Bauer Willi
Kommentare 24

Wetter und Lebensmittelpreise

Ich habe diesen interessanten Artikel gefunden, in dem aufgeführt wird, bei welchen Wetterereignissen (weltweit) dies Einfluss auf die Lebensmittelpreise hatte.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/lebensmittelpreise-duerre-und-starkregen-verteuern-weltweit-wichtige-nahrungsmittel-a-8609fe19-fb90-4ddf-aea3-bc0bcb317293

Aktuell könnten wir Futterweizen für 16,80 €/dt verkaufen. Wie sich die Preise an der Börse MATIF entwickeln, kann man hier nachschauen

https://www.kaack-terminhandel.de/

Die MATIF-Preise sind Orientierung für alle, die mit Agrarrohstoffen handeln.

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24 Kommentare

  1. Limes sagt

    Es ist sehr gut dass der Spiegel und der Autor der Studie die Gefahren von Lebensmittelknappheit thematisieren.
    Die Gefahr ist nicht neu eine sinnvolle Strategie gegen Verteuerung, Knappheit und explodierende Preise ist die Streuung des Risikos neudeutsch Diversifikation. War mal die Grundeinstellung von landwirtschaftlcihen Betrieben. Bauern hatten das volle Programm im Betrieb Ackerbau mindestens Kühe, Schweine und Hühner natürlich überwiegend mit Futter aus dem Betrieb dazu Omas Hausgarten und Obstbäume. Selbst in Arbeitersiedlungen wurde neben Gemüse im Hausgarten oft noch Ziegen, Kaninchen und Hühner gehalten.
    So war man versorgt auch bei Widrigkeiten. Seit 50 Jahren Übergang in spezialisierte ldw Betriebe mit Fokus auf eine Tierart und/oder Ackerbau auf den dafür am besten geeigneten Standorten. Arbeiter versorgen sich heute eher nicht mehr selber sondern beim LEH Discounter.
    Die Kombination aus tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln hat sich in D bewährt und bietet auch in Zukunft die beste Versicherung gegen die prognostizierten Gefahren von Lebensmittelknappheit. Mit der entsprechenden Resilienzstratege aus Tier und Pflanzenproduktion auf den geeigneten Standorten ist D immer gut beraten und entsprechend vorbereitet. Es muß nicht unbedingt jeder Betrieb alles anbauen wie früher aber mit einer entsprechenden Verflechtung von Tier und Pflanzenproduktion ist eine ausgesprochen gute und sinnvolle Resilienzstrategie gegen potentille Lebensmuttelknappheiten möglich.
    Es muß auch nicht immer Oliveöl sein, Rapsöl ist auch gesund und der Extraktionsanteil kann sehr gut zur Tierfüttterung verwertet werden. Vielleicht sollten wieder mehr heimische Produkte die hier gute Voraussetzungen für den Anbau bieten und ihr Nutzen in den Fokus der Überlegungen rücken.
    Bei gutem Mangement könnten erwirtschaftete Überschüsse in Länder mit Mangel abgegeben werden und umgekehrt. Nicht zu vergessen wir können das wenn wir wollen denn wir leben in einer Gunstregion mit relativ stabilen Erträgen sofern die entsprechenden Betriebsmittel eingesetzt werden (dürfen).

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    • Peter sagt

      Schon gemerkt, dass das so nicht funktioniert? …der Selbsterhaltungstrieb treibt die Menschen aus den Ländern mit Mangel in Form von Völkerwanderungen in „unsere“ Gunstregion. Niemand wartet bis was abgegeben oder geliefert wird. Das geht genau so lange, bis auch die (noch) stabilen Systeme kippen. Ab dann macht keiner mehr Studien über den Einfluss von Wetter auf Lebensmittelpreise.

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      • Topfheiler sagt

        alles ganz normal neuvermittung m³ 19eur. Löwentor Emmendingen. Kartoffelpreie unterirdisch Drahtwürmer Zikaden usw, in Sichtweite .

  2. Alberto Guidorzi sagt

    Der Autor sagt: „Solange wir nicht auf Netto-Null-Emissionen mögen, werden die Wetterextreme nur noch schlimmer werden, und schon jetzt schädigen sie die Ernten und treiben die Lebensmittelpreise auf der ganzen Welt in die Höhe“. Ich frage? Doch wie schnell ist mit null Emissionen zu rechnen? Es darf nicht passieren, dass wir bereits hungern, bevor der versprochene Überfluss zurückkehrt.

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    • zmp_nachfahre sagt

      Was für ein Schwachsinn!
      Der jetzt etwas höhere CO2-Gehalt der Atmosphäre sorgt gerade für größere Ernten!
      Und die Wetterextreme nehmen nachweislich NICHT zu!
      Propaganda halt.

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  3. Alberto Guidorzi sagt

    Lassen Sie sich nicht zu sehr von den Weltmarktpreisen beeinflussen. Diese Preise müssen im Kontext betrachtet werden. Das bedeutet, dass nur 20 % der globalen Rohstoffe diese Preise generieren; die restlichen 80 % sind Eigenverbrauch und daher nicht marktfähig. Diese 20 % sind viel stärker vom Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage und insbesondere von Spekulationen beeinflusst. Da die Produzenten zudem Überschüsse produzieren, spiegeln die Preise oft nicht den Wert wider.

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  4. Viktor sagt

    dir Länder versuchen die infladion mit Senkung der Agrapreise niedriger zu halten unser Preise sind niedrig der handel verdient sich blöd

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  5. Bergamasca sagt

    Bisschen naiv, diese Studie, oder? Zumindest wird in diesem Artikel mit keinem Wort erwähnt, dass die Lebensmittelpreise nach Schlechtwetterereignissen nur zum geringeren Teil durch reale Verknappung beeinflusst werden. Vielmehr sind da Misswirtschaft (Korruption) und nicht zuletzt eine gewaltige globale Spekulationsmaschine im Spiel. Und Spekulation wird definitiv ultrakurzfristig wirksam, das ist also auch nichts Neues.
    So hält der Artikel hauptsächlich die Klima-Angst am Kochen und lenkt gleichzeitig von den eigentlichen Missständen ab.

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    • Stadtmensch sagt

      „eine gewaltige globale Spekulationsmaschine im Spiel“

      Kapitalismus und Landwirtschaft halt. Da verhungert man im Extremfall vor vollen Speichern.

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      • Arnold Krämer sagt

        …wenn, dann nur die Städter, nur die Städter 😎
        Ist aber auch reine Theorie, weil die Spekulanten bzw. Lagerhausbetreiber irgendwann doch verkaufen, um die Löcher der Vergangenheit zu stopfen.

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        • Limes sagt

          ja die „Kapitalisten“ verkaufen schon aus Angst davor das der Wettbewerber schneller ist, das Geschäft macht und den Markt flutet
          Anders die „Sozialisten“ die präferieren das horden von Ware aus Angst sie morgen nicht mehr verfügbar ist. Dieses Phänomen konnte man z.B unmittelbar nach der Wende beobachten. Plötzlich kamen Altbestände an Pestiziden zum Vorschein die für lange Zeit reichten nicht nur für eine Vegetationsperiode.

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  6. Peter sagt

    Ein Potsdamer Ideologe und eine hohle Blechbüchse mit dem Status Supercomputer, dazu ein paar Handlanger und schon werden wieder einfache Aussagen teuer erarbeitet und der typische Alarmismus gefördert. Ich könnte kotzen im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe nur ganz kurz Zeit und schnell mal Japan und Reis angeschaut. Vielleicht ist das hier: https://www.fr.de/wirtschaft/hohe-reispreise-belasten-japan-trumps-zoelle-verschaerfen-die-krise-zr-93776998.html eine umfassendere Erklärung. Meine Lieblingsaussage ist natürlich: „Im Rahmen eines Stilllegungsprogramm der japanischen Regierung wurden jahrelang Anbauflächen für Reis reduziert …“ Mit den Regierungen weltweit scheint irgendwas nicht in Ordnung…oder sind es doch nur Marionetten?!

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    • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

      Ist so wie beim Kakaopreis. Man erzählt uns was von Dürre, aber EU-Klimakompensationen sollen auch eine Rolle spielen.

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  7. Christian Bothe sagt

    Kaack-Terminhandel: War auch zu meiner aktiven Zeit(10 Jahre) im Agrar-und Futtermittelgeschäft eine gute Infoquelle im täglichen Handel mit den Agrarbetrieben( Ein-und Verkauf)!

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  8. Ludwig sagt

    Wie lange können wir Bauern uns noch diese ruinösen „Marktpreise“ noch erlauben wenn die Vollkosten bei 23/24 Euro/dt Weizen liegen. Klar ist sicherlich , daß in der Getreideernte
    der Annahmedruck so hoch ist , daß der Handel sich das gut bezahlen läst und natürlich das Marktrisiko minmieren will , da der richtige Markt sich erst nach der Ernte bildet , da keiner weis wie hoch wirklich die Ernte ausfällt und in welche Richtung die Preisentwicklung stattfindet. Gut ist der dran , der seine Ernte erst einmal selbst einlagert , trocknet , reinigt und in Ruhe sich von den Laboren die Qualitäten im Lager bescheinigen läst. Mehrere Analysen von verschiedenen Laboren sind hier sehr hilfreich , da das die Qualität mit zwei oder drei Analysen stark untermauert und später bei den Preisverhandlungen eine sichere Basis bedeutet. Allerdings muß man sich den Ruf gegenüber den Abnehmern auch über Jahre erarbeiten , daß die Probenahme auch korrekt ist. Wenn dann ab September/Oktober die Marktbeteiligten den Markt analysiert haben und den Bedarf erkennen , entstehen dann auch die Verwertungsrichtungen , ob ins Futter oder in die Mehlmühlen. Im letzten Jahr war
    Rohproteinweizen knapp und dort gab es Aufschläge . Zur Zeit fragen die Futtermühlen nach , weil die Erntemengen durch den Regen nicht kommen und der Weizen auf den Feldern auf besseres Wetter wartet damit die Erntemaschinen kommen können. Dazu kommt dann noch das weltweite Erntegeschehen . Ob die die Dürre in Rußland und China stimmt weis zur Zeit keiner. Deshalb ist die Marktanalyse und diverse Marktbesprechungen mit verschiedenen Händlern unerläßlich.

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    • Arnold Krämer sagt

      Ein wesentlicher Teil der Vollkosten sind die Flächenkosten. Das sind dann kalkulatorische Kosten für die Eigentumsflächen und pagatorische Kosten für die Pachtflächen. Das Pachtpreisgeschehen ist regional und teilweise sogar örtlich sehr unterschiedlich und wird durch viele Faktoren, am wenigsten aber durch das Getreidepreisniveau bestimmt. Das ist zu bedauern, aber nicht zu ändern, wenn nicht auf breiterer Front „Nein“ zu den Pachtpreisforderungen früherer Berufskollegen gesagt wird. Ein Hauptgrund (Umsatzsteuerpauschalierung) für regional sehr hohe Pachtpreise ist mittlerweile entfallen, aber das „System“ ist eben sehr träge.

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    • Kemetbauer sagt

      Für ansprechende Qualitäten ist das wohl richtig aber die wird es in diesem Jahr nur in geringem Maße geben. Wer Futterware im letzten Jahr eingelagert hatte, wird sich bis in das Frühjahr hinein wohl geärgert haben. Die Kosten der Einlagerung jedenfalls sind nicht zusätzlich bezahlt worden.
      Ja, die leiben Opportunitätskosten. Es ist natürlich aufschlussreich, zu wissen, ob sich das Rad auch drehen würde, wenn man nur Pachtflächen bewirtschaften würde. Aber schon der Konjunktiv besagt, dass es eine rein theoretische Berechnung ist. Da in D. ca. 65% der von den Betreiben bewirtschafteten Fläche Pachtflächen sind, ist der ökonomische Vorteil, aufgrund der tatsächlich für diese Flächen nicht gezahlten Pacht, eher gering. Auf der anderen Seite sollte man bedenken, dass die Pachteinnahmen in die Altersabsicherung einkalkuliert sind. Oder will man den ldw. Rentnern zumuten, von z.T. weit weniger als 1000€/Monat Altersrente zu leben?
      Völlig lustig wird es, wenn man die Verkehrswerte der ldw. Flächen in Relation zum erzielten Umsatz setzt. Millionenäcker mit brutto 2000€/ha Jahresumsatz.

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  9. Ex-Baumschuler sagt

    Die Original-Studie ist hier veröffentlicht: https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/ade45f

    Oben auf der Seite prangt die selbst vergebene wissenschaftliche Auszeichnung: „PURPOSE-LED PUBLISHING™“ (mit Markenzeichen sogar), was wohl bedeuten soll, dass der Deal exclusively von den Sozen gesponsort ist, um die Bevölkerung zu verwirren. Fragt sich nur, woher die wieder das Geld haben.

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    • Bergamasca sagt

      Danke für den Link zur Originalstudie.

      Unter https://www.purposeledpublishing.org/ erklären die Publisher:
      „Purpose-Led Publishing is a coalition of three publishers in the field of physical sciences: AIP Publishing, the American Physical Society and IOP Publishing.
      Together, as publishers that will always put purpose above profit, we have defined a set of industry standards that underpin high-quality, ethical scholarly communications.
      We are proudly declaring that science is our only shareholder.“

      Mich dünkt, dass for-purpose genauso schlimm sein kann wie for-profit.

      • zmp_nachfahre sagt

        Das kommt halt darauf an, welche „purpose“ diese Leute haben.
        Wissenschaft ist es höchstwahrscheinlich nicht…

      • Limes sagt

        es gibt einen deutlichen Unterschied Für profit = Gewinn gibt es eine definierte allgemeingültige nachvollziehbare Währungseinheit z.B € oder $ und ist damit messbar
        Der purpose wird von den Protagonisten selber definiert, folgt keinen allgemeingültigen Regeln und ist damit nicht messbar also für die Allgemeinheit nutzlos

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  10. Joachim Kaiser sagt

    Guten Morgen
    Vor Wochen habe ich von einer Studie (Bericht) gehört, da wird die Coronaimpfung mit einem höheren Krebserkrankung in Verbindung gebracht.
    Jetzt kommt der Spiegel Bericht ( andere Forscher) zu dem Ergebnis das die Krebserkrankungen an der Ernährung festgemacht werden.

    Frage: Wem soll ich jetzt noch glauben schenken?

    Bei uns im Ort sind schon mehrere an Krebs gestorben vor ein paar Jahren vom Alter 17, 28, 59, 85 .
    Der Mann der mit 85 Jahren gestorben ist, war einmal in seinem Garten und auf einmal hat das ganze Gemüse nach Kerosin (Benzin) gerochen.
    Wir leben in der Einflugschneise von Zürich Kloten.
    Ich bin überzeugt das die Krebserkrankungen eher auf das Essen von Kerosin beregnetes Gemüse her kommt.
    Deshalb ist es für mich unverständlich das von Politik und ihren Beamten die Fleischindustrie kaputt gemacht werden.

    Trotzdem wünsche ich allen einen schönen Tag.

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  11. Frikadellen piet 46 sagt

    Moin man sieht also die Vermarktung unserer Produkte ist gar nicht einfach. Man muss also sehr viele Sachen beachten, nicht nur Putins Krieg hat einen Fluss! Es ist also die Frage wann sicher ich habe macht lagern sind oder nicht. Fragt maln aber einzelne Landwirte hat jeder richtig gemacht.

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