Bauer Willi
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Wer interessiert sich aktuell eigentlich für die Landwirtschaft?

Aktuell haben wir in Teilen von Deutschland eine fast schon historische Dürre. Besonders schwer betroffen sind das Rheinland, Rheinland-Pfalz aber auch Teile von Baden-Württemberg. In anderen Regionen hat es auch wenig geregnet und es war sehr heiß, so dass auch dort Einbußen in der Landwirtschaft zu verzeichnen sind, die aber bisher noch nicht so dramatisch ausfallen. In den Medien wird vor allem über niedrige Flusspegel berichtet und dass der Schiffsverkehr behindert ist. Dadurch könnte vieles teurer werden.

  • Wie war denn nun die Ernte bisher?

Der DRV hat dazu eine aktuelle Meldung herausgegeben. Fazit in Kürze: unter dem langjährigen Schnitt.

2026_08_13_PM-Ernteschätzung

Die Versorgungssicherheit ist aber nicht gefährdet und Brot wird wegen der knappen Getreideernte auch nicht teurer. Vermutlich aber wohl wegen steigenden Kosten für Energie, Logistik oder Löhnen.

  • Was sagt die Politik zu Hitze und Dürre?

Alois Rainer (unser derzeitiger Agrarminister)  hatte angesichts der extremen Dürre und Trockenheit im August 2026 bei einer Almbegehung salopp geäußert: „Ich kann’s nicht regnen lassen, sonst tät ich’s machen.“ Freunde hat er sich damit nicht gemacht.

Das Ministerium wird wie folgt zitiert: „Mit Blick auf die aktuelle Dürre sagt ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums, die Situation sei kein neues Problem, sie sei ähnlich wie in den vergangenen Jahren. Die Regierung beobachte die Lage und sei im Austausch mit allen Akteuren.“

https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/duerre-landwirte-ernteeinbussen-100.html

Nun können wir Landwirte mit Wetter umgehen. Wie nicht anders zu erwarten ruft der Bauernverband nach staatlicher Hilfe. Die wären auch relativ einfach möglich, wenn man die Steuerzahlungen auf mehrere Jahre verteilt und so gute mit schlechten Jahren quasi „verschneiden“ kann. (Steuerliche Rücklagen) Auch die Unterstützung einer Mehrgefahrenversicherung wäre für alle Betriebe sinnvoll. In der jetzigen Situation eine gerechte Lösung aus dem Hut zu zaubern ist sehr schwierig, denn nicht jeder ist bedürftig.

  • Schweinegipfel in Berlin

Wo es wirklich existentiell wird, ist die Schweinehaltung. Selbst die „Bild“ hat dieses Thema aufgegriffen: https://www.bild.de/news/inland/bauern-fordern-sauschnelle-hilfe-lage-am-schweinemarkt-katastrophal-6a7bdd670e3689919ec78685

Am 12. August tagte der sogenannte „Schweinegipfel“ in Berlin. Das Ergebnis (Zitat):  „Welche konkreten Maßnahmen aus dem Gipfel folgen würden, gab das Bundeslandwirtschaftsministerium bisher nicht bekannt.“

https://www.landundforst.de/politik/desastroese-lage-schweinebranche-krisengipfel-alois-rainer-ergab-576076

Zum Schluss: Minister Rainer berichtet im Kabinett über die Dürre. Dazu diese Pressemitteilung des Ministeriums

https://www.bmleh.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/067-d%C3%BCrre-kabinett.html

Lesen Sie selbst, welche Vorschläge (aus der Mottenkiste) jetzt wieder gemacht werden. Bis diese – wenn überhaupt – umgesetzt werden, haben schon wieder viele tausend Betriebe das Hoftor für immer zugemacht.

Deutschlands Bauern sterben leise…

 

 

 

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65 Kommentare

  1. Kemetbauer sagt

    Wer sein negatives Bild bezüglich des Wirkens unseres Landwirtschaftsministers untermauern möchte, der möge sich das gerade im Morgenmagazin gesendete Interview mit Rainer anschauen. Leider ließ ihn Herr Sirin viel zu schnell vom Haken. Ein völlig desaströser Auftritt!

  2. evonik sagt

    Bezüglich der Schäden durch die Dürre ist der Rainer die falsche Adresse:

    Da müssten die Bauern sich beim Umweltministerium beschweren. Die eigentliche Ursache für die Dürren sind ja die Windräder!

    Ich dachte als Erstes an mit Wasser gefüllte Güllefässer und damit das Ministerium bewässern. Einfacher und billiger wäre es aber nach Hydranten in der Nähe des Ministeriums zu suchen und mit Standrohr und Schläuchen dort alles zu gießen.

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  3. M. Koch sagt

    Ist es nicht Zeit, auch über radikale Lösungen nachzudenken? Wir suchen uns einen anderen Beruf, wir legen alles still und der Staat soll das selbst organisieren mit der Produktion von Lebensmitteln und dann die Risiken tragen.

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    • Bauer Willi sagt

      Der Staat wird nichts organisieren. Die Lebensmittelkonzerne werden für die Versorgung der Bevölkerung sorgen und noch reicher werden. Es gibt ja keine Alternative zu Aldi, Lidl und Co.

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      • Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

        So billig wie die Bauern können Lidl und Co niemals produzieren. Wie die dann reicher werden sollen entzieht sich meinem Wissen.

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        • Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

          Importpreise sind nur solange niedrig solange es auch heimische Produktion gibt.

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        • Bauer Willi sagt

          Lidl und Co werden auch nichts produzieren sondern nur für die Beschaffung sorgen. Die Kosten spielen dabei keine Rolle, denn es gibt für die Masse der Bevölkerung ja keine Alternative. 85% der Lebensmittel werden von 4 Konzernen gehandelt, die dann die Preise diktieren (was sie ja de facto auch heute schon tun).
          Warum sie noch reicher werden? Weil die vier ein Oligopol bilden, in dem das möglich ist. Das Kartellamt ist ein zahnloser Tiger und kann abgeschafft werden.

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    • Smarti sagt

      Herr Koch, die Dürre und die daraus resultierenden Futterkosten werden dazu führen, dass radikal aufgeräumt wird in den Ställen. Noch hofft jeder auf Regen, das könnte zu einer Entspannung führen. Wenn aber nicht bald etwas wächst auf den Wiesen, dann gehen die Rauhfutterpreise noch mehr durch die Decke. Pferdehalter machen jetzt schon Panikkäufe, Heu ist das neue WC-Papier. Der Milchpreis ist am Boden, Fleischpreise werden auch sinken wegen zuviel Schlachttieren und das Vertrauen in Politik ist gegen Null.
      Theoretisch ist der Wert in unserer Scheune und den Silos höher als der Wert im Stall ! Praktisch schmecken Heu uns Silogras nicht wirklich auf dem Teller.

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      • Smarti sagt

        Und wenn dann mal die Tierzahl halbiert ist und der Landwirt bemerkt, dass sich eigentlich kaum was verändert hat auf dem Konto, dann ist der Weg zum leeren Stall nicht mehr weit.

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  4. Elisabeth Ertl sagt

    Österreich:
    über alle Regionen und Branchen hinweg 30% Ernteverlust bisher, und das Jahr ist noch nicht zu Ende. Die Schlachthöfe sind bereits mit der doppelten bis dreifachen Menge an Anlieferungen konfrontiert und völlig überlastet. Die Preise sind natürlich im Keller.
    Schadenssumme bisher 1.000.000.000 Euro. 400.000.000 davon sind von Versicherungen gedeckt. Für den Rest sucht der Landwirtschaftsminister eine Lösung und beißt bei den Koalitionspartnern auf Granit wegen des Defizitverfahrens bei der EU, welches die Bereitstellung von frischem Geld ausschließt. Auch der Katastrophenfonds lässt wegen der Versicherbarkeit des Schadens kein Geld aus. Aber nur 80% der Ackerbauern und 40% der Viehbauern sind versichert. Keiner weiß, wie es überhaupt weitergehen kann in der klein strukturierten österreichischen Landwirtschaft.

    Mir ist heuer klar geworden: das ist kein Ausreißer-Jahr. Wir hier in Österreich sind im Sommer endgültig im Mittelmeerklima angekommen. Nur leider sind die Winter weiterhin nicht frostfrei.
    In vielen Gemeinden ist bereits das Trinkwasser knapp. Die Weideperiode hat sich schon in den letzten Jahren immer mehr in den Winter verlagert. Die Tiere hier im Südosten waren schon einige Jahre lang jeweils bis Jänner draußen. Erstaunlich ist, wie gut Schafe mit völlig vertrockneten Weideflächen auskommen, ohne Gewicht einzubüßen. Sie ernähren sich u.a. von den vergilbten Blättern, die von den Bäumen fallen. Nur ein altes Mutterschaf, das ausnahmsweise im Juni Zwillinge gelammt hat, tut sich trotz Kraftfuttergabe sehr schwer mit der Milchversorgung der Lämmer.
    Das Problem: Derzeit wächst auf den abgeweideten Flächen absolut nichts nach. Und die Grummetmahd ist wegen mangelndem Aufwuchs bisher entfallen. An Heu von Juni haben wir ausreichend Vorräte aus den letzten Jahren. Aber wegen der Minderqualität müssen wir mehr Kraftfutter zukaufen. Ich werde mir demnächst den Wintervorrat einlagern, bevor auch das knapp wird.

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    • Stadtmensch sagt

      Kein Geld da für sinnvolle Maßnahmen, weil es in unserer geliebten Marktwirtschaft nicht erwirtschaftet werden kann? Wo ist es hin? „Wir“ hatten doch immer Wachstum? Hat wohl jemand anderes. Kann man nix machen. „Wir“ haben in unserer FDGO entschieden, dass die Mittel aktuell in Krieg und Zerstörung besser angelegt sind. Müssen wir nur den Herrn Martens von der bürgerlichen FAZ fragen, warum das so ist. Also gehen sie, aber leise bittschön…

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      • Dorftrottel sagt

        Es gibt in DE und Europa kaum noch Marktwirtschaft sondern nur noch staatlich gelenkte Planwirtschaft.
        Das ist doch der Traum aller Linken.
        Leider funktioniert sowas nicht.

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        • Martin Aupperle sagt

          @Dorftrottel
          Doch hat es (die Planwirtschaft) eigentlich auch ganz gut, nur halt nicht ganz so wie uns hier im Westen von unseren Lw-lehrern vorgeschwatzt wurde. Wer alt genug ist der weis wie unsere Referate zur Planwirtschaft auszusehen hatten…. Und jetzt ist es so dass die Werktätigen Bauern und Bäuerinen (incl. Melkern, Fütterer, Traktoristen) alle angestellt waren und jeder einzelne ein dementsprechende Rente erhält die jedem freien Westbauern die Tränen in die Augen schießen lassen. Gleich nach der Wende waren viele dieser Menschen freigestellt (arbeitslos) geworden und haben Arbeitslosengeld erhalten und dann, weil in dem Alter und dem Beruf nicht mehr vermittelbar waren, vorzeitig in Ruhestand (Rente) geschickt worden. …..

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          • Inga sagt

            Die Lehrer haben uns das vorgeschwatzt?

            die drüben haben weniger geerntet, weil die Erntemaschinen nicht so schnell repariert waren wie bei uns.
            Mussten da die Landmaschinenmechanikergesellen auch während der Ernte Sonntagsdienst leisten?

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    • Kemetbauer sagt

      @all
      Wir sollten vorsichtig sein mit historischen Bezügen. Die Situationen, aus denen die frühen Bauernaufstände entstanden sind, haben nichts mehr gemein mit den heutigen Situationen. Auch wenn die aktuelle Darstellung bisweilen anklingen lässt, dass sich Landwirte heute als Sklaven ihres Berufes/Betriebes fühlen, war die Leibeigenschaft im Mittelalter eine ganz andere Nummer. Heute kann jeder zu jeder Zeit aus dem Hamsterrad aussteigen. Es gibt keinen Zwang zum Weitermachen. Es sei denn, man fühlt sich moralisch verpflichtet. Der Erhalt eines Betriebes und das eigenständige Bewirtschaften desselben, sind zwei durchaus trennbare Dinge. Eine Erkenntnis allerdings können wir durchaus aus den „Bauernkriegen“ ziehen, nämlich dass die Bauern fast immer unterlegen waren. Auch heute ist der Rückhalt in der Gesellschaft, die unsere Erzeugnisse ja unbedingt zum Leben benötigt, sehr gering ist.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Würde ein Bauer seinen Grund verwildern lassen, wüsste er: wenn das alle machen, habe auch ich nichts mehr zu essen. Deshalb machen alle weiter, bis es gar nicht mehr geht. Bauern sind aufgrund ihres Bewusstseins-Vorsprungs erpressbar.

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        • Inga sagt

          weil das zum ökologischen Kreislauf gehört .

          Nur der Industriestäder will sich damit nicht identifitieren.
          Natur ist gewaltiger wie Industrie und die wird vom Landwirten und Förstern verwaltet !

    • Limes sagt

      In der Tat ein interessanter Beitrag und vor allem eine sachliche unaufgeregte Beschreibung der Ursachen dieser Auseinandersetzung und den folgenden Wirkungen bis heute.
      Nach einer guten Zeit als damals sowohl die Bauern aber auch die Städte wie Bern wirtschaftlich profitierten gab es wohl ein einvernehmliches Nebeneinander. Als sich die Zeiten änderten wurden die Bauern durch ein miese Masche der Städter wie der Abwertung der Währung durch die Stadt Bern über den Tische gezogen. Städter wurden vorab informiert tauschten ihr Geld ohne Verluste um, die Bauern wurden später informiert und verloren einen großen Teil ihres Vermögens. Dies führte zu berechtigtem Unmut. Teilhabe der Bauern wohl der gesamten Landbevölkerungen war damals nicht gewollt und wurde mit allen Mitteln bis zum Enthaupten verhindert.
      Soweit geht es heute nicht aber in einigen Bereichen zeigen sich offensichtlich doch Parallelen, z.B in den heutigen Enteignungsphantasien und Änderungswünsche in der Gesetzgebung als auch der Verteilung der GAP primär durch Städter.

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    • Inga sagt

      das stimmt ,
      sie ist viel zu facettenreich.

      So facettenreich, dass sich das ein Freizeitmensch mit 8 Std. Arbeit tägl. und regelmässiger Urlaub, gar nicht vorstellen kann.
      Aber uns trotzdem Vorschriften machen will, weil er wahrscheinlich in seinem Beruf unterfordert ist.
      Hat ja sonst nichts zu melden, oder?

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      • Martin Aupperle sagt

        Nein Inga, er hat nur suupergute Gedankenwirbel in seinem Kopf und da kann es schon mal einfach so dazukommen daß die zu schwurbeln anfangen und er ist dann wie berauscht von diesen Gehirnströmungen und das schwurbelt dann so schön und schwurbelt und ….. und er ist soo glücklich das es ihm und nur ihm eingefallen ist…
        (ob der dann gekommen ist kann man nicht sagen)
        Anmerkung: Wer mir Boshaftigkeit unterstellt der liegt falsch.

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  5. Ehemaliger Landwirt sagt

    „Wer interessiert sich aktuell eigentlich für die Landwirtschaft?“

    Die Feuerwehren, wegen der mit Wasser gefüllten Güllefässer, wenn der Wald brennt. Sogar die Medien haben das mitbekommen,
    isch des nix. 😉

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    • Inga sagt

      die Medien brauchten die Landwirtschaft schon immer.
      Wer sollte sonst das
      Schwarze Schaf
      spielen?

  6. Limes sagt

    habe die ersten beiden verlinkten Beiträge angeschaut
    DRV schreibt „Hitze kostet Landwirtschaft mehr als 600 Millionen“ Er schliesst dies aus einem Rückgang der Ernteträge bei Getreide und Raps um ca 10%. Wie kommt der DRV so früh zu solchen finanziellen Verlusten. Könnten der DRV und andere Händler den Landwirt nicht höhere Getreide- bzw Raps- Preise zahlen? Aber da hat der DRV in seiner Prognose schonmal vorgsorgt. Es gibt ja gar keinen Mangel also keine Notwendigkeit für höhere Preise. Ja und mit einer frohen Botschaft für Verbraucher und Politik wird das ganze auch noch garniert, kein Einfluss auf den Brotpreis.
    Zum Abschluss dann die Botschaft an die Landwirte: „Düngemittelversorgung für 2027 in Gefahr“, kauft früh Dünger sonst können wir evtl nicht liefern, als Hinweis auf eine weitere Preiserhöhung und frühen Einkauf. Auch bei Futtermittel für die Veredelung kann es lt DRV zu Problemen kommen also schnell kaufen bevor es tuerer wird.
    DRV Appell Mittel aus dem Sondervermögen für „Straße, Schiene und Wasserwege sind zentrale Voraussetzungen für die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa. Die Logistik muss bei der Lebensmittelversorgung endlich den Stellenwert bekommen, den sie verdient.“ Achso eigentlich besteht kein Mangel an Lebensmittel, die Lager sind gefüllt dito wohl auch keine Preiserhöhungen für die Landwirte aber Gelder für Händler um die Logistik zu verbessern.
    Die tagesschau titelt inland/gesellschaft/duerre-landwirte-ernteeinbussen.
    Zum Abschluss ist über den Landwirt aus Brandenburg zu lesen: „Er freut sich über gute Getreideerträge und eine gute Obsternte, ausreichend Futter für die Tiere auf der Weide.“ Prima wenigstens im Osten ist die Welt noch in Ordnung. Wo sind die Auswirkungen der Dürre das fehlt im Beitrag.

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  7. Werner Knödler sagt

    Solange es im Discounter noch billiges Futter gibt und der
    Wahlpöbel ruhig bleibt interessiert sich keine Sau für die
    Landwirtschaft !
    Werden die Bauern aufmüpfig werden sie in die Nazi Ecke gestellt
    und die Obrigkeit schickt wie in Biberach ihre Schlägertrupps .
    Ich kann jeden verstehen der in solch einer Situation den Job den
    Generationen vor ihm gemacht haben nicht mehr machen will.
    Die Politik der Verantwortungslosigkeit trägt jetzt Früchte .

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  8. Rathje Clasen sagt

    Mit Trockenjahren und schlechten Schweinepreisen mussten wir schon immer klarkommen.
    Wenn nun aber die Politik Brandbeschleuniger ins 🔥 hauen , wird es unkalkulierbar.
    Beispiel,
    Abschaffung der Pauschalierung .
    Ab Jan.2022 für Betriebe mit über 600000 Euro Umsatz , als Sofortmaßnahme.
    In der Schweinehaltung hat so ziemlich jeder Betrieb diesen Umsatz.
    Bedeutet, das ca 5 bis 8 Euro Spanne pro Mastschwein fehlen .
    Diesen Fehlbetrag können wir bis heute nicht über den Markt erzielen.

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    • Smarti sagt

      Rathje Clasen, wir bezahlen unserer Buchhaltung, die wir brauchen um die Mehrwertsteuern zu berechnen und ohne die wir auch keinen Kredit mehr bekommen könnten 1 % vom Umsatz. Da wären also nochmals 6000.- Euro pro Jahr für die Buchhaltung dieses Betriebes, aufgezwungenermassen, von einem Monat zum anderen ! Da ist noch keine Steuerauswertung und keine Lohnbuchhaltung dabei.

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  9. Jürgen Donhauser sagt

    Ich dachte nie, dass ich mir einmal Özdemir als Landwirtschaftsminister zurück wünsche – Alois Rainer ist ein Totalausfall, ein Musterbeispiel für Politiker die ihr Amt nur zur persönlichen Bereicherung definieren.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Der ist ja nicht vom Himmel gefallen oder hat sich gemeldet, dass er gerne diesen Job haben möchte. Den haben „Experten“ für politische Kommunikation ausgesucht und ins Schaufenster gestellt. Ich hatte von Anfang an meine Zweifel, warum man einen „drögen“ Metzger zum Landwirtschaftsminister gemacht hat.
      Die politische Klasse labert immer über die nicht vorhandenen Kompetenzen einer Partei, die noch nicht an der Regierung war und ist, hat selber aber auch nur Schwachmaten am Start.

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      • evonik sagt

        Sehe ich ähnlich. Ich dachte:

        „Da kommt ein älterer Herr, der keine Ahnung hat und auch noch krank aussieht!

        Söders Liebling -Felßner- hätte auch nicht mehr bewegt.

        Was die neue Partei betrifft gruselt es mich, weil, als ich -in deren Anfängen- Versammlungen von denen besuchte, jedes mal der Führer unserer Demeter-Bauern anwesend war. Er und seine Freunde waren die heißesten Typen. Vor der letzten Bundestagswahl war er auch am Stand.

        Ein Argument pro AfD wäre natürlich, dass sie den Ganteför zu Vorträgen einladen.
        Das ist momentan der einzigste Klimaforscher den man ernst nehmen kann.

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    • Bauer Willi sagt

      @JD
      Ich denke nicht, dass Alois Rainer es aus wirtschaftlichen Gründen macht. Man hatte halt keinen Anderen von der CSU, der es machen wollte. So wurde es eine Not-Lösung.

      Er wird ja der „Tu-Nix-Minister“ genannt. Da macht er auch nicht viel verkehrt… 🙂
      Und jetzt ernsthaft: Agrarpolitik wird zu 90% in Brüssel gemacht und in Deutschland fehlen ihm (wie schon Özdemir vorher) die finanziellen Mittel, etwas zu reißen. Da geht es ihm wie Klöckner mit Merkel. Die hatte auch nichts für die Landwirtschaft übrig.

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      • Peter sagt

        Das wird dann noch 1-2x so gemacht …und dann hocheffizient („Wir sind die Guten!“) abgeschafft. Die Aufteilung geht ruck-zuck: Alles „was wächst“ regelt das Umweltministerium, die Wirtschaft das Wirtschaftsministerium, die Ernährung das Gesundheitsministerium …und wer nochmal: Heimat sagt, um den kümmert sich der Staatsschutz …Vierteilen von Bauern in der Neuzeit… das mit „Interessanter historischer Bezug, finde ich.“ …sollte „man“ doch sehr ernst nehmen.🤔

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        • Thomas Bröcker sagt

          Das mit der Abschaffung der LW-Ministerien wird … zu mindestens auf der (völlig überflüssigen) Länderebene genau so kommen. Ich bin mir nicht mal sicher, ob das schlechter ist als jetzt.

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          • Limes sagt

            Die Frage ist was passiert mit den vielen Beamten und Angestellten in den Organisationen. Das ist die eigentliche Herausforderung für Veränderungen. Sehen wir ja auch in anderen Ministerien oder Organisationen.
            In der freien Wirtschaft dazu zählen auch ldw Betriebe wird da schneller gehandelt.
            Irgendwann muß die Politik handeln fürchte allerdings erst spätestens wenn auf einen Ldw ein Beamter/Angestellter kommt fürchte ich.

  10. Ludwig sagt

    Eine Regierung die nur die Nichtarbeit glänzend unterstützt und das Ziel hat hier alles CO2-Neutral zu gestalten , sowie alle Welt zu unterstützen , wird doch nie auf die Idee kommen , hier die hart arbeitenden und abzuzockenden Erarbeiter in Wirtschaft und Gesellschaft zu unterstützen. Die Nichtarbeiter und Beamten leben doch hier „wie Gott in Frankreich“ und das soll auch bis zum totalen Zusammenbruch zwecks Machterhaltung unserer Regierenden so bleiben. Die werden sich dann hier nicht mehr sehen lassen können und dann von ihren Offschorkonten im Ausland ein gutes Leben einrichten , denn wer glaubt denn schon , daß wir nur die Millionäre in der Ukraine füttern und hier keine Prosamen für einige Leute abfallen. – Doch jetzt wendet sich das Blatt . Versorgungssicherheit tritt immer mehr in den Vordergrund. Plötzlich will man ohne Entschädigung große Stromabnehmer im Winter bei Stromflaute abstellen. Einen richtigen Schlag muß es gegeben haben mit der Pleite der Schweine- GmbH. Wenn wir bis dahin zuviel Schweine am Markt hatten , drehte sich das ganze von heute auf morgen und der Schweinepreis stieg plötzlich und unerwartet. Ernteeinbrüche bei Getreide , Raps, Zuckerrüben, Kartoffeln ,Grünland , usw. lassen alle Weiterverarbeiter ins Grübeln kommen , denn auch die Milch fließt nicht mehr so reichlich und die Futterkosten durch Futtermangel steigen auch . Ganz zu schweigen von den Transportlogistigproblemen durch schwierige Schiffahrt auf den Flüssen. Jetzt kommt alles auf einmal. Kraftstoffpreise von weit über zwei Euro/Liter bei 1,30 – 1,80 Euro in den Nachbarländern zeigen unter anderem auf , daß wir die Wettbewerbsfähigkeit verlieren und eine regelrechte Flucht der Unternehmen aus Deutschland stattfindet und nur noch der Mittelstand zurückbleibt und einer nach dem anderen den Laden schließt. Wer jetzt noch die immer gewählten Parteien wählt , wählt seinen eigenen wirtschaftlichen Untergang .Protest nicht nur bei der Wahl , sondern auf der Straße ist angesagt damit Berlin und Brüssel eine 180 Gradwende einleiten und noch retten was zu retten ist. Neue Leute braucht das Land mit geraden Rücken und dem Willen dieses Laand wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen. Dazu müßen aber die jetzt Regierenden von den Trögen entfernt werden.

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    • Kemetbauer sagt

      @L
      Mit Verlaub aber warum sollte die Politik der Landwirtschaft jetzt helfen? Diese Witterungsumstände sind kein Jahrhundertereignis mehr. Die Wahrscheinlichkeit für einen zumindest sehr warmen Sommer liegen bei knapp 70%. Zu wenig Wasser/Niederschläge wird mit 45% bewertet. Beim Niederschlag müssen natürlich Regionalität, Regenhäufigkeit, Intensität und Begleiterscheinungen (z.B. Hagel) berücksichtigt werden. Wir Landwirte tun gut daran, diese Werte zu verinnerlichen, wenn wir Anbau- und Weidekonzepte erstellen.
      Bei der Futtergewinnung hatten unsere Vorfahren das Bestreben verinnerlicht, 30% Reserve zu haben. Bei aktuellen Kalkulationen spielt diese Regel keine Rolle mehr. Alles ist auf Kante genäht. Schließlich ist ja alles auch immer verfügbar. Ja, das ist auch heute noch so; allerdings darf man die Preisbildung in Notsituationen nicht vergessen.

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  11. Martin Aupperle sagt

    Der LW-Minister kommt von dieser seltsamen Partei aus dem tiefen Südosten von D die mit nur 3,4 % der Wählerstimmen im Bundestag vertreten ist (warum eigentlich bei 5%Hürde???), ein Teil der Regierung ist und solange ich zurück- denke/-blicke noch nie vernünftige Minister gestellt hat. Die letzten dieser Sorte haben Milliarden €´s an Schaden angerichtet und dem Ansehen unseres Landes nur geschadet und mit Hohn und Spott aus dem Ausland überzogen, und diese Burschen sind immer noch in Amt (vllt ein anderes) und Würden und haben keinerlei Konsequenzen zu tragen. Auch wenn sie aus diesem Bauernfreistaat ach so traditionell daher kommen wird der Landwirtschaft nicht geholfen, die Unterstützung der LW schlicht verweigert. …..

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  12. sonnenblume sagt

    Über die “ Steuerlichen Rücklagen “ müssen wir uns sicher keine Gedanken machen. Das würde den Finanztopf des Bundes betreffen. Das man die Risikoversicherung geringfügig fördert “ könnte “ angedacht werden. Das kostet dem Staat kein zusätzliches Geld, da sie von den Betrieben geleistet wird und man wohlwollend als Gönner dann durch Umschichtung, linke Tasche rechte Tasche, etwas dazu gibt.

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  13. sonnenblume sagt

    War die Sache mit den Steuerlichen Rücklagen nicht schon vor vielen Jahren in der Diskussion? Wenn ich mich recht erinnere, vielleicht täusche ich mich auch, zu Zeiten von Schäuble als Finanzminister? Der hat es abgelehnt wohl in dem Wissen, dass man in guten Zeiten Steuern abgreifen kann und in schlechten Jahren keine auszahlen muss. Die Rücklagen würden sich somit negativ auf den Haushalt auswirken. Das wird nicht gesagt, aber hier liegt meines Erachtens der Knackpunkt.

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  14. Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

    Dieser Minister gehört längst abgelöst. Ich hätte mir von einem gestandenen Metzgermeister eigentlich mehr erwartet. Dieser Minister ist für die Katz, wie man so schön sagt.

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  15. Reinhard Seevers sagt

    Wenn ich immer wieder diese Sätze lese, dass man an trockenresistenten Pflanzen züchten will, dies unterstützen möchte……ich könnt k…..
    Weder der Schweinehalter, noch der Grünlandbetrieb haben davon etwas, und wenn es etwas bringen sollte, dann in ferner Zukunft….evtl……..in der Subsahara vielleicht.
    Es wird ständig die akute Lage mit den langfristigen Maßnahmen vermischt und vertauscht.
    Das Haus brennt und die Verantwortlichen empfehlen einen Brandmelder einzubauen, damit man für zukünftige Fälle gewabnet ist. 🤮

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    • Kemetbauer sagt

      @RS
      Seit wann ist die Landwirtschaft von zunehmend heftiger Sommerwitterung betroffen? Vielleicht erst seit gestern? 2003 liegt jetzt fast 25 Jahre zurück und was hat sich an der ldw. Praxis verändert? Fast nichts. Immer auf Hilfen jedweder Art zu hoffen, ist nicht die Lösung des Problems. Knappe Kassen werden finanziellen Hilfen für die Zukunft einen Riegel vorschieben. Die Landwirte sollten sich an Witterungsverläufe, wie wir sie jetzt haben, gewöhnen. Sömmerungen werden da wohl zukünftig ein hohes Risiko darstellen. Bei den Winterungen dürften frühreife Arten/Sorten angesagt sein. Wenn der Niederschlag demnächst noch weniger einen Landregencharakter hat, dürften vor allem Kulturen mit hoher Trockenheitsverträglichkeit angeraten sein. Eine „Trockenheitsresistenz“, wie sie der Herr Professor anführte, gehört allerdings ins Reich der Illusionen. Wir werden uns wohl verabschieden müssen vom „höher, weiter, schneller“. Statt dessen sind Toleranzeigenschaften gefordert. Die 10t/ha, sind dann nur noch eine schöne Erinnerung.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Warum muss man davon ausgehen, dass es immer so weitergeht mit dem Klima/Wetter? Wenn wir nur EIN komplett nasses Jahr bekommen, dann sind die Folgen die gleichen. Und die festgelegte Klimaabfolge ist auch sankrosankt? Wer will das sicher sagen können? Im Moment hangelt man sich nur von einer statistischen Annahme zur nächsten.
        2001 haben Harald Lesch und Mojib Latif noch das Gegenteil ihrer heutigen Aussagen getätigt und jedesmal die Wissenschaft für die Richtigkeit bemüht. Schulterzuck..

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        • Kemetbauer sagt

          @RS
          Weil, wenn man rechnen kann und die letzten 30 Jahre auf Hitze und Trockenheit hin untersucht, man erkennen kann, dass die Wahrscheinlichkeit für trockene, sehr warme bis heiße Sommer, steigt. Ignoranten auch wenn sie rechnen können, können diese Entwicklung trotzdem nicht nachvollziehen.
          Lesch und Latif behaupten heute nicht das Gegenteil von dem, was sie in 2001 behauptet haben. Allerdings sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse, in Bezug auf die Klimaveränderung, heute weiter fortgeschritten. Leider sind sie nicht grundsätzlich anders als vor 25 Jahren.

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          • Reinhard Seevers sagt

            „Lesch und Latif behaupten heute nicht das Gegenteil von dem, was sie in 2001 behauptet haben. Allerdings sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse, in Bezug auf die Klimaveränderung, heute weiter fortgeschritten.“

            Schöner rhetorischer Hakenschlag….super! Sie sagen nichts anderes, sie wissen jetzt nur etwas anderes und damit werden ihre Wort von damals Schall und Rauch. Kemet, jeder glaubt denen, denen er glauben möchte. Du kannst ja weiterhin DEINEN Glauben glauben und ihn als die REINE Wahrheit verkaufen und halten. Andere dürfen aber einen anderen Glauben haben und anderen Wahrsagern nachlaufen, findest du nicht? 😎
            Wer am Ende Recht haben wird, weiß man nicht, ist aber auch völlig egal, weil jeder Einzelne und alle zusammen Lösungen finden werden und werden müssen, um durchs Loch zu kommen. Ich glaube, dass Krisen Menschen wieder zueinander führen können und daraus Positives erwachsen kann……schon wieder so was mit GLAUBEN.🦄

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      • sonnenblume sagt

        Die ganze Diskussion und Forderung vom Bauernverband, vom Minister, von Wissenschaft usw. ist doch nur billige PR. Jedesmal wenn wir außergewöhnliche Situationen haben müssen sie doch zwangsläufig Fragen und Kommentare abgeben im sicheren Wissen, dass sich alles in absehbarer Zeit alles beruhigt und man auf ein Vergessen hoffen kann. Das ist ein Spiel, aber von keiner Seite Ernst gemeint. Wenn dem nicht so wäre, dann hätte man schon vor langer Zeit Projekte in Angriff genommen. Die LW muss sich selber helfen, alles andere macht keinen Sinn.

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        • Reinhard Seevers sagt

          „Die LW muss sich selber helfen, alles andere macht keinen Sinn.“

          War so, ist so, bleibt so……dennoch wären steuerliche oder versicherungstechnische Unterstützungen hilfreich.
          Hier in der Gegend haben einige Betriebe die Hagelversicherung seit Jahren gestrichen, weil auch in 30 Jahren nix passiert ist. Im Juni hats einem Betrieb fast die gesamte Ernte durch einen Hagelschauer vernichtet….er hatte entschieden und musste mit dem Risiko leben. …..ich glaube auch nicht, dass er die gesparte Prämie über Jahre angelegt hat, um den derzeitigen Schaden zu kompensieren. Nennt sich dann unternehmerisches Risiko.
          Man kann natürlich auch hergehen und einfach den Staat oder einige Unternehmen verklagen, weil man das unternehmerische Risiko eben nicht alleine tragen will, sondern die Allgemeinheit und deren Vergehen dafür verantwortlich machen will. (siehe Biobauern im Alten Land) Kann man auch machen….😎

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          • sonnenblume sagt

            Nur dumm, dass auch die LW als erheblich Umweltschädigend genannt wird. Aber das trifft für Bio ja nicht zu.

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    • Inga sagt

      weisst du wie lange es dauert, eine neue Pflanzenart oder -sorte zu züchten?

      wir müssen jetzt damit anfangen,
      damit, wenn der Klimawandel vollzogen ist, wir solche hitzebeständigen Pflanzen im Feld und Bäume im Wald haben.

      Sonst können wir die Landwirtschaft abschaffen
      und die Forstwirtschaft auch.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Na dann…..wir gehen eine Wette ein. Schaun mer mal. Ich glaube nicht an eine erfolgreiche Züchtung, ist aber auch nur mein Glaube.😎

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      • Bauer Willi sagt

        @Inga
        Wir hatten zwei nasse Jahre in Folge. Kein Mensch hat über Hitze oder Trockenheit gesprochen sondern nur darüber, dass die Befahrbarkeit der Felder schwierig ist.
        Was fange ich in solchen Jahren mit hitze- und trockenheitsresistenten (das Wort ist schon falsch) Sorten an? Selbst Professoren plädieren dafür. (Resistenz bedeutet, dass ein Schaden nicht auftritt, deshalb wäre tolerant das richtige Wort)

        Gestern hat man Rukwied im TV interviewt der meinte, man solle mehr Leguminosen anbauen. Die Frage des Reporters: was sind Leguminosen? … Weisste Bescheid…

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        • Zgnflüstrr sagt

          „Gestern hat man Rukwied im TV interviewt der meinte, man solle mehr Leguminosen anbauen. Die Frage des Reporters: was sind Leguminosen? … Weisste Bescheid…“

          Rukwieds letzte Worte in diesem Interview (im Erklärbärmodus): „Lupinen beispielsweise“ (https://www.youtube.com/watch?v=N34wFYwzXHA – muss man nicht ansehen)

          Offenbar denken einige Bauern, jeder Normalo müsse wissen, was Leguminosen, Mimosen und Lupinen sind. Dabei können die beim Vietnamesen noch nicht mal Seetangsuppe vom Algensalat unterscheiden.

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          • Inga sagt

            Ruckwied wird doch wissen, was Legominosen sind.

            Nur der Reporter nicht.
            wehe der kritisiert die Landwirtschaft zu einem anderen Thema!!!

        • Inga sagt

          Ja,
          tolerant trifft in dem Fall besser zu.
          Solche Züchter befürchten ja ja fast jährlich so ein Jahr wie dieses, wo dnn solche Kulturpflanzen ertragsreicher sind,

          aber ich glaube im Wald müssen mehr dieser hitzetoleranten Bäume anstatt Fichten hin, weil der unser Klima stabilisiert .
          Die Fachleute plädieren ja für Mischwald
          und die Wissen es besser.

          ach in diesem Jahr wäre man froh, wenn man hitzetolerante Zuckrrüben hätte !

  16. Kemetbauer sagt

    GMX titelt einen Beitrag über Rainer treffend mit: „Minister Tu-Nix“.
    Die schwindende Bedeutung dieses Ministeriums galoppiert. Auch die Zuständigkeit für „Heimat“, kann daran nichts ändern.

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