Bauer Willi
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Unerwünschte Insekten (Video)

Im Naherholungsgebiet unserer Gemeinde wurde neulich mit einem Bacillus thuringiensis-Präparat eine Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners vorgenommen. Allerdings kann dieses Mittel nicht gezielt gegen den Eichenprozessionsspinner eingesetzt werden. Das Bakterienpräparat wird fein zerstäubt auf die jungen Blätter der Bäume aufgetragen und kann dort von allen blattfressenden Insekten aufgenommen werden. Besonders betroffen sind Raupen der Tag- und Nachtfalter. Das Bazillus-Präparat wirkt über den Darm. Es perforiert ihn und dringt dann in die Larve ein, wodurch diese dann abstirbt.

Es kommt beim Bekämpfungszeitpunkt und damit der Wirksamkeit auf das Larvenstadium an. Im zweiten und dritten Larvenstadium ist die Bekämpfung am effektivsten. Zu diesem Zeitpunkt sind auch noch keine Brennhaare ausgebildet. Die Brennhaare können starke allergische Reaktionen auslösen.

https://www.daab.de/blog/2020/06/eichenprozessionsspinner-allergische-reaktionen-moeglich/

Der Weg unter den Bäumen wurde für zwei Tage für den Publikumsverkehr gesperrt. Das Naherholungsgebiet ist Landschaftsschutzgebiet.

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31 Kommentare

  1. Ludwig sagt

    @Seegers
    Wenn wir zwei Tage einen Blackout haben , dann ändert sich die Lage schlagartig. Anfang der Woche hatten wir wieder einen Fastblackout in Polen . Dort ging das größte Kohlekraftwerk der Welt mit gut 3 GW plötzlich vom Netz. Die Einschläge kommen also näher. Das unsere Energiewende und Weltenrettung so nicht funktionieren wird , daß ist doch jedem klar , der sich mit den Rahmenbedingungen beschäftigt hat. Rate jedem einmal beim Amt für Katastrophenschutz im Internet sich mal die Vorsorgeempfehlungen anzuschauen. Ich habe jedenfalls mein Notstromaggregat und schon Voräte angelegt, denn zu allem Übel fallen jetzt auch noch die Lieferketten hier und dort aus. Auch wir Bauern müßen jetzt beginnen schon immer einige Zeit nach vorne zu schauen , daß man dann die Betriebsmittel hat , wenn man sie braucht.

  2. Ludwig sagt

    Bei den guten und schlechten Insekten oder guten und schlechten Pflanzenschutzmitteln geht es doch nur darum ob es Wählerstimmen oder Spenden bringt oder nicht. So einfach ist das. Unsere Untersuchungsämter lassen doch sowieso nur Mittel in den Verkehr bringen , die zigmal geprüft usw. wurden. Es geht doch immer nur darum das die einen die Guten und die anderen die Bösen sind. So haben Politik und NGOs unsere Bevölkerung gespalten und in Angst und Stillsein gedrückt um ihre ideologischen Vorstellungen durchzusetzen . Das Ergebnis des Stillseins werden wir mit Stromblackouts, Arbeitslosigkeit , Wohlstandsverlusten, Abwanderung von Industrie und Eliten, Erhöhung der Steuern und Abgaben usw. erleben. Kann nur den Stillen in diesem Land nur raten bei der Bundestagswahl zu wählen und den Angstmachern die Rote Karte zu zeigen. Nur so werden wir von diesem Elend befreit. In Spanien hat so ein Gegenmodell funktioniert . Dort hat die Wahlsiegerin mit dem Spruch “Freiheit oder Kommunismus ” haushoch gewonnen. Jammern bringt nichts , sondern wählen gehen und damit was ändern. Dann werden wir erleben , wie die politischen Wendehälse plötzlich vorher alles gewußt haben.

    • Reinhard Seevers sagt

      Ludwig, putz deine Glaskugel mal richtig….es ist völlig egal, wer die Macht haben wird.
      Die globale Lage – Wirtschaft, Klima, Soziales, Kriege, Pandemien – zwingt jeder Regierung Anforderungen auf, die dazu führen, dass das Volk nicht aufbegehrt. In einem reichen Land sind dies andere Anforderungen, wie z.B. Sicherheit und Freiheit, Wohlstand und Ökologie. Und die werden eingefordert, egal wer am Hebel sitzt.
      Es gibt kein Wachstum ohne Frieden und keine Wohlstand für alle ohne Lastenverteilung, das ist Fakt.

      • Thomas Apfel sagt

        Selbst der Andi Scheuer fordert eine schnellere Anhebung der CO2 Bepreisung.
        Die überschlagen sich im Moment Alle mit Klima- und Insektenrettung und Rettung vor den pestizidalen Vergiftern, den Bauern.
        BT gegen Prozessionsspinner hat eine größere Breitewirkung als das davor eingesetzte Dimilin, beide schmettern alle Schmetterlinge (bzw deren Kinder – respektive Larven) nieder. BT wirkt noch etwas breiter. Dagegen sind die Neonics “Waisenknaben”.
        Auch wenns aus Bazillen oder Pilzen stammt, die besten und stärksten Gifte kann immer noch die Biochemie der Natur selbst. Aber selbst “Biochemie” als Wort klingt einfach freundlicher als “Chemie”. Dabei sind beides nur Disziplinen zur Erforschung und Beschreibung von Zusammenhängen. #
        Meine Tochter hatte vom Chemie-Leistungskurs beim ABI ein schönes T-Shirt:
        “Chemie ist Leben und Leben ist Chemie”.

        • Andreas Molz sagt

          Leider nur Halbwissen: Neonics wirken bei allen Insekten, also auch Bienen und Räubern und noch in minimalsten Dosen.
          Das ist mit Dimilin und Bti nicht vergleichbar!

  3. Lieschen Müller sagt

    Ich finde es nicht gut, dass in der Öffentlichkeit zwischen “guten” und “schlechten” Insekten unterschieden wird. Vielleicht kann man mehr auf das massenhafte Vorkommen einer Population hinweisen und dann auch Maßnahmen zur Bekämpfung durchführen. Ich erinnere mich sogar an Marienkäfer-Plagen, die den Aufenthalt an Seen (war damals am Balaton) sehr unangenehm machten. Ich frage mich, was die Menschen wollen. Mückenbekämpfung ja (und nicht nur zur Malariaprophylaxe, nein, auch damit man “unbeschwert” am Rhein rumliegen kann) oder Mückenbekämpfung nein, damit die jagenden Vögel und Lurche genug Futter finden. Im Grunde werden hier im Blog immer wieder Wiedersprüche aufgezeigt, für die es keine Lösung, höchstens einen Kompromiss gibt.

    • Reinhard Seevers sagt

      “Im Grunde werden hier im Blog immer wieder Widersprüche aufgezeigt, für die es keine Lösung, höchstens einen Kompromiss gibt.”

      Genau! Aber diesen Streit fechten wir doch täglich aus, wenn der Widerspruch zwischen Versorgung mit Nahrung versus Artenvielfalt geht. Und da ist kein Kompromiss erkennbar, sondern ausschließlich die Forderung nach Abschaffung aller “Pestizide”.
      Aus diesem Grund entstehen dann solche Beiträge, die die Widersprüche aufdecken und offenlegen. Ob das am Ende zielführend ist, wage ich dennoch zu bezweifeln.

      • sonnenblume sagt

        Was bleibt uns sonst, als diese Widersprüche immer und immer wieder aufzuzeigen?

      • Bauer Willi sagt

        Der Artikel beschreibt die Bekämpfung eines Insektes. Mehr nicht. Die Interpretation eines Widerspruchs ist naheliegend. Es obliegt dem Leser, daraus Konsequenzen zu ziehen oder Lösungen anzubieten.

        Meine persönliche Meinung: wer will, dass dieses Insekt (und andere Insekten, auf die die das Mittel wirkt) getötet werden soll (wofür vieles spricht, denn die Allergien sind wirklich heftig), der muss auch tolerieren, dass Landwirte Insekten töten, um Lebensmittel zu produzieren.

        So einfach und doch so schwer.

        • Reinhard Seevers sagt

          “Meine persönliche Meinung: wer will, dass dieses Insekt (und andere Insekten, auf die die das Mittel wirkt) getötet werden soll (wofür vieles spricht, denn die Allergien sind wirklich heftig), der muss auch tolerieren, dass Landwirte Insekten töten, um Lebensmittel zu produzieren.”

          Das ist die Kernfrage…ist das so, dass er/sie das dann tolerieren müssen? Die gleiche Diskussion führen wir doch auch gerade bei der Impfung….sie ist nicht da, die abzuleitende kausale Toleranz.

          • Inga sagt

            Man kann doch die Impfung nicht mit der Behandlung der Bäume im Wald vergleichen!

            Das eine ist persönlicher Schutz und Freiheitseinschränkungen zum Schutz aller Mitmenschen.

            Das andere persönliche Freiheit und Schutz für Tier und Mensch und auch Baum, wenn dessen Blätter nicht gefressen werden.
            Schutz und Freiheit für alle!
            in diesem Falle vielleicht wichtiger als die Biodiversität die uns dieser Spinner an Baum bietet.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Es ist ein Unterschied für was BT eingesetzt wird, gegen die Stechmücke am Rhein, oder den
      Eichenprozessionsspinner, in diesen Fällen ist es gut, wenn der Bauer das Mittel einsetzt, schlecht, ganz schlecht.

    • Inga sagt

      Es geht um Schädlinge und Nützlinge. Im Ackerbau und Forst müssen die Schädlinge bekämpft werden, damit die Nutzpflanzen , die wir Menschen haben wollen gedeihen können. DIE Natur bietet uns vieles, sie muss ja divers sein. Am besten, sie entledigt sich uns Menschen.

  4. Reinhard Seevers sagt

    Man sollte einfach quer denken: Das Risiko eine Allergie zu erlangen kann der Gefahr der Vergiftung von Insekten nacheordnet werden!
    👍🤔 Förderung: Schluss mit Giftspritzen, sperrt einfach die Gebiete, das sind wir der Natur schuldig!

    • Inga sagt

      aber wenn der Spinner dann in die nächste Generation geht?
      Wegen Nichtbekämpfung?

      Das wissen nur echte Pflanzenschützer.
      Egal mit ohne ohne Dr. vorm Name!

  5. Bauherr sagt

    Guten Morgen, ich verstehe die Botschaft diese Beitrages, die auf die Widersprüchlichkeit unser kranken Gesellschaft und noch kränkeren Politik hinweist, aber die Bekämpfung dieser Raupe sollte nicht gefährdet werden. Diese Mittel sind für Biobetriebe zugelassen und so schlimm kann es nicht sein.

    • Annick sagt

      ……man kann auch auf Schafwollmanchetten an den Bäumen setzen, ist halt mehr Arbeit, die geleistet werden muss, für die Allgemeinheit und kostet dann entsprechend.
      Wenn man Insektenschutz betreiben möchte und der Landwirtschaft Auflagen verpasst, sollten die doch dann auch in allen anderen Bereichen gelten.

    • sonnenblume sagt

      Wie würde ihre Beurteilung ausfallen wenn dieses Mittel, identisch, aus dem konvi Bereich käme?

      • firedragon sagt

        Sehr guter Link.
        Bitte mal anklicken “Weinrebe – Kirschessigfliege” und ” Erdbeere – Kirschessigfliege” und bei beiden bei “Wartezeit” lesen …
        Gelesen ?
        Und jetzt stellt Euch ein Erdbeerfeld zum Selberflücken vor, wie die Omma mit dem Enkel am Plücken ist und das Enkelkind am Essen ist …

        • firedragon sagt

          Nachtrag:
          Es ist bei beiden Kulturen egal, ob sie klassisch oder “biologisch” bewirtschaftet werden.
          Spintor wird überall eingesetzt.

        • sonnenblume sagt

          Wie soll man das jetzt bewerten? Frei nach dem Motto: Was mich nicht umbringt, macht mich stärker!?

          • firedragon sagt

            Die Kunst besteht ja darin, nicht nur lesen, sondern sich über Gelesenes Gedanken machen.

            • sonnenblume sagt

              Die Einordnung der Wartezeit erstaunt mich. Andere Pflanzen, Gemüse und Obst, haben eine Wartezeit von 3 – 7 Tagen. Das sind doch alles recht zweifelhafte Zahlen.

      • Bauherr sagt

        Ich habe das aus einer allergischen und egoistischen Position geschrieben, aus Angst, dass dieses Mittel verboten wird.
        Aber die Sorge ist vielleicht unbegründet und die Diskussion zielführend

    • Jochen Böhrer sagt

      Scheinbar ist es doch schlimm. Denn auf dieser Methode (BT) fußen auch GVO Pflanzen. Und die sind ganz arg böse. Da ist regelmäßig die Rede von Wirkungen Nichtzielorganismen. Dabei sterben bei der BT-GVO-Technologie nur die Larven, die als Schadorganismen an den Pflanzen fressen. Bei der Spritzung gegen den Prozessionsspinner und im Biolandbau sterben ALLE Schmetterlingslarven. Da wird kein Unterschied zwischen Feind und Freund gemacht.

      • Inga sagt

        und die Larven?

        Kann man die mit angebrüteten Eiern vergleichen, wo man die Männlichkeit schon festgestellt werden kann, um sie vor dem Leben zu vernichten?

        Die Larven sind noch keine Schmetterlinge.
        Haben sie dennnoch Nutzen?

        Wenn ja, dann muß den Nutzen gegenüber dem Schaden eben abwiegen!

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