Alois
Kommentare 38

Das große Entgiften – Vision oder Utopie?

Die Diskussionen über die Zukunft des chemischen Pflanzenschutzes sind im vollen Gange. Vieles steckt jedoch irgendwie in der Sackgasse. Zu verhärtet scheinen die Fronten. Es fehlt an realen Zukunftsperspektiven.

Deshalb möchte ich hier einen  etwas anderen Artikel von ZEIT online zur Diskussion stellen. Hier haben sich zwei Journalisten die Mühe gemacht eine Vision zu entwerfen. Vielleicht ist es auch eine Utopie. Doch lesens- und diskussionswert finde ich diese Fiktion allemal.

Alois

https://www.zeit.de/2018/22/agrarpolitik-ackerbau-pflanzenschutz-zukunft/komplettansicht

Bild: https://www.zeit.de/2018/22/agrarpolitik-ackerbau-pflanzenschutz-zukunft/komplettansicht

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38 Kommentare

  1. Heinrich Steggemann sagt

    Es braucht mehr industrieunabhängige vernetzte Forschung im Bereich der natürlichen Zusammenhänge, deren Ergebnisse müssen wiederum leicht verständlich auf die landwirtschaftliche Praxis heruntergebrochen werden. Unternehmen forschen nur dort, wo sie sich den späteren gewinnbringenden Verkauf von „Exclusivprodukten“ versprechen. Alternativen beleben das Geschäft. Die Industrie ist nicht böse, sondern sichert unseren aktuellen Lebensstandard. Dies sollte uns als Gesamtgesellschaft aber nicht davon abhalten, nach resourcenschonenderen Methoden in allen Lebensbereichen Ausschau zu halten. Wieviel Chemie könnte und sollte jeder in seinem persönlichem Arbeits- und Privatleben einsparen. Wir brauchen eine ehrlichere Gesamtdiskussion. Bei jedem Kritikpunkt an der heutigen Landwirtschaft sollte gleichzeitig der Rest der Wirtschaft mit ins Visier genommen werden und mit der gleichen Intensität angegangen werden.

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  2. Heinrich Steggemann sagt

    Zu einer Weiterentwicklung gehört aus meiner Sicht eine faktenbasierte Bestandsaufnahme. Ich nehme hier mal den jährlichen Wirkstoffabsatz in Deutschland. Mit ca. 32000 to wurde dieser korrekt wiedergegeben. NGOs unterstellen der Landwirtschaft einen Anstieg innerhalb der letzten 10 Jahre auf ca. 48000 to. Der Anstieg in der Gesamtstatistik geht aber zum Grossteil auf das Konto der inerten Gase (Kohlendioxid und Stickstoff) für den Vorratsschutz. Diese Gase werden nicht als Pflanzenschutzmittel auf dem Acker eingesetzt.

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    • fingerphilosoph sagt

      Bedeutet Ihr Kommentar, dass in den Jahren vor 2008 kein Vorratsschutz betrieben wurde oder dass dieser Vorratsschutz nicht in den PSM-Statistiken 1970 bis 2008 enthalten ist?

      In der Wikipedia ist nachzulesen, dass 1970 an PSM 19.469 t ausgebracht wurden, im Jahr 2005 hingegen 35.494 to. Das ist immerhin fast eine Verdopplung. Heißt das, dass die Menge an ausgebrachten PSM bis 2008 kontinuierlich gestiegen und ab da nicht mehr bzw. sogar leicht gesunken ist? Wenn das so ist, was ist 2008 passiert, das die Wende gebracht hat?

      Trotzdem sind 32.000 to ja immer noch sehr viel mehr als die 20.000 to, mit der die LW 1970 ins Rennen gegangen ist.

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      • Heinrich Steggemann sagt

        Eine detaillierte Statistik zu den einzelnen Wirkstoffgruppen findet man auf der Seite des UBA. Ab 1990 ist die landwirtschaftliche Fläche der neuen Bundesländer dazugekommen. Ist in den 1970er Zahlen der DDR-Verbrauch schon enthalten? Dieser Frage müsste man mal nachgehen. Ich vermute aufgrund von mehr verpackten frischen Lebensmitteln und geändertem Einkaufsverhalten werden aktuell auch deutlich mehr inerte Gase als vor 2008 verbraucht. Dieser ganze Zusammenhang wäre vielleicht mal einen Beitrag wert.

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        • Heinrich Steggemann sagt

          Grobe Richtung auf die schnelle: Landwirtschaftliche Nutzfläche BRD 2/3 zu DDR 1/3 .

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      • fingerphilosoph sagt

        Mit Statistiken habe ich allerdings schon so oft die Erfahrung gemacht, dass die Parameter zwischendurch immer mal wieder geändert werden, sodass man die Zahlen gar nicht mehr in Bezug zueinander setzen kann, und die Statistiken damit wert- und nutzlos sind. Wie will man eigentlich wissenschaftlich arbeiten, wenn man gar kein Material hat, auf das man sich stützen kann? Wie will man da je zu einer langfristigen Folgenabschätzung kommen? Die „faktenbasierte Bestandsaufnahme“ ist dann doch bloß eine Illusion.

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  3. Paulus sagt

    Nachdem ich den Artikel auf zeit.de nun zweimal aufmerksam gelesen habe komme ich zu dem Schluss, dass sich genau das, was ich hier schon mehrmals zum Ausdruck brachte mit großer Wahrscheinlichkeit bewahrheiten wird.
    Die Agrokonzerne werden im Verbund mit innovativen Töchtern bzw. in Kooperation mit diversen hilfreichen Disziplinen zu sogen. Systemanbietern, deren Dienstleistungen die Bauern mehr oder weniger zwangsläufig in Anspruch nehmen werden. Die Weichen dafür werden in den Strategieabteilungen schon längst gestellt. Ich lasse mich zu der kühnen Behauptung hinreißen, dass die Konsequenzen was das Thema 4.0 betrifft, von den Vertretern der LW überhaupt noch nicht überblickt werden. Dahinter verbirgt sich weitaus mehr als nur GPS-gesteuert über den Acker zu fahren.
    Was volkswirtschaftlich oder gesamtwirtschaftlich als sinnvoll erscheint, kann für den einzelnen Erzeuger durchaus ein Nachteil oder ggf. auch ein Vorteil sein. Das war schon immer so und ist nicht ungewöhnlich. Also, Utopie hin oder her, es wird sich wohl in größerem Maßstab gravierend etwas ändern, davon bin ich überzeugt.

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    • Bauer Fritz sagt

      So weit hergeholt dürften ihre Behauptungen nicht sein. Angesichts sowohl der Komplexizität als auch der Kosten solcher Systeme dürfte/könnte es m.M.n. eher in so etwas wie „Franchise-Farming“ gehen. Zusammenschlüsse oder Kooperationen diverser Firmen (über Maschinen und Saatgut bis zu einer Verarbeitungsgruppe und Handelskette) bieten mehr oder weniger selbständigen Franchise-Bauern an diverse Grundprodukte nach „Marken“-System zu produzieren. Gegen Abnahmegarantie und (vermutlich) Preissystem.

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  4. Mir erzählt das Bild: aufgrund des Mykotoxin/Fusarien- belasteten Futtergetreides erlitten die Sauen des Paares schwerste Fruchtbarkeitsstörungen, die Ferkel Ohrrand- und Schwanznekrosen und die Schweine haben sich quasi gegenseitig zerfleischt. Das konnten und wollten sie sich nicht mehr antun, die Ställe sind leer. Die Bäuerin füttert jetzt virtuelle Schweine, denn ganz ohne kann sie nicht. Ein altersschwaches Huhn muss als Alibi-Tier für Besucher herhalten. Keine Gülle, kein Mist: keine Fliege zu sehen. Auch keine Schwalben oder sonstige Vögel. Es scheint sehr still zu sein. Und die beiden sehen auch ungesund blass aus. Eisenmangel? Ganz schön gruselig…

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Es dreht sich ja um den Hof der Zukunft, so wie andere es sehen. Immerhin ist eine Katze und Schmetterlinge am Fingerhut zu sehen, der passt ja zu einem Bauernhof, da braucht man das Herzmittel nicht zu kaufen, hat man vor Ort. Was ich sonst noch sehe, die Frau benutzt ein Tablet und schaut sich die neuesten erotischen Tipps an, die sie mit ihrem Mann verwirklichen will, deshalb die zufriedene Miene des Mannes. 😉

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    • fingerphilosoph sagt

      Dafür, dass der Artikel „Das große Entgiften“ heißt, nimmt der hochgiftige Rote Fingerhut aber schon erstaunlich viel Raum auf der Zeichnung ein.

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  5. Bauer Fritz sagt

    Eigentlich kann man den wirklich interessanten Artikel, dem man als Landwirt auch durchaus die eine oder andere Chance auf Verwirklichung zugesteht, dennoch nach wenigen Sätzen in die Tonnen werfen.
    Zwei wichtige Sätzen machen das fast zwingend nötig:
    a) Gleich zu Beginn steht da: „Ob das beschriebene Szenario Realität wird, ist also keine technische, sondern eine politische Frage.“
    b) Und in der Folge ist dann viel von Technik, ja sogar von Gentechnik die Rede.

    Da haben also die guten Wissenschafter ihre Köpfe rauchen lassen und dann die Rechnungen ohne die gemacht, die bisher schon herrlich davon leben all dies innerhalb und außerhalb der Politik zu verhindern. Eine Landwirtschaft mit neuerster Technik, ja sogar mit neuerster Gentechnik, die Menschen, Tiere, Pflanzen rettet, womöglich auch noch Ressourcen schont und Wasser spart ? – Völlig undenkbar für jede NGO, die was auf sich hält – das würde ihr doch den monetären Dauerregen durch allerlei Giftverseuchtes und Krebserregendes abgraben.

    Und außerdem, liebe Damen und Herren Wissenschafter, was wäre das denn dann für eine Landwirtschaft, die sie da noch dazu als zukunftsträchtig sich und womöglich gar noch dem einen oder anderen Landwirt einreden wollen. Ich sehe da schon in rot-grünen Riesenlettern den neuesten Killerbegriff an der Medienwand: „Nein zur Industriellen Biolandwirtschaft“. Spätestens dann wenn der erste Roboter einen Regenwurm todgefahren hat, ist überhaupt Schluß mit Lustig. Aufmärsche sonder Zahl mit Transparenten á la „Robos – wir haben euch satt“ sind dann nicht mehr zu verhindern.

    Schade, daß die Wissenschafter so weltfremd sind und bei all ihrem Wissen daran nicht gedacht haben, was heute jeder Bauer weiß. 😉

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  6. Obstbäuerin sagt

    Gehen wir mal 12 Jahre zurück und schauen, was sich bedeutendes für uns seit damals verändert hat. Als wesentlich fällt mir da ein, dass wir von den Behörden gezwungen worden sind, digital zu arbeiten. Alle Meldungen ob Sozialbeiträge, Anmeldungen der Saisonkräfte, Finanzamt oder Agrarantrag – es geht nur noch mit Computer. Die Programme wechseln ständig, so dass man oft am verzweifeln ist und zum Schluss druckt mein Drucker auch noch alles mehrmals aus, ohne das ich das verhindern kann. Die Behörden brüsten sich dann damit, dass sie Papier einsparen.
    Weiterhin hat sich für uns im Obstbau verändert, dass der LEH inzwischen Qualitätskriterien z.B. an den Apfel stellt, wie Festigkeit, Größe, prozentualer Farbanteil von rot und grün, maximale Fleckbelastung von höchsten einem und auch das wird durch die digitale Überwachung gewährleistet. Da kommt dann schon mal ein voll beladener LKW zurück, wenn nicht 100%tig alles stimmt, was gefordert war. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass die Arbeit, die vor 12 Jahren genauso mühsam wie heute war, in 12 Jahren zum digitalen Kinderspiel wird.
    Ich nehme an, dass wir in 12 Jahren noch auf dieser Erde weilen und dann schaun wir mal, wie es sich entwickelt hat.

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  7. Friedrich sagt

    @Alois. Das Image des Giftspritzers werden wir auch in Zukunft nicht los , weil unsere Grünen, NGOs und Medien davon leben. Wenn die Politik unsere guten länger wirkenden Pflanzenschutzmittel verbieten und wir immer wie z.B. jetzt gerade mit der Unkrautbekämpfung durch sind , die Läuse plötzlich im Getreide und Rüben sind. Also wieder los. Bei der Trockeheit denkt auch jeder Unwissende , daß keine Pilze vorhanden sind , aber bei Trockenheit der Gelbrost im Weizen sich ausbreitet und bei Feuchtigkeit der Mehltau und Braunrost sein Unwesen treibt.So steht man permanent wie die Feuerwehr auf Alarmbereitschaft. Im April und Mai werden die Ernten erstellt und da muß man rund um die Uhr auf der Hut sein. Manche Früchte sind wie Dynamit. Da muß man fast bei schlafen und aufpassen damit nichts schief geht, aber das können sich Außenstehende fast nicht vorstellen und ganz verrückt ist es , wenn noch , wie jetzt, die Beregnungsmaschinen im Dauereinsatz sind. Dann wird der Schlaf für die Bauern zur Mangelware und das in einem Land“ wo wir gut und gerne Leben.“

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  8. Friedrich sagt

    Wenn ich das Bild in einer romatischen Umgebung sehe mit der Bäuerin am Laptop , toll. Da könnte man von träumen. Leider sieht die Digitalisierung etwas anders aus. Selbst die einfachste digitale Düngerstreutechnik stürzt des öfteren ab. Auch am Hightecschlepper muß hin und wieder alles abgestellt werden , damit die EDV sich wieder selbst finden kann , nachdem Alarm ausgelöst wurde. Auch der Mähroboter scheitert am Maulwurfshaufen. Auch bei Stromschwankungen geht die Computertechnik auf Alarm. Für mich heist das , daß die Digitalisierung wesentlich sicherer arbeiten muß, denn wenn ich 24 Stunden Bereitschaft schieben muß um den Alarm aufzuheben ,hat das nicht ganz viel gebracht. Dann wird auch immer von Schwärmen von Feldrobotern geschwärmt. Da ist mir der Schwarmroboter an einem Schleppergestell lieber und ich überwache das ganze vom selbstgelenkten Schlepper aus , als ständig hinter den einzelnen Robotern hinterherzufahren. Auch sollte bei einem Roboterschwarm bedacht werden , daß es genügend Leute geben wird , die so ein Ding flott im Auto mitnehmen und verschwinden lassen. Denn heute verschwinden ja auch Schlepper und Anbaugeräte schon , dann ist doch ein tragbarer kleiner Arbeiter noch schneller verschwunden.

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    • Paulus sagt

      @Friedrich, Feldroboter zu klauen wäre zwecklos. Die verraten ihre Position und zwar redundant. Zumindest wenn es sich um eine Generation nach der Experimentalphase handelt. Man müsste sie insofern nahezu vollständig zerstören. Abgesehen davon gibt es auch noch andere Hinderungsgründe. Soviel Grips sollte man den Ings schon zutrauen. 🙂

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      • Brötchen sagt

        Puh, die Polen schaffen alles. meine Airbags und mein Radio mit Code haben die auch.

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  9. Obstbäuerin sagt

    Selbst in diesem scheinbar nett gemeintem Beitrag wird rückwirkend klargestellt – 2018 war die konventionelle Landwirtschaft ein rücksichtsloser Giftverein. Ich sehe die Zukunft ganz anders. Ab 2018 fanden immer weniger Bauern Nachfolger, weil die Auflagen immer größer, die Einnahmen immer geringer und der Rufmord immer lauter wurde. Viele Betriebe gaben vorfristig auf und die freiwerdenden Flächen gingen in immer größere Betriebseinheiten über. Diese großen Betriebe konnten sich bessere Technik leisten und waren leistungsstärker als kleinere Betriebe. Es fanden immer weniger Menschen auf dem Land Arbeit.

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  10. Ich bin kein Bauer. Ich bin Verbraucher und Hobbykoch. Das möchte ich vorausschicken.
    Wo liegt meiner Meinung das Problem von uns, den Verbrauchern wirklich begraben. Solange wir alles, immer zu jeder Zeit im richtigen Reifegrad für billiges Geld wollen. Solange wird es das nicht geben. Die EU regelt die Bauern zudem Kaputt und solange Tomaten, Gurken und Paprika in anderen Länder subventioniert werden wird es diesen schnell hochgezogenen Lebensmittel“mist“ bei den Diskountern geben.
    Alle zusammen müssten den Anfang machen. Politik-Bauern-Einzelhandel-Verbraucher
    Aber das ist dann wirklich Wunschszenario.

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    • Bauer Willi sagt

      Es würde schon helfen, im Bauernladen einzukaufen. Wo es den nicht gibt, kann man Abo-Kisten bestellen. So hat man auch dem Einzelhandel geschickt umgangen. Die Politik braucht man dafür überhaupt nicht.
      Bauer Willi

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  11. fingerphilosoph sagt

    Die Utopie in dem Artikel erinnert mich an die Utopien der 70er Jahre, als Atomkraft als saubere Energie in den Himmel gelobt und versprochen wurde, dass in ein paar Jahren jedermann mit einem atombetriebenen Hubschrauber an seinen Arbeitsplatz fliegen wird. Und? Ist das jetzt etwa so?

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    • Bauer Fritz sagt

      Eine andere Utopie, war das papierlose Büro, das es lt. Bill Gates spätestens seit den 90er Jahren geben sollte. Ich krieg jedes Mal einen Lachkrampf wenn ich angesichts des jährlichen Papierkrams daran denke.

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      • AdT sagt

        Das wird Herr Gates verkraften können. Ein paar Dinge sind ihm gelungen, er kommt einigermaßen über die Runden.

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        • Bauer Fritz sagt

          Des einen Freud – des andren Leid.
          Ich bin ja nur froh, daß er mit den paar Kröten, die seine Firma abwirft, in landwirtschaftliche Zukunftsprojekte investiert wie hier im Artikel beschrieben. Etwa die Entwicklung nährstoffangereicherter Pflanzen (Golden Rice) sowie Projekte zur Entwicklung trockentoleranter Mais- und rostresistenter Weizensorten.

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  12. Kainz Andreas sagt

    Wir Bauern verzichten auf Pflanzenschutzmittel und die Gesellschaft verzichtet auf alle Kunststoffe. Vor 200 Jahre hatten wir auch kein PVC, PET, PP und dergleichen.

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    • Inga sagt

      Aber da haben auch noch ein höherer %-Satz der Bevölkerung im Feld geholfen oder selber ein paar Acker, bzw. Morgen zum Bewirtschften gehabt!

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      • Inga sagt

        Wenn die lebendigen Pfalnzen in der lebendigen Erde wachsen,

        dann muß man die menschlichen Sinnen behandeln und das macht Mühe, Arbeit und Zeit.
        Da schafft keine Utopie was 100%iges,
        Menschen müssen immer kontrollierend eingreifen.

        Aber nach und nach könnte es kommen, aber 100%ig?
        Mit sensor-gestützen Unkrautbeseitungsgeräten,
        mit wirksamer Fruchtfolge und parallel wachsenden Kulturen, die sich gegenseitig schützen; die passenden Maschinen (für Pflanzung und Ernte) dafür wird man auch noch erfinden.

        Wie es dann mit den Erträgen aussieht?
        Wird dann alles teurer?
        Eigentlich sollte es uns das wert sein, oder?

        Vorbei mit den Zeiten,wo der Verbraucher nicht weiß, wie viel Gülle eine Bratwurst erzeugt!
        Vorbei mit den Zeiten, wo der Verbraucher denkt, der Supermarktapfel wäre genau so gesund
        one apple aday keep the dr.away
        wie der saure Apfel einer alten Sorte von der Streuobstwiese.

        Vorbei mit den Zeiten von negativen Einflüssen der NGOs und Globalplayer!
        Die sind doch sowie nur Hilfskräfte im System!

        Um dahin zu kommen ist echte und ehrliche Wissenschaft und Politik gefragt.

        Utopien sind ja da, um weitergedacht zu werden!

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        • Obstbäuerin sagt

          Damit all diese ästhetischen und gehobenen Ansprüche der städtischen Bevölkerung bedient werden können, die mit der Sicherung der Ernährung kaum noch zu tun haben, schlage ich vor, die Landwirtschaft durch Beiträge zu finanzieren. So wie die Renten- und Krankenversicherung, gibt es dann eine Foodversicherung. Die könnte man – wie die Beiträge – splitten in Grundsicherung und Qualitätssicherung. Zusatzversicherungen sind natürlich möglich für Tier- Pflanzen und Insektenwohl, für Handarbeit und eine Produktion ohne jegliche Hilfsmittel. Der Lohn der Bauern wird, aufgrund der hohen Verantwortung und Bedeutung dem des öffentlichen Dienstes angepasst. Das gleiche gilt auch für Arbeitszeit und Urlaub.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Endlich mal ein gescheiter Vorschlag,
            wie man die Probleme in der Landwirtschaft elegant lösen kann.

            Damit kann man den neuen beschlossenen Fusionsgedanken von Edeka und REWE mit der französischen Handelskonzernen entgegen treten.

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  13. Friedrich sagt

    Es ist gut , daß sich zwei ahnungslose Theoretiker mal Gedanken gemacht haben. Schön wäre es auch , wenn wir Bauern dabei auch moralisch von Politik und Medien unterstützt würden. Das Gegenteil ist aber der Fall und das muß aufhören. Die Medien müßen aufhören alles nachzuplappern was von den Grünen kommt , denn die haben seit dem die Atomkraftwerke stillgelegt werden sollen , kein anderes Thema , als auf der Landwirtschaft herumzuhacken. Davon hängt deren Überleben als Grüne Partei ab. Die lassen ja überhaupt nichts Gutes an der konv. Landwirtschaft. Statt miteinander nach neuen Wegen zu suchen , immer nur Anfeindungen. Von denen wird ein ganzer Berufszweig kriminalisiert. Auch die NGOs leben davon. Außer hohen Betriebsaufgaben wird nichts erreicht .

    16+
    • Alois Wohlfahrt sagt

      Gerade weil diese „Ahnungslosen“ nicht sich dem Mainstreambashing anschließen, sondern eigene Visionen entwickeln, finde ich diesen Artikel lesenswert. Vielleicht könnten sich ja viele Landwirte mit dieser Vision identifizieren um das Image des „Giftspritzers“ loszuwerden.

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    • Inga sagt

      Miteinander zielführende neue Wege suchen,

      die sind auf keinen Fall politisch recht haben wollen, um populär zu sein und auf keinen Fall
      in Massenmedien was verbreiten,
      um die Auflage zu erhöhen.
      Denn das ist kontraproduktiv in dieser Sache!

      Und wer das nicht befolgt ist echt unökologisch!
      Und unsozial.

      Und Alois, Utopien von „Ahnungslosen“ , die gegen dem Mainstream gehen, sind gar nicht so schlecht, sie können sich entwickeln!

      🙂

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  14. Bauer Willi sagt

    Ich würde mir wünschen, dass diese Szenario möglichst schnell eintritt. Das wäre wirklich toll und würde viele Diskussionen, die heute geführt werden, beenden.

    Eine Frage haben die Autoren allerdings ausgeklammert: Wer trägt die Kosten für diese neuen Verfahren? Wir Bauern können alles so produzieren, wie es der Bürger wünscht. Wenn er es als Verbraucher auch dementsprechend bezahlt. Auf diese Frage wünschte ich mir auch eine Antwort.
    Bauer Willi

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    • Lieschen Müller sagt

      „Die Kosten“ sind ja immer die Frage. Bei den Pflegekräften, bei den Erziehern in der Kita, bei jeder Umstellung eines Verfahrens auf ein weniger giftiges. Irgendwie ging es ja dann doch immer.

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