Die Stimmung in der Bevölkerung ist zur Zeit sehr aufgewühlt. Die obigen Äußerungen bedürfen daher einer Erläuterung.
Die ersten Bauerndemonstrationen im Jahr 2019 verliefen zunächst still (Grüne Kreuze), im November 2019 kam es dann zu einer Sternfahrt nach Berlin, bei der ca. 8.000 Traktoren und 40.000 Personen teilnahmen. Damals richtete sich der Protest vor allem gegen eine geplante Gesetzesänderung der Ministerinnen Klöckner (CDU) und Schulze (SPD). Im Dezember 2019 endete dieser Protest zunächst in einem Agrargipfel im Kanzleramt, der, betrachtet man es in der Rückschau, im Wesentlichen ohne Ergebnis endete. Von den Vorschlägen der dort initiierten „Zukunftskommission Landwirtschaft“ wurde letztendlich keiner von der Politik umgesetzt
2024 beschlossen die Spitzenpolitiker der Ampel-Koalition mehrere einseitige Belastungen für die Landwirte, die selbst den damaligen Agrarminister Özdemir (Grüne) überraschten. Die darauf folgenden Proteste der Landwirte richteten sich – entgegen anders lautender Meldungen – nicht nur gegen die Aufhebung der Belastungen beim Agrardiesel, sondern ganz generell gegen die im stärker ausufernden Produktionserschwernisse. Dieser Aspekt wurde jedoch von den Medien nicht transportiert, sondern lediglich auf den Agrardiesel fokussiert. Dies mag auch der Grund für die hier beispielhaft aufgezeigten Aussagen sein, die derzeit häufiger in dieser oder ähnlicher Form zu finden sind.
- Warum die Bauern jetzt nicht demonstrieren
– Die stark steigenden Preise für Diesel treffen alle, Bauern und Bürger. Sie treffen alle Menschen weltweit. Die Ereignisse der vergangenen Jahre waren auf Deutschland begrenzt.
– Die Ereignisse von 2019 und 2024 waren eine Folge politischer Entscheidungen deutscher Regierungen. Die aktuell steigenden Preise für Treibstoff und Düngemittel sind die Folge des Angriffs Israels und der USA auf den Iran. Derzeit sind Transporte durch die Strasse von Hormuz nicht (oder nur sehr beschränkt) möglich. Demonstrationen der deutschen Bauern hätten auf diesen Tatbestand keinerlei Einfluss.
– Die Demonstrationen von 2019 und 2024 richteten sich gegen die damaligen Regierungen aus CDU/SPD, bzw. SPD/FDP/Grüne. Ein Bezug zu einer bestimmten Partei lässt sich daraus nicht ableiten. AfD und Linke waren an dem Geschehen nicht beteiligt.
– Die Demonstration 2019 wurde vor allem von LsV organisiert. Der Deutsche Bauernverband schloss sich erst sehr spät und auch nicht flächendeckend (Grüne Kreuze) an. Das war 2024 anders. Hier wurden die Demonstrationen von DBV und regionalen Bauernverbänden organisiert.
– Derzeit findet mit Frühjahrsbestellung sowie Dünge- und Pflanzenschutzmaßnahmen einer der wichtigsten Phasen des ganzen landwirtschaftlichen Jahres statt. Mit diesen Maßnahmen wird der Grundstein für die Lebensmittelproduktion 2026 gelegt. Dies ist auch einer der Gründe, warum Bauern jetzt nicht demonstrieren.
Ich hoffe, mit diesen Erläuterungen etwas Sachlichkeit in die Diskussion bringen zu können.
Ich möchte aber auch eine Frage an diejenigen stellen, die solche Texte posten: Was wollen Sie damit erreichen? Es wäre hilfreich, das zu erfahren.


das ist ja fatal!
Das mit dem Militäreinsatz gegen Landwirtschaft und Transportgewerbe ist hier tatsächlich deutlich zu kurz gekommen und da kann man sehen wie die Öffis es geschafft haben das in den Hauptnachrichten zu verbergen:
https://www.berliner-zeitung.de/news/irland-militaer-soll-massive-proteste-gegen-hohe-spritpreise-aufloesen-li.10029503
Es ist nur am Rande im Text erwähnt: Ich bin kein Landwirt und allenfalls mit 2, 3 bekannt. Aber 2024 wurde ganz gezielt eine Gruppe, nämlich die Bauern, zum Sparen ausgewählt. Das hat damals mein Gerechtigkeitsempfinden gestört.
Zudem kann man nicht oft genug sagen: Die Teil-Rückerstattung der Mineralölsteuer ist keine Subvention, sondern trägt der Tatsache Rechnung, dass Agrardiesel überwiegend auf dem Acker und nicht der Straße verbraucht wird.
„Aber 2024 wurde ganz gezielt eine Gruppe, nämlich die Bauern, zum Sparen ausgewählt.“
Das kann aber keiner von der SPD, den Grünen oder den Linken gewesen sein, weil die das Sparen ja kaum wertschätzen. War es stattdessen jemand von der EU?
Ach, die FDP gab es einmal, damals noch unter Lidner als Finanzminister aber die CDU hatte es auch schon 2 mal versucht ohne Abstimmung mit den Verbänden bzw.
wollte die Agrardieselrückvergütung heimlich streichen. Finanzminister Eichel (SPD)
hat es aucheinmal versucht, damals konnte der DBV noch etwas erreichen,
heute ist er vermutlich Teil des Systems. Das Baywachaos nimmt noch mehr Fahrt an und wer sitzt immer noch im Aufsichtsrat ?
Sparen ginge ja noch, fühle eher wir sind zum Austerben auserwählt !
Die Dieselrückvergütung hilft uns auch nicht weiter, für 2025 sind es nur noch 0,06 € je Liter. Derzeit liegen die Dieselpreise bei 2,30 € , was sind da schon 0,06 € ?
Ein normaler Trecker ca. 130 KW verbraucht je nach Belastung 15 bis 25 Liter je Stunde. Ich sage euch, die Kollegen, die es sich leisten können, also finanziell gut dastehen, werden unrentabel Produktionen reduzieren oder ganz aufhören. Das ist aber ein schleichender Prozess der sich erst in ein paar Jahren zeigt und auch bemerkbar macht. „Aufhören“ macht ein Bauer nur einmal, der fängt auch nie wieder an. Die Geburten starken Jahrgänge (1955 – 1969) kommen nur mit der Zeit alle ins Rentenalter, da geht’s erst richtig los.
Wir können nur hoffen, dass die „Lieferketten“ für unsere Grundversorgung nie unterbrochen wird! Auf Öl und Gas kann man eine gewisse Zeit verzichten oder reduzieren aber Lebensmittel brauchen wir jede Woche oder sogar jeden Tag. Wir können noch soviel auf den Bauernstand schimpfen und diesen total Regulieren, wenn es den ein oder anderen nicht mehr gibt, dann regulieren uns ganz andere!
„Im allgemeinen Bewusstsein ist 1789 das am engsten mit der Französischen Revolution verknüpfte Jahr, nicht nur, weil es den Beginn eines großen politischen und sozialen Umwälzungsprozesses markiert, sondern auch, weil in diesem Jahr die maßgeblichen Voraussetzungen für das Bewusstsein der nationalen Zusammengehörigkeit aller Franzosen geschaffen wurden. Möglich war dies auch wegen der Mehrgleisigkeit des revolutionären Geschehens, das nach und nach die gesamte Bevölkerung in seinen Bann schlug und bei dem drei Komponenten zusammen- und ineinanderwirkten: die Wendung der Volksvertreter gegen die absolutistische Monarchie, die Erhebung der städtischen Bevölkerung gegen die überkommenen Herrschafts- und Verwaltungsorgane und die Revolte der Bauern gegen das ländliche Feudalregime. Ohne die mit je besonderen Motiven verbundenen Volksaktionen wären die aufklärerisch inspirierten, zu Reformen entschlossenen Vertreter des Bildungs- und Besitzbürgertums mit ihren politischen Vorstellungen 1789 kaum weit gekommen.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Franz%C3%B6sische_Revolution
Die Französische Revolution ist Schulstoff (Lehrinhalt) der 7.-8. Klasse.
Sorry das ich mal wieder böse Frage .
Warum lese ich in den hiesigen Medien nix
gegen den Militäreinsatz eines EU Mitglieds
gegen seine eigene Bauern ?
Irland?
@Werner Knödler
Bitte solche Informationen näher erläutern. So bleibt es offen, wer und was gemeint ist. Mir ist nicht klar.
Irland, Militär soll räumen
warum sollte in der EU
das Millitär gegen die eigene Bauern gehen.
Noch leben wir in einem Rechstaat!
wo leben sie?
Ach jetzt strikt die Lufthansa!
Könnte das Militär da auch Ordnung schaffen, damit alle fliegen können?
Inga, kannst du eigentlich googlen?
https://www.berliner-zeitung.de/news/irland-militaer-soll-massive-proteste-gegen-hohe-spritpreise-aufloesen-li.10029503
danke,
unsee Bauern sind nicht so wie die irischen.
Sie glaiben noch, dass die Politik was macht, damit sie die Ernte reinhilen können.
Denn ohne Diesel geht das nicht!
Viel wird unser ReGIERUNG hier nicht machen, vielleicht hat sie auch andere Pläne:
Es reicht doch wenn wir säen, pflegen und wenn der Diesel aus ist könnte
der Bund unsere Ernte zum Wohl des Volkes beschlagnahmen und lässt sie von Blackrock und Co.ernten ?
Es werden ja auch gerade viele Landmaschinen gepfändet.
Eine ReGIERUNG welches das Volk austauscht bzw. dies bewusst duldet
und wir die schon länger hier sind auspresst, kann man auch solche Taten zutrauen. Wir sind ja nur 2 % der Bevölkerung
und nur 1.2% des BIP das Mitleid oder die Kampfbereitschaft für uns könnte sich möglicherweise in Grenzen halten.
@Inga ja, wir. Wir leben in einem Rechtsstaat.
die Iren nicht?
Moin weil die Meinungsfreiheit in unserem schönen und guten Land stark gefährdet ist und weil wirklich wichtige Meldungen einfach in der Ablage „P“ landen. Es möchten einige „Leute“ wohl, dass mehrfach am Tag über die tolle USA berichtet wird. Ganz schlimm finde ich dass die DPA sehr oft Meldungen ohne Überprüfung weitergibt und viele Tageszeitungen nicht mehr hinterfragen.
das ist ja fatal!
Selbstverständlich müsste der Bauernverband wieder zur Demo aufrufen. Ob ich jetzt die Gasölverbilligung streiche oder alternativ Steuern und Abgaben erhöhe kommt doch auf das gleiche raus. Im übrigen hat sich damals Herr Rukwied in seiner Ansprache vor dem Brandenburger Tor im Beisein von Herrn Özdemir ungefähr genau so gekünstelt aggressiv und engagiert verhalten wie Carsten Linnemann in seiner Rede auf dem Bundesparteitag der CDU. Alles eine Show! Wie kommt es eigentlich das man auf der Internetseite des DBV nach Eingabe des Suchbegriffs „Familienversicherung“ gar nichts findet?
Demo ???
Eine Familienversicherung wie bei anderen gesetzlichen Kassen gibt es in der Landwirtschaft so nicht ! Lediglich die Kinder sind beitragsfrei bei schlechteren Leistungen als bei anderen Kassen. Die Ehefrauen bzw. Partner(rinnen) sind pflichtversichert in der landwirtschaftlichen Krankenkasse (SVLFG) und müssen ebenso schon Beiträge zu ebenfalls schlechteren Leistungen bezahlen trotz hoher Beiträge durch hochgerechnetem Standarteinkommen.
Fast jeder jüngere Ehepartner(in) ist gezwungen eine Teilzeitfremdarbeit anzunehmen bzw. andere wegen suchen die Versicherungsplicht zu umgehen.
Bei Kindern mit Vorerkrankungen macht es sogar Sinn diese privat zu Versichern und mann fährt oft besser damit als in der Familienversicherung in der SVLFG.
Der Verband stellt leider sehr Vertreter in diesen Gremium und deshalb wird sich da in absehbarer Zeit auch nichts ändern da es um andere Interressen geht.
Ebenso werden die großen Verbände zu keinerlei Demos und schon gar nicht zu einem Generalstreik oder ähnliches aufrufen.
Aktuelle Themen auf der Verbandsseite gab es bisher kaum, nur auf sozial Media.
die Landesverbände sind nach der Austrittsflut und gründung des LSV etwas aktiver bzw. sichtbarer geworden.
Leider etwas spät und Brandmauern sowie Tabus existern weiterhin genügend um Änderungen zum Erhalt von Familienbetrieben zu ermöglichen.
Letzte Woche sah ich ein von Umweltaktivisten verändertes DBV- Plakat im Netz wo die deutschen Bauern durchgestrichen waren und darunter Ihre deutschen INDUSTRIEBAUERN stand.
Zum Thema DBV könnte ich mich da fast anschließen, bei der Ungerechtigkeit mit dem Standarteinkommen erst recht.
Für diese Flagge werde ich keinen Tropfen Diesel mehr verfahren oder andere Aktionen
unterstützen und dabei mich Regeln unterwerfen. bzw, bevormunden zu lassen.
Ich habe meine einschlägigen Erfahrungen gemacht und auch keine Geschäfte mehr
mit ihren Tochterunternehmen. ect.
Demo´s sind inzwischen zur geduldeten „Demokratie-Folklore“ verkommen bzw. degradiert worden. Zudem ist es Plattformen wie Campag und Ähnlichen immer möglich viele Menschen zu beliebigen Nebenthemen auf die Straße zu bringen. Anti Kriegs Demo´s gegen Aufrüstung, Kriegsrhetorik und Militarisierung der Gesellschaft bringen allenfalls noch ein paar Tausend Menschen im einstelligen Bereich auf die Straße. Das „Collin Fernandes Theater“ und ähnliche absolute Nebenschauplätze werden hingegen mit ausreichender medialer Aufmerksamkeit versehen und bringen locker auf Anhieb die 10-fache Menge an Demonstranten auf die Straße.
Der Überwachungs- und Regulierungswahn-Staat und seine Vollstrecker in den Verwaltungen haben das „Teile und herrsche Prinzip“ perfektioniert.
So etwas wie der Frontalangriff der SVLFG auf die zwangsversicherten bäuerlichen Familienbetriebe ist nur im Umfeld der fragmentierten Interessenvertretung kleiner Gruppen möglich. Dieses Vorgehen wird den Niedergang der kleineren Betriebe extrem beschleunigen und damit letztlich die KK der SVLFG selbst zerlegen.
Deutschland, deine Bauern sterben leise … und nicht nur die Bauern, auch Gastronomie und Handwerk gehen baden.
Die wuchernden Verwaltungs- und Kontrollstrukturen werden gemäß dem „Peter-Prinzip“ noch nach dem totalen Niedergang ihres Klientels als „frei schwebende Gipfel“ viele Jahre (von VERDI geschützt) weiterexistieren.
Was dem betroffenen Klientel bleibt, ist Resignation und wachsende dumpfe Wut im Bauch bei völliger Abwendung vom längst nicht mehr demokratischen „Politiktheater“ auf allen Ebenen.
Ist das so?
https://www.svlfg.de/familienversicherung
Im Grund ist die Struktur der Gesetzlichen Krankenversicherung und der Mitversicherung tatsächlich bei allen GKV Kassen ähnlich. Das Problem der SVLFG ist die Besonderheit, dass sie bisher keinen Arbeitgeberbeitrag (-Anteil) zum realen Verdienst ziehen kann, der Prozentsatz der Beiträge KK-SVLFG liegt real bei 12,9 % des (angenommenen) Einkommens. Die daraus resultierenden Beiträge waren bis vor 20 Jahren dadurch tatsächlich günstiger als bei anderen GKK. Da das in der LW ausgeprägte Wachsen und Weichen zu einem deutlich schneller steigendem Anteil alter Mitglieder mit hohen Kosten und geringer Einzahlung führt, hat man die Einkommen fiktiv so hochgerechnet , dass sie, wie bei anderen GKK mit vorwiegend Arbeitnehmern, in die Nähe der notwendigen 22 – 23 % der Realeinkommen expediert werden. Das sind die Beitragssätze auf den Bruttolohn aus den An- und AG- Beiträgen zusammengenommen. Man musste (wollte) bei der SVLFG über die (herbei kalkulierte) neue Berechnung die „Berechnungsgrundlage“ verdoppeln um ähnliche Beträge zu generieren.
Die Kosten pro Mitglied sind ja nicht anders als bei anderen Kassen.
Soviel mal zur Denke und Situation der SVLFG.
Im Grunde sind das Taschenspielertricks, die bei den Betroffenen natürlich sauer aufstoßen.
Die Lösung liegt einfach in der Auflösung dieses Vereins und Überführung in eine einheitliche gesetzlich KK (und auch RK) in die tatsächlich ALLE einzahlen.
Aus Ganze gesehen ist m.E. im Gesundheits- und Pflegesystem nicht zu wenig, sondern zu viel Geld bei falschen Strukturen unterwegs. Die Kosten haben sich in 30 Jahren verdreifacht !!! — und die Versorgung wird eher schlechter. Da wird zu viel Geld von Strukturen abgegriffen, die mit der eigentlichen Aufgabe nichts zu tun haben.
„Arbeitgeberanteil“ ist ja auch nur ein Taschenspielertrick. Genausogut, könnte der Arbeitnehmer auch die ganzen SV-Kosten tragen bei entsprechendem Lohnausgleich.
Für den Arbeitgeber ist es doch egal, ob er sein Geld in die Töpfe „SV“, „Arbeitnehmer“ aufteilt oder alles komplett an den Arbeitnehmer auszahlt und der dann den Topf „SV füllt.
Richtig!
Das dient hauptsächlich dem Zweck, das wahre Ausmaß der Räuberei zu verschleiern und den sozialistisch Angehauchten den Eindruck zu vermitteln, daß der böse Kapitalist auch etwas zahlt.
De facto hat man tatsächlich noch weniger Netto vom (echten) Brutto.
Nicht der Kapitalist ist „böse“, sondern die mangelnde Bereitschaft, den problematischen Geist der Selbstoptimierung, des „an sich Arbeitens“, des „sich über andere stellens“, zu erkennen. Diese Wettbewerbsideologie erzeugt jede Menge Verlierer, die man mit viel „Demokratie Folklore“ und erheblichen „Investitionen“ in institutionelle Festschreibung von Machtverhältnissen (Gesetze die diese Ungleichgewichte legitimieren) sowie deren Durchsetzung, bei Laune halten muss. Was augenscheinlich immer weniger gelingt. Die Elite und ihre bürgerlichen Systemstützen können nur froh sein, dass ihre Herrschaft perfekt ist. In Sachsen Anhalt werden wir schön sehen, wie Volkes Wunsch nach autoritärer Herrschaft noch die letzten Ansätze für eine nachhaltige Entwicklung beseitigen- und somit den Weg in „argentinische Verhältnisse“ bereiten wird: https://amerika21.de/2026/04/284354/untergang-industrie-argentinien
Stadtmensch: Abgesehen von den Wahlen im Osten demnächst täte unserem Land etwas autoritäre Führung ganz gut gerade was die Entwicklung unserer Volkswirtschaft und LW betrifft! Dieser von der Bundesregierung an den Tag gelegte Laissez faire Stil ( so haben viele das Gefühl) führt zum Erstarken von AfD, Linken u.a. Gerade in diesen Zeiten ist eine starke Führung mit Entscheidungskompetenz wichtig und zwar ohne Absprachen innerhalb der EU zu bestimmten Entwicklungen.
Will mich aber nicht weiter zur Politik äußern,interpretiere nur das was meine Mitmenschen vor Ort richtigerweise so von sich geben..
Bin heute schon wieder ein Opfer eines Taschenspielertricks der SVLFG
geworden ? Der Zoll will gegen mich 30,12 € angeblich nicht bezahlter BG- Beiträge der SVLFG vollstrecken. Die SVLFG hatte es 1 Jahr lang nicht geschafft
meine Flächenabgänge zu bearbeiten und bei der Veranlagung zu Berücksichtigen, Trotz mehrfacher Widersprüche.
Letztendlich hat sie meine Flächenabgänge nach Einreichen meines Agrarantragsbescheid für 2025 akzeptieren müssen, da der Agrarantrag ja intensiv geprüft wurde.
Zuletzt sollte ich noch für die stillgelegte Brennrei ein Quartal mit 30,12 €
begleichen was ich nach telefonischer Rückfrage zum Bescheid vom 01.04.26
sofort überwiesen habe. Trotzdem kommt ohne vorherige Mahnung
ein Vollstreckungsbescheid über diesen Betrag mit angeblichen Vollstreckungsantrag vom 30.03.26 also ein Tag vor Bescheiderstellung.
Also auf deutsch: die SVLFG stellt schon Vollstreckungsantrag bevor ein Bescheid Erstellt Versand und offene Beträge nicht angemahnt wurden.
Das ist schon ein starkes Stück. Wo ist den hier der Verband ?
Der Zoll erstellt die Vollstrengungsankündigung auch Samstags und und natürlich ohne Unterschrift und Kopie des Vollstreckungantrages und
ohne Vollstreckungstitel.
Es ist rechtlich ja so nicht zulässig aber sie probieren es oft trotzdem.
Einen Kollegen wollten sie ein Stück Wald versteigern aber die SVLFG hatte keinen Titel sondern nur 2 Vertreter zur Verhandlung umsonst geschickt.
Für wie arrogant und hoheitlich hält sich diese Körperschaft des öffentlichen Rechts ?
Zudem habe ich vor Monaten Akteneinsicht beantragt und Fragen zum Bearbeitungsstand gestellt und weitere Anträge gestellt. Bis heute keine Antwort erhalten oder ist es dieser widerrechtliche Vollstreckungsversuch ?
Anscheinend soll es Probleme mit der neuen Software und viel Änderungen
geben das solche „Fehler“ vorkommen.
Ich höre das aber schon seit 35 Jahren von vielen Kollegen, das die
Ausnahmen die Regel bei der SVLFG ist.
Vielleicht organisiert ein anderer Verband ja mal eine Demo oder andere Aktion gegen die SVLFG !
Der DBV ist ja wiegesagt hier der letzte der die Kettensägen anwirft !
Update 15.04.26
Die SVLFG hat die widerrechtliche Vollstreckung eingestellt.
Ich habe keine unbeglichenen Forderungen. Keine Entschuldigung !!!
Mitarbeiterin von Vollzugsabteilung sieht den Fall als erledigt, ich nicht.
Hatte Akteneinsicht und Fehleraufarbeitung gefordert.
Kämpfe weiter auch für Euch. So einen Sauladen dürfen wir uns nicht gefallen lassen. Über ein Jahr lang keine Flächenänderungen vollzogen!!!
und dann Vollstrecken wollen. Gebt der SVLFG keinen Kredit kämpft auch ! Lasst Euch nicht von der SVLFG verarschen und Abzocken !!!
Ja Leute es ist doch seltsam dass die Journalie und die Schlagzeilenschreiberlinge, auch die die solche Veröffentlichungen s.o. von sich geben auf den Bauern rumhacken oder es zumindest versuchen nicht sehen oder (noch) nicht begriffen haben dass die „Bauern“ nur 2-3% der Bevölkerung ausmachen…. die hohe Spritpreise müssen doch alle zahlen und diese träge Masse der Bevölkerung ist untätig…. warum?? „Das Volk“ müßte doch jetzt auf der Straße stehen und alles lahmlegen…. und wo sind die Gewerkschaften die doch stets um das Wohl ihrer Mitglieder „kämpfen“ ….
und diese träge Masse der Bevölkerung ist untätig…. warum??
Sie hat noch nicht begriffen, was gerade passiert. Lesen ihr Wohlbefinden vom DAX und von der digitalen Zahl ab, die ihren Kontostand repräsentiert.
Und selbst wenn sie in die Puschen kommen, dann nur um schneller in die Subsistenzwirtschaft zurück zu fallen. Sehr sparsam, sehr ökologisch, soll mir recht sein…
Neulich kostete beim Edeka der Blumenkohl 3,79 € das Stück. Ich hab mich fast schlappgelacht, weil sowieso niemand mehr als 2,50 zahlt. Den Bauern geht’s echt zu gut.
Aber die Klimakleber sind auch nicht mehr auf den Straßen und die Omas for Furnitures auch nicht. Und was macht Gretel Thunfisch? Gaza-Engagement ohne Haftstrafe beendet? Dann wäre sie ja wieder frei für neue Aufgaben, und warum nicht gleich mit den Bauern? Das wäre doch mal voll-öko.
P.S.: Die Bemerkung ist ein bisschen impertinent, aber immer, wenn Bauer Willi zu Cem Özdemir schreibt, lese ich da eine gewisse Verliebtheit heraus. Oder ich verwechsele das mit einer allgemeinen Unschuldsvermutung gegenüber Cem.
@Ex-Baumschuler
Es gilt für jeden die Unschuldsvermutung. Auch für ehemalige Baumschuler 🙂
Wenn Sie „neulich“ beim Edeka Blumenkohl gekauft haben, dann war der bestimmt nicht aus Deutschland.
Wem es bei diesen Preisen mit Sicherheit gut geht, ist Edeka und Co.
Da haben auch manche zu kämpfen. Sogar ein großer Edeka-Händler ist insolvent:
https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/wirtschaft/id_101203548/insolvenz-verfahren-bei-edeka-partner-feneberg-lebensmittel-insolvent.html
Mir scheint klar, von wem die Aufrufe zum „Traktor-Terror“ kommen. Von denen, die alle Bauern weghaben wollen, von denen, die das Volk schon sooo viele Jahre aufhetzen: jeder gegen jeden. Diese Texte sollte niemand ernst nehmen, schon gar nicht sind sie seriös. die verwendete Sprache verrät sie….
Ja, das Pamphlet scheint nicht gerade von Bauernfreunden zu stammen. Aber ich meine, wenn die Bauern demonstrieren wollen, dann können sie ja, und sonst haben sie wahrscheinlich was Besseres zu tun.
Und was sollen Treckerbauern jetzt auch in der Stadt demonstrieren, wo die ganzen Städter gerade auf dem Land ihren Osterurlaub verbringen? Sie haben ja auch zu tun. Normalerweise macht man das mit den Demonstrationen im Winter.
Zu dieser Jahreszeit haben praktisch alle Landwirte Wichtiges zu tun als zu demonstrieren.
Im Juni ist wieder etwas Luft.
Sehr genau dargestellt .
Die aktuelle Situation ist für die meisten Landwirte sehr unbefriedigend .
Auch ist es richtig das aktuell die Arbeiten auf den Feldern größte Priorität
haben .
Wenn ich mir die Zustimmung der Wähler zur bisherigen Politik im
Land anschaue ( Baden Württemberg und RLP ) wundere ich mich
schon das angeblich so viele Menschen mit der “ Politik “ der aktuell
Regierenden unzufrieden sind . ( Zynisch ).
Sollen wir Bauern unsere Zeit und unseren Diesel auf Demos verbraten
nur um Klicks für Tastenw*/*/*/*/*r zu generieren ?
Ich bitte um Entschuldigung für meine Boshaftigkeit .
Ich hab mir die Videos von den Bauern-Demos immer gerne angeguckt! Die wurden allgemein ganz gut angeklickt.
wer publiziert solche dummen Parolen und wo findet man diese?
Sind es „Kreative“ z.B solche wie die Werbeagentur die auch die Siegessäule in München bestrahlt hat oder irgenwelche Influencer die noch keiner kennt und sich mal wichtig machen wollen?
Oder sind es gar „Aktivisten“ die nur zündeln wollen?
Wir als Müllsammelaktivisten sind vor kurzem auch schon „Opfer“ von „Sprachgewalttätern“ in den Asozialen Medien geworden, weil man uns die Aktionen irgendwelcher bösartiger Trittbrettfahrer in die Schuhe schiebt, die neuerdings regelmäßig b ergeweise Haushaltsmüll an Bushaltestellen entsorgen. Jetzt sind hier Benzinkanister ausverkauft, weil die Schlaufüchse einen übelsten Tanktourismus nach Tschechien aufziehen. Ein Volk von Teufeln….
Die Müllproblematik ist eine Erscheinung unserer Zeit. Ausdruck mangelnder Bildung, angelernter Bequemlichkeit aufgrund fehlender Eigenverantwortlichlichkeit denn warum soll ich den Müll nicht einfach fallen lassen das hat doch keine Konsequenzen für mich! Irgendwer wird den Müll schon aufheben im Zweifel wird er vom Winde verweht und ist einfach weg.
Wir haben schon als Kinder gelernt das solch ein Verhalten Konsequenzen hat im Zweifel wurde man nachdrücklich auf sein Missverhalten hingewiesen. Heute hat das alles kein Konsequenzen mehr ist gibt genug gesellschaftliche Kräfte die Verständnis für solches Verhalten haben, die armen Menschen welche ihre Umwelt vermüllen verstehen und vor Konsequenzen schützen. Im Zweifelsfall fordern sie eine staatlich oder vom Staat finanzierte Organisation um die armen Menschen zu schulen wie sie mit Müll umgehen sollen.
Ja und dann kommen halt Müllsammelaktivisten oder soll ich sagen Engel und berichten Stolz über ihre guten Tat nachdem sie den Müll der Volksteufel weggeräumt haben.
„Wir haben schon als Kinder gelernt…“ Wer ist wir? https://www.youtube.com/watch?v=a3w05bWu7Fc
@stadtmensch wenn sie es nicht verstehen hoffe ich mit den Ergänzungen ist es jetzt verständlich für sie.
Ich habe geschrieben „Wir haben schon als Kinder gelernt“
Also das „wir“ bezieht sich auf meine Familie. In ihrer oder anderen Familien mag der Umgang mit Müll kein Thema gewesen sein oder es wurde anders bzw grosszügiger gehandhabt.
Komisch, in den Niederlanden mit seiner ebenfalls „bunten“ Bevölkerung sieht es ganz anders (= sauber) aus. Auch ein „Volkskörper“ lässt sich offensichtlich erziehen. Bei uns ist es vermutlich aber schon zu spät.
Das Problem ist, die Erläuterungen kommen bei denen, die gegen die Bauern hetzen nicht an. Zum einem weil sie sich von solchen Seiten wie Willis Blog fernhalten (mit dem Feind spricht man nicht) und zum anderen, weil die ideologische Verblendung solche Argumente ausblendet und als „Lügen“ brandmarkt.
Das ist eines der Hauptprobleme heutzutage. Man spricht nicht mehr miteinander. Man versucht nicht mehr die Argumente des anderen, zu verstehen. Es gilt nur noch „Ich, Ich, Ich“.
„Ich hoffe, mit diesen Erläuterungen etwas Sachlichkeit in die Diskussion bringen zu können.
Ich möchte aber auch eine Frage an diejenigen stellen, die solche Texte posten: Was wollen Sie damit erreichen? Es wäre hilfreich, das zu erfahren.“
Wo stehen denn solche schwurbeligen Aussagen? Ich sehe darin lediglich einige dumpfbackige Âußerungen auf social Media, kann das sein?
Ja Herr Seevers,
derartige Aussagen sind auf den „sozialen“ Plattformen, gehäuft auf tiktok, zu ‚finden‘.
Was auffällig ist, in dortigen Kommentaren finden keine Diskussionen statt, nicht vergleichbar mit einen Bauer Willi Blog.
Auf tiktok wird das den Nutzern als ‚Schlagzeile‘ um die Ohren gehauen. Punkt.
Landwirte, die ebenfalls auf tiktok unterwegs sind, stellen in guten Beiträgen (Videos) die Lage sehr sachlich dar. Allerdings folgen den LW dort nicht die ‚Paukenschläger‘, die solche Fototexte einstellen.
@firedragon
Ich schreibe solche Artikel immer auch mit einem Blick auf Leser aus den Medien. Journalisten bedienen sich hier schon mal bei der Suche nach Themen. Dann erreicht es auch „Andersdenkende“…
@Bauer Willi guckt Tiktok! Ich nämlich noch nie!
Ex-Baumschuler,
die Erklärung, dass solche ‚Schlagzeilen‘ auf tiktok häufig zu finden sind, habe ich geschrieben. Ob Herr Dr. Kremer-Schillings dort reinschaut oder das nur zugesendet bekommt, weiß ich nicht.
tiktok ist eine schnelle Plattform, auf der sich überwiegend, aber nicht nur, junge Menschen Informationen ziehen. Wie diese Infos aussehen ist sehr unterschiedlich.
Auf dieser Plattform sind mittlerweile seriöse, u.a. landwirtschaftliche, Betriebe unterwegs, die zBspl ihre Arbeit aufzeigen.
@Ex-Baumschuler
Ich habe noch nie bei TikTok reingeschaut.Diese Zeilen stammen aus Facebook und ²X“ vormals Twitter. Und es sind nicht gerade wenige, die es so oder ähnlich schreiben. Daher mache ich es auch zum Thema.
Hier im Blog ist das „Publikum“ ja etwas älter. Aktuell (13:00 Uhr) liegt die Reichweite hier im Blog bei 1.800. Zum Vergleich: Facebook 29.000 Aufrufe, 100 Kommentare, 100 mal geteilt. Bei LinkedIn und Twitter ist es auch zu sehen. Aber das sind nur Zahlen. Wichtiger ist mir, dass die Information auch Menschen außerhalb der Bauern-Blase erreicht.
Wir Landwirte dürfen uns nicht instrumentalisieren lassen. Unsere Interessen sind nicht deckungsgleich mit den Verbraucherinteressen. Wir müssen versuchen die gestiegenen Produktionskosten, so wie es die restliche Wirtschaft auch macht, an die Verarbeiter weiterzugeben. Ja, das ist oft nur ein frommer Wunsch. Höhere Produktionskosten müssen ein durchlaufender Posten sein und sie dürfen nicht unser Betriebsergebnis beeinträchtigen. Insofern gibt es derzeit auch keinen Grund für Demonstrationen. Wenn der Verbraucher damit nicht klarkommt, muss er selbst den Allerwertesten hochbekommen.
Kemet, so läuft es im Bereich LM leider nicht. Wir Bauern sind zu goßen Teilen Rohstofflieferanten und wenn diese nicht aus D kommen, liefert der, der zwar nicht die Auflagen erfüllt, aber sehr viel billiger ist. Die Politik wird , wenn es soweit gekommen ist, die Argumente pro „Tritt in den Arsch der Bauern“ liefern und durch den ÖRR ordentlich breittreten lassen (s.a. Mercosur Pro&Contra). Die „Alternative“ Direktvermarktung wird in dieser Krise sicherlich bei O&G ein wenig helfen, aber die Preise, die wir vor „IRAN“ durchsetzen konnten, werden sicherlich nicht mehr erreichbar sein. Viele Hütten an den Straßen werden sich nicht mehr rechnen, weil der Geldbeutel geschlossen bleibt. Potenziert wird dies in der Biovermarktung. Die dort notwendig höheren Preisen werden Auswirkungen haben. Bio wird – nochmal verstärkt – aus dem Import kommen
@sg
Und das bedeutet, dass wir zu Weltmarktpreisen produzieren „müssen“? Bei der Milch funktioniert das nicht. Beim Getreide funktioniert das nicht. Beim Schweinefleisch funktioniert das nicht. Beim…. . Beim … . Wir können hier nicht zu Weltmarktpreisen produzieren; das dürfte auch der letzte Landwirt mittlerweile begriffen haben. Aktuell rauscht der Weizenpreis weit unter die 200€/t-Marke. Jetzt ist allerdings auch die Zeit um Teile der Ernte zu kontraktieren. Teurer Diesel, teurer Dünger und teure PSM und dann ein grausliger Erzeugerpreis, eröffnen nicht wirklich Zukunftsperspektiven für die deutsche Landwirtschaft. Tür zu und Ende?
Egal wie die kommende Ernte laufen wird, die, die es sich leisten können, werden wieder eine Aussaat tätigen; in der Hoffnung auf bessere Zeiten/Preise. Und Verarbeiter und Handel reiben sich schon jetzt die Hände.
Sehr richtig. Wenn die Politik die Rahmenbedingungen nicht an die jetzige Krise anpasst, werden sehr viele Höfe die Tore für immer schließen. Wir werden alleine gelassen, weil wir eben NICHT diese,wie im ÖRR oft dargestellte, starke Lobby haben. Letztendlich sind wir Alleinkämpfer, so wie du es für deinen Betrieb schon oft dargestellt hast.
„sehr viele Höfe die Tore für immer schließen“
Das ist jetzt aber keine Ausnahme im Wirtschaftsgeschehen. Facharbeiter verlieren ihren Job, ganze energieintensive Branchen verschwinden, Spätis bieten kein Billigbier mehr an.
Man muss lernen, mit dem Mangel zu leben.
Aber wenn Bauernhöfe dichtmachen, das macht Spaß, gell…………….noch!
@sg
Bio im Inland, wird noch drastisch reduziert werden. Viele alte Betriebe werden über den Generationswechsel ausscheiden und neue Betriebe werden, wenn ihre Betriebsleiter rechnen können, die Ausnahme bleiben. Es blüht der Import bei Bioware. Die Ursache ist das Bio-Geschäft des konv. LEHs. Einkauf nur noch auf der Basis ihrer Preise. Außer bei Milchprodukten, Eiern und Rindfleisch, gibt es schon jetzt einen gnadenlosen Preiskampf. In aller Bescheidenheit muss ich sagen, dass ich genau dieses Szenarium vorausgesagt hatte. Aber, der Erzeugerdruck, mit großen Produktmengen, machte den Verbänden Angst. Heute sind wir, was die Größenordnung anbelangt, fast wieder auf dem Niveau von 2018. Wir haben also nichts gewonnen. Verloren haben wir allerdings die günstige Perspektive. Auch in der Biosparte wirkt der Strukturwandel. Der Trend geht ganz klar zu Großbetrieben. Unsere Altvorderen werden im Grab rotieren. Wer jetzt nicht seine Kosten im Griff hat, dem bleibt nur der Ausstieg. Die aktuelle Situation war vor 30 Jahren unvorstellbar.
Da sind wir uns einig. So sieht es leider aus. Ein großes Problem ist auch, dass wichtige Strukturen deshalb zusammenbrechen (Beratung, Schule, Weiterbildung, und auch Berufsverbände kämpfen uns Überleben – ein Grund, warum Bioland immer so einen „Bohei“ macht/machen muss)
@Kemetbauer
Der durchschnittliche Bio-Betrieb ist größer als der durchschnittliche konventionelle Betrieb. Meine Vermutung: Bio-Betriebe werden im Vollerwerb geführt, konventionelle oft im Nebenerwerb.
Der Westhof in SH hat mehr als 1.000 ha.
https://www.oekolandbau.de/bio-fuer-die-region/regionale-bio-betriebe-finden/demonstrationsbetriebe-oekologischer-landbau/demobetriebe-im-portraet/schleswig-holstein/westhof-bio-gemuese/
Und dann ist da noch Gut Schmerwitz.
@BW
Es werden tatsächlich sehr viel weniger Bio-Betriebe (auch relativ) im Nebenerwerb geführt. Das hängt auch damit zusammen, dass i.d.R. die Wertschöpfungsstufen, auf kleineren Bio-Betrieben, in den Betrieb verlagert werden. Das schafft viele Arbeitsplätze. Für viele von diesen Betrieben sehe ich allerdings für die Zukunft kaum noch eine Chance. Der Trend geht hin zur Größe. Als abschreckendes Beispiel, wohl von der Flächengröße als von der Unternehmensstruktur her, gilt für mich das Hofgut Eichigt. Das Kapital stammt aus dem Naturkostgroßhandel und anderen Unternehmungen. Als Basis für den Naturkostgroßhandel gilt die Nähe zum Demeter-Verband. 6000 ha Fläche und mehr als 1000 Milchkühe stehen eben nicht für das Bild von der Ökolandwirtschaft. Trotzdem stehen die Verbände Schlange, um den Betrieb zertifizieren zu dürfen. In der Öffentlichkeit versuchen sie allerdings noch die individuellen Unterschiede herauszustellen. Welche Absurdität!
Um hier kurz auf die immer wieder aufgegriffene Ökoförderung einzugehen ein paar Daten aus meinem Betrieb. Lediglich knapp ein Viertel der Gesamtförderung stammt aus der Ökoförderung. Würde ich aus dem Ökolandbau ausscheiden, könnte ich weitere Ökomaßnahmen fördern lassen und würde so auf ca. 90% der jetzigen Förderung kommen. Ökolandbau allein aus finanziellen Gründen, das ist heute kaum noch vorstellbar.
Kemetbauer: Kennen Sie den Dennree-Betrieb Eichigt? 6000 ha und über 1000 MK ist doch super! Diese Größenordnungen sind auch bei den Konvis hier im Osten Standard und zukunftsträchtig! MP Kretschmar (SA) hat gestern bei Eröffnung der Agra auch auf die Probleme bei Förderungen von Großbetrieben (EU) hingewiesen! Nichtsdestotrotz werden solche Betriebe vielleicht bessere Überlebenschancen haben, und mancherorts garantieren Fremdgesellschafter sogar ein Überleben hier im Osten! Darum geht‘s letztlich, den Bezrieb als LW zu erhalten hier im Osten.
Wenn diese Großbetriebe doch so leistungsfähig sind, wozu brauchen sie dann öffentliche Förderung, Herr Bothe?
Öffentliche Investitionsfördergelder des Staates (heute =Schulden) werden immer durchgereicht an den vorgelagerten Sektor. War so, ist so, bleibt so. Und verzerrend sind sie alle mal, weil das „Fenster“ für Förderungen immer zeitlich und inhaltlich begrenzt offen ist, also nur wenige in den „Genuss“ kommen.
Ihre Begeisterung für die ostdeutschen Großbetriebe (Größtbetriebe) ist mir ziemlich fremd.
Unternehmen müssen nicht groß sein, sie müssen stark sein. (Fredmund Malik, „Führen, leisten, leben“).
Westdeutsche Familienbetriebe sind oft beides nicht, und das ist tragisch, wer das als einzelner Betroffener/Beteiligter nicht erkennt./erkennen kann (will).
AK: Meine Begeisterung für Großbetriebe dürften Ihnen bekannt sein! Immerhin hatte ich in der Vergangenheit damit zu tun sowohl in der Tier-als auch Pflanzenproduktion! So etwas prägt einen, was Sie verständlicherweise nicht einschätzen können?
Was die Förderungen betrifft, warum sollte man Großbetriebe der LW ausschließen? Wie sehen Förderungen und Zuschüsse der Industrie aus ??
@ C.B. Die Bedeutung frühkindlicher und frühberuflicher Prägungen sind mir sehr wohl bekannt. Gut, dass Sie noch das ? gesetzt haben!
Habe ich Förderung für kleine Betriebe gefordert?
Mittlerweile ist das Verteilen von Steuergeldern (Schulden) durch Politik und Staat überwiegend zum Selbstzweck des Politikerbetriebs geworden. Also (weitgehend) weg damit, außer man muss etwas weitgehend Neues anschieben. Gilt aber nicht für Landwirtschaft.
AK: In Deutschland existieren über 2.500 verschiedene Förderprogramme auf Ebenen von Bund, Ländern und der EU. Schätzungen zufolge erhält mehr als jeder zehnte Betrieb in Deutschland in irgendeiner Form Subventionen oder finanzielle Hilfen.
Warum soll dann die LW jedweder Betriebsform darauf verzichten? Immerhin produzieren wir Nahrungsmittel, und müssen gegenüber Mercosur, Ukraine u.a.konkurrenzfähig bleiben…
@C.B.
Glauben Sie, dass es gut ist, erst den Menschen das Geld (über Steuern) aus der Tasche zu ziehen oder Schulden zu machen, um es dann mit hohem bürokratischen Aufwand (oft ungerecht) wieder zu verteilen.
Woher weiß der Staat denn, was wirtschaftlich sinnvoll ist?
Die Staatsquote in D ist längst viel zu hoch!
Sehen Sie: In solchen Ansichten zeigen sich unsere unterschiedlichen Prägungen. So ist das eben. Dabei sollten wir es jetzt bewenden lassen.
AK: Sollten es dabei bewenden lassen wie Sie es sagen! Trotzdem noch eine Bemerkung zum Schluss: Warum fördert der Staat dan mit 2500 Programmen? Ganz einfach, weil der Markt eben nicht alles regulieren kann und sollte!
Landwirtschaft hat immer Fördermittel gefordert und genutzt, inkl. jede Menge Mitnahmeeffekte. Zur Zeit ist der Druck auf die Fördertöpfe für Tierwohl der Treiber für die Investitionen in der Schweinehaltung. Die Milcherzeugung in Niedersachsen wäre nicht dort, wo sie ist, wenn es nicht AfP, AkP, EfP etc. der Jahre seit der Quoteneinführung gegeben hätte.
@CB
T. Greim war schon in 2013 auf der Suche nach einem geeigneten Objekt. Ich wurde gefragt, ob ich, in meiner Beraterfunktion, bei der Auswahl eines möglichen Standortes „dabei sein“ wollte. Wer T.G. kannte, der wusste auch was das bedeuten würde. Die gesuchte Größenordnung war zunächst noch variabel. Für mich kam ein Mitwirken allerdings nicht infrage. Auch die Ökoverbände waren „not amused“. Schließlich hatte man ein anderes Bild vom gewünschten Biobetrieb in die Öffentlichkeit getragen. Aber, was stört mich mein Gerede von gestern. Greim rief und alle, fast alle, kamen. Heute fällt den Verbänden, zumindest in kritischen Diskussionen, ihre Wandelbarkeit auf die Füße. Gut so! Das Eichigt-Engagement hat die Verbände viele Mitglieder gekostet. Wer keine Betriebsräte zulässt, hat im Ökobereich nichts zu suchen.
Kemetbauer: Na ja! Zu Betriebsräten und deren Wirken äußere ich mich nicht! Aber kenne natürlich den Eichichter Betrieb noch aus Konvizeiten! Für alle dort Beschäftigten war die Übernahme durch Dennree als Mutterunternehmen ökonomisch sinnvoll, und für Dennree und sein Ökogeschäft mit einem Großbetrieb in der Hinterhand auf jeden Fall( Mengen etc. für die Filialen…).Halte allerdings nach wie vor nichts von Ökolandwirtschaft und deren Ökonomie im Allgemeinen…
Ich persönlich kenne keinen in meinem Umfeld, der sich gerade im Stich gelassen fühlt. Es haben sich damals andere Berufsgruppen den Protesten angeschlossen, aber sehr zaghaft. Und auch damals gab es den Tenor dass das Zuviel und unverhältnismäßig war. Wie man es macht, nicht jedem passt es und ist es recht.
Und wie schon geschrieben im Text oben, aktuell ist Vollbetrieb auf den Höfen. Und solange jeder einzelne von uns es akzeptiert und nichts dagegen tut (sich zb bei seinem Politischen Umfeld, egal ob er die Partei gewählt hat oder nicht beschwert und anschreibt spricht oä) wird sich auch nichts ändern. Protest hin oder her.
2024 haben sich ja auch Spediteure und andere Berufsgruppen den Bauern angeschlossen. Die Bauern wurden mir ihren starken bedrohlichen Traktoren als Robin Hoods gesehen, die auch für andere kämpfen.
Jetzt sind viele unzufrieden mit den Preissteigerungen, wollen aber selber keine Proteste organisieren und fühlen sich von den Robin Hoods im Stich gelassen.
Ja, und die Unterstellung, dass gegen die CDU nicht demonstriert wird, sondern nur gegen die Woken, das findet halt seine Bestätigung.
Haben Sie den Text gelesen ? Wer war 2019 an der Regierung ?
@Elisabeth
Die Bauern haben nie ! gegen hohe Spritpreise demonstriert. Und Sie haben zu Zeiten der Regierung von CDU/SPD 2019 und SPD/FDP/Grüne (Ampel) 2024 demonstriert.
Jedesmal ging es um unfaire Gesetze.
War ja nur eine Vermutung, was die Motive der Kritiker sein könnten.
es ging um die Dieselrückergütung.
Diese bekommen nur Landmaschinen, die ihren Diesel nicht auf der Strasse verfahren und deswegen nur zur
Produktion
von Nahrungs- u. Futtermittel auch
für forstwirtschaftliche Zwecke dienen.
AK: Ich weiß ja nicht welche frühkindlichen und frühberuflichen Erfahrungen Sie im Westen geprägt haben?
Aber ich möchte darauf nicht verzichten ,weil diese mir im vereinigten Deutschland beruflich sehr geholfen haben! Dazu können Sie sicher kaum etwas sagen aufgrund einer gänzlich anderen Biographie.