Bauer Willi
Kommentare 83

Was willst Du mal werden?

Neulich durfte ich an meinem ehemaligen Gymnasium den Berufsorientierungstag mitgestalten. Für den Bereich Landwirtschaft hatten sich 12 Schüler angemeldet, gekommen sind 8. Für Ernährungswissenschaft waren es 9. Ich weiß nicht, wie viel dort gekommen sind. Im vergangenen Jahr 2019 wurde ich kurzfristig wieder ausgeladen, weil sich für Landwirtschaft nur 3 angemeldet hatten. Dafür wollte man mich dann doch nicht kommen lassen.

Zum meistgewählten Themenkreis Wirtschaft/Verwaltung/öff. Dienst: von den 359 Interessenten entfielen 98 auf Berufe bei der Polizei, 78 auf BWL, 69 auf Jura und 57 auf Immobilienwirtschaft. Dann noch Versicherungen, Steuerberater usw.

Übrigens: von den 8 Schülern, mit denen ich ein tolles Gespräch geführt habe, hatten 3 einen landwirtschaftlichen Hintergrund (Opa war Bauer, Vater hat einen Landhandel etc.)

Ich denke, dass die Entscheidung für einen Beruf im Agrarbereich eine ziemlich sichere Anstellung bedeutet. Landwirte können einfach alles… (das war jetzt ein wenig übertrieben)

Euer Bauer Willi

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83 Kommentare

  1. Ostbauer sagt

    @ Ch. Bothe
    Ich fang mal neu an.
    Da weiter unten sieht ja keiner mehr durch.
    Jetzt haben wir fast alle Bildungswege in Sachen DDR -Landwirtschaft durch;Deine fehlte mir noch.
    Basis- und Praxiswissen wurde gut vermittelt und ist auch heute noch anwendbar. Dem Boden und den Tieren war es ziemlich egal welches System über sie herrschte.(Ob nun „Freier Bauer“ oder nicht)
    Aber das löst unser Problem der Nachwuchsgewinnung im Heute nicht.
    Wir bilden seit 25 Jahren Lehrlinge aus als Volllandwirt.
    Da hab ich schon alles erlebt.
    Man muss die Kiddis da abholen wo sie stehen. Der Eine wird es zum guten Treckerfahrer bringen,auf Ansage;der Andere blüht auf,lernt eigenverantwortlich zu handeln,sieht die Konsequenzen aus seinem Handeln ; hatte aber in Mathe vorher ne 5. Und ja ; es ist auch Schwund dabei. Man muss Ihnen auch die Zeit geben die wir früher hatten.
    Wir haben seit letztem Jahr Schüler der 8. Klasse zum Praktikum hier(Wieso kommt mir das jetzt so bekannt vor?) Eine sogar zum 2. mal;und sie hat sogar schon gefragt,ob sie hier nicht lernen kann.
    Wir müssen uns selber um unseren Nachwuchs kümmern; heute verstärkt denn je.

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    • Christian Bothe sagt

      @Ostbauer,auch wenn‘s langweilt, hatte in meinem VEG u.a.fast 100 Lehrlinge in der Ausbildung(in den Fachrichtungen wie gestern erwähnt).Was mir wichtig erscheint, ist das viele von ihnen aufgrund der Ausbildung heute erfolgreiche Chefs von AGs und Agrar GmbHs sind und ein Teil auch als Wiedereinrichter konventionell und auch ökologisch wirtschaften!

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  2. Obstbäuerin sagt

    Nur zur Information: RBB Brandenburg
    Do 13.02.2020 | 20:15 | Wir müssen reden!
    Brauchen wir eine Agrarwende?
    Klimaschutz und Billigpreise – Gehen Bauern zu Recht auf die Barrikaden?

    Zu Gast sind u.a.:

    Axel Vogel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Minister für Landwirtschaft,
    Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg
    Gitta Connemann (CDU), stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im
    Deutschen Bundestag
    Johanna Mandelkow Landwirtin aus der Uckermark und Mitorganisatorin der größten
    Treckerdemonstration im November 2019 in Berlin
    Judith Ruland Ökologie-Studentin, hat in Frankfurt (Oder) eine Öko-
    Genossenschaft gegründet und lebt vegan
    Christian Böttcher Leiter Politik und Kommunikation, Handelsverband Lebensmittel

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  3. Astorianer sagt

    Unsere heutige Gesellschaft protuziert einfach zu viele Akademiger, Bürokraten, Beamten und Politiker. Handwerksberufe und Landwirte sind am schwinden. Ich sehe keine rosigen Aussichten für unsere Gesellschaft. Keiner will sich die Hände mehr schmutzig machen. Wo soll das noch enden?

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    • Mr Tom sagt

      Wenn sich die Gelegenheit bietet, empfehle ich Schulabgängern, einen Beruf zu ergreifen, bei dem man noch dreckige Fingernägel bekommt.
      Was nützt dem taxifahrenden Akademiker seine Weisheit, wenn er sich den Handwerker nicht mehr leisten kann?

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    • Die Pflegeberufe und Materialschonende Handwerker sind auch kluge Köpfe, müssen wie die Bauer
      n, die mit der Ökologie umgehen, bezahlt werden wie die Autobauer, finde ich. Dann sind das gefragte Berufe und unserer Gesellschfmaft geht es besser.

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    • Ein Privatier sagt

      Und hier ist ein Link den man dort unter „meine landwirtschaft (sic!)“ findet:
      http://meine-landwirtschaft.de/

      Ein Agitationsbeispiel:

      “ Gemeinsame europäische Agrarpolitik (GAP 2020)

      Die Gemeinsame europäische Agrarpolitik (kurz: GAP) legt mit den Agrarsubventionen fest, welche Landwirtschaft sich lohnt. Jahr für Jahr verteilt die EU mit der GAP 60 Milliarden Euro an die Landwirtschaft. Vier Fünftel davon werden als Direktzahlungen „mit der Gießkanne“ verteilt – der größte Teil geht an Großgrundbesitzer*innen. Pro Hektar gibt es ca. 300 Euro, unabhängig davon, ob dort zukunftsfähig gewirtschaftet wird. Dabei müsste das Geld dafür genutzt werden, zukunftsfähige Betriebe zu belohnen. Den Weg in die Zukunft weisen die Bäuerinnen und Bauern, die ihre Tiere gut halten, den ländlichen Raum lebendig machen und dabei mithelfen Umwelt und Klima zu schützen. Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen – das muss der Leitsatz für die anstehende Reform der GAP sein, die ab 2021 in Kraft treten soll.“

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    • Thomas Apfel sagt

      Der Erdhof Seewalde ist quasi „Schulgarten“ der relativ großen Waldorfschule Seewalde.
      Das ist eine Internatsschule im Grünen im ehemalig die Insel beherrschenden Schloss.
      Die Waldor-Eltern sind auch zugleich die Hauptkundschaft des Erdhofes. Das Ganze hat schon ein leichtes „Sektengeschmäckle“. Das Dorf liegt zudem zwischen Stechlinsee und Müritz-Nationalpark, profitiert also auch vom Tourimus. Ich finde es mittlerweile nicht mehr lustig, dass unsere Medien uns dauernd solche Sonderwege und Nischenexistenzen als die Zukunft der Landwirtschaft servieren. Beim RBB bei uns hat man gefühlt den Eindruck 90 % der Landwirtschaft bestände aus solchen Sonderwegen.

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      • Ein Privatier sagt

        Das ist ziemlich witzig, denn der schäbige* Esoterikdandy Rudolf Steiner war ein Hautfarbenrassist**.

        *Beschreibung Steiners in Franz Kafkas Tagebüchern

        **Steiner hat die gesamte Menschheit in Entwicklungsstufen eingeteilt, die man an ihren Hautfarben erkennen kann. Weiß am höchsten, schwarz am niedrigsten.

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        • Ja für Europa stimmt das ja auch,

          Hier hat sich die Haut evolutionär hell evtwickelt, damit sie mehr von den wenigen (gegenüber Afrika) Sonnenstrahlen auffangen kann, um z.B. auch das essientielle Vit. A und D zu entwickeln.

          Also sind die Weißen eine Randgruppe, oder?

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  4. Paulus sagt

    Mich würde interessieren welche inhaltlichen Schwerpunkte Bauer Willi bei seinem Vortrag gesetzt hat.
    Da es eine Info-Veranstaltung für Gymnasiasten war, kann ich mir kaum vorstellen, dass es nur darum ging, die Arbeit auf einem Hof darzustellen. Der von R. Seevers verlinkte Artikel in der Zeit bringt die Möglichkeiten und Chancen studierter Agrarier doch ganz gut zum Ausdruck. Ich muss nur kurz nachdenken und schon habe ich mind. fünf Beispiele, allein aus meinem Umfeld und Bekanntenkreis, von Agrariern die noch nie eine Kuh gemolken oder einen Trecker gefahren haben.
    Mein Schwiegervater hatte eine Führungsposition in der Zentrale einer französischen Großbank. Zwei Bekannte betreiben erfolgreich ein Institut für Schädlingsanalyse, ein weiterer ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Holzschutz, usw. Eine Frau arbeitet in der Forschung, im Pflanzenschutzzentrum der Bayer AG. Das sind jetzt nur die promovierten Agrarier – ach so, einen Chemie-Willi (sage ich jetzt mal ganz bewusst und ohne bösartige Hintergedanken) kenne ich auch noch. OK, der kann tatsächlich auch noch Trecker fahren.
    Ich denke, in der allgemeinen Wahrnehmung wird das Berufsbild, zumindest das der akademisch verbildeten, zu sehr auf den klassischen Landwirt reduziert.

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    • Brötchen sagt

      @Paulus

      „allein aus meinem Umfeld und Bekanntenkreis, von Agrariern die noch nie eine Kuh gemolken oder einen Trecker gefahren haben.“

      Eigentlich fand ich immer super, das die erfolgreichen Mittelständler im Westen, genau wussten, was in der Produktion lief und die konnte sofort Arbeiten übernehmen.
      Von C. Tönnies weiß ich der ist laufend im Produktionsprozess und ändert schnell mal Abläufe.

      Aber gut, heute kann man wirklich nicht mehr alles allein machen.

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    • firedragon sagt

      Hallo Paulus,
      ich kenne auch Studierte, welche davon sind in der Industrie, welche führen Höfe.
      Manche kommen wieder aus der Industrie zurück auf den Hof.
      Den klassischen LW braucht’s auch.
      LW ist ein sehr breites Feld – wird gerne unterschätzt.

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      • Paulus sagt

        @ Brötchen, C. Tönnis ist meines Wissens gelernter Metzger und Kaufmann, kein Bauer.
        @ firedragon, selbstverständlich braucht es den klassischen LW, mit welcher Vertiefungsrichtung auch immer, ist doch gar keine Frage. Ich wollte nur aufzeigen welch breites berufliche Spektrum den Agrariern zur Verfügung steht. Mir z.B. war das damals vor dem Abi nicht bekannt. Dabei lebten wir selbst als Insassen eines klösterlichen Konvikts gar nicht sooo weit hinter dem Mond. Von daher würde mich wirklich interessieren welche Aspekte Bauer Willi aufgezeigt hat.

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        • firedragon sagt

          Paulus, dann frag ihn doch einfach.
          Vielleicht schreibt er noch was dazu, ich weiß ja nicht, ob er daheim vor’m Computer sitzt oder wieder unterwegs ist.

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          • Paulus sagt

            firedragon, wenn er es für sinnvoll erachtet wird er es wohl tun. Ich hätte allerdings besser schreiben sollen „ … der völlig unberechtigt als Chemie-Willi diffamiert wurde“ oder so ähnlich. So ist das halt, wenn zu schnell was in die Tasten kloppt.

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            • firedragon sagt

              Hast Du ja jetzt geschrieben, Paulus.
              Bin gerade vom „Brainstorming“ heim gekommen. Möchte Dir gerne was erzählen, was mir eingefallen ist.
              Ist schon Jahre her, da kam der kleine Nachbarsjunge zu uns auf den Hof, Traktoren mitfahren, in der Gedreideernte der Höhepunkt des Jahres – Mähdrescher mitfahren, gleich nach der Schule.
              Der Junge ging ins Gymnasium. Da kam er einmal ganz betröppelt zu uns, ich weiß nicht mehr, um welches Thema es im Unterricht ging, jedenfalls erzählte er, er würde als Beruf Bauer werden. Der Lehrer sagte zu dem Jungen, Bauer sei kein Beruf. Damals haben wir dem Jungen alles erklärt, was Landwirt sein alles sein kann.
              Mittlerweile ist aus dem Jungen ein Mann geworden. Er hat sein Abi gemacht, eine Ausbildung zum Landwirt auf drei verschiedenen Betrieben absolviert und befindet sich derzeit im Agrargstudium.
              Was ich damit sagen möchte, es liegt viel an den Lehrern, wie und ob sie den Schülern Berufsfelder vermitteln können. Deshalb Deshalb eventuell auch die wenigen Interessenten bei „Bauer Willi“.

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    • Bauer Willi sagt

      Ich habe ganz nüchtern die verschiedenen Fachrichtungen des Agrarstudiums vorgestellt, Fachhochschule und Uni, mögliche Einsatzbereiche (Praxis, Forschung, Verwaltung, Lehre etc.) Erläutert dass ein Praktikum nicht verkehrt ist, auch gerne im Ausland. Zuletzt noch was zum möglichen Einkommen.

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  5. Astorianer sagt

    Landwirte können einfach alles. Diesen Satz finde ich nicht übertrieben. Wenn ich an meine aktive Zeit denke, als ich mir vieles aneignen musste, das einfach nicht anders ging, weil mir die Handwerker oder Reperaturen einfach zu teuer waren. Ich war Metzger, Schlachter, Maurer, Betonierer, Gipser, Pflasterer, Schweißer, habe Ferkel kastriert, Schweine gegen Vieruskrankheiten geimpft, die immer größere Flut an Büroarbeiten erledikt, die meisten Reperaturen der Traktoren und Landmaschienen selbst erledigt. Bei meinem Hofnachfolger kommen noch zwei Berufe dazu. Er hat Bäcker gelernt und ist auch noch Koch im eigenen Gastrozelt und betreibt noch die Hofmetzgerei, bei der Strauße geschlachtet und vermarktet werden. Wenn ich aber sehe, wie es für die Bauern immer schwerer wird zu überleben, weil die Kosten aus dem Ruder laufen, wärend die Erzeugerpreise stagnieren

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    • bauerhans sagt

      wie hast du das durchgehalten und wie schafft dein hofnachfolger das??
      hier gibts vereinzelt noch familienbetriebe,die noch zusammenarbeiten,aber die jetzt heranwachsenden haben grosse probleme,ihr schmartfon mal an die seite zu legen.

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    • Paulus sagt

      @ Astorianer,
      wie sagte hier vor kurzem eine junge sogen. Journalistin bäuerlicher Herkunft in einem Leitbeitrag, nachdem sie all die Fähigkeiten der Bauern aufgezählt hatte? „Ihr seid die Geilsten!“ Was soll man dazu sagen? Manche glauben tatsächlich sie könnten nahezu alles, ob sie es auch richtig können lasse ich mal dahingestellt. 🙂

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  6. Ulfrid sagt

    Hallo Willi,

    ich glaube, dass es eher eine Orientierung auf solche Arbeitsplätze gibt, die geringere und feste Arbeitszeiten haben, krisensicherer sind und dann auch noch gut bezahlt werden. Dies bedeutet auch deutlich mehr planbare Freizeit.
    Dies alles ist in der Landwirtschaft schwer zu finden.
    Wen wir uns die letzten Jahre anschauen, fällt es einem selber schwer, seine Kinder für einen solchen Beruf zu ermuntern. Wen es dann aber einmal „gepackt“ hat…

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  7. Reinhard Seevers sagt

    Ich Frage mich schon lange, warum man die Tausende von jungen Migranten nicht zur Landwirtschaft motivieren kann oder es tut. Hier sind wohl beide Seiten Lichtjahre voneinander entfernt oder?
    Würde das überhaupt schon Mal in größerem Umfang probiert?

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    • bauerhans sagt

      ich kenne betriebe,die migranten über die arge eingestellt haben.
      nach gewisser zeit sind diese besonders gut über ihre möglichkeiten informiert und es kommt wegen unzuverlässigkeiten zur trennung.
      ein fall:der familienvater aus afrika,der keine kenntnisse hatte,hätte als hiwi auf einem betrieb sehr viel verdienen müssen,um mehr als hartz4 zu haben (bekloppte deutsche wirklichkeit)

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      • Thomas Apfel sagt

        Migranten sind oft auch vor perspektivloser Kleinbäuerlicher Struktur in ihren Heimatländern geflohen und wollen alles Mögliche, aber bestimmt nicht in die Landwirtschaft.

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        • Brötchen sagt

          Die wollen Arzt werden o.ä. in den Ländern arbeiten auch nur die Frauen und so einen strengen Arbeitstag 8 h und eigenverantwortlich kennen die gar nicht.

          Ich hatte Kontakt zu einem Futterhersteller, die hatten einen Syrer. ca. 1- 2 Jahre.
          Er hat jetzt wohl gekündigt, will erstmal Deutsch lernen und dann studieren.
          Der Chef meinte, die sind nicht so stringent motiviert, das geht alles sehr gemächlich..Deutsch hätte er ja auch nebenbei lernen können….aber er macht das erstmal ganz in Ruhe und in Vollzeit und dann studiert er erstmal ganz langsam.
          Ich sage es mal unverblümt, mit richtig arbeiten haben es da die wenigsten.

          Ehrlicherweise muss man auch sagen, um überhaupt arbeiten zu können, braucht man ein Fahrzeug, um überhaupt auf Arbeit zu kommen.
          Reine ungelernte Tätigkeiten gibt es in der LW auch überhaupt nicht mehr.
          Die Jobs sind alle recht eigenverantwortlich und man muss allein motiviert arbeiten können und auch Sachkunde haben, wenn man mit Tieren umgeht.
          Sonst macht so eine AK mehr Schaden, als sie kostet.

          Probieren würden wir es, so ist es nicht.

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  8. firedragon sagt

    Guten Morgen,

    das Balkendiagramm oben bezieht sich auf ein Gymnasium.
    Gymnasien dienen dazu, Menschen auf ein Studium vorzubereiten. Die wenigsten Studenten werden später im Handwerk als Arbeiter zu finden sein.
    Deswegen ist dieses Diagramm jetzt auch nicht die Aufregung wert.

    Herr Dr Kremer-Schillings,

    die heutige Realschule bietet ihren Schülern sehr viele Praktikazeiten an.
    Die LW muss sich stark in diesem Schulzweig präsentieren.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Die gleiche Umfrage in Hauptschulen würde ein noch anderes Bild ergeben. Berufswünsche: Influencer, Blogger, Model, Fussballstar, Nageldesignerin, …..

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      • firedragon sagt

        Stöhn… Herr Seevers,

        in meinen Augen sind das keine Berufe und dennoch kann man dort ein tolles „Einkommen“ erzielen, wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.

        Ich sehe schwarz für eine Gesellschaft, die sich in Ihren vier genannten Berufsgruppen und der Verwaltung wiederfindet.

        Wer ist dann noch da, um das echte Leben am Leben zu erhalten oder zu garantieren?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Gute Frage…..hier in der Geschäftsstr. stehen alle traditionellen Läden leer. Es sind aber 3 Dönerläden auf 50m eingerichtet, 3 Nagelstudios, ein Tattoo- Studio, 2 E- Zigaretten- Läden usw…..
          Es gibt kein Hotel mehr, keine vernünftige Gaststätte, …..
          Der Wandel ist erschreckend, aber wohl nicht aufzuhalten. Entsprechend ist eben auch der Lehrstellenmarkt.

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          • firedragon sagt

            Herr Seevers,
            ich habe mich ja schon immer gefragt, warum alle Hochkulturen verschwunden sind… vielleicht erleben wir es ja gerade live.

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          • Stadtmensch sagt

            „Es sind aber 3 Dönerläden auf 50m eingerichtet, 3 Nagelstudios, ein Tattoo- Studio, 2 E- Zigaretten- Läden usw“

            Jepp!

            „Spielhöllen“ (Geldwäsche) nicht vergessen.

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    • Ulfrid sagt

      Hallo firedragon ,

      die Anforderungen in allen Berufsgruppen sind deutlich gestiegen. gute Noten z.B. in Mathe, Physik und Chemie sind da von Vorteil. Das grenzt auf den Realschulen die Auswahl schon ein.
      Zusätzlich sind in den handwerklichen Berufen, hier schließe ich die Landwirtschaft mit ein, körperliche Arbeit, bei geringerer Entlohnung das Tagesgeschäft.
      Ich denke mal, dass sich Schüler der Realschulen,oder ihre Eltern, mit solch besseren Noten etwas Anderes für die Zukunft vorstellen, als tagtäglich, auch an Sonn- und Feiertagen zu arbeiten, z.B. wenn andere in den Urlaub fahren.
      Es werden in den Schulen immer Umfragen zu Zukunftsplänen der Kinder gemacht.
      Die Antworten sind teilweise erschreckend, oder unreal.
      Hier spielt auch die derzeitige gesellschaftliche Kampagne gegen die Landwirschaft eine tragende Rolle.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Wenn täglich die Botschaft verbreitet wird, dass man Zeit seines Lebens lernen und sich fortbilden soll, wenn alles stets in Frage steht und die Politik, als auch die Gesellschaft kein wirkliches Ziel hat, dann muss man sich nicht wundern, dass herauskommt, was herauskommt.

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      • firedragon sagt

        Guten Morgen Ulfrid,

        schätze mal, dann liegt es am Bildungswesen, dass den jungen Menschen die Realität abhanden gekommen ist – wobei der Realitätsverlust bei zu vielen Eltern zu finden ist.
        Da werden Ansprüche an Kinder gestellt, die sie nicht erfüllen können. Zu viele Eltern können nicht (ein)sehen, dass ihr Kind im Handwerk besser aufgehoben ist und dort entspannter „zuhause“ sein könnte.

        Um so wichtig ist es, verschiedene handwerkliche Berufe (LW ebenso) verstärkt an/in die Realschule zu bringen.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Das sehe ich genauso. Leider ist medial nur noch die IT- Branche als Zukunftsweisend unterwegs. Das geht völlig in die Hose.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Es sind die Eltern, Eltern die 2 x in der Hauptschule nicht versetzt wurden und meinen der Filius hat die Gene eines Einstein.

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          • Obstbäuerin sagt

            Bei uns gibt es ein Internat, das nennt sich »Einsteinchen«, Ehemaliger. Der Namensgeber war wohl nicht bei Sinnen, sonst hätte er die Kinder nicht mit solch einem Anspruch unter Druck gesetzt.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Bei uns in BW hat mal eine grüne Kultusministerin die Grundschulempfehlung abgeschafft. Seither meinen die meisten, ihre Kinder sind zu was höherem geboren.
              Wenn man Kinder in eine Schule schickt, die nicht den geistigen Fähigkeiten der Kinder entspricht, tut man den Kindern nicht gutes, wenn sie nicht mithalten können.

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        • firedragon sagt

          Dreijährige Ausbildung (Möglichkeit: jedes Jahr auf einem anderen Betrieb, sehr sinnvoll), dann ist man Geselle.
          Dann kann man weiter machen (sehr zu empfehlen) Fachschule weiter zum Techniker oder Fachschule zum Meister. (Dauer : jeweils nochmal zwei Jahre.)
          Es gibt einige, die haben vor dem Landwirt noch eine Berufsausbildung (meist in Richtung Schlosser und ähnliches) abgeschlossen.
          Bin mir nicht sicher, ob nach dem Meister evtl noch ein Studium möglich ist.

          Wer den aktuellen Stand der Ausbildung und Zeit wissen möchte, sollte sich beim BIZ informieren.

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          • Lieschen Müller sagt

            In der DDR haben das viele studiert. Ist das jetzt nicht mehr so? Die Möglichkeit der Fachschulen nach dem 10.-Klasse Abschluss gab es auch. „Agrarökonom“ und solche eher wirtschaftlich angehauchten Studienbezeichnungen gab es auch.
            Und hat Bauerwilli nicht sogar einen Doktortitel?

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            • Reinhard Seevers sagt

              Hat es den Ausbildungsberuf „Landwirt“ in der DDR überhaupt gegeben? Es gab ja keine freien Bauern mehr….insofern brauchte man doch auch keine Ausbildung. Für die Leitungspositionen wurde man dann eben akademisiert…..

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              • Stadtmensch sagt

                Meine Schwiegermutter (Bauerntochter) hatte in der DDR Agraringenieur studiert und dann einen Schweinemastbetrieb geführt. Das war ein Krampf, Oppa zu überzeugen, dass Töchterchen auch studieren darf. Das Personal im Betrieb war „unterste Schublade“. Ex-Knackies, Trinker, Faulpelze usw…

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                • Brötchen sagt

                  Es durfte keiner einfach zu hause bleiben.
                  Es gab eine stillschweigend „Arbeitspflicht“.
                  Wir hatten einen in der Anlage, wenn der den Bus verpasst hatte, dann ist der 10 km zur Arbeit gelaufen.
                  Der hat nur den ganzen Tag gefegt o.ä.
                  Aber er war eingebunden und hatte eine Aufgabe.
                  Die fallen heute alle durch den Rost und enden unter der Brücke oder im Suff.
                  Bei meinem Leitungspraktikum hatte ich eine Brigade, das waren ca. 10 Mann. 8 FRauen und 2 Männer.
                  Es konnte passieren, das alle 8 Frauen krank waren, weil die hatten ja jung Kinder gehabt. Dann musste die Arbeit auch mit 2 mann geschafft werden.
                  Druck aufzubauen, war da extrem schwierig.

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                • Der Brandenburgbauer sagt

                  @ Stadtmensch, dasss ist aber nun wirklich unterste Schublade, die sie für ihren Kommentar hier
                  bedienen. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

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                • bauerhans sagt

                  ich hatte 1990 einen schweinebetrieb nähe seelow besucht und war erstaunt,die tierärztin war sofort abgehauen,als sie hörte,da kommen westbauern vorbei.
                  die lüftung im stall lief verkehrt rum,die tiere froren,aber es wurde ein grosses regenauffangbecken gebaut.

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                • Stadtmensch sagt

                  „Aber er war eingebunden und hatte eine Aufgabe.
                  Die fallen heute alle durch den Rost und enden unter der Brücke oder im Suff.“

                  So ist es. War nicht alles schlecht in der Zone. Der Bruder eines Kollegen war Chemiker (studiert). Hatte in der DDR sein Pöstchen im Betrieb. Nach Abwicklung des Betriebes ist er nie wieder auf die Beine gekommen. Heute ist er völlig hinüber. Wer da achselzuckend auf „Leistungsgesellschaft“ verweist hat nicht begriffen, wie Menschen „funktionieren“. Vielleicht sind deshalb viele (vor allem Ältere) so frustriert hier.

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                • Brötchen sagt

                  Reinhard, damals ging auch viel mit Zwang!
                  Solchen Zwang kannst Du heute nicht mehr ausüben.
                  Klar das war an sich nicht schlecht.
                  Die haben zur Wende auch zuerst gekräht, das alles Mist ist und die waren zuerst arbeitslos.
                  Davon leben heute noch die wenigsten, meist todgesoffen.
                  Die Gesellschaft war für den der Durchschnittsbedürfnisse hatte gut, aber wehe du wolltest was anderes, das ging nicht.

                  Heute hast du die totale Freiheit. Alles kann man nicht haben.

                  Finde es heute besser.

                  Meine Frau arbeitet mit solchen Spezialfällen in der Berufsausbildung, der Staat buttert da eine Menge Geld rein!
                  Frag nicht, was da rauskommt.

                  0
                • Brötchen sagt

                  Brandenburgbauer das war aber in etwa so wie Stadtmensch das aus zweiter Hand hat.
                  Vielleicht nicht ganz so extrem, vor allem in den Staatsgüter (VEG).
                  In den LPGs waren meist die Leute besser.
                  Da waren ja die ehemaligen Bauern bei usw.

                  Die Jobs die besonders „dreckig“ waren oder unbeliebt, das war das obige Klientel teilweise beschäftig. meist war aber ein guter dabei, der die Fahne hochhalten musste.

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                • Christian Bothe sagt

                  @Seevers,Stadtmensch,ziemlicher Unsinn meine Herren!!!In der DDR gab es die Ausbildung zum Agrotechniker- oder Zootechniker Mechanisator mit und ohne Abitur(3 Jahre).Fachschule oder Hochschule waren möglich bei entsprechenden Leistungen. Ich selbst habe Rinderzüchter(FA)gelernt neben EOS Schulausbildung (10.-12.Klasse! Danach ein Direktstudium an der Humboldt-Uni Berlin zum Hochschulagraringenieur und Diplomagraringenieur! Nach Praktikum in einem LVG Einsatz in der Praxis als Produktionleiter und Direktor eines VEG (parteilos und 23 Jahre alt). So funktionierte es, wenn man sich für die LW interessiert und entsprechend engagierte! Man hatte das auch in der DDR selbst in der Hand.Kaum zu glauben, was Stadtmensch? Th.Apfel hat ja die Ausbildungsmöglichkeiten auch erläutert und so praxisbezogen sollte man es heute auch tun.
                  Keine „freie Bauern“in der DDR ist auch so ein Schlagwort.Die Mitarbeiter lebten in den LPGs und VEGs nicht schlecht, was zum Bsp.geregelte Arbeitszeiten betraf…

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                • Meine Freundin bei Bitterfeld hat als Agraringenieurin einen 2000 Sauenstall betreut.

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              • Brötchen sagt

                Es gab den Facharbeiter jeweils für die Spezialrichtung…
                meinetwegen für Rinderzucht, Schweinezucht, Pflanzenproduktion usw.

                Dann gab es Berufsausbildung mit Abitur, dann hatte man den Facharbeiter und konnte studieren. Dafür gab es Schulen mit Internat.
                Studium heiß, Agraringenieur für Tierproduktion oder Pflanzenproduktion.

                Normalerweise haben die Mädels ein Jahr Vorpraktikum in einem Betrieb gemacht. Die Jungs gingen standardmäßig 1,5 Jahre oder 3 Jahre zum Wehrdienst.
                Ich habe 1,5 Jahre Wehrdienst gemacht und dann noch ein Jahr Vorpraktikum, da bin ich alle Abteilungen durchlaufen.
                Während das Studiums hatten wir jedes Jahr ein Praktikum 2 Wochen glaube ich waren das, immer als Gruppe in einem Betrieb.
                Dann gab es noch ein Leitungspraktikum 0,5 Jahre in einem Betrieb.

                Heute haben die Praktikum nur einmal und ganz kurz.

                Wer sich nicht kümmert hat null praktische Erfahrung, von Leitungsgepflogenheiten reden wir nicht, da sind die total grün hinter den Ohren.

                Während des Studiums gab es nochmal einen Kurzdienst als Reservearmist, die Mädels mussten das auch machen, nannte sich Zivildienst o.ä. Glaube das waren ein paar Wochen.

                Ich habe den Berufsabschluss im Vorpraktikum gemacht, das war ein Tag Unterricht glaube ich in der Woche. Lief in einer sogenannten KLS , Kreislandwirtschaftsschule. Die hatte feste Lehrkräfte mit der entsprechenden Ausbildung, hatten aber auch Praktiker eingebunden, die Unterricht machten.
                Davon sind nur Bruchteile übriggeblieben.
                Meister konnte man auch machen, bzw. es gab extra Leute im Betrieb, die hatten eine Ausbildungsberechtigung.
                Der Facharbeiter war in einer Schule mit Unterbringung.
                Dann hab es noch die Fachschulen, da konnte man auch einen Abschluss machen, das war eine Stufe niedriger als die Hochschule. Da ging es auch berufsbegleitend.

                Die Facharbeiterausbildung wird ja heute sehr gelobt, ist auch für Jugendliche, die entsprechende Fähigkeiten und eine Vorbildung vom elterlichen Betrieb haben gut.
                Für Problemfälle ist das totaler Mist, wenn es nicht jemand im Betrieb gibt, der auf dem Spezialfall die Hand drauf hat.
                Leute die dafür Zeit haben, gibt es eigentlich nicht mehr.

                Die Jugendlichen, die sich für einen lw. Beruf entscheiden sind meist Spezialfälle, entweder lernschwach, schlechtes Elternhaus, irgendwie abgerutscht usw…

                Fazit.

                Zu Ostzeiten gab es vielfältige Möglichkeiten irgendwie einen Abschluss zu machen.
                Es wurde eher zuviel beschult, als zu wenig.

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              • Der Brandenburgbauer sagt

                Moin Herr Seevers, “ Für die Leitungspositionen wurde man dann ebend akademisiert…“. Wo haben sie denn diesen Schwachsinn her?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ruhig Brauner! Hab ich das Fragezeichen vergessen? Wenn ich auch gleich immer so angepi..t wäre……..Mann, Mann….

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              • Thomas Apfel sagt

                Die Ausbildungsberufe hießen Agrartechniker, Zootechniker, Facharbeiter im Obstbau, Gemüsebau oder Zierpflanzenbau. Es waren relativ gute Ausbildungen, i.d.R. 2 Jahre Ausbildung nach der 10. Klasse Polytechnische Oberschule. Es gab für fast jeden Ausbildungsberuf auch die Möglichkeit über 3 Jahre mit Abiturabschluß die Hochschulreife zu erlangen. Das war insofern sinnvoll, als zum direkten Abitur an den Erweiterten 12 Klassigen Oberschulen ab der 10. Klasse nur 12-14 % der
                Schüler überhaupt zugelassen wurden. Das hat höhere Anforderungen zugelassen und auch für ein relativ „wertiges“ Abitur gesorgt. Ansonsten gab es für Leute mit Facharbeiterabschluß die Möglichkeit in den Fachschulen (heute Fachhochschulen) zu studieren. Die Ausbildung war oft qualitativ besser als die an den Universitäten. Mit Fachschulabschluss konntest du Bereichsleiter im Großbetrieb werden, wenn Du Betriebsleiter werden wolltest, sollte möglichst noch ein Universitätsstudium angehängt werden (4 Jahre Fernstudium). Ich hatte 1989 als Bereichsleiter 150 Arbeitskräfte in der Abteilung.

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                • Thomas Apfel sagt

                  Oh, jetzt waren wohl alle „Ossi´s“ im Blog gleichzeitig angepi… !

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                • Brötchen sagt

                  Bin nicht angepisst, woher soll er das wissen.

                  Meine Erfahrung heute ist die, die normalen Bauern im Westen haben wenig tiefes theoretisches Wissen. Viel anwendungsbereites vorgekautes Wissen, aber kaum Grundlagenwissen.
                  Deswegen sind die teilweise so „beratergläubig“.
                  Ist an sich nicht schlecht, man muss auch mehr gucken, das der Betrieb wirtschaftl. läuft.

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                • bauerhans sagt

                  der vorsitzende aus seelow ist heute wirtschaftlich ganz unten angekommen,der meint:
                  der sozialismus hätte wohl noch einige hundert jahre der entwicklung gebraucht!

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                • Der Brandenburgbauer sagt

                  Moin, Thomas und Brötchen haben die damalige Ausbildung was Landwirt betrifft ja gut verständlich dargestellt. Nur zur Ergänzung. Leitungsfachleute für die oberste Leitungsebene wie Betriebs und Produktionsleiter, oder auch Hauptökonomen und zum Teil auch Hauptbuchhalter wurden für die gesamte DDR an der Hochschule für LPG in Meißen auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Hier ging es neben dem fachlichem auch um hohes ökonomisches Wissen was da vermittelt wurde.
                  Das ging im Direkt aber auch im Fernstudium.
                  Die meisten die hier studiert haben hatten schon vorher jahrelange praktische Erfahrungen auf dem Gebiet der Landwirtschaft.

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          • Aber studieren kann man es auch, wenn man Agraringenieur werden will. Dann kann man sogar forschen und auch Pflanzenschutzmittel entwickeln für den integrierten Pflanzenschutz ntwickeln.

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        • Meine Freundin bei Bitterfeld hat als Agraringenieurin einen 2000 Sauenstall betreut. Studieren kann man es auch, schau Bauer Willi.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Mit dem Abitur ist man nicht automatisch ein erfolgreicher Landwirt, andererseits ist eine gute Bildung außerhalb landwirtschaftlicher Themen von Vorteil.

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        • Warum?
          Oder nur für die Person selbst?

          Aber ist für das Soziale und die Ökologie auch von Vorteil?

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        • Ja für Europa stimmt das ja auch,

          Hier hat sich die Haut evolutionär hell evtwickelt, damit sie mehr von den wenigen (gegenüber Afrika) Sonnenstrahlen auffangen kann, um z.B. auch das essientielle Vit. A und D zu entwickeln.

          Also sind die Weißen eine Randgruppe, oder?

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          • Das sollte an eine andere Stelle,
            Es ist eine Antwort auf die Theorie, dass weisse Menschen evolutionär weiter sind als Schwarze.

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        • Ein erfolgreicher Bauer musste schon immer für seinen Betrieb ein
          guter

          Biologe
          Züchter
          Kaufmann

          sein,
          neben Ackerbauer, tierlieber Tierhalter, Melker und Mister

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  9. T. Schmidt sagt

    Leider nur kein Geld verdienen mit ihrer Arbeit….
    Die NGO‘ s sollten mal einen Mindestlohn für Landwirte von 5,55€ einfordern, die Stunden bringen ja das Geld bei einer 7 Tage Woche…😉🚜

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    • NGOs sollten mal mehr Agraringenieure in ihren Reihen aufnehmen, andere Wissenschaftler auch…

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  10. Thomas Apfel sagt

    Landwirtschaftliche Fachkräfte sind kaum noch zu bekommen. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass das Lehrlingsentgeld nicht attraktiv ist und die späteren Verdienstmöglichkeiten ebenso. Nicht umsonst sind in den Berufsschulklassen Gärtnerischer Ausrichtung in den alten Bundesländern zu 90 % mit Bauernkindern besetzt, die meist die Hofnachfolge anstreben. Das Arbeiten als Angestellter ist bei den landwirtschaftlichen Tarifen kaum attraktiv. Die Fachhochschule Erfurt hat im Moment keinen Studiengang im Produktionsgartenbau besetzt (Obstbau; Gemüsebau, Zierpflanzenbau), wohl aber alle Plätze im GALA Bau. Diese Ausbildungsplätze werden auch dem Landwirtschaftlichen Umfeld zugeordnet. Die haben aber mehr mit Arbeit und Aufträgen im öffentlichen Bereich zu tun und sind sehr viel besser bezahlt.
    Bei uns ist die überbetriebliche Gärtnerische Berufsausbildung Berufsständisch organisiert. Das heißt, wir als Gartenbauverband sind mit Träger der LVGA (Lehr und Versuchsanstalt für Gartenbau und Arboristik). Die meisten Auszubildenden sind aber auch hier dem GALA Bau zuzuordnen.
    Die Fachkräfte in den großen Landwirtschaftsbetrieben hier an der Grenze sind inzwischen zu großen in Polen beheimatet.

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    • bauerhans sagt

      die guten kräfte aus PL gehen hier jetzt in den ruhestand,jüngere sind nicht in sicht,weil PL boomt.

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      • Thomas Apfel sagt

        Für gute Fachkräfte aus Polen musst du hier inzwischen den gleichen Lohn wie für Einheimische Arbeitskräfte ansetzen, dann findest du dort schon noch gute Leute.

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          • Brötchen sagt

            Ja kann sein.

            15 € ist auch in etwa der Lohn in der Lw. in Skandinavien für Angestellte.

            Ich hatte im DLF gehört ein Arzt in Polen bekommt 1600 € Brutto, bei mehr Stunden, als in D.
            Deshalb verbessern die sich schon, wenn sie nach D. kommen.

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