Bauer Willi
Kommentare 162

Es soll keiner sagen „wir haben es nicht gewusst“

Die Sättigung des Biomilch-Marktes hat nun auch die Schweiz erreicht. Betriebe, die auf Bio umgestellt haben, können ihre Milch nur noch im konventionellen Markt verkaufen. Mit katastrophalen finanziellen Folgen. Jetzt wird die Verantwortung hin- und hergeschoben. Der wirkliche Grund: der Markt ist – auf niedrigem Niveau – gesättigt, die Prognosen, der Markt würde sich weiter positiv entwickeln, sind nicht eingetroffen. Den betroffenen Betrieben hilft das nicht, sie müssen mit dem Fiasko jetzt selbst klar kommen.

https://www.schweizerbauer.ch/politik–wirtschaft/kampf-um-milchpreis/umfrage-biomilchmarkt-wie-weiter-55188.html

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162 Kommentare

  1. Dieter sagt

    Bio – Was sonst? Eine wissenschaftliche Untersuchung macht Schlagzeilen. Es geht um Bio. Danach haben Wissenschaftler herausgekriegt, dass Bionahrung keineswegs gesünder ist als konventionell erzeugte Lebensmittel. Dieses Resultat überraschte viele, die Bio-Produkte deshalb gekauft haben, weil sie sich durch eine Möhrendiät einen Schutz gegen Krebs erhofft hatten: der Bauer als Apotheker. Aber: wenn sie zur Gartenmöhre täglich einen Löffel Magnesium-Pulver gegen das Altwerden einnehmen, nutzt es nichts. Wen wunder‘s. Der vernünftige Konsument hat Bio nur aus zwei Gründen gekauft. Einmal weil er hoffte, Bio-Produkte würden besser schmecken als konventionell hergestellte. Also bleibt der zweite Grund Bio zu kaufen. Dabei geht es um den Schutz der Erde (im Sinne von Acker), sowie darum, den Tieren, die für unseren Verzehr bestimmt sind, ein schmerzfreies und artgerechtes Leben zu ermöglichen. Dieses Motiv hat neuerdings eine immer größere Bedeutung gewonnen, so dass die ethisch moralische Seite der Bio-Bewegung die therapeutische beim Kaufentschluss längst übertrifft. Wer sich um das Wohlergehen der Tiere Gedanken macht und gleichzeitig wegen des Zustands unsere Natur besorgt ist, wird nach wie vor Bio-Produkte kaufen.

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    • Ich dachte man bevorzugt bio, weil es gesünder ist,
      2. Erst weil es besser schmeckt und
      3. Wegen der positiven Umweltbeeinflussung.
      Übrigens bei mir sind in der Reihenfolge 2. u. 3. vertrauscht.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      In erster Linie wird BIO gekauft, weil die sich einbilden, von konventionellen Lebensmittel vergiftet zu werden.

      Eine Tasse Kaffee hat mehr Schadstoffe, als durch konv. Lebensmittel in einem Jahr eingenommen werden.

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      • Ein Privatier sagt

        Schade, bei Tichy gibt’s momentan einen kritischen Artikel über Bionade. Den hätte ich Ihnen jetzt gerne verlinkt.

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  2. Dieter sagt

    Herr Christian Bothe, zu F. Merz: „ für mich der fähigste Politiker der BRD und potentielle BK!“
    Hier eine kurze Zusammenfassung der Merzschen Verdienste für Volk und Vaterland: 1997 stimmte er im Bundestag gegen die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe. 2004 forderte er eine vollständige Abschaffung des Kündigungsschutzes. Im Jahr 2006 legte Merz als damaliger Bundestagsabgeordneter, der gleichzeitig in acht Aufsichts.-, Verwaltungs- und Beiräten mehrerer Unternehmen saß, Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen die Offenlegung von Nebeneinkünften ein. Und 2010 war er Erstunterzeichner einer von den vier großen Energiekonzernen initiierten Kampagne gegen den Atom- und Kohleausstieg. Kurz um : Merz ist kein Heilsbringer für die CDU, sondern ihr Totengräber.

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    • bauerhans sagt

      Merz traue ich zu,dass er in der CDU etwas zur entscheidung bringt,den anderen mir bekannten dieser partei nicht!

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    • Thomas Apfel sagt

      Merz interessiert sich nicht für Deutschland, für Europa sondern für die Interessen der Vermögenden und Geldanleger. Ich weiß nicht, was einen dazu veranlassen sollte zu erwarten, dass da für die „heimische“ Wirtschaft/Landwirtschaft etwas Positiveres rauskommt als jetzt. Hedgefonds bringen gesunde Betriebe im Interesse der Anleger eher in Schieflagen als dass sie deren Entwicklung befördern. Langfristig gesehen kann deren Vorgehensweise eine Volkswirtschaft und die Weltwirtschaft/Realwirtschaft eher gegen die Wand fahren als irgendeins der gegenwärtigen Probleme zu lösen.
      Die wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen werden sich verändern: mehr Freiheit für die „Börsenblase“ und ihre Follower und Verschärfung der Repressionsmöglichkeiten des Staates gegen den benachteiligten Teil der Gesellschaft von dem jetzt noch gar nicht abzusehen ist, wer in 10 Jahren alles dazu gehören wird.
      Alle Bullshit Jobs werden bleiben, die Riege der Landwirtschaftsfeinde wird bleiben, einfach, weil auch Merz dieses Thema einfach nicht interessiert. Also aus meiner Sicht ist Merz das Letzte was wir brauchen.

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      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin, mein Bauchgefühl sagt mir, dass es keiner von den 3 bisher genannten Kanditaten sein wird.
        Diese Land gleicht zur Zeit einem Irrenhaus, wie es Willi neulich in einem Blocg zur Diskussion gestellt hat. Uns erwarten weitere Turbulenzen ,möglich ist jetzt alles.

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      • bauerhans sagt

        ich hab jetzt 22 jahre börsenerfahrung,im schnitt positiv.
        dass gerade deutsche nix von börse halten,weiss ich.
        dass hegdefonds die wirtschaft vor die wand fahren,glaube ich nicht,die versuchen einzelteile von unternehmen zu bewerten,weil diese in summe mehr wert sind als das unternehmen an sich.
        börse wird weiter reglementiert werden,Scholz hat ab 2020 die verlustverrechnung drastisch reduziert.
        dass Merz sich nicht für landwirtschaft interessiert,sehe ich auch,meine aber,dass er entscheidungsfreudiger ist.
        der staat muss eingreifen,es geht nicht an,dass jemand nicht arbeitet,weil er mit Hartz4 mehr in der tasche hat.
        wer nicht ausgebildet ist,kann nur bullshitjobs annehmen oder Hartz4.
        ich hoffe,Merz setzt sich durch.

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  3. Reinhard Seevers sagt

    ZUR INFO FÜR ALLE INTERESSIERTE

    Die KTBL-Tage 2020 stehen vor der Tür, in diesem Jahr am 19. und 20. März in Hamburg.

    „Muss denn alles Öko sein?“

    Die Tagung hebt das hervor, was die ökologische und konventionelle Landwirtschaft miteinander verbindet und verweist auf den jeweiligen Entwicklungsbedarf. Unsere Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für eine insgesamt ressourcenschonendere Landwirtschaft interessieren. Ich lade Sie ein, mit uns über das Thema faktenbasiert, offen, konstruktiv und zukunftsorientiert zu diskutieren.
    Eine Vielzahl hochkarätiger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler adressieren dieses Themenfeld mit unterschiedlichen Schwerpunkten und geben einen breiten Einblick in Lösungskonzepte. Der Marktplatz zeigt praxisreife Ideen für die Agrarsysteme der Zukunft.
    Weitere Infos und die Möglichkeit sich anzumelden finden Sie auf Webseite der Tagung:
    https://www.ktbl.de/ktbl-tage/

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  4. Thomas Apfel sagt

    Gestern Abend beim RBB: Hut ab vor Johanna Mandelkow und LsV. Das war super organisiert. Da war das Verhältnis von anwesenden Bauern aus beiden Sparten, Bio und konventionell mal richtig gewichtet. Sowohl Frau Mandelkow, als auch die befragten anwesenden Bauern waren gut vorbereitet und hatten die richtigen Statements parat.
    Ich denke aber in dieser Form wird sich der RBB mit dem Thema nicht nochmal befassen, da werden andere Formate gewählt werden, bei denen die hier ziemlich nervös und bedröppelt aussehende Seite der Grünen und Hardcore-Ökos wieder die gewollte Übermacht haben.

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    • Brötchen sagt

      Danke für die Einschätzung, muss ich mir noch ansehen.

      Gestern in Panorama wurde die „Lobby“ Arbeit der LW kritisiert.
      Bsp. war die IMA….(vielleicht etwas überholt und altbacken was die machen)
      Ich habe das nur kurz heute morgen mitbekommen.

      Ein Lehrer meinte die Schule ist angehalten, nur neutrale Inhalte zu vemitteln.
      Will IMA Unterlagen nicht.
      Der hat sicher noch nie in ein Lehrbuch gesehen.

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      • bauerhans sagt

        das mit dem kinderbuch über die „güllekobolde“ und die bedrohung des buchhändlers hat mich gewundert,weil man gar nix darüber gehört oder gelesen hatte.

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    • Brötchen sagt

      Nachtrag….

      ich denke schon, das solche Themen wieder mehr Schwergewicht bekommen.
      In der Woche kam auch eine Sendung Fakt zu Thüringen im MDR und die war schon sehr kritisch und nicht nur einseitig.
      Vom Gespür her würde ich sagen, die Redakteure bekommen schon mit, das ihre Berichterstattung und Sendeformate zu einseitig waren und sie sich damit selbst den Ast absägen. Total um 180° wird es da keine Änderungen geben, da sind die zu lange zu eingefahren und auch zu wenig selbstkritisch.

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin,Thomas deine Einschätzung kann ich nur teilen. Nicht unerwähnt sollte auch das Moderatorenteam bleiben, dass war gut vorbereitet und hatte auch seinen Anteil an der gelungenen Sendung. Sehr überzeugend fand ich den“ Ökocowboy“. Das war Tatsache pur.

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    • bauerhans sagt

      beim wdr sind solche sendungen aggressiver,die moderatoren verfolgen da immer die rot-grüne richtung.

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      • Obstbäuerin sagt

        Es war zwar nicht ganz so vordergründig aber die Sympatien der Moderatoren lagen eindeutig nicht bei den konventionellen Bauern. Vor allem der Imker mit dem verunreinigten Honig hat viel zu viel Zeit bekommen und da musste die Moderatorin schon mal nachhelfen, weil er so ein bisschen verruschelt war. Ganz wichtig waren die Antworten von Frau Connemann, die noch mal darauf hingewiesen hat, dass alle Lebensmittel in Deutschland hohen Standards unterliegen, selbst die billigen in der Halle. Den Unterschied zwischen Erzeugerpreis und Verbraucherpreis durfte der Handelsmann leider nicht erklären. Das wäre mal interessant gewesen, das aus seiner Sicht zu hören. Ansonsten gute Statements von allen Bauern und vor allem von Johanna Mandelkow. Da geb ich schon mal drei Äpfel. 🍏🍏🍏

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        • Gibt es einen link, wo man sich das nochmal anschauen kann. Wenn Bauern gute Statements abgeben bin ich immer interessiert (weil dies meiner stets kritischen Betrachtung zufolge höchst selten der Fall ist).

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        • Der Brandenburgbauer sagt

          Moin Obstbäuerin, aus meiner Sicht hat sich die Sendung, vom sonstigen Klischee, wenn es um unsere Probleme geht deutlich abgehoben.
          Bei der Bewertung, die ja immer subjektiv durch den einzelnen erfolgt,
          kommt es auch darauf an was man persönlich erwartet hat.
          Die Imkergeschichte war zu umfassend da gebe ich dir Recht.
          Zumal dieser Beitrag schon vorher vom RBB, überdurchschnittlich
          ausgereizt wurde.
          Wir sollten uns aber davor hüten immer wieder“ das geht uns nicht weit genug“ als vordergründig in den Raum zustellen.

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    • Brötchen sagt

      Ich hatte gerade rein gesehen. Wenn es etwas in Tiefe ging, hat man schon die Gräben gesehen. Das hat alles nur an der Oberfläche gekratzt.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Sehe ich genauso…..alles wie immer. Keiner hat eine Lösung, weil die Komplexität weder kommuniziert wird, noch erkannt wird. Es ist das System der globalen Wirtschafts- und Finanzmärkte in Verbindung mit unseren marktwirtschaftlichen und demokratischen Regeln, die das ganze am Laufen halten. Da kann man noch so viele Diskussionen anstoßen, es wird sich nichts ändern.
        Löst doch mal die Landwirtschaft raus aus dem globalen Kontext und schubs wird man merken, dass wir ein Wohlstandsproblem haben, weil unsere Exportnation nichts mehr verkauft….

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        • Thomas Apfel sagt

          Sehe ich nicht ganz so,: Die Grüne Landwirtschaftsriege ist mit ihrem Anspruch Bio beliebig gegen den Markt erweitern zu können hart auf dem Boden der Tatsachen am Markt aufgeschlagen. Wie auch im Beitrag aus der Schweiz bezüglich Milch ist heute bei Top-Agrar nachzulesen, wo der Bio-Lebensmittelabsatz tatsächlich wächst: Im LEH mit seiner 85 %-igen Marktmacht, nicht aber in den Bio-Läden und Bio Ketten. Das ist aber der Marktsektor, der die Öko-Landwirtschaft schon jetzt gewaltig unter Druck setzt.
          Die immer wieder kolportierte Idee (auch Gestern von A. Vogel), das öffentliche Catering zu 50 – 100 % Bio zu verpflichten wird eben sowenig fruchten. Erstens kaufen gerade die Caterer so billig wie möglich ein, schon um die in Ausschreibungen geforderten Maximalkosten je Portion einhalten zu können und zweitens können sich keinesfalls alle Eltern noch höhere Beiträge zur Schul- und Kindergartenverpflegung leisten.
          Eine Bundestags- und 15 Landtagskantinen können keine Bio-Landwirtschaft sichern, zudem die damit verbundene Diskriminierung der Konventionellen Wirtschaftsweise so politisch auch nicht hatlbar sein dürfte.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Auszug aus dem Protokoll der Solawi- Koordinierungsgruppe Berlin Brandenburg aus 2019:
            …“1. Ernährungsrat und House of Food
            F berichtet von den Aktivitäten des Ernährungsrats.
            Es passiert viel in Sachen Ernährungsstrategie für Berlin mit
            Auswirkungen auch auf auf Solawi-Strukturen. Der Senat habe da aber
            den Weg der Transparenz verlassen und aktuell ist unklar wie der
            Prozess fortgeführt wird. Hauptprojekt ist da das House of Food. In
            Kopenhagen funktioniert das schon gut, v.a. die Umstellung der
            kommunalen Kantinen auf weitgehend Bio (in 10 Jahren wurde ein Anteil
            von über 90% bio erreicht). Die Ausschreibung des Senats für ein House
            of Food läuft auf einen privaten Träger mit einer projektbasierten
            Finanzierung hinaus. Viele lokale Akteure und die Grundidee einer
            regionalen, gemeinwohlorientierten Institution hätten so das Nachsehen.
            Ein dezentrales, kleinteiliges und regionales House of Food braucht
            Solawis! „Jetzt müssen wir den Fuß in die Tür bekommen.“ Der
            Ernährungsrat Berlin möchte zusammen mit einem breiten
            Unterstützerbündnis eine Interessenbekundung Mitte dieser Woche (27.3.)abgeben. …“

            Da sieht man doch wer wo alles Fäden zieht um etwas zu ereichen….

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      • bauerhans sagt

        der biobauer aus dem oderbruch mit seiner kritik an der radiowerbung für kartoffeln
        „10kg für 1,99“ war lustig als mitteilung,aber drückte doch eigentlich seine hilflosigkeit aus.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Da bin ich ganz bei dir Hans….der Vergleich von Kartoffeln und Porsche ist echt geil….:-)
          Wer es in unserem System schafft, seine Kartoffeln in den Stand einens Luxussegmentes zu heben, der ist Marketingsuperheld!
          Warum sollte der LEH seine Produkte teurer anbieten, als er muss?
          Warum sollte der Verbraucher seine Lebensmittel teurer bezahlen, als er muss?
          Warum sollte der Landwirt mehr Geld für den Schlepper ausgeben, als er muss?
          Unser System basiert nuneinmal darauf, dass der Günstigste das Geschäft macht. Oder das Produkt suggeriert dem Kunden einen so hohen individuellen Mehrwert, dass er auch ein Vielfaches bereit ist, zu zahlen.
          Nun versucht man ideologisch einem Massenprodukt einen Mehrwert aufzudrücken, den die Masse der Verbraucher komischerweise auch nach Jahren nicht zu erkennen willig ist……shit happend

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          • Thomas Apfel sagt

            Wenn das mit der Technik so wäre, dass der Bauer nicht mehr ausgibt als er muss, wäre Fendt nicht Marktführer bei „echten“ Traktoren (wie Fendt die Verkaufsstatistik zu bewerten pflegt),

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            • Reinhard Seevers sagt

              Dann gibt es eben Kunden, die den Mehrwert in der Maschine erkennen und dies bereit sind zu zahlen, ganz viele andere aber eben nicht….ich sehe jetzt keinen Widerspruch.

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            • Der „Fendt“ ist Arbeitsgerät plus Statussymbol. Deshalb ist er Preisführer. Trotzdem gibt es auch um den Fendt harte Preisverhandlungen. Niemand gibt für einen Fendt mehr aus als er muss.

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              • Thomas Apfel sagt

                Stimmt, wer Porsche fahren will, wird den dafür erforderlichen Preis, und nicht mehr bezahlen. Die Frage ist, ob´es der Passat nicht auch macht?

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Vor 20 Jahren, als ich meinen Fendt 260V kaufte, gab es nur noch einen, der mir in den Betrieb passte, ein Landini.

              Nachdem ich beide getestet habe, kam ich zu dem Entschluss, den Landini tue ich mir nicht an.

              Mehrkosten damals 7.000 DM.

              Der Fendt ist jetzt noch 25.000 Euro wert.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Ich komme mir gerade vor, wie auf der Demo in Berlin….die mesiten Bauern glotzen sich die Trecker an, anstatt sich um das Thema zu kümmern….8einige steigen sogar drauf) Augenroll……

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Herr Seevers,
                  mit 60 unter der Haube kann man nicht glotzen,
                  die höhere Benutzerfreundlichkeit war ausschlaggebend.

                  Kaufste einen Fendt, dann wirste angemacht,
                  kaufste einen Landini, dann sind die selben zur Stelle und erklären mir:
                  Wir sollen deutsche Lebensmittel kaufen und ihr kauft ausländische Traktoren.

                  Egal wie man es macht, angepisst wird man immer.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  mit 60 PS unter der Haube, sollte es heißen.

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              • Thomas Apfel sagt

                Nein, Reinhard, es geht mir nicht um die Treckermarke. Es geht um die Behauptung Keiner zahle mehr als er muss. Die Tatsache, dass die Technisierung/Mechanisierung in den Kosten viel steiler ansteigt als Erlöse und Endverbraucherpreise, deutet schon darauf hin, dass Markteilnehmer (wie z.B. Fendt) höhere Preissteigerungen und Aufschläge generieren können als andere. Einerseits wegen höherer Benutzerfreundlichkeit und technischer Gimmings, andererseits auch wegen Statussymbol. Die Frage ist, ob der behauptete Mehrwert tatsächlich vorhanden ist oder wie bei BIO (aus meiner Sicht) nur behauptet ist. Auch „nur behauptet“ kann sich zu höheren Preisen am Markt durchsetzen. Das Spiel ist eben nicht so simpel, dass es sich mit der „Systemkritik“ generell plattschlagen lässt. Wir sind in einem System, das bestimmte Rahmenbedingungen vorgibt, und darin müssen wir täglich pragmatisch unseren Weg suchen. Und zwar unabhängig davon ob wir Selbiges toll und „alternativlos“ finden, oder ob wir es täglich als „schlechtes System an sich“ verdammen.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Thomas, der Schlepper ist doch nur ein Besispiel….nimm meinetwegen die Mistgabel. Sie kostet beim Baumarkt x Euro und beim Raiffeisenmarkt x +10% Euro….ergo kauft sie der Verbraucher beim preiswerteren.
                  Natürlich unterliegen alle Produkte der subjektiven Einschätzung es Einzelnen. Der eine spart am Essen, fährt dafür dreimal im Jahr in Urlaub, der andere kauft teures Biofutter, fährt dafür nur alle zwei Jahre in Urlaub…und ganz viele machen es so: preiswert Einkaufen und zweimal im Jahr in Urlaub fahren.
                  Das System ist die Ursache, es wird auch gespeist vom Verhalten des Einzelnen, das ist ja das Perfide.
                  Man kann es nur nicht so einfach ändern, da bin ich bei dir, die Ursache bleibt es aber.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Thomas,
                  der 260V hat einige Vorteile gegenüber dem Landini gehabt.
                  1. Der Einschlag der Lenkung war besser, ist im Obst und Weinbau wichtig.
                  2. Kann die 750er Zapfwelle beim 180cm Schlegelmulcher verwenden, der Landini stellte die Zapfwelle automatisch ab.
                  3. Allrad kann während der Fahrt zugeschaltet werden.
                  4. Der Perkinsmotor im Landini tat mir in den Ohren weh.

                  Diese Unterschiede waren mir die 7.000 DM Mehrkosten wert.

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                • firedragon sagt

                  Guten Abend Herr Apfel,
                  zu den steil ansteigenden Kosten der Mechanisierung am Beispiel Traktor, gab es einen Punkt in einem Vortrag.
                  Fazit war: in etwa alle 10 Jahre verdoppelt sich der Kaufpreis eines neuen Traktors bei etwa gleicher PS-Klasse und ähnlicher Ausstattung.

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    • bauerhans sagt

      „Johanna Mandelkow“

      ist sehr hübsch,sehr eloquent und bewirtschaftet einen grossen betrieb.
      eine werbeikone.

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    • Stadtmensch sagt

      Der nette Bauer der die „PlantAge“ Genossenschaft „betreut“, könnte doch mal das Verhältnis von Energieinput zu erzeugten Nahrungskalorien bei dieser SOLAWI-Wirtschaftsweise ermitteln. Und ob „Ohne Mist“ nicht langfristig zu Spurenelementemangel und oder zu Beeinträchtigung des Bodenlebens führt.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Ja das wäre schön…leider kann man das nach 1 Jahr Produktion noch nicht wissenschaftlich fundiert darstellen.
        Ist natürlich auch interessant zu erfahren wie viele Menschen man mit z.B. 1 Tonne Mangold ernähren kann, wenn 100g 19 Kalorien enthalten….grins.

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      • bauerhans sagt

        ich meine,ich hätte gehört,dass sie gärreste verwenden,die sind vegan,wenn nur aus mais und gras.

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        • Reinhard Seevers sagt

          KW 7 (Solawi Luisenhof)

          In dieser stürmischen Woche gibt es für die Solawisten:

          Kartoffeln, Sorte „Talant“ – mehlig kochend, Möhren, rote Zwiebeln, Sellerie in Hälften, Wurzelpetersilie, Rosenkohl und Asiasalat. Dem Salat beigefügt ist das Wildkraut Vogelmiere, das sehr bekömmlich ist und dem viele positive Wirkungen zugeschrieben werden.

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          • Thomas Apfel sagt

            Hinsichtlich der Qualität und Verwendbarkeit des Gemüses ist das was in den Kisten ist nicht immer marktkonform. Und zu den Beikräutern (Unkräutern) haben die schon ein anders Verhältnis als wir. Letzlich haben sie sich aber schon bemüht die Kisten ordentlich zu füllen und durch Zukäufe ergänzt. Ich habe von den ersten Kisten immer eine zur Auswertung bekommen, das Ganze aber nach 6 Kisten abgebrochen, weil ich das zeitlich nicht gebacken bekomme. Dieses Jahr ab April wollen wir wieder mit je einer Analysekiste pro Woche starten.

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        • Thomas Apfel sagt

          Gärreste verwenden die nicht, das war ein Fehler im Text des Reporters. Verwendet wird Grünschnittkompost mit Leonhardit, Maltaflor (aus konventionellen Brauereiabfällen), Rhizinusschrot, Bentonit und ansonsten alles was Bioland zulässt, was nicht mit Tier zu tun hat.

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          • Stadtmensch sagt

            Leonhardit. Sehr interessant. Ich hoffe, die Genossinnen halten durch und die Kunden sind in der Anlauf- und Lernphase geduldig.
            Wir werden trotzdem mal weiter mit Holzkohle testen, weil wir ja ein MitMist-System haben…

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      • Thomas Apfel sagt

        Hallo, Stadtmensch,
        der „Nette Bauer“ bin ich wie Du weißt. Der Grundgedanke ist genau der, den Du da formulierst. Im Endeffekt sollen Die Solawis von mir/uns schon Startbedingungen bekommen, wie wir sie in etwa 1990 hatten. : die Pachthöhe ist analog zu der, die wir unseren Erzeugerbetrieben in Rechnung stellen. Ich habe neben deren Pachtfläche 4 ha 20-jährige Äpfel gerodet. Die Überkronenberegnung samt Rohren und Regnern haben wir auf deren Fläche gezogen und nach meiner Anleitung neu verlegt. Die gesicherte Wasserverfügbarkeit hat das Überleben im ersten Jahr überhaupt erst ermöglicht. Mein Ziel ist schon, dass die in die Gänge kommen und danach sieht es erstmal aus. Im Endeffekt will ich aber über die nächsten 3 Jahre Input und Output sowohl materiell als auch finanziell erfassen, einfach damit überhaupt erstmal valide Daten zum Systemvergleich verfügbar werden.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ich habe irgendwie ein dejavu….in den 70er Jahren hat sich im Wendland schon eine „alternative“ Landwirtschaft etabliert, alles voll öko und so….daraus sind dann Kooperativen und Solidarische Landwirtschaft, Selbstversorgergruppen und Künstlerkolonien entstanden….wir hatten damals schon Jute statt Plastik und 1984 gab es bereits den Grimmepreis -gekrönten Film „Und ewig stinken die Felder“ über die Massentierhaltung und die Wasserverschmutzung im Oldenburger Münsterland….das ist jetzt länger her, als die Wiedervereinigung. Und hat sich die Welt in eine andere Richtung gedreht?
          Ich habe das Gefühl, jede Generation versucht sich immer wieder neu gegen das etablierte System zu stemmen, und prallt ernüchtert zurück. Warum sollte heute gelingen, was damals schon nicht funktionierte?

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        • bauerhans sagt

          Thomas,wie schaffst du das alles??
          mein obstbauer hier hat nie zeit,jammert darüber immer,hat aber ne stammbesetzung von ca.5 führungskräften und viele weitere ständige helfer.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Ich fand die 60 Euro mehr für Lebensmittel schon bemerkenswert. Zwar werden diese Leute im Supermarkt wieder zum Billigten greifen. weil es das Billige halt gibt. Aber ich traue denen zu: Wenn jetzt die Politik staatliche Mindestpreise einführen würde mit entsprechender Erklärung, dann würden die das akzeptieren. Dann müsste man aber eine Lösung haben für jene, die es sich wirklich nicht leisten können.

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  5. Arnold Krämer sagt

    Die Masse der Bauern ist nur gut im Produzieren und Abliefern. Mehr geht auch meist nicht wegen der Marktferne. Verkaufen müssen die konsumfähigen Erzeugnisse die Verarbeiter (Molkereien, Schlachtereien etc.). Und die treffen immer wieder auf eine gesättigte Nachfrage in Deutschland und Europa und unterbieten sich deshalb oft in ihren Angeboten gegenüber dem Handel. Nur knapp versorgte Rohstoffmärkte bieten für die Landwirte auskömmliche Preise, das war so und das bleibt so, und da spielt es keine Rolle ob es sich um Bioprodukte oder konventionell erzeugte Produkte handelt. Betriebswirtschaftlich notwendige Marktbereinigungen, die in übrigen Wirtschaftssektoren zum Teil recht schnell erfolgen (können), unterliegen in der Landwirtschaft einigen Besonderheiten.
    1. In der Bodenproduktion kann/muss gelegentlich die Natur mithelfen (schlechte Ernten).
    2. Betriebsaufgaben führen dazu, dass die Flächen weiter genutzt werden und zwar in der Tendenz von den“ besseren“ Landwirten.
    3. Aufgaben führen in vielen (im Nordwesten den meisten) Fällen auch dazu, dass die Stallkapazitäten weiterhin genutzt werden, entweder von Berufskollegen oder gegebenenfalls sogar von Nichtlandwirten ohne entsprechende parallele Flächennutzung (gewerbliche Tierhaltung).
    4. Auch bei unrentabler Produktion bleiben Landwirte oft viel zulange im Geschäft, weil sie über den Faktor Boden extrem kreditwürdig sind (die Banken lassen bei ihnen selten Geld sitzen).
    5. „Selbstausbeutung“ ist dem Berufsstand nicht fremd. Immer noch gibt es stille familiäre Arbeitskraftreserven und Selbsständigkeit ist auch ein hohes Gut.

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  6. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, heute fand im Bundestag eine große Debatte über die Probleme in Thüringen statt.
    Das Thema gehört zwar nicht in den Blog von heute war aber sehr, informativ.
    Wird von euch keiner verfolgt haben, da Landwirtschaft kein Thema war.
    Jetzt handele ich mir sicher eine 6 von Herrn Seevers ein, mit dem Rat, Thema verfehlt.
    Die Mehrzahl der Redner die zu diesem Thema gesprochen hat wollte einfach nicht akzeptieren ,das die Mehrheit im Osten anders tickt als die “ Wessis“ sich es wünschen.
    Bei den Bauern und Landwirten stelle ich diese Tendens auch sehr oft fest.
    Immere und immer wieder wird das trennende thematisier, ganz selten das verbindende, wenn das überhaupt noch vorhanden ist.????

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    • Reinhard Seevers sagt

      Stimmt Brandenburger…..ich finde es einfach unerhört, zu jedem Thema einen Bezug zu Thüringen zu bringen. Was soll das?
      Deutschland hat noch mehr Probleme und hier ist ein Agrarblog.
      Das ist meine Meinung und spiegelt nicht die Meinung aller Wessis wieder…..nicht dass wieder die Vorurteilskeule daher kommt.

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    • Stadtmensch sagt

      Och nöö! Politik…
      Wir wollen Unterhaltung! Nimm dir ein Beispiel an Paulus! Wir lernen: Waldorf-Namenstanzer, Bio- und Demeterjünger, überhaupt diese ganzen verkniffenen Loser von der Öko-Front werden es nie zu was bringen! Sind einfach keine Geschäftsleute. Ist doch lustig? Es schafft ein warmes Gefühl der Verbundenheit und des augenzwinkernden Verstehens hier bei den Mittelständlern, die etwas leisten und sich deshalb etwas leisten können. Sind alle ganz stolz auf ihre Überproduktion und verstehen die Welt nicht mehr, wenn dann der Preis fällt. Wie soll ich als Prolet denn hier eine Art Empathie für Geschäftsleute entwickeln, die von „glücklicheren“ Geschäftsleuten über den Tisch gezogen werden? Lebbe geht weiter. „Nichts ist so spannend wie Wirtschaft“

      BTW: neue Studie, 1/3 der erzeugten Nahrungskalorien landen nicht beim Verbraucher. Heute gehört im Radio.

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        • Stadtmensch sagt

          So viel ich will. Ein paar Anrufe und los gehts mit der „Zwischennutzung“. Statisten für das Bespielen von Ausgleichsflächen für die allfällige Nachverdichtung (jeder braucht schließlich immer mehr Wohnraum), sind immer gefragt. Nicht vergessen: heute 20:15 Uhr rbb, „Wir müssen reden“
          😉

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  7. Paulus sagt

    Willi meint wahrscheinlich den Tobias Boffenrath aus Raeren-Eynatten, von dem haben wir auch schon Käse gekauft. Dabei darf man eines nicht vergessen, in Belgien sowieso, aber auch im Grenzgebiet (Dreiländereck) ticken die Verbraucher etwas anders als z.B. im Ruhrpott. Das hat auch etwas mit den verfügbaren Einkommen in der Region zu tun. Freitags und samstags stehen auf dem Parkplatz vor Delhaize in Eynatten ca. 50% Autos mit dem Nummernschild AC. Deren Angebot ist nun mal einen deutlichen Tick besser als das von Rewe. Um den Kuchen für den Sonntagsnachmittags Kaffe zu kaufen fährt man durchaus schon mal von Aachen nach Eupen, da sollte man aber früh dran sein, sonst steht man in einer Schlange wie es in der DDR nicht besser sein konnte. Auf dem Markt in Lüttich gibt es einen Fischhändler der ungepuhlte Nordseekrabben in großen Mengen zu exorbitanten Preisen verkauft. Der garantiert, dass es sich um den Fang vom Vortag handelt, nix mit Umweg über Marokko, Konservierungsstoffen und so. Die werden übrigens aus einem Litermaß verkauft, nicht nach Gewicht. In Köln oder Düsseldorf würde die keiner kaufen. Unsere Hochlandrinder, deren Haltung nun endlich der Sohn des Metzgers übernommen hat, hätten in D ganz sicher nicht zu derartigen Höchstpreisen vermarktet werden können. Was wir schon vor ca. 30 Jahren aus den Marktingstudien erfahren haben ist sehr vereinfacht gesagt, dass Nischen eben Nischen sind, zwingend ein gewisses Klientel und Exklusivität erfordern und sich somit mengenmäßig nicht beliebig oder nur in sehr begrenzten Umfang erweitern lassen. Was die Vermarktung betrifft sind Waldorfeltern und Demeterjünger nun mal anders anzusprechen als Männerkochclubs. Jetzt dürft ihr mal raten welche Gruppierung mehr für Qualitätsware zu zahlen bereit ist. Die Biokäufer mit ihren verkniffenen Gesichtern, die sich gerne mal als Bio deklarierte B-Ware andrehen lassen sind es jedenfalls nicht. Die sind, ob man es glaubt oder nicht, genauso preissensibel wie alle anderen auch und kamen bei uns von vorneherein nicht in Frage.
    Die Rewe hat nicht grundlos ihre Bioläden namens Temma dicht gemacht. Die Läden befanden sich übrigens nur in ausgewählten Lagen, in denen man bioaffine urbane Käufer vermutete. War aber nix.

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    • firedragon sagt

      Paulus,
      es ist der Männerkochkurs.
      Wann steht der Fischhändler in Lüttich auf dem Markt?
      Es gibt nichts besseres als frische Krabben vom Boot – hatte ich in meiner Jugend, leider nur drei Wochen, Atlantikküste.

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  8. Andreas sagt

    Das hätte Jesus auch nicht besser gekonnt !
    Obwohl über 50 % der Verbraucher behaupten ökologisch erzeugte
    Lebensmittel zu kaufen, können nur 8 % der Landwirte, nämlich
    die Biobauern, diese leicht versorgen !
    Da müssen halt die konventionellen Bauern, die auch gerne umstellen
    wollen, noch ein Weilchen warten.
    Dass der Absatz von Bioprodukten nun eher stagniert, zeigt wie
    erfolgreich das derzeitige massive Biobauern-Bashing funktioniert.

    Andreas

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    • Franz Müller sagt

      Ich kann hier Andreas nur zustimmen.
      Die Biosparte macht es sich hier sehr einfach. Sie nehmen das (Überdruckventil) konventionelle Absatzmärkte.
      Noch verlogener sind allerdings die Bioverbände. Sie posaunen nach wie vor aus allen Kanälen, dass Bio boomt und die Erzeugung nicht hinterherkommt. Daran sieht man, wie Funktionäre – auch aus bäuerlichen Kreisen – Unwahrheiten und Hypen erzeugen, die nicht stimmen um medial und gesellschaftlich nett dazustehen. Der Landwirtschaft tun sie auf keiner Seite damit einen Gefallen.

      In meinem Tal sind die Hälfte auch Biobauern. Nachdem sich der dänische Molkereiriese aufgrund „strategischer Ausrichtungen“ aus Süddeutschland zurückgezogen hat, bleibt die Biomilch liegen – bzw. nimmt konventionelle Wege.

      Bauern sind vorsichtig mit Umstellungen, und das hat seinen Grund. Allerdings wurde in der Beratung die letzten Jahre das Biosegment so ausführlich beworben und an gepreist, dass viele nicht widerstehen konnten…

      Stallum- oder Neubauten werden in Österreich deutlich höher gefördert, wenn man Biobetrieb ist.
      Wer verzichtet da auf Geld. Der Bioboom samt Biorate in Österreich ist erkauft, nicht erbildet oder aus tiefer Überzeugung entstanden.

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  9. brouss sagt

    Ich finde, es braucht eine Aufnahmepflicht bei Bio, sonst wird es schwer die 30 % zu erreichen. Wenn es dann mehr Bio-Milch gibt muss halt der Preis runter und dann wird sie auch gekauft. Dann hat man mehr Ökologie. Alles Andere ist Planwirtschaft und Kapitalismus. Das gilt für alle Produkte.

    Dann braucht man eine strikte Trennung von Bio und Konventionell. Erst dann kann man die Leistungsfähigkeit des Ökolandbaues wirklich einschätzen. Man kann doch nicht, eine in sich nicht funktionierende,Form der Landbewirtschaftung hochsubventionieren.
    Hier streut ein Bio-Einer seinen Viechern zu 100% Konvi-Stroh. Wenn immer mehr Bauern auf Bio umstellen wird irgendwann auch das Konvi-Stroh (und vieles andere) knapp werden.

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    • Obstbäuerin sagt

      Ich habe statt Aufnahmepflicht – Umstellungspflicht gelesen und mich über die nachfolgenden Aussagen von Dir gewundert, brouss. Wenn es wirklich 30% und mehr werden sollen, die Zahlungen der Briten an die EU wegfallen und die Prämie für Bio weiter steigen soll, kann mal jemand rechnen, wann dann das Geld für alle anderen Ausgaben in der Landwirtschaft auf 0 (Null) sinkt ❓❓❓

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    • Volker Rohlfs sagt

      Bei einer Annahmepflicht für Biomilch mit entsprechender Preisreduktion wird diese Überproduktion _alle_ Biobetriebe treffen. In Agrarmärkten, in denen auf der Erzeugerstufe nur ganz leicht über dem Bedarf produziert wird, fällt der Preis erfahrungsgemäß sofort ins Bodenlose. Sobald die Vermarkter sich sicher sind, dass sie die benötigte Menge bekommen, weil sie einfach da ist, wird kein Geld für den Rohstoff mehr ausgegeben. Denn „Abliefern“ wird der Produzent schon, so deren Erfahrung. Man sieht dies sehr schön am Speisekartoffelmarkt – Kartoffeln sind wertvoll, solange es nicht ganz ausreichend Menge für die herrschende Nachfrage gibt – und sobald etwas größere Mengen herangereift sind, verfällt der Preis sofort um die Hälfte oder mehr. Ist dann absehbar, dass die Ernte mehr als bedarfsdeckend ist – da reichen schon ein paar Prozent – kosten 100kg ganz schnell mal unter 5,- – und vertraglich abgesicherte Partien werden stumpf geweigert – wegen angeblicher Qualitätsprobleme. Daher ist es für die Mehrzahl der Erzeuger sehr viel besser, wenn tatsächlich weniger angenommen wird!

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    • Torsten Hentsch sagt

      Warum muss die Bio-Landwirtschaft mehr gefördert werden als die integrierte Produktion? Verbraucher die Luxus haben wollen, sollen auch dafür bezahlen! Es ist schon mehrfach bewiesen wurden, dass der Ressourcenverbrauch bei der Bio-Produktion nicht niedriger ist als bei der integrierten Produktion (in kg produziertes Lebensmittel). Der Flächengebrauch ist doppelt so hoch!

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      • Reinhard Seevers sagt

        Die Förderung ist aus Sicht der Befürworter notwendig, um die Welt schneller zu retten….durch die konventionelle Landwirtschaft wird sie ja zerstört. Ergo muss der Kunde gezwungen werden, bei der Rettung mit zu helfen….da das nicht reicht, muss er auch noch als Steuerzahler ran. Es gibt schon so lange Bio, es gibt seit Jahren ein bashing gegen die konventionelle Landwirtschaft, und das Volk will ums Verrecken den Ideologen nicht folgen. eigentlich sollten sie doch irgendwann mal erkennen, dass sie auf dem falschen Weg sind….nein, sie verlauten, dass andere auf dem falschen Weg sind.

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  10. Ein Privatier sagt

    Wenn es irgendwie geht, dann kaufe ich keine Waren mehr, auf denen „Bio“, „Vegan“ oder „Halal“ steht.

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  11. Ehemaliger Landwirt sagt

    Nix überraschendes. 🙁
    Mal sehen was unser “ Stadtbauer“ für eine Lösung parat hat.

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      • Stadtmensch sagt

        Linke! Unwählbar!

        „Das geplante Regierungsprogramm von ROT-ROT-Grün in Thüringen​ sieht unter
        anderem ein Investitionsprogramm für Kommunen, ​mehr Schulsozialarbeiter,​ eine
        Mobilitätsgarantie für die Menschen in ländlichen Gebieten und ein ​drittes
        beitragsfreies Kita-Jahr ​ vor. Auch künftig soll es in Thüringen ​ausgeglichene
        Haushalte ​ geben und die Verschuldung sinken.“

        “Viele haben gesagt, das war ein Tabubruch. Ich sag: das war gelebte Tradition.
        Immer wenn‘s für Faschisten in Deutschland knapp wurde, kam die Liberalen.”

        Beispiel: 1924 Thüringen

        „In ​ ​Thüringen herrscht im Winter 1924 Landtagswahlkampf. … Die bürgerlichen
        Parteien wie DVP, DDP und der Landbund haben sich im „Thüringer Ordnungsbund“ zusammengeschlossen. Ihre Parole lautet: „Links abwählen“. Der Bund gewinnt die Wahlen, wenn auch nicht mit absoluter Mehrheit. 48 Prozent vereint er auf sich, während SPD und KPD gemeinsam auf 41,5 Prozent kommen. Die Konservativen bedürfen also der Stimmen des Völkisch-Sozialen Blocks, einer Art Deckorganisation der illegalen NSDAP, die neun Prozent erhält. Der Nazi-Block erklärt sich bereit, eine Regierung des Ordnungsbundes zu tolerieren. Am 21. Februar 1924 wird mit den Stimmen des Ordnungsbundes und der Völkischen
        das Kabinett unter ​DVP-Mann Richard Leutheußer ​gewählt. Damit bricht erstmals in Deutschland das Tabu: Eine bürgerliche Regierung wird von Völkischen und Nazis toleriert.“

        https://www.zdf.de/assets/faktencheck-110220-100~original?cb=1581602340227

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  12. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Bislang publiziert wird, dass alleine in Deutschland pro Haushalt gut 100 kg Lebensmittel im Jahr weggeworfen werden, realiter bekennt man nun aber, dass wir dabei von gut dem Doppelten ausgehen müssen. – Gerade die Produktion von BIO-Lebensmittel hat hieran einen gewichtigen Anteil!

    Die Herren Professoren Quaim und Spiller von der Universität Göttingen -anerkannte Agrarökonomen mit weltweitem wissenschaftlichen Renommee- relativieren Vorstehendes mit den Worten: Je weiter fortentwickelt eine Gesellschaft ist, desto mehr landen Nahrungsmittel im Müll. Legitimiert Wohlstand in einer derart perfiden Art und Weise eine Gesellschaft also dazu, diese schon obszöne Geringschätzigkeit für unser täglich Brot nicht einmal mehr rechtfertigen zu müssen!? Jedes 6. Kind weltweit wächst auch heute noch in grauenvoller Armut auf, Tendenz eher steigend. Solange wir aber an den Lippen solcher Vordenker hängen, verändert sich daran auch recht wenig, im Gegenteil…!

    Dieses Freveln, das unsere Gesellschaft an ihren Mitteln zum Leben begeht, muss in den Bauernköpfen endlich zu der Initialzündung führen, dasss wir nicht sogar dafür auf die Straße gehen können, um eine solche Nahrungsmittelpipeline noch effizienter beschicken zu wollen.

    „Entlohnt“ werden wir nämlich im Gegenzug im öffentlichen Diskurs, dass man uns als Umweltverschmutzer, Brunnenvergifter, Zerstörer unserer Arten- und Insektenvielfalt, basht, während die Biomülltonnen in den deutschen Haushalten ohne schlechtes Gewissen förmlichst überquellen.

    Ja, unsere Bauernerzeugnisse sind mehr wert, so wertvoll, dass wir alle Alternativen in einer weit sinnvolleren Ausschöpfung ergründen müssen; und auf dieser Suche müssen wir die sehr einseitigen Trampelpfade im Nahrungsmittelumfeld endlich verlassen, uns auf die „weltweiten Schnellstraßen“ wagen.

    Die 6.000,00 € Prämie, die unser Staat letzte Woche freigegeben hat, könnte in großem Stile anstelle obiger Abfälle gerade auch von uns Bauern mit unseren Erzeugnissen nachhaltig unterstützt werden, und das nicht nur eingleisig! – Wir Bauern verstehen uns schließlich auf diese Vielfalt auf unseren Höfen, die Nutzung der eingestrahlten Sonnenenergie in unterschiedlicher Art und Weise ist bei uns Standardprogramm, …die schlechteste Variante davon ein sinnloses Wegwerfen.

    Bin mal gespannt, wann endlich man dieses gigantische volkswirtschaftliche Potential richtig einzuordnen vermag!?

    …Ich warte im übrigen schon darauf, wann man auf die glorreiche Idee kommt, für die Arbeitsplatzvernichtung bei REAL -immerhin sollen etwa 35.000 Arbeitsplätze hiervon betroffen sein- uns Bauern zur Rechenschaft ziehen zu wollen. Ergäbe schließlich ein „rundes Bild“.

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  13. Reinhold Bonfig sagt

    Ob Bio oder konventionell,solange es Landwirte nicht fertigbringen, ihre Stellung im Markt zu stärken und nichts anderes sind als Rohstofflieferanten, solange ändert sich nichts an der prekären Situation. Nur ein knappes Gut ist ein teures. Auf allen Gebieten sollten Landwirte sich daran erinnern. Traktorendemonstrationen sind nur dann wirksam, wenn sie für Knappheit sorgen. Schwachpunkt der Versorgung ist die Logistik, die den Einzelhandel beliefert. Demonstrationen für ein besseres Umfeld zur Erzeugung von Lebensmitteln bringen letztlich nichts, sondern erhöhen in der Konsequenz den Druck auf die Märkte durch Mehrerzeugung. An der Situation wird sich nichts ändern, wenn weiterhin auf bloße Senkung der Stückkosten gesetzt wird. Landwirte sollten die Märkte neu denken. Bessere Voraussetzungen für Wagnisse hat kein anderer Beruf.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Verstehe es einer, Mineralwässerchen in den unterschiedlichsten Varianten stehen in gigantischem Überfluss zur Verfügung, und dennoch werden diese immer teurer.

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      • bauerhans sagt

        mineralwasserproduzenten grenzen ihre wässerchen übers marketing voneinander ab,sprechen ihnen mehrwert zu,obwohl leitungswasser wissenschaftlich besser ist.
        landwirte sind in der mehrzahl mit produzieren beschäftigt und haben keine zeit für marketing.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Und dann wird das Wässerchen auch noch BIO! Wie blöd man die Menschen halten kann und wie perfide die Wasservermarkter sind, ist schon hahnebüchen.

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          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Hanebüchen -ganz gewiss, da mag ich nicht widersprechen- aber es funktioniert!

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            • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

              …sogar die tradionelle blaue Farbe hat das BIO-„Allheil“wässerchen wie ein Chamäleon dabei ins ökologisch grüne Lager wechseln lassen.

              Der Chef dieses Konzerngiganten ist bis heute der größte Befeuerer unserer Teller-oder-Tank-Diskussionen. Nach dessen Aussagen benötigt man sage und schreibe zwischen 4.000-5.000 Liter Wasser, um einen Liter Biosprit herzustellen – Hüstel…!

              Damit das Gesagte nicht förmlichst im Halse des jeweiligen Lesers stecken bleibt, muss dieser das sofort mit einem Schluck Wasser runterspülen… ;-))

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      • Beim Mineralwasser ist es so, es sind einige wenige große Abfüller. Die haben sich ihren Platz gesichert, an die kommt der LEH nicht mehr vorbei. Wir haben etwa 100 Molkereien, die lassen sich zuleicht ausspielen. Ich finde es schon gut das wir nur noch 3 Zuckerkonzerne haben, wenn ich über die Grenzen schaue können wir theoretisch wettbewerbsfähig Zuckerrüben anbauen. Das Problem ist die deutsche Politik, die uns kaputt macht. Unsere wenigen Schlachtereien haben Nachteile, ab der Export nach China funktioniert und das ist gut und wichtig. Der Export nach China muss noch mehr werden, solange bis bei uns die Regale nur noch halb voll sind.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Jetzt wäre ich mal auf eine kluge Antwort gespannt. Wie erreicht man als Einzelbetrieb in einer globalisierten kapitalisitschen Wirtschaftsordnung eine Verknappung eines agrarischen Rohstoffes, der durch eine hohe Zahl von Erzeugern produziert wird, und der einer geringen Zahl von Abnehmern gegenübersteht?…das würde mich wirklich brennend interessieren.
      Gleichzeitig weise ich auf den Beitrag vom unkomplizierten Wurzelwicht hin, der den Preisanstieg von Mineralwasser anmerkt, als Gegenpart zu einem ubiquitär und günstig zu erhaltenden Trinkwassers bemerkt.

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      • Reinhold S. Bonfig sagt

        Als Einzelbetrieb erreichen Sie überhaupt nichts, wenn Sie weitermachen so wie bisher. Denken Sie einmal nach, was ich über Logistik gesagt habe! Als Einzelbetrieb müssen Sie sich differenzieren und aus dem Hamsterrad des Wachsens und der Kostenführerschaft aussteigen. Gegen den Zusammenschluss der Großen erreichen Sie nichts. Sie brauchen Verbündete in der Zivilgesellschaft, die mit Ihnen Einfluss auf die Gesetzgebung ausübt. Viele Wege führen nach Rom, ebenso aus dem Dilemma in der sich die Landwirtschaft befindet.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Sorry, das ist bulshit….es geht doch nicht um einzelbetriebliche Lösungswege. Es geht um die Masse der Erzeuger, für die es weder eine Indvidualösung gibt, und die eine solche auch nicht wollen.
          So viel Differnzierung gibt es nicht, dass man damit der Mehrheit der Erzeuger eine nachhaltige Einkommenssicherung ermöglichen kann.
          Verbündete in der Zivilgesellschaft…was für eine Phrase. Wie soll das aussehen?
          Evtl. will die Zivielgesellschaft ja ganz andere Ziele umsetzen, als der differenzierte Einzelbetrieb, schon mal drüber nachgedacht?
          Das Dilemma ist das globalisierte Wirtschafts- und Finanzsystem, und das kann der Landwirt nicht ändern!

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          • Reinhold S. Bonfig sagt

            Menschen, die im ersten Satz mit Bullenscheiße als Argument antworten (dazu noch falsch geschrieben im Englischen), die „beschenke“ ich nicht mit einer Antwort. Sie sind eines Arguments nicht wert.

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        • Obstbäuerin sagt

          Ich nehme an, sie führen einen landwirtschaftlichen Betrieb genauso, wie sie es hier beschreiben, mit großem Erfolg, Herr Bonfig. Da kann man nur gratulieren.

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          • bauerhans sagt

            Herr Bonfig war früher redakteur bei der DLZ,die ich schon seit 1972 beziehe,heisst heute agrarheute.

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          • Reinhold S. Bonfig sagt

            Zu meiner Person, ich bin geborener, gelernter und studierter Bauer. In LinkedIn finden Sie meine berufliche Vita: Berufsschule Landwirtschaftsschule, Lehre, Gehilfenprüfung, Fremdlehrjahr, Auslandspraktikum, Landwirtschaftsbrief, Vorkurs Ingenieurschule, Bundeswehr bis zum Oberleutnant nach einer Wehrübung, Fachhochschule, Redakteur, Chef vom Dienst und stellvertretender Chefredakteur bei der dlz bis 1994, dann freier Journalist in den Bereichen Landwirtschaft, Agrarpolitik, Finanzen, Steuern, Versicherungen, EDV für in- und ausländische Medien sowie auf Bitten der Geschäftsleitung Pressearbeit für Firmen. Ja, ich habe als Angestellter und als Freiberufler immer wie ein unternehmerischer Landwirt gedacht und habe nie irgendwelche Subventionen von irgendeiner Seite erhalten. Darauf bin ich ebenso stolz wie auf meine Herkunft aus einem kleinbäuerlichen Gemischtbetrieb. Verdientermaßen lebe ich nun gut im teuren München mit all seinen kulturellen und gesellschaftlichen Angeboten, die mich inspirierten.

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            • bauerhans sagt

              das waren noch zeiten,als man alois wuschek anrufen und fragen konnte: ne maschine war einem günstig angeboten worden,das geld wäre da,aber eigentlich für was anderes vorgesehen.
              der konnte sich in einen hinein versetzen,am ende hatte man eine entscheidung.

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              • Reinhold S. Bonfig sagt

                bauerhans, die Entscheidungen früher waren wesentlich einfacher, wenn es sich um Betriebsmittel handelte. Für meinen Vater war es ganz bestimmt nicht einfach, als ich mich von Zuhause verabschiedete. Trotzdem unterstützte er mich und legte mir nichts in den Weg. Die Entscheidung von Betriebsleitern heute stelle ich mir nicht einfacher vor, besonders für Betriebe, die mit Krediten investierten und teils nicht wissen, wie sie mit der Schuldenlast zurechtkommen sollen. Auch bei uns stand Aussiedlung an. Für mich waren 25 Jahre bedienen von Krediten keine Perspektive. Letztlich geht es meines Erachtens beim Bauersein nicht allein um die Produktion von Nahrungsmitteln, sondern um die Mehrung des Vermögens oder zumindest um den Erhalt dessen. Das Wort Bauer habe ich gerne, darin steckt „Bau er“ was, aber auch das Wörtchen Landwirt finde ich gut. Landwirte sollen mit ihrem „Land wirt“schaften, wie, sagt das Wörtchen nicht.

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      • Bauer Willi sagt

        Ich war am Dienstag in Belgien auf einem Milchviehbetrieb, der sich eine eigene kleine Molkerei aufgebaut hat. Er vermarktet den Käse komplett selbst an Geschäfte, Restaurants und Endkunden. Tobias ist etwa 30 Jahre alt und macht das jetzt seit 2 Jahren. Soll keiner sagen, es geht nicht.
        Übrigens: kein Bio, sondern konventionell!!

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    • Reinhard Seevers sagt

      @Reinhold Bonfig
      Ein Beispiel, wie ein Markteilnehmer seine Preiserhöhung rechtfertigt:

      „Becker´s Bester/Naturtrüber Apfel
      Preis gestiegen?
      Wieso ich es wert bin erfahren Sie, wenn Sie das Etikett abziehen:
      Liebe Kundin, lieber Kunde, nach der katastrophalen Ernte 17/18 hatten wir die Preise erhöht und mit der Folgeernte wieder zurückgenommen. Das war uns sehr wichtig, auch wenn uns klar war, dass wir die Preise gegenüber unseren Handelspartnern dringend dauerhaft werden anheben müssen. Diese Preisanpassung haben wir zuletzt 2012 durchgeführt und seitdem hat sich vieles verändert. Durch die Energiewende sind die Strom-, Heiz- und Logistikkosten stark gestiegen und durch die jährliche Inflation noch weitere Kosten.
      Gleichzeitig müssen wir uns darauf einstellen, dass der Klimawandel nun dauerhaft in unserer Ernteergebnisse eingreifen wird. So stehen wir in diesem Jahr vor der 2. Missernte in nur 3 Jahren, was uns hart trifft. Als Unternehmer sind wir uns unserer Verantwortung gegenüber der Natur bewusst. Wir haben uns schon vor Jahren dazu entschieden, unseren Beitrag zur grünen Null zu leisten. Wir haben z.B. ein eigenes Holzhackschnitzelheizwerk und eine eigene Abwasseraufbereitung gebaut. Seit 5 Jahren sind wir Co-2 neutral und beziehen nun im 3. Jahr Ökostrom. Nachhaltiges Wirtschaften ist mit Kosten verbunden. Besser wir tragen sie als die Natur.
      Auf diesem Weg wollen wir aber auch die Menschen nicht vergessen. Unsere Mitarbeiter schaffen Werte und sind keine Kostenposition. Sie haben es verdient, auch in unsicheren Zeiten einen zuverlässigen Arbeitsplatz zu haben. Dieser Verantwortung wollen wir uns stellen……..“

      Die gleichen Zeilen dürfte ein Landwirt auch für seine Produkte reklamieren. Soll er das auf jede Kartoffel, jedes Ei, jeden Liter Milch draufschreiben?
      Das Perfide an Becker ist auch noch, dass er von „seiner“ Ernte schreibt…der hat gar keine Apfelbäume, der kauft nur ein. Und wie ich die Branche kenne, kommen Tankwagen aus Bulgarien, Rumänien und der Ukraine….
      Was ich damit sagen will…der landw. Rohstofferzeuger hat keine Möglichkeit seine Produkte am Markt so zu positionieren, dass er einen fairen Preis erhält. Es sei denn, man schafft Kooperativen im sozialistischen Sinn, oder staatliche Grantiepreise,….hat aber auch nicht so wirklich geklappt.

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        • Brötchen sagt

          Sehe ich auch so Bauer Willi. Muss aber jeder für sich entscheiden, ob er das kann und will.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Willi, angenommen du bist in einem norddeutschen Milchviehdorf mit 15 Betrieben im Schnitt mit 100 Kühen, 60% Dauergrünland. Wie differenzieren sich die Betriebe und wie individualisieren sich die Betriebe mit unternehmerischen Ideen gegenüber ihren Mitbewerbern?
          Konkretes Beispiel, konkrete Frage?

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          • firedragon sagt

            Herr Seevers,
            ist dies ein fiktives Beispiel oder gibt es tatsächlich noch ein Dorf mit 15 intakten Höfen, die auch noch identisch arbeiten?

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            • Reinhard Seevers sagt

              Gehen Sie einfach mal auf Google earth und schauen auf Armstorf….ich hatte geschrieben im Schnitt 100…da sind auch welche mit deutlich mehr dabei.

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              • Brötchen sagt

                Ist mir schon klar wie Mittelwerte zustande kommen.
                Einer hat 1000 und die anderen haben 50. 😉 Davon wird es aber auch nicht besser.
                Müssen die vor Ort selber wissen.

                Man rechne mit 28 cent und sammelt seine Kosten zusammen und entscheide dann.

                Was soll man da sonst sagen.

                Sind das Unternehmer oder nicht?
                Wer sich von einem Berater sagen lassen muss, wo es langgeht, sollte vielleicht doch besser was anderes machen.
                Es werden doch überall Leute gesucht.

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                • Brötchen sagt

                  Die Grenze liegt meines Erachtens bei 160 -200 eher mehr. Oder eben gucken, was man irgendwo sparen kann.
                  Beim Bergdoktor wird heute Abend die Grubermilch wieder zeigen, wo der Hammer hängt 😉
                  Die können das da, weil die ja so jung und schön und leidenschaftlich sind….

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                • Brötchen sagt

                  achso bei Google „Wilder Kaiser“ und „Grubermilch “ eingeben…;)

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                • Brötchen sagt

                  Upps das gibt es auch da in der Nähe von der Grubermilch….;)

                  Armstorf (Niederelbe)

                  Gibt sogar Armstorf —-Mitte!

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Es ging ja um die Frage, wie man solchen Betrieben eine individuelle und differenzierte Strategie zur Einkommensssicherung angedeihen lässt. Ich kann theoretische Denkansätze nicht mehr gut haben….die Welt da draußen schaut anders aus und die schlauen Sprüche über gute Unternehmer sind auch überflüssig. die Armstorfer melken schon mehr als 50 Jahre und sie sind immer noch da Oh Wunder……

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                • Brötchen sagt

                  „die Armstorfer melken schon mehr als 50 Jahre und sie sind immer noch da Oh Wunder“

                  Reinhard, dann ist doch alles gut.
                  Du wolltest doch Lösungen haben.

                  ich bin da glaube ich, mal durchgefahren und mir gingen da Fragen durch den Kopf, wie die das da machen. Nur vom durchfahren und mit etwas Fachwissen.

                  Das soll jetzt die Leistungen dort nicht schmälern. Ich habe höchsten Respekt, vor jedem der heute die Fahne für Tierhaltung hochhält.
                  Gross oder Größer bewahrt dich auch nicht vor einem „Scheitern“..Es ist eben nur schon schwierig.

                  Nun ist hier der Chef dran. 😉

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              • firedragon sagt

                Google earth geht grad nicht.
                Wenn es das heute so noch gibt, dann sind sich die Hofbetreiber alle anscheinend nicht grün.
                Man hätte sich vor Jahren oder sogar Jahrzehnten als Gemeinschaft zusammenschließen können – aber insgesamt NICHT mehr Tiere halten. Das wäre eine Möglichkeit gewesen, ob sich das jetzt noch realisieren ließe… zuerst muss dafür erstmal das Menschliche passen. Wenn das nicht passt, braucht man sich auch keine weiteren Gedanken machen.

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                • Brötchen sagt

                  DRachen da ist ganz viel ganz dolle grün, alte große Höfe und drei schöne Holstein auf diesem Grün. Damals war das bei uns alles schon Steppe oder Halbwüste. So habe ich das in Erinnerung.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Bis heute haben die Betriebe das alles hinbekommen, weil sie sparsam und fleißig waren. Es geht aber um die Zukunft, deshalb sind ja wohl auch tausende auf die Straße gegangen. Weil eben die Auflagen und die Bürokratie zunimmt und weil eben demnächst das Produzieren nicht mehr nach den alten Bedingungen erfolgen wird. Ich versteh deine Aussage nicht Brötchen (.Reinhard, dann ist doch alles gut.
                  Du wolltest doch Lösungen haben..)
                  wenn wir die gleichen Maßstäbe an alle anlegen würden, wie du es tust, dann gäbe es doch keine Demos oder? Alles gut, sind doch noch alle da….

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                • firedragon sagt

                  Ja Brötchen,
                  mit Herrn Seevers Aussage, dass die 50 Jahre melken und immer noch da sind – warum stellt er dann so ’ne Frage. Dann werden die dort ihre Konzepte haben und die kommen irgendwie klar – ich ging davon aus, die schließen demnächst alle und hausen in Bruchbuden.

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                • Brötchen sagt

                  Reinhard bei diesen kurzen Beiträgen kann es leicht zu Missverständnissen kommen vorweg:

                  1. „Bis heute haben die Betriebe das alles hinbekommen, weil sie sparsam und fleißig waren.“

                  In D. allein mit Fleiß und Sparsamkeit zu etwas zu kommen, halte ich für schwierig, eher mit Glück.
                  So wie dem Spruch:“ der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen“

                  2. Die Familienbetriebe werden teilweise systematisch belogen…so nach dem Motto…ihr seid die Auserwählten, ihr werdet verschont…

                  3. wenn ich eine gute Lösung hätte, würde ich machen und mich ganz ganz still verhalten, es sei denn es ist Werbung für mich

                  4. Ansonsten dito habe keine Lösung, außer dummen Sprüchen, soll ich jetzt Trübsal blasen….

                  “ Lebbe geht weiter“ hauptsache man bleibt gesund und Familie u.so auch.

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                • firedragon sagt

                  Herr Seevers,
                  dann müssen sich die Betriebe aus diesem Dorf zusammen setzen und schauen, ob ein Zuzammen die Lösung sein kann, bevor die einzelbetrieblichen Probleme größer werden.
                  Oder es muss jeder sein „Glück“ alleine suchen.
                  Einen Vorteil haben sie, sie sind 15, es sieht etwas anders aus, wenn man allein auf weiter Flur ist.

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                • firedragon sagt

                  Brötchen,
                  Deine Nummer drei – wird wohl jeder so machen. 😇

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Brötchen und Feuerdrache…irgendwie fühle ich mich gerade im falschen Film. Wir diskutieren über Bio als Alternative zu konventionell. Warum? Ist doch alles gut, die Betriebe sind doch alle noch da, wozu eine Alternative andenken. Wir diskutieren über Differenzierung und Individualisierung. Wozu, sind doch noch alle da, was soll das also? Wozu die ganzen Demos, sind doch noch alle da, wenn sie bis jetzt wirtschaften konnten, dann ist doch alles paletti…Häääh?
                  Dann kommt ihr mit Mindestzahlen für Kuhbestände daher von denen man leben können sollte. Dann kommt ein Herr Bonfig und mahnt das Einzelbetriebliche Engagement an….jaaa, deshalb die konkrete Frage: Was sollen solche Betriebe in Zukunft tun?

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                • Brötchen sagt

                  Reinhard!
                  1.
                  „Dann kommt ihr mit Mindestzahlen für Kuhbestände daher von denen man leben können sollte.“

                  Nehme einen Taschenrechner und rechne die Erlöse von 100 Kühen zusammen und dann sage mir Deine Schlussfolgerung. mit 25 Cent, mit 35 Cent und mit 40 cent gerechnet. Kannst auch andere Zahlen einsetzen.

                  Wenn die Grundlage nicht stimmt kannst Du noch soviel guten Willen haben, ist eben schwierig.

                  2. „Ist doch alles gut, die Betriebe sind doch alle noch da“

                  Das habe ich so nicht gesagt. Lies mal mein erstes Posting. Das war ein Replik auf meine Kritik, bezogen auf Punkt 1.
                  Ich habe gesagt, man muss differenziert gucken, egal ob bio oder konv.
                  Schweiz ist nochmal ein Sonderthema. Ich war mal im Berner Oberland, die leben da von 10 Kühen. Machen Käse selber und leben sparsam stimmt.
                  Ist schon 10 Jahre her, die Frage habe mir da schon gestellt….bei uns reichen 160 Kühe nicht, aber da reichen 10.

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                • firedragon sagt

                  Herr Seevers,
                  das habe ich bereits geschrieben.
                  Da Sie im Stallbau unterwegs sind, brauche ich Ihnen doch nicht den Vorteil einer Stallgemeinschaft erklären, gerade wenn es sich um EIN Dorf handelt – also ein eingeschränkter Radius.
                  Und wie geschrieben, Konzepte müssen die Einzelbetriebe selbst ausarbeiten.

                  Wir, die gesamte LW kann und muss gemeinsam für einen fairen Rahmen kämpfen!

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                • Brötchen sagt

                  DRachen, man wir könnten heiraten 😉

                  Verstehen uns blind.

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                • firedragon sagt

                  Noch was Herr Seevers,
                  Bio ist keine Alternative, um ein Volk satt zu halten, also diskutiere ich darüber nicht. Punkt.
                  Wenn das Volk allerdings regelrecht nach Hunger schreit, werden wir ihm diesen Wunsch gerne erfüllen.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Leute, so alte Kamellen wie Betriebsgemeinschaften in solchen Regionen hat es schon vor 30 Jahren gegeben…Kumpanei ist Lumpanei (Sprichwort aus der Region). Die Betriebe sind baulich gut aufgestellt, die brauchen keine weiteren Stallungen. Hier geht es um zusätzliche Auflagen und daraus sich entwickelnde Kostensteigerungen. Kosten für neue Silagelagerstätten nach der AwSV, Tierschutzanforderungen gem. Tierschutzleitlinie, weil der Veterinär die Betriebe durchleuchtet, Düngeverordnung/Güllelagerbau etc…..Dürreprobleme und damit verbundene Futterknappheit, Auflagen bei Grünland, ….da hilft keine Betriebsgemeinschaft, die hindert eher.
                  Hier muss man dann wohl eher offen sagen: dicht machen! Nennt sich dann nach außen hin Strukturwandel,

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                • firedragon sagt

                  Brötchen 😂
                  könnte schwierig werden… vielleicht im nächsten Leben…

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          • Brötchen sagt

            Reinhard….

            Das war mein erstes Posting, kann sein, das Du das nicht gelesen hast, deshalb vielleicht das Missverständnis. etwas…

            Ferkelhebamme, man sollte das differenziert sehen.
            Man sollte nicht in Extreme fallen.
            Auf Medien, wenn es nicht lw. oder lebensmittelnahe Fachmedien sind, würde ich nichts geben. Da stimmt vorne und hinten nichts, von der Einordnung her.
            Das lesen mit seinen praktischen Erfahrungen abgleichen und dann kommt man schon zu einer realistischen Meinung.

            Mein Fazit:
            Bio hat schon Wachstum, es ist aber mit Tücken schwierig.
            Man sollte schon wissen, was man tut und vorsichtig herangehen.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Nee Brötchen, das war der Aufhänger:
              „die Armstorfer melken schon mehr als 50 Jahre und sie sind immer noch da Oh Wunder“

              Reinhard, dann ist doch alles gut.
              Du wolltest doch Lösungen haben. “ (Deine Worte!)

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            • bauerhans sagt

              „Bio ist keine Alternative, um ein Volk satt zu halten, also diskutiere ich darüber nicht“

              ich bin gerade auf zeitonline unterwegs und schreibe was dazu.
              bin überrascht,wie wenig gelöscht wird!
              heute mein glückstag:trecker zu gtü und nach 15min neuen tüv!

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    • Also dann soll der Landwirt Mundgerecht produzieren, oder? Umweltgerecht auch noch, die anderen geniessen in der Zeit ihr Leben und brauchen keine Verantwortung zu übernehmen.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ich stelle mir gerade vor, dass ein DBV- Funktionär vor Zehntausende demonstrierender Bauern tritt und sagt, dass ihre Demo nichts ändert und sie selbst sich retten können, indem sie ihre Betriebe umstrukturieren…..Jungs geht nach Hause und seid Unternehmer!

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  14. Oberländer sagt

    Keine Sorge Willi
    nach Märkel wird Deutschland Rot/Rot/Grün Zwangs –
    Ökologisiert , das spielen dann Marktgesetze keine Rolle
    mehr , da wird dann alles guhhht .

    Sarkasmus Ende

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  15. Ferkelhebamme sagt

    „Immer mehr Bundesbürger geben immer mehr Geld für Bioprodukte aus. Die Branche wächst rasant. Auf der weltgrößten Messe Biofach in Nürnberg zeigt sie seit gestern ihre Neuheiten.“
    So titelt unsere Tageszeitung heute auf der ersten Seite. Ist doch alles in Butter!

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    • Brötchen sagt

      Ferkelhebamme, man sollte das differenziert sehen.
      Man sollte nicht in Extreme fallen.
      Auf Medien, wenn es nicht lw. oder lebensmittelnahe Fachmedien sind, würde ich nichts geben. Da stimmt vorne und hinten nichts, von der Einordnung her.
      Das lesen mit seinen praktischen Erfahrungen abgleichen und dann kommt man schon zu einer realistischen Meinung.

      Mein Fazit:
      Bio hat schon Wachstum, es ist aber mit Tücken schwierig.
      Man sollte schon wissen, was man tut und vorsichtig herangehen.

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      • Obstbäuerin sagt

        Die Botschaften auf der BioMesse sind jedes Jahr die Gleichen. Die Fläche wächst, der Handel legt zu und die Betriebe werden mehr. Der wichtigste Faktor, nämlich der Anteil der Biobranche an der Lebensmittelversorgung wird dezent verschwiegen. Denn der wächst kaum und verharrt seit Jahren bei etwas mehr als 5% und wenn ich mich nicht irre, sind da die Importe mit drin.

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      • Ferkelhebamme sagt

        Brötchen, das war Ironie. Wenn man den gängigen Medien glaubt, wie unserer Tageszeitung heute (eine dpa-Meldung), boomt Bio unwahrscheinlich. Im Wirtschaftsteil ist ein ausführlicherer Artikel, der feststellt, dass der Umsatz bei Bio-Lebensmitteln im letzten Jahr um 10 % gestiegen ist, die Zahl der Biobetriebe um 6,3%, was einem Anteil von 12,6% an landw. Betrieben entspricht ( Nur in Deutschland? Das wird leider nicht klar). Wie hoch der gesamte Marktanteil von Bio-Lebensmitteln ist, dass der Markt gesättigt ist und die Erzeugerpreise stark fallen, bleibt unerwähnt.
        Ich werde ständig angesprochen, warum wir nicht auf Bio umstellen, das wäre doch DIE Zukunft… Ich kann es nicht mehr hören.
        Was mich auch nachdenklich macht ist, dass, auf der „Biofach“ Aussteller aus mehr als 100 Ländern ihre Neuheiten zeigen. Bio macht mich stutzig, wenn es nach Kerosin oder Diesel stinkt…

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    • brouss sagt

      Nürnberg ist Bio-Metropolregion. Dort haben auch die Braunen am übelsten gehaust. U.a. Streicher, der war zwar ein Schwabe, hat aber dort gelebt.
      Die Ursprünge der ehemaligen Quelle waren jüdisches Raubgut.

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  16. bauerhans sagt

    zeitonline berichtet auch gerade massiv über bio.
    der betreiber des Erdhofes Seewalde erntet frühmorgens seine pflanzen,fährt mal eben nach Berlin und beliefert ein hotel.
    ein anderer pflückt ein paar gewürze und versorgt die verzückte gastronomie.
    alles ganz easy.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Hans, die leben ja auch von Waldorf und Co…..weniger von Landwirtschaft, das ist aber die alles überragende „gute“ Botschaft.
      Im Kontext mit dem Auftritt bei whes bekomm ich immer einen Hals.

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  17. Brötchen sagt

    Fachliche Anmerkung,
    die „tatsächlichen“ oder „machbaren“ Kosten durch ein höheres Stallplatzangebot und vor allem die Futterkosten sind in der Milchproduktion nicht so exorbitant viel höher, als konventionell.
    Wer heute Bio machen will, muss auch sehen, dass er konkurrenzfähig in den Kosten und Leistungen ist! Heisst gute Leistung, wenig Verluste und möglichst wenig Kosten.

    Grobfutter müßte man eigentlich fast( +20%) zu konv. Preisen produzieren können.

    Der Biomarkt ist ein reiner Vertragsmarkt, wer da ausserhalb produziert hat das Risiko.

    In der aktuellen BZ war gerade ein Artikel über die Biobrüterei Fürstenhof, die mästen wohl alle Bruderhähne und haben ganz guten Absatz.

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  18. Reinhard Seevers sagt

    Ich bin ja mit dem lieben Gott so weit einverstanden, aber dass er der Klugheit Grenzen gesetzt hat und der Dummheit nicht, das nehme ich ihm wirklich übel.( Konrad Adenauer)

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    • bauerhans sagt

      wenn ich das lese,was sein „stellvertreter“ gerade wieder veröffentlicht hatte.
      bis jetzt hatte ich den Franziskus gemocht,weil ich dachte,der würde jetzt mal „frischen wind“ mitbringen.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Konvertiere, dann musst dich nicht mehr ärgern……15% der Weltbevölkerung benötigen einen Stellvertreter, der Rest kommt so klar. so what?

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