Bauer Willi
Kommentare 45

Verwaltungsvereinbarung Dürrehilfe

Nur so, zur Kenntnis. Ab Seite 13 seht ihr die Aufstellung, die jeder Betrieb für den Antrag auszufüllen hat. Vorher sollte sich der Antragsteller aber klar machen, ob er überhaupt berechtigt ist. Das steht auf den Seiten davor.

Man darf gespannt sein, wer diesen Antrag überhaupt stellt. Wie werden die Medien berichten, wenn aufgrund des komplizierten Antragsverfahrens kaum jemand die Gelder abruft? Wie glaubhaft ist dann die Forderung des DBV nach einer Milliarde an Dürrehilfe?

Hier die Verwaltungsvereinbarung als PDF (zum Öffnen klicken)

Euer Bauer Willi

 

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45 Kommentare

  1. Ohne die missliche Lage durch Ernteausfälle relativieren zu wollen:

    Was bitte ist so kompliziert an der Darlegung? Man muss doch zeigen, was man jetzt erlösen konnte (Produkt aus Menge und Preis/Mengeneinheit) und was man vorher erlöst hat (3 Wirtschaftsjahre aus 5 ohne die Höchstwerte. Unter Anwendung von Grundrechenarten.

    Die Daten müssen natürlich vorhanden sein. Wenn ein Bauer diese Daten nicht hat, dann kann er selbst nicht wissen, welchen Ausfall er hat. Tut mir leid, dann muss die Hilfe eben Hartz 4 heißen, das gibt es ja auch noch.

    Jetzt bin ich wieder der böse. Aber es sind schließlich auch meine Steuergelder, für deren Auskehr das Ausfüllen eines Bierdeckels doch das Mindeste ist.

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      • Ja natürlich. Es sei denn, die Pachteinnahmen sind zu hoch und die Kreditbelastung zu gering, es ihm also finanziell nicht schlecht genug geht.

        Ich hätte wirklich gern erläutert, was so schlimm an diesem Formular ist. Ein Formular, oh ein Formular, welch Erpressung. Nein, oder? Ich bin ganz Ohr, es erklärt sich für einen Nichtlandwirt nicht von selbst, dass es schwer sein soll, diese Daten zusammenzutragen. Auf den ersten Blick sieht es nämlich sehr einfach aus.

        Aber manchmal unterschätzt man Dinge und bei näherer Betrachtung sind sie komplex. Kenne das nur zu gut.

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        • Bauer Willi sagt

          @AdT
          Ja, es sind Steuergelder. Deine und meine und deshalb hat der Staat auch ein Recht, die Daten abzufragen. Wenn man nicht jeden Tag mit dem Steuerberater spricht, ist es in der Tat schon etwas schwierig, die Daten zu beschaffen. Beispiel „Cash flow III“. Bisher habe ich diese Daten so nicht ermittelt, muss mich also schlau machen, wie ich an diese Zusammenstellung komme.
          Anrechnung des Privat-Vermögens: klar, wer viel davon hat, soll das jetzt in den Topf werfen. Ist bei der Pflege genau so: Wer ein Häuschen sein eigen nennt, muss das u.U. verkaufen, um die Senioren-Residenz (früher Altenheim) bezahlen zu können. Geht nicht anders.
          Für ostdeutsche Betriebe gibt es eine Schwierigkeit: Wenn die Agrargenossenschaft z.B. 100 Mitglieder hat, muss das Privatvermögen der 100 Mitglieder ermittelt werden, um die Bedürftigkeit festzustellen. Das wird ein Spaß! Wenn da einer nicht mitmacht, kann der Antrag nicht gestellt werden. Ein anderes Beispiel: wer einen Trecker für 100.000 € auf Pump gekauft hat, hat Schulden. Logisch. Wer den Trecker geleast hat, hat die nicht. Blöd. Er bekommt u.U. nichts, während derjenige, der sich verschuldet hat, schlechter dasteht (im Sinne des Antrages besser)
          Das waren nur ein paar Kleinigkeiten, sonst wird es zu lang. Mein Fazit: zum guten Schluss bekommen die Falschen das Geld. Ein Kommentator in top agrar hat mal geschrieben: Die Dürre-Hilfe ist Insolvenzverschleppung. Sehe ich ähnlich, auch wenn man mich dafür jetzt steinigt.
          Bauer Willi

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          • Danke. Ja, das mit dem Privatvermögen ist etwas schwieriger. Hört sich in etwa so unangenehm an wie Scheidungsrecht.

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          • Der Brandenburgbauer sagt

            Moin Willi, wo Du Recht hast , hast Du Recht,mit der Insolventzverschleppung triffst Du den Nagel auf dem Kopf.

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        • AdT,
          ein Bauer der Pacht bezieht, ist kein Bauer mehr, weil er nichts anbaut, höchstens ein Ehemaliger und kann auch keine Dürrehilfe beziehen.

          Und diese Dürrehilfen gleicht nur die die Ernteausfälle wegen der Dürre in diesem Jahr aus, damit der Betrieb weitergeführt werden kann, das kostet ja auch.

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  2. maximilian sagt

    Wenn meine Existenz gefährdet wäre, würde ich sofort den Antrag ausfüllen. Schließlich gibt es Geld vom Staat geschenkt!
    Vielleicht sind aber die Dürreschäden nicht so groß wie der Bauernverband vorausgesagt hat, bevor sie Ernte vollständig eingebracht war. Da steckt wohl viel Eigennutz der Verbandsfunktionäre dahinter, die als Großagrarier ordentlich Kasse machen.
    Eigentlich sollte man meinen die Bauern sind fit im Ausfüllen von Anträgen, die Geld ohne Gegenleistung bringen; siehe jährliche Mehrfachanträge für die Flächenprämien; darüberhinaus gibt es ja – zumindest in Bayern- staatliche Landwirtschaftsämter, die beim Ausfüllen von Anträgen willfährig zu Hand gehen.

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    • Schmeckt gut sagt

      Maximilian, hör auf hier so „rumzukotzen“, das nervt einfach nur. Mir ist schon klar, dass du nur provozieren willst. Muß trotzdem mal gesagt werden. Der DBV hat mehr als unglücklich agiert – stimmt. Aber nicht die Möglichkeit, diese existenzsichernde Hilfe zu erhalten, ist der „Skandal“, sondern die Ausgestaltung der Bedingungen mit dem Ergebnis, dass nichts ankommt, der Weg dahin und dass es dann noch Personen gibt, die nichts besseres zu tun haben, als noch in der Wunde zu bohren.

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    • Ottmar Ilchmann sagt

      Leider ist der Schaden sogar noch größer als vorausgesagt, zumal die Trockenheit weiter anhält und sich bereits negativ auf die Ernte des nächsten Jahres auswirkt. So konnten viele Winterfrüchte nicht wie gewohnt ausgesät werden, und wo sie gesät wurden, ist der Erfolg sehr ungewiss.
      Es geht auch gar nicht um den Antragswust, den sind wir in der Tat gewohnt, sondern darum, dass durch die Antragsvoraussetzungen bereits viele Betriebe trotz hoher Dürreschäden ausgeschlossen werden.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Bei ihrer Intelligenz wäre es sich nicht passiert, wie einem südbadischen Landwirt, der den Kanalschacht nicht herausgerechnet hatte. Sie hätten einen genauen Überblick über jede Kleinigkeit.

      http://www.landwirtschaft-mlr.baden-wuerttemberg.de/pb/MLR.Foerderung,Lde/Startseite/Gemeinsamer+Antrag/Formulare+_+Merkblaetter+_+Informationen+zum+Gemeinsamen+Antrag+2018

      Nur bei sechs der insgesamt 4.128 Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern lag nachweisbar Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit vor.

      http://www.agrarunternehmensrecht.de/html/98_3_1999_.html

      Zu meinen Söhnen habe ich immer gesagt, macht was anderes als Landwirt, wenn das nicht klappt, könnt ihr immer noch von HarzIV leben, dann pinkelt ein maximillian euch nicht an das Bein.

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  3. Bothe Christian sagt

    Solche Staatshilfen gibt es in den USA ohne Imageschaden…Das nenne ich Fürsorge des Staates für ihre Farmer aufgrund der Witterungsumbilden~8Mrd.Euro! Wir diskutieren über die Verteilung von 340 Mill.Euro…Lachhaft,auch wenn es dort andere Dimensionen betrifft.Man sieht also den Stellenwert der LW in der vielgescholtenen Trump Administration, und das gibt’s auch für Nichtwähler von Trump…

    Topagrar.com – Lesen Sie mehr auf: https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-USDA-will-4-8-Mrd-USD-an-Farmer-auszahlen-10024629.html

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      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin Ehemaliger Landwirt, ich würde es noch trastischer formulieren.
        Deutschland und besonders viele Verbraucher die uns tagtäglich mit Ihren Beschimpfungen was unsere Wirtschaftsweise betrifft, in den „Arsch“ treten, haben von uns Landwirten die „Schauze voll“ Meine persönliche Wahrnehmung, die ich Tag für Tag bestätigt bekomme.
        Die Forderung an uns, öffnet Euch entlich der Bevölkerrung damit Sie Euch besser versteht, ist ein Argument, welches wir bereit sind zu erfüllen und auch tun , die Reaktion in der Mehrzahl der Fälle ist fastNull.

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  4. Hartmut Keller sagt

    Da wird auf jeden Fall die Bürokratie mehr Geld verschlingen, als letztendliche an Landwirte ausgezahlt wird. Die deutsche Landwirtschaft ist schon lange nicht mehr Systemrelevant, aber deren Bürokratie!

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  5. Arnold Krämer sagt

    Einfach, so wie sich das fast alle Bauern wünschen, geht nicht (mehr). Dagegen sprechen
    1. das Rechtsempfinden
    2. das schon vorhandene Geflecht (Dickicht) europäischer und deutscher Rechtsvorschriften
    3. die Computertechnologie (alles ist machbar, man muss ja nur auf den Knopf drücken, schon sind die paar Zahlen verfügbar.

    Punkt 3. lässt die Verwaltungen immer maßloser werden. Alles ist machbar und in das System 0 oder 1, richtig oder falsch, quetschen. Aber diese digitale Wirklichkeit passt oft nicht zur bäuerlichen Wirklichkeit und Erfahrungswelt. Stichwort: „der grüne Daumen“

    Fazit: Die Bauern sollten nicht mehr nach dem Staat rufen, der Staat sollte den Sektor aber auch „in Ruhe lassen“ (ein frommer, aber vermutlich unerfüllbarer Wunsch, weil gerade auch soviel aus der Biolandwirtschaft nach dem Staat und der „Staatsknete“ rufen).

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      • Arnold Krämer sagt

        Nein, die aber ganz besonders, weil damit die Bio-Lebensmittel einigermaßen bezahlbar bleiben auch für die Menschen, die mit ihrem Geld ein wenig sparsamer umgehen müssen und trotzdem ihr Gewissen entlasten möchten. Sie wissen doch, die Staatshilfen werden durch die Kunden der Landwirte (das sind weit überwiegend die Verarbeiter der Öko-Rohstoffe) in die Erzeugerpreise für die Landwirte eingepreist.

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        • Ottmar Ilchmann sagt

          In dem Zusammenhang, den wir hier diskutieren, hat Herr Rukwied nach Hilfe gerufen, und der ist kein Biobauer. Ich pflege ja auch gerne Feindbilder, aber die Fakten sollten schon stimmen.

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          • Arnold Krämer sagt

            Ich habe aber für die weitere Zukunft formuliert und da ist agrarverwaltungstechnisch „Schlimmes“ zu befürchten. Immer weniger Landwirte , aber immer mehr Kontrolleure und „Erbsenzähler“. Es geht nicht um Feindbilder, sondern um Wirtschaftsfreiheit und darum, ob Landwirtschaft Teil der marktwirtschaftlichen Ordnung bleibt und damit leistungsfähig und effizient und nicht zum Almosenempfänger verkommt.

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            • Ottmar Ilchmann sagt

              Ich war gerade bei Kollegen in der Schweiz, dort wurde das System der Direktzahlungen mittlerweile perfektioniert, wobei sich die Bauern trotz der hohen Bezüge sehr unwohl fühlen. Insofern haben Sie schon recht, ich würde das aber nicht festmachen an Bio oder konventionell.

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            • Schmeckt gut sagt

              Herr Ilchmann, viele Ihrer Aussagen zu diesem Beitrag teile ich. Allerdings nicht in Bezug auf die Eidgenossen. In der Schweiz läuft glücklicherweise (für unsere geschätzten Kollegen) einiges anders. Uns Bauern würde dieses System gut tun, denn es schützt die heimischen Betriebe, trotz der hohen Auflagen. In D passiert genau das Gegenteil mit ebenfalls hohen Auflagen (nicht ausschließlich vom Staat, auch der LEH stellt immer höhere Standards auf). Wir sind der Marktmacht der Ketten schutzlos ausgeliefert. Mir ist bewußt, dass sie dies ungerne hören, aber wer direkt beliefert weiß, was ich meine. Die Schweizer haben sich vor kurzem gegen eine Marktöffnung für Lebensmittel ausgesprochen – zum Schutz ihrer Standards und auch der Landwirtschaft. Hohen Respekt hierfür. Für D besteht hierfür nicht der Hauch einer Chance, befürchte ich.

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            • Ottmar Ilchmann sagt

              Hallo Schmeckt gut, gerade sind 2 Initiativen, die die Stellung der Bauern in der Schweiz gestärkt hätten, in Volksabstimmungen abgewiesen worden. Die vermeintliche Unterstützung der heimischen Landwirtschaft dort entpuppt sich bei näherem Hinsehen als weniger effektiv als man meint. Auch die Schweizer Politik setzt mehr und mehr auf Weltmarkt und Lebensmitteleinfuhr, dafür bekommen die Bauern eine Vielzahl von Unterstützungen für erwünschte Leistungen, dass es einem schwindelig wird.

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            • Schmeckt gut sagt

              Ottmar, an meinen bisherigen Kommentaren erkennen sie, dass mir der Aufbau eines Feindbildes fremd ist. Wir haben auch viele Hilfsmittel und Sichtweisen des Bioanbaus in unserer Bewirtschaftung übernommen. Es werden leider viel zu viele Hilfsmittel im Bioanbaus als „Heilmittel“ verkauft, die aber nur in der Kasse der Hersteller positiv wirken. Wir nutzen nur die, die bei uns Vorteile bringen. Diese Aussage gilt auch für den Markt, den ich sowohl als Konvi, als auch im Bioanbau als immer instabiler wahrnehme. Diese Instabilität wird durch den weltweiten Handel für den Erzeuger verstärkt und für den LEH verbessert. Die Politik nutzt diese Möglichkeit der billigen Lebensmitteleinkäufe und läßt uns mit immer mehr Auflagen gegen die Wand laufen (auch in der Schweiz). Kann man machen, allerdings darf die Politik sich nicht wundern, wenn die gut ausgebildeten Landwirte irgendwann sagen: mit mir nicht! und aufhören. Hoffentlich rechtzeitig. Unser KnowHow wird sicherlich noch irgendwann gebraucht, ist dann aber verloren. Das sollten wir der Politik genauso mit auf den Weg geben.

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  6. Ehemaliger Landwirt sagt

    Ich werde keinen Antrag stellen,
    weil ich bei meinem Restbetrieb schlicht und einfach keinen Dürreschaden habe.

    Wer vor dem Ruin steht, wird nach diesem Strohhalm greifen und einen Antrag stellen und um die Almosen bitten.

    Die andere Möglichkeit wäre gewesen, der DBV mit ihrem Präsidenten Ruckwied hätte geschwiegen, bzw. hätte darauf hingewiesen, die Bauern wollen gar keine Hilfe wegen der Düngeschäden.
    Ich vermute mal, das hätte auch zu einer Unzufriedenheit geführt.

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    • Christian Bothe sagt

      Imageschaden ist Unsinn.Wer die vom DBV richtigerweise geforderten Dürreschäden reguliert haben möchte,wird auch diesen bedauerlichen Wulst von Formularen bewältigen.

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      • Ottmar Ilchmann sagt

        Der Imageschade, lieber Herr Bothe, besteht darin, dass die allermeisten Betriebe auf die eine oder andere Art die Voraussetzungen nicht erfüllen und keine Hilfe bekommen werden, während in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden ist, die Politik würde schnell und wirksam helfen. Ich wage die Prognose, dass die 340 Mio nicht abgerufen werden, obwohl der Schaden tatsächlich in die Milliarden geht.

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        • Arnold Krämer sagt

          Ich glaube nicht, Herr Ilchmann, dass die Öffentlichkeit im Sommer den Eindruck hatte, hier würde schnell und wirksam geholfen. Dafür waren die Diskussionen um die Forderung des Bauernverbandes in der landwirtschaftlichen und der nicht-landwirtschaftlichen Öffentlichkeit zu kontrovers und auch zu lang anhaltend. Es blieb eher der Eindruck: „Da hat sich die Lobbyarbeit des Bauernverbandes doch wieder ausgezahlt. Die haben eben einen engen Draht zum Ministerium. Den Bauern wird das Steuergeld mal wieder in den A… geschoben.“
          Ansonsten gehe ich auch davon aus, dass das Geld bei weitem nicht abgerufen wird (abgerufen werden kann).

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        • Obstbäuerin sagt

          Wen trifft denn nun der Imageschaden Ihrer Meinung nach, Herr Illchmann? Wenn man sich die Meinung des landwirtschaftsfernen Bürgers zu den Dürrehilfen in Kommentaren diverser Beiträge in den Medien so durchliest, war der Imageschaden der modernen Landwirtschaft schon vorher sehr ausgeprägt. Das hat was mit Bienensterben, Klimawandel, Glyphosat, Flächenprämie – wir brauchen einen Umbau der Landwirtschaft – usw. usw. zu tun. Da sehe ich das eigentliche Versäumnis des Bauernverbandes, der es nicht geschafft hat, den unsachlichen Behauptungen wirksam zu entgegnen.

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          • Der Brandenburgbauer sagt

            Moin Obstbäuerin, gut fomuliert oder wie man so schön sagt ,den Nagel auf dem Kopf getroffen. Weiter so ,Deine Kommentare haben Substanz,Inhalt und sind aus meiner Sicht überzeugend. Kann man nicht von allen behaupten

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            • Obstbäuerin sagt

              So ein Lob am späten Abend tut gut, Brandenburgbauer. Erholsame Nacht, bis morgen.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Möglicherweise hätte die Bevölkerung gar nicht mitbekommen,
          dass das Sommerwetter bei der Landwirtschaft Schaden hervorruft.

          Wenn ich die Formulierungen so ansehe, die wurden so formuliert, dass nur wenige eine finanzielle Hilfe bekommen. So kann man es auch machen

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        • Mark Rössler sagt

          In „der“ Öffentlichkeit entstehen viele Eindrücke,
          würden einige Interssenverbände, NGOs, die Grünen samt Medien die Landwirtschaft nicht als industriellen Buhmann hinstellen, dann hätte es ein anderes Echo gegeben.
          Mittlerweile ist es schlicht egal was der DBV sagt, es wird von gewissen Seiten einen reflexartigen Aufschrei geben, man ist ja grundsätzlich empört.
          Das ist man ja satt und demonstriert das dann gemeinsam.

          Was hat die AbL unternommen, um deren Mitglieder, die auf Dürrehilfen angewiesen sind, zu unterstützen?
          Gerade für Futterbaubetriebe hätte ich mir einen breiten Schulterschluss aller Landwirte und Verbände gewünscht, damit genau solche Anträge nicht kommen.
          Die Kreisstellen wussten schon was kommen wird, war mit der Fluthilfe damals nicht anders, damals noch „freiwillig“ vom Staat gewährt und groß kommuniziert, Zu über 80% sind alle Anträge abgelehnt worden und nur sehr wenig der angekündigten „Hilfe“ ist geflossen.
          In Zukunft sollte man wirklich darauf verzichten und das eben als einen Teil des Strukturwandels hinnehmen.

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          • Die AbL hat viel unternommen, Herr Rössler! Eine unserer Presseerklärungen zur Dürre wurde auch hier im Blog gedruckt. Siehe AbL-Homepage, PM vom 30.07., 07.08., 21.08. und 22.08.. Wir haben darauf hingewiesen, dass staatliche Dürrehilfe eben nicht die Lösung sein kann, sondern ein „Einpreisen“ von Mehraufwand, Mehrkosten und Mindererlösen in die Erzeugerpreise einzig und allein im Stande wäre, die Verluste wenigstens annähernd auszugleichen. Gerade für die Futterbaubetriebe trifft das zu, 5 Cent mehr Milchgeld hätten mehr gebracht als jede Dürrehilfe. Aber Preispolitik ist ein Thema, aus dem sich der Bauernverband leider schon vor vielen jahren verabschiedet hat, und mit ihm seine Freunde in der Wertschöpfungskette, sprich genossenschaftliche Verarbeiter und Vermarkter. Die Politik ist in dieser Frage den Vorschlägen des Bauernverbandes gefolgt, mit den Folgen, mit denen wir uns hier gerade beschäftigen.

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            • Mark Rössler sagt

              Ja, die bösen anderen und der DBV…
              Soweit mir bekannt, ist die AbL auch mit den Discountern im Boot.

              Ich frage mich, ob Ihr das wirklich glaubt oder absichtlich mit solchen Forderungen immer wieder auftaucht.

              Es ist/wäre zwar wünschenswert mit den Preisen, keine Frage.
              Die aufnehmende Hand zahlt aber den Marktpreis, wie wollte Ihr den heimischen Markt schützen, wenn die nicht bereit sind über den Marktpreis zu zahlen? Grenzen schließen?
              Was in Australien zum Teil funktioniert, ist in Deutschland noch lange nicht umsetzbar.

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            • „Was in Australien zum Teil funktioniert, ist in Deutschland noch lange nicht umsetzbar.“
              Ganz aktuell wird die europäische Stahlbranche massiv vor Billigimporten aus Drittländern geschützt. Einen solchen Schutz hat man den Bauern mit Hinweis auf Freihandel als quasi unumstössliches Naturgesetz ausgeredet. Und eben auch der DBV.

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            • Bothe Christian sagt

              Und wieder kann ich nur sagen, Herr Ilchmann einfach mal nach den USA und Australien schauen wie man da mit den Farmern in Sachen Dürrehilfe umgeht. Was wir hier mit unseren 340Mill.€diskutieren,ist doch lachhaft und dann noch diesen Auszahlungsmodalitäten… Der Staat hat die gottverdammte Pflicht in so einer Ausnahmesituation zu helfen und das hat nichts mit Insolvenzverschleppung u. ä. zu tun,Bauer Willi. Es geht um unsere Ernährung und Existenz vieler Berufskollegen, welche nicht nur im Nebenerwerb wirtschaften…

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      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin @ Christian Bothe, da liegst Du nach meiner Auffassung völlig falsch.
        Die Mehrzahl der Landwirte wir darauf verzichten! Und bitte frage mich nicht warum????????

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        • Christian Bothe sagt

          Trifft nicht auf alle BL zu.Mal sehen…Wer wirklich Hilfe braucht,wird diese auch beantragen,denke ich.

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