden. Bauer Willi und das Dilemma der Essensmacher, ein gutes, spannendes Buch, das uns wieder runterholt auf den Boden der Tatsachen und das deshalb 10 von 5 Sternen verdient.

Gastkommentare stellen die Meinung des/der Autor/in dar.

Ich bin tief bewegt…

https://www.buchkomplizen.de/index.php?cl=details&libriid=A45636571&listtype=search&searchparam=Willi%20kremer-schillings

Hier ein Flyer zum Ausdrucken oder als Vorlage für ein Plakat…
Ab 10 Stück gibt es beim Verlag Rabatt, dann wieder bei 20 und bei 50 Stück. Ab 500 Stück ist der Rabatt dann ganz groß
(Aufrufe 3.165 gesamt, 1 heute)

52 Kommentare

  1. Arnold Krämer sagt

    Bauer Willi hat mit offensichtlich großer Leidenschaft ein Buch geschrieben, in dem nahezu alle Themen angesprochen und behandelt werden, mit denen „die“ Verbraucher mittels unterschiedlicher Medien einen Großteil der Landwirte, aber auch die politischen Parteien in den letzten Jahrzehnten mit zunehmender Tendenz und Härte vor sich hergetrieben haben. Ihm gelingt es, den vielen Lügen und Halbwahrheiten in diesem Themenkomplex mit knallharten Fakten zu begegnen. Dabei profitiert er u.a. auch von dem Wissen vieler Berufskollegen, die in den vergangenen Jahren wertvolle Beiträge in seinem Blog geliefert haben. Inhaltlich fehlt eigentlich nur die kritische Auseinandersetzung mit den fehlerhaften Weichenstellungen und Ausgestaltungen seitens der Agrarpolitik und der Agrarverwaltungen, die bestimmte Fehlentwicklungen zugelassen oder begünstigt, wenn nicht sogar gefördert haben. Ich nenne hier beispielhaft nur das Baurecht und das Düngerecht, das zur „Reparatur“ politisch jetzt so kompliziert gestaltet wurde, dass es wettbewerbsverzerrende Kosten und Prozesse verursacht und die Familien zu Betriebsaufgaben zwingt.
    Das Buch ist flott geschrieben und sehr gut lesbar. Es „glänzt“ mit Fremdbeiträgen, ist meines Erachtens nicht besserwisserisch formuliert, stellt sinnvolle Fragen und bietet vor allem dem nicht landwirtschaftlich vorgebildeten Verbraucher sich abseits des medialen und auch politischen Getöses eine fundierte Meinung zu vielen Fragen der Landwirtschaft zu bilden. Für den landwirtschaftlichen Berufskollegen (egal ob konventionell oder bio „unterwegs“) liefert es viele Argumente für die Diskussion mit Verbrauchern aber vor allem auch den Politikern, deren Fachwissen insbesondere um die vielen, teils gravierenden Zielkonflikte im Agrarsektor nicht sonderlich umfangreich ist.

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  2. Reinhard Seevers sagt

    2% der Landesfläche bedeuten laut Solarenergieförderverein (SfV) nicht das, was wir darunter verstehen….es ist viel weniger und auch viel nachhaltiger.
    Willi, das ist ein schönes weiteres Themenfeld, finde ich.
    😎

    “Es kommt nun noch hinzu, dass diese Stellflächen und Zufahrtswege oft ökologisch wertvoller sind als etwa das Ackerland, dem sie entzogen wurden. An die Stelle monokultureller Anbauflächen, die in der konventionellen Landwirtschaft mit vielfältigen Giftstoffen behandelt werden, tritt hier ein Bodenbewuchs, der nicht zuletzt Insekten einen Lebensraum erschließt (Abb. 5, 6). Man spricht in diesen Fällen eines spontanen und vielfältigen Bewuchses auf vom Menschen überprägten Flächen von „Ruderalvegetation“
    https://www.sfv.de/was-bedeutet-zwei-prozent-der-landesflaeche

    Die Kompensationsfläche gehen selbstredend auch nicht verloren, sie werten die Ackerwüste erst auf und schaffen so Ökologie!

    Framing geht weiter und wird von allen Seiten befeuert…wir retten die Welt und reden es uns so lange schön, bis es auch der letzte alte weiße Mann versteht!

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  3. Sabine sagt

    Ich bin gespannt auf das Buch. Hast Du Dir auch die Hohenloher angeguckt? Ich finde es beeindruckend wie man auch hier Entwichlungspolitk machen kann.

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      • Sabine sagt

        Arbeitsgemeinschaft Hohenloher aka die Rettung des Bunten Bentheimer Scheins und Boef de Hohenloher. soweit ich weiß, hat der Initiator einfach angewendet was er als Entwicklungshelfer gelernt hat.

        • Reinhard Seevers sagt

          Bunte Bentheimer- Rettung gibt’s doch schon seit 30Jahren….wo ist da jetzt die Rettung der Landwirtschaft verortet?

        • Jürgen Donhauser sagt

          Die Bunten Bentheimer sind so fett, da kannst Du nur ganz wenig erlesene Verbraucher dafür gewinnen – also eine Mini-mini-mini-Nische!

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            • Jürgen Donhauser sagt

              Wir machen das auch mit Iberico – gleiche Zielkundschaft wie Bentheimer, aber vom Absatz eher Richtung 1 %.

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              • Inga sagt

                Auch wegen Fett?
                Aber wie ist die Dauerwurstqualität?
                Und der Schinken?

                Aber die Schlachter und Käufer der Schweine werden das wissen und entsprechend nachfragen.

              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Iberico hat eine Spitzenquälität, da kommt das Schwäbisch Hällische bei weitem nicht mit. Billig ist es nicht, aber der Preis ist es wert. Für den täglichen Gebrauch, bin ich mit Duroc zufrieden.👍

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                • Inga sagt

                  Wer will den schon teures Schweinefleisch fpr täglich kaufen?
                  Also lohnt es sich nicht, den Stall mit d3n teuren Rassen voll zu machen. Wenn Euros reicht.

                  Der Verbraucher bestimmt.

                • Inga sagt

                  Ob der verwöhnte Verbraucher am Weltuntergang arbeitet?

                  Wenn er Billigfleisch will, er kein Pfleger sein will, keine Kinder bekommen will, wenn er billige Wohnungen haben will?

                  Wie gestern in
                  hart aber fair
                  zu sehen, müssen deswegen viele Facharbeiter ins Land geholt werden.
                  Was brauchen diese Facharbeiter?
                  Teure Wohnungen.
                  Der Wohnungsbau ist rückläufig und hinkt hinterher.

                  Ich dachte wir brauchen Ackerland. Auch für die Ökologie

              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Hebamme,
                die figurbetonte Frau schneidet beim Essen das Fett weg, die zwei Griebenschmalzbrote als Gruß des Hauses haben eh schon genug Kalorien.😉

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Nach meinem Kenntnisstand ist das Schwäbisch Hällische Landschwein aus der Zucht aus dem chinesischen Jinhua-Schwein und dem seinerzeitigen Landschwein entstanden.
          Früher sagten die Einheimischen Mohrenköpfle zu den Schweinen, das ist, so glaube ich, Politisch nicht korrekt.

  4. Das können wir alle tun:

    Die Landwirtschaft – nicht das einzelne Lebensmittel – wird finanziert.

    In der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) tragen mehrere private Haushalte die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs, wofür sie im Gegenzug dessen Ernteertrag erhalten. Durch den persönlichen Bezug zueinander erfahren sowohl die Erzeuger*innen als auch die Verbraucher*innen die vielfältigen Vorteile einer nicht-industriellen, marktunabhängigen Landwirtschaft.

    https://www.solidarische-landwirtschaft.org/

    Mit besten Grüßen an den Wutbauern 😉

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    • Reinhard Seevers sagt

      Die Solidarität hat ihre Grenzen. Die Fluktuation aufgrund von Wegzug oder familiären Änderungen führen zu ständiger Anpassung und Werbung neuer Finanzierer. Streit innerhalb der Kundschaft oder Ärger über das Portfolio erfordern von allen Seiten ständige Beweglichkeit. Für mich ist das die absolute Nische und kein Konzept für die Versorgung der Bevölkerung eines Staates und zur nachhaltigen Existenzsicherung der landw. Betriebe.

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    • Bauer Willi sagt

      Hallo Jürgen,
      wenn Du das Buch gelesen hast, wirst Du feststellen, dass unter den möglichen Lösungen auch die SoLaWi erwähnt wird. Übrigens sehr positiv. Leider gibt es kaum Kunden, die sich für dieses Prinzip erwärmen können. Und wo keine Nachfrage, da auch kein Angebot…

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      • Thomas Bröcker sagt

        Bin ja selber Förderer und Mitglied einer (wirtschaftlich) relativ erfolgreichen SOLAWI-Genossenschaft. Das entwickelt sich aber zunehmend zu einer Art Großhandel mit Direktabsatz. Die Produktion wird zunehmend auf einige Kulturen beschränkt, die ganz gut gelingen. Das gleiche beobachte ich auch bei anderen ähnlichen Initiativen……entweder es wird aufgegeben, oder es wird zunehmend zum Handel (also das Risiko wird wieder voll auf die Erzeuger umgelegt.) Bis zu “nachhaltig ” und “Kreislauf” ist da noch ein weiter Weg (eventuell auch gar keiner).
        Übrigens will ich morgen versuchen zwei Exemplare deines Buches zu bekommen und sie am Dienstag (Agrarkongress des Umweltministeriums) direkt bei Frau Lemke und Herrn Özdemir zu platzieren.
        Grüße ganz aus dem Osten … T. Bröcker

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        • Bauer Willi sagt

          Hallo Thomas, ich habe Herrn Özdemir vor etwa einer Woche ein Buch geschickt. Mit Widmung. Bisher hat er sich noch nicht bedankt. Vielleicht hat es das Büro aber auch abgefangen… 😉

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        • Inga sagt

          Ja,
          der Handel hat seine eigen Gesetze und die wollen gelernt sein.
          1.
          Aus allen verfügbaren Rohstoffen Geld machen.
          Die Landwirtschaft ist nun mal Rohstoffhersteller und -lieferant.
          Wie die Afrikaner auch.

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      • Brötchen sagt

        Solawi ist ne Schnapsidee und eigentlich nur gut, wenn man auch gerne Kindergärtner geworden wäre und nicht Landwirt…..

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  5. Smarti sagt

    So eine schöne Rezension, da steigt die Vorfreude aufs Buch nochmals an.
    Wie wäre es, einen Text zu entwerfen, den man sich ausdrucken und laminieren kann und damit das grüne Kreuz wieder interessant zu machen ? Jetzt natürlich als Werbung fürs Buch.

    Vielleicht so, dass alle ungefähr den gleichen Tag nehmen, um das neue Plakat aufzuhängen.
    Das könnte man auch “regelmässig” ändern, das wäre bestimmt spannend für Fussgänger, die sonst nicht bei Bauer Willi sind.

    Ich würde auch einen kleinen Tag der offenen Stalltüren mit Buchverkauf bei uns auf dem Hof organisieren… notfalls “alleine” – aber vielleicht könnte man das auch gross bewerben, so dass viele Höfe mitmachen ?

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    • Bauer Willi sagt

      Gute Idee. Ich habe am Ende des Artikels jetzt den Flyer eingefügt, der direkt ausgedruckt werden kann oder als Vorlage für ein Plakat dienen kann.

      Wer größere Mengen bestellen will: ab 10 Stück gibts Rabatt. Weitere Staffel,20 Stück, 50 Stück usw.
      Bitte beim Verlag nachfragen.

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  6. Ferkelhebamme sagt

    Schade, dass die aktuelle Farce umsTierwohl fürs Buch zu spät kommt: nachdem uns Anfang letzten Jahres seitens der Schlachter noch gedroht wurde die Lieferverträge zu kündigen, falls wir uns nicht bei ITW anmelden, werden ITW-Schweinen jetzt die Aufschläge gestrichen, die Verträge gekündigt und sogar Prämien gezahlt, wenn man aus ITW aussteigt. Das ist der Auftrag der Gesellschaft: macht die noch betriebenen Ställe voll bis auf den letzten Platz! Wir wollen billig!
    Wofür wir aber weiterhin aufs Übelste beschimpft und gedemütigt werden. LmaA, der Bestandsabbau geht rasend weiter, innovativer Stallbau findet aufgrund fehlender Leitplanken und nicht vorhandener Planungssicherheit nicht statt.
    Tschö Deutschland.

    Morgen kann ich das Buch in der örtlichen Buchhandlung abholen, freue mich schon drauf! Flucht aus der bekloppten Realität

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    • Reinhard Seevers sagt

      ….aber wenn der Reichtum zurückkommt…was dann Ferkelhebamme?😳
      Scherz,….alle letzten Planungen gehen max. von ITW-2 aus…alles richtig gemacht!😉

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          • Jürgen Donhauser sagt

            @Seevers – Handelt es sich um Mäster oder Ferkelerzeuger? Manche Kollegen haben ja schon auf die gesetzliche Veränderung bei den Abferkelbuchten schon reagiert und sich auf die 6,5 qm verlassen. Jetzt liegen sie wieder daneben!

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            • Reinhard Seevers sagt

              Sowohl als auch….die Ausführungsvorschriften für die Abferkelbuchten sehe ich rechtlich noch nicht durchsetzungsfähig. Da werden Gerichte sich mit beschäftigen. Sogar die Biostandards erreichen diese Vorgabe nicht….warten wir’s ab.

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  7. Ludwig sagt

    Die hier beschriebene Rezension trifft voll ins Schwarze. Offen und ehrlich bringt Willi hier alle grünen Kritikpunkte zur Sprache und widerlegt diese. Gut auch die Worte zum Glyphosphat und der Biodiversität. Das Buch kommt einfach an und jeder der das liest kann sich so sein eigenes Bild machen , ohne das ihm die Grünen und NGOs die Sicht vorgeben.
    Auch in Österreich , aber auch hier im TE-Wecker wurde mit Willi das Buch zur Information für den offenen Dialog gut präsentiert. Willi , wünsche dir bei der vielen Vorarbeit viel Erfolg beim Verkauf dieses Buches . Ich habe drei Bücher , von denen ich zwei verschenken werde. Danke dafür.

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  8. Bauer Fritz sagt

    @Fingerphilosoph
    Es bedarf schon einer einfühlsamen Seele und einer Sprachgewandtheit, so eine Rezension zu schreiben. Respekt.
    Der Verlag wäre gut beraten darauf zu verlinken.

    Wenn ich bei ihrem Bild bleiben darf:
    Ein Goliath gegen den Willi auch immer wieder anläuft, sind mediale Mythen, NGO-Lügen, “social”-media-Zerrbilder. Sei es das 15.000 Liter Wasserverbrauch-Rindfleisch, die Frankenstein-Gentechnik oder der Wolf zum Knutschen. Solche Plattheiten sind meist leicht konsumierbare, alte und neue Klischees (Frames), die halt zu gerne benutzt oder in Stellung gebracht werden (müssen), von immer mehr Menschen, die sich immer mehr vom Hauptthema der Nahrungs-Versorgung und seiner scheinbaren Sicherheit abgekoppelt haben. Nahrungsmittel haben das zu sein, sie haben billig zu sein. Genau wie das Gas aus dem Rohr und der Strom aus der Steckdose. Die aktuellen Jahre zeigen die Folgen dieser beliebten aber eben fatalen Selbstbelügung.

    Diese aber immer wieder und seit Jahren aufgezeigt zu haben sind ein Verdienst von Bauer Willi, diesem Blog. Und eben auch Ein Goliath gegen den Willi auch immer wieder anläuft, sind mediale Mythen, NGO-Lügen, “social-media”-Zerrbilder. Sei es das 15.000 Liter Wasserverbrauch-Rindfleisch, die Frankenstein-Gentechnik, der Wolf zum Knutschen. Solche Plattheiten sind meist leicht konsumierbar alte und neue Klischees (Frames), die halt zu gerne benutzt oder in Stellung gebracht werden (müssen), von immer mehr Menschen, die sich immer mehr vom Hauptthema der Nahrungs-Versorgung und seiner scheinbaren Sicherheit abgekoppelt haben. Nahrungsmittel haben das zu sein, sie haben billig zu sein. Genau wie Gas aus dem Rohr und Strom aus der Steckdose kommt. Die aktuellen Jahre zeigen diese Folgen dieser beliebten aber eben fatalen Selbstbelügung.

    Diese aber immer wieder und seit Jahren aufgezeigt zu haben sind ein Verdienst von Bauer Willi, diesem Blog – und seinen Büchern.

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    • Bauer Fritz sagt

      Weiß nicht warum der Kommentar doppelt aufscheint. Sorry.
      Andererseits: Doppelt hält besser ….. 🙂

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  9. Jürgen Donhauser sagt

    @Fingerphilosoph – eigentlich sollte ich auch eine Rezension schreiben, aber jetzt lasse ich es lieber. Deine “Fußstapfen” sind so groß, da kann keiner mithalten. Ehrlich, Du hast das super toll auf den Punkt gebracht – Chapeau!

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    • Marian E. Finger sagt

      Auf die Fußstapfen kommt es nicht an, sondern darauf, dass jeder in seinem Umfeld Werbung für Willis Buch macht, damit ihm wieder mal so was Geniales wie die “Grünen Kreuze” einfällt. Die Landwirte, die damals der von Willi ausgelösten positiven Dynamik einen anderen Namen angehängt haben, “Land schafft Verbindung”, haben der Landwirtschaft damit ja wohl einen Bärendienst erwiesen

      Vielleicht kann man die Aktion mit den Grünen Kreuzen in Kombination mit dem Buch ja wiederbeleben. Ich fände es auf jeden Fall total cool, wenn die Landwirte jetzt wieder grüne Kreuze auf den Acker stellen würden.

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      • Mark sagt

        @f….ph
        Nach so einer Rezension muss ich das Buch einfach kaufen 🙂

        @ grüne Kreuze: wenn es so weitergeht scheine schwarze Kreuze angebrachter…

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      • Inga sagt

        Ich auch,
        wie viel % der Bevölkerung wissen, was die bedeuten, viele fahren da bestimmt achtlos vorbei.

        Vielen werden das Buch schon deswegen lesen:
        Aber auch bei den Themen Glyphosat, Gentechnik, Nitrat und einem Dutzend anderen nimmt Willi kein Blatt vor den Mund.

        Warum können die Chemielehrer in der Schule nicht im Unterricht aufklären, was Pestizide, bzw. Pflanzenschutzmittel sind?

        Ist Mangel an gesellschaftlicher Interesse, warum das nicht geschieht?
        Ein Defizit, den die Bauern den Bürgern zurückgeben können?

        Oder gar eine Forderung der NGOs?

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      • Bauer Willi sagt

        Ich habe heute morgen eine Mail aus Neuseeland bekommen. Dort stellt man gerade auch Grüne Kreuze auf, die man sich in Deutschland abgeguckt hat.

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  10. Kann man das Buch auch direkt bei dir bestellen… wir betreiben einen Bergbauernhof auf 1200m in den Dolomiten mit Direktvermarktung… bitte einfach IBAN schicken wenn möglich. Danke und viel Erfolg und hoffentlich viele kritische Leser

    • Bauer Willi sagt

      Liebe Elisabeth, wenn Du mich auf euren Hof in den Dolomiten einlädst, bringe ich Dir die Bücher sogar persönlich vorbei! 🙂
      Ernsthaft: ich habe einen Selbstverlag überlegt, aber ein paar tausend Bücher zur Post zu bringen ist mir dann doch zuviel. Ich stecke meine Kraft und Zeit dann lieber in ordentliche Artikel (und Kommentare hier im Blog). Das teuerste was wir Menschen haben ist nämlich Zeit. Erst recht mit 68…

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    • Günter sagt

      Hoi Elisabeth,
      Das Buch ist beziehbar beim Athesia Verlag in Brixen, viele Grüße aus dem Wipptal vom Oberhaller-Hof Günter

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  11. Frikadellen piet 44 sagt

    morgen Willi das ist doch mal ein tolles Lob für deine Arbeit die du jeden Tag machst und für mich Anreiz das Buch bald zu lesen oder zu hören wenn ich es bekomme schönen Sonntag

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