Bauer Willi, Video
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Ländlicher Raum – ein Video aus dem echten, wahren Leben

Das nachfolgende Video kann ich mir garnicht oft genug ansehen. Das ist Deutschland.

Und mich macht das auch wütend. Leute, redet nicht von Bürokratieabbau. Machen!!!

Arsch hoch, Verstand einschalten und Rückgrat für pragmatische Entscheidungen. Haltet die nicht auf, die arbeiten und Werte schaffen. Vorschläge unter dem Video.

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Wie das geht?

Entmistet die Verwaltungen! Halbiert die Sitze in Kreistagen, Landtagen und im Bundestag! Jeder Tag, an dem keine neuen Gesetze und Verordnungen geschrieben werden, ist ein guter Tag.

Jeder Antrag, der nach drei Monaten nicht entschieden ist, gilt als genehmigt. Macht Beamte persönlich haftbar, wenn dem Bürger durch vertrödelte Zeit Schaden entsteht. Wirtschaftlichkeits-Berechnungen auch in der Verwaltung! Der Satz “Dafür bin ich nicht zuständig” muss der Vergangenheit angehören. Der Staat ist für die Bürger da, Beamte sind “Diener des Staates”.  Bürger sind keine “Bittsteller”.

Habt ihr noch Vorschläge, wie wir Deutschland wieder nach vorne bekommen?

Corona hat gezeigt, wo die Schwachstellen sind. Was passiert eigentlich, wenn wir eine echte Krise bekommen?

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59 Kommentare

  1. Arnold Krämer sagt

    „Entmistet die Verwaltungen! Halbiert die Sitze in Kreistagen, Landtagen und im Bundestag! Jeder Tag, an dem keine neuen Gesetze und Verordnungen geschrieben werden, ist ein guter Tag.“

    Das Dilemma, in dem sich Staat und Gesellschaft schon seit längerer Zeit befinden, ist leider auf diese Art nicht mehr zu beseitigen. Das hat mehrere Gründe:
    1. der Politikbetrieb ist ein Stück weit zum Selbstzweck geworden und stellt für viele Menschen sogar die Existenzgrundlage der. Eine Teilselbstabschaffung wird es deshalb nicht geben.
    2. Die nationale Politik ist in einem doppelten föderalen System gefangen. Die Selbstbindung über die EU verengt den politischen Gestaltungsspielraum in zunehmender Weise. Die Bundesländer mit unterschiedlichen politischen Ausrichtungen und völlig unangemessener Stimmengewichtung fordern immer wieder Kompromissregelungen, die für das rein Fachliche oft Gift sind.
    3. Zum Bürokratieabbau muss man gesetzliche Vorschriften abschaffen. Das Gegenteil passiert und wird weiter passieren, weil einzelne Interessengruppen oder Gerichte Regelungsbedarf sehen, um mehr Gerechtigkeit, Sicherheit oder was weiß ich auch immer zu schaffen.
    4. Staat und Gesellschaft formulieren immer neue und teilweise auch abstraktere Ziele, ohne dass das dafür notwendige Instrumentarium erkennbar oder angemessen ist oder machtpolitisch auf demokratischem Wege umsetzbar wäre. Wir haben politisch eine Situation, wie sie in einem mathematischen Rechenmodell, das in der Landwirtschaft permanent angewendet wird, erkennbar ist. Bei der Herstellung von Mischfutter für die Tiere formuliert man im Rahmen einer sogenannten linearen Programmierung Anforderungen, die erfüllt werden sollen. Da geht es um Energie-, Eiweiß-, Aminosäuren-, Mineralstoffgehalte und um unterschiedliche verfügbare Komponenten vom Getreide über Rapsextraktionsschrot bis hin zu synthetischen Aminosäuren und Mineralstoffen. Gleichzeitig gibt man vor, dass auch bestimmte Einzelkomponenten einen bestimmten Anteil in der Futtermischung nicht überschreiten dürfen. Je mehr und je differenzierter man Vorgaben macht, umso häufiger kommt es vor, dass es keine Lösung gibt. Der Mischfutterhersteller muss dann die Restriktionen zurücknehmen. In einer absolut vergleichbaren Situation befinden wir uns heute, wenn z.B. neben dem Tierschutz, dem Insektenschutz, dem Immissionsschutz auch noch zusätzlich die Biodiversität, das Klima und die Welt gerettet werden sollen. Dabei gilt das alte deutsche Landwirtschaftsgesetz von 1955 und der EU-Vertrag mit seinen ähnlich formulierten Agrarzielen aber nach wie vor.
    5. Richtig abenteuerlich wird es jetzt, wenn man seitens der Politik versucht, eine marktwirtschaftlich ausdifferenzierte und ziemlich effizient organisierte Volkswirtschaft mit zentralen Verwaltungsvorschriften zu steuern. Erste Beispiele für das, was dabei so alles schief gehen wird, hat die aktuelle Corona-Krise geliefert.
    Manche Zeitgenossen meinen deshalb, nur Krieg oder Revolution könnten die Lösung sein. Die große, an sich notwendige, „unblutige“ Reset-Taste kennt auch niemand, geschweige denn, dass jemand legitimiert wäre sie zu drücken. Alles schrecklich deprimierend und dann ist heute auch noch der SV Meppen aus der 3. Liga abgestiegen.

    • Lady sagt

      “Alles schrecklich deprimierend und dann ist heute auch noch der SV Meppen aus der 3. Liga abgestiegen. ”
      Tja, vielleicht hat das symbolischen Charakter 😀 Der Nordosten feiert den Aufstieg von Hansa Rostock in die 2. Liga.⚽⚽⚽
      ” Richtig abenteuerlich wird es jetzt, wenn man seitens der Politik versucht, eine marktwirtschaftlich ausdifferenzierte und ziemlich effizient organisierte Volkswirtschaft mit zentralen Verwaltungsvorschriften zu steuern. ”
      Abenteuerlich, ja. Leider ist das keine Entwicklung von gestern, auch nicht von vorgestern. Vielleicht hat Corona diese Entwicklung mal plastisch vor unser aller Augen gebracht. Aber für mich ist der Zug schon ziemlich lange auf der falschen Strecke unterwegs. Menschen, Kapital sind beweglich und sie bewegen sich. Boden ist nicht beweglich…

      Das Video stammt aus unserer Region, wenn auch nicht Landkreis Rostock. Und auch hier sind die Zeiten einer eher unbürokratischen Entscheidung lange vorbei. Leider, da war der “Westen” ein miserables Vorbild.
      Mir wäre es übrigens lieber , wenn bei jedem neuen Gesetz schlicht 2 alte gestrichen würden. Und am besten das gleiche Prinzip auch bei den Steuern.

      • Karl Timme sagt

        “Mir wäre es übrigens lieber , wenn bei jedem neuen Gesetz schlicht 2 alte gestrichen würden. Und am besten das gleiche Prinzip auch bei den Steuern. ”
        Es müßte die Voraussetzung sein, um eine neue Vorschrift wirksam werden zu lassen.

        Wie Herr Krämer schon beschrieben hat, wurden schon in der Vergangenheit viele Vorschriften erlassen, deren Ziele schon lange abhanden gekommen sind, die aber immer noch fortwirken. Auf diese Weise kommt es zu immer mehr Zielkonflikten, die mit immer größer werdenden Verwaltungen zulösen versucht werden.
        Einige Bevölkerungsgruppen haben erkannt, das auf diesem Weg und einer entsprechenden Interpretation ein gehöriger Einfluß genommen werden kann. Das hat unteranderem zu einer Überpropertionelen Ausdehnung der Bereiche Umwelt und Naturschutz geführt.

  2. Ludwig sagt

    Ja , es ist eine Krux mit den vielen Gesetzen und Verordnungen. Ich sehe das Problem bei den nicht hilfsbreiten und demutiwirten Mitarbeitern in den Behörden. Man kann auch von Faulheit sprechen. Das gilt aber nicht für die Leute , die den öffentlichen Laden am Laufen halten. Leider weis der normale Bürger aber nicht , wer das ist . So ist mir das am Anfang auch gegangen. Bei meinem ersten Bauantrag stieß auf einen Faulpelz . Den Bauantrag muste ich mit dem Rechtsanwalt zur Bearbeitung bringen. Der sagte mir , daß ich mir für die Zukunft erst einmal einen fähigen Sachbearbeiter aussuchen soll und dann wird es flott gehen. So war es dann später auch. Man fragte sogar nach Terminen und war sehr bemüht mir zu helfen.Leider sind das Ausnahmen, denn auf meinen Personalausweis habe ich im letzten Jahr 11 Monate gewartet. Überall hört man von KFZ-Zulassungsstellen, Standesämtern usw. von langen Wartezeiten. Auch bei unserem Bürgerbüro kann man am Nebeneingang ständig rauchende Mitarbeiter sehen . Ob die wohl ausgestempelt haben ?

  3. Thomas Apfel sagt

    Es hat schon alles zwei Seiten. Das Problem ist, wenn die eine Seite alle Zeit der Welt hat und die andere unter Druck steht aus seinen Investitionen auch Geld zu machen. Schönstes Beispiel in Deutschland ist da wohl der BER. Auch da dürfte Überforderung und Mangel an Abarbeitungs-Zeithorizonten bei der zuständigen “kleinen” Baubehörde des Landkreises eine wesentliche Rolle gespielt haben. Das Unerträgliche an der deutschen Bürokratie sind die vielen Beteiligten mit sehr unterschiedlichen Einstellungen zur Wirtschaft. Der Unternehmer ist, vor allem bei Kommunalverwaltungen mit linker Beteiligung, eher ein Feindbild, denn ein Partner.
    Andererseits sind so halb erteilte Baugenehmigungen ohne Rechtssicherheit auch problematisch. Das sieht man ja gerade an der Tesla-Baustelle in Grünheide. Einerseits bin ich da auch innerlich gespalten, weil ich den “Heilsbringerbonus” als Genehmigungsbeschleuniger bei E. Musk nicht mag. Andererseits ist die Macht der Natur- und Umweltschutzvereine in Zusammenhang mit ihren in den Ämtern stationierten Mitgliedern ein Behinderungskonstrukt, das in der Welt Seinesgleichen sucht.

    Das zieht sich ja mittlerweile durch alle Belange, angefangen bei Pflanzenschutzmittel- Zulassung über sich ständig ändernde Bedingungen beim Stallbau bis hin zu Einzelmaßnahmen, wie der Fällung überalterter Pappeln einer Windschutzpflanzung.
    Da müssen die Bäume auch erst Jemandem auf den Kopf gefallen sein eh sich was bewegt.

  4. Nun ja, die Frage ist eher: Wer entscheidet über die Bürokratie?

    Bürokratie hat seinen Sinn, darunter fallen Grenzwerte und die Kontrolle selbiger, Kartellrecht, der so genannte Mindeststandard bis hin zum Wettbewerbsrecht, Arbeitsrecht usw.

    Statt über Bürokratie zu jammern sollte man genau zeigen, wo es Schikane ist. Wie oft gehen kleine Betriebe hops, wo Großbetriebe und Konzerne extra eigene Abteilungen zur Bewältigung der Bürokratie haben. Bürokratie als Selektionsfaktor, in der Landwirtschaft zur Forcierung des so genannten Strukturwandels.

    Wenn ich dann so was wie Feudalismus höre, sehe ich dahinter nur das Säen von Mißtrauen gegen Staat und öffenltiche Hand.

    Die unsichtbare Hand des Marktes richtet einen Schei*, die Großen fressen die Kleinen noch schneller als jetzt schon, wo wir von Politikern gelenkt werden, die jetzt schon alle möglichen Kontrollinstanzen und Regularien aushebeln.

    Fun Fact: „Satt“ wird von der FDP sogar als Schimpfwort genutzt, der Staat wäre „saat und träge“, schlank und stark wäre die Devise. Also mit WENIGER Personal etc. will man MEHR leisten. Das muß mir erst mal jemand logisch erklären!

    Oder zusammengefaßt:
    Gute Bürokratie kann dazu Beitragen, daß alle Handelspartner auf Augenhöhe zueinander am Markt bestehen können. Sie schafft hohe Standards und schützt die Menschen und Unternehmen.
    Schlechte Demokratie beißt diejenigen weg, die die Politik nicht haben will. Dazu zählen auch kleine Bauernhöfe (Mansholt, Strukturwandel).

    Am meisten schikaniert werden übrigens Hartz-IV-Empfänger. Ein Beispiel ist auch die Steuererklärung. Viele kleine Einkommen mangels Know-how zahlen drauf, weil sie nicht wissen, wie man eine Steuererklärung macht, wo man welche Kosten ansetzen könnte usw. Großbetriebe hingegen freuen sich, wenn die Behörden mangels Personal nicht so genau hinschauen.

    Oder habe nur ich das Gefühl, daß aus Made in Germany gerade Made in China geworden ist, während unser Holz etc. exportiert wird und wir zum billigen Rohstofflieferanten degradiert wurden?

    • Reinhard Seevers sagt

      ” Ein Beispiel ist auch die Steuererklärung. Viele kleine Einkommen mangels Know-how zahlen drauf, weil sie nicht wissen, wie man eine Steuererklärung macht, wo man welche Kosten ansetzen könnte usw”

      Für solche Fälle gibt es seit Jahrzehnten Lohnsteuerhilfe – Vereine! ☝

    • Bauer Willi sagt

      “Also mit WENIGER Personal etc. will man MEHR leisten. Das muß mir erst mal jemand logisch erklären!”

      Mit weniger Personal weniger “leisten”. Es gibt eine Reihe von Richtlinien und Verordnungen, die bei genauer Betrachtung sinnlos sind. Deshalb redet der Gesetzgeber ja auch von Entbürokratisierung. Nur passiert in der Realität nichts.

    • Sabine Norbisrath sagt

      Ja, der hat auch selber Schafe und die Huhns hört man ja im Hintergrund, aber dann beginnt das große rechnen. Man ist ja nicht gleich ein landwirtschaftlicher Betrieb, nur weil man Nutztiere hält und Grünland hat, da muss ja auch irgendwie zwischen Land und Betrieb auch das Wirtschaftliche passen.
      Wer also in D Schafe hat, große Obstbaumwiese bewirtschaftet und Grünland mäht, ist erst ein landwirtschaftlicher Betrieb, wenn er auch gewinnorientiert arbeitet.
      Wenn Du mit deinem Betrieb keine nennenswerten und nachvollziehbaren Umsätze und Gewinne erwirtschaftest, bist Du ganz schnell jemand mit echt aufwendigem Hobby.
      Beispiel: 20 Alpakas, ein paar Rinder in Mutterkuhhaltung mit entsprechendem Futteranbau und Obstwiesen, kleiner Gemüseanbau. Früher war da Milchvieh, ganz früher sogar mal Schweine, aber davon kann in der Größe nun niemand wirklich leben. Jetzt kommst Du aber als schlauer Bauer auf die Idee z.B. mit der Diakonie und Lebenshilfe therapeutisches Gärtnern und tiergestütze Therapie anzubieten. Deine Frau macht vllt. noch ne Zusatzausbildung als Bauernhof-Pädagogin. Ihr schafft noch ein paar Ziegen, Ponys und Eselchen an. Die sind therapiewilliger als Alpakas. Dafür feiern dich die Eltern mit behinderten Kindern in der Presse, weil so ein Angebot auf dem platten Land echt selten ist und Du eigentlich nicht genügend Stunden im Tag hast, um allen, die aus welchen Gründen auch immer, so eine Therapie gut gebrauchen könne, zu bedienen.
      Dann bekommst Du ein Schreiben vom Amt, Du möchtest doch bitte die Stallungen zurückbauen und den alten, von Dir umgebauten Schweinestall einreißen, weil Du kein landwirtschaftlicher Betrieb mehr bist, sondern medizinischer Dienstleister, denn dein Einkommen aus den verschiedenen Therapien ist letzes Jahr höher gewesen als die Einkünfte aus der echten und wirklichen Landwirtschaft. Deshalb sind deine Alpakas auch keine Nutztiere mehr, sondern … also.. ja sie nützen schon was, aber eben nicht mehr in der Urpoduktion und der Schuppen, wo die Tante von der Lebenshilfe drei Tage in der Woche mit Suchtkranken aus deiner Alpakawolle Tücher herstellt, ist dann auch eher irgendwas zwischen Modegeschäft und Fabrik und man überlegt sich noch, welche Arbeitsvorschriften da jetzt gelten und wie viele Toiletten du einbauen müsstest und an welchem Ort, weil im Außenbereich eine Fabrik betreiben geht nicht, auch nicht, wenn die Fabrikarbeiter Patienten sind, die keine Lohn bekommen, sondern Du dafür Geld von der Krankenkasse bekommst. Zudem hast Du versäumt den ganzen Rums richtig an- und umzumelden und weil man sich noch nicht sicher ist, welche Steuern man u.U. von Dir bekommen hätte können, frieren Sie dir erstmal das Konto ein. Fristsetzung 14 Tage. Viele Grüße deine Gemeinde.
      So ähnlich ist es einem Bekannten gegangen. Lösung war alle möglichen Firmen und Vereine zu gründen und für gefühlt 50 kg Verträge, Vereinbarungen und Verpachtungen zu erzeugen, um dann wieder ein landwirtschaftlicher Betrieb zu sein, dem zufällig noch ein paar gGmbHs gehören und der Mitglied in Vereinen ist. Dank dieser papiertechnischen Kniffe, kann man jetzt auch noch richtig Kohle aus Töpfen bekommen, die ein schlichter Landwirt mit Herz für kranke Menschen im Leben nicht bekommen würde und erkennt jetzt ganz viele ganz wichtige Beamte und Politiker, die alle Überstunden gemacht haben, um ihn ins verwaltungstechnische rechte Licht zu rücken. Aber erst nachdem der Elternverein der Kinder, die dort auf dem Hof therapeutisch reiten, ein paar wirklich böse Leserbriefe an das Kreis-Käseblatt geschrieben haben. Honi soit qui mal y pense.

      • Bauer Willi sagt

        Boah eh, da könnte ich schon wieder wütend werden! Genau dieses Denken seitens der Verwaltung finde ich so schlimm. Die überlegen erst mal, was nicht geht und wie man wohl was verhindern könnte.

        In der Landwirtschaft gibt es so viel ungenutzten Raum. Wenn man für jede Nutzungsänderung immer gleich einen Antrag stellen muss, der dann wochenlang irgendwo von einem Schreibtisch auf den anderen geschoben wird, vergeht einem schon die Lust, was Neues anzufangen.

        Wenn man aber die richtigen Beziehungen hat, geht es gleich leichter. Auch das darf doch nicht sein. Ich weiß, wovon ich rede…

        • Reinhard Seevers sagt

          Alles hängt immer mit Menschen zusammen. Im Außenbereich können auch “sonstige Vorhaben” zugelassen werden, wenn keine öffentlichen Belange dagegen sprechen.
          Oft ist es auch die Landw. Seite, die als Träger öffentlicher Belange und Beteiligter im Privilegierungsverfahren “sonstige Vorhaben” verhindern, weil sie für die Agrarseite Nachteile für eine gesicherte Bewirtschaftung befürchtet, Beispiel:

          Umnutzung Hofstelle zu Ferienwohnungen versus Stallgebäude des Nachbarbetriebes.

          • Bauer Willi sagt

            Vielleicht fragen wir Herrn Seevers mal, ob der Hof stehen bleiben darf… Und was die Entscheidung des Landratsamtes mit dem gesunden Menschenverstand zu tun hat…
            Oder brauchen wir den heute nicht mehr???

            • Sabine Norbisrath sagt

              Na, der Knaller ist dann noch, dass in Fall von meinem Bekannten er mit seiner Viecherei auf keinen Fall ins nächste Dorf hätte umziehen dürfen, weil das eben nicht mehr einen überwiegend landwirtschaftlichen Charakter mehr hat, weil man da in den 70igern alle Bauern in den Außenbrereich ausgesiedelt hat und man gerade bei den von den Kindern heiß und innig geliebten Eselchen eine zu hohe… jetzt kommts: Geräuschemission erwartete. Der Klopper. Wir müssen übrigens dringend Esel retten. Das ist eine total gefährdete Nutztierart, aber wenn Du sie im Außenbereich hälst und was sinnvolles damit machst, bist Du kein Bauer mehr und wenn Du mit den Viehchern ins Dorf willst, gefährden deine nicht-mehr-wirklich-Nutztiere die Umwelt mit ihren Lebensäußerungen. Da sucht man die versteckte Kamera.

              • Reinhard Seevers sagt

                Der Erhaltungswille einer alten Nutztierrasse (Esel, echt jetzt) kann wirklich nicht mit dem Privilegierung – Argument rechtfertigt werden….
                Und der Schutz der Anwohner im Dorf gegenüber “ortsunüblichen” Gerüchen und Geräuschen ist dem Umstand geschuldet, dass sich Landwirtschaft und Gesellschaft in den letzten 40 Jahren geändert haben. Wer soll da Schuld sein, wenn nicht das ganze ,Volk mit seiner Entwicklung

                • Sabine Norbisrath sagt

                  Ja, und der Staat hilft ihm jetzt sogar dabei. So geht das. Es gibt nämlich sowohl auf EU-Ebene, einen Erhaltungsplan für seltene Haustierrassen, als auch auf Bundes- und Landesebene.
                  Esel sind übrigens auch förderungswürdig, wenn sie ihre besondere Fress- und Wälztechnik auf sonnigen, Sand-, Kalk- oder Trockenwiesen einsetzten, da sie dadurch z,B. ganz seltenen Orchideen einen Lebensraum schaffen.
                  Meldet man die Esel also nicht als Esel an, sondern als Fachkraft für die Abmagerung eines Südhangs, mit dem Ziel dort einheimische Orchideen zu schützen, gibts Geld dafür. So macht das auch der Nabu. Totaler Vorteil: Diese Gelder gelten als Einkommen aus der Urproduktion, können also im landw. Betrieb als Einnahme verbucht werden und so die Gewinnorientierung des Hofes nachweisen.
                  Würden die einfach nur so auf nem Südhang rumstehen, wo man nicht viel macht, weil Esel ja wärme lieben und fettes Futter nicht vertragen, kriegste nix. Wie gesagt, ein Schelm…

                • Inga sagt

                  Deswegen muß das ganze Volk mit seiner Entwicklung auch die ortsunüblichen“ Gerüchen und Geräuschen hinnehmen.
                  Denn der Schutz seltener Tiere hat Priorität!

                  Das kann das gemeine Volk doch wohl aushalten.

                  Woher sollen sonst die Kinder Esels- und Hahnengeschrei hier kennen lernen.
                  Das gehört schließlich zu unserer Zivilisation, ist doch evolutionär so in uns angelegt, oder!

                  Die Sirene für den Notfall hat auch Priorität!

                • Reinhard Seevers sagt

                  Hat es in Deutschland eigentlich jemals Esel als Haustiere gegeben, oder retten wir jetzt Französische und Spanische Esel, wir Esel?😎

                • Inga sagt

                  also haben Esel und Orchideen Priorität?

                  Hier müßte ein Recht geschaffen werden, wo wo Fachleute dafür
                  wie im oben beschriebenn Bereich
                  der Architekt oder Bauherr mehr Mitspracherecht hat, als ein Berufsfremder Verwaltungsmensch nach seinen Launen!

                • Inga sagt

                  Ich kannte eine Pfarrersfamilie in einem Dorf,
                  die hatten einen Esel im Garten.

                  Ob der hier mal als Lastenschlepper genutzt wurde, weiß ich nicht.
                  Hier hatten die Leute doch wohl eher Kötzen und Bollerwagen bis große Erntewagen, die von Kühen, Ochsen oder Pferde gezogen wurden.

                  aber:
                  http://www.eselzuchtverband.de/

                  vom EINSTIGEN NUTZTIER ZUM FREUND & PARTNER
                  Der Esel hat sich vom einstigen Nutztier überwiegend zum Freund und Freizeitpartner entwickelt. Die damit verbundene Betrachtung und Bewertung von Haltung, Nutzung und Zucht der Esel hat sich auf Grund dieser Entwicklung immer mehr vom Pragmatismus abgewandt und zunehmend eine emotionale Qualität entwickelt.

                  Vielleicht ist es doch im Westen an der französischen Grenze eher genutzt worden, deswegen auch noch der Zuchtverband dort!?!

                • Sabine Norbisrath sagt

                  Es hat in D immer Esel gegeben, nur hat man in D versäumt dafür ein Zuchtbuch einzuführen. Im 19. Jhrd. als das mit der gezielteren Tierzucht aufkam, hat man in D den Esel schlicht vergessen. Das mag daran liegen, dass man damals schon im Esel ein Auslaufmodell sah. So wenigstens sahen es wohl die preußischen Landgestüte. Dort schwebten den doch meist eher adligen Zuchtmeistern robuste, vielseitige Pferde vor, die im Zweifel auch kriegstauglich waren. Mit einem Esel zieht man nicht in die Schlacht. Dass ausgerechnet dann das Militär in eher gebirgigen Regionen noch unter den letzten größeren Eselhaltern war, weil man die Esel für die Maultierzucht brauchte, ist irgendwie schon witzig. Aber, nun, hat man aufgeholt und wenigstens den Thüringer Waldesel und den Deutschen Esel (in 4 Sektionen) einen Zuchtstandard und Zuchtbuch erarbeitet. Das auf der GEH-Liste nur der Baudet du Poitou zu finden ist, hat was damit zu tun, dass man bei Deutschen Eseln noch Ur-Eintragungen machen kann. Also, du hast Esel auf deinem Hof, aber du hast halt keine Unterlagen, wie auch, gab es ja nicht. Dann kannst Du den Zuchtwart bestellen, der stellt fest, ob du die super-seltenen Thüringer hast oder einen Deutschen Esel und kannst die Tiere nachträglich eintragen lassen, solange sie den Zuchtkriterien entsprechen, kannst die dann auch kören lassen und mit denen weiterzüchten. Dadurch wächst die Anzahl der Rassetiere in D sprunghaft, für die GEH muss es für einen Gefährdungsstatus aber dann doch eher umgekehrt ausschauen.
                  Das in D ganz viele Andalusier, Romanolus und Pyrenäen-Esel rumlaufen, hat wohl was damit zu tun, dass sich die Leute A) oft im Ausland in diese Tiere verlieben und dann genau so einen zuhause haben wollen und B) der Auslandstierschutz mit Eseln sehr früh schon sehr aktiv war und so viele nach D vermittelt hat. Das Esel gerade historisch im Nordwesten jetzt nicht besonders gefragt waren, hat sicher was damit zu tun, dass sie es eben eher trocken und sonnig haben wollen, aber in Brandenburg oder in den Weinbauregionen (Weinbergesel) war der schon recht beliebt, weil er mit den schlechten Böden sehr gut zurecht kam und er trittsicher im steilen Terrain ist, man musste ihn halt nur vor zuviel Regen schützen.

            • Reinhard Seevers sagt

              So, wie ich die Lage verstehe, geht es um den nicht genehmigt errichteten Wohnteil. Schwarzbauten sind Schwarzbauten…., wenn ihm bereits ein Stall genehmigt wurde, war die Privilegierung schon Mal gegeben. Er hat den Fehler gemacht, nicht rechtzeitig eine Baugenehmigung einzureichen. Nun ist er natürlich in einem Alter, in dem eine nachhaltige Bewirtschaftung nicht mehr nachweisbar ist. Das Amt könnte aber im Rahmen des Paragraphen 35, für ihn entscheiden, möchte aber keinen Präzidenzfall schaffen……Menschen können eben so oder so handeln. Ein Gericht wird Klarheit schaffen, so ist das deutsche Rechtssystem, wenn es Streit gibt.

              • Inga sagt

                Ja,
                in dem Fall haben andere Investoren die Gesetzeslücke entdeckt und wolne sie fürsihc ausnutzen, denke ich.

                Er kann sich aber auf Gewohnheitrsrecht berufen, oder nicht?

  5. Christian Bothe sagt

    Einfach nur unterirdisch aber leider war,was der Kollege darstellt.Das Ganze krankt schon an dem Beamtenstatus in Deutschland und fehlender „Kommandoebene“ sowie der Selbstherrlichkeit der gewählten Landesfürsten in den BL.Die “Abkömmlinge”in den Parteien und Landkreisen verhalten sich dann eben wie die Obrigkeit im Feudalismus. Ob das überhaupt GG konform ist( freie Entfaltung der Persönlichkeit ) mag man bezweifeln. Den Fakten von B.Willi ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen und eine Weiterverfolgung der Story angebracht!

    • Reinhard Seevers sagt

      Christian, ich sehe das anders. Der Fall des Schaffell-Unternehmers ist auch seiner Naivität und dem unternehmerischen Unvermögen zur Sicherstellung seiner Produktionsstätte zuzuschreiben….alles Folgende ist normale Baugenehmigungspraxis.
      Ich habe vor zwei Jahren eine Viehsammel- und Handelsstätte im Außenbereich für einen Viehhändler auf einer ehem. Hofstelle durchbekommen, nach langen Verhandlungen mit der Genehmigungsbehörde.
      Nun, nach gut einem Jahr der Nutzung kommen die Söhne des Bauern, der inzwischen verstorben ist und auf dessen Hofstelle das Ganze umgesetzt wurde und kündigen dem Unternehmer fristlos die Nutzung, alternativ die Verdoppelung des Pachtzinses.
      Das ist rechtlich bei gewerblichen Unternehmen möglich….so und nun noch einmal das mit dem Feudalismus bitte….

  6. Günter sagt

    Vor ein paar Jahren wollte ich einen Esel (vierbeinig) von Rosenheim nach Sterzing (Italien)
    mit dem Auto und Viehanhänger transportieren.
    Pflichtbewußt und weil ich dafür über zwei Staatsgrenzen fahren muß habe ich mich beim
    Landwirtschaftsamt Rosenheim erkundigt was für Papiere denn dafür notwendig seien.
    Auf die Frage ob der Esel (vierbeinig) denn ein Nutztier oder Freizeittier sei antwortete
    ich (Esel zweibeinig) pflichtgemäß ein Nutztier und dann noch die Frage wie weit denn
    die Entfernung sei, die der Esel (viebeinig und zweibeinig) zu transportieren sei antwortete ich wahrheitsgemäß ca 140 km. danach war eine ganze Weile Stille, dann wurde ich aufgeklärt. Da die Entfernung über 80 km ist brauche und das Tier ein Nutztier ist, brauche
    ich eine Tranportgenehmigung bzw. einen Führerscheinzusatz. Wäre es ein Freizeittier
    z.B. Reitpferd etc. würde der normale Führerschein genügen und es würde dafür nichts
    weiter benötigt.
    Danach ging es los für den Esel (zweibeinig). 3 Wochen lang hin und her, die falschen
    Dokumente der Führerschein genügte zwar war aber nicht umgeschrieben, bis ich dann
    unsere EU Abgeordnete anrief und fragte was denn der Sinn des Ganzen sei und warum
    Tiertransporte nach Afrika dann überhaupt möglich sein, bei soviel Aufwand.
    Über den Rest des Gespräches behalte ich lieber Stillschweigen.
    nach weiteren 2 Wochen erhielt ich Brief vom ” Landratsamt ” Rosenheim dass nach
    “eingehender” Prüfung ein einmaliger Transport von Esel (vierbeinig und zweibeinig)
    von Wasserburg nach Sterzing genemigt sei, samt den erforderlichen Papieren.
    Aber es müßte innerhalb 2 Wochen durchgeführt werden.
    Diese Geschichte ist zwar nicht existensbedrohend wie die Geschichte im Video aber es ist im Grunde genommen ein Armutszeugnis für die heutige Zeit.
    Noch eines zum Schluß, ich bin seit 1 1/2 Jahren in Rente meine Ex Firma hat noch keinen
    Nachfolger für mich gefunden jedesmal als es im Arbeitsvertrag hieß, Grundvoraussetzung
    sind Auslandeinsätze waren die Bewerber wieder weg.
    Ich habe mir dann Gedanken gemacht, statt Bergwiesen mit der Hand zu mähen, werde
    ich Influenzer für Renter

  7. Reinhard Seevers sagt

    Aktuell, Forderung der deutschen Wildtierstiftung:”….. Wir als Deutsche Wildtierstiftung kämpfen für mindestens sieben Prozent naturnaher Lebensräume in Feld und Flur. Wenn wir diese Flächen für die Natur bereitstellen, können wir es schaffen, wieder mehr Artenvielfalt in diesen Landschaften zu bekommen. Wichtig wären Brachen und gezielt angelegte, blühende Felder, aber auch Randstrukturen wie Hecken. Diese drei Landschaftselemente würden den Tierarten sehr, sehr guttun.”

    In Verbindung mit anderen Gruppierungen werden aus solchen Aussagen Gesetzesforderungen formuliert….und dann auf vorh. drauf gesattelt. Gesellschaft und deren Ansprüche spiegelt sich in Bürokratie wieder, der Kampf dagegen ist ein Kampf gegen die Gesellschaft.

  8. Obstbäuerin sagt

    Noch vor ein paar Jahren konnte ich im Rathaus anrufen oder während der Sprechstunden einfach vorbeikommen. Das ist vorbei. Nur noch Termine über Internet und anonym und Corona hat die Sachlage noch verschärft. Es sei denn, die Verwaltung möchte was von dir, dann geht’s plötzlich wieder mitmenschlich. Ansonsten möchte die Verwaltung vom Bürger möglichst nicht gestört werden.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Früher hießen die Chefs vom Amt, Rudi, Peter und Karl, nur der Bürgermeister wurde mit Herr angesprochen, jetzt sind dies junge Frauen, die ich natürlich höflicher ansprechen muss.

      • Inga sagt

        Aber mit dem Rudi, Peter und Karl kann man besser in reden, also persönlicher und gleich nebenbei die Sachlage im Dialekt schildern!
        Denen würde schnell die passende Gesetzgebung zur Sachlage einfallen!

        Der Frau vom Amt weniger , weil
        hat ja von der Sachlage weniger Ahnung und wahrscheinlich auch Interesse?, sie muß sich eher nach der Aktenlage und Verwaltungsrecht richten!
        Natürlich alles in hochdeutsch und per Sie!
        Geistig wenig beweglich? Eben unpersönlicher!

        Muß man deswegen als Antragsteller mehr von diesen Gesetzen im Kopf haben?
        und den Esel als Nutztier und Landschafgärtner angeben.?

        Und sich selber als Tier-, Orchideen- und Naturschützer dazu?

        Müsste da nicht Nutzung, Sinn und Zweck Vorrang vor Verwaltungsrecht haben?

  9. Ferkelhebamme sagt

    Selbst das Land scheitert an der eigenen Bürokratie. Beim hochgelobten Stall der Zukunft fehlt die UVP. Mit all den offenen Fronten kann er die eigentlich nicht bestehen, bin gespannt, was das noch gibt. Der Plan ist außerdem, dass das Ganze dann innerhalb eines Jahres steht. Traumtänzer!
    Wir haben 13 Jahre um die Baugenehmigung unseres Stalles gekämpft, Altersvorsorge und Eigenkapital für immer wieder neu geforderte Gutachten geopfert. Das Ganze ist nach bestehendem Tierschutzrecht genehmigt, eine Änderung auf zukunftsfähige Tierwohlstandards derzeit rechtlich nicht möglich! Das ist dermaßen lächerlich!
    Gefühlsmäßig geht’s uns wie dem Herrn im Video. Wir wollen, wir machen, geschlossenes System mit höchsten Tierwohlstandards an einem Standort macht Sinn und ist angeblich politisch gewollt, scheitert aber an ebendieser. Es ist zum Schreien!

    https://www.topagrar.com/schwein/news/baugenehmigung-fuer-nrw-zukunftsstall-immer-noch-nicht-in-sicht-12570934.html

    • Reinhard Seevers sagt

      Ferkelhebamme, ein immer wieder gemachter Denkfehler ist, dass man meint, wenn man einen Anspruch aus einem Teilbereich (z.B. Tierschutz) erfüllt, dass dann automatisch alle anderen beiseite springen….nein, sie kommen oben drauf.
      Und das gilt für alle gesellschaftlich formulierten Ansprüche, wie z.B. Artenschutz, Naturschutz, Wasserschutz, etc.

      • Ferkelhebamme sagt

        Es wird oben drauf gesattelt, ohne dass ein entsprechendes Fundament, sprich die rechtliche Grundlage, da ist.

          • Ferkelhebamme sagt

            Z.B. die bereits beschlossenen Vorgaben für‘s Deckzentrum: Aber Schaffung von mehr Platz durch Anbau o. Auslauf oftmals rechtlich nicht möglich.
            Außenklima ist politisch gewollt, aber s.o….

            • Reinhard Seevers sagt

              Tierschutz versus Immissionsschutz ist schon lange ein Problem. Deshalb sind aber beide Gesetze fundiert, nur eben nicht kompatibel umsetzbar.

              • Ferkelhebamme sagt

                Gesetze sind das Fundament unserer Gesellschaft. Wie tragfähig ist ein Fundament, wenn die Bau-Komponenten zwar einzeln zertifiziert , aber nicht kompatibel sind, (Herr Architekt? 😊) Es wird Zeit, dass sich auf das Wesentliche, nämlich die Stabilität konzentriert wird. Dazu gehören auch Kompromisse und nicht nur fundierte, aber engstirnige Gesetze der einzelnen Ministerien.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Ferkelhebamme, wie schwierig es ist Umweltministerium, BMEL, Lobbyansprüche u.vm. zu vereinbaren, ist den meisten nicht klar. Und der Druck auf die Politik nimmt nicht nur zu, sondern auch die Geschwindigkeit in der Ansprüche geltend gemacht werden, nimmt zu.
                  Das gleiche passiert demnächst beim Klimaschutz…..das ist deutlich absehbar. Jeder, der diese Widersprüche anspricht, wird aber als Bremser oder Verhinderer tituliert. Genauso geht es Fachleuten, die sich mit dem Thema in Gremien befassen, und der Politik versuchen klar zu machen, dass es Konfliktebenen gibt, die erst ausgeräumt werden sollten, bis ein neues Gesetz aufgestellt wird….die werden dann einfach nicht wahrgenommen und bewusst ignoriert.
                  Leider ist der Mehrheit der Politik und der Gesellschaft die Landwirtschaft schlicht EGAL! Sie wollen einfach mehr Tierwohl, mehr Umweltschutz, weniger Massentierhaltung…etc. Es wird nichts zurückgedreht werden, auch wenn man sich das wünscht. Etliche Kollegen schaffen Tierwohlställe und bewerben diese, so dass der Eindruck für die Öffentlichkeit der ist, dass man meint zu wissen, DASS ES DOCH GEHT! Es ist ein Teufelskreis.
                  (Siehe auf Youtube; Schauer, Wasserbauer, Big Dutchman and friends)

            • Reinhard Seevers sagt

              Es hat sich aufgrund der bereits seit Jahren bekannten Problematik eine Arbeitsgemeinschaft unter dem Dach des KTBL gegründet, um der Politik mit Sachargumenten und wissenschaftlichem Know how die Widersprüche der Anforderungen aufzuzeigen. Dr. Oldenburg und Dr. Eckhoff sind seit Jahren engagierte Streiter für die Landwirtschaft. Es ist ein mühsames Geschäft neben dem beruflichen Anforderungen solche Arbeit zusätzlich für die Landwirtschaft zu leisten, die zudem nur wenige wahrnehmen und nur kleinste Erfolge aufweisen können.
              https://www.ktbl.de/ueber-uns/arbeitsprogramm/arbeitsgemeinschaft-standortentwicklung-und-immissionsschutz

    • sonnenblume sagt

      Wie man diese Modellställe berechnen will, dass ist mir schleierhaft. Bin gespannt, ob man von diesen Berechnungen etwas hören wird. Könnte mir durchaus vorstellen,dass bei diesem Projekt so manches Detail als weniger schwerwiegend angesehen wird.

      • Reinhard Seevers sagt

        Sonnenblume, das Ergebnis wird sein, dass man erkannt hat, dass Oma wiederum die Älteste ist.
        Die sind so eingeschränkt in ihrer Sichtweise, das sie immer wieder die gleichen Fehler machen. Man hat aber auch das Gefühl, dass die Versuchseinrichtungen der einzelnen Länder und Kammern ihre Existenz erhalten möchten. Am Ende werden in fast allen Bundesländern solche Versuchsställe aufgebaut, weil man ja der einen Aussage nicht glaubt oder traut.
        Dabei könnte man schon heute in Praxisbetrieben Messungen, Auswertungen und Bewertungen ableiten…..will man aber nicht. Ist die Deutsche Denke, kann man nix dran machen.

        • Stadtmensch sagt

          “Dabei könnte man schon heute in Praxisbetrieben Messungen, Auswertungen und Bewertungen ableiten”

          Wenns ein Bonares gibt https://www.bonares.de/

          muss man eben auch noch ein “bonshed” erfinden 😉

  10. Toni sagt

    „ Was passiert eigentlich, wenn wir eine echte Krise bekommen?“

    Die „echte Krise“ wird das Ergebnis der derzeitigen Politik – insbesondere der Coronapolitik – sein.

  11. Reinhard Seevers sagt

    “Arsch hoch, Verstand einschalten und Rückgrat für pragmatische Entscheidungen. Haltet die nicht auf, die arbeiten und Werte schaffen. ”

    Das ist schon starker Tobak…..Dieses Argument bringt sogar derjenige vor, der sich im Außenbereich eine Villa mit Pferdehaltung bauen möchte…”.ich investiert in dieser Gemeinde 1,5Millionen, da sollte die Gemeinde froh sein und die Handwerker glücklich, dass ich hier bauen möchte….”
    DAS ist der Motor der Bürokratie: Egoismus, der von anderen nicht hingenommen wird.

      • Reinhard Seevers sagt

        Willi, was ist an dem Satz missverständlich im Kontext: “Haltet die nicht auf, die arbeiten und Werte schaffen. “
        😳🤔

  12. Christoph Schräder sagt

    Solange im Bundestag über 60% Beamte sitzen und Menschen, die noch nie mit ihrer Hände Arbeit Geld verdient haben wird sich der Bürokratismus mit Sicherheit nicht abbauen.

  13. Reinhard Seevers sagt

    Zu dem Fall hatte ich bereits vor Wochen etwas geschrieben….eigentlich ist die Aufgeregtheit ein wenig überzogen.
    Hätte der Kollege sich im Vorfeld, beim Kauf der Immobilie Know how besorgt, hätte er mit einer Bauvoranfrage die grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit klären können. Er kauft aber erst, betreibt dann ein Gewerbe in Außenbereich und hofft dann, dass man ihm, weil er ja die Unternehmerkeule schwingt, ihm die Gemeinschaft einen Persilschein ausstellt. Paragraph 35BauGB schützt den Außenbereich und behält ihn offen für Landw. Zwecke.
    Täglich kommen solche Fälle vor, weil auch Gnadenhöfe und Seminarbetriebe, Fuhrunternehmen etc. den Außenbereich nutzen wollen.

  14. Sabine Norbisrath sagt

    Da zu muss man vllt. auch wissen, was der Marco Scheel macht. Der Rettet Schafe. Genauer Pommernschafe und andere alte gemischtwollige Landrassen. Der hat damit angefangen, dass er seinen Schäfern bis zum 15fachen des Wollpreises zahlt, die Wolle dann zu einem der letzten noch verbliebenen Walklodenhersteller in Deutschand gurkt, da dann modernen Walkloden – knötchenfrei- herstellen lässt und das dann in Deutschland zu schneidet, näht und die so entstandenen Out-Door-Jacken verkauft. Sein Startkapital waren lt. eigenen angaben 2000 Euro vom Sparbuch und ein alter Mercedes-Kombi.
    Wer bei ihm bestellt muss trotz Preisen um die 300 Euro sehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen.
    Wolle dieser Tiere wurde vor wenigen Jahren noch vernichtet, weil niemand mehr was damit anfangen konnte. Inzwischen wird er als Scout von anderen Bekleidungsfirmen angefragt, weil bei uns das Wissen über die Naturfaser Wolle völlig untergegangen ist. Die Leute, die vllt. noch zu DDR-Zeiten Industriespinner,-Weber oder einfach nur Schneider gelernt haben, sind inzwischen auch fast alle im Rentenalter.
    Wer heute z.B. in D eine Wollfaser – egal von welchem Tier- verarbeiten möchtest, hat in Europa mit viel Glück noch ein halbes Dutzend Firmen, die das können.
    Bekannte von mir fahren ihre Suri-Alpaka-Wolle – das ist eine wirklich ganz tolle Faser, nach Frankreich, um sie dort verspinnen zu lassen. Gewaschen wird auf dem Hof mit Maschinen Marke Eigenbau, weil es selbst das nicht mal mehr irgendwo zu kaufen gibt.
    Die Genossenschaft der Coburger Fuchsschafhalter fährt die Wolle nach Belgien zum Waschen, weil ihnen sonst niemand mehr 5 t Wolle waschen kann.
    Das geht billiger und besser in Asien…. Nur mal so:
    Was wird aus unseren ganzen dollen China-Geschäften, wenn da mal ein Virus mit etwas härteren Kanten, wie z.B. ein neuartiger Pockenvirus auftaucht oder die chinesische Regierung irgendwie doch Recht hat und der IS es auf die Volksrepublik abgesehen hat? Und da villt. wirklich eine Offensive startet?
    Was ist wenn Bangladesch, was ja wirklich ein gebeuteltes Land ist, seine Umweltprobleme und seine Bevölkerung nicht mehr in den Griff bekommt? Oder, wie gerade in Indien ansatzweise zu beobachten , so ein riesiges Land von Fanatikern in einer Pandemie nicht nur an den Rand der Verzweiflung getrieben wird.
    In Africa haben Millionen von verspätet abreisenden Zugvögeln und eine Heuschreckenplage gerade die Felder leer gefressen und wir bauen hier gerade die Landwirtschaft zum Wolfszuchtgebiet mit angeschlossener Blümchenwiese um. Dass in der UN unsere Leute nicht von den Afrikaner angespukt werden, ist für mich ein Wunder.

  15. Michael Gorke sagt

    Moin Willi,
    Ja das Video bringt es auf den Punkt.
    Aber ich denke die Verwaltung spiegelt die Zerrissenheit der Gesellschaft wieder. Es soll allen recht gemacht werden. Und vor allem soll mit den Entscheidungen der Behörden rechtssichere Bescheide produziert werden. Das zieht einen riesen Aufwand mit sich, oder die Vorhaben sollen wie im Video im Keim erstickt werden
    Ich habe dahingehend auch zwei Baustellen. Wisst ihr hier eigentlich was das für ein Aufwand ist sich als Ausbildungsbetrieb anerkennen zu lassen. Ich sage nur Sicherheitsbeauftragter…
    Meine Lösungsvorschläge:
    Klare Zielvorstellungen politisch vereinbaren und dafür Gesetze verabschieden.
    Behördenentscheidungen dahingehend ausrichten.
    Andere Interessen dem unterordnen.
    Und das für alle Lebensbereiche.

  16. Jan sagt

    Die Erlangung einer Ausnahmegenehmigung, um mit einem (3,29m breiten) Mähdrescher auf die Straße fahren zu dürfen ist auch so ein Punkt: Es ist selbstverständlich, das so eine Maschine auf der Straße zum Feld fährt. Fertig! Und nicht andersherum: Ausnahmegenehmigung vom Verbot beantragen. Schließlich gehts um die Brötchen am Sonntagmorgen.

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