Bauer Willi
Kommentare 54

Von Zuckerrüben, Alu-Hüten und Chemtrails…

Das Thema von gestern (zurückgehender Zuckerrüben-Anbau) ist auch in Österreich ein Thema. Hier wird es aber schon brisanter. Wegen der fehlenden Rübenmenge soll eine der zwei Zuckerfabriken geschlossen werden. Und jetzt geht es um Arbeitsplätze! Das ruft eine Tageszeitung auf den Plan, die in einem sehr pointierten Kommentar auch das niedrige Niveau der Debatte in den Focus nimmt.

https://kurier.at/wirtschaft/erfolgreiche-kampagne-gegen-die-zuckerruebe/401012414

Wie kritisch die Situation in Österreich ist, kann man im nachfolgenden Artikel lesen. Immerhin hatte die Landwirtschaftsministerin Köstinger zum Krisengipfel geladen.

https://www.topagrar.at/ackerbau/news/so-soll-der-ruebenanbau-in-Oesterreich-gesichert-werden-12340461.html

Was aber auch klar ist: eine Notfallzulassung in Österreich verzerrt den Wettbewerb innerhalb der EU. Daher sollte eine solche für 2021 auch in Deutschland erteilt werden.

 

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54 Kommentare

  1. Bauer Fritz sagt

    Die Gretchenfrage der SPÖ: Wie hälts du´s mit den Industriearbeitsplätzen ?
    (http://gmeiner-meint.blogspot.com/2020/10/das-vielleicht-gute-leopoldsdorf.html)

    Zuckerindustrie-Arbeitsplätze: sind das Arbeitsplätze um deren Erhaltung man kämpfen soll oder ist das ohnehin nur böse Agrarindustrie, also weg damit ?

    Arbeitsplätze auf Bauernhöfen: sind das Arbeitsplätze um deren Erhaltung man kämpfen soll oder ist das ohnehin nur böse Agrarindustrie, also weg damit ?

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  2. bauerhans sagt

    in studien des umweltministeriums ist festgestellt worden,dass „böse“ pestizide durch die luft fliegen und kontaminieren,ganz schlimm, bio-äcker werden getroffen.
    von krankheiten und todesfolgen wurde nichts berichtet.
    zu finden auf zeitonline.

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    • „in studien des umweltministeriums“

      Wenn es wenigstens Studien des Ministeriums wären!
      Das Umweltinstitut München macht dir doch ein Gutachten, dass Glyphosat giftige Riesenspinnen hervorbringt oder was auch immer gewünscht wird. Gruseliger Club.. Und das Bündnis für enkeltaugliche Landwirtschaft klingt schon „eigenartig“.
      Mir ist völlig unverständlich, warum das UBA sofort drauf anspringt. Nachweisen kann man doch heute fast alles. Aussagekraft null.

      Man muss es echt glauben wollen. Siehe Titel. Es hat wirklich was mit Verschwörung, Aluhut und Ideologie zu tun.

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      • Bauer Willi sagt

        Die Ministerin Schulze springt gleich drauf an. Ich kann nicht verstehen, dass man die nicht aus dem Verkehr ziehen kann. Die macht doch echt Werbung für diese Gurkentruppe.

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        • Thomas Apfel sagt

          Die sind da nicht aufgesprungen. Das war abgesprochen und von langer Hand vorbereitet. BioCompany und LPG heben Bio Erzeuger und Verarbeiter rekrutiert, die das mit einer Abgabe je verkaufter Packung finanziert haben.
          Die hatten in den Jahren davor mit dem Bremer Ingenieurbüro Bohrkerne von Bäumen an allen möglichen Standorten auf PSM Rückstände untersucht und angeblich Tod und Teufel gefunden. Die Sache mit den „Luftansaugern“ und den „Windeln“ lief 2019 über die Vegetationsperiode an rund 170 Standorten. Ich hatte die Veröffentlichung eigentlich schon im Februar erwartet.
          Dahinter steht Johannes Heimrath, ein Musiker und Instrumentenbauer und Esotherik Guru, der im Lassaner Eck so ein „Heilerzentrum“, eine Art Sekte aufgebaut hat.
          Ich habe versucht, die Standorte der Ansauger herauszufinden, das war aber, als die Aktion lief, streng geheim. Die können jetzt behaupten, was sie lustig sind, möglicherweise haben die Dinger ja auch mitten in Feldern gestanden.
          Das ist wie mit der Krefeldstudie, mit BSE und so weiter, es ist in der Welt, wird seine Wirkung haben, auch wenn jetzt aufwändige Studien den Status des „Grundrauschen“ an Substanzen in der Atmosphäre untersuchen und klarstellen sollten. Die Gegenstudie hätte parallel stattfinden müssen, ich hatte das an verschiedenen Stellen angemahnt, aber die Mühlen in den Ämtern mahlen da zu langsam.

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            • sonnenblume sagt

              Für entsprechendes Geld kannst du alles bekommen! Und an Geldmangel scheint die Branche nicht zu leiden. Oder man aktiviert schon so langsam die Sammelaktionen. Schließlich haben wir bald Oktober und Weihnachten ist nicht mehr weit. Vielleicht auch deshalb die Veröffentlichung der Studie zu diesem Zeitpunkt. Coronastreß flaut etwas ab und Umwelt usw. drängt jetzt mit Gewalt auf die Bildfläche zurück.

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            • Je schlechter die Verhältnisse in D sind bzw. dargestellt werden, umso besser für eine Partei. Kommt mir aktuell irgendwie bekannt vor. Die Ränder berühren sich.

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            • Das wissen die Bauen schon seit über 50 Jahren und halten sich daran. Vielleicht haben es die Ökos jetzt erst erfahren.
              Denn sie haben ja auch nicht die Lizenz zum Ausbringen von Pflanzenschutzmittel.
              Hauptsache Theater machen, sich wichtig machen.
              Wenn die das so nötig haben, dann geht es ihnen doch gar nicht um die eigentliche Sache, sondern die ist nur Mittel zum Zweck, oder?

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  3. Obstbäuerin sagt

    Statt eine Harmonisierung der Bedingungen in der europäischen Landwirtschaft anzustreben wird mit EU-weiten Verboten, die sofort durch Notfallzulassungen in den einzelnen Ländern aufgehoben werden können, eine weitere Diskrepanz der Wettbewerbsfähigkeit gefördert. Ich hatte schon immer das Gefühl, dass die Zustimmung einiger Länder nur mit dieser Voraussetzung zu erreichen ist. Und je nachdem, wie wichtig die landwirtschaftliche Produktion im eigenen Land ist, werden dann Notfallzulassungen beantragt oder nicht. Dass die Pflanzenschutzmittel in der Praxis eine Voraussetzung für die Produktion sind, daran bestehen meiner Meinung nach bei den politischen Akteuren keine Zweifel aber dem geframten Wählerpublikum kann man damit auch gleich gefallen, wenn man sie pro forma verbietet.

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  4. Friedrich sagt

    Bauern- und Handwerkerarbeitsplätze sind aus Sicht der Politiker nichts wert. Geht es aber um viele Industriearbeitsplätze, dann sind sie alle mit dem Eimer voller Geld da. Leider haben die ideologisierten Städter nur die Informationen über die ideoligisierten Medien. Nur so läst sich das ganze erklären. Wenn man als Bauer mit den Städtern redet , dann gibt es immer Zustimmung . Man wusste es eben nicht besser. Leider hinterfragt von den Leuten keiner die Moral- und Ideologiepolitik der Meinungsmacher. Das wird erst passieren , wenn es den Leuten selber an den Kragen geht und dann ist es meist zu spät. Leider muß es erst immer Arbeitsplätze kosten , bis die Stimmung umkippt und darauf warte ich , leider. Schon ein Stromblackout über 1 – 2 Tage würde die Köpfe schon zum Nachdenken bringen und die Wichtigkeit der heimischen Ernährung erklären. So lange immer und alles vorhanden ist , geht der „Tanz ums Goldene Kalb“ weiter.

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    • Paulus sagt

      Friedrich, ein flächendeckender Blackout von 1-2 Tagen würde zu sehr unschönen Szenen führen, das hat mir ein Risk Manager einer Versicherung mal geschildert. Die beschäftigen sich nun mal mit solchen Dingen. Wir waren mal bei einer Freundin in Köln zu Gast, ausgerechnet zu der Zeit, als es im Hambacher Forst und in den rheinischen Tagebauen so richtig rund ging. Da fiel in K-Lindenthal für lächerliche 3 oder 4 Std. der Strom aus, das war nun wirklich noch harmlos. Die Frau wählt zwar grün, aber das angstvolle Flackern in ihren Augen und ihre Panik waren schon beeindruckend. Zwei Tage ohne Strom und die Grünen nebst FfF und ähnlichen Gruppierungen können einpacken.

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      • sonnenblume sagt

        Diese Rosskur, keinen Strom, hatten wir im Münsterland ja schon in einigen Gemeinden. Sie ist aber größtenteils schon wieder vergessen, oder es war für den normalen Bürger noch nicht so schlimm. Oder die betreffenden Menschen haben in dieser Zeit nicht hier vor Ort gelebt. Die Landwirte haben das jedenfalls noch nicht vergessen.

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  5. Elisabeth Ertl sagt

    Herr Suhr, heuer hat der Rübenrüssler in Österreich vor allem die Biorüben total vernichtet. Warum? Weil er von Unkraut angezogen wird, und es davon in Biofeldern mehr gibt. Die BOKU forscht an einer umweltverträglicheren Alternative zu Neonicotinoiden, erhält aber von Fa. Agrana dabei so gut wie keine Unterstützung. Die schließen lieber die Zuckerfabrik.

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    • Wenn es doch eine Unkrautpflanze gäbe, die den Rübenrüssler vertreiben würde!

      Aber es wird ja danach geforscht!

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  6. Elisabeth Ertl sagt

    Köstinger zittert überhaupt um die agrarische Selbstversorgung Österreichs.
    Im Intensivgebiet des Nordostens und in den Alpenvorländern mindert der Klimawandel die Erträge.
    Die Alpen sind begünstigt: In den Tälern ist mancherorts wieder Getreidebau möglich, die Almsaison verlängert sich.
    1/3 unserer Agrarfläche sind Almen. Aber dort verbreitet sich jetzt der Wolf. Heuer gab es so viele Risse wie in den letzten 10 Jahren zusammen nicht.
    Man blickte hoffnungsvoll auf ein Referendum in der Schweiz. Dort hatte das Parlament ein neues Jagdgesetz beschlossen. Wölfe sollten bereits entnommen werden können, sobald Gefahr im Verzug ist, und zwar auch für ungeschützte Herden. In der Schweiz, die im Herdenschutz als führend galt, finden Übergriffe bereits zur Hälfte auf geschützte Herden statt, und es zeichnet sich ab, dass die ständig erforderlichen Erweiterungen der Schutzmaßnahmen in diesem schwierigen Gelände nie zu praktikablen Standards führen werden. Herdenschutz sollte dort in Zukunft nur noch eine Bedeutung für Entschädigungszahlungen haben, die weiterhin ausschließlich für geschützte Tiere ausbezahlt werden sollten. Naturschutzorganisationen liefen gegen das Gesetz Sturm und forderten ein Referendum://www.swissinfo.ch/ger/abstimmung–was-bedeutet-das-neue-schweizer-jagdgesetz-fuer-den-wolf-/45931454
    Was bei uns undenkbar wäre: Die Schweizer Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga bat kürzlich im Vorfeld des Referendums die städtische Bevölkerung um Solidarität mit den Betroffenen am Land: https://www.20min.ch/story/woelfe-toeten-neuerdings-sogar-kaelbchen-620873183362
    Bei uns schweigt die hohe Politik und überlässt es den Landwirtschaftsvertretern, einen aussichtslosen Schein-Kampf gegen die Gesetzeslage zu führen.
    Die Annahme des Schweizer Jagdgesetzes hätte richtungweisend für den ganzen Alpenraum werden können. Es wurde diesen Sonntag abgelehnt. Die Gebirgskantone stimmten mit überwältigender Mehrheit dafür, aber die bevölkerungsreichen Stadtagglomerationen im Norden brachten das Gesetz zu Fall. https://www.srf.ch/news/abstimmung-27-september-2020/jagdgesetz/umgang-mit-dem-wolf-das-stimmvolk-schiesst-das-jagdgesetz-ab
    Das Interesse der Städter ist es, in den Alpen Urlaub zu machen, und die derzeitige Modelandschaft der Touristen ist nun einmal eine menschenleere Wildnis, wo man mit Wildkameras Wolfsfotos einfangen kann. Vor 20 Jahren war die Modelandschaft jene der Barockzeit, vor 10 Jahren war die Umgebung dann egal, man wollte vor allem mit interessanten Aktivitäts-Angeboten animiert werden; und in 10 Jahren wird man wieder etwas anderes wollen, wenn es dann überhaupt noch Tourismus gibt. Ob man die Wildnis dann überhaupt noch rekultivieren kann?
    Eine Sonderregelung für den Alpenraum zum Umgang mit dem Wolf ist somit in weite Ferne gerückt. Die Landwirtschaft erwirtschaftet 1,6% des BIP, der Tourismus 16%.
    Viele unserer Almbauern haben heuer frühzeitig abgetrieben. Es droht das Ende der alpinen Viehwirtschaft wie in Frankreich, wo zuletzt 90% der Risse in geschützten Herden stattfanden. Unsere Wolfsschützer erwarten trotz allem, dass die heimischen Bauern das Herdenschutz-Rad neu erfinden. Die Wiener Stadtzeitung „Falter“ wirbt neuerdings mit dem Kurzfilm eines vom WWF gesponserten Tiroler Bauern, der seinen KollegInnen empfiehlt: „Entweder ich schütze und bin bereit, den ganzen Mehraufwand auf mich zu nehmen. Wenn man meint, man kann das in Zukunft einfach ignorieren und auf gewisse Personen hören, die einen wolfsfreien Alpenraum versprechen, dann kann ich nur eines raten: Verkauft eure Schafe. Hört auf. Weil das gibt nur ein Tierleid.“ https://www.falter.at/video/eyz1uBsdxNU/ein-tiroler-bauer-will-wolfe-schutzen-statt-schiessen/PLDEF9F823EE37271C?ref=homepage

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    • Brötchen sagt

      Frau Ertl!

      Vielleicht interessant, bei uns nehmen die Wolfsübergriffe auch gerade zu.
      Der erste Fall des Risses eines Großpferdes im Landkreis Jerichower Land wurde gemeldet.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Wir hier in der Oststeiermark leiden gerade unter wachsenden Schakalbeständen. Der Schakal kann durchaus auch Schafe reißen: In Tirol gibt es bereits ein gerissenes erwachsenes Schaf, in Salzburg zwei gerissene Lämmer. Auch der Schakal ist hier streng geschützt. Vor ein paar Tagen tauchte einer ungeniert in unserer Anwesenheit vor dem Schafstall auf. Die Schafe waren gerade von der Weide heimgekehrt und standen am Vorplatz. Plötzlich drängten alle durch das kleine Türl hinaus auf die Weide und rissen eine Horde aus der Verankerung. Trächtige Auen in Panik sind nicht gerade die Freude des Schafzüchters. Das Elektronetz hat den Schakal zurückgedrängt, und er ist im Gebüsch verschwunden. Wann wird er drüberspringen? Schakale sind deutlich springfreudiger als Wölfe! Im Nachbarbundesland Burgenland haben die Jäger eine Bejagung von Oktober bis März durchgesetzt. aber auch dieses Gesetz wird von den Grünen bereits heftig angegriffen. Der Fuchs wird reguliert, um das Niederwild zu schonen. Wenn aber der Schakal einwandert, dürfen Hasen, Rebhühner und Fasane auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Nichts ist angeblich so schützenswert wir ein Prädator!

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          • Brötchen sagt

            Elisabeth, bei mir hat gerade der Waschbär eine Junghenne geholt, die war leichtsinnigerweise draußen geblieben.
            Hintere Schenkel abgenagt. Gerade umgestallt und beringt.

            Also Schakal wäre noch das wenigste.

            Euer Wolfsbestand ist ja noch recht bescheiden.

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            • Elisabeth Ertl sagt

              In den Alpen zählt ein Wolf für 10. In dem unübersichtlichen Gelände hast gegen ihn keinerlei Chance.

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              • Brötchen sagt

                Nein, der Fuchs ist vom Gebiss her eine größere Katze.
                Selbst frischgeborene Lämmer glaube ich, da geht der eher nicht ran.
                Selbst bei größeren Hühnern hat er zu tun.
                Bei mir hatte mal einer einen großen Hahn am Hals verletzt, der war eher ausgerenkt, Hautverletzungen waren keine zu sehen.
                Glaube eher der Waschbär wird da unterschätzt, weil die Biester kommen auch von oben, wo kein Fuchs durchgeht.
                Bei mir jetzt in der Voliere oben durch die Übernetzung von Dach über ein kleines Loch. Weil die ja auch so niedlich aussehen.

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        • Ostbauer sagt

          Wer wissen möchte, wie das Thema „Wolf“ sich entwickelt, dem empfehle ich den Aufsatz von Prof. Dr. Christoph Stubbe: “ Der Wolf in Russland- historische Entwicklung und Probleme“
          Wenn auch nur 10% davon eintritt; na dann gute Nacht Marie.

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  7. Moin,

    ist ein Unterbietungswettkampf zielführend? Notfallzulassung hier, Notfallzulassung da?

    Eine rechts-konservative Regierung mit ein wenig grüner Tünche wäre nicht mein Maßstab für Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit.

    Wieso immer das dämliche Thema chemische Pflanzenschutzmittel? Wir haben so oft ins Klo gegriffen mit Lindan, DDT, Diuron, all den PCBs usw. Ist alles andere schon ausgeschöpft und wie soll das die Dürren kompensieren? Einen Mindestmaßstab an Kontrolle erwarte ich schon, sollte jeder erwarten. War doch auch doof, vierzig Jahre lang das erbgutschädigende Tallowamin eingesetzt zu haben, sollte man meinen?! Daß es noch nicht so hoffnungslos in Deutschland aussieht mit unseren Böden liegt unter anderem an unseren hohen Standards bisher.

    Ich bin kein Ackerbauer, aber meines Wissens ist eine geringere Nährstoffversorgung zu Beginn der Vegetation hilfreich, damit Rüben anfangs langsamer wachsen, so jedoch festere Zellwände hätten zum Selbstschutz. Auch kann man mit Untersaaten etc. viel erreichen, wenn man denn wollte. Ganz zu schweigen davon: Rüben-Ackerland ist eines der hochwertigsten ohnehin schon:
    https://www.wiwo.de/finanzen/boerse/agrar-investment-geld-verdienen-auf-dem-acker/13937130.html

    Ein wesentlicher Aspekt ist auch der Strukturwandel. In Österreich hat sich allein die Zahl der entsprechende Betriebe nahezu halbiert. Zitat aus obigem Artikel:
    „Auch die Anzahl der Zuckerrübenbetriebe hat sich entsprechend verringert – von 7.050 im Jahr 2015 auf mittlerweile 4.150 Betriebe.“

    Ich will es noch mal anders, kapitalistisch hinterfragen:
    Wann steigt der Preis für Zucker, wenn man schön viel produziert oder wenn Zucker knapp wird?
    Jeder weiß, weniger ist preislich attraktiver.
    Dann kommt aber die Aussage von wegen Zucker würde dann ja importiert werden.
    Also ist es vor allem die Sorge um die Importkonkurrenz, richtig?
    Dann kann man den Sack aber gleich zu machen, die sind immer billiger als wir hier oder in Österreich. Dann müßte die politische Forderung nicht nach Notfallzulassung sondern nach Marktregulierung gehen.
    Aber … da fehlt es an Mutigen, so mein Eindruck, schade 🙁

    Chemische Mittel mögen Sinn machen, Ziel muß es jedoch sein, davon wegzukommen, so weit es irgendwie geht. Einfach weil diese unberechnbar sind und wir selten das ganze Bild sehen. Ganz zu schweigen davon, daß es nicht besser wird, wenn man Zulassungsverfahren aussetzt oder abkürzt. Daß Bayer gern Chemie vertickt, wen würde es wundern!

    Und von Biogasrüben habe ich hier noch nicht mal geschrieben. Oder von Schädlingen, die sogar BT-Resistenzen entwickelt haben, falls das Thema auch aufkommen sollte.

    Man baut an, was sich lohnt, so würde ich es sagen. Und wenn der Markt es nicht hergibt, will man es über die Produktion kompensieren und hofft auf Chemie, Gentechnik usw. Gerade erleben wir, wie’s am Ende dieser Leiter aussieht, irgendwann kann sich die Produktion nicht noch billiger machen, wenn es nicht zu Raubbau führen soll. Und eine nachhaltige Landwirtschaft bei uns ist preislich halt nie attraktiv zu Raubbau-Landwirtschaft in Übersee und sonst wo, deswegen kann man es über die Produktion nicht lösen, sondern nur über den Markt, also die Politik.

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    • Bauer Willi sagt

      „Chemische Mittel mögen Sinn machen, Ziel muß es jedoch sein, davon wegzukommen, so weit es irgendwie geht“
      Was sind eigentlich „chemische Mittel“? Kochsalz? Backpulver? Backpulver ist ja nichts „natürliches“.

      Zuckerrüben, Raps und Kartoffeln würden in Europa nicht kultiviert werden, wenn es keine „Chemie“ gäbe. Zuckerrüben und Raps gibt es so gut wie nicht im Bio-Anbau (vergessen wir die paar tausend Hektar) und Bio-Kartoffeln wachsen nur mit 15 bis 20 Pestizid-Spritzungen in der Saison mit Kupfer. Über dessen Giftigkeit ist schon genug geschrieben worden.
      Nun kann man ja sagen: „Was brauchen wir Zuckerrüben, Raps und Kartoffeln“. Das sind in der Fruchtfolge unsere wichtigsten Blattfrüchte. Ohne die kann man die „Ackerbaustrategie“ gleich in die Tonne kloppen. Dann bleiben nur noch Getreide… und Mais…aber der ist ja ganz böse…
      @Christian, die vermeintlich einfachen Lösungen sind oft keine.

      „Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.“
      „Bei allem was du tust, tue es klug und bedenke das Ende“

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      • firedragon sagt

        Zu dem Satz war ich auch schon was Ähnliches am schreiben, hatte auch einen Bogen zur Humanmedizin geschlagen. War mir dann doch zu blöde. Herr Suhr übergeht ja alles und hängt da irgendwie in seiner Tüllschleife fest. Aber danke, dass Du das geschrieben hast.

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      • sonnenblume sagt

        Es gibt wieder eine neue Studie: Pestizide und deren Abbauprodukte verbreiten sich kilometerweit durch die Luft. Es kocht an allen Fronten.

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        • Obstbäuerin sagt

          Hab ich gerade gelesen, sonnenblume. Es wird immer abstruser. Ich glaub ich schick denen mal mein Video mit einer erhöhten Flugdichte von Insekten in meinem Garten. Da ist die Landwirtschaft keine 200 m entfernt.

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          • Obstbäuerin sagt

            Es geht über alle Sender und die Kommentare sind unterirdisch. Es werden auch alle Register gezogen: vergifteter Honig, Artensterben, krebserregend.

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    • Smarti sagt

      Ich bin nicht gegen Bio, ganz im Gegenteil. Auch wir stellen nun um, das haben wir in der Familie so vor Jahren beschlossen. Erst haben wir aber den Betrieb von der Produktion von Lebensmitteln (mit einer gewissen Ertragmenge, um die Rechnungen zu bezahlen) umgestellt. Nun haben wir eine „hoch subventionierte Produktion“, wo Ertrag nicht mehr unbedingt im Vordergrung steht – natürlich wäre ein guter Ertrag noch besser. Aber wenn nicht… kommt der grössere Teil unseres Einkommen halt dieses Jahr nicht vom Acker.
      Unser Weg ist eher nicht übertragbar auf andere Betriebe, also sind entweder in Deutschland grosse Teile der Landwirtschaft bald weg oder sie bezahlen den Landwirten einen gerechten Stundenlohn für ihre Arbeit. Dann darf Ihre Politik auch gerne die Menge und Art von Pflanzenschutzmitteln etc. bestimmen. Nicht mehr der Ertrag sichert den Gewinn, sondern die geleistete Arbeitszeit.
      Ohne Ernteerfolg sind die Betriebe nämlich schneller zu als sie denken können – ganz egal ob wegen fehlender Liquidität oder fehlender Freude an der Arbeit !
      Ist Ihnen eigentlich auch schon aufgefallen, dass Landwirte die den Betrieb aufgegeben haben eigentlich immer froh darüber sind ? Kennen Sie auch nur einen Einzigen, der wieder anfangen möchte ? Was kann der Grund dafür sein ?

      Desweiteren bin ich mir sicher Herr Suhr, dass Sie persönlich noch keinerlei Medikamente eingenommen haben, also keine Antibiotika, keine Krebstherapie, nicht mal ein Läusemittel… denn für Sie dürfen auch todkranke Pflanzen nicht behandelt werden, obwohl sie mit „minimalem Aufwand“ wieder gesund werden würden.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Zitat Smarti: „Kennen Sie auch nur einen Einzigen, der wieder anfangen möchte ? “

        Diesen Satz werde ich mir einrahmen….warum fällt der erst heute?
        Ich bin immer wieder überrascht, welche Ratschläge Außenstehende haben, wenn es darumgeht, Landwirte/Landwirtschaft zu retten……ich habe aber noch keinen Schlaukopp erlebt, der gesagt hat: Komm, lass mich mal, ICH mach das jetzt! Ich zeig euch mal, wie das richtig geht….!

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        • Arnold Krämer sagt

          In meinem Dienstbezirk gab es einen relativ jungen Landwirt, der sich “verabschiedet” hatte, aber nach dem Verbot der Käfighaltung für Legehennen, neue Ställe gebaut hat und jetzt in größerem Stil hauptberuflich unideologisch Bio-Eier produziert.

          Also, keine Regel ohne Ausnahme.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „Chemische Mittel mögen Sinn machen, Ziel muß es jedoch sein, davon wegzukommen, so weit es irgendwie geht. Einfach weil diese unberechnbar sind und wir selten das ganze Bild sehen. Ganz zu schweigen davon, daß es nicht besser wird, wenn man Zulassungsverfahren aussetzt oder abkürzt. Daß Bayer gern Chemie vertickt, wen würde es wundern!“

      Es gab mal eine Zeit, fast ohne chemische Mittel. Meine Mutter erzählte mir, dass es Lahre Gab, wo die Ernte eine 1.000 Qm großen Weinberges in einen Eimer passte.
      Mir denkt es, dass die Zwetschen so madig waren, dass sie nicht verkauft werden konnte.
      Mir denkt es, dass die Maden der Brennkirschen die Büttenwände hochkrochen.
      Mir denkt es, dass auf einmal Monilia in Brennkirschen auftrat, das gab es früher nicht.
      Mir denkt es, dass auf einmal die Blätter der Brennkirschenbäume braun wurden, die Kirschen gingen ein.
      Man stand vor einem Rätsel. In alter Fachliteratur konnte man erfahren, dass dieser Pilz bereits 1892 auftrat und erst 1992 wieder.

      Ach was schreibe ich jetzt wieder, die urbane Bevölkerung mit einer ALDI Anbaukenntnis weiß es sicher besser.

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      • Wer weiß denn wie die Pharmafirmen staatlich subventioniert wurden, damit sie solche Mittel für den Markt bereitstellten.
        Gerade nach WK2!

        Damit solche Missernten nicht passieren.

        Das nannte man Grüne Revolution

        die benötigte man, damit die Städter alle gut und günstig satt wurden, damit sie die Industrie, die ja Volkswirtschaftlich sehr wichtig für uns ist, vorantreiben.
        Für die Volkswirtschaft war es eben besser, wenn die Frauen in die Produktion gingen, als zu Hause den Garten und das Schlachtschwein in Ordnung zu halten.

        Deswegen mußten die Lebensmittel gut und günstig sein.

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      • Paulus sagt

        Ehemaliger, ich bin zwar von Geburt her ein Bauernjökel, zähle mich aber eher zur urbanen Bevölkerung, also zu denen mit ALDI-Anbaukenntnis. Worüber ich schon viel nachgedacht habe: In meinen heimatlichen Dörfern hatten die Bauern zumeist einen kleinen Garten am Haus und einen größeren in der Feldflur, zumindest bis zur Flurbereinigung. Soweit ich mich erinnern kann kamen die ohne PSM aus. Für die Insektenvertilgung sorgten die Feldhühner, für die Unkräuter die Hasen (Hasenapotheke), für die Schnecken die Igel oder der Dachs und die Mäuse vertilgte der Fuchs usw. Selbstverständlich wurde da auch mühsam gehackt. Wir hatten auch tolle gelbe (Kreiken) und rote Pflaumen sowie Äpfel und Kirschen die man einfach so vom Baum essen konnte, ohne tierische Beilage.
        Als unsere Tochter noch klein war haben wir im Anflug von Schwachsinn einen Nutzgarten reaktiviert. Unser Tochterherz hatte da ihre eigene Kroschelecke, so mit Zuckererbsen, Radieschen, wilden kleinen Erdbeeren, Johannisbeeren und was für Kinder halt so interessant ist. Das ging so lange gut bis uns unser Kind in ihrem gärtnerischen Eifer eine unglaubliche Zucchiniernte bescherte, da war die Kultur nur leider von irgendwelchen Krankheiten oder Schädlingen befallen.
        Abgesehen von der Plackerei und dem immer zuviel habe ich oft beim Pflanzenschutzberater im Gartenmarkt und bei uns in der Gärtnersiedlung (die gibt bei uns im Dorf) um Hilfe gebeten. Wirtschaftlich gesehen halte ich es für Unsinn so etwas im privaten Bereich zu betreiben. Die Profis können es nun mal besser und deutlich kostengünstiger.
        Deshalb müsst ihr die Städter und Hobbygärtner mit ihrem Halb- oder Nichtwissen ja nicht gleich verunglimpfen.
        Was wollte ich jetzt eigentlich sagen? Ach so, kann es sein das die Arten und die Anzahl der Schädlinge zugenommen haben, während die Prädatoren auf dem Rückzug sind? Oder kann es sein, dass hochgezüchtete Pflanzen auf manche Krankheiten sensibler reagieren?

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        • firedragon sagt

          Paulus, was wir zum Beispiel beobachten, durch die milden Winter überleben viele befruchtete Schädlinge und sobald es im Frühjahr warm wird, explodieren die Populationen förmlich und bauen sich auf. Natürlich finden wir auch Nützlinge in den Kulturen, aber die schaffen das nicht – konnte ich wunderbar bei unseren Sonnenblumen beobachten, war interessant da zuzuschauen (ich war über drei Wochen jeden zweite/dritten Tag dort, zur Volkszählung) Letztendlich mussten wir dann doch gegen Blattläuse behandeln, die Masse an Läusen wurde einfach zu viel.
          Desweiteren wandern neue Schädlinge ein, für die ist hier niemand, der sich ihrer annimmt. Bspl. Kirschessigfliege und die kann ganze Anlagen „platt“ machen, das kleine Miststück.

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        • Paulus, als passionierte Hobbygärtnerin sehe ich durchaus, dass moderne Zucht sich eher positiv auf die Widerstandskraft der Pflanzen auswirkt. Das trifft allerdings in erster Linie auf Pilzkrankheiten etc, zu. Könnte in der Landwirtschaft ähnlich sein. Und eigentlich können wir nur hoffen, dass da noch weitere Fortschritte möglich sind. Durchaus natürlich auch über „natürliche“ Mutationen hinaus.
          Bei tierischen Schädlingen sieht es anders aus. Da gibt es neue Feinde , etwa durch den Klimawandel. Die Fressfeinde sind darauf (noch) nicht eingestellt.
          Bei meinem Hobby, den historischen Rosen, ist es so, dass sie ein vergleichsweise derbes Blatt haben. Das ist tatsächlich robuster als modernes Laub.
          Meine alten Apfelsorten empfinde ich als sehr anfällig. Moderne Säulenäpfel, die ich eher als „Deko“ gepflanzt habe, sind gesund und schmecken gar nicht 🙄 Istauch nicht der Hit.
          Die Pflaumen habe ich mit den Pferden „geteilt“, 10 für die Tiere, eine für mich. Mit Glück 😃 Verkaufsfähig wäre da wohl nichts gewesen. Es ist definitiv eine alte Sorte.

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          • firedragon sagt

            Lady, Pflaumen an Pferde, wie „spielt“ die Verdauung da mit?
            Unsere Kühe lieben Walnüsse, mit Allem.

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            • Drachen, die Pferde warten dann schon auf der Koppel auf ihre Pflaumenration. Die Sorte eignet sich nur für den Frischverzehr, also ich nasche , ernte aber keine größeren Mengen am Tag. Für jedes Tier gibt es dann vielleicht jeweils 5-10 Stück. Das ist für die Verdauung ohne Bedeutung. Den Stein spucken sie übrigens aus,.
              Walnüsse nimmt eine Stute auch gelegentlich ganz gerne und knackt sie mit den Zähnen!

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              • firedragon sagt

                Danke für die Antwort, Lady.
                Ich hab‘ eben noch nie, in den letzten 37Jahren, in denen ich mit Pferden zu tun habe und halte, gehört, dass man Pflaumen füttern kann/darf.
                Einmal habe ich mitbekommen, dass einer pferdehaltenden Person zwei Tiere eingegangen waren, weil die Kirschen gefressen hatten.

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              • Pferde sind ja nun keine Wiederkäuer wie Kühe, aber dass sie sogar Steine ausspucken können? Ale Achtung.

                Ich dachte sie zermahlen sie mit ihren großen Backenzähnen.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Mein lieber Paulus, ich kann inzwischen über eine 60 Järige Tätigkeit als Kleingärtner berichten, Na ja, angefangen habe ich mit Radischen und Mairettich, die brauchten auch keinen Pflanzenschutz. Soweit ich mich entsinnen kann, gab es bei den Bohnen auch schon Läuse, nicht nur beim Obst.
          Tomaten, bekamen damals keine Braunfäule, lag es an den alten Sorten, ich weiß es nicht. Wir haben bestimmt schon 50 Tomatensorten ausprobiert, von der Pfalz und dem Samengarten in Eichstetten/Kaiserstuhl, alle waren anfällig.
          Bei den Bohnen gab es die letzten 3 Jahre keine Blattläuse, das mag das heiße Wetter ausschlaggebend gewesen sein. Letztes Jahr hatte ich Besuch von grünen Blattwanzen, die mit ein Teil der Bohnen, die Auberginen und die Gurken vernichteten.
          Jahrelang hatte ich keine Kartoffelkäfer mehr, bis zu letzten Jahr, da habe ich behandelt, dieses Jahr gab es keine. Mag daran liegen, dass ich noch der einzige bin, der sich die Mühe macht. ich lass die gerne Hungern, gibt nicht so viele, schmeckt jedoch besser.

          Warum bin ich noch Hobbygärtner?
          Für mich ist es ein Stück Lebensqualität, wenn ich frische Bohnen ernten kann, oder reife Tomaten, die noch nach Tomaten schmecken, außerdem hält es noch fit. 😜

          Heute habe ich Zwiebeln geerntet, eine alte Sorte von der Höri, die sind nicht so scharf,wie andere, schmecken herrlich zu Salat, außerdem noch Chayoten (Sechium edule). Die Chayote hat ihren Ursprung bei den Azteken und Maya Mesoamerikas. Heute wird die Chayote in vielen tropischen und subtropischen Ländern angebaut.

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        • Paulus, was sind Kreiken?

          Früher im Garten kam es nicht so auf den Ertrag an wie im Ackerbau.

          Und da durfte auch mal eine Frucht Schorf haben oder krumm sein.
          Man verarbeitete ja alles im eigenen Haushalt,
          Man machte sogar für die Aufbewahrung haltbar.

          Und es gab ja auch immer viele Esser am Tisch, wie die Helfer im Feld uns so.

          Ob das alles so 100%ig mit den Helfern, die die Schnecken und Mäusege fressen haben, war, weiß ich nicht!

          Jedenfalls wurde deswegen genügend angebaut. Es durfte ja kein Geld kosten.
          Als Dünger wurde Mist genommen.
          Sogar auf die Erdbeeren!

          War alles Frauensache, da hatten es die Frauen in der Stadt besser, die brauchten nur einzukaufen.
          Ob die deswegen glaubten sie wären schlauer oder was besseres? Daher das Bauernbashing?
          Auf die Erdbeeren haben die nur Sahne gemacht, das andere kennen sie nicht!
          😉

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    • Bauer Fritz sagt

      S.g. Suhr: Mit ihrer Denke, daß man besser gar nichts mehr macht, weil man schon mal ins Klo gegriffen hat, stünden sie vermutlich noch irgendwo im 18. Jhdt. Man hat mit jedem Fahrzeug ins Klo gegriffen (wie sie es auszudrücken belieben), weil es gab und gibt damit jährlich 100.000e Tote auf den Straßen weltweit, man hat mit viele Medikamenten ins Klo gegriffen, weil die immer wieder Nebenwirkungen haben (Contagan etc.). Technische Bauten und (Hoch-)Häuser sind zusammengestürzt und haben zudem Flächen aufgefressen. Ja selbst ganz gewöhnliche Blumentöpfe sollen schon Leuten auf den Kopf gefallen sein.
      Wenn für sie jegliche Abwägung zwischen Vorteilen und Nachteilen einer Entwicklung von vornherein nur negativ sein kann, ist es besser sie gehen nicht mehr aus dem Haus und reden sich ein, daß sie dort 100% sicher sind.

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    • Arnold Krämer sagt

      „Chemische Mittel mögen Sinn machen, Ziel muß es jedoch sein, davon wegzukommen, so weit es irgendwie geht“.

      Pflanzenschutz, egal ob mechanisch, biologisch oder chemisch, ist „Reparaturbetrieb“, ohne den es nicht geht, wenn man überhaupt etwas und dann auch noch in guter Qualität ernten möchte. Das gilt für alle Landwirte oder Naturnutzer (wie z.B. die Hobbygärtner). Die Kunst besteht darin, durch Vorbeugung welcher Art auch immer, den (auch ökonomischen) Aufwand so gering wie möglich zu halten. Auf „Null“ wird man nie kommen, wenn man nicht hungern möchte.

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