Bauer Willi
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Die Kartoffel muss weg!!

Im Widerstand gegen moderne Technik argumentieren Aktivisten und professionelle Mahner mit immer demselben Muster: Gefahren und Risiken sind nie beherrschbar. Entsprechend wäre es an der Zeit, eine der am meisten unterschätzten Bedrohungen für unsere Zivilisation endlich niederzuringen. Die Kartoffel muss weg.

So beginnt der Artikel „Wir brauchen die Kartoffelwende“ von Ludger Weß, in der er beschreibt, warum die Kartoffel in der heutigen Gesellschaft wohl nie in den Anbau und schon gar nicht auf den Teller gekommen wäre.

Wir brauchen die Kartoffelwende!

Der Artikel endet mit den Sätzen: (Vorsicht: kann Teile von Ironie enthalten)

„Kurz zusammengefasst: Die Kartoffel ist ein Erbe des Absolutismus, ein Symbol der Globalisierung, ein patriarchalisches Instrument zur Unterdrückung der Frau, und daneben assoziiert mit Völkermord, verheerenden Krankheiten und dem Materialismus. Der Kampf gegen die Kartoffel ist daher eine soziale und politische Notwendigkeit. Die Kartoffel ist voller Gift. Sie muss weg.“

Wenn man den gesamten Text gelesen hat (was eine intellektuelle Freude ist) könnte man fast zu dem Entschluss kommen, dass die Kartoffel tatsächlich verboten werden müsste. Ludger Weß versteht  was vom „Campaigning“… 🙂

P.S.: Gerade eben höre ich von der sogenannten „Studie“ des Umweltinstitut München e.V. Irgendwie passt das. Alarmismus ohne belastbare Fakten.

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96 Kommentare

  1. Paulus sagt

    Liebe Leute, könnt ihr nicht endlich mal aufhören auf die Beiträge dieses Autisten namens Christian Suhr zu antworten. Ebenso so gut könntet ihr eure Zeit auch damit verschwenden z.B. mit einem Fräulein Thunberg, einer gewissen Frau Kipping oder mit dem Paradiesvogel namens Roth zu diskutieren.
    Irgendwann muss man doch mal begreifen, dass es aussichtslos ist.

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    • Ostbauer sagt

      Och Paulus,
      sehe ich nich so ganz als Verschwendung. Er macht sich Gedanken und manche kann ich nachvollziehen. Sind bei der Komplexidität des Problems und der weltpolitischen Lage schwer bzw kaum umsetzbar.
      Aber die Linke steht ja auch für einen Systemwechsel. Da ich die Geschichte der Linken nur allzugut kenne, hab ich da so meine Probleme.
      Wenn er nicht die Masse der Landwirte als hörig (gegenüber wen auch immer) einstufen würde, könnte man mit Ihm gut diskutieren.
      Der Mann müsste mal einfach ein paar Jahre in die landwirtschaftliche Realität und seinen Lebensunterhalt davon bestreiten. Ich glaube ,dann wäre er sehr differenzierter.
      Und; Herr Suhr, ich bin aktiver Landwirt, welcher seinen Lebensunterhalt ausschließlich durch die Landwirtschaft erarbeiten muss.

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        • Ob der Herr Suhr in der Lage ist, den zu bewirtschaften?

          Und alle dazugehörigen Auflagen zu erfüllen?

          Wie wird er dem Pflanzenschutzberater seine Meinung geigen?

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            • Ostbauer sagt

              Ist ja nicht unbedingt gesagt; er ist ja eigendlich ein Schlauer der sich Gedanken macht. Nur wenn er das alles umsetzt, was er hier predigt ohne die entsprechende Honorierung; dann siehts düster aus. -:)

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              • firedragon sagt

                Ja, hast Du oben schon erwähnt.
                Hast Du mal im TV „das Schwarzwald Haus“ gesehen? Da konnte eine Familie über einen Zeitraum ein Bauernhaus um 1900 oder so „bewirtschaften“. Eigentlich ein gutes Projekt…so was für alle die, die es besser machen/können/wollen.

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                • Ostbauer sagt

                  Ja, hab ich gesehen. Da gabs auch noch ne Serie mit Mamsell Wiener. Von der haben wir heute noch was. (-:
                  Wir hier ganz besonders.

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                • firedragon sagt

                  Ja, ist doch super, wenn so ein Format so nachhaltig ist 😇

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                • Das habe ich auch gesehen.

                  Das Einlegen von Bohnen ging schief,
                  sonst ging wohl alles gut und richtig,

                  nur das Heu ist verregnet, weil es bei gutem Wetter nicht reingeholt werden konnte, da die Tochter Geburtstag hatte.

                  Bei normales Bauern wäre das nicht passiert!

                  Bohnen einlegen könnte ich bestimmt auch nicht richtig! Einkochne shocn, aber das gab es ja damals noch nicht!

                  Das mit der Wiener hatte nichts mit Landwirtschaft zu tun,
                  nur mit Kochen für die Herrschaft und der Stress dazu von früher!

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              • Ostbauer,
                mir fällt zu Christian Suhr ein Spruch ein, den ich von euch Ossis gelernt habe. Und den ich gerne mal anwende, den Wessi kann man auch austauschen…
                „Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm, beim Wessi ist es andersrum!“

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      • Ich glaube von der habe ich mal

        Landwirtschaftspolitik
        in ihrem Sinne gesehen,
        das war gar nicht so schlecht!

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  2. Der Text von Ludger Weß ist großartig!
    Dumm nur, dass vermutlich nur diejenigen ihn lesen, die viele Gedankengänge teilen.
    Nicht aber diejenigen, die mit immer neuen abstrusen Angstkampagnen durch die Lande ziehen.

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  3. Moin,

    ich weiß, daß Du öfter was von Herrn Weß geteilt hast und womöglich großteils seiner Meinung sein dürftest. Aber wie immer, erst mal den Boten hinterfragen. Wenn ich Google vertrauen darf:
    Ludger Weß, vier Jahre lang als Forscher im Bereich molekulare Entwicklungsbiologie an der Universität Bremen tätig, in den 1980er Jahren begann er, über Wissenschaft zu schreiben, vorwiegend über die Gen- und Biotechnologie. Ludger Weß ist zudem Mitgründer von akampion, einem Unternehmen, das seit 2006 Hightechfirmen bei ihrer Kommunikation berät.

    Und akampion wiederum ist ein Unternehmen, daß die Big Player der Pharma- und Biotechnologie berät beim Aufpolieren ihres Images.
    https://lobbypedia.de/wiki/Akampion

    Zitat:
    „Rufpflege (Gentechnik) und Rufschädigung (NGOs)
    Managing-Partner Weß setzt sich als Autor des Blogs „Salonkolumnisten“ mit einer Vielzahl von Beiträgen für die Gentechnik ein und polemisiert regelmäßig gegen gentechnik-kritische NGOs wie Greenpeace und Testbiotech. Seine Artikel werden auf den Webseiten von Lobbyorganisationen der Wirtschaft wie dem Forum Grüne Vernunft weiterverbreitet. Auch auf YouTube werden Umweltschutzorganisationen diskreditiert. Darüber hinaus ist Weß bei Veranstaltungen von Lobbyorganisationen wie Innoplanta als Referent aktiv, so beim InnoPlanta Forum 2017. Seine Abneigung gegen Klima- und Umweltschützer geht so weit, dass er in einem Gastbeitrag von 2011 für den klimaleugnerischen „ScienceSkeptical Blog“ sogar Parallelen zieht zwischen der Klimapolitik und der Propagierung der Eugenik.“

    Läuft! Da hätte auch jemand von Bayer persönlich was schreiben können zur Kartoffel, Chemie, Gentechnik und Co. Ein Gentech-Fanboy macht ein bißchen Storytelling, um durch die Blume Agrochemie und Gentechnik zu lobhudeln bzw. deren Gegner zu diskreditieren als rückständig. Am Ar*** die Räuber!

    Ich will es anders formulieren:
    Wenn es sachlich nicht mehr geht und man sich darauf versteift, seinen vermeintlichen politischen Gegner, der eigentlich keiner sein müßte, immer durch Polemik und ähnliches anzugreifen, wird das nichts! Es ist nur billige Rhetorik vom Niveau der Springerpresse (eher Welt als Bild, aber immer noch Springer).

    Und ja, auch Bohnen sollte man vor dem Verzehr kochen, weil sie sonst giftig sind … Sachen gibt’s.

    Niemand sagt, daß Pflanzenschutz irrelevant wäre. Es geht nur um Vernunft dabei, nicht „viel hilft viel“. Natürlich kann man mit nikotinbasierten Pflanzenschutzmitteln viele Insekten killen … bleibt aber ja nun nicht auf die Schädlinge beschränkt … und Erfahrungen mit PCBs etc. gibt es auch zur Genüge. Bei Gentechnik die zunehmende Bt-Resistenz von Schädlingen … neverending Story. Davon abgesehen, daß das ewige Ertragssteigern ja gefühlt nicht so wirklich was am Höfesterben ändert.

    Als Verbraucher nehme ich es so wahr:
    Landwirte beschweren sich über NGOs und Kritiker, weil diese immer nur über die Produktionsweisen lästern würden, das Soziale und den Markt oft ausblenden usw. Umgekehrt – wie hier – lamentieren auch Landwirte oft nur über Produktionsweisen und wollen ein weiter so, blenden den Markt auch wieder aus. The Winner is: CARGILL, ALDI, EDEKA und Co. nebst Automobilindustrie (billiges Essen für billige Löhne) usw. Naja, Bayer und Konsorten freuen sich auch wie bolle, besonders wenn da auch noch ein ehemaliger Grüner Pressesprecher geworden ist, weil Gentechnik-Fan, als könnte man die Photosynthese-Grundlage und damit den Wasserbedarf „wegzüchten“ durch CRISPR, als ginge es nicht um das Verkaufen von pflanzenschutzmittelresistenten Sorten für mehr Pflanzenschutzmitteleinsatz.

    Bote und Botschaft! Sowas wie oben ist schön für empörte Landwirte und den politisch eher rechten Flügel (FDP und Co.), die schon immer „wußten“, wie naiv und böse wohl Ökos und NGOs wären. Baut jedoch keine Brücken, ändert nichts am Strukturwandel.

    Freund-Feind-Erkennung sollte auf beiden Seiten mal in Frage gestellt werden. Die Produktion paßt sich dem Markt an, salopp gesagt. Schauen wir mal, wer am längeren Hebel sitzt. Ich rate mal: Erzeuger und Verbraucher sind es nicht.

    Lobby-Schei* nervt!

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    • Thomas Apfel sagt

      Können Sie vielleicht mal bei der Sache bleiben Herr Suhr !!
      Ihr Text ist der lebendige Beweis für genau das was im Beitrag beschrieben wird !!

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      • Christian Suhr sagt

        Ich bin doch bei der Sache. Ich habe klar den Boten benannt und damit dessen ganzen obigen Beitrag als das dargestellt, was es ist: Polemik.

        Solche Beiträge erwecken den Eindruck, als wären wir allesamt Affen, die sich gegenseitig mit Kot bewerfen, wo sich am Ende jeder wundert, warum’s so stinkt.

        Wenn man der vermeintlichen Gegenseite vorwirft, sie würde keine Brücken bauen, ist man dann besser, wenn man es selbst auch nicht tut?

        Oder wollen Sie – wenn ich bei der Sache bleiben soll – lieber über die Kartoffel philosophieren? Doch ich glaube, darum ging es in dem Artikel nicht wirklich 😉 Ansonsten kann ich sicherlich auch dazu ein bißchen was beisteuern 😀

        Doof, wenn jemand mal die Boten hinterfragt, nech?

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        • Obstbäuerin sagt

          „…Ansonsten kann ich sicherlich auch dazu ein bißchen was beisteuern 😀…“
          Wirklich????

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          • Christian Suhr sagt

            Joah, zum Beispiel letztes Jahr zur Dürre, als der Rückgang an Kartoffeln zu Preissteigerung geführt hat, die Bürger aber trotzdem geäußert haben, das wäre es ihnen auch Wert, also höhere Preise sind möglich.

            Die Sendung Quer hatte der Kartoffel sogar einen Beitrag dazu gewidmet. Einfach um zu zeigen, daß Wertschätzung für Lebensmittel möglich ist.

            https://www.agrarheute.com/markt/marktfruechte/duerre-sorgt-fuer-hoechste-kartoffelpreise-seit-5-jahren-546659

            Aber … ist halt nicht viel hilft viel.

            BMEL:
            1950: Deutsche aßen jährlich 186kg Kartoffeln und 26,2kg Fleisch.
            2018: 60,4kg Kartoffeln und 60,2kg Fleisch.
            Ich plädiere ja eher für die Fünfziger Jahre Mentalität.

            Oder Anekdote aus meinem Hausgarten: Neben den Leguminosen sind die Kartoffeln im Schnitt 50% größer ausgefallen. Ich vermute, es basierte auf Stickstoffbereitstellung durch Knöllchenbakterien, werde es aber noch weiter ausprobieren.

            Oder so als private Anbautip: Vorher kurz in der Sonne liegen lassen für ein paar Tage, bis sie leicht grün werden, dann einbuddeln. Wirkt bei uns super!

            Oder wollen historisch wir über den Reiz des Verbotenen sprechen, daß Menschen eher das Gestrüp oben drauf gefuttert hatten anfangs?

            Oder lieber Kartoffelstempel 😛

            Sie sollten doch wissen, ich habe zu allem eine Meinung … und wenn nicht, kann ich es in kürzester Zeit recherchieren.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Noch eine geile Idee; Verknappung für höhere Preise und Zwangs-Umernährung für moralische Selbstüberhöhung!

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    • Bauer Willi sagt

      Ludger Weß hat vor seinem Ausstieg bei Greenpeace gearbeitet, konnte das aber nicht mit seinem Gewissen vereinbaren

      Wenn Argumente fehlen: ad hominem. Das hilft immer. Siehe hier.

      https://taz.de/Bauer-als-Chemie-Lobbyist/!5631848/

      Der Text von Ludger Weß mag polemisch sein, schildert aber die aktuelle und absurde Situation.

      Am Sonntag fordert Ende Gelände die sofortige Abschaltung der Kohlekraftwerke, gestern das Umweltinstitut das sofortige Verbot aller „Pestizide“ weltweit. Das ist Irre!

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      • firedragon sagt

        Ich würd‘ ja langsam mal die Humanmedizin verbieten – dann ist der Mensch schneller am Ende, wenn man manche Forderungen so liest und hört, scheinen einige einen sonderbaren Selbsthass zu hegen und zu pflegen…
        Ich bin morgens immer mehr überrascht, in welchem Irrenhaus ich aufwache.
        Aber der Text gefällt mir – ein Spiegel der Schizophrenie.

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      • Christian Suhr sagt

        Das Polemische ist doch das Problem!

        Wenn immer beide Seiten polemisch sind, wie baut das Brücken?

        Was Forderungen angeht: In der Regel starten beide Seiten mit Maximalforderungen und treffen sich dann in der Mitte.

        Und wenn es faktisch wieder um die Pflanzenschutzmitteldiskussionen geht: Ich vermisse eine sachliche Auseinandersetzung mit den einzelnen Stoffen, es geht immer um ganz oder gar nicht. Doch selbst die Anwender müßten sich doch mit der Frage beschäftigt haben, warum sie was einsetzen oder nicht einsetzen. Also wenn man vom Abstrakten zum Konkreten käme, wäre in Diskussionen sicherlich viel gewonnen.

        Warum ist DDT verboten worden, wie finden das die damaligen Anwender?
        Warum wird Diuron an Hausfassaden als Biozid noch erlaubt?
        Wie soll die Bahn ohne Glyphosat arbeiten?
        Ist der Pflanzenschutzmitteleinsatz nicht vor allem aus rechtlichen Gründen stark zurückgegangen (so was wie das Stockholmer Übereinkommen)?
        U.v.m.

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        • Die Anwender wissen doch wofür sie etwas einsetzen oder nicht.
          Sie haben ja eine Berufsausbildung, sind staatl. geprüft, hinter sich.
          Warum wollen sich andere, mit einer ganz anderen beruflichen Qualifiktation nur immer mit den Landwirten vergleichen?

          Die Bauern mischen sich da ja auch nicht ein.
          Nur weil sie in der Wildnis Kulturen anbauen, sind sie keine wilde Indianer mit Steinzeitkultur.
          Wie manche Leute, wie Herr Suhr vielleicht denken.
          Nein Her Suhr, da brauchen sie keine Bedenken zu haben.
          Sie müssen den Bauern nur vertrauen und Fragen stellen, aber ich denke deswegen sind sie hier bei Dr. Bauer Willi!

          Aber das ist alles geordnet.

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          • Christian Suhr sagt

            Die Anwender, die diese fachliche Qualifikation haben, haben vierzig Jahre lang Glyphosat in Kombi mit dem erbgutschädigenden Tallowamin ausgebracht und sich so unwissend selbst gefährdet. Auch ist man im Berufsstand selbst oft wenig solidarisch untereinander, weil das Wachse oder Weiche einem im Nacken ist. Gleichzeitig vertraut man auf einen freien Markt, der sich jetzt gegen einen gewendet hat, und sucht die Schuld dafür bei denen, die Kritik an alledem äußern.

            Es geht nicht nur darum, daß jemand sein Handwerk verstehen muß, sondern auch darum, was für Handwerk da vermittelt wird. Man kann einen Bauch auch aufschneiden oder heutzutage minimalinvasiv drangehen. Nur was ist besser für den Patienten?

            Gelerntes wird zu selten in Frage gestellt, dabei müßte es ein Prozeß sein, und ich kenne sehr viele experimentierfreudige Landwirte (regenerative Landwirtschaft, Untersaaten etc.).

            Ich vertraue darauf, daß Bauern gute Arbeit machen werden, wenn die Grundlagen gut sind. Aber die Grundlagen sind nicht gut. Und ich vermisse es, daß die Bauern dagegen aufbegehren und oftmals lieber nach unten auf die Kritiker treten als auf diejenigen, die ihnen Haus und Hof kosten.

            Oder ist das auch fachlich so gewollt mit dem Strukturwandel? Masse gegen Dumpingpreise im Unterbietungswettkampf am Weltmarkt?

            Ich weiß, wie ich einen Computer benutze, deswegen weiß ich jedoch nicht, wie man ihn baut. Nur weil man Pflanzenschutzmittel anwendet, weiß man ja auch nicht, was drin ist und wie was wirkt, welche Auswirkungen es hat. Menschen haben auch auf Asbest und Contergan vertraut von wegen Whataboutism

            Wenn die Landwirtschaft zur Cash-Cow für Pharma, LEH und Co. geworden ist, kritisiere ich das. Ich kann auch den Bauernverband kritisieren, der diesen Kurs begünstigt hat und ein schlechter Partner ist für die meisten Bauern. Doch das Fachliche schätze ich dennoch sehr hoch ein auf Seiten der Erzeuger.

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            • Arnold Krämer sagt

              Das Wachsen oder Weichen hat sich so bei Ihnen im Hirn so „festgefressen“, dass Sie es in fast jedem Beitrag unterbringen. Das ist das, was ich u.a. mit „Schlechte Gewohnheiten ersetzen“ meine.
              Die Zeit des klassischen „Wachsen oder Weichen“ ist schon länger vorbei (und das können Sie dort, wo Sie zuhause sind auch beobachten). Das hängt mit der langsameren oder sogar rückwärts verordneten Entwicklung von technischem Fortschritt, insbesondere Arbeit sparendem technischen Fortschritt zusammen.

              Heute wachsen die Betriebe, weil Kollegen „weichen“ aus verschiedenen Gründen: keine Kinder, keine interessierten Hofnachfolger, Überschuldung, Überforderung, „tausend“ verschiedene Gründe auch in Kombination. Und die Weichenden sind froh, dass sie soviel Pacht erzielen können, wenn sie nicht wegen Insolvenz oder totaler Überschuldung vorher alles verlieren. Aber einen Betrieb in eine solche Situation hinein zu wirtschaften ist auch nicht klug und kommt Gottseidank nicht so häufig vor.

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            • Ostbauer sagt

              Herr Suhr,
              weil sie immer so auf dem Tallowamin rumreiten; mal ne Frage: Was würden Sie eigendlich machen, wenn man in ein paar Jahren feststellt,dass Infraschall von Windkraftanlagen und Strahlung von Handys und Sendetürmen erbgutschädigend sind?

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              • Christian Suhr sagt

                Da ich kein Smartphone nutze. What’s the Problem, ich komme auch mit Kabel und Telephon klar. Aber Spaß beiseite.

                Schall ist übrigens wirklich Mist im maritimen Bereich, die Tierwelt leidet darunter massiv (Sonar etc.), aber auch das nur am Rande.

                Ich kann auch auf anderen Dingen rumreiten (siehe PCBs usw. wie oben genannt, Schädlingsresistenzen auf Bt bei CRISPR-veränderten Pflanzen usw.), die Kernaussage ist doch: Hat da niemand nach vierzig Jahren Anwendung mal die Frage im Kopf: „Ups, wir haben da vierzig Jahre lang was eingesetzt, was eventuell Krebs verursacht haben könnte, Zusatzstoffe werden anscheinend zu wenig getestet und jetzt sollen wir weiterhin auf Bayer und Co. vertrauen und Notfallzulassungen sollen uns jetzt den Ar*** retten?“

                Das blinde Vertrauen in die Pharma- und Chemiebranche finde ich besorgniserregend, Sie nicht?

                Sie stellen die falschen Fragen!

                Wenn etwas gefährlich ist, verbietet man es und wird es los. Sollte jedoch auch dafür Sorge tragen, daß sowas dann so schnell nicht wieder passiert, Vorsorgeprinzip. Aber bestimmt war dieser vierzigjährige Feldtest ja super, so gleich am lebenden Objekt, welcher Chemiekonzern verdient nach solchen Erfahrungen nicht hundertprozentiges Vertrauen *Ironie aus

                Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Ich kann den finanziellen Druck verstehen und daß man nach jedem Strohhalm greift, selbst wenn es dürftig getestete Agrochemie und Gentechnik sein sollten. Ich rate jedoch trotz aller wirtschaftlichen Probleme, das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten. So können Insektizide schützen, gleichzeitig jedoch auch die Arten gefährden, die für die Bestäubung und Stoffkreisläufe essentiell wären. Ganz zu schweigen von Ihrer eigenen Gesundheit.

                Setzt der eine Dicamba ein und kommt es zu Verwehungen, ist womöglich die Ernte vom Nachbarn ruiniert (siehe USA, Behandlung von Xtend-Saatgut als Beispiel). Auch solche Aspekte – ganz unabhängig von Tests – spielen eine Rolle. Das ganze Bild!

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                • Ostbauer sagt

                  Schöner langer Kommentar; nur Sie haben meine Frage nicht beantwortet.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Zitat Suhr: “ Ich weiß, wie ich einen Computer benutze, deswegen weiß ich jedoch nicht, wie man ihn baut.“
              Aber Sie vertrauen naiverweise darauf, dass von dem Grät keine Gesundheitsgefahren ausgehen? Ist ja unglaublich….

              2+
              • Christian Suhr sagt

                Ich habe vorher schon geschaut, was da an Strahlung und Co. rumkommt, deswegen auch Kabel und kein WLAN. Aber versuchen Sie’s gern weiter.

                Ich lese sogar Inhaltsangaben auf Lebensmittelverpackungen und nutze dazu ein Lexikon für die E-Nummern, Sachen gibt’s!

                Kommen Sie mal zum Thema zurück, mein Kommentar steht doch oben wie überall hier jetzt was von mir steht.

                Ansonsten: Anschnallen nicht vergessen 😉

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                • Dorfmensch sagt

                  Herr Suhr,
                  ich bin dafür, die Anzahl Zeichen für alle Kommentare einer Person je Beitrag zu begrenzen.

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        • Schmeckt gut sagt

          Herr Suhr, sie zeigen mit ihren viel zu langen, „Mainstream-nachplappernden“ und teilweise „knapp“ recherchierten Beiträgen nur, dass ihnen absolut die Praxis fehlt. So kann man selbstverständlich die Landwirtschaft als Städter sehen, aber so funktioniert LW nicht, so wird uns Bauern in D nur der Rückzug als Alternative bleiben. Denn in vielen anderen Ländern außerhalb der EU werden „Hilfsmittel der Hölle“ nach wie vor eingesetzt – auch DDT (es gibt keine wirkliche Alternative zur Bekämpfung der Malaria-überträger und anderer fiesen Blutsauger). Sie haben keine wirkliche Alternative aufgezeigt, wie LW in unserem Hochpreisland gelingen kann. Und kommen sie nicht wieder mit 3 Seiten copy and paste. Kennen wir schon zur Genüge. Wir brauchen umsetzbare und kurzfristig umsetzbare Vorschläge, sonst ist Schluß mit Lustig – der Strukturbruch ist in vollem Gange (Konvi voll und Bio nur zeitversetzt, aber mit annähernd identischen Problemen). Eines unserer größten Probleme ist die Bewältigung der Arbeit/ zu erwartenden zusätzlichen Arbeit. Sehr viele Kulturen werden hieran scheitern. Ich weiß, wenn wir höhere Stundenlöhne zahlen sind wir gerettet – so einfach ist das ihrer Meinung nach. Funktioniert bloß nicht – Alternative: Schluß mit Lustig.

          1+
          • Christian Suhr sagt

            Ernsthaft jetzt?! Wieder auf Angriff? Wo habe ich Mainstream nachgeplappert? Ich glaube kaum, daß der Mainstream sich auskennt mit PCBs, dem Autoren des obigen Artikels oder der Selbstversorgungsquote. Und eigentlich war ich gestern noch Landei und bin hier eine der nervigsten Bürgerstimmen, die gegen eine Verstädterung sind, die übrigens auch von Bauern im Rat vorangetrieben wird – leider – weil sie ja schon Anfragen von Bauinteressenten nach ihrem Land hätten; deren Boden kommt auch unter den Hammer an den Meistbietenden … was ich übrigens echt schei*e anfühlt, wenn man gegen Bodenspekulation kämpft für mehr Wertschätzung gegenüber der Landwirtschaft.

            Bei Malaria gibt es ein Konzept mit gezüchteten Mücken so von wegen Fortpflanzungszyklen unterbrechen. Aber lassen Sie uns das hier nicht auch noch plattwalzen! (Und mir wirft man vor, ich käme vom Thema ab 😀 )

            Und ich habe auch schon wiederholt was zu kurzfristigen Lösungen geschrieben:
            Weidetierprämie, kein Verkauf unter Einstandspreis, Wegwerfverbot für LEH, engere Kontigente bei Importen, Gentechnkverbot stärken, um gentechnische Erzeugnisse nicht noch zur Konkurrenz für heimische Produkte werden zu lassen, mehr Genossenschaftsgedanke stärken, Crowd Farming, SoLaWi, regenerative Landwirtschaft, Humusaufbau durch Kohlenstoffstrategie usw. Geht alles quasi von jetzt auf gleich, selbst Frankreich macht es in Teilen schon vor. Deutschland ist Dumping-Lebensmittelmeister.

            Und höhere Löhne ändern doch was. Informieren Sie sich erst mal, wie das so ist, warum Reallöhne mit der Produktivität steigen sollten, weil sonst die Kaufkraft in die Wicken geht, Innenstadtsterben, vielleicht schon mal gehört? Lesen Sie weniger von FDP und Hans-Werner Sinn, und falls Sie nicht lesen wollen, Heiner Flassbeck gibt es auch auf Youtube, für jedermann verständlich.

            Nur der Export haßt höhere Löhne, weil die Profite so geschmälert werden. Oder glauben Sie auch, ’ne Abwrackprämie für Automobile in einer Branche, die eigentlich vornehmlich durch Export Profit macht, würde was ändern?

            Diskutieren Sie mit mir gern mal wirtschaftspolitisch. Ich bin Keynesianer, falls bekannt sein sollte, was das ist.

            Die Logik ist doch eigentlich simple: Menschen müssen ihr Geld auch ausgeben, also so viel haben, daß sie nachhaltig konsumieren können, aber nicht so viel, daß sie anfangen, es zu parken. Und wer es irgendwo parkt (die Reichen), muß animiert werden zum Investieren oder ’ne dicke Steuer zahlen. Das Geld muß fließen. Noch anders gesagt: Auch Sozialleistungen sollten den Anspruch haben, so hoch zu sein, daß sich Eltern für ihre Kinder faire Lebensmittel leisten können, selbst wenn’s am Ende nicht jeder täte, ist es wichtig, überhaupt die Möglichkeit dazu zu haben.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Nur ein Besipiel aus Ihrem Text Herr Suhr: „Wegwerfverbot für LEH…“

              Warum dann nicht konsequent ein Verbot sämtlicher Außerhäuslicher Nahrungsaufnahme Angebote? Warum Frittenbuden und Restaurants noch erhalten? Hat man doch gerade jetzt in der Pandemie erleben dürfen, dass niemand verhungert ist, dennoch erhebliche Nachfragedefizite herrschen….also, ran an den wahren Wohlstandswahn und nicht nur halbe Sachen machen bei der Umerziehung, das meine ich ernst!

              1+
              • Christian Suhr sagt

                Sagen Sie, sind Sie ein Kind der Wirtschaftswunderjahre oder kennen Sie noch den Mangel und die Wertschätzung für das Wenige, was man vorher hatte? Ich bin mir da nicht so sicher, ob das, was meine Großeltern mir noch vermitteln konnten, bei Ihnen auch noch gegeben ist.

                Hier nur kurz, damit es ein wenig sachlich ist und nicht immer polemische Fragen hin- und hergehen, was zum Thema Wegwerfverbot von Lebensmitteln:
                https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_83293274/so-erfolgreich-ist-frankreichs-gesetz-gegen-lebensmittelverschwendung-wirklich.html
                https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/lebensmittel-verschwendung-containern-1.4331886

                Lebensmittel, die wieder gegessen werden statt im Müll zu landen. Finde ich gut!

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ja eine geile Idee…“Der Müll vor dem Supermarkt ist aus reiner Bequemlichkeit entstanden. Denn tatsächlich ist die neue gesetzliche Regelung eine Win-Win-Situation für Tafeln und Bedürftige, ebenso wie für Supermärkte: Spenden diese nämlich die übrig gebliebenen Lebensmittel, bekommen sie 60 Prozent von der Steuer zurück. Nur müssen dafür Kooperationen organisiert und koordiniert werden.“

                  Ist ja nicht weggeworfen, sondern vom Steuerzahler gekauft und an die Niedriglöhner abgegeben…total geile Idee!
                  Wie hoch der Preisaufschlag für die Produkte im Vorwege sind, wird verheimlicht, aber egal, es ist eine geile Idee!
                  Deshalb wäre ein Verbot von Restaurants und Frittenbuden auch so eine geile Idee, oder nicht?

                  2+
            • Schmeckt gut sagt

              Nochmal auf den Punkt. Wir Bauern haben ohne großes Bohei schon vieles verändert und umgesetzt. Wir haben neue Strategien oder erarbeiten in Versuchen schon neue Ansätze, die auch funktionieren, aber viel höheren Ak-einsatz und höheren Maschineneinsatz erfordern. Einscheidend ist aber, dass wir unter dem Strich eine positive Zahl stehen haben. Da sie, lieber Herr Suhr, gerne theoretisieren, wäre es ein großer Fortschritt, wenn sie uns doofen Bauern mal darstellen könnten, wie bei offenen Märkten und offensichtlicher Weigerung der Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft, ein Ausgleich der zusätzlichen Leistungen entstehen kann, ein Vertrauen in die Zukunft unserer Familienbetriebe aufrechterhalten werden kann. 3 Sätze reichen. 3 Seiten nerven.

              3+
              • Reinhard Seevers sagt

                Na, das hat er doch schon mal öffentlich verlauten lassen, wie die LINKE das ereichen will:

                Eingeladen von der BBS 3 in Oldenburg durften auch wir neben Vertretern der anderen Parteien am 23. Januar 2019 vor vielen Junglandwirten und Schülern unsere Kritik und Inhalte zur Diskussion stellen. In Vertretung für Amira Mohamed Ali, unsere Bundestagsabgeordnete aus Oldenburg, hat Christian Suhr von der LINKEN Oldenburg-Land über diverse Themen gesprochen. Am Ende lief es darauf hinaus, dass nur mit fairen Erzeugerpreisen auch eine nachhaltige und wertschätzende Landwirtschaft möglich wäre. Auf die Frage eines Junglandwirtes, wie man denn zu fairen Erzeugerpreisen kommen wolle, konnte nur die LINKE mit höherem Mindestlohn, würdevollen Sozialleistungen und weniger Exportfokus eine Antwort bieten. Menschen müssen in die Lage versetzt werden, sich faire Lebensmittel leisten zu können, während der Preis für Lebensmittel nach Risiko vor allem den Landwirten zukommen sollte, nicht dem Handel oder Verarbeiter.

                1+
                • Schmeckt gut sagt

                  Interessant. Also wieder ganz einfache Lösungen anbieten, die hin und her diskutiert werden, aber meilenweit von einer Umsetzung entfernt sind. Faire Verteilung in der Wertschöpfungskette fordern, aber keine Energie in eine Umsetzung der Kriterien stecken. Letztenendes zuschauen, wie der deutsche „Rechtsstaat“ verhindert, dass eine faire Lastenverteilung stattfindet. Super. Hiermit haben wir (Bauern) uns schon seit Jahrzehnten abgefunden und arrangiert, was uns aber abgesprochen wird. Und dem Herrn Suhr sollte es doch aus den Diskussionen über die soziale Verantwortung geläufig sein. Ist halt zu komplex, das Thema – für schnelle und „nachhaltige“ Lösungen (ich hasse das Wort mittlerweile 😉 )

                  1+
            • Thomas Bröcker sagt

              Herr Suhr, verschonen Sie uns mit Ihrer Überheblichkeit, das ist ja kaum noch zu ertragen !! Sie erwecken ja den Eindruck, Sie seien der Landwirtschaftsguru schlechthin mit Ihrem Google-Wissen.
              Falsche oder nichtssagende Versatzstücke werden durch ständige Wiederholung weder inhaltsreicher noch sonst wie besser.
              Diese dumme linke Gelaber aus der Opposition heraus ist so relevant wie die Schlager irgendeiner Gurkentruppe.
              Echt links kann sich nicht mit dem „Feindlichen System“ verlinken, wenn die Pöstchen im Opportunismus-Geschäft auch noch so lukrativ sind. Politik muss sich an der Wirklichkeit messen und das Machbare mit geeigneten Rahmenbedingungen begleiten. Der Wohlstand beruht in Dt. zum geringsten Teil auf Landwirtschaft. Ihre Forderung nach Abgrenzung und Protektionismus nur im landwirtschaftlichen Bereich ist realitätsfern. Überall in den Ländern, Kommunen oder sonst wo sich die LINKEN an der Machtausübung beteiligen ist von „linkem Profil“ nichts mehr zu erkennen, sondern Sachzwang und Marktgesetze zwingen zu einer Realpolitik, die sich eigentlich in Nichts von der Politik anderer Parteien unterscheidet. Was soll dieses fruchtlose Gelaber über die Landwirtschaft, das Ihnen nur ein grüneres Profil für den Kuschelkurs mit den (meist erzkonservativen) Grünen ermöglichen soll ?? Behalten Sie immer im Auge, dass aus einer Mischung von grün und rot ganz schnell braun wird (hierzu vielleicht von Jutta Ditfurth, aus ihren besseren Zeiten „Entspannt in die Barbarei – Esoterik, (Öko) Faschismus und Biozentrismus“ lesen). Anbei mein Klarname zum Googeln.

              2+
            • “ Ich bin Keynesianer, falls bekannt sein sollte, was das ist. “
              Sie haben es bereits mehrfach erwähnt, Herr Suhr. Was sind sie denn für einer: post, neo oder alt?
              Die Unterschiede sind Ihnen sicher geläufig. Ihre linke Kapitalismuskritik ist übrigens mit keine der der drei Varianten vereinbar.
              Eine sachliche Diskussion ist daher unmöglich.

              1+
        • Wurden früher am Bahndamm nicht auch Kartoffeln angebaut?

          Da brauchte man kein RoundUp gegen Unkraut.
          Was nicht am Wachsen wegen der Kartoffel verhindert wurde, da
          waren genügend Leute da, die es weghackten.

          Da waren Kartoffel noch wertvoll jedenfalls zu dieser Zeit 1887 noch: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bahnw%C3%A4rter_Thiel

          Heute will man sie verbieten, weil sie Grün, Giftig, und frauenfeindlich ist.
          Reichen die Ideale?

          Sind die Ideale wichtiger als die wahrhaftige Vorteile der Kartoffel?
          Kann man sie mit Idealen töten (abschaffen)

          Wer weiß wie schwer das war, DDT abzuschaffen, bis man das politisch durch hatte, dazu habe ich heute in ARD-Alpha das passende gesehen:

          https://www.br.de/mediathek/video/tagesgespraech-vom-30092020-pestizide-in-der-luft-brauchen-wir-strengere-regeln-av:5f3d412544dac5001bad6024

          Leider haben sich da auch mehr Nichtlandwirte und Bauernkinder zu Wort gemeldet. Es kamen aber auch Spezialisten zu Wort.

          ob die Global-Player, wie die Pfarmafirmen damals auch schon so einen Einfluß auf die Politik hatten wie heute?

          So eine große Lobby hatten wie die Kartoffelabschaffer oder gar -verbieter?

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      • Je schlechter die Situation in D ist bzw dargestellt wird, umso besser für eine Partei. Kommt mir aktuell irgendwie bekannt vor. Begegnen sich die politischen Ränder ?

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      • Paulus sagt

        ich plädiere mittlerweile auch dafür diese scheiß Kohlekraftwerke mal versuchsweise sofort abzuschalten; meinetwegen auch die wenigen Gaskraftwerke. Leider spielt die Bundes-Netzagentur da nicht mit. Was alle Pestizide weltweit betrifft, dürfte es sich erst recht etwas schwierig gestalten.
        Es hört sich zwar primitiv an, ist es zugegeben auch; aber nach einer einzigen stromlosen Woche, bundesweit, wäre nicht nur Ende mit „Ende Gelände“ sondern mit großer Wahrscheinlichkeit auch das Ende der linken Antikapitalisten und der Grünen angesagt.
        Noch ganz am Rande: unsere niederländischen Nachbarn, also die Erfinder der Windmühlen, und nicht nur die, befassen sich ernsthaft mit dem Bau von Kernkraftwerken. Wir beschäftigen uns unterdessen mit Windmühlen und das BMU träumt von 100% erneuerbarer Energie. Und einer der sich anschickt Bundeskanzler zu werden, möchte sogar Nord-Stream 2 und somit den einzig verlässlichen Energielieferanten sofort stoppen. Das ist nun wirklich irre!
        Die von Angela Merkel angekündigte große Transformation wird zweifelsfrei kommen, aber bitte mit eins nach dem anderen.

        5+
    • Reinhard Seevers sagt

      Zitat Suhr: “ Baut jedoch keine Brücken, ändert nichts am Strukturwandel.“

      So wie Ihre Beiträge eben auch keine Brücken bauen…..so what?
      Weder Linke noch Grüne werden durch ideologische Standpunkte daran etwas ändern. Sie (die Parteien) wollen es auch gar nicht, sie wollen lediglich ihr Weltbild auf alle übertragen.

      3+
      • Brötchen sagt

        Man sollte auch in Betracht ziehen die Variante, das durch hybride Kriegsführung Verwirrung gestiftet werden soll.
        Obstbäuerins ……Variante, wahrscheinlich auch als Mischform…

        Der hier spricht das an…..https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/maechte-der-manipulation-twitter-und-facebook-auf-irrwegen

        Er sieht z.b. FF push als Variante, der „Kriegsführung“

        Verwirrung durch Zerreden oder ständig neue Aspekte in die Diskussion bringen…

        Bedenkenswert, obwohl ich nicht alle Aspekte teile, könnte da teilweise was dran sein.

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      • Christian Suhr sagt

        Herr Seevers,

        Sie scheinen nicht einmal zu wissen, wer da welche Anfragen und Anträge in den Bundestag eingebracht hat, von wegen wer was will, wer wirklich Brücken bauen will. Sollte man Menschen nicht nach ihren Taten bemessen?!

        Kleiner Tip: LINKE wollen kein Mercosur! Und nebst Grünen wollten die Linken auch zusätzlich zur GAP eine Weidetierprämie in Anerkennung für die ökologischen Mehrleistungen von Schäferinnen und Schäfern.

        Die Anfrage zur Wertschöpfung, bei der rauskam, daß Bauern nicht mal 14% abbekämen, von wem war die noch gleich und wer hat diese knapp 14% gerechtfertigt?
        http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/153/1915354.pdf

        Oder wie wär’s hiermit:

        Steuerfreie Risikoausgleichsrücklage
        2012: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/100/1710099.pdf
        Und das war die ablehnende Reaktion ALLER anderen Parteien im Bundestag damals inkl. Grüne und FDP:
        http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/113/1711381.pdf

        2014: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/034/1803415.pdf
        auch abgelehnt u.a. von Grünen: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/047/1804729.pdf

        2018: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/012/1901298.pdf
        Überwiesen gegen den Wunsch der LINKEN in den Finanzausschuß als federführenden Ausschuß, Ausschuß für Ernährung und Landwirtschaft nur sekundär

        Der FdP ist es dann 2018 auch eingefallen:
        http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/042/1904218.pdf
        Wurde aber abgesetzt von der Tagesordnung, weil es zeitgleich zur Eröffnung der Internationalen Grünen Woche angesetzt wurde (Zufälle gibt’s … stattdessen wollte die FDP dann lieber über Tierwohl sprechen als nächstes):
        https://www.agrarheute.com/management/betriebsfuehrung/gute-chancen-fuer-steuerfreie-ruecklagen-550950

        Oder das hier:
        https://www.agrarheute.com/politik/koalition-lehnt-linken-antrag-bodenmarkt-transparenz-ab-550257

        Oder doch lieber das hier zur GAP:

        April 2019: GAP und Insekten, Landwirtschaft zum Verbündeten
        http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/093/1909344.pdf

        Zitat:
        … Politik muss deshalb zwingend für Rahmenbedingungen sorgen, damit notwendiges Handeln nicht zum existenziellen Risiko für diese Betriebe wird. Die Landwirtschaft muss zum Verbündeten werden. Um die Artenvielfalt insgesamt und die Insektenvielfalt insbesondere zu erhalten und zu bewahren, braucht es eine Ökologisierung der Landwirtschaft und eine Sicherung der Lebensräume. Eine starke, in die Gesellschaft eingebundene und gemeinwohlorientierte Landwirtschaft braucht aber auch regionale Produktions-, Verarbeitungs- und Vermarktungsketten. Erzeugerinnen- und Erzeugerpreise müssen auch dann kostendeckend sein, wenn nachhaltig produziert wird. Ein strukturelles Umdenken in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) hin zu einer sozial-ökologischen Landwirtschaft, die nachhaltig produziert und mit guten beruflichen Rahmenbedingungen den Ländlichen Raum stärkt, wird dringend benötigt. …

        Abgelehnt von CDU/CSU, SPD, FDP, AfD, Zustimmung GRÜNE:
        http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/136/1913656.pdf

        Bereits 2012: Gemeinsame Agrarpolitik sozial und ökologisch ausrichten auch mit Blick auf den Klimawandel
        http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/083/1708378.pdf

        abgelehnt von CDU/CSU, FDP, SPD, GRÜNEN: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/089/1708913.pdf

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        • Reinhard Seevers sagt

          Zitat aus dem Zitat Suhr: „Zitat:
          … Politik muss deshalb zwingend für Rahmenbedingungen sorgen, damit notwendiges Handeln nicht zum existenziellen Risiko für diese Betriebe wird. Die Landwirtschaft muss zum Verbündeten werden. Um die Artenvielfalt insgesamt und die Insektenvielfalt insbesondere zu erhalten und zu bewahren, braucht es eine Ökologisierung der Landwirtschaft und eine Sicherung der Lebensräume. Eine starke, in die Gesellschaft eingebundene und gemeinwohlorientierte Landwirtschaft braucht aber auch regionale Produktions-, Verarbeitungs- und Vermarktungsketten. Erzeugerinnen- und Erzeugerpreise müssen auch dann kostendeckend sein, wenn nachhaltig produziert wird. Ein strukturelles Umdenken in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) hin zu einer sozial-ökologischen Landwirtschaft, die nachhaltig produziert und mit guten beruflichen Rahmenbedingungen den Ländlichen Raum stärkt, wird dringend benötigt. …“

          Sag ich doch, ideologisches Weltbild….danke für den Beweis!

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          • Christian Suhr sagt

            Wollen Sie nicht, daß die Landwirtschaft als Verbündeter einbezogen wird in Fragen der Nachhaltigkeit, zumal diese auch das fachliche Know-how haben, ohne das es nicht geht?

            Wenn das eine Ideologie ist, ja, dann bin ich Ideologe. Ich mag solche Ideale 😉

            Aber freut mich, wenn ich Ihnen ein paar Einblicke in den Bundestag mitgeben konnte und wer da was will.

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    • Schorsch Summerer sagt

      Schon mit der Meinung „viel hilft viel“ sind Sie in der Landwirtschaft voll daneben. Diese Einstellung hilft dem Landwirt nur um kein Geld zu verdienen. Egal ob Dünger oder Pflanzenschutz, höhere Einsatzmengen als der Bedarf fressen über die hohen Kosten den eh schon schmalen Gewinn auf. Dieser Spruch ist einzuordnen in die Kategorie „die dümmsten Bauern haben… „. Auch so ein Überbleibsel der Feudalherrschaft in der die Bauern auch nur die Dummen waren die ordentlich von oben herab regiert werden müssen. Zur allgemeinen Erheiterung wurde dann aber immer wieder mal in einem „Rollenspiel“ das ach so lustige Leben des Bauern- und Zigeunervolks nachgespielt.
      Ihre werthe Meinung in aller Ehren, das was der Autor anspricht sind leider Tatsachen die den Menschen mit den vollen Mägen total aus dem Gedächtnis verschwunden sind. Gefällt nicht jedem, ändert aber nichts.

      1+
      • Christian Suhr sagt

        Naja, die Empfehlung von Herstellern von Pflanzenschutzmitteln bei zunehmendem Resistenzdruck bei Herbiziden ist aber: Viel hilft viel! Schauen Sie mal in die USA.

        Die Argumentation vom Bauernverband selbst dreht sich ausschließlich um eine Fokussierung auf Ertragssteigerung mit Argumenten wie Deutschland müsse die Welt ernähren.

        Wachse oder weiche, weil wenn größer, dann profitabler. Auch was von viel hilft viel.

        Ausgleichszahlungen nach Größe: Viel hilft viel. Fragen Sie mal Günther Fielmann mit dessen Alibi-Biohof in Lütjensee, der über 600.000 € Ausgleichszahlungen jährlich erhält.

        Händler, die dem Erzeuger höhere Mengen abverlangen, dann diesen jedoch am Ende darauf sitzenlassen (Unfair Trading Practices) usw.

        Schweine en masse für China, weil der Export ja so vielversprechend war, so lange ASP nur in China war. 120% über Selbstversorgung bei Fleisch und Milch bei stattlichem Konsum von 60kg Fleisch pro Kopf jährlich, was schon astronomisch ist (88kg Verbrauch toto).

        Es geht doch fast nur um Ertragssteigerung und Pflanzenschutzmittelkritik oder auch gern Bio wird schlecht gemacht, weil man auf Erzeugerseite mit einer Ertragsminderung rechnet. Nun, weniger von etwas heißt höhere Preise … und dann kommt wieder das Import-Argument. Aber wie war’s bei der Milchkrise, schön im Unterbietungswettkampf hat jeder versucht, über Masse die fallenden Milchpreise zu kompensieren … lief ja bombig.

        Manchmal ist weniger mehr 😉

        Bedenken Sie: Produktionssteigerung wird vom Handel eingepreist, fragen Sie auch mal Michael Horsch nach Digitalisierung im Ackerbau und was da am Ende kleben bleibt beim Landwirt!

        Um nochmal auf den Autor zurückzukommen: Er ist auch einer mit vollem Magen. Einer, der mit dem aktuellen System seinen Profit macht und seinen Teller füllt. Aber er fragt sich anscheinend nicht, ob auch zukünftige Generationen sich so noch die Mägen füllen können, denn mit all den Diskussionen kommt man zu Raubbau, Bodendegradation, Klimawandel und Dürren, fehlende Bestäubung usw. Also schön, wenn es dem Autoren gut geht, aber ich denke lieber an Kinder und Kindeskinder, daß diese auch noch volle Mägen haben.

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        • Arnold Krämer sagt

          Es ist wirklich schwer, alte und schlechte Gewohnheiten durch neue zu ersetzen, nicht wahr Herr Suhr.

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          • Christian Suhr sagt

            Nö, eigentlich nicht. Früher habe ich Fleisch gegessen, jetzt ernähre ich mich vegan, kann aber Stoffkreisläufe auch anerkennen, Weideland ist ja auch kein Ackerland. Maß und Mitte finde ich zielführend (und ich mag auch keine Salate oder Tofu, trotzdem läuft’s dank Kartoffeln und Co. 😛 ).

            Früher wollte ich Autofahren, Führerschein habe ich dann jedoch nie gemacht, wir haben nur einen Planeten und Auto ist eher Luxus, besonders wenn der Bahnhof zehn Minuten entfernt liegt.

            Früher wollte ich Biochemiker/Gentechniker werden. Finde ich immer noch spannend, habe aber keinen Bock gehabt, mich von der Pharmaindustrie dann vor den Karren spannen zu lassen, die guten Ideen in der Schublade verrotten zu lassen, Hauptsache die Profite stimmen.

            Früher war ich stolz drauf, viel für kleines Geld eingekauft zu haben im Discounter. Heute boykottiere ich ALDI und Co. und zahle gute Preise für gutes Essen (was für mich mehr ist als nur Geschmack und Optik).

            Früher gab’s viel Fertigfutter, heute koche ich selbst viel.

            Früher aß ich viel mit Palmöl, heute boykottiere ich es.

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              • Christian Suhr sagt

                Wird das ad hominem Rhetorik? Die berufliche Frage hat mit dem Inhalt nichts zu tun, aber sei’s drum.

                Selbständigkeit im Bereich Graphikdesign/Webdesign, deswegen auch die Zeit, hier und jetzt immer mal wieder zu schreiben.

                Wobei … andere hier sind eher Rentner, Architekten, Kinder oder Partner von Bauern (aber selbst keiner), Bauern im Nebenerwerb (und parallel bei Saatgutherstellern, Chemieunternehmen, Futtermittelbetrieben etc.) und was ich sonst so alles recherchieren konnte. Ich glaube, diesbezüglich wäre es mal spannend, wenn man das immer beim Namen dranschreiben würde.

                Also ich bin hier als Verbraucher, heißt ja Dialog oben im Kopf der Seite 😉

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Zitat Suhr: „Also ich bin hier als Verbraucher, heißt ja Dialog oben im Kopf der Seite“

                  Niemand ist nur Verbraucher, das hat ihre Partei doch auch so verinnerlicht, und propagiert es:

                  „Essen ist politisch!“
                  https://www.die-linke.de/index.php?id=7974.

                  Es ist einfach zu simpel, sich einfach als Verbraucher zu bezeichnen und gleichzeitig eine Umerziehungspropaganda zu betreiben.

                  1+
                • firedragon sagt

                  Herr Suhr, Sie haben erläutert, warum Sie was geändert haben, bei Ihrer Berufswahl eben nicht.
                  Ihr zweiter Absatz hätte mir als Antwort gereicht, wenn meine Frage als a.h. betrachtet wird, bin ich definitiv in der falschen Welt.

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                • Christian Suhr sagt

                  Ja, habe ich doch gerade geschrieben. Auch daß ich Linker bin, daraus mache ich keinen Hehl. Ich schreibe sogar mit Klarnamen.

                  Aber mal so eine Frage: Was soll der Mist jetzt mit der „Autistenselbsthilfegruppe“?

                  Noch ein Frage:
                  Warum denn so feige und mit Pseudonym hier unterwegs, und dann noch beleidigen wollen?

                  Ad hominem Rhetorik ist keine Einbahnstraße, Sie Brötchen! 😉

                  Think twice, so als Rat eines vermeintlichen „Autisten“!

                  @Willi: Ich find’s uncool, als Autist bezeichnet zu werden, zumal ich großen Respekt vor diesen habe, siehe Frau Temple Grandin und ihre Konzepte für Ställe und Schlachthöfe. Ist das der Dialog, den es hier geben soll?

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                • Brötchen sagt

                  Herr Suhr!

                  Sie reagieren doch nicht oder selten auf Einwände, oder rasseln einfach nur Ihre Fakten runter.

                  Andere Kollegen haben das ja auch schon angemahnt, bin also nicht nur selber Autist.

                  Ich gestehe Ihnen zu, das Sie nicht ganz unbeleckt von der lw. Praxis sind.

                  Ich z.b. habe meine Gründe, warum ich nicht mit Klarnamen schreibe.

                  Ein Grund ist auch, man kann auch ohne seine Kompetenz vor sich herzutragen, versuchen beizutragen oder zu überzeugen. Ist auch nicht immer einfach, aber schult.

                  Seinen Sie sich versichert, ich habe schon einen gewissen Überblick fachlich und in Strukturen, theoretisch und praktisch.

                  Und Sie sehen doch, ein kleine „Provokation“ hilft jemandem aus seinen „Selbstgesprächen“ zu reissen.

                  Ansonsten hilft auch die alte Inetweissheit „don’t feed….“

                  nichts für ungut!

                  Einfach weniger und bei einem Punkt bleiben, wäre schon ganz gut, für eine fruchtbare unvoreingenommen Diskussion.
                  Ansonsten wenn es so weitergeht, habe ich auch kein Problem mit, ist ja alles freiwillig hier 😉

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            • Reinhard Seevers sagt

              ……und so sollen eben auch die anderen 7,5Milliarden Menschen nach Ihrem Vorbild handeln. Den Anfang zur Umerziehung machen wir dann schon Mal in dem Land, mit einem der höchsten Exportquoten. Damit das Volk nicht gleich auf die Barrikaden geht, wird als Versuchsballon erstmal der Bauer geopfert…..Mal schauen, ob das blöde Volk dem so folgen wird.

              1+
              • Christian Suhr sagt

                Nein, es würde schon reichen, wenn Sie so konsumieren, daß ein Planet reicht, um ihren Bedarf zu decken, ohne daß andere Menschen für Sie zurückstecken müßten, egal ob heute oder in Zukunft.

                Fragen Sie sich mal, wer da maßgeblich die Agrarpolitik bestimmt hat seit Jahrzehnten und wer verantwortlich ist für das Höfesterben! Wer wollte Bauern freisetzen als Arbeitskräfte für die Industrie und fürs Militär?

                Ich kann als Landwirt nicht mitreden, der Hof meiner Familie ist Anfang 1900 aufgegeben worden, waren damals die 10 Hektar, die heute der Ortskern meines Heimatortes sind. Teilungen bei Vererbung usw. führten zur Zerstückelung etc.

                Der richtig Weg wäre es, die Kritik an der Landwirtschaftspraxis nicht zu Kritik an den Bäuerinnen und Bauern zu machen, die nur irgendwie noch im System klarkommen wollen, oft aber schon aufgeben müssen.

                Aber wenn Sie selbst nicht mal in der Lage sind, Wertschätzung zu leben, Rücksicht auf andere zu nehmen, auch mal auf was verzichten zu können, sind Sie auch ein schlechter Berater für all die anderen, die jetzt Unterstützung brauchen.

                Irgendwer hier hatte neulich sogar davon schwadroniert, daß er sich nicht anschnallen wolle, schei* auf Vorbeugen, lieber Freiheit über alles. Sowas geht dann aber nicht, wenn man solidarisch miteinander klarkommen will.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  …das mit dem Anschnallen haben Sie also bis heute nicht verstanden? Eigenverantwortung und Solidarität sind gerade beim Anschnallen keine gleichen Seiten der Medaillie…aber seis drum.
                  Es ist wie mit dem Dauerablasshandel, dass Menschen sich dem Fleischessen entziehen sollen, dafür aber weiterhin alles andere, was Ressourcen verschwendet, konsumieren sollen und dürfen. = Menschenfängerei

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                • fingerphilosoph sagt

                  „Nein, es würde schon reichen, wenn Sie so konsumieren, daß ein Planet reicht, um ihren Bedarf zu decken, ohne daß andere Menschen für Sie zurückstecken müßten, egal ob heute oder in Zukunft.“

                  In dieser Argumentation steckt ein Denkfehler, weil die Zahl der Menschen, die diesen Planeten besiedeln, nicht berücksichtigt wird. Herr Suhr, Sie stellen hier die Forderung auf, dass der Einzelne umso weniger konsumieren darf, je mehr Menschen wir auf dem Planeten werden.

                  Der Planet ist in Ihrer Ideologie ein Kuchen, der gleichermaßen an alle verteilt werden soll. Das heißt im Klartext: je mehr Menschen von dem Kuchen essen, desto weniger bekommt der Einzelne ab.
                  Sie können den Versuch ja mal real durchführen. Bei 16 Menschen, die sich einen Kuchen teilen, bekommt jeder ein Stück. Bei 1600 Leuten ist es noch ein Krümel. Bei 16 Millionen werden Sie Ihren Krümel schon mit der Lupe suchen müssen und satt werden Sie davon auch nicht.

                  Herr Suhr, Sie tun so, als würde der Kuchen für beliebig viele Menschen reichen, ganz egal, ob wir eine, fünf, sieben oder zwölf Milliarden Menschen sind. Sie tun so, als könnten wir völlig unabhängig von der Zahl der Menschen, die diesen Planeten besiedeln, für jeden Einzelnen genug erwirtschaften und dazuhin auch noch naturverträglich leben.

                  Eben dadurch, dass Sie dieses Problem, dass eine wachsende Zahl von Menschen sich denselben Kuchen teilen soll, überhaupt nicht thematisieren, wird Ihre Ideologie sehr gefährlich. Denn Sie bringt Menschen zu der Schlussfolgerung, dass die Kuchenstücke umso größer werden, je weniger Menschen sich den Kuchen teilen müssen, und da sind Sie mit Ihrer Ideologie ganz nah am rechten Rand.

                  Um es mal anders zu sagen: Links und Grün passt nicht zusammen. Das ist eine ideologische Bombe, die irgendwann hochgehen wird.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Interpretationsfehler Filosof…er meint, dass zur Zeit einige Wenige (wir) so viel vom Kuchen haben, dass bei einer gerechten Verteilung alle genug hätten!

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                • fingerphilosoph sagt

                  Reinhard, die grüne Ideologie kommt aus den Reihen der sog. Eliten, denen es nicht passt, dass auch die Verkäuferin und der Heizungsmonteur heute eine Kreuzfahrt machen. Das ist eine Bewegung von oben nach unten, die den Massen die Kreuzfahrten vermiesen will. Die Grünen wollen den Massen ein selbstgenügsames Leben verordnen, damit sie selber einen größeren Spielraum haben und sich weiter an der Natur ergötzen können. Die Grünen wollen der Oma das Motorrad verbieten und machen aus ihr die „Umweltsau“.

                  Die Linken waren ursprünglich eine Bewegung von unten nach oben, die den Reichtum der oberen Klassen gerechter verteilen wollte. Ursprünglich haben die drüber nachgedacht, ob die Oma sich von ihren 800,- Euro Rente überhaupt ein Motorrad leisten kann.

                  In der Vermischung linker und grüner Ideologie, werden die Linken jedoch zum Sprachrohr der Grünen. Der Oma und den unteren Schichten wird eingeredet, dass es schlecht ist und den Planeten zerstört, wenn man bei Aldi kauft oder Billig-Kreuzfahrten macht. Das geht nicht gegen die Reichen, sondern eben gerade gegen die ärmeren Schichten. Die unteren Schichten in unserem Land werden gegen die Armen in den Entwicklungsländern ausgespielt. Das ist die ideologische Bombe, die irgendwann hochgeht, weil die Reichen ja keineswegs dran denken, sich ernsthaft irgendwie einzuschränken.

                  1+
                • Reinhard Seevers sagt

                  Fingerfilosof, das mit den Kreuzfahrten sehe ich anders….früher war es ein Privileg der Oberschicht, heute kann es sich jeder Durchschnittsverdiener leisten und sogar Rentner….DAS ist in meinen Augen ein umweltrelevantes Problem, dass als Neidthema nicht geeignet ist. Im Gegenteil, es sollte sogar als Argument aus der Landwirtschaft gegen Verschwendung verwendet werden.
                  Ist wie mit dem Lachs, den es früher allenfalls im Nobelrestaurant gab und der heute in jedem Discounter liegt.
                  Wohlstand generiert nunmal Umweltverschmutzung und Ressourcenverschwendung….

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                • Brötchen sagt

                  FP die Linken sind zum großen Teil total von der Strategie her orientierungslos.

                  Die soz. Theorie setzt für den Soz. voraus: eine Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln und die Schaffung einer soz. Persönlichkeit.
                  Eines neuen Typus Menschen!

                  Der Bauer ist per se deshalb reaktionär und rückschrittlich. Deshalb gibt es in Russland flächendeckend keine Familienbetriebe mehr und im Osten auch nur noch sehr begrenzt.

                  Deshalb ist es lächerlich, das die Linken so einen auf „wir retten die bäuerlichen Familienbetriebe “ usw.

                  Das gibt deren Ideologie nicht her!

                  Und so gehen die Irren und Wirrungen weiter…..

                  wie Open Border und das Verhältnis zur Religion…

                  Aber gut, das Argument wird jetzt sein, wir machen das jetzt alles besser.

                  Theoretisch ist das alles schon sehr gut durchdacht gewesen, hat eben nur nicht funktioniert, weil das mit dem „neuen Menschen“ nie funktionieren wird!

                  1+
                • firedragon sagt

                  …“Es sollte als Argument aus der LW gegen Verschw…..“
                  Herr Seevers, ich halte nichts davon, anderen etwas vorzuhalten, was sie tun oder eben nicht tun. Hat in meinen Augen was von Kindergarten und auf diese Stufe will ich mich persönlich nicht begeben.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Entschuldigung Feuerdrache, aber es ist doch keine Vorhaltung gegenüber anderen, es ist die Offenlegung eines Ablasshandels gegenüber der Landwirtschaft. Die Landwirtschaft lässt sich ständig Vorhaltungen machen, wieso soll man dann nicht den wahren Unsinn benennen dürfen? Alles, was über die Nahrungsversorgung hinausgeht, steht auf dem Prüfstand, nicht umgekehrt.
                  Es traut sich nur niemand, zu sagen, dass 80% des Handelns der Wohlstandsgesellschaft allein der Umweltzerstörung und des Ressourcenverbrauches dient…..warum immer zu den Kopf einziehen?

                  1+
                • firedragon sagt

                  Herr Seevers, ich würde es nicht als „Kopf einziehen “ bezeichnen. Sie bezeichnen „unnützen“ Konsum als Unsinn, sehen die, die Urlaubsreisen ohne Postkutsche tätigen, anders.
                  Wenn ich Ihnen gegenüber mit Vorhaltungen argumentiere, zu welchem Ergebnis kämen wir da?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Nochmal Feuerdrache, wie kann es richtig sein, dass sich Landwirtschaft als Ernährer Vorhaltungen machen lassen darf, und man im Gegenzug den Unsinn einer Wohlstandsgesellschaft nicht als solchen benennen darf? Ich verstehe die Argumentation nicht ganz…es sei denn, der Drache fühlt sich persönlich als Kreuzfahrer betroffen/getroffen?

                  1+
                • firedragon sagt

                  Herr Seevers, Sie sehen mich vor Lachen am Boden liegen, mich bekämen Sie auf keinen Luxusdampfer dieser Welt – ich hasse Menschenmassen. Und so was wie Urlaub, war 2003 mal. Ich verstehe Ihre Sichtweise und teile die durchaus.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              „Früher gab’s viel Fertigfutter, heute koche ich selbst viel.“

              Es soll ehemalige Landwirte geben, die noch nie „Fertigfutter“ zu sich nahmen, weil die Ehefrau und derselbige immer frisch gekocht haben.

              2+
              • Christian Suhr sagt

                Ich weiß nicht, was mich mehr verstört:

                „Frau am Herd“ oder die Aussage von anderen Landwirte, die auch hin und wieder bei Netto, ALDI und Co. einkaufen würden.

                Drehen Sie’s um! Wenn das mit dem Selbstkochen so gut läuft bei Ihnen, warum animieren Sie nicht andere dazu, es auch zu tun.

                Und warum äußern Sie dann nicht etwas mehr Respekt, wenn ich den Absprung geschafft habe und wir hier jetzt auch gemeinsam selbst kochen, mal ich, mal meine Frau, oft mit Hilfe unserer Kinder, damit die es auch gleich lernen!

                Bei Ihnen war’s immer so, deswegen sind Sie besser als ich, soll das die Aussage sein?

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            • Christian Suhr sagt

              @fingerphilosoph:

              Na, nachgeschlagen, was der Unterschied zwischen Anomie und Anarchie ist?

              Als Linker darf ich Ihnen versichern, daß Sie keine Sorge haben müssen, daß wir uns mit Grünen gemein machen. Uns fehlt da das Soziale und Kapitalismuskritische, Frackinggas wird durchgewunken, mit Gentechnik wird kokettiert, Autos wichtiger als Essen und viel zu viel Politik mit Feindbildern.

              Wobei … in der Basis sind viele vernünftige Leutchen, denen es nicht nur um Regierung und Pöstchen um jeden Preis ginge, die mehr wollen als nur Greenwashing. Aber ich mag auch Sozialliberale bei der FDP und den CDA bei der CDU. Jeder, der was zum Besseren verhändern will, ohne daß da andere auf der Strecke bleiben (außer vielleicht der Leutchen, die ihren Hals nicht voll genug bekommen können).

              Sie sollten ein anderes Pseudonym wählen, ich glaube, Philosophie ist nicht so Ihr Ding 😉

              P.S.: Macht übrigens Mordsspaß, hier mit all den Pseudonymen diskutieren zu müssen. Da ich hier allgemein hin als die kritische Stimme wahrgenommen werde, müßte ich da nicht mehr Angst vor Ihnen haben als Sie vor mir? Oder verstecken sich da haufenweise Lobbyisten und Parteisoldaten, wer weiß, wer weiß 😉

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              • fingerphilosoph sagt

                Umweltthemen und linke Kapitalismuskritik passen dummerweise nun mal nicht zusammen. Die Ressourcen (Wasser, Luft, Holz, Erdöl und alle anderen Rohstoffe) der Erde verdoppeln sich ja nicht, wenn der Gewinn aus ihrer Ausbeutung auf alle gleichermaßen verteilt wird. Die gleichmäßige Verteilung der Ressourcen ist doch aber die Position der Linken.

                Das Problem ist jedoch nicht, dass die Reichen die Ressourcen in ihrem Keller horten, sondern dass sie diese oder die daraus hergestellten Produkte möglichst teuer verkaufen. Was die Reichen horten, sind Firmen, Geld und Aktien und nicht die Ressourcen an sich.

                Die Firmen und Unternehmen verschwinden ja nicht, wenn sie nicht mehr den Reichen gehören, sondern den Angestellten oder dem Volk, damit ändert sich an der Ausbeutung der Ressourcen selber gar nichts. Die Reichen können die Ressourcen ja nur für teuer Geld verkaufen, weil der Rest der Welt die aus den Ressourcen hergestellten Produkte eben unbedingt haben will.

                Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die Masse der Menschen ihren Verbrauch einschränken wird, wenn die Ressourcen allen gleichermaßen gehören. Wenn man den Ressourcenverbrauch also einschränken will, geht das nur mit Verboten.

                Was habe ich von einer Ressource, die angeblich Gemeingut ist, deren Nutzung mir aber aus Umweltgründen verboten wird? Wenn ich die Ressource sowieso nicht nutzen darf, ist es mir egal, ob die mir, dem Volk, Blackrock oder Warren Buffet gehört.

                2+
                • Reinhard Seevers sagt

                  Genau Filosof, die Linken verstehen auch nicht, dass der Mensch einen freien Willen hat……wenn er mehr Geld im Protemonnaie hat, wird er selber entscheiden, wofür es verwendet. Es sei denn man verbietet ihm die ideologisch verdammten Waren. Wenn dem so wäre, müssten die Linken die ersten sein, die den Hartz IV – Beziehern verbieten würden, mit dem Geld von den Steuerzahlern Zigaretten oder Alkohol zu kaufen, oder mind. einen Eigenanteil an der Krankenversicherung zu zahlen…..oh, nun gibt es aber Haue.
                  Vielleicht hilft ja an die Freiwilligkeit zu appellieren…aber das ist ja sogar der SPD zu wenig. (siehe gestrige Haushaltsdebatte)

                  1+
        • Schorsch Summerer sagt

          Sie wollen die USA als Beispiel für viel hilft viel bringen? Ernsthaft? Was die gelernt haben weiss ich nicht, doch deren Kardinalfehler im Pflanzenschutz ist die fortlaufende Glyphosatanwendung über viele Jahre. In Deutschland lernt der Bauer Pflanzenschutzwirkstoffgruppen müssen gewechselt werden und Fruchtwechsel. Scheint man mit Roundup-ready Pflanzen in den Staaten zu verlernen. Infamerweise wird in Deutschland genau das selbe passieren weil immer mehr Wirkstoffgruppen verboten werden.
          Bio wird schlechtgemacht ? Bio ist ökonomischer und ökologischer Wahnsinn. Pro ha nur halb soviel Ertrag aber doppelt so viel Förderung. wer gleicht die Fehlmengen aus? Brasilien? Afrika?
          Den Milchstreik als Beispiel? Auch bei uns wurde polnische und tschechische Milch als Ausgleich angeliefert. Wir haben versucht die zu blockieren, hat aber auch nichts genutzt. Ja und viele haben nur den eigenen Vorteil gesehen. Hätte man die nach Mittelaltermanier an den Pranger stellen oder auspeitschen müssen?
          Und natürlich werden Produktionssteigerungen vom Handel eingepreist, nur erfolgt die Produktion und der Handel Global. Der ertrag der einzelnen Fläche ist im übrigen nur bedingt steuerbar, zumindest wenn man Pflanzenschutz zur Verfügung hat. Ein Biofläche die von Schadorganismen angegriffen oder wegen schlechtem Wetter von Unkraut überwuchert wird ist für ein Jahr verloren. Wenn es dann mal wieder nicht für alle reicht, was glauben Sie denn wer nichts zu essen hat? Der Europäer?
          Raubbau und Bodendegereration? Durch fehlende Düngung und der Flächenausweitung wegen fehlendem Ertrag (Bio) wird es genau zu dem kommen. Düngen und Pflanzenschutz heisst Leben. Nicht Düngen und kein Pflanzenschutz heisst Hungern und Humusabbau. Hatten wir doch alles schon diskutiert, oder?
          Fehlende Bestäubung, dieses Argument ist wohl nicht wegzubringen, kommt wohl von der Handbestäubung einer bestimmten Birnensorte in China und deren Fehlinterpretation. Auch schon ausdiskutiert.

          1+
          • Christian Suhr sagt

            Sie haben ja Recht, in Deutschland haben wir eben wegen Gentechnikverbot usw. noch kein Roudup Ready Saatgut, Xtend oder ähnliches. Deswegen geht es bei uns nicht, daß man ganzjährig Roundup ausbringt oder was auch immer. Doch Sie kennen auch die Stimmen, die alle CRISPR und Co. fordern, damit auch genau das, was gerade in den USA abgeht bis hin zu Patentklagen. Warum hat Bayer wohl den Saatguthersteller Monsanto geschluckt?

            Bio hat weniger Ertrag, aber haben Sie sich mal gefragt, was 100% Ertrag mit Blick auf Humusaufbau wären? Was ist, wenn Bio 80% wäre, aber der intensive Anbau eher 160%, bodenzehrend und nur möglich durch Agrochemie mit unabsehbaren Kollateralschäden? Außerdem übersehen Sie, daß zum Beispiel bei Leguminosen nahezu keine Ertragsunterschiede zwischen konventionell und Bio bestehen, gibt dazu sogar ’ne große EU-Studie. Ebenso vergessen Sie die Wegwerfquote und die Tatsache, daß es doch um den Erlös geht, der am Ende seinen Weg ins Portemonnaie finden soll. Oder das Übermaß an tierischer Produktion und damit auch großen Flächenverlust für Futtermittel. Die einseitige Ertragsfixierung ist für’n Eimer. Schon mal was von Milchseen, Butterbergen und Rindfleischhalden gehört? Oder heutzutage von Dumpingpreisen dank Überangebot?

            Vieles läuft global. Aber verbieten Sie weiterhin Gentechnik, haben Sie eine Konkurrenz weniger. Und noch gibt es Kontingentgrenzen, auch wenn die CDU und Co. diese immer gern hochsetzen – wer weiß schon, daß mit dem US-Frackinggas auch höhere Rindfleischkontingente aus den USA durchgewunken wurden, nur um Strafzölle aufs deutsche Auto zu vermeiden?!

            Es gibt erfolgreiche Konzepte wie der Rapsanbau mit drei Untersaaten. Und kein Pflanzenschutzmittel der Welt kann die Dürren kompensieren, das wirkliche Ertragsproblem wird der Wassermangel und die erodierten Böden. Und nicht, pflugloser Ackerbau hilft nicht, es braucht eine Kohlenstoffstrategie für Humusaufbau statt „ich will unter 4% Humus bleiben, weil ich sonst 20kg/ha Nitrat von all meinen Tieren weniger ausbringen darf“ (Düngemittelverordnung).

            Stickstoff allein baut keinen Humusauf, können Sie gern mal mit mineralischem Dünger probieren! So von wegen Bodendegradation und Düngung. 10 Teile Kohlenstoff, 1 Teil Stickstoff, gute Basis für Humus. Biochemisch einfach zu erklären. 1% Humus setzt vom gespeicherten Stickstoff jährlich ca. 25kg/ha frei von unten meines Wissens. Kohlenstoffreiche Böden wie (an)mooriger Grund haben das Wasser besser gespeichert und manchen Landwirten trotz Dürre noch gute Erträge beschert. Usw. Alles ganz simple, hier ist noch nichts mit Agrochemie, Gentechnik und Co. Und trotzdem nutzt man lieber Spaltböden statt festeren Mist mit mehr Kohlenstoff zu erhalten. Trotzdem schwört man auf pluglos allein, weil es weniger Kraftstoff kostet als Pflügen. Und trotz des Wissens handelt man dagegen, beharrt aber darauf, daß die Wissenschaft von Agrochemie und Gentechnik die Lösung wäre … bigott:
            https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/pflanzenbau/bodenschutz/bodennutzung-bearbeitungsverfahren.html

            Und das geht immer so weiter. Digitalisierung soll’s richten? Fragen wir mal Michael Horsch:
            https://www.agrarheute.com/management/michael-horsch-digitalisierung-lohnt-ackerbau-551105

            Wir können auch über Auswirkung auf Bodenfauna sprechen bei Pflanzenschutzmitteln (siehe z.B. Shikimatweg bei Glyphosat) oder warum Pflügen phytosanitär besser ist usw. Aber ich glaube, Sie wissen das selbst alles, nur gefällt Ihnen nicht, wohin die Reise dann gehen würde 🙁

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „Niemand sagt, daß Pflanzenschutz irrelevant wäre. Es geht nur um Vernunft dabei, nicht „viel hilft viel“.“

      Das ist das was ich bei unserer Gesellschaft so liebe. 😒

      Sie stellt uns als Deppen hin, die wahllos Pflanzenschutz betreiben.
      Das kommt halt gut an, selbst bei dem, der nichts auf die Reihe bekam. Somit kann es sich fühlen, dass es unter ihm noch eine Unterschicht gibt, die Bauern.

      Und dann wundert man sich, dass die Kinder sich vom elterlichen Hof verabschieden.

      2+
      • Die treuen usn Bauern nicht zu, dass wir die Pflanzen- Phytomedikamente genauso dosieren können wie die Krankenschwester die Menschen-, Humanmedikamente!

        Und wer nicht damit fertig werden kann, dass er nichts weiß, der macht Schuldzuweisungen, anstatt ordentlich zu fragen.

        Das hat was mit Dummheit zu tun,
        und das sind die lautesten, das weißt du doch von früher von Schulhof, oder nicht?

        Wer anständig fragt, der ist schlau, der weiß, das man nicht alles wissen kann, und wenn er sich dann hier erkundigt und was versteht, dann wird er noch schlauer.
        Der hat ein ganz anderes Auftreten als so Schuldzuweiser, die mit ihrer Dummheit nicht zurecht kommen und sich mit Bauernbashing erhöhen wollen?

        Über die braucht man sich keine Gedanken zu machen, die ziehen einen nur runter und raupen Zeit für bessere Sachen, die wir machen könnten.

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      • Christian Suhr sagt

        Wer ist denn „die Gesellschaft“. Die Deppen sind diejenigen, die denen, die Mercosur gut finden, glauben, diese würden sich für den Erhalt unserer Landwirtschaft interessieren.

        50% der Bäuerinnen und Bauern sind Nebenerwerbslandwirte.

        Und ein großes Problem stellt auch die mangelnde Transparenz dar, so daß die Schwarzen Schafe, die es nun mal gibt, alle anderen mit in den Dreck ziehen. Oder würde hier jemand sagen, in diesem Fall wäre professionell gearbeitet worden?
        https://www.kreiszeitung.de/lokales/oldenburg/wildeshausen-ort49926/kleinenkneten-viel-guelle-acker-landwirt-muss-strafe-zahlen-13536195.html

        Es gibt nicht die eine Landwirtschaft. In meiner Wahrnehmung ist es ein großer, oft untereinander in Konkurrenz stehender Berufsstand, wie bei Ärzten kann der eine gut sein, der andere schlecht. Aber ausbaden müssen es immer alle. Und deswegen kritisiere ich hier die Art und Weise und wünschte mir eine sachlichere Herangehensweise statt nur Platitüden wie man hätte es ja gelernt, man wisse schon, was man tue. Das setzt nämlich Vertrauen voraus, daß es so nicht mehr gibt eben wegen der negativ aufgefallenen Fälle.

        Wir können auch über Fibronil-Eier sprechen. Doch ich denke, die Themen sind bekannt. Also wie sieht Ihre Lösung aus? Weiter so, keine Kontrollen, damit möglichst niemand was merkt?

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          • sonnenblume sagt

            Herr Spiering von der SPD fordert eine Ortung per GPS für jeden Gülletransport, oder jedes Güllefass. Dann können die anderen Arbeiten doch auch gleich überwacht werden. Die Satelitten werden doch schon heute zu so mancherlei Überwachung genutzt.

            1+
    • Weil ja manch einer gern mit Rote Socken kam in den Kommentaren zu meinem Beitrag – ja, ich bin ein oller Linker – dazu frisch heute aus der Tagespresse:

      Thüringen:
      https://www.spiegel.de/politik/deutschland/die-linke-plan-gegen-bodenspekulation-a-70c336c2-ad04-4710-8286-c1e60a36a2d3

      Mecklenburg-Vorpommern:
      https://www.n-tv.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/Linke-fordert-Marktregulation-fuer-Agrarland-article22070078.html

      Ist jetzt nicht so, daß Bäuerinnen und Bauern in der öffentlichen Wahrnehmung unsere Kernzielgruppe wären. Und ja, wir kritisieren die aktuelle Form der Landwirtschaft (vor allem den Einfluß von Bayer, Handel und Co.), aber Kritik muß konstruktiv sein und das wird nur was, wenn man da miteinander was wuppt.

      So von wegen Taten statt Worte! Es wäre nicht schwer, sich bei Landwirten anzubiedern, was von bösen Verbrauchern und NGOs zu labern bei netten Presseterminen vor Bauernhofidyll, während man am weiter so festhält. Aber … gefühlte Wahrheit, schade 🙁

      Ich nerve gern weiter, vielleicht wird’s ja auch mal sachlich. Ansonsten kann jeder mir gern auch schreiben, ich beiße nicht (geht auch nicht, esse ja nur Pflanzliches 😀 ).
      christian_suhr@t-online.de

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  4. Arnold Krämer sagt

    Das Phänomen, das sich hinter diesem Denken und Handeln verbirgt, ist weltweit unter dem Begriff “German Angst” bekannt.

    1+
  5. Reinhard Seevers sagt

    Die gestrige Debatte zum Agrarhaushalt hat doch ebenfalls gut dargelegt, welchen Stellenwert die Agrarwirtschaft hat. Unfähige, polemisierende und sogar dämliche (AFD) Volksvertreter mit Pseudokenntnissen. Als Sahnehäubchen des Tages dann die neue Umweltstudie.

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