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Abflammen oder nicht?

Angesichts dieser Bilder zur biologischen Unkrautbekämpfung kommen in mir einige Fragen hoch…Ein Beispiel: Was passiert mit den Tieren? Wie vertragen das die Regenwürmer an der Bodenoberfläche? Was mit Laufkäfern? Schmetterlingen? Feldhasen, Kaninchen? Was mit den Bodenbrütern wie Feldlerchen, Kiebitze. Und was ist mit Fasanen und Feldhühnern?
Übrigens habe ich im Herbst mit dieser Methode in unserem Hof eine Konifere „abgefackelt“. Bin wohl mit meinem kleinen Gasbrenner ein wenig zu nahe rangekommen. Zum Glück lag der Gartenschlauch gleich daneben, sonst wäre das Haus auch gleich mit abgebrannt. Man stelle sich vor, ich hätte einen Wegrain neben meinem Feld in Brand gesetzt…Auweia, da hätte ich bestimmt in der Zeitung gestanden.

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25 Kommentare

  1. Paulus sagt

    @Obstbäuerin, irgendwie komme ich mal wieder zu spät und mir fehlt unter Ihrem Beitrag w.u. die Antwortfunktion.
    Trotzdem folgendes: Sie dürfen sich schon mal mit dem Gedanken vertraut machen, dass es bereits Ernteroboter für Obstplantagen gibt. Das sind so 10-armige Dinger die z.Zt. bereits Äpfel mittels Vakuumgreifern schonend vom Baum pflücken und nach Qualitäten sortiert, in ebenfalls selbstfahrenden Transportunits ablegen. Das kalifornische Startup bzw. Spin-Off des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Stanford University wird u.a. von der BayWa AG finanziert.
    Der Grund für diese Entwicklung ist übrigens (nahezu) banal. Auf Grund der Immigrationspolitik eines gewissen Herrn Donald Trump stehen in den USA schlicht nicht mehr genügend Erntehelfer zur Verfügung.

    Interessant scheint mir in diesem Zusammenhang auch ein in good old Germany entwickelter Roboter für die Ernte von Blumenkohl zu sein. Bisher war es wohl notwendig die Reife jeden einzelnen Kopfes durch Anheben der Deckblätter zu prüfen, auch wenn diese nah nebeneinander standen.
    Mit Hilfe von Hyperspektralkameras, die den optimalen Reifegrad anhand der biochemischen Zusammensetzung der Blätter erkennen, hat sich das Thema erledigt und der Roboter erntet die Köpfe zum optimalen Zeitpunkt, bei Tag und bei Nacht und Rückenschmerzen bekommt der garantiert nicht.

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    • Obstbäuerin sagt

      Verschiedene Erntehilfen sind ja schon in größeren Betrieben im Einsatz. Roboter waren bisher noch nicht dabei. Ich bin überzeugt, dass auch diese Maschinen irgendwann bei uns zum Einsatz kommen, wenn der Mindestlohn für die Erntehelfer höher ist, als die Preise für unsere Produkte. Aber diese Maschinen werden sich nur in großen Betriebseinheiten rentieren. Das wird das Bauernsterben der kleineren Betriebe beschleunigen.

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  2. Hans-Georg Meyer sagt

    Zur Frage haben es die Niederländer leichter, in gewisser Hinsicht schon, denen ist Klar das Landwirtschaft sich rechnen muss, das man damit Geld verdient.Da sind die wesentlich experimentierfreudiger. Auf der Anderen Seite sind die viel krosser was Gesetze z. B. angeht, z. B. im Straßenverkehr oder aktuell der Umgang mit Nutrias oder überbordende Gänsemassen. Oder auch der Umgang mit Gülle ist auf eine weise geregelt da würde so manchem der kalte Schweiß ausbrechen. und das schon zu einer Zeit wo bei uns sich noch keiner drum geschert hat.

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    • Inga sagt

      Bestimmt wegen den Grachten, oder?
      Fließt da jetzt keine Gülle mehr drin rum?

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      • Inga sagt

        Ja
        und wir normalen Bauern,

        die nichts damit zu tun haben, sind auch Schuld daran!!!

        Frag AdT

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  3. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin an alle User in Willis und Alois Blog. Das Thema und seine Auswirkungen für Natur, Umwelt und Landwirtschaft was da gezeigt wird ist für mich unvorstellbar.
    Der Brandenburgbauer verabschiedet sich in den Urlaub. Nach Polen, ein Land das ich und meine Frau lieben gelernt haben. Gestern , habe ich eine Reportage gehört und war sehr überrascht. Zweidrittel der Deutschen und ebendsoviel der Polen haben noch nie das jeweilige Nachbarland besucht. Sehr aufschlussreich, ich persönlich finde es schade.
    Alle die noch nicht da waren haben eine negative Meinung. Warum? Reisen bildet, wer das abstreitet ist auf einem Irweg. Ich kann allen die neugirig sind Polen nur empfehlen.
    Als Zwischenzeiler noch ein Wort zum Thema Landwirt.
    Der Landwirt ist heut Idealist,denn reich wird er durch Arbeit nicht, er schafft von früh bis spät ob er nun erntet oder sät, seinen Gewinn kann niemand neiden, der Preisdruck läst Ihn, heute leiden. Die Globalisierung muß er hassen, die hat schon viele Höfe sterben lassen.
    Der Landwirt liebt die dunkle Erde, Hühner. Schweine, Kühe, Pferde und auch die Sonne und den Regen. Die lassen seine Wirtschaft leben. Er ist sich eins mit der Natur, ist Spezialist in Wald und Flur. Und man sollte nie vergessen, Ohne Ihn gebs nicht zu essen!

    Leider, ist das alles in der jetzigen Zeit vergessen.
    Dieses reiche Land, will uns Landwirte nicht mehr. An allen Unzulänglichkeiten sind wir Schuld. Offen in dieser Sache ist nur noch die Flüchtlingsangelegenheit. Doch findige NOG s werden einen Ansatzpunkt finden.
    Eine Bitte, behandelt ,Willi und Alois wie es sich gehört. Sie beide leisten eine enorm wichtige Arbeit was das Verhältniss Landwirt und Verbraucher betrifft.

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  4. Paulus sagt

    Sorry Leute, aber wer der Meinung ist die Methode des Abflämmens hätte auch nur entfernt was mit Bio zu tun, kann doch nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Es wäre interessant zu erfahren wo diese Methode überhaupt zugelassen ist.

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    • Bauer Fritz sagt

      Auf Grund der Maßeinheiten-Infos, die sich auf Youtube finden, tippe ich hier auf einen Biobetrieb in Großbritannien. 20 gpa meint vermutlich 20 gallons per acre (= ca. 60 l pro ha) und 41,5 million btu vermutlich british thermal Units (= ca. 12 MWh = ca. 43,8 GJ).
      Das wäre somit ein Jahres-Energieverbrauch von etwa 4 Haushalten.
      Aber wie gesagt, ist nur eine Vermutung.

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  5. Philip sagt

    Und so ein Schwachsinn wird als „grün“ und „umweltfreundlich“ beworben.

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  6. Friedrich sagt

    Mein Nachbar , der Biobauer , hat auch ein Abflammgerät.Damit fährt er 1 – 3 x den Möhrenacker ab. Ob der umgerechnet für alles mit 400 -500 ltr./ha Diesel klarkommt ?
    Auf jeden Fall ist die CO2-Bilanz erheblich schlechter als bei den konv. Betrieben. Ohne Staatsknete würde da nichts laufen. Auch das Schwermetall (Kupfermittel) sollte einmal überprüft werden. Stimmt das , daß durch die vielen Kupfermittel im Bioanbau der Weizen
    Wachstumsprobleme hat ??

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  7. Bauer Fritz sagt

    Die Agrarwende fährt in den Sonnenuntergang.
    Alles ist da was die Wender für die Welt wollen:
    *) Kleinbäuerliche Betriebsstruktur mit Feldern, wo man nur 8 Minuten mit ca. 7-8 km/h in eine Richtung fährt und mit ach putzigen kleinen Regenmachern im Hintergrund)
    *) CO2-Neutral durch proper Propan
    *) Voll erwärmt für Beikräuter und Bodenlebewesen
    *) Wir stimmen freudig ein in den Global-Öko-Revolution-Chor:
    Bien´ und Käfer flieg.
    der Bauer ist im Krieg
    die Bäu´rin macht auf Bioland
    und Bioland wird abgebrannt
    Bien ´ und Käfer flieg.

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  8. bauerhans sagt

    das wäre so in D nicht zulässig,sondern nur mit kleinen flammen und spritzschirmen und würde sicherlich vom schornsteinfeger kontrolliert!!

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    • Inga sagt

       Das keimende, das da in den Dämmen wächst, wird das mit beschädigt, wegen der zu hohen Temperaturen?

      Wie hoch ist der CO2 Verbrauch?
      Nur weil wir uns nicht bücken wollen?
      Können wir Menschheit das verantworten?

      Dann doch lieber mehr bezahlen und es händisch oder mechanisch machen?

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      • Bauer Willi sagt

        Es wird bald wohl die Technik verfügbar sein, die das ohne menschliche Kraft hinbekommt. Die Unkrautroboter sind im Kommen. Wer was dazu weiß, bitte melden.
        Bauer Willi

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        • Inga sagt

          Ja
          ob die Techniknologie vor allem nur von denen vorangetreiben wird, die zwischen 1940 und 1960 geboren sind?

          Aber ich denke das Abflämmen ist auch ein Schritt,
          vieleicht kann man die oberste Schicht auch mit einem speziellen Gerät pasteuriseirn???

          Es gibt so vie Möglichkeiten.
          Mit Sensortechnik, die Unkrautart und -größe festellen kann???

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          • Paulus sagt

            Die techn. Sensorik ist hoch entwickelt und der menschlichen haushoch überlegen, das kann ich Dir als Ing. versichern. Ich habe mich täglich damit zu beschäftigen.
            Pflanzenart und Größe festzustellen ist überhaupt kein Problem. Zurzeit sind die Robos noch in der Lernphase, das hat aber andere Gründe.
            Wie heißt es so schön: Können dürfen sie schon aber tun dürfen sie es noch nicht.

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            • Obstbäuerin sagt

              Oft ist das Zeitfenster für bestimmte Maßnahmen relativ eng. Wie verlässlich wird diese Technik denn in der Praxis sein? Wie schnell kommen sie aus der Reparaturwerkstet wieder zurück, wenn sie defekt sind? Und was wird es kosten in der Anschaffung und Unterhaltung?

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            • Inga sagt

              Warum dürfen sie ihr Können noch nicht, Paulus?

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            • Alois Wohlfahrt sagt

              Auch wer zu früh kommt, den bestraft das Leben.
              Die Roboter kommen, sobald das „Geschäftsmodell“ dafür marktreif ist.

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            • Paulus sagt

              @ Inga
              Ganz einfach, keine Company wird außer in der Experimentalphase einen Robo aufs Feld schicken ohne dass es klar definierte gesetzliche Regelungen gibt. Wahrscheinlich werden unsere Nachbarn aus den Niederlanden mal wieder die Vorreiterrolle übernehmen.

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            • Inga sagt

              Klar, Paulus
              hier darf man
              „Keinen Robo aufs Feld schicken ohne dass es klar definierte gesetzliche Regelungen gibt“
              alles muß geprüft sein!

              Aber warum geht es in den Niederlanden leichter?
              Haben die nicht so strenge Gesetzte wie wir?
              Die gelten doch EU-weit, oder?

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        • Mausschubser sagt

          Ja die Roboter werden nicht nur Unkraut bekämpfen, sondern auch Pflanzenkrankheiten und Schädlinge erkennen können und dem Landwirt das auf das Handy melden. Unter Umständen bekommt er die geeignete Methode zur Behandlung gleich mit vorgeschlagen, bzw. umgehend in der notwendigen Menge auf den Hof geliefert. Interessant ist in diesem Bereich auch die Vernetzung der Daten um zum Beispiel frühzeitig zu reagieren, wenn das Schadpotential noch beim weiter entfernten Nachbarn ist. Dazu kann man Wetterdaten und anderes berücksichtigen, um zB Spritzmittelmengen zu reduzieren. Alois hat richtigerweise auf das Geschäftsmodell verwiesen, ich hoffe du kannst dir vorstellen was da alles möglich ist. Die Entwicklung der Roboter ist ebenso hoch komplex. Schon alleine die Frage, ob man einen Universal Roboter hat oder einen für bestimmte Kulturen oder sogar mehrere für bestimmte Kulturen, weil die Anforderungen während des Pflanzenwachstums sich ândern. Spannende Sache, weil ein Industrieunternehmen nur dann damit Geld verdienen kann, wenn sich das für alle Beteiligten lohnt.

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          • Obstbäuerin sagt

            Es wird sich für alle lohnen, nur für den kleinen Bauern nicht. Denn der kann sich die Technik schlicht nicht leisten.

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  9. Woiibauer sagt

    Alles gut und günstig und immer verfügbar im Regal des Lebensmittelhandels, was dan nicht Verkauf wird kann ja billig endsorgt werden!
    Einer kleinen Randgruppen wie den Landwirten kann man vorschreiben wie sie ihre Felder bearbeiten müssen kostet ja nur das geld und die Arbeit vom Landwirt.
    Sobald es aber an den eignen Geldbeutel geht …….

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