Bauer Willi
Kommentare 69

Wie sollen wir uns ernähren? Gar nicht!

Ein sehr lesenswerter Text, der einmal eine etwas andere Sichtweise annimmt. Er ist vielleicht etwas überzeichnet, aber das Fazit ist schlüssig:

“Die beste und, wie ich meine, einzig richtige Antwort auf die Frage, wie wir alle uns ernähren sollten ist: Gar nicht. Eine pauschale, globale Lösung kann es nicht geben und es hat sie nie gegeben. “Wir alle sollten Fleisch essen!” scheint daher genauso falsch wie “Wir müssen Gemüse essen, weil das effizienter ist!” Es ist müßig, aufrechnen zu wollen, welche Ernährung die bessere sei: Es ist schlichtweg unmöglich.

Stattdessen sollte jeder einzelne für sich und seine Situation ermitteln, was das beste für ihn und seine direkte Umwelt ist. Regionale, saisonale Lebensmittel sind dabei ein wichtiges Stichwort. Wer die Welt verbessern möchte, sollte vor der eigenen Haustür anfangen.”

Interessant sind auch die Diskussionsbeiträge unter dem Original-Artikel.

Verursachen Vegetarier mehr Blutvergießen als Fleischesser?

 

(Aufrufe 8.827 gesamt, 1 heute)

69 Kommentare

  1. Elisabeth Ertl sagt

    Was uns von Tieren unterscheidet ist nicht, dass wir aufs Töten verzichten könnten. Was uns unterscheidet ist, dass wir sorgfältig entscheiden können, wann wir es tun und wann nicht, wann es einen Sinn erfüllt und wann nicht. Und es kommt darauf an, WIE wir es tun. Wir können dem Töten eine Würde geben – wenn wir uns denn entscheiden, es zu tun. An dieser Stelle sei ein Vergleich erlaubt zwischen einer verantwortungsvollen Weideschlachtung …

    … und einem Wolf, der in einer Viehherde wütet:
    https://www.suedtirolnews.it/chronik/woelfe-auf-villnoesser-alm-im-blutrausch-video

    Schließlich müssen uns auch wir Menschen der Tatsache stellen, dass die Natur uns den Tod zumutet, dass wir als Nahrung vorgesehen sind wahlweise für Greifvögel, denen sich die toten Tibeter hingaben auf ihren hohen Gerüsten, oder für Bodenorganismen, wenn wir uns begraben lassen.

    Verantwortungsvolles Töten ist stets ein Akt der Selbsttranszendenz, ein Akt des Verzichtes auf ein Lebewesen, ein Erinnern an die eigene Sterblichkeit, ein Memento mori, um anschließend das Leben wieder umso dankbarer entgegenzunehmen aus den Hand einer Tierseele, die für uns geopfert hat.

    • Smarti sagt

      Kaum ein Landwirt gibt seine Tiere leichten Herzens zum Schlachter. Wenn aber die Herde erhalten werden soll, dann werden jedes Jahr Jungtiere geboren – die Herde würde sich also ohne Schlachtung jedes Jahr vergrössern. Die Natur “schlachtet” auch, seien es nun Wölfe, Bakterien und Viren oder Nahrungsmangel. Die allerwenigsten Tiere würden an Altersschwäche sterben und so gnädig wie durch einen “Schuss” ist ein “natürlicher Tod” meist ebenfalls nicht.
      Klar, man könnte fast sämtliche Tiere kastrieren – aber ist das natürlich ?
      Menschen, die noch nie bei einer Tötung oder beim Einschläfern eines Tieres dabei waren, wissen nicht, dass der Tod sekundenschnell und ohne Angst/Schmerzen eintritt. Sagt jemand, der selber schlachtet und trotzdem rumheult. Aber mehr wegen dem Trennungsschmerz…

      • Er muß ja die Herde wegen des Nutzen der Tiere, unter anderem Schlachten erhalten.

        Wenn wir nicht mehr Schlachten wollen, brauchen wir auch keine Nutztiere für Schachten mehr!

        D4eswegen sind die Veganer, die uns überzeugen wollen bestimmt so aggressiv, oder?

    • Reinhard Seevers sagt

      Ich finde es anmaßend, demjenigen, der Tiere schlachtet eine ethisch moralische Verantwortung zu übertragen, derweil die anderen 99,99% sich dann am Ergebnis laben und dennoch urteilen über das ausreichende Maß an Ethik und Moral, das der Schlachter dem Tier gegenüber gebracht hat….
      Früher waren Schlachter die unterste Kaste der Bevölkerung, sie haben sich in 100 Jahren nicht sehr weit hoch arbeiten dürfen….es sei denn sie sind Fleischsommeliers und kredenzen ein Wagyu-Rind, dass vorher mit einer Winchester waidgerecht unter einer deutschen Eiche erlegt wurde….

      • ach die Schlachter in der Stadt waren in den Hungersnöten bestimmt beliebt.

        Eine Frau, die mitten in Krieg ihr Baby bekam erzählte mir,
        dass sie von dem bestimmten Metzgerladen, wo die Ehefrau (eben Familienbetrieb) des Schlachters bediente, dass die ihr für ihr Baby heimlich Kalbsknochen gegeben hat, die hat sie heimlich unter der Schütze nach Hause getragen, damit es keiner sah, denn da mußten sich die Leute noch alle von von Lebensmittelkarten ernähren.

        Da waren Metzger oder Schlachter bestimmt beliebt!

        Aus dieser und anderen Hungersnöten heraus war das Fleisch wertvoll.

        Denn es beinhaltete auch alle Nährstoffe von den Pflanzen, die das Tier gefressen haben.
        Natürlich wollten die Omas später, dass ihre Kinder groß und stark wurden und haben sie gelobt, wenn sie viel Fleisch aßen.
        aber es gab erstmal nur am Sonntag Fleisch, aber täglich Wurst!
        Deswegen mußten Metzger beliebt gewesen sein!

        So beliebt, dass sie auch Sonderangebote macht, besonders die in Supermärkten, damit die Leute überhaupt rein gingen und auch andere Sachen kauften,

        was daraus geworden ist, kannst du in Bauer Willis “Sauerei” nachlesen!

        Natürlich wollte keiner das Töten und noch nicht mal das Halten der Tiere übernehmen, weil das ja Gestank, Dreck und Mist verursachte.

        Wer ist nun schlimmer, der das Tier würdevoll tötet
        oder der das verschmäht, aber die Erzeugnisse draus konsumiert?

  2. Smarti sagt

    Aus aktuellem Anlass: müsste die Frage nicht eher lauten, wie sollen wir Euch ernähren ?
    Welcher Hammer kommt als Nächstes, und betrifft es uns dann noch ?

  3. brouss sagt

    Es heißt doch immer, dass Mineralstoffe, Spurenelemente,… aus tierischen Produkten besser verwertbar sind als aus pflanzlichen.

    Weiß jemand von Daten dazu?

    Eigentlich ist diese Aussage ja ein deutliches Signal, dass der Mensch genetisch auf tierische Produkte programmiert ist.

    Ich mal eine hypothetische Rechnung zum P gemacht mit der Annahme, dass aus Tierischem 80 % verwertet können und aus Pflanzlichem 50 %. Bei einem Tagesbedarf von (angenommen) 1 Gr. Phosphor müsste die Person dann 1,25 Gr. P aus tierischen Produkten aufnehmen und bei pflanzlicher Ernährung 2 Gr..
    Da ja der P aller von den Äckern kommen muss, wäre dann der Raubbau bei veganer Ernährung größer.
    Nur mal so als Tendenz, denn es ist ja kaum jemand nur tierisch.

    Kompliziert.

    • Aber die Schlachttiere haben auch P aus der Pflanze vom Acker gefressen und zwar auch 2
      und wir haben davon nur noch 1,25

      Die Mineralstoffe und Spurenelemente sind vielleicht dichter aus tierischer Nahrung.

      aber als Praktisches Beispiel kann ich da Vit. A nennen.
      Wir menschenköne4n aus den Pflanzen nur Provit. A aufnehmen, müssen dann an die Sonne gehen, und die wandeltes in Vit. A um.
      Wichtig für unsere Augen usw.

      Die alten Leute wußten das und haben deswegen nur gelbliche Butter gekauft, denn die stammt aus Milch von Kühen, die auf die Weide gingen und der Sonne ausgesetzt waren.

      Die Kühe, die den ganzem Tag in Stall stehen, die kommen ja nicht an die Sonne. Haben also weniger Vit. A in der Milch und die Butter bleibt hell.

      Das gleiche gilt für die Eier,
      die von Hühnern stammen, die den ganzen Tag auf der Wiese standen da ist Vit. A drin, weil es sich an das Fett im Eidotter bindet.
      Die Hühner ohne Freilauf haben das nicht.

      Zwar weiß die Industrie da, wie sie die Verbraucher manipuliert,
      sie gibt künstliches Vit.A ins Hühnerfutter und schon sind die Eigelbe dunkelgelb.
      Ich denke das aus dem Alten Wissen die Leute glauben, dass Eier mit brauner Schale gesünder sind; stimmt aber nicht!

      Vielleicht gibt es noch mehr Beispiele
      Vielleicht der Eisengehalt im Fleisch?

      Das umgekehrt Beispiel ist das Vit. B12 in pflanzlicher Nahrung, denn das gibt es in Tierischer nicht!

  4. Ludwig sagt

    Mir ist es völlig egal , wie die Leute sich ernähren. Ich möchte nur zu bedenken geben , daß rd. 60% der ldw. genutzen Fläche Grünland ist. Da wandeln Tiere Gräser in Fleisch und Milch um. Die 40% Ackerfläche können die jetzt lebenden Menschen nicht ernähren. Es geht nur mit Acker- und Grünland . Wer meint das alle nur vegetarische Nahrung zu sich nehmen sollen, dann müßen 60% der Menschen verhungern. Egoisten eben.

    • Den Grundgedanken verstehe ich (den agrressiven Unterton ignoriere ich) aber es ist dann doch etwas zu kurz gegriffen:

      „Die Anteile tierischer und pflanzlicher Produkte sowie Getränke an der physischen Verzehrsmenge und der Ressourcennutzung sind nicht gleichverteilt. Während die tierischen Produkte nur etwa 11% der gesamten Lebensmittelproduktion ausmachen, sind ihnen35% der der für die Ernährung der Menschen in Deutschland weltweit genutzten Agrarfläche anzurechnen und sie verursachen 54% der ernährungsbedingten THG-Emissionen.“
      Zitat:
      Schmidt TG, Baumgardt S, Blumenthal A, Burdick B, Claupein E, Dirksmeyer W, Hafner G, Klockgether K, Koch F, Leverenz D, Lörchner M, Ludwig-Ohm S, Niepagenkemper L, Owusu-Sekyere K, Waskow F (2019) Wege zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen – Pathways to reduce food waste (REFOWAS) : Maßnahmen, Bewertungsrahmen und Analysewerkzeuge sowie zukunftsfähige Ansätze für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln unter Einbindung sozio-ökologischer Innovationen. Braunschweig: Johann Heinrich von Thünen-Institut, 290 p, Thünen Rep 73, Vol. 1, DOI:10.3220/REP1569247044000

      • Elisabeth Ertl sagt

        1/3 der Agrarfläche Österreichs sind Almen. Die sind wegen der Höhenlage und des Geländes so extensiv, dass sie nur Kalorien für 300.000 Menschen liefern (von über 8 Millionen). Aber 1) herrscht dort eine sehr hohe Biodiversität, mit welcher ein Wald, der nach der Auflassung der Bewirtschaftung sich ausbreiten würde, niemals mithalten könnte. 2) Würden viele Flächen ohne Bewirtschaftung überhaupt desertifizieren und den Klimawandel beschleunigen – weil die alpinen Ökosysteme ohne Mensch nun einmal nicht funktionieren. 3) Würde man ohne Almwirtschaft die 300.000 Menschen über eine Intensivierung der Landwirtschaft anderswo ernähren müssen. Und dass Weidetiere mit ihrem Methanausstoß das Klima schädigen, ist weitgehend widerlegt. Das Methan gelangt gar nicht in höhere Luftschichten. Weideflächen bilden einen dichten Bakterienrasen aus, der das Methan wieder abbaut. Ansonsten hätten ja die riesigen Wildwiederkäuerherden Afrikas, die es leider nicht mehr gibt, schon lang das Klima zerstört.

        • Günter sagt

          Genau so ist es Elisabeth, meine Rindviecher leben zwischen 1300 und 2400 m ,, von Methan keine Spur, eher frische Luft.
          Manchmal sind Diskussionen über solche Dinge einfach nur absurd.

          • Elisabeth Ertl sagt

            Man muss sich auch einmal die Frage stellen, wer vom Klimaschutz profitieren soll, wenn nicht das Leben auf dem Planeten, und dazu gehören auch Weidetiere, die so friedlich grasen wie seit Jahrtausenden. Man könnte natürlich auch die Menschen vorne mit einem CO2 – Filter und hinten mit einem Methanfilter ausstatten, das würde sicher viel bringen. Wenn ich mir aber anschaue, welche Aggressionen schon der Mundschutz jetzt weckt (gegen den ich nichts habe), dann kann ich mir nicht vorstellen, dass dann bei noch so perfekt geschütztem Klima noch eine große Freude am Leben in diesem tollen Klima aufkommt.
            Ich bin bei Gott keine Klimaleugnerin. Ich bin auch der Meinung, dass der Fleischkonsum zu hoch ist, und ich glaube, dass die meisten von uns materiell bescheidener werden müssen, wie das ja der Inhalt aller Weisheitslehren ist. Aber diese Messschläuche an Kühen stehen für mich am Eingang nach Absurdistan.

      • Thomas Apfel sagt

        Die Energiedichte tierischer Erzeugnisse ist deutlich höher als die pflanzlicher. Die Futterflächen und mit ihnen die Grünlandflächen generieren über die tierischen Erzeugnisse 41 % der Kalorien, die wir verbrauchen.
        Zudem sind viele “tolle” Fruchtfolgeglieder (insbesondere bei BIO) nur als Futter zu gebrauchen. Momentan werden gerade im Bio System 80 % der genutzten LN für tierische Erzeugnisse verwendet. Im konventionellen System sind es etwa 70 % der LN.
        Bio ist ein stärker auf Tierhaltung ausgerichtetes System als jedes Andere.

    • Ja, aber nur für die Rinder, Schafe und Ziegen.
      Von denen bekommen wir Dünger, Fell, Fleisch und Milch. Horn und Wolle auch noch.

      Schweine und Hühner brauchen Soja und Getreide, vielleicht auch Kartoffeln von Äckern!

      • Heinrich Steggemann sagt

        Schweine und Hühner verwerten schwache Getreidequalitäten und Nebenprodukte. Sollen wir das alles wegschmeißen?

        • Seit wann schmeißt man Massenweizen und Wintergerste weg?

          Dazu braucht man ganz schon viel ha an Flächen, um unsere Mastschweine satt zu bekommen,

          Das geht nicht nur mit Abfällen. So viel Abfälle gibt es gar nicht.
          Und das vom Markt geforderte Qualitätsfleisch stellt man auch nicht damit her!

          Schon wieder muß der einfache Bauer Ahnung von Ernährungskunde und der täglichen Zunahme des Schweines haben.

          Der Massenweizen unterscheidet sich vom Backweizen dadurch, dass es eine andere Sorte und billiger weil, minderwertiger fürs Backen, aber kein Abfall ist,

  5. Ostbauer sagt

    So; DüVO trotz Protesten durch, Insekten”schutz”gesetz trotz Protesten durch.
    Glaubt hier mit der Weile noch jemand daran, Politik mit Argumenten beinflussen zu können???
    Wissen die Verantwortlichen überhaupt, dass die Proteste auf Messers Schneide stehen?

    • firedragon sagt

      Frage steht ja immer noch im Raum, welche Insekten soll LW schützen.
      Ostbauer bei Dir wird es so sein, wie bei uns, dass Du eine gut funktionierende Fliegenzucht nebenbei betreibst und z.B. Schwalben dadurch bei Dir nisten.
      Nachbarschaft hat ein Beschwerdeschreiben wegen unsere paar Viehcher verfasst und dem Gem.Rat präsentiert. U.a. kommt der Satz darin vor “die Fliegenplage ist nicht mehr hinnehmbar…”
      Nun muss ich davon ausgehen, dass Fliegen irgendwie nicht zu den schützenswerten Insekten zählen, obwohl sich die Schwalben nachweislich von ihnen ernähren. Also schütze ich durch Viehhaltung die Fliegen und die Schwalben … es interessiert nur niemanden.
      Der Mensch will in seinem direkten Umfeld kein Viehzeugs, welches krabbelt, surrt, beißt, sticht, Netze webt, Fenster verscheißt und Lebensmittel verdirbt … will er einfach nicht, wo bleiben da die Verordnungen, dass er es zu dulden hat ?
      Die Welt besteht nun mal nicht nur aus Tagfaltern und Hummeln …

      • In Pflanzenbeständen sind spezifische Infekten, wie z.B Blattläuse, die diese Pflanzen lieben, weil sie sich gut von ihr ernähren können.

        und wenn das Feld dich an dicht besät ist dann stehen die Pflanzen eng, man sollte ja intensiv bewirtschaften, damit die Lebensmittelpreise niedrig bleiben können.

        Durch diese Enge herrscht da eine feuchtes und warmes Klima, wo sich Pilze und Tiere recht wohlfühlen.
        Ich großen Scharen kommen sie angeflogen und lassen sich nieder.
        Diese großen Scharen brauchen auch Nahrung.

        Was fressen die?
        Natürlich unsere Nutzpflanzen.

        Was soll der Bauer mit seinen teuren Maschinen (die sollen sich ja auch bezahlt machen) noch ernten?
        Wenn der nichts erntet, was landet dann in dem LEH?

        Dann sind wir genau so wir wie in unterentwickelten Ländern mit der Heuschrecken- oder Mückenplage.
        Dann gibt es nichts mehr für Mensch und Tier zu futtern.

        Und die Landmaschinenwerkstätten verdienen nichts, weil keine Reparatur anfällt.
        Muß man ja auch mal dran denken, was das alles mit sich hinterher zieht.

        Sogar das Bier wird knapp!

      • Paulus sagt

        Firedragon, Insekten sind solange schützendswert wie sie dem Ertrag von Honig, der Bestäubung oder als Futter für die gefiederten Freunde dienen. Danach ist Schluss mit lustig.
        Hier im Krs. Neuss gibt es die Museumsinsel Hombroich, neben der ausgestellten Kunst ein wahres Naturparadies wie es schöner nicht sein könnte. An einem Sonntag im August herrschte vor dem Cafe eine wirkliche Wespenplage. Eine ganz coole und grün angehauchte Family fand das ganz toll – bis ausgerechnet für ein Kind von denen der Notarztwagen kommen musste. Wäre ja alles nicht so schlimm, wenn sie nicht vorher gute Ratschläge an die anderen Gäste verteilt hätten …
        Wenn du vor der Bonner Dienstsitz des BMU, am besten vor der Kantine, eine Schubkarre mit Kuhscheiße verteilst gibt es auch dort keine Insektenfreunde mehr.

        • firedragon sagt

          Das mit der Schubkarre voll Mist, Paulus, wäre ein Versuch wert.
          Ich würde dann noch einen Zettel beilegen, dass diese Idee nicht von der LW kommt …🙂

            • Smarti sagt

              warum so “unelegant” – mit dem neuen Insektenschutzgesetz liesse sich doch höchstrichterlich durchsetzen, dass alle 100 m ein “Biotop” erstellt werden muss. Natürlich gerade auch in der Stadt. Mit kleiner Wasserfläche, einem Sandhügel, einem Steinhaufen, dem obligarorischen Baum und dem Misthäufchen.
              Insektenschützer finden sicher noch mehr Vorschriften :). Und in ein paar Jahren werden diese Biotope miteinander vernetzt. Wenn das dann klappt, lasse ich mich auch von Städtern beraten.

    • Ja, interessant, nur hier bei uns besteht noch ein Gesetz, dass der Abfall abgekocht werden muß, wegen Krankheitserreger.
      Wer soll das machen? Billiglöhner aus dem Ausland?
      Dem LEH und den Restaurants ist es zu teuer.

      Wenn die schon mal z.B. eine Menge Toastbrot an eine Biogasanlage liefern, machen die ja noch nicht mal die Plastikhülle davon ab.
      Wer soll das bezahlen?
      Der Verbraucher?
      Der meint bestimmt mit der Umwelt hat er nichts zu tun, er braucht sie nicht zu schützen, er verdient sein Geld mit einem anderen Beruf! Er ist raus!
      Ist er wirklich so gewissenlos?

      Wie kann man das verstehen, wenn heutzutage einer sagt:
      Ich bin gegen Massentierhaltung?

      Meint er sich selber auch?
      Dass er gegen Billigfleisch u. -wurst ist?
      Bzw. wir alle sollen drauf verzichten, so etwas sollte gar nicht mehr angeboten werden?

      • Es gibt ja nicht nur Abfälle sondern auch Nebenprodukte wie Presskuchen iertreber und so weiter die für die menschliche Ernährung nicht (direkt) geeignet sind und so über Tierfütterung noch sinnvoll verwertet werden können. Bin kein Spezialist zu dem Thema gehe aber davon aus dass wir hier von erheblichen Potenzialen ausgehen können (und freue mich über Input von denen die da genaueres wissen).

        • Elisabeth Ertl sagt

          Bei Wiederkäuern muss man da sehr vorsichtig sein. Besonders brauchbar sind Rübenschnitzel, ein Abfall der Zuckerproduktion, die regen die Milchbildung an. Presskuchen vertragen Wiederkäuer nur in Maßen, gemischt mit viel strukturreichem Futter. Apfeltrester in kleinen Mengen regen die Pansenentwicklung bei Jungtieren an.

        • firedragon sagt

          Biertreber war, so lange eine regionale Brauerei noch eigenständig braute, für unsere Kühe gängiges Futter, zusammen mit Getreideschrot.

        • Bauer Willi sagt

          @Arno
          “Abfälle” sind eine menschliche Maßeinheit, die es in der Natur nicht gibt. In einem Kreislaufsystem (von dem alle reden, dass es das geben sollte) würden menschliche Fäkalien (Scheiße) selbstverständlich auf den Acker zurückgefahren werden. Wir haben auf unserem Hof noch ein Plumpsklo und der Inhalt wurde bis in die Nachkriegsjahre auf den Acker gefahren.
          Heute wird Klärschlamm verbrannt! Was für eine Vernichtung von Ressourcen. Da redet kein Mensch drüber.

          • Was ist der Unterschied des heutigen Klärschlamms zu dem vom nach dem Krieg?
            Wieviel Duschgel, Rasierwasser und Make up sind da drin, neben Waschpluver und Geschirrspülmittelreste. Das ganze Putzmittel und Arzeneimittel aus dem Haus usw.

            Das will keiner auf seinem Acker, den er von den Grosseltern geerbt hat und seinen Kindern weitergeben muss, oder?

  6. Arnold Krämer sagt

    Das Essen und Fressen (und Gefressenwerden) der Lebewesen dieser Erde an sich ist nicht das eigentliche Problem. Der Mensch ist unabhängig von dem, was er isst, (auch in Konkurrenz zu anderen Lebewesen wie im Artikel beschrieben) deshalb eine Belastung für das Ökosystem Erde, weil er als einziges Lebewesen (auch vermehrt im Zusammenhang mit dem Essen) Müll und Abfall hinterlässt, der aus endlicher Energie erzeugt wird. Irgendwann wird sich das für die Spezies Mensch vermutlich “rächen”. Wir wissen nur nicht wann und wie.

    • Brötchen sagt

      “weil er als einziges Lebewesen (auch vermehrt im Zusammenhang mit dem Essen) Müll und Abfall hinterlässt, der aus endlicher Energie erzeugt wird. ”

      Energie geht nicht verloren, sondern kann nur in verschiedene Formen umgewandelt werden.

      Wir haben nur einen sehr kleinen Teil der Erdkruste überhaupt erst genutzt! In etwa so die Milchhaut in einem Glas Milch!

      “deshalb eine Belastung für das Ökosystem Erde,”

      Auch als es den Menschen überhaupt noch nicht gab, hat sich das Ökosystem Erde entscheidend verändert!

        • Brötchen sagt

          Herr Krämer!

          Letztendlich läuft es aber auf die Frage hinaus: bin ich eher innovations- und forschungs-, erkenntnisoptimistisch oder pessimistisch.

          Nach dem Motto, Goethe und Schiller sind tod und mir ist auch schon ganz schlecht.

          Der Dt. ist ja in letzter Zeit eher zu einem Bedenkenträger mutiert, der Ami ist da viel offener und hat einen gewissen Optimismus ( Klischee).

          Zum Glück ist das nicht überall in Dt. so! Kann man ja in Ihren Postings auch so lesen.

          Wenn man schon der Lauterbach heute liest, da kann einem doch schlecht werden.

          • Arnold Krämer sagt

            Sagen Sie mir jetzt nicht , wo man heute etwas von Lauterbach lesen kann. Das würde mir den Tag völlig versauen.

            • Brötchen sagt

              Man die sollen sich doch alle in Höhlen verkriechen und Lockdown bis Ende des Jahres!

              Die haben sowas von einen Knall.

              Der warnt vor einer dritten Welle………

          • Brötchen sagt

            mal ein Bsp. kann man auf MDR sicher noch sehen.

            Da gab es in Leipzig mal einen Unternehmer Karl Heine, der hat den berühmten Karl Heine Kanal gebaut und wollte Leipzig über den Wasserweg mit den Weltmeeren verbinden. Alle privat finanziert.

            Es gibt heute die idee, die Lausitzer Tagebaurestlöcher mit umgeleiteten Elbe- oder Oderhochwasser schneller zu fluten.
            Das könnte man für Bewässungen im Sommer nutzen, die Löcher müssen soweiso verfüllt werden, sonst rutscht das alles.

            Alles abgewählt zu teuer und kein Interesse.

            damals um 1900 haben die das geschafft.
            heute werden die nicht mal mehr mit 20 cm Schnee fertig, die Russen machen sich schon auf tiktok lustig.

            • Woher kommen die innovativen Ideen?

              vom ganzheitlichen Arbeiten, von Rohstoff bis Produkt.
              und von Kenntnissen in und von der Natur und was sie hergibt, was möglich ist.

              Und um 1900 wurde noch viel mit der Hand gearbeitet.
              Die Welt war einfacher durchzublicken.

              Die jungen Mitarbeiter vom Discounter wissen noch nicht mal , warum sie ihren Parkplatz räumen lassen sollten.

              Beim Familiengeführten Tante Emmaladen früher wäre dass nie passiert!
              Da war der Kunde König, denn Tante Emma wußte, wenn ich meinen Hof und Eingang vom Schnee frei halte, kommen mehr Kunden.
              Falls da Kosten anfallen die wären durch den Mehrverdienst der Mehrkunden wieder aufgefangen.

              Wenn man heutzutage ein Küche kauft und es wird versichert, dass man auswählen kann, was man möchte, weil es gibt ja noch die Möglichkeit die verschiedenen Änderungen sich auf dem PC des Möbelhauses anzusehen,
              dann hat die Verkäuferin etwas mehr Stress und muß die Änderungen mit der Maus umändern. z.B. Kühschrank, Herd oder Spüle hier oder dort hin, Griffe oder Farben und Maße aussuchen.

              Hinterher wurde mir vorgeworfen, das ich nicht weiß was sich will, erst hü und dann hott.
              Sie hat es mir doch angeboten, dass das möglich ist.

              Dann bekam ich noch geschimpft, dass sie mit meinen Mails nichts anfangen könnte, und hat sie mir alle noch mal auf ihrem Handy gezeigt,
              ich fragte, warum haben sie diesen LINK nicht geöffnet hat,
              muß man den öffnen, fragte sie.
              Sie hat ihn in meiner Anwesenheit geöffnet und war früh, dass sie die Adresse von dem Elektriker hatte, den ich mir selbst besorgt hatte.
              Die hatten keinen Elektriker und den sie mir bemannt hatt, der war im Ruhestand, der hatte sein Geschäft aufgegeben.
              Da habe ich den angerufen, der immer unsere Getreidetrocknung betreut.
              Da hat es funktioniert.

              Nach der Freude über den Link, stand sie auf, ließ mich Kundin alleine und druckte die Adresse des Elektrikers erst mal aus.
              Konnte sie das nicht später machen?

              Und zum Schluß hielt sie mir vor,
              dass ich zu viel Zeit von ihr geraubt hätte.

              So hat sich die Welt verändert.

              Ales muß 100%tig digital und schnell gehen , sogar das Schneeschieben auf Parkplatz
              und kleine Aufgaben werden an den Kunden übergeben,
              wie Beratung beim Klamottenkauf, im Baumarkt oder beim programmierten Ausfüllen des Dieselrückvergütungsscheins .

              Wollen wir uns das gefallen lassen?
              Verändert sich durch unsere Kultur?

              Wofür ist das Kultusministerium da?

              • bauerhans sagt

                “Woher kommen die innovativen Ideen?”

                auf jeden fall nicht von satten wenig gebildeten,die mit ihrem smartfon spielen.

      • Verändert nach der Existenz des Menschen oder vorher, Brötchen?

        Die Veränderungen von vorher gingen aber viel langsamer von statten, oder?

        “„weil er als einziges Lebewesen (auch vermehrt im Zusammenhang mit dem Essen) Müll und Abfall hinterlässt, der aus endlicher Energie erzeugt wird. “

        Die Tiere hinterlassen auch Müll und Abfall in Form von Gülle! Das wird nur im Kreislauf der Natur wieder aufgenommen!

        Ja stimmt, da bleibt nur das Plastik, das sich nicht oder schwerwieder aus unserer Umwelt entfernen lässt!

        • Brötchen sagt

          “Die Veränderungen von vorher gingen aber viel langsamer von statten, oder?”

          Weisst Du das?

          nehmen wir mal an, es gibt wirklich diesen Horrorklimawandel und die Menschheit wird ausgelöscht, dann dauert es danach auch ganz lange bis sich das wieder einpegelt.

          Wenn man das Denkmodell der Klimahysteriker verfolgt.

          Die “Natur” regeneriert sich wieder, die braucht uns nicht, da wir ja selbst Bestandteil der Natur sind.

          Nun könnte man den Faden weiter spinnen, da wir Bestandteil der Natur sind und aus ihr hervorgehen, gehört das zum “Bauplan” der Natur, das wir als Bestandteil der Natur diese “zerstören” bzw. gewaltig umgestalten und uns damit uns selbst auslöschen.

          Heuschreckeninvasionen fressen auch alles ab und gehen dann zugrunde, oder werden selbst gefressen.

          Wir sind ja auf das Universum bezogen, nur ein kurzes Aufflackern.

          “Ja stimmt, da bleibt nur das Plastik, das sich nicht oder schwerwieder aus unserer Umwelt entfernen lässt!”

          das zerfällt auch, muss man auch nur lange genug warten.

          • So lange wie die Welt sich von uns erholt.
            Der Klimawandel geht schneller, weil wir Triebhausgase in die Luft blasen, und andere schädliche Dinge tun.
            Da hat de Erde ganz schön was auszuhalten und muß sich entsprechend verändern, wenn wir mal nicht mehr sind, dann erholt sie sich wieder und wandelt sie so langsam wie vorher auch weiter, weil ein Zeichen oder Einschlag, Meteorit oä. aus dem Weltraum kommt,

    • Elisabeth Ertl sagt

      Der Schaden entsteht nicht durch das Plastik, sondern durch den Selbstzweck des Geldes. Ich hab noch immer eine Plastikschüssel zum Kuchenbacken, die ist 40 Jahr alt und x Mal auf den Boden gefallen. Es gibt keinen potentiell nachhaltigeren Werkstoff als Plastik. Das Geld will aber, dass er ehestmöglich kaputt geht und Inseln im Meer bildet.

      • Paulus sagt

        Elisabeth Ertl, ich sehe schon, die Bergbauern sind auch nicht das was sie mal waren.
        Schüsseln aus Plastik, und das in der Küche? Und das bezeichnest du als potentiell nachhaltigen Werkstoff?
        Hochverehrte gnädige Frau, das solltest du noch mal ganz in Ruhe überdenken. 😉

        • 40 Jahre alte Schüssel könnte man nachhaltig bezeichnen, nur ihre Verrottung vielleich nicht.
          Es gibt ja verschiedene Qualitäten von Pastik.
          Zudem ist sie nicht nur leicht, sondern auch gut bei der Handhabung.
          Und falls sie in den ersten Jahren Giftstoffe in den Kuchenteig gegeben hat, dann
          ist es die Aufgabe des Verbraucherschutzes die zu darauf zu untersuchen und gegebenfalls zu verbieten.
          Das gleiche gilt für Tupper und die neumodischen Backfomen aus Plastik.
          Sind die ausreichend geprüft?

          Was haben deren Hersteller für Auflagen?

  7. Ich weiß nicht, wieso immer pauschales Vegetarier- und Veganer-Bashing mit der Frage einhergehen muß, wie wir uns zukünftig ernähren sollten, aber lege jedem gern diesen Beitrag von Michael Horsch nahe, auch wenn es Springerpresse ist (was aber bei Interviews relativ egal ist, wenn da kein Broder, Poschardt oder Don Alphonso rumätzen von Rechts):
    https://www.welt.de/wirtschaft/article225224807/Michael-Horsch-Brasiliens-Ackerbauern-sind-uns-am-weitesten-voraus.html

    Und jetzt mal ein paar Hirnfürze:

    Das deutsche Schnitzel ist womöglich nachhaltiger als die südamerikanische Avocado.
    Inuit würde auch niemand zum Ackerbau und Gemüse zwingen.

    Früher aß man mehr saisonal, im Frühjahr fasten, ab Sommer mehr Gemüse, im Winter Fleisch usw.

    Egal, wie sehr man es kritisiert, aber 60 kg pro Kopf Verzehr in Deutschland an Fleisch bei 88kg Verbrauch in toto sind einfach viel zu viel, danke, Wirtschaftswunderjahre (apropos: solche Wirtschaftswunderjahre erlebt auch gerade China, damit steigt dort auch der Fleischkonsum).

    Egal, ob Pflanzen oder Fleisch, aber kaum jemand spricht über Nährstoffe und noch weniger über Stoffkreisläufe und gefühlt niemand darüber, wie viele Kalorien in die Landwirtschaft reingehen müssen, damit 1 Lebensmittelkalorie rauskommt am Ende.

    Auch könnte man mehr über Selbstkochen mit Rohzutaten versus hochverarbeiteten Mist diskutieren, das Cordon Bleu läßt grüßen ebenso wie Fleischersatzgepreßtes und Convenience Produkte.

    Und alles ist wumpe, wenn der Preis nicht stimmt. Wenn alle nur auf Veredelung setzen wie beim Fleisch, war’s das gewesen. Dann ist man da, wo schon der einzelne Bauer manchmal während des Hungerwinters lieber sein Brotgetreide an die Schweine verfüttert hat.

    Auch sollte man mal über die Wegwerfquote hier sprechen und die Nachernteverluste in Entwicklungsländern mangels Lagerung und Kühlung.

    Hinzu kommt der ganze Kram mit Sonderkulturen. Spargel sättigt nicht, liefert kaum Energie und Nährstoffe und der Anbau ist jetzt nicht unbedingt nachhaltig. Die meisten können auf Kaffee nicht verzichten. Und asaisonale Ernährung sowie Exotisches sowie ein verleckerter Gaumen sind auch nicht unbedingt förderlich. Ob Paprika aus spanischen Gewächshäusern oder keine Nose to Tail Verwertung bei uns.

    Und dann noch die Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die für manche sehr real sind, für manche aber auch nur eingebildet, wenn man an Gluten denkt.

    Fazit bleibt:
    Zurück zu Maß und Mitte, ein bißchen mehr do-it-yourself, Fokus auf Energieverbrauch, Bodenerhalt, Nährstoffversorgung, Stoffkreisläufe und Wirtschaftlichkeit und Berücksichtigung der Einhaltung des Zuvorgenannten.

    Nochmal: 60kg pro Kopf TROTZ all der Vegetarier, Veganer, Kinder- und Seniorenteller bedeutet, daß diejenigen, die auf Fleisch stehen, mehr als ein 1 kg Fleisch pro Woche in sich reinstopfen. Bei Inuit mag das okay sein, Kälte, Fettbedarf und kein Gemüseanbau möglich und so, aber nicht für unsere Breitengrade. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt meines Wissens maximal 600g die Woche Fleisch.

    • Reinhard Seevers sagt

      Hirnfurz 1: Die Daten über den Fleischverzehr sind weder nachvollziehbar, noch vergleichbar, noch richtig…..ist wie mit den Corona-Daten, die weltweit um 100% differieren.
      Sie arbeiten mit welchen Daten aus welchen Quellen?

      2. Hirnfurz: Auf 3-Sat gab es am Wochenende einen schönen Beitrag über die Rinderhaltung und deren wirtschaftliche Bedeutung für Argentinien. Die Argentinier essen wirklich viel Fleisch, und das ist wirklich pures Fleisch, ohne Beilagen, keine Wurst….
      75% des in Argentinien erzeugten Fleisches geht in den Export…sind die nicht noch viel “böser” als unsere Bauern…:-)

      3. Hirnfurz:
      Hier ein paar ausgewählte Länder und Regionen im Vergleich. Der Hintergrund basiert auf den derzeit verfügbaren aktuellsten Vergleichszahlen der FAO, Stand 2011:

      Australien: 121,2 Kilogramm pro Kopf
      USA: 117,6
      Österreich: 106,4
      Argentinien: 101,7
      Brasilien: 93,0
      Frankreich: 88,7
      Deutschland: 87,9
      Schweiz: 74,7
      Russische Föderation: 66,9
      Südkorea: 62,2
      China: 57,7

      Wie gesagt, ob diese Zahlen überhaupt vergleichbar sind bezweifle ich……aber je nachdem welchen Furz man beweisen möchte, man kann es.

    • Elisabeth Ertl sagt

      Nicht vergessen: Bei diesen Zahlen ist auch das Hunde- und Katzenfutter dabei, mittlerweile 25 – 30%. Und die Tierschützer wollen jetzt auch noch Wölfe und Herdenschutzhunde füttern.

      • Brötchen sagt

        Die nehmen die Gesamtfleischmenge, die die Schlachthöfe melden und teilen das durch die Einwohner. Dann wird das noch grob umgerechnet, welche Ausbeute an verwertbarem Fleisch.

        Andere Statistiken gibt es überhaupt nicht!

        • Reinhard Seevers sagt

          Genau Brötchen, und da in der Mehrheit auf der Welt noch im Hinterhof selbst geschlachtet wird, weiß kein Schwein, wie viel Fleisch wo verzehrt wird, nur in Teutschland ist man da wieder auf der “sicheren” Seite.

      • Reinhard Seevers sagt

        Genau Elisabeth, ich glaube nicht, dass Chinesen den Verbrauch für Hunde und Katzen irgendwie mitrechnen, die essen die Hunde nämlich auch noch….die Statistiken sind allein wichtig für NGOs und missionierende Nichtfleischverzehrer…
        Ich ertrag den Unsinn einer von einer ehem. nationalistisch geprägten Organisation (Reichsgesundheitsamt) verbreiteten Volksernährungsempfehlung auch nicht.

      • Arnold Krämer sagt

        Ich habe vor über 10 Jahren in einem Vortrag auf einer DLG-Veranstaltung gehört, dass damals bereits die gesamte Agrarproduktion des Landes Hessen für Hunde und Katzen benötigt wurde. Das dürfte mittlerweile schon nicht mehr reichen.

    • firedragon sagt

      Herr Suhr,
      ich halte Rinder, davon wird eines im Jahr für uns geschlachtet und ernährt 8 Köpfe. Noch einige Hähne und etwas Schwein, gelegentlich Wild/Fisch.
      Also recht überschaubar, was wir da so töten und das ist ganz normal. Unsere Rinder bekommen übrigens das, was die Mühlen nicht annehmen und stehen Sommers auf Wiesen.
      Jetzt kommen Sie daher und wollen mir sagen, was viel zu viel Fleisch ist … interessant und Sie reden von VVBashing … auch interessant.
      Der Beitrag oben ist von 2014 (da kannte ich den Begriff Veganer noch gar nicht), aber ein Sache greift er ganz gut auf. Für die VVs sterben ebenfalls Insekten und Kleinsäuger usw. … also sind die ganzen VVs auch nicht konsequent, bzw verschließen ihre Augen … was sind Mehlwurm, Heuschrecke, Ameise usw. eigentlich in den Augen von VVs ?

    • Elisabeth Ertl sagt

      Herr Suhr, Sie sind doch Politiker und sollten die Gesamtgesellschaft im Auge haben. Der Marxismus ist krachend gescheitert, der Neoliberalismus zerlegt sich gerade selber. Vor welchem weltanschaulichen Hintergrund fizeln Sie da eigentlich an Details herum?

    • “Früher aß man mehr saisonal, im Frühjahr fasten, ab Sommer mehr Gemüse, im Winter Fleisch usw. ”

      Früher wußte man wie man die Sachen haltbar machte und es gab zu jeder Jahreszeit Fleisch und Gemüse mit Kartoffeln oder Nudeln. Ich weiß nicht seit wann es Reis hier gab.

      Man schätzte den kühlen Keller,. wo man Wurzeln in Sand einlegte, eingelegtes Sauerkraut, Kartoffeln und Äpfel lagerte.
      Man schätzte die Steingefäße wo man Fleisch drin einsalzte, Sauerkraut auch.
      Dauerwurst ist ja auch getrocknetes Fleisch, das kam aus der Zeit. Der gute Geschmack ist nur zufällig. Aber dazu brauche man ein atmungsaktives Haus aus Sandstein und Lehm, die das Klima das ganze Jahr für die Wurst konstant hielt.
      Obst hat man auch frisch gelagert und getrocknet.
      Aber dazu brauche man ein atmungsaktives Lehmhaus mit kühlem Sansteinkeller.

      Aber dadurch konnte die Hausfrau zu jeder Jahreszeit ihrer Familie eine Gemischt-kost anbieten.
      Gut Erdbeeren kann man nicht trocknen und nicht lagern. Die gab es nur im Sommer als Nachtisch. Im Winter eher Apfelbrei. Convenience kannten die nicht. Man hatte ja auch selbst einen Garten mir Gemüse Obst und Kartoffeln. Da wurde doch nichts gekauft!
      Der Mann sorgte für Wohnung oder Haus, einen Keller voll Kohlen, Holz und eventuell Kartoffeln. Die Frau kümmerte sich um Garten Haus und Kinder. Deswegen wurde auch noch mehr handgearbeitet, damit man nichts zu kaufen brauchte. Das war ein Fulltimejob, gerade mit mehren Kindern, man mußte gut wirtschaften können,

      Im Betonhaus funktioniert das nicht so gut, sie sind weniger atmungsaktiv und klimaregulierend und die Zentralheizung ist der 2. Übeltäter.
      Man hat ja Gefriertruhen.
      Und die Gewerblichen Kühlhäuser und Klimakammern!

      Das Einwecken durch Sterilisieren hat der Herr Weck erst so ca. 1920 oder kurz vorher erfunden.

      So konnte man zu jeder Jahreszeit ein vollständiges Menü auf den Tisch bringen.

      Ich glaube die Nährstoffe wie Fett, Kohlehydrate und Eiweiß sind auch schon länger entdeckt und bekannt. Vitamine auch erst seid den 30igern des vorigen Jahrhunderts der interessierten Bevölkerung bekannt.
      So kann man auch Kraftfutter für die Hochleistungstiere herstellen.
      Und auch den Düngebedarf für die Pflanzen in verschiedenen Böden berechnen.

      Und letztendlich auch den Pflanzenschutzbedarf im integrierten Pflanzenschutz,
      darüber sollten sich Politiker schlau machen, wenn das jede einfache Hausfrau oder Bauer vom Dorf kann, dann so ein interessierter Politiker wohl auch.

      „Auch könnte man mehr über Selbstkochen mit Rohzutaten versus hochverarbeiteten Mist diskutieren, das Cordon Bleu läßt grüßen ebenso wie Fleischersatzgepreßtes und Convenience“

      Darüber kann man sich auch informieren.
      Man denke an den Schlankheits- und Diätwahn, dazu braucht man Ernährungskunde. Man muß sich informieren.

      Viele müssen auch aus gesundheitlichen Gründen Diät essen, man denke n die Diabetiker

      Es gibt genügend Leute, die das tun, die dann die entsprechenden Zeitschriften dazu lesen oder sich Infos aus den Internet holen!
      Und genügend Familien die aufgeklärt sind und qualitativ einkaufen und vitaminschonend zubereiten.

      .

  8. bauerhans sagt

    “… die Kommentarfunktion ist bis auf Weiteres deaktiviert. Warum? Weil offenkundig viele – besonders Vegetarier und Veganer – den Artikel ungelesen kommentieren und redundante Kommentare hinterlassen. Das führt niemanden weiter.”

    das ist auch meine meinung,die ich hier aus den kommentaren rein kopiert habe.

  9. Reinhard Seevers sagt

    Alles hängt mit allem zusammen. Eine zunehmende Urbanisierung in Verbindung mit einer steigenden Bevölkerungszahl kommt um eine effiziente Erzeugung von Nahrung nicht herum. Wer die regionalen Vegetationen einbezieht, wird für unser Land nur schwer eine nachhaltige Ernährung mit rein pflanzlichen Produkten ermöglichen können. Wer gerade jetzt vor die Tür tritt, könnte evtl. erkennen, dass Obst und Gemüse nur marginal aus regionalem Anbau möglich ist. Ohne ausreichend Kapital keine Importe, ohne Importe kein Gemüse im Winter, sei denn, die Gewächshaus – Kultur soll den Import ersetzen…..das wäre dann der nächste Schauplatz der Auseinandersetzung.

    • Brötchen sagt

      Reinhard bei uns gibt es gerade Klagen wegen Zwangsumbruch der von Thomas Apfel erwähnten Folienspargelfelder.
      Irgendwie wäre die nicht “genehmigt”. Angeblich wären da die Brutvögelpopulationen zurück gegegangen weil irgendwelche Schutzgebiete in der Nähe.

      Es geht um erhebliche Flächen ca. 300 ha und auch noch mal ein paar Flächen Heidelbeeren.

      Das macht in dem Gebiet nur unwesentliche Flächen aus……da ist sonst nichts….in der Nähe ist auch Trappenschutzgebiet.

      Also kannste das mit dem Gewächshaus auch knicken….bleibt nur noch auf Roggenmüsli rumkauen oder Grünkohl mit Beilage (Fliegen usw.)

    • Lieschen Müller sagt

      Es gibt schon noch die Lagerhaltung von Kohl und Knollen und das Einwecken und Einfrieren. Man kann im Winter sicher auch mehr Getreide und getrocknete Hülsenfrüchte essen. Ob das alles sinnvoll ist, weiß ich nicht, aber so pauschal möchte ich dir auch nicht folgen.
      Den Artikel fand ich gut, bei so vielen Menschen auf dieser Erde gibt es keine pauschalen, einfachen Antworten. Ich denke auch immer noch, Veganismus in unseren Breiten ist komisch und sehr “künstlich”. Schafwolle um sich zu wärmen, Leder für feste Schuhe, Bienenwachs für alles mögliche, ein Haustier zum Kuscheln. Das wird durch Kunststoffe ersetzt oder vielleicht auch durch Zellulose, aber da sind auch sehr viele technisierte Bearbeitungsschritte notwendig.

    • Im Winter haben wir regionale Äpfel, Kartoffel und Möhren, Kohl usw.

      Früher als wir uns autark ernähren mußten hatten wir auch nichts anders.

      Warum hatten denn unsere Omas so viel Phantasie beim Kochen und bereiteten aus wenig viel zu!

      Und mit Fertigprodukten konnten die auch nichts anfangen, na ja Maggi hatten sie seit den 20igern schon.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.