Bauer Willi
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Veggie-Flaute?

Wenn die „Zeit“ in der Überschrift zu ihrem Podcast von „Veggie-Flaute“ spricht, so lässt das aufhorchen.

https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-10/wirtschaftspodcast-veggie-wurst-eu-parlament-fleischindustrie

Godo Roeben, ehemaliger Geschäftsführer von Rügenwalder Mühle, der in dem Podcast zu Wort kommt, ist da anderer Meinung. Das verwundert nicht, denn nachdem er das Unternehmen verlassen hat, verdient er sein Geld damit, dass er andere Unternehmen in Sachen vegetarisch und vegan berät.

Fakt ist, dass Rügenwalder trotz Flaute im Umsatz mit fleischfreien Produkten leicht wächst, allerdings sind die Gewinne in diesem Segment nicht gerade berauschend.

https://www.agrarheute.com/tier/ruegenwalder-waechst-trotz-veggie-flaute-so-behauptet-branchenprimus-636481

Im nachfolgenden Link beschäftigt sich Tichy´s Einblick mit dem gleichen Thema und nennt auch Geschäftszahlen von Rügenwalder:  Zitat: „Im Jahresabschluss 2022 wurde ein Rückgang des Betriebsergebnisses um 90 Prozent auf rund 1 Million Euro verzeichnet, das Jahresergebnis schrumpfte sogar um 92 Prozent auf etwa 690.000 Euro.“

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Weitere Informationen

 

Der „Focus“ hinterfragt, wie es mit den gesundheitlichen Aspekten von Fleischersatzprodukten aussieht.

https://www.focus.de/gesundheit/sind-fleischersatzprodukte-gesuender-als-ihr-original_a17ab055-cefa-4996-8d2a-662cc1ab881f.html

Zitat aus dem Artikel:

„Die gesundheitlichen Vorteile von veganen Alternativen

Kurz und knapp. Keine. Dafür existieren keine wissenschaftlichen Beweise. Die Gesundheitsförderung ist daher weder ein Kauf- noch Werbeargument. Es geht hier rein um das gute Gewissen im Sinne von „heute habe ich kein Fleisch, dafür eine pflanzliche Sonnenblumenhack-Bolognese gegessen“. Wichtig ist, dass die Produkte schmecken und man sie gut verdauen kann, das heißt sie müssen verträglich und lecker sein. Darauf kommt es an.“

Dem ist nichts hinzuzufügen. Die Diskussion um die Bezeichnung von Fleisch-Alternativen finde ich Wortklauberei. Von mir aus kann das Tofu-Schnitzel weiter so heißen, es gibt Wichtigeres zu klären.

 

(Aufrufe 2.026 gesamt, 1 heute)

37 Kommentare

  1. Georg Z. sagt

    Ich bin seit 38 Jahren Vegetarier (nicht: vegan, inkl. Milchprodukte & Fisch). Ich denke, in den 38 Jahren habe ich niemanden versucht, zu „missionieren“.
    Das Leben ist heute deutlich einfacher für mich: Früher war es für mich nicht unüblich, im Restaurant zu fragen: „Können Sie mir einfach Bratkartoffeln machen, aber bitte ohne Speck?“. Heute ist fast überall auf der Speisekarte etwas zu finden. Heute kann ich – u.a. auch dank Rügenwalder – einfach ein paar Veggie-Würste im Supermarkt kaufen und zum Grillen mitnehmen.
    Mir wäre lieb, wenn wir alle etwas gelassener sein könnten. Rügenwalder hat sich eine Nische für die Marktführerschaft gesucht – nichts weiter. Sie wollen m.W. niemandem sein Geschlecht, seine sexuelle Ausrichtung oder eine politische Meinung aufdrängen (da gibt es andere Protagonisten am Markt). Und viele „Vegetarier“ wie ich haben einfach für sich mal eine Entscheidung getroffen (oder: „sich eine Angewohnheit zugelegt“). Für mich müssen auch nicht mind. 50% der Gerichte bei der Deutschen Bahn vegan sein – 1 oder 2 Optionen reichen.
    Lasst uns doch bitte nicht jede Frage politisieren! Dass es nur ein wahres, richtiges Leben gäbe und jede Abweichung davon Häresie sei, ist doch die Doktrin & Praxis der Linken!

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    • Reinhard Seevers sagt

      Sehe ich ähnlich Georg. Leider ist aufgrund des ökonomischen Systems eine schleichende Bevormundung entstanden. Fernsehwerbung, Werbung auf socialmedia, Printwerbung etc. suggerieren, dass das Leben sich verlängert, wenn man dieses gesundes Lebensmittel; egal ob vegan, glutenfrei oder was weiß ich noch alles zu sich nimmt. Es ist eine ubiquitär vorhandene moralisch aufgeladene Dauerbefeuerung. Wenn nur 1% der Bevölkerung unter einer Glutenunverträglichkeit leiden, muss dann beim Bäcker jedes Produkt mit dem Label „Glutenfrei“ versehen werden? In meinen Augen lassen wir uns krank reden und dafür „gesund“ zahlen…..its the economic stupid.

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        • Reinhard Seevers sagt

          „Der ausgesprochen niedrige Natriumgehalt macht VILSA Bio-Mineralwasser zur milden Erfrischung:
          classic, medium, naturelle und leichtperlig
          Garantierte Bio-Qualiät
          Natriumarm
          Vegan…“

          Vilsa hat die Dekadenz und Volksverblödung zur Vollendung gebracht. Man muss sich unbedingt deren Weltrettungs-Website ansehen, dann sieht man, wie weit die wokeness diese unsere Welt verändert hat.

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  2. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Gestern auf der Allerheiligen Kirmes in Soest (nennt sich immerhin „größte Altstadtkirmes Europas“):
    Stände mit Fleischverkauf und -verzehr in allen Varianten ohne Ende, Vegan Angebote gab es auch, muss man aber suchen.

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    • Wenn es angenommen wird, dann ist es ein Zeichen, dass der Mensch Hunger nach Fleisch hat,
      dass es in ihm evolutionär so angelegt ist.

      Bei einem mehr, bei dem anderen weniger.

  3. Rolf Sieling sagt

    Im Netto Prospekt war Werbung für den Backshop gestern. „ Das Mehl kommt aus einer deutschen Mühle“. Welche leckeren Rohstoffe werden noch von der Industrie verarbeitet? Die Tiere können ungenießbares Futter oder schlechtes Wasser veredeln. Ich bin mir auch absolut sicher, das Niemand genau diese Mischung aus Proteinen, Mineralien, Spurennährstoffen oder Antikörpern nachbauen kann. In Eiern, Fleisch, Fisch fließen alle Umwelteinflüsse ein, meistens im positiven Sinn.

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  4. Stadtmensch sagt

    Zum Thema fällt mir nur das hier ein: Cerrone – Supernature (feat. Beth Ditto) (Alan Braxe Remix)

    Once upon a time
    Science opened up the door
    We would feed the hungry fields
    ‚Til they couldn’t eat no more
    But the potions that we made
    Touched the creatures down below
    And they grew up in a way
    That we’d never seen before
    Supernature, supernature
    Supernature, supernature
    Supernature, supernature
    Supernature, supernature
    They were angry with the man
    ‚Cause he changed their way of life
    And they take their sweet revenge
    As they trample through the night
    For a hundred miles or more
    You can hear the people cry
    But there’s nothing you can do
    Even God is on their side
    Supernature, supernature
    Supernature, supernature
    Supernature, supernature
    Supernature, supernature

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  5. Nicolai Asmussen sagt

    Moin vom Fjord
    @Bauer Willi
    Warum sollte Herr Roeben die Wahrheit sagen?

    Wir haben herausgearbeitet, daß Methan zu vernachlässigen ist.

    Aber paßt das in das Konzept des Herrn Roeben.
    Nein.

    Er rechnet seine Kunden etwas faltsches vor.
    Mit vollem Methan.
    Das verzerrt die Rechnung in erheblichem Maße.
    Es hat Einfluß auf Preisgestaltung und Einkauf (eigene Angaben).

    Ich sehe persönliche Vorteile für Herrn Roeben, als Veggie-Berater.

    Er weiß es garantiert besser, somit ist die Schwelle vom Irrtum zum Betrug überschritten.

    Mach was draus.
    Grüße
    Nicolai

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    • Bauer Willi sagt

      @N.A.
      Als Berater hat man immer persönliche, kommerzielle Interessen. Ist doch logisch.

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  6. Kemetbauer sagt

    In der Überschrift von „Flaute“ fabulieren und zum Ende des Beitrages ständig steigende Zahlen für Herstellung und Vermarktung bringen, das ist wohl typisch für „focus“.
    Ich frage mich allerdings, wo die Kritik an dem Podcast-Beitrag bleibt. Da wird von „,,kein Tier leiden oder sterben musste…“ und „…tierleidfreie Alternative ein guter Grund…“ geschrieben und gemeint ist offensichtlich die Herstellung und der Vertrieb von tierischen Lebensmitteln.

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  7. Rathje Clasen sagt

    Ich hab zu Bundeswehrzeiten soviel Erbsensuppe gesehen , so das es für den Rest des Lebens reicht.
    Erbsen passen eher im Schweinefutter.😁

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    • Nicolai Asmussen sagt

      Moin @Rathje
      Erbsensuppe ist lecker.
      Besonders die mit Fleisch drin.

      In vielen Suppen ist nur Wurst drin.
      Unterschied:
      In Wurst ist Fleisch drin.
      Aber Fleisch ist unverarbeitet.

      Jetzt geh‘ mal nach Flensburg auf den Weihnachtsmarkt.
      „Ist die Suppe mit Fleisch?“
      „Ja, mit Tofuwurst.“

      Infogehalt 0.

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  8. Die Roten sind gut gelaunt und vielleicht gehen die Schweinepreise Mittwoch etwas hoch.

    Nur das zählt und nicht das Baumsterben durch Zeitungen

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      • Ich sehe eine gewisse Materialermüdung für diesen Blog.

        Kein Mensch interessiert sich für Vegan und die Bäume sterben sinnlos für unwichtige Themen wie sie oben im Beitrag zitiert wurden.

        Es ist doch einiges los in der Agrarwelt – von Agrardiesel bis Agrarminister…

        Und hier nur vegane Kost?

        Schmeißen sie mich jetzt raus oder halten sie höflich formulierte Kritik aus?

        P.S.:
        Ach ja, als „die Roten“ bezeichnet man die Schlachter. Diese fragen jetzt nach Schlachtschweinen was ein gutes Zeichen ist und Veganer können Fleischesser nicht aufhalten.
        Unsere Besucher und Einwanderer verputzen im Jahr über 143000 Rinder zusätzlich. Auch deshalb ist das Thema Vegan so out… 

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  9. Arnold Krämer sagt

    Für die Unfreiheit der Verbraucher wird weiter gekämpft.

    So auch am letzten Dienstag in Berlin auf einer Veranstaltung von top agrar zur Geflügelhaltung, auf der auch die parl. Staatssekretärin Breher (gleichzeitig Tierschutzbeauftragtes des Bundes) anwesend war.

    https://www.topagrar.com/gefluegel/tierrechtler-storen-top-agrar-talkveranstaltung-zum-thema-geflugel-20019683.html

    Das Erziehen-Wollen ist den Deutschen ja nicht fremd. Und beim Essen wird es nicht bleiben, wenn…….

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    • Limes sagt

      Krakeeler, heute sagt man wohl KrakeelerInnen gehören zum Veranstaltungbild.
      Der Erfolg gibt ihnen recht schreien, gröhlen und irgendwelche Fahnen mit schlichten Wortfetzen hoch halten reicht, keine Nachrichtensendung ohne KrakeelerInnen Beitrag darauf ist Verlass.

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    • Kemetbauer sagt

      @AK
      Was wollen Sie mit dem link zum Ausdruck bringen? Etwa dass die militante Minderheit für die Argumente einer respektablen Gruppe von Verbrauchern steht? Das sind Randerscheinungen und die sollte man auch so wahrnehmen. Diese Verpeilten sollte man ignorieren. Wenn es zu Störungen kommt, dann sollte auch konsequent gehandelt werden. Vor die Tür setzen!

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      • Arnold Krämer sagt

        Die „Randerscheinungen“ veranlassen trotzdem Politiker, Rahmenbedingungen zu gestalten, die es Landwirten in D sehr schwer oder unmöglich machen, konkurrenzfähig zu bleiben.
        Die Folge sind der Verlust von Einkommen für den ländlichen Raum (nicht nur für Landwirte).
        Auch an diesem Beispiel kann man wieder erkennen, dass städtische Minderheiten gegen den ländlichen Raum arbeiten (nicht nur beim Thema Wolf).

        Ich war in Berlin dabei und habe erlebt, wieviel Geduld und Langmut die top agrar – Redakteure aufbrachten. Erst nach der 4. oder 5. Störung (es waren immer andere, meist weibliche Personen, die nach kurzen Zwischenzeiten mit Trillerpfeifen , Transparenten und auch Redeeinwürfen die Versammlung störten.) wurde eine der jungen Damen von 2 Polizisten aus dem Saal geführt. Danach ging es trotzdem wieder los.

        Sie können das alles über youtube nachverfolgen.
        https://www.youtube.com/watch?v=2Mvi54IE9PE

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        • Reinhard Seevers sagt

          Wie heißt es von linker Seite im Bezug auf Gewalt wiederholt:..“ das Problem sind Männer…“
          In Bezug auf Tierhaltungsgegner und Infragesteller lässt sich das hervorragend umframen:…“das Problem sind Frauen“.
          🥳👉

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        • Nicolai Asmussen sagt

          Moin @Arnold
          Bist Du sicher, daß die 2 Polizisten echt waren?
          Klingt nach einer einstudierten Veranstaltung.

  10. Pälzer Buh sagt

    „Im nachfolgenden Link beschäftigt sich Tichy´s Einblick mit dem gleichen Thema und nennt auch Geschäftszahlen von Rügenwalder: Zitat: „Im Jahresabschluss 2022 wurde ein Rückgang des Betriebsergebnisses um 90 Prozent auf rund 1 Million Euro verzeichnet, das Jahresergebnis schrumpfte sogar um 92 Prozent auf etwa 690.000 Euro.“ “

    Hier der ganze Artikel bei Tichy’s Einblick:
    „Go woke, go broke“: Wie die Rügenwalder Mühle sich selbst abschafft https://share.google/SdC5k5fMClG5dd8E0
    Und wenn man in der Suchleiste „Vegan“ Ein gibt, kommen weitere Spannende Artikel zum Vorschein.

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    • Bauer Willi sagt

      @Pälzer Buh,
      Den Artikel kann man auch lesen, wenn man im meinem Text auf den Link klickt.
      Die ist ein kostenfreier Service. 😎😉

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    • Kemetbauer sagt

      @RP
      Der Lebensmittelmarkt ist nicht nur für uns Rohstofferzeuger ein unerquickliches Betätigungsfeld. Viele der noch übrig gebliebenen Verarbeiter, werden ebenfalls vom Handel gegeneinander ausgespielt. Wer sollte es sich da nehmen lassen, für einen alternativen Markt zu produzieren? Wenn die Rügenwalder da von einigen fast zum Verräter an der Fleischeslust gemacht werden, ist das allerdings mehr als kurzsichtig. Schließlich fahren die Leute zweigleisig und jeder Betrieb, der sich in diesem Wirtschaftsfeld noch erfolgreich betätigt, sollte von uns Erzeugern mit Respekt bedacht werden. Jeder Verarbeiter der aufhört, verschlechtert unsere Vermarktungschancen.

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  11. Nicolai Asmussen sagt

    Moin vom Fjord
    Tierwohl kann auch kein Argument sein.

    Ein Tier was nicht geboren wird, kann sich auch nicht wohlfühlen.
    Geht nicht.

    Bleiben 2 Argumente
    -Geschmack: die Pampe kann jeden gewünschten Geschmack annehmen.
    -Gruppendynamik ‚wenn Du zu uns gehören willst, mußt Du dich auch so ernähren wie wir‘.

    Grüße
    Nicolai

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  12. Reinhard Seevers sagt

    Rügenwalder muss Millionen in die Hand nehmen, um seine Produktwerbung von Veggie-Schnitzel zu Erbsenpampe-Klopps umzudeklarieren. Deshalb haben sich auch alle so dermaßen aufgeregt, es sei doch völlig egal, wie das Produkt bezeichnet würde…..nein, eben nicht egal. Sieht man jetzt ja, dass das Fleischemitat sein „Fleisch“ behalten muss, damit der Normalbürger wenigstens dann und wann mal zugreift. Get woke, Go broke…..

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    • Wenn das Wort so stark wirkt, essen die Leute dann auch HolzhackSCHNITZEL?
      Im Grunde ist die verbale Anmaßung des VLEISCH eben doch eher lächerlich als überzeugend. Wer sich von solchen Wortspielschen animiert fühlt muss ziemlich dümmlich veranlagt sein….aber OK, da gibt’s ja genug von.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Die politische Reaktion, besonders auch vom Hofreiter zeigte dennoch, dass es wehtut und das Klientel irgendwie doch triggert.😄

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    • Nicolai Asmussen sagt

      Moin Reinhard

      Rügenwalder muss Millionen in die Hand nehmen, um seine Produktwerbung von Veggie-Schnitzel zu Erbsenpampe-Klopps umzudeklarieren.

      Buhuuhu…
      Auf Einzelschicksale kann leider keine Rücksicht genommen werden.

      Das Gericht, was du meinst heißt Falafel.
      Sehr schmackhaft.
      Grüße
      Nicolai

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      • Reinhard Seevers sagt

        Hab vor einigen Wochen Falafel bei einem Syrer gegessen….war nicht essbar. OK, vielleicht war die Fachkraft in der Küche nicht ausreichend qualifiziert…kann ja passieren.

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