Bauer Willi
Kommentare 82

Positive Presseschau

Soll mal einer sagen, die Medien könnten nicht fair berichten. Hier eine Zusammenstellung des Deutschlandfunk mit verschiedenen Pressestimmen zum Insektenschutzgesetz.

https://www.deutschlandfunk.de/wirtschafts-presseschau.2863.de.html?drn:date=2021-02-11

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82 Kommentare

  1. Ludwig sagt

    Die Medien machen das , was die Politik ihnen sagt. Endsprechend ändert sich etwas. Unsere Regierenden merken langsam , daß ihnen das Land mit der Landbevölkerung verloren geht .
    Der Druck kommt von den Abgeordneten , die ja wieder gewählt werden wollen und alles mit abgestimmt haben was ihnen vorgesetzt wurde. Schön war es , vier Jahre bei bestem Gehalt nichts machen zu müßen , als immer nur zustimmen was da vorgegeben wurde. Jetzt steigt der Abgeordnetenblutdruck und die Erkenntnis , daß mit der Coronaangstmache man die nächste Wahl nicht mehr bestehen kann. Um widergewählt zu werden muß man sich den Wählern stellen und die Bauern , LSV, wollen sich vor den Kreisparteistellen mit Plakaten vor der Tür plazieren , daß man die Bauernvernichter nicht wählen soll. Das wird also ein harter Ritt und manchen Bundestagssitz kosten. Eine Chance hätten die noch und nur die . Nämlich den Rücktritt der Regierung sofort erzwingen und so das Ruder rumzureißen. Aber das ist wohl nur ein Traum. Dazu haben diese Leute keinen Mut.

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  2. firedragon sagt

    Amüsant, der LW auf der roten Liste. So sehr auf der roten Liste, dass nicht nennenswerte Tierhaltung im Dorf! gerichtlich als Novum behandelt wird … ach was eine schöne bekloppte Welt …

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    • Paulus sagt

      Firedragon, es gibt landwirtschaftliche Tierhaltung zwecks Ernährung und Hobby- oder besser gesagt Tierhaltung zur persönlichen Erbauung. An einem Reitstall mitten im Ort nimmt niemand Anstoß, während ein Kuhstall nahezu undenkbar ist. Ich kenne eine bevorzugte Wohngegend in Köln sehr gut, ist nix für arme Leute, dort stehen mittendrin locker 50 oder 60 Pferde, nicht nur in Boxen, nein bis vor kurzem auch noch in Ständern, zumindest was die Schulpferde betraf – ob du es glaubst oder nicht. Über die Anbindehaltung hat sich übrigens keiner großartig aufgeregt. Ich bin geneigt, ganz schnodderig zu sagen, uns geht die Peilung verloren.
      Hat jetzt aber nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun.

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      • firedragon sagt

        Paulus, die Peilung ist schon verdammt lange weg!
        Und es hat schon etwas mit dem Thema zu tun.
        Es ist ganz einfach so, das, was Politiker so verlauten lassen und die Medien schön aufbereiten und mal in diese oder jene Richtung kommentieren, prallt auf die Realität und lässt sich nicht vereinbaren.
        Angeblich will niemand irgendeine Art von „Massentierhaltung“, große Agrarflächen und „Monokulturen“ – angeblich !
        Gibt es NOCH Betriebe, die genau das Gegenteil bieten und im Dorf wirtschaften, also regional (regionaler geht’s schon nicht mehr), will niemand das in der Nachbarschaft und man trifft sich vor Gericht.
        Also, diese ganzen Artikel und Aussagen über LW, egal ob pro oder contra sind für mich sowas von belanglos geworden (entlockt mir oft nur noch ein müdes Lächeln, wenn überhaupt), weil das was dort geschrieben steht, entspricht nicht dem, was sich teilweise vor Ort abspielt. Und man steht da und fragt sich nur: was zum Henker wollt ihr eigentlich ??

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  3. Elisabeth Ertl sagt

    „Und vor allem, indem wir alle bereit sind, mehr Geld für unser Essen auszugeben“
    Bei uns wachsen gerade die Sozialmärkte wie Pilze aus dem Boden (Lebensmittel v. a. aus Überproduktion, kurz vor Ablaufdatum, mit Transportschäden etc.) Immer mehr Menschen bekommen dafür einen staatlichen Pass, weil sie sich den Supermarkt nicht mehr leisten können. Die Voraussetzung: weniger als 1.240 Euro Einkommen/Monat. Die Zahl dieser Personen hat sich innert eines Jahres verdoppelt und steigt weiter rasant.
    Die Supermärkte kriegen ja nicht nur Preisdruck von den Bauern, sondern viel stärker von der Arbeiterkammer, die wesentlich mehr Menschen vertritt und sich gegen eine Anhebung der Lebensmittelpreise heftig wehrt.
    Wenn jetzt nicht in der Krise das gesamte Wirtschafts- und Gesellschaftssystem umgestellt wird, dann gehen die Forderungen nach teureren Lebensmitteln zunehmend ins Leere. Die Sozialmärkte beweisen, dass es Überproduktion gibt, weil bislang viel im Müll gelandet ist, die Produktion daher sowieso gedrosselt werden muss. Dabei helfen – vorerst! – Pestizid- und Düngerreduktionen und Gewässerrandstreifen – so fachlich stümperhaft dieser Ansatz auch sein mag.
    Slavoj Zizek fordert einen „War Time Communism“ als Übergangslösung für eine neue Wirtschaft, weil ansonsten die Versorgung der Bevölkerung bald zusammenbrechen wird in dieser Krise, die so schnell nicht vorbei geht.
    Man muss das Thema auch einmal aus der Meta-Ebene betrachten, sonst kommt man nicht weiter.

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    • Brötchen sagt

      Heute früh wurde eine Inflationsrate von beginnend 1 % bis 3 % prognostiziert.

      Da werden sich einige noch wundern.

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      • Wer weiss, warum die Novemberhilfen an Unternehmen, besonders Kleinunternehmen noch nicht ausgezahlt wurden….

        Ist das das erste Wundern?

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        • Brötchen sagt

          Ach das ist bloss der Bürokratie geschuldet und den „ahnungslosen (bewusst?)“ Versprechungen mancher Politiker.

          Die Krankenkassenbeiträge werden schonmal steigen, das ist schon angesagt!
          Oder glaubt jemand einen 100 Euro Test gibt es geschenkt?

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    • Na, da sieht man mal wieder, dass der Bauer und der Verbraucher in einem Boot sitzen, sie lassen sich nicht vom LEH länger ausnutzen.
      Der Verbraucher nimmt Wegwerfware, die noch gut ist, das schädigt den bisherigen LEH, aber es schont unsere Ökologie und der Bauer verdient an staatlich subventionierten Blühstreifen mehr.

      Selbst das verarbeitende Gewerbe scheint dann darunter zu leiden.
      So ist es eben, wenn man seine Existenz auf zu arg verbilligte Rohstoffe aufbaut.
      Das ist irgendwie nicht gesund.

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      • Brötchen sagt

        Ach Inga

        Wir sitzen alle im gleichen Boot, weil wir eine arbeitsteilige Gesellschaft sind.
        Die Beziehungen wirtschaftlicher Art werden über Geld gesteuert (jede andere Steuerung ist bisher immer gescheitert und wird scheitern.

        Jeder produziert Ware, wenn sie nachgefragt wird und wenn zuviel davon da ist, muss man gucken, wie man das unter die Leute bringt.

        Wenn die Rohstoffe teurer werden, ändert sich auch nichts, das siehst Du an bio, Du setzt nur Geld um, die Marge bleibt die gleiche!

        Du hast nur das Potential!!!!! das Du mehr Marge machen kannst, wenn du an den Kosten drehst.
        Genau das gleiche Spiel, eben nur auf einem anderen Niveau.

        Denkst Du die ganzen Biozausel werden glücklicher, wenn die mit Geld zugepustet werden?

        Bloss gut, das jedes Ding seine Vor- und Nachteile hat.
        Selbst das Virus kann sein, das uns das in mancherlei Hinsicht, der da oben geschickt hat, um den Laden mal wieder aufzumischen…

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      • Es ist so und anders. Der eine Nettoladen stellt seine unverkäuflichen Blumen zum Mitnehmen hinaus für „Arme“ oder Sozialläden zum Mitnehmen, der andere steckt sie in die Mülltonne.
        An der Pflege von „Trittbrettern“ auf den Fildern verdient der Bauer etwas. Er macht es aber hauptsächlich darum selbst, damit nicht das Distelgewirr, Kultur Fenchel (blüht erst zweijährig), Unkraut, das mehr schadet als nützt, sich nicht auf seinem, unter Kultur genommenem Land, ausbreitet.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Es gibt sicher auch andere Konzepte als Kriegskommunismus. Aber dass man mit dem gegenwärtigen Konzept nicht mehr weiter kommt, wird doch immer offensichtlicher.

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  4. Thomas Apfel sagt

    Allen gemein ist aber der Wunsch nach „Agrarwende“ und „Mittelumschichtung“ in der GAP. Die Frage nach dem Sinn oder Unsinn vieler Forderungen ist für Die quasi schon beantwortet.
    Alle sind sich in jetzt weichgespülterer Form, einig, dass die Bauern zu wenig Umweltleistungen bringen und zuviel Schaden verursachen. Hier wird der gängigen NGO-Indoktrination in der Sache kritiklos gefolgt.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Auch wenn die Schäden übertrieben und Umweltleistungen geleugnet werden – man kann nicht sagen, die Landwirtschaft hätte mit Artensterben und Nitrat-Trinkwasser nichts zu tun. Da redet man sich doch auch etwas schön – aus verständlichen Gründen, weil das, was da gefordert wird, wirtschaftlich nicht geht. Aber man wird das Schönreden trotzdem aufgeben müssen, wenn man eine Brücke bauen will zur Bevölkerung. Mir gefällt, dass da unsere Landwirte jetzt ehrlicher geworden sind: Man gesteht in der Öffentlichkeit ein, dass das Höher – Schneller – Weiter ein Fehler war, der die Umwelt zerstört hat. Dann wird auch den Bauern wieder zugehört.

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      • Brötchen sagt

        „Dann wird auch den Bauern wieder zugehört.“

        Das glaube ich nicht!

        Wir haben schon seit über 30 Jahren Diskussionen bezogen auf den Antibiotikaeinsatz.
        Wenn ein Abgleich als Verhältnis, was habe ich an Nutzen und was passiert an „Schäden“ nicht, über ein Wahrnehmen vor Ort stattfindet, wird das immer ein WünschDirWasMärchenwald blieben!
        Und das ist illusorisch.

        Ich könnte mir nur vorstellen, das man Alternative zur Abstimmung stellt und Pro und Kontra deutlich benennt und jeweils deutliche Maßnahmen die je nach Wahl jeden treffen.

        Auch sehr schwer umzusetzen.

        “ Man gesteht in der Öffentlichkeit ein, dass das Höher – Schneller – Weiter ein Fehler war, der die Umwelt zerstört hat.“

        Was sollen denn sonst die Triebkräfte der Gesellschaft sein?

        langsamer und eingraben?

        Der Mensch ist von seiner Grundmotivation, Dick, Dumm und Gefrässig.

        Der motiviert sich nur, wenn es was zu gewinnen gibt.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          „Der Mensch ist von seiner Grundmotivation, Dick, Dumm und Gefrässig.“ Von wem genau sprechen Sie da?

          „6500 Liter Milch pro Kuh sind mehr als genug. Der Acker soll verlässlich fruchtbar bleiben und verlässlich stabil über lange Jahre liefern, auch in der konventionellen Landwirtschaft. Bäuerliche Betriebe, die da einsteigen wollen, sollen zurück gehen zur eher traditionellen Landwirtschaft. Das heißt schon, dass er einen Handelsdünger verwenden kann oder ein Pflanzenschutzmittel, aber nur, wenn es dringend notwendig ist, und mit höchstem Verantwortungsbewusstsein. Viele Betriebe in Österreich machen das schon, aber sie zeigen es noch zu wenig. Die „standortgerechte Landwirtschaft“ der Zukunft nimmt sich in ihrer Intensität zurück, geht viel stärker auf den Konsumenten ein dort, wo er seine Schwerpunkte setzt, das ist jetzt einmal ganz klar Tierwohl und Biodiversität, und sichert auf diese Art und Weise ein gutes Produktionsniveau, ohne dass sich die Bauern gegenseitig aus dem Markt hinaus produzieren. Und da müssen wir alle mithelfen … Wir dürfen nicht nach dem Maximum streben, sondern nach dem Optimum, dann haben wir alle mehr davon … Da muss jetzt endlich einmal ein Ruck durch die Landwirtschaft gehen … Meine Botschaft an die Konsumenten: Österreich ist das Gebiet, wo wir alles gemeinsam gestalten, wo wir vertrauen dürfen, dass es tolle Produkte gibt … Es ist gut, was es bei uns gibt, und das geht uns auch alle was an“, sagt Thomas Guggenberger, Nutztierforscher in Raumberg-Gumpenstein, der viel Networking mit anderen Wirtschaftsbranchen im Sinne der Bauern betreibt, vor allem auch mit dem Tourismus. Das ist sein Label, das Bio ablösen soll. Und Guggenbergers Botschaft beginnt schon zu wirken, Viele heimische Bioprodukte sind bei uns mittlerweile ausverkauft und die Bauernläden auch.
          Jetzt werden hier in diesem Forum wieder die meisten sagen: „Das geht nicht.“ Aber im Grund heißt das doch nur: „Ich will nicht.“
          Gut, dann geht es halt bei euch nicht, dann wollt ihr halt etwas anderes. Aber dann brauch ich hier auch nicht mehr mitdiskutieren.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Doch, du „darfst“ weiter mitdiskutieren😉 ….es gibt aber eben auch andere Länder und Sichtweisen, als die Österreichische. Neben der Biodiversität gibt es noch eine Meinungsdiversität, die sollte auch gelten, oder nicht? Eure Werbung ist ja schon auf dem besten Weg. Nur Österreichisches ist gut….alles andere wird gar nicht mehr beworben.
            Ich weiß nicht, ob das langfristig der Weg sein wird.

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          • brötchen sagt

            Frau Ertl!

            Sie diskutieren für mich Selbstverständlichkeiten!

            Das was Sie in voller Inbrunst als Neuigkeiten verkaufen, da sind wir auch schon Schritte weiter!

            Ich verfolge Selbstvermarktung/Direktvermarktung schon über 10 Jahre direkt.

            Wenn Ihr Spezi da in dem aktuellem Video sagt, wir haben jetzt zwei Milchkälber direkt vermarktet und mitbekommen, was da geht….

            da kann ich nur sagen…..guten Morgen, auch schon aufgewacht!

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Und worin besteht dann das Problem, über das hier ständig geklagt wird? Ich denke, dass die deutschen Konsumenten ziemlich ähnlich ticken wie die österreichischen, aber in höherem Maß eine Landwirtschaft vorgesetzt bekommen, die sie nicht haben wollen.
              Ich bin ja so konservativ und teile Tiere und Pflanzen in nützlich und schädlich ein. Ich halte den Wolf für schädlich, letztendlich auch für die Biodiversität. Das ändert aber nichts daran, dass die Intensivlandwirtschaft (egal in welchem Land) auch Nützlinge in erschreckendem Maß zum Verschwinden bringt. Und wenn die Gesellschaft das beklagt (wiederum egal, ob in Ö. oder in D.), dann hat sie auch dann recht, wenn sie selber mit ihrem Kaufverhalten dazu beiträgt. Dann bringt es eben nichts, mit so einer arroganten Attitüde zu sagen: Wir machen alles, wenn ihr uns dafür bezahlt – so als seien diese Forderungen nur ein unbedeutender Spleen der Gegenseite. Natürlich gibt es bei uns auch Bauern, die so reagieren. Da wird eben der entscheidende Punkt übersprungen, der Punkt, wo es weh tut, weil die Wahrheit so ungerecht ist. Natürlich kann man jetzt so lange warten, bis die Gegenseite sich an den Punkt wagt, wo es wehtut. Dann steht halt die Mühle – so lange, bis eben eine Frau Schulze kommt. Dass es leider nicht gerade die Kompetenteste ist, die da jetzt den Schritt setzt und den gordischen Knoten durchschlägt, ist natürlich tragisch für die Bauern. Aber der Grant der Frau Klöckner ist halt auch nicht mehr zu übersehen, und der ist langsam auch verständlich.
              Und der Slogan, mit dem Christian Bachler die Leute auf seine Seite gebracht und schließlich unerwartet und so viel Geld eingeheimst hat, der lautet: „Mitdenken, auch wenn`s weh tut.“ Und da hat er eben bei sich selber angefangen.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Wikipedia:
                „Im Vergleich zu den meisten europäischen Ländern ist Österreich ökologisch gut ausgestattet, was auch Österreichs Stärke in Land- und Forstwirtschaft erklärt. Seine Biokapazität (oder sein biologisches Naturkapital) ist mehr als doppelt so hoch wie der Weltdurchschnitt. Im Jahr 2016 hatte Österreich 3,8 globale Hektar[107] Biokapazität pro Person innerhalb seiner Grenzen, verglichen mit dem Weltdurchschnitt von 1,6 globalen Hektar pro Person. Die Nutzung von Biokapazität hingegen, im selben Jahr, betrug 6,0 globale Hektar pro Kopf. Das ist Österreichs konsumbedingter ökologischer Fußabdruck. Damit beanspruchen Österreicher rund 60 Prozent mehr Biokapazität als das Land enthält. Infolgedessen weist Österreich ein Biokapazitätsdefizit auf.“

                Elisabeth, das Biozeitalter ist eine temporäre Epoche, die auf einem Teil der Bevölkerung basiert, der seine Handlung und Lebensweise über die Ernährungsform, zu kompensieren versucht. Damit wird aber, wie man oben sieht, sein ökologischer Fußabdruck nicht geringer, sondern er steigt sogar.
                1,3% ist der Anteil der Landwirtschaft am BIP, der Tourismus schafft das 4-fache. In Deutschland liegt das Verhältnis sogar bei 1:10. Bei einer Bevölkerungsdichte, die nur halb so hoch ist wie die unsere und insgesamt nur 10% der Einwohner hat, da gibt es eben andere Chancen für die wenigen verbleibenden Bauern…..es ist und bleibt aber kein Rezept für unsere Landwirtschaft. Und sie bricht in sich zusammen, sobald das Geld bei den Kunden fehlt.
                Das ist ja kein Makel, sondern lediglich eine regionale Besonderheit, die man eben auch nicht einfach übertragen kann,,,,regional eben!

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Dass wir unverdient die besseren Voraussetzungen haben für ökologischere Landwirtschaft, und dass es nicht daran liegt, dass wir bessere Menschen wären, ist unbestreitbar. Ein großes Problem, das gottlob immer mehr öffentlich diskutiert wird: die vielen Ungunstlagen lassen sich zwar besser ökologisch bewirtschaften, aber Geld verdienen kann man damit umso schlechter. Und deshalb ist Beton in erschreckend hohem Maß Element der Fruchtfolge geworden. Das hebt den Fußabdruck enorm. Aber wie sonst soll man davon wegkommen, als indem man die heimischen Konsumenten versucht mitzunehmen. Ich finde nicht, dass das etwas mit Nationalismus zu tun hat, weder in Österreich noch in Deutschland. Für mich hat es mit globaler Verantwortung zu tun, eine über Jahrhunderte kultivierte Landschaft der Landwirtschaft zu erhalten und etwas zu produzieren, anstatt Lebensmittel zu importieren in einer Welt, die bald nicht mehr weiß, wie sie die wachsende Bevölkerung ernähren soll. Und ökologischer ist es auch, als alles verwildern zu lassen. Und man versucht halt jetzt, die eigenen Leute in die Verantwortung hineinzunehmen. Das wünscht ihr euch doch in D. auch, oder nicht? Und ich finde halt, es hängt sehr viel davon ab, wie man miteinander kommuniziert. Und wenn ich sage, dass ich den Grant der Frau Klöckner immer besser verstehe, dann verteidige ich ja keine Österreicherin.

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              • firedragon sagt

                Frau Ertl, zu Ihrem ersten Absatz – lesen Sie kurz, was ich weiter oben geschrieben habe ….
                Vielleicht verstehen Sie mein Problem …

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                „Und worin besteht dann das Problem, über das hier ständig geklagt wird?“

                Das Problem ist einfach, das der Bürger eine andere Landwirtschaft will und die Mehrkosteten und damit der Minderertrag soll der Bauer tragen.
                Eben lief ZDF Zoom, da wurde deutlich gesagt, das der Verdienst zwischen 5 und 10 Euro je Mastschwein liegt.

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              • Christian Bachler setzt Yak ein auf dem höchstgelegenen Bauernhof der Steiermark, auf 1450 m über NN. unglaublich!
                Er schreibt. „Darum habe ich eine Yak-Herde auf der Alm, die fressen sich nämlich täglich durch die Kampfzone. Rinder fressen keine Heidelbeer- und Wachholderstauden, aber wenn diese Stauden nicht mehr gefressen werden, wächst kein Gras mehr, und die Alm ist verloren. Schafe und Ziegen sind unverkäuflich, mit den Fleischimporten aus Neuseeland kann kein heimischer Bauer mithalten. Aber wir brauchen die Schafe und Ziegen — sie pflegen die Alm. Aber die Hochalmen werden sich selbst überlassen oder an Gestopfte zur Eigenjagd verkauft. Die Alm rechnet sich nicht. Wenn ein Ochse nach drei Monaten von der Alm kommt, ist er fit wie ein Turnschuh, aber nicht gemästet. In unserem System zählt aber nur das Lebendgewicht zu einem bestimmten Lebenstag. Was der Ochse gefressen hat und ob er gesund ist, interessiert nicht“.

                Die Herausgeber der Encyclopaedia Britannica:

                Yak, (Bos grunniens), langhaarige, kurzbeinige oxartige Säugetiere, die wahrscheinlich in Tibet domestiziert wurden, aber überall dort eingeführt wurde, wo es Menschen in Höhen von 4.000–6.000 Metern gibt, hauptsächlich in China, aber auch in Zentralasien, der Mongolei und Nepal. …
                Es ist nicht mit Sicherheit bekannt, wann Yaks domestiziert wurden, obwohl es wahrscheinlich ist, dass sie zuerst als Lasttiere für die Karawanen der Himalaya-Handelsrouten gezüchtet wurden. Yaks Lungenkapazität ist etwa dreimal so hoch wie bei Rindern, und sie haben mehr und kleinere rote Blutkörperchen, was die Fähigkeit des Blutes, Sauerstoff zu transportieren, verbessert. Domestizierte Yaks zählten mindestens 12 Millionen und wurden für Duldsamkeit und hohe Milchproduktion gezüchtet. Yaks werden auch zum Pflügen und Dreschen sowie für Fleisch,Häute und Fell verwendet. Der getrocknete Mist des Yaks ist der einzige erhaltene Brennstoff auf dem baumlosen tibetischen Plateau.

                In Yomsom, am Eingang zum Anapurnamassiv bei 2760 m und Muktinat 3710 m sah ich das erste Mal solche.

                Was bedeutet diese „: „an Gestopfte für die Eigenjagd verkaufen“?
                heißen diese Wesen sonst Piefkes?
                Das Wort Piefke ist in Österreich und Südtirol eine umgangssprachlich verwendete, meist abwertend gemeinte Bezeichnung für Deutsche mit entsprechender Sprachfärbung.[1][2] In Deutschland ist es zumeist ein Synonym für einen Prahler oder einen Wichtigtuer, auch für Snob und „feiner Pinkel“. Piefig dagegen bedeutet kleinbürgerlich, spießig.
                Dann kauft ein reicher Deutscher die Gründe zur „Eigenjagd, und eine holländische Kette macht aus dem Hof ein Chalet-Dorf“.
                Die standortgerechte Landwirtschaft ist eine Forschungs Strategie nicht zuletzt zum Erwerb von finanziellen Beihilfen. Eine Ermessensfrage ist es zu bestimmen, welcher Standort für wieviele handelbare ertragreiche „commodities“ nämlich Rohstoffe, Konsumgüter und Lebensmittel geignet ist. Natürlich sind irgendwann mit der Höhe die Möglichkeiten für die Primärproduktion eingeschränkt. Auch im Tal kann z. B. nur ein Minimalertrag bei Anbau von Bäumen zum Aufsammeln von „Bucheckern“ erzielt werden.
                Es gab einmal ein Buch, keinen Bestseller, mit dem Titel : Die natürliche Ungunst der Tropen“. Es sollte die Benachteiligung des tropischen Standortes für die Ernährung der dort Lebenden belegen.
                Es bleibt nur Bitten, Betteln und Verfluchen, wie es Christian Bachler auch macht, außer dem Slogan „Mitdenken, wenn`s auch wehtut“.
                Wenn jemand so große Ansprüche hat, sollte er sie auf Dauer selbst befriedigen können.

                „es hängt sehr viel davon ab, wie man miteinander kommuniziert“.
                Bedeutet Grant grantig?
                Das Adjektiv „grantig“ für „schlecht gelaunt“ ist nach VWB österreichisches Standarddeutsch, nach Duden „österreichisch umgangssprachlich“.
                Diese Synonyme scheinen nach Duden alle gmd. zu sein:
                missgelaunt
                missmutig
                gereizt
                übellaunig
                verdrossen

                „Frauen machen immer Probleme“.
                Egal wo! Mögen sie nun Julia Glöckner oder Kaiserin Sissi heißen.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            „Das heißt schon, dass er einen Handelsdünger verwenden kann oder ein Pflanzenschutzmittel, aber nur, wenn es dringend notwendig ist, und mit höchstem Verantwortungsbewusstsein. Viele Betriebe in Österreich machen das schon, aber sie zeigen es noch zu wenig.“

            Kenne mich in Österreich nicht aus, als ich im Alter von 18 Jahren die Verantwortung im Bereich Düngung und Pflanzenschutz übernahm, war dies Standard. Nur, heutzutage meint ein Jeder, er muss mir sagen, dass ich 55 Jahre lang keine Ahnung hatte, von meinem Beruf.

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          • „Der Mensch ist seiner Grundmotivation nach, dick, dumm und gefräßig“.
            Nach den französischen Denkern, Mathematiker Blaise Pascale und auch Rene Descartes, die feststellten : Ich denke, also bin ich“, schraubt der Mensch sich im Allgemeinen, als Wesen zwischen Tier und Engel geschaffen, allmählich zu einer Kultur und Zivilisation hoch.
            „Die Decke der Zivilisation ist dünn“sagte ein anderer neuerer Denker.

            „Es gibt ja noch welche von denen, die verwechseln Naturgesetze mit Regeln von Hitler oder der kath. Kirche und haben sich deswegen von diesen abgewannt und suchen die Selbstverwirklichung und denken sie hätten Recht“….Weil nun die Bauern nach Regeln dieser Naturgesetze arbeiten müssen gelten sie als hinterdörflerisch.
            Ist das richtig?
            1.
            Gerhard Baumgartner, der neue Leiter des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands, im Interview.
            vom 06.05.2014, 18:00 Uhr | Update: 06.05.2014, 18:05 Uhr

            „Wiener Zeitung“: Am 8. Mai wird zum zweiten Mal ein „Fest der Freude“ statt des „Totengedenkens“ der Burschenschafter am Heldenplatz gefeiert. Was bedeutet dieser Schritt für die Erinnerungskultur in Österreich?

            Gerhard Baumgartner: Das ist Ausdruck eines geänderten Geschichtsbewusstseins. Ein Großteil der Bevölkerung hat die Kapitulation wahrscheinlich als Niederlage erlebt. Nicht, weil alle so begeisterte Nazis waren, aber weil die Involvierung in den Krieg mit irrsinnigen persönlichen Opfern verbunden war. Auch die ersten Tage der Besatzung waren nicht nur Tage des Jubels, da hat es Vergewaltigungen und Übergriffe gegeben. Wenn etwas mit so großen Opfern verbunden war wie dem Tod der Ehemänner und Söhne, fällt es schwer, sich einzugestehen, dass man einer verrückten Ideologie nachgelaufen ist. Jetzt ist die Kriegsgeneration großteils tot, und für die Nachkriegsgeneration hat der 8. Mai eine andere demokratiepolitische Bedeutung.
            2.
            In einer Studie für eine geplante Hitler-Biographie* legt der Autor

            * Copyright by Bechtle Verlag, München und Eßlingen.

            der aufschlußreichen Zeitgeschichtsbücher „Die Frühgeschichte der NSDAP“ und „Hitlers Mein Kampf“ anhand von Dokumenten, Zeugenaussagen und Indizien dar, daß der Vater von Hitlers Vater zugleich der Großvater von Hitlers Mutter gewesen sei. Hitlers Vater müßte mithin der Onkel von Hitlers Mutter, Hitler und seine Mutter Cousin und Cousine gewesen sein.

            Wohl fehlt ein wichtiges Glied in der Beweiskette — ein schriftlicher Beleg dafür, daß der Bauer Johann Nepomuk Hüttler (gestorben 1888) der Vater des Hitler-Vaters Alois Schicklgruber (gestorben 1903) gewesen ist. Gleichwohl ist Masers Version die bislang schlüssigste Untersuchung über die Hüttlers, Hiedlers und Hitlers, die — bei mehrfach wechselnder Schreibweise des Namens — im niederösterreichischen Waldviertel ansässig waren.

            Wie andere Hitler-Biographen sah Maser seine Recherchen durch den Umstand erschwert, daß die Spuren, die in Hitlers Vergangenheit führen, verwischt schienen. Das Waldviertel — von 1938 bis 1945 Großdeutschlands „Ahnengau“ — interessierte den Chef des Ahnenkults überhaupt nicht. Nur widerwillig ließ er sich 1938, als ihm Braunau nach dem Anschluß Österreichs zujubelte, an seinem Geburtshaus vorbeifahren. Einmalig und kurz war der Besuch des Friedhofs zu Leonding, wo seine Eltern begraben sind.

            Der Hitler-Biograph und frühere Priester Franz Jetzinger („Hitlers Jugend“) hält es sogar für möglich, daß Hitler eine ganze Gemeinde im Waldviertel habe niederwalzen lassen, um genealogische Markierungen auszulöschen. Die Tatsache, daß die Gemeinde Döllersheim und Umgebung, wo Hitlers Vater geboren und Hitlers Großmutter beerdigt worden ist, 1941 in einen großdeutschen Truppenübungsplatz verwandelt wurde, ließ ihn spekulieren: „Es hat ganz den Anschein, daß die Vernichtung Döllersheims direkt über Auftrag des Führers erfolgte — aus irrsinnigem Haß gegen seinen Vater, der vielleicht einen Juden zum Vater hatte.“

            Kirchenmatrikeln — Geburts-, Tauf- und Sterbebücher — sowie Gerichts- und andere Behördenakten, die authentisch über Hitlers Herkunft hätten Auskunft geben können, galten lange Zeit als unauffindbar. Während der NS-Zeit und erst recht nach 1945 kursierte das Gerücht, Hitler selber habe die Dokumente beiseite schaffen oder gar vernichten lassen.

            Auch Himmlers Kundschafter, die 1942 nach Braunau gereist waren, fanden die gesuchten Dossiers nicht. Sie konnten dort — wo Hitler 53 Jahre zuvor im „Gasthaus zum Pommer“ geboren worden war — nur das Taufbuch „Tomus XIX, 30. Juni 1881 bis 1891“ einsehen. Auf Seite 152 hieß es: „Adolf Hitler geb. am 20. 4. 1889 um 18.30, getauft am 22. 4. um 15.15 v. Ignaz Probst; wohn. in der Vorst. 219 (neu 19); ehel., kath. Vater: Alois Hitler, k.k. Zollamtsoffizial. Mutter: Clara, Tochter des Johann Pölzl, Bauers in Spital in Niederösterr. u. der Johanna, geb. Hitler, ehel. Tochter. Pathen: Johann u. Johanna Prinz … horum levavit: Johanna Pölzl, Schwester der Kindesmutter; Hebamme Franziska Pointecker.“

            Unter dem Aktenzeichen B/23/h22 teilten die Spuren-Sucher dem Reichsführer SS unter dem 14. Oktober 1942 weniger Verdächtiges denn Belangloses mit. Etwa: Adolf Hitlers Vater habe dreimal geheiratet und für die dritte Ehe — mit Adolf Hitlers Mutter — einen Ehedispens gebraucht, weil Hitler-Vater und Hitler-Mutter miteinander verwandt gewesen seien.

            Himmler hatte sich Alarmierenderes gewünscht. Er sann damals nach Möglichkeiten, sich von Hitler abzusetzen. um sich und seine SS bei unabwendbar scheinender Niederlage den Alliierten als deutsche Verhandlungspartner anzupreisen. Popularität bei den auf den Führer eingeschworenen Nazis erhoffte er sich für diesen Fall durch die Enthüllung des Hitlerschen Stammbaum-Makels.

            Denn als „Judenabkömmling“, wie es im NS-Jargon hieß, hätte Hitler nicht deutscher Staatsbürger sein (Punkt 4 des Parteiprogramms) und „nur als Gast in Deutschland“ unter Fremdengesetzgebung leben dürfen (Punkte 5 und 6); auch wäre er nicht berechtigt gewesen, ein öffentliches Amt zu bekleiden, „gleichgültig welcher Art, gleich ob im Reich, Land oder Gemeinde“ (Punkt 6) — ganz abgesehen von der Groteske, daß ein „Judenabkömmling“ einem nordischen Zuchtstaat vorgestanden hätte.

            Doch es gelang Himmler nicht, den Nachweis nichtarischer Abkunft zu führen. Das versuchte erst Hitlers einstiger Rechtsberater und späterer Generalgouverneur Hans Frank — nach dem Krieg in der Haftzelle zu Nürnberg.

            Dort brachte Frank zu Papier, was er 1930 — im Auftrag Hitlers, der sich von seinem Neffen Patrick erpreßt fühlte — recherchiert hatte. Vor der Hinrichtung durch die Alliierten übergab Frank das Manuskript dem amerikanischen Armeegeistlichen Sixtus O’Connor, der es einem Klosterarchiv zur Aufbewahrung anvertrauen sollte. Titel des Skripts: „Im Angesicht des Galgens“.

            Frank („Ich will auf der Welt keine versteckte Schuld unerledigt zurücklassen“) erläuterte, Hitlers Vater sei wahrscheinlich das uneheliche Kind einer in einem Grazer Haushalt angestellten Köchin namens Schicklgruber gewesen: „Aber das ganz über alle Maßen Merkwürdige an der Geschichte ist folgendes: diese Köchin … — Großmutter Adolf Hitlers — war in einem jüdischen Familienhaushalt mit Namen Frankenberger bedienstet, als sie ihr Kind gebar. Und dieser Frankenberger hat für seinen damals … etwa 19jährigen Sohn, mit der Geburt beginnend, bis in das 14. Lebensjahr dieses Kindes der Schicklgruber Alimente bezahlt.“ Das Kind war der spätere Vater Adolf Hitlers.

            Obgleich der jüdische Großvater von nun an selten uneingeschränkt als historisches Faktum gewertet wurde, beflügelte Franks Version doch zahlreiche Hitler-Biographen. „Seither“, schrieb beispielsweise Gisevius, „muß man sich wohl oder übel mit dem angeblichen Großvater Frankenberger beschäftigen: Wie plausibel klingt es doch, wenn dessen jugendlicher Hang zum Küchenpersonal posthum Weltgeschichte gemacht haben soll, weil ein übersensitiver empörter Enkel sich in antisemitische Gemütsaufwallungen hineinsteigerte.“

            „Welt“-Historiker Walter Görlitz formulierte: „Der Mensch, der … Millionen von Menschen dem Tod überantwortete, weil sie von „schlechtem Blute“ oder weil sie „sozial lebensunwert“ waren, war selbst von unklarer Abkunft.“

            Und Ex-Priester Jetzinger meinte: „Der Führer Hitler, der Zehntausende zur Erbringung des Ariernachweises zwang, hätte selber … diesen Nachweis nie erbringen können … Bei Nummer vier (des Ahnenpasses) — Großvater väterlicherseits — wäre, so wie bei jedem Unehelichen, ein dicker Strich gezogen worden zum Zeichen, daß dieser Großvater unbekannt ist, also möglicherweise auch ein Jude gewesen sein konnte.“

            Wo Jetzinger einen dicken Strich machte und andere Hitler-Biographen oder Genealogen den Namen des Wiener Finanzbarons Rothschild, des Grazer Juden Frankenberger, des Kleinbauern Trummelschlager oder des vagabundierenden Müllergesellen Johann Georg Hiedler eintrugen, notiert Maser jetzt den Namen: Johann Nepomuk Hüttler, Bauer aus Spital, um 15 Jahre jüngerer Bruder Hiedlers aus Strones.

            Denn Maser hatte viele der Kirchenmatrikeln und Gerichtsakten, die als verschollen galten, bei seiner Suche gefunden. Er durchforschte das in der Bundesrepublik verwahrte Hauptarchiv der NSDAP ebenso wie die Pfarreien Döllersheim, Leonding und Braunau sowie das Stift St. Pölten. Er entdeckte über hundert Jahre alte Urkunden — erhellend für Herkunft und Milieu der Hitler-Ahnen.

            Bei der Auswertung stieß Maser auf Ungereimtheiten, die bis dahin übersehen worden waren. So hatte Adolf Hitler selber — eine seiner raren Bemerkungen über die Familie — in „Mein Kampf“ erwähnt, sein Vater sei der „Sohn eines armen, kleinen Häuslers“ gewesen. Und Johann Nepomuk Hüttler war Häusler, wenn auch keineswegs arm.

            Als der 22jährige Nepomuk 1829 die 15 Jahre ältere Eva Maria Decker heiratete, war er bereits Besitzer eines ansehnlichen Anwesens in Spital. Der Hof hatte laut Eintragung im „Häuserkaufs-Protokoll zu Spital und Schwarzenbach 1796 bis 1845“ (A. G. Weitra, fol. 70), das Maser einsah, einen Wert von 1500 Gulden. Damals kostete eine Kuh etwa zehn Gulden, eine Zuchtsau vier, ein Bett mit Bettzeug zwei Gulden. Hüttler hatte den Hof auch nicht heruntergewirtschaftet: Er konnte sich schon mit 46 Jahren auf das Altenteil begeben und von seinem Vermögen leben.

            Als Ehemann Hüttler so Masers Version — 1836 der 41jährigen ledigen Kleinbauerntochter Maria Anna Schickigruber aus Strones begegnete und ein paar Wochen später Gewißheit hatte, daß sie ein Kind von ihm erwartete, sann er darauf, seine Frau und die Dörfler über die Vaterschaft zu täuschen. Er bedrängte seinen Bruder, den wandernden Müller Johann Georg Hiedler, nunmehr seßhaft zu werden und die Anna Schicklgruber — Hitlers Großmutter — zu ehelichen. Sechs Jahre später war Hochzeit. Nun nahm Hüttler den vorgeblichen Sohn seines Bruders — das war Alois, Hitlers Vater — an Sohnes Statt in sein Haus auf und ließ ihn beim Spitaler Schuhmachermeister Ledermüller ein Handwerk erlernen.

            Hüttler starb am 17. September 1888. In der Rubrik „Vermögen“ seines Nachlasses wurde vermerkt: „Nichts vorhanden“. Der gutsituierte Häusler hatte den größten Teil seines Barvermögens noch zu Lebzeiten dem Alois Schicklgruber zugesteckt. Jedenfalls kaufte sich Hitlers bis dahin mittelloser Vater, der damals einen bescheidenen Monatslohn bezog, im Todesjahr des Hüttler von dem Bauern Franz Weber im niederösterreichischen Wörnharts (Bezirk Gmünd) ein Haus mit einer Landwirtschaft, die seine bucklige Schwägerin Johanna Pölzl für ihn verwaltete.

            Hitlers offizieller Großvater Johann Georg Hiedler hingegen blieb zeitlebens ein — wie ihn die Dokumente nennen — „Inwohner“, der es zu keinerlei Besitztum brachte. Ein „Inwohner“ aber war arm und konnte kein „Häusler“ (Hausbesitzer) sein — wie Adolf Hitler in „Mein Kampf“ seinen Großvater später nannte.

            „Inwohner“ Hiedler und Ehefrau Maria Anna sollen, wie Biograph Jetzinger berichtete, „so arm gewesen sein, daß sie schließlich nicht einmal mehr eine Bettstelle hatten, sondern in einem Viehtrog schliefen“.

            Über Hitlers Großmutter ist authentisch nur bekannt, was in den Kirchenmatrikeln steht: Maria Anna Schicklgruber wurde 1795 in Strones geboren, brachte 1837 den Sohn Alois zur Welt, heiratete 1842 den Hiedler und starb 1847 — laut Eintragung in dem Döllersheimer „Stenb-Buch (Nummer sieben, fol. 74)“ — an „Auszehrung infolge einer Brustwassersucht“.

            Andere Hitler-Forscher konstatierten, daß Johann Georg Hiedler die Hitler-Großmutter Anna Schicklgruher am 10. Mai 1842 heiratete — was richtig ist -, und fügten hinzu, daß Hiedler den Hitler-Vater Alois legitimierte — was nicht den Tatsachen entspricht.

            In dem von Maser in dem 700-Seelen-Dorf Rastenfeld (Niederösterreich) aufgefundenen Taufbuch der einstigen Gemeinde Döllersheim heißt es zwar, daß „der als Vater eingetragene Georg Hiedler, welcher den gefertigten Zeugen wohl bekannt ist, sich als den von der Kindesmutter angegebenen Vater des Kindes Aloys bekannt und die Eintragung seines Namens in das hiesige Taufbuch nachgesucht habe“. Aber die Hitler-Biographen übersahen wichtige Details.

            So schrieb der Amerikaner William L. Shirer: „Wäre der 84jährige Müllergeselle nicht unerwartet wieder aufgetaucht, um seinen 39 Jahre alten Sohn fast 30 Jahre nach dem Tod der Mutter anzuerkennen, wäre Adolf Hitler als Adolf Schicklgruber zur Welt gekommen.“ Und: „Kann man sich etwa vorstellen, daß die fanatisierten deutschen Massen „Heil Schicklgruber“ geschrien hätten?“

            Indes — der Greis konnte gar nicht unerwartet wieder auftauchen: Als Alois Schicklgruber legitimiert wurde und den Namen Alois Hitler erhielt, war Hiedler bereits 19 Jahre tot.

            Tatsächlich beantragte denn auch nicht Hiedler, sondern Hüttler die Legitimierung, und mithin hätte Adolf Hitler durchaus als Adolf Schicklgruber in die Annalen der Geschichte eingehen müssen: Die Legitimierung war illegal.

            „Im Falle der Vater eines unehelichen Kindes“, so lauteten die einschlägigen österreichischen Gesetze, „sich als solcher erklärt und eingeschrieben seyn will, hat dieß persönlich und in Gegenwart zweyer Zeugen zu geschehen, die dieß, und daß er der nämliche sey, dessen Namen und Stand er angibt, zu bestätigen haben.“

            Hiedler erschien nicht, und die drei Zeugen, sämtlich Analphabeten, kannten den Hiedler nicht. Sie waren Bekannte des Hüttler, einer von ihnen war mit ihm verschwägert.

            Auch daraus folgert Maser: Nicht Johann Georg Hiedler, sondern Johann Nepomuk Hüttler sei der tatsächliche Vater des Alois Schicklgruber gewesen. Dafür spricht ebenfalls, daß Hiedler trotz seiner Ehe mit der Mutter des Alois Schicklgruber das Kind seiner Frau nicht als sein Kind anerkannt hatte; ebensowenig betrieb die Mutter die Legitimierung. Und: Hüttler wartete mit der — dann rechtsunwirksamen — Legitimierung Alois Schicklgrubers bis nach dem Tod des Ehepaares Hiedler und seiner eigenen Frau, die 1873 starb.

            Über seinen Großvater väterlicherseits hatte Hitler nur eine einzige Bemerkung verloren („armer, kleiner Häusler“). Seinen Vater beschrieb er karg als „pflichtgetreuen Staatsbeamten“, und seine Mutter sei, „im Haushalt aufgehend“, „vor allem uns Kindern in ewig gleicher liebevoller Sorge zugetan“ gewesen.

            Wenn Hitler wegen seines krankhaft gestörten Schlafrhythmus nächtelang in vertrauter Tischrunde monologisierte, sprach er zwar viel über die deutsche Familie, aber nicht über die eigene. Am konsequentesten kaschierte er, was die Inzucht in seiner Familie hätte enthüllen können. Er schwieg sich aus über die drei Ehen seines Vaters, über seine fünf Geschwister, zwei Halbgeschwister, seine Neffen und Nichten (siehe Kasten).

            Und er schwieg auch über die Affäre mit seiner um 18 Jahre jüngeren Nichte Angela („Geli“) Raubal — eine interfamiliäre Liaison, die, wie ihm bewußt sein mußte, die Inzucht der Hitler-Familie fortgesetzt hätte. Nach den Angaben des Hitler-Neffen Patrick erwartete Geli ein Kind, als sie sich 1931 das Leben nahm.

            Parteigenossen registrierten die Liebesbeziehung ihres bis dahin asketischen Führers überrascht und amüsiert zugleich. Doch niemand wagte je, ihn darauf anzusprechen. Und wenn Hitler sich mit Geli zeigte, stellte er linkisch und väterlich vor: „Meine Nichte, Fräulein Raubal.“

            1925 hatte der damals 36jährige Hitler seine Nichte von Wien nach München geholt und Gesangstunden nehmen lassen. Geli gab das gerade begonnene Medizinstudium auf, weil ihr bei der Anatomie regelmäßig schlecht wurde.

            Seitdem wachte Hitler eifersüchtig über sie. Über jede Stunde mußte sie ihm Rechenschaft ablegen. Er führte sie in die Oper oder ins Theater, fuhr sie in seinem Kompressor-Mercedes an den Chiemsee und ließ sie in den teuersten Modegeschäften einkaufen.

            Als Hitler 1929 am Münchner Prinzregentenplatz 16 eine Neunzimmerwohnung bezog, nahm er sie zu sich. Seinem Leibphotographen Heinrich Hoffmann gestand er, daß er Geli liebe, zur Heirat könne er sich jedoch nicht entschließen: Sein Volk verlange, daß er nur ihm gehöre.

            Angela („Geli“) Raubal erleichterte ihm diese Entscheidung: Am 18. September 1931 klagte sie Hitlers Haushälterin: „Wirklich, ich verstehe mich einfach nicht mehr mit Onkel Alf.“ Am Abend erschoß sie sich mit Hitlers Revolver.

            Ein einziges Mal nur — es war schon im Jahre 1919 — entschlüpfte Adolf Hitler eine Bemerkung, die erkennen läßt, daß er für wertvoll hielt, was die NS-Ideologie später als verwerflich deklarierte: Inzucht. Damals erläuterte er, wodurch „der Jude im allgemeinen seine Rasse und ihre Eigenart schärfer bewahrt, als zahlreiche der Völker, unter denen er lebt“ — „durch tausendjährige Inzucht, häufig vorgenommen im engsten Kreise“.

            DER SPIEGEL 31/1967

            Alle Rechte vorbehalten

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          • Keine Ergebnisse für Onlineveranstaltung :
            Rinder und Umwelt – verträgt sich das? (10.02.21, 19:30 Uhr) Dr. Thomas Guggenberger leitet in Raumberg Gumpenstein, Österreich, das Institut für Nutztierforschung. Eines seiner zentralenForschungsthemen ist die Ökoeffizienz. In einem Online-Seminar am 10. Februar nimmt er eine Grunddefinition der Umweltbeziehungen vor und präentiert ein Werkzeug zur Bewertung. Eine daraus resultierende, zukunftsfähige Form der Rinderwirtschaft soll vorgestellt werden. In Deutschland bietet das KTBL hierfür das „Kriteriensystem nachhaltige Landwirtschaft“ (KSNL) an. Es ermöglicht Landwirten, ihren Betrieb einer Nachhaltigkeitsanalyse zu unterziehen. Entwickelt wurde das Tool von Prof. Breitschuh, der immer noch Betriebe zertifiziert.
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            Jemanden, der so oft gewechselt hat zwischen Fachdsziplinen wird in Wissenschaftskreisen skeptisch angesehen. Auch von mir.
            Prof. Kunz: „Natur darf man eben nicht sich selbst überlassen!“

            „Deutschland wächst zu“, kritisiert der emeritierte Professor Werner Kunz. Er wirft Politik und Umweltverbänden vor, mit ihren Renaturierungsmaßnahmen das Verschwinden seltener Arten anzuheizen.
            Danach studierte er in Münster Biologie, Chemie und Physik und konzentrierte sich schwerpunktmäßig auf feldbiologische Arbeiten über das Vorkommen von Vögeln und Schmetterlingen. Mit seiner Promotion von 1963 bis 1966 änderte er sein Interessengebiet und arbeitete über Chromosomen bei Insekten. Nach einigen Jahren als Wissenschaftlicher Assistent in Münster war er in den Jahren 1970 und 1971 Gastwissenschaftler an der Yale-University in New Haven/USA. Dort änderte er erneut sein Arbeitsgebiet und wurde Molekularbiologe. Nach der Rückkehr nach Deutschland arbeitete er ab 1971 als wissenschaftlicher Assistent im Institut für Genetik an der Universität Düsseldorf, habilitierte sich für das Fach „Allgemeine Biologie“ im Jahre 1972 und wurde dort 1973 Professor für Genetik. Bis 1982 war sein Forschungsgebiet die ribosomale DNA bei Drosophila melanogaster und einigen anderen Insekten. Danach stellte er seine Arbeit an Drosophila ein und gründete eine Forschergruppe, die sich mit molekulargenetischer Methodik mit dem Parasiten der Gattung Schistosoma befasste, dem Erreger der Schistosomiasis, einer weit verbreiteten Tropenkrankheit.

            Seit 2004 kehrte Werner Kunz zu seinem ursprünglichen Ausbildungsschwerpunkt, der Zoologie, zurück und begann eine Kooperation mit Wissenschaftstheoretikern, mit denen er über die Prinzipien der Gruppierung der Organismen zu Arten arbeitete. Über die Ergebnisse dieser Forschungsarbeiten erschien im Jahre 2012 sein Buch „Do species exist? – Principles of taxonomic classification“, das den Versuch unternahm, die Erkenntnisse der Wissenschaftsphilosophen für Biologen verständlich zu machen. Nach diesem Buch erschien 2016 ein weiteres Buch: „Species Conservation in Managed Habitats – The Myth of a Pristine Nature“. Dieses Buch beinhaltet die theoretischen Grundlagen des Natur- und Artenschutzes.

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          • Der Mensch ist von seiner Grundmotivation, Dick, Dumm und Gefrässig.“
            Von wem genau sprechen Sie da?
            Die prominent besetzten „Nürnberger Gespräche“ wurden unter HermannGlasers Leitung zu bundesweit beachteten Diskussionsforen, die die politische Aufbruchstimmung der 68er Bewegung aufgriffen. Das SPD-Mitglied machte sich für das „Bürgerrecht Kultur“ stark, zusammen mit seinem Frankfurter Kollegen Hilmar Hoffmann, der ebenfalls vor kurzem verstorben ist, war er einer der wichtigsten Vordenker einer „Kultur für alle“. Ein Begriff, der damals stark umstritten war. Heute ist die Soziokultur – quer durch alle Parteien – längst ein selbstverständlicher Teil der städtischen Kulturlandschaft und kein Feindbild mehr.

            „Spießbürger,
            für Friedrich Nietzsche, zu dessen Paradoxie es gehörte, das gefördert zu haben, was er ablehnte, hieß „gut deutsch sein“ „sich entdeutschen“. „Der also, welcher den Deutschen wohl will, mag für seinen Teil zusehen, wie er immer mehr aus dem, was deutsch ist, hinauswachse. Die Wendung zum Undeutschen ist deshalb immer das Kennzeichen der Tüchtigen unseres Volkes gewesen.“[18] „Deutsch“ war ein Schlüsselwort der pathetisch aufgeladenen leeren Rede, damit auch charakteristisch für Hitlers Demagogie“.

            Schluss

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      • Reinhard Seevers sagt

        „Man gesteht in der Öffentlichkeit ein, dass das Höher – Schneller – Weiter ein Fehler war, der die Umwelt zerstört hat.“

        Schön, dass es die Bauern sind, die das erkannt haben, die Mehrheit der Gesellschaft tut dies aber nicht….und fährt weiter Ski auf Kunstschnee, fliegt weiter in Urlaub (nach der Pandemie) oder kauft weiter Konsumgüter….Bauern sind und bleiben der Ablasshandel der Gesellschaft, da beißt die Maus keinen Faden ab. Selbstkasteiung ist fehl am Platze. Erst wenn man Geld essen kann, ist die Sache rund.

        +5
        • Brötchen sagt

          Ist so Reinhard, wir sind nur die doofen Deppen der Nation, auf den man rumprügeln und für alles verantwortlich machen kann.

          Eigentlich müßte man sich verweigern und deutlich kommunizieren “ ihr könnt uns mal…..aber sowas von“

          Schlagt eure Viecher selber tod und sichelt euch euer Müsli von selber von Acker, wenn ihr es denn bis dahin schafft und nicht vorher zusammengebrochen seid.

          +6
          • Smarti sagt

            Brötchen, „Eigentlich müsste man sich verweigern und deutlich kommunizieren, ihr könnt uns mal.. aber sowas von“
            das dies nicht viel mehr Landwirte schon längst tun wundert mich sehr. Die Suche nach weiteren Betriebszweigen ist sicher ein Anzeichen, dass „man“ sich schonmal umsieht. Jetzt natürlich die Umstellung auf Bio. Ein Leckerchen, eine kleine Finanzspritze als Schmerzensgeld um noch ein paar Jährchen weiterzumachen. Aber der Weg ist vorgezeichnet. Vielleicht hätte das ohne Corona und deren Folgen sogar noch für viele Betriebe ein Weilchen funktioniert, aber jetzt fehlt das Geld und das werden alle merken. Viel schneller als uns lieb ist.
            Wenn Du als „Eltern“ das Beste für deine Kinder willst, dann raus aus der Mühle.
            Mit einem Stundenlohn unter aller Sau, (zwar hohe Umsätze, aber nützt nichts ) kannst du leben, wenn du deine Arbeit liebst. Das gehörte schon immer dazu ( zocken halt ) und in welcher Freizeit willst du auch Geld ausgeben ?
            Mit dämlichen Angriffen von allen Seiten normalerweise auch. Polizisten oder Lehrern gehts ja auch nicht besser.
            Das dumpfe Gefühl, dass sich noch einige an „Dir“ bereichern ist auch nicht gerade prickelnd. Wem kann man noch glauben, dass er dich unterstützen will und wer ist einfach nur gut in „Kommunikation“ – heutige Artikel -?
            Aber egal wie sehr du dich als Landwirt einsetzt, wie viel Wissen und Erfahrung du hast – es hört dir niemand zu`! Viele sehr laute Leute hören ein paar Reizworte und schreien los, wollen alles verbieten und gleichzeitig vieles fordern – und kommen damit durch !
            Mit alledem könnte man sich irgendwie arrangieren – aber jetzt werden von uns Landwirten immer schneller immer mehr Dinge gefordert, die überhaupt nichts mehr mit gesundem Menschenverstand zu tun haben. Es geht nur noch darum, den Bauern zu zeigen, wer hier das Sagen hat – dass man sie nicht mehr will und sie eigentlich nur noch lästig sind.
            Die schaffen es noch, alle Landwirte zu verbieten und selber genau gleich weiterzuleben wie bisher auch schon. Und das ist echt krass`!
            Warum brauchts noch Kühe – Pferdefleisch ist sehr gesund. Und aus diesem Grund ist eine Reithalle hoch landwirtschaftlich :).

            +8
            • Brötchen sagt

              Smarti gute Zustandsbeschreibung!

              Natürlich ist es keine gute Kommunikationsstrategie seine Kunden zu beschimpfen….

              wer f…..will muss freundlich sein……sagt meine Oma…

              puh….

              ich würde mich umgucken und möglichst neutral meine (Betrieb) Stärken und Schwächen analysieren, wichten und eine langfristige Strategie zurecht legen, mit mehren Varianten.

              Es ist ja jetzt so, es werden in Größenordnungen Jobs krachen gehen….wer weiß was da alles so übrig bleibt und wie die Karten neu gemischt werden.

              Jetzt heißt es Nerven behalten und Geld + Vermögen zusammenhalten……:)

              +2
              • Brötchen sagt

                Achso ich habe so Einblick, was bei manchen so an Vermögen dahinter steht, die so Pferdchen haben……da wird es wohl auch so manche platzenden Träume geben….

                +1
              • Smarti sagt

                Brötchen, ha, ha Deine Oma hat ja sooo recht :).
                Oder hat sie fressen gemeint 🙂 – dann könnte ich ja weiter motzen.

                Ja, deine Antworten kann ich voll unterschreiben. Sicherlich die beste Strategie zur Zeit.

                +1
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Aber Smarti,
              ein Deutscher ist doch kein Pferdefleisch, genau so wenig wie Hund, oder Dachhase.

              +1
            • Paulus sagt

              @Smarti, „Und aus diesem Grund ist eine Reithalle hoch landwirtschaftlich :).“
              Ok, ich gebe mich geschlagen und leiste Abbitte. Die feinen Damen, die dank des Einkommens ihrer Ehegatten mit einem Range Rover vorfahren und sich krampfhaft bemühen eine bescheidene L-Dressur hinzulegen darf ich dann als was bitte bezeichnen?
              Ich könnte das jetzt noch ausdehnen, auf den FC Bayern oder so. Für das Geläuf der Balltreter ist selbstverständlich ein Zweig der LW erforderlich.
              Ist ahnte schon immer, dass die Jungs vom FC Bayern nichts anderes als Bauern sind.

              +1
        • Es gibt ja noch welche von denen, die verwechseln Naturgesetze mit Regeln von Hitler oder der kath. Kirche und haben sich deswegen von diesen abgewannt und suchen die Selbstverwirklichung und denken sie hätten Recht.
          Dazu gehört auch das Fliegen, wie es war.
          Weil nun die Bauern nach Regeln dieser Naturgesetze arbeiten müssen gelten sie als hinterdörflerisch.
          Ist das richtig?

          +1
          • Brötchen sagt

            Ach jeder kann ja denken was er will.

            Meines Erachtens hilft nur,

            eine gute „unangreifbare“ Kommunikationsstrategie, Konzentration auf das wesentliche bezogen auf das Produkt und kein Wasser ranlassen.

            ( sollen sie doch alle nach Polen fahren, viel Spaß,

            letztens hatte ich schon Käse, da stand hinten ne poln. Adresse)

            +1
        • Elisabeth Ertl sagt

          Ich würde das Umdenken in der Gesellschaft auch nicht unterschätzen. Das Schifahren verlagert sich derzeit von den Pisten in die „Wildnis“, man steigt zu Fuß auf, was allerdings auch umweltschädlich ist, aber da wurde halt auch noch zu wenig aufgeklärt. Der Absatz heimischer Lebensmittel ist stark gestiegen, ausländische bleiben liegen. Der Bioanteil ist im letzten Jahr auf über 10% gestiegen und auch die Direktvermarkter legen stark zu. Diese Spendenaktion für Christian Bachler ist zwar nicht wiederholbar, aber ein Signal, dass man bereit ist, Geld dort zu lassen, wo man Vertrauen hat.
          Auch wenn es Viele hier wieder nerven wird:
          Auf die Feststellung von Hannes Royer „Die Gesellschaft will billige Lebensmittel“ antwortet Christian provokant, aber mit voller Überzeugung „Na geh! Na! Na!“ Unglaublich erfrischend! Hannes Royer mit seinem üblichen Supermarkt-Lamento sieht plötzlich alt aus daneben. Tatsache ist natürlich, dass die Mehrheit in allen Umfragen beteuert, für umweltgerechte tierfreundliche Produkte mehr zahlen zu wollen, im Supermarkt aber wieder zum Billigsten greift. Christian schaut bewusst nur auf die Absicht und ignoriert das tatsächliche Verhalten. Besser kann man keine Brücke bauen zwischen Bauern und KonsumentInnen. Genial!
          Wir Bauern sollten uns ganz unvoreingenommen dafür interessieren, warum Absicht und Handeln beim Konsumenten nicht zusammen passen. Dafür sehe ich 4 Gründe:
          1) Es gibt eine wachsende Zahl von Menschen, die sich tatsächlich nur noch den Discounter leisten kann.
          2) Die Preisbildung in den Supermärkten ist so intransparent, dass der Einzelne nie sicher sein kann, dass von seinem Geld wirklich die Richtigen profitieren. Dieser Aspekt fällt bei Direktvermarktung weg.
          3) 10% aller Menschen sind unverbesserliche Egoisten, die wird man nie erreichen.
          4) Sowohl Bauern als auch KonsumentInnen sind seit 30 Jahren gehirngewaschen. Den Bauern hat man gesagt, dass Wachsen und Weichen für die Hebung des allgemeinen Wohlstands unabdingbar ist, Moral hin oder her. Den KonsumentInnen hat man gesagt, dass Geiz geil ist. Das ist in Wahrheit eine lasterhafte Haltung. Und Hannes Royer schafft es meisterhaft, da eine Brücke zum Konsumenten zu bauen, indem er immer wieder entsprechende Selbstkritik der Bauern einfließen lässt und positive Leitbilder zeichnet. Ich finde das vorbildlich und unglaublich Hoffnung erweckend!

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          • Reinhard Seevers sagt

            Elisabeth, dein Optimismus in Ehren, aber am Ende zählt für alle ausschließlich das Geld. Nur so lange es in ausreichender Menge zur Verfügung steht, ist der Einzelne bereit Kompromisse hinsichtlich seines Altruismus oder seiner Gewissensberuhigung auf sich zu nehmen…..Das ist meine feste Überzeugung.
            Übrigens, im Moment WACHSEN die BIObetriebe. Nur mal so, weil du ja das Wachsen als beendet erklärt hast.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Demeter Kunde erweitert im ersten Schrittt 2017 von 3000 Legehennen auf 6000 und nun auf 12000.
                Das ist für mich ein Wachstum.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Nach dem Terroranschlag am 11. September 2001 auf das World Trade Center waren bei uns die Kirchen überfüllt, genau so schnell waren sie wieder leer.

            So wird es auch mit dem derzeitigen Run auf die Hofläden.
            Mein Tipp: Wenn die Pandemie vorbei ist, werden höchsten 10 % der zusätzlichen Kunden dem Hofladen treu bleiben

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            • Paulus sagt

              Ehemaliger, ich bin seit langen Jahren ein treuer Kunde verschiedener Hofläden. Was mir auffällt ist das Alter der Kundschaft, überwiegend so ca. ab 60, in Belgien ist es übrigens auch nicht anders. Junge Leute trifft man dort relativ selten. Weiß der Henker woran das liegt.
              Die Produktauswahl ist zwar begrenzt aber für den Normalverbraucher völlig ausreichend, schließlich tauschen die sich ja auch untereinander aus. Von den Spezialisten mit Milch, Käse oder Wurstwaren mal abgesehen.
              Ich kaufe allerdings nicht bei Biobetrieben, da mag es durchaus anders sein.

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            • Die Moslem Mitschüler im Deutschsprachunterricht wollten dem Aufruf der Schulleitung in die CoKathedrale, neben der Schule in Stuttgart Bad -Cannstadt zu gehen, boykottieren.
              Wenn so viele Kirchen da sind, nämlich auch daneben am Upkirchhof Friedhof, die älteste in Stuttgart, gehen auch mehr Menschen dahin, wenn es der Anstand und die soziale Kontrolle verlangt.

              Auf meine Frau hörten die Iraner und Iraker, als ihnen nahelegte, um der Pietät und dem guten Eindruck bei den Lehrern Willen sei es angeraten mitzugehen.
              Was und wann nach der Pandemie eine andere auftritt und welche, wissen wir jetzt noch gar nicht um zu tippen oder zu wetten.
              Ich kaufte letztes Frühjahr in einer der drei Metzgereien vor ort ein und werde es weiter tun, wenn es nicht von den Grünen verboten wird.
              MP Kretschmann empfahl 2006 den teuren Wochenmarkt mit einem Biogemüsestand. Sein und der an Brustkrebs operierten Ehefrau Lieblingsessen sei Kesselfleisch, Kleine Leutessen, wie der Saumagen vom ehemaligen BK Kohl.
              Immer noch großkopfig vor der dritten Wahl?

              +1
              • nach dem Anschlag mit Flugzeugen auf das World Trade Center am 11.9.2001.
                Der Demeter Bauer, wie er sich selbst gerne nennt, nach Albert`s Schweizer Ethik, der die Landrasse Schwäbisch Hallisches Landschwein, als persönliches Eigentum, bei deren Vermarktung bewachte, hat einen örtlichen Metzger mit Kamera, beim Abladen von Schweinefleischlieferanten abgepasst, wurde erkannt und hatte vom Metzger einen Schlag ins Gesicht bekommen, als dieser ihm das Fotographieren verbieten wollte. Vor Gericht bekam der Metzger Recht und Rudolf Bühler könnte nicht nachweisen, dass es sich um Tiere aus „seiner“, obwohl nicht patentierten, „biologischen“ Vertragsschweinehaltung gehandelt hatte und von welchem Landwirt, falls überhaupt passiert, abgezweigt worden war. Dem Metzger war es erlaubt, abgepackte fremde Ware zu verkaufen neben der Demeter Bioware.
                Mein Metzger in Stuttgart bezieht dieses mehr oder weniger „Qualitäts“fleisch auch von, mit seinem wohlgenährten Konterfei beworbenes, Rind- als auch Schweinefleisch. Ersteres von Bühler als Boef de Hohenlohe vermarktet.
                Was ich beim Tagesessen vom Metzger bekomme, das billige,kostet 4,50Euro mit Verpackung vorgewärmt, ist mir egal. Hauptsache es schmeckt und stillt einen kleinen Hunger. Herrn Bühler habe ich noch nie um die Ecke schauen sehen in Natura. Kontrollieren tut er seine Erzeugnisse wohl auch selbst?

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      • Thomas Apfel sagt

        Liebe Frau Ertl,
        Nee, sehe ich ganz anders. Es geht nicht um Schönreden, sondern um neutrale Wahrnehmung und Wissenschaft. Die Leistungen der Landwirtschaft sind erstmal die Versorgung von verdreifachter Bevölkerung – und zwar genau durch schneller, höher, weiter. Da auch flächige „Renaturierungen“ (siehe Krefeld) die Artenvielfalt und den Insektenbestand gravierend dezimieren können wird in Bezug auf die LW ins Blaue geschossen. Momentan sollen Mittel, die die Betriebe schon haben, mit gravierender Bürokratie-Diffusion von der linken in die rechte Tasche organisiert werden.
        Ich bin für die Gestaltung vernetzter Biotope, aber sinnvoll, mit Berücksichtigung der Gegebenheiten und der überhaupt zu erwartenden Arten. Das dürfen durchaus schmale Randstrukturen sein, ohne irgendwelche populistischen Prozentzahlen. Erstmal machen (gegen Bezahlung) und dann nachschauen. Aus meiner Erfahrung sind bei richtiger Gestaltung auch 1 – 3 % der Fläche ausreichend, zumal die Wirkung von Pflanzenschutzmitteln neutral betrachtet nicht den behaupteten Einfluss auf den (eventuellen) Artenschwund hat, auf die Masse der Insekten in Produktionsflächen wohl, glücklicherweise ! Und das ist sinnvoll und notwendig.

        +3
        • Elisabeth Ertl sagt

          Verdreifacht – mit welchem Referenzzeitpunkt? In den letzten 30 Jahren sicher nicht, jedenfalls nicht bei uns.

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      • Arnold Krämer sagt

        „Mir gefällt, dass da unsere Landwirte jetzt ehrlicher geworden sind: Man gesteht in der Öffentlichkeit ein, dass das Höher – Schneller – Weiter ein Fehler war, der die Umwelt zerstört hat.“ Konsequent zuende gedacht, heißt das doch, man hätte in der Landwirtschaft weiter arbeiten sollen/müssen mit den Methoden und den Möglichkeiten der Landtechnik aus den 1950er Jahren. Ist es vorstellbar, einen Wirtschaftszweig, was Landwirtschaft vor 70 Jahren auch war, im damaligen Zustand zu belassen, während rings um ihn her die positiven Seiten einer marktwirtschaftlichen Ordnung wirksam und nutzbar werden? Das glauben Sie doch selbst nicht!

        In der Hauptentwicklungsphase der westdeutschen kapitalistischen Landwirtschaft von etwa 1965 bis 2000 gab es Übertreibungen, die man teilweise nicht sehen wollte, die man nicht oder zu spät eingehegt hat. Da die Deutschen oft zu Übertreibungen neigen, geht es jetzt mit aller Gewalt in die andere Richtung. Über die Ergebnisse werden am Ende viele Menschen genauso empört sein, wie das heute „auf der anderen Seite“ der Fall ist.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Wieso kommen Sie immer mit 1950? Da haben die Kühe noch nicht einmal 3000 Liter gegeben. Wenn man es so betrachtet, dann spricht Herr Guggenberger vielleicht von 1990, vor unserem EU – Beitritt, weil da die Landwirte noch zufrieden waren. Und bestimmte Fortschritte seither, wie spezifischere Pestizide, wird auch niemand zurück weisen. Man kann sich an dem festbeißen, was Bachler auf einem Steilhang auf 1450 Metern macht, da ist er halt mit der Landwirtschaft von 2010 gescheitert. Und was er jetzt macht, ist nicht deswegen gut, weil es vielleicht aus 1970 stammt, sondern weil es standortangepasst ist und Kunden findet, und weil die Alternative gar keine Landwirtschaft wäre.
          Es gibt im Zeitalter des Homo sapiens zwar keine Dinosaurier mehr, aber die Echsen haben sich auch neben den Säugetieren gehalten.
          Was nützt es, wenn eine Kuh 10.000 Liter bringt, aber nach längstens 3 Laktationen ausgepowert ist; wenn sich die ausrangierten Tiere dann im Schlachthof stauen, weil niemand das Fleisch braucht, man es daher billig in den Libanon verhökert und damit den Mutterkuhhaltern auf unseren Almen auch noch das Geschäft zerstört? Ist so eine Landwirtschaft gut, bloß weil sie modern ist und aus 2020 stammt?

          +2
          • Arnold Krämer sagt

            Die Dynamik in der westdeutschen Landwirtschaft hat in den 1960er Jahren begonnen. In den 1970er Jahren wurde sie gewaltig „gepusht“. Offensichtlich waren wir ihren Landsleuten in Österreich um Jahrzehnte voraus.

            Der EU-Beitritt hat auf alle landwirtschaftlichen Ordnungen der Beitrittsländer erheblichen Druck ausgeübt, weil……. die Gründe kennen Sie. Ich sage dann auch immer wieder: Öffentliches Geld für absolutes Grünland und zusätzlich für Bergregionen. Punkt. Die großen Betriebe in Niederösterreich brauchen die Staatsknete grundsätzlich ebensowenig wie die Ackerbaubetriebe in der Köln-Achener Bucht.

            Und die Milchviehhalter müssen aufhören zu jammern, aufhören zu melken und aufhören mit der Selbstausbeutung. Ich sage nicht, dass Landwirtschaft gut ist, so wie sie 2020 betrieben wird. Aber das, was für Österreich und den Alpenraum gut ist, ist nicht auf alle Regionen in D übertragbar, weil sich auch die Menschen unterscheiden.

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Die Landwirtschaft in unseren Intensivgebieten hat sich punkto Betriebsmittel in den 1960er und 1970er Jahren genauso gewaltig weiter entwickelt – schon damals zum Leidwesen der Ökos. Der große Chemiebetrieb in Linz nannte sich damals noch „Stickstoffwerke“, weil sie hauptsächlich Dünger und Pestizide für die Landwirtschaft produziert haben. Und die Steyr-Traktoren waren weit über unsere Grenzen hinaus begehrt. Und wie die Kreisky-Leute über die Bauern gedacht haben, das habe ich ja einmal zitiert.
              Aber die Betriebe waren kleiner, weil wir halt nicht der Konkurrenz in der EU ausgesetzt waren, und sie sind es noch immer. Deshalb waren und sind die Lebensmittel auch teurer, allerdings konnte sie sich damals trotzdem jeder leisten, weil die Einkommensunterschiede geringer waren und der Mittelstand breit.
              Es gibt auch bei uns einige Großbetriebe, die keine Förderung bräuchten, das stimmt, da kenne ich selber ein paar. Und man könnte überall Betriebe zusammenlegen und Strukturen wie in Ostdeutschland schaffen, wenn man wollte, auch in den Alpen. Aber unsere Gesellschaft will das nicht, denen sind die Betriebe jetzt schon zu groß.
              Die alpine Landwirtschaft war naturgemäß immer urtümlicher, aber in der geschützten Situation damals hat sie eben mit Erschwerniszulagen ganz passabel überleben können. Und ebenso ist es der geschützten Situation zu verdanken, dass wir schon in der 1980er Jahren die meisten Biobetriebe Europas hatten. Nach dem EU – Beitritt sind wir dann ökologisch gewaltig zurückgefallen und haben erst in den letzten Jahren wieder aufgeholt.
              Sie ist natürlich auch nicht auf unser Weinviertel und Alpenvorland übertragbar, auch nicht hier auf die oststeirischen Hügel. Aber eine standortangepasste Landwirtschaft, die den Vorstellungen der Gesellschaft in angemessener Weise entgegenkommt, die gehört überall hin, meine ich. Guggenberger würdigt ja auch, dass viele konventionelle Landwirte längst sorgsamer mit Dünger und Pestiziden umgehen als die Öffentlichkeit meint, und dass man das besser kommunizieren muss. Das gilt sicher auch für Deutschland. Aber es gibt eben auch bei uns noch immer Gebiete mit nitratverseuchtem Wasser und mit alarmierendem Schwund von Biodiversität. Und es gibt Schweinebetriebe mit Vollspaltenböden. Und die Gesellschaft hat das Recht, das zu beanstanden, finde ich. Und auch hier müssen wir über den Widerspruch zwischen Bauordnung und Tierwohlställen diskutieren.
              Ja, sehr offensichtlich unterscheiden sich auch die Menschen. Bei uns sind die Konflikte irgendwie nicht ganz so grimmig wie bei euch. Aber wenn ihr doch auch drunter leidet, dass die Gesellschaft euch zu wenig unterstützt, soll man dann nicht versuchen Brücken zu bauen, anstatt von vorneherein dem Gegenüber nichts zuzutrauen? Aber vielleicht denke ich wirklich nur deshalb so, weil ich Österreicherin bin. Vielleicht ist das nicht so normal, wie ich glaube.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Vielleicht ist es ja hilfreich, nicht immer alles aus der deutschen oder österreichischen Brille zu betrachten. Die Probleme der Landwirtschaft sind in allen Ländern der EU ähnlich. Die Bauern in den reichen Länden können die Problematik etwas abfedern, in dem sie die Kaufkraft der Bürger abschöpfen und das liefern, was gewünscht wird.
                In Rumänien oder Portugal sieht das anders aus. Ich kann nicht verstehen, wie man eine Schulddiskussion allein auf den Schultern der Bauern ablädt, wenn doch klar erkennbar ist, dass es sich um ein globales ökonomisches Geschehen handelt. Großkonzerne und Investoren steuern das Geschehen.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Was man aber auch nicht vergessen darf: In Ländern wie Rumänien, Ungarn oder der Slowakei ist die Biodiversität noch immer unvergleichlich höher als bei uns. Nichts zerstört die Biodiversität gründlicher als eine industrielle Präzisionslandwirtschaft, wie sie in Deutschland – und auch in den Intensivgebieten Österreichs – stattfindet. Da nützen auch unsere pestizidfreien Lebensmittel nichts. Das sind Tatsachen, die man zur Kenntnis nehmen muss. Deswegen hat Klöckner mit Recht darauf hingewiesen, dass es nicht angemessen ist, sich in die Umweltpolitik Osteuropas einzumischen.
                  Außerdem: Wir nehmen selbstverständlich die Billigarbeitskräfte Osteuropas in Anspruch für Krankenhäuser, Pflege, Landwirtschaft, Gastronomie, am Bau, und in den Grenzregionen auch für Reinigung, aber wenn diese Länder dann mehr vom EU – Steuerkuchen haben wollen, regt man sich auf. Klöckner hat auch mit Recht darauf hingewiesen, dass die Agrarförderungen Osteuropas viel niedriger sind als bei uns.
                  Und wenn wir schon beim Blick über den Tellerrand sind: die Bauern sind bei weitem nicht die Einzigen in Westeuropa, die unter dem leiden, was Sie ein globales Geschehen nennen. Sprechen Sie mit dem Gesundheitspersonal, sprechen Sie mit Wirtshausbesitzern und kleinen Händlern, mit KindergärtnerInnen, Supermarktangestellten etc. etc. Auch aus diesem Grund wäre es angemessen, die Konsumenten weniger als Gegner zu sehen, als eben die Großkonzerne und Investoren.

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                • Brötchen sagt

                  Ungarn…?..

                  Frau Ertl selbst gegenüber DDR Zeiten hat sich die Biodiversität erhöht! würde ich behaupten wollen in Mitteldt.

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                • Brötchen sagt

                  nur mal ein Punkt „Klöckner hat auch mit Recht darauf hingewiesen, dass die Agrarförderungen Osteuropas viel niedriger sind als bei uns“

                  1. sind dort auch die Kosten viel niedriger und der Standard. sonst wäre da schon alles tod

                  2. muss ja jemand die zu verteilenden Mittel erwirtschaften und die kommen nicht aus der LW.

                  Die Fördermittel sind ja nur Ausgleichszahlungen die nicht für Produktionssteigerungen!!! gedacht sind.
                  Also reine Kosmetikmittel.

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                • Brötchen sagt

                  nur mal auch zur Einordnung, Tesla investiert in BB

                  ca. 4 Mrd Euro, das ist mehr als der EU Betrag von den erwähnten Ländern….

                  Da hängt der Hammer und nicht auf irgendeiner Bergklitsche auf 1400 m Höhe. Nichts gegen die Bergklitsche, aber man muss schon mal die Verhältnisse grade rücken.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Elisabeth, alles richtig. Ist auch kein Widerspruch zu meinem Text.
                  Aber…..die Landwirtschaft ist und kann nicht die Lösung der Ursache der Probleme sein. Sie folgt im Moment lediglich dem kapitalistischen System und schöpft die Kaufkraft der Menschen ab, die das System wählen und stützen. Wenn in Portugal spanische Unternehmen riesige Olivenplantagen anlegen und die kleinen alten verschwinden, dann hat daran kein Bauer Schuld. Im Gegenteil sie sind die Leidtragenden.
                  Wenn nicht endlich akzeptiert wird, dass der Wohlstandsanspruch und die materielle Befriedigungskultur unter zu Hilfenahmen von Demokratie und dem kapitalistischen Wirtschaftssystem die Ursache ist, dann wird weiterhin selektiv nach Schuldigen gesucht werden.
                  Es ist zu komplex, um es in einfachen Worten der Allgemeinheit verständlich zu machen, deshalb geht man Schrittweise vor und regelt es mit dem Ordnungsrecht und einer moralischen Legitimation.

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                • Thomas Apfel sagt

                  Liebe Frau Ertl,
                  ich weiß nicht, was Sie für eine Vorstellung von der Landwirtschaft z.B. Rumäniens haben. Dort wo wirklich etwas produziert wird, sieht es genauso wie in Ostdeutschland aus: große Betriebe mit modernenr Technik. Biodiversität auf den Feldern entsteht nur in der Subsistenzwirtschaft, die ist in Dt. und Österreich
                  kaum noch vorhanden. Es ist nicht die Präzisionslandwirtschaft, die DIE Biodiversität schädigt, sie reduziert selbige AUF DEN PRODUKTIONSFLÄCHEN und das geht auch nicht anders. Ich verweise hier nochmals auf das Orbroicher Bruch bei Krefeld, in dem NACH den Renaturierungen die Insekten verschwunden sind.
                  In keinem Land der Welt sind die Felder mit der für die Ernährung notwendigen Produktivität Hort der Biodiversität. Das ist auch nicht ihre Aufgabe. Was nützt ein Feld mit hoher Biodiversität, das den Bearbeiter und sonst Niemanden ernährt (und oft nichtmal den), weil Unkrautkonkurrenz, Insekten und andere Mitbewohner die Ernte dezimieren. Es ist ebenso Schwachsinn auf die Präzisionslandwirtschaft zu schimpfen, wie auf dem Konsumenten rumzuhacken.
                  Biodiversität kann nur durch seggregativen Natur- und Artenschutz geleistet werden und nicht durch Extensivierung auf ein Niveau von vor 1945 – auch nicht im Bereich der Öko-Landwirtschaft.
                  Das müsste doch in den Köpfen irgendwann einmal ankommen.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Man könnte auch einmal darüber nachdenken, den LEH – Konzernen die Werbung zu verbieten. Produkte, die jeder täglich braucht und wo er längst weiß, wo er sie bekommt, finden ihre Abnehmer mit und ohne Werbung. Das ganze Werbebudget, das da investiert wird, dient nur dazu, innerhalb eines Marktes, der weder größer noch kleiner werden kann, mit Dauerdumping die Kundschaft hin und her zu schicken und damit irgendwelche Shareholder zufrieden zu stellen.
                  Aber genau diese Werbung hat den Keil zwischen Konsumenten und Bauern hineingeschoben. Und das Geld dafür wird ausgegeben, weil es sich rechnet, weil man dem Konsumenten damit erfolgreich das Gehirn wäscht.
                  Die böse Landwirtschaft da draußen will nur Wildnis denaturieren, während das sprechende Schweinchen irgendwo beim braven Billa wohnt.
                  Bei meinen Besuchen in Wien bin ich wirklich immer wieder erschüttert, wie wenig Bewusstsein davon herrscht, dass das Essen ursprünglich vom Bauernhof kommt. Die größten Intellektuellen haben dieses seltsame Weltbild aus der Supermarktwerbung eingespeichert. Und dagegen käme man nur mit denselben Werbeaufwand an. Aber wenn man sich im privaten Rahmen die Zeit nimmt, kann man Wunder wirken, da stürzen ganze Weltbilder ein. So vertrottelt sind die Konsumenten auch nicht.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Man muss jetzt einmal unterscheiden zwischen Flächenertrag und Betriebsgröße. Ersterer ist wichtig für die Versorgungssicherheit, höher bei konventioneller Landwirtschaft, wird aber durch Wachsen und Weichen nicht notwendigerweise größer. Vor dem EU-Beitritt waren unsere Betriebe sehr klein, konnten aber gut leben. Da wird eben nicht jede Geländekante begradigt und immer bis knapp an den Grenzstein des Nachbarn gepflügt – vor allem weil Österreich keine Satelliten hatte, um jeden angegebenen Quadratmeter nachzumessen. Es ist niemand verhungert und alle konnten sich das Essen leisten. Da gab es eben viele Raine und Feldgehölze, Hecken etc. Und da war die Biodiversität auch in den Intensivgebieten noch viel größer. Und wenn ich jetzt erfahre, dass selbst die größten Betriebe des EU – Flaggschiffs Deutschland ums Überleben kämpfen, dann weiß ich nicht, warum ich diese EU – Agrarpolitik, die wir uns da ab 1995 eingetreten haben, gut finden soll.

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              • Elisabeth Ertl sagt

                Hab ich je eine Landwirtschaft von vor 1945 gefordert? Ich bin dafür, die alpine Landwirtschaft zu erhalten, weil sie viel mehr Biodiversität bringt, als die Gegend verwildern zu lassen. Auch wenn dort die Flächenproduktivität niedrig ist. Und für die Intensivgebiete habe ich mich immer der Sichtweise von Prof. Kunz angeschlossen, der Lösungsvorschläge bringt, wie man auch dort die Biodiversität erhalten kann.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Elisabeth, bei der Werbung bin ich voll bei dir! Das nervt mich seit Jahren……Das ist aber eine hippe Gesellschaftsgruppe, die urbanen Centren sind voll von diesen Menschen, die das System aufrechterhalten und dann Latte-schlürfend auf die Agrarindustrie schimpfen.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Habe keine Angst, dass man die alpine Landwirtschaft abschaffen will. Hier geht es nicht um eine Biodiversität, sondern um den Wirtschaftszweig Tourismus.

                  Ob weiterhin Menschen für einen kargen Lohn die Landschaft sauber halten, eine Landschaft bei dem andere den Reibach machen, das kann ich nicht beurteilen.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Das Problem ist, dass die Touristen mittlerweile keine Kulturlandschaft suchen, sondern Wildnis. Diese Mode wird zwar wie jede andere Tourismusmode in 10 Jahren wieder vorbei sein. Hoffentlich ist es dann nicht zu spät.

                  0
              • ‎Örtlichkeiten der Region‎ Réisstraße. Der Weiler ‎‎ ‎‎Reisstraße‎‎ ‎‎ ‎‎ist eine ehemalige Gemeinde im ‎‎ ‎‎ ‎‎steirischen ‎‎Landkreis Murtal, ‎‎ ‎‎ ‎‎Österreich.‎‎ ‎‎ ‎‎ ‎‎ ‎‎Reisstraße liegt‎‎ ‎‎6 km südlich von ‎‎Weiern.‎ Die örtlichen Schönheiten zeigte man uns nicht, dafür mußte ich Halbpension buchen mit deftigem, schwerverdaulichen Malzeiten mit Fleisch und Weiswein zum Mittagessen 1987/8 im Sommer. Ich durfte damal für viele Nichteuro, zu einem Kurs von 7:1 – Schilling zu DM- einen teuren 14-tägigen Russischsprachkurs, als Anfänger mit der Option Gramatik für fortgeschrittene Lernende an Nachmittagen zu belegen, die ich wahrnahm. Ein Witz, weil von den slawischen Sprachen Rusisch am einfachsten zu erlernen ist, wenige Fälle und kaum mit Unregelmäßigkeiten und das kyrillische Asbuka vergess ich nie mehr, nicht gedruckt und nicht in Schreibschrift.
                „Die Landwirtschaft in unseren Intensivgebieten hat sich punkto Betriebsmittel in den 1960er und 1970er Jahren genauso gewaltig weiter entwickelt – schon damals zum Leidwesen der Ökos. Der große Chemiebetrieb in Linz nannte sich damals noch „……..“Und wie die Kreisky-Leute über die Bauern gedacht haben, das habe ich ja einmal zitiert. weil sie hauptsächlich Dünger und Pestizide für die Landwirtschaft produziert haben. Und die Steyr-Traktoren waren weit über unsere Grenzen hinaus begehrt. Und wie die Kreisky-Leute über die Bauern gedacht haben, das habe ich ja einmal zitiert.“
                Was glauben sie, was der Hotelbesitzer, der uns mit dem VW Bus am Ende zum Bahnhof fuhr, uns erzählte, als er eine breite geschwungene Straße entlangfuhr. „Ich habe es schon lange gefordert und auch durchgesetzt, und verlange noch mehr solches von meinen bezahlten Steueren zu bauen“, nicht Sozialist Kreisky: „Und wie die Kreisky-Leute über die Bauern gedacht haben, das habe ich ja einmal zitiert“, den Frau E. offensichtlich nicht mag, wohl, weil er Jude war oder sonst auch seine „Genossen“ nicht. Den „Kapitalist“ , Bauunternehmer und Gasthofbesitzer bestimmt auch nicht, den ich zitierte.
                Mich mochte der östereichische Sprachkursleiter, der außer einer jüngeren und älteren Russin als Aufpasserin die Gramatik und schwereren Fälle erklärte, auch nicht, der mit einer Kalmückin verheiratete mit zwei Kindern, die Tochter als kostenlose Lernerin zum Lehren in meinem Anfängerkurs als Zuhörerin. Nicht weil ich Deutscher war. Die Tochter beobachtete mich ständig, obwohl ich einer der älteren herren war und bekicherte meine Aussprache, bis der Vater, sowieso immer genervt , sie deswegen ansprach.
                Er versprach mich zusammen mit einem östereichischen Ministerialrat aus Wien im Auto zu Besichtigungen mituznehmen, an freien Nachmittagen oder einem Tag pro Woche. Der Ministerialrat a.D. sagte ab, und ich wurde Knall auf Fall wieder ausgeladen und der Magister fuhr mit seiner Familie ohne mich weg. Auch mir wollte der MR keine Auskünfte gebenbezüglich möglicher Anstellungen im Agrarbereich. „Es ist immer schwierig in jedem Bereich dauerhaft unterzukommen, auch heute“. Er wollte keine Scherereien bekommen mit dem ausländischen „Pack“ des Magisters und mit mir.
                Magister Chr. Str. bei Prof. Holub in statitischen Öko., damals eine Assistentin, bestätigte mir beides: die Fremden-feindlichkeit und den für sie zu teuren Sprachkurs in Österreich, bei dem ich sie treffen wollte. Danach interessierte sie sich nur noch für eine gemeinsame Zukunft in Innsbruck, aus der nichts wurde, weil ich nicht fromm genug war.
                Hätte sie meine Schwester kennengelernt und mich besucht, wäre sie beruhigt worden. Selbst BP Heuß wurde zunächst nicht wegen seiner Zustimmung zum Ermächtigungsgesetz abgelehnt, sondern wegen seines Glaubens. Der Schuß ging nach hinten los, als jemand sagte, dass er eine fromme Frau habe, die Elli Heuß- Knapp. Begleitperson bei seinen Staatsbesuchen, war ihre Schwester, weil sie Herzprobleme hatte, und um auf ihn aufzupassen..
                Ihren Vater drückten die harten Kirchenbänke zu sehr, dass sie eine Begleitung auch da suchte. Ihre Mutter war Flüchtling und Unternehmerin. Tag und Nacht unternahmen sie etwas.
                Dann kam die junge Russischlehrerin und fragt mich, ob ich sie nicht alleine mitnehmen würde, um die Gegend kennenzulernen, ich sähe aus wie ein Ganove aus dem russischen Kino. Bin ich vielleicht eine Bank und führe ihre Aufseherin mit aus und lade sie überall ein, mit ihrem wenigen Geld, das sie für ihren Familien zuhause sparten. Vielleicht sind manche Österreicher auch nur knauserig, wie der pensionierte MR, der nie mit uns zu Mittag speiste. Ich hatte gar kein Auto dabei, keinen Mercedes (falsch spekuliert), in Japan Gangsterautos- und besuchte viel später die Chr. Str. allein in ihrer Berghütte im nebligen September nur mit meinem Fiat Panda vor der Tür über Nacht wartend bis zum Morgen, wegen dem Nebel. Sie wurde auch bewacht und mußte den Freund des Vaters später, in einer der drei (Ferienwohnungen) wohnen lassen, obwohl er rauchte. Als Einzelkind blieb alles am Besten Beisammen; „fein beieinaderbleib`n“. Sie hatte in der Stadt auch noch eine eigene leerstehende, weil sie über 40, noch in der vier Zimmerwohnung ihrer Eltern wohnte, ein extra Zimmer, um in einem ihre Wellensittiche fliegen zu lassen. Nur dort wohnte ich nie, sonst alleine, als Nichtraucher geduldet. „Ich geh ins Kloster“ meinte sie einmal. Wenn ich sprachlos war, dachte ich blos „ich bekomm die Mücken“; „Ich glaub ich spinne“.

                Die Linzer „Düngerfabrik“Verstaatlichtenkrise: Auch die Chemie stimmte nicht mehr

                Von Dietmar Mascher 19. Februar 2011 00:04 Uhr
                Auch die Chemie stimmte in Linz nicht mehr
                Das Chemie-Hochhaus am Eingang des Linzer Chemieparks: Spiegelbild veränderter Aufgaben und Eigentümerverhältnisse
                Bild: OMV, Borealis, Chemie
                LINZ. Nicht nur die voestalpine schlitterte in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in eine Existenzkrise. Auch die Chemiesparte war Teil der Verstaatlichtenkrise – ebenfalls als Folge von Misswirtschaft, Politeinfluss und Spekulation.
                „Es gab Zeiten, zu denen die Chemiesparte in Linz goldene Eier verdiente“, erinnert sich der ehemalige Verkaufsleiter und stv. Betriebsratsobmann, Dietger Schön, im Gespräch mit den OÖNachrichten.

                Das war in den siebziger Jahren, als die Chemie als Nachfolgerin der Stickstoffwerke (Umbenennung 1973) und Quasi-Monopolist in Österreich Dünger mit hohen Margen verkaufte und auch von der Misswirtschaft im damaligen Ostblock profitierte. Damals seien von der Exportabteilung der DDR Produkte gekauft und an die Importabteilung der DDR verkauft worden. Die hohen Spannen waren das Ergebnis einer völlig planlosen Planwirtschaft der anderen.

                Nicht einmal der Ölpreisschock machte der Chemie viel aus. Über überhöhte Preisanträge bei der damals wichtigen Paritätischen Preiskommission holte sich der Staatskonzern ein feines Körberlgeld.

                Der Erzeuger von Düngemitteln, später auch von Pflanzenschutzmitteln, pharmazeutischen Stoffen, organischen und anorganischen Chemikalien sowie Grundstoffen für die Kunststoffindustrie war eine Zeitlang das größte Chemieunternehmen des Landes.

                Die Führungspositionen waren „gerecht“ auf SPÖ und ÖVP aufgeteilt. „Wobei man es als Schwarzer leichter hatte, Karriere zu machen. Von denen gab es nicht so viele in der Chemie“, erinnert sich Schön.

                Doch die Chemie war als staatliches Unternehmen durch den Politeinfluss, den Einsatz von Politgünstlingen als Manager und das Aufbrechen geschützter Märkte mit rasch wachsenden Problemen konfrontiert. Die Osteuropäer drängten auf den Markt, die Raiffeisen Warenvermittlung, größter Abnehmer von Düngemitteln, suchte nach alternativen Bezugsquellen. Und wegen der Koppelung des Schillings an die D-Mark hatte man immer Wettbewerbsnachteile gegenüber Italienern und Franzosen, die ihre Währungen öfter abwerteten. Daneben zeigte sich, dass die Produktivität unterdurchschnittlich und das üppige Pensionssystem langfristig nicht finanzierbar waren.

                Als man in der Chemie sah, dass die Voest mit der Intertrading anfangs gute Geschäfte mit dem Ölhandel machte, stieg auch sie über die Tochter Merx ein. „90 Milliarden Schilling wurden dort umgesetzt. Und man muss naiv sein zu glauben, dass die Regierung nichts von den riesigen Ölspekulationen der Chemie wusste“, spielt Schön auf die zur Schau gestellte Ahnungslosigkeit der Politik 1986/87 an.

                Ebenso wie die Intertrading fiel Merx auf die Nase. Der Ölpreis gab nach, das auf teuren Schiffen gebunkerte Öl verlor an Wert und musste letztlich mit Verlusten verkauft werden. Dieser Umstand kostete den ehemaligen Apfalter-Generalsekretär Richard Kirchweger schließlich auch die Chancen, neuer Voest-Chef zu werden.

                Auch die in den siebziger Jahren errichtete Acrylnitrilanlage in Enns kostete die Chemie viel Geld. Zum einen, weil durch den Jugoslawien-Krieg ein wichtiger Markt (Mazedonien) weggebrochen war. Zum anderen, weil auch der Verkauf floppte. Weil das Werk niedergefahren und die Leute gekündigt worden waren, wurden statt erhoffter zwei Milliarden nur 180 Millionen Schilling eingenommen.

                Weitere Probleme

                Auch nach der Krise habe es Fehlentscheidungen gegeben, auch hier hätten Manager die Verantwortung gehabt, die von der Politik eingesetzt worden waren, sagt Schön.

                Die Chemie wurde schließlich um drei Millionen Schilling von der OMV übernommen und zerteilt. Der Chemikalienbereich landete bei der niederländischen DSM, die Petrochemie wurde stärker der OMV einverleibt, die Chemserv gehört heute der deutschen Bilfinger/Berger-Gruppe. Die ursprüngliche Chemie wurde zur Agrolinz und durchlebte bis heute turbulente Zeiten, etwa durch die teure Übernahme des italienischen Melaminwerks Castellanza (das nie wirklich in die Gänge kam und wieder verkauft wurde). Mittlerweile gehört die Agrolinz zur Borealis, die wiederum mehrheitlich dem OMV-Kernaktionär IPIC aus Abu Dhabi zuzurechnen ist.
                Die „Mitschüler“, Vertreter im Außendienst, „Künstler“, Studentinnen, eine Sekretärin von Dr. Schweitzer, Hochst AG, eine Arztfrau beneideteten oder mißtrauten mr, weil ich aus den agrabiologiefach kam. „Die Verkäufer“ von Agrarchemikalien sind nur „Zuteiler“ die einen, die missgebildeten, auch getrocktneten Pflanzen wären Mutanten, geschädigt durch die noch weiß rauchenden Schornsteine der andere. Gegen „Dummheit“ ist kein Kraut gewachsen“.
                Besass ich doch ein dickes Buch von natürlichen Mutanten, Mißbildungen in der Natur genannt, ein vorindustrielles ausgestopftes Kalb mit zwei Köpfen im Museum in Hohenheim und einsamem zwittriger Ziegenbock in Natura beim Demeter Bauer, um zu verdeutlichen, dass sie nicht züchten mit ihm, sondern nur für sich, wegen der Milch halten. Nur hatte ich diese Beweise nicht dabei. Der „Künstler glaubte an seine „Fake News“ oder Einbildung und verlangte es von mir auch. Da sagt jemand lieber nicht nein.
                „Und will`st du nicht mein Bruder sein, so hau ich dir den Schädel ein“.
                Auch Theater brachten sie zur Aufführung. Eine Ehebruchgeschichte als Bauertheater. Der Verkäufer wurde so wild, das jemand sagen mußte: „Alles nur Theater, Kino“ wie auf der Bühne der Welt“.
                Da beschloß ich, mich vorest möglichst herauszuhalten. Wie die Frau Merkel( Ich meine ihre christliche Mutter Kasner bis vor ihrem Ableben, nicht den „roten“ Pastor als Vater früher und JK heute !? Alles nur üble Nachrede? „Deswegen hat Klöckner mit Recht darauf hingewiesen, dass es nicht angemessen ist, sich in die Umweltpolitik Osteuropas einzumischen“.
                „Wir nehmen selbstverständlich die Billigarbeitskräfte Osteuropas in Anspruch für Krankenhäuser, Pflege, Landwirtschaft, Gastronomie, am Bau, und in den Grenzregionen auch für Reinigung, …..aber wenn diese Länder dann mehr vom EU – Steuerkuchen haben wollen, regt man sich auf“. Hat das Eine mit dem Anderen etwas zu tun und was? jeder kann auswandern oder zeitweise als Expat woanders sein. warum sollen die, welche nichts unternehmen, wie die kinderreichen Franzosen von den aussterbenden Deutschen unterhalten weden. Wir machten das schon mit Griechen, Italienern usw, auch mit JK.

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                • „Da wird eben nicht jede Geländekante begradigt und immer bis knapp an den Grenzstein des Nachbarn gepflügt – vor allem weil Österreich keine Satelliten hatte, um jeden angegebenen Quadratmeter nachzumessen.“
                  „Die begonnene Zusammenarbeit mit anderen, auch westlichen, Staaten wurde fortgeführt. Im Dezember 1990 flog der japanische Journalist Toyohiro Akiyama zu der Station. Ihm folgten 1991 die erste britische Raumfahrerin Helen Sharman und der erste ö s t e r r e i c h ische Kosmonaut Franz Viehböck. Die kulturelle und wissenschaftlich Zusammenarbeit mit Rußland und der damaligen Sowietunion umfassten nicht nur Sprachkurse, wie in Linz, sondern ab 1986/7 auch mit Zusammenarbeit mit Neurologen aus Innsbruck. Von einem waren ich und Magister Christine zu Hause eingeladen worden, um das „Schleudertrauma“ bei Versuchstieren im All zu erforschen helfen und mit der Programmiersprache Latex zu dokumentieren und statistisch auszuwerten. Ein Holländer sprang wegen der schlechten Bezahlung ab und der Professor und dessen Frau im Rollstuhl waren zu anständig, um mir den „Hungerlohn“ dafür anzubieten. Christine wollte im 2. Versuch in Physik zu promovieren bei ihm, machte es für ihn sogar umsonst, aber nicht alles alleine und bat mich ihr dabei zu helfen. Sie meinte, der Professor habe aus fremdenfeinlichen Gründen, nicht wegen Sicherheitserwägungen und Geheimhaltungszwängen den Holländer herausgeekelt und mich auch abgewiesen. Als ich anfangs Christine einmal bat mir das Programm, das sie in ihrer Alpenresidenz hatte, zum ausprobieren mitzugeben sagte sie, dass sie „ihm“ versprochen habe nichts weiterzugeben.
                  Warum soll jeder die „geheime“ Zusammenarbeit in friedlicher, privat mitfinanzierter, Satellitentechnik eines „neutralen“ Österreichs jedem ausposaunen?
                  Warum sollen alte Grundstücksgrenzen im „Hightech Stuttgart“ mit Luft- und Raumfahrtinstitut von der teilprivat finanzierten Frauenhofer Gesellschaft umsonst Techniken den staatlichen Stellen abgeben oder an Private? Von so wenig Forschungsgeldern?
                  Ich müßte meinen Pachtgarten, dessen Grenzen geschätzt sind, von zwei Nachbarn willkürlich zu ihren Gunsten verändert wurden, wofür ich die Pacht mitbezahle -nun will ein anderer, dessen Vorbesitzer auf eigene Kosten diese Grenzen von einem Landvermesser- nicht namens K. des Prager Schriftstellers Kafka, wie im „Prozess“, „Amerika“ und seinen surrealistische Essays, „vor dem Gesetz“ “ die Verwandlung“ u.s.w. behauptet, Informationen bekommen hat, wegen teilweise entfernten Grenzsteinen mein Biotop frech ausplünderte, weil ich es nicht eingezäunt hatte. Er will mir bestimmen will, wie der Hase läuft und sagt, dass er „mein neuerdings Biotop“ auch mitgepachtet hätte. Da kann jemand an der Menschheit zweifeln wie K.
                  Ein Leben, wie vormals in Österreich, wo nur der „Brave Soldat Schwejk“ noch mit klar kam, wollte ich auch nicht führen müssen.
                  War doch das hauptsächlich „deutsche Prag“als Handelstadt mit dem russischen Reich wichtig auch für die K und K Monarchie. Zum Glück für Deutschland wurden sie meines Wissens nur einmal kurz gemeinsam von einem Zweistaatler regiert. Außer jetzt wieder unter Kanzler Kurz – keinem Akademiker“ und den grünen Theoretikern.

                  „Und wenn ich jetzt erfahre, dass selbst die größten Betriebe des EU – Flaggschiffs Deutschland ums Überleben kämpfen, dann weiß ich nicht, warum ich diese EU – Agrarpolitik, die wir uns da ab 1995 eingetreten haben, gut finden soll“. Agrarsubventionen in Deutschland
                  :EU-Millionen für Großbauern
                  Unter den Top-Empfängern war 2018 ein riesiger Betrieb aus Thüringen, der Kleinbauern verdrängt. Das belegt eine nun aktualisierte Datenbank.

                  Ein Landwirt fährt mit einem Spezialfahrzeug durch ein Rapsfeld.
                  Wer viele Felder hat, bekommt viel Geld vom StaatFoto: dpa

                  BERLIN taz | Die meisten EU-Agrarsubventionen in Deutschland sind im vergangenen Jahr außer an Behörden und große Erzeugergemeinschaften an riesige Landwirtschaftsbetriebe geflossen. Beispielsweise erhielt die Agrargesellschaft Pfiffelbach aus dem gleichnamigen Dorf in Thüringen 1,9 Millionen Euro. Das geht aus einer am Donnerstag aktualisierten Datenbank der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hervor.

                  Die EU zahlt jedes Jahr europaweit rund 58 Milliarden Euro für die Branche. Das meiste Geld, die Direktzahlungen, werden pro Hektar Land vergeben. Wer viel Äcker und Wiesen hat, erhält auch mehr. Deshalb kassierten laut EU-Kommission die 20 Prozent größten deutschen Empfänger 2015 etwa 69 Prozent der Direktzahlungen. Die Umweltorganisation Greenpeace beispielsweise kritisiert, dass das Fördersystem große Betriebe bevorzuge und die Gelder kaum an Leistungen für das Gemeinwohl binde.

                  Die Agrargesellschaft Pfiffelbach hat auch ohne Subventionen wegen ihrer Größe Wettbewerbsvorteile. Das Unternehmen bewirtschaftet nach eigenen Angaben 5.060 Hektar. Der Durchschnittsbetrieb in Deutschland kam laut Statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr nur auf 62 Hektar. Weil sie so viel Land hat, kann die Agrargesellschaft ihre Maschinen besser ausnutzen und etwa Getreide billiger produzieren. Dadurch geraten Kleinbauern noch stärker unter Preisdruck, weshalb immer mehr von ihnen aufgeben. Die Agrargesellschaft machte 2017 dem Unternehmensregister zufolge rund 15 Millionen Euro Umsatz. Ihr Vermögen hatte Ende 2017 einen Buchwert von 26 Millionen Euro.

                  Dass kleine Höfe aufgeben müssen, schadet der Umwelt. Denn große Betriebe tendieren eher dazu, die für die Natur wichtigen Bäume und Hecken an Feldrändern zu roden, um kleine Flächen zusammenzulegen. So lassen sie sich effizienter bearbeiten. Studien der Universität Göttingen haben aber gezeigt, dass in Agrarlandschaften mit kleinen Feldern mehr Insekten- und Pflanzenarten vorkommen als in Regionen mit weitläufigen Äckern.

                  Auch RWE kassiert Agrargelder
                  Der Braunkohle-Energiekonzern RWE erhielt der Datenbank zufolge rund 331.000 Euro. „Es widerspricht den Zielen der EU-Agrarpolitik, dass milliardenschwere Konzerne, die öffentliche Güter wie Wasser, Klima, Artenvielfalt und Böden zerstören, mit EU-Agrarsubventionen gefördert werden“, sagte Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Lasse van Aken. „Angesichts von Artensterben und Klimakrise müssen die Brüsseler Töpfe zum Anreiz für eine umwelt- und klimaschonende Landwirtschaft werden.“ Die Chance dazu biete sich in den kommenden Monaten bei der Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik.
                  24. 5. 2019
                  JOST MAURIN
                  24.05.2019, 17:22 1.Kommentar von Jandebuur
                  „Zusätzlich werden seit Jahren Betriebe künstlich geteilt und in Kleinstbetriebe und Filialen unterteilt, um Steuer und Subventionsvorteile abzukassieren.
                  So fließen die Gelder ,die eigentlich die kleinstruktuirierte Landwirtschaft stabilisieren soll, wieder zu den Großen im Dorf.
                  Die Kleinen werden von allen Seiten in den Schwitzkasten genommen.
                  26.09.2019, 13:25
                  2. Kommentar Jandebuur
                  [RE]:Frau Kirschgrün,ich folge auch des öfteren Ihren Beiträgen,nennen sie doch auch bitte Ihren Beruf.“
                  Ich bin Landwirtschaftsmeister und Biobauer seit vielen Jahren“
                  Hier ist Frau Elisabeth Ertel nicht alleine auf dem „Gelände mit Ende“.
                  Schuhmacher`s „Small is beautifull“, „Black is beautifull“, “ Wir schaffen es“, „Ich krieg das schon hin“ und „Yes, we can“. Allesamt Ideologen der „Unsolidarität“.
                  „Jeder kümmert sich um sich, nur ich kümmere mich um mich!“

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      • Und die NGOs lachen sich ins Fäustchen und verdienen Geld damit, die Politiker Erfolg!
        Und die Frau Svenja Schulze Ratschläge!

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        • Brötchen sagt

          Ach der ewig grinsenden Dame wird das Lachen noch vergehen, wenn Wahl ist…..die bereiten den Grünen schön das Feld, die sahnen dann ab, ihre Klientel lassen die absaufen.

          Das hat die nur noch nicht mitbekommen, Landwirte wählen die sowieso nicht mehr!

          +2
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Die urbane Bevölkerung, der die Landwirtschaft nur aus dem Guckloch des Ferienflieger aus kennt, der glaubt alles was ihm vorgegaukelt wird. Gerade in Deutschland wird nicht darüber gesprochen wie Gut es uns geht, sondern wie schlecht es uns angeblich geht. Da kommen Themen wie das Trinkwasser und Insektensterben gerade Recht.
      Wann kann man eigentlich wieder Insektenvernichter kaufen, ist da was bekannt? 😉

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  5. Reinhard Seevers sagt

    Die Presseschau ist ja eine Auswahl von vielen Kommentaren aus dem Land oder dem Ausland. Derjenige, der die Auswahl trifft, setzt den Maßstab. Wenn die Redaktion vorgibt, sortiere nach diesen oder jenen Schwerpunkten, dann wird das so sortiert.
    Wenn man als Betroffener positiv bedacht wird, freut man sich, ist es umgekehrt, ist man sauer.
    In der Presseschau wird sehr explizit „geschubst“, finde ich.

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  6. Friedhelm sagt

    Tja, jetzt wo die Patrone abgefeuert wurde können Sie es…..
    Warum war vorher eine Berichterstattung und Darstellung aller Daten fakten von allen Seiten möglich?

    Kann es sein das das heimliche Wunschziel auf der Zielgeraden ist und man sich jetzt nachträglich Alibi´s zurecht schreibt, damit ja niemand nachträglich behaupten kann die Medien hätten es größtenteils ignoriert….

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