Bauer Willi
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Vortrag: Landwirtschaftliche Ernährungssicherung der Zukunft zwischen Klimawandel und gesellschaftlichen Ansprüchen

Ich freue mich, vor den Freunden des Botanischen Garten der Uni Düsseldorf einen Vortrag halten zu dürfen. Ihr könnt auch online teilnehmen. Details findet ihr im Link.

https://www.botanischergarten.hhu.de/veranstaltungen-2024-im-ueberblick/landwirtschaftliche-ernaehrungssicherung-der-zukunft-zwischen-klimawandel-und-gesellschaftlichen-anspruechen

Ich denke, es wird eine interessante Diskussion werden.

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20 Kommentare

  1. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    …Bei uns liegt der Durchschnittsertrag von Gerste bei um die 150 Dezitonnen. Bald nachlesbar im alljährlichen Raifeisen-Erntebarometer. Das illustre immaterielle Weltkulturerbe weiss eben stets zu punkten.

    Pachtzinszahlungen im vierstelligen Bereich – null Problemo innerhalb Realteilungsgebiete. LW eben, wie man sie liebt… 🤩

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  2. Reinhard Seevers sagt

    Die Gerste ist geerntet. 85dt/ha, guter Ertrag auf einem 38er Boden finde ich. Jetzt kostet die Gerste 16,50€/dt…macht 1402€/ha Umsatz. Ziehen wir den Erzeugungs- und Ernteaufwand, die Pacht und den Zinsanspruch ab, bleiben je nach Pachtniveau evtl. gute 200€ hängen. Ist doch super oder? Was machen eigentlich diejenigen, die nur 65dt/ha ernten und 800,-€ Pacht zahlen? Da wäre die Idee eine Blühfläche anzulegen doch angebracht oder…dann hätten wenigstens die Insekten und die Fahrradfahrer etwas davon.
    Leute, Leute….Ernährungssicherung ohne Entlohnung des Ernährers geht nicht. Und Ernährungssicherung ohne Ertrag geht auch nicht….was nun?

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    • Arnold Krämer sagt

      Alles was im Nordwesten über ca. 500 €/ha Pacht/Pachtansatz hinausgeht, muss getragen werden durch die Viehhaltung, Biogas, eine besonders starke Ackerbaukultur oder das Lehrerrinnengehalt der Ehefrau 😎, Quersubvention eben.

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  3. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Sie sollten in ihrem Vortrag auf folgendes hinweisen:
    Unter Punkt Qualität und Hygiene der Mensa der HHU (offenbar betrieben vom Studierendenwerk) steht folgendes:
    “Wir richten unseren Einkauf von Lebensmitteln nachhaltig aus. Entsprechend verwenden wir ausschließlich Fisch aus artgerechter Haltung und bestandsschonendem Fang sowie Zucht. Das Fleisch stammt vorwiegend aus der Region. Teilweise sind Fleischprodukte mit dem Tierwohl-Label ausgezeichnet. Durch eine exklusive Vereinbarung erhalten wir speziell für das Studierendenwerk Düsseldorf produzierte frische Produkte wie Kartoffeln, Spargel, Erdbeeren, Äpfel und auch Milchprodukte direkt vom landwirtschaftlichen Betrieb. Saisonale Früchte werden überwiegend regional bezogen. Zudem setzen wir nach Möglichkeit Bio- oder Fairtrade-Produkte ein”.
    Diese Formulierung lässt alles offen, wenn z.B. Bio zu teuer ist haben die halt auch nicht die Möglichkeit es anzubieten. Und hier müssten ja all die guten Wünsche und Vorsätze auch gelten, oder etwa nicht bei einem Preis von 1,50€ für Studenten und 4,10€ für Gäste?

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    • Thomas Bröcker sagt

      Die wollen überleben als Caterer. Schöner Text, der den Betreibern alles offenlässt und das “Bemühen um Bio und Fairtrade” ans Ende stellt.
      Die Kantine im Bundeslandwirtschaftsministerium hat immer noch keinen Betreiber auf Grund der aberwitzigen Förderungen nach Bio-, vegan und größtmöglicher Vielfalt im Angebot. Die Kantine bei uns im Landesbehördenzentrum hat dicht gemacht, die Mensa der Uni hat voll auf Bio und weitgehend auf vegan umgestellt und verliert die Hälfte ihrer Kunden/Nutzer.
      Die Leute verhalten sich auch bei der Asser-Haus-Verpflegung nicht anders als an der Supermarktkasse. Sie kaufen das was gut schmeckt und nicht zu teuer ist. Es gibt letztlich auch keine besonderen Geschmackserlebnisse, nur weil die Rohstoffe Bio sind.
      Irgendwie fällt auch dort die letzte Bastion und letzte Hoffnung der Bio-Schiene in sich zusammen.

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      • Reinhard Seevers sagt

        https://www.tagesspiegel.de/potsdam/landeshauptstadt/trotz-hilferuf-per-newsletter-potsdams-vorzeige-schweinemast-sauenhain-ist-insolvent-11953199.html

        “Es fehle die notwendige Struktur kleinbäuerlicher Landwirtschaft, sagte er 2019 den PNN. „Eigentlich müsste man einen Schlachter vor Ort haben, Märkte in der Nähe, um die Produkte auf die Straße zu bringen.“ Durch das Online-Verkaufen und Versenden entstehe ein riesiger Vermarktungsaufwand. „Im Prinzip ist es Arbeit für zwei, ernährt aber nur einen.“ Die Website ist aktuell nicht mehr erreichbar.”

        Am Ende ist es, wie wir immer gesagt haben: its the money, stupid!

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        • Limes sagt

          “Eigentlich müsste man einen Schlachter vor Ort haben, Märkte in der Nähe, um die Produkte auf die Straße zu bringen.“
          Märkte in der Nähe??? Der Betrieb liegt doch nahe bei Potsdam und Berlin (zusammen ca 4 Mio Einwohner) mit ausgesprochen zahlungskräftigem Publikum das Wert auf regionale Produkte und Tierwohl legt wird uns aus diesen Kreisen rzählt und geschrieben. Schade für den Betrieb.
          Gell ist offensichtlich schon ein Unterschied zwischen schwätzen und selber handeln.

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        • Arnold Krämer sagt

          Die großen Kritiker der Schweinehaltung essen kein Schweinefleisch, wenn sie überhaupt Fleisch essen. Und wenn die betuchte Kundschaft Schweinefleisch kauft, dann immer nur die edelsten Teile. Und der Rest in die Edelbratwurst zum Grillen beim Golf?

          Medien und Politik machen dem Volk und sich selbst etwas vor und viele fallen darauf rein. Das alles kostet Wohlfahrt und macht in der Summe ( es gibt ja viele “Spielwiesen) das Land arm.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Heute auf DLF zweimal ein Beitrag zur Volgelgrippe und der möglichen Verbindung zu Fleisch vom Rind, Milch….und die Frage an die Wissenschaftlerin ob ein Überspringen auf Schweine auch möglich sei.
            Und eine Verknüpfung zur Massentierhaltung und der in Deutschland vorwiegend bäuerlichen Haltung usw., usw. Ängste schüren, wo es nicht nötig ist und im Hintergrund das böse Fleisch gleich mit abräumen. Das Feld der Veganisierung wird weiter intensiv beackert. 💪

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  4. Frank sagt

    Sorry, fürs Hören solcher Vorträge hab ich keine Zeit … und ich wüßte auch gar nicht, was damit bewirkt werden soll, gerade wenn sowas behauptet wird wie:
    “die Biodiversität fördern – eine eigentlich originäre Tätigkeit des Landwirts”
    Ich dachte da gäbe es Zielkonflikte, die die Biodiverstität schon oft genug verloren hat.
    Wird da etwa eine originäre Tätigkeit nicht erledigt?

    • Arnold Krämer sagt

      “Als Konsument kaufen Sie im Supermarkt die Produkte, die von den Landwirten auf der ganzen Welt produziert wurden.”

      Auch dieser Satz in der Einladung der Uni irritiert und ist bis auf Eier, Obst und Gemüse eigentlich fast immer falsch.

      Gerade läuft in SAT 1 ein Lebensmittelvergleich der Discounter, der eindeutig zeigt, dass die Rohstoffe der Landwirte industriell für den Verkauf in den Supermärkten aufbereitet werden. Es sind NICHT die Landwirte, die z.B. das Brot für 1,69 € bei Aldi produzieren.

      Weil der Bauernverband aber jahrzehntelang behauptet hat, die Landwirte würden Lebensmittel produzieren, wurden/werden auch alle Skandale des Sektors, im vor- wie im nachgelagerten Bereich, bei den Landwirten abgeladen. Und mittlerweile taugt ja auch schon die reine Rohstoffproduktion nicht mehr, angeblich tierquälerisch, umweltverschmutzend, vergiftend.
      Eine verfahrene Situation!
      Vielleicht kann Bauer Willi aber doch etwas Klarheit in eine Diskussion bringen, in der die Landwirte ständig auf der Anklagebank sitzen und Vorwürfen ausgesetzt sind, die teils berechtigt, mittlerweile m. E. überwiegend unberechtigt die Politik zu immer weitergehenden Eingriffen in die Produktions- und Verfahrenstechnik der Agrarerzeugung “nötigt”, so dass demnächst die Agrarrohstoffe noch mehr aus dem Ausland bezogen werden müssen.

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    • Bauer Willi sagt

      Landwirte wollen keine Biodiversität auf dem Acker.
      Das werde ich im Vortrag auch sagen.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Das kommt im Beitrag des NDR anders rüber. Der Biobauer hat ein sauberes Lupinenfeld. Am Rand blüht und wächst die Natur, die er ohne Subventionen freiwillig geschaffen hat. Dieser 1ha ist medienwirksam von Gutmenschen zusammen mit dem DBV angelegt worden. Die Botschaft ist gesetzt. Die Konvies müssen zum Guten gezwungen werden, die BIOS machen es freiwillig.☝️

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        • Sonnenblume sagt

          Wenn der NDR gewollt hätte, hätte er mit Sicherheit auch einen konventionellen Betrieb finden können, der unentgeldlich was für die Natur macht. Aber man muss es wollen! Konvi ist beim NDR eh nicht angesagt.

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  5. Frikadellen piet 45 sagt

    guten Abend dann freue ich mich auf deinen Vortrag bin sehr gespannt was darüber kommt und vor allen Dingen was du erzählst über den Klimawandel den es ja eigentlich schon seit Jahrmillionen gibt

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