Ich habe hier schon mal über das „Holländische Modell“ berichtet, in dem eine Gruppe von Landwirten einer Region Naturschutzmaßnahmen gemeinsam umsetzen. Jetzt möchte das Thünen-Institut wissen, was Landwirte über solche und ähnliche „Kooperative Naturschutzmaßnahmen“ wissen und wie sie solche einschätzen. Dazu habe ich folgenden Brief erhalten:
Sehr geehrter Herr Kremer-Schillings,
im Rahmen des Projekts Modell Naturschutz-Kooperativen (MoNaKo) führt das Thünen-Institut aktuell eine bundesweite Online-Umfrage unter Landwirtinnen und Landwirten durch.
Ziel der Befragung ist es, zu verstehen, wie die Landwirte und Landwirtinnen kooperative Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen einschätzen und was Voraussetzungen für eine Teilnahme wären.
Bislang gibt es hierzu nur wenige Erkenntnisse aus der landwirtschaftlichen Praxis.
Die Umfrage richtet sich an alle Landwirte, unabhängig davon, ob bereits Erfahrungen mit kooperativen Agrarumweltmaßnahmen bestehen oder nicht.
Die Teilnahme dauert etwa 10-15 Minuten und erfolgt anonym.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie die Umfrage über Ihre Kommunikationskanäle (z. B. Newsletter, Website oder Social Media) teilen könnten.
Zur Umfrage:
https://thuenen.limequery.com/489247?lang=de
Ich habe schon an der Umfrage teilgenommen und würde mir wünschen, wenn viele Berufskollegen und -kolleginnen mitmachen würden.


Wir streiten im Tagesgeschäft mit den Naturschutzbehörden um die Definition von „Wald“. In Niedersachsen wird jede Ansammlung von Bäumen mit über 1000qm als Wald definiert, welche dann einer besonderen Betrachtung hinsichtlich des Eintrags von Ammoniak bedarf. Und jedes Biotop im Umkreis von 1000m kommt noch als Bonbon oben drauf. Alte Hofstellen, die mehrere hundert Jahre am gleichen Standort produzieren stehen vor dem Aus, weil die Naturschutzrechtlichen Belange täglich erweitert werden.
In einer Diskussionsrunde mit der damaligen Umweltministerin Lemke habe ich ihr gegenüber sehr deutlich gemacht, dass, wenn Politik so weitermacht, der „Gesellschaft“ (ein so gerne genommenes Wort) die „Malocher“ ausgehen. Es ist immer mehr ersichtlich, dass nicht nur die „Malocher“ fehlen werden, sondern auch die „Macher“ und „Ernährer“. Und was dann? KI und LIDL machen erstmal nicht satt. KI nur, wenn sie einen Fermeter mit „ach so genialen“ LM-ersatzstoffen steuert. Und LIDL nur, wenn als Ersatz für die zerstörte LW in Europa das Ausland einspringt. Tolle Aussichten mit Erpressungspotential.
Das ist Kapitalismus hier! Kein Wünschkonzert! Wir gehen in die „Schöpferische Zerstörung“.
Rüstungsaktien ins Portfolio und freuen! Das sichert Wachstum und Wohlstand: Aus der Dlf App | Zeitfragen. Feature | Nach dem Krieg – Syriens Erbe in Böden, Wasser und Körpern https://share.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.html?audio_id=dira_45D44F5A5B3E11F17CE948DF3755BF60
Dank auch an alle verantwortungsvollen Politiker*innen, die das erkannt haben und unterstützen!
„Der Krieg in Syrien ist offiziell vorbei – zumindest an vielen Fronten. Doch seine Folgen verschwinden nicht mit dem Verstummen der Waffen. Viele Menschen kämpfen mit den Folgen: Schadstoffe, zerstörte Infrastruktur und Krankheiten.“
DESHALB kann man aus humanitären Gründen auch nicht dorthin abschieben….schöne neue Geschichte, um die Syrer im sicheren Deutschland zu halten….obwohl, hier ist es nach Aussagen der DUH ja auch nicht besser. Wohin können wir noch gehen? 😕
Da steht auch sinngemäß, dass wir wohl aufgrund des massiven Kampfmitteleintrages in die ukrainischen Böden, nur noch leckeres Getreide von dort beziehen werden. Ich schlage vor: jetzt erst recht! Nie wieder heißt ja eigentlich „Nie wieder einen Krieg verlieren“.
Außerdem war es bis Mitte 2014 opportun, Waffen an Assad zu liefern oder halt an die Türkei. Wir ernten was wir säen. Flüchtlinge bleiben hier zum mahnenden Gedenken daran, dass Linke immer recht haben!
@Stadtmensch
Können Sie mir sagen, was Ihr Kommentar mit dem Thema zu tun hat?
Ja, kann ich.
Ich finde es immer sehr unterhaltsam, wie die verbliebenen Malocher (die nicht von Renten oder Kapitalerträgen leben können oder mit einem Nebenjob bei einem NaMaKo-Projekt um die Runden kommen) über die Begleitumstände des Wirtschaftssystems ihrer Wahl klagen: Erpressung! Monopole! Entfremdung! Umwertung aller Werte!
Und dann rennen sie zum Herrn Porchardt und lassen sich von ihm erzählen, wie schön es war, als die katholische Kirche noch die Deutungshoheit hatte, und wie schlimm das mit der „Freiheitsberaubung“ bei Corona war. Und überhaupt: Gendern! Das ist alles so schlimm, da vergessen wir doch glatt, warum so viele Menschen keine andere Wahl haben, als in der Spaßindustrie oder im Staatsdienst oder in NGO ein Auskommen zu suchen. Die Industrie braucht keine Menschen mehr.
Deshalb brauchen wir „Institute“, „Kompetenzcluster“ und Stiftungen für NaMaKo-Projekte und für mehr Mohn und Disteln im Feld. Weil die so schön bunt sind!
Das Essen kommt dann eben aus der Ukraine! So, und hier bin ich dann eingestiegen mit meiner üblichen schlechten Laune.
Nochmal zum Porchardt: Ich würde ihn und Herrn Rieck gerne mal hier im Kiez erleben wollen, wie sie (ohne Staatsmacht) ein Haus voller auffälliger Slowaken (Roma) abschieben. Das Haus und noch viele weitere gehört nämlich einem Bürgerlichen. Sein „Geschäftsmodell“ ist das Absahnen von Bürgergeld, indem er Schrott-Immobilien kauft und an Leute vermietet, die es nötig haben. Achso ja – meine Definition von Shit-Bürgertum…
Der Bürgerliche braucht unbedingt viel Staatsmacht und Anwälte. Wie kann er dem Staat keine Steuern zahlen wollen? Die hohe Staatsquote ist das Schutzgeld, das er zu zahlen hat, ansonsten kann er auswandern, wenn er sich das leisten kann. Ich schweife ab. Hat mich so aufgeregt das Rieck-Porchardt Interview…
Ich hab mir heute 3 Stunden vom Parteitag der Linken angesehen. Die labern alle so einen Müll, wie der Stadtmensch. Jetzt ist mir Vieles klar…….
Schon fast pathologisch, find ich.
Unsere Gesellschaft ist wirklich tolerant, wenn man sieht, wen man alles durchfüttert.
Ich glaube die meisten Delegierten haben einen normalen Job und betreiben ihr politisches Engagement in der Freizeit.
Der bürgerliche Dampfplauder hingegen vermüllt das Internet mit kommerzialisierten Tiraden gegen alles, was seine schöne heile Welt der bräsigen Kapitalverwertung stört.
Ist vergleichbar mit der ZKL. Man suggeriert Teilhabe und Mitwirkungsmöglichkeit weil die Politik selbst nicht Willens und in der Lage ist, etwas Vernünftiges umzusetzen.
Der Glaube an die Umsetzbarkeit in solch schwierigen Zeiten dürfte minimal sein. EU-Recht, Bundesrecht, Länderrecht und finanzielle Unterfütterung werden dem Ganzen wohl kaum eine Chance einräumen.
Guten Morgen
Ich werde an der Umfrage nicht teilnehmen.
Ich habe bei dem gemeinsamen Antrag nie ein Programm mit gemacht das nur als Lockmittel eingeführt wurde.
Bei der Weideprämie habe ich mitgemacht weil meine Tiere sowieso auf die Weide getrieben werden.
Es kommt am Ende dann die Pflicht für alle und Geld gibt es dann auch nicht mehr.
So soll nun das Geld für die Weideprämie gestrichen werden im Zuge des Bürokratie Abbau.
Die Maßnahme 4 oder 6 Kennarten im Grünland ist der Beginn der Enteignung.
Wer das nicht erkennt macht mit.
Die die schon Flächen als FFH ausgewiesen bewirtschaften müssen mit dieser Maßnahme nun noch die Überwachung selbst machen. Was müssen diese Landwirte zahlen wenn sich der Zustand ändert?
Da sind immer schnell die Zahlen 50.000,-€ im Raum als Bußgeld.
Schönen Tag allen, bei uns hat es gestern 8 Liter Regen gegeben.
was soll denn das Ziel sein von dem Unsinn,es ist doch sowieso kein Geld da.
Vielleicht gibt’s ja eine Bratwurst!
Bauern können umsonst arbeiten…
Wie ihr vielleicht wisst, bin ich bekennender Kritiker von Online-Umfragen. Kein „Forschungsinstrument“ ist anfälliger für gezielte Manipulationen.
Diese Umfrage steht allen offen, auch wenn sie keine Landwirtschaft betreiben, aber vorgegeben es zu tun. Nichts ist einfacher als beispielsweise Nabu-Mitglied, die „Forschungs“ergebnisse in die gewünschte Richtung zu lenken.
P.S. Auch das aktuell laufende Hochschul-Ranking von topagrar ist auf diese Weise leicht zu manipulieren, so dass man begründet dessen Aussagefähigkeit anzweifeln kann.
Stimmt voll und ganz!
Das Ganze dient wieder nur dazu, Forschungsgelder „abzugreifen“ und eine Dr.-Titel zu erwerben.
Die politische Relevanz geht gegen Null.
1. Das Geld geht aus
2. Zuviel Mißtrauen auf politischer Seite. Man müsste einen großen rechtlichen Freiraum schaffen und einzelne Behörden vor Ort machen lassen.
Drei „Dinge“ müssten gegeben sein:
„Geeignete“ Objekte, vertrauenswürdige Behörden/Organisationen, größere wirtschaftliche Anreize über einen Nachteilsausgleich hinaus.
Ja. Mit Fragebogen-Auswertungen kann man Dr.-Titel bekommen. In den letzten Monaten habe ich mir die Mühe gemacht, um Publikationen bekannter Umfrage-Lehrstühle nicht nur zu lesen, sondern wenn möglich auch nachzurechnen.
Ergebnis: Ernüchternd. Ohne einen Taschenrechner in die Hand nehmen zu müssen, fielen teils offensichtliche Fehler ins Auge. Bislang mussten 3 Paper korrigiert werden; zwei davon nach Veröffentlichung in peer-reviewed Journals. Einige Veröffentlichungen versuchten im Kapitel „Limitations“ die Studie zu retten.
Auswirkungen, mit denen ich nun leben muss: Ich sei ein scharfer Kritiker meiner gesamten Alma Mater, obwohl ich nur den wissenschaftlichen Diskurs geführt habe. Sachliche Argumente zu meinen Diskussionspunkten seitens des Dekans der Agrarfakultät: Fehlanzeige.
Ich kann damit leben. Ich kann auch damit leben, wenn meine Kritik am Hochschul-Ranking der topagrar darin mündet, meine Person zu verunglimpfen.
Die in der Umfrage angeführten Organisationsformen zu den kooperativen Naturschutzmaßnahmen, werden uns nicht weiterbringen. Da drängt sich schnell der Eindruck einer weiteren Kontrollebene auf. Die benötigen wir nun mal gar nicht! Behörden, NGOs und andere, werden diese Maßnahmen lediglich wegen ihrer Einträglichkeit vorantreiben. Der Bauer ist da lediglich Mittel zum Zweck.