203 Kommentare

  1. Paulus sagt

    Lieber Bauer Willi, wenn ich Sie salopp so nennen darf.
    Ihre Frage ist irreführend um sie nicht als „diabolisch“ zu bezeichnen.
    Wer gilt denn heute noch Bauer?
    Der Landwirt der außer der Saatbettvorbereitung ggf. noch das Drillen und Spritzen selbst übernimmt und alles andere von Lohnunternehmern ausführen lässt?
    Der Ferkelerzeuger im Auftrag der Westfleisch o.ä.? Der Schweinemäster im Auftrag des Tönnies Konzerns? Der Putenfleischproduzent im Auftrag einer imaginären Tochter eines Handeskonzerns. Oder ist es gar ein Biogasproduzent, der mit dem Anbau von Energiepflanzen ganze Landstriche verunstaltet und biologisch in eine Wüste verwandelt?
    Dies könnte ich nahezu endlos fortführen.
    Was wären Ackerbau und Viehzucht ohne Ingenieure? Schon mal darüber nachgedacht?
    Ich denke, ohne Ingenieure würden sie heute noch hinter ihrem Braunen und dem Pflug her maschieren.
    Was wären die Ackerbauern ohne die BWLer in den Agrargenossenschaften? Siehe Buir-Bliesheimer.
    Was wären die Fleischerzeuger ohne ihre industriellen Auftraggeber bzw. Abnehmer?
    Tatsache ist, dass ich mich z.B. als Besitzer ausreichend großer Agrarflächen durchaus als Bauer oder Landwirt bezeichnen kann, selbst wenn ich diese nur im Auftrag eines Lebensmittelkonzernes von Dritten bearbeiten lasse und mich selbst ausschließlich mit adminstrativen Aufgaben beschäftige.
    Der promovierte Agrarwissenschaftler der sich hier sympatischer Weise als „Bauer Willi“ bezeichnet, ist allein aufgrund seiner Vita nicht wirklich glaubwürdig.
    Aber wie dem auch sei, alle mir bekannten Lebensmittel haben ihren Ursprung auf dem Acker und dann erst im Stall. Dem kann nicht widersprochen werden.
    Ich würde mich freuen wenn mein Beitrag kritisch gelesen und mit entsprechender Kritik beantwortet würde.

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    • Stadtmensch sagt

      Man könnte jetzt die Frage stellen, welcher Anteil vom BIP dem Landwirt zusteht, der ja (das weiß ich jetzt seit einem Jahr Mitlesen) mehr arbeitet, als der typische Entwicklungsingenieur in der Industrie. Die gleiche Frage sollten sich natürlich auch alle anderen Berufgruppen stellen, die allein durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft das System stützen und nie auf einen grünen Zweig kommen werden. Da kann die Produktivität noch so steigen.

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    • bauerhans sagt

      „Der promovierte Agrarwissenschaftler der sich hier sympatischer Weise als „Bauer Willi“ bezeichnet, ist allein aufgrund seiner Vita nicht wirklich glaubwürdig.“

      sie wollen provozieren,ja!
      bauer willi stösst themen an und andere schreiben ihre kommentare dazu,was ist daran unglaubwürdig??

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    • Es gibt Leute die den Kern der Aussage vor zu viel “ Inteligenz“ und Hochschulabschluss nicht begreifen… Bauer produziert haubtsächlich Nahrungsmittel = Leute essen Nahrungsmittel um überhaubt leben zu können… das alles mit den super gescheiten gut ausgebildeten Ingenieure n und Co nütz alles gar nichts mehr wenn niemand mehr weis wie man säht, anpflanzt, erntet usw.
      Die Nahrungsmittel sind nebst Wasser und Luft die aller wichtigsten Kriterien um überhaupt (über)- leben zu können…
      nur so ganz neben bei so wegen zu fusd hinter dem Pferd und Pflug herlaufen…
      Schon mal was vom Amishen in Nordamerika gehört?! Sie leben wie noch vor 200 oder noch mehr Jahren und bewirtschaften noch heute ohne „neuzeitliche“ Technologie ihre Höfe und haben ein sehr grosses Wissen über Tiere, Pflanzen und alles was damit zusammenhängt und beherschen ihr Handwerk, sie sind auch noch sehr erfinderische und geschickte Handwerker ohne dieses überhebliche Getue von der “ studierten und denkenden Elite“ früher wurden solche Leute wie die Amishen oft als rückständige Leute belächelt aber langsam merken selbst die „schlausten“ Leute das die anderen doch vielleicht noch mehr wissen als all die super studierten „Bürokraten“ und man eventuell sogar noch was von solchen Leuten lehrnen kann

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      • Paulus sagt

        Ne ne lieber Fred, da liegen Sie falsch!
        Wenn Ingenieure nicht wüssten wie man säht, pflanzt und erntet gäbe es die moderne Landtechnik nicht. Das ist nämlich Hightec par excellence und Bauern, Schmiede und Stellmacher kriegen das nicht auf die Reihe.
        Und wenn die Amish mit ihrer religiös begründeten vorsintflutlichen Landwirtschaft auch nur eine Großstadt wie z.B. Köln versorgen müssten, herrschte dort garantiert bittere Not.
        Fragen Sie mal einen Landwirt oder ganz einfach den guten Bauer Willi.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Die Entwickler moderner Landmaschinen entwickeln ihre Maschinen zusammen mit Landwirten, meistens haben die Landwirte die Ideen, der Ingenieur setzt es technisch um. Bevor die Maschinen auf den Markt kommen, müssen die erst mal auf ihre Tauglichkeit getestet werden, das bringen die Ingenieure nicht alleine hin.

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          • Paulus sagt

            Nicht ganz richtig. Der Anwender (Landwirt/Bauer) hat gar keine Idee sondern stellt evtl. eine Aufgabe in Form eines Lastenheftes. Das Lastenheft wird i.d.R. aber von den Landmaschinenherstellern selbst formuliert. Der Ingenieur hat das Problem zu lösen. Punkt! Das die Erprobung z.B. auf dem Acker stattfinden muss ist doch wohl klar. Und ja, als Ing. setzte ich mich gemeinsam mit dem Kollegen von der IT am liebsten selbst auf die Maschine oder den Schlepper. Zur Erprobung unserer Produkte benötigen wir die Bauern im Prinzip nur zur Vorbereitung des geweiligen Testfeldes.
            Merke: Kein Ding ohne Ing.

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            • Stadtmensch sagt

              Es ist zum Fremdschämen! Wieso trauen sie den Bauern nicht zu, Landmaschinen an spezielle Erfordernisse „anzupassen\umzubauen\aus Einzelteilen neu und anders zusammenzusetzen“? So wie es eine Autobastlerszene gibt, so gibt es natürlich auch Landmaschinenbastler. Viele von denen beherrschen die nötigen Schweißtechniken (damit ist ein zeitgenössischer Ingenieur meist schon überfordert) und haben ausreichend Ahnung von Werkstofftechnik. Wieviel von dem Wissen, dass man ihnen an ihrer Ausbildungsstätte ins Hirn gepresst hat und auf dass sie sich so viel einbilden, haben sie selbst ersonnen? Ich könnte jetzt noch weitere Qualitäten aufzählen, die einen Landwirt „lebensfähiger“ machen, als jeden „inselbegabten“ Fachidioten, der ein Dipl.-Ing. an der Bürotür stehen hat.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Ok,
              Gyro Gearloose, sie sind der Größte,
              ob sie ihr Überheblichkeit auch mit dem reellen Namen den Bauern, also ihren Kunden, gegenüber vermitteln ist die Frage.

              Für mich sind sie bei weitem nicht das, was sie selbst für sich beanspruchen.

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            • Marko sagt

              Mit Verlaub Herr Paulus,
              aber dies ist ziemlich arrogant.
              Ich habe nichts dagegen wenn Sie mit dem ITler im Schlepper über den Acker fegen um Ihre Arbeit zu erproben.
              Aber wenn der Landwirt seine Fläche schon zur Verfügung stellt, wäre es vielleicht nicht schlecht ihn zu fragen, ob er mit dem Ergebnis zufrieden ist. Er muss ja schließlich damit arbeiten.
              Was erproben Sie da eigentlich?
              Zugmaschine oder Anbaugerät?

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Bauern, Schmiede und Stellmacher kriegen das nicht auf die Reihe, meint ein Herr Paulus.

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            • Also so hochgestochen wie der Herr Ingenieur Paulus Auftritt und mit der ganz wissenden arroganten Überzeugung … von der Sorte habe ich schon einige erlebt und überstanden… die haben auch dann alle mal Dreck gefressen weil ihre riesen Klappe zu schwer wurde und das Hirn das Ungleichgewicht nicht mehr auszugleichen vermochte, sie mit der grossen Schnauze voran in dem Morrast fielen! Die besten Ingenieure die es gibt sind solche die den Beruf von der Picke auf gelehrt haben und nicht nur an den Hochschulen rumgehangen sind… eben die mit den Mist an den Schuhen und den schmutzigen Fingern

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          • bauerhans sagt

            „so gibt es natürlich auch Landmaschinenbastler.“

            richtig,wir haben schon manches gebaut,wobei ich die idee habe,das meinem nachbarn ohne zeichnung erkläre und der setzt es in der werkstatt des anderen nachbarn um.

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        • In ihren Augen waren zu erst also alles Ingenieure die noch lange vor den Bauern da waren… sie sind aber ganz ein gescheiter? In Geschichtsunterricht hatten sie zufälligerweise einen Fensterplatz oder was??? Die meisten ideen für Landmaschinen stammten von Bauern und Handwerkern und erst dann kamen immer neue und verbesserte Versionen mit den Ingenieuren zusammen raus…und zur äußerung wegen den Amishen gibt mir zu denken… sie kennen die Landwirtschaft ganz gut aber auch nur aus sicherer Entfernung und vom hören sagen, es fehlt ihnen warscheindlich der Mist an den Schuhen und die schmutzigen Finger vom arbeiten auf dem Hof oder irre ich mich…sie haben schon oft Farmen im Fernsehen gesehen… die Amishen Farmer beherschen den biologische Landbau, sehr gut und ihre Felder und Kultren sehen genau so gut aus wie die der anderen “ Normalen“
          Bauern… Du Breton Canada einer der größten Bio-Schweine-Fleisch Produzenten und Vermarkter kaufte neulich viele Muttersauen von genau solchen Betrieben weil die Genetik der Tiere schon Biotauglich und robust ist.

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      • bauerhans sagt

        ich war bei den amish in lebanon pa.
        das sind hervorragende landwirte und handwerker,bei denen zusammenhalt das wichtigste überhaupt ist.
        aber so leben möchte ich sicherlich nicht.

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        • @bauerhans wegen den Amishen. Ja ich möchte auch nicht genau so leben woe diese Leute. Aber ich habe sehr grossen Respekt und Achtung vor diesen Leuten wenn man sieht was diese Leute volbringen. Die Leute haben ein sehr sehr grosses Wissen und Geschik über das was sie tun.
          Ich bin ein ganz normaler konvetioneller Schweinemäster mit etwas Ackerbau in Nordamerika… hier ticken die Uhren nach dem Weltmarkt und wenn man nicht zu den besten im Beruf gehört ist sehr schnell Ende Feuer. Die ganzen Agronomen und Ingenieure die einem eigentlich zum Betriebserfolg führen sollten entpuppen sich oft als reine theoretische Fachidioten die nur gerade auf einem einzigen Fachgebiet einigermassen gut sind aber oft keine Ahnung von Betriebsführung, Tierverhalten,Kostenrechnung usw. Ich stehe jeden Tag in enger Verbindung mit diesen Leuten und einige haben sogar gemerkt das ein ziemlich erfahrener Schweinehalter/ Landwirt mit 2 Beufsausbildung Papiertechnologe mit langjähriger Papierindustrie erfahrung von einem anderen Kontinent doch auch ein bisschen was auf dem Kasten hat… so habe ich vor paar Jahren ein System für die automatische Schweinesortierung so umgestaltet das es heute auch wirklich funktioniert… all die Schweinefachleute mit Ing. Titel brachten es nie zu stande dass das System richtig funktionierte. Zu meinen Plänen sagten sie alle Einstimmig, vergiss es das kannst du nicht machen das geht NIE.. ich kenne das Verhalten der Schweine sehr gut und habe genug Berufserfahrung und mit dem Stalleinricher ( Handwerker)zusammen haben wir alles wie ich geplant hatte umgebaut…heute funktioniert das System und es sind schon einige hundert Sortierschleusen umfunktioniert worden.
          Bei meiner Ausbildung zum Landwirt trichterte und der damalige Tierzuchtlehrer immer ein: das Tier hat recht und nicht wir! Das ist und bleibt immer mein Grundsatz auch im Acherbau funktioniert das genau gleich.
          Die besten Düngungspläne und Pflanzenschutz nützt nichts wenn die Bodenstruktur gestört ist und das Wetter nicht mitspielt.
          Picke immer nur die besten Rosinen von dem Wissen und den Ratschlägen der Agronomen raus aber kaufe nie den ganzen Kuchen…

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          • Brötchen sagt

            In der Biologie ist ein cm nicht ein cm, in der Technik schon, das verstehen technikverliebte nicht. Früher die lw haben viel über beobachtung richtig gemacht. Heute kann man viel sehr genau messen, das hilft einem nur wenn man weiß, was man da misst. Glaube daher kommt der Spruch: die dümmsten Bauern ernten…
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            • @ Brötchen: man kann auch sagen wer misst, misst Mist. Messen ist oft nur eine IST Aufnahme und kann zur Kontrolle verwendet werden und sagt nichts über den weiteren Verlauf aus. Dieser Spruch stammt nicht von mir nein von einem Ingenieur?

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            • @bauerhans. Ich weiss nicht ob man hie PN verschicken kann. Wende Dich mal an die Administratoren…

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Im Impressum steht dem Alois seine E-mail Adresse.

              Wenn ihr beide euren Wunsch mitteilt, wird der Alois euch sicher helfen.

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    • Bauer Willi sagt

      Lieber Herr Paulus

      Die Frage ist eine Frage. Ob Sie die als „irreführend“ oder „diabolisch“ empfinden, ist Ihr Problem, nicht meines.

      Was wäre, wenn es keine Bauern gäbe? Stellen wir uns doch einfach mal vor, wir Bauern würden morgen unsere Arbeit einstellen. Nur so als Gedankenspiel…
      Ohne Ingenieur würde ich wieder das Pferd nehmen und den historischen Pflug, der auf unserem Rasen steht, in Gebrauch nehmen. Was dann wächst, wird für unsere Familie locker reichen. Falls was übrig bleibt, verkaufe ich das. Dafür brauche in keinen BWLer.

      Dass ich unglaubwürdig bin, weiß ich schon lange. Drum hat mich ja Günther Jauch auch im letzten Jahr eingeladen. Dass ich promoviert habe, steht auf der Seite „Wir sind“. Da steht sogar mein voller Name. Und das ich Nebenerwerbslandwirt (also kein „richtiger“ Landwirt) bin, steht auch hier auf dem Blog.
      Bauer Willi

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      • Also so hochgestochen wie der Herr Ingenieur Paulus Auftritt und mit der ganz wissenden arroganten Überzeugung … von der Sorte habe ich schon einige erlebt und überstanden… die haben auch dann alle mal Dreck gefressen weil ihre riesen Klappe zu schwer wurde und das Hirn das Ungleichgewicht nicht mehr auszugleichen vermochte, sie mit der grossen Schnauze voran in dem Morast fielen! Die besten Ingenieure die es gibt sind solche die den Beruf von der Picke auf gelehrt haben und nicht nur an den Hochschulen rumgehangen sind… eben die mit den Mist an den Schuhen und den schmutzigen Fingern

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  2. rustikus sagt

    Als Bauer kann man diese Frage natürlich nur ganz standes-patriotisch mit „nein“ beantworten.

    Dass man sich um diese Fragestellung bereits seit längerem Gedanken macht, zeigt ein mehr als 200 Jahre altes Verslein eines gewissen M. Claudius:

    Gottlob, daß ich ein Bauer bin;
    Und nicht ein Advokat,
    Der alle Tage seinen Sinn
    Auf Zank und Streiten hat.

    Und wenn er noch so ehrlich ist,
    Wie sie nicht alle sind;
    Fahr ich doch lieber meinen M…
    In Regen und in Wind.

    Denn davon wächst die Saat herfür,
    Ohn Hülfe des Gerichts;
    Aus nichts wird etwas denn bei mir,
    Bei ihm aus etwas nichts.

    Gottlob, daß ich ein Bauer bin;
    Und nicht ein Advokat!
    Und fahr ich wieder zu ihm hin;
    So breche mir das Rad!

    PS.: ich bitte, diesen Beitrag nicht als Teil des hier temporär auflodernden Advokaten-Bashings anzusehen 🙂

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  3. Andreas Schmid sagt

    Ganz wichtig sind die Systemadministratoren und Beamte, denn ohne die könnten die Bauern gar nicht so gut kontrolliert werden.

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  4. Ich darf Euch das vielleicht sagen, weil ich selber kein Bauer bin, auch kein Agrartheologe und auch kein Forstmann:

    Forst- und Landwirte sind die Hüter der Welt. Ihr macht das durch praktische, tägliche Arbeit und nicht durch Geschwätz und Sonntagsreden. Ihr bildet Euch nichts drauf ein.
    Ihr seid wesentlich, alles andere ist eitel und Haschen nach Wind – und entbehrlich, wenn es hart auf hart kommt.

    Deshalb lasse ich für meine Kinder keine anderen Vorbilder gelten. Nachhaltigkeit ist Eure Kernkompetenz, da macht Euch keiner was vor.

    6+
  5. Andreas sagt

    Ich glaube, dass diese Fragestellung uns nicht weiter bringt. Ist interessant aber nicht weit genug gedacht.
    Der Grund, warum überhaupt noch Menschen existieren, ist zu suchen. Als Mensch bezeichnen sich Massenmörder, Verbrecherregime wie Nazis und eben in der Mehrzahl Menschen mit Empathie. (Es muss die Mehrzahl bleiben)
    Beruf Soldat. Ein Soldat der für einen Verbrecher marschiert, vernichtet Leben und der Soldat der diese Soldaten tötet, rettet Leben.

    Wir brauchen mehr „Agrartheologen“ um den richtigen Weg in der Landwirtschaft zu finden.

    1+
  6. bauerhans sagt

    ich muss was ergänzen:
    der,der den trecker und die maschinen des bauern reparieren kann,
    ist mindestens so sinnvoll und wichtig wie der bauer selbst.
    ich hatte gerade erfahren,dass meine werkstatt die tore für immer schliesst und muss mir
    jetzt eine neue suchen.

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    • Andreas Schmid sagt

      Viel Erfolg! Da musst vielleicht auch die Marke wechseln. Die Entfernung spielt auch eine Rolle.

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  7. Willi, das ist der richtige Ansatz! Ich arbeite an den Plänen zu einer richtigen Agrarwende, die diesen Namen verdient. Dann werden wieder Millionen von Mitbürgern Erfüllung, Sinn und Freude bei gesunder Arbeit an der frischen Luft finden können. Natürlich wird das Einkommen niedriger sein müssen als heute, aber das ist ja dann wegen des Spaßfaktors und der anderen, nicht materiellen Vorteile auch nicht mehr so wichtig. Die Veröffentlichung ist eigentlich erst zum 1. April des nächsten (Wahl-)Jahres vorgesehen, soll ich Euch schon vorher mal reinschauen lassen?

    Ich denke seit ungefähr fünfzig Jahre über Deine Frage nach und nach dreißig Jahren in Industrie- und Geschäftswelt ist mir nichts Sinnvolleres eingefallen. Auf wen man verzichten kann, wird sich ganz schnell zeigen, wenn die große Schuldenblase platzt. Auch das regelt der Markt.
    herzliche Grüße

    1+
  8. Biobauer Andreas Fendt sagt

    „Willst du eine Stunde glücklich sein, dann betrinke dich.
    Willst du drei Tage glücklich sein, dann heirate.
    Willst du eine Woche glücklich sein, dann schlachte ein Schwein.
    Willst du ein Leben lang glücklich sein, dann werde Gärtner.“
    Chin. Sprichwort

    Das heisst doch, wir brauchen keine schnapsbrennenden Bauern, keine Dienstleister und schon gar keine tierhaltenden Bauern und Schlachter…

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „wir brauchen keine schnapsbrennenden Bauern“

      Wenn alle Apfelsaft aus heimischen Streuobstbeständen trinken,
      braucht man die Äpfel nicht über den Brennkessel veredeln.

      Sie sind doch auch für den Streuobstbau, oder?

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      • Andreas Schmid sagt

        Streuobstbau????
        Mein Schlepper bläst jedes Jahr ca. 50000 Liter hochkonzentriertes Abgas zusätzlich raus, wenn er um einen Hochstamm mähen und das Gras abfahren muss. Es hat noch keiner dieses in der Umweltbilanz eines Hochstammapfelbaumes hinein gerechnet. Weidehaltung macht keinen Sinn, den keiner will Apfelsaft von Äpfeln trinken, die im Kuhmist gelegen sind. Und die Öko´s, die „Gewehr bei Fuß“ stehen, um das Gras von Hand zu mähen und aufzuladen, sind ganz dünn gesät. Um nicht zu sagen: Es gibt sie nicht.

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        • Sabine sagt

          Naja, ich weiß ja nicht, aber wenn Du ne Streuobstwiese beweidest, brauchst Du Dir eigentlich keine Gedanken um das Fallobst machen. So ziemliche alle Viecher, die ich kenne, sind jeck auf Äpfel und Birnen und daher sollte man selbst das Federvieh rechtzeitig aussperren. Wenn Hennis erstmal raushaben, dass da im Baum noch mehr leckere Äpfel sind, erinnern sich sogar die eher weniger flugfähigen Rassen daran, dass sie Vögel sind.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Bei uns wird der Streuobstbau hochgejubelt, manche Gemeinden bezahlen sogar die Bäume für Neupflanzungen.

          Ich selbst habe über 200 Apfelbäume gepflanzt, Sorten die keinen, oder kaum Pflanzenschutz brauchen, aber als intensiven Mostobstanbau, beim Anbau von Hochstämmen kämen manche auf die Idee, es würde sich um ein Biotop handeln.

          Ps: Auch beim Rentnerdasein muss man ein Hobby haben, manche Männer haben eine Zweitfrau, ich Apfelbäume, meine Frau war damit einverstanden. 😉 🙂

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  9. Friedrich sagt

    Wenn es nach unserer Exportindustrie ginge , würde man keine Bauern brauchen. Die BASF macht Werbung mit: Landwirt , der wichtigste Beruf der Erde .– Neulich hatte ich hier Bauerarbeiter aus den Balkanstaaten. Die sagten : Erst Ackerbauer, plus Tiere , dann Armee für die Äußere und dann erst Polizei für die Innere Sicherheit. — Wir Bauern sind so erfolgreich ,daß wir als überflüssig angesehen werden , weil alles Essen im Überfluß vorhanden und sehr,sehr preiswert ist, sodaß nur noch weniger als 11% der Nettoeinkommen
    der Verbraucher hierfür ausgegeben werden muß. So geht eben heute das eingesparte Geld in den Konsumbereich , wie Auto, Freizeit, Urlaub usw. . Alles Dinge , die nicht umbedingt gut für unsere Umwelt sind. Der Verkehrssektor hat umweltmäßig seit 1990 dort keine Erfolge zu vermelden. So wird in unserer übersättigten Gesellschaft alles auf den Kopf gestellt. Wichtiges für unnütz und unnützes für Wichtig erklärt. Komisch nur , daß im Katastropfenfall , Tierhaltungsbetriebe von unseren Sicherheitskräften bewacht werden sollen , oder der Innenminister Vorräte für zehn Tage empfohlen hat ! Komisch auch , daß die Lieferanten von Notrationen übervolle Auftragsbücher haben ? Bauern wurden immer nur in Notzeiten gebraucht. Der Stellenwert von Bauern ist dort hoch , bei Leuten, die mal gehungert haben , oder sich auch einmal mit grundsätzlichen Dingen des Lebens aus einander gesetzt haben. Aber diese werden immer in einer Minderheit bleiben. Die masse Mensch braucht eben „Brot und Spiele“ !!

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    • Anwalt der Tiere sagt

      Komisch nur, dass die Notreserven als einzig tierisches Produkt Kondensmilch im Angebot haben. Als Katastrophenfall wird auch mit Tierseuchen gerechnet, die plötzlich für den Menschen virulent werden (s. Spanische Grippe mit 25-50 Mio. Todesopfern). Vielleicht sollen deshalb Mastanlage ggf. bewacht werden.
      Für Acker- und Obstbauerzeugnisse bin ich übrigens den Bauern dankbar.

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  10. Ehemaliger Landwirt sagt

    Provokativ möchte ich mal sagen, dass wir gar keine Bauern brauchen.

    Wenn jeder sein Gemüse selbst anbaut und statt den Daimler eine Sau in die Garage stellt, dann kann man auf die Bauern verzichten.

    Eine Frage wäre dann noch offen, wer hat dann Schuld am ganzen Elend dieser Welt.

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    • Bauer Willi sagt

      Stimmt. Dann hat aber auch keiner mehr Zeit hier mitzudiskutieren. Weil er ja gerade im Garten oder auf der Jagd ist 😉
      Bauer Willi

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      • Stadtmensch sagt

        Ich würde auch gerne mitdiskutieren, habe aber keine Zeit.
        (Ihr mit eurer Holzhammer-Philosophie)
        Der letzte philosophische Bauer war Jakob Gujer
        😉

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  11. Christian sagt

    Der Bauer ist schon wichtig, weil er die Basis/Anfangspunkt der Nahrungsmittel-Produktionskette ist. Aber wenn sowieso zu viel produziert wird, und die Preise im Keller sind, dann sinkt die Wichtigkeit, weil ja ein Überangebot da ist, dh. grundsätzlich wichtig, gilt aber bei Überproduktion nicht. Und ohne andere qualifizierte Berufe und Erfindungen würden wir heute alle noch Jäger und Sammler sein….

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    • Bauer Willi sagt

      Falscher Rückschluss! WEIL die Bauern immer effektiver geworden sind und andere mit ernähren konnten, wurde die Arbeitsteilung erst möglich. Nur WEIL eine „Überproduktion“ stattfand, konnten sich Teile des Stammes mit anderen Dingen „beschäftigen“. Solange jeder nur mit der Nahrungsmittelbeschaffung unterwegs ist, hat er keine Zeit für andere Dinge. In Zeiten von Hungersnöten treten „unwichtigere“ Dinge schnell in den Hintergrund.
      Bauer Willi

      5+
    • Bauer Willi sagt

      Nehmen Sie einen kleinen Volksstamm: Da wird basisdemokratisch entschieden, die entscheiden gemeinsam, ohne Vertreter.
      Bauer Willi

      1+

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