Bauer Willi
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Wie geht die Wende?

In den letzten Tagen war es kalt, sehr kalt. Es ging kaum Wind, Schnee lag auf den Dächern und damit auch auf vielen Photovoltaik-und Solarthermie-Anlagen in ganz Deutschland. Die Heizungen, egal aus welcher Energiequelle liefen bei Nachttemperaturen teilweise unter -20 Grad bis auf Anschlag.

Woher kommt der Strom in diesem Winter? Dies kann man nachsehen im „Agorameter“, dass tagesaktuell die Herkünfte aufzeigt.

https://www.agora-energiewende.de/service/agorameter/chart/power_generation/09.02.2021/12.02.2021/

Sehr praktisch ist dabei, dass man

  • die Zeiträume einstellen kann (stellen Sie z.B. mal den Zeitraum 4. bis 11. Januar 2021  ein)
  • Einzelne Energiequellen aus- und wieder einblenden kann
  • die absolute Menge an produziertem Strom je Quelle ablesen kann

Spielen Sie mal ein wenig mit den Daten und erklären mir dann, wie es gelingen kann, die Energiewende in die Realität zu überführen. Derzeit kommen noch rund 60 GW von den etwa 80 GW Tagesproduktion aus konventionellen Kraftwerken. Und Stromspeicher für das Delta dazwischen gibt es auch keine.

Wie das mit der Energiewende in anderen Ländern klappt, können Sie hier nachlesen. Schweden ist DAS Vorzeigeland für erneuerbare Energie.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/schweden-winter-kaelte-stromknappheit-101.html

Laut Presseberichten kauft Schweden derzeit Strom in Deutschland und Polen, der überwiegend aus fossilen Energieträgern stammt. (siehe oben)

Wirklich Angst vor der Wende bekomme ich aber, wenn ich mir dieses Video vom 11.2.2021 anschaue. Die Antworten von Ministerin Schulze auf eine ziemlich einfache Frage ab Minute 58:30 lassen mich erschaudern:

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw06-de-regierungsbefragung-819550

 

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172 Kommentare

    • Stadtmensch sagt

      Nur keine Angst. Der Markt regelt das. Das Wetter Chaos wird durch Börsenralley kompensiert. Warum sollte ein Energieversorger, der zudem auf der Quelle sitzt, Anlagen zur Gewährleistung der Netzstabilität vorhalten? Warum sollte man den Leuten Vorschriften machen, wie sie ihre Buden zu heizen haben? Die kaufen jetzt bestimmt alle Notstromaggregate, die dann in der Scheune verrotten.

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  1. fingerphilosoph sagt

    Es ist doch absehbar, wie die „Energiewende“ umgesetzt wird:

    In den kommenden Jahren werden zunächst einmal alle möglichen Landschaften inklusive Naturparks mit Windkraftanlagen verschandelt. Dazu klotzt man pro Windrad ein Fundament aus Stahlbeton in die Erde. Ein solches Fundament wiegt 3.500 Tonnen, wobei großzügig übersehen wird, dass pro Tonne Beton auch 1 Tonne CO2 frei wird, denn die Zementherstellung ist nun mal CO2-intensiv, vom verbauten Stahl ganz zu schweigen. Bevor ein Windrad angeblich CO2-neutrale Energie liefert, muss es erst mal seine CO2-Schuld wieder hereinholen: das dauert ungefähr 5 Jahre für den Beton, den Stahl nicht mitgerechnet. Aber das interessiert ja keinen dieser Klimaretter.

    Wenn dann alle Landschaften verschandelt sind und wir uns gegenseitig permanent über die neue Ästhetik der Techno-Landschaften indoktriniert haben, werden wir feststellen, dass die Energie nicht ausreicht, um unsere ständig wachsenden Technologien am Laufen zu halten. Dann wird wieder eine Wende der Wende kommen und Atomkraft ihre Renaissance feiern. Die Stadtmenschen dieser Welt werden dann begeistert Bücher darüber lesen, wie Atomkraft das Klima rettet und bei Bauer Willi ein Loblied auf die Atomkraft singen.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Es gibt Regionen in Deutschland, die sind nach wie vor frei von Windrädern. Fahren Sie durch unsere Republik Richtung Süden, nach der Donauüberquerung wachsen diese heute noch äußerst spärlich aus dem Boden.

      Die Zementherstellung ist CO2-intensiv, das ist korrekt. Entgeht Ihnen aber, woher ein Großteil der Energie dafür kommt. Diese energiehungrigen Drehrohröfen verdauen bei um die 1.200 Grad sprichwörtlich alles, sämtliche Schadstoffe sind im Zement sprichwörtlich gebunden! Setzen Sie sich mit der zwischenzeitlich extrem problembehafteten Thematik unserer Kommunen hierzulande -damit unser aller(!) Problem- im Hinblick auf die sinnvolle Verwertung von Klärschlamm auseinander; einer Verwertung heute, wie es die Mehrzahl unserer weitgehend ahnungslosen Politiker und Bürger befürworten. Die Ausbringung auf der Fläche ist verboten, der Klärschlamm-Tourismus in andere Länder untersagt mit allen hieraus resultierenden Konsequenzen. Unser rettender Engel in der Not: die Zementindustrie! Sie bietet generös ihre Hilfe in den eigenen Drehrohröfen an und das zu „Sonderkonditionen“: Die Tonne abgepresster Klärschlamm kostet an diesen Eingangsportalen 600-800 Euronen pro Tonne. Lieber Fingerphilosoph, ca. 600, eher 700 Liter WASSER werden so entlohnt!

      „Fingerphilosophen“ wissen also sprühenden Geistes Zukunft vorherzusagen – die Realität wird so aber nicht kommen, wagen sich geerdete kleinere Geister aus dem Fenster zu lehnen. Alleine die Elektrifizierung unseres Individualverkehres spart zwei Drittel Energieverbrauch ein – einfach so! Bei einer dringend notwendigen Demokratisierung unseres Strommarktes -und hierzu zählt nun einmal auch die Windkraft vor Ort- stehen uns ungeahnte Möglichkeiten offen. Wenn ich als direkt Betroffener unter diesen Windrädern herumfahre und die Leistung solcher neuen Anlagen vor meinem geistigen Augen habe, ist es doch beeindruckend, dass auf eben diesen „Miniflächen“ solche Leistungen abgreifbar sind und das bei extrem kurzen Wegen, ganz ohne die Notwendigkeit kapitalfressender Monstertrassen, der geplanten Gleichstromtrassen vom Norden nach Süden, welche ohne jedwede Zugangsmöglichkeiten bleiben. Dieselben gibt es nur am Ein- und Ausgang, wie irrsinnig!!! – Wissen Sie warum…!?

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      • Thomas Apfel sagt

        „Wenn ich als direkt Betroffener unter diesen Windrädern durchfahre und die Leistung solcher Anlagen vor meinen geistigen Augen habe, ist es doch beeindruckend, dass auf diesen Miniflächen solche Leistungen abgreifbar sind ….“

        @Fingerphil. „Wenn dann alle Landschften verschandelt sind und wir uns gegenseitig permanent über die neue Ästetik der Techno-Landschaften indortriniert haben …“

        @unkomp. Wurzelwicht: besser konnten Sie die Aussage von M. Finger garnicht bestätigen. Was Sie in Ihrer Schwärmerei für die „Miniflächen“ übersehen, ist die Tatsache, dass die Riesendinger über den Miniflächen nicht unsichtbar sind. Wenn dann noch ordentlich Wasserstoff-Anlagen dazu kommen, ist die Techno-Landschaft komplett. Und da will ich noch gar keine Henne – Ei – Diskussion über Wechselwirkungen Windkraft – Klima oder zumindesten Windkraft – Regionalwetter aufmachen.

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Mit dem Atomstromendlager und diesem Dreck, der jetzt zu entsorgen ist, befasst man sich geflissentlich mal lieber nicht. Wie viele Nachfolgegenrationen belasten wir damit unendlich, für analog dazu extrem kurze zeitliche Verläufe dieser Form der Energiegewinnung.

          Dagegen sind Windräder doch wahrlich Lappalien.

          Ewig Gestrige wollen das einfach so nicht realisieren. – Wenn wir unseren Lebensstandard aufrecht erhalten wollen, brauchen wir Energie in rauen Mengen, an den erneuerbaren Energien führt kein Weg vorbei.

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          • sonnenblume sagt

            Ich kann mittlerweile 48 Windräder von unserer Hofstelle sehen. Davon 25 von Mindestabstand, 3fache Höhe, bis 2 Km. Es wundert mich nicht, dass man in Bayern keinen großen Wert auf diese Anlagen legt. Dort will niemand die Landschaft damit ruinieren. Die Gemeinden hier freut es, Vorreiter in Sachen grünen Strom, aber für die Bewohner in den Außenbereichen alles andere als Erbaulich.

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    • Paulus sagt

      Fi-phil, in einem Punkt muss ich dir widersprechen. In Deutschland wird es keine Kernkraft
      mehr geben. Der Traum ist ausgeträumt, genau so wie der Traum ein Endlager zu finden.
      Die Bayern könnten sich das in Meck-Pomm vorstellen, die Niedersachsen hätten nichts gegen ein solches in Bayern. Dieser Eiertanz wird erst dann enden wenn von dem atomaren Müll keine Gefahr mehr ausgeht, hat uns insofern nicht mehr zu interessieren.

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      • fingerphilosoph sagt

        Der Mensch ist nicht dafür gemacht, dass er auf der Erde bleibt. Unsere Nachfahren werden das Leben oder zumindest intelligente Daseinsformen auf andere Planeten tragen, bevor jedes (höher entwickelte) Leben auf diesem Planeten unmöglich wird, was auch ohne menschengemachten Klimawandel der Fall sein wird. Mit Windkraft und PV lässt sich der Weltraum nicht erobern. Künftige Generationen werden über den Egoismus und die Engstirnigkeit der heutigen Kleingeister mit ihrem Natur- und Nachhaltigkeitsgelaber nur den Kopf schütteln und von einer „finsteren“ Zeit reden. Allerdings hast du Recht damit, das du und ich dann schon längst Staub und Asche sind.

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Sie sind wohl ein Freund/Verfechter der Theorien unseres jüngst erst verstorbenen Genies Stephen Hawking?

          Erst dieser Tage habe ich mir die nveröffentlichen Satellitenaufnahmen des größten Vulkans unseres Sonnensystems angeschaut; da jedenfalls werden viele von uns Erdenmenschlein keine neuen Lebensräume für sich erschließen können. Es reichte allenfalls in der jetzigen Daseinsform für einige sehr wenige Handverlesene von uns.
          Ich jedenfalls lasse hierbei sehr gerne anderen den Vortritt…:-)

          Planet „Erde“ kann bei vernünftigem Wissens- u. Ressourceneinsatz mit einer entsprechenden Umsetzung die doppelte Anzahl von Erdenbewohnern problemlos verkraften – und dieses Wissen habe ich, ein kleines Bäuerlein. Die meisten Forenteilnehmer hier können sich mit den dabei einhergehenden zwangsläufigen Erfordernissen für Veränderungen leider jedoch nicht arrangieren. – Noch nicht!!!

          Da ist unser gigantisches Problemfeld „vermint“. Dekadentes westliches Anspruchsdenken lässt sich damit wahrlich nicht mehr paaren…

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          • fingerphilosoph sagt

            Die Sonne wird nicht ewig scheinen. Wenn ihr Wasserstoffvorrat verbraucht ist, bläht sie sich auf. Der Himmel über uns wird dann nicht mehr blau sein, sondern rot, weil das Riesengestirn ihn ganz und gar ausfüllt. Das kann uns egal sein, denn auf der Erde wird es schon lange vorher unerträglich heiß sein, und zwar nicht wegen eines menschengemachten Klimawandels. Das Leben auf der Erde ist bereits zu 3/4 oder 4/5 geschrieben, und zwar für den Mülleimer der kosmischen Geschichte, wenn es nicht irgendeiner Lebensform gelingt, die Erde zu verlassen und auf fremden Planeten in fremden Sonnensystemen zu siedeln. Wenn wir das nicht als Herausforderung begreifen, hätten wir besser Affen bleiben sollen.

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            • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

              Der Urknall soll vor ca. um die 4 Mrd. Jahren stattgefunden haben.

              So Ihre Annahmen denn den Tatsachen entsprechen, verbleiben uns Menschlein nur noch 1 Mrd. Jahre. Die allermeisten können mit den Nullen, die hinter dieser 1 stehen nicht so recht umgehen, mit Ausnahme natürlich solcher Persönlichkeiten wie Ihnen.

              Nun, ich werde also morgen früh wieder gelassen aufstehen können und mich allenfalls der aktuellen Probleme widmen. Damit bin ich schon mehr als hinreichend beschäftigt…;-)

              Eine letzte Festellung zum heurigen Faschingsabschluss: Wird diese uns verbleibende „Rest“zeit mit den 9 Nullen von unserem derzeitigen Energieverbrauch irgendwie beeinflusst?

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              • fingerphilosoph sagt

                Die Evolution hat 3,5 Milliarden Jahre gebraucht, um den Menschen hervorzubringen, bis dato die einzige Spezies, die wenigstens schon mal bis zum Mond gekommen, aber immer noch Lichtjahre davon entfernt ist, andere Planeten besiedeln zu können. Ein Teil dieser Spezies, insbesondere in Deutschland, verteufelt nun die Atomenergie, aus der möglicherweise ein Antrieb für Raumschiffe hervorgehen könnte, ja sogar die Forschung daran, fährt lieber Fahrrad, zählt Schmetterlinge und sagt, was kümmert’s mich, wenn die Geschichte des Lebens auf diesem Planeten ein Flop ist. Helau und Alaaf!

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                • fingerphilosoph sagt

                  Ääääh, übrigens: wenn es den Urknall gegeben hat, dann war der vor knapp 14 Milliarden Jahren. Vor 4,5 Milliarden Jahren entstand unser Sonnensystem und damit auch die Erde.

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                • Stadtmensch sagt

                  fingerphilosoph, es mag jetzt kleingeistig klingen, aber bevor wir daran gehen, den Mars zu besiedeln, sollten wir uns erstmal um den gemachten Treibhauseffekt kümmern. In 600 Millionen Jahren prognostiziert man eine globale Durchsschnittstemperatur von 30°C durch die stetige Zunahme der Leuchtkraft der Sonne. (heute liegt sie bei 15°C und das ist schon problematisch). Also haben wir wohl noch 150 Millionen Jahre, bis wir allein durch die sterbende Sonne, hinieden keine Kraft mehr für Raumschiffbau haben. Wenn wirs überhaupt so lange aushalten. 98% der Spezies vor uns sind sang- und klanglos verschwunden, warum soll es bei uns anders sein. Dann wären da noch Eiszeiten, Meteoriteneinschläge, …also um die Technosphäre (braucht man für Umzüchtung und Raumschiffbau) durch solch raue See zu bringen, darf wirklich nix verschwendet werden. Die Affen, die mit dem 3t Elektro-SUV zum Bäcker rollen und auch sonst einfach nur vor sich hinleben, müssen wir irgendwie zivilisieren! Jetzt.

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                • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

                  Ein Fehlerteufelchen – Sie haben mich ertappt, ich habe die 1 unterschlagen. Korrekt sollen es 13,8 Mrd. JAHRE sein. Ich glaube diese Zahl nun einfach, meine Fähigkeiten sind ohnehin nicht ausreichend, ein solche Zahl zu verifizieren.

                  Danke für Ihre Sorgfalt. – Es tut gut, mal die eigene Blase zu verlassen.

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                • Stadtmensch sagt

                  „fährt lieber Fahrrad, zählt Schmetterlinge und sagt, was kümmert’s mich, wenn die Geschichte des Lebens auf diesem Planeten ein Flop ist“

                  🙂

                  Mein Kommentar hängt leider in der „Zensurschleife“.

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                • fingerphilosoph sagt

                  @ Stadtmensch

                  „Die Affen, die mit dem 3t Elektro-SUV zum Bäcker rollen und auch sonst einfach nur vor sich hinleben, müssen wir irgendwie zivilisieren! Jetzt.“

                  Zivilisiertheit zeigt sich u.a. gerade auch darin, seinen eigenen Geist so weit gezähmt zu haben, dass er sich nicht mehr von der Angst vor dem eigenen Untergang dazu hinreißen lässt, sich gegenüber wem auch immer als eine Art „Herrenmensch“ aufzuspielen. Niemand kann einen anderen Menschen zivilisieren. Das heißt dann „konditionieren“ oder „indoktrinieren“, und das ist ganz bestimmt nicht die richtige Voraussetzung für den Aufbruch zu den Sternen.

                  Sicher ist Evolution ein dynamischer Prozess, weshalb die Spezies sich laufend verwandeln. Es ist ja nicht so, dass die 98 % Spezies einfach ausgestorben sind. Soweit ich weiß, leben die Dinosaurier im Huhn weiter und der Neandertaler in uns. In 150 Millionen Jahren wird es die Spezies „Homo sapiens“ in der jetzigen Form auch nicht mehr geben. Es wird nicht Captain Picard sein, der das Raumschiff steuert.

                  Die Menschen, die mit ihren SUVs zum Bäcker rollen, haben den Treibhauseffekt verursacht. Gut. Aber nur so
                  lernen wir überhaupt die Faktoren kennen, die das hervorbringen, was wir „Klima“ nennen. Und ja, wenn wir mal andere Planeten terraformen wollen, müssen wir uns das Wissen aneignen, wie man eine Atmosphäre aufbaut.
                  Das heißt, die SUV-Fahrer sind ebenso Teil des Prozesses, der uns zu den Sternen bringt, wie du und ich.

                  Das Problem sind m.E. nicht die SUV-Fahrer, sondern die Überängstlichen, die nicht zu dem stehen, was sie als Menschen sein könnten. Das sind die, die sich gegenseitig ständig klein machen.

                  Ebensowenig, wie ein Mensch einen anderen „zivilisieren“ kann, kann er einem Anderen die Ängste nehmen oder die Freiheit geben. Die eigenen Ängste kann man überwinden, und die Ängste der Anderen gilt es auszuhalten.
                  Ein von Ängsten geplagter Mensch kann allerdings nicht die Technologie entwickeln, die wir brauchen, um unseren Freiheitsraum zu vergrößern, sprich in den Weltraum aufzubrechen. Von Ängsten dominierte Menschen bringen nur Überwachungstechnologie und dergleichen hervor. Aber vielleicht erfüllt auch die irgendeinen, mir nur verborgenen Zweck.

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                • Stadtmensch sagt

                  „sondern die Überängstlichen, die nicht zu dem stehen, was sie als Menschen sein könnten. Das sind die, die sich gegenseitig ständig klein machen.“

                  Von dir lass ich mich doch gerne als radfahrender Schmetterlingssammler und Bäumeumarmer beschimpfen, der nicht schnell genug oder überhaupt am Todesstern werkelt.

                  Dass Philosophen sich nie festlegen wollen…

                  😉

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                • Brötchen sagt

                  @FP jetzt erst gelesen, Du hast genau den Punkt getroffen, was die Ursache ist!

                  Kompliment!

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      • Brötchen sagt

        BB ist auch im Gespräch, machen wir doch gerne…..

        Begründung, weil der Osten geologisch sehr gut untersucht ist.😉

        Wie gesagt kleine mobile Kernreaktoren wären wohl der letzte Schrei…..in aller Welt…

        Sind wohl auch nicht so gefàhrlich.

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  2. Edmund Paeffgen sagt

    Um die Versorgungssicherheit muss man sich keine allzu große Sorgen machen: Wir vermarkten unter anderem in 2 von 6 BHKW sogen. Primärregelenergie zur Netzstützung der vorherrschenden 50 HZ und wenn unsere Beiden zusammenzucken da am 8.1. durch irgendwelche Deppen in Rumänien ausgelöst ein Fast-Blackout bis nach D spürbar war und kaum einer was gemerkt hat, ja dann haben die Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber einen europaweit guten Job gemacht. Das lassen sich beide vorgenannten über die Netznutzungskosten zwar auch gut bezahlen, aber es geht auch nicht anders.
    Natürlich werden wir nach Abschaltung von Kohle und Atom einige Jahre mit dem Umstand leben müssen, dass auch die schmutzige Energie aus zB. Kattowitz zu uns kommt. Das wäre dann ausgleichende Gerechtigkeit, da einige Länder in der Vergangenheit massiv darunter gelitten haben, dass der billige hoch subventionierte EEG-Strom aus D über die Grenzen geschickt wurde.
    Eine Energiewende wird und muss gelingen. Neben dem Ausbau oder der Weiterentwicklung von Speichersystemen, genügen oftmals ganz profame smart metering Systeme: http://www.netztransparenz.de/EEG/Marktpraemie/Spotmarktpreis (bitte nutzen Sie die Tabellenansicht). Es ist schon ein Unterschied ob das E-Auto oder was auch immer in der Nacht oder um die Mittagszeit geladen wird.
    Es bedarf jedoch mutiger Politiker wie anno 2000 und/oder 2004, die die Weichen in die Richtung Erneuerbare gestellt hatten. Und da beginnen bei uns die Zweifel, da wir seit fast 2 Jahren mit dem Projekt einer Agrophotovoltaik in Verbindung mit Elektrolyse beschäftigt sind und bei den derzeit in NRW regierenden und wenig agierenden Parteien kaum Gehör finden.

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    • Stadtmensch sagt

      „Eine Energiewende wird und muss gelingen“

      Aber nicht wenn wir weier von privat PKW (Stehzeuge) träumen.
      Einen Golf herstellen kostet Minimum und gewiss nicht sauber von VW bis zu Ende bilanziert, 20000 kWh. Über 14 Jahre Lebenszeit sind das 4kWh/d. Hinzu kommt die durchschnittliche Fahrleistung von 10000km/a. Das entspricht bei 6l pro 100km = 1,8l Benzin pro Tag = 18 kWh. pro Person (meist sitzt ja nur eine im Auto). Das sind also Minimum 22kWh pro Nutzer eines Privat-PKW pro Tag.

      Das Maximale Potential für regenerative Energie hierzulande beträgt 111,5kWh/Person und Tag unter folgenden unglaublich großzügigen Annahmen:

      100000 Windräder OnShore (ganz Schleswig Holstein und Meckpomm im 5 Rotordurchmesser Abstand belegt), 13000km² OffShore, Biomasse aus einem Drittel des landwirschaftlichen und Hälfte des forstwirtschaftlichen Aufwuchses, Fernwärme aus Tiefengeothermie, sämtliche geeigneten Dächer mit PV, 3600km² Grünfläche mit PV (=1% Deutschlands)

      Quelle: Erneuerbare Energien ohne heiße Luft

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    • Bauer Willi sagt

      Ihre Ausführungen beruhigen mich in keiner Weise. Eher im Gegenteil. „Eine Energiewende wird und muss gelingen.“ klingt wie das Pfeifen im Keller.

      Und dann der Traum vom Speicher. Wenn die Utopie der Energiewende bis 2030 gelingen sollte, müsste technologisch doch das Speichervermögen für etwa 60 GW schon heute 2021 irgendwie erkennbar sein. Wir haben am Sonntag mal geschaut: 22 kW für 12.000 €.

      Was soll den in den verbleibenden 9 Jahren passieren? Ich warte auf eine plausible und verständliche Antwort

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Lieber Willi, 12.000 € für 22 kWh, das sind Mondpreise u. nicht wettbewerbsfähig aktuell.

        Die billigsten fahrbaren el-Speicher kosten gegenwärtig ca. 20.000 € ohne staatliche Förderung. Preist man selbige ein, ist man stolzer Autobesitzer zu vorstehendem Preis.

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    • Thomas Apfel sagt

      Sehr geehrter Herr Paeffgen,
      Ihre gleichzeitige Nutzung von Biogas und Wärme ist ganz sicher vorbildlich organisiert.
      Auch die Idee mit Spitzenlast -Einschaltung und Minuspreis Abschaltung Geld zu verdienen, ist super umgesetzt (Dauerhafte Beheizung von Motoren um bei Bedarf in spätestens 3 min mit voller Leistung am Netz zu sein).
      Ein derart vorbildlich organisierter Biogas-Betrieb wie der Ihre ändert aber nichts daran, dass die Grundlast-fähige Biomasse Energie einstellige Prozent-Anteile an der gesamten zu ersetzenden Grundlast hat und weiter haben wird. Mit so einem Konzept wie dem Ihren Geld zu verdienen ist die eine Seite, zur Lösung der Differenzen in der Gesamtbilanz trägt das aber wenig bei. Ein bisschen ist Ihr Beitrag schon davon geprägt:
      „Wess Brot ich ess, dess Lied ich sing“.
      In der solo betrachteten Sache vernünftig organisierte Biogasnutzung: meine absolute Hochachtung!

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      • Edmund Paeffgen sagt

        Guten Morgen Herr Apfel, ich hatte da aber Nichts über Spitzenlast- Einschaltung geschrieben. Was immer das auch sein mag. Primärregelenergie bedeutet: Eine Unit, die theoretisch 1000 KW/h fahren kann, macht lediglich 700 KW und ein Tool direkt mit dem BHKW verbunden registriert entweder sinkende oder steigende Frequenzen und die Maschine fährt selbstständig entweder die Leistung hoch oder runter. Mit dieser Fahrweise werden Stromnetze im Fall von Über- oder Unterproduktion gestützt.

        Und @ Bauer Willi,
        Und wenn dann wie im Januar im Raum Aachen wieder die Erde bebt und das marode AKW Doel im Nahe Belgien auseinanderfliegt oder auch mit verursacht durch den Kohleabbau in ihrem Umfeld für den 8ten Dürresommer hintereinander gesorgt hat, dann werden Sie vermutlich in einigen Jahren nicht mehr versucht sein Kreuze in die ausgedörrte Erde zu schlagen, sondern vielleicht doch einmal darüber nachdenken ob die € 12.000 für 22 KW nicht klüger gewesen wären.

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        • Thomas Apfel sagt

          Danke für die Erklärung. Ich bin nicht der Fachmann. Die Aussagen beziehen sich auf einen Artikel über Ihren Betrieb in welchem Sie das ausführen, und der mich schon beeindruckt hat (RWZ 2015). Die letzten 6 Jahre haben Sie offensichtlich für Verbesserungen genutzt.
          Ansonsten bleibe ich bei meiner Einschätzung bezüglich der nicht erkennbaren Lösungen im Grundlastbereich im Horizont bis 2030. Und nur darum ging es, nicht um irgendwelche Lösungen in 50 oder 100 Jahren.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Wenn man noch die parallelen Bemühungen der Kreislaufwirtschaft anschaut, dann kommt man ja nicht umhin, dass jede Änderung des Systems eine Entropieerhöhung mit sich bringt. Für die Abfallwirtschaft gilt z.B.:
            „Wenige % an Steigerung der Effizienz verursachen große Einsätze von
            Rohstoffen, Energie und Kosten“
            Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Verbesserung aller Bereiche des täglichen Lebens eine Zunahme des Energiebedarfs generiert.
            Energiesparen klappt so wenig, wie das Müllvermeiden. Man kann das Entropiegesetz nicht umgehen….10% der Weltbevölkerung erzeugen 50% des Mülls. Reichtum und Wohlstand bleiben die Triebfeder der Ressourcenverschwendung und des Energiehungers, mit dem Unterschied, dass die Kosten für die wohlhabenden Staaten und ihrer Bürger weiter steigen müssen und werden. Der Kreislauf von Wachstum und Kapitalgenerierung bleibt bestehen. Arme verursachen weniger Müll und verbrauchen weniger Energie, das bleibt so.

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  3. Paulus sagt

    Die Eingangsfrage konnte ja scheinbar noch keiner so richtig beantworten. Die Bauern setzen auf Notstrom, Bevorratung und ähnlichen völlig unmaßgeblichen Quatsch. Das ist Denken von vorgestern, der dem Bauernstand immanent ist und die Gesamtsituation wie üblich nicht berücksichtigt.
    Ich bin zuversichtlich und denke, dass die F&E in den nächsten Jahren ganz entscheidendes zur Energieversorgung beitragen wird. Es ist ja nicht so als würde sich Europa zu einem Entwicklungskontinent herunter hungern.
    An der Wasserstofftechnologie geht kein Weg mehr vorbei. In Norddeutschland und in Frankreich fahren Züge mit wasserstoffbasierten Brennstoffzellen, zuverlässig und wirtschaftlich. Für Lastenträger ist die Brennstoffzelle die erste Wahl, während für Pkw
    der Batteriebetrieb in Frage kommt. Das Delta wird schlicht und ergreifend entweder durch Laufzeitverlängerungen, einfache Gaskraftwerke, oder beschränkt durch den Einsatz neuer Technologien ausgeglichen. Etwas anderes ist doch gar nicht vorstellbar.

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    • Reinhard Seevers sagt

      „Das ist Denken von vorgestern, der dem Bauernstand immanent ist und die Gesamtsituation wie üblich nicht berücksichtigt.“

      Ganz schön anmaßend oder? Hier ging es doch nicht darum, was allein der Bauernstand in der Zukunft macht.
      Die Bauern sind mit PV, Windkraft und Biogas ja wohl gut aufgestellt, besser jedenfalls, als die Mehrheit der Bevölkerung.
      Sie erzeugen eben die Energie für eine Geselllschaft, die anscheinend nicht bereit ist, sich von Annehmlichkeiten zu verabschieden, sondern den Standard aufrechtzuerhalten. Vielleicht sollte der Vorwurf des Denkens an Vorgestern eher an die Mehrheitsgesellschaft gerichtet werden?

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      • Paulus sagt

        Genosse Seevers, PV und Windkraft hat mit LW nicht im Geringsten etwas zu tun, außer das für Entgelt Flächen zur Verfügung gestellt werden. Man sollte mal bei der Wahrheit bleiben. Nix ist mit „wir Bauern können alles.“

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Ein wirklich gewitzter Paulus!

          Es bereitet weitaus mehr Vergnügen, zunächst unter- als erheblich überschätzt zu werden. 😉
          Das könnte Ihnen wohl aber nie widerfahren. Sie fallen sicherlich mit der Tür direkt in jedes Haus u. alle sind geflasht von ihrem geradezu sprühenden Intellekt. Wir tumben Bauern können von Menschen wie Ihnen nur dazulernen. Ist halt immer die Frage, wie man sich am Besten zu verkaufen weiß…

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          • Bauer Willi sagt

            „geflasht vom sprühenden Intellekt“. Jetzt mal halblang: „Für Lastenträger ist die Brennstoffzelle die erste Wahl, während für Pkw der Batteriebetrieb in Frage kommt. Das Delta wird schlicht und ergreifend entweder durch Laufzeitverlängerungen, einfache Gaskraftwerke, oder beschränkt durch den Einsatz neuer Technologien ausgeglichen. Etwas anderes ist doch gar nicht vorstellbar.“
            Das sind doch alles angelesene Vermutungen, die ich mir mit etwas Fleiß auch bei Dr. Google reinziehen kann. Danach das Prinzip Hoffnung „etwas anderes ist nicht vorstellbar“. Also auch noch fehlendes Vorstellungsvermögen.

            Möge sich der „gewitzte Paulus“ doch mal die absolut ahnungslose Svenja Schulze im Video ansehen. „Das haben die Wissenschaftler alles durchgerechnet“. Mir wird Angst…

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Der Betrieb mit Tieren tut gut daran, ein Notstrom anzuschaffen.

      Unserer ÖPV, zu 100% in Landesbesitz kauft neue Bahnen mit Batteriebetrieb, bin mal gespannt ob das gut geht, im Schwarzwald. Immerhin müssen die 530 Höhenmeter bewältigen. Testfahrten wurden mit Batterie und Wasserstoff durchgeführt.

      0
    • Thomas Apfel sagt

      Das ist vollkommen richtig: „Das Delta wird schlicht und ergreifend entweder durch Laufzeitverlängerungen, einfache Gaskraftwerke oder beschränkt durch den Einsatz neuer Technologien ausgeglichen. Etwas anderes ist doch garnicht vorstellbar.“
      Da bin ich als alter dummer Bauer konservativer in der Einschätzung. Ich gehe auch davon aus, dass die Vernuft siegt und nicht wahllos Grundlast abgeschaltet wird. In der Regel arbeitet Politik ja auch normal, sowie die Oppositionsbank verlassen wird. Könnte möglicherweise auch für die Grünen gelten.
      Der Umgang mit dem sogenannten Waldsterben in der Vergangenheit, mit den Daten zum sogenannten Insektensterben in der Gegenwart und insgesamt die Neigung zu „gebastelten Zahlen“ lässt mich allerdings zweifeln. Und so sorge ich (zumindestens für die paar Jahre meines letzten Lebensdrittels) lieber vor, bevorrate mich, mache mich unabhängig – möglicherweise unmaßgeblich – nicht aber für mich. Wenns denn klappt mit vernünftiger Politik – um so bessser – meine Holz und Ölreserven kann ich ja trotzdem verbrauchen.

      0
  4. Smarti sagt

    Ich habe das Gefühl, dass heute in Deutschland innovative Landwirte mit Risikobereitschaft vorsätzlich „abgewürgt“ werden. Und zwar immer dann, wenn eine Idee langsam anfängt zu rentieren. Warum müssen Waagen von Biogasanlagen geeicht werden, jeder Input grammgenau aufgeschrieben und teuer von Kontrolleuren überwacht werden ? Warum kann man die Anlage nicht einfach mit dem Füttern was gerade „über“ ist ? Kein Plastik, keine schädlichen Sachen logisch, aber freie Entscheidung zwischen Mist, Gülle, Kartoffeln und Ernteresten… Es wären viele Landwirte im Stande, auch Bio-Wiesen im Mix zu verwerten. Zusammen mit einer Hackschnitzelanlage käme über die Fläche schon etwas zusammen. Vielleicht auch mal sowas wie ein sicheres Einkommen….
    Doch wer soll sich das noch antun ? Die Vorschriften sind derart überzogen und was heute erlaubt ist, wird morgen verboten.
    Heute sollten in einer Landwirtsfamilie auch mindestens ein Anwalt, ein Architekt und ein paar Unternehmer dabei sein – sonst brauchst Du gar nicht mehr anfangen.

    +7
    • Paulus sagt

      Smarti, das kommt doch alles nicht von ungefähr. Den Bauern vertraut niemand mehr, und dafür gibt es gute Gründe. Das wollt ihr aber nicht hören.

      0
      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Lieber Paulus, wem vertrauen Sie denn, wenn es um die Vielfalt auf dem eigenen Teller geht?

        +2
  5. Elisabeth Ertl sagt

    Österreich ist aufgrund der Naturgegebenheiten punkto erneuerbarer Autarkie schon sehr weit. Warum man trotzdem nur langsam vorwärts kommt: Weil man starke fette Leitungen braucht, die den Windstrom von Ost nach West und den Pumpspeicher- und Solarstrom von West nach Ost leiten. Dagegen gibt es dann Bürgerinitiativen, die das jahrelang behindern.

    0
  6. Die Energiewende funktioniert nicht mit Svenja und ihren Freunden. Man kann den 3. Schritt nicht vor den zweiten machen. Ein Tesla hat mit Braunkohlestrom einen CO2-Ausstoß von 300g/km. Das dreifach eines Verbrenners. Nur weil jemand 9000 Euro Kaufprämie für ein Elektroauto erhält scheint die Sonne nicht mehr und der Wind bläst auch nicht stärker.
    Wir Bauern können nicht nur Insektenschutz, wir können auch Energiewende (Svenja kann beides nicht). Mehr wie die Hälfte der Photovoltaikanlagen sind auf landwirtschaftlichen Dächern, bei den Bürgerwindprojekten die ich mit initiiert habe sind 20% aktive Landwirte und 70%mit landwirtschaftlichen Wurzeln.
    Wikipedia ist eigentlich sehr bauernfeindlich, trotzdem steht in dem Artikel über Landwirtschaft : Die Landwirtschaft ist der Treiber der Energiewende!

    +4
  7. Meier sagt

    Bauer Willi zu Christian

    Wo soll der Strom herkommen ? Das ist die aktuelle Frage an die Klimawende ? Abstellen können alle , aber woher kommt die Energie in der Zukunft ? Hier bleiben alle Klimaaktivisten die Antwort schuldig. Bevor diese Frage nicht beantwortet ist , kann man doch die Wende nicht einleiten, oder ? Aus meiner Sicht dient die Energiewende nur dazu , den Bürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das kostet uns in Deutschland jedes Jahr 25 Mrd. Euro. Dafür bekommen wir rd. 20 Konstantkraftwerke und dann würde der Strom nur die Hälfte kosten. Ein riesiges Konjunkturprogramm zur Förderung des Wohlstandes und zur Verbesserung der weltweiten Wettbewerbsfähigkeit.

    +5
    • Stadtmensch sagt

      „Ein riesiges Konjunkturprogramm zur Förderung des Wohlstandes und zur Verbesserung der weltweiten Wettbewerbsfähigkeit.“

      „Doch der kleine Wachtmeister Meier hat wieder keine Stulle. Er hat die zwei von Löschmeister Wasserhose schon aufgefuttert, weil er immer Hunger hat. „

      0
    • Noch wichtiger als die Frage: Was kostet die Energiewende (EEG-Umlage)? ist eigentlich
      “ Wer hat es ausgerechnet?“
      Der Staat beauftragt die Übertragungsnetzbetreiber (nur zufällig mit den Stromkonzernen fast identisch) die EEG-UMLAGE berechnen zu lassen.
      Die gezahlte EEG-UMLAGE erhalten dann überraschenderweise die Übertragungsnetzbetreiber.
      Warum beauftragt mich nicht der Staat den Milchpreis auszurechnen, dann wäre er mindestens doppelt so hoch. Ich müsste zwar etwas mogeln, aber ich wäre dabei in prominenter Gesellschaft.

      +6
  8. Ostendorf ( Am Ende mit nur einem "F" ) sagt

    Laut Wikepedia können wir in Deutschland 6,099 GWh mit Hilfe unserer Pumpspeicherbecken speichern. Bei einer Energielücke von grob 54 GW am 06.01.2021 ( 59 GW Verbrauch abz 54 Konv. Strom) können wir ( Theoretisch) unseren Energiebedarf ganze 6,8 MINUTEN aus unseren Pumpspeicherbecken überbrücken, danach ist es dunkel.

    Aber diese einfache Rechnung verweigert sich unsere Umweltministerin nach der Art von Pippi Langstrumpf.

    Auch bei der neuen Wunderwaffe „Grüner Wasserstoff“ bleibt nach der Umwandlung, Tranport, Lagerung auch nur noch grob 20 % der ursprünglichen Energie übrig.
    Oder anders ausgedrückt, sie brauchen 5 Windenergieanlagen mit einer Wassertofftechnik , um damit bei einer Stromflaute den Strom von nur einer Windkraftanlage zu ersetzen.

    Ich befürchte, wir benötigen erst einen längeren Stromausfall in Deutschland, damit wir es begreifen, aber ich bin mir sicher Frau Svenja Schulze hat schon eine Pressemitteilung im Schließfach liegen, wonach dann die Spekulanten der Energiebörse die schuldigen sind.

    https://www.leibniz-institut.de/archiv/bossel_16_12_10.pdf

    https://www.agora-energiewende.de/service/agorameter/chart/power_generation/07.01.2021/09.01.2021/

    https://de.wikipedia.org/wiki/Pumpspeicherkraftwerk

    +5
    • Ostendorf ( Am Ende mit nur einem "F") sagt

      Nachtrag

      „Wir speichern den Strom mit Hilfe von Cobolden den Strom im Netz, und dieses kostet nicht mehr als eine Kugel Eis im Monat, und dieses haben Wissenschaftler durchgerechnet.“

      Genau aus diesem Grunde weil ich einen Stromausfall in Deutschland auf 6,8 Minuten berechnen kann, werde ich niemals einen eien Millionenschweren „Beratervertrag“ zur Energiewende von dem UBA bekommen, sondern dafür muss mann Lügen können ohne „Rot zu werden“, um behaupten zu können, daß eine Energiewende ohne brauchbare Energiespeichertechnik durchgerechnet sei, sondern nur mit Hilfe von Atom-Kohlestrom aus dem Ausland teilweise zu meistern ist.

      PS: ich besitze selber PV Module, weil ich damit Geld verdiene, aber nicht weil ich an diesen Schei… glaube.

      +5
  9. Erst mal kein Schei*-Atomkraft-Gelaber, was da an Geld den Konzernen bisher schon hinterhergeworfen wurde, hätte für drei Wenden gereicht. Wir haben über 1.000.000.000.000 Euro darin versenkt:
    https://www.swr.de/swraktuell/studie-kosten-atomstrom-100.html
    https://www.greenpeace-energy.de/blog/wissen/atomkraft/einebillion/

    Dann die Frage, was Energieerzeugung ist:
    Meist ist es antiquierte Dampfkraft, die immer mit einer mehr oder minder hohen Energieineffizienz einhergeht. Bei Kohle ist ein Wirkungsgraf von 50% schon … optimistisch.

    Daß da Photovoltaik und Windkraft ausgebremst werden seitens der Regierung, ist auch klar, siehe Abstandsregelung von 1.000m bei Windkraftanlagen oder wie da über 60.000 Arbeitsplätze in Photovoltaik aufgegeben wurden, weil man das nicht entsprechend forcieren wollte, bis andere Länder den technologischen Vorsprung hatten, wo wir einst führend waren. Läuft, wenn Konzerne Lobbyarbeit machen für Kohle und Co.

    Aber von Energiearmut wurde ich nun wirklich nicht sprechen. Wir haben so dicke Überschüsse, daß die Preise an der Strombörse abgestürzt sind (kennt man ja von Agrarerzeugnissen, was Überangebot bedeutet). Hier gut erklärt das EEG-Paradoxon, dem einen oder anderen wird auffallen, daß es genauso funktioniert wie die Abnahmegarantie, die zu Milchseen, Butterbergen und Rindfleischhalden seinerzeit geführt hat:

    Und woran man merkt, daß die Konzerne das Sagen haben?
    Dem einen oder anderen dürfte aufgefallen sein, wie sehr da Lobbyismus für Wasserstoff betrieben wird, obwohl der deutlich ineffizienter ist als E-Akkus zu laden.
    A) Aufgrund der schlechten Energieeffizienz bei der Umwandlung braucht es mehr Stromerzeugung, da freuen sich die Stromerzeuger.
    B) Im Gegensatz zu Akku-Ladestationen, die man überall verteilen könnte, wäre man bei Wasserstoff immer noch abhängig von der ar***teuren Tankstelleninfrastruktur.
    C) Alle wollen Erdgas, am besten aus Rußland und den USA, nicht weil es Brückentechnologie ist – genaugenommen wurden Erdgaskraftwerke schon wieder abgeschaltet, weil man keine Konkurrenz zur Kohle wollte – sondern weil man aus Mathan durch Cracken Wasserstoff gewinnen kann. Und dann wäre es gut, wenn möglichst viele Autos mit der Schei*e auch fahren. Veredelung von Erdgas und Abnahmegarantie, wenn man dafür sorgt, daß Autos zukünftig nur mit Wasserstoff fahren.
    https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/alternative-antriebe/wasserstoffauto-brennstoffzelle-co2-neutral-batterie-lithium/

    Über Einsparpotentiale spreche ich hier mal nicht oder darüber, wie viele fossile Kalorien in 1 Lebensmittelkalorie reingehen. Oder darüber, daß man die Nord-Süd-Trasse mal ausbauen sollte, damit Überschüsse aus dem Norden gen Süden wandern. Auch spreche ich nicht darüber, daß unsere Energieerzeugung vor allem den Exportüberhang befeuert, die Exportindustrie im Süden (Bayern, BaWü), was in sich dämlich ist.

    Das Labern von Energiearmut ist genau so Lobbyismus wie das Labern vom Welthunger, weswegen hier immer mehr und billiger produziert werden soll. Lobbyismus für Konzerne.

    +2
    • Christian Suhr sagt

      Hier der Link zur EEG-Umlage, warum uns Erneuerbare so teuer kommen.

      Salopp gesagt: Trotz mehr Erneuerbarer werden die Fossilen nicht abgeschaltet, durch das Überangebot fallen die Preise an der Strombörse. Und die Differenz müssen wir Steuerzahler den Konzernen zahlen, nennt sich EEG-Umlage (Abnahmegarantie könnte man auch sagen).

      https://energiewende-rocken.org/das-eeg-paradoxon/

      Die Politik geht aktuell den Weg, Deutschland noch energiehungriger zu machen (z.B. Lobbyarbeit fürs Cracken von Wasserstoff; Schönrechnen von Abgaswerten bei SUV, die absolut betrachtet richtige Dreckschleudern sind usw.). Die Lösung wäre aber, immer Energie zu sparen, energieärmer zu werden.

      0
      • Bauer Willi sagt

        Ich hab jetzt verstanden, was nicht geht. Jetzt bitte die Antwort, was geht. Das finde ich in den Kommentaren nämlich nicht. Woher kommen die 60 GW Strom, die heute aus konventionellen Kraftwerken kommen?

        +5
        • Reinhard Seevers sagt

          Bei den Linken sind immer und ausschließlich die Produzenten, Unternehmen, Ausbeuter etc. Schuld an allem. Es ist nie der einzelne Bürger, der seinen Wohlstand, seinen Individualismus und seine Ansprüche manifestiert wissen will.
          Die Verantwortung immerzu ideologisch zu delegieren ist einfach ermüdend.

          +5
          • Einfacher Bürger sagt

            Solange es andere bezahlen ist das Linkssystem für ihre Befürworter okay . Der böse Unternehmer könnte ja Risiko übernehmen warum möchte der auch noch Geld. Nicht so ganz ernst gemeint aber mancher Leute Denke und handeln

            0
        • Brötchen sagt

          Sozialismus braucht weniger Energie….habe genug kohlen von der Strasse reingeschleppt..

          +2
            • In Min. 22 wollte Manfred Krug der Landarbeiter mit oder für seine Kollegen die ganze alte Fürstendömane wieder aktivieren, das wäre dann die größte LPG aĺle Zeiten.

              Ein Einwand,
              Da kreuchten und fleuchten
              Noch mehr Getier wie Vögel und Ameisen in der Gemarkung.

              Ach, man soll weiterschauen und auf den weißhaarigen Bürgermeister achten

              Muss ich noch machen, bis zur erzwungenen Freiwilligkeit die bis heute Mittag um 12 Uhr geschehen sein müsste, bin ich ja schon…

              0
              • Brötchen sagt

                Der weisshaarige ist irgendwie in Parteisekretär vom Kreis.

                Gucke es dir an sind noch so einige Stellen!

                0
                • Brötchen sagt

                  Die Qualifikation ist verfolgter vom Hitlerfaschismus….auch Parallelen zu heute. Qualifikation Bonzen Parteiadel.

                  +1
                • Lieschen Müller sagt

                  Heute sind wir so alt, wie damals die Parteisekretäre. Leider scheint unser Denken genauso einfrostet zu sein, wie das, der damaligen Vorbeter. Aber ja, unserer Generation kann es egal sein, wir sind in 20-30 Jahren alle weg. Und auf unsere alten Tage wollen wir weder frieren, noch uns anstrengen müssen. Sondern in der warmen Küche sitzen und sagen: „Habe ich euch doch gleich gesagt“

                  0
                • Brötchen sagt

                  Mein Vater (LPG- Vorsitzender damals) hat nicht viel erzählt zu Hause, war ja alles verfänglich.

                  Er hat nur zu mir mal gesagt: „das Schlimmste ist, wenn dumme Leute Macht bekommen.“

                  Daran kann ich mich noch erinnern.

                  Ansonsten kannst Du gern von Deinem Denken sprechen, ich möchte da bitte ausgenommen sein.

                  0
          • Da hat der Bürger ja auch weniger Individuelialismus und gehobene Ansprüche, denke ich.

            Da kommt es erst gar nicht so weit, oder? Irre ich mich da?

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            • Brötchen sagt

              Genau, alle leben gleich schlecht, und manche sind gleicher als gleich.

              Ich empfehle die Serie sich dringend zu Gemüte zu führen Zeitdokument, vieles kommt einem sehr bekannt vor heute!

              0
              • Reinhard Seevers sagt

                Am Ende läuft alles auf die Zwischenmenschliche Ebene der Liebe hinaus Brötchen. Die Dreiecksbeziehung zwischen Max, Hilde und Daniel sind die gleichen wie alle Jahrhunderte zuvor und alle danach…..
                Der Zwist zwischen Natur und Ökonomie, zwischen Macht und Ohnmacht, Hochmut und Menschlichkeit….alles wie immer in der Geschichte der Menschheit. Egal ob Sozialismus der Kapitalismus.
                Und im Kern ist es der maskuline Teil der Menschheit, der alles anrührt, umrührt und auskippt.

                0
                • Thomas Apfel sagt

                  Genau so ist es, und dank Fachkundiger wie „Brötchen“ liefen die LPG´n am Ende gar nicht so schlecht – trotz der VVN-Qualifizierung in Parteistrukturen von damals ( die mir allemal lieber waren als die wiederverwendeten Fundamental Nazis im Westen). Zu diese Zeit (um 1958) waren z.B. mehr als die Hälfte der Abgeordneten des Kieler Landtages ehemalige NSDAP-Mitglieder.

                  +2
                • Brötchen sagt

                  Sicher …….ist ja Zeitdokument…

                  Das zwischenmenschliche dient ja eher der Dramaturgie…..

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                • Warum nur der Maskuline,
                  weil die Männer da noch die Macht hatten?
                  Die Weiber haben doch auch gute Gedanken, oder?
                  Mußten sie die Sache mit Strategien wieder gerade biegen?

                  +1
                • Elisabeth Ertl sagt

                  Was der feminine Teil der Menschheit anrichten kann, wenn man ihn allein werken lässt, das demonstriert gerade eure Umweltministerin. Da wird ALLES so hermetisch unter einen Glassturz gestellt, bis es keine Luft mehr bekommt.
                  Ich halte Männer für nicht schlechter als Frauen und umgekehrt. Jedes Uhrwerk braucht das Zusammenspiel von Feder und Unruh. Stellt euch jeweils das eine ohne das andere vor. Das hat die Gesellschaft noch immer nicht begriffen.

                  0
          • Könnte man das auch Pfingsten nennen, wie die das in NRW nach dem Krieg gemacht haben, oder wie ist das zu verstehen?

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        • Eine Energieversorgung mit überwiegend erneuerbaren Energie ist durchaus möglich. Sicherlich kann man nicht mit einem jährlichen Erzeugungspotential von ca. 1/3 des jährlichen Verbrauchs Deutschland das ganze Jahr sicher mit Strom versorgen.Bei einer Erzeugungskapazität von ca.150% und auch verhältnismäßig ineffizient Speichern würde es funktionieren.
          Die Grafik hat einen großen Fehler. Mit 30% erneuerbaren Energien kann man an schlechten Tagen keine 100% erreichen.
          Bei diesen Wetterverhältnisse ist ein wichtiger Baustein der Energiewende das Blockheizkraftwerk(Kraft-Wärmekopplung).
          Keine Sonne, kein Wind aber Heizbedarf=100% Energieeffizient. Als Quelle dafür käme Rapsöl, Biomethan und Holz infrage

          0
          • Stadtmensch sagt

            Brennstoffzelle nicht vergessen. Ein Drittel Wärme zwei Drittel Strom aus Erdgas (oder „Grünem Gas“). Schön kaskadiert zur Versorgung größerer Gebäude. Das anfallende Warmwasser kann man auch im Sommer selbst nutzen. Den Strom einspeisen oder bei Bedarf zur Gebäudeklimatisierung über Sole-WP verwenden. Natürlich nur, wenn alles möglichst gut gedämmt ist. Alles im Verbund im Smart-Grid und schwups haben wir große Kraftwerke mit 40% Wirkungsgrad durch viele kleine mit 80% Wirkungsgrad ersetzt.

            0
          • Lieschen Müller sagt

            An schlechten Energietagen werden wir uns einschränken. Das werden wir lernen. Das ist auch nicht so schlimm. Ihr redet doch immer von den „guten, alten Zeiten“, wo es auch nicht immer alles gab.

            0
            • firedragon sagt

              Ich bin ja mal gespannt, wie Smarthomebesitzer an schlechten Energietagen, bzw längeren Zeiträumen, zurechtkommen („Notstrom“ ist auch keine Dauerlösung).
              Die Generation fff kennt nur den 24hStrom …

              +1
              • Lieschen Müller sagt

                So wie in den Flüchtlingslagern: kleines Solarpanel, kann man aus dem Fenster halten.

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                • firedragon sagt

                  Sie erwarten doch nicht ernsthaft eine Antwort von mir?

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              • Es gibt doch das 0 Energiehaus, das könnte man so nach und nach an alle verbreiten.
                Neben Rückgewinnung gibt es auch noch Erergie aus der Bodenwärme.

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            • Brötchen sagt

              Lieschen entschuldige , das geht mit einschränken nicht mehr so einfach, wie früher. Wir sind heute so abhängig vom Strom, ohne Strom geht so gut wie nichts. Strom erleichtert so vieles. Da dieser Strom überall verfügbar ist und teilweise ist ja heute schon viel akkuisiert, warum sollte man da für eine Sekunde in 10 Jahren Stromausfall dafür Sorge tragen müssen?
              z.B.
              Einige Steuerungen sind zwar mit Batterien und Akkus gepuffert, aber trotzdem müssen bei uns Grundeinstellungen neu eingegeben werden.
              Weil doch die Akkus nicht so lange durchhalten usw.

              Früher sind überall 100 derte Leute rumgerannt, die konnten bestimmte Dinge puffern. Heute sind das zwei oder drei, die anderen sind jetzt Künstler und jammern rum, das sie nix zu tun haben.

              Das kannst Du nicht so einfach zurückdrehen!

              Ich rede nicht von Hochlagerregalen, wo alles automatisch geht, nicht von Rolltoren, von Garageeinfahrten, Toreinfahrten, Rolladensteuerungen, Kühlanlagensteuerungen, Futtersteuerungen, Lüftungssteuerungen, Heizungssteuerungen, Sicherheitssystemen, Heizungspumpen, Wasserpumpen, Gaspumpen.

              +1
              • Lieschen Müller sagt

                Rolltore haben auch Notkurbeln, alles andere weiß ich nicht. Natürlich geht es nicht zurück, aber etwas anderes wird kommen.

                0
                • Brötchen sagt

                  Ok dann kann ich ja den Job Rolltorkurblersklave ausschreiben.

                  Wären dann 0,33 cent pro Tag.

                  +1
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Drachen
                  Bei einem Feuerwehreinsatz haben wir das mal gemacht,
                  da gab es gar nichts.
                  Mag auch daran gelegen haben, dass wir eine Motorsäge benutzt haben. (War in der Garage ein bissel warm)

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Beim letzten Satz gebe ich Ihnen recht. Es gibt keinen Ökostrom außer den, den man nicht braucht. Ansonsten frage ich mich, ob Sie sich je für die Gründe des Beinahe-Blackouts am 8. Jänner interessiert haben: https://www.youtube.com/watch?v=4EBaAn69i2U&t=1722s
        Und meine Ceterum – censeo – Frage: Welchem Gesellschaftskonzept folgen Sie eigentlich? Marx ist gescheitert. Der Neoliberalismus bricht gerade zusammen. Was halten Sie von Bimnswanger: https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kosoziale_Marktwirtschaft?
        Was halten Sie von Schumacher: https://schumacher-gesellschaft.de/?
        Was halten Sie von Christian Felber: https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwohl-%C3%96konomie?
        Was halten Sie von Rudolf Steiner: http://www.dreigliederung.de?
        Niemand verlangt von Ihnen, dass Sie mit Agrarwissenschaftern mithalten können. Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie wissen, wie man die Versorgungssicherheit mit Strom garantiert. Aber entsprechende Fachleute müssen wissen, was Sie politisch wollen, um Sie entsprechend beraten zu können.
        Sie zäumen das Pferd immer vom Schwanz auf, Herr Suhr!

        0
    • Bauer Willi sagt

      Also:
      keine Braun/Steinkohle
      kein Erdgas
      keine Atomkraft
      kein Wasserstoff
      keine E-Mobilität

      –> nur Windkraft und Photovoltaik, (aber ohne das es Stromspeicher gibt)

      Christian, ist das wirklich Deine Ansicht?

      +4
    • Paulus sagt

      Christian Suhr, was soll man dazu schon sagen? Mit so vielen Nullen konnten die linken Nullen noch nie so richtig umgehen.

      0
    • Thomas Apfel sagt

      Herr Suhr, für die Beleuchtung Ihres Klo´s und Ihrer Küche wird die Erneuerbare Energie schon reichen. Sie müssen ja nix tatsächlich verwertbares produzieren. Das mit dem Stromsparen ist im Grundsatz so richtig wie das Einschschränken der Lebensmittelabfälle.

      So wenig, wie sie mit den maximal möglichen Einsparungen von Lebensmittelabfall von 4 – 8 % die Mindererträge von Bio ausgleichen können, so wenig erklärt Ihr „Gelaber“ wie denn für die Wintermonate mit erneuerbaren Energien realiter die Versorgung gewährleistet werden soll.
      Was die Exporte aus BW und BAY betrifft: denken Sie ernsthaft, dass ein innerdeutscher Markt ohne Exporte eine Lösung irgendeines Problems ermöglicht ?

      +1
  10. Schorsch Summerer sagt

    Wir haben uns diesen Herbst eine PV mit Speicher zugelegt. Strom lieferte die Anlage bisher trotz Winter schon gewaltig. Das mit dem Speicher ist allerdings so eine Sache. Wie gross muss der sein? Es ist fast unmöglich die Spitzenlasten die ein Milchviehbetrieb beim Melken und vor allem beim Spülen der Anlage hat wieder einzuspeisen. Das würde die Anlage unrentabel machen.
    Zur Zeit bin ich allerdings noch am tüfteln wie man mit einem durch die PV betriebenen elektrischen Wärmespeicher für Wasser so viel Heisswasser erzeugen kann um die Heizphasen der Spülung zu reduzieren.
    Jedoch wie immer, ohne Sonne kein Strom.
    Jetzt sollte es ja so kommen dass alle neugebauten Häuser ihren eigenen PV Strom erzeugen und speichern müssen. Hatte ich jedenfalls irgenwo gelesen.

    +2
  11. Heinrich Steggemann sagt

    Da hilft aus meiner Sicht nur eine praktische Simulation ohne fossilen und atomaren Energiequellenanteil. Wir nehmen die oben beschriebene Grafik als Basis. Die Entscheidungsträger bekommen in ihrem Umfeld nur noch den Strom, die Heizenergie und Energie für Produktion und Transport auf einen Durchschnittsbundesbürger hochgerechnet zur Verfügung gestellt. Strom z.B. im Viertelstundentakt um die Dunkelflaute etc. klar herauszuarbeiten. Mal schauen wie schnell sich gewisse Aussagen ändern.
    Ich bin absolut kein Energiewendegegner. Nur für vieles weden wir in den nächsten Jahrzehnten noch keine Lösung haben. Wir müssen viel komplexer und sektorübergreifend an die Sache rangehen. Unsere Gesellschaft sollte sich auf die Suche nach CO2 Speichermöglichkeiten machen. Ich wüsste da schon einen Ansatz. Politik sollte der deutschen Wissenschaft den Auftrag erteilen den Liquid Carbon Pathway nach Christine Jones entweder zu beweisen oder zu widerlegen. Aktuell wird sie nur auf Basis der Dauerhumusversuche beraten.

    +1
  12. Friedrich sagt

    Stadtmensch
    CO2 Bepreisung weghaben

    Über die Hälfte des Strom/Energiepreises besteht aus Steuern und Abgaben. Darauf kommt dann immer noch die Mehrwertsteuer. In den letzten 15 Jahren haben sich insgesamt die Steuereinnahmen des Bundes nahezu verdoppelt (von rd. 400 auf rd. 800 Mrd.). Diese Mehreinnahmen sind in den Konsum geflossen, aber nicht in Investitionen (Infrastruktur, Digitatisierung, Schulen usw.). Das Geld wurde verlebt und nicht für die Zukunft investiert. Der Wähler , stark gesprochen , wurde gekauft und jetzt in der Krise werden die ‚Steuern weiter erhöht. Ab 1.1 .2021 kamen wieder 3% Mwst. und die CO2-Steuer dazu. Statt die Steuern zu senken und die Wirtschaft zu stärken , nun diese Erhöhung. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit weiter reduziert . Auch die Aussetzung des Insolvenzrechtes trägt dazu bei . Ob Corona , Steuern , Energie, Währung, Arbeitslosigkeit usw. wird bis zum Wahltag hingehalten , damit man mit den Folgen des eigenen Versagens nicht konfrontiert wird.

    +7
    • Das ist faktisch falsch aus vielerlei Hinsicht, denn es fehlen Relationen und markoökonomisches Verständnis:

      Der Budeshaushalt beträgt heutzutage 10% vom BIP.
      Zu Adenauers Zeiten waren es über 15% vom BIP (Wirtschaftswunderjahre und so).
      Es gab seit dem massive Steuereinsparungen, aber halt vor allem auf Unternehmerseite und auf Seiten des Kapitals (siehe Vermögenssteuer, niedrigerer Spitzensteuersatz bei der Einkommenssteuer, Abschaffung Vermögenssteuer, Steuersparmodelle in Panama, Irland usw.).

      Wenn diese Konzerne es selbst löhnen müßten, wäre die CO2-Steuer gut. Daß die wirtschaftsliberale-konservative Regierung es wieder so gestaltet hat, daß die Kosten an die Verbraucher auch weitergegeben werden, liegt daran, daß diejenigen, die usn regieren, selbst mit dem Kopf im Hintern der Konzerne stecken (Lobbyismus und so).

      Ab den Siebzigern – als Frau Thatcher in Britannien auf Bergleute prügeln ließ im Zuge der Privatisierungswelle – hat hier mit Helmut Kohl die angebotsorientierte Wirtschaftsphilosophie Einzug gehalten (so genannter Neoliberalismus). Dem Kapital nur genug den Bauch pinseln, dann fällt für die da unten schon noch was ab. Recherchieren Sie mal, ob dieser so genannte Trickle down Effekt wirklich eingetreten ist! Vorher war es eher nachfrageorientiert, investier in Menschen, dann gehen diese auch shoppen, haben mehr Teilnehme, sind motivierter (statt mit Kameras überwacht zu werden, ob sie die Arbeit gut machen).

      Und was Sie auch vergessen: TROTZ all der bisherigen Steuerersparnisse, Freihandelsabkommen, Aushöhlung der Arbeitnehmerrechte, zusätzlicher Arbeitskraft durch dei Frauen, längerer Arbeitszeit durch Raufsetzen des Rentenalters investiert das Kapital nicht mehr. Denn die Logik ist eine andere: Privatinvestitionen schauen immer erst, ob auch der Staat investiert. Nur ein Staat, der kein Geld einnimmt und auch keine Schulden machen will, der hat nichts zum Investieren. Wir haben vor allem auf Seiten der Privatwirtschaft einen billionenschweren Investitionsstau. Und damit die Profite noch steigen, werden Arbeitsplätze gern auch outgesourct nach China, Indien usw. oder durch Wanderarbeiter besetzt (Fleischzerlegung, Pflege, Reinigung, Baugewerbe). Von nichts kommt nicht. Kann sogar historisch belegt werden:
      New Deal Roosevelt – so lange der Staat massiv investiert hatte, hat auch die Privatwirtschaft investiert. Dann wollte man zu schnell – schwarze 0 – den Haushalt konsolidieren, sofort gab es massive Wirtschaftseinbrüche, weil die Unsicherheit (Investitionsrückgang des Staates) das Kapital abgeschreckt hat.

      https://www.manager-magazin.de/politik/europa/investitionen-deutschland-muss-laut-ey-studie-1-4-billionen-euro-ausgeben-a-1212871.html

      +1
      • Elisabeth Ertl sagt

        Einverstanden!! Und wie geht es jetzt besser – da sind wir am entscheidenden Punkt! Marxismus ist keine Lösung, so viel wissen wir.
        Mich z.B. überzeugt Schumacher mehr als Felber. Kann man mit Ihnen über so etwas diskutieren?

        0
        • Stadtmensch sagt

          Man findet fast nie Leute, mit denen man sowas diskutieren kann. Wenn der gemeine Marktradikale Namen wie Nico Paech, Rob Hopkins, Ivan Illich hört, ist das für ihn weltfremder Unsinn. Esoterik. Naive Gutmenschelei, die geradewegs zu den Amish, ins Kibbuz, oder sonstwelche Hippi-Aussteiger Modelle führen.
          Allein die Vorstellung, dass da eine Gemeinschaft ist, deren sozialer Kontrolle das Individuum unmittelbar ausgesetzt ist, ist wenig attraktiv. Heutzutage steht zwischen den Menschen immer das Geld. Es hat sich eben evolutionär so durchgesetzt, dass wir die Arbeitsteilung auf die Spitze getrieben haben, nur um eine wahnsinnige Produktivität bei der Verarbeitung von Rohstoffen zu Müll entwickeln zu können.
          Wir schaffen uns immer mehr Probleme, die wir dann mit immer mehr Aufwand lösen können. Zwischen den Menschen steht das Geld. Deshalb brauchen wir Sozialsysteme und eine riesige Verwaltung, damit auch jede Kapillare im Geldkreislauf durchströmt wird. Ich kenne kein Beispiel in der Biologie, wo sich so eine Struktur durch Evolution „dekonstruiert“. Das müsste von unten aus einer Nische neu rauswachsen und sich durchsetzen.

          +1
          • fingerphilosoph sagt

            Die Annahme, dass sich das Geldsystem aus der Tauschwirtschaft heraus entwickelt hat, ist schlichtweg falsch. Das Geldsystem verdankt sich dem Gottkönigtum mit der Herausbildung des Staatswesens. Nicht die freien Unternehmer und auch nicht die Händler haben das Geldwesen erfunden, sondern die ersten Staatsbeamten bzw. die Priesterschaft, die auch für die anonymisierte Arbeitsteilung und, damit verbunden, die Erfindung der Sklaverei und die ersten staatlichen Planwirtschaften verantwortlich zeichnen.

            Den Kommentatoren, die freie Unternehmer und Selbständige als die „bösen Kapitalisten“ bezeichnen, ihnen die Schuld für alle Ungerechtigkeiten der Welt in die Schuhe schieben und sich stattdessen für eine staatlich gelenkte Planwirtschaft aussprechen, kann ich nur sagen, dass, wo immer die Menschen den Bock zum Gärtner und den Wolf zum Schafhirten machen, Verelendung vorprogrammiert ist.

            Es waren Könige und Staatspräsidenten, die das Geldsystem erfunden und in der Folge mit der Erfindung von Papier- oder Fiatgeld immer weiter verpfuscht haben, um so ihre leeren Staatskassen zu füllen.

            Die Linken haben bis heute nicht kapiert, dass Geld und Staat die beiden Seiten ein und derselben Medaille sind. Wer das Geldsystem sanieren will, muss den Staat schwächen, nicht stärken.

            +2
            • Elisabeth Ertl sagt

              Die Unternehmer und Selbstständigen sind sicher nicht das Problem, die Arbeitsteilung auch nicht. Wie die Politik mit dem Geld umgeht, darauf kommt es an. Und dass die vor 1990 halbwegs dafür gesorgt hat, dass Geld- und Warenmenge einander entsprechen, war keine schlechte Idee.

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            • Stadtmensch sagt

              So wie ich die Sache verstanden habe, schaffen Freie Unternehmer (Eigentümer von Privatbanken) Geld aus dem Nichts und vergeben es für Zwecke, die ihnen sinnvoll erscheinen (Flugtaxis, Marsmissionen, Bitcoin-Minen, Privatarmeen, …)
              Ja, und selbst außerhalb unserer Wohlfühloase kann ich kein Elend erkennen, wo freie Unternehmer sich Land und Rohstoffe unter den Nagel reißen).
              Aber du hast recht, den Lehmgemachten ist es egal, solange sie nur ein Hamsterrad bekommen, das von innen wie eine Karriereleiter aussieht.

              +1
              • fingerphilosoph sagt

                Ohne die Gottkönige, die mit dem Staatswesen das Hamsterrad (anonyme Arbeitsteilung) erfunden haben, gäbe es keine Großkapitalisten, die deshalb groß geworden sind, weil sie mit Staaten ihre Deals einfädeln konnten. Beispiel: Silberminen von Laurion, die der demokratische (!) griechische Staat zwecks Ausbeutung an Privatleute verpachtet hat. Wie die ägyptischen und sumerischen Gottkönige es diesen Unternehmern jahrtausendelang vorgemacht hatten, haben die dann nicht nur die Rohstoffe, sondern auch die Arbeiter (Sklaven) ausgebeutet.

                Aber das ist ja eigentlich nicht das Thema, von dem Christian Suhr geschickt wieder mal auf den Kapitalismus umgelenkt hat. Eigentlich geht es ja nicht um Geld, sondern um die Energiemengen, die Wind und PV in Deutschland zur Verfügung stellen können. Ich verweise auf meine von dir offensichtlich geschätzte Leseempfehlung „EE ohne heiße Luft“, S. 185/186: „Wir haben fast überall mehr als großzügige Annahmen gemacht … aber konnten es nicht schaffen, unseren heutigen Primärenergiebedarf nur über erneuerbare Quellen zu decken.“
                Die Annahmen sind schon sehr großzügig. Beispielsweise wird 1/3 aller landwirtschaftlich genutzten Flächen für die Energieerzeugung gerechnet, und das, wo in Deutschland gleichzeitig der Bio-Anbau gefördert wird, der deutlich mehr Fläche beansprucht.

                Das heißt, dass es nicht nur nicht reicht, sondern dass man die großzügigen Annahmen deutlich nach unten korrigieren muss, um eine realistische Einschätzung zu erhalten.

                Dabei ist außerdem noch gar nicht berücksichtigt, dass die neuen Technologien auch wieder enorme Stromfresser sind. Derzeit verbraucht Deutschland 13 Terawattstunden Strom fürs Internet, das entspricht dem Stromverbrauch der Millionenstadt Berlin, Tendenz steigend. Außerdem ist es Heuchelei, sich der Senkung des Energieverbrauchs zu rühmen, wenn energieintensive Wirtschaftszweige abwandern und Deutschland anfängt, Stahl und Aluminium zu importieren.

                Als Fazit bleibt: Allein über EE können wir den Energiebedarf in Deutschland nicht decken, es sei denn, den Bürgern werden erhebliche Einschränkungen zugemutet.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  „Als Fazit bleibt: Allein über EE können wir den Energiebedarf in Deutschland nicht decken, es sei denn, den Bürgern werden erhebliche Einschränkungen zugemutet.“

                  Hier setzt der Vorsorgestaat an:
                  Jeder Bürger erhält zukünftig eine Karte, auf der seine Jahresenergiemenge in CO2- Äquivalenten gespeichert ist.
                  Bei jeder energetischen Inanspruchnahme, wird das Saldo weniger und er hat weniger Anspruch auf Annehmlichkeiten, Spaß, Wärme, Essen, Reisen, usw…..also eine wirkliche individuelle Schuld-Karte….nicht übertragbar und nur mit Ökopunkten aufladbar.
                  Habt Freude und rettet die Welt!

                  +2
  13. Ludwig sagt

    Frau Schulze lügt , daß sich die Bretter biegen. Das ist die moralischideologische Wohlfühlpolitik der ganzen Regierung. Das alles ist Wunschdenken und damit versuchen die sich bis zum 26. Sptember bis zur Wahl durchzulügen. Kleines Beispiel über die Lage : Jedes Jahr um den 25.11. ist der höchste Stromverbrauch. Im Jahr 2020 war das der 27.11. . Hier wurden 72,3 GW Konstantstrom und 0,7 GW Grüner Strom produziert. Wie auch im Diagramm zu sehen kam der Grüne Strom aus Wasserkraft und Biogasanlagen . Wegen der Dunkelflaute kam fast nichts aus PV und Wind. Am 8. Januar hatten wir wieder einmal einen Fastblackout und davor auch viele Fastblackouts. Es ist also nur eine Frage der Zeit wann es uns erwischt. Das Amt für Katastrophenschutz warnt schon lange und rät zur Vorsorge. Meine Frau hat Vorräte (Getränke , Lebensmittel ) für mind. 10 Tage. Benzin und Diesel halten wir im Betrieb immer vorrätig. Etwas mehr Bargeld als üblich ist auch nötig. Ein Notstromgerät für den Hof , aber auch für den Eigenheimbesitzer wird jetzt leider auch nötig, oder sogar zur eigenen Vorsorgepflicht , denn das Wirtschaftsministerium hat ein Stromglättungsgesetz in der Schublade , was nichts anderes heist , als Stromabschaltungen. So sollen E-Autos z.B. nicht zwischen 10 und 18 Uhr geladen werden. Das sagt doch alles und nach mir die Sintflut. Das sagt doch alles über unsere vorsorgende Regierung. Nach der Wahl im September werden wir dann von der neuen Regierung die Wahrheiten beim angeblichen Kassensturz präsentiert bekommen.

    +7
    • Lieschen Müller sagt

      Aber fast ist nur fast. Ich wäre schon manchmal fast vom Bus überfahren worden, und denke jetzt trotzdem nicht, dass mir ein tödlicher Unfall kurz bevor steht. Ich treibe natürlich Vorsorge und schaue nach rechts und links bevor ich über die Straße gehe und ja, habe Lebensmittel und Kerzen in der Schublade. Wenn wir weiter wie bisher Kohle und Erdöl verheizen, werden die Klimaauswirkungen immer stärker und ungemütlicher für die Menschen. Dann ist es auch vorbei mit Wohlstand und Pauschalreisen. Der normale Stadtbewohner (und das ist mehr als die Hälfte der Einwohner in Deutschland) wird mit einem Stromausfall von ein paar Stunden leben können. Weder erfriert, noch verhungert er sofort. Das sollte auch für den Eigenheim-Bewohner gelten, meines Wissens sind die doch gedämmt, oder lebt ihr alle in Bretterbuden?

      0
      • firedragon sagt

        Ein paar Stunden, eventuell. Wie sieht es bei mehreren Tagen aus?
        Und ich meine nicht das Kühlschranklicht!

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        • Brötchen sagt

          Drachen, ein paar Stunden geht nicht, das ist ein Trugschluss, unsere Infrastruktur ist extrem empfindlich was Stromausfälle betrifft.

          Ich erinnere mich daran, als ich meinen Grundwehrdienst ableistete: da mussten wir dann wirklich mal bei Alarm ausrücken, die ganze Division ( war in den 80 zigern Polen usw.) da ist die Hälfte der Fahrzeuge nicht angesprungen, war auch Winter wie gerade.

          So wird das heute auch passieren wenn der Strom flächendeckend weg ist.

          Das wird ne Katastrophe…..Fahrstühle stecken fest, es gibt Unfälle wegen ausgefallener Ampeln…..

          0
          • firedragon sagt

            Brötchen, ich ging jetzt von ein paar Sunden Leben aus, den anderen Kram wollte ich jetzt nicht berücksichtigen.
            Gibt auch Menschen, die im Haus auf strombetriebene Geräte angewiesen sind, um überhaupt zu „leben“. Die Geräte können eventuell eine kurze Zeit überbrücken, aber Tage?

            +1
            • Brötchen sagt

              Ja klar…..ich glaube wir werden das erst merken, wenn es wirklich passiert.

              Ich vermute, da werden einige sehr hart aufschlagen.

              +1
            • Lieschen Müller sagt

              Ja das stimmt. Es gibt z.B. beatmungspflichtige Patienten, da ist Strom lebensnotwendig. Aber ja, die haben Akkus um Stromausfälle zu überbrücken und zur Not wird manuell bebeutelt. Aber nochmal, dass betrifft nicht die Mehrheit unserer Einwohner, noch nicht mal die Mehrheit unserer Bewohner. Und Notfälle gab es schon immer und wird es immer geben!

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              • firedragon sagt

                Sie scheinen nach dem Motto „nur die Starken kommen durch, der Rest hat es nicht verdient “ zu leben … okay, auch eine Möglichkeit …

                0
                • Lieschen Müller sagt

                  Nein, lebe ich nicht. Aber ich sehe, wie scheinheilig unsere Gesellschaft ist. Ich muss aufgrund meines geringen Gehaltes ein ökologisches Leben mit kleiner Etagenwohnung und ÖPNV führen. Dabei kümmere ich mich den ganzen Tag um Schwächere…..

                  +1
            • Brötchen sagt

              russ. Technik läuft immer mit Benzin, wegen der Kälte.

              Das war einfach passiert, weil das nie geprobt wurde.

              Das war genau so ein Luftnummernstaat von Dummquatschern, die von nix ne Ahnung haben und davon viel, wie heute!

              Heute sind ja 20 cm Schnee schon ein Verkehrshindernis für die dt. Bahn.
              Die fliegen dann die Bahnstrecken wegen Schneeverwehungen mit dem Hubschrauber ab. Die Russen haben sich auf tiktok lustig gemacht wegen dem Schnee auf der Autobahn.

              Ich möchte keine schlechte Stimmung verbreiten, für einen flächendeckenden Stromausfall in D. sehe ich ganz schwarz was Kollateralschäden betrifft.

              +1
  14. Reinhard Seevers sagt

    Ein Drittel des Energieverbrauches in diesem Land geht auf die Privathaushalte zurück. Diese Heizen in 60% mit Öl und Gas. Evtl. hat Svenja diesen Bereich gar nicht auf dem Schirm?

    +3
    • Stadtmensch sagt

      Seit Jahrzehnten existiert Technologie, mit der sich im Neubau und im Bestand die Heizlast je nach Aufwand fast beliebig senken lässt. Aber solange die Energie so billig angeboten wird, sieht kein „vernünftiger“ Mensch, Anlass das zu tun. Im Neubau werden die Einsparungen durch Rebound-Effekte zunichte gemacht (Wohnraum pro Person steigt ständig).
      Jetzt kommt die AfD und will die CO2 Bepreisung weg haben. War klar…

      Hier ist die Darstellung der Anteile bei der Stromerzeugung m.E. übersichtlicher:
      https://energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=en&c=DE

      +1
      • Reinhard Seevers sagt
        • Stadtmensch sagt

          „Verbote führen immer ins Gegenteil des beabsichtigten Zieles. “

          Weiß ich.
          Man könnte aber den Bauantrag erst dann genehmigen, wenn auf dem Dach eine ausreichende PV-Anlage für Eigenverbrauch wenigstens möglich ist (Dachausrichtung).
          Dazu gehört dann natürlich auch die Sole-Wärmepumpe.
          Keine „Sondermüll-Häuser“ (Styropor, Plaste, Verbundmaterialien) mehr. Geht alles im Neubau.
          Acker versiegeln verboten, oder woanders entsiegeln und Vegetation drauf.

          0
      • Thomas Apfel sagt

        Ist tatsächlich übersichtlicher, kommt aber zu selben Ergebnis: In Zeiten mit minimaler Wind- und Solarenergie (mittlerer Zeitraum der Grafik) sind schon mal fast 90 % des Bedarfs aus Grundlast und Gasspitzen-Kraftwerken abgedeckt. Dies sind Zeiten , die für gewöhlich mit geringen Schwankungen so sicher wie Heiligabend im Kalender auftauchen, weil die Neigung der Erdachse sich (bislang) nicht ändert. Das Geschwurbel von Spitzen aus erneuerbaren z.B im März 2020 von nahezu 100 % des Bedarfs, nützt da wenig.
        Bring doch statt neuer Grafiken mit gleichen Inhalten mal eine nachvollziehbare perspektivische Lösung für dieses REALE Problem. Ich bin duraus kein Mensch, der sich Logik widersetzt, wenn über Selbige nachvollziehbare Lösungen zu erkennen sind.

        +2
        • Bauer Willi sagt

          Das kreide ich Frau Schulze an: Sie erklärt nicht, wie es gehen soll sondern verweist auf „die Wissenschaftler“. Vermutlich weiß sie selbst nicht, wie es gehen soll. Und das ist unverantwortlich denn sie ist Entscheidungsträger.

          +6
          • Stadtmensch sagt

            Ja, das kann man vielen politischen Entscheidungsträgern tatsächlich ankreiden, dass sie sich nicht ausreichend selbst informieren, sondern bequem das Fähnlein in den Wind hängen.
            Hier, es ist so einfach sich über das Ausmaß der Verschwendung ein Bild zu machen. Da bin ich @fingerphilosoph heute noch dankbar für diesen Lesetip: http://ohne-heisse-luft.de/

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            • Reinhard Seevers sagt

              Ohne die Qualität des Buches in Frage zu stellen….Stadtmensch, auch die Quelle scheint dem Mainstream „angepasst“ zu sein….:

              Rezension aus Deutschland vom 21. Februar 2019
              Ich kenne das Original-Buch von David MacKay. Darin wird auch Kernenergie als eine nachhaltige, klimafreundliche Energiequelle gleichberechtigt neben anderen als Option eingebracht. Anders als im Vorwort behauptet ist das vorliegende Buch also keine reine Übertragung an die deutschen energetischen, sondern an die politischen Verhältnisse, dem Atomausstieg. Dass dieser den Kohle- und Gastausstieg in Deutschland katastrophal verzögert hat, wird so ein weiteres Mal unter den Tisch gekehrt. In anderen Ländern wird Kernenergie angesichts der bedrohlichen Klimaentwicklung zumindest wieder diskutiert, weil nicht zuletzt der IPCC seit Jahren den Ausbau der Kernenergie für notwendig hält. In einer Notstandssituation wie der unseren (der Menschheit) ist das Verschweigen einer der wichtigsten Optionen zur Abwendung der Katastrophe fahrlässig. Ich hoffe, die Autoren machen das in der nächsten Ausgabe wieder wett!

              0
        • fingerphilosoph sagt

          Der Umbau der Energieversorgung von Fossilen auf Erneuerbare geht selbstverständlich mit der Deindustrialisierung einher. Die Stahl- und Aluproduktion sowie die energieintensive chemische Industrie wandert aus Deutschland ab. Die wollen wir ja aber sowieso nicht mehr hier haben. Die Autokonzerne kündigen Massenentlassungen an. Auch Recht. Wir wollen ja eh nichts mehr arbeiten, sondern das bedingungslose Grundeinkommen.

          Andererseits werden wir um Stromrationierungen trotzdem nicht herum kommen. Wenn sich die Stromerzeugung nicht dem Verbrauch anpasst, sondern zu 95% von Wind und Sonne abhängt, muss sich der Verbrauch logischerweise der Erzeugung anpassen. In der Dunkelflaute zwischen November und Februar machen wir halt Lockdown bzw. Winterschlaf und bleiben im Bett. Mit Thermoschlafsack. Im Übrigen halten die Inuits minus 20 °C ja auch locker aus. Da müssen wir uns halt dran gewöhnen. Seid doch nicht immer so pessimistisch. Das klappt schon.

          +6
          • Stadtmensch sagt

            Ja, bin auch dafür. Lasst uns Autos bauen, damit wir beschäftigt sind. Die Autos brauchen wir dann, um zu unserer Beschäftigungsstelle fahren zu können.
            Autos brauchen wir auch um Beschäftigung im Verkehrssektor zur sichern, damit touristische Orte der „Regeneration und Zerstreuung“ und das Wachstum der Siedlungsfläche ermöglicht werden.
            Schöne neue Ortsumgehungsstraßen übern Acker, wegen des Lärms…
            Wachstum und Beschäftigung, damit beim Investor die Rendite reinkommt. Denn sonst investiert er nicht, der Investor. So schlau isser…
            Alles muss genau so sein. Dazu gibt es keine Alternative. Das ist ökonomischer Sachverstand.

            +1
          • Paulus sagt

            Fi-phil, die Inuit machten das in ihren Iglus ganz einfach. Nix mit Thermoschlafsack und so. Wenn ich ehrlich bin, die Methode ist gar nicht so schlecht.

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          • Paulus sagt

            „… muss sich der Verbrauch logischerweise der Erzeugung anpassen.“
            Das ist nun mal schlicht und ergreifend die Wahrheit. Nichts anderes beabsichtigte der Entwurf zu einem Stromglättungsgesetz. Der gute Herr Minister Altmaier, gleichzeitig Koordinator der Energiewende, war leider so naiv ausgerechnet im Wahljahr damit um die Ecke zu kommen.
            So etwas ähnliches gibt es übrigens schon längst, nennt sich Lastabwurf und ist vertraglich geregelt. Betroffen sind energieintensive Betriebe wie z.B. die Aluschmelzen. Die Kosten für evtl. Betriebsausfälle werden zu 100% vergütet und sind Bestandteil des Strompreises. Noch Fragen?

            Und jetzt komme ich auf @Stadtmensch mit seinen Wärmepumpen zurück. Ich habe das für unsere Hütte (allerdings nebst weiteren Maßnahmen) mal durchgerechnet. Amortisiert hätte sich das (Stand 2015/16) nach ca. 27 Jahren.
            Wenn ich mir dann noch vorstelle, dass mir das Ding jederzeit ohne meine Einwirkungsmöglichkeit abgeschaltet werden kann, fehlt mir die Motivation darin zu investieren.
            Noch ganz am Rande: Ein Verbot für den Neubau von EFH, wie es von Linken und Grünen gefordert wird kann ich nur befürworten. Leichter kann ich mir einen Vermögenszuwachs für Eigentümer vorh. Objekte gar nicht vorstellen.

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            • Stadtmensch sagt

              Tja Paulus, es führt eben nicht zu einem „atmenden“ Gesamtsystem, wenn jeder in seiner einzelwirtschaftlichen Sicht verharrt. Natürlich gehören die ganzen Buden, wo Stadtmenschen drin wohnen, irgendwelchen Eigentümern, die sich über die Mieteinnamen freuen. Diese Einnamen werden nicht etwa in die Energetische Sanierung gesteckt, sondern in Finanzprodukte und weitere Akkumulation. Keine Ahnung, warum gerade Menschen, die genug haben, so von Verlustangst gequält werden, dass sie wie Eichhörnchen so viele „Vorräte“ anlegen müssen. Wahrscheinlich aus Angst vor dem Wirtschafssystem, dass sie mit diesem Verhalten immer „härter“ machen. Der Faktor Mensch muss raus aus dem Wirtschafssystem. Die Wirtschaft ist ja sowieso schon lange nicht mehr für die Menschen da. Das fällt also bei der Masse gar nicht auf. Wird nur besser steuerbar das Ganze. Nur um „planbar“ zu vermeiden…

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    • Energieverbrauch ist ja auch normal, nech, mal will ja ein warmes Haus! Nach der Logik müssen Leute auch aufhören zu essen, weil das mehr fossile Kalorien kostet als Lebensmittelkalorien bringt.

      Und nein, das Meiste geht verloren durch besch*ssene Wirkungsgrade. Wenn von der Kohle nicht mal 50% Energie ausgehen, wurden quasi 50% Energie umsonst verheizt. Die Emissionen sind dann zwar entstanden, aber in der Steckdose kam nichts an.

      Zitat:
      Moderne Steinkohlekraftwerke verfügen über einen elektrischen Wirkungsgrad von 45 Prozent und erreichen einen höheren Wirkungsgrad als Braunkohlekraftwerke.
      https://www.verivox.de/strom/themen/kohlekraftwerk/

      Also wo geht wohl die meiste Energie flöten, beim Verbrauch oder bei der Erzeugung? Bitte vergessen Sie nicht: Es braucht Energie zum Wohnen, wenn sie optimal genutzt würden wären auch 60% Verbrauch okay. Man muß immer differenzieren und schauen, wo UNNÖTIG Strom verballert wird.

      Beispiel aus der Landwirtschaft:
      Nur der Pflug kommt in tiefere Bodenschichten, kann kohlenstoffhaltiges Substrat tiefer als 15cm in den Boden bringen in entsprechend großem Maßstab für z.B. Dürreresilienz (oben trocknet’s schnell aus), pfluglos verläßt sich da auf natürlichen Humusaufbau durch Wurzelwerk in diesen Tiefen, das ist nichts. Insofern würde ich empfehlen, einmal alle ein, zwei Jahre den Pflug rauszuholen und Mist oder Holzkohlekompost, kohlenstoffhaltiges Substrat tiefer in den Boden zu bringen. Natürlich kostet der Pflug mehr Kraftstoff als z.B. Grubbern und Roundupausbringung. Aber nur der Pflug kann tiefgrundig Humusaufbau forcieren, dann wäre es eine Rechnung, die aufginge (und weil haufenweise Kohlenstoff tief in den Boden käme, wäre die CO2-Bilanz trotzdem positiv, Böden als CO2-Senke).

      0
      • fingerphilosoph sagt

        Dumm nur, dass die Stromspeicherung, bpsw. durch die Erzeugung von Wasserstoff aus Wasser, einen weit minderen Wirkungsgrad hat als ein Kohlekraftwerk, so um die 20%. Von 100 kWh aus dem Windrad stehen also 20 kWh zur Verfügung, wenn man den Strom im Sommer aus Sonne erzeugen und im Winter in der Dunkelflaute verbrauchen will. Jaja, man muss differenzieren und schauen, wo UNNÖTIG Strom verballert wird, bloß um unserer High-Tech-Umwelt eine grüne Fassade zu verleihen.

        +2
      • Reinhard Seevers sagt

        Also, wir hatten früher nur einen Ofen in der Stube, Badezimmer gab es nicht, gekocht wurde auf der Kochmaschine mit Holz.
        Heute wird in der Regel das ganze Haus auf 20Grad geheizt, die Teenies duschen mind. zweimal täglich warm, auch bei -20Grad, gekocht wird mit unterschiedlichsten elektronischen Geräten….nur Mal so.
        Frage: Darf auch die Art zu Leben in Frage gestellt werden, oder ist der Standard als Status quo manifestiert?

        +2
        • Stadtmensch sagt

          „Heute wird in der Regel das ganze Haus auf 20Grad geheizt, die Teenies duschen mind. zweimal täglich warm“

          Ja, die teenies, die dann bei fff dabei sind…
          …und sich im coworking-space gegenseitig influenzen, wie nachhaltig sie Dating-Äpps programmieren…

          +2
        • fingerphilosoph sagt

          Selbstverständlich darf unsere Art zu leben, in Frage gestellt werden. Man kann darüber diskutieren, ob wir künftig wieder in Wohnungen ohne Badezimmer, mit nur einem Ofen in der Stube wohnen und mit der Hacke in der Hand auf dem freien Feld arbeiten wollen. Nur findet diese Diskussion so ja nicht statt. Stattdessen wird uns die Energiewende ja so verkauft, dass wir mit der Energiewende gerade so bequem weiterleben wie bisher, ja wir in Zukunft sogar noch weit mehr Stromfresser in Form elektronischer Geräte verwenden können und sogar müssen. Das ist das Eine.

          Das Andere ist, dass wir in D. derzeit über etwa 35.000 Windkraftanlagen verfügen. Für eine geglückte Energiewende würde jedoch mehr als das 10fache benötigt. 2020 gingen lt. Google in D. 420 neue Windkraftanlagen in Betrieb. Selbst wenn sich genug Stellflächen für Windräder, wo ordentlich Wind weht, finden ließen, was wohl gar nicht der Fall ist, steht uns die veranschlagte Energiemenge also in etwa 100 Jahren zur Verfügung. Die Atom- und Kohlekraftwerke werden aber JETZT abgeschaltet. Und darüber wird halt auch nicht offen diskutiert.

          +5
          • Lieschen Müller sagt

            Genau das finde ich auch verlogen: als wenn man einfach alles 1:1 umstellen könnte, aber das Leben mit immer mehr Wohnraum, mehr Flugreisen, längeren Arbeitswegen ginge immer so weiter. Es geht nicht. Und ich glaube, da sind wir uns hier auch einig. Viele Menschen leben nach dem Standpunkt: ich kaufe Bio und fahre Fahrrad, da kann ich mir doch den Abenteuerurlaub in Afrika leisten. Und nächstes Jahr die große Wohnung mit 130 m².

            +1
          • Brötchen sagt

            von dem Abteuerurlaub in Afrika leben die dort.

            Die einzige Perspektiv die man in solchen Ländern immer offeriert bekommt, ist Tourismus.

            Das wird jetzt schon ein Jammertal werden nach Corona.

            Die Stellflächen für Windräder wären nicht unbedingt das große Problem, das Problem ist die Landzerstörung durch Zuwegung, das ist erheblich, was nirgendwo angeführt wird.

            Bei mir wurde gerade ein neues errichtet, mit Löschwasseranschluss und Trafohäuschen.
            Die Zuwegung wird immer so ausgekoffert und befestigt, das da auch Schwertransporte und Feuerwehr rankommen.

            Von der betroffenen Fläche gehen dadurch mind. ein halber ha weg und so läppert sich das.

            Dagegen sind Tagebaulöcher noch kleine Dinger.

            Ich möchte nicht wissen, was da rauskommt, wenn man das mal zusammenrechnet.

            0
        • Paulus sagt

          Genosse Seevers, man kann/könnte auch heute noch so leben, lässt sich aber mit dem Berufsleben und den damit verbundenen Erfordernissen an einen gewissen Komfort nicht mehr in Einklang bringen. Ist nun mal so 😉
          Wir haben ein ländliches Anwesen in Belgien. Außen Bruchstein, dann kommt so etwas ähnliches wie eine Luftschicht, innen Vollziegel im was weiß ich welchem Format, jedenfalls kleiner als 11,5. Nur mal so für den Architekten und was den Wärmedurchlass betrifft. Wenn wir dort an Wochenenden eintrudeln ist die Hütte arschkalt. Zum Glück gibt es in der Wohnküche noch einen alten Herd, mit gusseiserner Platte, Reling und einem Ofenrohr. Wenn mich der Klüngelskerl nicht draufgesetzt hätte wäre der schon längst entsorgt. Mittlerweile schätzen wir das Ding, nicht nur aus Nostalgiegründen. Der offene Kamin im Treppenhaus bringt außer einer gewissen Atmosphäre so gut wie nix. Man muss schon ein Freak sein um das alles gut zu finden. Umso mehr erstaunt mich, dass sich Gäste bei uns auch im Winter ausgesprochen wohlfühlen. Gut, Warmwasser haben wir trotz unbeheizter Kammern immerhin.

          +1
          • Reinhard Seevers sagt

            Paulus, mein kleiner Ausflug in die Vergangenheit war lediglich der Versuch, die heutigen Handlungen und Lebensweisen in Frage zu stellen.
            Es geht in meinen Augen auch um die mehrheitlich unnötigen Spaßveranstaltungen, die in der Summe Ressourcen und Energie verbrauchen, nur damit der Mensch sich bespaßen kann.
            Warum dürfen in der jetzigen Pandemie die Wintersportler und Fussballer ihre Veranstaltungen, die ja auch außerhalb der Pandemie bereits ausschließlich schädlich sind, ausüben? Genau, weil sie Kohle generieren. Warum bekommen Tui, Thomas Cook und Lufthansa für ihre Umweltzerstörenden Geschäftsbereiche noch Milliarden in den Allerwertest geblasen? Genau, weil Reisen Kohle generiert und der Bürger gerne abhängt auf Malle…..alles Heuchelei. Bei der Nahrungserzeugng, der Basis des Lebens, da wird jedes Gramm CO2 auf die Goldwaage gelegt, wenn es aber um den Spaß geht, dann ist kein Opfer groß genug.
            Wir sind eine Gesellschaft von Heuchlern und Weicheiern.

            +1
            • Stadtmensch sagt

              Die Menschen, die für einen Kurztrip nach Malle ins Flugzeug steigen, rechnen den Bauern bestimmt keine Holzkohlestückchen im Boden vor.
              Ich würde diesem ganzen Tourismusbetrieb auch gerne die tatsächlichen Kosten aufbrummen. Erstens, weil ich nicht verstehe, wie man sich als Teil des Massentourismus die Selbstachtung bewahren kann und zweitens, weil ich nicht einsehe, dass ich extra mit dem Fahrrad zur „Kleinen Meerjungfrau“ fahre, nur um dort vor lauter Menschen gar nicht mal in die Nähe zu können. Ok, den Letzten Satz nehme ich zurück.
              Tourismus und Unterhaltungsindustrie ist der Ersatz dafür, das wir sämtliche lebendige Arbeit wegautomatisiert haben.

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              • fingerphilosoph sagt

                Fahrradfahren: auch ein Ersatz dafür, dass „wir sämtliche lebendige Arbeit wegautomatisiert haben“ 🙂

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            • firedragon sagt

              Fußballer und Wintersportler und sonstige Sportler, die mit ihrem Sport Geld verdienen, gehen ihrem Beruf nach … wurde mal im Radio erwähnt. Dieser „Berufszweig“ darf „arbeiten“.

              Herr Seevers und Stadtmensch
              was habt Ihr gegen Tourismus? Es gibt Menschen, die verdienen dort ihr Geld …

              Ist Euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass wir uns im Moralischen Zeitalter befinden … Moral und Rücksichtnahme … Vorwurf und Rechtfertigung ….
              Langsam könnte ich klotzen.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Feuerdrachen, es gibt sogar Menschen, die verdienen Milliarden mit Drogenhandel, Menschen, die mit Diebstahl und Prostitution Geld verdienen. Wenn das als Rechtfertigung für alles reicht, dann sind Menschen, die kein Geld verdienen eben nichts wert….oder welche Moral soll nun gelten?
                Deutsche diskutieren immer moralisch, das ist u.a. der Beweggrund, diesen blog zu nutzen. Essen und Nahrung, Tierhaltung und das Töten von Tieren, alles moralisch aufgeladen und bewertet. Und die Nutzung von Ressourcen und Energie zu Spaßzwecken darf man gegenüber der Nahrungserzeugung (= Lebenserhaltung) ohne moralische Aufladung kritisieren, im Gegenteil, man muss es sogar, um den Widerspruch aufzudecken.

                0
                • firedragon sagt

                  Herr Seevers,
                  Drogen usw. das sind Straftaten, die Sie da aufzählen …

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              • Stadtmensch sagt

                @Drachen, hier gehts nicht um Moral, sondern um eine saubere Rechnung. Wir verpulvern kostbare Energie, statt unsere Hausaufgaben zu machen und im Kreislauf zu wirtschaften. Mit „wir“ meine ich nicht die Bauern, und auch nicht die mit „Fremdenzimmer“.

                0
                • firedragon sagt

                  Stadtmensch, dann sollten die Verantwortlichen ihre Hausaufgaben machen.
                  Ein Freund von uns baut ein Haus neu auf. Wunderbare Süddächer, er will eine PV Anlage auf diese Dächer. Geht nicht, weil alter Stadtkern, würde das Stadtbild stören … also, will man öko Strom oder nicht?
                  Zumal er damit Strom hätte liefern können, für diese Idee, jeder müsse beim Hausbau quasi „Stromzapfsäulen“ für die E-Autos zur Verfügung stellen … so viel zum Kreislaufgedanken.

                  0
                • Stadtmensch sagt

                  @Drachen, ich weiß. Alles Mist. Ich heul mich hier nur aus. Darf auch kein PV an die Fassade pappen. Muss mit einer lausigen Südost-Ausrichtung Vorlieb nehmen. Mal sehen ob das alles so aufgeht…
                  BTW: es würde wirklich auch übel aussehen.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Stadtmensch,
                  an der Sonne stehen nur die Außerwählten. 😜

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Ständig wurde uns in die Ohren geblasen, wie schädlich doch das Fliegen sei.
                Voller Demut dachte ich nach, dass auch ich zu den Umweltsündern gehöre.
                Merkwürdig ist doch, wenn man ständig den Kopf vollgedröhnt bekam, wie das Fliegen schädlich sei und jetzt rettet man einen Ferienflieger. Das Passt nicht zusammen.

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    • Lieschen Müller sagt

      In der Welt las ich letztens: „Run auf Wärmepumpen, Deutschlands Hausbesitzer rüsten um!“
      Vielleicht geht doch mehr, als Sie denken?

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      • Reinhard Seevers sagt

        62% des Wohnraumbestandes ist vor der 1. Wärmeschutzverordnung 1979 errichtet worden, die Sanierungsrate liegt bei 1%pro Jahr…..da helfen die paar Wärmepumpen der Einfamilienhausbesitzer in den neuen Wohngebieten nischte….
        Die deutschen Innenstädte sind oft noch Vorkriegsgebäude, ohne jede energetische Verbesserung. Ganze Stadtteile sind aus den Nachkriegsjahren mit einfachsten Bauformen….ich glaube oft, dass viele Bürger gar nicht wissen, was so in diesem Lande Stand ist.

        +2
  15. Thomas Apfel sagt

    Da haben wir das Problem mit DEN Wissenschaftlern und DER Wissenschaft schon wieder.
    Frei nach dem Motto „nur meine Quellen können Dich erhellen“. Es ist entgegen der Aussage von Frau Schulze eben nicht DIE Wissenschaft, sondern der Teil der Wissenschaft dessen Existenz und Förderung an das Ausstiegsmodell gebunden ist.
    Das Ganze kommt mir schon von den Prozentzahlen (Anteilen) genauso absurd vor, wie die Diskussion um 100 % Bio-Produktion in der LW. Da wird die Summe der überflüssigen Energiespitzen aus Wind und Solar völlig aussen vor gelassen und fröhlich als nutzbar oben aufgerechnet. Das ist wie mit der Bio-Produktion, Über die Fläche werden schon mehr als 10 % der LN beansprucht, die reale Produktion nutzbarer Erzeugnisse liegt aber aktuell nur bei etwas über 4 % der Gesamterzeugung. Auch im Bio-Bereich ist die reale Produktion von den Zielen 50 – 60 % ggü. konventionell noch weit entfernt. Die real nutzbar erzeugten Mengen je ha liegen nach wie vor eher bei 35% ggü. konventionell.
    Es ist bei der Energie wie bei der Landwirtschaft die gleiche Realitäsverweigerung. Na ja, es ist ja auch die identisch geframte Gruppe.
    Ich habe mein Notstroaggregat jedenfalls schon bestellt, auf dass nach der „Wende“ noch alles benutzbar ist.

    +11
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        „Wenn das Schnitzel aus kultiviertem Fleisch nur noch halb so viel kostet wie heute im Discounter, dann dürfte auch der Verbraucher in Deutschland seine Skepsis ablegen.“

        Da ist sicher was Wahres dran, so wie sie heute „Fleisch aus Pflanzen essen“, so werden die auch dieses Zeugs runterdrücken.

        Nur nebenbei, ich esse sehr gerne Gemüse und Salat, aber nicht aus einer Plastikverpackung, wo Fleisch aus Pflanzen darauf steht.

        +1
      • Mal ehrlich, aber seit wann hört die Bundesregierung auf die Wissenschaft? 😀

        Immer diese bösen Wissenschaftlicher, Ökos und Co. Ich würde mir mehr Sorgen um die Lobbyisten und Konzerne dahinter machen, die das weiter so profitabler finden.

        Daß es nichts wird, liegt daran, daß man einerseits zwar irgendwie weiß, daß man was umstellen muß, andererseits aber immer das Veraltete weiterhin durchfinanziert und pusht, die armen Konzerne halt.

        Es gibt keinen Mittelweg, man kann nicht alles so weitermachen und hoffen, es wird irgendwie nachhaltiger.

        Politiker haben doch meist keine Ahnung von Wissenschaft. Frau Merkel wäre da sogar noch ein Lichtblick, aber auch sie hat nur Fachwissen in einem Bereich, den sie selbst studiert hat.

        Und dann kommt von Rechts und Konzernen noch Fake-Science hinzu, tolle Wurst. Traue keiner Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast. Frauen wir uns darauf, wie gut Contergan und Asbest wirken, VW hat bei Abgaswerten doch nicht geschummelt usw.

        0
        • Elisabeth Ertl sagt

          Kürzlich rief mich mein Bankberater an – ob ich nicht wissen möchte, wie ich mein Geld gewinnbringender anlegen kann. Nun, ich werden das Geld bald investieren, daher hat eine längere Bindung keinen Sinn. Und wenn ich es nicht bräuchte, würde ich mich an Crowd-Funding beteiligen, da wüsste ich schon einen Betrieb in der Nähe, der das verdienen würde. Aber IRGENDWELCHE Konzerne kriegen mein Geld nicht, auch nicht, wenn sie noch so öko daherkommen. Denn genau hier fängt das Problem mit den Konzernen nämlich an. Dass AUCH Hinz und Kunz, die ein bissl was auf der Seite haben, gerne mehr hätten, ohne zu arbeiten. Es passiert schnell, dass man die Physik mit der Gewinnsucht verwechselt.

          +1
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Meine PV Anlagen bringen über 30.000 KW Strom, also über 24.000 KW mehr als ich selbst brauche. Das Dumme daran ist, nachts bringen die nichts und der Schnee verhinderte eine Selbstversorgung.
      Da die eine Anlage in 2 Jahren aus der Förderung geht, werde ich mir einen Speicher zulegen, der mich immer noch nicht zu 100% versorgen kann. Deshalb werde ich bei meiner Heizung – die ich dieses Jahr neu installiere werde – die Möglichkeit schaffen, dass ich Notstrom einspeisen kann. Werde mir wahrscheinlich einen Zapfwellengenerator anschaffen, ein Traktor läuft immer.

      +1
  16. oberländer sagt

    Vielleicht sollten wir es mit halluzinogenen Pilzen
    versuchen , dann könnten wir das vielleicht auch so
    sehen wie die Dame in Berlin .
    Und denkt dran auch das Heizen mit Holz soll wohl
    auch nicht mehr ganz gutmenschisch sein.

    Einen schönen Sonntag vergesst die Blumen und
    Pralinen nicht .

    +1
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Diese Woche gelesen,
      500 Wissenschaftler verurteilen Holz zu verheizen, man solle die Bäume alle stehen lassen. Dass Bäume auch verrotten und ihr gespeichertes CO2 wieder abgeben, hat man in der UNI offensichtlich nicht gelernt.

      +4
      • Ja, Holz, das verrottet oder verbrannt wird, setzt alles darin gespeicherte CO2 auch wieder frei (das, was verrottet, wird auch ein bißchen zum Humus beitragen).

        Aber Sie vergessen noch was anderes:
        Holz, das im privaten Kamin, Osterfeuer oder ähnliches verbrannt wird, erzeugt massive Mengen Feinstaub, kennen Sie vielleicht wenn Sie in der kalten Jahreszeit rausgehen und es überall verräuchert riecht. Gesund ist das nicht! Und beim Verrotten wird das auch nicht freigesetzt.

        Gehen Sie kritisch ran:
        Holzverheizen bei Agroforstbetrieben usw., möglichst in geschlossenen Systemen mit Filtern ist durchaus gut. Holzasche trägt ideal was zur Humusbildung bei, wenn man es geschickt macht. So könnte man ganz anders argumentieren als nur aus der egoitischen Perspektive, daß einem die Mitmenschen egal wären, wenn man sie mit Feinstaub zuballert, weil man selbst auf den Kamin nicht verzichten kann … ist ja so eine „gesunde“ Wärme, wie es gern mal heißt (ob die Infrarotstrahltung das auch weiß?).

        Zitat:
        Die Pflanzenkohle als Reststoff düngt er zusammen mit Mistkompost. Die Besatzdichte mit Regenwürmern und der Humuszugewinn sind enorm: 40 bis 80 t/ha im Jahr fruchtbaren Boden bringt die Lebendverbauung. Das entspricht 1 bis 5 mm Bodenauftrag. So steigt die Wasseraufnahmekapazität und die Widerstandsfähigkeit gegen Klimaschwankungen.

        https://www.agrarheute.com/pflanze/getreide/gehoelze-acker-agroforsten-schlagen-klimawandel-schnippchen-561758

        0
        • oberländer sagt

          Ach Christian,
          wenn dir und den deinen der arsch einfriert
          ist es auch dir egal ob das Feuer das dich wärmt
          aus sauberem Alkohol oder alten Autoreifen ist.

          +2
        • Thomas Apfel sagt

          Jupp, Herr Suhr: einfach mal mitrechnen: Eine Tonne Pflanzenkohle braucht rund 4 to pflanzliche Frischmasse. Oberhalb von 30 to je ha und Jahr gibt es überhaupt nenenswerte Effekte auf das Pflanzenwachstum. Sie bräuchten also jährlich 120 to Pflanzenfrischmasse für die Kohle pro ha. Wo genau soll die erzeugt werden, zumal nach Ihrer Rechnung ja noch 30 – 50 t Mist/Jahr und ha dazu müssten, da müsste der Viehbestand vervierfacht werden. 30 t Mist sind durchscnittlich 150 kg N/ha, bei 50 to sind Sie schon bei 260 – 300 kg/ha.
          Rechnen Sie erst, eh sie solche Zahlen auf das Volk loslassen !!

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          • Stadtmensch sagt

            „Oberhalb von 30 to je ha und Jahr“

            Man muss die Pflanzenkohle ja nicht unbedingt in dieser Menge jedes Jahr einbringen. Wenn man das über die Jahre bis max. 10% je nach Boden anreichern kann, sind positive Effekte nachgewiesen. Kommt natürlich immer auf den Boden an.
            Wenn also jemand regelmäßig anfallend Biomasse in Form von abgeschnittenen Ästen o.ö., verkohlt, das dabei entstehende Holzgas nutzt und z.B. Tiefstreu mit dieser Pflanzenkohle versetzt, verringert sich die Ammoniakemission und es entsteht ein sich langsamer verflüchtigender Dünger, der sich zudem vorteilhaft aufs Bodengefüge und den Wasserhaushalt auswirkt.

            0
            • Thomas Apfel sagt

              Das Problem ist, dass bei der Pflanzenkohle das Lignin weg ist. So gesehen ist die häufigste Braunkohlenform Lignit besser geeignet dauerhafte Effekte zu erzielen. Zehn Masseprozent Pflanzenkohle an der Ackerkrume sind 360 t/ha. Da sind mit Biogas-Gärresten und deren nachträglicher Kompostierung mit Lignin-haltigem Material sehr viel bessere Effekte und Ausbeuten zu erzielen. Das bezieht sich sowohl auf den Nährstoffkreislauf, als auch auf die energetische Ausbeute und den Humusaufbau.
              Ich persönlich halte Pflanzenkohle für einen Irrweg. Aber auch damit ist es halt so: „Der Eine sagt so, der Andere sagt so !“

              +1
          • firedragon sagt

            Herr Apfel, Herr Suhr hat aus einem Artikel zitiert.
            Des Weiteren, halte ich in unseren Breitengraden nicht so viel von Agroforst und dem Versuch, hier das System Humusaufbau durch Pflanzenkohle, in Anlehnung an die Urvölker im Regenwaldgebiet, zu forcieren. Was dort unter deren klimatischen Bedingungen funktioniert, kann mit unserem Klima wahrscheinlich nicht 1:1 funktionieren.

            0
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          „Holz, das im privaten Kamin, Osterfeuer oder ähnliches verbrannt wird, erzeugt massive Mengen Feinstaub, kennen Sie vielleicht wenn Sie in der kalten Jahreszeit rausgehen und es überall verräuchert riecht. Gesund ist das nicht! “

          Herr Suhr,
          bei den Kanonen Öfen und bei den geliebten Feuerschalen haben sie Recht.

          Ich gehe von hochmodernen Pellets und Stückholzkessel (Holzvergaser) oder Hackschnitzelheizungen aus.

          +1
        • Die Schornsteinfeger werden doch Lösungen und Auflagen gegen den Feinstaub aus den gemütlichen Kaminen haben, oder?

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Kaminöfen werden nicht gemessen, haben jedoch ein Enddatum.
            Das Problem ist meistens, dass das Holz nicht trocken genug ist.

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  17. Ferkelhebamme sagt

    Das gleiche Schaudern hatte ich am Montag bei einem Rundblick: die PV-Module zugeschneit, die Windräder standen still, die Kuppeln der Biogasanlagen drohten einzustürzen, außerdem fahren viele BGAs schon auf Halblast, weil die Güllelager voll sind. Der Klimawandel wird’s schon richten, gibt ja bald keine Winter mehr?
    Schweden gilt auch in der Schweinehaltung als großes Vorbild und wird ständig als gutes Beispiel angeführt. Dabei können sie sich auch hier nicht mehr selbst versorgen und kaufen im Ausland ein.
    Das kann doch nicht das Ziel sein?!

    +10

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