Bauer Willi
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Gemeinsame Presseerklärung von AbL und Greenpeace

Ich finde diesen Vorgang und die Presseerklärung „bemerkenswert“. Das kann man verstehen wie man will…

Gemeinsame Presseerklärung von Greenpeace und AbL vom 28. Mai 2020:
Agrarpolitik muss Klima und Arten schützen!
Agrar-Sondertreffen: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Greenpeace protestieren vor Landwirtschaftsministerium

Berlin, 28. 5. 2020 – Anlässlich des Sondertreffens zur EU-Agrarpolitik demonstrieren heute Bäuerinnen und Bauern der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) zusammen mit Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace vor dem Landwirtschaftsministerium BMEL. “Agrarpolitik muss Klima und Arten schützen!” lautet die Forderung auf einem sechs Meter langen Banner, das zwischen Traktoren gespannt ist. Thema der Sonderkonferenz von Landwirtschaftsministerin von Julia Klöckner (CDU) ist die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) und des Green Deal. Teilnehmen werden neben der deutschen Agrar- und Umweltministerkonferenz auch die EU-Kommissare Janusz Wojciechowski (Agrar) und Virginijus Sinkevicius (Umwelt). AbL und Greenpeace fordern eine soziale, ökologische und tiergerechte Ausrichtung der Landwirtschaft. “Eine neue Agrarpolitik muss artgerecht und umweltschonend arbeitende Betriebe gezielt entlohnen und bei der Umstellung auf eine nachhaltige Landwirtschaft begleiten”, so die Verbände.
In Deutschland erhalten sechs Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe jedes Jahr über zwei Milliarden Euro Agrarsubventionen. Das ist fast die Hälfte aller Direktzahlungen. Bauernverband-Chef und Landwirt Joachim Rukwied erhielt beispielsweise 2019 fast 100.000 Euro aus dem EU-Topf. Bei der Verteilung der Agrargelder profitieren auch zahlreiche fachfremde Unternehmen. So kauften die Aldi-Erben im vergangenen Jahr so viel Land, dass sie dafür jetzt jährlich über 900.000 Euro Steuergelder als Bonus erhalten. Auch die Lürssen-Gruppe, bekannt für die Produktion von Luxusyachten und Kriegsschiffen, ließ sich ihren Landbesitz 2019 mit knapp einer Million Euro vergolden. Der Energieriese RWE erhielt 330.000 Euro und der Chemiekonzern Bayer 145.000 Euro, obwohl ihr Kerngeschäft den Zielen der GAP widerspricht.

Kleinere Betriebe, die strukturbedingt eher dazu beitragen, beispielsweise das Artensterben zu stoppen, erhalten keine angemessene finanzielle Entlohnung. „In Zukunft müssen die wertvollen gesellschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft honoriert werden – und nicht, wer am meisten Fläche hat, bekommt am meisten EU-Gelder”, sagt Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). “Viele Bäuerinnen und Bauern sind längst bereit, klimaschonenden Ackerbau zu betreiben und ihre Tiere artgerecht zu halten – das liegt doch in unserem eigenen, auch wirtschaftlichen Interesse. Qualität statt Masse muss sich lohnen.”

GAP-Reformpläne ungenügend – Greenpeace fordert Neuaufschlag
Auch der vorliegende Entwurf für die Reform der GAP sieht vor, dass Gelder weiterhin im großen Umfang nach der Größe der landwirtschaftlichen Betriebsfläche ausgezahlt werden. “Der derzeitige Reformentwurf gehört eingestampft. Er steht weder im Einklang mit dem Green Deal noch dem Pariser Klimaschutzabkommen. Die strukturellen Defizite der EU-Agrarpolitik treiben das Arten- und Höfesterben voran”, sagt Lasse van Aken, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace. “Landwirtschaftsministerin Klöckner muss sich bei der EU-Kommission für einen Neustart der europäischen Agrarpolitik einsetzen.”

Das Titelbild steht nicht im Zusammenhang mit der Demo am 28.5.2020 sondern ist im Januar 2018 entstanden.

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80 Kommentare

  1. Bauer Fritz sagt

    Nur damit auch ein paar „beispielsweise“ anführe:
    Die Grüne EU-Abgeordnete Sarah Wiener erhält 380.000 Euro Förderungen.
    Und zahlreiche „fachfremde“ NGO´s erhalten 1,5 Milliarden jährlich aus EU-Kassen.
    Könnte ja von den Guten vergessen worden sein, anzuführen.

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  2. Berthold Lauer sagt

    Hier die bösen reichen Kapitalistenbauern und dort die guten kleinen armen benachteiligten Natur-und Umweltschutzbauern! Wie wär’s denn Mal mit einer gemeinsamen Presseerklärung und der Forderung: kein Geld für irgend jemanden? Dann hätten wir diese elende Neiddiskussion schon Mal vom Tisch! ! Der Verbraucher könnte dann völlig frei entscheiden, wen er wie hoch bezahlt! Und der Landwirt, ob er bereit wäre, überhaupt was zu produzieren! Und dann schauen wir Mal, wer mit wem noch gemeinsame Erklärungen abgibt!
    Überhaupt verstehe ich nicht, warum sich viele Kommentatoren Gedanken um die Versorgung der Bevölkerung machen? Das ist die Aufgabe der Politik! Und die ist offensichtlich der Meinung, dass es dafür Landbewirtschaftung in der bisherigen Form und dem bisherigen Umfang nicht mehr braucht! Es gibt doch genug Supermärkte! Wir sollten uns über alternative Verwertungen für unsere Flächen Gedanken machen! (Ich weiß, schon wieder Sarkasmus, aber manchmal ist es damit leichter zu ertragen)

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  3. Obstbäuerin sagt

    Wenn die AbL 1.000 Mitglieder hat, vertritt sie 0,43 % der Bauern in Deutschland. Hat sie 5.000 Mitglieder sind es schon 2,17 % und bei 10.000 4,34 %. Der überwiegende Teil sind Weidetierhalter und ich vermute einen hohen Anteil ökologisch wirtschaftender Betriebe. So, wie die AbL bei whs als Vertreter der gesamten Landwirtschaft gehandelt wird, versucht auch Greenpeace seine Ziele mit der Zustimmung der AbL als landwirtschaftsfreundlich zu verklären. Wie immer von den Medien gern gesehen und verbreitet. Der Schaden, der den übrigen mehr als 90% der Bauern entsteht, schein die AbL nicht zu kratzen.

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    • Andreas sagt

      Meiner Erfahrung nach sind in Bayern mehr Bauern und Bäuerinnen in der AbL
      als im sogenannten Bauernverband.
      Heute bezeichnen sich doch viele als Bauern, die schon lange keine mehr sind !
      Wenn man betrachtet, wie oft sich die AbL mit ihren Forderungen gegeg den DBV
      durchgesetzt hat, kann man sehen wer mächtiger ist:
      Gentechnikanbau in Deutschland — DBV dafür AbL dagegen =
      Abschaffung vom Landwirteprivileg — DBV dafür AbL dagegen =
      Gleiche Flächenprämie für Mais und Grünland — DBV dagegen AbL dafür =
      Veröffenlichung der Subventionsempfänger — DBV dagegen AbL dafür =
      Abschaffung der CMA — DBV dagegen AbL dafür =
      Abschaffung der Blauzungen-Impfplicht DBV dagegen AbL dafür =
      Abschaffung der Hofabgabeklausel — DBV dagegen AbL dafür =
      Die Reihung könnte ich gerne noch weiter fortführen !

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  4. Jochen Böhrer sagt

    Der Bodensatz der Branche sucht sein Heil in einem Pakt mit dem Teufel. Zum Fremdschämen.

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    • Reinhard Seevers sagt

      „Der Bodensatz der Branche“ hört, hört…so geht gute Kommunikation unter Gleichen!
      Fremdschämen reicht nicht, da muss man sich schon richtig schämen, finde ich.

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      • Jochen Böhrer sagt

        Wer in Berlin im jährlichen Karnevalsumzug mitläuft und gegen die eigenen Kollegen hetzt, IST der Bodensatz. Die Dümmsten und charakterlosesten 0,05 (?) %. NEIN! Die zähle ich nicht zu „unter Gleichen“ Kollegen. Das sind KollGegen!

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          • Udo Thiem sagt

            Er kann nicht anders. Könnte am Charakter liegen. Ist wahrscheinlich noch nicht mal in der Lage zu erkennen das er Das ist was er anderen unterstellt.

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    • firedragon sagt

      Hm, Herr Böhrer…
      es gibt Weingüter die verkaufen „Bodensatz“ in ihren Weinflaschen. Nennt sich Depot. Dieses Depot wird als Besonderheit, was diesen Wein ausmacht, für teuer Geld dem Verbraucher offeriert und findet seine Abnehmer… also schimpfen Sie nicht über Bodensatz.

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    • Ein Privatier sagt

      Vermutlich stecken Sie bis Oberkante Unterlippe tief im wechselseitigen Spiel mit dem Bodensatz, von dem Sie als Bodensatz tituliert werden?

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  5. werner locher sagt

    Aus Sicht eines Schweizer Landwirtes staune ich nicht schlecht: Greenpeace Deutschland unterschreibt die Forderung nach sozialer Ausrichtung der Agrarpolitik. Also faire Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne für alle, welche in der Landwirtschaft arbeiten. Davon können wir in der Schweiz nur träumen. Bei uns fordern die Umweltorganisationen bloss mehr Artenschutz und mehr Biodiversität und saubereres Wasser. Zu welchem Lohn die Landwirte arbeiten ist ihnen egal. Gratulation an die AbL, dass sie den Dialog mit Greenpeace aufgenommen hat.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Wenn Greenpeace solche Forderungen in den Raum wirft, dann entsteht nach Außen der Eindruck, als handele es sich bei Greenpeace um eine Institution, eine plebiszitär legitemierte Instanz, ….ist aber nur ein schnöder Verein mit viel Geld. Geld weg = Einfluss weg.
      Ein, den Kapitalismus bestmöglich nutzender Verein!

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  6. Friedrich sagt

    Die Ernährung der Bevölkerung kommt bei denen nicht vor. Wollen die die Bevölkerung abschaffen ? Kommt mir immer so vor , daß die ABL-leute Geld für Romantik und Müßiggang haben wollen. So läuft das aber nicht. Habe viele Jahre außerhalb der Landwirtschaft gearbeitet und erlebt , daß dort keiner diese Einstellung hatte. Auch wenn es um die Arbeitszeit geht , dann muß man fährerweise die Anfahrt mit anrechnen. Da wird dann schnell aus einer 35-Stundenwoche eine 40 oder 50 Stundenwoche. Meine Biobauernachbarn haben immer Zeit und lachen mich aus , daß ich immer viel mehr arbeite. Der Eine sagte zu mir , daß er sehr gut von den Bioprämien leben könnte. Wenn die Produktion auf Null läuft , dann wäre er gut zufrieden. Gerade diesen Anspruch , nämlich nur von der Prämie zu leben , habe ich nicht. Das ist der Unterschied.

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  7. Arnold Krämer sagt

    „AbL und Greenpeace fordern eine soziale, ökologische und tiergerechte Ausrichtung der Landwirtschaft“.

    Ökonomie ist abgeschafft!
    So wie der Strom aus der Steckdose kommt, kommt das Einkommen der Landwirte vom Staat. Das nennt man bedingungsloses Grundeinkommen.

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    • Arnold Krämer sagt

      …..dazu gehört dann auch der (staatlich angeordnete) Verzicht (Enteignung) auf Eigentum von Grund und Boden . Wissen die AbLer eigentlich, was sie da alles mit „verzapfen“?

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    • firedragon sagt

      Ich unterstelle den Landwirten, die sich durch die AbL vertreten lassen, dass die alle schon so arbeiten und diese Betriebe Nischen bedienen und ihr Geld verdienen – das ist super.
      Mir stellt sich nur die Frage, wenn man sich hinstellt und genau das von allen anderen einfordert, holt man sich Konkurrenz an den Hals, macht man normalerweise nicht, zumindest ich nicht.
      Im Übrigen können die Großen all das viel schneller und evtl finanziell einfacher umsetzen, damit wären die, die das jetzt fordern schnell weg vom Fenster.

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      • Ostbauer sagt

        Ja,; Drachen, das hab ich auch noch nie verstanden!
        Stell Dir mal vor , die EU würde die Forderungen der AbL zu 100 % umsetzen!
        Wir hätten spätestens nach einem Jahr eine Umstellung der meisten Betriebe.
        Nur mal aus ökonomischer Sicht; eine Katastrophe für die jetzigen nach diesen Kriterien wirtschaftenden Betriebe. Und den Strukturbruch würde es auch noch massiv beschleunigen.
        Auch auf die Gefahr hin,dass ich mich hier wiederhole; ist für mich entscheidend:
        Bekennt sich ein Land zu flächendeckender Landwirtschaft; Ja oder Nein. Erst wenn diese Frage perspektivisch langfristig beantwortet wird, kann mann auch die nötigen Konsequenzen drau`s ziehen.

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          • Ostbauer sagt

            Das ist meiner Meinung nach,wenn man es wertfrei betrachtet, erstmal zweitrangig.
            Spannend wird doch die Frage, ob ein Bauer auf 30 BP noch Getreide anbauen soll und darf, ob er davon leben kann,ob das gesondert honoriert wird, oder ob wir auf allen Flächen, welche unter der Bodenzahl liegen was anderes machen sollen oder dürfen; zB. Getreide, Mais oder andere Kulturen für Biogasanlagen. Bekommen wir dann wieder die Tank oder Teller- Diskussion; werden wir dann über das EEG abgestraft?(wie jetzt).
            Es macht schon einen Unterschied, ob ich auf Standorten mit 80 oder 90 Bodenpunkten wirtschafte oder in unserer Streusandbüchse.
            Wir hatten hier im Osten bis Anfang der 90 iger Jahre mal ein System der NStE( Natürliche Standorteinheiten) um die klimatische „Ungerechtigkeit“ auszugleichen. Gestaffelt nach Bodenpunkten. Ab einer bestimmten Bodenzahl gabs keine Zuschüsse mehr. War nicht das schlechteste System, wenn man flächendeckende, vielfältige Landwirtschaft erhalten will.
            Des weiteren hätte die EU ohne Probleme ihre Förderbedingungen schon lange an ganz einfache aber schwerer zu kontrollierende Bedingungen knüpfen können. Vernünftige Fruchtfolge( warum bekommt ein Landwirt mit der „Fruchtfolge“ Weizen,Weizen,Raps noch Ausgleichszahlungen?)
            Kreislaufwirtschaft Ackerbau und Viehzucht: Warum wird Diese nicht exrta honoriert? Warum wird die Bereitstellung von Arbeitsplätzen in der Veredelungswirtschaft und im Obst-und Gemüseanbau nicht berücksichtigt? Gesunde Dorfstrukturen sind doch auch nicht zu verachten.
            Also; wenn die Hauptfrage geklärt wäre, hätte die rahmensetzende Politik genug Spielraum vernünftige Agrarstrukturpolitik zu machen.
            Das ist aber jetzt keine Frage von groß oder klein, es gibt in jeder Kategorie positive wie negative Beispiele.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Die Nutzung wird heute schon begrenzt und definiert, aber nicht durch die Bodenqualität sondern durch die sie umgebende städtebauliche Situation. Man muss nur den Landkreis Mettmann anschauen, dort befinden sich innerhalb von 100km² 5 Golfplätze. Oder der Gemeinde Neu Anspach, da sind fast alle ehem. Viehhaltenden Betriebe heute Reiterhöfe. Stadtnähe generiert andere Nutzungen und urbane Zentren wachsen zunehmend. Es wird am Ende die Lage sein, die die Nutzung bestimmt. In der Nähe von FFH und anderen Biotopen wird die Viehhaltung abnehmen, weil der Ammoniak der begrenzende Faktor ist.

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              • Ostbauer sagt

                Na ja; teils teils. Eben Standortbedingt. Solange Einkommen ausgleichende Alternativen vorhanden sind und die umgebende Gesellschaft das mitträgt, ist auch nichts gegen einzuwenden.
                Mein nächster urbaner Großraum ist 100 km entfernt- Berlin. Bevor sich mir solche Alternativen erschließen bin ich Humus. 🙂
                Und was den letzten Aspekt betrifft: Wir sind FFH und Vogelschutz- und Landschaftsschutzgebiet. Die Viehdichte beträgt hier 0,3 GV/ha. Wo sollen wir denn noch hinkommen?
                Das ist es ja unter anderem auch was ich mit dem Bekenntnis zur flächendeckenden Landwirtschaft meine.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ostbauer, das Beispiel der Flächendeckenden Landwirtschaft wird eben deswegen nicht funktionieren, weil wir die Nutzungsbeschränkungen bereits in so großem Umfang haben. Und dazu gehört verstärkt die Naturschutzbeschränkungen in Bezug auf die Tierhaltung.
                  Der GV – Besatz wird dann keine Begrenzung mehr haben, wenn die Separierung soweit ist, dass die Komponenten transportwürdig sind. Und aus diesem Grund wird meiner Meinung nach auch die intensive Viehhaltung in den Intensivregionen bleiben, verringert, aber mehr, als bei euch.

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              • Ostbauer sagt

                Reinhard, ich hab`s!
                Ich werd jetzt Wölfe züchten, sind in Deutschland im Moment unheimlich gefragt. 🙂

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                • Ostbauer sagt

                  Erinnert mich so ein bischen an das Brandenburglied von Rainald Grebe

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            • Stadtmensch sagt

              Nein, nein Ostbauer. Das kann nicht sein, dass die LW jetzt auch noch eine soziale Dimension haben soll. Wir lernen hier ständig, dass Ökonomie in erste Linie Geld verdienen heißt. Mit Golfplätzen, Bauträgern, Konzentration der Tierhaltung in einem Landesteil und Spezialisierung ohne Ende. Fruchtfolge, Kreislaufwirtschaft, sinnvolle Beschäftigung ohne stundenlang Pendeln zu müssen oder gar Regeneration statt Produktion sind nicht vorgesehen. Das alles planen Ökonomen, die Kapitalismus mit Marktwirtschaft gleichsetzen. Ich kann nur empfehlen, sich mal Denkanstöße beim ehemaligen konfuzianischen China zu holen. Dort hatte eine gut ausgebildete geprüfte nicht korrumpierbare Beamtenschaft über viele Jahrhunderte mit zutiefst antikapitalistischer Grundrichtung einen breiten Wohlstand schaffen können. Geschäftsleute, mit ihren antisozialen selbstsüchtigen Beweggründen hat man gern für bestimmte Zwecke „genutzt“. Mehr nicht.

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              • Ostbauer sagt

                Tja, Stadtmensch, du solltest mal öfter aus deiner IT-Bude raus auf`s Land kommen. So abstrus sind die Gedankengänge gar nicht hier auf dem Land. An manchen Grundwerten,welche hier noch gelebt werden, hätte Konfuzius seine helle Freude.
                Einfach mal 4 Wochen bei mir Korn abfahren zum Mindestlohn, und du hast den Kopf wieder frei. 🙂

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                • bauerhans sagt

                  ein Hamburger hatte mal vor ganz ganz vielen jahren hier mit nem MF 35 und nem 4to kipper korn abgefahren.
                  in die scheune rein klappte,aber wieder raus war das problem,der hatte die kippbrücke nicht wieder runter gelassen.

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              • firedragon sagt

                Stadtmensch,
                Ostbauer’s Angebot solltest Du schnell annehmen, gibt nichts besseres für einen freien Kopf, geh mal raus aus „Deiner“ Stadt, egal welche das auch immer sein mag.

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              • Stadtmensch sagt

                Woran merkt ihr ständig, dass ich einen an der Waffel habe und mal raus muss? 😉
                Versuche schon krampfhaft, die LW in Stadt zu holen, aber das ist irgendwie nicht das gleiche. Mal sehen…

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                • Ostbauer sagt

                  „Mal sehen“ heißt so viel wie bei „Werner“ ja,ja.
                  Wat denn nu?

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                • Stadtmensch sagt

                  Hab zwar den Panzer-Führerschein, in zivil darf ich aber nur 7,5t fahren. Das reicht doch bestimmt nicht bei diesen Wahnsinnserträgen heutezutage…
                  Ansonsten gerne. Beim Apfelthomas wollen wir ja auch noch vorbei schneien 😉

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  8. Ein Privatier sagt

    „(…) Qualität statt Masse muss sich lohnen.“

    Anders ausgedrückt:
    In Masse produzierte Lebensmittel können qualitativ nicht hochwertig sein.


    Wer Grün wählt, wählt den Sozialismus!

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  9. Christian Bothe sagt

    Ja, ja die Abl. Jetzt tut sie sich schon mit Greenpeace zusammen, anstatt dies mit anderen Bauernorganisationen wie dem DBV oder LsV zu machen.Was für eine Farce und die Großbetriebe wirtschaften genauso nachhaltig und klimafreundliche wie die Kleinbauern. Was soll also so eine Demo und dann noch mit Greenpeace, ideologisch total daneben und schädlich für unsere Bauernschaft.

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    • Christian Bothe sagt

      Spontan fällt mir der Mythos zum Trojanische Pferd ein und man weiß genau wer im Bauch des Pferdes sitzt und wo die AbL als Vertreter von ein paar Bauern…

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  10. Walter Böß sagt

    Das ist, als würden sich die Dorfschmiede mit Greenpeace gegen die Autoindustrie verbünden. Rückwärts gewandte Landwirtschaftsanschauung.
    Wer kann so absurd sein, die Ernährung unserer Gesellschaft in die Hände der AbL-Landwirte legen zu wollen (oder geht es nur darum, ein größeres Stück vom Brüsseler Kuchen abbekommen zu wollen)?

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  11. Harald Müller sagt

    Wie viele Bauern sind eigentlich Mitglied bei der AbL?
    100?
    200?
    Und wie viele Menschen macht so ein AbL-Bauer mit seinem 1962er McCormick satt?
    5?
    10?

    (Es gibt in Deutschland aktuell ~570.000 in der Landwirtschaft Beschäftigte, verteilt auf ~260.000 Betriebe.
    Gleichzeitig gibt es 83 Mio Einwohner, die jeden Tag satt gemacht werden wollen.)

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    • Reinhard Seevers sagt

      Für den einfachen Bürger erscheint der Diskurs innerhalb der Landwirtschaft als unverständlich. Frag doch mal den Bewohner von Berlin Marzahn, was ABL ist. Frag ihn danach, ob er auch gegen Tierquälerei und gegen Glyphosat ist….du wirst sehen, die Informationslage ist eine andere.
      Will sagen: Die Waffen und der Kampfplatz sollten überdacht werden.

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  12. Egal sagt

    Keine Ahnung, warum man so eine Pressemitteilung hier verbreitet? Ich habe sie nur kurz überflogen wie ich mir das Klöckner Video nicht rein gezogen habe.

    Man muss den Ökoterror irgendwie besänftigen und deshalb macht Von der Layen (keine Ahnung wie der Name richtig geschrieben wird) da mit.
    Der Trend vom Landwirt zum staatlichen Landschaftsgärtner geht weiter. „Ernteverzicht“ lautet ein Förderprogramm der Kammer NRW . Man kann es auch als Mord bezeichnen, weil wir hier mit den gut betuchten Grünen , den Ärmsten die Nahrung weg kaufen….
    Wir Bauern sollten uns nicht kaufen lassen und das auch so kommunizieren.
    Einfach Pressemeldungen der LsV veröffentlichen, besser ist das.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Nicht vergessen Egal, alle bewegen sich im Kontext einer demokratischen Gesellschaftsordnung.

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      • Egal sagt

        Die Leitplanken einer demokratischen Gesellschaftsordnung werden immer wieder verschoben- auch durch Gerichte, die den Einbruch inStälle legalisieren.
        Würde nicht mehr von einer Ordnung sprechen, nach Hambacher Forst etc.

        Unbestritten ist die Freiheit des Bloggers Willi, der nicht gezwungen ist AbL Müll zu verbreiten und anständige Bauern zu diskreditieren…
        Ich fürchte nun werde ich wieder gesperrt und muss als Regal wieder kommen …. 🤫

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        • Reinhard Seevers sagt

          Egal, evtl.hast du ja eine Wahrnehmungsstörung….Meinungsfreiheit ist eine Grundlage unserer Gesellschaftsordnung. Natürlich werden die Leitplanken immer neu gesetzt, das ist doch gerade der Vorzug einer lebendigen Demokratie. Mit Verbalattacken kommen beide Seiten deshalb auch nicht weiter und der außenstehende Zuschauer schüttelt derweil den Kopf über so völlig konträre Meinungen innerhalb der unversöhnlichen Bauernschaft.
          Deine Vorstellung ist nur eine unter 83 Millionen. Mehrheiten können etwas bewirken.

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          • Egal sagt

            Herr Seevers, ihre Krankengeschichte habe sie hier offen gelegt und ich nehme ihnen nichts übel -auch ihre Sprunghaftigkeit nicht. Einmal wollen sie durch den Bauernverband Trolle beseitigen und heute wird das Lied der Meinungsfreiheit gesungen….
            Mit ihrer herablassenden Art wird das aber nix mit Mehrheiten….
            Die Mehrheit der Bürger ist zufrieden mit der Landwirtschaft wie jetzt ist.
            Eine laute Minderheit bestimmt die Richtung in der Politik. Deshalb sollte mal AbL Trollmitteilungen nicht verbreiten.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Gehts noch?
              Egal du argumentierst wie Reichelt von der Bildzeitung.
              Wie sagte doch Sascha Lobo so treffend über ihn : Er agiert nach dem Prinzip, – „Der Krieg hat begonnen, als mein Gegner zurückschlug.“

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    • bauerhans sagt

      „der Sehnsuchtsort für die Heile Welt……“

      der begriff passt hier.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        So stellt sich die urbane Bevölkerung die Landwirtschaft der Zukunft in Deutschland vor und meint noch, damit kann man 83 Millionen Menschen ernähren.

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        • Inga sagt

          Ja, weil sie es von ihrer Großmutter so erzählt bekamen!

          Weiter haben die sich leider keine Gedanken gemacht und ach nicht informiert..

          Man kann ernsthaft nur so alternativ denken, weil zu viel von landw. Produkten auf dem Markt ist.
          https://www.youtube.com/watch?v=i7kTgHg-SeI&feature=youtu.beuß das im Hinterkopf als Alternative haben, um unsere Umwelt zu schützen, aber leider wird man davon nicht satt.
          So ungefähr war
          früher hat 1950 jeder Bauernhof auf dem Dorf funktioniert.

          Früchte im Feld und Garten, auch genügend Obst.
          Allerlei Tier im Stall,
          Die Früchte von Garten und das Fleisch aus dem Stall mußte die Landfrau haltbar machen, Die Milch wurde auch durch Käseherstellung haltbar gemacht.
          Brot wurde selber gebacken, Kuchen sowie so.
          Alles ökologisch.
          (Wie gerne war Reinhard Mey früher so gern bei Ilse und Willi auf dem Land)
          Eine Landfrau mußte ganz schön viel können.
          Textilien kamen auch aus dem eigenen Betrieb,
          Wolle vom Schaf wurde versponnen und verstickt-.
          Leinen vom Feld wurde versponnen und gewebt.
          Danach wurde sie auch gesellschaftlich bewertet.
          Eben eine Unterdrückung der Frau!
          Wie in einem Entwicklungsland, denke ich.
          Da mußte erst die umweltbelastende Industrialisierung mit dem Feminismus kommen.
          Aber nicht dass wieder die Frauen alleine schuld an der Umweltverschmutzung und Corona sind 🙂

          All die Geräte dafür findet man vielleicht noch auf alten Bauernhöfen auf dem Speicher ganz oben und hinten im Haus, wo keiner hinkommt!

          In dem Film wird eben mit fast 60 Jahre alter Technik gearbeitet, dafür hat der keine Schulden!

          Arbeiten wir Bauern von heute nur für die Industrie und die Banken?

          (in den 30igern hat der Ami uns schon die Chemiefaser gebracht, deswegen kennt keiner mehr den Anbau von Leinen auf dem Feld.)
          Jedenfalls war das viel zu wenig intensiv, dass alle davon satt wurden, es herrschte Mangel.
          Die Politik mußte etwas tun,
          und sie förderte die intensiv geführte Landwirtschaft mit viel High-Tech und Spezialisierung.

          alle wurden satt und konnten in der Industrie arbeiten gehen, die Hausgärten wurden mit Rasen besät (heutzutage ist vielleicht auch Schotter darauf). Die Ställe und Scheunen von den Kleinstbetrieben wurden zu Hobbyräumen und Autogaragen!
          Was ist Umweltfreundlicher?

          Ein Mittelding muß man finden, oder jeder kauft was er möchte.

          Eier für 60 oder 20 Cent!
          Qualitätsfleisch oder welches aus Massentierhaltung!

          Man müßte so ein Zwischending finden!

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Mein IH Baujahr 1972 läuft sofort an und ist in einem besseren Zustand.

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      • bauerhans sagt

        die Cormick aus 1962 wurden in Neuss und Heidelberg gebaut,die waren sehr zuverlässig.

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      • firedragon sagt

        Inga,
        wir können es ja gerne ausprobieren.
        Aber so viele Freiwillige wird es nicht geben, die bei der Arbeit, teilweise unentgeldlich, dauerhaft mit anpacken wollen.
        Kann ich mir zumindest nicht vorstellen.

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        • Inga sagt

          Das ist das Problem, jeder will alles umsonst.
          Es gehört eben viel Idealismus dazu.

          Und die haben ihre Freude daran und einen gewissen Ausgleich.

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  13. Thomas Apfel sagt

    Konkret geht es ja darum die GAP Mittel in Richtung Ökolandbau und Weidehaltung umzuschichten, auch wenn diese noch stärkere Alimentierung dieser Produktionsweisen die Betriebe in die totale Abhängigkeit von Steuermitteln bringt. Auf der anderen Seite wird die Wirtschaftlichkeit der produktiven konventionellen Betriebe untergraben. Diese Betriebe sind aber die Ernährungsgrundlage, da sie nach wie vor 97 % aller Lebensmittel und Agrarrohstoffe erzeugen.
    Das ist im Grunde eine Folge der gesellschaftlichen Entwicklung das Überleben der Landwirtschaftsstrukturen durch Steuergelder zu organisieren, so wie wir uns einbilden Alles mit mehr Geld (für das die kommenden Generationen zu Sklaven der Finanzwirtschaft werden) regeln zu können.
    Wir stürzen uns alle wie die Lemminge in den Kampf um die Almosen der Agrarsubventionen, statt nach Strukturen für kostendeckende Erzeugerpreise zu suchen und diese aufzubauen.
    Irgendwie erbärmlich, gefühlt aber alternativlos.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Tja, dann Mal her mit den Ideen für eine Kostendeckung der Erzeugerpreise.
      Stückkostendegression, individualisierte Produkte = Nische, Erzeugerzusammenschlüsse, Protektionismus, Landwirtschaft 4.0, ökobasierte hoch subventionierte Erzeugung…..? Was darfs sein?

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Nun, österreichische Landwirtschaft ist in einem hohen Maß Weidewirtschaft, weil man in den Alpen auf weiten Flächen nichts anderes machen kann. Ist das dann keine Ernährungsgrundlage? Soll man die Flächen lieber „der Natur zurückgeben“, d. h. in vielen Fällen erodieren lassen? Damit die Touristen sich an so einer richtigen Wildnis ergötzen können – so lang, bis diese Mode halt wieder vorbei ist – vielleicht deshalb, weil es dann nicht mehr genug zu essen gibt? Dann kann man sie aber nicht wieder in Kultur nehmen.

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      • Da muss ich schon ein wenig widersprechen bzw. differenzieren. Weidewirtschaft haben wir hauptsächlich inneralpin, wo sie auch vom Hauptgeschäft Tourismus gewollt und bis zu einem gewissen Grad quersubventioniert wird. Der Almbauer ist ja häufig genug auch Privatzimmervermieter, oder zumindest der Bruder vom Hotelier und/oder betreibt einen Ausschank oder verkauft seinen Käse auf der Alm. Dort brauchen wir also die Kuh auf der Weide für den Gast und natürlich hat das auch Tradition, das will ich jetzt nicht schlecht reden. Dort aber, wo die „echte Landwirtschaft“ stattfindet, steht kaum eine Kuh auf der Weide – von Schweinen und Hühnern nicht zu reden – im Alpenvorland Oberösterreichs und in Niederösterreich, wo zusammen schätzungsweise 2/3 der österr. Milch ermolken werden.

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    • Günter Reichard sagt

      Das trifft es ganz genau, und noch einmal weitergedacht:
      schaut man sich die 10 ersten Subventionsempfänger allein in D an geht es denen alleine darum Geld abzuschöpfen, irgendwann werdens dann nur noch 9 sein usw. bis halt nur noch
      2 oder 3 übrigbleiben. So läufts im Grunde schon 50 Jahre.
      Befeuert wird dieser mörderische Wettbewerb durch die chemische Industrie, die Landmaschinenenindustrie, den LEH.
      Die Politiker brauchen nur da und dort etwas an den Stellschrauben drehen und schon geht der eine oder andere auf die Barrikaden.
      Es ist ein Irrglaube dass die Deutsche Landwirtschaft Systemrelevant ist,wenn es notwendig wird werden halt mehr Lebensmittel importiert,zu noch niedrigeren Preisen.
      Brasilien, China und co warten nur darauf.
      Das große Problem ist, wenn du 3 Bauern hast, hast du 3 Meinungen.
      Und man merkt es auch hier im Blog, der Ton wird rauher

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      • Reinhard Seevers sagt

        Ich finde nicht, dass man sich Schuldige nach Bedarf herauspicken kann und darf. Die Komplexität unseres Systems ist doch in Corona-Zeiten gut zu sehen.
        Wenn die Lufthansa 9 Milliarden bekommt, damit Menschen Arbeit haben und Finanzinvestoren ihr Geld nicht abziehen, dann zeigt es doch, wie widersprüchlich und fragil das globalisierte, auf Materialismus und Konsum basierende System ist.
        Würde man den Umweltschutz und den Klimaschutz hier priorisieren, dann dürfte kein Flieger mehr starten. Dem ist aber nicht so.
        Landwirtschaft hat in meinen Augen eine Sonderstellung. Emotional wie wirtschaftlich, es wird viel mit ihr verknüpft, was dann in der Bewertung zu undurchdringbaren Wirrungen führt.

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      • Arnold Krämer sagt

        …. deshalb konsequent Agrarsubventionen nur noch dorthin, wo es wenig Produktionsalternativen gibt (absolutes Grünland) und zusätzlich dorthin, wo man den mechanisch-technischen Fortschritt nur sehr eingeschränkt nutzen kann (Bergregionen). Und ansonsten Außenschutz, wenn man Standards der Produktion möchte, die sich deutlich abheben von Staaten außerhalb der EU.

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          • Jochen Böhrer sagt

            Die „illegalen Pestiziden“ werden zumeist auf der gleichen Produktionsstraße hergestellt wie die „legalen“. Was ihnen fehlt ist das Label der zum Vertrieb berechtigten Firma und oft die deutsche Gebrauchsanleitung. Kriminell: JA. Gefahr? NEIN!

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            • Stadtmensch sagt

              Gefahr? NEIN!

              Aus den Kommentaren:

              „Es ist schlimm, wenn einer für ein paar Euro Ersparnis seine Gesundheit, die seiner Flächen und die seiner Kunden riskiert. Auch die gewünschte Wirkung ist nicht garantiert, so dass er auch noch mit Ernteausfällen rechnen muss.“

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              • Thomas Apfel sagt

                Es wird der Eindruck erweckt, als wenn Bayer und Co. den europäischen Markt illegal mit gefährlichen Pflanzenschutzmitteln flutet. Das ist schlichtweg Unsinn. Richtig ist, dass außerhalb der EU andere Wirkstoffe zugelassen sind und diese Mittel von den selben Herstellern (übrigens oft schon fest in chinesischer Hand) produziert werden. Man kann das Zeug teilweise über Internet bestellen, meist betrifft das aber den Consumer-Markt und nicht die professionellen Anwendungen, es ist in Deutschland streng verboten. Kein Bauer in Deutschland wird das Risiko eingehen mit nicht erlaubten Wirkstoffen zu arbeiten. Das Kontrollnetz ist zu mindestens bei den Sonderkulturen ausgesprochen engmaschig.

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    • Smarti sagt

      Erbärmlich triffts ganz gut. Wie gerne würde man einfach darauf verzichten – doch die unsäglichen Vorschriften und Kontrollen wären ja genau so da – oder noch mehr ?
      Aus diesem Grund haben wir jetzt einfach ein weiteres Standbein „aufgemacht“:

      – Hunde – Milchvieh – Kinderreitferien und Reitunterricht – Pferdepension – Solawi und neu :
      Antrags-und Formularmanagement mit persönlicher, netter Betreuung all unserer (Bio) – Kontrolleure. Jetzt müssen wir das nicht mehr machen sondern kriegen noch was dafür: Agrarsubventionen :).

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  14. Reinhard Seevers sagt

    Die Forderungen decken sich doch weitgehend mit den hier bereits herausgearbeiteten.
    Was mich immer stört ist die Debatte um Groß = Böse und Klein = Weltretter.
    Wenn „Klein“ die Welt rettet, dann müssen die Forderer es endlich schaffen, dass das Volk dies auch honoriert. Wenn dies nicht möglich ist, müssen sie aber auch anerkennen, dass das System solche Wünsche eben nicht zulässt.
    Ich bin ja noch immer der Meinung, dass an der Landwirtschaft exemplarisch die Systemänderung ausprobiert werden soll, die die Gesellschaft insgesamt nicht hin bekommt und auch nicht will. Landwirtschaft ist und bleibt der Kampfplatz der Ideologien und der Sehnsuchtsort für die Heile Welt……..ausbaden müssen diese Wunschvorstellungen ja nur einige Wenige. Aber niemals die urbanen Wunschlistenschreiber.
    Wie kommt man endlich aus dieser Spirale der Missverständnisse raus?

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Wart nur ab, wenn die Wirtschaftskrise so weitergeht, werden irgendwann wieder mehr Leute froh sein, wenn sie wenigstens für Kost und Logis in der LW arbeiten können.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Elisabeth, ich glaube nicht, dass der Wunsch nach einer Verschlechterung der Wirtschaft eine wirkliche Hilfe für die Landwirtschaft darstellen würde, im Gegenteil. Du müsstest evtl. die Felder einzäunen und die Lagerhallen bewachen lassen….

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Frau Ertl,
        wir haben keine Wirtschaftskrise.

        Wir haben eine Krise durch den Virus.
        Einige werden ihren Arbeitsplatz verlieren, bei allen anderen geht es weiter wie bisher, es braucht nur ihre Zeit.
        In Deutschland zumindest, wird keiner für Kost und Logis in der LW arbeiten, so lange er über HarzIV versorgt ist.

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