Bauer Willi
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Wann beginnt Özdemir mit der Arbeit?

Der größte Wunsch der Landwirte ist, dass sie in Ruhe gelassen werden. Und genau das macht das BMEL gerade. Özdemir und seine Staatssekretärinnen gehen seit über 150 Tagen nicht an ihre Aufgaben. Hier nachzulesen:

https://fragdenstaat.de/koalitionstracker/

Der “Koalitionstracker” listet die Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag auf und schaut, was davon bereits begonnen wurde. Für den Bereich Landwirtschaft ist das recht einfach: Nichts.

https://fragdenstaat.de/koalitionstracker/ampelkoalition-2021/tiere-landwirtschaft-ernahrung/

Das bisherige subjektive Empfinden: “Die Regierung tut nichts”, trifft bei Cem Özdemir und seinen Staatsekretärinnen tatsächlich zu. Statt dessen sitzt man in Talkshows oder in Wahlveranstaltungen. Dabei drängen so viele Aufgaben.

Wie soll das weitergehen? Außer Frau Silvia Bender ist derzeit in den Führungsetagen niemand, der über Fachkompetenz verfügt. Und so ist sie es auch, die meiner Meinung nach die Richtlinien im Ministerium bestimmt. Während einer Konferenz mit dem Praktikernetzwerk zeigte sich sich jedenfalls in vielen Punkten gut informiert.

Was sich jetzt, 5 Monate nach der Vereinigung über Cem Özdemir sagen lässt: er enttäuscht auf voller Linie und schadet durch seine Arbeitsverweigerung der landwirtschaftlichen Branche.

Dass Özdemir versagt hat, fällt nun auch den Medien auf.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article238617709/Cem-Oezdemir-Bilanz-aeusserst-mager-Jetzt-blaest-die-Union-zur-Attacke.html

https://www.agrarzeitung.de/nachrichten/politik/bundeslandwirtschaftsminister-warten-auf-cem-101176?

 

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59 Kommentare

  1. Arnold Krämer sagt

    Die Tatenlosigkeit des Minister hat drei wesentliche Gründe:
    1. Der Minister ist ohne jede Vorahnung und Vorkenntnis mit dem Ministeramt betraut worden.
    2. Die Spitze des Hauses muss sich komplett neu finden und mit den Spitzenbeamten in Berlin (Bonn) und Brüssel erst eine Arbeitsgrundlage finden.
    3. Die Verwerfungen durch die Ukraine-Krise stellen objektiv alle hochfliegenden Pläne der Grünen aber auch die berechtigten Forderungen des Berufsstandes zur Finanzierung der äußerst kostenträchtigen deutschen Sonderwege in Frage. Da fehlt a) das Geld, da fehlt b) aber auch eine Vorstellung, was man in dieser Situation den Verbrauchern und den Landwirten noch zumuten kann.
    Der Strukturbruch in der Schweinehaltung ist vorgezeichnet und praktisch nicht mehr zu stoppen. Das passt aber ohnehin zum innigen Wunsch der Grünen, dass die Tierhaltung halbiert werden soll. Das Ziel fällt ihnen gewissermaßen so in den Schoß.

    Ich vermute, dass Ö. sich auch in den nächsten Monaten politisch-gestalterisch möglichst ruhig verhalten wird. Weitere “Fesselungen” im Bereich der Produktion verträgt der Berufsstand/vertragen die Betriebszweige nicht, insbesondere auch weil genau das Gegenteil (Entfesselung), speziell im Baurecht notwendig ist. Die Investitionsbereitschaft der Landwirte ist angesichts der großen Unsicherheiten bei der Kostenentwicklung und der Marktentwicklung nicht besonders groß. Finanzielle Reserven sind vielfach aufgebraucht. Das EU-Geld wird ab 2023 weniger. Die Neuregelung bei der Umsatzsteuer entzieht liquide Mittel. Das Vertrauen in die Politik geht gegen NULL.

    Während die Politik in vielen Bereichen eine Kehrtwende praktizieren muss, eine heilige Kuh nach der anderen geschlachtet wird, wird Ö. versuchen, durch maximale Zurückhaltung möglichst viel der bereits eingeleiteteten Schritte und Veränderungen zu bewahren.

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  2. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Wahrscheinlich ist es ein Segen das er nichts tut. Täte er was wäre es auf jeden Fall das falsche. Aber das gilt schon für die Politik seit Jahren!

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  3. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Immer mehr gelange ich zu der Überzeugung, dass ich das mittlerweile in sämtlichen Bereichen filigran perfektionierte, aktuell mannigfaltig ausgeübte Bauern-Drangsal forthin jedenfalls so nicht mehr zu tolerieren bereit bin. Ich schufte ohne Unterlass -Urlaub ist für mich seit Jahrzehnten ein Fremdwort- um meinerseits einer durchaus akzeptierten sozialen Verpflichtung nachzukommen. Als Unternehmer habe ich selbst einen berechtigten Anspruch auf Erfolg aus dieser erbrachten Arbeitsleistung.

    In geradezu abstrusen Parallelwelten werden uns Bauern immer mehr, betriebswirtschaftlich kaum noch tragbare, zwischenzeitlich fulminante Lasten aufgebürdet, die einer Quadratur des Kreises bedürften. Derzeit mutet man uns ganz selbstverständlich zu, im Notfall das über Generationen mittels harter händischer Arbeit erwirtschaftete Vermögen des eigenen Betriebes zu verfrühstücken, nachdem unsere Produktionskosten einen förmlichen Raketenstart innerhalb kürzester zeitlicher Verläufe hinlegten, wobei der wenig kalkulierbare Wettergott davon unbeirrt keine Gnade walten lässt, eine Amortisation derselben Ausgaben über die Erzeugnisse, die wir in der Ernte von der Fläche wegfahren, nach derzeitigem Stand erheblich zur Disposition gestellt sein könnte. – Für WEN, WAS, WARUM, tue ich mir das an!?

    Ich lebe -wie sehr viele meiner Kollegen und Kolleginnen auch- aktiv und dabei vor allen Dingen auch durchaus ökologisch produktiv mein mitmenschliches Gewissen, während Politikern wir unserem hochverehrten Herrn Özdemir ein Totalversagen seitens unserer Gesellschaft mit einem sanft streichelnden Lächeln zugestanden wird; letzterer ON TOP im bundesweiten Beliebtheitsranking, während über den Bauernköpfen wütend schmerzverursachend weiterhin das Knüppelchen tanzen darf!? .- Wer bin ich denn, um ein solches Treiben wehrlos erdulden zu müssen!?

    NEIN, diese geradezu unverschämte Rechnung geht so nicht weiterhin auf. – SCHLUSS!!!

    Dann packe ich flugs mein Gewissen eben auch in die unterste Schreibtischschublade, verstecke dies in der wirklich allerletzten Ecke.

    Der BIO-Landbau ist die agrarpolitisch geadelte eierlegende Wollmilchsau. – Machen wir uns alle auf zu diesen neuen Pfaden: Sch… auf die Ertragssicherheit (peinlich, wie verbal entgleisend eine solche Wut im Bauch mich werden lässt; Entschuldigung dafür!), einen Striegel habe ich, Hackgeräte auch, auf Pflanzenschutz u. Dünger verzichte ich komplett – Ausgabenlevel „NULL“ – was die Natur wachsen lässt, das wächst dann eben und zum Jahresende kommt der Weihnachtsmann, füllt mit seinen BIO-Prämien aus dem Staatssäckel mein Betriebskonto wieder wundersam auf, ohne dass ich mir ein Bein ausreißen muss. Cem Özdemir wird mich sodann sanft streicheln wie ein Huhn, beschützt mich mit seiner gelben Warnweste vor unseren lauernden Aasgeiern… Seufz!!!- Wie einfältig muss ich doch die ganze Zeit gewesen sein, als ich mich förmlichst „abwuselte“, um meine Mitmenschen auch satt zu bekommen!?

    Alles was fleucht und kreucht freut sich unbändig über mich und mit mir (tut es jetzt allerdings auch schon), denn ich bin jetzt endlich ein GUTER BAUER!!!….

    (Die Gebrüder Grimm würden von mir sicherlich sehr begeistert sein…, die Entfaltung kindlicher Glücksträume in einer mehr als knallharten Realität)

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    • Smarti sagt

      Wurzelwicht, das kann ich nur empfehlen. “Ein Freund”, den ich sehr gut kenne, hat das auch so gemacht. Was soll ich sagen, zum ersten Mal seit Jahren einige Monate hintereinander schwarze Zahlen aufm Konto.
      Die Arbeit wurde weniger, die Verantwortung für den Hof hat sich ebenfalls sehr reduziert.
      Warum nochmals 20 Jahre in der ganzen Familie für drei Arbeitsplätze arbeiten, damit eine Stelle davon mehr Schlecht als Recht bezahlt wird ?
      Und der “eine Arbeitsplatz” auch noch einen Rentner und einen Politiker und Nervkontrolleur mitfüttern muss. ( Rentner, Kranke und Kinder unterstütze ich gerne ).

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Am Betriebsergebnis liegt’s bei mir ganz sicher nicht…, ich habe in meiner Zeit als aktiver Landwirt noch nicht ein Jahr in den Sand gesetzt.

        Mich nervt es allerdings gehörig, welchem Rechtfertigungszwang ich auf Schritt und Tritt, bei jedem einzelnen Atemzug ausgesetzt bin – abartig krank ist sowas…

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    • Ferkelhebamme sagt

      Noch ein bisschen Geduld Wurzelwicht, die Realität wird’s richten. Im Radio meldeten sie gerade, dass die Leute sparen: an Elektronik, Markensachen und… Bio. Überraschung. Und die Subventionen aus dem Staatshaushalt werden bald auch nicht mehr leistbar sein.

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      • Smarti sagt

        EU-weit fängt jetzt das große Tierschlachten an, weil Futtermittel unbezahlbar oder sogar kaum mehr erhältlich sind. Da in vielen Orten auch nicht mit genug Niederschlag zu rechnen ist, werden die Tierbestände massiv abgestockt und es wird bereits von einem unwiderruflichen Rückgang an Betrieben EU-weit geschrieben. Quelle: EMB, Bauernstimme.

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      • Thomas Bröcker sagt

        Ich war am Wochenende zu einem Kurztrip an der Ostsee auf Usedom. Da sind im sogenannten Lassaner Dreieck die Öko-Dörfer Pulow und Klein Jasedow.
        Das ist eine Kommune um den Musiktherapeuten Johannes Heimrath. Der Name war mir über die Aktion “Enkeltaugliche Landwirtschaft” in Zusammenarbeit mit Bio Verarbeitern, die diese Kampagne finanzieren, aufgefallen. Das ist die Truppe, die gemeinsam mit PAN (Pestcid Action Network) für ein völliges Verbot chemisch synthetischen Pflanzenschutzes agieren. Der hatte mal eine Clomazone Drift in seinem Kräuterbeet, das hat deutschlandweit Wellen geschlagen.
        Die wohnen, “therapieren” und “gärtnern” in einem völlig verlotterten Umfeld und produzieren auf viel Fläche quasi etwas mehr als Nix. Eine neu angelegte Obstwiese (mit Esskastanien und Kernobst auf völlig ungeeignetem Standort) ersäuft im Unkraut.

        Da packt dich echt die Wut, wenn du siehst, was diese Schwätzer tatsächlich tun und wie viel sie zur Ernährung beitragen. Aber der Musiktherapeut und die Instrumentenbauer der Kommune beherrschen ihre tatsächliche Profession: “lautes Trompeten” in Perfektion.

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    • Limes sagt

      durch Umstellung der Öko Weizenflächen auf ertragreicheren konventionellen Anbau könnte man doch auch mehr Weizen produzieren und müsste nicht wie Özdemir es ausdrückt “nicht an die wenigen Flächen für den Artenschutz ran”.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ö will Weizen nach Weizen erlauben?
      Ist das verboten, oder will Ö etwas erlauben, was eh nicht verboten ist?

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Derzeit angedacht nicht gestattet, tatsächlich – wider jedwede gute fachliche Praxis.

        Schwachsinn punktet…

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      • Arnold Krämer sagt

        Der Fruchtwechsel für jeden Schlag ist Bedingung für die EU-Zahlungen ab 2023.
        WinterWeizen nach Winterweizen geht also nicht.
        Mais nach Mais geht, wenn man eine Zwischenfrucht oder Untersaat dazwischenschaltet.
        Aber die “Spielregeln” sind im Fluss, das letzte Wort ist nicht gesprochen.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Ist es nach guter fachlicher Praxis sinnvoll, Weizen nach Weizen, oder Getreide, habe in der Fachschule mal gelernt, das nicht zu machen.
          In der Oberreihnebene wurde mehrere male Mais hintereinander angebaut, bis der Maiswurzelbohrer sesshaft wurde, jetzt ist nur 2 mal hintereinander erlaubt, zu den Auflagen der EU kann ich nichts beitragen, da ich das nur nebenbei bei der Bauernzeitung mitbekomme.

          • firedragon sagt

            Ehemaliger Landwirt,

            Fruchtfolge ist nicht das Problem.

            Ab 2023 gilt – der Flächenabgeber haftet für Nichteinhaltung der Fruchtfolge des Flächenübernehmers.
            Bedeutet, wenn ich als Betrieb eine, mit Weizen abgeerntete Fläche, aus welchen Gründen auch immer, verliere/abgebe und der Übernehmer dieser Fläche dort wieder Weizen einsät, weil es möglicherweise nur so in seinem Anbauplan möglich ist, dann hafte ich als Betrieb – nicht der aktuelle Anbauer.

            So verhält es sich auch im Bereich der Lohnarbeit.
            Beauftragt ein Betrieb einen Lohnbetrieb eine Arbeit auszuführen und der Lohnbetrieb begeht einen Fehler, so hafte ich als Betrieb für dessen Fehler.

            Beides ist nicht lustig, ich weiß nicht, welche Überraschungen uns ab 2023 in dieser Art noch blühen …

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            • Arnold Krämer sagt

              Die ganze EU-Förderung ist ein Problem, also weg damit. Jetzt besteht die Chance.

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              • Smarti sagt

                Petition ? Da unterschreiben doch locker Alle, man muss es nur als “dann gibt es weniger Massentierhaltung” verkaufen.

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            • Smarti sagt

              Im Fernsehen gibt es so eine makabre Sendung, “Tausend Möglichkeiten, zu sterben”.
              Ist schnell umgewandelt in eine Liste mit “Tausend Möglichkeiten, Bauern zu schaden, ohne dass es gross auffällt. “

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              “Fruchtfolge ist nicht das Problem.”

              Kann mir jetzt noch einer erklären, was die EU mit dieser angedachten Verordnung bezwecken will?

          • Inga sagt

            Weizen nach Weizen geht, ich kenne einen, der hat es aif einen kleinen Feld,wo man wegen der Form auch keine Zuckerrüben anbauen konnte 7 Jahre lang gemacht.
            Aber es ist nicht die Übliche Praxis.

  4. Sabine sagt

    Es wäre einfach eine Kennzeichnungspflicht und Herkunftsnachweise für Hunde zu erlassen und schon wäre er Deutschlands beliebtester Minister. ALLE hassen die Hundemafia. Seriöse Züchter
    chippen eh inzwischen alle. Özi einmal mit Welpen auf dem Arm, umringt von den Polizisten, die hinter der Grenze einen Welpenschmuggler hochgenommen haben und er könnte die Bauern im Land enteignen ohne jeden Widerspruch. Seid froh, dass er nix macht.

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  5. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Eine kurze Zusammenschau, ordnungsgemäß „bürokratisch“ aufgelistet:
    Ziff. I
    Die Bauern haben bisweilen zum 4fachen Preis, wenn zuletzt nicht gar noch darüber, den gegenüber dem Vorjahr extrem teuer eingekauften N-Dünger wohl etwas sparsamer, aber dennoch einen solchen Luxus-Stickstoffeinsatz ausgebracht; dabei gleichzeitig mit bis zu 50% auf einem viel zu niedrigen Erzeugerpreisniveau für die Ernte 2022 Kontrakte abgeschlossen. (Manche sogar für 2023 schon Erzeugerpreise derart fixiert, weil von unseren Agrarexperten wärmstens empfohlen)

    Es steht jedenfalls heute bereits unmissverständlich in Erwartung, dass der Handel auf einer vertragsgemäßen Lieferpflicht beharren wird; und zwar unter Andienung mit den entsprechend vertraglich fixierten Mengen und insbesondere auch den dort detailliert definierten Qualitätsparametern. Ansonsten hagelt es empfindliche Abzüge; das kennen wir Bauern alle ja. Im Worst-Case-Szenario droht ein „Wash Out“.

    Ziff. II
    Nun schlägt obendrein für die Bauern ganz brutal unser hitzefreudiger Wettergott zurück, wobei natürlich die unzähligen Sonnenhungrigen voll auf ihre Kosten kommen. – Regnet es nicht bald ergiebig, kommt es wirklich knüppeldick für sehr viele Höfe, …und schlussendlich auch für die heute frohlockend jauchzenden Sonnen”hungrigen“. Hunger könnte dann für alle rasch ein unliebsames Einheitsprogramm werden…

    Ziff. III
    Wie viele Familienbetriebe verfügen derzeit noch über einen dringend notwendigen finanziellen Background, um eben solche gravierenden Nachteile überhaupt abfedern zu können!?

    Die aktuell dunkel aufziehenden Wolken am Kapitalmarkt lassen noch weitaus bedrohlichere Gewitterwolken am Bauernhimmel in Erwartung stehen. Bei Liquiditätsbedarf wird jetzt ganz brutal, erbarmungslos abgegriffen werden… Alle wissen schließlich: „Ohne Moos nix los!“ Entweder man beißt in diesen sehr sauren Apfel oder es werden rasant weitere Hof- und Stalltüren für immer geschlossen.

    FAZIT:
    Herr Özdemir, an Ihre Adresse als bäuerlicher Leithammel, hoffentlich keinem Wolf im Schafspelz:
    Schauen Sie nicht forthin hilf- und tatenlos zu, wie Ihre Bauern massenweise über den bedrohlich nahen Klippenrand stürzen. Sie selbst folgen derzeit noch erheblich planlos, unverkennbar bewegungsgehemmt anmutend den vollkommen falschen Propheten. Lassen Sie einen derartigen „Massen-Ruin“ in Reihen des Bauernstandes nicht zu; derzeit forcieren Sie einen solchen geradezu. Viel zuviel Zeit haben Sie einfach nur vertan, in fachlichen Tatenlosigkeiten allenfalls in Talkrunden brilliert, um Millionen von Google-Professoren mit falschen Sprechzetteln vor den Bildschirmen zu begeistern, als Vegetarier haben Sie ihre geliebten schutzbedürftigen Hühner „immerhin“ mit Warnwesten ausgestattet. Eine wahre Rumestat in ihrer Rolle als Bundeslandwirtschaftsminister, während Sie Ihre Bäuerinnen und Bauern ignorant den Aasgeiern zum Fraße hinwerfen…!? Ihre Prioritäten-Rangliste verunsichert mich dabei zugegebenermaßen außerordentlich…!!!

    Handeln SIE, handeln SIE jetzt endlich; …so fürsorgend und verantwortungsbewusst, wie Ihnen der von Ihnen geleistete Amtseid als Minister für Ernährung und Landwirtschaft unmissverständlich gebietet. Wir brauchen keinen weiteren Außenminister im BMEL, der mit Millionen im Aktenköfferchen die Welt bereist. Annalena Baerbock als Außenministerin macht einen sehr guten Job, beweisen Sie Ihrerseits dem deutschen Wahlvolk, dass Sie dem Ihnen geschenkten Vertrauensvorschuss auf der Politiker-Beliebtheitsskala auch tatsächlich gerecht werden können. An Ihren Taten, nicht an Ihren Worten werden Sie sich in Bälde messen lassen müssen. – Hoffentlich stranden wir alle da nicht in einem sehr bösen Erwachen…!?

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  6. Ludwig sagt

    Wenn man in der Ideologie behaftet ist und steht jetzt vor den Realitäten . Dann wird es dünn , weil man jetzt aus heiterem Himmel vor Entscheidungen steht , die eine 180 Graddrehung verlangen . Die Wirtschafts-und Außenminister der Grünen haben es begriffen , aber die Umwelt- und Landwirtschaftsminister sind in ihrer Moralideologie gefangen und sind nicht in der Lage entsprechend der derzeitigen Herausforderungen zu handeln. Mit diesem Nichtstun machen sie sich schuldig am Hungertod von sehr vielen Menschen auf der Erde. Brache und Futtergetreide statt Brotgetreide wollen sie beibehalten , statt in ihrer bisher verkündeten Menschenfreundlichkeit zu helfen. Neu abwägen und dann entscheiden ist diesen Leuten fremd. Betonköpfe eben und unfähig entsprechend ihrem Eid zu handeln.

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    • Günter sagt

      “Mit diesem Nichtstun machen sie sich schuldig am Hungertod von sehr vielen Menschen auf der Erde.”
      An diesem Zustand sind ausschließlich diejenigen verantwortlich die diesen Zustand verursacht haben.
      Schaut man die Börsen genauer an, wird mit Lebensmittel im Moment Spekulation ohne Ende betrieben, auch auf Kosten der Armen und hungernden dieser Welt.
      Zu Chem: Er führt nur fort was die Vorgängerin praktiziert hat, selbst die Lobbyisten sind größtenteils die gleichen geblieben.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Eine neue Regierung ist gewählt worden, weil sie es besser machen soll.
        Frau Klöckner ist massiv kritisiert worden, über Ö. hört man nichts.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Wie auch, die Medien sind, wie wir ja bereits dem Herrn Niemann mehrmals erklärt haben, links orientiert und den urbanen
          Frame-Workers hörig.

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  7. Andreas sagt

    Wer arbeitet macht Fehler,
    wer nichts arbeitet macht keine Fehler,
    wer keine Fehler macht, wird befördert.
    Wenn dieser Spruch Geltung hat, dann in der Politik.
    Cem ist bald der beliebteste Politiker in Deutschland.
    Zur Zeit liegt er bereits an dritter Stelle !

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Oh – das ist ja mal eine Super Idee, werter Andreas!

      Hat Cem Özdemir vielleicht ein super Angebot aus Brüssel; ich würde ihm das ganz neidlos jedenfalls zu gönnen wissen…;-)

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    • Limes sagt

      der Spruch “Wer arbeitet … wird befördert” ist gut! d.h. Tutnix und Nichtsnutz sind bei Deutschen beliebt.
      Das kann doch nicht unser Anspruch sein. Vielleicht prüft er aber noch sorgfältig und bringt dann etwas auf den Weg, so argumentieren ja auch andere schlafmützige Ampel Politiker wenns brennt und man den Qualm schon sehen kann.

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  8. Reinhard Seevers sagt

    Wir haben ganz andere, größere Probleme:

    “Auf Sylt herrscht Unmut über die Entscheidung der Regierung, billige Tickets für Bus und Bahn auszustellen. Punks aus dem gesamten Bundesgebiet haben sich schon verabredet Sylt zu besuchen, um dort eine Orgie mit Billigbier zu feiern. Schon jetzt packen viele Deutsche ihre Zelte heraus und ganze Familien machen sich auf den Weg Sylt 2022 zu okkupieren.
    Viele Stammgäste sind verärgert und in Sorge, das macht sich auch in den Feinkostläden bemerkbar. Hamsterkäufe von Caviar, Champagner und Hummer sind das Resultat.”
    aus fazzebook von slushart 😎

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  9. Jürgen Donhauser sagt

    Vielleicht hätte Cem einen Plan zur radikalen Zwangsökologisierung – aber er hat vielleicht nicht mehr den Mut in der derzeitigen Lage ihn zu verkünden. Bei steigenden Preisen und drohender Versorgungssicherheit hindert ihn die Realität die Ideologie umzusetzen. 🤷🏼‍♂️

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  10. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Ich hab das Gefühl,dass Robert Habeck der einzige in der Regierung ist,der sich wirklich um Lösungen bemüht,allerdings ist er eben nicht für Landwirtschaft zuständig.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Habeck will derzeit die Gewinne der Kriegsgewinnler abschröpfen, neben den Mineralgesellschaften, gehören seiner Meinung nach, die Bauern auch dazu.

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  11. Ferkelhebamme sagt

    Lebensmittelversorgung spielt überhaupt keine Rolle, sie halten stur an diesem einen Ziel fest: Emmissionen senken. Ohne rechts und links zu schauen, ohne Folgeabschätzung für andere Bereiche. So hat die Abdeckung von Güllebehältern, Misthaufen und Gärresten einen starken Insektenrückgang zur Folge wie man hier direkt beobachten kann. Mit ihnenschwinden die Schwalben etc. Lebensmittel werden sowieso total überbewertet. Und gleichzeitig läuft im Radio, dass der Deutsche nicht aufs Auto verzichten will, wenn ich in den Himmel schaue ist von Klimaschutz auch nicht viel zu sehen. Ach, ja, die Flieger sind ja alle klimaneutral aufgrund von Kompensationsmaßnahmen. Total gaga.
    Unsere Regierung ist ahnungslos, hilflos und komplett überfordert.

    https://www.agrarheute.com/politik/bundesregierung-beim-klimaschutz-landwirtschaft-plant-592956

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ferkelhebamme, irgendwer will die Landwirtschaft hier verarschen. Die Klimaziele sind doch längst erreicht:

      Im Jahr 2021 war die deutsche Landwirtschaft entsprechend einer ersten Schätzung somit insgesamt für 54,8 Millionen Tonnen (Mio. t) Kohlendioxid (CO2)-Äquivalente verantwortlich (siehe Abb. „Treibhausgas-Emissionen der Landwirtschaft nach Kategorien“). Das entspricht 7 % der gesamten ⁠Treibhausgas⁠-Emissionen des Jahres. Diese Werte erhöhen sich auf 61,1 Millionen Tonnen (Mio. t) Kohlendioxid (CO2)-Äquivalente bzw. 8 % Anteil an den Gesamtemissionen, wenn die Emissionsquellen der mobilen und stationären Verbrennung mit berücksichtigt werden. Somit hat die Landwirtschaft einen substantiellen Anteil an den Treibhausgas-Emissionen in Deutschland, vergleichbar mit dem Beitrag der gesamten Industrieprozesse.
      ….
      Das von der Bundesregierung in 2019 verabschiedete und 2021 novellierte Klimaschutzgesetz legt fest, dass die Emissionen der Landwirtschaft (inklusive der Emissionen aus den landwirtschaftlichen mobilen und stationären Verbrennungen) bis 2030 auf 56 Mio. t CO2-Äquivalente reduziert werden müssen.

      https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/beitrag-der-landwirtschaft-zu-den-treibhausgas#klimagase-aus-landwirtschaftlich-genutzten-boden

      Es muss nur mal jemand hinterfragen, was die mobilen und stationären Verbrennungen bedeuten, und ob die der Landwirtschaft zuzuordnen sind. Oder ob sie der Landwirtschaft zugeordnet werden, damit evtl. andere Bereiche sich schön rechnen können, z.b. die Beheizung von öffentlichen Gebäuden mit Fernwärme aus Biogas.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Gemeinsame Pressemitteilung von Umweltbundesamt und Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
          Treibhausgasemissionen stiegen 2021 um 4,5 Prozent
          Bundesklimaschutzministerium kündigt umfangreiches Sofortprogramm an

          …”Im Sektor Landwirtschaft gingen die Treibhausgasemissionen um gut 1,2 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalente (minus 2,0 Prozent) auf 61 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalente zurück. Der Sektor bleibt damit deutlich unter der für 2021 im Bundes-Klimaschutzgesetz festgelegten Jahresemissionsmenge von 68 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalenten. Der Rückgang der Tierzahlen setzt sich fort. Die Rinderzahlen sanken um 2,3 Prozent, die Schweinezahlen um 9,2 Prozent. Dadurch gab es weniger Gülle, die Emissionen sanken ebenfalls (-4,0 Prozent gegenüber 2020). Die deutliche Unterschreitung der festgesetzten Jahresemissionsmenge ist jedoch vor allem durch methodische Verbesserungen in der Berechnung der Emissionen bedingt…”

          https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/treibhausgasemissionen-stiegen-2021-um-45-prozent

          DAS muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen….”aufgrund methodischer Verbesserungen in der Berechnung”….wie weit soll die ideologische Lügenkampagne noch gehen?

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          • Reinhard Seevers sagt

            …bei der tabellarischen Darstellung der Treibhausgasemissionen hat die Landwirtschaft unglaubliche 7,7%-Anteil am Gesamtemissionsgeschehen dieses Landes.
            In der Tabelle ist der LULUCF nicht berücksichtigt. Dabei handelt es sich um die Landnutzungsänderungen und damit verbundene Senken. Geschickt will man nun diese Senken allein durch Moorvernässung, Wegfall von Düngung und Extensivierung erreichen. Nix mit Emissionshandel durch die Landwirtschaft. Wieder eine Verarsche für die Landwirtschaft. Im Übrigen würde ein Wegfall der Biogaserzeugung einen ähnlichen Effekt haben….Nachtigall ick hör dir trapsen.

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            • Lieschen Müller sagt

              Am Ende ist alles “schön” gerechnet, der C02 Gehalt der Atmosphäre steigt aber trotzdem. Es erinnert mich viel an unsere Ernährungshinweise. Die Diabetes-Leute sagen mir: ich esse fast gar nichts, und nur Gesundes. Trotzdem starkes Übergewicht, trotzdem Diabetes.
              Emissionshandel wird auch nichts nützen. Wenn ich für die Verschmutzung oder die Zerstörung der Natur bezahle, ist sie trotzdem weg.
              Ich habe das Gefühl, die Zeit rennt davon.

              • Smarti sagt

                Frau Müller, wenn Sie möchten, können Sie bei uns mal ein paar Tage “Arbeitsurlaub” machen. Die Welt ist wunderschön !
                Bei uns ist alles grün und blüht, alles wächst und gedeiht und jeden Tag gibt es Babys im Haus, im Stall und im Wald…
                Ich behaupte, wer weiss, wie er mit seinen Händen Nahrung für sich und seine Lieben anbauen kann, hat viel weniger Angst.

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                • Lieschen Müller sagt

                  Danke für das Angebot, in meinem Kleingarten ist auch alles schön grün. Ich wundere mich immer nur, hier im Forum sind alle “normal”, im echten Leben aber nicht!

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                • Smarti sagt

                  Frau Müller, gestandene Landwirte haben schon so viel erlebt, ( auch viele Sachen, wo man nur den Kopf schütteln kann ), die kann so schnell nichts mehr erschüttern. Die können wichtig und unwichtig, sowie ehrlich und falsch unterscheiden. Das mussten die Meisten von ihnen schmerzlich lernen…

    • ReinerStoff sagt

      @Ferkelhebamme

      Dieser Artikel hat bei mir ebenfalls ungläubiges, fassungsloses Kopfschütteln ausgelöst… dann soll man doch ehrlicherweise, am besten gleich, dass gesamte produzierende Gewerbe im Deutschland abwickeln, denn konv. Landwirtschaft zur Lebensmittelerzeugung ist scheinbar nicht mehr erwünscht…!

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  12. Jürgen Donhauser sagt

    Die Schweinehalter warten auch nicht mehr auf Cem – die hören einfach auf! Was ihm wahrscheinlich ganz recht ist, denn wollte die Tierhaltung ohnehin halbieren. Erfolg durch Nichtstun!

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  13. Arnold Krämer sagt

    Die Landwirte warten nicht auf Cem, sie warten auf Regen, zumindest im Norden.

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    • Bauer Willi sagt

      Mit dem Regen ist es wie mit Cem: er kommt nicht… 🙁
      Auch im Rheinland wird es langsam kritisch.

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