Bauer Willi
Kommentare 121

Was will uns der WDR damit sagen?

Diese Grafik ist seit gestern auf der Facebook-Seite von Quarks, einer Sendereihe des WDR zu finden. Sie macht mich schon einigermaßen sprachlos.

Cui bono? Wem nutzt sie? Und was wäre die Konsequenz? Landwirtschaft einstellen? Solche verkürzten Informationen sind unverhohlene Stimmungsmache gegen Landwirte. Ja, gegen die Landwirte, denn sie machen die Landwirtschaft aus. Und ich bin Landwirt.

Ganz unten zu lesen: Die Daten beruhen auf einer Studie, die vom NABU in Auftrag gegeben wurde. Mit als Quelle wird BCR angegeben. Die Abkürzung steht für Boston Consulting Group. 

Wer die ganze Studie (in Englisch) lesen will:

2020-09-the-biodiversity-imperative-for-business-final2-002

Ich habe sie noch nicht gelesen und, ganz ehrlich, auch keinen Bock mehr es zu tun. Weil ich mir schon denken kann, was dabei wieder herauskommt. Boah eh!

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121 Kommentare

  1. Paulus sagt

    Hmm, ich habe mir es mir angetan die Studie zu lesen, wenn auch einige Seiten nur diagonal. Und dann kam das Autoren- und Literaturverzeichnis…
    Es wundert mich schon, dass die BCG sich für so etwas hergibt, im Grunde genommen kann man sie noch nicht einmal als Co-Autor bezeichnen. Dem WDR kann ich wie so häufig nur journalistisches Totalversagen bescheinigen. Ist bei dieser Sendeanstalt aber nun wirklich nichts Neues!
    Was mich vielmehr beeindruckt ist, dass NGO’s wie z.B. der Nabu eben nicht nur die harmlosen Naturschützer sind die Fledermauskästen und Nisthöhlen aufhängen. Ich habe eher den Eindruck sie entwickeln sich mit ihren Stiftungen und sonstigen Anhängen zu Konzernen, die wohl tatsächlich in der Lage sind die Deutungshoheit, nicht nur was den Naturschutz betrifft zu übernehmen. Gewisse Ansätze gibt es ja schon in der Politik, man nehme nur mal das BMU nebst nachgeordneten Behörden. Das bereitet mir viel mehr Unbehagen als so eine dämliche Facebookgeschichte des WDR.

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    • Berthold Lauer sagt

      Volle Zustimmung, Konzerne mit viel Geld, gemeinnützig und ohne jedwede Kontrolle! Und in den Büros sitzen Manager, die genau wissen wie man das Vermögen mehrt!

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  2. Tja, Willis Frage, was das Ganze eigentlich soll, kann offensichtlich von uns niemand beantworten .
    Wir sollten dann wohl die Menschen schlicht abschaffen! Was anderes kann ich daraus nicht lesen.
    Immerhin ließe sich daraus ableiten, dass Bioanbau nicht die Lösung ist. Denn der Verlust an Biodiversität dürfte bei der Neugewinnung von landwirtschaftlichen Fläche sicher am größten sein . Das steht übrigens auch in der Studie, viel mehr habe ich allerdings nicht gelesen. Sondern den Rest nur überflogen. Vermutlich ist es auch nicht weiter lesenswert, sondern eher das Niveau “ für Holz werden Bäume gefällt“ . Meine Güte, Eschen fallen hier gelegentlich auch von alleine um. Für Forkenstiele reicht auch das „umgefallenen „Holz …

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    • Thomas Apfel sagt

      Brandenburg hat inzwischen fast 20 % seiner LN in irgendeiner Weise extensiviert. Die Bio-Diversität schwindet (angeblich) trotzdem. Dann kann weiter extensivieren und stilllegen wohl nicht der richtige Weg sein. Vielleicht ist es sinnvoller Naturschutz- und Biotopgestaltung gezielter anzugehen, als sich immerzu an steigender Stilllegung als „Erfolg“ zu berauschen.

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      • Richtig und interssant, Thomas Apfel müsste man weiterentwickeln,
        aber Lady meinte unter Landgewinnung in Südamerika wo man Biomasse Regenwald zu Ackerland verwandelt, das ist oben auch gemeint.
        Oben die Zahlen sind ja weltweit gemeint.
        Mit dieser Masse kommen dann weltweit schon 26% hin.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Inga, wenn die Ökofascho-Bewegung dann wenigstens in der Willens und in der Lage wäre zu differenzieren, dann wäre es ja auch gut….leider kommen in allen Veröffentlichungen dann aber Sätze wie:…“ auch in Deutschland gibt es dieses Problem…“ und damit ist dann das bashing eröffnet, bzw. wird weitergeführt.
          Der Herr Suhr macht das besonders gerne, Probleme der Welt auch bei uns zu verorten. Differenzierung nicht erwünscht oder nicht möglich, wer weiß das schon.

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      • brouss sagt

        Wenn mehr Biolandbau so positiv für die Insekten wäre, müsste man ja seit min. 20 Jahren schon eine Zunahme haben.

        Es werden wohl doch andere Einflüsse entscheidender sein.

        Die NGOs haben halt auch keine validen Informationen, sondern nur Pressewissen. Die „echten“ Informationen hat nur der Staat und der wird alles unter der Hand regeln wollen. Teilweise um die Branche (oder andere) zu schützen, um selber keine Fehler zugeben zu müssen oder um die Leute ruhig zu halten.

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  3. Friedrich sagt

    Die NGOs wollen immer mit neuen Methoden , die sich so schnell nicht widerlegen lassen die Leute in Angst und Schrecken zu versetzen. So werden schon die Kinder mit Falschinformationen gefüttert. Wenn man das weiter denkt ,dann müßen 75% der Menschen von der Bildfläche verschwinden, denn mit öko kann die Erde nur wenig Menschen ernähren. Weiter gedacht schaufeln sich diese Leute dann ihr eigenes Grab , denn außer den drei Bereichen , Land- + Forstwirtschaft und Fischerei dürften dann nur überleben und der Rest wäre überflüssig. Ob das unsere Schlaumeier wohl bedacht haben , oder halten die unsere Mitmenschen für blöd ??

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  4. Ulfrid sagt

    Die dargestellten Verhältnisse der Biodiversität ist eine wohl globale „Feststellung“.
    Alles in Allem geht es um steigende Einwohnerzahlen, Flächenversieglung für Wohnen und Verkehr (meist auf landwirtschaftlich nutzbarem Land) und Erschließung von Ressourcen (z.B. Schaffung von Flächer zur Ernährung).
    Die Ausdehnung ist auf den Kontineneten unterschiedlich und wird auch unterschiedlich gehandhabt. Aber das Verhältnis von Einwohnern zur landwirtschaftliche Fläche wird sicherlich überall ähnlich sein. Sind sie weniger ertragreich wird man mehr nutzbare Fläche benötigen. Das Problem ist nicht die weltweite Landwirtschaft, sondern, wie bekommen wir eine steigende Weltbevölkrung satt. Wenn ein Rückgang der Weltbevölkerung nicht zu erwarten ist, geht dies nur mit Effektivität auf den Flächen.

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    • Ulfrid sagt

      Noch eine Anmerkung zum Thema Forstwirtschaft.
      „Um an den Rohstoff Holz zu gelangen, werden Bäume gefällt,…“ Ja. Natürlich. Wenn die freiwillig nicht zur Verarbeitung gehen.
      Mal ganz ehrlich, um solche Berichte zu Schreiben, ist man populistisch so verblendet, oder hält andere einfach für dumm. Vielleicht ist es auch eine Kombination aus Beidem.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Das ist eine Botschaft, die bei vielen ankommt.

        Die Interessiert nicht, wo und wie Lebensmittel hergestellt werden…. müssen!

        Dass sie es sind, welche die Fische essen!

        Die auch nicht wissen, dass unter den Dachziegeln sich eine Holzkonstruktion befindet.

        Die Blödheit der Menschen wird von den NGOs ausgenutzt und die Menschen bezahlen die noch mit ihren Mitgliedsbeiträgen.

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        • Ja richtig, Ehemaliger
          und die glauben dass die Landwirtschaft für alles verantwortlich ist.
          Deswegen wird die da vielleicht auch als erstes aufgeführt,
          die könnten ja auch mir der Fischerei beginnen.

          Und wo sind die anderen 41% die für den Abbau der Natur verantwortlich ist?

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      • Wenn das weltweit gemeint ist,

        dann ist wohl auch die Rodung des Regenwaldes damit gemeint, oder?

        Und die macht andere Schäden wie das Holz da zu nutzen, wobei normalerweise wieder nach forstwirtschaftlichen Regeln angepflanzt wird.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Die Forstwirtschaft ist in Deutschland nachhaltig, es wird nicht mehr geschlagen, als nach wächst.

          Ob dies mit der Borkenkäferproplematik derzeit einzuhalten ist, entzieht sich meiner Erkenntnis.

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          • Die Forstwirtschaft hier ist nachhaltig.

            Aber ist es auch wo anders in der Welt, z. B. Südamerika so?
            Wo anders wird auch Urwald für wirtschaftliche Zwecke vernichtet. Z.B. der in Osteuropa für unser Klopapier.
            Wo Ölpalmen für unseres ungesundes Nutella und andere Schokoartikel wachsen weiss gar nicht.
            Speiseöl kann man auch aus unserem Raps herstellen. Wo anders wachsen Sonnenblumen.
            Ist das gerecht, dass wir so viel Biodiversität unserer Kinder
            für Klopapier verschwenden?
            Warum klappt das nicht mit der Herstellung aus Recyclingpapier?

            Wer ist da der Quertreiber?
            Die verkaufstüchtigen Manager vom Tropenholz- oder Klopaperhandel?

            Wir müssen uns doch schon seit ca. 1980 schämen,
            Wenn wir ein Möbelstück aus Tropenholz im Wohnzimmer stehen haben.

            Das selbe gilt für Elfenbeinschmuck.
            Das ist aber nun auch gesetzlich verboten einzuführen,
            warum hat es da geklappt?

            Warum klappt es nicht mit der Einführung von Urwaldholz?

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Vor mehr als 30 Jahren haben wir Pfähle aus Bangkirai im Weinberg verwendet, die hatten eine sehr lange Haltbarkeit. Die führte zu wüsten Beschimpfungen gegen uns Winzer, dass wir die nicht mehr verendeten.

              Als Terassendielen kann man die noch kaufen, interessiert niemand mehr, dass es sich um Urwaldholz handelt.

              Jetzt werden nur noch Eisenpfähle verwendet, der Vollernter verlangt dies.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Holzpfähle können beschädigt werden und die Splitter können den Vollernter beschädigen.

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              • firedragon sagt

                Und wenn dem Vollernter nichts passiert und der keinen Entrapper hat und die Holzteile darüber nicht „ausgedruckt“ werden und stattdessen im Maischewagen landen, spätestens dann gibst Probleme, wenn Holzteile in der Schnecke verkeilt sind.

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                • Bei Metallteile wäre das doch noch schlimmer, oder, gäbe es da keine „Brocken“, würde was kaputtgehen?

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                • firedragon sagt

                  Inga, es können auch Holzteile von alten Rebstöcken durch das Schlagwerk des Vollernters gelöst werden und in der Maschine landen oder im Maischewagen, das liegt daran, dass Holz mit der Zeit morsch wird.
                  Metallteile lösen sich eher nicht durchs Schlagwerk, wenn der Fahrer allerdings nicht aufpasst, kann er die umdrücken, im schlimmsten Falle „wickeln“ die Metallpfosten sich dann, ist bei uns bisher zum Glück noch nicht passiert.

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          • Paulus sagt

            Ehemaliger, Wertholz kannst du heute ohne FSC-Siegel nicht mehr verkaufen. Wenn du lediglich PEFC zertifiziert bist geht das so gerade mal als Kaminholz oder in Form von Pellets durch.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      So lange es genug zu essen gibt, wird uns das unsere nichtlandwirtschaftliche Bevölkerung aber nicht glauben. Da können wir mit Zahlen kommen, wie wir wollen. Meine Erfahrung. Da kann man nur abwarten und hoffen, dass eine erste Veränderung so mild ausfällt, dass sie Raum zum Nachdenken lässt und nicht gleich einen Bürgerkrieg zur Folge hat.

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  5. bauerhans sagt

    Herr Krämer,eine ot-frage:

    macht ein milchviehbetrieb mit 140 kühen und entsprechender flächenausstattung in diesen zeiten 200000-300000€ gewinn??

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    • Arnold Krämer sagt

      Nein, weit entfernt, selbst wenn nur, wass extrem selten ist, ausschließlich mit Eigentumflächen gearbeitet wird und auch kein Fremdkapital bedient werden muss.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Die Grundinfos sind aber auch nur sehr dünn….man weiß eigentlich nichts….Biogas, PV, Windkraft, Bullenmast, hohe Leistung, Gemischtbetrieb? Pauschale Aussagen erbringen pauschale Fehleinschätzungen.

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        • Arnold Krämer sagt

          Gut, das war für mich klar: 140 Kühe plus weibliche Nachzucht incl. Futterfläche (Grünland, Mais).
          Wenn andere Betriebszweige dazukommen, kann das ganz anders aussehen, selbstverständlich. Aber dann reden wird nicht mehr von einem Milchviehbetrieb.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Herr Krämer, wie nennt man denn Milchviehbetriebe, die breiter aufgestellt sind?
            Evtl. gibt es fast keine „reinen“ Betriebsformen mehr? Es ist und bleibt wie immer komplex…🤗🤔

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            • Arnold Krämer sagt

              Dann reden wir vom Unternehmen (skomplex) Meyer, Müller, Schulte; steuerlich mehrere Einheiten, die meist auch verschiedenen Familienangehörigen zugeordnet sind.
              Oder es ist ein landw. Gemischtbetrieb, aber die gibts nur noch selten in Norddeutschland.

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  6. Christian Bothe sagt

    WDR und Quarks sollten sich schämen so etwas in das Netz zu stellen und die Bauernschaft damit diffamieren. Das sie noch diesen NABU-Verein unterstützen,ist einfach unterirdisch,Studie hin oder her.Dann redet der Staat noch von einem Gesellschaftsvertrag…Schließe mich B.Willi an,und lese diesen Mist gar nicht erst…

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  7. fingerphilosoph sagt

    Die Botschaft ist eindeutig: Was die Biodiversität zerstört, sind die Branchen, die den physischen Körper des Menschen am Leben erhalten, alsda sind Landwirtschaft und Fischerei für den Bereich Ernährung und Forstwirtschaft für den Bereich Wohnen/Heizen.
    Umkehrschluss: wer Biodiversität bewahren will, muss seinen eigenen Körper zerstören, indem er aufhört, sich zu ernähren oder zu wohnen/heizen. Das ist eine Kampfansage an unsere physische Existenz, an unsere Körperlichkeit.

    Nun, das ist nicht neu: bereits im Christentum war der eigene Körper ein bevorzugtes Hassobjekt, dem die angeblichen Begierden mit Gewalt ausgetrieben werden mussten. Nur wird heute nicht mehr die Sexlust angeprangert, sondern die Esslust, wobei für den Fortbestand der Menschheit das Eine wie das Andere notwendig ist.
    Religionen funktionieren nun mal so, dass das Lebensnotwendige zur Sünde erklärt wird.
    Irgendwann wird uns auch das Atmen vorgeworfen. Dann dürfen wir nur noch einen halben Atemzug pro Minute machen, weil alles andere dem Klima und den Insekten schadet.

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    • Arnold Krämer sagt

      fp: Von „angeblich“ würde ich bei den menschlichen Begierden nicht reden, die sind schon sehr real und spielen z.B. beim kapitalistischen Wirtschaften ja auch eine individuell unterschiedlich wirksame Rolle.

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      • fingerphilosoph sagt

        Bei unserem nächsten Verwandten, dem Bonobo, spricht, was seine Lust am Sex angeht, kein Forscher von Begierde, sondern von einem evolutionären Erfolg, der die Bonobos in ihrem Gruppenverhalten friedlicher macht. Beim Schimpansen spricht niemand von einer Begierde, wenn er so viele Feigen in sein Maul stopft, dass er sich beinahe den Unterkiefer dabei ausrenkt. Beim Menschen hingegen wird dasselbe über Jahrmillionen evolutionär vererbte Verhalten nun plötzlich zur „Begierde“ erklärt.
        Die Frage ist doch, warum ein Verhalten, das über Jahrmillionen offensichtlich richtig und der Natur angepasst war, im Laufe der vergangenen 3.000 Jahre plötzlich zur Sünde und zum Laster geworden ist. Was ist in diesem extrem kurzen Zeitraum passiert, das unsere evolutionäre Entwicklung derart in Frage stellt?

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        • Arnold Krämer sagt

          Wir sollten nicht aneinander vorbeireden. Sie haben auch im Plural von Begierden gesprochen. Deshalb jetzt keine Einengung des Themas auf die sexuelle Begierde.

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          • fingerphilosoph sagt

            Es geht um alle körperlichen Bedürfnisse, dem nach Fortpflanzung und intimer Nähe ebenso wie dem nach Nahrung, Bewegung, Schlaf, Wärme, etc. In den letzten 3.000 Jahren wurde jedes körperliche Bedürfnis zum Laster umdefiniert, dasjenige nach Fortpflanzung/Nähe und Nahrung zu Begierden, nach Schlaf und Entspannung zur Trägheit, nach Wärme und Sicherheit zu Habsucht usw.

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            • Arnold Krämer sagt

              …..nicht die Bedürfnisse, sondern die Übertreibungen wurden umdefiniert, zu Recht, wobei das rechte zivilisatorische Maß immer schwierig zu finden.

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              • fingerphilosoph sagt

                Die Übertreibungen sind im evolutionären Konzept verankert. In einer natürlichen Umgebung ist es ein Überlebensvorteil, sich in Zeiten der Nahrungsfülle vollzustopfen und sich ein Fettpolster zuzulegen. Es ist auch ein Überlebensvorteil, mit den Energien hauszuhalten, indem Winterschlaf gehalten wird. Oder sie in Brunftzeiten mit allerlei Balzritualen und Paarungen zu verschwenden. Was sich in den letzten 3.000 Jahren verändert hat, ist die Art des Zusammenlebens: die Urbanisierung und damit einhergehend die Technisierung der Umwelt. Hinter all den Reden von den angeblichen Begierden steckt die Notwendigkeit, sich an die von selbst geschaffenen Technologien und die von selbst geschaffene Umwelt anpassen zu müssen. Das heißt nichts anderes, als dass die von uns geschaffenen Technologien uns mehr wert sind als der von Natur gegebene Körper. Wir tun lieber unseren naturgegebenen Bedürfnissen Gewalt an, als dass wir zugunsten einer wie auch immer gearteten Biodiversität auf unsere heißgeliebten Technologien inklusive der von ihnen geschaffenen Umwelt verzichten.
                Wie der Junkie vom Heroin abhängig ist, sind wir es von der Technik. Wie das Heroin die Wahrnehmung der Welt verändert, so verändert auch Technik die Wahrnehmung der Welt. Das ist unser Problem und nicht die angeblichen „Begierden“.

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                • fingerphilosoph sagt

                  PS: muss heißen: die von uns selbst geschaffenen Technologien und die von uns selbst geschaffene Umwelt.

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                • Genau, das ist unser Problem, deswegen werden ja Frauen bewundert, die genau wie Männer LKW oder Traktor fahren können, wo die Technikwelt doch den Männern vorbehalten ist.
                  Das selbe gilt für die Landwirtschaft, die anscheinend nur geringe Arbeiten in Natur und Erde zu tun hat. Das scheint in der modernen durchtechnisierten Welt sehr unqualifiziert zu sein.
                  Da verlässt man sich eher auf seine Gefühlswelt.
                  Und die können noch von Messenmedien und irgendwelchen Interessen manipuliert werden

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        • Ja, von der Zeit an sind wir zivilisiert.
          Und müssen für unser Dasein arbeiten und schädigen so mehr die Umwelt durch unseren Habenwollen und Status.

          Da ist Sex keinen Thema mehr und hat auch keinen Platz mehr, denke ich.

          Bevölkerung in der Wildnis wie Indianer oder Buschleute haben beim Sex wohl ihr Ritual, damit nicht so viel Nachkommen entstehen und die Umwelt geschädigt wird.
          Die sind ja der Natur noch viel mehr verbunden, sie haben sogar eine Naturreligion.

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          • Als Antwort für Fingerphilosoph:

            „Die Frage ist doch, warum ein Verhalten, das über Jahrmillionen offensichtlich richtig und der Natur angepasst war, im Laufe der vergangenen 3.000 Jahre plötzlich zur Sünde und zum Laster geworden ist. Was ist in diesem extrem kurzen Zeitraum passiert, das unsere evolutionäre Entwicklung derart in Frage stellt?“

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          • Schorsch Summerer sagt

            Oh mei, Inga.
            Schau dir doch bitte die Sterblichkeit und vor allem die Kindersterblichkeit bei Indianern und Buschleuten an. Oder die Lebenserwartung. Wie oft wird da wohl die verfügbare Nahrung für eine natürliche Auslese (ein hässlicher Begriff) gesorgt haben? Oder Krankheiten für die kein Gegenzauber oder Mittelchen geholfen hat?
            Wenn man gesund alt wird und immer ausreichend zu Essen hat kann man leicht über die nichtnotwendigen Dinge oder den Verzicht philosophieren. Aber wehe wenn man krank wird…. .
            Ob es da immer noch so leicht fällt das Verzichten?

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            • Das stimmt,
              aber philosophieren tun die Indianer auch.
              Deswegen haben sie auch mehr Ethik und Moral!
              Medizinmänner haben die auch.
              Vielleicht haben die auch schon das Mittel gegen Corona?

              Natürlich, die Lebenserwartung ist nicht so hoch, aber die Natur ist intakt, weil sie mit der Natur leben und sogar ihre Religion danach ausrichten.

              Und wenn bei denen wirklich welche Hungern, dann vielleicht nur weil sie aus ihren fruchtbaren Gründen verjagt sind.

              Die leiden auch nicht an Überbevölkerung!
              So wird es dem Buschleuten auch gehen.
              Die sind ja nicht zu verwechseln mit den Bewohnern in den Slums und korrupten Regierungschefs!

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      • Also das menschliche Verlangen, egal ob es physisch oder psychisch ist raubt unseren Globus uns seine Ökologie aus.

        Wie müssen nicht unseren Körper und auch Seele zerstören, um die Ökologie zu erhalten,
        Wir müssen nur gewissenhaft damit umgehen und forschen,.
        Ja auch gewissenhaft forschen.

        Vielleicht auch mit den Todsünden umgehen können
        und die 10 Gebote beachten,
        Eine wichtige Aufgabe für den Fingerphilosphen, er könnte doch diese mal mit denen von anderen Religionen auch den Naturreligionen von Buschmannern und Indianern vergleichen.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Liebe Inga, das wissen alle selbst. Nur behauptet aber jeder, dass er selbst eben nicht derjenige sei, der die Erde zerstört, es ist der andere! Und, was willste jetzt machen?
          Wer will freiwillig zurück zum Urvolk?
          Die Frage bleibt bestehen Inga: Wer ist bereit auf wieviel zu verzichten? Und hat die Menschheit insgesamt das gleiche Recht auf den gleichen Konsum wie wir DEUTSCHEN? Wenn ja, dann ist der Niedergang der Erde besiegelt, wenn nein, wer versagt ihnen das oder wer sorgt dafür, dass unsere Gesellschaft sich so stark einschränkt, wie es wissenschaftlich geboten ist? NUUUUN?

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          • Also unser Konsum ist von der Werbung bestimmt, nicht von uns selbst.
            Ich brauche keinen SUV und auch keine Fernreise und auch keine Kleidung aus Plastikfäden.
            Man muss nur die Priorität anders legen.
            Eine hübsche Wohnung oder Haus und besondere Interessen in Kultur, Musik, Sport, Spiel und Spaß.
            Wie lange wollen wir uns von dem umwelt-und gesundheitsschädigend Konsum noch beeinflussen oder unser Leben bestimmen lassen. Die armen und kranken Leute können auch nicht alles haben, was sie wollen.
            Und in der übrigen Welt, die auch mal unseren umweltschädigen Wohlstand haben wollen, die müssen gleich mit unseren energie- u. giftsparenden Techniken anfangen.
            Wozu einen neuen Stall bauen, wenn der alte noch gut ist?
            Ist auch umweltsparend!!!

            Man baut ja nur einen neuen Stall, weñ man vergrössern will oder eine ganz neue Einrichtungstechnik haben will oder muss!?!
            Sonst ist es rausgeschmissenes Geld und überflüssige Umweltbelastung, oder?

            Wer macht das schon bei den Niedrigpreisen hier?

            Im westlichen EU-Ausland geht es vielleicht leichter, weil die von der Einheit mehr übrig haben vielleicht auch wegen niedrigeren Auflagen oder sonstigen billigerem Input.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Inga, die Frage war, wie du die 7,5 Milliarden dazu bringen willst/kannst/möchtest, damit sie deinen Vorstellungen entsprechend handeln?
              Man kann jahrelang rumphilosophieren, dadurch ändert sich aber nichts. Ich bin fest der Überzeugung, dass sich die Menschheit niemals in die von dir gewünschte Richtung ändern wird.
              Wer sollte es ihnen auch vorschreiben?

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              • Corona…

                wenn wirklich so viel uneinsichtige unter uns leben, dann dann muß Corona überzeugen.

                Die Bauern können nicht nur schöne Ställe bauen und finanzieren,

                Sie haben auch andere technische Innovationen.
                Wieviel regenerierbare Energie können die bereitstellen?
                Die kann man alle in den Fraglichen Ländern anwenden. Wieviel Agraringenieure sind in der Entwicklungshilfe und kennen sich vor Ort aus?
                Wird die Bildung hier wie dort besser, kommt ein besseres größeres Einsehen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Unser Konsum ist nur bei denen bestimmt, die sich durch Werbung beeinflussen lassen. Letztendlich soll sich jeder überlegen, ob er das alles braucht, was ihm die Werbung so alles anbietet.

              Aber ich muss gestehen, als Landwirt hat man es besser , man braucht man keinen Daimler auf Kredit kaufen, bei uns ist sich jeder sicher, auch wenn die einen alten Passat fahren, einen Daimler könnten die sich leisten.🤣

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              • und man braucht sich nicht mit den anderen Neidhammel zu vergleichen.

                Es ist schon ganz schön viel, was der materielle Konsum an seelischem Defizit ausgleichen muß!
                Und die Bauern sind schuld.

                Ja, Schuldzuweisung, damit seine eigene Schuld nicht sieht!

                Deswegen …

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            • fingerphilosoph sagt

              Inga, vergiss mal SUV und Fernreisen und die hübsche Wohnung. Nur zwei Milliarden Menschen von mehr als sieben Milliarden haben überhaupt Zugang zu einer Waschmaschine. Eine Milliarde Menschen leben in Slums ohne Strom- und Wasserversorgung. Für die ist die Wellblechhütte schon Luxus. Aber deren ökologischer Fußabdruck ist natürlich klein und wird mit unserem verrechnet. Und trotzdem ist der Earth Overshoot Day, der Tag, an dem die nachwachsenen Ressourcen verbraucht sind, normalerweise schon Ende Juli. Obwohl die gesamte Weltwirtschaft wegen Corona mindestens zwei Monate lahmgelegt war und kaum jemand eine Fernreise gemacht hat, war der Overshoot Day dieses Jahr trotzdem noch immer im August.

              Überleg dir also lieber mal, ob du den 5 Milliarden Menschen tatsächlich den Zugang zur Waschmaschine verweigern willst, oder zum eigenen Fahrrad oder Moped?

              Wie stellst du dir vor, dass wir als Weltgemeinschaft leben sollen, dass die Ressourcen bis zum 31. Dezember reichen? Mit dem Verzicht auf den SUV und die Fernreise ist es nicht getan.

              3+
              • Reinhard Seevers sagt

                Auf einem Protestschild bei FFF gestern in Hannover stand: Stoppt das Furzen der Kühe!
                So kanns gehen oder……..??

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Zitat Fingerfilosoph:“Mit der grünen Denkweise lassen sich Probleme also überhaupt nicht lösen. Weil sie erstens nicht ehrlich ist, zweitens nicht konsequent und drittens nicht widerspruchsfrei.“

                  ….und viertens allein darauf beruhen, Ängste als Triebkraft zu nutzen, und „Schuldige“ zu generieren. Wer als Schuldiger bezeichnet wird, wird in Opposition gehen.

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                • Hier seiht man, dass noch mehr Bildung notwendig ist.
                  Nicht nur in den Entwicklung- und Schwellenländern, sondern auch hier.

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              • Paulus sagt

                Fi-phil, auch wenn ich mir jetzt böse einen einfange und wahrscheinlich in die falsche Ecke gestellt werde.
                Das Elend in der sogen. 3. Welt hat meines Erachtens sehr viel mit mangelnder Intelligenz, oder besser gesagt mit nicht vorhandener Bildung zu tun. Davon weiche ich auch nicht ab.
                Mal abgesehen von einigen Staaten Afrikas bei denen eh Hopfen und Malz verloren ist; die arabische oder besser die islamische Welt hat bedeutende wissenschaftliche Leistungen hervorgebracht.
                Das endete leider so um 1200 oder 1250, seit dem werden dort religiöse Dogmen gelehrt. Außer im medizinischen Bereich ist da nix mehr mit Wissenschaft. Das Resultat ist bekannt.
                Ich fühle mich dafür nicht verantwortlich und habe mit den Fehlgeleiteten herzlich wenig Mitleid.
                Nur ein Beispiel Afrika betreffend: ich bekomme immer noch die Mitteilungsblätter der DEG, für die war ich mal tätig. Da wird doch tatsächlich voller Stolz berichtet, man habe zwei afrikanische Frauen als Brunnenmechanikerinnen ausgebildet. Das ist ja gut und schön, nützt aber herzlich wenig, solange die Afrikaner nicht im Stande sind eigenständig Brunnen zu bohren und zu verbauen. Genau da liegt der Hase im Peffer. Ich bin ehrlich und sage ganz klar, ich nicht bereit aufgrund der Benachteiligen Verzicht zu üben. Dieser Earth Overshoot Day ist übrigens eine fiktive Annahme; genau so gut könnte ich den Pfaffen der RKK glauben schenken.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Nur der Reiche hat Angst etwas zu verlieren……der Arme kann nur gewinnen. Ich finde Arroganz gegenüber anderen Kulturen und Menschen abstoßend.

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                • fingerphilosoph sagt

                  Paulus, es geht nicht drum, wer wo wie intelligent ist. Es geht auch nicht drum, ob du Mitleid hast oder nicht.

                  Es geht schlicht drum, dass jedwedem Wohlstand die Transformation von Energie zugrundeliegt, egal ob durch Wind, Wasser, Sonne, Fossile, Atom, Erneuerbare. Die Korrelation von Wohlstand und Energieverbrauch ist eindeutig: je höher der Wohlstand, desto höher der Energieverbrauch und umgekehrt.

                  Richtig ist, dass der Transformationsprozess effizienter gestaltet und der Wirkungsgrad erhöht werden kann. Auch wenn schlaue Ingenieure wie Du in diesem Bereich Erstaunliches leisten, zeigt sich doch das Ende der Fahnenstange. Perpetuum mobile ist nicht drin.

                  Welche Energie wir verwenden, ist jedoch nur eine Seite des Problems. Es kommt auch drauf an, in was wir die Energie umwandeln. Das Meiste von unserem Wohlstand endet früher oder später als Müll bzw. Stoffen, die die natürlichen Kreisläufe verändern, wie Mikroplastik, CO2, künstliche Hormone etc.

                  Tatsächlich muss man die Frage stellen: Sind wir bereit, auf unseren Wohlstand zu verzichten? An diesem Punkt fangen die Weltretter und sonstigen Grünen regelmäßig an zu schwurbeln. Sie tun so, als könnten wir auf die Energie plus die Transformationsprozesse verzichten, aber nach wie vor im gleichen Wohlstand schwelgen. Und das ist eben nicht wahr.

                  Eine andere Grundsatzfrage ist, ob man den Gesamtenergieverbrauch überhaupt mit der Anzahl der auf dem Planeten lebenden Menschen verkoppeln kann. Wenn wir das tun, heißt das, dass der Einzelne auf immer mehr verzichten muss, je mehr Menschen wir auf dem Erdball werden. Wenn du diese Überlegung konsequent zu Ende führst, kommst du dahin, dass der Einzelne schließlich auf seine Existenz verzichten muss, damit die Gesamtheit leben kann. Das allerdings ist ein logischer Widerspruch. Die ganzen Überlegungen in dieser Hinsicht, inklusive der Forderungen an dich, Verzicht zu üben, sind also sowieso falsch, weil sie auf diesem logischen Widerspruch beruhen.

                  Mit der grünen Denkweise lassen sich Probleme also überhaupt nicht lösen. Weil sie erstens nicht ehrlich ist, zweitens nicht konsequent und drittens nicht widerspruchsfrei.

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                • Fingerphilosoph,
                  könnte man nicht modernen innovativen Verzicht üben?

                  Haben nicht moderne Gelüste altmodischen Gelüste auch abgelöst?

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                • Aber nimmt das mit der Bildung in Afrika nicht immer mehr zu?
                  Vielleicht kann man denen auch mit der Weltkultur Fußball beikommen?

                  Aber da verlange ich wieder, dass sie unsere Kultur annehmen.
                  Wenn wir aber Solaranlagen auf deren Dächer bauen wollen, dann müssen sie diese annehmen.
                  Vorher müssen sie aber verstehen, was Umweltschutz ist!
                  Vielleicht können nur Frauen Brunnen bohren und haben auch die Einsicht der Notwendigkeit dafür, weil sie ja traditionell auch das Wasser auf dem Kopf holen müssen.

                  Die Einsicht für Spiegelkocher werden sie auch eher als die Männer haben, weil sie da ja nicht mehr so den stinkenden Rauch vom holz ausgesetzt sind. So werden sie auch die Notwendigkeit begreifen, das man diese mit Sonnenenergie betriebene Nutzen muss, damit nicht so viel Klima schädigendes CO“ in die Luft geht.
                  Außerdem ist es bestimmt bequemer für sie!

                  Frauen sind innovativer!
                  Aber ob und wann die sich durchsetzen?

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              • Es geht ja darum, dass diese Menschen in den Slums auch auch mal Fernreisen, SUVs und schöne Wohnungen haben möchten.

                So, wir schaffen das umweltschädliche Zeugs wie SUVs und Fernreisen ab und die schaffen es gar nicht erst an.
                Eine schöne Wohnung mit Waschmaschine und Kühlschrank (Vielleicht betrieben mit der Solaranlage auf dem Dach) auch schon, aber ohne Tropenholz oder sonst etwas umweltschädigendes. Inzwischen wird mit dem Kochspiegel, der die Sonne spiegelt gekocht, damit nicht so viel CO2 von jedem Haushalt und Kochstelle in die Luft geht.

                Der Strom wird von regenerierbaren Quellen erzeugt. Was gibt es da für Möglichkeiten.
                Natur und Wasser bleiben Allgemeingut!
                Dann wird der Fußabdruck bei uns kleiner und bei denen höher.
                Damit der Earth Overshoot Day nicht zu früh im Jahr anfängt.
                Die Entwicklung geht ja weiter.

                Wenn jetzt die Bauern geopfert werden und da als Arbeitslose und Betriebsschließungen stattfinden,
                dann legen wir das mal auf eine andere Branche, auf die Auto- und Flugzeugindustrie.
                ;Aam braucht sie höchstens noch für Technische Weiterentwicklung,denn daraus lernt man ja was, vielleicht die Wasserstofftechnik ode r so. Wie wichtig ist der Individualverkehr ?
                Und die Politiker wieder ohne deren Einfluß regieren können.

                Natürlich können wir Europäer uns keine Exotischen Früchte mehr leisten, wie Erdbeeren aus Südafrika im Winter oder ähnliches!

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    • Umkehrschluss, Fingerphilosoph ist

      wer Biodiversität erhalten will , darf mit dem Abbau von natürlichen Ressourcen nicht übertreiben.
      Wir incl. unsere Mitgeschöpfe Tiere dürfen noch atmen, stoßen CO2 aus
      die Pflanzen dürfen noch atmen, stoßen Sauerstoff aus,
      es muß im Gleichgewicht bleiben.

      Deswegen dürfen nicht noch zusätzlich übertriebenen Autoverkehr oder sonstige Umweltbelastungen, die unser Körper nicht wirklich braucht, herbeiführen.

      Also wenn die Religion Sex- oder Esslust und andere Gelüste oder Süchte anprangert, dann doch nur zu Gunsten eines friedlichen Zusammenlebens.

      Wir sind doch Menschen und keine Tiere, oder?

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      • fingerphilosoph sagt

        Liebe Inga, komisch ist doch, dass es nicht funktioniert. Die Religionen prangen unsere Sex-, Fress- und anderen Gelüste seit Tausenden von Jahren an, und was tun wir: Kriege führen, wenn nicht mit Bomben, dann halt mit Cyberattacken. Oder auch, indem die angeblichen Naturretter Landwirte in den Ruin treiben, indem sie sie als „Vergifter“ abstempeln. Auch das ist eine Art von Kriegführung.

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        • firedragon sagt

          fingerphilosoph, betrachte es doch mal von der Warte aus – der Mensch muß, ist er an einem bestimmten Punkt angelang, zerstören, um wieder aufbauen zu können. Somit hat der Mensch wieder seine Daseinsberechtigung – alles andere wäre doch langweilig…

          3+
          • fingerphilosoph sagt

            Das sehe ich genauso. Ist nicht der einzige, aber einer der Hauptgründe für Krieg. Grund dafür ist menschliche Überproduktivität, sowohl was Erzeugnisse als auch Nachkommen angeht. Vermutlich lässt sich mit diesem Gedanken auch die Zerstörung der LW und der Energiewirtschaft erklären.

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            • firedragon sagt

              fingerphilosoph, ist es aber nicht eigentlich ein Armutszeugnis, was da den Menschen „auszeichnet“…

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              • fingerphilosoph sagt

                Ein Kind, das mit Legosteinen spielt, reißt seine Bauwerke auch regelmäßig ein, um anscheinend wieder von vorn zu beginnen. Mit jedem aufgebauten und eingerissenen Turm macht es jedoch andere Fehler und lernt dabei. Deshalb ist Geschichte trotz immer wiederkehrender gleicher Ereignisse keine Wiederholung. Eher so was wie Murmeltier-Tag.

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                • firedragon sagt

                  fingerphilosoph, das Kind wird allerdings erwachsen, reißt nicht mehr alles auseinander. Es gibt Erwachsene, die Lego bauen, um bei Deinem Vergleich zu bleiben. Die bauen beeindruckende Dinge und diese werden nicht wieder zerstört, dieser Erwachsene ist stolz auf sein Erschaffenes.
                  Ja, Geschichte wiederholt sich nicht eins zu eins.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Vielleicht ist die Sicherheit, die Vollkaskomentalität, das Nichtvorhandensein von Gefahren der Grund, warum man Risiken als Gefahren und Ereignisse als Katastrophen wahrnimmt. Eine Bevölkerung, die den Krieg seit Jahrzehnten kennt, hat keine Angst vor einer Überschreitung eines Nitratgrenzwertes, der nicht einmal allgemein als Risiko anerkannt ist.
                  Unsere Gesellschaft ist eine, die keine Gefahren kennt, deshalb sucht sie danach und findet sie in vermeindlich ungefährlichen Regionen. Da die Erzeugung von Nahrung einen ganz persönlichen Bezug zum eigenen Körper hat, wird dies als besondere Gefährdungszone identifiziert. Alles, was den eigenen Körper, das eigene Leben beeinflussen könnte, wird ersteinmal negativ konnotiert…..daraus resultieren u.a. der Körperkult, die Dauerkochsendungen, die Selbstoptimierungsbücher und- filme…..am Ende wollen alle lange leben, alt werden, aber dennoch nicht alt sein, …..und dann kommt die Wahrheit auf den Tisch: alles hat ein Ende!

                  1+
                • firedragon sagt

                  Da die Erzeugung von Nahrungsmitteln einen ganz persönlichen Bezug zum eigenen Körper hat, wird dies als besondere Gefährdungszone identifiziert.
                  Man sagt ja, etwas würde einem auf der Zunge zergehen, mir zergeht dieser Satz gerade im Hirn.

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                • fingerphilosoph sagt

                  Alles ist irgendwann mal im Weg, auch das, worauf der Erwachsene so stolz ist. Dann wird es eben abgerissen, nicht von ihm, aber von denen, die den Weg weitergehen wollen. Die Nachkriegsgenerationen haben tatsächlich extrem viel aufgebaut, aber die Generationen X, Y, Z, die Millenials und die Digitalisierer wollen sich ja nicht auf den Lorbeeren anderer ausruhen, die wollen selber was erschaffen, deshalb wird jetzt erst mal kräftig zerstört, dieses Mal nicht mittels Krieg, sondern über die systematische Auflösung der alten bewährten Strukturen und Werte. Es hat doch Methode, dass ausgerechnet die Land- und die Energiewirtschaft geradezu mutwillig an die Wand gefahren werden. Das ist eben die neue Art von Bürgerkrieg, dieses Mal mit unblutigen Mitteln, die wie auch in der Vergangenheit im Gewand des Guten daherkommt.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Fingerfilosof, schon mein Lehrherr hatte das Schlagwort: „Wir bauen auf und reißen nieder, so haben wir Arbeit immer wieder!“

                  Aldi schleift seine Läden spätestens nach 15 Jahren oder wenn die Umsatzzahlen in 3km besser prognostiziert werden…..
                  Während der niederländische Bauer fast immer seine unrentablen Altgebäude abgerissen und großzügige Neubauten errichtet hatte, hat der Deutsche an seinen Wurzeln so lange festgehalten, bis die Unrentabilität oder der Tierschutz ihn zwangen einen Neubau zu errichten…also der deutsche Bauer ist in der Hinsicht eher ein Festhalter….wohl evolutionsbedingt (dieser Hof besteht seit der 7. Generation, und seine Gebäude auch…)

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                • firedragon sagt

                  Ich hab mal kurz meine Wissenslücke geschlossen was Du mit X,Y usw. meinst, um die Gedankengänge derer besser nachvollziehen zu können… ich glaube, das hat nicht nur oder unbedingt was mit Generation zu tun. Da kommt noch hinzu, wo man aufgewachsen ist.
                  Mal schauen, wo wir „landen“ werden…

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                • @Reinhard Servers,

                  Der Vergleich mit den holländischen und deutschen Stallneubauten hinkt, da hast du Unrecht.
                  Also
                  Die Holländer verdienen an den Nutztieren (Schweinemast) mehr als wie deutschen,

                  warum?

                  Weil die
                  1. billiger bauen können, weil ein wärmeres Klima haben

                  2. Das Sojaschrot billiger ist, weil Hafennähe.

                  Also können die viel öfter Bauen und wir?

                  Was haben wir für dicke Wände, besonders in Bayern?

                  Warum können denen ihre Stromleitungen mehr Schnee aushalten als die Stromleitung in Münster z.B?

                  Architekten müssen das wissen.

                  Und wenn wir stolz darauf sind, wenn unserer Bauernhof schon in der 7. Generation im Familienbesitz ist,
                  dann verstehe ich darunter das da in der Familie sehr viel Intelligenz vorhanden u. vererbbar ist und man stolz darauf ist.

                  Und 2. Auch irgendeine Geborgenheit.

                  Wie viel Kriege und Notsituationen hat der Hof schon durchgestanden.
                  Wo übrigens auch die Vorfahren der heutigen Städter haben Unterschlupf und Geborgenheit in der Situation dort fanden.

                  (Deswegen werden ja heutzutage in der Grossstadt noch welche glauben, wir hätten uns nicht weiterentwickelt, aber trotzdem auf unsere großen Maschinen schimpfen und diese mit ihrem Privatpkw vergleichen)

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Mit Verlaub Inga,
                  Niedersachsen, NRW und Schleswig-Holstein haben kein anderes Klima, als die Niederlande…..und die Konsequenz Altegbäude zu schleifen ist in den Niederlanden einfach vorhanden. Unsere Denke hält ewig am „Alten“ fest. Das sieht man ja sogar an der gesamten Ernährungsdiskussion und deren Werbung, das sieht man an den lokalen Nachrichten, in denen es fast ausschließlich um den Erhalt von „Altem“ geht. Hier eine Mühle, da eine Dampflok, dort eine alte Wegebefestigung….nur das Alte wird als gut ausgemacht. Alles „Neue“ wird als negativ konnotiert.
                  Wir sind ein Volk von alten Angsthasen…und das nimmt mit der Demografie noch zu….

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                • es ist auch individuell verschieden,
                  die einen haben Freude am zerstören
                  und die anderen am konstruieren!

                  Auch bei Kindern ist das schon bemerkbar!

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                • Angsthasen, wir? Reinhard Seevers?

                  Brauchen unsere Ställe nicht mehr Heizung oder dickere Wände?
                  Na ja bei den modernen offenen Kuhställen ja nicht!

                  Aber bei den Ferkelställen?

                  Was versteht man unter Altgebäude schleifen?

                  Und die Denke von Westeuropäern ist nicht so Altmodisch wie die unsere?
                  Sieht man das am Stand von Corona?
                  Vieleicht geht es auch um das Erhalt des Alten weil mal Nostalgie modern war
                  aber auch weil wir zu viel Industriellen Plastikscheiß hergestellt haben und nun wegen der Umweltverschmutzung nicht mehr wollen, weil so schnell keine Alternative da ist, muß man zum Alten zurückgreifen und darf es auf keinen Fall vergessen???

                  Wie man das Alte in der Ernährung erhalten will , weiß ich nicht, vielleicht weil man keine Nahrungsmittel mit 10 000 Flugstunden haben will. Aber ist das im westlichen Ausland oder sonst wo auf der Welt anders?

                  Wenn es in Lokalen Nachtrichten um Erhalt des Alten geht, dann wohl nur um Backhäuser, Dialekt, Kirchen und Denkmäler, oder?
                  Ja, Mühle, Dreschmaschine, Oldtimer, Dampflok gehören auch dazu! Vielleicht aus das Holzhäuschen vom Hof, dass ein Herzchen in der Türe hatte.
                  Das neue wird vielleicht als negativ dargestellt, weil es meist zu kurzlebig oder umweltschädlich ist.
                  Und das moderne WC braucht zu viel Wasser, bis das nicht geklärt ist, wird es erstmal als negativ hergestellt,
                  Da gibt es auch noch einen Bequemlichkeit- und Gesundheitsaspekt.
                  Aber erstmal wird die neue Technik negativ hergestellt, bis alle Vorteile das Negative darum überwiegen. dann ist Ruhe, dann hat man reiflich diskutiert und überlegt.
                  Was ist schlecht daran?
                  Machen das die Holländer nicht? Sind die von Natur aus leichtsinniger?

                  „Wir sind ein Volk von alten Angsthasen…und das nimmt mit der Demografie noch zu…“

                  Das haben die 68iger auch gemeint, bei denen habe ich nur alte Hasen verstanden.
                  konservative alte Hasen
                  ewig gestrige alte Hasen

                  die 68iger waren Kinder von Kriegsverbrecher,
                  die haben das ewig Gestrige aber verdammt,
                  deswegen haben di rebelliert,
                  die waren nicht stolz eine Deutscher zu sein

                  Die wollten Europäer oder Weltbürger sein!

                  Aber das Phänomen meist du nicht, Reinhard, oder?

                  .

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        • Das muß an unserer Psyche liegen.
          Weil wir vielleicht unersättlich sind,
          die Kriege gehen doch nur um Territorien und Macht
          bis hin zu Stellvertreterkriegen.
          Genau wie das Bauernbashing
          es ist eine Genugtuung für die Menschliche Seele, denn damit beruhigt man sein schlechtes Gewissen als Umweltsünder.
          NGOs und Medien freit es, die haben eine Daseinsberechtigung.
          Also fördert das Bauernbashing den Frieden in unserem Land!

          Die Religion verbietet das, da müssen wir eine Lösung finden.
          Und ich denke daran wird gearbeitet.

          Vielleicht hilft da auch schon die weltweit gemeinsame Sorge Corona!

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  8. Reinhard Seevers sagt

    In meinen Augen wird alles sukzessive zu einem gesellschaftlichen Konsens zusammengeschmolzen, aus dem die Landwirtschaft nicht wieder entfliehen kann. Als vor zwei Tagen eine Razzia gegen die dubiosen Subunternehmer geführt wurde, da wurde immer der Bezug zur Fleischindustrie und zu Tönnies hergestellt. bis jetzt sind ganze 86 Personen ermittelt worden….bei der Meyer-Werft arbeiten tausende Zeit- und Leiharbeiter, die bereits im letzten Jahr im Blick der Staatsanwaltschaft standen…aber das wird weder ständig aufgewärmt, noch mit einem Malus belegt.
    Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber die Industrie freut sich seit Jahren ein Loch in den Bauch, sie kann ihre Exporte und ihr Handeln mit dem Ablasshandel Agrarwirtschaft weiterführen. Hauptsache die Menschen wissen, wo die Umweltsäue, die Tierquäler und die Insektentöter sitzen….Grünheide for ever!

    6+
    • Smarti sagt

      Bestens zusammengefasst, Herr Seevers. Mobbing allererster Güte von bald allen Seiten.
      Den Landwirten wird es wie dem Wald ergehen. Der gut-und-günstig Konsument ein Borkenkäferlein, NABU und Co. der Waldbrand der immer wieder zündelt und unsere Wirtschaft und Politik der Wassermangel, der uns Bauern langsam aber sicher den Hahn abdreht.
      Wenn Bauern was sagen, dann „jammern“ sie nur – das kennt man ja. Und wenn sie das Handtuch werfen, dann waren sie wahlweise zu dumm, faul oder einfach unfähig.

      5+
  9. Frank Saalfeld sagt

    Also ich kann das auf meiner Facebookseite nicht finden, liegt wohl daran, dass ich Posts von Quarks & Co. geblockt habe. Man kann aber einen Beitrag auch melden bei Facebook. Je mehr dies machen, um so eher ist FB verpflichtet diesen Beitrag zu löschen. Ich denke wenn mindestens 100 Lw. diesen Beitrag (das geht auch bei anderen Beiträgen) melden, dann ist er weg. Die 100 sollten doch locker zusammen kommen. Als große Gruppe hat man auch eine gewisse Macht, man muss sie nur ausüben.

    Noch etwas, ich fände es schöner, wenn hier in den Kommentaren im Blog die Klarnamen verwendet werden. Was habt ihr denn zu verbergen? Ich denke NICHTS!!!

    1+
  10. Turmbauerhans sagt

    Hatte es schon mal in einer meiner Kommentare geschrieben!

    Empfehle allen Bauern die es noch können aufzuhören!

    Wir sind ein Direktvermarkter mit diversen Produkten die wir alle selber anbauen und vermarkten……das wird zur Zeit „noch“ honoriert……Was wir aber immer mehr feststellen ist die Frage warum wir nicht „Bio“ sind……natürlich zum Preis von Konventionell!! Wenn ich mit der Spritze übers Feld fahre….und mir die ganzen Fahradfahrer und Hunde Gassie geher und Jogger die „tötlichen Blicke“ zuwerfen……bekomme ich es doch mit der Angst zu tun!!

    Ich sage es wie ich es denke……hört auf zu produzieren wenn Ihr es noch könnt…die Leute sollen…das ist Böse von mir….wieder „Hunger leiden“ dann erst wird sich wieder etwas ändern!!
    Das ganze „Gerede mit den Kunden (Tierschützern, Naturschützern,etc.) ihnen zu Erklären warum, weshalb bringt nichts! Ich weis von was ich Spreche…wir sind normal an 33 Wochenenden in ganz Deutschland im Jahr auf Messen und Märkten!

    3+
  11. Moin!

    Ich finde es unfair, wie wenig da differenziert wird nach Ländern oder sogar Produktionsbereichen wie Sonderkulturen, Futtermittel, Ackerbau, Tierhaltung usw.

    Mit Blick auf Südamerika, Bolsonaros Brandrodungen für Feedlots usw., mit Blick auf gerodeten Wald für Palmölplantagen und US-amerikanische Monokulturflächen ohne Knicks etc. kann ich es nachvollziehen. Auch halte ich nicht-flächengebundene Tierhaltung für nicht zielführend und andernorts sind die Auflagen für Pflanzenschutzmittel deutlich niedriger.

    Nur ist es nicht „die“ Landwirtschaft! Alles nur bilanziell zu betrachten, schafft nur Feindbilder und vertieft Gräben.

    Was ich spannend fände: Welche Landwirtschaft hätten Landwirte gern, gäbe es nicht immer den immensen Preisdruck, dem sich jetzt auch Nachhaltigkeitsfragen angeschlossen haben?

    Zusammengefaßt:
    1. Es ist gut, daß Menschen das Thema Landwirtschaft näher gebracht wird, erstmal egal, ob positiv oder negativ. Es muß erst mal wieder ins Bewußtsein rein, und wenn durch Shocker.
    2. Es kann auch positiv sein, wenn Landwirtschaft kritisiert wird, sofern sich daraus auch ein verändertes Verbraucherbewußtsein ergibt (was man aber dann flankieren müßte seitens der Erzeuger beispielsweise).
    3. Aus der Not eine Tugend machen und selbstkritisch kommunizieren, was einem alles mißfällt, wie man selbst gern arbeiten würde, wie die marktwirtschaftlichen Zusammenhänge sind, was der Verbraucher im Rahmen seiner Möglichkeiten tun könnte, was die Politik tun müßte. Einen Leitfaden, wenn A, dann B. Ziele und Zielkonflikte, über die man sprechen sollte (z.B. selektive Forstbewirtschaftung bindet Holz als Baumaterial mit Blick auf CO2, unberührte Wälder haben eine höhere Artenvielfalt).

    Was einfach nicht paßt: Die typischen Parteien für Bäuerinnen und Bauern sind auch diejenigen, die Mercosur super finden, also genau das, was hier oben im Beitrag kritisiert wird, damit auch befürworten. Äußerungen vom Bauernverband sind auch selten hilfreich (schnelle Forderung nach einer pauschalen Milliarde usw.). Sprich der Einzelne leidet unter dem Image, das sich zwangsweise so ergeben mußte, weil das Selbstkritisch-Transparente fehlte, man lieber am Verbraucher vorbei politisch lobbyiert hat usw. Aber eigentlich ist die Zielscheibe auf der falschen Brust, so würde ich es bildhaft formulieren (Cargill, Aldi, Nestle, Allianz usw.).

    Allein daß jeder zweite Landwirt nur im Nebenjob als selbiger tätig sein kann, das Wachse oder Weiche, Bodenspekulation u.v.m. müßten zu mehr Widerstand führen, finde ich. Gefühlt: Einer gönnt dem anderen nichts, so macht man sich erpreßbar. Und wer dann Kritik äußert, soll Schuld haben an der Situation.

    Man kann den Boten enthaupten, aber hilft das? Das ist doch wie der Verbraucher, der es besser weiß, aber sich alles mögliche einredet, nur um so weiter leben zu können wie bisher von wegen „wenn ich das (Billige) nicht kaufe, kauft es jemand anderes“.

    1+
    • Reinhard Seevers sagt

      Herr Suhr, der Verbraucher kann aus der Position des gesund und überversorgten heraus etwas fordern, was ihm in der Folge gar nicht bewusst ist. Die Frage ist aus welcher Pserspektive man die Landwirtschaft anschaut.
      Aus der Sicht der Landwirtschaft sind ein auskömmliches Einkommen, weniger Bürokratie und Planungssicherheit eigentlich schon ausreichende Ziele.
      Der Verbraucher ist froh über ausreichend und gesunde Nahrungsmittel, dieses Ziel ist aber bereits seit Jahren erreicht.
      Nun kommt der gesättigte und „informierte“ Bürger und fordert auch noch andere Dinge, wie z.B. Biodiversität, Wasserschutz, Tierschutz…usw.
      Um das durchzusetzen wird dies ausschließlich der Landwirtschaft zugeschrieben und dann der Agrarindustrie…dazu verknüpft man dann noch die romantische Anschauung des 19. Jahrhunderts und möchte parallel sein eigenes Handeln nicht ändern.
      Am Ende kommt ein Vorwurf, dass die Landwirtschaft nur Wachsen oder Weichen kenne….wie blöd, dass die Kausalität nicht erkannt wird.

      3+
  12. Obstbäuerin sagt

    Und mit „Landwirtschaft“ ist natürlich nur die gemeint, die „Pestizide“ und „Dünger“ verwendet. Denn das weiss der geneigte WDR Zuschauer: so was macht nur der böse konventionelle Bauer. Ironie des Schicksals -wir müssen diese unsäglichen Kampagnen auch noch alle mitfinanzieren.

    4+
    • Christian Suhr sagt

      Der größte Posten der EU ist die GAP, so von wegen mitfinanzieren. Man kann ja wütend sein, gerade wenn es beim Thema Obst ohne Pflanzenschutz schnell düster aussieht, ist man schnell kritisch. Doch genaugenommen weiß doch hier jeder, was wo wie schei*e läuft. Wenn dann einer mal was kritisiert, soll das der Böse sein für Jahrzehnte Höfesterben, Krummbuckeln und weiß der Teufel?

      Auch verstehe ich nicht wirklich das Problem. Die meisten Verbraucher interessieren sich nach meinem Dafürhalten einen Schei* um dLandwirtschaft, Essen gibt’s im Discounter. Ist es nicht gut, auch wenn es kritisch sein mag, daß da überhaupt jemand mal über Landwirtschaft spricht statt aus den Augen, aus dem Sinn? Sonst wird das nie was mit der Wertschätzung! Und ja, erfordert auch, daß man selbstkritisch sein sollte – aber auch Bauern kaufen mal bei Discountern ein, wie das so ist …

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      • Obstbäuerin sagt

        Mit mitfinanzieren meinte ich die Fernseh- und Rundfunkgebühren, Herr Suhr. Und wenn Sie immer noch glauben, dass wir Geld zu Unrecht geschenkt bekommen, haben Sie nicht richtig aufgepasst. Dieses Geld fließt über diverse Kanäle in andere Taschen, z.B. über den LEH in niedrige Lebensmittelpreise. 95% der Bevölkerung nutzt die Ketten des LEH, um seine Lebensmittel einzukaufen. Das ist der normale Alltag und dazu gehöre ich auch. Soviel Medienaufmerksamkeit, wie in den letzten zwei Jahren vor der Neuverteilung der Gelder der EU, gab es wohl noch nie. Leider fällt sie zu 95% nur unsachlich, verunglimpfend und bösartig gegenüber der modernen Landwirtschaft aus. Damit soll die Richtung der Geldströme gelenkt und gerechtfertigt werden. Wertschätzung sieht anders aus.

        4+
        • Karl Timme sagt

          Obstbäuerin,
          Herr Suhr ist Veganer, er hat hier in einem anderen Beitrag seine Essensausgaben dargelegt.

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      • Schmeckt gut sagt

        Jetzt platzt mir aber langsam der Kragen. wir sind also selber Schuld an dem ganzen Mist? Na, wenn sie da mal nicht komplett daneben liegen. Die EU nimmt in so vielen Bereichen Massiv Einfluß. Die GAP Ausgaben sind nur offensichtlich. GMO-Mittel sind in großem Stil vor Jahren in die Möbelindustrie in die Aufbauländer (z.B. Polen) geflossen. Jetzt kaufen die hochmodernen polnischen Betriebe europaweit Mitbewerber. In selbige Länder sind auch Unsummen an GMO-Mittel zum Aufbau von Kapazitäten geflossen (LW), teils mit Gegenfinanzierung der Länder und oft über 80% Verlorene Zuschüsse. Wir Bauern dürfen jetzt mit unserer ganzen Kraft dagegenhalten. Dies jetzt noch so auszulegen, dass es nur um Wachsen oder Weichen geht, kann man sagen, verkennt aber komplett die Realitäten. Die Überproduktion wird immer noch in Brüssel gesteuert.

        1+
  13. Ferkelhebamme sagt

    Fridays for Future startet heute wieder, wie passend. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

    2+
  14. bauerhans sagt

    typisch ARD.

    die 26% werden mir demnächst wieder um die ohren gehauen!
    allerdings wissen die leute über einzelheiten und zusammenhänge absolut nichts,weshalb eine diskussion nicht möglich ist.

    2+
    • Christian Suhr sagt

      Ich erlebe jedoch auch nicht, daß jemand seitens der Erzeuger diese Einzelheiten und Zusammenhänge mal verständlich darstellt, um fair zu bleiben!

      Warum bekommt ein Günther Fielmann mit seniem Alibi-Biorendite-Hof in Lütjensee über 600.000 € Ausgleichszahlungen?
      Warum ist Palmöl so attraktiv für die Industrie?
      Warum regelt die Politik nichts von wegen Wegwerfverbot von Lebensmitteln für den LEH und kein Verkauf unter Einstandspreisen?
      Warum funktioniert bei uns nicht-flächengebundene Tierhaltung kaum und 25% des Eiweißfutters müssen importiert werden?
      Warum kämpfen viele Bauern eher gegeneinander als miteinander (siehe Unterbietungswettkampf beim Preis als Beispiel).
      Warum haben wir eine Landwirtschaft, die um die 14 Kalorien aus den fossilen Energieträgern braucht, um nur 1 Lebensmittelkalorie herzustellen?
      Warum rechnen Banken faktisch nur noch mit 100.000 Höfen mangels Hofnachfolge der anderen usw.?
      Warum findet der Bauernverband den Strukturwandel (also Höfesterben) gut und kämpft nicht um jeden einzelnen Hof und Fläche?
      Warum spekulieren sogar heimische Landwirte darauf, ihren Acker am Ende an den Meistbietenden verticken zu können oder im Idealfall Bauland zu bekommen, weil der m²-Preis ja schöner wäre?
      Warum unterstützt ein Bauer diejenigen, die Mercosur super finden?
      U.v.m.

      Ich glaube, die Zusammenhänge zu begreifen, das gelingt nicht mal den Betroffenen, eben weil jeder nur für sich selbst kämpft.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Suhr: „Warum funktioniert bei uns nicht-flächengebundene Tierhaltung kaum und 25% des Eiweißfutters müssen importiert werden?“

        1. Die Flächengebundene Tierhaltung kann man nicht in Regionen zurück-etablieren, wo es seit 50 Jahren keine Nutztiere mehr gibt, weder aus der Sicht der Landwirtschaft, noch aus der Sicht der Bürger.
        2. Wozu soll eine Flächengebundene Landwirtschaft gut sein? Warum kann ich nicht im Hamburger Hafen 5000 Schweine halten, Tiere, Futter und Exkremente ein- und ausführen? Wieso kann der Ackerbauer nicht die organischen Dünger beziehen, ohne Tiere halten zu müssen? Wieso kann der Tierhalter nicht sein Futter zukaufen und die organischen Stoffe verkaufen? …weil die Ideologie es verbietet?

        2+
          • Reinhard Seevers sagt

            Ich kann doch mit Wasserstoff, durch Windkraft erzeugt, auch Fahrzeuge und Maschinen betreiben…will die Industrie und wollen die Bürger doch auch machen….das verstehe ich jetzt wirklich nicht. Sollen Bauern wieder mit Ochs und Pferd wirtschaften, während andere mit dem Wasserstoff-Airbus in Urlaub fliegen?

            3+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        „Warum findet der Bauernverband den Strukturwandel (also Höfesterben) gut und kämpft nicht um jeden einzelnen Hof und Fläche?“

        Es ist eine Illusion zu glauben, dass man fast jeden Hof retten kann, das wäre vor 40, oder 50 Jahren eher noch möglich gewesen, Höfe mit einer entsprechenden Fläche zu Retten, diese Zeit ist vorbei.

        „Warum spekulieren sogar heimische Landwirte darauf, ihren Acker am Ende an den Meistbietenden verticken zu können oder im Idealfall Bauland zu bekommen, weil der m²-Preis ja schöner wäre?“

        Auf Bauland zu spekulieren? Es Bedarf zuerst mal einen Flächennutzungsplan um darauf zu spekulieren zu können, dass es Bauland gibt.
        Kann er sein Land verkaufen, wenn unsere Gesellschaft seinen Betrieb ruiniert hat, liegt es an der Sache, dass er an den meistbietenden verkauft, würden sie es anders tun?

        „Warum unterstützt ein Bauer diejenigen, die Mercosur super finden?
        U.v.m.“

        Welche Partei kann man als Landwirt noch wählen, etwa die Linke?
        Die halten derzeit auch nur die Fähnchen in den Wind.

        4+
        • Thomas Apfel sagt

          Deshalb wird diese Partei bei der nächsten Bundestagswahl genauso den Bach runtergehen wie die Dauer – Halbtoten von der FDP.

          0
      • Smarti sagt

        Ich empfehle eine flächengebundene Bio-Gemüsehaltung. Jeder zweite Parkplatz und alle Rasenflächen werden zum Gemüsegarten und weil es ja dann weniger Verkehr gibt in drei Jahren auch jede zweite Strasse. Schon brauchts kaum mehr Lastwagen für Gütertransporte, die Umwelt wird geschont und die Landwirtschaft macht fast nur noch Naturschutz, weil Nabu und Co mit den Gemüsegärten beschäftigt sind. Landwirte können zum Beispiel Wolfsfutter züchten ( natürlich biologisch artgerecht ) oder Besichtigungsbauernhöfe für Kinder anbieten…
        Biodiesel, Strom produzieren, Pflanzen und Bäume erhalten sind weitere Standbeine.
        Biologischer, flächengebundener und menschengerechter geht es nicht !
        Wer seine dann etwa 50 m2 nicht selber bewirtschaften will, stellt sich zum Stundenlohn von 12.- Euro jemanden an und schon ist auch die Arbeitslosigkeit besiegt.

        Das ist Quatsch ? Warum müssen sich dann Landwirte solchen Quatsch wie oben immer und immer wieder anhören ? Wer geht mir am Meisten auf den Senkel ? Leute die selber gar nichts tun ( ausser Auto fahren, im Aldi Avocado kaufen und reisen ) aber immer am Lautesten schreien was die anderen falsch machen.

        Grund Nummer eins, damit ein Hof in unserer Gegend aufgibt, ist die fehlende Nachfolge. Landwirte lassen ihre Kinder erst mal einen anderen Beruf erlernen. Der Betrieb wird kontrolliert heruntergefahren, wenn möglich ohne Gebäude und Land zu verlieren. Da helfen „Biozahlungen“ natürlich enorm. Ich würde behaupten, dass es in zwanzig Jahren keine 100000 Höfe mehr sind. Ich hoffe, ich irre mich.

        2+
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Eine Frau hat mir mal empfohlen, der „Dümmste“ meiner beiden Söhne soll den Betrieb übernehmen, der andere soll in des Straßenbau gehen, wie ihre Söhne, und das war nicht ironisch gemeint.
          Im Gegensatz zur allgemeinen Meinung, sind Bauernkinder als AZUBI sehr gefragt, die wurden bevorzugt auch zu der Zeit genommen, als Lehrstellen noch Mangelware waren.
          Wenn die selben Kinder lesen, wie ihre Eltern beschimpft werden, braucht man sich nicht wundern, wenn die einen anderen Weg einschlagen.
          Diese Kinder finden kaum den Weg zur Betriebsübernahme zurück, zumal ihnen die landwirtschaftliche Ausbildung fehlt.

          Wenn ich in anderen Foren sehe, wie reißerisch über die Erntehelfer, die Viehhaltung und die zugehörige Fleischwirtschaft berichtigt wird, glaube ich auch, dass die 100.000 nicht zu halten sind.

          Sorge bereiten mir nicht die Idioten mit ihren dummen Kommentaren, sondern die Kampfpresse.

          2+
      • Christian Suhr
        „Ich erlebe jedoch auch nicht, daß jemand seitens der Erzeuger diese Einzelheiten und Zusammenhänge mal verständlich darstellt, um fair zu bleiben! “

        Puh, das ist ein richtig herber Vorwurf ! Ihnen scheint nicht klar zu sein, was Sie da behaupten.
        Worum geht es denn hier in erster Linie?
        Es sind allerdings nicht Ihre Einzelheiten, es ist nicht Ihr Verständnis der Zusammenhänge.
        Bauern sind überwiegend selbständig, sie sind Unternehmer! Die Angebotsseite scheint Ihnen aber völlig fremd zu sein, trotzdem erteilen Sie „Ratschläge“ aus einem sehr begrenzten Fundus. Dafür gibt es umso mehr Wiederholungen. Das nervt!

        1+
  15. Reinhard Seevers sagt
    • Thomas Apfel sagt

      Ich habe noch keinen von denen Getroffen, der die behaupteten Erträge in Zahlen nachweisen oder in sonst einer Weise belegen konnte. Das ist 100 % heiße Luft und Leute belehren.

      2+
    • firedragon sagt

      Aus dem Text – wer will heute denn schon noch raus in die monotonisierte Landschaft…
      Wir haben bei uns im Ort eine Aktivistengruppe, die haben ’ne Homepage und auch da wird zuerst mit einem ähnlichen Satz „geworben“. Diese Art von Aussage, die zuerst getroffen wird, hatte mich da schon stutzig werden lassen.
      Ich mag keine Städte, die stressen und haben für mich keinen Erholungswert. Und weil Städte auf mich persönlich so wirken, stelle ich mich doch nicht hin und prangere dies an und fordere einen Umbau der Städte, so als erstes Argument. Später erst argumentiere ich, dass das keine passende Umgebung für Haustiere ist und die Abgase schädlich, der Verkehr mitunter sogar tödlich.

      1+
  16. Oberländer sagt

    Ach wie schön das wir Landwirte nur noch 1 oder 2 % der
    Bevölkerung ausmachen , deshalb trifft uns also kaum eine
    Schuld am Leiden der Natur .
    Zu beinahe 100 % sind die Nichtlandwirte Schuld , den diese
    wollen auch Essen , Trinken und Leben
    und nehmen dadurch der Natur ihren Platz.

    Die Nabu Gläubigen sollten sich als Haifischfutter
    selbst entsorgen , das ist dann echter Naturschutz.

    Sorry aber das WDR Geschreibsel ist echt 🤢🤢🤢

    2+
    • Arnold Krämer sagt

      Das ist ein Aufruf zum kollektiven Selbstmord oder wie gestern schon gelesen zumindest zur totalen sexuellen Enthaltsamkeit.

      1+
      • firedragon sagt

        Tja, wenn 59% des menschlichen Handelns, welches der Erhaltung der Menschheit dient, für Biodiversitätsverlust verantwortlich sein soll, ist darüber mal ernsthaft nachzudenken, Herr Krämer.

        0
    • Christian Suhr sagt

      Jetzt mal sachlich. Früher hatte jeder selbst einen Nutzgarten usw. Gesellschaftliche Änderungen haben es mit sich gebracht, daß die Landwirtschaft effizienter wurde. Je effizienter sie wurde, desto weniger Aufwand mußte der Einzelne in eigenen Garten und Hausschwein stecken. Auch wurden mit zunehmender Effizienz – das war ja das politische Ziel – Arbeitskräfte aus der Landwirtschaft freigestzt für die Industrie und auch die Armee.

      Es war auch für die Landwirtschaft ein Gewinn, daß die Bürger sich nicht mehr selbst versorgen.

      Landwirtschaft war immer schon ein Eingriff in die Natur. Entsprechend haben Zivilisationen auch immer eine Verantwortung dafür, ein Gegengewicht zu schaffen. Das jedoch ist historisch schon häufig schiefgegangen. Mesopotamien und Ägypten sowie andere Landstriche sind erodiert, die Römer haben den ganzen Mittelmeerraum entwaldet, Bodendegradation, um das Maximum rauszuholen, weil weniger preislich nicht drin ist.

      Verbraucher können nur konsumieren, was angeboten wird. Aber müssen wir dann nicht darüber diskutieren, warum Dinge zu Dumpingpreisen angeboten werden können? Und dann sind auch Erzeuger in der Verantwortung, sich nicht andauernd gegenseitig zu unterbieten. Ja, vielleicht gibt es dann Importkonkurrenz, aber diese ist auch endlich und kann politisch reguliert werden (Kontingente, Verbot des Imports gentechnisch veränderter Erzeugnisse, zusätzliche Gebühren usw.).

      Ich finde die Bauernverbands-Gläubigen für die Landwirtschaft schlimmer als die NABUs und Co. Der eine hat Jahrzehnte bis in die höchsten politischen Ämter auf ein Höfesterben hingewirkt, die anderen sind ein wütendes Phänomen der Neuzeit aus Verbraucherecke. Wer hat wohl eher Schuld am Ganzen?

      0
      • Reinhard Seevers sagt

        Herr Suhr, ihre Art zu diskutieren ist auch nicht hilfreich, wenn Sie am Ende der Beiträge immer noch einmal raushauen, dass die Bauernfunktionäre doch schlimmer seien, als die der NGOs…..
        Sie verorten nämlich wieder die „Schuld“…es ist immer die gleiche Laier.

        4+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Lebensmittel zu verkaufen ist kein Wunschkonzert. Entweder lieferst du zu dem Preis, oder du bist weg vom Fenster.
        Die vielen „Empfehlungen“ in verschiedenen Foren haben mit der Realität nicht zu tun.

        Entweder hat man riesige Flächen, die andere Möglichkeit ist, beim Generationswechsel den Betrieb zu verpachten.

        Obst und Gemüse für unseren Bedarf, bauen wir selbst an, Arbeitskolleginnen meiner Frau sagen, für den Preis gehen sie lieber zu ALDI.

        3+
        • Reinhard Seevers sagt

          https://www.youtube.com/watch?v=2NhkcvqJd0I

          Da werden riesige Logistikzentren an den Autobahnen gebaut, um Millionen Menschen u.a. mit frischem Gemüse zu versorgen. Leider ist der kleine Gemüsebauer weder in der Lage derartige Mengen, noch in derartiger Form an die Handelsketten liefern zu können. Wenn Aldi mal eben 30000Kopf Eisbergsalat ordert und die dann in 24 Stunden auf dem Hof stehen müssen, dann sind nicht die Bauern Schuld an der Menge, der Art der Vermarktung oder der Art des Anbaus…DAS VOLK WILL ES SO!!!
          Man könnte natürlich auch 1,2 Millionen Hamburger in die Vierlande fahren lassen, auf die Hofläden….echt jetzt?:-)

          2+
      • Arnold Krämer sagt

        Herr Suhr, Ihre Art, hier zu fast allen Themen ihre Gedanken in Gänze einzustellen, ist nahezu unerträglich. Sie wollen als Funktionär der LINKEN mit der breiten Mischung aus Fragen, Behauptungen, Wertungen mit einigem Wahren, viel Falschem nicht die Diskussion und den Austausch suchen, sondern nur ihre politischen Botschaften platzieren. Dabei bleibt vieles (bewusst?) unklar wie z. B. auch bei diesem Satz:

        „Und dann sind auch Erzeuger in der Verantwortung, sich nicht andauernd gegenseitig zu unterbieten“.

        Wen meinen Sie? Den Milchviehhalter, den Schweinemäster oder die Molkerei bzw. die Fleischwarenfabrik? Es können systembedingt nur letztere sein, aber das nur am Rande.

        In einem anderen Beitrag fragen Sie gleichzeitig nach der Legitimation für EU-Prämien an einen Landwirtschaftsbetrieb Fielmann, um im nächsten Satz nach der Vorteilhaftigkeit von Palmöl für industrielle Verwendungen zu fragen. Und dann folgende weitere Problemfelder, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
        Konzentrieren Sie sich doch bitte einfach mal auf den Input von Bauer Willi. In der Beschränkung zeigt sich der Meister!

        2+

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