Bauer Willi
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Wie viel Subventionen bekommt Bauer Willi?

Wer wissen will, wieviel Geld unser Betrieb in 2025 aus dem Agrarfonds erhalten hat, kann dies ganz einfach ermitteln. Er gibt in das nachfolgende Formular den Namen „Kremer-Schillings“ ein. Die Anschrift kann man sich sparen, denn es gibt nur einen Empfänger mit diesem Namen. Dann noch die CSV-Datei herunterladen und man erfährt, dass es 6113,18 € waren. Die müssen allerdings auch versteuert werden. Nimmt man einfach mal 33% an, so bleiben davon nur rund 4.000 € einkommenswirksam übrig.

https://www.agrarzahlungen.de/agrarfonds/suche

Geben Sie jetzt mal aus Spaß und Dollerei „Bund für Umwelt und Naturschutz“ ein. Richtig toll wird es aber, wenn Sie als Suchbegriff „NABU“ eingeben. Ich zähle dort 166 Einträge für diverse Orts- und Landesverbände.

https://www.proplanta.de/agrar-nachrichten/unternehmen/agrarsubventionen-das-sind-die-top-empfaenger-2025_article1780179268.html

Auf der nachfolgenden Karte kann man sehen, welche höchste Einzelsumme im jeweiligen Kreis gezahlt wird.

https://www.proplanta.de/karten/agrarsubventionen-2025-top-empfaenger-liste-uebersichtskarte1779209005.html

Ich möchte jetzt hier keine Diskussion über Sinn oder Unsinn der Agrarzahlungen führen. Nahezu jeder Bürger profitiert ja von staatlichen Subventionen. Sie glauben das nicht? Dann lesen Sie hier mal nach:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/staat-subventionen-finanzhilfen-100.html

Zitat: „Den Schwerpunkt der Finanzhilfen des Bundes markierte danach die Umwelt- und Energiepolitik. Hier legten sie um 42 Milliarden Euro zu – trotz Haushaltsengpässen. Das gehe vor allem auf den Klima- und Transformationsfonds zurück, heißt es.

Dazu gehörten die Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien im Gebäudebereich (16,7 Milliarden Euro). Viel Geld sei außerdem an die gesetzliche Krankenversicherung (14,5 Milliarden Euro) geflossen.“

Mein Rat: beim Schimpfen über die Bauern den Ball ganz flach halten….

Nachtrag Freitag 8:15 Uhr: bitte einmal überprüfen, ob die Anzeige in allen Bundesländern stimmt. In NRW sind die Zahlungen für die Öko-Betriebe aufgeführt. Es sieht so aus, als wäre das in Niedersachsen nicht der Fall. (Zeile: Ökologischer Landbau Artikel 29)

 

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47 Kommentare

  1. Ludwig sagt

    Wenn ich richtig informiert bin , dann bekommt Deutschland rd. 4 – 5 Mrd. Euro. In der Liste ganz vorne stehen Deichverbände , Ministerien , usw. , also staatl. oder halbstaatliche Einrichtungen. Das sind schon Einrichtungen denen ich kein Geld geben würde. Die wirklichen ldw. Produktionsbetriebe bekommen dagegen eher wenig. Nicht genug zum Leben und zuviel zum Sterben. Mit den Hektarprämien kann man die Bauern kräftig reglementieren und bevormunden. Mit den Geldern kommt eine riesige Verordnungs – und Kontrollverwaltung im staatlichen und Halbstaatlichen in die Gänge. Aufgebläht bis zum Letzten . Hier wird Alibipolitik betrieben um die überqualifizierten Studierten zu beschäftigen . Dieses ganze Geld der aufgeblähten Verwaltung usw. fehlt letzlich den produzierenden Höfen. Wie verlogen das ganze ist können wir gerade mit dem importierten Hormonfleich aus Brasilien erleben und das müßen wir mit Preisverfall bis September überleben. Dieses Fleisch gehört entsorgt und nicht in den Verkauf. Hier können wir die Doppelmoral unser Regierenden erleben. Die hart arbeitende Bevölkerung muß immer mehr Steuern und Abgaben bezahlen , daß immer mehr unproduktive und Sozialempfänger gut leben können ohne sich Gedanken machen zu müßen wo das monatliche Geld herkommt , denn die Überweisung kommt bestimmt. In der heutigen WELT wird es auf Seit 7 „Für wen wird eigentlich Politik gemacht “ auf den Punkt gebracht.

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  2. Alfons Nünning sagt

    Gestern war die jährliche Gewässerschau von Bodenzweckverband in meinem Bezirk.Mitdabei waren der Chef vom Verband, zwei Landwirte, eine von der Gemeindeverwaltung, einer vom Bauamt, zwei vom Umweltamt und eine von der Wasserbehörde.Ich zahle mehrere tausend Euro im Jahr für Gewässerunterhalt.Thema war wieder Wasserrückhalt und jetzt habe ich wieder das Gefühl das irgendwelche Leute was bestellen und ich als Landwirt muss es bezahlen.

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    • Kemetbauer sagt

      @AN
      Die Gebühr zahlen Sie als Eigentümer und nicht als Bewirtschafter/Landwirt. Es sei denn, Sie haben die Fläche gepachtet und der Eigentümer hat die Gebühr auf Sie abgewälzt.

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  3. Frikadellen piet sagt

    moin interessant was die Leute alles wissen wollen. aber schön dass Du uns darüber informierst. die große Frage ist ja warum wir als Landwirte die Subventionen bekommen. würden wir als Landwirte die Subventionen nicht bekommen auf die wir auch Steuern zahlen kämmen kein Geld zurück von dem was Deutschland an die EU zahlen muss! schönen Tag und munter bleiben

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  4. Topfheiler sagt

    leider hab ich kein Abi und keinStudium ,kann nur dem zerfall der Gebäude und Maschinen zusehen ,Geld ist immer knapp.

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  5. Rößle Rudolf sagt

    Hallo Willi
    Wie war das noch mal mit den großen Gewinnern der Agrarsubventionen.Scheich,Konzerne, aus der Geschichte schon immer Familien und Clans die immer schon Großgrundbesitzer waren aus geschichtlichen Vergangenheit heraus gesehen
    Die Ostdeutschen Betriebe die durch politischen Zwänge entstanden sind. England ist aus der EU raus und nun verkauft die Königsfamilie Fläche
    Warum frage ich mich da?

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    • Kemetbauer sagt

      @RR
      „..ostdeutschen Betriebe….“. Ach wirklich? Sind die jetzt hier ansässigen Betriebe durch politische Zwänge entstanden? Vielleicht sollten Sie sich doch noch einmal informieren!
      William will ca. 20% seines Herzogtums verkaufen. Die Kohle soll in den Wohnungsbau, regenerative Energien, Umweltschutz u.a.m. investiert werden. Er ist der Eigentümer und er hat das Recht dazu. Der Rest der Flächen soll, nach Ablauf der noch bestehenden Pachtverträge, mittelfristig verbindlich regenerativ bewirtschaftet werden. Wer das nicht will, der ist dann raus. Wie viel von seinen jährlich erzielten gut 20 Mio.€ Pachteinnahmen er dann einbüßt, ist nicht ganz klar. Er wird es verschmerzen können.

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      • Bauer Willi sagt

        @Kemetbauer
        Die ostdeutschen Betriebe sind durch politische Zwänge entstanden. Was den sonst! Sie sollten sich mal informieren! Viele Eigentümer von Flächen haben nach der Wende ihre Flächen in die Agrargenossenschaft gegeben, weil sie seit Jahren nicht mehr in der Landwirtschaft tätig waren.

        Das alles passierte rein marktwirtschaftlich, da war keine Politik eingeschaltet.

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            • Kemetbauer sagt

              @BW
              Dann erklären Sie mir bitte Ihren obigen Beitrag. Sie beginnen mit der Bestätigung des politischen Zwangs und zuletzt sagen Sie, dass alles rein marktwirtschaftlich geschehen sei. Das ist etwas verwirrend.
              Viele Flächeneigentümer, die zu DDR-Zeiten Angestellte in der kollektivierten Landwirtschaft waren, haben ihre Flächen in die Agrargenossenschaften eingebracht weil sie dort dann auch einen Job bekommen haben. Eine Selbstständigentätigkeit konnten sich viele unter den neuen marktwirtschaftlichen Bedingungen nicht vorstellen, bzw. es fehlte oft das Kapital für eine Selbstständigkeit.

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              • Christian Bothe sagt

                KB: Da gebe ich Ihnen sogar Recht. Habe die Entwicklung vor Ort miterlebt! Selbst mein VEG( bzw. den Nachfolgebetrieb) mit 3300 ha wurden von den Reuss‘schen Gütern übernommen, und bewirtschaften dies heute erfolgreich mit AK aus der Region…

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                • Christian Bothe sagt

                  Selbst aus meiner Verwandtschaft wurden Flächen an die Güter verpachtet…

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              • Bauer Willi sagt

                @Kemetbauer
                Entschuldigen Sie, wenn ich Sie verwirrt haben sollte. Sie haben es aber richtig verstanden und beschreiben es auch.
                Aber gerne noch einmal: die LPG´s sind durch staatlichen Zwang entstanden, die Nachfolgebetriebe der Agrargenossenschaften haben eine ähnliche Struktur, aber auf marktwirtschaftlicher Grundlage, nämlich das Anpachten von vielen Eigentümern von kleinen Flächen, für die ein Neueinrichten nicht lohnte.

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                • Christian Bothe sagt

                  BW: Mit dem staatlichen Zwang stimmt das! Aber eben nur teilweise! Für viele Bauern oder Neubauern waren die LPG Typ 1-3 und VEG auch eine Möglichkeit LW in der Gemeinschaft zu betreiben und Investionen (MAS) zu tätigen! Übrigens konnte jedes LPG Mitglied eine Kleinstflaeche bewirtschaften und Tiere halten! Das machten viele LPG Mitglieder. Später dann waren die in der Kooperation (KAP etc.) tätigen Bauern von den geregelten Arbeits-und Urlaubszeiten( Ernte ausgenommen) begeistert! Nach der Wende haben dann viele( wie gestern schon festgestellt) ihre Flächen an die AG,GmbH verpachtet! Das Ergebnis sind leistungsstarke Betriebe mit über 4000ha LN und industrieller Tierproduktion!

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                • Arnold Krämer sagt

                  C.B. Ihre Lobhudelei für (ostdeutsche) Großbetriebe nervt mittlerweile nur noch. Nicht jeder Großbetrieb (mit über 4000 ha) hat eine industrielle Tierproduktion und ist leistungsstark. Größe ist nicht per se gut. Sie muss auch beherrscht werden. Und das ist längst nicht überall der Fall.
                  Ich „betreue“ nach wie vor wesentlich kleinere westdeutsche Familienbetriebe, die wirtschaftlich kerngesund und erfolgreich sind und “ vor Kraft nicht laufen können“. Größe ist dabei ein Faktor, aber nicht in ihren Größenordnungen und bei weitem nicht der Entscheidende. Entscheidend ist immer der Faktor Mensch. Lesen Sie die aktuelle Ausgabe der DLG- Mitteilungen.

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                • Kemetbauer sagt

                  @AK
                  Die Statistik sagt etwas anderes. Für den Zeitraum von 2010 bis 2022 ergaben sich für bestimmte Betriebsgrößen folgende Veränderungen. Unter 5ha -28 %, 5-10 ha -5%, 10-20 ha -19%, 20-50 ha -22%, 50-100 ha -16%, 100-200 ha + 10%, 200-500 ha +34 %, 500-1.000 ha +19 % und >1.000 ha -2%. Damit ist wohl klar, dass das „vor Kraft nicht laufen können“ wohl eher ein nicht Vorankommen ist.

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                • Arnold Krämer sagt

                  @Kb
                  Sie als „Besserwisser“ wissen doch ganz genau, mit welchen Betriebszweigen Geld verdient wird und was quer subventioniert werden muss. Außerdem:
                  1. Die Zahl der Betriebe nimmt insgesamt jährlich um 2-3 % ab. Die Großen werden mehr, die Kleinen und die extrem Großen ( für deutsche Verhältnisse) werden weniger. Das ist nichts Neues.
                  2. Statistiken im Agrarbereich sind zwar zahlreich aber auch nicht umfassend. Und das ist auch gut so!

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Diese ständige Diskussion um Größenklassen ist ein reines Polit- und Agitprop-Instrumentarium. Jeder interpretiert und nutzt diese Daten so, wie sie ihm in den Kram passen.
                  Der Betrieb meines Bruders ist seit 1975 nicht gewachsen und mit 40ha (inkl. Pachtflächen) immer noch ein Vollerwerbsbetrieb. Er ist auch der letzte Betrieb im Dorf und wird spätestens in 7-10Jahren nicht mehr existieren.
                  Es ist ein Strukturwandel im Gange, den sich noch keiner vorstellen kann….🤔

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                • Kemetbauer sagt

                  @KB
                  Die Quersubventionierung darf nur ein vorübergehender Umstand sein. Schon zu Beginn sollte man sich über die Streichung des zu subventionierenden Bereichs Gedanken machen. Ehrlich gesagt, fällt es mir nicht leicht, mir aktuell ldw. Bereiche vorzustellen, in denen Geld verdient wird. Milch, wohl eher nicht. Getreide, wohl eher nicht. Schweine, wohl eher nicht. Geflügel, da warten nicht wenige Beobachter auf das Platzen einer Blase. Rindfleisch, wackelig. Damit wären auch schon 90% der Produktionszweige aufgelistet. In den Nischen sieht es z.T. anders aus.

                • Kemetbauer sagt

                  @RS
                  Wer ständig einen 40 ha-Betrieb vor Augen hat, der wird das vielleicht wie Sie empfinden. Für alle anderen ist ganz klar, dass das nachhaltige Wachstum die überlebenden Betriebe kennzeichnet. Absolut nimmt die Zahl der aussteigenden Betriebe ab. Nur relativ steigt die Ausstiegszahl. Die nicht Verfügbarkeit von zusätzlicher Fläche oder die nicht Aufstockungsmöglichkeit schwebt wie ein Damoklesschwert über den Betrieben. Nische oder weg, ist da oft vorgezeichnet.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Kemet, was ich sagen wollte, unterstützt die Aussage von Herrn Krämer. Statistiken helfen nicht weiter, individuell betrachtet kann es immer anders aussehen. Ich kann nur aus 30 Jahren Berufserfahrung und eigener persönlicher Erfahrung sagen: Nur der Betrieb mit einer Nachfolge hat überhaupt eine Aussicht auf Weiterführung. Auf jedem Betrieb, auf dem die Nachfolger übernehmen oder übernommen haben, entsteht eine Dynamik und eine Kraft zu neuen Ideen der Weiterführung. Der klassische Familienbetrieb, wie es ihn in der Vergangenheit gab ist die Ausnahme.
                  So läuft es parallel auch bei Handwerksbetrieben. Dort ist die Alternative Inhaber- oder familiengeführter Betriebe aber nicht der größere Betrieb, sondern der zukünftig fehlende Betrieb. Die Lage ist ernst, finde ich.

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                • Kemetbauer sagt

                  @RS
                  Wie Sie sicher schon erwartet haben, sehe ich das anders. Egal wie viele ldw. Betriebe es in D. gibt, die bewirtschaftete Fläche bleibt fast immer gleich. Und somit natürlich auch der Umfang der ldw. Erzeugung. Während die Dienstleister eine lokale Funktion haben, spielt es für die Versorgung des Volkskörpers kaum noch eine Rolle, wo die Lebensmittel erzeugt werden. Regionalität war gestern! Nein, der Strukturwandel spielt nur für die Betriebe selbst eine Rolle. Für die eigentliche Funktion der Landwirtschaft ist er komplett unerheblich.
                  Von der mit der Betriebsgröße zunehmenden Effizienz, will ich in diesem Zusammenhang gar nicht reden.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Kemet, du bestätigst doch unsere Sicht, nichts anderes. Wir haben weder von der Notwendigkeit einer regionalen notwendigen Volksversorgung gesprochen, noch den Strukturwandel als Ursache benannt. Auch haben wir genau die individuelle betriebliche Situation benannt ….was soll das?
                  Ich bezweifle aber, dass die bewirtschaftete Flache gleich bleiben wird. Die Lage am Biogasmarkt zeigt schon, dass Flächen aus NAWARO- Anlagen in Frage stehen und schlecht bonitierte Flächen, auf denen bisher Mais angebaut wurde evtl. gar nicht oder für PV genutzt werden.
                  Glaskugeln liegen hier noch genug im Schrank herum…..

                • Christian Bothe sagt

                  AK; Sie haben eben nicht viel Wissen über die LW im Osten! Sollten sich mal in Betrieben dort umsehen! Woher auch? Deshalb nehme ich Ihnen das auch nicht Übel! Denke da habe ich einige Erfahrung mehr, zumal ich noch ziemlich vor Ort involviert bin!

              • Dietmar Groß sagt

                @Kemet:
                Aus der Perspektive der eher kleinstrukturierten Mittelgebirgslagen erlaube ich mir Widerspruch zu Ihrer These, dass die bewirtschaftete Fläche gleich bleibt, wenn die Zahl der Betriebe schwindet.
                Rückblickend wat das zwar in den letzten Jahrzehnten so.
                Ob das so bleibt, hängt in den nächsten Jahren aber entscheidend von staatlichen Prämienzahlungen ab.
                Ob und wie es damit weitergeht, steht in den Sternen, weil darum unter verschiedensten Blickwinkeln politisch gestritten werden muss.
                Der Betrieb von BW, auf „Schmandböden“ wirtschaftend und mit anderen Zusatzeinnahmen ist vielleicht ebensowenig darauf angewiesen wie Kemetbauer, der damit nach eigenen Angaben sein Bio-Flächenwachstum finanziert.
                Bei den meisten hessischen Mittelgebirgsbetrieben wird sich eine massive Kürzung der Prämien nicht nur als betrieblicher Sargnagel auswirken, sondern auch die Bewirtschaftung der Kulturlandschaft infrage stellen.

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  6. Michael Beckmann sagt

    Leider ist es nicht nur die NABU die so agiert, der BUND e.V agiert genauso. Jeder Kreisverband diese NGOs wird gefördert. Alles wird kleinteilig heruntergebrochen. Ich habe 2024 in Rahmen der Wolfsdebatte mich mal mit der Finanzierung auseinandergesetzt. Allein in Kreis Coesfeld habe ich vier einzelne Förderungen gefunden, die alle zur BUND e.V gehören. Vielleicht ist es schon jemanden aufgefallen, beide Verbände möchten eine Umgestaltung der Agrarförderung, wenn man sich anschaut, was sie gerne möchten, dann weiß man sofort, wer Profiteur sein wird.

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  7. Rathje Clasen sagt

    Wenn ich 7-8 Cent / kg Schlachtgewicht
    pro Mastschwein mehr Spanne hätte , wären die Agrarsubventioben komplett kompensiert,
    und das Büro halb so aufwendig , um alle Auflagen einzuhalten.

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    • Rathje Clasen sagt

      Übrigens, von den 7 bis 8 Cent sind 3 Cent freiwillige Umweltmaßnahmen , der Rest entspricht der Grundstütze pro ha LN.
      Gefühlt muss jedem landwirtschaftliche Betrieb
      rechnerisch 1 Kontrolleur aufm Amt zugerechnet werden., so das nochmal ca 15 Cent pro kg Verwaltungskosten oben drauf kommen.
      Ziemlich aufgeblähtes System, oder?

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      • Kemetbauer sagt

        @RC
        Da trügt sie Ihr Gefühl aber erheblich. Wir müssten, Ihrer Aussage zufolge, in D. ca. 240 Tsd. Mitarbeiter in der Landwirtschaftsverwaltung haben. Haben wir aber nicht. Es sind zwischen 20 und 25 Tsd.

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        • Reinhard Seevers sagt

          „Es sind zwischen 20 und 25 Tsd.“
          Es geht Rathje ja um „Kontrolleure“, und die sind in Organisationen unterschiedlichster Art zu finden. Man muss nur ganz wenig googlen, um z.B. zu finden:

          BMELH – 1100 Mitarbeiter
          BLE – 1800 Mitarbeiter
          LWK- Niedersachsen 2500 Mitarbeiter
          LWK NRW – 1700 Mitarbeiter
          LWK – Rheinland Pfalz – 300 Mitarbeiter


          dazu kommen die Landwirtschaftsämter, Kreisverwaltungen, Wasserschutzberatungen, usw., usw.
          Ich glaube wir kommen auf erheblich mehr Verwalter und Kontrolleure, als die genannten.

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          • Kemetbauer sagt

            @RS
            Dort wo es Landwirtschaftskammern gibt, haben die i.d.R. die hoheitlichen Aufgaben der Landwirtschaftsämter übernommen. Dafür bekommen sie eine Aufwandsentschädigung. von den Bundesländern. Wenn man die Mitarbeiter der Landwirtschaftskammern, die nur administrative Aufgaben zu erledigen haben, aufsummiert, kommt man auf eine noch geringere Anzahl als ich sie angegeben hatte. Beratungsaufgaben fallen nicht unter „Kontrolldienst“! Sie kompensieren den schwachen Ausbildungsstand in unserem Berufsstand.
            Die, im Rahmen von CC aktiven Mitarbeiter anderer Ämter und Initiativen, können nur auf der Grundlage ihrer Tätigkeit „für“ die Landwirtschaft angerechnet werden. Oder will man evtl. auch noch die Mitarbeiter der Finanzämter einrechnen?

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            • Rathje Clasen sagt

              Kemetbauer ,überleg mal ,
              was du da sagst
              Wir bekommen seit gefühlt 10 Jahren mit jedem Mondwechsel neue Auflagen, Gesetze ,Verordnungen und Erlasse , zu denen man auch Rat einholen muss, um sie zu erfüllen . Bei welcher Institution auch immer.
              Der Bildungsstand der Landwirte war noch nie so gut , wie heute. Ihre Ausage dazu ist ja schon fast beleidigend.

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            • zmp_nachfahre sagt

              …was heißt „nur administrative Aufgaben“?
              Mit jedem Gesetz und jeder Verordnung kommen da neue dazu, wieso haben wir denn mittlerweile etwa 50% Staatsquote, also Personal ohne Wertschöpfung?

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              • Kemetbauer sagt

                @zmp…
                Was bedeutet denn „Staatsquote“? Es ist der Anteil der Staatsausgaben am BIP. Bestehen die Staatsausgaben etwa nur aus den Personalkosten des öffentlichen Dienstes?

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            • Reinhard Seevers sagt

              Ich hab 11Jahre bei der LwK gearbeitet. Beratung und hoheitliche Aufgaben wurden in gleichem Umfang erbracht. Daraus leitete sich dann immer der Dissens zwischen Vertrauen und Misstrauen ab, was schlussendlich dazu geführt hat, dass ich gekündigt habe. Der größte Fehler der Kammern war und ist in meinen Augen dich dem Staat in die Arme zu werfen. Am Ende ist es auch nur eine Überlebensstrategie des Systems.

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        • Limes sagt

          laut statistischem Bundesamt gibt es aktuell 255.010 landwirtschaftliche Betriebe d.h schon bei den von ihnen genannten „Es sind zwischen 20 und 25 Tsd.“ ein Mitarbeiter für 10 Betriebe. Ist das verhältnismässig aus meiner Sicht nein.
          Übrigens in D gibt es ca 270.000 aktive Polizisten welche die Einhaltung der Gesetze kontrollieren. Bei ca 84 Mio Einwohnern bedeutet dies 1 Polizist auf 310 Einwohner und Besuch aus dem Ausland.
          Warum dieser hohe Aufwand für landwirtschaftlichen Betriebe. Kann verstehen das diese Frage gestellt wird.

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  8. Arnold Krämer sagt

    Mit der Umverteilung von Geld und deren Kontrolle sind sehr, sehr viele Menschen in D und der EU beschäftigt. Was täten sie ohne?

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    • Reinhard Seevers sagt

      …..so sieht es aus. Nehmen wir noch die große Zahl von Kulturschaffenden hinzu, dann wäre hier schon eine Antwort auf weniger Schulden und viel mehr Fachkräfte gegeben.🤓

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      • Werner Knödler sagt

        Ja an der Landwirtschaft und auf deren Kosten alimentieren sich sehr viele ,
        die das gar nicht nach außen kommuniziert haben wollen .

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