Bauer Willi, Video
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Wildbienen, Bauern und Gesellschaft (mit Video)

In der Diskussion um das Bienensterben  ist man ja mittlerweile auch in den Medien zu der Einsicht gekommen, dass es nicht um Honig-Bienen geht (die werden dank mehr Imker immer mehr) sondern vor allem um Wildbienen, die bedroht sind. Diese sind, im Gegensatz zu Honigbienen, meist Einzelgänger, was heißt, dass sie keine oder nur sehr kleine Völker bilden. Ihre Ansprüche an den Lebensraum sind zudem sehr speziell.

Ich wollte nun wissen, was wir als Bauern für Wildbienen tun können und bin auf die Seite von Dr. Paul Westrich gestoßen, der immer wieder als Experte für Wildbienen zitiert wird. Vielen Dank an alle, die mir den Hinweis gegeben haben!

http://www.wildbienen.info/artenschutz/habitate.php

Wo also fühlen sich Wildbienen wohl? (Zitiert nach Westrich)

  • Reich strukturierte Waldränder, Waldlichtungen und Feldhecken, insbesondere mit südlicher Exposition [teilweise FFH-Lebensraumtyp 41.10 und 41.20]
  • Streuobstwiesen mit altem Baumbestand und floristisch artenreichem Unterwuchs (Wiesen)
  • Zweischüriges, nicht oder nur mäßig gedüngtes Grünland (Erhaltungsdüngung) [FFH-Lebensraumtyp 6510 und 6520]
  • Kleine Sand- und Lehmentnahmestellen
  • Blütenreiche Feldraine
  • Steinriegel
  • Trockenmauern
  • Feuchte Hochstaudenfluren an Graben- und Gewässerrändern [FFH-Lebensraumtyp 6430]
  • Flächen mit Pionier- und Ruderalvegetation, besonders auf Sand und Löß und mit vegetationsfreien Stellen
  • Totholzstrukturen
  • Horizontale und vertikale, vegetationsfreie Erdaufschlüsse wie Erdwege, Abbruchkanten und Steilwände

So hatte dies auch schon Ludger Weß beschrieben: Insekten mögen´s unordentlich.

Für uns als Bauern sind dies wichtige Hinweise. Blütenreiche Feldraine also nicht abmulchen, auch wenn es „unordentlich“ aussieht und demnächst die Verwandtschaft zu Besuch kommt. Vegetationsfreie Stellen sind zum Beispiel die Ecken an Kartoffelfeldern. Totholzstrukturen, also Holzhaufen mit Stämmen und Ästen helfen einigen spezialisierten Arten. Wer macht sich schon klar, dass in so einem Holzhaufen Solitär-Bienen Unterschlupf und die Möglichkeit zur Vermehrung finden? Wir sollten auch altes Gemäuer nicht unbedingt neu verfugen, denn dann versiegelt man die Fläche für Mauerbienen.

Streuobstwiesen können wir Bauern selbst, aber auch die Gemeinde mit den Bauern auf ihren Flächen anlegen. So wurde das bei uns im Ort realisiert: wir Bauern haben die Bäume besorgt, gepflanzt und kümmern uns weiter darum.  Die Gemeinde stellte die Fläche zur Verfügung. Ernten darf das Obst jeder, was aber nicht allzu oft passiert.

Wenn dann die Zivilgesellschaft, also jeder Bürger, sich nur einen einzigen Baustein aus der obigen Liste vornehmen würde, wäre viel erreicht.

Zur Anschauung mal ein Rundgang um unseren Hof. Die besuchten Stellen sind alle in einem Umkreis von 50 (fünfzig) Metern.

Euer Bauer Willi

 

 

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28 Kommentare

  1. Woiibauer sagt

    Honig oder Wildbienen und alle anderen Insekten die der Landwirt wohl aus purer langweilig bekämpft.
    Solang die Lebensmittel so billig in den Regal zum Verkauf angeboten werden wird der Verbraucher auch arglos wegwerfen.
    Nun um auf das Thema wieder zurück zu kommen
    Was hat eigentlich Mikroplastik in honig zu suchen ?
    Da stellt sich doch die Frage : nehmen ander Insekten auch Mikroplastik auf und wenn ja was passiert wenn diese kleine scharfkantigen teile den Verdauungstrakt passieren?

    1+

    • Inga sagt

      Sehr interessante Frage, Woiibauer

      Funktioniert das,
      Microplatik ins Wasser, in die Erde, in die Pflanze, Pollen, Biene, Honig!
      Und wie die sich im Verdaungskanal verhalten, weiß ich nicht.

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      • Inga sagt

        es muß heißen:

        Funktioniert das,
        Micro- oder Nanoplastik ins Wasser, in die Erde, in die Pflanze,

        Nektar,

        Biene, Honig!

        Und wie die sich im Verdauungskanal verhalten, weiß ich nicht.
        Sind beide viel zu mickrig für meine Vorstellungen.

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  2. fingerphilosoph sagt

    Jaja, wir müssen endlich umdenken. Es ist nämlich so, dass die Getreidehähnchen, Läuse, Ährenwickler das Getreide bloß fressen oder zur Eiablage benutzen, weil der Bauer sie mit Insektiziden bekämpft.

    Wenn der Bauer ihnen stattdessen woanders ein hübsches Habitat gestaltet und zudem aufhört, mit Insektiziden um sich zu spritzen, ziehen sie sofort dahin um und lassen das Getreide vollkommen in Ruhe. Denn dann mögen die Insekten den Bauer und verstehen, dass wir Menschen auch was zu essen brauchen.

    So wie der zurückkehrende Wolf ja auch bloß im Wald auf Jagd geht, weil er genau weiß, dass die Schafe und Ziegen auf der Weide nicht für ihn, sondern für den Menschen sind.
    Wahrscheinlich jagt der Wolf nicht einmal. Wahrscheinlich sitzt er einfach da und wartet bis das Kaninchen vorbeikommt und sich ihm als Futter andient. Und dann ist der Wolf sehr traurig, weil er nun, bloß um dem Kaninchen seinen Herzenswunsch zu erfüllen, das Kaninchen fressen muss. Und dann weint der arme Wolf und heult nachts vor lauter Kummer den Mond an.

    Jaja, wahrscheinlich haben wir die Natur die letzten paar tausend Jahre vollkommen missverstanden. Wie gut, dass es die Weltverbesserer, die Grünen und Herrn Felser gibt, die uns endlich sagen, wie es richtig geht. Und gut, dass Bauer Willi endlich anfängt, auf Herrn Felser zu hören und sein Freund wird.

    11+

  3. Hans-Günter Felser sagt

    Lieber Bauer Willi, das ist wirklich ein wunderbarer Beitrag, Danke vielmals. Auch die Privatgärtner sollen solche Naturmodule selbstverständlich anbieten, das voranzutreiben, ist auch im Gange, es gibt immer mehr Netzwerke von Fachleuten und Spezialisten, die da ganz hervorragende Arbeit leisten, diese Gruppen wachsen stetig an. Wenn ich sehe, dass immer mehr WiBiNiHi (netzwerkgruppeninterne Abkürzung für „Wildbienennisthilfen“) in den Gartencentern und sogar Discounter angeboten werden, zeigt es ja, dass auch eine Nachfrage und der oftmals nebulöse und hilflose Wunsch besteht, etwas „für die Natur zu tun“. Diese verkauften Nisthilfen waren in der Vergangenheit leider aber ungeeignet, mehr und mehr hat man sich aber scheinbar beraten lassen und die Nutzqualität steigt enorm. Noch wirksamer aber sind, integrierte Naturmodule als Lebensinsel in den Gärten und auf Brachland, an den Wegrändern, den Saumbiotopen, etc. Selbstverständlich ist das aber nur ein winziger Stein im Mosaik, dennoch ein gutes Zeichen und ein Anfang. Wenn Landwirte es verstehen (und verteidigen), dass sie einfach mal was „unordentlich“ lassen, auch wenn es noch so in den Fingern juckt, den Totholzstapel abzutragen oder abzufackeln, einen abgestorbenen Baum stehen zu lassen (nur da, wo es möglich ist, natürlich) dann ist schon sehr viel getan, es „kostet“ kein Geld, lediglich Verständnis und Lernen. Dafür haben Sie dann auch Sympathie und Unterstützung verdient. Es ist auch zu des Landwirts eigenen Vorteil. „Holz“ (Hecken, Bäume, etc.) hier und da auf dem Acker, also auch mal ein Schutzstreifen, bringt Humus, sichert den Boden vor Erosion, bremst die Winde und lässt den Kleintieren der Flure und Felder wieder eine Lebensmöglichkeit. Das ist altbekanntes und bewährtes Wissen. Ich nenne hier einmal die Möglichkeit, per Benjes-Hecke Lebensräume ohne großen Aufwand neu zu schaffen. Wenn Sie das vermögen, der Natur hier und da wieder mehr Raum zu geben (keine Angst, es geht nicht an Ihren heiligen Acker 🙂 ), wird Ihr Berufsstand auch wieder gemocht und geliebt und auch der ab-Hof-Verkauf hat sicherlich damit zu tun, wie ein Landwirt angesehen wird, ob nur mit bedrohlichem Großgerät im Schnelltempo rumknatternd oder auch umweltsensibel und kommunikativ. Ich will jetzt nicht zu rosig malen, es gibt vermutlich auch weiterhin viele Hürden und auch Missverständnisse. Aber dieser Beitrag, lieber Bauer Willi, ist in meinen Augen ein Meilenstein in Ihrem Forum. Nochmals Dank!

    6+

    • Bauer Willi sagt

      Wow. Ich bin platt. Danke. Und danke, dass ich meinen „heiligen Acker“ weiter bewirtschaften kann. 🙂
      In der Tat lernen wir Landwirte langsam, was wir tun können, ohne dass es was kostet. Aber die geliebte Ordnung scheint so eine deutsche Eigenheit zu sein. Habe da jemanden in der Familie, der es gern „ordentlich“ liebt und jedes Blatt auf dem Hof entfernt. Jetzt müssen wir nur noch unsere Mitbürger dazu bekommen, auch umzudenken. Schauen Sie sich mal dazu dieses Video an.
      https://www.ardmediathek.de/tv/UNKRAUT/Steinw%C3%BCste-statt-Blumengarten/BR-Fernsehen/Video?bcastId=14913036&documentId=52394610
      So sieht es auch hier im Neubaugebiet aus. Freut mich, dass wir uns doch noch anfreunden können.
      Bauer Willi

      5+

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Bauer Willi,
        auf der einen Seite habe ich einen Bach – der auch mal 60 cm Wasser führen kann – FHH Gebiet,
        auf der anderen Seite ein Gewerbekanal, da fühlen sich Libellen wohl und heute morgen ca 20 Schwalben, die im Sturzflug die Insekten fingen. (Daher gibt es wenige 😉 )

        Jetzt habe ich es fast vergessen, ein Graureiher und Stockenten trauen sich auch auf mein Gelände, nicht zu vergessen die Raben und Elstern, die Amseln, Spatzen und Rotschwänze.
        Dann rennen noch vierbeinige Viecher rum mit einem Schwanz, manche meinem es wären Mauereidechsen.

        3+

      • Hans-Günter Felser sagt

        Bauer Willi, Danke für den Link, das Video ist bereits in den Foren bekannt, wir sind gut vernetzt. Es gibt für diese Gabionen und Schottergärten den Begriff „Gärten des Grauens“. Bei einigen Senioren, die nicht mehr beweglich sind, geht es ja noch an, dass sie versuchen, den Aufwand zu minimieren, aber leider haben sich ganze Garten- und Landschaftsbaugesellschaften gerade auf diesen Trend gestürzt und auch körperlich (und geistig?) mobile Menschen versiegeln den Boden aufs Jämmerlichste. Derzeit ist eine an sich interessante Entwicklung zu beobachten: Einerseits gibt es Gärten, die völlig steril (haha, die Natur schlägt denen ein Schnippchen) gehalten werden, andererseits entstehen mehr und mehr sensibel und fachgerecht angelegte Naturgärten, die den Ansprüchen der Mitlebewesen möglichst optimal gerecht werden und ihnen eine Lebensinsel bieten. – Da Sie den Ralf Roesberger ja kennen: Der Ralf war mal im Hortus Insectorum beim Markus Gastl, dieser Hortus ist einer von vielen Naturgärten, die im Hortus-Netzwerk vernetzt und aktiv sind. Wenn Sie mögen, schauen Sie mal in die Gruppe rein. Die ehrlichen Bemühungen, Artenvielfalt zu erhalten, sind kein Kinnwasser, sondern sehr real. https://www.facebook.com/groups/284132541750728/ Herzliche Grüße und einen schönen Feiertag wünsche ich.

        2+

        • Bauer Willi sagt

          Ralf wohnt „um die Ecke“. Auch einen schönen Feiertag.
          Heute 4 mm. Wenn et nit rähnt, dann dröppelt et. 🙂
          Bauer Willi

          1+

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Nach Rodung eines Obstfeldes habe ich die Wurzel af eine Wiese abgelagert. Jetzt ist es ein Biotop wo sich Tiere aufhalten können.

      Vor 10 Jahren hätte ich vom Landratsamt einen “ Liebesbrief“ bekommen, mit dem Inhalt:

      Unerlaubte Abfallbeseitigung,
      diese Ordnungswidrigkeit wird mit 300 Euro geahndet.

      4+

    • Michaela 71 sagt

      Hallo Bauer Willi,
      das ist wirklich ein toller Beitrag, und Sie haben aus Sicht der Natur quasi einen idealtypischen Hof, ganz, ganz wunderbar.

      Und hallo Herr Felser,
      ich freue mich auch über Ihren Beitrag- schade, dass jetzt der fingerphilsoph so polemisiert.
      Den Begriff Benjes- Hecke kannte ich nicht.

      Mir geht es wie dem ehemaligen Landwirt, dass mich die Dorfgemeinde schon mehrmals rügte, ich würde meinen Weidesaum nicht mähen- ernsthaft Gesprächsthema auf der Gemeindeversammlung!- und einen Haufen aus abgeschnitten Zweigen gebildet habe, ohne ihn beim Maifeuer mitzuverbrennen.

      1+

      • fingerphilosoph sagt

        „Wer da fährt nach großem Ziel,
        lern am Steuer ruhig sitzen,
        unbekümmert, wenn am Kiel,
        Lob und Tadel hochauf spritzen.“

        (Emanuel Geibel)

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        • fingerphilosoph sagt

          Oder anders: Eine Sprache, die allzu explizit Lob und Tadel zum Ausdruck bringt, wie das nun hier auf einmal der Fall ist, wirkt auf mich schulmeisterlich. Wenn es sich dabei gar noch um Kommunikation zwischen Erwachsenen handelt, sogar befremdlich.

          2+

          • Michaela 71 sagt

            Naja, lieber lass ich Sachlichkeit und eindeutige Positionen als „schulmeisterlich“ beschimpfen als Unsachlichkeit hinter Polemik verstecken.

            1+

            • Mark sagt

              „Auf großen, zusammenhängenden Flächen werden andauernd Gifte ausgebracht. Gifte, die Insekten, Pflanzen, Pilze etc. vernichten. Deren Vernichtung hat Folgeschäden, daher gibt es ein Artensterben. Die Bodenorganismen werden ebenfalls vernichtet und die Böden erodieren deshalb. Der zunehmende Verlust der Bodenfruchtbarkeit belastet unsere Zukunftperspektiven.“ O-Ton Felser
              Ist dieses Geschwurbel etwa sachlich?? Nur weil Felser jetzt ausnahmsweise mal Süßholz raspelt, falle ich ihm noch lange nicht um den Hals.

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            • fingerphilosoph sagt

              @ Michaela 71,

              Weder Sie noch ich wissen um die Wege der Evolution, deshalb wissen wir beide nicht, was mit Blick auf die Zukunft „gut“, „besser“ oder gar „wunderbar“ ist. Das sind persönliche Urteile, hinter denen sich bei näherer Betrachtung nichts anderes als Gefühl versteckt und sich den Anschein von „Sachlichkeit“ gibt. Der Unterschied zwischen uns beiden besteht darin, dass ich meine Grenzen kenne und weiß, dass es keinen archimedischen Punkt gibt, von dem aus der Mensch die Gestaltung des Ökosystems bzw. der Erde objektiv beurteilen kann.

              Können Sie bspw. mit absoluter Sicherheit ausschließen, dass die Anlage von Insekten-Habitaten bei gleichzeitiger Abschaffung von Insektiziden im Verbund mit der Klimaerwärmung unseren Nachkommen nicht eine Malariafliege oder Schlimmeres beschert? Werfen Sie doch mal einen Blick auf die Insekten-Habitate nach Afrika und auf die Krankheiten, die dort von Insekten übertragen werden.

              In Bezug auf die Gestaltung der Erde gibt es keine Sachlichkeit. Sondern nur Menschen, die sich auf einen gottgleichen Standpunkt versteifen und so tun, als wüssten sie, was gut für die Erde oder für die Menschheit ist, und solche, die das nicht tun.

              Es bleibt ihnen unbenommen, Insekten-Habitate „wunderbar“ zu finden. Aber das ist nicht sachlich, sondern Ihr persönlicher Standpunkt, den Sie und Herr Felser in der Diskussion verabsolutieren und als „Sachlichkeit“ verkaufen.

              Tatsächlich gefällt mir rein gefühlsmäßig eine gewisse Unordnung im Garten auch besser als eine ausgeräumte Landschaft. Aber ich mache daraus keine Weltanschauung, die ich anderen Menschen über Lob und Tadel aufzudrängen versuche. Wenn ich kritisiere und polemisiere, nehme ich mein Gegenüber immerhin auf gleicher Augenhöhe wahr, wenn ich Lob und Tadel verteile, stelle ich mich über den Anderen, um ihn in meinem Sinne zu erziehen.

              Die Verwendung der Begriffe „beschimpfen“ und „Polemik“ gehören übrigens auch nicht gerade in eine „sachliche“ Diskussion, zumal ich ja gesagt habe, dass es auf mich so wirkt und ich meinen persönlichen Standpunkt damit verdeutlicht habe. 🙂

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      • Hans-Günter Felser sagt

        Michaela 71. Ich kenne das. Es ist sogar so, dass fremden Personen es in den Fingern juckt, Hand anzulegen, um endlich „alles ordentlich“ zu machen. Das geht schon an Hausfriedensbruch, was denen aber egal ist, hauptsache „schön schier“ (das ist ein Begriff aus dem Norden, die Bauern vom Alten Land kennen das wohl). Man muss dann dahinter stehen, es erklären. Die Zeit ist dafür aber reif, immer mehr Leute interessieren sich dafür und begreifen. Die Medien ziehen mit. Fachwissen und Fachleute stehen bereit, zu helfen, man muss nur wollen. – Heute ist wieder ein neuer Hortus in meinem PLZ5 Bereich, für den ich Ansprechperson bin, dazugekommen, der hat 5.000 m², das Netzwerk der Willigen wächst – wir haben auch in Frankreich, Österreich, der Schweiz, Ungarn usw. Horti-Partner im Netzwerk. Das greift! 5.000 m² sind relativ wenig, aber dennoch sehr hilfreich. Wie unendlich hilfreicher wäre es, wenn die, die die großen Flächen haben, mitziehen. Liebe Landwirte, liebe Bauern, macht bitte mit! Es ist zu eurem Vorteil, glaubt mir! Herzliche Grüße an alle Wohlwollenden!

        5+

    • Inga sagt

       Das keimende, das da in den Dämmen wächst, wird das mit beschädigt, wegen der zu hohen Temperaturen?

      Wie hoch ist der CO2 Verbrauch?
      Nur weil wir uns nicht bücken wollen?
      Können wir Menschheit das verantworten?

      Dann doch lieber mehr bezahlen und es händisch oder mechanisch machen?

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      • Mark sagt

        „Wie hoch ist der CO2 Verbrauch?“ Da siehts gut aus, es wird keins verbraucht, es ensteht sogar welches 😉

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  4. Friedrich sagt

    Willi , so wie bei dir sieht es auf den meisten Höfen aus. Jeder hat so seine Biotope. Deshalb sind wir Bauern auch die wirklichen Grünen. Die politischen Grünen in Berlin reden nur davon , tun aber nichts , außer uns wirklichen Grünen ständig zu Ärgern. – Auch bei uns auf dem Hof haben wir viel grün. Irgendwas blüht immer . Vor lauter Insekten , haben wir uns Fliegengase an den Fenstern installiert. Unser Regenwasser von den Gebäuden läuft in Versickerungsbecken . Hier ist immer was los. Direkt daneben haben wir den Reinigungsabfall vom Getreide liegen. So haben unsere Feldhasen , Rebhühner und Insekten ihren Lebensraum, ohne das wir uns stören. Damit die Schwalben Wasser für ihren Nestbau haben, lasse ich immer auf eine Betonplatte in eine Vertiefung Wasser laufen. Da ist dann was los. Schwalben, Tauben, Stare, Finken usw. tummeln sich da.

    6+

  5. Obstbäuerin sagt

    Hallo Bauer Willi, am Montag habe ich mit Frau Dr. von Orlow gesprochen und sie hat zugestimmt, mir was schriftliches zu der Situation in Markendorf zukommen zu lasen. Für den Beitrag aber leider zu spät, weil es noch eine Weile dauern wird.
    Aber sie hat mir gesagt, dass Brandenburg und Berlin die Hochburgen der intakten Wildbienensituation sind. Das ist auch kein Wunder, denn wir sind ja die Sandbüchse des Landes. Wer also keine Insekten mehr in seinem Umfeld findet und diese sehr vermisst, den lade ich nach Brandenburg ein. Hier gibt es von allem reichlich und von einigem (Stare) leider schon zu viel.

    2+

    • Brötchen sagt

      bei mir ist dieses Jahr extrem viel im gewächshaus. auch bb. die Nachtfalter sind schon weniger. viel Ameisen dieses Jahr, gibt ja auch viel grünspechte. sehr viel schnaken zur Zeit.

      1+

    • Bauer Willi sagt

      @Obstbäuerin
      Toll, Danke. Dürfen wir das dann auch veröffentlichen?
      Bauer Willi

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      • Obstbäuerin sagt

        Ja das ist erlaubt, ich habe ihr gesagt, dass es für einen Beitrag im Blog von »Bauer Willi« genutzt werden soll.

        1+

  6. Thea S sagt

    Danke für das interessante Video. Eine tolle Umgebung des Hofes, sehr schön unordentlich, mit vielen ganz verschiedenen Lebensräumen. Da geht einer Biologin das Herz auf. So sollte es sein, Optimierung der angebauten Feldfrüchte auf den Feldern, mit vielen unterschiedlichen Lebensräumen daneben. Damit ist den Insekten (und anderen Lebewesen) sehr viel mehr gedient als durch zusätzliche Nutzung der Flächen durch Biobetriebe, die ja mehr Fläche brauchen (und auch gerne optimale Erträge erwirtschaften wollen).
    Zwei Anmerkungen:
    1) „es geht vor allem um Wildbienen, die bedroht sind“ – derzeit ist das wohl eine Behauptung. Wenn es nicht die Honigbienen sind, müssen es die Wildbienen sein, irgendeine Bienengruppe muß ja bedroht sein, bei den vielen Pestiziden (Ironie aus). Aber präventive Maßnahmen schaden ja nicht, sofern nicht „Blumenwiesen“ als das Allheilmittel gesehen werden.
    2) Auf der Magerwiese und den Ruderalflächen wurden Bienenwiese bzw. Phacelia eingesät. Muß wohl vor dem Artikel von Ludger Weß gewesen sein. Beides sind eigentlich mittlerweile seltene Lebensräume für Insekten, die sonst keinen Platz mehr haben. Also, vielleicht einmal überlegen, ob wirklich überall Blumenwiese richtig ist.
    Insgesamt, TOLL, weiter so. So muß/kann die konventionelle Landwirtschaft aussehen. Und, weiter darüber reden und zeigen!

    4+

  7. Peter DROVE sagt

    Habe wochenlang eine Matschpfütze mit Wasser frisch gehalten da bei warmen Wetter die Wildbienen ihre baustoff für ihren Nachwuchs holten.😀

    2+

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