Bauer Willi
Kommentare 113

Wie Sie sehen…sehen Sie nichts (Gutes)

Die Bilder habe ich von Gerhard aus dem Steigerwald in Franken bekommen. Beim ersten Anblick sehen die Gerstenähren ja ganz manierlich aus. Auch der Feldbestand zeigt ein „wogendes Ährenfeld“.

Aber was ist passiert? Das schreibt Gerhard hier:

Wir haben hier diese Jahr massive Befruchtungsprobleme bei der Wintergerste, bedingt durch den Frost im April und der „Eisnacht“ jetzt im Mai. Die Schäden liegen zwischen 20 Prozent bis zum Totalausfall, flächendeckend. Und das obwohl die Bestände optisch sehr schön aussehen. Auf manchen Äckern wächst wirklich nur Stroh.

Ich habe so etwas in den 40 Jahren, in der ich in der Landwirtschaft dabei bin, noch nicht mal ansatzweise erlebt. Die Natur hat immer mal was Neues auf Lager.

Für Viehhalter dürfte das wirklich schwierig werden.

Und weil ich solche Bilder auch noch nie gesehen habe, wollte ich sie euch zeigen.

 

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113 Kommentare

    • bauerhans sagt

      Rassismus ist doch das schlagwort im moment.
      alle sicherheitskräfte in D sollen doch latent rassistisch sein,sagt S.Eskens von der SPD.
      das ist ja wohl wichtiger als son bisschen Dürre.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Immer dasselbe Geseiere. Wenn in China ein Sack Reis umkippt, fragt man hierzulande, ob unsere Säcke denn auch sicher platziert sind und nicht umfallen könnten….der Deutsche adaptiert alles und sofort. allerdings muss die SPD aufpassen, dass sie sich nicht selbst abschafft.

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      • Ingeborg Krausbauer sagt

        Die wissen halt nicht was das bisschen Dürre alles hinter sich herziehen könnte. Und was man da alles beachten sollte.

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    • Stadtmensch sagt

      Ferkelhebamme, ich weiß nicht, wie viele sich im Klaren drüber sind, dass die Ka…. am Dampfen ist und dass die wenige Zeit für Anpassung mit sinnlosem Geplänkel vergeudet wird. Ihr Landwirte stellt euch hin wie im Beitrag ab Minute 29:25 und sagt „wir wissen, dass es Mist ist so wie wir produzieren müssen“ und gleichzeitig reibt ihr euch an Lappalien auf: „wie viele leistungslose Einkommen werden mit Bullerbü-Naturschutz generiert“. Das bringt nichts! Ihr seid die, die mit dem Land arbeiten und ihr kennt die Spezialisten, die euch beim „Rückgängigmachen“ der Trockenlegung helfen können. Ist jetzt nur ein Beispiel

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      • firedragon sagt

        Ähm Stadtmensch,
        Trockenlegung rückgängig machen, das funktioniert evtl dort, wo Entwässerung gebaut wurde.
        Wie sieht’s aber dort aus, wo Straßenbau durchgeführt wurde, wasserführende Schichten dabei zerstört wurden und Wasserwege umgeleitet wurden. Da ist fertig, kein Rückbau möglich.

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        • Stadtmensch sagt

          Habe vor kurzem eine Reportage über Probleme der LW in Iran gesehen. Seit alters her hatten die Bauern dort ein weit verzweigtes Kanalsystem betrieben, um halt das Wasser zu verteilen bzw. dessen Aufkommen zu vermitteln. Mit Staudammbau, Abzweigen in die Städte usw. funktioniert das alles nicht mehr. Soviel zum Thema „hinterher ist man immer schlau“

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          • firedragon sagt

            Stadtmensch,
            vor zwei oder drei Jahren, kam mal im TV eine Reportage, aus einer Wüstenregion, da wurden alte Wassersammelschächte gefunden. Das Kondenswasser wurde gesammelt und in einem Kanalsystem abgeleitet, zur Wasserversorgung – sehr interessant und faszinierend. Ich kann Dir allerdings nicht mehr „sagen“, ob dieses System dort heute noch genutzt wird.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Im Süden Marokkos, zur Bewesserung der Dattelpalmen in den Oasen…war zweimal auf Phoenix…..

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Um Wasser zu verteilen, muss zuerst Wasser in den Flüssen sein, Vor 14 Tagen hat das Landratsamt die Entnahme aus Flüssen verboten.

            Da bleibt nur noch das Grundwasser, hilft aber nur wenn das Landratsamt die Wasserentnahme erlaubt.

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Bei Wiesen mag das noch angehen, wenn alles eben ist, beim Ackerbau geht das nicht, die müssen im Frühjahr bestellt werden.

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        • Ostbauer sagt

          Wir bewirtschaften wie gesagt unser Grünland auf Niedermoor und haben leider nur die Möglichkeit so viel wie möglich Wasser zurück zuhalten. Mitte der 90 iger Jahre hatten wir mal ein Projekt angestossen, zusammen mit Prof. Succow von der Uni Greifswald (ist der Moorpapst schlechthin in Deuschland). Abwässer aus den höher gelegenen Kommunen sollte über Pflanzenkläranlagen zusätzlich ins Moor geleitet werden. Der große Aufschrei kam von den Kommunen und dem Zweckverband. Ihr schönes neues Klärwerk wäre dann unrentabel.
          So transportiert man heute über Leitungen und mit LKW`s ins Klärwerk und dann schön in die Oder. Die Leute bezahlen ja und uns fehlt das Wasser.
          Also; es liegt nicht immer nur an den Bauern!

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      • Berthold Lauer sagt

        Zum Beispiel Trockenheit und Wassereffizienz: Unser alter Pflanzenbau- Professor pflegte immer zu sagen: Düngung spart Wasser! Und dieser Spruch bewahrheitet sich in den letzten trockenen Jahren , insbesondere Frühjahren! Mit gezielter frühzeitiger Düngung war es uns immer möglich aus dem gleichen Niederschlag ein Vielfaches an Futtermenge zu gewinnen als auf nebenangelegen ungeduengten Koppeln oder Heuwiesen. Schauen sie sich Mal auf extensiven oder biologisch bewirtschaften Betrieben um, wie groß der Futtermangel in den trockenen Gebieten ist! Das ist auf dem Acker genau so! Natürlich geht nichts ohne ein Mindestmaß an Wasser. Und natürlich sind Humus, Bodenart und Bodenstruktur ganz wichtig! Aber auch Düngung ist ein ganz wichtiges Werkzeug zum effizienten Umgang mit knappem Wasser! Wobei organischer Dünger noch mehr Feuchtigkeit zur Umsetzung benötigt, um den Pflanzen überhaupt zur Verfügung zu stehen. Aber Dünger, insbesondere synthetischer, ist ja ganz böse! Ist jetzt auch nur ein Beispiel

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        • Stadtmensch sagt

          KAS bringts nicht, hab ich heute auf dem Kanal von SKW Piesterwitz gelernt:
          Werde aber leider immer von Arbeit abgelenkt 🙁

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      • Ferkelhebamme sagt

        Stadtmensch, Trockenheit alleine ist nicht das Problem. Das Beispiel des Pellwormer Bauern zeigt sehr gut, dass er die Dürre durch Anpassung überstehen könnte. Wären da nicht die Gänse, die das, was für seinen Tierbestand noch reichen würde, kahl fressen. Und diese Gänseplage ist durch kurzsichtigen engstirnigen Natur- und Tierschutz entstanden. Was mich stört ist, dass die „dampfende K…“ wie du sie so schön nennst, immer als alleiniges Problem der Landwirtschaft, als Schaden für die Landwirte benannt wird. Den Zuschauer tangiert das doch überhaupt nicht: er ist ja kein Landwirt. Warum nicht das Kind beim Namen nennen: unsere heimische Lebensmittelerzeugung ist bedroht. Oder gibts dann Schelte von ganz oben?

        „Ihr seid die, die mit dem Land arbeiten “ – aber leider nicht gehört werden.

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    • Smarti sagt

      Wenn man selber Kühe hat, ist dieser Beitrag fast nicht zu ertragen. Noch Futter für 20 Tage- normal sind mindestens 9 Monate. Seit drei Jahren gehofft und gekämpft, schlaflose Nächte. Es muss doch einfach mal besser werden ! Diese Familie ist mit den Kräften am Ende und ohne Hilfe werden sie bald keine Tiere mehr halten – obwohl sie alles richtig machen. Trotz Geldsorgen sind die Tiere gut gefüttert und gepflegt, werden sehr liebevoll behandelt. Aus wirtschaftlicher Sicht hätte er seine Kühe längst verkaufen müssen – aber man spürt, dass er jede einzelne seiner Kühe liebt und deshalb immer noch kämpft. Meiner Meinung nach geht es nicht an, dass dieser Landwirt noch tausende Gänse füttern muss, obwohl er nicht genügend Futter hat für seine Tiere. Warum bezahlt niemand die Schäden ? So wie eine Hagelversicherung zum Beispiel. Ruhig mit Unterstützung von Nabu.
      Warum dieser Landwird denn nicht einfach Futter zukauft ? Weil das pro Monat mit dem Transport eher 15’000.- statt 10’000 Euro kosten würde. Zusammen mit den anderen Kosten weit mehr als die verkaufte Milch Wert ist.
      Ansonsten würde ich meinen Acker einzäunen und zwei Hunde darauf laufen lassen ( Border Collie, Jack Russel ). Wir zäunen unsere Äcker seit Jahren ein wegen der Wildschweine.
      Dass Gänse den Mais nicht fressen halte ich für ein Gerücht. Meine Hausgänse liebten halbreife Maispflanzen. Da blieb nur der Stängel stehen.

      Was ich noch versuchen würde ? Vielleicht die Hälfte der Herde trocken zu stellen oder einigen Kühen ihr Kalb zu lassen und einem anderen Landwirt ( auch weit weg ) in Pension zu geben. Je nachdem wie lange das Tier halt schon in der Laktation ist. Eigene Weide wegen Krankheiten verlangen. Solange die Kühe nicht gemolken werden müssen bleibt das im Vergleich zu allem anderen bezahlbar. Vielleicht fänden sich ja noch ein paar Paten ? Dann gibts noch ein paar Tage Luft. Meinen Mann zu überzeugen wäre schwierig, aber die Kinder würden mir helfen :).

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  1. Christian Krumphuber sagt

    Mangelnde Befruchtung bei Getreide – meist bei Wintergerste – wegen Frost in kritischen Stadien gibts leider immer wieder. Dazu ein kurzer Beitrag aus Österreich:
    https://ooe.lko.at/sterile-%C3%A4hrenteile-durch-trockenheit-und-frost+2500+3225378
    Tritt bei uns immer wieder auf – heuer recht stark bei Wintergerste in Ostösterreich, wo es zur Blüte trocken war und auch Frostnächte gab. Hat nichts zu tun mit eigenem Nachbausaatgut oder gekauftem Saatgut, Hybridsorte oder „traditioneller“ Sorte.
    Landwirt – der Beruf mit der Werkstatt unter freiem Himmel….

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    • Brigitte Neveling sagt

      Herr Krumphuber, unkomplizierter Wurzelwicht, firedragon, Herr Krämer, bauerhans, Ehemaliger Landwirt –

      ich war vorhin nochmal draussen bei meinem Raps/Gerste/Weizen-Streifen aus der Wildvogelfutter-Saat ( nicht von mir gepflegt oder gedüngt ) und habe von einer Rapspflanze zwei Schoten abgemacht ( eine noch grüne und eine schon gelbe/ ich dachte eine reife ) :

      die grüne ist noch mit prallen Kügelchen gefüllt, aber die gelbe aufgeschnitten zeigte als Inhalt nur winzige schwarze Pünktchen – geschrumpft wie ein Fliegenschiss..
      Ich hab zwar Photos gemacht, konnte diese aber nicht hier hochladen.

      – haben die Rapsbauern unter Ihnen schon Ergebnisse ihrer Pflanzen vorliegen ?

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      • Bauer Willi sagt

        Nein, zum Glück hat die Abreife des Raps noch nicht eingesetzt. Es ist also normal, wenn es noch keine schwarzen Rapssamen gibt. Und vor Ende Juni sollte die Ernte auch nicht beginnen, ansonsten wäre es eine Katastrophe.

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        • Brigitte Neveling sagt

          Danke Bauer Willi !
          zum Glück hats ja etwas geregnet und ich hoffe, da kommt noch mehr.
          Ich drücke Allen die Daumen !

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          • Berthold Lauer sagt

            Hallo Frau Neveling, so wie sie ihre Beobachtung hier schildern, hatten sie eine gesunde (grüne) Schote und eine von Schädlingen (Kohlschotenruessler) befallene Schote in den Händen. Befallene Schoten dienen der Entwicklung der Larven, werden gelblich und dick, und verfaulen bzw vertrocknen dann. Wenn man genau hinsieht, findet man die winzigen Larven!

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            • Brigitte Neveling sagt

              Hallo Herr Lauer,
              meine gelben Schoten finden sich besonders an Rapsstengeln, die nicht den ganzen Tag in der Sonne stehen, halten sich aber anzahlmässig in Grenzen. Sie werden allerdings nicht dick, sondern sind unterentwickelt und werden dann schon schlaff und weich und faulen dann ab, gebauso wie die unteren Blätter meiner Rapspflanzen, die gelb werden und ganz schlaff – ist dies eine normale Entwicklung ?
              Ich habe gelesen, dass diese Käfer in Feldrändern warten. Mein Rapsstreifen liegt aber entlang meines Gartens am Waldrandwanderweg und ist dort zum ersten mal überhaupt entstanden, da dort noch niemals jemand Vögel gefüttert hat; es gibt in einiger Entfernung nur die kleinen Felder eines Biobauern, der aber noch nie Raps angebaut hat sondern meist Gemüse zur Direktvermarktung – wie kommen diese Käfer dorthin; evtl schon mit dem Vogelfutter ?
              Ich werde mir die gelben Schoten nochmal genau anschauen, ob ich die Larven entdecke.
              Jedenfalls Vielen Dank einstweilen !

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  2. Brigitte Neveling sagt

    Liebe Bauern und Bäuerinnen,
    hier kommt mal wieder die schüchterne Frage eines Laien:

    Es ist einleuchtend, dass bei lang ins Jahr hineinreichenden Nachtfrösten und früh einsetzender Trockenheit auf Grund fehlenden Bodenfrostes und einher gehender fehlender Schneeschmelze das Getreide im Wachstum geschädigt/behindert wird.

    Ist das Saatgut von Ihnen selbst hergestellt bzw. von der letzten eigenen Erntesaison oder ist es von einem Saatgutproduzenten gekauft worden ?

    Ich kenne es von früher so, dass bei der Ernte ein Teil für die nächste Aussaat zurückbehalten wird, aber in den letzten Jahren ist wohl auch in der Landwirtschaft die Technisierung eingezogen, so dass das Saatgut eingekauft wird (?)

    Ich habe vor einigen Jahren mal gelesen, dass Saatguthersteller Saaten chemisch/thermisch/gentechnisch manipulieren, so dass die Fruchtbarkeit bei der nächsten Aussaat nicht mehr für die Entwicklung einer neuen Frucht ausreicht und somit die Bauern gezwungen sind, jedes Jahr neue Saat zu kaufen.

    Könnte das auch ein Grund für Ernteausfälle sein ?
    Ich danke im Voraus für ihre geduldige Antwort !

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Bis eingangs März 2020 hatten wir keine Frostnächte / Temperaturen unter 0. Die Pflanzen waren also nicht an Frost gewöhnt. Zu keinem Zeitpunkt ist mithin eine Vegetationsruhe eingetreten, so dass die Pflanzen großteils in ihrer Entwicklung weit fortgeschritten und damit extrem frostempfindlich waren. Sortenunterschiede gibt es nach jetzigem Kenntnisstand augenscheinlich nicht, ausschlaggebend ist wohl allein die Lage u. dort vorherrschende Temperaturen, die stark divergierten. War in Frostnächten der Himmel übrigens unbedeckt, waren die Frostschäden erheblich größer.

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      • Brigitte Neveling sagt

        unkomplizierter Wurzelwicht,
        ich wohne in der Vulkaneifel am Dorf/Waldrand in einem Flusstal.
        Von Jan bis März/April hatten wir einige starke Frostnächte aber auch wenig Schnee und Niederschlag, dafür tags schnell ansteigende Temperaturen bis zu 20 Grad C., also Unterschiede bis zu 25 Grad C.
        Pflanzen, Zierpflanzen und Büsche in meinem Mietgarten und nebenan im Wald haben 3 mal ihre Blüten an die Kälte verloren, also 3 mal nachgeschoben; das zog sich bis Anfang Mai; die Wildkirsche hat Mitte Mai während der 3wöchigen Sonnenperiode fast alle halbentwickelten Früchte abgeworfen, der Fluss hier hat eine Breite vom Hochsommer 2018 jetzt schon erreicht ( schmal und stinkt )
        Goldregen, Schneeball und Flieder haben ihre noch nicht ganz geöffneten Blüten schon abgeworfen.
        Alle Hummeln, Bienen und sonstige Insekten stürzen sich auf eine alte Hagebutte, die mit ihrer Blüte bis jetzt gewartet hatte.
        Hier waren einhergehend mit dem Regenmangel natürlich auch viele wolkenlose Frostnächte.
        Alles ist durcheinander..

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    • firedragon sagt

      Frau Neveling,
      egal um welches Saatgut es sich handelt, es wird auf seine Keimfähigkeit geprüft.

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      • Brigitte Neveling sagt

        firedragon,
        falls ein Bauer sich dazu entscheidet, eigenes ( im Vorjahr gekauftes und ausgesätes) Saatgut dann aus eigener Ernte zu benutzen und es im nächsten Jahr wieder aussät und es keine Frucht trägt, kann es also eigentlich nur am Wetter liegen ?

        Ich war übrigens grad in meinem Eifel-Mietgarten in der Vulkaneifel an einem Waldrand, wo ich Wildvögelfuttersilos seit letztem Herbst hinhänge. Ich hab am Zaun entlang jetzt einen 10m langen Streifen Raps und einige Gerstenpflanzen sowie kleinere Weizenpflanzen; diese Saaten haben die Vögel verschmäht und einfach runtergeworfen.

        Der Raps hat kleine feste Körnchen in den Schoten, die langsam gelb werden.

        Die Weizenpflanzen sind alle nur ca. 25/30 cm hoch; die Körner hab ich mal gedrückt und es kam eine weisse Paste heraus.. ? ( Ich: Laie ! )

        Die Gerstenpflanzen sind tw. noch grün, aber – wie bei Gerhard – HOHL !

        ( ich wage mal – bitte nicht schlagen – einen abenteuerlichen Gedankengang:
        Pharma erzeugt Verhütungsmittel – nein, nicht die aus Gummi – die als menschlicher Eintrag auch den Weg ins Abwasser finden und ich hab mal gelesen, dass Hormone oft nicht ganz dem Klärwasser entzogen werden können. Könnte das Einfluss auf die Fruchtbarkeit der Flora und Fauna haben ? )

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        • firedragon sagt

          Frau Neveling,
          zu Ihrem ersten Absatz. Ich kann da nur unseren Betrieb heranziehen – fehlende Kornbildung, aufgrund des verwendeten Saatgutes – so etwas hatten wir noch nie (kenne ich nicht).
          „die weiße Paste“ sollte eigentlich das spätere Korn werden, also nicht drauf rumdrücken.
          Frau Neveling, ich habe mit Wissenschaft bezüglich Hormonen nichts zu tun. Würde trotzdem ausschließen, dass menschliche Hormone, so sie denn in Wasserläufen zu finden sind, nicht auf landwirtschaftliche Flächen gelangen können, um dort ganze Bestände an der Fortpflanzung zu hindern.
          Zumal die menschliche Art der Fortpflanzung und der damit verbundenen Hormonbildung und die der Pflanzen dann doch große Unterschiede aufweist.

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          • Brigitte Neveling sagt

            Danke firedragon – ich drücke nicht mehr !
            War auch nur 1 Korn ! Schmeckte bissel eiweisshaltig.

            Trotzdem würde mich mal brennend interessieren, welchen Ursprung, Untersuchung, Behandlung, Lagerung und Lebensweg solch ein Saatkorn bis zum Bauern durchmacht und ich frage mich, ob es noch Bauern gibt, die bis heute nur eigene Saat verwenden;
            ein wissenschaftlicher Vergleich der Güte solch eines Korns im Vergleich eines Korns der Saatgutindustrie wäre höchstinteressant.

            Falls Sie von solcher Lektüre Kenntnis haben, wär ich sehr dankbar für einen Hinweis.

            Dank an Euch alle !

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            • Arnold Krämer sagt

              Liebe Frau Neveling!
              Wie so vieles rund um das Thema Landwirtschaft ist auch das Thema Saatgut/Pflanzgut sehr komplex, weil es z.B nicht nur um verschiedene Kulturen geht (Getreide, Raps, Zuckerrüben, Kartoffeln usw. ). Da gibt es auch sehr unterschiedliche Zuchtziele (z.B. Ertrag, Qualität, Verwertung, Resistenzen oder Toleranzen gegen Schädlinge) und einzelbetrieblich auch unterschiedliche Produktionsziele (Futtergerste – Braugerste, Backweizen – Futterweizen, Zuckerrüben für Zuckerfabriken oder für Biogasanlagen, Kartoffeln für Prommes Frites-Herstellung – Stärkekartoffeln z. B. für Papierherstellung).
              Und es gibt Betriebe, die z. B. Getreidebau eher „nebenbei“ betreiben, weil sie schwerpunktmäßig Kartoffelanbau betreiben. Für diese lohnt sich dann keine Getreideaufbereitung,- lagerung und eigene Saatgutverwendung.
              Es gibt aber eigenen Nachbau von Saatgut/Pflanzgut z.B. bei Getreide und Kartoffeln. Aber das muss dann auch sehr professionell betrieben werden, um die Saatgut-/Pflanzgutqualität zu sichern (Selektion, Aufbereitung, Lagerung, Beizung, um die wesentlichen Handlungsbereiche zu nennen).
              Hybridsaatgut insbesondere bei Mais, tlw. auch bei Getreide ist für eigenen Nachbau nicht geeignet, weil die Leistungsmerkmale, die mit dem Heterosiseffekt der Kreuzung erzielt werden, verloren gehen.
              Durch Spezialisierung und Arbeitsteilung in der Landwirtschaft mit teilweise großen ökonomischen Vorteilen für die Beteiligten (auch die Landwirte) haben sich sehr unterschiedliche Verhältnisse und Bedingungen im Saatgut-/Pflanzgutsektor entwickelt.
              Versuchen Sie mal über das Internet tiefer in das Thema einzusteigen.

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              • Brigitte Neveling sagt

                Danke Herr Krämer,
                die Komplexität dieses Themas hat sich mir bisher in diesem Ausmass noch nie so dargestellt; das Schlüsselwort Heterosiseffekt allerdings gibt mir auf viele meiner Fragen eine Antwort.

                Mein Dank gilt hier auch gleichermassen
                bauerhans, firedragon und Ehemaliger Landwirt für ihre Hinweise und Anregungen !

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          • bauerhans sagt

            „so etwas hatten wir noch nie (kenne ich nicht).“

            ich aber beim hybridroggen FARINO,der nur wenig körner hatte.
            ich war sogar vor gericht gezogen,aber fehlende körner kann man nicht einklagen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Es war eine Antwort auf ein Teilbetrages von Frau Brigitte Neveling

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              • firedragon sagt

                Entschuldigung Ehemaliger Landwirt,
                hatte ich nicht erkannt, ignoriere meine Antwort einfach.

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  3. Gerhard sagt

    Schon irgendwie Interesant.
    Mir und auch Willi ging es letztlich nur darum, mal den Schaden darzustellen den das Wetter so „produzieren“ kann. Wie ich die letzten Tage auch erst gelernt habe, nennt sich das Laternenblütigkeit, und kann passieren wenn es am anfang des Ährenschiebens stärkeren Forst gibt.

    Hier kannte das bisher keiner. Wo anders ist das wohl schon aufgetreten. So hat hier jemand schon davon berichtet.

    In den Zellen der Ähre ist zu der Zeit der Salzgehalt sehr gering und der Wassergehalt ist hoch. Das kann dazu führen das der „Frostschutz“ nicht mehr ausreicht und die Zellen gesprengt werden. Ob Triticale und Roggen auch davon betroffen sind wird sich erst noch zeigen.

    Ob das jetzt für Viehhalter wirklich ein Problem ist oder nicht, ein wirtschaftlicher Schaden ist es auf alle Fälle. Einen Kollegen sind 10 Hektar Gerste erfroren, die jetzt in die Biogasanlage gingen. Verlust ca. 7000 Euro. Er fand´s nicht lustig, aber so ist es halt wie er selber gesagt hat. Als Landwirt ist man Unternehmer, das ist auch mit Risiko verbunden.

    Ob man jetzt bei solch einem rein fachlichen Thema eine Diskussion führen muss um das große Ganze.
    Kann man machen, geht aber meiner Meinung nach am Thema vorbei. Da gibts schon etliche andere Themen wo es besser passt.
    Ich werde mich jedenfalls hier nicht darn beteiligen.

    Viele Grüße
    Gerhard

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    • Bauer Willi sagt

      Danke, Gerhard. Ich wundere mich auch manchmal. Gibt eine nette Geschichte , wo ein Prüfling, nach dem Regenwurm gefragt, immer auf den Elefant kommt.

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      • Ostbauer sagt

        🙂 Die Taktik hat mir bei so mancher Prüfung den Hintern gerettet.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        „Nette Geschichte“… – Eine solche Wertung und Wichtung kann ein Bauer, der nur von dieser Tätigkeit leben und existieren muss, sich nicht unbedingt leisten; aktuell schon gar nicht mehr! Wir sprechen da bisweilen von Schäden jenseits des fünfstelligen Bereiches pro Betrieb -Skala nach oben offen.

        Im gesamten Ausmaß lassen sich diese Frostschäden derzeit leider noch nicht berechnen. Soviel zur „Randnotiz“.

        Übrigens:
        „Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor dem Kaiser kriechen.“ – So lauteten die Worte dereinst von Benjamin Franklin, derer ich mich bedienen möchte.

        Mit den besten Kollegengrüßen von einem unbedeutenden Wurm.

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    • firedragon sagt

      Ja Gerhard,
      ist interessant.
      Ich habe zweimal um Dich gebeten.
      Schön, dass Du Zeit für ein paar Zeilen gefunden hast.

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  4. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Keinem einzigen Kommentar ist ein weiterer denkbarer Lösungsansatz zu entnehmen:

    Wir produzieren seit den 1950er schlichtweg Nahrungsmittel in einem Überfluss bislang nie gekannten Ausmaßes.

    Solange mit Zähnen und Klauen in unseren Hinterzimmern und selbst in vielen Bauernköpfen, denen schon die Nahrungsmittelproduktion mit der Muttermilch förmlich eingeflößt wurde, die NON-FOOD-Alternativen auf unseren Höfen strikt untersagt bleiben, wird sich an unserem Bauerndesaster kurz- bis mittelfristig nichts, aber auch rein gar nichts verändern lassen. Im Gegenteil, die deutschen Bauernhöfe sterben weiterhin weg wie die Fliegen.

    Wer heute noch immer ohne schlechtes Gewissen für die Tonne produziert in einem doch maßgeblichen quotalen Anteil mittlerweile unvorstellbarer Größenordnungen, setzt forthin -unbewusst, weit fataler noch, wenn bewusst- auf den bauerngeißelnden Status quo, wo es betriebswirtschaftlich auf vielen Höfen eng, atemraubend eng geworden ist.

    Ich gehe einmal davon aus, dass hier so einige Diskussionsteilnehmer der Altersgruppe unserer Altvorderen angehören. Diese können perspektivisch natürlich mit erheblich mehr Gelassenheit die aktuelle Schockstarre innerhalb der Landwirtschaft wegpacken; schlimmstenfalls schließen diese Höfe.

    Wenn ich mir jedenfalls überlege, dass ich mehr als 30 Jahre auf den Acker gefahren bin und hier das berühmte Drittel, mithin 10 Jahre meiner Arbeitsleistung sinnbefreit vertan habe, weil die Erzeugnisse perfiderweise als Abfall in der Tonne landeten, so frustriert das doch ungemein. Ungeachtet dessen hält aber auch jeder Diskutant hier in diesem Forum krampfhaft an solchen prinzipiellen, unter moralisch/ethischen Gesichtspunkten kaum mehr zu rechtfertigenden Missständen fest.

    Und damit ließe sich auch eine Antwort auf Herrn Apfels Ansinnen erschließen, wieder mehr Wertschöpfung der Landwirtschaft zugute kommen zu lassen, ohne ausufernde staatliche Planwirtschaft hinein in den absoluten Überwachungsstaat. Das Grundbedürfnis der Menschheit sind Nahrungsmittel, das ist zunächst einmal prinzipiell auch nicht in Frage zu stellen, aber bitte doch nicht wider jedes gesunde Marktgleichgewicht.

    Überlegung zum Nachdenken: Grundausbildungszeit für Landwirte beträgt gegenwärtig 3 Jahre, für was investiert man also dieses 3. Lehrjahr, im eigentlichen könnte man es doch streichen!? Wer eine Hochschulausbildung anstrebt, investiert hierfür ca. 8-9 Semester Zeit, unter den vorstehenden Aspekten könnte man auch hier problemlos 3 Semester streichen. – Wieviel Volksvermögen wird dahingehend aktuell also vollkommen sinnbefreit vernichtet!?

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    • Arnold Krämer sagt

      Wenn alle ein bisschen dümmer bleiben, ist der Kapitalismus (auch in der Landwirtschaft, oder nur in der Landwirtschaft?) weniger produktiv. Das ist die Quintessenz Ihres letzten Absatzes. Wollen Sie das wirklich?

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      • Reinhard Seevers sagt

        Wenn in der jetzigen Krise fast keine Pommes mehr geordert werden, und als Begründung die geschlossenen Restaurants und Imbisse genannt werden, dann fragt man sich doch, ob die nicht ein Teil der dekadenten Überernährung sind. Ich habe jedenfalls nicht vernommen, dass in diesem Land jemand verhungert ist.
        Wie viel Nahrung wird wohl wirklich rein für „Spaß“ und Tonne produziert?
        Die einen meinen, sie müssen produzieren, weil es nachgefragt wird, und die anderen wollen sich die „Kultur des Genießens“ nicht verbieten lassen…na denn.

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        • Ingeborg Krausbauer sagt

          Hat man auf dieser Erde das Recht auf geniessen? Wer bildet sich denn so etwas ein,?

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          • Reinhard Seevers sagt

            Na, das wird uns doch täglich so verkauft…jedenfalls in diesem Land.

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          • Brigitte Neveling sagt

            Frau Krausbauer,
            ich meine, dass das Wort geniessen missbraucht wird und zwar oft im Fernsehen, wo Kochsendungen die Leute vom wahren Wert der Lebensmittel, also Zurverfügungstellung von Vitalstoffen zur Zellerneuerung um somit das LEBEN der Lebewesen zu erhalten, ablenken durch pürieren, rösten, würzen mit abenteuerlichen Pflanzen aus anderen Weltregionen und mit allen möglichen Arten der Bearbeitung und Veränderung.
            In früheren Zeiten war das reichen Leuten vorbehalten, die überflüssige Zeit und mehr Geld hatten, als die weit mehr als 8 Std. schwer arbeitenden Menschen in der Landwirtschft – denn dort war abends die von der Altbäuerin gekochte Gemüsesuppe mit dem Fleisch des selbst geschlachteten Schweines eine Köstlichkeit und Kraft bringend.
            Ganz sicher war das Genuss und wohltuend auf höchster Ebene und nur das würde ich auch Lebensmittel nennen.
            Alles andere für die Optik und aussergewöhnlichen Geschmack kreiertes Essen sind meiner Meinung nach Nahrungsmittel, die einfach nur satt machen. Aber gut aussehen. Mit Hunger hat das nichts mehr zu tun – wofür Lebensmittel aber da sein sollten.
            Keiner macht sich klar, dass Lebensmittel seinen Gehalt weitgehend verliert, je mehr man es thermisch und physikalisch so grob verändert.
            Die Menschen haben diese Werte aus dem Blick verloren. und schätzen die Arbeit der Bauern deswegen viel zu wenig.
            Für mich ist z.B. Genuss, wenn ich den Apfel eines Obstbauern draussen in Wald und Flur langsam verspeise; selbstverständlich werde ich von vielen Bekannten deswegen belächelt, das macht mich wütend und dann werd ich frech und schmeiss denen ihre Dekadenz vor die Füsse:
            „wisst Ihr eigentlich, wer für das tägliche Brot sorgt ? Das Aldi-Regal jedenfalls nicht !“
            Das ist heutzutage meine hilflose Art, Menschen betroffen zu machen und mittlerweile kann ich sogar mit ein paar von denen ruhige Gespräche über Lebensmittel und deren Herkunft und Verarbeitung führen…hätte ich nicht gedacht.
            Also mecker ich weiter !
            Liebe Grüsse von der Meckerfront
            Brigitte

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            • Reinhard Seevers sagt

              Geniessen an sich ist ja erstmal subjektiv…..In der heutigen Gesellschaft meint man aber zunehmend, Nahrungsaufnahme MUSS eine kulturelle Komponente haben. Das Singulare, Individuelle ist das Ziel. Man speist nicht, weil man den Hunger besänftigen möchte, sondern, weil man eine Botschaft übermitteln möchte oder sich mindestens von anderen abheben möchte. Es hat eine Form des Kulturalismus eingenommen, der Menschen in verschiedene Gesellschaftliche Schichten zurück verfrachtet. DIE da unten, die Junk-food Fresser und die da oben, die Korrekt-Esser und sich damit Besserfühler.
              Es werden archaische Nahrungsriten von Steppenvölkern verklärt, die sich im Gegensatz täglich das Gleiche reinschaufeln mussten und sich nie Gedanken über den kulturellen Wert machten.
              Nahrungsaufnahme = Essen ist bei uns zu einer gesellschaftlich – kulturellen Positionierung verkommen.
              Wer zu viel von allem hat, der muss etwas erfinden, was das eigene zuviel von den anderen abhebt.

              Mit Recht auf Geniessen meinte ich mehr, als das Essen. Es geht um den öffentlich erhobenen Anspruch auf Konsum, Luxus etc.
              Tui: Sie haben es sich verdient! …z.B.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Wie sagte doch einst ein Kollege, der Mensch ist das einzige Tier, das mehr frisst und säuft, als es braucht….

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ist irgendwie voll asozial, den Konsum mit Emotionen zu rechtfertigen, wenn gleichzeitig Millionen hungern.

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              • firedragon sagt

                Aha, also ich esse, weil ich hungrig bin. Wenn’s schmeckt, hab‘ ich da natürlich nichts gegen.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Nein Herr Krämer, das war nicht die Quintessenz meines letzten Absatzes, Ihre Interpretation geht hier leider fehl. Vielmehr ist diese, meine Aussage, als sachlich nüchterne Feststellung auch zu den vorgenannten Resultaten zu sehen.

        Gedanklich vielleicht gerade für Sie etwas gewöhnungsbedürftig; wenn Sie aber vielleicht ganz unvoreingenommen in diese Richtung den geistigen Tiefgang wagen, in der schlussendlichen Konsequenz gar nicht mal soooo abwegig.

        Keine gewisse, sondern vielmehr eine bewusste „Verdummung“, die man den Menschen auf unseren Höfen derzeit zumutet, lässt sich wahrlich nicht mehr glaubhaft von der Hand weisen, wenn man in eine grundehrliche Diskussion überhaupt noch eintreten will; selbst jene Bauern, die keine universitäre Ausbildung genossen haben, merken das jetzt intuitiv; die sogenannte ruhmreiche BAUERNSCHLÄUE, wenn Sie verstehen was ich meine.

        Warum gehen unsere Schleppergiganten gegenwärtig in landesweiten Protesten auf die Straßen…!?

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          …Im übrigen Herr Krämer, mein widerspenstiger Freigeist kostet mich zwar nicht auf meinen Äckern sinnlos verbratenes Kapital, sehr wohl aber muss ich gegenwärtig schon in regelmäßigen zeitlichen Intervallen wegpacken, dass man vielleicht insbesondere meine Art der offen transparenten Kommunikation nicht so ganz zu schätzen weiß. Der Schaden liegt hier zivilrechtlich zwischenzeitlich jenseits des fünfstelligen Bereiches, den ich als konventioneller Landwirt mal so ganz nebenbei auch noch wegzupacken habe. – Und ich tu’s!!!

          Zerstörerische Wut kann sehr unangenehm sein – soll, ja muss man sich einer solchen irgendwann einmal resigniert beugen!?

          Ich meine NEIN(!) – wenn jedwede Zivilcourage verlustig geht, indem ein missgünstiger Mob die Oberhand gewinnt, ist es schlecht bestellt um die Zukunft unserer freiheitlichen Demokratie hierzulande. Selbst wenn das unsagbar viel Kraft und Nerven kostet, was ich keinesfalls leugnen will u. ungeachtet dessen, dass mich meine geliebte Privatdoktorin stets erhobenen Zeigefingers warnt, dass das auf Dauer an meine Gesundheit gehen kann…

          Aber wie gesagt, lieber Herr Krämer, wer nicht kämpft, hat schon verloren. Soll man ein gutes Konzept einstellen, nur weil Neider Ihnen ans Bein pinkeln!?

          PS.: Vielleicht ist nun auch einem Herrn Seevers unmissverständlich klar geworden, warum ich auf seine teilweise provokante Art der Auseinandersetzung erst gar nicht einsteigen möchte; sicherlich keine arrogante Abgehobenheit meinerseits!

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          • Reinhard Seevers sagt

            Ich provoziere? Geil, was machen Sie denn dann?
            Sie müssen doch nicht reagieren, Sie sind frei in der Entscheidung, frei wie jeder, der hier mitspielt. Warum immer diese Rechtfertigungszeremonien?

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    • firedragon sagt

      unkomplizierter Wurzelwicht,
      auf den Bildern ist das Schadbild von Frost in der Blüte/der Befruchtungsphase zu sehen.
      Das wollte Gerhard zeigen.
      (wäre schön gewesen, er wäre hier, ist halt nicht)
      Welchen Lösungsansatz gibt es gegen Frost zur falschen Zeit ???

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  5. Thomas Apfel sagt

    Es erschließt sich mir nicht, warum es so ist wie es ist. Habe gerade den aktuellen Band 2019 Statistik der Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erhalten. Der Trend ist seit nunmehr 28 Jahren ungebrochen: Die Vorleistungen (Kosten) haben sich seit 1991 mehr als verdoppelt,die Brutto-Wertschöpfung ist z.B. 2018 genauso hoch/niedrig wie 1991 (stagniert also weiterhin). Da brauchts keine weiteren Erklärungen der Entwicklung. Diese Geschichte ist die eigentliche Enteignung der Bauern (über die Entwertung der Produktion), die still und leise aber offensichtlich unaufhaltsam stattfindet. Die anderen Katastrophen kommen unkompensiert und verschärfend dazu. Gäbe es eine Möglichkeit die Erzeugerpreise mit der allgemeinen Inflation mitzuziehen, hätten die Betriebe sehr viel mehr Geld um den anderen Katastrophen etwas entgegenzusetzen. Eine „Agrarpreisreform ist eigentlich überfällig. Wie die ins System passen soll ist mir allerdings schleierhaft.

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    • Arnold Krämer sagt

      Die Bruttowertschöpfung verteilt sich auf immer weniger Landwirte. Deshalb funktionierte das bisher immer noch. Es gab in den letzten 30 Jahren immer noch z. T. erhebliche Produktivitätssteigerungen. Man muss sich nur die Leistungssteigerungen in der Tierhaltung, Ferkelzahlen, tägl. Zunahmen, Milchleistung und, und, und anschauen. Auch der organisatorisch-technische Fortschritt durch Spezialisierung und Arbeitsteilung waren gewaltig. Die Kosten insgesamt stiegen, aber die Stückkosten blieben weitgehend gleich. Aber so langsam ist da die Luft raus. Und die politischen Eingriffe in die Produktionsverfahren nehmen deutlich zu (Düngung, Pflanzenschutz).
      Da kommt eine Menge zusammen und auch der „Wettergott“ spielt nicht mehr mit. Und alle Ländern um uns herum wollen uns gerne mit Agrarerzeugnissen versorgen.

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    • bauerhans sagt

      wir produzieren unflexibel unelastisch.
      wenn der preis fällt oder die kosten steigen,produzieren wir mehr,die mehrarbeit bleibt in der familie.
      wir sind jetzt aber an der grenze der belasbarkeit angekommen,weil insbesondere die familie da nicht mehr mitmacht und die kosten für wachstumsschritte nicht mehr zu finanzieren sind.

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      • Thomas Apfel sagt

        Die Auswege aus diesem Dilemma sind weitgehend am Ende der Fahnenstange angekommen. Variante Eins: Direktvermarktung oder vertikale Diversifizierung ist durch Konstrukte wie Thiermann, Dahl (Karls Erdbeerhof) oder sonstige große Spargel/Beerenobst/Gemüse – Konstrukte weitgehend abgegessen und lässt in dieser Form auch wenig Raum für neue Entwicklungen.
        Variante Zwei = weitere Intensivierung und Spezialisierung: Hier ist in den letzten 50 Jahren viel passiert und in einzelnen Sparten sind auch noch ein paar kapitalintensive Reserven da. Dem steht aber die zunehmende gesellschaftliche Ächtung intensiver Landwirtschaft gegenüber.
        Der bisherige Weg, die Landwirtschaft, die die Lebensgrundlage Nahrung erzeugt einem gnadenlosen Wettbewerb auszusetzen, wird in dieser Form nicht mehr lange weitergehen können. Zumal dem auf fast allen anderen Ebenen eine immer stärker werdende Planwirtschaft im öffentlichen Dienst gegenübersteht. Das ganze unter dem Motto: „Wenn du mehr Geld brauchst/willst, mußt du es nur fordern und mit entsprechenden Streiks durchsetzen. Auch wenn ich mich damit bestimmt nicht beliebt mache: Eigentlich müsste die Lösung auch für die Landwirtschaft auf mehr steuernden Zentralismus hinauslaufen. Mengenregulierung, Mindestpreise, Regulierung der Marktmacht des Handels sind nur so durchsetzbar. Dem steht die geliebte förderale Struktur mit tausend kleineren und größeren „Fürsten“ und „Königen“ und dem jeweils dazu gehörenden „Hofstaaten“ extrem behindernd gegenüber.

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        • fingerphilosoph sagt

          Wir haben gerade in Deutschland im letzten Jahrhundert eine enorme Verschiebung in Richtung Verstädterung gehabt. 1800 lebten gerade mal 25% der Bevölkerung in Städten, im Jahr 2005 waren es 85%. Man muss sich mal klar machen, dass Städte seit jeher der Ausdruck von Überfluss waren. Städte entstehen nur dort, wo Gesellschaften in der Lage sind, Überfluss zu erwirtschaften, und das vor allem im Nahrungsmittelbereich. Städte sind sozusagen der Stein gewordene Ausdruck der Überflussgesellschaft.

          Die Gesellschaft will den Zusammenhang von Verstädterung und Intensivierung der Landwirtschaft nicht sehen, ja leugnet ihn geradezu, und das mit erstaunlicher Borniertheit. Stattdessen entsteht in mehr und mehr Köpfen die Vorstellung, der Stadtbewohner könnte sich das ganze Jahr über von dem ernähren, was auf seinem Balkon wächst. Dabei „verstädtern“ aber gleichzeitig sogar die Dörfer, in denen man kaum noch Obst- oder Gemüsegärten findet, statt dessen Rasenflächen mit Trampolins für die lieben Kleinen.

          Wenn die falschen Vorstellungen vom Balkongemüse und kleinbäuerlicher Bio-Familienwirtschaft als Ernährungsgrundlage für eine 83-Millionen-Bevölkerung nicht korrigiert werden, wird der Selbstversorgungsgrad Jahr für Jahr weiter sinken, weil wir immer mehr Nahrungsmittel aus dem Ausland beziehen werden, wo dann niemand mehr danach fragt, unter welchen Bedingungen die Nahrungsmittel produziert wurden.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Sehe ich zu 100% auch Fingerfilosoph. Jetzt fragt sich nur, welche Instrumente die Gegenbewegung oder den Halt bewirken sollen.
            Die Urbanisierung ist abgemachte Sache, daran arbeiten sich die Firmen und startups bereits ab. Neue Mobilität ist der Renner in der Szene. Städtebau wird intensiv gefördert, Grüne Gürtel in urbanen Räumen forciert. Leben und Wohnen im grünen, vernetzten, Fahrardfreundlichen urbanen Raum ist der Traum der Mehrheit der jungen Generation…..

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  6. Arnold Krämer sagt

    @ Unkomplizierter Wurzelwicht
    „Die Bauern-Katastrophen häufen sich und sind dennoch ganz unterschiedlicher Natur; wünschenswert fände ich, wenn man sich sachbezogen ernsthaft der äußerst komplexen Themenkreise in Summe widmete“.

    Ihr Wunsch ist unerfüllbar, weil jeder, der sich hier im Blog zu verschiedenen Themen äußert, immer nur Teilsapekte der (wie Sie selbst sagen) komplexen Themenkreise rund um „die“ Landwirtschaft sachgerecht beleuchten kann. Die Beiträge sind dann unterschiedlich breit und tief, haben mal den Landwirt, mal den Nichtlandwirt als Leser im Auge, oder wollen manchmal auch nur den Verfasser, Blogbetreiber oder den Diskutanten reizen, provozieren, bloßstellen.
    Bestenfalls liefern sie Denkanstöße für die nichtlandwirtschaftliche Leserschaft sowie ein halbwegs realistisches Stimmungsbild aus dem Berufsstand für politisch Verantwortliche.

    Was das Tempo in der Gestaltung der Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft angeht, sollte man wissen, dass sehr viele der heute geführten Diskussionen bereits in der 1970er und 1980er Jahren , also noch vor der Wiedervereinigung begonnen wurden.
    1974 veröffentliche z. B. der damalige niederländischen Agrarkommissar Sicco Mansholt ein Buch mit dem Titel „Die Krise, Europa und die Grenzen des Wachstums“. 1984 deckten z. B. Nina Kleinschmidt und Wolf Michael Eimler mit dem Buch „Wer hat das Schwein zur Sau gemacht?“ angebliche und tatsächliche „Mafia-Methoden in der deutschen Landwirtschaft“ (vornehmlich in Südoldenburg) auf.
    Seitdem sind wir fast 2 Generationen weiter, in denen Umbrüche im Osten und stetige einzelbetriebliche Entwicklungen im Westen zu Strukturen geführt haben, die agarpolitisch schwierig und kaum noch gerecht zu steuern sind, aber auch einzelbetrieblich und persönlich sehr hohe, oft auch zu hohe Anforderungen an die Betriebsleiter stellen.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Das klingt für mich leider auch ein Stück weit nach Resignation, vielleicht sogar aus nachvollziehbaren persönlichen Gründen, ich kenne Ihre Vita nicht.

      Eines jedenfalls wissen wir beide doch ganz gewiss: Wer aufhört zu kämpfen, der hat bereits verloren.

      Noch habe ich die Energie, mich dem aktuellen Bauerndebakel nicht ergeben zu wollen. Zumeist versuche ich mich hierbei in einer sachlich fairen Diskussion, wobei bisweilen eine in geordneten Bahnen verlaufende Provokation des Gegenübers sich nicht vermeiden lässt. Wer austeilt, muss natürlich auch einstecken können.

      Aber zurück zum Thema: Hier in unserer Region sind eventuell ähnlich gelagerte Schäden
      bei anderen Getreidearten auch nicht gesichert vom Tisch, was natürlich berechtigten Anlass zur Sorge gibt auf unseren Höfen. Die wenigsten Bauern haben heute noch eine Ernte auf dem Konto, eine im Lager und eine auf dem Halm, um das relativ entspannt wegpacken zu können.

      … Aber wem erzähle ich das, und das bei den aktuell lauten agrarpolitischen Störgeräuschen im Hintergrund. Es gibt Dinge, die sind manchmal unabänderlich, worüber aber ich mich massiv aufgerege, so sind das provokant unqualifizierte Fehlentscheidungen, die jedwedem Fachverstand entbehren u. diese gibt es dato leider zuhauf. Das dürfen wir doch nicht einfach gewohnheitsmäßig wegstecken, oder!?

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      • Arnold Krämer sagt

        Sie müssen meinen Namen nur mit dem Zusatz Meppen googeln, oder in die DLG-Mitteilungen der letzten 20 Jahre schauen, dann wissen Sie Bescheid.
        Ich kämpfe immer mit den Landwirten, die einzelbetrieblich und vor allem persönlich etwas verändern wollen.

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  7. Arnold Krämer sagt

    Der „verbale Kleinkrieg“ zwischen den Herren Wurzelwicht und Seevers geht ziemlich am Thema vorbei. Das Thema lautet:
    Die Landwirtschaft ist betroffen von
    – zunehmenden Wetterrisiken (nach 3 oder 4 Jahren hintereinander mit extremer Frühjahrstrockenheit, in diesem Jahr zusätzlich erhebliche Frostschäden, die bei Getreide und Mais irreparabel sind)
    – zunehmenden Politikrisiken
    – einem immer kleiner werdenden „Instrumentenkasten“ zum Pflanzenschutz (Absicherung von Ertrag und Qualität der Feldfrüchte).

    Wie kann der einzelne Landwirt damit umgehen und zurechtkommen, abgesehen von der kompletten Betriebsaufgabe und der Hoffnung, dass danach solvente Pächter stabile Einkommensbeiträge liefern? Und die richtige Antwort lautet wie immer: Es kommt darauf an…………., wobei die Zeit pauschaler Empfehlungen (auch im Pflanzenbau) eigentlich schon seit Jahrzehnten vorbei ist.
    Kein Betrieb gleicht dem anderen, die Menschen auf den Höfen haben unterschiedliche Fähigkeiten und Bedürfnisse.
    Perspektivisch sieht es für Landwirte, die betriebliche Entwicklungsrückstände haben, nur bescheidene Einkommenspotentiale aufweisen, nicht ausreichend diversifiziert sind, unproduktives Fremdkapital (= Schulden) zu bedienen haben, sehr schlecht aus.

    Alle anderen haben vor allem die Politikrisiken zu fürchten!

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      Danke Arnold Krämer für dieses längst überfällige Machtwort.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Danke für die väterliche Belehrung, aber das Thema lautet lediglich Befruchtungsprobleme und Trockenheit bei Gerste, wenn man schon kleinkariert werden möchte.
      Und ist natürlich aus ihrer Sicht auch mit Politikrisiken verknüpfbar…..
      Der Allgemeinplatz, dass kein Betrieb dem anderen gleicht, ist dann natürlich aus ihrem Mund etwas ganz anderes.

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      • Arnold Krämer sagt

        Wenn die Selbstkontrolle nicht richtig funktioniert („Habe ich das nötig………….?), sollte man für Fremdkontrolle dankbar sein, was sie ja vordergründig auch sind.

        Und möglichst immer genau hinsehen. Der letzte Satz von Gerhard lautet:
        „Für Viehhalter dürfte das wirklich schwierig werden“. Nein, für manche überhaupt nicht.

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          • Arnold Krämer sagt

            Ja, sehen Sie, das ist der, der den heutigen Input geliefert hat.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Ah, danke, den hatte ich bei den ganzen Abschweifungen gar nicht mehr auf dem Schirm….

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              • Reinhard Seevers sagt

                Ich fände es richtig gut, wenn man z.B. Lieschen Müller endlich fachlich umfänglich erläutern würde, was der Grund für die geringe Kornbildung ist. Zwei haben es in Ansätzen versucht….für Außenstehende, Nichtlandwirte wäre dies doch der beste Beweis für richtige Information des Bürgers zu einem existenziellen Thema. Man könnte die Bestockung erklären und warum sie jetzt häufig versagte, warum die Kornbildung unterschiedlich verläuft und welche Folgen das hätte….aber…..

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                • firedragon sagt

                  Guten Abend Herr Seevers,
                  da gebe ich Ihnen recht – wäre gut, wenn Gerhard, als Betroffener das übernehmen würde. Er kennt seine Bestände und kann die Situation einem Laien am besten erklären.

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  8. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, Willi was geschied mit den Beiträgen die sich in der Moderation befinden ?

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    • Bauer Willi sagt

      Die werden freigegeben, wenn ich am PC bin. Meist morgens, dann mittags und wieder abends.

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  9. Ingrid Wörlein sagt

    Ich glaub es ja nicht „Ein Privatier“!!! Was sind das für Kommentare?
    Ich lade dich ein mal auf einem Hof mitzuhelfen!!!! Z. B. mal auf einem Biohof Rüben hacken, oder in der Erntezeit dreschen, Stroh holen, aber das nicht nur zwei Stunden. Klar ist Natur gut, aber ich weiß nicht ganz was für eine Romantikvorstellung du von der Landwirtschaft hast????

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    • firedragon sagt

      Frau Wörlein,
      Privatier ist hier bisher noch nicht mit irgendeiner Form von Romantik aufgefallen…

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    • Ein Privatier sagt

      @Dumina Wörlein

      Könnten Sie mir den Kommentar nennen, mit dem ich mich unbewusst geoutet habe???

      Bevor Sie versuchen werden, mir meine romantischen Flausen auszutreiben, möchte ich Sie gerne zuerst etwas näher kennenlernen, wenn ich schon einen Ihrer Biosklaven temporär ersetzen muss.

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  10. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Dieses Schadbild präsentiert sich jetzt katastrophal – sehr unterschiedlich allerdings sogar innerhalb eng begrenzter Regionen: Wie schon oben beschrieben ist es erschreckend, wenn man vor Äckern steht, die bei der vorherrschenden Trockenheit im eigentlichen aufgrund der Bodengüte bisher gut durchhielten und sich damit optisch auch sehr ansprechend präsentierten; nun steht dort sprichwörtlich aber nur leeres Stroh.

    Erschütternd ist der Zeitpunkt, wann das nun brutalst offensichtlich wird. Mit erheblichen Bauchschmerzen hatte ich bislang schon nicht an die immer noch euphorisch aufgebauschten Prognosen geglaubt.

    Diese Experten aus Reihen des DRV, DBV etc. pp. gehörten jetzt sofort zur Verantwortung gezogen, weil diese uns Bauern förmlichst in ein offenes Messer haben laufen lassen. Den intervallmäßigen Beratungen im Vegetationsverlauf folgend, haben die meisten Bauern das volle Programm aufgefahren, die Abschlussdüngung ist ausgebracht, und damit förmlichst nun gegen die DüVO verstoßen. Bei der Wintergerste wurde zum Grannenspitzen /-schieben die Ährenbehandlung durchgeführt. Eine solche massive Handlungsunfähigkeit der Expertengremien kostet wiederum DIE BAUERN massiv Geld, Geld das sie schlichtweg nicht haben! – Und nun!? Wann endlich kapiert man, dass eine SCHREIBTISCH-LANDWIRTSCHAFT nicht funktionieren kann!?

    Es versagten hier nämlich unsere selbsternannten Agrargötter an ihren mit modernster Computertechnik ausgestatteten Schreibtischen, selbst jene in unseren universitären Elfenbeintürmen, auf ganzer Linie! DIESE EXPERTEN haben gg. die DüVO verstoßen, NICHT DAS KLEINE BÄUERLEIN!!! – Warum hat man nicht frühzeitig gewarnt!? Wer zieht selbige professionelle Handlungsunfähigkeit nun zur Verantwortung!?

    Es stellt sich mir die grausame Frage: Geht das so weiter!? Sind auch andere Getreidearten derart betroffen!?

    Gerade die namenlosen DRV-Experten, die sich mit ihrer Bauernberatung immer noch ganz vorne sehen, müssen raus auf‘s Feld und analysieren, was wirklich Sache ist. Nicht nur nach billigen Kontrakten schielen, um den Bauern das Fell über die Ohren zu ziehen.

    Wie gut, dass unser LEH in einem solchen Wissen die Schweinepreise rechtzeitig niedergeknüppelt hat, weil noch übersatt Fleisch den Markt flutet. Auf diese Mitnahmeeffekte konnte man doch nicht verzichten, wird der eine oder andere Stall jetzt vielleicht nicht mehr belegt, da die Futterversorgung zum folgenreichen Mangel mutieren könnte.

    Warum wissen die Hinterzimmer im LEH immer alles 4-6 Wochen früher, wo bleiben unsere berufsständische Vertretung, eine Offizialberatung, die Agrarindustrie sowie die Professoren in den Pflanzenbauinstituten an unseren Hochschulen mit ihrer rechtzeitigen Öffentlichkeitsarbeit dahingehend!?. Förmlichst Wasser auf Taubes Mühlen!!! Wir haben das NICHTS gedüngt, das ist das Schlimme an der Situation. Schwingt nun Klöckner, Schulze, Künast & Co. sofort wieder den Knüppel über den Bauernköpfen oder wird endlich die Unfähigkeit in unseren Ministerien zielstrebig angegangen!? Vielleicht geht man aber auch allenthalben davon aus, dass die Bienen in den Getreidebeständen ihrem Bestäubungsauftrag nicht zuverlässig nachgekommen sind!?

    Die komplette Sensoren-, Satelliten- und Drohnentechnik hat im übrigen auf ganzer Linie versagt, selbige Aufnahmen haben diesen Verlauf nicht wiedergegeben, alle Glorophyllmessungen und angebliche Pflanzensaftanalysen für die Katz, vollkommen verzichtbar, lassen sich diese ganz banalen Zusammenhänge damit doch nicht erklären. Unersetzbar also wieder und wieder das AUGE DES HERRN! …Und FACHWISSEN(!), vertiefstes FACHWISSEN(!) der Praktiker!

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    • Reinhard Seevers sagt

      Wurzelwicht, wen meinst du eigentlich damit….? Wer hat was falsch gemacht? Kann es sein, dass du dich fatalerweise immer auf andere verlässt, um dann die Schuld wiederum anderen zu geben? Ich blicke nicht, was du sagen möchtest.
      Es war doch schon immer so, dass das was im Korntank liegt der Ertrag ist, nicht das, was andere vorher vorhergesagt haben….ist eigentlich schon immer so gewesen, oder nicht?

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Vorweg, zunächst einmal sind wir nicht beim Du, werter Herr Seevers, dazu fehlt mir zugegebenermaßen auch eine ähnliche Wellenlänge von uns beiden. Möchte ich aber gar nicht so unbedingt herausstellen, man kann nicht jedermanns Liebkind sein. – Ich nicht, Sie nicht!

        Die Adressaten, die meiner Meinung nach auf ganzer Linie schwer versagt haben, sind vorstehend glasklar benannt. Sollten Sie das überlesen haben, vielleicht eruieren Sie das bei einem zweiten Versuch…, sofern überhaupt inhaltlich Interesse dafür besteht.

        Ich muss Sie leider schwer enttäuschen, wenn Sie mich als naives Blödchen einstufen.

        Vielleicht nur soviel: Seit Jahrzehnten schon fahre ich ohne Zwischenwirt universitäres Wissen durchgehend erfolgreich direkt vom Acker, vielleicht gerade auch deshalb erfolgreich, weil ich beratungsunabhängig, bisweilen sogar absolut -resistent bin u. meine eigene Situation sachlich nüchtern durchaus korrekt einzuordnen weiß, demgemäß auch meine jeweiligen Strategien auf dem Acker zeitnah anpasse; wenn Sie dennoch in dem Glauben leben möchten, dass ich auf Beratung dringend angewiesen wäre, werde ich Sie nicht zwangsbekehren wollen.

        In unserem Umfeld schätzen einige meiner Kollegen meinen unabhängigen Rat regelmäßig durchaus. Ich gehöre zu jener Spezies empathisch mitfühlender Mensch, den das Schicksal dieser Bauern bei solchen Katastrophen dann nicht vollkommen unberührt lässt. – Andere gehen hingegen darüber eiskalt hinweg, Hauptsache die eigenen Schatzkammern sind erst einmal prall gefüllt…

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Zur Ergänzung: Ich investiere für einen solchen Kollegenrat persönlich meine Zeit – ohne eine finanzielle Gegenleistung einzufordern!

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          • Reinhard Seevers sagt

            Wurzelwicht, dein Altruismus ist sagenhaft…mir kommen die Tränen. Ich investiere übrigens auch persönlich meine Zeit, ohne finanzielle Gegenleistung in Ratschläge an andere.
            Ich finde dennoch, dass jemand, der so viel Richtiges im Vorfeld gewusst hat, wie du, sich doch als Berater gut machen würde. Dann kann man doch niemand anderen mehr verantwortlich machen…was ist daran den unsachlich bitte?

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            • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

              Brauchen Sie, liebster Herr Seevers, vielleicht meine unentgeltliche Beratung…??? ;-)))

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    • bauerhans sagt

      BERATER tätigen aussagen,der BAUER entscheidet.
      den frostschaden in der ähre konnte keiner vorraussagen.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Werter Kollege Bauer Hans, da bin ich absolut nicht Ihrer Meinung. Lesen Sie die jüngsten Ernteprognosen nochmals nach. – Vielleicht gelangen sodann auch Sie zu einer anderen Meinung.

        Ich hatte schon mehrfach sehr viel früher auf mögliche Szenarien hingewiesen und dafür bisher allenfalls ein mitleidiges Lächeln erregt. – Mir wäre es lieber, ich hätte nicht Recht behalten. Dieses Bauerngeld ist allerdings verbraten und tut so einigen Betrieben wahrlich alles andere als gut. – Vielleicht sind wir zumindest dahingehend einer Meinung!?

        Im übrigen orientieren sich nicht wenige Bauern -auch wenn Sie persönlich das ganz anders zu beurteilen wagen- strikt an die Beratungsempfehlungen unserer Agrarexperten. Hier die Bauern also in eine alleinige Verantwortlichkeit stellen zu wollen, kenne ich von anderer Stelle, die ich überhaupt nicht mehr wertschätzen kann…

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        • Reinhard Seevers sagt

          Wenn der Wurzelwicht eine derartige Weitsicht besitzt, dann kann er ja als Berater fungieren oder mindestens als Prognostiker. Dem steht doch nichts entgegen, dann sparen die Bauern viel Geld und die Ernte ist gesichert oder?

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          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Sie möchten verbal (unsachlich) die Klingen kreuzen? – Ich nicht! 🙂

            Nehmen Sie es mir nicht übel, auch dieses Niveau begebe ich mich nicht.

            Ich freue mich grundehrlich für Sie, dass selbst in den komplexesten Themenkreisen ein solch ausgewiesener ALLROUNDER-GENIE in Ihnen steckt, wirklich! Stets abrufbar – omnipräsent. 🙂

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        • Ostbauer sagt

          Also, diese Kritik kann ich nicht teilen.
          Wer sich auf seinem Acker nur auf die Offizialberatung verlässt, ist erschossen wie Robert Blum.
          Wir haben so viele Unterschiede im einstelligen Kilometerbereich von Temperatur, Saatzeitpunkt, Vorfrucht, Sorte, Saatbettbereitung und Wetter, da muss man schon schlagbezogene Strategien fahren.
          Welche Kritik ich teilen kann, ist die der Prognosen; und zwar weltweit. Da wird nämlich Geld mit verdient;und zwar unser Geld. Optimistische lassen die Preise purzeln, pessimistische steigen; haben meisst nur die Börsianer was von.
          Da Nahrungsmittel weltweit gehandelt werden, interessiert die Ernteprognose in Deutschland kaum, in einzelnen Regionen schon mal gar nicht. Ist ein Effekt der Globalisierung. Wir leben seid Jahren damit. Muss man nicht gut finden , ist aber leider so!

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          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Ist Landwirtschaft nur noch reine audiovisuelle Effekthascherei!?

            – Psychofalle „Globalisierungseffekte“ /… heute werden wir Bauern wieder einmal vom Expertengremium des IGC zwangsbeglückt,

            – der Klöckner-, Schulze-, von der Leyen- u. sogar ein im eigentlichen nichtssagender Künast-Effekt, wahrlich zu oft werden die Bauern mit letzterem aktuell ungefragt mehr als unqualifiziert konfrontiert…!

            -die katastrophalen Folgen des Klimawandeleffekts im Livestream auf unseren Höfen,

            – geldgierige außerlandwirtschaftliche Investoren, die nach der Krumen-Rendite greifen und nach bundesdeutscher LN förmlichst geifern,

            etc. pp….!
            Wieviel mehr eines solchen Großkinos meinen Sie, werter Obstbauer, kann man den heute noch überlebenswilligen Bauern für die Allgemeinbespaßung -Verzeihung, vielleicht eher eine dekadente Luxusvöllerei- noch zumuten!?
            Für meine Begriffe ist der Punkt mehr als überschritten, wo die Stimmung nunmehr äußerst gefährlich kippen könnte. Etwas mehr Realitätssinn, ein Gespür für das Machbare, das Pragmatische, wäre schleunigst angezeigt!!!

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            • Ostbauer sagt

              Äh….?, ging es nicht eben nur um Ernteprognose und Anbauberatung. Über die neuen Themen, die Sie hier aufmachen, habe ich mich an anderer Stelle hier im Blog schon oft geäußert.

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              • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

                Für meine Begriffe kann man das eine keineswegs isoliert vom Rest werten und wichten wollen.

                Die Bauern-Katastrophen häufen sich und sind dennoch ganz unterschiedlicher Natur; wünschenswert fände ich, wenn man sich sachbezogen ernsthaft der äußerst komplexen Themenkreise in Summe widmete.

                Anstelle dessen fallen wir immer wieder irgendwelchen narzisstischen Ideologen zum Opfer und stehen mit den vordringlicheren Problemen auf unseren Höfen alleingelassen im Regen.

                Wenn Sie meine Argumente vielleicht dahingehend interpretieren wollen? – Taube Ähren auf einigen WG-Schlägen sind ein Problem, dato ein Weiteres von noch sehr vielen…!

                Schauen Sie sich vor solch einem erschreckenden Hintergrund doch nur einmal die heutigen Börsennotierungen für unsere Erzeugnisse an.

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      • Inga sagt

        Der Bauer kennt seinen Acker und dessen Besonderheiten schon von Kindesbeinen an.

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    • de sagt

      @ unkomplizierter Wurzelwicht. Moin deine Kritik in allen Ehren , aber zum Schluß entscheide ich doch selber welche Maßnahmen ich im Bestand mache.
      Die jenigen die Du hier ansprichst sind alle weit weg.
      Du siehst deine Bestände jeden Tag und solltest selbst entscheiden was zu tun ist.
      Beratung ist gut und schön aber die Dinge die Du im Feld tust kosten dein Geld.
      Wenn ich mich recht erinnere, hat sich mit der Markteinführung der zweizeiligen Wintergerste , dieser Zustand der wenigeren Frostresistenz gegen über Mehrzeiliger Sorten noch verschlechtert.

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  11. Friedrich sagt

    Dieses Jahr wird keine Gutes für die Bauern. Dürre , Fröste, Schädlinge und Corona werden die Deutsche Ernte klein werden lassen. Hier in Niedersachsen sind die ersten Spargelbauern schon in Insolvenz gegangen. Auch auf den Lehmböden ist der Weizen fast 30 cm kleiner als in Normaljahren und das ohne eine Kurzspritzung. Pommeskartoffeln sind auch nicht zu verkaufen , weil durch Corona keine Gastronomie oder Gemeinschaftsküche mehr kauft. In Österreich und Süddeutschland vernichten die Schädlinge die Zuckerrüben in einem bisher nicht gekannten Ausmaß. Dies ist der Politik zu verdanken , die die Neonicotinoidebeize bei den Zuckerrüben verboten hat. Auch wir hier in Niedersachsen mußten schon zweimal gegen Läuse deshalb spritzen . Speziell die grüne Blattlaus hinterläßt den größten Schaden mit den gelben Blättern und den Ertragseinbrüchen bei den Rüben. Mit den Neonicotinoiden wäre das nicht nötig gewesen.
    Die größte Gefahr für unsere Betriebe ist im ganzen gesehen auch unsere Politik , die mit Zerstörgesetzen hier alles platt macht.

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    • Ein Privatier sagt

      Aus der Umwelt-, Natur- und Klimaschutzframingfibel für den postkapitalistischen Weltbürger:

      „Chemie ist böse. Natur ist gut!“

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  12. Lieschen Müller sagt

    Könnt ihr Bauern einer Stadtbewohnerin noch etwas genauer erklären, was man auf den Bildern sieht? Bilden sich keine Körner? Oder bleiben die Körner ganz klein? Warum wird Getreide bei Frost nicht befruchtet?
    Nach dem warmen trockenen April war der kalte Mai für den Kleingarten auch nicht dolle, aber da kann man ja durch späteres Säen und Gießen noch kompensieren.

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    • Friedel sagt

      es bilden sich weniger Körner oder keine Körner. Die vorhandenen Körner erreichen wahrscheinlich die normale Größe

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    • Ferkelhebamme sagt

      Das nennt man auch Laternenähre: das Licht scheint durch, normalerweise sollte man jetzt viele Körner sehen. Der Frost hat den Pollen absterben lassen, die Blüten wurden nicht befruchtet, die Folge: keine, bzw. nur sehr wenig Körner. Da steht jetzt ziemlich teures Stroh auf dem Acker.
      Und die Trockenheit gibt gerade den anderen Feldfrüchten den Rest.
      Und wer jetzt meint, dann importieren wir halt: auch Russland hat neben Afrika gerade eine Heuschreckenplage.
      Sehr besorgniserregend.

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      • firedragon sagt

        Laternenähre – ein schöner Name für eine Katastrophe.
        Konnten wir in einer Ackersenke ebenfalls feststellen. Fällt bei uns aber nicht so gravierend ins Gewicht, wie im Frankenland.
        Frau Müller, was dort wichtig ist, Regen zur rechten Zeit, um eine Kornfülle zu erreichen, für die Körner, die da sind. Bleibt es jetzt nur noch trocken bis zur Ernte, bildet sich das Korn nicht aus und ist ohne nennenswerte Gehalte.
        Dann hat man nicht nur wenig Ertrag, sondern eben auch nur Futter, da bspw die Gerste nicht braufähig ist.
        Volle Druschkosten fallen trotzdem an, da auf Hektar abgerechnet wird. Das ist dann das teure Stroh. Wenn vor der Ernte nun noch ein kräftiger Hagel über diese Äcker zieht, hätte man dann noch nicht einmal das.
        Diese Äcker wurden aber alle im Vorfeld bearbeitet, gedüngt und die Pflanzen wurden mit Pflanzenschutzmittel gesund gehalten, also hatte der Landwirt bisher vollen Kosten-und Arbeitsaufwand, diese Kosten können bei einem Befund, wie auf den Bildern zu sehen ist, nicht mehr eingefahren werden.
        Im Norden haben wir am Wochenende Getreideäcker gesehen, die beregnet wurden. Ist nicht überall in Deutschland möglich, deshalb kann ein Acker nicht mit einem Kleingarten verglichen werden.
        Wir haben auch Gersteäcker gesehen, die sich je nach Standort und Wasserverfügbarkeit in der (Not) Reifephase befinden.

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  13. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, diesen Zustand den Gerhard hier beschreibt haben wir Landwirte hier in Südbrandenburg schon oft erlebt und teilweise sprichwörtlich nur noch leeres Stroh gedroschen.
    Die Wintergerste als frühreifste Getreideart ist davon besonders betroffen. Hier schlagen die Spätfröste im April und Mai so richtig zu.
    Bei der Wintergeste, findet der Mähdrusch in unserer Region ,auf den leichten Sandstandorten schon Ende Juni/Anfang Juli statt.

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  14. Ein Privatier sagt

    Schon die alten Hochkulturen hatten raffinierte Techniken ersonnen, um die Lager- und Verteilungsarbeit der Natur wirksam zu beeinflussen.

    Wetterheiliger

    „Wetterheiliger wird im Volksmund ein christlicher Heiliger genannt, der angerufen wird, um für die Landwirtschaft günstiges Wetter zu erbitten oder Hungersnot abzuwenden. Beispiele sind die hll. Anna (Schutzpatronin gegen Gewitter), Barbara, Christophorus, Donatus,[1] Georg, die „Wetterherren“ Johannes und Paulus, an deren Festtag Hagelprozessionen stattfanden[2] oder Petrus. Letzterer steht als kulturgeschichtlicher Nachfolger des römischen Wettergottes Janus.[3]

    Die Gedenktage einiger Heiliger wurden im Bauernjahr als „Lostage“ zur Bestimmung des Wetters für die folgenden Tage und Wochen betrachtet, so das Fest der Kathedra Petri am 22. Februar, die sogenannten Eisheiligen Mitte Mai, das Fest des heiligen Medardus am 8. Juni,[4] der Johannistag am 24. Juni, der Siebenschläfertag am 27. Juni, der Michaelistag am 29. September und der Hubertustag am 3. November, daneben auch das Fest der Mariä Lichtmess am 2. Februar und der Weihnachtstag.“

    Regentanz

    „Ein Regentanz ist ein zeremonieller Tanz, der in der Hoffnung aufgeführt wird, Regen auszulösen, um damit z. B. die nächste Ernte zu garantieren.

    Verschiedene Arten des Regentanzes können in unterschiedlichen Kulturen gefunden werden, ob im Alten Ägypten oder bei amerikanischen Ureinwohnern. Selbst im 20. Jahrhundert gab es am Balkan ein Regentanzritual namens Paparuda (Rumänisch) bzw. Perperuna (Slawisch).“

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