Bauer Willi
Kommentare 24

Studie: Mehr Regenwürmer durch weniger pflügen

Das mit der „Studie“ habe ich erfunden. Aber das machen unsere Kritiker ja auch: jede Vereinsmeldung zur Studie hochsterilisieren (oder heißt das „stilisieren“?) 🙂

https://www.n-tv.de/der_tag/Mehr-Regenwuermer-dank-Ackerbau-Anderung-article22360420.html

Die Meldung ist für einen praktischen Landwirten keine Überraschung.

Gestern hatte ich eine gute Nachricht und heute schon wieder…ist ja nicht zum Aushalten…

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24 Kommentare

  1. Meier sagt

    Regenwürmer muß man füttern und pflegen. Die Bauern machen das seit vielen Generationen. Aus fast reinen Sandböden sind so im Laufe der Jahrhunderte fruchtbare Böden geworden. Als gutes Beispiel kann man da die Eschböden im Nordwesten von Niedersachsen herausgreifen. Dort hat man mit dem Laub des Waldes die Tiere eingestreut und dieses Laubkotgemisch als Mist auf den Acker gebracht . Damit stiegen die Ernteerträge und damit der Wohlstand. In unserem Betrieb setzen wir Gülle , Mist und Gärsubstrat ein . Gepflügt werden rd. 40% der Ackerfläche nur im September. Die anderen 60% Fläche werden nur gemulcht. Ein Drittel der Ackerfläche wird über Winter mit Zwischenfrucht bewachsen. In einer Wirtschaftszeit (30 Jahre) des Bauern wird bei ordentlicher Bewirtschaftung der Humusgehalt um rd. 1% erhöht. Das sind so rd. 300 kg/ha. Die Regenwürmer fressen die Feststoffe von Mist und Gülle und koten den Humus hinten wieder raus. Nur so entsteht Humus . Ohne Regenwürmer kein Humus und keine Erträge vom Acker und Grünland.

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    • Thomas Apfel sagt

      Plaggenesch als positives Beispiel ist schon lustig. Die Plaggenwirtschaft in Teilen Nordwestdeutschlands hatte eine exorbitante Bodenzerstörung auf den Plaggenabstichsflächen zur Folge (meist Allmendeflächen). Für einen Hektar Plaggenesch wurden zwischen 5 und 30 ha anderes Land zerstört. Der Effekt der Humusbildung beruht auf den Eschböden aus dem Zusammenspiel von Lignin und Kuhsch… (Prinzip Tiefstallmist)
      Die Regenwürmer sind eine Sekundärerscheinung und erzeugen selber keinen Dauerhumus (wie er für den Plaggenesch typisch ist), sie leben von Bakterien, die auf der eingeschleimten organischen Masse leben, die die Würmer in ihre Löcher gezogen haben. Regenwürmer haben keine Beißwerkzeuge (Mandibeln) mit denen sie feste Stoffe aus Mist oder Einstreu verarbeiten/verdauen können. Die meisten Eschflächen sind im Übrigen heute unter der Siedlungsbebauung der in die Breite gewachsenen Orte verschwunden.
      Die tatsächliche Leistung der Landwirtschaft besteht darin, aus Teilen der abgeplaggten Flächen in rund 120 Jahren wieder fruchtbare Ackerflächen gemacht zu haben mit viel Mist und auch Mineraldünger.

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    • Ja,
      Das weiß man schon lange.
      Deswegen richtet man sich auch danach und versucht schon sehr lange hier und da den Boden pfluglos zu bewirtschaften, nicht nur in Bayern.

      Ich denke mir so, ob durch Pflügen die Regenwürmer nicht auch vermehrt werden, weil ein gewisser %Teil doch mit dem Pflug durchgeschnitten werden und somit verdoppelt?
      Ist nur meine Theorie, die ich als Kind hatte.

      Es gibt auch noch eine Theorie, das die nützlichen Bodenbakterien vor dem Frost nicht wieder in die warme Erde zurück können und deswegen durch das Pflügen im SpätHerbst Schaden nehmen können.
      Dagegen steht nun wieder der Vorteil der Bodengare???

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  2. Vorüberlegung:
    Wenn Regenwürmer ein Indikator für guten natürlichen Humusaufbau sind, wie groß ist denn dann der „natürliche“ Humusaufbau, von dem man spricht?
    Und kann dieser natürliche Humusaufbau die Erosionsverluste kompensieren?
    Ist es wirklich ein klimaresilienter Boden (vier Wochen Dürre usw.), wenn pfluglos (No Till) nur oberflächlich Humus aufgebaut wird und Wasser so nur speichern kann, wo es zuerst austrocknet?
    Frage: Wer arbeitet nur pfluglos auf einem Boden mit 2 bis 4% Humusanteil und hatte Probleme mit Wassermangel während der letzten Dürre oder mußte künstliche bewässern? (Spoiler: Wer (an)moorigen oder lehmigen Boden hat, dürfte Vorteile gehabt haben, was die Wasserspeicherkapazität angeht.)

    Regenwürmer allein sind kein Indikator, schon gar nicht für tiefen Humus/Kohlenstoff.

    Eine pfluglose Ackerbewirtschaftung führt zur Segregation, das heißt Schichtung des Bodens, Kohlenstoff reichert sich verstärkt in den oberen 15cm Grubbertiefe an, doch darunter versandet es zunehmend. (Obstbauern, die nicht pflügen können, haben keine andere Wahl, als oben draufzuschmeißen, Stichwort regenerative Landwirtschaft etc., quasi Bio No Till … so viel draufhauen, daß die Erosionsverluste nicht ins Gewicht fallen.)

    Hat sogar schon der BUND mit Verweis auf Studien vom Thünen-Institut etc. mal dargestellt im Zuge der Glyphosat-Diskussion.
    http://bodenschutz.bund.net/fileadmin/bundgruppen/bcmsbodenschutz/pdf/Factsheets_Glyphosat.pdf

    Wer sich wundert, warum Studien zur Bodendegradation zur Erkenntnis gekommen sind, daß vor allem in den letzten Jahrzehnten Mutterboden massiv zurückgegangen ist, muß auch nicht lange suchen. Mit Aufkommen der Spaltböden in den Siebzigern hat man vergessen, daß Kohlenstoff (Stroheinmengungen vorher) jetzt fehlt. Da sich jeder nur mit Stickstoff und Erträgen beschäftigt hat, fehlt es jetzt an Substanz, aus der Humus hätte werden können. No Fun Fact: Mineraldünger kann keinen Humus aufbauen, auch weil Kohlenstoff darin fehlt. Kohlenstoff muß im Verhältnis 10 C : 1 N eingebracht werden für guten Humus. Wieviel Stickstoff bringt man aus und wie viel Kohlenstoff im heutigen Ackerbau?!

    Ja, der Pflug reduziert den Regenwurmbestand auf ein Viertel. Deswegen sollte man sparsam mit dem Pflug umgehen, damit sich die Bodenfauna erholen kann.

    Man muß nicht immer pflügen, aber sollte vielleicht einmal alle ein, zwei Jahre tiefgrundig ein kohlenstoffhaltiges Substrat einbringen, Stallmist, Holzkohlekompost oder ähnliches. Ohne tiefgrundigen Humus en masse, wenn man nur auf ein bißchen verrottendes Wurzelwerk und tiefgrabende Würmer vertraut, wird das nichts mehr mit der Dürrefestigkeit.

    Auch eine Studie aus Bayern:
    https://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/publikationen/daten/informationen/p_20004.pdf

    Zitat:

    Aus den Werten der Tabelle 3 geht hervor, dass sich die etwa doppelt so hohe Hu-musbildung (Anm.: im Vergleich zu reiner Gülleausbringung) bei Stallmist je zur Hälfte aus den tierischen Exkrementen und aus der beigemengten Einstreu ergibt. Eine bessere Humuswirkung des Stallmistes durchden Rotteprozess lässt sich nicht ableiten. Ein Milchviehbetrieb mit Gülleentmistung,der das nicht im Stall benötigte Stroh in den Acker einarbeitet, trägt durch Gülle und Stroheinarbeitung in gleichem Umfang zur Humusbildung in seinen Ackerflächen bei. Diese Aussagen sind auch auf die Mastschweinehaltung zu übertragen. Wenn erfahrungsgemäß zu erwarten ist, dass in Betrieben mit leichten Böden auch im ökologischen Landbau die Strohrotte Probleme bereitet, sollte dem Stallmist der Vorzug gegeben werden.

    … Im Grünland wurde nach ge-wiesen, dass in Güllebetrieben mehr Regenwürmer vorkommen als in Betrieben mit Stallmist. Vergleichbare Reaktionen sind auch auf Ackerflächen zu erwarten.

    Daß Bayer und Co. gern pfluglos mögen, weil da mehr Herbizide benötigt werden, ist mir klar. Und daß manche Ackerbauern sich Kosteneinsparungen versprechen, weil es deutlich weniger Kraftstoff ohne Pflug kostet, ist mir auch klar. Deswegen aber ganz auf den Pflug zu verzichten, halte ich für mutig mit Blick auf die fortschreitende Bodendegradation.

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    • Aber Herr Suhr,

      Woher wissen Sie, dass seit dem Güllezeitalter weniger Stroh wegen fehlenden Mistes auf den Acker ausgebracht wird.

      Ich kenne jemanden der hat über Stroheinarbeitung promoviert.
      Warm sind denn hinten am Mähdrescher Strohhäcksler angebaut worden?

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    • Mark Rössler sagt

      Ein Bodenprofil haben Sie Herr Suhr offensichtlich noch nicht ausgehoben,
      vielleicht suchen Sie sich mal einen Pflugbetrieb und einen mit Minimalbodenbearbeitung.
      Dann sehen wir mal, in welchen Tiefen eine pfluglose Landwirtschaft mit Betrachtung auf den Boden, so vordringt. Bei pflügenden Betrieben endet zu 90% alles auf der Pflugsohle.
      Gerade da fängt der langjährige Pflugverzicht an den Boden immer weiter zu erschließen.

      Man muss eben die Natur selber mehr machen lassen, das fällt vielen schwer.

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  3. Ehemaliger Landwirt sagt

    Herr Willi,
    wenn sie weiterhin jeden Tag so einen positiven Beitrag bringen, treiben sie die ganzen selbsternannten Umweltschützer und die urbane Bevölkerung an den Rand eines Suizides.
    Das ganze Weltbild bricht zusammen, dagegen ist die ganze Pandemie ein Kaffeekränzchen.😒 😂

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  4. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Dampfpflüge wider die Bodenverdichtungen – eine kurze Zeit zwar nur waren ein Teil unserer Vorfahren damit der Zeit weit voraus…

    Damals schon waren Schleppergiganten unterwegs u. haben dabei größflächig keine Bodenverdichtungen verursacht. Heute kaum vorstellbar.

    Heute etwas mehr clevere Innovationen, die vorhandenen Bausteine richtig kombiniert und zusammengesetzt, wobei man nebenbei auf so manche kapitalfressende Highendtechnik verzichten könnte. Schon mittels billigster Elektronik wäre das umsetzbar…

    Wer aber will das!?

    Hier sinnvoll zurück in die Zukunft: Eine Wirkungsgradverdoppelung, ich kann mir gar eine Verdreifachung vorstellen!

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  5. Minimalbodenbeareitung ist voll trendy, und der Regenwurm muss als Kronzeuge dafür herhalten. In der Praxis zeigt sich, dass man beim Beibehalten der Minimalbodenbearbeitung dem Ungrasdruck über pflanzenbauliche Maßnahmen, wie z. B. Einschalten von Sommerungen in enge Wintergetreide-Raps-Fruchtfolgen oder eine verspätete Weizensaat, begegnen muss. Außerdem ist im Weizen, der in Stoppel- und Strohresten des Vorjahres steht, mit einem höheren Krankheitsaufkommen, z. B. durch DTR, Fusariosen usw., zu rechnen. Regenwürmer sind nicht alles. Es gibt gibt auch unliebsame Bodenbewohner, die sich über Zwichenfrüchte kombiniert mit Minimalbodenbearbeitung freuen, beispielsweise Drahtwürmer, die in jüngster Zeit wieder massiv auftreten.
    Schnecken und Feldmäuse verursachen – je nach Jahr und Region – erhebliche Schäden, wenn man diese Schädlinge nicht rechtzeitig bekämpft. In feuchten Jahren kann es vor allem in Raps-Weizen-Fruchtfolgen durch Schneckenfraß zu erheblichen Pflanzenverlusten im Spätsommer und Herbst kommen, die zu ertragswirksamen Bestandeslücken führen. Eine intensive Bodenbearbeitung, z. B. mit dem Pflug, hilft, dass Schnecken und deren Eier keine guten Entwicklungsbedingungen vorfinden und dezimiert werden. Ähnlich ist es mit Feldmäusen, die bei einer explosionsartigen Vermehrung zu enormen Fraßschäden bis zum Totalausfall in ganzen Landstrichen führen können. Auch hier kann eine krumentiefe Lockerung, die zur Zerstörung der Baue führt, eine Massenvermehrung, so wie sie in den letzten Jahren auf den tiefgründigen Standorten Mitteldeutschlands zu beobachten war, vermindern.
    Ein permanenter Pflugverzicht stellt also höhere Anforderungen an die Fruchtfolgen und den Pflanzenschutz. Berücksichtigt man dann noch, dass dem Integrierten Pflanzenschutz in Zukunft noch mehr politische Bedeutung beigemessen wird, steigt der Druck auf die Betriebsleiter, alle Möglichkeiten zu nutzen, um den Pflanzenschutzmit-telaufwand zu minimieren. Erkenntnis: Es gibt keinen Königsweg, der Pflug hat nach wie vor seine Berechtigung und das Mittel der Wahl sollte der Landwirt vor Ort je nach gegebener Situation entscheiden dürfen. Pauschale Vorgaben und Verbote sind hier gewiss nicht zielführend.

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    • Thomas Apfel sagt

      Danke, besser kann man die Problematik nicht zusammenfassen !
      Das Lustige ist nur, dass sich die Würmchen trotz mehr Glyphosat und chemisch-synthetischem Pflanzenschutz beim nicht wendenden System wohler fühlen. Soviel zum Thema „Bodenzerstörung durch Pflanzenschutz“.

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      • Wie der vorherige Autor schrieb: Regenwürmer sind nicht alles. Es gibt weit mehr Bodenleben als nur Würmer, Mikroben beispielsweise.

        Und Sie vergessen das Wesentliche: Pfluglos führt zur Schichtbildung bei Kohlenstoff. Dann ist egal, ob sich da ein paar mehr Würmer tummeln. Würmer stehen für einen natürlichen Humusaufbau, der die intensive Bewirtschaftung nicht kompensieren kann. Denn meist fehlt da eine Kohlenstoffstrategie.

        https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/pflanzenbau/bodenschutz/bodennutzung-bearbeitungsverfahren.html

        Zitat:
        Allerdings führten Verfahren reduzierter Bodenbearbeitung bzw. Direktsaatverfahren zu einer starken Schichtung (Stratifizierung) von Humusgehalten, mikrobiellen Parametern und Nährstoffen, v.a. Phosphor.

        Heißt übersetzt:
        Regenwürmer top.
        Tiefgrundiger Humus flop.

        Ganz ohne Pflug geht es nicht, wenn man tiefgrundig auch was aufbauen will, was man sollte so mit Blick auf lange Dürrezeiten und ressourcenschonenden Umgang (1% Humus entspricht übers Jahr 25kg Nitrat/ha von unten, enorme Wasserspeicherkapazität, politisch interessant, wenn man Böden so als CO2-Senke aufbaut). Von den phytosanitären Aspekten, die oben angesprochen wurden (Schnecken und Mäuse) ganz zu schweigen.

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    • Christian Suhr sagt

      Ich mag Ihren Kommentar und würde mich gern zum Thema Humusaufbau austauschen, das eine oder andere so womöglich bei mir ergänzen, wenn Sie mögen, schreiben Sie mir gern an christian_suhr@t-online.de.

      Kann sein, daß ich nicht so schnell reagiere, ich diskutiere bis runter nach Österreich mit Bäuerinnen und Bauern darüber. Aber vielleicht kann man die Infos zusammenwerfen.

      Was Fusarium angeht, dachte ich es auch, aber hier hat eine Studie es nicht belegen können (wohl aber bei Schnecken und Mäusen):
      https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/pflanzenbau/bodenschutz/bodennutzung-bearbeitungsverfahren.html

      Zitat:
      Bezüglich der Qualität konnten hinsichtlich des Fusariumbefalls beim DON-Wert (Deoxynivalenol, Mykotoxin) und beim Rohproteingehalt im Korn infolge unterschiedlicher Bodenbearbeitungsvarianten keine nennenswerten Unterschiede festgestellt werden.

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  6. Wilhelm Harms sagt

    Moin,
    Watt ne Meldung !

    Silvesterparty anno 1980:
    Ein erziehungsgrüner Bekannter hat mir erklärt wieviel Zusatz- und Konservierungsstoffe bis hin zu Schwermetallen
    in konventionellen Wiener Würstchen drin sind.
    Er fand das haarsträubend ungesund bis sogar eklig !
    Auf meine Antwort und Frage nach den Inhaltstoffen von Biowürstchen hat er mich vollkommen verwirrt angesehen, hatte keine Vergleichsdaten und wusste keine Antwort – außer immer wieder das Ungesunde an den Konventionellen zu betonen !

    Bleibt aber die Frage ob man sich auf das unehrlich-reißerrische Niveau dieser Freizeitideologen und Hobbywissenschaftler begeben sollte?

    Ich denke nein – was die Sache für uns nicht einfacher macht, eher deutlich erschwert – denn es wird (wir werden !) belogen das sich die Balken biegen.

    Aber wie anders finden wir zu ehrlichem sachdienlichen Umgang zurück ?

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  7. Das ist nicht neu. Das wusste ja schon Charles Darwin…

    Heutzutage muss man aber ein wenig pflügen um die Bodenverdichtung zu verhindern (Traktor). Oder sehe ich das falsch?

    –> Möglichkeit wäre ja auch die Traktoren leichter zu machen, oder? Dann reicht wohl grubbern, oder?

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    • Thomas Apfel sagt

      Die Regenwürmer waren schon vor uns auf der Erde und vor allem vor dem Pflug. Ihre Lebensart ist, sich organisches Matereial von der Oberfläche zu holen und in die Gänge zu ziehen. Die haben eine absolute Allergie gegen Eisen das durch die Erde gezogen wird, vor allem, wenn es die Schicht aus der Die Würmer ihre Nahrung ziehen, tief einbuddelt.
      Genau deswegen funktioniert Grubbern besser, weil Oben oben bleibt und Unten unten bleibt. Das mit den Bodenverdichtungen stimmt so nicht. Ob es dazu kommt, hängt zuerts von der Bodenart und dann von verschiedenen technischen Aspekten ab. Ein Traktor mit 3,5 to Eigengewicht und schmalen Reifen verursacht mehr Bodendruck, als ein Traktor mit 10 to Eigengewicht und 600-er Walzen, nur mal so als Beispiel.

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    • Paulus sagt

      @Paul, ich hatte mich zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn mit Turbinen zu beschäftigen, in erster Linie für Militärjets aber auch für möglichen Luftkissentransport.
      Wir haben damals tolle Berechnungen angestellt und auf Prüfständen experimentiert.
      Was soll ich sagen. Ein leichtes Gerät zieht nichts und was die Luftkissengeschichte betrifft
      gibt es das bei den Flurfördergeräten, auf harten und extrem ebenen Böden. Die Gesetze der Physik sind nun mal unerbittlich. Ein schwebender Schlepper ist durchaus denkbar, leider würde von dem Acker nicht mehr viel übrig bleiben. Der wäre sozusagen vom Winde verweht.
      Ist ungefähr genau so wie die fälschliche Annahme ein Rückepferd wäre bodenschonender als ein Vollernter. Lass einen schweren Zossen mal so ca. 10-mal mit Last über die Rückegasse trampeln …

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  8. Oberländer sagt

    Diese Nachricht freut mich auch,
    Aber wenn jetzt der Landwirt nicht mehr
    pflügen braucht um das Bodenleben zu fördern
    müssen wir trotzdem aufpassen das wir nicht
    als Landwirte untergepflügt , äh gewendet werden

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