Bauer Willi
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Wenn Bauern retten – ja, was dann?

Normalerweise bin ich ja ein Fan von Oberösterreich. Und von der Steiermark. Jetzt hat mir Hans aus Niederösterreich einen Brief geschrieben und ist ganz stolz. Weil er etwas gerettet hat, eine ganze Fabrik…

Sehr geehrter Bauer Willi,

Mir ist dieser Tage dein Spruch in den Sinn gekommen, wo du immer sagst, „Wir Bauern können alles“.

Wir Bauern können sogar Zuckerfabriken retten – man braucht uns nur nett darum zu bitten. Sagenhaft – isn´t it ?

Ich habe es also geschafft. Die Agrana-Zuckerfabrik ist gerettet.

https://www.noen.at/niederoesterreich/wirtschaft/agrana-leopoldsdorf-bauern-liefern-vereinbarte-38-000-hektar-ruebenflaeche-wien-leopoldsdorf-im-marchfelde-redaktionsfeed-agrana-zuckerrueben-stephan-pernkopf-redaktion-zuckerfabrik-232824626

Erleichterung, Aufatmen und Jubel allerorts.

Und das obwohl:

  • seitens der CEFS (Comité Européen des Fabricants de Sucre, European Association of Sugar Manufacturers, Verband der europäischen Zuckerindustie) kein Ohrläppchen bewegt wurde, um in irgendeiner Form Solidarität zu zeigen. Es hätte ja sein können, daß sich diese Organisation der noch nie dagewesenen Besonderheit annimmt, daß eine ganze Fabrik durch auftretende Schädlinge in einer Region womöglich eingestellt werden muß. Was wäre das doch für ein tolles Thema in der CEFS-Arbeitsgruppe  für Umweltangelegenheiten gewesen (Working group on environmental affairs; https://cefs.org/about-cefs/#organisation).
  • seitens der Mutter Südzucker keinerlei Anstalten gemacht wurden anzubieten, die Fabrik mit Rohstoff aus angrenzenden Nachbarländern zu versorgen um das Werk am Laufen zu halten bis eine wirksame Strategie gegen den Rübenrüsselkäfer gefunden wurde. Allein schon aus der Überlegung, daß eventuell auch andere Gebiete befallen werden könnten wo Südzucker (Agrana) Werke betreibt.
  •  vor gerade mal 3-4 Jahren bei den Informationsveranstaltungen rund um das Ende der Quotenregelung es aus den Mündern der Betriebswirtschaftsexperten der Agrana tönte, „Wer meint da nicht mitzukönnen, soll es halt bleiben lassen. Wir sperren dann eben eine Fabrik einfach zu. Uns als Agrana ist das doch egal.“ Was waren das doch für Motivationsschübe für jene, die ohne betriebswirtschaftliches Expertentum der (nachweislich richtigen) Ansicht waren, daß ohne diese Nachfrage-Angebotsteuerung die nach der Jahrtausendwende beginnenden Preisreduktionen sich noch weiter verschärfen werden.
  • heuer eine Dividende mit einer der höchsten Dividendenrenditen ausbezahlt wurde (mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Vorstandsgehälter und Gehaltszuschläge diverser Etagen). Ob die Bauernvertreter mit ihrer Sperrminorität etwa angeboten haben, eine Minimierung der Dividende zugunsten einer „Wissenschafts-Rücklage“ zur Erforschung und Bekämpfung neuer Rübenschädlinge durchzuführen, weiß ich nicht. Hätten sie es getan, hätten sie es ihren Mitgliedern sicher erklärt und dafür auch volle Zustimmung erhalten.
  • keinerlei Einschränkungen etwa im Bereich Sponsoring für Kunst, Kultur und Sport (Staatsoper, Albertina, Spanische Hofreitschule, Opernball, Theater an der Wien, Volksoper Wien, Fußballklub Rapid Wien,  …..) notwendig war.
  • von den Mitarbeitern keinerlei Zugeständnisse in Richtung Gehaltsverzicht oder Verzicht auf Bonuszahlungen weder verlangt noch angeboten wurde.
  • seitens der Gemeinde von keinerlei Stundung, vorübergehende Reduktion von Gemeindebeiträgen oder von sonstigen, nennenswerten Aktionen zur Standortsicherung zu hören oder zu lesen war.

Gut, daß es die Bauern gibt, die die Karre ziehen.

Puh, ich bin jetzt echt geschafft und so froh, daß sich alle anderen Stakeholder durch meinen Einsatz einfach zurücklehnen konnten (und weiter ihre dicken Steaks halten).

Ich bin der Meinung, daß am Bild nämlich eine Gleichung richtig wäre statt der dargestellten Ungleichung. Soll heißen: Die Stakeholder sind auch die Steakholder.

Gelernt habe ich:

  1. Fabrik durch die Bauern gerettet = Notwendige Pflicht und Selbstverständlichkeit
  2. Bauern durch die Fabrik retten = betriebs- und/oder volkswirtschaftlicher Unsinnigkeit (weil es da das ungeschriebene Naturgesetz von Wachsen oder Weichen gibt. Oder vom Geld das zum besten Wirt geht oder so)

Alle Bauern, die die diversen Verarbeitungsbetriebe in EU-Europa mit ihren immer billiger werdenden Rübenanlieferungen gerettet haben oder  ihnen zu beachtlicher Größe verholfen haben, aber selbst dabei irgendwie unter die Räder gekommen sind, können sich dieses SuperBauer-Verdienst ja mal auf ihre Hof-Grabsteine meißeln lassen. Wenigsten irgendwas für die Nachwelt.

Wenn es so ist, wie du sagst, daß wir Bauern alles können, sollte man den diversen Gesellschaften/Gesellschaftern, für die wir immer dann zu systemrelevanten Rettern werden, wenn schon der Hut brennt, den leicht abgewandelten alten Spruch ins Stammbuch schreiben:

Bauer machen glücklich, wenn man rechtzeitig d’rauf schaut, 

daß man noch genug von ihnen hat, wenn man sie braucht.“ –

(Werbespot für Raiffeisen Bausparen; 1989 https://www.youtube.com/watch?v=IhJ6eQou95o)

Grüße von Hans aus Niederösterreich

(Der Gastbeitrag gibt die Meinung des Autors wieder)

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31 Kommentare

  1. Arnold Krämer sagt

    “ 1. Fabrik durch die Bauern gerettet = Notwendige Pflicht und Selbstverständlichkeit
    2. Bauern durch die Fabrik retten = betriebs- und/oder volkswirtschaftlicher Unsinnigkeit (weil es da das ungeschriebene Naturgesetz von Wachsen oder Weichen gibt. Oder vom Geld das zum besten Wirt geht oder so)“

    Das was Sie da schreiben, ist mehr als fragwürdig, um nicht zu sagen falsch.

    zu 1.: Wenn der Rohstoff fehlt, kann keine Fabrik existieren. Soweit so klar. Die Bauern produzieren aber auch nur, wenn es sich für sie lohnt, wenn sie glauben, dass ihre Fabrik in Zukunft Preise zahlt, die kostendeckend sind, also auch ihre Einkommensansprüche abdeckt. Ob sich das bewahrheitet, hängt dann abgesehen von Weltmarktbedingungen, Zollvereinbarungen etc. davon ab, ob die Fabrik in der Lage ist, den Zucker a) kostengünstig aus der Rübe herzustellen und b) das Produkt für Nahrungs- und/oder Industriezwecke erfolgreich zu verkaufen, evtl. nachdem es sogar vorher von der Fabrik selbst noch „veredelt“ werden konnte.

    Wenn das so ist (ich habe daran keinen Zweifel), dann kann Satz Nr. 2 nur falsch sein. Denn nur wenn die Fabrik erfolgreich ist, können ihre Zuliefer „gerettet“ werden, also wirtschaftlich überleben.
    Dazu gehört auf bäuerlicher Seite natürlich und das wird oft vergessen oder verdrängt a) eine Betriebsgröße, die Kostendegression ermöglicht durch eine produktive Beschäftigung der Arbeitskräfte (keine versteckte Arbeitslosigkeit) und b) Produktionseffizienz, die aufgrund hoher naturaler Leistung und günstigen Kosten zu niedrigen Stückkosten je Tonne Zuckerrüben (oder noch genauer je Tonne Zucker) beiträgt.

    Erzeugerpreise, die auch einzelbetrieblich stark suboptimal wirtschaftenden Bauern das einzelbetriebliche Überleben sichern, kann weder eine Zuckerfabrik, noch eine Molkerei, noch ein Schlachthof unter den Wettbewerbsbedingungen unserer Wirtschaftsordnung erwirtschaften und auszahlen.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Eben, es ist lediglich die Basis geschaffen, die Anbaufläche. Die grundsätzliche Erhaltung soll erst am 27.11. beschlossen werden, so what?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Da hat der NDR aber eine schöne Geschichte erzählt. Und wie die Sprache doch so wunderbar das Narrativ des „guten“ Bauern“ trifft….
          Der Satz Habbenas: …“ ich dachte, ich mach mal eben…“ in Kombination mit seinen letzten Worten: ..“ Wenn man immer das macht, was andere für gut erachten….“
          zeigt mir, dass die eigene Denke nie da war. Erst hat er angeblich den falschen (der Landwirtschaftsberatung) gehorcht, nun aber gehorcht er den „richtigen“ (dem medial gehypten mainstream)….ich sehe da keinen Unterschied, lediglich die nicht vorhandene eigene Zielgröße. Alle Klischees werden bedient, von der Kuh mit Namen bis hin zu Kühen auf der Weide, die es ja angeblich nicht mehr gäbe….als Besonderheit, in einem Landesteil, wo die meisten Rinder Deutschlands auf der Weide laufen.
          Ich würde gerne eine Evaluation in drei Jahren sehen….

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          • Arnold Krämer sagt

            Die 400 Kühe (zuviel) sind für einen „bäuerlichen“ Familienbetrieb betriebswirtschaftlich genauso fragwürdig wie 50 Kühe (zuwenig), wenn man verfügbare Technik, verfügbare Familien-Arbeitskraft, verfügbare Fläche als Hauptmaßstäbe heranzieht. Es fehlt an eigener (fachlicher) Bildung und an „richtiger“ Beratung. Richtig erkannt!

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            • Arnold Krämer sagt

              Ergänzung: Ich habe den Film nicht gesehen. Aber wenn z.B. die Frau ein sicheres Einkommen nach Hause bringt, oder eine Reihe von Winkraftanlagen mein eigen sind, muss ich auch mit dem landwirtschaftlichen Unternehmen nicht im betriebswirtschaftlichen Optimum sein.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Das kam im Film nicht rüber, aber man sprach davon, dass sie noch vom Verkauf der alten Stallanlage zehren….noch gäbe es keine schwarzen Zahlen….
                Was nach einem halben Jahr auch kaum möglich sein dürfte. Ich zweifle an der Nachhaltigkeit der Maßnahme, bei der örtlichen Lage und der Produktpalette.

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                • Arnold Krämer sagt

                  Frau ist Bankkauffrau, (Minute 11)
                  jetzt abgeschriebener, alter Eigentumsstall
                  usw. usw. , meine Vermutungen werden bestätigt.
                  Habbena war „beruflich einsam“ und ist es nach Rückzug aus dem Kooperationsbetrieb mit 400 Kühen auch weiterhin. (Verhalten der Frau, Aussagen der Tochter).
                  Der Kooperationsbetrieb wurde mit großer Sicherheit nicht wirtschaftlich betrieben. Denn die meisten Probleme, die im zwischenmenschlichen Bereich bei Landwirtsfamilien auftreten, sind darauf zurückzuführen, dass der „Mangel“ verteilt werden muss.

                  Der Film hat sich für seine Botschaft wie so oft die falschen Protagonisten ausgesucht. Aber wahrscheinlich verstehen die Filmemacher auch zuwenig von ökonomischer Landwirtschaft. Positiv ist das „?“ hinter dem Titel, soviel Selbstzweifel waren dann doch vorhanden.
                  PS: Habe den Film nicht bis zuende angesehen.

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  2. Friedrich sagt

    Smarti

    Was hier fehlt ist der politische Verstand. Ich habe ja schon öfter von der moralisch-ideologischen Politik geschrieben. Deutschland definiert seine Standpunkte und Forderungen nicht. Man sagt überall ja , mit dem Ziel als Staat in Europa aufzugehen. Also danach würde Deutschland nicht mehr existieren. Dieses Ziel hat aber kein anderes Land bzw. Regierung. Man freut sich über die blöde deutsche Regierung, daß die alles Geld nach Europa rausschmeist und selber zum Bettler wird. Straßen , Schulen, Digitalisierung , Kraftwerke, Industrie , Landwirtschaft usw. wird auf dem europ. Altar geopfert. Die anderen EU_Länder freuen sich solange bis wir kein Goldesel mehr sind und dann war es das mit der EU. Jeden Tag , so haben die führenden Volkswirte festgestellt, hat die Merkelregierung 2 Mrd. Euro vernichtet !!! Das sind in den 15 Regierungsjahren rd. 10 Billionen Euro. Dazu kommen dann noch die derzeitigen 1 Billion Euro Target-Salden, also unbezahlte Rechnungen der Euroländer an Deutschland. Ich hoffe , daß im nächsten Jahr nach der Bundestagswahl eine neue Regierung dann erst einmal aufräumt und wenn nicht ,dann die Bürger auf die Straße gehen, denn die Steuern und Abgaben müßen für die derzeitige Verschuldungsorgie ja irgendwie wieder reinkommen. Wenn das aber so weiter geht , dann gibt es aber dann den Euro nicht mehr , denn wir sind jetzt schon bei 86% Verschuldung vom Bruttoinlandsprodukt und zwischen 100 und 120 % wird sich der Euro nicht mehr halten können. Bis dahin wird sich die EZB noch manches schlimmes einfallen lassen , um den Absturz hinaus zu zögern. Die Tage sind in jedem Fall gezählt.

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  3. Ja,
    der Zuckerhut erinnert an Bergwerke,
    ist doch logisch

    ach so, ich habe bei Zuckerfabriken schon lange kein Kalkberg gesehen, weil ich schon lange mehr an einer vorbeigefahren bin!
    Aber andere bestimmt und die denken dabei an Bergbau!
    Das erinnert auch an Bergwerk!

    Genau wie man alle Pflanzen säen kann, Kartoffel bestimmt auch!

    Aber mitreden wollen!

    Wenn das ja so Leute sind die nicht bestreiten, dass sie von Landwirtschaft Ahnung haben, ist es ja ok!

    Man muß solche Äußerungen dann nur eher als Fragen verstehen!

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  4. Karl Timme sagt

    Bei der Nordzucker gibt es dieses Jahr (nicht das erste Mal) keine Dividenden.

    Ein Ergebnis der Aktionärsstruktur. Dadurch, das der Lieferanspruch ZR an den Aktien gebunden ist, befinden die nicht Börsennotierten Aktien zu 97 % in den Händen der Rübenanbauern (Verpächter von Liueferechten).

    Eine Umstruktuierung mit umfangreichen Werksschließungen gab es schon in der Vergangenheit (in Schleswigholstein gibt es kein Werk mehr, ich habe selber 3 Werksschließungen mitgemacht).

    Nordzucker produziert jetzt auch Rohrzucker in Australien, ein ansinnen in diese Richtung gibt es schon lange.

    Auf der letzten reinen online HV wurde die Satzung geändert. Jetzt besteht der Lieferanspruch nicht mehr in einer Menge sondern in Fläche. Die Rübe wird damit zu den besseren Standorten wandern.

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  5. Meier sagt

    Toll , daß die AGRANA-Rübenbauern den Mut zur Zuckerrübe haben. Die Weißzuckerpreise gehen jetzt ja auch hoch. Die AGRANA gehört zu rd. 90% zur Südzucker. Die Südzucker gehört zu rd. 50% den Rübenanbauern im Süden Deutschlands. Die Rentabilität der Zuckerrübe ist mit dem Ende der relativ festen Rübenquotenpreise stark gesunken. Bei geringen Erträgen wurden überall Verluste eingefahren für die Anbauer. Speziell die Südzucker hat sich dafür wenig vorbereitet und mußte den Zucker für teilweise bis zu 140 Euro/to weniger am Markt verkaufen , als die anderen Zuckerfabriken .Einmal weil die Weltmarktexportoffensive ein Reinfall waren , aber auch weil man erpreßbar war , weil man keine Weißzuckersilokapazitäten hatte , aber den Zucker los werden mußte um Platz für die lfd. Produktion zu haben. Dazu sind die Werke nicht in einem vergleichbaren techn. Zustand wie bei den Mitwettberwerbern hier in Deutschland. Auch die Höhe der Investitionen ist relativ geringer und zielt nur auf Erhaltung. Dazu kommt noch die Beteiligung bei EDF+Man, was in den letzten Jahren hohe Verluste in die Division Zucker gebracht hat. Also alles nahezu Managerversagen und ausbügeln müßen das die Rübenanbauer mit Werksschließungen und schlechten Rübenpreisen.

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  6. bauerhans sagt

    nsere private fabrik hier hatte in 2016 darauf aufmerksam gemacht,dass sie mehr rüben bräuchte,um weiterhin wirtschaftlich arbeiten zu können,allerdings keine hohen preise zahlen könne.
    das echo war überwältigend.

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  7. Bauer Fritz sagt

    Der Hans, der kanns !
    Danke für diesen Brief und die Ausleuchtung all der Bereiche rund um die Rettung der heimischen Zuckerproduktion, die doch bislang doch weitestgehend unbeleuchtet geblieben sind.

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  8. Reinhard Seevers sagt

    Der Außenstehende Bürger fragt sich aber, warum man Zucker überhaupt herstellen muss. ist ungesund und kostengünstiger aus den armen Regionen der Welt importierbar…..
    Außerdem verstopfen und verschmutzen die LKW die Straße,und die Umweltgifte wollen wir gar nicht erwähnen. (provokanter Standpunkt zur Diskussionsmotivation)….

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    • Bauer Willi sagt

      Der außenstehende Bürger fragt sich überhaupt nichts. Mir hat mal jemand die Frage gestellt, was wohl passieren würde, wenn alle Bergwerke „ausgebeutet“ wären. Ja, der meinte Zucker… 🙁

      Wie soll man da reagieren? Mich macht sowas immer fertig. Genau wie die Frage nach Kartoffelsamen…

      5+
      • Brötchen sagt

        Jau die Puddingpulverminen in Panama sind ja berüchtigt.
        Kam mal in der Sesamstraße bei Kapitän Blaubär und der hat immer mächtig geflunkert.

        Es gibt aber schon noch Leute die sich gut informiert haben, ist eben nur theoretisches Wissen und wozu hat man denn nun sowas wie seinen persönlichen Bauern….zu irgendwas muss der doch gut sein 😉

        Zucker braucht man nicht nur als Lebensmittel, sondern für ganz ganz viel.

        Und für die Bienen, das die Honig produzieren können, sonst sterben die im Winter und wenn die Biene stirbt soll ja die Menschheit kurz danach sterben….

        3+
      • Paulus sagt

        @ Bauer Willi
        Und schon kommt, was die Kartoffelsamen betrifft, so ein Dummbeutel wie ich um die Ecke. Wie erfolgt denn z.B. die Sortenzucht wenn es keine Kartoffelsamen gibt? Jetzt könnt ihr Bauern mich gerne auslachen.
        Nur mal so als Antwort auf: „Der außenstehende Bürger fragt sich überhaupt nichts.“
        Immerhin weiß ich, dass es keine Zuckerbergwerke gibt, ist doch auch schon mal was.

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      • von oben runtehohlt, sollte hierher:
        Ja,
        der Zuckerhut erinnert an Bergwerke,
        ist doch logisch

        ach so, ich habe bei Zuckerfabriken schon lange kein Kalkberg gesehen, weil ich schon lange mehr an einer vorbeigefahren bin!
        Aber andere bestimmt und die denken dabei an Bergbau!
        Das erinnert auch an Bergwerk!

        Genau wie man alle Pflanzen säen kann, Kartoffel bestimmt auch!

        Aber mitreden wollen!

        Wenn das ja so Leute sind die nicht bestreiten, dass sie von Landwirtschaft Ahnung haben, ist es ja ok!

        Man muß solche Äußerungen dann nur eher als Fragen verstehen!

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    • Bauer Fritz sagt

      Inzwischen haben sie ja des Öfteren beschrieben, daß ohnehin nahezu alles was Bauern produzieren ungesund ist.

      Daher füge ich dazu 3 Gedanken an:
      1) Ein Schüler dozierte beim Essen über die zahllosen ungesunden Speisen und Getränke und über die viel gesünderen Alternativen. Die Eltern: „Toll was du alles weißt. Und du wirst dich sicher ab jetzt auch selbst daran halten ?“
      Seine Antwort: „Ich bin Berater, kein Anwender !“

      2) Diätvorschlag für den ersten Tag: Entfernen sie alle ungesunden Lebensmittel aus dem Haus. Schmeckt lecker !

      3) Und diesen Beitrag: Mann verhungert, nachdem er alle potenziell ungesunden Lebensmittel mied (https://www.der-postillon.com/2018/12/ungesund.html)

      1+
      • Es ist schon ein sehr ungutes Gefühl für Städter,
        wenn von Massenmedien propagiert wird,
        dass natürliche Lebensmittel ungesund sind.

        Wer das verbreitet müsste bestraft werden,

        denn es sind ja Lügen!

        Landwirschaftliche Produkte sind nicht mit maschinell hergestellten zu vergleichen! Weinigstens das könnten Städter verstehen!

        1+
  9. Brötchen sagt

    Etwas „wirr“ geschrieben und schlecht verständlich.

    Ansonsten gute Sache, das…

    Für nicht Eingeweihte schwer zu verstehen.

    3+
    • Smarti sagt

      Hans ist sauer, er regt sich zu Recht auf über „viele, viele Menschen die für diese Misere mitverantwortlich sind“. Den Text sollte man noch ein bisschen aufdröseln – der hat Zündstoff.
      Wer traut sich eine Liste aufzustellen, was Deutschland bald nicht mehr produziert ?
      Nicht weil Landwirte es nicht können. Nicht weil sie nicht wollen. Wir dürfen bald nichts mehr produzieren.
      In unserem Land fehlt es nicht an gutem Ackerland, Können, Geld für Technik, nicht am Wasser ? Was ist es dann ?

      3+
      • Paulus sagt

        @Smarti, eine Liste was in Deutschland bald nicht mehr produziert wird kann ich liefern, ist nicht meine Weisheit sondern hinlänglich bekannt. Die paar Agrarprodukte spielen dabei überhaupt keine Rolle.
        Eine kluge Frau namens Merkel hat in Davos auf die große Transformation eingestimmt. Und da kommst du mit so einem Killefit wie Solawi, die noch nicht einmal Ertrag abwerfen muss. Ich kann dir sagen auf welche Landwirte ich mich verlasse.

        1+
        • Smarti sagt

          @Paulus, auf welche Landwirte verlässt Du Dich ? Das interessiert mich jetzt schon.
          In unseres Nähe wollte ein Landwirt ein Legehennenstall mit Auslauf für 12000 Hühner bauen – die Bevölkerung rundherum hat es verhindert.
          Klar, statt Mini-Solawi könnte man ja auch einen netten Bauerngarten unterhalten, dann wären aber Kühlcontainer, Folientunnel und viele mehrjährige Pflanzen etwas sehr übertrieben… dann doch lieber Freud ( die Ernte ) und Leid ( Arbeit und Kosten ) mit ein paar Gleichgesinnten teilen. Unsere Jungpflanzen ziehen wir selber – mal schauen, wie der Bioland-Kontrolleur das nächsten Frühling sieht- es ist nämlich nicht erlaubt, die eigenen Pflanzen von der „Nicht-Bio-zertifizierten Nachbarin“ 🙂 aufziehen zu lassen. Dieses Jahr werde ich Küche und Schlafzimmer deshalb noch mehr in einen Paprika-Tomatenurwald verwandeln – mal schauen, ob ich damit durchkomme. Wenn nicht, hat die Garten-Solawi gerade Bio-Selbstmord gemacht. Alle Jungpflanzen kaufen geht nicht, wir brauchen viel zu wenig. Echt dumm gelaufen – ich finde es mehr zum Lachen als zum Weinen.
          Die Schwarzwaldmilch hat uns eine Info geschickt- Bioland erlaubt ja in Krisenzeiten ( lange Trockenheit z.B ) auch konventionelles Futter zuzukaufen, falls erwiesenermassen kein Biofutter zu bekommen ist. Unsere Molkerei will strengere Massstäbe setzen und kein Zukauf von nicht zertifiziertem Futter erlauben. Auch dumm gelaufen – aber wir können das zum Glück unterdessen recht locker sehen.
          Je weniger Lebensmittel wir produzieren, desto weniger Sorgen haben wir. Aber was passiert, wenn auch „Deine Grossbetriebe“ umstellen ?

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