Bauer Willi
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Deutschland – ein Irrenhaus?!

Sturm, Corona, Thüringen – sind wir eigentlich noch normal?

In den letzten Tagen und Wochen habe ich zunehmend das Gefühl, gesellschaftlich und politisch in einem Irrenhaus zu leben. Während ich diese Zeilen schreibe (Sonntag abend) sitze ich am Schreibtisch und warte auf den großen Sturm, der schon vor zwei Tagen angekündigt wurde und über den nun schon seit über 48 Stunden berichtet wird. Die Bahn, die Flugzeuge, die Schulen, die Müllabfuhr, alles ist in Vorbereitung und immer tollere Meldungen machen die Runde. Ich habe die letzten zwei Nächte schlecht geschlafen, weil mich die Medien auch schon ganz verrückt gemacht haben. Gut, ich habe mich auch verrückt machen lassen…

In China ist kein Sack Reis umgefallen, aber rund 500 Menschen sind am Corona-Virus gestorben. Das ist schlimm, aber an der ganz normalen Influenza-Grippe sterben jährlich mehrere Tausend Menschen. Da redet kein Mensch drüber. Ich kann diese Panik, diesen medialen Hype wirklich nicht verstehen, zumal alle berichten, dass der Verlauf der Corona-Infektion milder verläuft als eine Influenza. Das in China mittlerweile über 250.000.000 Schweine wegen der ASP-Seuche getötet wurden und man in Europa auch davor zittert, liest man nicht. Interessiert ja im Wesentlichen nur Bauern. So what.

Und dann kommt Thüringen. Eine Abstimmung verläuft anders, als es alle prognostiziert haben. Der Untergang Deutschlands ist nahe… Was ist eigentlich, wenn der Sturm das Corona-Virus nach Thüringen weht???

Was haben die Bauern erreicht?

Im September wurde das Agrarpaket bekannt gemacht. Daraufhin wurden grüne Kreuze aufgestellt. Und zwar so viele, dass die Medien es wahrnehmen mussten und berichteten. Es zeigte sich eine unglaubliche Solidarität unter den Landwirten, ganz ohne Verbände. Vielen ging der stille Protest nicht weit genug. sie stiegen auf die Trecker und fuhren zu Tausenden nach Berlin. Diese Bauernproteste, organisiert von der Basis mittels WhatsApp haben seitdem viele Orte erreicht.

Die Bauernproteste führten schließlich zum sogenannten Agrargipfel. Die Kanzlerin zog sich mit einer Arbeitsanweisung an DBV und LsV aus der Affäre. Im Februar soll eine Zukunftskommission stehen. Seit Dezember habe ich nichts mehr davon gehört. Und ich war ja auf dem Agrargipfel. Wird langsam Zeit, oder?

Der angekündigte  LEH-Gipfel mit dem Lebensmitteleinzelhandel hat auch stattgefunden. 90 Minuten mit 30 Teilnehmern im Kanzleramt. Beim Agrargipfel waren wir 70 Personen und 180 Minuten. Und auch hier kein konkretes Ergebnis, sondern nur Appelle an Rewe, Edeka, Lidl, Aldi.

Edeka bringt einen Tag später eine Plakatserie, wer den niedrigsten Preis verdient hat. Unter anderem hat das Essen (in Oldenburg). Nichts verstanden oder Provokation?

Real listet DMK mit seinen Milchprodukten Milram aus. Das DMK hatte die Frechheit besessen, beim Handel höhere Preis zu fordern. Auch das wenige Tage nach dem Gipfel im Kanzleramt. Nichts verstanden oder Provokation?

Die Trecker fahren weiter. Und was macht die Regierung? Sie zaubert eine Milliarde aus dem Hut. Eine Bauernmilliarde! (Originalton Söder) Geht´s noch? Was soll das? Nichts verstanden oder Provokation? Und wir Bauern stehen in den Medien wieder da wie die Deppen.

Ich habe die Schnauze so was von voll

Normalerweise pflege ich sprachlich einen anderen Ton, aber diesmal mache ich eine Ausnahme. Leute, was soll das? Ihr habt nichts verstanden. Wir Bauern gehen auf die Straße, weil wir Angst um unsere Zukunft haben und ihr macht weiter wie bisher:

  • Düngeverordnung? Da müsst ihr Verständnis haben, das waren die anderen… nix zu machen, da müssen wir durch
  • Insektenschutzprogramm? Das will die Svenja von der SPD und mit der wollen wir von der CDU es uns nicht verderben.
  • Nutztierhaltungsverordnung und Tierwohl-Label? Ja, da kommt jetzt der Druck von „der Gesellschaft“, und die NGO haben schließlich deutlich mehr Mitglieder als wir in der Partei. Wir versuchen es mal mit einer Fleisch-Steuer.

Das alles kann man doch mit Geld nicht zukleistern. Was wir brauchen, sind langfristig zuverlässige Rahmenbedingungen. Am besten lasst uns einfach mal zwei Jahre in Ruhe!!

Dann meldet sich noch EU-Timmermanns zu Wort: „In der EU gibt es viel zu viele Landwirte. Dass muss weniger werden.“ Komisch, in Deutschland reden alle Parteien davon, dass sie den bäuerlichen Familienbetrieb erhalten wollen. Der soll aber laut Merkel und Klöckner in die Digitalisierung investieren, mehr Bio machen bei fallenden Preisen, Humus aufbauen bei weniger Düngung, vielfältige Fruchtfolge ohne Pflanzenschutz, höhere Standards erfüllen und Mercosur schlucken.

Und dann meint unsere Landwirtschaftsministerin noch, wir Bauern müssten „vor die Welle kommen“. Ich finde das zynisch. Wir kommen nie vor die Welle, weil die Regierung sich von den NGO´s treiben lässt und Politik nach Tages-Trends macht. Wir Bauern denken aber in Generationen!

Die Themen Bürokratie, neue Züchtung, Flächenversiegelung, Kartell von Aldi und Co, Landkäufe von Investoren, Green Deal usw. habe ich jetzt nicht angesprochen. Es gibt noch mehr Zielkonflikte und Widersprüche, die jeder sieht, aber keiner auflöst. Über den Ausstieg aus Kernkraft und Kohle, die Verkehrs- und andere Wenden will ich mich nicht auch noch auslassen. Ich werde wohl ein Notstromaggregat kaufen…

Was ich in den letzten Monaten bei den Gesprächen mit allen möglichen Politikern gemerkt habe: Keiner von denen hat einen Plan. Alle reden nur so, wie sie glauben, dass es ihrer Klientel gefällt. Wissenschaft spielt keine Rolle mehr. Eine offene Diskussion ist kaum möglich, ohne gleich als „Leugner“ von irgendwas dargestellt zu werden. Oder als böser Chemie-Lobbyist. Deckel drauf, fertig. Man selbst gehört ja zu den Guten und kann sich das erlauben.

Ich habe in den letzten 45 Jahren bei jeder Wahl meine Stimme abgegeben. (wie sich das anhört…abgegeben). Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wüsste ich zum ersten Mal nicht mehr, wenn ich wählen sollte. Nein, auch nicht die Parteien mit dem „f“ vorne oder in der Mitte.

Wie soll es weitergehen?

Das ist die Frage, die ich mir schon seit Weihnachten immer wieder stelle. Und ich weiß, dass sie sich viele draußen auf dem Land auch stellen. Wir haben mit den grünen Kreuzen und den Demos etwas erreicht, weil wir gehört worden sind. In der Sache hat sich nichts getan. Nichts von dem, was im September angekündigt wurde, wurde auch nur ansatzweise zurückgenommen. Aber noch mehr grüne Kreuze aufstellen, noch mehr Treckerdemos? Damit würden wir wohl die Sympathie der Mitbürger auf´s Spiel setzen. Habt ihr eine Idee?

Euer Bauer Willi

 

 

 

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183 Kommentare

  1. Christina sagt

    Zitat aus:
    https://www.achgut.com/artikel/die_machtergreifung_der_falschen_bauernfreunde

    „Der entscheidende Hebel ist eine Reform der EU-Steuermilliarden, die in die Landwirtschaftspolitik fließen. Sie müssen Tierwohl, Umwelt, Klima dienen.“

    Da ist er, der große Hebel zur Vernichtung von hunderttausenden Bauernexistenzen in Europa. Der Vorsitzende der deutschen Grünen will hinterrücks, über den EU-Hebel, Fördergelder in Höhe von 60 Milliarden Euro für „Tierwohl, Umwelt, Klima“ umwidmen. Das bedeutet praktisch: Er will sie der aktiven Bewirtschaftung des Landes entziehen. Er will diese Milliarden den Bauern, für die er gerade noch Mitgefühl simuliert hatte, stehlen. Und das Programm ist schon in Arbeit, als Chefsache bei der Kanzlerin.

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  2. Ein Privatier sagt

    Wen’s interessiert.
    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/helds-ausblick/der-systemwechsel-durch-die-agrarwende/

    – Ausschnitte –

    „Ist der Bauer ruiniert, wird dein Essen importiert.“
    „Unser Hof hat Napoleon, Hitler und Stalin überlebt. Er wird auch die Grünen überleben.“
    „Sie säen nicht. Sie ernten nicht. Doch sie wissen alles besser.“

    „Ein viel weitergehender Eingriff in die Landwirtschaft ist schon in Arbeit: Das gesamte Fördersystem der Landwirtschaft soll fundamental geändert werden.“

    „Da steht es: Die „traditionellen Mittel für die Landwirte und die Regionalförderung“ sind nun das Angriffsziel. Mit der „Klimarettung“ hat die Politik aus dem harmlos klingenden „Umweltschutz“ einen gigantischen Hebel gemacht, der nun zu einem Systembruch im gesamten EU-Haushalt genutzt werden soll. Denn die Agrar- und Regionalpolitik stellt den Hauptteil dieses Haushalts dar.“

    „Die Suggestivformel „überholte Agrarpolitik“ – Dem aufmerksamen Leser ist sicher aufgefallen, dass der Kommentator der FAZ die Änderung des Fördersystems gutheißt. Er begründet das nicht näher, sondern benutzt Suggestiv-Worte. So streut Kafsack das Wort „traditionell“ ein, um die gegenwärtig gültigen Mittel der Agrarförderung irgendwie alt aussehen zu lassen. Warum sie veraltet sind und welche besseren „neuen“ Mittel in Aussicht stehen, wird dem Leser nicht mal ansatzweise mitgeteilt.“

    „Die fundamentale Täuschung der „Agrarwende“ – Das ist fürwahr eine irre und auch erstaunliche Idee. Denn eigentlich ist unbestritten, dass ökologische Nahrungsmittel in der Herstellung aufwendiger und daher teurer sind. – (…) – Damit würden auch die Chancen der Landwirte, für ihre Produkte einen kostendeckenden Absatz zu finden, nicht steigen, sondern sinken.“

    „Wenn Grüne rechnen – Die „Ökonomie“ der ökologisierten Landwirtschaft beruht darauf, dass man das Problem umdefiniert: Man misst nicht die Qualität und die Herstellungskosten von Lebensmitteln, sondern man führt eine zusätzliche, viel größere und im Prinzip unendliche Größe ein: Die Erhaltung der natürlichen Umwelt, der gesamten Flora und Fauna, des Klimas, des Planeten.“

    „Brandenburger Realitäten – Die Berliner Zeitung vom 2.1. berichtete über ein Gespräch, das der brandenburgische Landwirtschaftsminister Vogel von den Grünen mit der Deutschen Presse Agentur geführt hat. Man erfährt, dass der Öko-Landbau alles andere als der große Trend ist: „Nachdem im Land zwischen 2012 und 2015 die Prämie ausgesetzt wurde, sei die Zahl der Öko-Betriebe und der ökologisch bewirtschafteten Flächen zurückgegangen.“ “

    „Doppeltes Spiel – Am 18./19.Januar erschien in der Berliner Zeitung ein Interview mit dem Grünen-Chef Habeck. Er gab sich mitfühlend und sagte „Die Bauern fühlen sich allein gelassen“(diesen Satz setzte die Redaktion über das ganze Interview).Aber dann, eher beiläufig, fiel folgender Satz: „Der entscheidende Hebel ist eine Reform der EU-Steuermilliarden, die in die Landwirtschaftspolitik fließen. Sie müssen Tierwohl, Umwelt, Klima dienen.“ Da ist er, der große Hebel zur Vernichtung von Hunderttausenden Bauernexistenzen in Europa. Der Vorsitzende der deutschen Grünen will hinterrücks, über den EU-Hebel, Fördergelder in Höhe von 60 Milliarden Euro für „Tierwohl, Umwelt, Klima“ umwidmen. Das bedeutet praktisch: Er will sie der aktiven Bewirtschaftung des Landes entziehen. Er will diese Milliarden den Bauern, für die er gerade noch Mitgefühl simuliert hatte, stehlen. Und das Programm ist schon in Arbeit, als Chefsache bei der Kanzlerin.“

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    • Thomas Apfel sagt

      Brandenburger Realitäten
      „Nachdem im Land zwischen 2012 und 2015 die Prämie ausgesetzt wurde, sei die Zahl der Öko-Betriebe und die ökologische Anbaufläche zurückgegangen“
      Das ist etwas irreführend, die Prämie für ökologische Bewirtschaftung wurde keinesfalls ausgesetzt (sonst wären ALLE Öko-Betriebe verschwunden!) sondern die Summe der zusätzlichen Mittel für Umstellungsförderung wurde schlicht aus haushalterischen Gründen beschränkt. Wie sehr der Öko-Landbau auf Prämien „schielt“ zeigt der Bestand an Öko Apfelflächen in Brandenburg. Es sind laut Statistik 232 ha. Selbst bei großer Mühe (unter Nutzung des Steuobstkatasters u.Ä.) kann ich diese Fläche nicht finden.
      Was ich finde sind rund 30 ha Fläche auf denen tatsächlich produziert wird. Erträge für den Öko-Obstanbau sind weder über die Statistik noch über das Landwirtschaftsministerium zu erfahren. Wir als IP-Betriebe hingegen werden monatlich abgefragt. Ähnlich ist das beim Grünland. Wenn man durch BB und MVP fährt, fällt der zunehmende Anteil des nicht, oder sehr extensiv bewirtschafteten Grünlandes auf. Das ist die logische Folge von 0,4 GVE/ha. Das kann man gut finden oder nicht, definitiv beruht aber die oft beklagte geringe Wertschöpfung je Hektar in diesen beiden Bundesländern genau darauf.
      Der beschriebene Wandel von der Betrachtung der „Ökonomie“ des Öko-Anbaus von den Kosten der Erzeugung von Lebensmitteln auf „universelle“, nicht überprüfte und schwer überprüfbare Werte wie Erhalt der Artenvielfalt und Rettung der Welt vernebelt gewollt die tatsächlichen Effekte und Nachteile des Öko-Landbaus, nämlich die völlig unzureichende Produktivität und den daraus resultierenden extrem hohen Flächenverbrauch.
      Mein Fazit zum Verhältnis von Öko-Landbau zu moderner,produktiver Landwirtschaft ist Folgendes:
      Die moderne Landwirtschaft, die zu immer größeren Betrieben und immer weniger bewirtschafteten Höfen in den Dörfern führt ist im Sinne der Sicherung der Ernährung unumgänglich weil diese Entwicklung den Gesetzen des unbedingten Wachstums geschuldet ist. Der extensivere Öko-Anbau in effektiv produzierenden Betrieben erreicht 50 % der Erträge der modernen Landwirtschaft und kann diese Mehrkosten und Mindererlöse nicht in Endverkaufspreise ummünzen. Daher ist das Einkommen dieser Betriebsinhaber/ Arbeitskräfte zu fast 100 % subventioniert. Die Marktmacht des Einzelhandels wird daran auch in nächster Zukunft keine Änderung zulassen.
      Etwas anders sehe ich die Aktivitäten von SOLAWI, und Hofgemeinschaften, die mit sehr vielen jungen Leuten und viel Enthusiasmus versuchen den Marktstrukturen etwas entgegenzusetzen. Die vielen Teilnehmer sind in der Regel extrem schlecht bezahlt und es ist viel Idealismus mit am Werke. Das hängt vor allem damit zusammen, dass die „Propaganda“ bei den jungen Leuten den Blick auf die Realität und die Schwierigkeiten der Ebene vernebelt. Daher verschwinden solche Initiativen, da selbst die Subventionen die Kosten nicht decken meist nach kurzer Zeit, oder bleiben „Schulgartenprojekte“ mit wechsender, meist studentischer Besetzung. Man sollte solchen Projekten trotzdem positiv gegenüberstehen, denn sie bringen definitiv „Leben in die Bude“ und machen die Dörfer bunter. Wenn das Ganze vom Sekten-ähnlichen Missionierungswillen, Sendungsbewußtsein und Dogmen befreit stattfinden würde, wäre es für alle Beteiligten nur positiv. Und selbst wenn es nur als „Praktikums Lehrzeit“ für junge Städter funktioniert, ist allen gedient.

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      • Brötchen sagt

        Guten Morgen Thomas!

        Mutterkuhhaltung ist zur Zeit nicht wirtschaftlich bzw. schwierig.
        Der Boom nach der Wende ist auf die Kopfprämien zurückzuführen. Es gab mal eine Mutterkuh und Mutterschaftprämie. Jetzt schon lange nicht mehr.
        Deswegen werden die Flächen nur so bewirtschaftet, das man die normalen Prämien bekommt. Zum Teil wird Heu gemacht und verkauft. Ich fahre heute auch wieder und hole was.

        Schafhaltung sieht jetzt gar nicht so extrem schlecht aus, pro Mutterschaf incl. Prämien liegt der Erlös bei ca. 350 bis über 400 €. Da sind die Flächenprämien und Landschaftspflegeprämien bei.

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  3. Thomas Apfel sagt

    Habe mir gerade den Livestream „Landwirtschaft im Dialog“ zum Thema Düngung angetan.
    Was die Organisatoren diesmal gut gemacht haben, war die Unterteilung in 3 aufeinanderfolgende Podiumsgespräche: 1. Die Sicht der Wissenschaft, 2. Die Sicht von Praktikern, erst bei 3. kam ein Vorstandsmitglied von WWF zu Wort, hatte aber in H. Paetow einen guten Kontrapart. Insgesamt sehr sachlich. Interessant war vor allem der Bericht aus Dänemark (Sörensen). Die haben die N-Auswaschungen von 1985 bis 2005 von 110 kg/ha auf 20 kg/ha heruntergefahren. Seine Aussage, die weitere Forderung von einer Absenkung des jetzigen Niveaus um 35% bis 2035 hält er für nicht machbar. Man wird bestraft, wenn man zu früh etwas macht, sagte er, denn bei der EU zählt nur die Veränderung/Absenkung in % und nicht das was real erreicht ist und überhaupt erreicht werden kann. Kommt Einem doch irgendwie bekannt vor. Er zahlt als 600 ha Ackerbaubetrieb 40.000,- € p.a. PSM-Steuer. Seit 1985 sind nach seiner Aussage 80 % der damaligen Betriebe verschwunden. Trotzdem sagt er, das sei nicht das größte Problem, sondern die Tatsache, dass es nahezu keine Betriebsnachfolger gibt. Das Durchschnittsalter der dänischen Betriebsinhaber liegt aktuell bei 65. Bis dahin haben wir wohl noch einigen Strukturwandel vor uns.

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    • @Thomas Apfel

      Ich habe es mir auch live angesehen. Wie fandest Du denn den Auftritt von Frau Klöckner? D#nemark wird interessant. Die Betriebe sind in der Regel hoch verschuldet und die „Nachfolger“ sollen die Betrieb mit sammt den Schulden für teures Geld abkaufen. Dass dies keiner macht liegt auf der Hand.

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      • Thomas Apfel sagt

        Hallo Mark,
        ich fand, dass Frau Klöckner eine gute Rednerin ist. Inhaltlich ist sie an die Machtverteilung zwischen BMU und BML gebunden. Lustig finde ich, dass sie sich hinstellt und die zu geringe Binnendifferenzierung bei den roten Gebieten und das nicht repräsentative Nitratnetz als Versäumnis der Länder darstellt. Ihr Problem ist, dass sie von den Bauer gefordert wird das Nitratmessnetz zu überprüfen, diese Dinge aber im Zuständigkeitsbereich der übereifrigen Frau Svenja und ihres BMU liegen. Ist denn zum Beispiel bei euch Binnendifferenzierung realisiert worden? Bei uns nicht, was mich bei den handelnden Personen im Landesamt für Umweltschutz auch nicht wundert.
        Sie hat sich bemüht, im Gegensatz zu vorherigen Äußerungen, die Bauern nicht zu provozieren. Sie wird sich nicht zu 100 % auf die Position der Bauern stellen, weil das in der derzeitigen Konstellation politischer Selbstmord wäre. Ich glaube einfach, sie versucht dieses Amt bis zur nächsten Wahl halbwegs unbeschadet über die Bühne zu bringen und dann möglichst schnell an ihrer weiteren politischen Karriere zu arbeiten.

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Obstbäuerin, danke für den Link. Aber denke mal an Willis Worte bevor du das für bare Münze nimmst.“ Deutschland ist ein Irrenhaus“.
      Heut zu Tage ist in diesem Land alles Möglich.
      Sogar der größte Schwachsinn wird als Erfolg verkauft.
      Es gab zu DDR-Zeiten mal einen schönen Spielfilm, „Rette sich wer kann“
      Kennt normalerweiße jeder “ OSSI“. Nicht der Inhalt ist hier das primäre, sondern der Titel.

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      • Obstbäuerin sagt

        Wo Du recht hast, hast Du recht Brandenburgbauer. Da schwebt ja immer noch die zweite, eigene Volksinitiative über uns.

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  4. Na klar, das liegt in der Natur der Menschheit, die einen geniessen das Leben und lassen es sich was kosten, die haben dann auch kein Geld um sich an einem Windrad oder Biogasanlage zu beteiligen.
    Die anderen sparen auf ihr klein Häuschen mit Fotovoltaikanlage und weiter um sich eventuell am Umweltschutz beteiligen, vielleicht an einer Biogasanlage.

    Na und
    Wollen nun die Genießer des Lebens neidisch werden? Rufen die dann wieder zum Staat und betteln? Oder appellieren an seine Sozialpolitik?
    Und die Bauern müssen es wieder ausbaden?
    Das ist echt unsozial, oder?

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    • Reinhard Seevers sagt

      Am Ende steht immer die gleiche Frage: Wer bekommt von wem wie viel Kohle, Penunse, Knete?
      Es geht bei jedem Menschen, ob einfacher Bürger oder Investor immer nur um eins: Geld
      Und bei Geld hört bekanntlich aller Spaß auf.
      Es ist der Motor für alle Entscheidungen in unserem Leben und unserer Gesellschaft.

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      • Ein Privatier sagt

        Geld ist ein wertneutrales Medium.

        Entweder hat man Eier, die man gegen Kartoffeln eintauschen kann oder man hat sie nicht.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Meine will keiner gegen Kartoffeln eintauschen….was mache ich da nur?
          Tauschhandel ist wohl kaum eine realistische Alternative oder?

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          • Ein Privatier sagt

            Geld ist ein wert- und warenneutrales Handelsmedium.
            Das kann, so wie alles, moralisiert werden.
            W – W (Ware gegen Ware)
            W – G – W (Geld kommt das erste Mal ins Spiel)
            G -W – G (Bsp.: Der reisende Händler)
            G – G (Kapital wird an der Börse zur Verfügung gestellt, um z.B. zukünftige Projekte finanzieren zu können. Der Zins hat auch eine zivilisatorische Funktion!)

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  5. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Liebe Kollegen,
    solange wir Bauern uns darauf förmlichst versteifen, Nahrungsmittel in Ausschließlichkeit produzieren zu wollen -es spielt dabei kaum mehr eine Rolle, ob in der konventionellen LW oder im Öko-Landbau- bedienen wir Überhänge, die alle anderen genüsslich verfrühstücken dürfen, einzig die Urprodukton ist nahezu außen vor.

    Warum verweigert man sich stoisch der mannigfaltigen Alternativen im NON-FOOD-BEREICH, einem heißhungrig aufnahmefähigen Zukunftsmarkt. Zum wiederholten Male ein Beispiel nur auszugsweise: Der Strompreis hat innert Jahresfrist um sage und schreibe 8% aufgeschlagen, alle schreien, aber jeder bezahlt!

    …Lebensmittel kommen nun einmal nicht aus der Steckdose, hier laufen sämtliche Uhren ganz einfach anders herum!

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    • bauerhans sagt

      einen bauern,für den produktion durch kraft mal weg mal zeit das entscheidende ist,wirst du nicht neu programmieren können.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Das machen doch bereits tausende: Biogas, Windkraft, kommunale Arbeiten, Photovoltaik, Heutrocknung, Pelletherstellung, Kompostierung, Grünanlagenpflege, Catering, Freizeitangebote……ist doch keine Neuerung. Sie steht und fällt immer mit den Personen und den Möglichkeiten.

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      • firedragon sagt

        Ich glaube, wir können gar nicht genug Energiewirte haben, wenn Deutschland alle seine AKW’s und Kohleenergie platt gemacht hat. Denken Sie nicht auch, Herr Seevers?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Die Frage ist, ob der einfache Bürger/Nachbar sich das ohne finanzielle Beteiligung noch lange gefallen lassen wird. Deshalb wird ja die Beteiligung diskutiert. Und dann wird die Marge schon wieder geringer….
          Ich sehe auch noch nicht, wie man als Einzelneroder als Gruppe langfristig die Versorgungsicherheit garantieren kann und möchte.
          Am ende kommt wieder das Gleiche raus, wie vorher: finanzkräftige Investoren müssen die NAchhaltigkeit finanziell absichern oder übernehmen.
          Guckst du: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Bioenergiedorf-Juehnde-EAM-kauft-Anlage,juehnde132.html

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          • Brötchen sagt

            Ich muss auch ab und an unser BHKW am Laufen halten.
            Das ist alles stressig.

            Das Kraftwerk Jänschwalde hat eine Leistung von 3000 MW ( zur Zeit 2000 MW in Betrieb und 1000 MW in Reserve) in etwa soviel wie alle Biogasanlagen in D. zusammen und die machen den Strom für unter 4 cent/KWh kostendeckend.

            Aber die Mehrheit will das ja nicht mehr.
            Wer nicht hören will, muss eben fühlen.

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            • Stadtmensch sagt

              35% Wirkungsgrad, Kohle reicht auch nur noch 5 Jahre ohne Welzow Süd II aufzumachen und Prochim abzubaggern. Glaube kaum, dass bei den 4 cent/KWh schon die „Renaturierung“ dabei ist. Irgendwo hatte ich auch mal was von 6 cent Subvention pro KWh Kohlestrom gelesen. Lasst endlich umstellen auf KWK, Geothermie, PV, Wind und Redox-Flow Batterien. Achso, zu stressig – ich vergaß…

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              • Reinhard Seevers sagt

                Stadtmensch meint: …“Lasst endlich umstellen auf….“

                Wer ist mit der Aufforderung gemeint? Brötchen hat ja schon umgestellt, ergo kannst du ihr wohl kaum etwas vorhalten oder ihre Einschätzung einfach wegwischen.

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                • Stadtmensch sagt

                  Also „einfach“ wische nur die 4 cent / KWh und „wer nicht hören will muss fühlen“ weg. Da fällt der Kommentar eben auch etwas flapsiger aus…

                  Ich fühle höchstens den Frust einiger Wortfüher hier, was die Kosten der „Energiewende“ angeht. Dabei sind es doch meistens Landwirte, die die wahnsinnigen Pachten (50 bis 70K im Mittel pro Monat) an günstigen Standorten für Windkraftanlagen abgreifen?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Stadtmensch, es ist doch eigentlich immer so, dass diejenigen, die sich beschweren nicht gleichzeitig diejenigen sind, die profitierenn, oder umgekehrt.
                  Das ist lediglich eine Unterstellung von einem Stadtmenschen…..es soll auch Stadtmenschen geben, die auf whes – Demos gehen. Es sind aber sicherlich nicht alle oder?

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                • Stadtmensch sagt

                  @Reinhard, mir ist es lieber, Leute engagieren sich für eine LW ohne 80000er Ställe, gegen hemmungslosen Freihandel und für eine kooperative, dezentrale Kreislauf(Land)wirtschaft wo möglichst viele Menschen relativ selbstbestimmt wirtschaften können, als die Dinge treiben zu lassen und letztendlich wieder bei Bauernland in Junkerhand zu landen. Ich als linke Bazille muss das so sehen.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Zitat Stadtmensch:@Reinhard, mir ist es lieber, Leute engagieren sich für eine LW ohne 80000er Ställe, gegen hemmungslosen Freihandel und für eine kooperative, dezentrale Kreislauf(Land)wirtschaft wo möglichst viele Menschen relativ selbstbestimmt wirtschaften können, als die Dinge treiben zu lassen und letztendlich wieder bei Bauernland in Junkerhand zu landen. Ich als linke Bazille muss das so sehen. “

                  1. Du unterstellst, dass alle Bauern sich freiwillig dem Freihandel unterwerfen? Was für eine eingeschränkte Sichtweise. Du pauschalisierst einfach.
                  2. Landwirtschaft ist immer dezentral und als einzige Wirtschaftsform schafft sie einen Kreislauf, jedenfalls mit Tierhaltung.
                  3. Selbstbestimmtes Wirtschaften….5,-€ ins Phrasenschwein.
                  4. Junker gibt es nicht mehr und Investoren haben häufig in ihren Portfolios Aktien, die auch vom Normalbürger gefüttert werden. Man muss immer bedenken, dass die heutige Gesellschaft differenzierter denn je ist.
                  Wenn man früher nur Arbeiter bei Mercedes war, so kann der heutige Arbeiter selbst Aktionär sein und bestimmt mit seinem Handeln die Firmenpolitik….

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              • firedragon sagt

                Stadtmensch,
                glaube Du hast keinen landwirtschaftlichen Hintergrund.
                Um Dich besser zu verstehen und /oder Dir Fragen stellen zu können – was machst Du beruflich?

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                • Stadtmensch sagt

                  Stimmt, ich bin nur Hobby-Gärtner und „Googlebauer“, aber durchaus interessiert an ungefilterten Infos aus der LW. Beruflich Softwareentwicklung, kein WHES-Aktivist. Ich graswurzele mit ein paar Gleichgesinnten (als selbsternannter verlängerter Arm unseres Grünflächenamtes) für Stadtgrün, Entmüllung usw.. Also diverse „Aktionen“, Stadtgärten, Baumpatenschaften,

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              • Christian Bothe sagt

                @stadtmensch,warum umstellen, haben noch AKWs,Wasserkraft,Kohle,Biogas,PV,Windmühlen(leider viel zu viel),Pumpspeicherwerk etc.Alles da und bisher zu günstigeren Preisen für Industrie,LW und Bevölkerung…

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                • Stadtmensch sagt

                  Dass ihr Merz-Fans euch nur mit Mikroökonomie auskennt und die Qualität einer Wirtschaft nur nach Börsenpunkten beurteilt ist ja das Problem. Aber selbst dann müsstet ihr doch erkennen, dass wir was neues zu tun brauchen?!
                  Lesetipp auf welt.de: Paul Nolte über Merz…

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        …und dann gibt es soeben die weiteren Alternativen, die noch in den Kinderschuhen steckend, fortwährend systematisch torpediert und „ausgetrocknet“ werden.

        Man lässt sich eben nicht die dick geschichtete Wurst vom eigenen Brot rauben, …und schon gar nicht von den bisher treudoof in Ketten gelegten Sklaven der Neuzeit, die das gut geschmierte Hamsterrad auf ihren Höfen nicht verlassen dürfen.

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  6. Elisabeth Ertl sagt

    Corona: 42.200 Infizierte, 1011 Tote = Todesrate 2,4 %. (zum Vergleich Grippe 0,7%). Die Ausbreitung konnte in China noch nicht gestoppt werden, weil die Krankheit auch symptomlos verlaufen kann und trotzdem ansteckend ist. Über etwaige Langzeitfolgen der Infektion weiß man noch nichts. Ist das nicht Grund genug für die Vorsichtsmaßnahmen, die bei uns jetzt getroffen werden? Ich finde das gut. Von Hysterie würde ich nicht sprechen, nur weil das jetzt eines von vielen Themen ist.

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    • bauerhans sagt

      stimmen die offiziellen zahlen aus China??
      gerade chinesen lügen,dass sich die balken biegen,es geht bei denen immer um die Gesichtswahrung.

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  7. Sabine sagt

    Es kommt immer darauf an, was man sieht.
    Ich sehe den Frust und die Verzweiflung wohl. Vieles was nicht mehr geht, aber ich sehe auch viele kleine Lichter, die von überall her kommen.
    Da sehe ich sture Poken, halsstarrige Bergbauern, erdverwachsene Leute, die sich lange geweigert haben, das Vieh weg zu tun. Nutzvieh was scheinbar seinen Nutzen verloren hatte, dessen Leistungen halt nicht nur in kg Milch oder Fleisch lag und nicht gemessen werden sollte. Das durch das Auflösen von Herdbücher und Verdrängungskreuzung ausgerottet werden sollte und die Höfe, zu denen sie gehörten, gleich mit. Wo das Vieh blieb, blieben die Bauern noch Bauern, auch wenn sie längst ihr Geld auch fürs Vieh in Gastwirtschaften und Ferienwohnungen verdienen. Und oft, nach langen Anfeindungen auch von den eigenen Berufskollegen, wird diese Haltung vielleicht bald doch belohnt. Da interessieren sich nun plötzlich wieder Leute für Tuxertaler und Pommersche Landschafe, für Rotes Höhenvieh und Bunte Schweine… Nichts wo mit man reich wird, aber es kommt wieder. Nein, die wird man nicht im Lidl um die Ecke bekommen, für die muss man schon einiges investieren. Und neuerdings kann man dann auch mit den Landwirtschaftsberatern wieder darüber reden, ob Leistungsoptimierung nicht vllt. doch besser sein kann, wie Hochleistungszucht. Wenigstens für die, die bereit sind 200 Euro für eine Jacke auszugeben und wenigstens ab und an mal den nicht nur den Grill, sondern auch das was drauf liegt anschauen. Eine Landwirtschaft für die oberen 10.000, die den Millionen, die zum Discounter gehen, allerdings auch eine Landschaft erhält, die wohl niemand wirklich missen will.
    Dann gibt es die vielen, die für alle und jeden produzieren und das auch allen und jedem zeigen wollen. Das ist gut so. Nicht jede Jungbäuerin muss z.B. unbedingt mit ihren Kühen schwimmen gehen und ihren Kälbchen Blumenkränze flechten, aber wahrscheinlich hat Joga and Friends in den letzten Monaten mehr für das Image Milchviehhaltung getan als der Verband der Milchviehzüchter in den letzten Jahrzehnten. … und bei 14.000 Litern in der 4 Laktation darf dann auch mal darf es auch sicher mal ein Ehrenkranz sein.
    Die Youtuber, Instagrammer und Blogger werden mehr und mit jeder Kuhnasen-Foto, jedem Trecker-Video und jeder Saustall-Stall-Führung werden die Suchmaschinen mit Bildern gefüttert und diese Bilder stemmen sich tapfer und gar nicht so aussichtslos gegen die Grusel-Videos aus Stalleinbrüchen.
    Und dieses Land braucht beide, die, die auf 1.000 m ihre „Urviecher“ jeden Tag zusammensammel und die, die mit Hochleistungstieren arbeiten, die, die Kuh-Kuschler und die Erklärbären und die, die ganz normal sind und die, die nur in jedem 2. Video die Fassung verlieren.
    Hättest Du gedacht, als Du mit dem Alois das hier angefangen hast, dass Videos aus dem Stall und Fotos vom Trecker irgendwen interessieren?
    Wenn das so weiter geht, ist die Kuh bald nach der Katze der häufigste Content.
    „Die Bauern merken wenigstens, dass wir alle irgendwie verarscht werden und wehren sich.“, das sagte mir gerade erst ein Trucker. Ob das am Ende was bringt, kann ich nicht vorhersagen. Ich kann nur sagen, dass viele Gewerbe sich gerade wünschen, dass ihre Berufskollegen so zusammenstehen würden und sich wenigstens ein bisschen mehr wehren würden. Wenn da der Schulterschluss gelingt – auch mit den Nachbarländern- wird es vllt. doch noch etwas mit dem Traum von der EU als Gemeinschaft der Menschen und etwas weniger als Spielwiese für Bürokraten. Schaun wir mal, dann sehen wir schon.

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    • Thomas Apfel sagt

      Danke, Sabine,
      endlich mal ein optimistischer Text. Nur für die „Oberen 10.000“ ist eine ganze kleine Nische, Die landschaftserhaltenden Betriebe, mit alten Nutztierrassen und extensiver Bewirtschaftung sind nur in den wirklichen Urlaubsgebieten rentabel. Ich habe mir gerade in MVP einige extensive Landschafts- und Naturschutz Bio-Betriebe angesehen. Da wird so gut wie nichts produziert und die Erzeugnisse aus extrem extensiver Tierhaltung und Sonderrassen sind kaum abzusetzen. Diese Form der Landnutzung lebt nur von Subventionen. Das ist, solange genug Geld in den Töpfen ist, ja auch in Ordnung. Nur, wenn 100 % der Einkommen über Subventionen generiert wird und selbst die Kosten zu großen Teilen nur durch externe Fördergelder gedeckt sind, ist dieses Modell in seinem derzeitigen Umfang schon jetzt an seinen Grenzen angekommen. Es wird in Zukunft nicht mehr, sondern deutlich weniger Geld für jedwede Subventionen zur Verfügung stehen. Ganz lustig wird es, wenn hochsubventionierte Betriebe ohne wirkliche Realproduktion mit einem Zusammenbruch des Finanzsystems zusammenfallen. Wenn es allerdings gelänge, die Gelder aus dem Umwelt-schädlichen Kreuzfahrt-Massentourismus in die heimische Touristikbranche umzulenken, wäre sicherlich einiges möglich, aber erstens erwarten die „Massentouristen“, dass Urlaub in Deutschland nichts kostet, und zweitens: Soll man sich das wirklich wünschen?

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      • Wer erklärt dem Verbraucher, dass er nicht dauernd auf Kosten der Umwelt seine Bequemlichkeit, in Punkto Urlaub und Erlebnis-Jobbing haben kann?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Hier setzt das Problem an!!!
          Die Landwirtschaft ist der Ablasshandel für die Verfehlungen, die man sich leisten darf. Fleischverzicht versus Urlaubsflug, das haben alle erkannt, deshalb wird doch auch so vehement auf der Landwirtchaft herumgehackt. Die Branche hat einen schlechten Ruf, sie ist politisch ohne Einfluss und jeder kann verlauten, dass er sich Ökokonform verhält und darf sich deshalb den Spaß weiterhin leisten. Die Gesellschaft will sich aber nicht auch noch vorschreiben lassen, wann und wie oft sie Spaß haben möchte. Deshalb wird die Agrarwende für die Mehrheit kein Problem, Spaßhaben und Konsum wird bleiben, das ist der Sinn des arbeitenden Kapitalismusmitgliedes.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Danke für den Beitrag! Vor allem diesen Satz möchte ich voll unterstreichen: “ Ich kann nur sagen, dass viele Gewerbe sich gerade wünschen, dass ihre Berufskollegen so zusammenstehen würden und sich wenigstens ein bisschen mehr wehren würden. Wenn da der Schulterschluss gelingt – auch mit den Nachbarländern- wird es vllt. doch noch etwas mit dem Traum von der EU als Gemeinschaft der Menschen und etwas weniger als Spielwiese für Bürokraten. “ Die Bauernproteste treffen einen Nerv, der weit über die Landwirtschaft hinausgeht. Deshalb sollten die Bauern ihre reine Nabelschau beenden. Es geht um ein Wirtschaftssystem, mit dem 90% der Bevölkerung unzufrieden ist. https://www.morgenpost.de/wirtschaft/article227304031/Kluft-zwischen-Arm-und-Reich-in-Deutschland-waechst-weiter.html
      Man darf nicht vergessen, dass der Mensch sich in der großen anonymen Masse nun einmal wie ein Vieh verhält (Griff zum Billigsten) Wenn ich nicht will, dass 20 Schafe sich auf einen Trog mit Futter stürzen, dann muss ich Abtrennungen machen und verschiedene Tröge aufstellen. Die Politik ist der Viehbauer des Volkes. Das Individuum funktioniert anders als die Masse. Es kann so weit drüber stehen, dass es den Sinn politischer Maßnahmen auch schätzen kann, wenn es gegen die eigenen Interessen geht – so lange die Maßnahmen gerecht sind.

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      • firedragon sagt

        Dann hat der „Viehbauer“ derzeit nicht gerade ein glückliches Händchen…
        (Ich stelle mir das gerade bildlich vor)

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      • bauerhans sagt

        ich hatte der hier im ort allein regierenden spd geschrieben,dass sie sich zwar über umwelt,bienen und lebensqualität laufend öffentlich äussern,aber die bauern,von denen es mindestens noch einen in jedem ortsteil gibt,wohl vergessen haben.
        (gibt aber mindestens einen discounter in jedem ortsteil)
        sie wollen jetzt auf mich zukommen.

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    • Bauer Willi sagt

      Boah eh, Sabine, das tut mal richtig gut. (das mit dem Sturm Sabine ist schon ok.) Ganz ehrlich? Ich habe gedacht, der Spuk ist nach drei Monaten wieder vorbei. Dass das so eine Welle werden würde, hätte ich nie gedacht.

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    • Obstbäuerin sagt

      »Schaun wir mal, dann sehen wir schon.« Soviel ich auch schaue, Sabine, ich sehe keine Lösung. Dieses friedliche nebeneinander her produzieren der verschiedenen Produktionsweisen gibt es nur an der Basis und auch dort hakt es schon mal. Bölw und NGO`s (jetzt in Zusammenarbeit mit der Politik) konterkarieren doch jede Zusammenarbeit, wenn den konventionellen Bauern ihre wichtigen Produktionsmittel entzogen, die Auflagen erhöht und darüberhinaus auch noch die Förderung gekürzt werden sollen.
      Und eine Nische, die man sich hart erkämpft und über Jahre erarbeitet hat, kann durch Ordnungsrecht jederzeit zerstört werden, so wie wir es jetzt erleben.

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      • Sabine sagt

        Ihr habt Recht. Wenn einem am Schreibtisch das Kantinenessen quer sitzt, kann der mit einem Federstrich ganze Landschaften auf links drehen. Bisher brauchte man einen riesen großen Apparat, um so was zu verhindern. Was wir von den Weltverschwörern, Makeup-Püppchen und Serien-Auspackern auf den auch oft sehr asozialen Medien lernen können ist eins:
        Man braucht nur ein Handy und eine Meinung.
        Mein Vorschlag: Zwischen Karneval und Ostern jede Woche ein Thema raussuchen, was ihr für besonders wichtig haltet.. das kann alles sein, vom Mistabdecken bis zum Wolf und z.B. mit dem Hashtag: Frühlingserwachen Bilder, Videos mit kurzen Erklärungen, warum das halt weder der Natur noch den Landwirten was bringt oder was ihr schon auf den Höfen unternehmt, was aber nicht vergütet wird. Und das dann an einem bestimmten Tag in einem abgesprochenen Zeitraum auf allen Kanälen posten und wie wild untereinander teilen. Das zieht das Thema in den Meinungs-Charts hoch, so schafft man Trends und bekommt Aufmerksamkeit.

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        • bauerhans sagt

          „Man braucht nur ein Handy und eine Meinung.“

          nichtmal ne eigene meinung braucht man,sondern einfach nur google!

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          • Obstbäuerin sagt

            Bauerhans, wenn Dir das reicht … ? 🙄
            Die Idee von Sabine ist gar nicht so schlecht – das müsste jemand organisieren und koordinieren. Da klemmt´s dann meistens. Ich scheitere ja auch an meiner Idee, eine Seite im Netz aufzubauen, wo jeder, der in seiner Umwelt vorzeigbare Insekten, Schmetterlinge, Vögel oder andere Tiere vorfindet, diese auf einer Deutschland-Karte einstellen kann.

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              • Obstbäuerin sagt

                Mit dem Nabu werde ich wohl nichts mehr gemeinsam machen, seit ich dazu verdonnert wurde, nicht ohne Genehmigung des Nabu über Ergebnisse des Monitoring auf unseren Flächen zu berichten. So werden Daten, die positiv sind, unter dem Deckel gehalten.
                Ansonsten ist das schon in etwa, was mir vorschwebt. Ich hatte so die Idee, das man den Standort anklickt und sich eine Seite mit den Fotos öffnet.

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                • Stadtmensch sagt

                  Die meinen das nicht so. Der Herr Mey (PETA) ist doch auch ganz nett…
                  Sorry, die Vorlage war zu gut 😉

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                • firedragon sagt

                  Guten Abend Obstbäuerin,
                  frag doch, ob Stadtmensch Dir bei Deiner Herzensangelegenheit behilflich sein kann.

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                • Obstbäuerin sagt

                  Wie gefällt Dir der nette Vorschlag von firedragon, Stadtmensch? Wäre da was zu machen?

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                • Stadtmensch sagt

                  Uff Obstbäuerin, ihr seid doch echt allesamt verkappte Ökos! Nach 20 Jahren 45h Woche bin ich echt ziemlich ausgelutscht was Programmieraktivitäten in der Freizeit angeht. Ich therapiere mich ja schon selbst mit Gartenhühnern. Aber wir können beim Nabu gerne mal fragen, ob die da mitspielen würden. Quellcode auf Github veröffentlichen und schauen, wie aufwendig eine Erweiterung wäre. Hab auch nur kurz dazu recherchiert, weil mir das irgendwie bekannt vorkam. Eventuell gibt es schon Open-Source Bestrebungen in dieser Richtung…
                  Können das auch per PN weiter diskutieren. Bauer Willi hat ja meine email.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Stadtmensch,
                  wenn meine Söhne gewusst hätten, wie schwierig das programmieren sich darstellt,
                  ja dann hätten die sich lieber für den Beruf eines Winzers und Obstbauern entschieden.

                  Wenn ich mal Zeit habe, dann bedauere ich alle Stadtmenschen.

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                • Brötchen sagt

                  Ich habe mal bei Goggle Playstore geguckt, es gibt eine Menge Apps zur Insektenbestimmung ä. und Registrierung. Auch z.B. von einer GmbH als Sachsen App.

                  Was steht denn als Zielstellung hinter so einem Projekt??? Ich würde das vorher mal definieren, ehe man da Aufwand treibt.
                  Was ist die Zielgruppe?

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                • Stadtmensch sagt

                  @Brötchen: Genau so! Das ist auch schon viel Arbeit…
                  @Ehemaliger: wart mal ab. Auf Knien werden die sie betteln, mal draußen häckeln zu dürfen. Den Weinberg im Wechsel der Jahreszeiten…usw.

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                • Obstbäuerin sagt

                  Hallo Brötchen, gestern war wieder mal der Schwund der Schmetterlinge dran (Diskussion bei topagrar). Diesmal nicht wegen »Pestiziden« sondern wegen Überdüngung. Der Herr vom wwf kann öffentlich einfach behaupten, was er will, es kann keiner mit Fakten was dagegen halten. Das ist bei Nitratwerten und den daraus folgenden roten Gebieten schon anders. Die Fehler wurden nachgewiesen. Als Grund für die Forderung Pflanzenschutzmittel möglichst vollkommen aus dem Verkehr zu ziehen, wird der Insektenschwund (erweitert Artenschwund) als Fakt behauptet. Da möchte ich gern auch eine Binnendifferenzierung gegensetzen, denn der Verlust unserer wichtigen Pflanzenschutzmittel bedeutet den Verlust vieler kleiner Obstbaubetriebe.

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                • Brötchen sagt

                  Obstbäuerin, das ist mir schon klar.

                  „Ich hatte so die Idee, das man den Standort anklickt und sich eine Seite mit den Fotos öffnet.“
                  „Schwund der Schmetterlinge dran (Diskussion bei topagrar). ……“

                  Das ist mir schon klar.

                  Wenn! willst Du motivieren, wo! und was! einzugeben?
                  Und was soll das Ergebnis! sein?

                  Ganz konkret, eine Tabelle mit Standorten und was soll da noch stehen?

                  Eine Standortangabe aus Google maps zu kopieren ist jetzt nicht das Problem.

                  Irgendwelche Daten in einer Datenbank abzulegen auch nicht.

                  Weiss nicht, ob man da unbedingt eine App braucht.

                  Man könnte auch an Informatikstudenten rantreten, ob die Ambitionen haben. Die suchen oft sinnvolle Projekte.

                  Nabu hat natürlich eine ähnliche Zielrichtung, aber ein andere Zielstellung im Auge.

                  Ich würde mir mal die Sachsen App ansehen, wie die Hintergründe da sind, vielleicht kannst Du Dich da ranhängen. Projekt über LBV o.ä. wäre auch denkbar.

                  https://play.google.com/store/apps/details?id=com.telerik.KBSInsectFinder&hl=de

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              • Obstbäuerin sagt

                Hallo Sabine, ich kann Deine Antwort nicht mehr zuordnen aber ich gehe mal davon aus, dass Du mich meinst. Leider bin ich kommunikationstechnisch etwas zurückgeblieben aber ich habe von meinen zahlreichen Schmetterlingsbildern eine Bestimmungskarte mit 29 Arten drucken lassen. Wenn Du einen kleinen Einblick bekommen möchtest, findest Du auf Seite 50 einen kurzen Beitrag von mir. https://mluk.brandenburg.de/sixcms/media.php/9/Apfelland-Brandenburg.pdf

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                • Sabine sagt

                  Instagram ist im Moment DIE Plattform, wenn es um Bilder (mit kurzen Texten) und kurze Videos geht. App aufs Handy und auf der Internetseite eine Account eröffnen und Bilder hochladen. Die Bilder können mit kurzen Suchbegriffen ausgerüstet werden, die heißen #(Hashtag). Beiträge, die mit dem selben # gekennzeichnet wurden, werden für den Suchenden unter dem Schlagwort sichtbar. Und man kann so auch „Gegen Bilder“ hochladen. Nehmen wir mal den #dairytruth, der war eigentlich von Tierrechtlern eingeführt wurde als Teil einer weltweiten Kampagne gegen Milchbauern. Mit entsprechend fürchterlichen Bildern. Inzwischen posten aber unter dem # auch Milchbauern ihre Fotos aus dem Kuhstall und erklären z.B. warum ihre Kühe nicht die ganze Zeit um ihre Kälber weinen oder wie Bilder eben auch ihre „Gruselfaktor“ erhalten… Licht, Perspektive… wie hier z.B. https://www.instagram.com/p/B7nydHxoCnN/
                  Das ist, finde ich, ein schönes Werkzeug, um Landwirtschaft sichtbar zu machen.

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  8. Bauer A. sagt

    Die Politik in Deutschland wird doch offensichtlich fremdgesteuert. Die Umwelt- und Klimadebatte ist dabei ein willkommenes und geplantes Mittel zum Zweck. Die Debatte in der Landwirtschaft begründet sich dabei meines Erachtens nur in den Auswirkungen der großen Ziele. Befasst Euch mal mit dem Phänomen „George Sorros“ und seiner Open Socienty Foundation. Zur weiteren Verdeutlichung auch noch die Beiträge „Das Prinzip Waldsterben“ Teile 1-3 auf Tichys Einblick. Alles mal googln! Dann wird der Nebel klarer.
    Im Moment hilft nur: härtere Gangart einlegen.

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  9. Peter Fröhlich sagt

    Unterschreibe den Text.
    Was folgen muss sind vorwärtsgerichtete Lösungen die eingefordert werden.
    Anstatt Cross Compliance Auflagen braucht es aktiven Support während der Saison. Da können Satellitendaten stark helfen. Und es braucht neue Technologien wie Laser zur Unkrautvernichtung, lokale Düngerproduktion etc.
    Da hätten wir einen ganzen Katalog auf Lager.
    Klare Konzepte und klare Forderung. Auch in Richtung Einzelhandel und Politik.

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  10. Altbauer Jochen sagt

    Manche Politiker und „Hochgestellte“ Persönlichkeiten
    glauben in ihrem Dünkel die Welt retten zu können
    und stolpern über ihre eigenen Füße weil sie die Nase zu hoch halten !
    Unser Irrenhaus wird nicht von Irren bewohnt, sondern geführt.
    (nicht alle, aber zu viele)

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  11. Sparky sagt

    Geehrter Bauer willy.

    Recht haben sie! Allerdings ist „irrenhaus“ untreffend.
    Irre können wir wegsprerren lassen und mit Medikamenten einstellen!
    Das wird uns bei unseren Politikern schwer möglich sein!
    Das große Problem ist der Fachkräfte Mangel in der Politik!
    Früher haben sich Menschen für ihre Ämter profiliert und wurden dann geprüft ob sie in ihr jeweiliges Amt passen. Heute werden politische Bereiche vererbt und viele unserer Politiker haben ihren Job durch Korruption erworben. Docktorarbeiten und Lebensläufe wurden nachweislich gefälscht!
    Es gibt nur wenige „Politiker“ die meisten sind Transferzahlungs Empfänger die von einem Fettnäpfchen ins nächste treten (Flintenuschi)

    Die Lösung des Problems?
    Die Landwirtschaft muss mit viel Geld kluge Köpfe kaufen! Rechtsanwälte, Steuerberater…
    Klüger zu sein, als die momentane Politik,- ist nicht schwer!
    Wir brauchen es bloß einmal zeigen!
    Geld in die Hand nehmen um uns eine starke Lobby aufzustellen ist die einzigste Chance „ vor die Welle“ zu kommen!

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  12. Agriculus sagt

    Was haben die Bauern zu verlieren. Wenn wir nicht kämpfen, keine Kreuze aufstellen und nicht in die Städte fahren werden wir erst recht an der Wand zerdrückt. Ansonsten gebe ich ihnen Recht! Wir sind im Irrenhaus und es wird immer schlimmer!

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    • Thomas Apfel sagt

      Passend dazu das heutige Interview mit Sebastian Dickow bei Top Agrar. Man kann mit Whats App sicherlich schnell Parolen streuen, Termine organisieren, Leute an einen Platz bringen. Was man mit dieser Methode nicht kann, ist inhaltliche Arbeit und Kompromiß-Suche. Auf die Frage, warum soviel Junge Leute aktiviert werden konnten, kam die Aussage, „..weil ein Dreißigjähriger, der seinen Betrieb in die Zukunft führen will eben anders tickt als ein Sechzigjähriger, der keine Perspektive für seinen Betrieb sieht und sich dann auch eher mit der DÜV arrangiert“.
      Was ich bei der ersten und der zweiten Demo von LsV in Berlin gesehen habe, waren vor allem die 50-zig und 60- zig Jährigen. Erfreulicherweise auch ein halbwegs adäquater Anteil an Jungbauern. Ich finde es ziemlich kontraproduktiv, den Genrationenkeil in die Bauernbewegung zu treiben, sind es doch zu großen Teilen gerade die Älteren die sich bisher weit mehr für die Zukunft ihrer Höfe engagiert haben. Aber vielleicht irre ich mich ja, und in Zukunft wird alles mit Whats App Zusammenkünften geklärt. Da bin ich dann raus und das ist vielleicht gut so.

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      • firedragon sagt

        Naja – komische Aussage.
        Ich würde die Teilnahme an LsV nicht an einer Generation festmachen. Da sind alle Altersklassen vertreten.
        Wenn man landwirtschaftliche Sitzungen dagegen besucht, sitzen dort eher die Älteren. Vielleicht haben die jüngeren Landwirte auch einfach nur viel zu tun und können Bauernversammlungen usw einfach nicht besuchen.
        Vielleicht ist es aber auch einfach nur Arbeitsteilung…
        Ich habe WhatsApp schon vor einiger Zeit deinstallieren – war etwas nervig.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Der Druck der Straße ist wichtig und bei Whats App kennen sich die jüngeren in der Regel besser aus, wichtig ist wie du schreibst, Personen die auf gleicher Höhe mit der Politik verhandeln kann. Ob Diese Personen 30 Jahre, oder 60 Jahre alt sind, ist letzten Endes egal, sie müssen es nur können.

        Obwohl ich die 60 bei weitem überschritten und keinen Nachfolger habe, schrieb ich wegen dem Volksbegehren in BW Leserbriefe und sammelte Unterschriften für den Volksantrag, der am vergangenen Freitag dem Minister Peter Hauk mit 84.100 beglaubigten Unterschriften übergeben wurde. Erforderlich waren 38.500.

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  13. Elisabeth Ertl sagt

    Vor ein paar Tagen hat unsere Landwirtschaftsministerin verkündet, dass die GAP 2020 ein Drittel der österreichischen Bauern vom Markt fegen will. Das scheint bereits festzustehen. Sie will das fehlende Geld mit Steuermitteln ausgleichen. Na, da darf man gespannt sein ….

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  14. Christian Bothe sagt

    Das was Bauer Willi zusammengefaßt feststellt, ist Realität in unserer Republik. Gerade ich als Thüringer habe das Dilemma vor der Haustür. Speziell in diesem Falle kommt mir die CDU Führung in Berlin manchmal vor wie das „Politbüro“, welches Anweisungen an den Landesverband gibt. Bloß nicht die Linken und die AfD wählen. Schon ist das Chaos perfekt und es gibt keine Regierung in Thüringen. Dann wird noch von einer ganz schlauen westdeutschen Journalistin (Anne Will gestern) die Kompetenz und der Einfluß der Bundesparteien bei FDP und CDU infrage gestellt.Was wollen wir nun eigentlich? Eigenständigkeit der Landesverbände ja oder nein oder doch lieber „Politbüro“ (Ansätze gibt’s ja bei unserer LW genug)und „Zentralkomitee“. Was den Umgang mit der AfD betrifft,läuft auch hier einiges falsch. Ich denke auch Merkel hat mit ihrer Flüchtlingspolitik zum Erstarken dieser Partei beigetragen. AfD ist nicht nur Höcke und Co. Viele unserer Berufskollegen haben in Sachsen und Sachsen-Anhalt und Thüringen diese gewählt,warum wohl? Immerhin sind auch die AfD genau wie die Linke demokratisch gewählt wurden und man sollte auch mit den demokratisch gesinnten Kräften dieser Partei sprechen und sie nicht ständig ins abseits drängen, beispielsweise den ständigen Wahlen zu Bundestags-oder Landtagsvizepräsidenten. Übrigens strotzten auch die Grünen in ihrer Anfangsphase vor Radikalität und die Linke ebenso,obwohl es da ein ganz andere Historie (SED,PDS)gab. Die freiheitliche Demokratie sollte aber damit klar kommen wie dies auch in anderen Ländern geschieht. Es bedarf dazu natürlich einer guten Führung und deshalb baue ich Auf F. Merz als nächsten BK und CDU Chef.Deshalb baue ich auf baldige Neuwahlen in Thüringen und im Land!

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Thomas, es hat ja sehr lange gedauert bis du dich ein mal konkret zur Situation in deinem Bundesland äußerst !
      Bei allem hin und her, was wäre, was könnte, den Knall in Thüringen hat aus meiner Sicht die CDU ganz allein, vor allen anderen Beteiligten zu verantworden.
      AKK , mit ihrer Ansage heute, ist für mich nur ein weiterer Beweiß, für ein Bauernopfer von Mutti.
      Frau Merkel kapiert nichts und will auch nicht einsehen welchen Schaden sie diesem Land zugefügt hat und mit ihrer Politik weiter zufügt.

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        • Christian Bothe sagt

          @firefragon,danke!Er will neuerdings immer, das ich Thomas heiße, unser Brandenburgbauer…

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          • firedragon sagt

            Herr Bothe,
            möglicherweise haben Sie einen Zweitnamen, von dem Sie nichts wussten oder Sie verzichten auf „Christian“, dann hat’s der Brandenburgbauer einfacher. 😇

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  15. Paulus sagt

    Ein Problem neben vielen anderen scheint mir zu sein, dass viele in die Politik drängen die es in der freien Wirtschaft zu nichts bringen würden. Die Anzahl der Parteisoldaten und Parlamentarier ohne qualifizierten Berufsabschluss ist erschreckend hoch. Hinzu kommt, dass sich der Nachwuchs zunehmend aus Leuten rekrutiert, die es von vorne herein auf eine Parteikarriere angelegt haben ohne auf andere Erfahrungen zurückblicken zu können. Solche Leute ticken nun mal anders und denken in anderen Kategorien als man es sich erhofft. Die Einflussnahme der NGO’s lasse ich jetzt mal außen von. Von Vernunft gesteuerte Politik kann man von denen jedenfalls nicht unbedingt erwarten.
    Andererseits werden sich qualifizierte jüngere Zeitgenossen, die in der Wirtschaft schnell mal Jahreseinkommen so ab ca. 120.000 € p.a. mit der Aussicht auf deutlich mehr erreichen, wohl kaum in die Politik begeben. Ich selbst habe es vor langer Zeit auch schon mal ansatzweise und mit gutem Willen versucht. Selbst wenn ich es mit viel Glück irgendwann mal in den Landtag oder gar in den Bundestag geschafft hätte, erschien es mir zu riskant und in monetärer Sicht völlig uninteressant. Abgesehen davon, hätte ich mich seinerzeit selbst in der FDP zu sehr verbiegen müssen. Da darf man sich über den Mangel an geeignetem Personal nicht wundern.
    Erfolglose Feld-, Wald und Wiesenjuristen, Lehrer und Beamte sowie Leute mit abgebrochenem Studium der Theologie- oder Theaterwissenschaften tun sich da zweifelsfrei leichter. Die kommen sonst auf keinen grünen Zweig, auch bei der Caritas nicht.
    Was den sogenannten Journalismus betrifft kann ich nur sagen, Bauer Willis Aussage was die NZZ betrifft stimmt und bringt es auf den Punkt. Ist wie Westfernsehen!

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    • Bauer Fritz sagt

      Kürzlich wurde für derartige Parteisoldaten der Lebenslauf recht treffend beschrieben mit: Kreißsaal – Hörsaal – Plenarsaal

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    • firedragon sagt

      Über Politik, Politiker und den ganzen Zirkus kann man stundenlang diskutieren – wir, das gemeine Volk, werden, was bspw die Qualifikation dieser Personen betrifft, wohl nichts ändern können.
      Wäre ja zu schön, wenn man an die Politiker den gleichen Anspruch erheben könnte, mit dem ein Mensch mit einer mehrjährigen und fundierten Ausbildung gemessen wird. Und das Erstaunliche daran ist ja, jeder Fachfremde von dem Haufen darf dir seine Regeln angedeihen lassen.

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      • Stadtmensch sagt

        Also wir wissen ja, wer z.B. die EU-Agrarpolitik für D maßgeblich gestaltet. Dazu gabs hier mal einen Beitrag: „Gekaufte Agrarpolitik?“. Wir wissen auch, wer die umlagefinanzierte Rente angreift wo es nur geht (Finanz- und Wirtschaftsspezialisten). Oder wer Dividentensplitting fördert (der favorisierte BK in spe).

        Auch haben diese ganzen Fachidioten nichts in der Politik verloren, denn Fachidioten können nie brauchbare Lösungen für Menschen entwickeln, die ca. Hälfte ihres Lebens (0 bis 18 oder 25 bzw. 67 bis sagen wir 90) auf die Hilfe anderer angewiesen sind (also wir alle).

        Aber wie das so ist: „Dummes Volk regiert sich leicht“. Da muss man nicht mit reinhard Mey kommen, das geht schon beim Lob der Torheit los (Erasmus von Rotterdam).

        Die Hälfte wittert überall linksgrüne Müslifresser und Radfahrer, die mit ihrem Gendergedöns „Unseren Wohlstand“ gefährden.

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        • Obstbäuerin sagt

          Stadtmensch, schreib doch mal Deine Meinung so, dass sie auch so einfache Gemüter wie ich, verstehen. Warum magst Du denn diesen Song von Reinhard Mey nicht?

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          • Stadtmensch sagt

            Also ich halte dich jedenfalls nicht für ein einfaches Gemüt. Werde mich bemühen, mein Geschreibsel künftig so klar ind deutlich wie Paulus auszuführen: „Alle doof außer ich“. Gehalt passt, Geschlecht passt und dann streu ich noch ein paar Fachtermini wie Euler-Knicken oder Laplace-Transformation ein und fertig ist der pragmatische Macher.
            Spaß beiseite: ich sehe die Zukunft und die Verhältnisse hier (noch) nicht so pessimistisch wie der Herr Mey. Bin seit kurzem großer Blasmusik-Fan.
            Am 25.1. durfte ich im E-Werk zu Weimar dem Freundschaftsspiel „Brass Banditen“ gegen „Tuba Libre“ beiwohnen. Was für ein ultimativer Gaudi!

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              „Brass Banditen,Tuba Libre ?

              In der Schweiz nennt man dies Guggenmusik,
              die treten beim Basler Morgenstreich auf.

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            • Und warum ist der Text von Reinhard Mey zu pessimistisch, Stadtmensch? Die Frage wolltest du doch beantworten,oder?

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              • Stadtmensch sagt

                Ohne Leid kein Glück. Stell dir vor, es gäbe nichts mehr anzustreben, weil alles schön seicht und behaglich ist. Da wird man ganz schnell verrückt. Wie das Immunsystem wenn es nix zu tun hat…
                Ich weiß auch nicht, warum ich mich nicht klar ausdrücken kann…

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      @Paulus, du Feigling warum hast du deine damalige Chance so liegen lassen. Man muss sich nicht unbedingt verbiegen lassen,wen man ein erstrebenswertes Ziel vor den Augen hat
      Mit deinem Wissen und deiner Erfahrung hätten wir die jetzigen Probleme heute sicherlich nicht.

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  16. firedragon sagt

    Was wäre noch eine Idee – Bildungsministerium.
    Ein dringendes Ziel sollte sein, Ernährung in Zusammenhang mit LW als Fach flächendeckend, von Grundschule bis Oberschule, in Deutschland (wieder) einzuführen.
    Dabei ist allerdings klar, Ergebnisse (oder selbstverantwortlicher, wissenbasierter Umgang mit Lebensmitteln und Natur, daraus dann landwirtschaftliche Zusammenhänge erkennen) sind erst in einigen Jahren aufzeigbar.
    Dabei kann und muss die LW (alle Wirtschaftsweisen) partnerschaftlich den Schulen zur Seite stehen.

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  17. Bettina S. sagt

    Die kommende Wirtschaftskrise wird den Bauern wieder viele Freunde verschaffen, so wie es mir meine Mutter erzählte, deren Mutter nach dem Krieg Schürzen nähte um die bei den Bauern gegen Eier, Kartofeln, vielleicht Speck einzutauschen um zu überleben. Mir geht die Dekadenz wie das bekloppt hysterisch kranke Fordern der Konsumenten wie der Politiker unglaublich auf die Nerven. Völlig irre, beeinflusst, manipuliert. Deutschland wird insgesamt völlig gespalten, destabilisiert, entwirtschaftet, deklassiert. Die Landwirtschaft zu vernichten ist einer der irren Bestandteile des Feldzuges gegen die Eigenen, denn wer sich nicht ernähren kann, der hat begrenzte Möglichkeiten zur Existenz. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Jedenfalls wird das Erwachen kommen, aber nicht jeden begünstigen…

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  18. Obstbäuerin sagt

    Die »Grünen Kreuze« waren der erste Schritt, dann folge zweitens lsv mit Traktorendemos und jetzt brauchen wir eine dritte Aktion, die darauf aufbaut aber was und wie?
    Ich schließe mich Bauer Willis Ratlosigkeit an und sehe meine Gefühlslage am besten durch die letzte Strophe in Reinhard May´s »Narrenschiff« wiedergegeben. Ein wahrer Prophet:

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  19. Mr Tom sagt

    Das Gefühl, dass Deutschland ein Irrenhaus ist, habe ich nicht erst seit ein paar Tagen oder Wochen. Meine Mitgliedschaft in der Union habe ich schon vor über zwei Jahren aufgekündigt.
    Lohnt sich übrigens: Man bekommt einen Brief vom Praktikanten des Generalsekretärs – auf feinstem Papier – in dem sogar noch das Angebot eines persönlichen Gesprächs unterbreitet wird.
    Was mich derzeit fast schon amüsiert: Diejenigen, die besonders engagiert an den zurückliegenden Protesten beteiligt waren, finden sich nun insbesondere auf den Kommunalwahllisten der Union wieder.

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  20. Schorsch Summerer sagt

    Was mir fehlt sind die Realisten, Pragmatiker und Fachleute. Eigentlich ist ja alles gesagt, alles dargelegt, man muss nur die Dinge zusammenfügen, richtigstellen, den grossen fachlichen Zusammenhang herstellen. Doch die deutschen Politiker die sind völlig verrückt geworden. Oder waren es die schon immer? Haben die uns nicht in den WK 1 getrieben in ihrem Grössenwahn? Oh „Die“ darf man ja gar nicht sagen sonst wird man in die Ecke gestellt! Wie war das gleich wieder mit der von der Politik angeordneteten Schlachtung der Schweine 1917 und der darauf folgenden Hungersnot, Steckrübenwinter genannt? Warum erinnert mich die Veganersatzreligion so fatal daran? Oder wie war es als der Kaiser und darauffolgend Weimar durch den Adolf GRÖFAZ ersetzt wurde? Auch wenn man immer gerne der Bevölkerung die Schuld an diesen damit einhergehenden Verbrechen anlastet, war das doch eigentlich ein Totalversagen der „Eliten“ und jenen die sich dafür gehalten haben. Und jetzt wieder, eine Politikkungelei die einen nur noch würgen lässt, Lug und Betrug, fachliche Inkompetenz wo man auch hinschaut und mit der AFD wieder so eine „Erlöserpartei“. Gott bewahre. Ich kann die Amis mittlerweile verstehen dass die in ihrer Not den Twitterpräsidenten Donald den Grossen Trump gewählt haben. Und wir Bauern? Wir versuchen irgendwie weiter zu machen. Auch wenn es heute gerade noch ganz ruhig ums Haus ist. Es soll ja heute der grosse Sturm kommen. Es wird uns vielleicht wieder einen Haufen Bäume umreissen, dann arbeiten wir sie auf und setzen neue. Oder vielleicht deckt es uns das eine oder andere Dach ab, dann decken wir wieder zu. Wie immer. Das ist das was die Nichtlandwirte nicht verstehen. Wir jammern nicht, auch wenn man uns das immer andichtet. Wir sagen wenn etwas nicht passt und das manchmal sehr deutlich! Und so werden wir das auch weitermachen auch wenn uns das schwerfällt. So. wie es jetzt aussieht zieht es jetzt zu. Dann schaun mer mal!

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    • Reinhard Seevers sagt

      Neben den unsäglichen Relativierungen und dem Revachismus sollten Sie evtl. die Tatsachen analysieren:
      „Ich kann die Amis mittlerweile verstehen dass die in ihrer Not den Twitterpräsidenten Donald den Grossen Trump gewählt haben.“

      DIE Amis haben ihn nicht gewählt, er ist aufgrund des Wahlsystem mit Hilfe einiger Wahlmänner ins Amt gehoben worden. Das hat nichts mit Mehrheiten zu tun, so wie auch die vielen Prozesse gegen Bayer nichts mit der Gefahr von Glyphosat zu tun haben, sondern mit Kohle aufgrund eines Systembedingten verdrehten Rechtssystem…..

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      • Schorsch Summerer sagt

        Wir sollten akzzeptieren dass das amerikanische Wahlsystem mit ihren Wahlmännern so ist wie es ist. Und deshalb ist Donald gewählt worden und wird sehr wahrscheinlich wieder gewählt, ob uns das gefällt oder nicht. Gewählt haben Ihn die Menschen die sich von den bisherigen Machthabern im Stich gelassen gefühlt haben, z.B. Rust Belt. Ich bin übrigens kein Trump Fan. Auch bin ich kein Anhänger von Relativismus und Revanchismus Herr Seevers, das sollten Sie zur Kenntnis nehmen! Doch ich bin nicht blind und lese über diese Dinge viel aus verschiedensten Qellen, weil es mich halt intressiert.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Weil das System ist, wie es ist, ist es eben auch nicht aussagefähig. Wen nman bei den Amis das Wahlsystem akzeptiert und unsere Politik gleichzeitig in Frage stellt, dann frage ich mich, warum man dann diese nicht auch als Gott gegeben hinehmen möchte.
          Aber hier wird andauernd moralisiert und es werden Brandmauern aufgebaut, auch von Seiten des Volkes.

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          • Schorsch Summerer sagt

            Das war mit dem Orkan. Ein kleines Stürmchen etwas Regen und jetzt scheint wieder die Sonne. Nur das Internet wurde zeitweise in die Steinzeit zurückkatapultiert. Reinhard, wir haben das Wahlsystem der Amis zu akzeptieren weil es nicht das unsere ist! Ob es mir gefallen würde, wohl eher nicht. Uns geht nur unser Wahlsystem und unsere Politik etwas an und da gefällt mir doch eineiges gar nicht, z.B. die Unfähigkeit die Abgeordnetenzahl zu begrenzen oder die Tatsache dass jede aber wirklich jede Partei getreue Gefährten und Unterstützer auf gute Posten schiebt auch wenn sie dafür ungeignet sind. Ein anderer Vorwurf an mich war Relativierung und Revanchismus. In Deutschland ein heikles Thema. um es klar zu stellen, natürlich gab es zu jeder Zeit Mitläufer, Mitjubler, Mittäter und üble Dinge, Taten und Verbrechen vor allem im 3. Reich aus dem Volk oder dem Heer heraus. Unentschuldbar aus heutiger Sicht. Die Frage ist immer WARUM kam es dazu. Warum haben diejenigen die von sich behaupten über dem gemeinen Volk zu sein und immer alles zu wissen derartiges nicht verhindert als es noch zu verhindern ging. Warum wurde im Vorfeld nicht konstruktiv zusammengearbeitet um ein Abgleiten in die Radikalität zu vermeiden. Wenn wir die Thüringer Wahl anschauen ein sehr ernstes aktuelles Thema! Und wenn wir schon darüber reden, wer von uns könnte für sich und seine Familie die Hand ins Feuer legen das er nicht auch zu damaliger zeit mit damaligen Wissen zu den Mitläufern oder Tätern gehört hätte. Wir kennen ja von unseren Eltern und Grosseotern dass sie ja niemals „dabei“ waren. Wieviel ist wahr, wieviel ist verdrängt? Ich erinnere mich an die Erzählungen von meinen Musiklehrer der im Winterkrieg in Russland war und sich mit einem Freund viele Kilometer hinter die Linien gewagt hatte nur um den höchsten Berg den Elbrus zu besteigen. Er behauptetet an diesem Tag durch den gewltigen Ausblick gewusst zu haben dass sie verlieren werden. Ist es wahr? Oder den Bauern der als Soldat angeblich nur das Schussfeuer von einem Massaker gehört hatte. Oder dem Nachbarn der nach mehrjähriger russischer Kriegsgefangenschaft eine unglaubliche Wut auf seine Befehlshaber hatte und dennoch immer ein Rechter blieb. Wir können nur im nachhinein sagen, wir wissen es Besser und lernen daraus. Umsomehr graut mir vor der derzeitigen Politik die offenbar nichts daraus gelernt hat.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Zitat Summerer: “ Wir können nur im nachhinein sagen, wir wissen es Besser und lernen daraus. Umsomehr graut mir vor der derzeitigen Politik die offenbar nichts daraus gelernt hat.“

              Und weil eben JEDER nun meint er sähe es richtig, und weil JEDER seine Meinung öffentlich machen kann, deshalb meinen ALLE, sie haben Recht. Deshalb ist es so, wie es ist, gespalten bis ins Mark. Das Volk ist ein Spiegelbild seiner selbst. Sagen Sie später nicht, sie hätten nichts gewusst….ein schöner Satz für ALLE, die sich verfolgt, unverstanden, unregiert, falsch regiert, nicht unterstützt nicht wahrgenommen fühlen. Nur eine Partei weiß, wie es gehen muss, und in dieser manifestieren sich komischerweise wieder die gleichen Stereotypen wie damals, als man ja nichts gemerkt hat oder nichts merken wollte, oder sich hat einschüchtern lassen…..

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              • Schorsch Summerer sagt

                Habe ich recht? Eine zentrale Frage darum sollten wir dem anderen zuhören und versuchen ihn zu verstehen. Doch wer will meinen Standpunkt, den des Bauern verstehen? Derzeit werden wir von so vielen, wenn auch nicht von allen, nur angeschrien was wir doch für Umweltzerstörer, Subventionsschmarotzer, Wasservergifter usw sind. Ja wir können und wir könnten vieles noch besser machen. Wir wissen es. Doch wir können nicht gegen unser Wissen anwirtschaften. Schon gar nicht können wir ohne Bezahlung arbeiten. Niemand kann das. Und damit sind wir wieder am Anfang der Debatte. Ich für meinen Teil versuche den Leuten unser wirtschaften zu erklären, versuche sie mitzunehmen auf dem Schlepper oder in den Stall. Merke aber oft, dass wenn es ums Eingemachte geht, von vielen das Thema gewechselt wird und nur noch hinter meinem Rücken gelästert wird. Schade. Aber umso mehr freue ich mich wenn dann der eine oder andere doch eine AHA- Reaktion hat.

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              • firedragon sagt

                Herr Summerer,
                ist alels lebasr.
                Es gibt eine Stduie, die hearus gedufen hat, es bruacht nur den ertsen und leztten Buhctbsaen des Wotres, midtentirn darf es ducrhiendaner sein und das Geihrn vestrseht den Sinn.
                (man muss nur schnell lesen ☺)

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                • firedragon sagt

                  Gehört in die Ecke „unnützes Wissen“ – dient ein wenig der Aufheiterung. 😇

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                • Schorsch Summerer sagt

                  Danke :<)

                  Wow, was für ein Wetter heute; in der Nacht Föhnsturm dann das "Auge des Sturms": Sonnenschein, 15 Grad und absolute fast gespenstische Ruhe, plötzlich ein Stürmchen und Regen, dann wieder kurz Sonnenschein dann Gewitter und Graupel? dann wieder paar Sonnenstrahlen, jetzt wird es wieder feuchter.
                  Aber weiter nördlich im LKR RO war es wohl nicht so einfach. Umgestürzte Bäume und Stromausfälle.

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                • firedragon sagt

                  Also wir haben das „Lüftchen“ praktisch nutzen können – als Turbowäschetrockner.

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  21. und das Schlimmste: Unsere wertvolle und hochgelobte Demokratie?? Ich habe das Gefühl sie schwindet. Laßt Thüringen und AFD sein wie sie wollen (und wie sie wollen und die Bürger denken, zeigt doch das Wahlergebniss) aber es kann doch nicht sein das eine „Korrektur“ von Parteivorständen gefordert wird! Wie soll die in der Praxis stattfinden? Statt das die gewählten Politiker sich endlich mit der Realität ihrer Bürger auseinandersetzen rätseln und beraten sie sich. Die nächsten Wahlen werden für sie nur noch mehr Verluste bringen und sie werden immer noch nicht verstehen! Oder sich Posten in Vorständen suchen. Stabile Mehrheiten wird es immer seltener geben. Dann ist aber Demokratie gefragt. Wenn ich mich mit der jungen Generation der Landwirte unterhalte, höre ich nicht nur von einem das er/sie über auswandern nachdenkt. Das Können und Wissen und die Arbeitsmoral unser Landwirte wird überall erkannt und gern genommen.
    Und, ja lieber Willi, mir ging es um die Weihnachtszeit auch nicht gut. Ich habe mir auch viel zu viel angesehen und gelesen. Es raubt Lebenskraft, Schlaf und Energie. Bzw. Gesundheit. Lass ich mir nicht mehr gefallen. Der PC wird nur noch jeden 2. Tag für 1 Stunde hochgefahren! Seit dem geht es mir besser. Und ich fürchte ändern können wir nur für unser Umfeld etwas. Ich bin froh das wir theoretisch zu Selbstversorger werden können. Und denke das es das ist was wir der nächsten Generation nahebringen sollten. Dem Rest der Welt würde ich „Licht und Liebe“ schicken…….. Meine Schwester hat es mir aber verboten. Sie sagt das ist übergriffig. Wenn sie doch ungeliebt im dunkeln sitzen wollen. VG

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    • firedragon sagt

      Frau Hauschild,
      wir können nicht nur theoretisch, wir können ganz praktisch zu Selbstversorgern werden.
      LW kann alles – auch nichts.

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        • Die Industrie will ja auch leben, die sind von der Ausfuhr abhängig und die hat die Pollitik lieber!

          Ob deswegen ihre Preise nicht zu den unseren passen?
          Oder weil die Arbeit da so teuer ist, weil die höhere Stundenlöhne haben?
          Krankhiet und Urlaub auch noch bezahlt bekommen?

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    • Reinhard Seevers sagt

      „Unsere wertvolle und hochgelobte Demokratie?? Ich habe das Gefühl sie schwindet. “

      Demokratie ist nur so gut, wie sein Volk. Wenn man etwas ändern möchte, muss man sich bemerkbar machen. Das tun etliche mit Erfolg, andere neiden ihnen das oder fühlen sich übergangen. Das kann man in einer Demokratie ändern. Man muss sich eben engagieren.
      Wie sagte doch Heinz Becker: “ Lieber eine gute Demokratie mit schlechten Politikern, als eine schlechte Diktatur mit guten Politikern.“
      Man sollte langsam mal aus der Jammerposition rauskommen…..alle jammern, sogar die Architekten: Nach dem EuGH – Urteil vom 4.7.2019 ist entschieden, dass Auftraggeber ab sofort nicht mehr verpflichtet sind, die in der Honorarverordnung für Architekten und Ingenieuere (HOAI) geregelten Planungsleistungen im Rahmen der Mindest- und Höchstsätze zu vergüten….“
      Daraufhin erfolgte letzte Woche ein Rundschreiben der Bundesarchitektenkammer: Weil wir es wert sind!
      Lassen Sie sich nicht auf einen ruinösen Preiswettbewerb ein!

      Tja, die einen jubeln, die anderen zucken mit den Achseln und wieder andere haben die Hosen voll.

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      • Paulus sagt

        Also, was die Leistungen so mancher Architekten betrifft scheint mir deren HOAI in der Tat überflüssig zu sein. Ich habe nun schon dreimal Architekten beauftragt und teuer bezahlt. Außer ein wenig Gestaltung kam da nichts, und für die Statik und die Bauabwicklung mussten wir Dritte beauftragen. Versuch mal einer Architektin die eine simple Terrassenüberdachung plant, zu erklären was eine biegesteife Ecke ist. Sage ich als Maschbauer, nicht als Arch. oder Bau-ing.

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      • „Daraufhin erfolgte letzte Woche ein Rundschreiben der Bundesarchitektenkammer: Weil wir es wert sind!
        Lassen Sie sich nicht auf einen ruinösen Preiswettbewerb ein!“ Das wäre wirklich mal eine Überprüfumg durch das Kartellamt wert. Dies gilt im Übrigen auch für Rechtsanwälte, Steuerberater, Tierärzte etc.

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        • Reinhard Seevers sagt

          ….. das Kartellamt ist gar nicht zuständig…..wie sagt Dieter Nuhr noch mal? 😉

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  22. Bäuerla sagt

    Wenn ich das so sehe, soll es so sein, das sich viele Landwirte bald eine andere Arbeit suchen müssen.
    Warum solidarisieren sich nicht alle Landwirte Deutschlands an einem Tag, fahren mit ihrem Schlepper zu ihrem zuständigen Arbeitsamt und melden sich symbolisch als „Arbeitssuchend“?
    Dieses Recht steht jedem Bundesbürger zu und verpflichtet zu nichts, anders als wenn man sich “ Arbeitslos “ meldet, denn das sind wir nicht und wollen wir auch nicht werden!
    ???

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  23. Ein Privatier sagt

    Trump hat in Davos eine vernünftige und zukunftsweisende Rede gehalten. Seine Rede kann als Gegenentwurf zu Merkels bzw. Brüssels Visionen betrachtet werden.

    Die Merkelisten in Brüssel sind dabei, funktionierende Nationen in immer mehr Ebenen immer tiefer umzupflügen.
    Für welchen Zweck wird der Boden vorbereitet?
    Zitat Merkel:
    „Europa will der erste Kontinent sein, der CO2-frei, also emissionsfrei, lebt. Aber, meine Damen und Herren, das sind natürlich Transformationen von gigantischem, historischem Ausmaß. Diese Transformation bedeutet im Grunde, die gesamte Art des Wirtschaftens und des Lebens, wie wir es uns im Industriezeitalter angewöhnt haben, in den nächsten 30 Jahren zu verlassen – …“

    Merkels Rede ist Hybris in Reinform!

    Aus Wikipedia (Hybris):
    „Die Hybris [ˈhyːbʀɪs] (altgriechisch ὕβρις hýbris ‚Übermut‘, ‚Anmaßung‘) bezeichnet eine extreme Form der Selbstüberschätzung oder auch des Hochmuts. Man verbindet mit Hybris häufig den Realitätsverlust einer Person und die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, Leistungen oder Kompetenzen, vor allem von Personen in Machtpositionen.“

    „Europa will der erste Kontinent sein, der … (…)“
    Ein Kontinent hat keinen Willen. Menschen haben Willen.
    Laut Wikipedia hat Europa etwa 740 Millionen Einwohner.
    Da Merkel sich nicht die Mühe gemacht hat, den korrekten Terminus „Europäische Union“ (Ewz. ca. 445 Millionen) zu verwenden, möchte ich an dieser Stellen darauf hinweisen, dass es seit einigen Jahren bei sehr vielen Politikern et al. Usus ist, für reale und eingebildete Sachverhalte beliebig unscharfe Begriffe zu verwenden, um Wichtiges mit Unwichtigem unterschiedslos vermengen zu können.

    Alleine die Grenzöffnung im Jahre 2015 und Merkels wirkungsvoll demokratiefeindlicher Einriff in die Thüringenwahl im Februar 2020 haben gezeigt, wie stark Recht, Ordnung und Demokratie bereits „transformiert“ wurden.

    Ein fundamentales Element dieser „Transformation“:
    https://youtu.be/eFLY0rcsBGQ

    An uns wird, ob wir es nun wollen oder nicht, ein „Experiment“ vollzogen, bei dem es zu „vielen Verwerfungen“ kommen wird.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Privatier, deine Gedanken kommen bei mir als lupenreine Verschwörungtheorien an….

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        • Reinhard Seevers sagt

          „Trump hat in Davos eine vernünftige und zukunftsweisende Rede gehalten. Seine Rede kann als Gegenentwurf zu Merkels bzw. Brüssels Visionen betrachtet werden.“

          Traump hat in seiner gesamten Amtszeit noch keine vernünftige Rede gehalten.
          Und ihn mit Merkel zu vergleichen, ist einfach nicht in Worten auszudrücken.

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          • Ein Privatier sagt

            Versehentlich habe ich Sie aufgewertet.

            Nun, Sie haben schon wieder nicht auf meine Frage geantwortet. Daran bin ich aber mittlerweile gewöhnt.

            Zu Ihrer Horizonterweiterung:
            Man kann übrigens alles mit allem und jeden mit jedem vergleichen.
            An einem definierten Maßstab lassen sich dann die relevanten Unterschiede und Gemeinsamkeiten darlegen.
            Also: Man kann, ja, man muss Trump (Äpfel) mit Merkel (Birnen) vergleichen!

            Probieren Sie doch bitte die zu darzulegen, welche meiner Gedanken „lupenreine Verschwörungstheorien“ sind.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Zitat Privatier: “ An uns wird, ob wir es nun wollen oder nicht, ein „Experiment“ vollzogen, bei dem es zu „vielen Verwerfungen“ kommen wird.“
              Das Beispiel wird aus ihrer Sicht natürlich nicht stimmen….ich erwarte auch keine Einsicht.

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              • Ein Privatier sagt

                Ich habe damit teilweise die Worte und Prognosen Yascha Mounks rezitiert, welche von der ARD gesendet wurden. Der Link ist in meinem Kommentar gegeben.

                Und davon abgesehen:
                Es ist eine Tatsache, dass Deutschland durch die noch immer bestehende Grenöffnung in eine „multiethnische Gesellschaft“ verwandelt wird.

                Welches wäre nun die zweite „luenreine Verschwörungstheorie“?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  2. Verschwörungstheorie und rechtspopulistischer Exkurs:
                  „Es ist eine Tatsache, dass Deutschland durch die noch immer bestehende Grenöffnung in eine „multiethnische Gesellschaft“ verwandelt wird.“

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              • Ein Privatier sagt

                @Seevers

                Reinhard Seevers

                10. Februar 2020

                2. Verschwörungstheorie und rechtspopulistischer Exkurs:
                „Es ist eine Tatsache, dass Deutschland durch die noch immer bestehende Grenöffnung in eine „multiethnische Gesellschaft“ verwandelt wird.“


                Anwort an Seevers
                Diese „Verschwörungstheorie“ ist in meinem ursprünglichen Kommentar, den sie bemängelten, nicht vorgekommen.

                Macht aber nix, ich nehme es trotzdem an.

                Ich bitte Sie also, mir zu erklären, warum Sie das als „Verschörungstheorie“ bezeichnen.

                Oder leugnen Sie etwa, dass seit Jahren Millionen von Menschen verschiedener Ethnien zu uns migriert sind? Oder dass es mittlerweile zwei Migrationspakte gibt, die diese Ströme von Migranten aus Asien, Afrika und dem Mittleren Osten nach „Europa“ bzw. Deustchland nicht abreißen lassen werden?
                Ab wann würden Sie als Linkspopulist denn von einer „multiethnischen“ Gesellschaft sprechen?

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              • Ein Privatier sagt

                Hier noch Bonbon für Sie, Herr Seevers.

                https://www.zeit.de/2006/16/contra/seite-2

                „Die multikulturelle Gesellschaft“, schrieb Daniel Cohn-Bendit vor fünfzehn Jahren in der ZEIT, „ist hart, schnell, grausam und wenig solidarisch, sie ist von beträchtlichen sozialen Ungleichgewichten geprägt und kennt Wanderungsgewinner ebenso wie Modernisierungsverlierer, sie hat die Tendenz, in eine Vielzahl von Gruppen und Gemeinschaften auseinanderzustreben sowie die Verbindlichkeit ihrer Werte einzubüßen.“

                Ihr Freund, der werte Linkspopulist Cohn-Bendit, ist ganz bestimmt kein Verschwörungstheoretiker, oder?

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      • Stadtmensch sagt

        Es sind zu viele. Sie hetzen die Massen auf und haben keinen Plan, wie man unserer Volkswirtschaft auf Nachhaltigkeit ausrichtet: D.h. weniger Energieimporte (Kapitalabfluss vermeiden), regenerative Energie nutzen („Wärmewende“ funktioniert! ), Umwelttechnologie als Kompensation für „wertlos“ gewordenen Kompentenzen in einem überkommenen Mobiltätskonzept.
        Dieser Heulsusenbevölkerung hier kann man nicht mal zumuten, den Biomüll so zu trennen, dass man ihn auch nutzen kann.

        Thüringen: heute gefunden in der WIWO (ausgerechnet):

        „Die CDU hat mit dem permanent bekräftigten Eingeständnis des Kanzleramts, der anonymen Macht von Institutionen und Systemen, der Globalisierung, der EU, den Banken, der Geldpolitik, der Flüchtlingsströme ausgeliefert zu sein („alternativlos“) den Aufstieg der AfD begünstigt und sich ihr mit der eskalierenden Rhetorik ihrer Spitzenpolitiker als kraftnationale Betreuungsorganisation verähnlicht – sowie den expliziten Radikalismus von rechts und das gärende Ressentiment des kleinbürgerlichen Prekariats skandalös unterschätzt.“

        https://www.wiwo.de/politik/deutschland/tauchsieder-liberal-war-einmal/25524522-all.html

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      • Elisabeth Ertl sagt

        „Europa will der erste Kontinent sein, der CO2-frei, also emissionsfrei, lebt. Aber, meine Damen und Herren, das sind natürlich Transformationen von gigantischem, historischem Ausmaß. Diese Transformation bedeutet im Grunde, die gesamte Art des Wirtschaftens und des Lebens, wie wir es uns im Industriezeitalter angewöhnt haben, in den nächsten 30 Jahren zu verlassen – …“
        Im Innersten wissen wir doch alle, dass das stimmt. Aber es ist zu unerträglich, um es wahrhaben zu wollen. Mich stört auch nicht der Satz „Wir schaffen das“ Der Druck aus dem Süden wird anhalten, Europa wird nicht dauerhaft standhalten. Dann schaffen wir es oder auch nicht, je nach Motivation. Und ich habe jetzt durchaus nichts gegen die Verschnaufpause nach 2015.
        Mich stört der Satz „Der Kapitalismus ist alternativlos“ viel mehr. Weil er nicht hält.

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    • Ein Privatier sagt

      Vermutlich steht im südafrikanischen Strafgesetzbuch unter dem § 105 was ganz anderes als im deutschen:

      § 105
      Nötigung von Verfassungsorganen

      (1) Wer
      1. ein Gesetzgebungsorgan des Bundes oder eines Landes oder einen seiner Ausschüsse,
      2. die Bundesversammlung oder einen ihrer Ausschüsse oder
      3. die Regierung oder das Verfassungsgericht des Bundes oder eines Landes

      rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt nötigt, ihre Befugnisse nicht oder in einem bestimmten Sinne auszuüben, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren bestraft.

      (2) In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

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  24. firedragon sagt

    Guten Morgen,
    Deutschland ein Irrenhaus? Hm, würde sagen, wir zerlegen uns gerade selbst oder lassen uns zerlegen.
    Ein Zuviel an Landwirten – nein, die Zahlen sind seit Jahren rückläufig. Nicht nur in Deutschland, weltweit.
    Allerdings steigt die Zahl der Politiker und deren Beraterkreise, also ein Wachstum des Wasserkopfs, das kann ja nur nach hinten losgehen.
    Eine Idee, war die Frage – meine Idee kennt Ihr, wir als Betrieb setzen die auch weiterhin um, befreundete Betriebe ebenfalls.
    Welche Idee noch – Notstromaggregate selbstverständlich. Die, die das irgendwie bewerkstelligen können, wäre der Energiewirt eine Option.
    Visionär veranlagte Landwirte, die sich eine Zusammenarbeit mit Architekten vorstellen können, könnten ihre Chancen in den Wohnsiedlungen ausloten. Nicht einfach nur eine vertikale Fassadenbegrünung (Dach ebenso), sondern in Richtung vertikaler Gartenbau.
    Als Einzelkämpfer agieren, glaube da kommt keiner weiter. Die LW sollte sich einig sein, ob das bei den Pachtpreisen ist oder im Verkauf von landwirtschaftlichen Roherzeugnissen.

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  25. Ulfrid sagt

    Hallo Willi,
    die Themen sind vielfältig, und waren in letzter Zeit auch immer wieder in den Kommentaren zu lesen.
    Was aber in letzter Zeit erreicht wurde, ist das deutliche Zeichen, das sich Landwirte gemeinsam dagegen wehren, das Hauptproblem des gesellschaftlichen Versagens zu sein.
    In zurückliegenden Jahrzehnten haben gerade die Landwirte immer wieder versucht Kompromisse zu ihren Lasten einzugehen, um den gesellschaftlichen Anforderungen zu genügen.
    Die Wünsche wurden drastischer, die Vorwürfe schärfer und die Argumente falscher.
    Ich denke, das die Nutzung der neuen digitalen Medien, die uns angeprangert haben, auch der Beginn der Vernetzung der Landwirte war, da hier auch ein Austausch von Argumenten und auch Dokumenten stattfindet, der so manche Diskussion auf ein anderes Level bringt.
    Auch Politiker schlagen langsam einen anderen Ton an.
    Resignation wäre gerade zu diesem Zeitpunkt das falsche Signal. Betrachtet nur mal den kurzen Zeitraum, von den ersten Grünen Kreuzen bis heute, und die öffentliche Diskussion.
    Wir wissen, das Du Willi bereits schon vor Jahren damit begonnen hast.
    Leider kämpften wir da alle noch unsere einzelnen regionalen Schlachten.
    Lasst uns weiter der Politik und der Gesellschaft den „Spiegel vorhalten“. Sonst gelangen wir in den gleichen Trott, wie vorher. was das dann bedeutet, wird uns dann Svenja Schulze erklären.

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  26. Reinhard Seevers sagt

    Zitat Willi:
    Wie soll es weitergehen?

    Das ist die Frage, die ich mir schon seit Weihnachten immer wieder stelle. Und ich weiß, dass sie sich viele draußen auf dem Land auch stellen. Wir haben mit den grünen Kreuzen und den Demos etwas erreicht, weil wir gehört worden sind. In der Sache hat sich nichts getan. Nichts von dem, was im September angekündigt wurde, wurde auch nur ansatzweise zurückgenommen. Aber noch mehr grüne Kreuze aufstellen, noch mehr Treckerdemos? Damit würden wir wohl die Sympathie der Mitbürger auf´s Spiel setzen. Habt ihr eine Idee?“

    Ich habe das Gefühl, die Politik ist in der gleichen Situation, wie der Bürger. Es ist ein Spiegelbild von politischen und gesellschaftlichen Unsicherheiten, die viele Ursachen hat.
    Deshalb finde ich es so wichtig, dass die Landwirtschaft jetzt noch mal den Druck auf den Kessel Politik erhöht. die sind so mit anderen Dingen beschäftigt, dass man sie wohl jetzt am Besten beeinflussen kann. Sie würden dann reagieren müssen, um diese Schlachtfeld abzuarbeiten und wenigsten dort Ruhe zu bekommen…..jetzt den Finger in die Wunde legen!

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  27. bauerhans sagt

    UNS GEHTS ZU GUT
    wir haben keine probleme und sind dankbar dafür,dass uns minütlich meldungen des leids anderer erreichen,was uns dann zu hämischen anonymen kommentaren veranlasst.
    deutschland schafft sich ab.

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  28. Elisabeth Ertl sagt

    Für mich ist alles logisch. Die Politik hat eingesehen, dass längst das LEH-Kartell mit seinen Banken- und Konzernkollegen als willige Zuarbeiter das Land regiert, und sie selber nichts mehr zu sagen hat. Wer in der Arm-Reich-Schere am Gegenast zu den 13 Millionen armen Deutschen sitzt, der kann nicht nur große Ackerflächen biologisch bewirtschaften, sondern mit putzigen kleinen Robotern auch fein strukturierte Streuobstwiesen, Magerrasen, Feldgehölze & Co. zur Freude des Volkes pflegen, zum Mindestlohn einen Bauern mit sprechendem Schweinchen dort als Statisten hinstellen, das alles täglich in der Werbung zeigen und das Volk mit Billigpreisen verwöhnen. Das Humankapital des freien Bauern gehört auf den Müll der Geschichte, ist von Timmermans schon als krimineller Steuerabzocker entlarvt und wird demnächst vom LEH in der digitalen Arena dem Mob zum Fraß vorgeworfen werden. Panem et circenses. Und wess Brot ich ess, dess Lied ich sing. Alles weitere folgt daraus.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Elisabeth, dein erster Satz untermauert meine oft geäußerte These, dass das Finanz- und Wirtschaftsystem = Kapitalismus in der jetzigen Form die Ursache allen Übels ist.
      Deshalb kann man vorerst von Schuldzuweisungen an den einen oder anderen Marktteilnehmer in der Republik absehen, das entspannt ungemein. Man muss dem Verbraucher auch nicht ständig vorhalten, dass er sich Systemkonform verhält, auch wenn er etwas anderes verlautet in Interviews.
      So lange dieses System vorhanden ist, so lange wird sich an der Art des Konsums nichts ändern. Evtl. wird es anders, wenn man das Produkt mit einem CO 2 – Pries versieht. Aber daran glaube ich nicht…..in einem BEricht über Schnittblumen aus Afrika wurde berichtet, dass diese Blumen weniger Co2 verursachen, als in Europa in Gewächshäusern angebaute. Und das wird wohl so auf alle Gemüseprodukte übertragen werden.
      Wir müssen dem Bürger vielleicht besser erklären, dass in diesem Land nur das saisonal wächst, was die Natur zulässt, damit wenigstens das auch hier produziert werden kann. Und dazu gehört unbedingt Fleisch.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Die Sozialverbände haben sich ja gerade wieder gegen jegliche Aufschläge auf Nahrungsmittel ausgesprochen. Lieber 250.000 Bauern auf der Straße als 13 Millionen von Hunger bedrohte Bürger, deren wortgewaltige öffentliche Fürsprecher systemrelevante Konzerne sind. Zwar hatte einer der Gründer von REWE, Karl Wlaschek, 500 private Immoblien zu vererben, und die Shareholder hinter dem LEH – Kartell treiben die Arm-Reich-Schere immer weiter auseinander. Doch was tut man nicht alles im Sinne dieser Mächtigen, denen man jene Arbeitsplätze verdankt, die halt leider nicht mehr Lohn abwerfen, als man für Billiglebensmittel ausgeben muss.
        Frau Merkel sei gesagt, dass sie in die Geschichte eingehen wird als jene Frau, die den Kapitalismus für alternativlos erklärt hat. Und sie, die Frau Pfarrerstochter, wird einsehen müssen, dass Kommunismus und Kapitalismus nur zwei Seiten derselben brutalmaterialistischen geistlosen Medaille sind.

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        • Obstbäuerin sagt

          Wenn die Preisaufschläge an den »geizigen« Verbraucher weitergegeben werden sollen, wie immer wieder verlangt, bleibt dem LEH jedoch seine Marge wie bisher und die künftigen Preissteigerungen könnten sogar für eine Gewinnmaximierung verwendet werden. Für den Bauern fällt dann sicher auch ein Krümelchen ab, solange der Verbraucher bezahlt.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Zitat Elisabeth: „Frau Merkel sei gesagt, dass sie in die Geschichte eingehen wird als jene Frau, die den Kapitalismus für alternativlos erklärt hat.“

          Im Ernst? Solche Aussagen sind doch wirklich überflüssig. Nenne mir einen einzigen Politiker auf dieser Erde, der das nicht begauptet? Nicht Hugo Chavez bitte! Und faeg mal hier in die Runde, wer für die Abschaffung des Kapitalismus ist….neee Elisabeth, der Satz war mehr als überflüssig.

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Wir haben während Merkels Amtszeit meistens SPÖ – Minister gehabt, und die wollten sich immer von diesem Zitat distanzieren. Aber dann haben sie auch mitgemacht beim Kapitalismus, das ist richtig. Wie Kogler sagt: „links geblinkt und dann rechts abgebogen“ Ausnahme war der Schüssel, das war der große Schweigekanzler, der hat das Volk für zu blöd gehalten, ihn überhaupt zu verstehen. Und der Shorty ist jetzt bemüht, viel zu reden, aber nichts zu sagen.

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    • bauerhans sagt

      „den 13 Millionen armen Deutschen“

      die gibt es nicht,ist eine erfindung der medien.
      wenn eine nicht arbeitende familie bei uns soviel vom staat bekommt,dass sich arbeiten für die nicht lohnt,muss doch was verkehrt sein.
      warum wird da nicht eingegriffen.

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  29. Vergissmeinnicht sagt

    Irrenhaus – das trifft es auf dem Punkt.

    Wo ist der Weg? Was soll man tun?
    Fragen über Fragen
    Eigentlich war bei uns immer klar, wenn der Stall zum großen Teil abbezahlt ist. Dann wird er ein bisschen verlängert und neben an kommt die Jungvieh Seite hin. Damit es uns und den Tieren besser geht.
    Aber nun sind wir an dem Punkt wollen wir das, soviel Geld in die Hand nehmen. Sich die nächsten 20-30ig Jahre an die Bank binden.
    Was fällt der Politik bis dahin noch ein?
    Man kann dann nicht einfach aufhören. Es ist wie im Hamsterrad.
    Jetzt könnte man jederzeit die Reißleine ziehen.
    Und damit den Kindern die Möglichkeit nehmen diesen schönen Beruf zu machen.
    Diese Ungewissheit macht einen fertig, traurig, wütend, sprachlos.
    Man möchte am liebsten aufwachen und feststellen es war alles nur ein Albtraum.

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  30. Bauer leo sagt

    Es braucht einen Überblick wo in der Politik über Agrar Themen gesprochen wird. Zb gibt es in Heinsberg einen CDU Agrar Ausschuss… Wieso weiss das selbst nicht jedes CDU Mitglied? An der Basis beteiligen!
    FDP Landtag Düsseldorf.. Ca 200 Landwirte waren da.toller input. Trotzdem kaum Diskussion geschweige denn Lösungen. .
    online bei lsv? Bei lsv-o nette news.
    Bei lsv d kein forum. Zum diskutieren m Telegramm Gruppe unübersichtlich..

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  31. Krüger sagt

    Ich weiß nicht wo das alles noch hinführen soll. Panikmache gibt es ja schon immer, Vogelgrippe,… steigert die Auflagen. Allerdings ist mein Gefühl dass unsere Parteien sich nur noch von Ideologien leiten lassen, weil die Gutmenschen anscheinend mehr Wählerstimmen bringen als die versorgenden Landwirte die ja ohnehin immer weniger werden. Merkel arbeitet an ihrem Friedensnobelpreis, für den reicht es während ihrer Amtszeit vielleicht noch, aber wie man die dann angefallenen Bevölkerungszahlen ernährt können sich dann ihre Nachfolger Gedanken machen. Aber dafür haben wir ja Mercosur und was kümmert uns der Regenwald, Hauptsache in Deutschland schwirren die Bienchen, der Rest der Welt interessiert nicht. Und mit erhöhten Steuern kann man ja dann die Bauernmilliarde finanzieren nur was kommt beim Bauern an? Ich wüsste auch nicht wen man noch wählen kann

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  32. Lieber Willi,
    du sprichst mir aus der Seele. Es gibt noch ein weiteres Thema, das uns Milchbauern hier in Bayern schwer beschäftigt: Das sind die Exportbeschränkungen von Nutzkälbern, die früher nach Spanien geliefert wurden. Wir sind momentan die Einzigen, die die Beschränkung noch aufrechterhalten. In den Ställen stauen sich die Tiere. Keiner weiss wohin damit. Für ein weibliches Kalb bekomme ich nach 6 Wochen Aufzucht insgesamt 40 Euro. Und darüber soll ich noch froh sein, sagt mir der Herr am Telefon, der das Kalb auf einer Auktion weitervermittelt hat. Vermutlich ging es sogar direkt zu einem Schlachter. Ein gesundes, Zuchtkalb. Ich kann das als Bauer kaum mehr verantworten…..
    Die Traktordemos würde ich einschränken. Die laufen sich irgendwann zu Tode und werden nicht mehr medial wahrgenommen.
    Was ich favorisieren würde: Bäuerinnen und Bauern in die Lebensmittelgeschäfte und Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Mit dem Handel reden, und ihm klar machen, dass er weiterkommt, wenn er sich mit uns verbündet. Wir Landwirte arbeiten nachhaltig. Das ist das Thema der Zukunft. Mit diesem Thema lässt sich gut werben.
    Bei Dumpingpreisen in den LEH Geschäften: Mit Traktoren und Anhängern geballt vorfahren, und die Regale leerkaufen. Ganz legal, diese Aktion. Ein Schild ins Regal: „So sieht es aus, wenn ihr mit Dumpingpreisen unsere Existenz vernichtet habt.“
    Weiterhin: Wir müssen vehement darauf pochen, dass wir für die Co2 Bindung Geld bekommen. Wer kann das sonst ausser uns? Wenn wir da jetzt nicht auf der Matte stehen und nicht mehr runtergehen, dann sind wir selber schuld. Das ist genau jetzt unsere Chance!

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  33. Gero Hocker schrieb eben auf Facebook: „In einer Demokratie ist es Aufgabe von Politik, gesellschaftliche Forderungen und Wünsche zu bewerten und gegebenenfalls in eigene Entscheidungen einfließen zu lassen. Dabei besteht die Gefahr, dass Politik dem Irrglauben aufsitzt, besonders professionell und laut artikulierte Forderungen würden automatisch eine gesellschaftliche Mehrheit widerspiegeln beziehungsweise den gesellschaftlichen Wünschen entsprechen.“

    Mein Kommentar dazu: Es ist nicht nur die Straße, sondern auch die Ministerialbeamten zzgl. der externen Berater.

    Bei meinem Thema musste ich erleben, dass das zuständige Ministerium trotz Beweise bei einer falschen Interpretation blieb und ein Gesetz verabschiedete, dass in Teilen von allen geladenen Sachverständigen abgelehnt wurde. Obwohl es bei Vorstellung des Entwurfs und in den folgenden Monaten massiven Widerspruch gab, verkündete der BIM, er hätte keine Kritik gehört. Auch wusste der BIM nicht, was im Gesetz drinsteht und welche Auswirkungen dies hat. Das konnte man auf den Pressekonferenzen sehen, wenn ein Journalist mal echte Fragen stellte.

    Zwei Tage vor Abstimmung im Bundestag präsentierte die GroKo dann ihren Änderungsantrag, der zudem noch Inhalte hatte, die nie öffentliche thematisiert wurden. Da die GroKo keine Stimmen der Opposition benötigte zur Verabschiedung, ging das dann auch durch.

    Uns wurde bescheinigt, dass selten ein Gesetzentwurf so viele Kritik per Brief, Besuch, Email bei den Abgeordneten erhalten hatte. Kritik, die nicht am Runden Tisch der Betroffenen diskutiert wurde, weder öffentlich, noch mit der Opposition, sondern nur mit geheimen Treffen. M.E. ist das keine Demokratie.

    Und genau daran krankt es. Es gibt keine Runden Tische, sondern nur Abstimmungen der GroKo PLUS den verfassungswidrigen Fraktionszwang!

    Solange die Abgeordneten – wie in Thüringen – von oben gesagt bekommen, WIE sie zu wählen haben, statt ihrem eigenen Gewissen zu folgen, solange wird sich nichts ändern.

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    • Stadtmensch sagt

      „von oben gesagt bekommen, WIE sie zu wählen haben“

      Hitler ist auch gewählt worden. Nochmal werde ich mir meine Offene Gesellschaft nicht vom Untertan, vom kleinbürgerlichen Spießer mit seinen selbstgerechten Ressentiments, kaputt machen lassen! (170 politisch motivierte Morde von rechts seit 1990, Quelle Tagespiegel)

      Jeder 4. Einwohner dieses Landes hat einen Migrationshintergrund. 41% aller Kinder unter fünf ebenfalls. Wie kann man sich auf die Aganda schreiben, die alle loswerden zu wollen? Die werden hier künftig den Laden schmeißen (tun sie eigentlich jetzt schon, wenn man mal von überbezahlten Bullshitjobs absieht) ob ihr wollt oder nicht. Ihr könnt allenfalls versuchen, ihnen so viel wie möglich von unseren besten humanistischen Werten unterzuhelfen.

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  34. Ferkelhebamme sagt

    D ist ein Irrenhaus – und Berlin ist die Zentrale.
    Als Topping fürchte ich wird am 14.2. die Sauenhaltung in D als Kollateralschaden in die Geschichte eingehen, als Sinnbild von Gutgemeint aber Nichtgutgemacht.
    Was die Medien für eine Macht haben, wurde gestern sehr deutlich klar: wenn die sagen, es ist ein Orkan da draußen, dann MUSS da ein Orkan sein. Wir hatten das Café für uns allein 🙂

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    • bauerhans sagt

      „Wir hatten das Café für uns allein“

      habt ihr zusätzlich zu eurem betrieb noch ein hofcafee??

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  35. Matthias Zahn sagt

    Ja, ich hab noch was! Wir müssen unbedingt als Erinnerung noch eine Kerbe in den Bootsrand schlagen!!! Bananenrepublik Deutschland….. Vielleicht hatte Sarrazin doch recht…..

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  36. Reinhard Seevers sagt

    Wenn es einem zu viel wird, dann liegt das an der Überflutung mit Meldungen. Einmal auf einen Beitrag mit einem Verkehrsunfall geklickt, und schon bekommt man täglich solche Schauermeldungen und meint, es gibt nur noch Unfälle. Wir lassen uns von den Algorithmen verrückt machen.
    Das Einfachste ist, mal mehrere Wochen keine Medien zu nutzen…..dann erst merkt man, dass die ganzen Meldungen eigentlich gar keinen Bezug und Einfluss auf das eigene Leben haben…..
    Gestern im Internationalen Frühschoppen hat der Schweizer Publizist H. Meyer sehr aufschlussreich über uns Deutsche, unsere Hysterie und die Verantwortung der Journalisten gesprochen, das fand ich Herzerfrischend.
    https://www.phoenix.de/sendungen/gespraeche/internationaler-fruehschoppen/tabubruch-in-thueringen–wie-umgehen-mit-rechtspopulisten-a-1484105.html

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    • Bauer Willi sagt

      Ja, Herrn Meyer habe ich auch gesehen. Gut, wenn uns jemand von außen sagt, wie gut wir sind und wie gut wir es haben.
      Die NZZ wird ja schon im bestimmten Kreisen als „Westfernsehen“ tituliert. Sehr bezeichnend für die Form der Berichterstattung der deutschen Tageszeitungen…

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  37. Ackerbauer sagt

    Die Politiker können alle gut reden und wir Bauern können recht gut schreiben, das hilft uns aber,wenn so weiter geht nicht weiter.

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  38. Ja, es wird Zeit für einen politischen Wechsel. Viele der führenden Politiker sind zu sehr mit irgendwelchen NGO verstrickt das sie keine eigene Meinung mehr haben !
    Da müssste rigoros Aufgeräumt werden.
    Wenn jetzt Wählen anstehen würde wäre es für mich ( ein Leben lang mit der Landwirtschaft und dem ländlichen Raum verbunden ) auch schwer eine Entscheidung zu treffen. Ich denke aber wenn man der großen Volkspartei C.. einen guten Koalitionspartner mit dem „F vorne“ an die Hand gibt wäre das eine Option. Die mit „F in der Mitte“ das geht garnicht !!
    Dann bräuchte man nicht ständig auf eine grüne Idiologiepartei Schielen und denen in den A….h kriechen. Dann bekäme Ökonomie Auch wieder einen anderen Stellenwert.

    Die Demos und öffentliche Darstellung der Landwirtschaft sind sehr gut und sollten weitergehen, aber friedlich, und nicht nach französischem Vorbild .

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  39. Lieschen Müller sagt

    Es gibt keinen langfristigen Plan. Den letzten hat China. Alle anderen leben von Tag zu Tag und wollen die anderen „bescheißen“. Es sind einfach viel zu viele Probleme, ich suche mal ein paar raus:
    – Anstieg der CO2 Konzentration weltweit
    – Vermüllung der Welt mit Plastik weltweit
    – Aussterben der Tiere und Fische
    – hier zu viele alte Menschen, woanders zu viele junge Menschen
    – und die große Frage: wie soll das „gute Leben“ für die Menschheit aussehen? Mehr kaufen? Ewig leben? Immer gesund sein?

    Ich bin auch gerade wieder sehr frustriert, viele Kollegen sind krank, ich habe kaum freie Tage.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Das Problem hat man in der Altenpflege auch, letzte Woche hatte meine Frau Spätschicht, zusammen mit einer Vietnamesin (Praktikantin) die so viel wie nichts, deutsch konnte.
      28 Bewohner mussten versorgt werden.

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  40. sonnenblume sagt

    Unsere Politiker beschäftigen sich zu 90% mit sich selbst und mit ihrem Machterhalt. Probleme werden nur dann aufgegriffen, wenn sie ihnen derart auf die Füße fallen, dass sie nicht mehr übersehen werden können. Aber statt sich dann wirklich um eine Lösung zu bemühen, delegiert man die Arbeit, bzw. weist jede Verantwortung von sich. Man hat doch das Gefühl, dass wir derzeit die Vorstufe vom absoluten Chaos erleben. Aber wo sind Menschen die den Mut, die Kraft und den Verstand haben, dieses Chaos zu beenden?

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    • Schmeckt gut sagt

      So ist es leider. Thüringen zeigt sehr gut, wie es zur Zeit läuft: Für Probleme werden Schuldige gesucht – am besten schon angezählte, wie schwache Parteien (FDP, CDU, SPD..) und dann mit großem Bohei ein Frontalangriff gestartet. Oft mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten (gilt auch für LW, Tierhaltungssteuer, Mietwucher, Rentensystem…., pro oder contra E-Mbilität…). Im Mixer einmal gut verquirlt und über das erstaunte Wahlvolk ausgeschüttet. Was aber soll damit erreicht werden? Wollen uns die Politiker für blöd verkaufen? Die Rechnung wird präsentiert werden, wenn die Politik sich nicht mit AFD streitet und die wirklichen Probleme „gemeinsam“ löst. Spätestens bei der nächsten großen Wahl wird abgerechnet, denn die Masse der Wähler ist nicht blöd. Entweder sie bleiben der Wahl fern – was nicht gut ist oder sie machen ihr Kreuz an Stellen, die später im noch größeren Chaos enden – was noch schlechter ist. Willi hat es wieder einmal deutlich formuliert und auch meine Gefühlswelt getroffen.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Die Politik sollte sich weniger um die AfD kümmern, sondern um die Wähler die sich von anderen Parteien abwenden und AfD wählen.

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        • Obstbäuerin sagt

          Aber eigentlich sollte sich Politik um Sachverhalte drehen und nicht um Wählergunst, Ehemaliger.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Sich um die Sorgen der Wähler zu kümmern, ist Sachpolitik. Es fehlt eine Sachpolitik die voraussichtliche Planungen für die Landwirtschaft und Gewerbe zulässt.

            Anders ist es, im Fall Glyphosat, da reagiert eine Frau Glöckner auf von Medien und NGOs fantasierte, herbeigeholte, angebliche Gefährlichkeit.

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  41. Ines Segger sagt

    Tja, was ist zu tun ? Ich , bekennend grün/links wähne mich natürlich auf der richtigen Seite. Allerdings verstehe ich auch nicht , warum dieser gordische Knoten nicht einmal komplett zerschlagen wir und ein wirklich sinnvoller und zukunftstauglicher Neuanfang gewagt wird.
    Ich verstehe die grünen Kreuze gut und find es vollkommen verständlich das die Bauern protestieren! Weiter machen will ich rufen, allerdings reicht ein einfaches lasst uns in ruhe produzieren und weiter so eben nicht aus.
    Die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen damit die von euch geforderte Qualität auch anständig bezahlt wird (ja , die Lebensmittel müssen teurer werden )und der massenhafte Import von billigware zweifelhafter Entstehungsgeschichte muss mit entsprechenden Einfuhrzöllen belegt werden!
    Man kann ja nicht das eine wollen und das andere bezahlen. Hier steckt für mich der Schlüssel. Ich denke , dass grundsätzlich kein Landwirt seine Tiere gerne knechtet oder seine Scholle vergiftet.
    Um anständig zu wirtschaften müssen anständige Rahmenverhältnisse her. Dem Verbraucher das alles aufzubürddn ist , als ob man eine schüssel gummibärchen in der kindergartengruppe auf den tisch stellt und einen vortrag über die Schädlichkeit von zucker hält….. kann funktionieren, aber bestimmt nicht bei der Mehrheit…

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  42. Brötchen sagt

    Nachtrag, die Wetterdaten sind ein gutes Bsp. wie man maßlos übertreiben kann.

    Wenn ich mir die trockensten Jahre in BB ansehe und dabei spielt es meines ERachtens keine Rolle, ob der Jahresniederschlag bei 390 oder bei 420 mm lag, beide Extreme sind schon sehr trocken.
    Es gab viele sehr trockene Jahre schon vor der Globalisierung und vor dem II- WK.
    Auch wenn man nur mal so drüber sieht, dann sieht man eigentlich keinen besorgniserregenden Trend, je nach dem ob man Optimist oder Pessimist ist.
    Die Medien machen daraus aber was ganz anderes.
    Die Medien drehen meines Erachtens durch, nicht die vielen Menschen in D. die ihre Arbeit verantwortungsbewusst machen.

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  43. Thomas Apfel sagt

    Eigentlich sehe ich nur „Partei“. Partei der Bauern und Normalverbraucher oder umgekehrt.
    LuL „Land und Leute“ zum Beispiel. DIE versuchen einzubinden, die den Fuchs im Hühnerstall versuchen einzufangen, und nicht nur die Hühner zu beruhigen.
    Der Mehrzahl der Menschen geht die Dauerhysterie gewaltig auf die Nerven.
    Dem stehen aber „unumstößliche Tatsachen“ gegenüber: Alle sind sich einig, dass das Grundwasser durch Gülle verseucht ist, dass die Insekten und Vögel aussterben usw….
    Da wird es schwierig ein Parteiprogramm zu erarbeiten hinter welches sich ein Teil der Nichtwähler-Normalos und der Bauern stellen kann. Vielleicht ist die Zeit der Komiker gekommen, der berufsmäßigen und der unfreiwilligen, hat ja in der Ukraine und Italien schon geklappt. Zum Beispiel eine Partei ENP (Einfach Nu(H)r Partei) da kommt zwar auch nix bei raus, aber alle haben wenigstens was zu lachen.

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  44. Stefan Böss sagt

    Ich war in letzter Zeit bei mehreren Gesprächen mit Bundestags- und Landtagsabgeordneten verschiedener Parteien dabei. Ich muss sagen: Meine Resignation war hinterher meist größer als vorher. Man hört zwar unserem Berufsstand jetzt zu. Danach folgen jedoch leere Floskeln und Worthülsen. Hinter vorgehaltener Hand wird dann gebeichtet, dass bei größeren Änderungen zu Gunsten der Landwirte der Frieden in der GroKo gefährdet wäre und man sich ja eh auf schwarz grün im bund vorbereiten müsse.
    Wissenschaft als Grundlage politischer Entscheidungen- Fehlanzeige. Und wenn man bestimmte zielkonflikte anspricht, kommt von Seiten der Politik auch nur Schulterzucken…..
    Ich war selten so enttäuscht von Politik und es gibt momentan meiner Meinung nach keine Partei, die das Problem wirklich lösen kann oder will.

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  45. Heinrich Steggemann sagt

    Die Steuereinnahmen sprudeln aktuell noch. Auch ich habe den Eindruck, das die wenigsten Politiker einen gesamtgesellschaftlichen Zukunftsplan haben bzw. einen groben Gesamtüberblick und wie man nötige Veränderungen von allen beteiligten gesellschaftlichen Gruppen gemeinsam umsetzen lässt. Jede den Teil den sie mit kleinem Mehraufwand mit erledigen kann und es unserer Volkswirtschaft in Summe nicht so teuer wird, als wenn es nur einer aufgedrückt wird. Ich persönlich bin gespannt auf die Entscheidung am 14.02. unter anderem zur Sauenhaltung in Deutschland.
    Aktuell kann ich nur sagen: Deutschland schafft sich ab. Nicht nur im Bereich Landwirtschaft.
    Werde diese Tage den jährlichen Probelauf unseres Notstromaggregates durchführen, das uns schon beim dreitägigen Stromausfall während des Schneechaos vor grösseren wirtschaftlichen Schäden bewahrt hat.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Die Feuerwehr unserer Gemeinde und die Gemeindeverwaltung macht sich ernste Gedanken, ob man die Stromversorgung unserer Gemeinde bei einem Blackout mittels Notstromaggregate aufrecht erhalten kann (>6000 Einwohner).

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  46. Brötchen sagt

    Vielleicht ganz interessant…

    https://wetterkanal.kachelmannwetter.com/niederschlagsentwicklung-in-deutschland-seit-1881/

    Ich würde mir nur die Länder ansehen, ein Gesamtdurchschnitt über Gesamtdt. ist vielleicht nicht ganz aussagekräftig, weil es immer Gebiete gibt wo es wenig Regen gibt und welche mit recht viel Regen.

    Zur Zeit ist bei uns fast windstill, um 2 Uhr war es schon heftig, was den Regen betrifft.
    Schauerböen sind immer gefährlich, das ist was ganz anderes als konstanter Wind am Meer.

    Ich würde mit den Demos weiter machen, davor hat die Politik Angst.
    Mit der Partei geht mir ähnlich.
    Es wird Zeit, das alle bisherigen Führungskräfte das Feld räumen.
    Auch Frau vdL sollte ihr Amt räumen.
    Es wird Zeit für einen Neuanfang,

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